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Schlepper "Parthia"
(Bild: Olympia Harbor Days)   Großbild klick!

Comeback für Parthia
(22.11.17) Der 45 Fuß lange Schlepper "Parthia", einer der ältesten in Olympia, der Anfang August im Hood Canal gesunken war, wurde von der South Sound Maritime Heritage Association (SSMHA) geborgen und erreichte am 16.11. auf einem Truck seine alte Heimat, wo er bei den Olympia Swantown Boatworks restauriert und dann als Museumsschiff genutzt werden soll. Das Schiff war 2016 an einen neuen Eigner verkauft werden, der mit dem Besitz allerdings überfordert war und ihn an Interessierte abzugeben bereit war.
Nach dem folgenden Untergang im Hood Canal entschied die SSMHA, sich des Schiffes anzunehmen. Hunderte von Freiwilligenstunden wurden investiert, um die Rettung des 111 Jahre alten Schiffes zu ermöglichen. Der frühere Schlepperreeder John Warjone aktivierte seinen Geschäftsfreund Rick Panowicz und dessen Neffen, den Schlepperkapitän Rob (Chip) Panowicz, der den Veteranen mit der 47 Fuß langen Trawleryacht "Jean Marie" 36 Meilen weit nach Port Townsend schleppte. Mark Cohen der Associated Boat Transport of Marysville (WA), arrangierte den weiteren 100-Meilen-Weg über den Highway nach Olympia.
Die "Parthia" entstand 1906 in in Winslow, Washington, auf der Werft von James Hall. Fast 40 Jahre arbeitete sie in Olympia für die Delta V. Smyth Tug and Barge Company of Olympia und seit 1961 für die Foss Launch and Tugboat Company. Nachdem Foss die Tätigkeit in Olympia 1975 beendete, verlegte der Schlepper in den Puget Sound und ging durch mehrere Hände. Seit Anfang der 1990er nahm sie an vielen Olympia Harbor Days Festivals und Wettfahrten teil, die sie sogar noch 2016 gewann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht “P6T2”
(Bild: Tony Rive)   Großbild klick!

RNLI zog Rettungsboot ab – Stunden später verunglückte Luxusyacht in St. Heliers Bay
(22.11.17) Die 62 Fuß lange Luxusyacht “P6T2”, eine Pershing 62,sank am Abend des 17.11. gegen 17.45 Uhr nach Kollision mit einer Tonne bei rund 26 Knoten Fahrt in der St. Aubin’s Bay auf 16 Metern Wassertiefe. Das Wrack liegt rund einen Kilometer vom Zentrum der St Brelade’s Bay. Aus dem 3,2-Tonnen-Tank, der nicht voll war, als der 1,8 Pfund werte 65-Tonner unterging, lief kein Kraftstoff aus.
Das Boot wollte die Bucht gerade mit Kurs St. Peter Port in Guernsey verlassen. Überwachungsaufnahmen zeigten, dass die Ruaudière Buoy voll beleuchtet war, als die Yacht sie rammte. Beim Eintreffen der Feuerwehr 20 Minuten später lag die Yacht schon fast vollständig unter Wasser, nur die Bugspitze war noch sichtbar. Die zweiköpfige Crew war in eine Rettungsinsel gegangen.
Die Jersey Coastguard schickte die “Fire Bravo Marine” und das Lotsenboot “Rival”, die die Schiffbrüchigen unversehrt aufnehmen konnten. Die „Rival“ schleppte die sinkende Yacht, die 2015 in Mallorca für 1.925.000 Euro verkauft worden und seither in Jersey beheimatet war, noch in tieferes Wasser. Eine Bergung des Wracks schien derzeit fraglich.
Taucher untersuchten das Boot am 18.11. und stellten fest, dass es außerhalb des Fahrwassers die Schifffahrt nicht gefährdet. Es hatte zwei Löcher im Rumpf davongetragen, eines war sechs Fuß lang. Die Spitze der von ihm beschädigten Tonne wurde ebenfalls zerstört, und sie muss nun komplett ersetzt werden. Von der St Helier Lifeboat Station konnte bei der Havarie keine Hilfe mehr geleistet werden, da das RNLI-Boot „George Sullivan ” wegen eines lang andauernden Disputs um ein Stationsmitglied gerade abgezogen und nach Poole überführt worden war, nachdem die Stationsbesatzung angekündigt hatte, eine selbstständige Organisation gründen zu wollen.
Quelle:Tim Schwabedissen


“Pacific Paradise”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bergungspause zum Truthahnessen
(22.11.17) Truthahnpause an der gestrandeten “Pacific Paradise” vor Waikiki Beach – am Thanksgiving Day werden die Vorbereitungen zur Bergung des Longliners unterbrochen. Bis dahin gingen die Arbeiten zum Abdichten von Lecks an Steuerbordseite des Wracks mit Schweißgerät und Patschen weiter. Zusätzliche Auftriebskörper trafen vor Ort ein und wurden zum Einbau vorbereitet, außerdem wurden weitere Arbeiten am Rumpf und den Schotten durchgeführt, um die Schwimmfähigkeit zu erhöhen.

“Pacific Paradise”
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Am 20.11. hatten die Arbeiter die alte Abschleppvorrichtung abgebaut und bereiteten die Installation einer neuen vor. Das Ruder wurde abgeschnitten, um das Gewicht zu reduzieren und zu verhindern, dass es das Abschleppen behindert. Es blieb auf Grund liegen und sollte nach der Bergung des Wracks vom Riff entfernt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen




Von Hurrikan Irma zerstört
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Irma-Opfer an Westküste Floridas geborgen
(22.11.17) Die Bergungsarbeiten an der Küste von Florida dauerten 10 Wochen nach dem Landfall von Hurrikan Irma in den Florida Key weiter an. Die Emergency Support Function 10 (ESF-10) Florida, eine Einsatzgruppe, die aus der U.S. Coast Guard, der Environmental Protection Agency und der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission besteht, hat bislang 1.879 losgerissene Boote geborgen. An den Arbeiten waren rund 180 Personen beteiligt.
Die Räumungsarbeiten wurden je nach Umweltgefährdungsgrad priorisiert. Nachdem 270 Wracks und Boote im Bereich St. Petersburg geräumt wurden, erklärte die Coast Guard die Bergungsarbeiten an der Westküste Floridas jetzt für beendet. Die Arbeiten wurden an der Ostküste und den Keys fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aufgegebener Frachter vor Inkumu gestrandet
(22.11.17) Nach einer Wetterberuhigung sollte der russische Frachter "Nefterudovoz 29M", 2613 BRZ (IMO-Nr.: 7740570), der nach seiner Sturmhavarie am 21.11. rund 500 Meter vor Inkumu strandete, wieder flottgemacht und zurück zu seinem Ankerplatz geschleppt werden. Die türkische Coast Guard hatte um sieben Uhr einen ersten Notruf erhalten, als das Schiff trotz zweier ausgebrachter Anker im Sturm ins Treiben geraten war. Der erste von ihr entsandte Hubschrauber vermochte wegen des Windes aber keine Rettungsaktion durchzuführen.
Erst als das Coastguard Command Center in Samsun einen AE-412-Helikopter schickte, konnte dieser zwischen 08.45 Uhr und 09.30 Uhr die sechsköpfige Crew abbergen und zum nahen Hafen bringen. Der Frachter war bereits am 7.10. mit einer 3.000-Tonnen-Eisenladung von Rostov-am-Don kommend vor Bartin eingetroffen und hatte dort am 10.10. festgemacht, um die Fracht zu löschen. Am 13.10. verlegte der Frachter auf die Reede und warf dort Anker, weil sein Liegeplatz benötigt wurde.
Wegen eines Maschinenschadens und abgelaufener Zertifikate erhielt er keine Auslaufgenehmigung mehr und blieb vor Anker liegen, während er an einen neuen Eigner verkauft wurde. Dieser wollte es zurück nach Rostov schleppen. Am 8.12. erhielt der Flaggenstaat Russland einen Mängelbericht. Am Ende konnte die "Nefterudovoz 29M" mangels Treibstoff am Unglückstag keine eigenen Maschinenmanöver ausführen, um die Ankerketten zu entlasten.
Am 3.4.2016 war die "Nefertudovoz 29" ebenfalls auf Grund gelaufen, nachdem der Anker nicht im Grund gehalten hatte. Diese Havarie ereignete sich auf dem Don bei Flusskilometer 3178 auf der Reede von Azov. Nachdem erste Abschleppversuche fehlgeschlagen waren, hatte die Crew steigenden Wasserstand abgewartet, um ihr Schiff wieder flottzumachen.
Der Fluss-See-Frachter ist 118,92 Meter lang, 13,46 Meter breit, hat 3,8 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.345 Tonnen. Er läuft für die SK MBS Shipping Ltd. in Moskau und wurde 1978 in Kama erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Versorger sank vor Mumbai
(22.11.17) Der indische Offshore-Versorger "Ratna", 2039 BRZ (IMO-Nr.: 9524906), sank am 21.11. gegen 7.50 Uhr rund 95 Meilen westlich von Mumbai auf einer Wassertiefe von 70 bis 80 Metern. Zuvor war ein Wasserrohr im Maschinenraum geborsten und hatte diesen überflutet. Die 16-köpfige Crew wurde von der "GS Prachi" gerettet und nach Mumbai gebracht.
Die indische Coastguard schickte das Patroullienboot "Achook", das sich in der Nähe befunden hatte, zur Untergangsstelle, die auch auf Ölaustritte überwacht wurde. Die "SCI Ratna" der staatlichen Shipping Corporation of India (SCI) lief in Charter der Oil and Natural Gas Corporation und war bei Erkundungsbohrungen in Bombay High eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter vor Odense aufgelaufen
(22.11.17) Der brandneue holländische Frachter "Arklow Valour", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9772565), lief am 21.11. um 4.15 Uhr im Odense-Kanal auf Grund. Das bei der Odins-Brücke auf Sandgrund mit dem Bug aufsitzende Schiff schlug quer und blockierte dadurch den Kanal für den gesamten Schiffsverkehr von und nach Odense. Es war aus Rotterdam gekommen und hatte eine Ladung Sand an Bord nehmen sollen. Um 10.45 Uhr wurde der Frachter wieder flottgemacht und legte gegen 11 Uhr in Odense an.
Die “Arklow Valour” ist 86,93 Meter lang, 15 Meter breit, hat 6,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.159 Tonnen. Sie wurde 2017 von der Royal Bodewes in Hoogezand an die Arklow Shipping Nederland B.V., Rotterdam, abgeliefert und machte am Tag nach der Überführung nach Delfzijl 17.1. ihre Probefahrt auf der Ems.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter ging vor Pillar Point Harbor in Flammen auf
(22.11.17) Am 20.11. geriet der 37 Fuß lange Kutter “Ocean Gale” 13 Meilen südwestlich von Pillar Point Harbor in Brand. Die vierköpfige Crew alarmierte die Coast Guard San Francisco gegen 17 Uhr. Ein MH-65 Dolphin-Helikopter von der Air Station San Francisco, ein 47-Fuß-Boot der Station Golden Gate und das 87 Fuß lange Patroullienboot „Tern“ aus San Francisco nahmen Kurs auf den Havaristen.
Außerdem kamen die vier Kutter „Alma”, “Mr. Morgan”, “Alicia Dawn” und “Smith Brothers #2” zu Hilfe. Als der Hubschrauber vor Ort eintraf, stand die „Ocean Gale“ bereits komplett in Flammen. Die Crew war in eine Rettungsinsel geflüchtet, aus der sie von der „Smith Brothers #2“ wenig später aufgenommen und nach Half Moon Bay gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Los Lances gestrandet
(22.11.17) Am 21.11. lief die Segelyacht “Simara” am Strand von Los Lances auf Grund. An Bord befand sich nur der Skipper. Als das von ihm alarmierte, 21 Meter lange SAR-Schiff „Salvamar Arcturus” (MMSI-Nr.: 225986507) der Salvamento-Maritimo-Station in Tarifa vor Ort eintraf, war eine Bergung der Yacht nicht mehr möglich. Sie lag bei Wasserstand auf der Seite in einem felsigen Strandgebiet. Am 22.11. sollte mit günstigerem Wasserstand versucht werden, sie dort wieder wegzubekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Kutter vor Ebro-Mündung
(22.11.17) Am 21.11. brach auf dem 25 Meter langen, spanischen Kutter "L'Horitzo 1", 139 BRZ (IMO-Nr.: 9099573), acht Meilen vor der Ebro-Mündung im Balearen-Meer ein Feuer aus. Die sechsköpfige Crew funkte einen Notruf, auf den mehrere andere Fischereifahrzeuge, die sich in der Nähe befanden, reagierten. Salvamento Maritimo mobilisierte einen Helimer-Helikopter sowie das SAR-Schiff "Salvamar Achernar" (MMSI-Nr.: 224476170) der Station San Carlos de la Rapita. Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht war, wurde der manövrierunfähige Trimaran von dem Kutter "Titaro II" in Richtung des Hafens abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchflugzeuge orteten Wärmefleck vor Puerto Madryn
(22.11.17) Amerikanische Flugzeuge haben 300 Kilometer östlich des patagonischen Hafens Puerto Madryn ein metallisches Objekt auf dem Meeresboden entdeckt, bei dem es sich vielleicht um das argentinische U-Boot ARA „San Juan“ handeln könnte. Auf dem Radarschirm des Flugzeugs entdeckte die Crew einen Wärmefleck, der vermuten ließ, dass es sich um die seit einer Woche vermisste „ARA San Juan“ handeln könnte. Das Radar des Flugzeugs fand das Objekt auf 70 Metern Wassertiefe, und ein Mini-Boot wurde nun zur Fundstelle geschickt.
Als die Nachricht, dass ein Objekt auf dem Meeresboden gefunden wurde, haben die Behörden dazu veranlasst, Das Krankenhaus in der Hafenstadt Comodoro Rivadavis wurde aufgefordert, geplante Operationen und Behandlungen einzustellen, um bereit zu sein, Verletzte vom U-Boot aufzunehmen. Die Suche nach dem vermissten U-Boot, an der 4.000 Menschen beteiligt sind, ist seit dem Falklandkrieg 1982 die größte Operation in der Region und umfasst mehr als 482.000 Quadratkilometer. Derzeit nahmen 13 Flugzeuge und 17 Schiffe aus insgesamt sieben Ländern an der Suche teil, die nun in eine kritische Phase eintritt.
Den 44 Besatzungsmitgliedern drohte nach einer Woche der Sauerstoff auszugehen. Zwar wäre eine Sauerstoffproduktion an Bord des U-Bootes möglich, die eine längere Überlebensphase darstellen würde, dazu müssten allerdings die Batterien an Bord funktionstüchtig sein. Ob dies der Fall ist, ist derzeit ungewiss.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker lag zu tief im Wasser
(22.11.17) Am 21.11. gegen fünf Uhr stellten Beamte der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel während der Schleusenliegezeit fest, dass der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Chem Norma", 11939 BRZ (IMO-Nr.: 9486192), dass das zulässige Freibord unterschritten war. Die Weiterfahrt wurde vorerst untersagt. Das Schiff lag 16 Zentimeter zu tief im Wasser.
Nach Rücksprache mit der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft erteilte diese ein Weiterfahrverbot für die "Chem Norma", ordnete eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.400 Euro an und verhängte die Auflage, das an Bord befindliche Ballastwasser abzulassen, um das nötige Freibord wieder zu erreichen.
Gegen 12.20 Uhr war es so weit, und der Tanker konnte die Reise von Sillamae nach Trois Rivières in Kanada fortsetzen, wo er am 4.12. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion vor Palau dauert an
(22.11.17) Die Suche nach der vermissten Crew des japanischen Longliners “Gyotoku Maru No. 1 - ON2-0297”, 19,99 BRZ (IMO-Nr.: 431680140), vor der Pazifikinsel Palau dauerte an. Ihr gekentert auf der Steuerbordseite liegendes Schiff war inmitten eines Ölfilms entdeckt worden .Schiffe und Flugzeuge aus den USA, Japan und Palau hielten am 22.11. Ausschau nach den Vermissten, neben dem japanischen Skipper und seinem Chief noch fünf indonesische Crewmitglieder.
Das 15 Meter lange Schiff hatte am Nachmittag des 20.11. Mayday gefunkt, und ein Schiff der Japan's National Fisheries University hatte es am nächsten Morgen gegen neun Uhr 1,253 Meilen vor Palau entdeckt. Sechs Stunden darauf fanden sich noch zwei Rettungsringe und eine Rettungsinsel, aber keine Anzeichen von Überlebenden.
Die “Gyotoku Maru No. 1” war ein Thunfischfänger, der für Yamashiro, Kazunori, in Okinawa lief und 1979 in Japan erbaut wurde. Das Schiff, das von der Western and Central Pacific Fisheries Commission.eingesetzt wurdem hatte eine Länge von 14,95 Metern, eine Breite von 3,644 Metern und einen Tiefgang von 1,5 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Verletzte bei Explosion auf Ausflugsboot
(22.11.17) Eine Explosion erschütterte am 21.11. gegen 16 Uhr das thailändische Ausflugsboot “Choksomboon” an der Chalong Pier in Phuket. Dabei wurden zwei 22- und 29-jährige Crewmitglieder verletzt und ins Siriroj Hospital.gebracht. Das Ruderhaus wurde zerstört, der Schiffsboden beschädigt, und auch Scheiben, Verkleidungen und technische Einrichtungen wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Offenbar hatten die Crewmitglieder das Boot gerade aufgetankt, wobei es zu der Explosion und einem Feuer kam. Dieses konnte rasch gelöscht werden. Wahrscheinlich hatten Funken in der Bordelektrik Gase entzündet. Kurz zuvor hatte das Boot Touristen, die von Phi Phi Island gekommen waren, an der Chalong Pier abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot in Fort Myers vor Untergang bewahrt
(22.11.17) Am 21.11. rettete die US Coast Guard das 40 Fuß langen Motorboots “Loki”, das in der San Carlos Bay leckgeschlagen war. Gegen 18 Uhr fing die Coast Guard Station in St. Petersburg einen Notruf des Skippers auf, nach dem das Boot Wassereinbruch erlitten hatte. Zwei Boote liefen von der Station in Fort Myers Beach zur Hilfeleistung aus und unterstützten die Bemühungen, die “Loki” zu lenzen. Dann wurde sie in Schlepp zur Gulf Marine in Fort Myers Beach gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff auf Donau auf Grund gelaufen
(22.11.17) Auf der Donau bei Vilshofen-Wieshof im Landkreis Passau lief am Morgen des 22.11. gegen 7.30 Uhr in Bergfahrt das Binnenschiff „Achim“, 1196 ts (EU-Nr.: 04011260 MMSI-Nr.: 211169290; CS: DA4680), mit 1.000 Tonnen Kunstdünger bei Flusskilometer 2251,4 auf Grund und schlug an einem Felsen leck, sodass es zu einem Wassereinbruch kam. Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt waren vor Ort im Einsatz. Die übrige Schifffahrt ist nicht behindert, da das Schiff außerhalb der Fahrrinne festgekommen war.
Im dichten Nebel hatte der Schiffsführer die Fahrwassermarkierungstonnen verwechselt und war aus der Fahrrinne abgekommen. Wegen der Doppelhüllenbauweise kam der Kunstdünger nicht mit dem Wasser in Kontakt. Das eindringende Wasser wurde von der Feuerwehr und den schiffseigenen Pumpen abgepumpt. Das Behördenschiff „Inn“ (MMSI-Nr.: 211623160) sicherte den Havaristen. Am Nachmittag sollte über das weitere Vorgehen bei der Sicherung des Schiffes und der Bergung entschieden werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Sophie Siem“ sucht
(Bild: Armada Argentina)   Großbild klick!

Geräusche stammen nicht von vermisstem U-Boot
(21.11.17) Vermeintliche Notsignale, die am 20.11. von dem vermissten argentinischen U-Boot ARA "San Juan" 300 Kilometer vor der patagonischen Küste aufgefangen wurden, stammten nicht von dem Schiff. Die zwei Suchschiffe sowie Flugzeuge hatten per Sonar und abgeworfener Sonarbojen akustische Hinweise im Meer festgestellt und grob verortet. Mit einer speziellen Software wurde jedoch festgestellt, dass die Geräusche nicht vom U-Boot stammten, sondern wahrscheinlich biologischen Ursprungs waren. Die Geräusche sollten ähnlich jenen gewesen sein, die entstehen, wenn man mit metallischen Gegenständen absichtlich rhythmisch gegen das Innere eines U-Boot-Rumpfes hämmert.
B-200 sucht U-Boot
(Bild: Armada Argentina)   Großbild klick!
Das vermisste Boot hat eine Tauchtiefe von bis zu 300 Metern. Sollte es unter Wasser liegen, würde ihre Crew nur noch bis etwa zum 22.11. Luft haben. Könnte es zumindest kurzzeitig Höhe gewinnen und den Schnorchel ausfahren, ließe sich diese Frist verlängern.
Die „San Juan“ hatte vor dem Verschwinden am 15.11. aufgetaucht laufend im Golf von San Juan südöstlich der Halbinsel Valdés bei schwerem Seegang ein mechanisches Problem wie einen Kurzschluss im Batteriesystem gemeldet. Der Chef der Marinebasis Mar del Plata, Kapitän Gabriel Galeazzi, hatte es daraufhin zum Stützpunkt zurückbeordert. Derlei mechanische Probleme stellten üblicherweise kein Risiko dar, die Crew schien sicher zu sein, und es wurde auch nicht von einem Notfall ausgegangen.
Norwegisches Offshore-Schiff „Skandi Patagonia“
(Bild: Armada Argentina)   Großbild klick!
Die „San Juan“ befand sich auf einem Routineeinsatz etwa 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires unterwegs. Mit an Bord war auch die erste U-Boot-Offizierin Argentiniens und ganz Südamerikas, die 35-jährige Eliana Krawczyk. Rund 20 Sucheinheiten versuchten nun, dem Verbleib auf die Spur zu kommen, darunter der argentinische Zerstörer ARA „Sarandi (D-13)“ sowie die Korvetten ARA „Rosales (P-42)“ und ARA „Drummond (P-31)“. Es handelte sich um den größten Marine- und Lufteinsatz im Südatlantik seit dem Falklandkrieg 1982. Auch ein britisches Schiff und ein Flugzeug der Royal Air Force, die auf den Falklands stationiert sind, nahmen an der Rettungsaktion teil. Die USA beteiligten sich mit vier unbemannten Mini-U-Booten der US-Marine und einem NASA-Suchflugzeug. Die U.S. Navy hat auch zwei komplette Systeme zur U-Bootsrettung durch das in San Diego stationierte Undersea Rescue Command bereitgemacht.
Vier Frachtflugzeuge mit Ausrüstung trafen am 19.11. im patagonischen Hafen von Comodoro Rivadavia ein, darunter eine Rettungskammer aus dem 2. Weltkrieg, die bis zu sechs Personen aus Tiefen bis zu 850 Metern hochholen kann. Sie sollten durch die norwegischen Offshore-Schiffe „Skandi Patagonia“, 4641 BRZ (IMO-Nr.: 9182203), und „Sophie Siem“, 2465 BRZ (IMO-Nr.: 9334545), ins Suchgebiet gebracht werden. Das zweite System, ein Pressluftmodul, kann bis zu 2.000 Fuß tief eingesetzt werden und sollte Anfang kommender Woche eintreffen. Es kann auch an Boote andocken, die bis zu 45 Grad Schlagseite haben.
Der Ölkonzern Total, der in einem Meeresgebiet weiter südlich Öl fördert, stellte ein Schiff zur Verfügung. Die Suche wurde aber weiter durch Sturm mit Windgeschwindigkeiten um 70 km/h und bis zu sieben Meter hohe Wellen erschwert. Dies würde auch ein Auftauchen des U-Boots erschweren. Neben der systematischen Suche auf einer Meeresfläche von über 43.000 Quadratkilometern wurde bereits eine eventuelle Bergung am Ozeangrund vorbereitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Angelkutter “Steamer”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Steamer hatte keinen Antrieb mehr
(21.11.17) Die US Coast Guard assistierte am 19.11. der dreiköpfigen, aus Grainsville stammenden Crew des 23 Fuß langen Angelkutters “Steamer” rund 17 Meilen nordwestlich des Suwannee River. Die Coast Guard St. Petersburg wurde aus Levy County um 3:22 Uhr alarmiert, nachdem die Männer am Morgen des 18.11. ausgelaufen, aber seither nicht mehr zurückgekehrt waren. Eine HC-130 Hercules stieg daraufhin von der Air Station Clearwater auf und lokalisierte das in der See treibende Boot, dessen Crew hilfesuchend winkend.
Ein 27-Fuß-Boot wurde von der Coast Guard Station Yankeetown in Marsch gesetzt, und auch ein Boot der Florida Fish and Wildlife Conservation nahm Kurs auf die gemeldete Position. Vor Ort wurde die „Steamer“ mit Maschinenschaden vorgefunden. Die Crew wurde abgeborgen und an Land gebracht, der Kutter später von einem Berger eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Restaurantschiff "Ella"
(Bild: Ranworth Breeze)   Großbild klick!

Ehemaliges Restaurantschiff im zweiten Anlauf geborgen
(21.11.17) Das Wrack des einstigen britischen Restaurantschiffs "Ella", 136 BRZ (IMO-Nr.: 5428087), das am 6.7. 3,5 Meilen südöstlich von Lowestoft gesunken war, als es sich im Schlepp der "Kingston Lacey" von Hartlepool nach Rochester befand und einst dem Benidorm-Star Chrissy Rock gehörte, konnte jetzt vom Schwimmkran "Cormorant" nach anfänglichen Problemen gehoben werden. Ein holländisches Konsortium aus DUC Marine Group sowie Multraship Towage and Salvage sollte das Wrack räumen. Doch am 13.10. kehrten alle Bergungsfahrzeuge wegen Sturms in den Hafen zurück.
Erst am 18.11. wurde der Meeresgrund wieder hydrografisch untersucht und festgestellt, dass das Wrack tiefer im Sand lag als zuvor. Dies machte einen Strich durch die ursprünglichen Bergungspläne. Deshalb wure aus Holland ein großer Greifer geholt, der auf der "Cormorant" installiert wurde. Dieser holte das muschelverkrustete Wrack nun an die Wasseroberfläche. Die „Ella" war 2010 in ein Restaurant umgebaut worden, um bei den Tall Ships Races eingesetzt zu werden.
2007 kam die "Ella" in die Hartlepool Marina, von der es Anfang Juli nach Kent gehen sollte für einen neuerlichen Umbau zu Büros oder Unterkünften. Knapp vier Monate nach dem Untergang begann am 3.11. die nun erfolgreich abgeschlossene Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot “Nasty by Nature”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Sportboot in Seenot
(21.11.17) Das 22 Fuß lange Sportboot hieß “Nasty by Nature”, doch es war vor allem die “nasty nature”, die am 19.11. einen Einsatz der Coast Guard Station Sandy Hook notwendig machte. Das Sportboot war bei Keansburg, New Jersey, in der Raritan Bay mit vier Personen an Bord in Seenot geraten. Als das Rettungsboot aus Sandy Hook eintraf, trieb das kleine Boot bei 30 Knoten Wind hilflos in drei bis fünf Fuß hohen Seen.
Die Bootsfahrer wurden unverzüglich abgeborgen. Aus Sicherheitsgründen war es nicht möglich, die „Nasty by Nature“ vor den Unbilden der Natur zu retten und in Schlepp zu nehmen. Es trieb in den hohen Wellen davon und sollte nach Wetterberuhigung wieder aufgespürt werden. Die Geretteten wurden unversehrt zur Atlantic Highlands Marina gebracht, nicht ohne dass sie sich hinter die Ohren schreiben lassen mussten, dass diese Sorte von Booten nicht zum Betrieb auf dem offenen Meer geeignet sei, sondern nur auf Seen fahren sollte. Vor dem Auslaufen müsse generell das Wetter geprüft und ein Segelplan erstellt sowie die Notausrüstung gecheckt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Themsebarge
(21.11.17) Auf der Themse brach am 19.11. um 15.30 Uhr bei der Iron Wharf im Faversham Creek ein Feuer auf der 80 Fuß langen Barge "Ironsides" aus. Die Kent Fire and Rescue war mit 25 Einsatzkräften vor Ort. Zwei Personen wurden wegen Rauchgasvergiftung behandelt. Das Feuer war während Reparaturarbeiten unter Deck entstanden. Es brauchte 40 Minuten, es mit Hochdruckrohren und Schaum unter Kontrolle zu bekommen. Die aus Stahl gebaute "Ironsides" entstand 1900 und lag derzeit in einem Schwimmdock, wo sein Eigner Toby Lester sie überholte. Dabei wurden auch Schweißarbeiten durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Brunsbütteler Kanalschleuse
(21.11.17) Am 17.11. um 23.48 Uhr kollidierte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufend Frachter "Carina", 2463 BRZ (IMO-Nr.: 8914142), mit der Schleuse in Brunsbüttel. Als er in die Neue Nordschleuse einlief, um an der Mittelmauer festzumachen, klappte beim Aufstoppen das Heck nach Backbord ab. Starke Winde erhöhten diesen Effekt noch.
Das Schiff berührte mit seinem Steuerbordbug die Mittelmauer und mit dem Backbordheck die gegenüberliegende Seitenmauer der Schleuse. An der "Carina" wie auch am Schleusenbauwerk entstand leichter Sachschaden. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft erhielt von dem Sachverhalt Kenntnis, ordnete jedoch keine weiteren Maßnahmen an.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung wird über das Geschehen informiert. Der Havarist, der am 16.11. aus Moerdijk ausgelaufen war, konnte die Fahrt am 18.11. um 00.40 Uhr fortsetzen. Er wurde nun am 22.11. um drei Uhr im schwedischen Luleå erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Abstürzender Trafo beschädigte Binnenschiff und sorgte für Ölverschmutzung auf der Mosel
(21.11.17) Am 20.11. um 7.30 Uhr bemerkte ein Fußgänger, der über die Eisenbahnbrücke von Pfalzel nach Trier-Nord unterwegs war, das auf der Nordseite der Mosel eine breite Ölspur zu sehen war. Unverzüglich alarmierte er die Feuerwehr, die zur Brücke ausrückte. Das Feuerwehrboot "St. Barbara" legte ebenfalls mit Kurs Trier-Pfalzel ab.
Nach kurzer Zeit konnte die Quelle der Wasserverunreinigung lokalisiert werden: Sie stammte von des Luxemburger Binnenschiffs „Emma", 784 ts (EU-Nr.: 08043007), das bei der Trierer Schiffswerft Hans Boost lag. Es war am Vortag in Thionville beim Beladen durch einen herabstürzenden Trafo beschädigt worden und dabei auch leckgeschlagen. Bei den deshalb notwendig gewordenen Reparaturarbeiten trat eine große Menge Wasser-Ölgemisch aus.
Die Feuerwehr forderte einen Abrollcontainer mit Ölschlängeln nach und brachte diese auf der Mosel aus. Die Einsatzkräfte gemeinsam mit Werftarbeitern zogen langsam und vorsichtig das Schiff an Land. Während der Bergungsmaßnahmen war die Schifffahrt auf der Mosel beeinträchtigt, musste jedoch nicht gesperrt werden. Nach knapp fünf Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Im Einsatz gewesen waren Kräfte der Berufsfeuerwehr Wache 1 und 2 unter anderem mit Boot und einem Umweltcontainer. Zudem waren die Wasserschutzpolizei und die Polizei Trier im Einsatz vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter manövrierunfähig vor Lastres
(21.11.17) Der 11 Meter lange, spanische Kutter “El Picu Pienzu” erlitt am 20.11. Maschinenausfall, nachdem ihm ein Netz in den Propeller geraten war und dieser dadurch blockiert wurde. Das Schiff trieb neun Meilen nördlich von Lastres, als die zweiköpfige Crew einen Notruf funkte. Das SAR-Boot “Salvamar Rigel” (MMSI-Nr.: 224003390) der Salvamento-Maritimo-Station in Gijon kam zu Hilfe und schleppte den Havaristen in den Hafen von Lastres ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband trieb manövrierunfähig den Main hinab
(21.11.17) Der Schubschlepper eines mit 700 Tonnen Sand beladener Schubverbandes erlitt am Morgen des 17.1. bei Viereth beim Auslaufen aus einem Baggersee in den Main wegen eines technischen Defektes einen Getriebeausfall. Der Verband schlug daraufhin quer und trieb auf dem Main zu Tal. Dabei hatte er auch eine Grundberührung an der. Der Besatzung eines zufällig in die gleiche Richtung fahrenden Gütermotorschiffes gelang es, eine Schleppverbindung zu dem Havaristen herzustellen und den Verband längsseits zu nehmen. Er wurde dann zur Schleuse Limbach zur Reparatur geschleppt. Während der Bergungsarbeiten musste die übrige Schifffahrt auf dem Main in diesem Bereich für zwei Stunden eingestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter treibt verlassen vor Bartin
(21.11.17) Die türkische Coast Guard rettete am Morgen des 21.11. die sechsköpfige Crew des russischen Frachters "Nefterodoz 29", 2613 BRZ (IMO-Nr.: 7740570), nachdem dieser im Sturm im Schwarzen Meer ins Treiben geraten war. Ein AB-412-Helikopter barg die Seeleute von dem eine Meile vor der Küste der Bartin-Provinz im Sturm driftenden Schiff ab und flog sie zum Hafen von Bartin. Der Frachter, der mit einer Ladung Stahl von Rostov am Don dorthin bestimmt gewesen war, trieb im Lauf des Vormittags auf Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen


Weltumsegler verlor alles, was er hatte
(21.11.17) Der britische Einhandsegler Nick Batty war vorerst heimatlos, nachdem er seine Segelyacht “Talent” vor der Küste von West-Australien am 16.11. während seiner Weltumsegelung sinkend aufgeben musste. 1,300 Meilen vor Perth war sein unversichertes Boot im Sturm gekentert, und der Mast brach ab. Er musste es aufgeben und wurde von dem Autofrachter „Patriot“, 60979 BRZ (IMO-Nr.: 9316139), gerettet.
Der 49-jährige Skipper aus Alton, Hampshire, hatte sein gesamtes Geld in die Unternehmung gesteckt. 5,000 Pfund hatte die Vorbereitung auf die Reise gekostet, und da er auf dem Boot lebte, blieb ihm, als die „Patriot“ ihn in Fremantle absetzte, nichts mehr. Er war bereits 20 Jahre auf den Meeren umhergekreuzt und hatte Yachten überführt.
Nun aber wollte er sesshaft werden, notfalls auf einem Wrack. Im Juli war er zu seinem letzten Überseetörn aus Falmouth, Cornwall, ausgelaufen. Sein Boot war am 132. Tag der Reise, die auf 300 Tage Dauer veranschlagt war, in Seenot geraten. Batty hatte bereits das Kap der Guten Hoffnung gerundet und war auf dem Indischen Ozean nach Neuseeland unterwegs.
Am Unglückstag befand sich Batty gerade unter Deck, aß sein Dinner und spielte mi dem iPad, als die „Talent“ mit Wucht auf die Seite gelegt wurde. Wäre er an Deck gewesen, hätte es ihn nach seiner Einschätzung über Bord gerissen. Es gelang ihm, den gebrochenen Mast, der unter den Rumpf getrieben war und diesen aufgerissen hatte, loszuschneiden.
Nachdem Mast und Rigg weg waren, war das Boot einigermaßen stabil, aber nicht mehr fahrtüchtig. Deshalb blieb dem Skipper nichts anderes übrig, als Mayday zu funken. 15 Stunden später erreichte ihn die „Patriot“. Das 200 Meter lange, hoch aufragende Schiff versuchte, so dicht wie möglich an die Yacht heranzumanövrieren und ihr Lee zu machen, sodass Batty trotz der fünf Meter hohen Wellen an Backbordseite über eine Pforte an Bord gelangen konnte. Sein Boot blieb danach sinkend im Sturm zurück. Nach 136 Tagen ohne Alkohol wollte er nach der Ankunft in Fremantle am 20.11. nun erst einmal seinen Kummer gründlich ertränken, während die „Patriot“ den Hafen in Richtung Melbourne verließ.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter lag verlassen auf Felsen
(21.11.17) Vor der Küste der westlichen Highlands wurde am 20.11. um 14.30 Uhr der Kutter „Varuna“ auf Felsen nahe Applecross entdeckt. Die Maschine lief, aber es befand sich niemand an Bord. Der Skipper war nach Erkenntnissen des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) allein an Bord gewesen. Die RNLI-Boote aus Kyle of Lochalsh und Portree sowie ein Helikopter der Coastguard suchten bis zum Abend nach dem Fischer.
Auch 10 Kutter assistierten bei der Suchaktion, die durch die Maritime and Coastguard Agency (MCA) koordiniert wurde. Nebel mit einer halben Meile Sicht behinderte die Aktion, die am 21.11. gegen sechs Uhr wieder aufgenommen wurde. Rettungsteams der Coastguard suchten auch die Küstenabschnitte von Loch Ewe, Applecross, Gairloch, Achiltibuie, Appin, Kyle und Inverness ab, unterstützt von zwei erfahrenen Kayakfahrern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre rettete Familie von brennendem Motorboot
(21.11.17) Am 20.11. kam die amerikanische Katamaranfähre "Key West Express", 791 BRZ (MMSI-Nr.: 367098340), einer dreiköpfigen Familie, deren Motorboot inmitten des Golfs von Mexiko in Flammen aufgegangen war, zu Hilfe und rettete sie. Gegen 10 Uhr befand sie sich auf halbem Wege zwischen Key West und Fort Myers Beach, als sie stoppte und der Kapitän bekannt gab, dass man einem Boot in Seenot zu Hilfe komme. Die Fahrgäste wurden Zeugen, wie die Schiffbrüchigen von ihrem lichterloh in Flammen stehenden Boot ins Wasser sprangen und durch die raue See auf die Fähre zuschwammen.
Sie hielten sich dabei an den Bojen von Fangnetzen fest. Die Fährcrew zog sie unversehrt an Bord. Wie sich herausstellte, hatte sie sich auf dem Rückweg nach Sarasota von Key West befunden, als die Maschine ihres Bootes in Brand geriet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach sieben vermissten Fischern vor Palau
(21.11.17) Zwei japanische und fünf indonesische Fischer wurden eines japanischen Kuttters vermisst, nachdem ihr Boot im westpazifischen Archipel von Palau kenterte. Der 19-Tonner “Daiichi Gyotoku Maru” war am 1.11. aus Naha in der Okinawa-Präfektur ausgelaufen zum Fang um Palau und hätte Anfang kommender Woche zurückkehren sollen.
Doch am Nachmittag des 20.11. funkte er ein Notsignal und wurde am Morgen des 21.11. rund 410 Kilometer vor Palau von einem Trainingsboot der japanischen National Fisheries University gekentert im Meer entdeckt. Die Coastguard schickte ein Flugzeug und ein Patroullienboot in das Gebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew peruanischen Kutters aus Seenot gerettet
(21.11.17) Der chinesische Trawler “Zhou Yu Number 8” China National Fisheries Co. (CNFC), rettete die fünfköpfige peruanische Crew des Kutters “Chapi 2” rund Meilen vor Perus Küste im Südostpazifik. Danach wurde das Transportschiff “Pu Yuan 801” gerufen, das von der südamerikanischen Base der Tochtergesellschaft Zhou Yu Company kam, und brachte die Schiffbrüchigen an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank in Ilwaco
(21.11.17) Der 61 Fuß lange Kutter “Lihue II” sank in der Nacht zum 18.11. an seiner Mooring im Hafen von Ilwaco. Am 18.11. um 10.14 Uhr wurde die Long Beach Police alarmiert. Auch das Washington Department of Ecology kam zur Unglücksstelle und stellte eine minimale Ölleckage fest. Ölschlängel wurden daraufhin um das 1939 für die Hawaiian Tuna Parkers Ltd. erbaute Holzschiff ausgelegt, die inzwischen zur Bumble Bee Seafoods gehört.
Der Kutter wird von der Arnold Services Inc. in Astoria betrieben und kann 14 Tonnen tragen. Er war im Thunfischfang eingesetzt. Nach dem Untergang ragten nur noch Teile des Ruderhauses und der Steuerbordseite aus dem Hafenwasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler mit Kakerlakenbefall in die Kette gelegt
(21.11.17) Die indonesische Crew des britischen Trawlers "Christian M", 322 BRZ (IMO-Nr.: 7214674), der in West Cork in die Kette gelegt wurde, ging am Abend des 17.11. von Bord und wollte heimkehren. Die Marine and Coastguard Agency (MCA) hatte den Trawler inspiziert und dann mit einem Fahrverbot wegen einer Reihe von Mängeln belegt, darunter einem erheblichen Kakerlaken-Befall. Das Schiff war am 8.11. nach Castletownbere eingeschleppt worden, nachdem es Maschinenausfall erlitten hatte.
Am 10.11. wurde es im Anschluss an eine Inspektion durch das irische Marine Survey Office (MSO) stillgelegt. Nach einem Treffen mit Vertretern der International Transport Workers Federation (ITF) und der indonesischen Botschaft entschieden die 13 Indonesier an Bord, abzumustern und machten sich am Abend auf den Weg nach Dublin. Drei spanische Crewmitglieder wollten an Bord bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Stormy Weather hielt dem Sturm nicht stand
(21.11.17) Die 44 Fuß lange Sloop “Stormy Weather” musste nach Bermuda eingeschleppt werden, nachdem der Mast in einer Windbö gebrochen war und ebenso wie der Baum und der Propeller verloren gingen. Das Bermuda Maritime Operations Centre wurde am 11.11. gegen ein Uhr alarmiert, nachdem 147 Meilen südwestlich von Bermuda die Notlage eingetreten war. Die fünfköpfige Crew war unversehrt geblieben.
Sie versuchten, Teile des Mastes abzuschneiden und eine Notbesegelung herzustellen, um Kurs auf Bermuda halten zu können. Über Funk wurde regelmäßig Kontakt gehalten und der Fortschritt über ein Trackingsystem verfolgt. Einige Stunden später meldete der Skipper ein schwer seekrankes Crewmitglied, dem Medikamente wenig geholfen hatten.
Das BMOC holte Rat vom USCG Flight Surgeon zur weiteren Behandlung, auf die der Patient auch ansprach. Die „Stormy Weather“ erreichte eine Position 20 Meilen südwestlich des Gibbs Hill Lighthouse. Wegen ungünstiger Windverhältnisse wurde dann ein Schlepper angefordert, der den Havaristen in Argus Bank auf den Haken nahm. Am 15.11. um 23 Uhr erreichten beide Schiffe St. George’s Harbour.
Quelle:Tim Schwabedissen


U-Boot "San Juan"
(Bild: Juan Kulichevsky)   Großbild klick!

Weiter kein Kontakt zu vermisstem U-Boot
(20.11.17) Die beiden argentinischen ozeanographischen Forschungsschiffe "Austral", 3557 BRZ (IMO-Nr.: 6909777) und "Puerto de Sedaro" (MMSI-Nr.: 701000015) haben das Seegebiet, in dem das U-Boot "San Juan" seit Tagen vermisst wurde, erreicht. An Bord waren Wissenschaftlerteams von CONICETDialoga, UBA und Segemar. Die "Austral" ist mit einem norwegischen Multibeam-Echosounder EM 122 Kongsberg ausgerüstet, der Echtzeitbilder aus seiner Wassertiefe von bis zu 11,000 Metern liefern kann.
Beide Schiffe waren am 18.11. aus Mar del Plata ausgelaufen. Die britische Marine hat das Eispatroullienschiff HMS „Protector“ sowie eine C-130 Hercules, die auf den Falklands stationiert ist, in Marsch gesetzt. Flugzeuge und Schiffe aus Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Chile und Uruguay sowie unter anderem vier unbemannte Mini-U-Boote der US-Marine und ein NASA-Suchflugzeug beteiligten sich an der Suchaktion 400 Kilometer vor der patagonischen Küste.
Bis zum 20.11. gab es keine Neuigkeiten zum vermissten Boot. Schlechtes Wetter mit bis zu acht Meter hohen Wellen behinderten die Einsatzkräfte. Am 18.11. wurden sieben Satellitensignale von der argentinischen Marine aufgefangen, die zunächst Hoffnung gaben, sie könnten von dem U-Boot stammen, doch die amerikanische Satellitenfirma Iridium Communications, die zu Hilfe gerufen wurde, stellte fest, dass sie nicht von dem Boot stammten, sondern wohl aus anderen Satellitenfunkeinrichtungen. Da auch die Rettungsboje nicht, wie es der Fall hätte sein sollen, hochkam, ist die Position des Bootes aktuell unbekannt.
Das dieselelektrische Boot der TR-1700-Klasse wurde am 18.3.1982 bei den Thyssen Nordseewerken in Emden auf Kiel gelegt. Die 65 Meter lange und sieben Meter breite „San Juan“ ist mit Torpedos bewaffnet. Sie verdrängt über Wasser 2.140 Tonnen und getaucht 2.336 Tonnen. Am 19.11.1983 wurde es in Dienst gestellt und hat ein Schwesterschiff, die “Santa Cruz”.
Zwischen 2008 und 2013 wurde es in Argentinien für 12,4 Millionen Dollar modernisiert. In mehr als 500.000 Arbeitsstunden wurde der Rumpf in zwei Teile zerlegt, damit die vier MTU-Maschinen und die Batterien ersetzt werden konnten. Die Arbeiten fanden im den Marinewerften Tandanor und Storni statt. Danach wurde die “San Juan” zu Überwachungszwecken in der Wirtschaftszone von Puerto Madryn eingesetzt, schwerpunktmäßig zur Bekämpfung illegaler Fischerei.
Am 17.11.2017 wurde bekanntgegeben, dass der Kontakt zum Boot am 15.11. rund 200 Meilen südöstlich des San Jorge Gulf abgerissen war, als es von Ushuaia nach Mar del Plata unterwegs war. Am 18.11. gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass es zwischen 10:52 und 15:42 Uhr sieben Versuche eines Satellitentelefons, Kontakt aufzunehmen, gegeben habe. Die schwachen Signale waren zwischen vier und 36 Sekunden lang, und es gelang nicht, die Herkunft festzustellen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Skipper Harald Solfjeld wird an Bord gehievt
(Bild: NZDF)   Großbild klick!

Sturm brachte drei Einhandsegler im Pazifik in Seenot
(20.11.17) Der 67 Jahre alte norwegische Skipper Harald Solfjeld wurde am 19.11. gegen 17 Uhr von der 12 Meter langen Segelyacht „Ilanga“ (MMSI-Nr.: 257641470), rund 140 Meilen nordöstlich von Cape Brett von dem unter Singapur-Flagge laufenden Tanker „Mersini“, 9725 BRZ (IMO-Nr.: 9296339), gerettet und nach Moroni gebracht. Die Retter hatten sich bei 50 Knoten Wind und 3,5 Meter hohen Wellen zu dem Segler gekämpft, der von Tonga nach Opua unterwegs war.
Das Schiff erreichte die Yacht gegen Mittag, doch die stürmische See verzögerte die Rettungsaktion. Der Segler hatte eine Schulterverletzung und Schnitte erlitten, als er auf seinem Boot herumgeschleudert wurde. Er hatte den Notsender am 18.11. gegen 16 Uhr aktiviert. Sein Boot war durch Sturmschäden, Wassereinbruch und ein Feuer schwer beschädigt.
Es konnte schließlich längsseits genommen und der Norweger über die Bordwand des Frachters gehievt werden. Am 20.11. um zwei Uhr machte die "Southern Lily" an der Jellicoe Wharf in Auckland fest.
Vor vier Jahren war der Segler von Piraten überfallen worden. Sie hatten ihn vor Brasilien ausgeraubt und an den Mast gebunden. Seit 2010 war Solfjeld von Norwegen aus unterwegs und hatte mehrmals den Pazifik gequert. Nun musste er seine Yacht im Südpazifik aufgeben.
Ebenfalls am 18.11. hatte das RCCNZ die Rettung des neuseeländischen Einhandseglers Phil van der Mespel koordiniert, dessen 10 Meter lange Segelyacht „Waimanu II“ (MMSI-Nr.: 512005154), gesunken war. Doch nachdem er von dem unter Tonga-Flagge laufenden Frachter “Norfolk Guardian”, 1598 BRZ (IMO:8600856), gerettet worden war, konnte er zunächst nicht in Norfolk Island abgesetzt werden, da das stürmische Wetter ein Anlaufen des Frachters verhinderte. Er ging zunächst auf eine Warteposition in geschützter Lage nordöstlich der 1.000 Kilometer nördlich von Neuseeland gelegenen Insel. Van der Mespel sollte nach Wetterberuhigung am 20.11. auf Norfolk Island an Land gehen.
Er war mit seiner 10 Meter langen Sloop von Vanuatu nach Marsden Point unterwegs gewesen. Bei 30 Knoten Wind brach der Mast und durchschlug den Rumpf. Am 18.11. um 11.50 Uhr hatte Hercules der RNZAF seine Rettungsinsel lokalisiert und ein Hilfspaket mit Wasser, Nahrung und einer Nachricht abgeworfen. Er konnte aber bis zu seiner Rettung gegen 15 Uhr wenig mehr tun, als zurückzuwinken.
Bereits in Fremantle abgesetzt werden konnte ein Einhandsegler, der von dem amerikanischen Autofrachter "Patriot" vor Perth gerettet worden war, nachdem der Mast seines Bootes 2.100 Kilometer westlich des Hafens gebrochen war. Am 20.11. um 20 Uhr ging er am Patrick Terminal an Land.
Er hatte sich auf einer Weltumseglung befunden, als er in Seenot geriet. Das Signal seines Notsenders wurde in den USA aufgefangen und an die Australian Maritime Safety Authority weitergeleitet. Daraufhin nahm die "Patriot” Kurs auf die Yacht, um den Segler, unterstützt von einem Falcon 900 Jet, am 17.11. um 13.20 Uhr zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper ging in Flammen auf
(20.11.17) Bei der Pha Rung Boat Building Company im Minh Duc Township brach am 19.11. gegen 20 Uhr ein Feuer auf dem vietnamesischen Schlepper “Pha Rung 03” aus, der gemeinsam mit der “Pha Rung 01“ ein Schiff dorthin zog. Nach einer Explosion stand der Schlepper rasch in Flammen, und die vierköpfige Crew sprang über Bord. Sie wurde mit zum Teil schweren Verbrennungen gerettet und ins Viet Tiep Hospital und ins Thuy Nguyen District Hospital gebracht. Von dort ging es weiter ins National Institute of Burns in Ha Noi.
Quelle:Tim Schwabedissen


Arbeitsboot kenterte in Durban
(20.11.17) Das südafrikanische Arbeitsschiff “Uqoyi” kenterte am 17.11. um 12.30 Uhr, als die zwei Schlepper "Uthukela" (MMSI-Nr.: 601409000), und "Lotheni" (MMSI-Nr.: 601135800) den unter Bahamas-Flagge laufenden Tanker "Gan Trust", 29703 BRZ (IMO-Nr.: 9447770), zu einem Liegeplatz am Island View 6 in Durban bugsierten. Der aus Jebel Ali eingetroffene Tanker war unter Lotsenassistenz. Eine Schlepptrosse, die an der "Uqoyi" fest war, wickelte sich um deren Voith-Schneider-Propeller, sodass das Boot umgerissen wurde.
Die Crew landete im Wasser. Die Arbeiter der TNPA wurden gerettet und kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Es kam beim Hafenbetrieb zu Verzögerungen, weil auch die "Lotheni" gründlich untersucht werden musste. Die South African Maritime Safety Authority (SAMSA) wurde über den Zwischenfall informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sportboot auf Dortmund-Ems-Kanal versenkt
(20.11.17) Am 18.11. gegen 17.15 Uhr kam es in Münster auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Höhe der Haus-Kannener-Brücke zu einer Kollision eines unbeladenen deutschen Tankmotorschiffs mit einem Sportboot, auf dem sich ein 53-jähriger Sportbootfahrer befand. Durch den Zusammenprall wurde das Sportboot unter Wasser gedrückt. Der Skipper konnte sich aus dem Boot befreien und ans Ufer schwimmen. Er erlitt einen Schock und wurde unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht.
Das gesunkene Sportboot wurde von Tauchern des Wasser- und Schifffahrtsamtes geborgen. An dem Tankschiff entstand kein erkennbarer Schaden. Für die Dauer der Bergung wurde der Kanal für den Schiffsverkehr gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Katamaranfähre von 100 Meter langem Tau gestoppt
(20.11.17) Am 17.11. um 15.30 Uhr kam das Patroullienboot “Tyr” der norwegische Coastguard der Katmaranfähre "Rygercruise", 143 BRZ (IMO-Nr.: 9372145), im Osterfjord zu Hilfe. Das Schiff war manövrierunfähig geworden, nachdem sich eine 100 Meter lange Leine um einen Propeller gewickelt hatte und diesen blockierte. Der Katamaran der Rødne Fjord Cruise war zu der Zeit zwischen Bergen und Mostraumen im östlichen Teil des Osterfjords mit Passagieren unterwegs.
Die "Tyr" befand sich in der Nähe und war rasch vor Ort. Mit dem zweiten Propeller machte der Havarist zwar noch etwas Fahrt, doch er drohte nach dem abrupten Stopp auf die Küste zuzutreiben. Er wurde in Schlepp genommen und nach Bergen gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter verlor 31 Container
(20.11.17) Der chinesische Containerfrachter "Peng An Cheng", 9977 BRZ (MMSI-Nr.: 413699050) verlor am Abend des 19.11. in der Yangtse-Mündung 31 40-Fuß-Containers bei stürmischem Wetter. Das Schiff war unterwegs von Yantai nach Shanghai und hatte eine Ladung von ursprünglich über 400 Containern an Bord. Das Shanghai Maritime Salvage Center schickte vier Schiffe, um das Treibgut zu bergen.
Die passierende Schifffahrt wurde um vorsichtiges Navigieren gebeten. Die verlorenen Container enthielten überwiegen Teile zum Automobilbau und keine Gefahrgüter.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wieder Schiff der US-Marine in Havarie verwickelt
(20.11.17) Der Zerstörer USS “Benfold - DDG-65”, 8.900 ts, kollidierte am 18.11.17 in der Bucht von Sagami in der Kanagawa-Präfektur in Zentral-Honshu mit einem japanischen Schlepper. Die Havarie ereignete sich während eines Schleppmanövers, als dieser Maschinenausfall erlitt und gegen den Zerstörer trieb. Dieser kam mit geringfügigen Schäden davon.
Der Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse wurde 1996 in Dienst gestellt. Sein Kollisionsgegner wurde nach der Havarie nach Yokosuka abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


RNLI-Station geschlossen – Yacht gesunken
(20.11.17) Zwei Menschen wurden von einem Boot der Jersey Fire and Rescue gerettet, nachdem ihre 62 Fuß lange Yacht am 17.11. vor Portelet mit der Rauiere-Tonne in der St Aubin's Bay kollidierte und auf 20 Metern Wassertiefe sank. Die Havarie ereignete sich um 17.45 Uhr genau an jenem Tag, als die RNLI die Rettungsstation St Helier geschlossen und deren Boot nach England abgezogen hatte. Drei Feuerwehrleute erreichten das havarierte Boot, als es schon fast komplett unter Wasser lag, und brachte das Paar in Sicherheit.
Auch wenn es keine Ölspuren gab, wurde das Environment Department informiert. Der Port of Jersey führte eine hydrographische Untersuchung am 18.11. durch und stellte fest, dass das Wrack die Schifffahrt nicht behinderte. Daraufhin wurde die westliche Hafenzufahrt wieder freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbrüchige vor San Diego gerettet
(20.11.17) Vor San Diego erlitt die 10 Meter lange „Akina A'u" rund 65 Kilometer von der Küste entfernt Wassereinbruch möglicherweise nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis. Ein Jayhawk-MH-60T-Helikopter "der US Coast Guard, die Fregatte USS "Petrel" sowie der Lenkwaffenzerstörer USS „Wayne E. Meyer" kamen zu Hilfe.
Der Zerstörer traf als erstes ein und rettete 20 Minuten nach dem Notruf die dreiköpfige Crew der „Akina A'u", Minuten nachdem diese gesunken war. Die Schiffbrüchigen wurden zurück nach Dana Point gebracht, wo ihr Schiff hergekommen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Penghu vermisst
(20.11.17) Die taiwanesische Coast Guard suchte vor Penghu County nach dem seit dem 13.11. vermissten Kutter „Hsin Chun Yi No. 6”. Er war an jenem Tag mit einem taiwanesischen Skipper und einem indonesischen Decksmann um 00.30 Uhr vom Huayu Islet auf Fang ausgelaufen. Um 1.230 Uhr verschwand er von den Radarschirmen.
Zuletzt war er von einem Handelsschiff vier Meilen südwestlich des Mao Islet gesehen worden. Da er auch einer Kollision zum Opfer gefallen sein könnte, wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Als er verschwand, herrschte starker Wind in dem Seegebiet. Zwei Fregatten und zwei Patroullienboote der Penghu Coast Guard machten sich bislang ergebnislos auf die Suche.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Aberdeen abgeschleppt
(20.11.17) Das RNLI-Boot aus Aberdeen wurde am 17.11. zur Assistenz des irischen Kutters "Radiant - FR 10" (MMSI-Nr.: 235007455) gerufen, der um 23.15 Uhr Maschinenausfall neun Meilen nordöstlich des Hafens erlitten hatte. Das Rettungsboot "Bon Accord" fand den Havaristen manövrierunfähig in der See treibend vor und schleppte ihn langsam zurück. Am 18.11. um 4.15 Uhr kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück, nachdem der Kutter sicher in Aberdeen festgemacht worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungspläne für Ella geändert
(20.11.17) Stürmische See hat vor Lowestoft den Beginn der Bergungsarbeiten an dem einstigen Schlepper und Restaurantschiff „Ella“ verzögert und zu Änderungen im Ablauf geführt. Es war am 6.7. bei der Verschleppung von Hartlepool nach Rochester nach Wassereinbruch 3,5 Meilen vor Lowestoft gesunken. In der vergangenen Woche waren die Arbeiten angelaufen, doch derzeit liegt der Schwimmkran „Cormorant“ von Multraship untätig im Hafen.
Nun soll das Wrack mit einem großen Bergungsgreifer geräumt werden. Dieser muss aber erst aus den Niederlanden geholt werden. Die geänderten Bergungspläne müssen von der Salvage Control Unit noch genehmigt werden. Eine Sperrzone von 500 Metern blieb um die Wrackposition eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


MS Trollfjord in Moldefjord
(Bild: Aldebaran)   Großbild klick!

Welle traf Hurtigruten-Schiff – sieben Verletzte
(18.11.17) Sieben Passagiere wurden verletzt, als am Abend des 18.11. das norwegische Hurtigruten-Schiff „Trollfjord", 16140 BRZ (IMO-Nr.: 9233258), von einer riesigen Welle in stürmischer See getroffen wurde. Das Schiff war auf der Hustadvika-See zwischen Kristiansund und Molde von Kristiansund kommend auf Südkurs nach Molde in Møre og Romsdal laufend unterwegs. Als die Welle das Schiff breitseits traf, kamen etliche Fahrgäste zu Fall.
Geschirr und Ausrüstung gingen zu Bruch, Wasser drang in Kabinen ein. Nach dem Einlaufen in Molde wurden die Verletzten ins Krankenhaus gebracht. Da niemand von ihnen ernsthaft verletzt war, wurden sechs von ihnen später nach Ålesund gebracht, um dort wieder an Bord zu gehen.
Die „Trollfjord“ wurde in Molde sorgfältig mehrere Stunden lang untersucht, doch sie hatte keine Schäden davongetragen, die die Seetüchtigkeit beeinträchtigt hätten. Deshalb lief sie nach Ålesund weiter, um von dort direkt Bergen auf einem geschützteren Kurs anzusteuern. Hier machte sie am 18.11. gegen 16 Uhr fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter “Jorvik" sitzt fest
(Bild: Brian Brady)   Großbild klick!

Frachter saß auf Ouse River fest
(18.11.17) Der holländische Frachter “Jorvik", 2450 BRZ (IMO-Nr: 9194282), lief am 17.11. gegen 18 Uhr auf dem Ouse River hinter den Schleusen der Hook Road auf der Fahrt nach Goole auf Grund. Er saß auf den Schlammbänken am Flussufer 12 Stunden lang fest. Dann konnte er mit steigendem Wasserstand abgebracht und zum Zielhafen geschleppt werden. Hier lag er am 18.11. weiter am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Biskaya: Autofrachter rettet Weltumsegler
(18.11.17) Wildcat-Helikopter des 825 Naval Air Squadron der Royal Navy kamen am 18.11. einem britischen Segler, der in stürmischer See in der Biskaya mit seiner 30 Fuß langen Yacht „Takita“ in Seenot geraten war, zu Hilfe. Das Boot hatte seinen Mast und damit auch die Funkanlage auf der Reise von den Azoren nach England auf dem Atlantik verloren.
Nachdem es lokalisiert worden war, wurde es längsseits des Versorgers „Argus“ gezogen, und die Crew übergab dem Einhandsegler Treibstoffkanister, damit er unter Motor den Hafen von Brest erreichen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Pacific Paradise” wird geleichtert
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Hubschrauber hilft, Gewicht gestrandeten Longliners zu reduzieren
(18.11.17) Am 17.11. wurden die Bergungsvorbereitungen an dem Longliner “Pacific Paradise” vor Kaimana Beach fortgesetzt. Am Vortag waren Schweißarbeiten am Wrack durchgeführt und verschiedene Lecks abgedichtet worden, um es wasserdicht zu machen. Außerdem wurden Schlepppunkte angebracht.
Diese Arbeiten sollten das ganze Wochenende über weitergehen. Wenn der Rumpf hinreichend abgedichtet und stabilisiert ist, kann das Wasser gelenzt werden, um den Auftrieb des Schiffes zu erhöhen. Danach kann es sicher vom Riff gezogen und zu der Versenkungsposition geschleppt werden.
Am 19.11. um 11.40 Uhr soll ein Helikopter mehrere Stahlplatten von 4x8 Fuß Größe, um das Gewicht weiter zu reduzieren. Sie sollen auf das Landungsboot „JW Barnes“ geflogen werden, das in der Nähe der Strandungsstelle als Arbeitsplattform vor Anker ging. Während dieser Zeit gilt auch eine Flugverbotszone über dem Schiff.
Täglich werden weiterhin durch das Waikiki Aquarium Wasserproben gezogen und mit einem Fluorometer des Clean Islands Council getestet. Bisher gab es keine Kontaminationen um den Longliner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Argentinisches U-Boot mit 44 Mann vermisst
(Datum) Die argentinische Marine leitete am 16.11. eine Suchaktion nach dem seit dem 15.11. vermissten U-Boot ARA „San Juan – S 42“, 2140 ts, und seiner 44-köpfigen Crew ein. Seit dem Nachmittag des 16.11. war sie mit zwei Korvetten und einem Zerstörer die Suche nach dem U-Boot. Auch ein Flugzeug kam dabei zum Einsatz. Nach einem Kontaktabbruch zum U-Boot gab es keinen Sicht- oder Radarkontakt mehr.
Die Suchaktion wurde durch schlechte Sicht- und Wetterverhältnisse erschwert. Bisher lieferte der Einsatz rund um die letzte bekannte Position keine neuen Erkenntnisse. Am 18.11. gab das International Submarine Escape and Rescue Liaison Office (ISMERLO) an, dass das Boot in 70 Metern Tiefe 300 Kilometer östlich von Puerto Madryn lokalisiert worden sein soll. Dies gäbe der Crew eine Rettungschance.
Aus Chile, Uruguay, Brasilien, Peru, den USA, Enlgand und Südafrika kamen Hilfsangebote. Das Boot war vor über einer Woche zu einem Routineeinsatz nach Ushuaia nahe des südlichsten Zipfels von Argentinien ausgelaufen. Nach drei Tagen Aufenthalt vor Ushuaia trat es den Rückmarsch zu seiner Basis in Mar del Plata rund 240 Kilometer südlich von Buenos Aires an.
Das 65 Meter lange Diesel-Elektro-Boot vom Typ TR-1700 wurde von den Thyssen Nordseewerken in Emden gebaut und lief 1983 vom Stapel. Es wurde von 2007 bis 2014 in Mar del Plata überholt, um für weitere 30 Jahre einsatzbereit zu bleiben. Dabei wurden auch 960 Batterien ausgetauscht, die jetzt eine Ursache des Unglücks darstellen könnten. Nach unbestätigten Berichten gab es einen Batteriebrand an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach fünf Stunden in der Karibik gerettet
(18.11.17) Zwei Männer, die an einem Kühler hingen, wurden fünf Stunden nach dem Untergang ihres Sportboots "Tyago" von der französischen Fregatte "Ventose" aus dem Wasser gerettet. Das Boot sank im St. Vincent-Kanal zwischen St. Lucia und St. Vincent. Das CROSS Antilles-Guyana hatte am 16.11. eine Suchaktion gestartet, nachdem das Boot um 19 Uhr einen Notruf gefunkt hatte.
An ihr beteiligten sich auch der französische Kreuzfahrer "Club Med 2" 14893 BRZ (IMO-Nr.: 9007491), und das liberianische Containerschiff "San Cristobal", 94300 BRZ (IMO-Nr.: 9699191) der Hamburg-Süd., das sich auf der Reise von Caucedo nach Singapur befand. Von der Fregatte stieg ein Panther-Hubschrauber auf, der die Schiffbrüchigen lokalisierte. Sie wurden von dem medizinischen Personal an Bord der Fregatte versorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Tomakomai gestrandet
(18.11.17) Der japanische Frachter “Eika Maru”, 499 BRZ, lief am 18.11. gegen fünf Uhr auf einem Wellenbrecher vor dem Hafen von Tomakomai in Hokkaido auf Grund. Die Havarie ereignete sich, als er bei stürmischer See einlaufen wollte. Die vierköpfige Crew wurde gerettet, das Schiff wurde allerdings schwer beschädigt und begann, aufzubrechen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung im Kieler Hafen
(18.11.17) An dem an der Kieler Tirpitzmole festgemachten Tender „Mosel“ (MMSI-Nr.: 211211490) wurde am 18.11. eine noch unbekannte Gewässerverschmutzung entdeckt. Die in Kiel stationierte Bundeswehrfeuerwehr rückte mit dem Löschzug und Spezialgeräten zur Eindämmung von Ölverschmutzungen an. Die Wasserschutzpolizei und die Gewässeraufsichtsbehörde des Landes waren ebenfalls vor Ort.
Die Ermittlungen zur Herkunft der ölartigen Flüssigkeit dauerten am Nachmittag noch an. Da der Tender aufgrund der Arbeitszeitverordnung am Wochenende ohne eigene Besatzung an der Pier lag, übernahm die Feuerwehr die Überprüfung des Zustands des 100 Meter langen Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segler vor Neuseeland in Seenot
(18.11.17) Das Rescue Coordination Centre New Zealand war am 18.11. im Kontakt zu einem norwegischen Segler, dessen Yacht „Ilanga“ bei 50 Knoten Wind und sehr schwerem Seegang in Seenot war. Er aktivierte um 16.14 Uhr seinen Notsender, nachdem Segel und Rigg Schaden genommen hatten und eine Scheibe eingeschlagen worden war. Es kam zu Wassereinbruch und einem Feuer in einer Schalttafel.
Das Boot befand sich 140 Meilen nordöstlich von Cape Brett. Das RCCNZ dirigierte den unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachter “Southern Lily”, (IMO-Nr.: 9296339) zu der Yachtposition, wo sie am 19.11. gegen Mittag eintreffen sollte. Eine P-3K2 Orion der neuseeländischen Luftwaffe überflog die “Ilanga” am Abend und sollte am 19.11. zurückkehren, wenn die „Southern Lily” eingetroffen ist.
Bereits früher am Tag koordinierte das RCCNZ die Rettung eines neuseeländischen Seglers, der seine 10 Meter lange Yacht „Waimanu“ 90 Meilen östlich von Norfolk Island aufgeben musste. Eine C-130 Hercules drehte über dessen Rettungsinsel Kreise und warf ein Survival Pack ab, ehe der unter Tonga-Flagge laufende Frachter “Norfolk Guardian”, 1598 BRZ (IMO-Nr.: 8600856), vor Ort eintraf und den Schiffbrüchigen gegen 15 Uhr an Bord nahm. Er sollte am Abend auf Norfolk Island eintreffen. Die „Waimanu“ war von Vanuatu nach Marsden Point unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker rettete Yachtcrew
(18.11.17) Die 40 Fuß lange Segelyacht „Kinda Magic“ sank am 16.11. in den Gewässern von Mosambik. Die vierköpfige Crew, zwei Mann aus Kapstadt, einer aus Johannesburg und einer aus Port Shepstone, wurde von dem unter Panama-Flagge laufenden Tanker „Mersini“, 29433 BRZ (IMO-Nr.: 9405899), gerettet und nach Moroni auf den Komoren gebracht. Sie hatte die Crew auf die Seychellen überführen sollen und war am 20.10. aus der Hout Bay, Kapstadt, ausgelaufen.
Die Segler hatten danach in Mossel Bay und East London gestoppt, hatten dann aber wegen guten Wetters nicht Richards Bay angelaufen, sondern direkt Mosambik angesteuert, geriet dann aber in stürmische See. Am 16.11. gegen sieben Uhr fing das Maritime Rescue Co-Ordination Centre (MRCC) in Kapstadt einen Notruf des Bootes rund 215 Kilometer vor Ilha Do Fogo (Mosambik) und 175 Kilometer von der nächsten Küste entfernt auf. Der Tanker, der auf der Reise von Durban nach Jebal Ali war, wurde zu der Position des Bootes dirigiert und fand die vier Südafrikaner um 8.30 Uhr bereits in einer Rettungsinsel treibend vor.
Die Yacht lag zu der Zeit teilweise unter Wasser und sank unmittelbar nach der Rettung der Segler.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter rettet Weltumsegler
(18.11.17) Im Indischen Ozean geriet ein Weltumsegler am Abend des 16.11. westlich von Perth in Seenot. Seine Yacht hatte in stürmischer See den Mast verloren. Er alarmierte das International Emergency Response Coordination Centre in den USA. Der liberianische Autofrachter "Patriot", 60979 BRZ (IMO-Nr.: 9316139), der von Durban kommend um Assistenz gebeten wurde, nahm Kurs auf die gemeldete Position und erreichte die Yacht am 17.11. gegen 12.30 Uhr. Die Australian Safety Maritime Authority schickte auch einen gecharterten Falcon-Jet zu der Yacht, die sich 2.100 Kilometer westlich von Perth befand. Nachdem der Segler um 13.20 Uhr längsseits des Frachters gegangen und an Bord genommen worden war, nahm die “Patriot” Kurs auf Fremantle, wo sie am 20.11. festmachen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster sank auf 250 Metern Wassertiefe
(18.11.17) Der 40 Meter lange und 9,7 Meter breite, unter Fiji-Flagge registrierte Zweimaster “Fiji Siren”, der am Morgen des 15.11. vor Bligh sank, wird nicht geborgen, bestätigte die Worldwide Dive and Sail, zu deren Flotte das Schiff gehörte. Es war auf mindestens 250 Metern Wassertiefe, nachdem es vom Volivoli Beach Resort in Viti Levu kommend mit einem unbekannten Hindernis kollidiert war. Es soll sich kein Riff in dem Seegebiet befunden haben.
Doch nach einem Aufprall um ein Uhr gab es einen Riss im Maschinenraum. Crewmitglieder tauchten unter das Schiff und versuchten, das Leck abzudichten. Alle vier Pumpen mit ihrer Kapazität von vier Tonnen pro Minute wurden angeworfen. Das Schiff nahm Kurs aufs Land und funkte Notrufe, die aber nicht beantwortet wurden. Gegen zwei Uhr war klar, dass der Wassereinbruch zu stark war. Alle Mann mussten auf den Rettungsstationen antreten und wurden dann mit Tauchbooten evakuiert. Die 13 Crewmitglieder und 16 Fahrgäste steuerten das Namena Island Resort an, wo sie noch am selben Morgen unversehrt eintrafen. Die Crew barg zuvor noch Habseligkeiten vom Schiff.
Um 5.30 Uhr versagte die Hauptpumpe wegen des Ausfalls der Maschine in dem zusehends überfluteten Maschinenraum. Die Feuerlöschpumpen arbeiteten aber zunächst noch weiter und wurden mit zusätzlichem Kraftstoff, den die Nanema Divers brachten, aufgetankt. Die Taucharbeiten unterm Schiff gingen weiter, doch es gelang nicht, die Lage zu stabilisieren.
Um 7.15 Uhr wurde entschieden, dass die Crew bis auf den Kapitän und den Kreuzfahrtdirektor von Bord gehen sollte. Dann mussten auch sie das Schiff als letzte aufgeben. Gegen 10 Uhr sank es vor Nanema Island. Die Schiffbrüchigen wurden von dort zurück nach Savusavu transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankmotorschiff “Brandini“
(Bild: WSP Rheinland Pfalz)   Großbild klick!

Tankmotorschiff nach 10 Stunden bei Wörth freigeschleppt
(17.11.17) 10 Stunden nach seiner Havarie auf dem Rhein konnte das holländische Tankmotorschiff “Brandini“, 2.648 ts (MMSI-Nr.: 244810759), das am 16.11. um 4.40 Uhr kurz nach Verlassen des Karlsruher Ölhafens auf dem Wörther Grund festgekommen war, am Nachmittag wieder freigeschleppt werden. Zweieinhalb Stunden mühten sich die beiden zu Hilfe gekommenen, ebenfalls in den Niederlanden registrierten Gütermotorschiffe "Millennium“ (MMSI-Nr.: 244660351) und "Azolla" (MMSI-Nr.: 244030549), den mit leichter Backbordschlagseite am Flussrand aufsitzenden Havaristen wieder flottzumachen. Während er zunächst die Schifffahrt nicht behindert hatte, musste der Fluss an der Unfallstelle während der Bergungsarbeiten gesperrt werden.
Gegen 15 Uhr war es soweit – die „Brandini“ wurde von der Kribbe, auf der sie aufgesessen hatte, wieder heruntergezogen. Mit der Weiterreise nach Antwerpen wurde es aber vorerst nichts - weil das Schiff nicht mehr fahrbereit war, musste es aber wegen eines Maschinenschadens zurück in den Mineralölhafen von Karlsruhe geschleppt werden. Am 17.11. um 11.30 Uhr setzte es die Reise nach Belgien fort.
Die “Brandini” wurde 2014 für den Scheepvaartbedrijf Brandini BV in Zwijndrecht bei der Santierul Naval Orsova SA, Orsova, erbaut und der Kasko bei Dolderman, Dordrecht, endausgerüstet. Der Tanker ist 110 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,25 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen


Russenfrachter trieb mit Militärgütern für Syrien vor Rhodos
(17.11.17) Der russische Frachter "Aleksandr Tkachenko", 7068 BRZ, (IMO-Nr.: 8716954), der im Transport von Militärfahrzeugen von Russland nach Syrien eingesetzt ist, erlitt am 13.11. nordöstlich von Rhodos Maschinenschaden. Das Schiff, das von Novorossiysk nach Tartus unterwegs war, trieb von 13 Uhr bis 17.30 Uhr des 14.11. im Mittelmeer. Ein griechischer Schlepper kam zur Assistenz, und am 17.11. gegen 10 Uhr erreichte der Frachter den Zielhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bug ragt noch aus dem Wasser
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter sank vor Hartlepool
(17.11.17) Das RNLI-Boot aus Hartlepool wurde am 16.11. um 13.12 Uhr alarmiert, nachdem ein Kutter einen Notruf an die Humber Coastguard abgesetzt hatte. Das neun Meter lange Schiff sank zwei Meilen vor der Küste von Hartlepool. Die dreiköpfige Crew ging in die Rettungsinsel. Als sie von dem Rettungsboot um 13.35 Uhr aufgenommen wurde, ragte nur noch die Bugspitze ihres Schiffes, das sich im 90-Grad-Winkel aufgestellt hatte, aus dem Wasser.
Gegen 14 Uhr wurden die Fischer unversehrt an der Station an der Ferry Road abgesetzt. Hier wurden sie von einem Team der Hartlepool Coastguard in Empfang genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker rettete Crew sinkender Yacht vor Gran Canaria
(17.11.17) Der liberianische Tanker "Almi Odyssey", 84216 BRZ (IMO-Nr.: 9579559), rettete am Abend des 16.11. die zweiköpfige Crew der französischen Yacht "Roll Over", die 183 Meilen südlich von Gran Canaria in Seenot geraten war. Die beiden hatten gegen 20 Uhr den Notsender aktiviert, und ein Sasemar-Flugzeug stieg in Grando auf, weil die sinkende Yacht außerhalb der Reichweite eines Hubschraubers war. Außerdem schickte Salvamento Marítimo den Tanker zu der Position.
Gegen 22 Uhr trafen sowohl das Flugzeug wie auch der Tanker bei der Yacht ein, und die "Almi Odissey" nahm die Schiffbrüchigen an Bord. Sie sollten am Nachmittag des 17.11. in Puerto de La Luz abgesetzt werden. Das Flugzeug landete gegen ein Uhr auf dem Flughafen von Gran Canaria.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Quinby Inlet abgeschleppt
(17.11.17) Die US Coast Guard assistierte am 14.11. dem 42 Fuß langen Angelkutter "Red Baron", der drei Meilen östlich des Quinby Inlet mit einer dreiköpfigen Crew Maschinenausfall erlitten hatte. Ein 45-Fuß-Boot lief von der Coast Guard Station Wachapreague aus zur Hilfeleistung für den Havaristen. Es übernahm zunächst zwei Personen von Bord.
Dann schleppte es den Kutter bei Dunkelheit in die Wachapreague Marina in Wachapreague ein. Vor Ort waren 4-6 Fuß hohe Wellen und 10 Knoten Windgeschwindigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen


Katamaran bei Titusville brennend aufgegeben
(17.11.17) Die US Coast Guard rettete am 15.11. die zweiköpfige Crew eines 48 Fuß langen Katamarans, der auf dem Indian River bei Titusville in Brand geraten war. Die Coast Guard Jacksonville fing um 22:09 Uhr einen Notruf der beiden auf, die durch Rauchentwicklung auf ihrem Boot erwacht waren und feststellten, dass es brannte. Von der Coast Guard Station Port Canaveral lief ein 29-Fuß-Boot um 22:10 Uhr aus.
Während es noch im Anmarsch war, meldeten die Bootsfahrer über Funk, dass sie dieses aufgäben und in ein Beiboot gingen. Um 22:25 Uhr trafen die Retter ein und brachten die Segler zum Marina Park, wo sie medizinisch betreut und dann ins Parrish Medical Center gebracht wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker lief im Japanischen Meer auf Grund
(17.11.17) Der russische Tanker RN Polaris”, 4859 BRZ (IMO:9327334), lief am 16.11. gegen Mitternacht in der Bucht von Slavyanka südlich von Wladiwostok auf Grund. Er hatte kurz zuvor von einem Schiff losgeworfen, das er bebunkert hatte. Rund vier Stunden später kam der Havarist wieder frei und nahm Fahrt auf, nur um wenig später Maschinenschaden zu erleiden. Gegen 22 Uhr konnte er die Reise nach Nachodka fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Russische Tanker im Japanischen Meer kollidiert
(17.11.17) Der brandneue zyprische LNG-Tanker “Fedor Litke”, 112532 BRZ (IMO-Nr. 9768370), der russischen Dynagas LNG Partners, der Okpo gekommen war, wurde im Japanischen Meer am 14.11. von dem ebenfalls russischen Produktentanker „Zaliv Amerika“, 1952 BRZ (IMO-Nr. 8714592), beschädigt. Dieser kam von Sovetskaya Gavan und war nach Zaliv Aniva bestimmt. Der Unfall ereignete sich auf der Reede von Bukhta Novitskogo in der Bucht von Nachodka Bay, als der kleinere Tanker die „Fedor Litke“ bebunkert hatte und wieder loswerfen wollte.
Bei der Kollision, die sich dabei ereignete, wurde der Rumpf des LNG-Tankers auf 0,2 Metern Länge rund einen Meter oberhalb der Wasserlinie im Bereich von Ballasttank 4 aufgerissen. Deshalb konnte die Jungfernfahrt zum arktischen Hafen Sabetta in Yamal zur Versorgung eines dortigen Flüssiggas-Kraftwerks nicht wie geplant angetreten werden. Zunächst mussten Reparaturen am Rumpf des speziell für die Arktisfahrt erbauten Schiffes durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Öl aus gesunkenem Kutter wird entsorgt
(17.11.17) Die Sanierung des 28 Meter langen, schwedischen Fischkutters „Thetis“, eines der umweltgefährdenden Wracks in Schweden, soll nun beginnen. Das Schiff sank 1985 vor Smögen und kann bis zu 30 Kubikmeter Öl enthalten. Das Wrack ist zwar bis auf die eingestürzte Brücke noch recht intakt, doch begann inzwischen Öl in kleineren Mengen auszulaufen.
Sie wurde eines von rund 17.000 Wracks entlang der Küste von Schweden, von denen 300 als gefährlich klassifiziert wurden 30 der Wracks stellen eine akute Gefahr für die Umwelt dar, weil sie noch große Mengen an Öl an Bord haben. Da die „Thetis“ in einem sehr sensiblen Archipel von großem landschaftlichem Wert liegt, schien sie für ein Pilotprojekt geeignet.
Das Wrack befindet sich auf ebenem Kiel in 30 Metern Tiefe in der Nähe des Hafens von Smögen. Die Reinigung der Tanks der „Thetis“ wird etwa fünf Millionen Euro kosten. Die Küstenwache in Vorbereitung der Maßnahmen die Stärke des Rumpfes untersucht, mit Side-Scan-Sonar wurden der Meeresboden und Trümmer kartiert. Die Firma Marine Works AB soll noch im November die ersten Tauchgänge zu machen und das Wrack ´weiter untersuchen. Das Abpumpen des Öls wurde je nach Wetterbedingungen auf zwei bis drei Wochen Dauer geschätzt. Die „Thetis“ liegt auf Position 58 ° 24,12 N 011 ° 12.56 ' O. Sie war ein ehemaliges Forschungsschiff, das später in einen Kutter umgebaut wurde.
Am frühen Morgen des 24.10.1985 sank es auf der Rückkehr von einer Fangfahrt bei Windgeschwindigkeiten von etwa 12-13 Meter pro Sekunde. Der Skipper hatte den Weg durch den äußeren Schärengarten anstelle des inneren und ruhigeren durch den Sotenäskanal gewählt. Außerhalb von Tryggö nördlich von Smögen bekam der schwer beladene Trawler plötzlich große Mengen Wasser über das Deck.
Der Kapitän versuchte, dem durch eine Drehung entgegen zu wirken, wobei aber das Schleppnetz den Propeller blockierte. Die Maschine fiel aus, und es war nicht möglich, die schwere Last anzuheben. Die „Thetis“ begann Wasser zu nehmen. Der Skipper nahm Funkkontakt mit dem Kutter „Yvette“ aufn, der zur Rettung der Besatzung vom sinkenden Schiff herbei eilte. Als sie eintraf, war die „Thetis“ bereits gesunken, und die Crew hatte sich in das Rettungsboot geflüchtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischer vor Magdalenen-Inseln im Sturm gerettet
(17.11.17) 70 Meilen westlich der Magdalenen Inseln erlitt ein Kutter im Golf von St. Lawrence am Abend des 10.11. Maschinenschaden und Wassereinbruch und funkte einen Notruf. Die kanadische Joint Task Force Atlantic kam der zweiköpfigen Crew am Morgen des 11.11. mit Hubschraubern zu Hilfe. Sie wiesen die beiden Fischer an, in eine Rettungsinsel sprangen, da das Rigg des bis zu 90 Grad zu jeder Seite taumelnden Havaristen ein Abbergen direkt von Bord als zu riskant erscheinen ließ.
Ein Rettungsmann wurde dann abgefiert und zog die Schiffbrüchigen an Bord der Maschine. Nach 11 Stunden konnte der Rettungseinsatz erfolgreich beendet werden, als die beiden Schiffbrüchigen in Charlottetown unversehrt abgesetzt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Neubau bei Phuket
(17.11.17) Ein thailändisches Ausflugsboot, das sich auf dem Sikij Shipyard in Koh Siray östlich von Phuket Town im Bau befand, geriet am Nachmittag des 16.11. gegen 17 Uhr in Brand. Die Feuerwehr rückte mit vier Löschfahrzeugen an und konnte das Feuer binnen 15 Minuten löschen. Arbeiter hatten an einem Fenster auf Deck 2 geschweißt, als die Fiberglasdecke und verbautes Holz durch Funken in Brand gerieten.
Die Arbeiter konnten sich unversehrt retten, doch die Flammen richteten einen erheblichen Schaden an. Die Ablieferung des Schiffes war ohnehin bereits um vier Monate verspätet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crewboot "World Calima" wieder im Hafen
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Windparkschiff vor Helgoland in Brand geraten
(16.11.17) Am 15.11. gegen 8.20 Uhr ging bei der Seenotleitung in Bremen ein automatischer Seenotruf des dänischen Crewboots "World Calima", 352 BRZ (IMO-Nr.: 9684316), ein. Der auf Helgoland stationierte Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" machte sich daraufhin unverzüglich auf den Weg zur Unglücksstelle. Der Havarist befand sich zu dieser Zeit etwa 18 Seemeilen nordwestlich der Insel Helgoland im Windpark »Nordsee Ost«.
An Bord des gut 31 Meter langen Schiffes waren acht Windparktechniker und fünf Besatzungsmitglieder. Im Maschinenraum des Trimarans hatte die Crew eine starke Rauchentwicklung bemerkt. Sie konnte den Brand mit Bordmitteln unter Kontrolle bringen, indem sie
Die Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!
den Maschinenraum verschloss und ihn mitK ohlendioxid flutete.
Zur Unglückszeit herrschten im Seegebiet nordwestlich von Helgoland nordwestliche Winde zwischen drei und vier Beaufort. Das in der Nähe laufende, deutsche Windparkschiff "Windea Two", 174 BRZ (IMO-Nr.: 9745691), hatte inzwischen eine erste Schleppverbindung zur „World Calima" hergestellt, um den manövrierunfähigen Havaristen aus dem Windpark zu ziehen und eine drohende Kollision mit Windkraftanlagen zu vermeiden.
Die "Hermann Marwede" traf gegen 9.40 Uhr vor Ort ein. Etwa 15 Minuten später folgte ein aus vier Schiffen bestehender Nato-Marineverband. Die Seenotretter bestimmten das deutsche Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" zum On-Scene Co-ordinator. Das Tochterboot "Verena" der "Hermann Marwede" übernahm die acht Windparktechniker und brachte sie auf den Seenotrettungskreuzer.
Die Besatzung des Havaristen blieb derweil an Bord. Die Seenotretter stellten eine stärkere Schleppverbindung her und nahmen das Crewboot auf den Haken. Ziel war der Hafen von Helgoland, wo der in Cuxhaven stationierte Seenotrettungskreuzer "Anneliese Kramer" eine Brandbekämpfungseinheit hinbrachte, die gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Helgoland die weiteren Maßnahmen übernahm, nachdem der Schleppzug dort gegen 16.30 Uhr eingetroffen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Ninive“ wird abgewrackt
(Bild: THW)   Großbild klick!

Eckernförde: Gaffelsegler Ninive wird knapp drei Jahre nach Untergang abgewrackt
(16.11.17) Ende eines Traditionsseglers: Ein Bagger begann am 15.11., die „Ninive“, die am Eckernförder Innenhafen auf dem Kai lag, abzuwracken. Das Schiff war im Januar 2015 im Innenhafen gesunken, und da sich nach der Bergung niemand mehr für die „Ninive“ interessierte, ließ der Hafenbetreiber Stadtwerke den Rumpf jetzt entsorgen.
Zwei Jahre lang hatte der Rumpf der „Ninive“ an Land gelegen, ohne dass der der alte Eigner des Schiffes noch ein angeblicher neuer Käufer sich zuständig erklärten. Die Eigentumsverhältnisse für den über 20 Meter langen Gaffelsegler konnten nie mehr verbindlich geklärt werden. Der inzwischen aufgelöste Verein „Ninive“ soll das Schiff an einen Hamburger Verein verkauft haben.
Letztlich blieben die Stadtwerke auf dem Wrack sitzen, und auf der Grundlage einer Ordnungsverfügung der Stadt musste der Rumpf jetzt beseitigt werden. Das Holz des Schiffes muss als Sondermüll entsorgt werden. Das Altmetall wird verkauft.
Die Kosten für das Abwracken betrugen etwa 10.000 Euro. Die Abwrackarbeiten sollten bis zum 16.11. andauern. Bei der „Ninive“ handelte es sich um den Original-Nachbau eines Schiffstyps, der im 19. Jahrhundert von der Küste Pommerns aus Fracht transportierte; eine "Pommersche Galeass". Sie wurde von 1985 bis 1989 in Rickling bei Bad Segeberg (SH) gebaut. Der Verein JONA hatte den Bau des Schiffes als ABM und Resozialisierungsmaßnahme mit Arbeitslosen der Umgebung und Freigängern aus der JVA Neumünster durchgeführt. Die Bauaufsicht führte ein Meister der Berufsschule für Bootsbau in Lübeck.
Das Schiff wurde in traditioneller Bauweise fast vollständig aus Eiche gefertigt. Nach der Fertigstellung wurde es auf einem Tieflader nach Laboe an der Kieler Förde gebracht und dort zu Wasser gelassen. Die „Ninive“ gehörte bis Oktober 2014 dem Verein Ninive e.V., der das Schiff nach eigener Aussage dann an den Hamburger Verein Belquis verkaufte. 2004 überstand sie eine Strandung unbeschadet, doch am 22.1.2015 sank die „Ninive“, die da bereits seit vier Jahren ungenutzt im Hafen lag, am Kai in Eckernförde.
Fünf Tage später gelang bei Niedrigwasser die Bergung aus drei Metern Tiefe. In einem stundenlangen Pumpen-Einsatz brachte das THW-Eckernförde das Wrack gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtwerke, die den Hafen in Eckernförde betreiben, wieder an die Wasseroberfläche. Dank einer Pumpleistung von 6.000 Liter pro Minute wurde der 70 Tonnen schwere und 25 Meter langen Segler gegen 17:15 wieder schwimmfähig gemacht. Mit einem Trecker wurde dabei verhindert, dass das Schiff an die Kaimauer des Hafens schlagen und weitere Schaden anrichten konnte.
Bereits unmittelbar nach dem Untergang waren Ölsperren um den Havaristen ausgelegt worden. Zur akuten Gefahrenabwehr forderten die Stadtwerke dann das THW an, da sie keines verantwortlichen Eigners habhaft werden konnten. Am 9.12. dann wurde der marode Rumpf von zwei Mobilkränen auf den Kai gehoben.
Dafür wurden zunächst Wanten und Stage gekappt, um die Masten zu ziehen. Die auf 70 Tonnen Gewicht geschätzte „Ninive“ wog darauf hin nur noch 55 Tonnen. Um das Schiff zu heben, hatten die Stadtwerke spezielle Gurtbänder für das Krangeschirr anfertigen lassen.
An zwei Hebetraversen montiert wurden sie unter den Schiffsrumpf gezogen. Zwei Sünkler-Kräne mit einer Hebekapazität von 220 Tonnen setzten ihn dann auf dem Kai ab, und im Mai wurde erstmals angekündigt, dass das Schiff wohl abgewrackt würde. Nun schaffte ein Bagger die entsprechenden Tatsachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausflugsboot “Mazu" halb gesunken
(Bild: ENSAR)   Großbild klick!

99 Passagiere der Mein Schiff 6 von verunglücktem Ausflugsboot abgeborgen
(16.11.17) Das mexikanische Ausflugsboot “Mazu" erlitt mit 95 Erwachsenen und zwei Kindern an Bord auf halbem Wege von Aldora zur Isla de la Pasión Maschinenausfall. Das Katamaranschiff erlitt einen Schaden an einer Bilgenpumpe und wurde dann aufs offene Meer getrieben. Es erlitt Wassereinbruch und begann, übers Heck wegzusacken.
An Bord befanden sich 99 überwiegend deutsche Passagiere des maltesischen Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 6", 98811 BRZ (IMO-Nr.: 9753208), die einen Ausflug zu der nördlich von Cozumel gelegenen Insel gebucht hatten. Nach 20 Minuten waren Sportfischer, Jetskifahrer, Taucherschiffe und Privatboote zur Stelle. Gemeinsam mit Personal der Estación Naval de Búsqueda y Rescate (ENSAR) konnten alle Schiffbrüchigen unversehrt gerettet und zurück an Land gebracht werden.
Sie waren teilweise geschockt, aber ansonsten unversehrt. Ein bereitstehender Krankenwagen wurde nicht benötigt. Mit anderen Booten konnte der Inselausflug nach dem Abenteuer dann erneut angetreten werden. Die halb unter Wasser liegende "Mazu" wurde derweil von dem Katamaran "Yacatecutli" von Ultramar zurück zum Hafen geschleppt und von dem Hebelift der nahen Marina an Land abgesetzt. Ein mexikanisches Marineschiff hatte sich in der Nähe befunden, brauchte aber nicht mehr eingreifen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Viel Hilfe nach Schiffbruch mit Katamaran
(16.11.17) Ben Everts und Helen Rutledge liefen in der vergangenen Woche mit der "Felix", einem Lagoon 400 Sailing Katamaran, nach Bundaberg ein, doch dort hätte das neuseeländische Paar fast das Boot verloren. Es wurde im Sturm auf dem Burnett River losgerissen, als Windböen von über 130 km/h über das Gebiet zogen. Das Boot lag in der Bundaberg Port Marina, um bei der Down Under Rally Welcome Week mit 40 anderen internationalen Yachten zu starten, doch das Boot kollidierte mit einem anderen, nachdem die Leinen gebrochen waren und der Wind es quer über das Fahrwasser trieb.
Als es dann noch eine Pier rammte, wurde der Rumpf aufgerissen. Dann gelang es Everts, zu ankern, während Rutledge über Funk um Hilfe rief. Der sinkende Katamaran wurde dann zu einem nahen Strand geschleppt. Er lag, als er dort ankam, zu 80% unter Wasser.
Nun musste erst einmal geprüft werden, ob das Boot überhaupt reparabel war. Das Lighthouse Hotel bot den beiden eine Woche lang freie Unterkunft an, und auch ansonsten gab es vielfältige Unterstützung. Die beiden hofften, von Bundaberg ihre Reise rund Australien fortsetzen zu können, die sie Anfang Mai begannen und die zwei bis drei Jahre dauern sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Patroullienboot rettete Kuttercrew
(16.11.17) Ein Patroullienboot der Haute Mer de la Marine Royale kam am 11.11. gegen acht Uhr vor Dar Bouazza, rund 40 Kilometer westlich von Casablanca, adem marokkanischen Krabbenkutter "Haddane", und seiner 16-köpfigen Crew zu Hilfe. Das Schiff hatte Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Das Boot barg neun der Fischer ab, ein Rettungsboot drei weitere. Der Skipper und drei seiner Männer blieben an Bord und wollten versuchen, das Schiff zu retten.
Doch gegen 14 Uhr mussten sie auch abgeborgen werden, bevor die "Haddane" sank. Zuvor war ein Versuch, den Havaristen abzuschleppen, ebenfalls am starken Wassereinbruch gescheitert. Das Patroullienboot brachte die 13 Mann, die es gerettet hatte, nach Casablanca.
Quelle:Tim Schwabedissen


Halber Poseidon bei Kollision versunken
(15.11.17) Bei stürmischem Wetter kollidierte das Fahrgastschiff „Gotthard“ der der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) am 12.11. im 16.30 Uhr in Beckenried mit der Anlegebrücke. Dabei löste sich eine Hälfte der von Hans Erni stammenden Galionsfigur und stürzte in den See. Das Schiff war von Luzern gekommen und lief wegen des heftigen Windes mit zu viel Fahrt an den Steg heran.
Es streifte dabei mit dem Steuerbordbug die Dalben, wobei das 1970 erbaute, 58,40 Meter lange Schiff selbst zwar unbeschädigt blieb, aber eine Hälfte der am Bug hängenden Bronze-Skulptur «Föhn» des Luzerner Künstlers Hans Erni abriss. Dieser hatte die 350 Kilogramm schwere und 150 Zentimeter hohe Skulptur 1970 im Auftrag der SGV geschaffen. Sie stellt den Wassergott Poseidon dar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zweimaster vor Blankenberge aufgelaufen
(16.11.17) Am 3.11. um 18.50 Uhr lief der Zweimaster “Chone” in der Hafeneinfahrt von Blankenberge. Der Skipper verständigte das MRCC, das die Retter der VBZR alarmierte, die um 19.03 Uhr vor Ort eintrafen. Die “Chone” lag zu der Zeit auf der Seite und wurde von den Wellen immer näher an dort stehende Betonpfähle geschoben.
Ein Retter sprang an Bord und stellte eine Schleppverbindung her. Es gelang, die „Chone“ wieder in tieferes Wasser zu ziehen. Bei einer Inspektion wurden keine Schäden festgestellt. Eskortiert von den Seenotrettern wurde der Havarist gegen 20 Uhr sicher in den Hafen gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ermittlungen gegen Ersten Offizier der Mount Hope
(16.11.17) Für die Kollision der „Mount Hope“ mit einer Pier in Brake könnte möglicherweise der Erste Offizier verantwortlich sein. Erste Ermittlungen der Wasserschutzpolizei wiesen auf ein Fehlverhalten des 42-Jährigen hin wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs gem. § 315a STGB. Zur Sicherung des Strafverfahrens wurde nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Oldenburg auf Beschluss des zuständigen Amtsgerichts von dem Philippino eine Sicherheitsleistung von 8.000 Euro durch Beamte der Wasserschutzpolizei Brake eingezogen.
Die "Mount Hope", die mit einer Ladung Stahlträger nach Bremen unterwegs war, wurde weiterhin am Niedersachsenkai in Brake gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff auf Rhein aufgelaufen
(16.11.17) Das mit 2.000 Tonnen Naphta beladene, niederländische Tankmotorschiff „Brandini“, 2.648 ts (MMSI-Nr.: 244810759), lief am 16.11. auf der Reise Karlsruhe-Antwerpen gegen 04:40 Uhr bei Wörth auf dem Rhein auf Grund. Der Schiffsführer passierte vermutlich eine Fahrwassertonne auf der falschen Seite. Das Tankmotorschiff lief mit dem Bug im Kribbenfeld auf und kam quer zum Fahrwasser auf einer Kribbe fest. Ein Sachverständigen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung prüfte wie das Schiff wieder freikommt. Die Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt. Das Binnenschiff „Millennium“ (MMSI-Nr.: 244660351) begann am Vormittag mit Bergungsversuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht im Sturm bei Alcúdia gestrandet
(16.11.17) Am 14.11. fegte ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h über den Norden von Mallorca. In Pollença rissen bis zu sechs Meter hohe Wellen eine dort vermoorte Segelyacht los und trieben sie kilometerweit über das Meer, bis sie in der Bucht von Alcúdia am Strand von Es Grau strandete. Dabei ging auch ein Teil des Rigs über Bord.
Das Wetteramt hatte wegen der aufgewühlten See die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen. Der Sturm flaute im Tagesverlauf ab, und Surfer suchten unweit der in der Brandungszone liegenden Yacht schon wieder ihr sportliches Vergnügen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Luxusyacht für Tauchsafaris gesunken
(16.11.17) Die „Fiji Siren“, ein luxuriös ausgestatteter Zweimaster für Tauchsafaris, sank auf ihrer aktuellen Tour im Bereich der Fiji-Inseln. Alle Gäste und die Crew konnten sich in Sicherheit bringen, und der Organisator plante deren Heimreise. Die perfekte Einhaltung der Notfallprotokolle, die zu einer raschen Evakuierung führten und die Situation nicht weiter eskalieren ließen, wurden am 15.11. nach dem Schiffbruch gelobt.
Das Unternehmen Worldwide Dive and Sail, arbeitete auch an Optionen für Gäste, die in nächster Zeit die „Fiji Siren“ gebucht hatten. Das 40 Fuß lange Schiff lief 2013 vom Stapel und bot 16 Gästen Unterkunft.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach 12 vermissten Nordkoreanern vor Japan
(16.11.17) Am 15.11. kenterte ein 20 Meter langer nordkoreanischer Kutter im Japanischen Meer. Er wurde um 13.45 Uhr von einem Flugzeug 360 Kilometer nördlich der Noto-Halbinsel der Ishikawa-Präfektur kieloben im Meer treibend entdeckt. Daraufhin schickte die japanische Coast Guard vier Patroullienboote, denen es gelang, um 15.40 Uhr drei Schiffbrüchige vom Kiel des Wracks zu retten.
Sie gaben an, dass insgesamt 15 Mann an Bord gewesen seien und sich das Schiff auf der Heimfahrt befunden habe. Nach den übrigen 12 wurde am 16.11. weiter gesucht. Die Geretteten wurden der 40 Meter langen “Kum Chon” um 10:54 Uhr übergeben, auf dem sie auf ihren Wunsch die Heimreise antraten. Das Unglück hatte sich innerhalb der von Japan beanspruchten Wirtschaftszone ereignet, in der nordkoreanische Fischer in der Vergangenheit wiederholt beim illegalen Fischfang aufgegriffen wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fahrgastschiff mit Wassereinbruch in Rochefort
(16.11.17) Das 19,7 Meter lange Fahrgastschiff “Le Saintongeais”, 46,4 tdw, erlitt am Quay Emile-Ouesnel im Hafen von Rochefort am 16.11. Wassereinbruch. Rund 15 bis 20 Kubikmeter drangen an Bug und Heck ins Schiff ein. Die Feuerwehr rückte mit 11 Mann an und begann, das Wasser zu lenzen. Taucher suchten unter Wasser nach der Ursache des Wassereinbruchs. Das in Marennes beheimatete, 2008 erbaute Schiff der Conseil Général de Charente Maritime war vor einer Woche für die Wintersaison in Rochefort eingelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rennyacht “Greenings”
(Bild: Clipper Round the World Race)   Großbild klick!

Bürokratie verzögert Bergung von Rennyacht
(15.11.17) Die Bergung der Rennyacht “Greenings”, ein Boot einer Flotte vno 12 identischen Clipper-70-Yachten nach einem Design der Tony Castro, die Stunden nach dem Start in Kapstadt am 31.10. auf der Etappe nach Fremantle, strandete, stellt sich als Herausforderung dar. Während weiterhin rätselhaft ist, wie sie auf dem Riff vor Olifantsbospunt zwischen Kapstadt und Cape Point auflaufen konnte, wurde sie von diesem inzwischen auf den dahinter liegenden Strand geworfen. Dieser gehört aber zum Table Mountain National Park, wo umweltgefährdende Aktivitäten nicht erlaubt sind.
Dazu würde auch der Einsatz schweren Geräts gehören, das für die Bergung der “Greenings” vonnöten ist. Der Vorsitzende und Gründer des Clipper Race, Sir Robin Knox-Johnston, bestätigte, dass es wegen der bürokratischen Hemmnisse Verzögerungen gäbe. Da allerdings das Öl bereits abgepumpt sei, gäbe es kein Problem mit einer möglichen Kontamination. Die Methode der Wrackräumung sei aber noch zu klären.
Quelle:Tim Schwabedissen


Longliner “Pacific Paradise”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Berger bereiten Freischleppen gestrandeten Longliners vor
(15.11.17) Die Vorbereitungen zur Räumung des Longliners “Pacific Paradise” 400 Yards vor Kaimana Beach, Oahu, gingen am 14.11. weiter. Das Schiff soll auf die umweltschonendste Weise entsorgt werden, wofür das Coast Guard Pacific Strike Team aus Novato, Kalifornien, das auf Bekämpfung von Umweltschäden spezialisiert ist, unter Federführung der Coast Guard Honolulu Sorge tragen soll. Am 14.11. wurden drei Abteilungen im Achterschiff ausgepumpt.
Das gelenzte Wasser landete dabei vorerst in der Fischluke, um die Stabilität des Wracks weiter zu gewährleisten. Es stellte sich allerdings heraus, dass sofort wieder Wasser nachlief, deshalb mussten
“Pacific Paradise”
(Bild: USCG)   Großbild klick!
zusätzliche Abdichtungen angebracht werden. Diese Arbeiten sollten ebenfalls am 14.11. verrichtet werden. Taucher untersuchten die weiteren überfluteten Bereiche und stellten Kalkulationen und Berechnungen an. Der Ölschlängel im Innern wurde erneut ausgetauscht und ein Sack voller Trümmer entsorgt. Die Arbeiten sollten in Richtung des Vorschiffs fortgesetzt werden, außerdem galt es, Verbindungspunkte für die Schleppverbindung anzubringen.
In der Nähe des Waikiki Aquarium wurden am 14.11. Wasserproben gezogen, die keine Ölspuren enthielten. Weitere Tests sollten am 16.11. nahe Kaimana Beach vorgenommen werden. Um das Wrack herum war kein Öl auf dem Wasser sichtbar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Erste Taucher am Kutter "Gal Oz"
(Bild: Ofer Vaknim)   Großbild klick!

Kutter wurde künstliches Riff vor Israel
(15.11.17) Der 60 Jahre alte israelische Kutter "Gal Oz" wurde in dieser Woche vor der Küste von Herzliya als künstliches Riff und Tauchwrack versenkt. Über das Heck ging das betagte Schiff wie geplant auf Tiefe. Zuvor war es für die neue Aufgabenstellung vorbereitet und ausgeschlachtet worden.
Dennoch lockten weiterhin eine Reihe von Einrichtungen wie die Bordtoilette oder das Brückeninterieur Sporttaucher an, die auf diese Weise ungewöhnliche neue Fotospots erhielten. Gleichzeitig wurde durch die Entsorgung des Schiffes die Anzahl von Fischereifahrzeugen reduziert im Rahmen eines Programms der Agriculture and Environmental Protection Ministries zur Verringerung des kommerziellen Fischfangs an den Küsten von Israel.
Unmittelbar nach der Versenkung begannen Taucher bereits, das neue Wrack in Beschlag zu nehmen. Es wartete in einer freundlichen Tiefe von wenigen Metern auf die neuen Meeresbesucher aller Art.
Quelle:Tim Schwabedissen


Viele Fragen harren nach der Havarie der Glory Amsterdam vor Langeoog weiter einer Antwort
(15.11.17) Während der Frachter „Glory Amsterdam“ weiter im Dock der German Dry Docks lag, wo die umfangreichen Schäden, die bei der Strandung vor Langeoog an Bug und Heck entstanden, repariert wurden, waren weiterhin viele Fragen offen, warum es überhaupt möglich war, dass ein solches Schiff bei zwar schlechtem, aber nicht extremem Wetter innerhalb von mehr als zwölf Stunden nicht abgeschleppt werden konnte, und was in den entscheidenden Stunden des 29.10. zwischen 5.30 Uhr und dem abendlichen Stranden geschah. Es galt zu klären, von wem wann welche Entscheidungen getroffen wurden, warum es zu mehreren Verzögerungen kam und weshalb konnte das vorhandene Notschleppkonzept in der Praxis nicht umgesetzt werden konnte.
Zu beantworten wird in dem Zusammenhang auch die Frage sein, warum der leistungsfähige Seeschlepper „Nordic“ aus dem Bergungseinsatz entlassen wurde. Das Schiff der Bugsier-Reederei gilt als leistungsfähigster Bergungsschlepper in der inneren Deutschen Bucht mit einem Pfahlzug von 201 Tonnen, der zum Freischleppen des Havaristen ausreichend gewesen wäre, insbesondere im Zusammenhang mit dem Abpumpen des Ballastwassers von insgesamt 20.000 Tonnen. Dabei hätte auch das ständig in der Deutschen Bucht befindliche Mehrzweckschiff „Mellum“ mit einem Pfahlzug von 110 Tonnen zusätzlich assistieren können.
Dass die „Glory Amsterdam“ am 2.11. bereits vier Stunden vor Hochwasser um etwa 07.15 Uhr freigeschleppt wurde, dürfte vorrangig der Tiefgangsverringerung durch das Abpumpen des Ballastwassers zu verdanken sein. Die Tiefgangsveränderung in Zoll pro 100 Tonnen Zuladung/Abladung (TPI) hätte dem Einsatzkommando an Bord bekannt sein müssen. Das um 3,5 Tage verspätete Abpumpen des Ballastwassers könnte auch mit dem Bergelohn zusammenhängen, der sich nach dem zeitlichen, personellen und materiellen Bergungsaufwand und dem Schiffswert berechnet.
In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, warum zusätzlich die beiden externen Schlepper „Fairmont Summit“ und „Union Manta“ angefordert wurden, die ja erst mit mehrtägiger Verzögerung an der Strandungsstelle eintreffen konnten, aber wohl den Schwerpunkt für die Bergelohnberechnung darstellen werden. Eigentlich war ja nach der Strandung des Frachters „Pallas“ am 29.10.1998 von Amrum eigens ein Notschleppkonzept für die Deutsche Küste erarbeitet worden, in dessen Rahmen seither ständig ein Bugsier-Schlepper auf Standby gehalten wird. Zunächst war seinerzeit die „Oceanic“ durch das Verkehrsministerium gechartert worden.
Beim Bauauftrag für die stärkere und flexiblere „Nordic“ als deren moderner Nachfolger wurde seinerzeit besonderer Wert auf möglichst geringen Tiefgang gelegt als Konsequenz aus der „Pallas“-Havarie, als die „Oceanic“ nicht mehr an den Frachter herankam. Auch die Mehrzweckschiffe „Mellum“ und „Neuwerk“ sollten konzeptgemäß als Noteinsatzschlepper einsetzbar sein, wenn der vertraglich gecharterte Bergungsschlepper der Bugsier nicht rechtzeitig vor Ort sein kann.
Nach der vertraglichen Vereinbarung sollten die Einnahmen aus einem erfolgreichen Bergungs- oder Hilfeleistungsauftrag nach einem festen Schlüssel beiden Vertragsparteien, also dem Bund und der Bugsier-Reederei – zufließen. Den Bund kostet die Charterung der „Nordic“ täglich 31.000 Euro. Also sollte ein Bergungsauftrag im deutschen Zuständigkeitsbereich auch von dem eigens hierfür gecharterten und sofort einsatzbereiten Bergungsschlepper „Nordic“ gemanagt werden.
Hätte die „Nordic“ allerdings womöglich keine ausreichende Leinenlänge an Bord gehabt, was ihrem Auftrag widerspräche, würden auch die „Mellum“ oder ihr Schwesterschiff „Neuwerk“ mit je 1.000 Meter Schlepptrosse mit 62 Millimetern Durchmesser sofort aushelfen können. Die maximal 5,79 Meter tiefgehende „Mellum“ operierte auch problemlos zur Hochwasser-Zeit nahe am Havaristen.
Ihre Schleppleistung mit mindestens 100 Tonnen Pfahlzug reicht aus, um 100.000-Tonnen-Tanker zu bugsieren. Bei der „Nordic“ war der Manöverspielraum mit einem Tiefgang von 6,20 Metern beengter, dennoch könnte sie mit entsprechender Trossenlänge die Bergung mit einem zeitlich parallel stattfindenden Ballastlenzen auch durchgeführt haben können. Die beiden für die Bergung eingesetzten Offshore-Versorger "Fairmount Summit" und "Union Manta" verfügten über Tiefgänge von 5,70 und sieben Metern.
Welche Gründe führten also dazu, den Bergungsauftrag einer niederländische Firma zu erteilen, obwohl das deutsche Bergungskonzept mit der „Nordic“ für solche Fälle eine sachgemäße Vorsorge vorsieht und das im Rahmen eines schifffahrtspolizeilichen Eingriffs auch hätte umgesetzt werden können? Spielte es eine Rolle, dass bereits bei der Bergung des Containerfrachters „CSCL Indian Ocean“ (IMO-Nr.: 9695157) am 3.2.2016 auf der Unterelbe ebenfalls die beiden Offshore-Versorger am Bergungsauftrag beteiligt waren? Warum brach beim Einsatz der erfahrenen „Nordic“-Crew mehrfach die Schlepptrosse, und warum wurde die „Mellum“ nicht ersatzweise zur Hilfeleistung mit schifffahrtspolizeilichem Zwang eingesetzt?
Zur Untersuchung aller Fragen durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen gehört auch die Betrachtung, warum der Frachter auf Reede lag, wie sein technischer Zustand war, als er aus Hamburg auslief und ob der Ruderschaden schon vorher bekannt war. Die BSU schickte nach der Bergung vier Fachleute nach Wilhelmshaven, die sich unmittelbar nach Abschluss des Einsatzes mit allen Beteiligten unterhalten haben, alle schriftlichen Unterlagen sowie digitalen Datenträger sicherstellten und den gesamten Funkverkehr mit der für die Deutsche Bucht zuständigen Revierzentrale in Wilhelmshaven sowie die Protokolle aller beteiligten Schiffe angefordert haben.
In der Regel dauerte es etwa nach zwei Wochen, alle erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen. Aufgrund der personellen Besetzung braucht es aber mindestens ein Jahr, den Unfallbericht fertigzustellen. Gleichzeitig prüft die Wasserschutzpolizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft mögliche strafrechtliche Aspekte, die dann vor einem normalen Gericht verhandelt werden. Außerdem kann die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gegebenenfalls eine Seeamtsverhandlung anstoßen, bei der es dann um berufsbezogene Sanktionen für die beteiligten Seeleute geht.
Bereits seit längerer Zeit steht die Forderung im Raum, schneller als bisher offiziell einzugreifen, wenn sich ein Schiff selbstständig macht z.B. durch eine sofortige Lotsenannahmepflicht. Eine entsprechende Lotsenkapazität wäre in der Deutschen Bucht ständig verfügbar. Ein erfahrener Lotse könnte sicherstellen, dass bei einem Noteinsatz von Anfang an sprachliche und inhaltliche Missverständnisse zwischen dem treibenden Schiff und den Rettern ausgeschlossen wären, wie sie auch jetzt wieder auftraten.
Fragen gab es nach dem Stranden der „Glory Amsterdam“ auch von den Bürgermeistern der Ostfriesischen Inseln an den für das Sicherheitskonzept an der Küste zuständigen, derzeit nur bis zum Antritt einer neuen Regierung amtsführenden Bundesverkehrsminister. Wenn es keine Garantie dafür gebe, dass die Besatzung eines treibenden Schiffes eine sichere Schleppverbindung zum Notfallschlepper herstellen könne, müsse hinterfragt werden, ob künftig noch Schiffe bei Helgoland auf Reede liegen dürften oder ob es sogar ein Befahrungsverbot empfindlicher Meeresgebiete bei schwerem Sturm geben müsse. Auch durch die Offshore-Windparks bestehe ein erhöhtes Risiko von Kollisionen und Schadstoff-Freisetzungen.
Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) und die Nautischen Vereine kritisierten die Grundstruktur des Rettungskonzeptes und fordern schon lange die Schaffung einer zentralen deutschen Küstenwache. Darin könnten die vorhandenen Kräfte der Bundespolizei See, des Havariekommandos, des Zolls und der Fischereiaufsicht gebündelt werden. Die Schnittstellen zur Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie zur Marine und der Wasserschutzpolizei könnten davon zunächst unberührt bleiben, am Ende aber alle See-Vollzugsorgane auf Bundes- und Länderebene zusammengefasst werden. Bisher scheiterte diese Idee an dem Beharren der Länder auf ihrer regionalen Entscheidungsebene.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutsches U-Boot vor Flanderns Küste identifiziert
(15.11.17) Das im Sommer in 30 Metern Tiefe vor der belgischen Küste entdeckte U-Boot konnte jetzt zweifelsfrei identifiziert worden. Es handelt sich um das Wrack von „UB-29“. Im vorderen Teil wurde ein Messingschild mit dem Namen des Bootes gefunden, teilte Carl Decaluwé, der zuständige Gouverneur von Westflandern, in Brügge mit. Anhand alter Besatzungslisten konnte nun auch verifiziert werden, dass sich 22 und nicht, wie zunächst vermutet 23 Besatzungsmitglieder an Bord befanden. Standardmäßig wären 2 Offiziere und 21 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen.
Nach der Identifikation des Bootes sollte nun auch die Identität der Opfer geklärt werden, sodass deren Nachfahren informiert werden können. Unmittelbar nach der Entdeckung war bereits klar, dass es sich um ein deutsches U-Boot handelte, vermutlich vom Typ UB-II. Die Identifizierung erfolgte durch ein Bild auf einem der Torpedorohre. „
UB-29“ galt seit dem 27.11.1916 als verschollen. Das Boot war 36 Meter lang, vier Meter breit und hatte einen Tiefgang von 3,7 Metern. Es war mit zwei Torpedorohren und einem Geschütz auf dem Deck ausgestattet. Insgesamt versenkte das U-Boot 36 Schiffe.
Am 24.10.1916 überstand „UB-29“ ein Gefecht mit dem britischen Schiff „Helgoland“. Es lief am 27.11.1916 zu seiner letzten Mission aus. Unter dem Kommando von Erich Platsch passierte „UB-29“ Minen und Netze vor Dover und konnte dann weitere sechs Schiffe versenken.
Am 7.12. wurde die norwegische „Meteor“ das letzte Opfer. Sechs Tage später wurde „UB-29“ von den Briten für zerstört erklärt, nachdem der Zerstörer HMS „Landrail“ das Boot und mit Wasserbomben belegte. Die seinerzeit angegebenen Koordinaten 51 ° 09 N 01 ° 46 O stimmten jedoch nicht mit der Position überein, an der das U-Boot in diesem Jahr gefunden wurde.
Vielleicht war es doch nicht dort versenkt werden, konnte zunächst fliehen, um schließlich auf eine Mine zu laufen. Möglich war auch eine Kollision mit einem britischen U-Boot-Jäger wie der „UC-19".
Die deutsche Regierung beschloss, „UB-29“ als Seemannsgrab zu betrachten. Der Gouverneur von Westflandern wies den Unterwasser-Archäologen Tomas Termote jedoch an, einige lose Artefakte zu bergen. Diese Stücke werden in der Ausstellung „Die Schlacht um die Nordsee - Brügge als U-Bootswracks-Zentrum“ gezeigt, die vom 21.4- bos 31.8.2018 in Brügge gezeigt wird. Danach werden sie dem Hamburger Schifffahrtsmuseum gespendet.
Für Termote war es das 11. U-Boot, das er im belgischen Teil der Nordsee fand. Aber es war das am besten erhaltene. Sogar der Turm und das Periskop waren noch intakt. Vor der belgischen Nordseeküste liegen auf einer Fläche von 1.440 Quadratkilometern rund 300 Wracks, darunter Segelboote, Yachten, Bomben, U-Boote, aber auch Flugzeuge.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schaden nach Kollision auf der Weser geht in die Millionen
(15.11.17) Der Schaden nach der Havarie des Bulkcarriers „Mount Hope“ in Brake wird sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Die Begutachtung des Falls dauerte unterdessen weiter an und könnte sich noch über Wochen oder Monate hinziehen. Hafenbetreiber N-ports untersuchte jetzt, ob beschädigte Pfähle der von dem Frachter gerammten Pier das Fahrwasser der Weser gefährden. Daher wurden nun entsprechende Seezeichen an der Unfallstelle gesetzt. Die „Mount Hope“ wurde unterdessen weiter am nahen Niedersachsenkai gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aufgegebenes Boot sank an Privatanleger in Bøvågen
(15.11.17) Eines von zwei Booten, die an einem privaten Steg auf Avaldsnes in Bøvågen lagen, sank in der Nacht zum 14.11. Nur noch ein Stück des Bugs ragte von einer Leine gehalten aus dem Hafenwasser. Nach Tagesanbruch wurde die Feuerwehr von Karmøy benachrichtigt, um die Verschmutzungsgefahr zu überprüfen.
Es waren aber nur kleine Mengen Kraftstoff ausgelaufen, gegen die nichts ausgerichtet werden konnte. Einige Trümmerteile trieben auf der Wasseroberfläche. Bereits im Juli war an der Avaldsnes Brygge in Bøvågen ein Boot gesunken.
Ob es sich dabei um dasselbe handeln könnte, war nicht klar. Die Angelegenheit wurde sowohl der Polizei als auch der Hafenverwaltung von Karmsund gemeldet. Die Karmsunder Hafenbehörde ist allerdings nur für öffentliche Kaianlagen verantwortlich. Sowohl die Feuerwehr als auch der Hafenverwalter sagten, dass auf diese Weise zurückgelassene, aufgegebene Boote ein großes Problem darstellten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwimmkran traf auf Amazonas ein
(15.11.17) Rund drei Monate nach der Kollision des Schubschleppers "CXX" der Bertolini Transportes nahe Óbidos westlich von Pará mit dem Containerfrachter "Mercosul Santos" am 2.8. erreichte der Konvoi bestehend aus dem Schwimmkran "Taklift 7" und der "Smitbarge 8" am 14.11. die Untergangsstelle auf dem Amazonas. Wenn das Wrack geborgen ist, soll auch nach den neun Vermissten an Bord gesucht werden. Bei der Kollision waren 11 Personen, darunter zwei Passagiere, an Bord.
Nur zwei Mann konnten sich mit einem Sprung von Bord retten und wurden von der "César da Silva" aus dem Wasser gezogen. Sechs der Vermissten kamen aus Pará, zwei vom Amazonas und einer aus São Paulo. Smit Salvage wird die Bergung in drei Phasen ausführen. Nachdem die beiden Bergungsfahrzeuge am 6.11. in brasilianische n Gewässern eintrafen, werden als nächstes Sonaruntersuchungen durchgeführt und Bojen an der Untergangsstelle ausgelegt.
In Phase 2 wird ein Netz über den Schlepper gezogen, damit sich keine Teile während der Bergung lösen oder Leichen abtreiben können. Danach wird das Schiff mit einer hydraulischen Klaue an die Wasseroberfläche geholt und dann durchsucht und inspiziert. Wenn Opfer gefunden werden, sollen sie ins Centro de Perícias Renato Chaves in Santarém gebracht. Nachdem die Operation voraussichtlich Anfang Dezember abgeschlossen sein wird, soll der Kran wieder demobilisiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre vor Nanaimo abgeschleppt
(15.11.17) Die kanadische Fähre “Queen of Cotlicam", 13646 BRZ (IMO-Nr.: 7411155), erlitt einen Maschinenschaden, nachdem sie am 13.11. um 5.15 Uhr vom Duke Point in Nanaimo ausgelaufen war. Die Propeller arbeiteten nicht mehr, und ein Schlepper musste gerufen werden, um den Havaristen zurück zum Departure Bay Terminal zu ziehen. Hier wurde er vier Stunden später festgemacht.
Normalerweise dauert die gesamte Überfahrt von Duke Point nach Tsawwassen zwei Stunden. Die Fähre war erst unlängst überholt worden, doch nun trat erneut ein Problem mit der Kontrolle des Propellers auf. Ingenieure wurden zum Schiff entsandt, um Reparaturen auszuführen. Nach einer Probefahrt konnte die Fähre um 14 Uhr wieder in Betrieb genommen werden. Die Passagiere erhielten ihr Geld zurück und Gratis-Frühstück und Getränke als Entschädigung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Familien vermisster Sewol-Passagiere warten nicht länger auf Funde
(15.11.17) Die Familien von fünf ehemaligen Fahrgästen der koreanischen Fähre “Sewol” haben das Warten auf das Auffinden der Überreste ihrer Angehörigen aufgegeben. Am 17.11. soll es nun ein symbolisches Begräbnis für sie geben. Es handelte sich um zwei Schüler der Danwon High School einen Lehrer und einen Vater mit seinem Sohn. Die Hinterbliebenen wollten nun den Hafen von Mokpo verlassen und den Behörden sagen, dass es in Ordnung sei, nun aufzuhören.
Sie lebten seit dem 9.4. in Containern im Hafengebiet, dem Tag, als das Wrack an Land gezogen wurde. Vorher waren sie im Hafen von Paengmok unweit der Untergangsstelle gewesen. Seitdem das Innere des Wracks durchsucht wurde, konnten nur von vier vermissten Passagieren Überreste gefunden werden.
Rund 120 Einsatzkräfte hatten sich durch Tonnen von Schlamm von Deck 3 bis 5, wo die Kabinen waren, durchgekämpft. In der zweiten Suchphase, die im August begann, wurden die Decks 1 und 2 und die Frachtabteilungen durchsucht. Außerdem ging die Suche am Meeresgrund weiter, wo am 17.5. ein Knochen entdeckt wurde, der einem Lehrer der Danwon High School mit einem DANN-Test des National Forensic Service zugeordnet werden konnte.
Er wurde am 11.11. beigesetzt. Außerdem konnten die Reste zweier Schüler der Danwon High School und einer Frau identifiziert werden, die in Kabinen auf Deck 3 und 4 gefunden wurden. Hier hatten sich die meisten Schüler der Danwon High School aufgehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Dieselleckage legte Fähre lahm
(15.11.17) Am Morgen des 10.11. kam es auf der norwegischen Fähre "Utne", 1160 BRZ (IMO-Nr.: 9740720), zu einer Dieselleckage an der Hauptmaschine. Das Schiff musste daraufhin aus dem Kinsarvik-Utne-Service auf dem Sørfjord genommen werden. Es machte zur Reparatur in Kvanndal fest. Betreiber Norled arbeitete daran, ein notwendiges Ersatzteil zu beschaffen. Der Versuch, die Fähre „Ropeid" mit einer Crew zu besetzen und sie ersatzweise in Fahrt zu bringen, scheiterte unterdessen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crewboot "Silni" zerquetscht
(Bild: Zwonimir Bogovic)   Großbild klick!

Crewboot in Pula am Kai zerquetscht
(14.11.17) Am 13.11. wurde das kroatische Crewboot "Silni", 80 BRZ (IMO-Nr.: 9424584) im Hafen von Pula von dem luxemburgischen Jackup-Schiff "Apollo" (IMO-Nr.: 9769764), gerammt. Dieses lag am Kai der Uljanik-Werft, wo es gerade ausgerüstet wird. Als ein Nordoststurm über das Gebiet zog und im Hafengebiet schwere Schäden anrichtete, brachen die Trossen des Neubaus, und er trieb auf die andere Seite des Hafens.
Hier lag die „Silni" am Kai, die beim Aufprall des Ausreißers förmlich zerquetscht wurde. Das an Steuerbordseite eingedrückte, 35,8 Meter lange Schiff wurde schwer beschädigt und sank an seinem Liegeplatz. Nur noch die oberen Teile der Brücke ragten schließlich noch aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alta manövrierunfähig nach Kalamata abgeschleppt
(14.11.17) Der unter Tansania-Flagge laufende Frachter "Alta", 2295 BRZ (IMO-Nr.: 7432305) erlitt am 13.11. im Mittelmeer südwestlich von Tinarou Maschinenschaden auf der Reise von Amepelakia nach Port de Paix, Haiti. Als erstes war der griechische Kutter "Michail" (MMSI-Nr.: 240428000) am Havaristen. Später traf der zyprische Schlepper "Christos XIII" (IMO-Nr.: 9563110), von Piräus kommend am Havaristen ein und schleppte ihn samt seiner neunköpfigen Crew nach Kalamata, wo er um 11 Uhr sicher festgemacht wurde.
Die Hafenbehörde von Kalamata und Gytheion belegte ihn mit einem Weiterfahrverbot, bis die notwendigen Zertifikate über die Seetüchtigkeit des Schiffes nach Reparaturen von der zuständigen Klassifizierungsgesellschaft vorgelegt worden sind.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter "Ardent" im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Wachschiff nach Ramsgate abgeschleppt
(14.11.17) Der irische Kutter "Ardent – WK 472", 272 BRZ (MMSI-Nr.: 250000957), der aktuell als Offshore-Wachschiff eingesetzt ist, erlitt am 13.11. um 5.30 Uhr Maschinenausfall rund neun Meilen östlich von Ramsgate. Ein anderes Wachschiff scheiterte bei dem Versuch, den Havaristen abzuschleppen, wegen der Windverhältnisse und des Tidenstroms. Deshalb wurde das örtliche RNLI-Boot zu Hilfe gerufen.
Dieses lief wenig später aus und nahm den Havaristen auf den Haken. Nach dem Erreichen des Außenhafens von Ramsgate wurde auch das kleinere Boot der Station herbeigerufen, um beim Anlegemanöver des 23 Meter langen, in Lerwick beheimateten Schiffes zu assistieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Leixões gesunken
(14.11.17) Am 13.11. um 17.30 Uhr sank der Kutter “Senhor do Desterro" aus Póvoa de Varzim zwei Meilen vor dem Hafen von Leixões in Matosinhos. Der Muschelkutter hatte eine vierköpfige Crew an Bord, die von dem in der Nähe befindlichen Kutter “Manto Sagrado“ aus einer Rettungsinsel geborgen wurde. Das Unglück ereignete sich, als sich das Netz am Boden verfing und den am frühen Nachmittag zum Muschelfang ausgelaufenen Kutter, der sonst vor Matosinhos eingesetzt war, zum Kentern brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


“My Brother” im Vollbrand
(Bild: Falmouth Fire Rescue Department)   Großbild klick!

Feuer zerstörte Kutter in Falmouth
(14.11.17) Der 38 Fuß lange Kutter “My Brother” fiel am Abend des 12.11. in Falmouth einem Feuer zum Opfer. Die Falmouth Fire Brigade wurde gegen 21 Uhr zur Marina an der 227 Clinton Avenue alarmiert. Das Feuer auf dem Charterboot von Harvey Russell aus Ost-Falmouth, das von Oak Bluffs aus operierte, konnte zwar binnen einer halben Stunde gelöscht werden, doch es gelang nicht mehr, den Kutter vor dem Totalverlust zu retten. Auch zwei benachbarte Schiffe wurden von der Hitze des Brandes beschädigt, und das Dock wurde gleichfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Folgen der Kollision in Brake werden untersucht
(14.11.17) Die Folgen der Kollision des unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarriers "Mount Hope", 17027 BRZ (IMO-Nr.: 9708265), am 11.11. mit einer Pier in Brake sowie dem polnischen Binnenschiff „Lee", 1065 ts (MMSI-Nr.: 261183210), werden noch Wochen zu spüren sein. Die Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei Brake wurden am 13.11. fortgesetzt. Techniker nahmen die Ruderanlage, deren Ausfall verantwortlich für die verhängnisvolle Kursabweichung auf der Weser war, unter die Lupe und machten sich ein Bild von den genauen Schäden an der Pier. Am 14.11. wurden Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung vor Ort erwartet.
Die Wasserschutzpolizei hatte ein Auslauf- beziehungsweise Weiterfahrverbot sowohl für den 170 Meter langen Massengutfrachter „Mount Hope“ verhängt. Die am Rumpf in Mitleidenschaft gezogene „Lee“ konnte nach Dokumentation der Schäden und gutachterlicher Untersuchung wurde ihre Fahrt nach Bremen fortsetzen.
Neben der Suche nach der genauen Ursache für die Havarie begannen am 13.11. Taucher die Schäden an der Pieranlage zu untersuchen. Da sie wegen der Strömungs- und Witterungsverhältnisse nur zu bestimmten Zeiten eingesetzt werden, dürften sich deren Einsätze über mehrere Tage hinziehen.
Ein Sonarschiff war am 13.11. vor Ort, um zu prüfen, ob Teile der zerstörten Pieranlage den Schiffsverkehr auf der Weser beeinträchtigen könnten.
Die Ergebnisse sollten am 14.11. vorliegen und damit auch eine Einschätzung, wie weit die Pieranlage noch nutzbar ist. Erst wenn die Arbeit der Taucher beendet ist und die Schiffsexperten ihre Ermittlungen abgeschlossen haben, kann überhaupt die Schadenshöhe beziffert und die Schäden an den Schiffen und der Pieranlage beseitigt werden.
Auch dies wird auf jeden Fall mehrere Wochen dauern. Betroffen vom Ausfall der Pier ist neben Betreiber N-Ports die Hafenfirma J. Müller, die sie zum Be- und Entladen von Schiffen nutzte. N-Ports ging bisher aber davon aus, dass es alternative Liegeplätze im Hafen für die Schiffe gibt, die eigentlich an der zerstörten Anlage festmachen sollten. Wenn es im Braker Hafen nicht mehr möglich sein sollte, geplante Be- oder Entladungen vorzunehmen, müsste auf andere Häfen ausgewichen werden. Die Weser war bereits wenige Stunden nach der Havarie wieder für den Schiffsverkehr freigegeben worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack deutschen U-Boots nach 100 Jahren vor Barfleur entdeckt
(14.11.17) Der niederländische Minenjäger Zr. Ms „Makkum“ fand im Oktober 13,5 Meilen von Barfleur an der Küste der Normandie das Wrack eines deutschen U-Bootes aus dem Ersten Weltkrieg. Es handelte sich sehr wahrscheinlich um „UC-69“, das nach der Kollision mit einem anderen deutschen U-Boot, der „U-96“, sank. „UC-69“ war am 4.12.1917 aus Zeebrugge ausgelaufen, um Minen auf den Wasserstraßen von und nach der französischen Hafenstadt Cherbourg zu verlegen.
Am 6.12. gegen 20 Uhr wurde das U-Boot versehentlich von der „U-96“ gerammt, die auf dem Heimweg war. 18 Besatzungsmitglieder, darunter Kommandant Oberleutnant zur See Hugo Thielmann, konnten sich an Bord von „U-96“ retten. Ihr U-Boot sank innerhalb von 10 Minuten, wobei 11 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe gerissen wurden.
Die „Makkum“, die derzeit Teil der ständigen NATO-Minen-Gegenmaßnahmengruppe 1 ost, entdeckte das Wrack zufällig. Während einer Übung war das Schiff damit beschäftigt, mit Sonar den Meeresboden für die französische Küste zu kartieren. Auf den Seekarten war erwähnt, dass es an dieser Stelle ein unbekanntes Wrack gab.
Kommandant Maarten Veenstra entschied, das Wrack mit dem „Self Propelled Variable Depth Sonar“ zu untersuchen, das scharfe Aufnahmen der Überreste des U-Boots machen konnte. Sie wurden zum U-Boots-Experte Kapitänleutenant zur See von D. Jouke Spoelstra geschickt. Nach dem Studium der Konstruktionszeichnungen der deutschen U-Boote der UC-Klasse II stellte dieser fest, dass es sich um die „UC-69“ handeln müsste.
Quelle:Tim Schwabedissen


Für Newton ging es nicht mehr weiter
(14.11.17) Am 13.11. Um 5.40 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter „Newton", 1307 BRZ (IMO-Nr.: 8814196), der mit Stahlplatten beladen von Frederiksvaerk kam, auf der Ems in Höhe der Ledamündung einen Ausfall der Hauptmaschine war ausgefallen. Das Schiff wurde manövrierunfähig und lief auf Grund. Nachdem die Maschine wieder angefahren werden konnte, vermochte sich der Havarist aus eigener Kraft wieder zu befreien und setzte die Fahrt zum Zielhafen Papenburg fort.
Nachdem er dort um sieben Uhr festgemacht hatte, wurde er von der Berufsgenossenschaft Verkehr (Dienststelle Schiffssicherheit) mit einem Weiterfahrverbot belegt. Ein Gutachter sollte Schiff vor Ort untersuchen. Die Wasserschutzpolizei Emden hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter saß auf Blauwe Slenk
(14.11.17) Am Morgen des 13.11. wurde der holländische Trawler "Cornelis Johannes - WR 8", 39 BRZ (MMSI-Nr.:244810070), vor der holländischen Küste manövrierunfähig, nachdem sein Propeller durch eine darin verfangene Leine blockiert worden war. Der Garnelenkutter trieb hilflos auf die Sandbank De Blauwe Slenk. Die KNRM-Rettungsboote "Wiecher" und "Chios" wurden alarmiert und machten den Havaristen wieder flott. Er wurde anschließend zurück in den Hafen von Harlingen geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mindestens 22 Tote auf Krishna-Fluss
(14.11.17) Bei dem Bootsunglück am 12.11. auf dem Krishna-Fluss im südindischen Vijayawada sind nach letzten Angaben mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff kenterte, weil es überfüllt war. Von den 42 Passagieren wurde 21 gerettet oder konnten schwimmend an Land kommen. Eine Person wurde noch vermisst.
Bei den meisten Opfern handelte es sich um indische Urlauber, die eine beliebte Insel besucht hatten. Die drei Besatzungsmitglieder überlebten und flüchteten vom Unfallort. Gegen die fünf Eigentümer der Bootsgesellschaft wurde nun wegen Totschlags ermittelt.
Das Boot hatte nur Platz für 30 Passagiere. Zudem sollen Genehmigungen gefehlt haben und weitere Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten worden sein. Das Boot der River Boating Adventure Company war am 12.11. erstmals auf dem Krishna-Fluss unterwegs gewesen, der Bootsführer unerfahren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Smit soll Schlepper auf Amazonas bergen
(14.11.17) Am 13.11. um 15:30 Uhr traf ein Schwimmkran der Bergungsfirma Smit mit einer Barge vor Santarém ein auf dem Weg nach Óbidos, westlich von Pará, wo der Schubschlepper “CXX“ der Bertolini Transports geborgen werden soll. Er sank am 2.8. auf dem Amazonas nach der Kollision mit dem Containerfrachter “Mercosul Santos”. Am Morgen des 14.11. wollten die Berger an der Unglücksstelle eintreffen, wo der Schlepper 20 Meter tief auf dem Flussgrund liegt. Neun Personen wurden seit dem Unglück vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack von „Chiles Titanic“ 95 Jahre nach Untergang entdeckt
(14.11.17) Am 28.8.1922 sank der chilenische Dampfer SS “Itata”, 1776 tdw, auf der Reise von Valparaiso nach Coquimbo. Er war vor La Higuera in einen Sturm greaten, das Ruder wurde zerstört, und das Schiff sank mit rund 400 Passagieren. Nur 13 Schiffbrüchige erreichten in Rettungsbooten das Land.
Seit 2010 versuchten Forscher, das Wrack, das „Chile’s Titanic” genannt wird, zu finden, doch erst vor kurzem gelang es einem Team der Catholic University of the North (UCN) und der Organisation Oceana, das Schiff in 650 Fuß Wassertiefe vor Coquimbo, 458 Kilometer nördlich von Santiago, aufzuspüren.
Ein ROV machte am 6.11. von der „Stella Maris II“ aus Fotos und Filme von dem Wrack, das dessen Identifizierung ermöglichte. Nun sollte es weiter erforscht werden.
1873 war das 290 Fuß lange Schiff von R & J. Evans & Co., Liverpool, für die Compañía SudAmericana de Vapores erbaut worden. Es konnte 110 Passagiere in Kabinen und 300 an Deck transportieren. Am 5.5.1874 wurde es der Marine für den Pazifikkrieg als Truppentransporter übergeben. Unter dem Kommando von Kapitän Navio Patricio Lynch Zaldivar wurden 9,500 Mann, die unter dem Kommando von General Erasmo Escala, nach Pisagua transportiert, wo am 2.11.1879 die erste amphibische Landungsoperation der Geschichte stattfand.
Nach neunstündigen Gefechten hissten die chilenischen Truppen um 15 Uhr ihre Fahne über Pisagua. Am 25.2.1880 gehörte die „Itata“ zum Konvoi, der 9,500 Mann von Pisagua nach Ilo brachte, dann ging es zurück nach zum Transport von Teilen der IV. Division vpm Colonel Barboza. Insgesamt wurden rund 44.000 Mann transportiert.
1891 wurde das Schiff als Hilfskreuzer von den USA requiriert, aber am 30.9. wieder freigegeben. Es lief am 6.10. von San Diego nach Chile aus und ging an die Eigner zurück. Am 5.8.1918 wurde es an Bruna, Sampaio y Compañía verkauft, dann an die Compañía Nacional de Vapores (Ex Etchegaray), die es 1920 in Valparaíso umbauen ließ. Bis zum Untergang vor Cruz Grande sollte es von da an nur noch zwei Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Port Blair eingeschleppt
(14.11.17) Die indische Coast Guard kam am 12.11. dem Kutter “Sindhu Sagar” zu Hilfe, das mit einer dreiköpfigen Crew vor der Shoal Bay, Baratang trieb. Sie war am 11.11. von Mayabunder nach Port Blair ausgelaufen und hatte Maschinenausfall erlitten. Da der Crew eine Reparatur nicht gelang, wurde die Coast Guard alarmiert. Das Maritime Rescue Coordination Centre schickte das Patroullienboot “C-146” zu Hilfe, das den Havaristen lokalisieren konnte und nach Port Blair einschleppte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sechs Meter hohe Wellen machten Kea Trader den Garaus
(14.11.17) Die Lomar Shipping hat am 13.11. zugesagt, weiter daran zu arbeiten, das Wrack der „Kea Trader“ vom Duran Reef zu beseitigen. Am 12.11. hatte der Rumpf dem monatelangen Ansturm der Wellen nachgegeben, die seit Juli auf das 2.194-TEU-Schiff eingewirkt hatten, und war vertikal gebrochen. Sechs Meter hohe Wellen führten zuerst zu Knicks im Mittschiffsbereich, die sich dann aufweiteten, bis es am im Laufe des Tages zum kompletten Bruch kam.
Ein Sprecher der Lomar Shipping sagte, der Schaden am Schiff sei mit jedem Monat, den es auf dem Riff aufsaß, größer geworden. Nach dem gescheiterten Bergungsversuch Anfang Oktober waren erstmals Knickerscheinungen festgestellt worden, gemeinsam mit weiteren, deutlich erkennbaren Schäden am Schiffsboden. Dies wurde sorgfältig von für strukturelle Schäden ausgebildeten Ingenieuren geprüft.
Deren Aufgabe war, herauszufinden, wie man das Schiff dennoch vom Riff abbringen könnte. Doch der schwere Sturm am Wochenende führte zu weiterem Druck auf den angeschlagenen Schiffskörper, bis dieser nachgab und in zwei Teile zerbrach.
Quelle:Tim Schwabedissen


Grand Romance ging unter
(14.11.17) Das 40 Fuß lange Segelschiff „Grand Romance” sank am 13.11. im Rainbow Harbour in Long Beach. Der Untergang nahe Dock 4 beim Grand Romance Riverboat wurde gegen neun Uhr von Arbeitern entdeckt, die das Long Beach Fire Department alarmierten. Diese sicherte das Schiff, das 1968 im Stil eines Piratenschiffs erbaut wurde. Eigner Barke wollte den Zweimaster nun so rasch wie möglich bergen lassen. Geringe Mengen Öl, die ausgelaufen waren, wurden mit einem Ölschlängel aufgefangen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter rammte Kai in Alexandria
(14.11.17) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "CSCL Yellow Sea", 116568 BRZ (IMO-Nr.:9645906), kollidierte am 13.11. um 1.50 Uhr von Haifa kommend beim Anlegen an der Al Ezz Dekheila Steel im Dekheila-Hafen von Alexandria mit dem Kai und beschädigte mehrere Kräne am Containerterminal schwer.
Daraufhin wurde das Schiff mit einem Auslaufverbot belegt, bis eine genaue Untersuchung des erheblichen Schadensmumfangs stattgefunden hatte und eine Bankgarantie hinterlegt worden war. Der Frachter hatte nach Auskunft der Hafenbehörde eine zu hohe Geschwindigkeit, als er in den ägyptischen Hafen einlief.
Quelle:Tim Schwabedissen


Pacific Paradise wird nach Bergung versenkt
(14.11.17) seit über einem Monat liegt die “Pacific Paradise” bereits auf einem Riff vor Waikiki. Nachdem nun Ankermoorings für eine Barge, die vor Kaimana Beach in Stellung gehen soll, galt es nun, wasserdichte Räume auf dem Wrack zu finden. Der fehlende Auftrieb stellt ein großes Problem dar, da das Gewicht des eingedrungenen Wassers das Schiff herabzieht. Es sollten nun Abdichtungsmaßnahmen vorgenommen werden, um aus Abteilungen Wasser auspumpen zu können.
Die vorbereitenden Maßnahmen könnten nach Einschätzung der U.S. Coast Guard nochmals zweieinhalb Wochen dauern. Immer noch befanden sich dabei rund 1.500 Gallonen Öl an Bord, rund 100 Gallonen waren bereits während der gescheiterten Bergungsarbeiten ausgelaufen. Wenn die „Pacific Paradise“ wieder schwimmfähig gemacht worden ist, soll sie zu einer Position 13 Meilen südlich von Waikiki geschleppt und dort endgültig versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter "Lady Aziza"
(Bild: Rudy Gatta)   Großbild klick!

Aufgelegter Unfallfrachter riss sich in Ravenna los
(13.11.17) Am Morgen des 13.11. riss sich der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Lady Aziza", 3828 BRZ (IMO-Nr.: 8917716), in einem Sturm mit Böen von bis zu 50 Knoten von seinem Langzeitliegeplatz im Hafen von Ravenna los. Er trieb quer über den Darsena-Hafen und rammte schließlich mit dem Bug gegen einen Kai, während das Heck auf der gegenüberliegenden Seite des Candiano-Kanals festhing. Dadurch wurde dieser komplett gesperrt.
Das Schiff hatte seit Ende 2014 vor dem Zucchi-Turm gelegen, nachdem es am 28.12. zu einer schweren Kollision mit dem türkischen Frachter “Gökbel", 2126 BRZ (IMO-Nr.: 9605712), zwei
Frachter “Gökbel" wird geborgen
(Bild: F-lli Neri di Livorno)   Großbild klick!
Meilen vor dem Hafen von Ravenna gekommen war. Dabei sank diese, und von der 11-köpfigen Crew konnten nur fünf Mann lebend und drei weitere tot geborgen werden. Die „Lady Aziza“ wurde lediglich am Bug beschädigt und wurde zur Abdeckung der Schadensansprüche in die Kette gelegt.
Seither blieb sie sich dort selbst überlassen. Die „Gökbel“ wurde im August 2015 von einem Konsortium eine Meile südöstlich der Mündung von Porto Corsini mit einem Schwimmkran geborgen und anschließend verschrottet.
Die „Lady Azizi“ ist 103,5 Meter lang, 16 Meter breit, hat 6,07 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.452 Tonnen. Sie lief zuletzt für die KMF Shipping Co. Ltd. in Charlestown. Sie wurde 1991 von der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde als „Smaragden“ für die Engship AB, Rettig Group, im finnischen Nagu erbaut, als die sie bis 2007 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen


Auf der „Tariq Ibn Ziyad“
(Bild: )   Großbild klick!

Tumulte in Alcúdia nach Feuer auf algerischer Fähre
(13.11.17) Am Spätnachmittag des 12.11. nahm die algerische Fähre “Tassili II”, 20024 BRZ (IMO-Nr.: 9265419), der ENTMV als zweites Schiff, das den Großteil der von dem Feuer betroffenen Passagiere der “Tariq Ibn Ziyad” weitertransportieren sollte, von Oran Kur auf Alcúdia auf Palma de Mallorca. Zuvor war schon die „El Djazair II“, die von Marseille nach Oran unterwegs war, dorthin dirigiert worden, um zunächst rund 20 Passagiere und 17 Fahrzeuge nach Oran mitzunehmen, von wo aus es am 13.11. für sie weiter nach Algiers gehen sollte. Dies ging aber nicht so glatt vonstatten, wie sich dies die Organisatoren vorgestellt hatten.
Auf der „Tariq Ibn Ziyad“, die nun gründlich untersucht wurde, hatten sich am Tag des Feuers insgesamt 472 Fahrgäste befunden. 29 von ihnen hatten bei dem Feuer an Bord Verletzungen davongetragen – 26 wurden wegen Rauchgasvergiftung nach dem Einlaufen vor Ort behandelt, drei weitere kamen mit Knochenbrüchen in die Krankenhäuser von Inca und Manacor.
Nachdem die letzten Fahrgäste am 12.11. um 15.30 Uhr evakuiert waren, konnte die Feuerwehr den Brand endgültig löschen.
Auf dem Kaigelände kam es danach aber zu Tumulten, weil Fahrgäste nicht an ihre Autos und Habseligkeiten herankamen und sich auch dem Weitertransport verweigerten, zumal der Hafen vpm Oran 400 Kilometer von ihrem Fahrtziel entfernt lag. Die vor Ort eingesetzten Helfer von SAMU und Rotem Kreuz konnten die Lage beruhigen, indem sie Übersetzer organisierten und die Gestrandeten mit Essen und Trinken versorgten. Gegen Mittag, nachdem die Feuerwehr ihre Zustimmung gegeben hatte, konnten die unversehrt gebliebenen Autos von Bord fahren.
Eines der Autos war mit pyrotechnischen Produkten zum Verkauf auf einem religiösen Fest Anfang Dezember vollgepackt gewesen und dürfte der Auslöser des Brandes auf dem Wagendeck gewesen sein. Insgesamt wurden 80 Fahrzeuge zerstört oder beschädigt. 470 Passagiere wurden schließlich auf der „El Djazair II“ und in zwei Hotels in der Umgebung untergebracht.
Die 300 Personen, die mit dem Fahrzeug unterwegs waren, wurden von der Polizei bewacht und zu den Hoteleinrichtungen gebracht, während die anderen 170 die Nacht auf der Fähre verbrachten. Die nicht betroffenen Fahrzeuge wurden im Hafen überwacht. Am 13.11. um sechs Uhr morgens ging die Reise weiter, und Busse sollten die Fahrgäste an ihr Endziel bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Mount Hope“
(Bild: Feuerwehr Brake)   Großbild klick!

Ursachenforschung nach schwerer Kollision in Brake
(13.11.17) Nach der Kollision des unter Panama-Flagge laufenden Massengutfrachters „Mount Hope“, 17027 BRZ (IMO-Nr.: 9708265), mit einer Pier des Braker Hafens sowie dem Binnenschiff „Lee“ suchten Unfallexperten nun nach der Ursache für die Havarie. Ein Techniker sollte im Laufe des 13.11. die Ruderanlage des Schiffes inspizieren. Nach Angaben des Lotsen hatte es vor der Kollision ein technisches Problem mit der Ruderanlage gegeben. Der mit Stahl beladene Frachter muss am Niedersachsenkai gelöscht werden, ehe es in einer Werft geht.
Anfangs sah es gar nicht nach einem gravierenden Schaden aus. Als Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Thomas Lübsen mit den Einsatzkräften um kurz nach sechs Uhr des 11.11. vor Ort antraf, waren Schlepper gerade dabei, den Havaristen an den Niedersachsenkai zu bugsieren. Von außen waren zwar einige Beschädigungen zu sehen gewesen, doch auch bei einer ersten Lagebesprechung an Bord seien Kapitän und Lotse sowie die übrige Besatzung noch relativ entspannt.
Das änderte sich schlagartig, als die Feuerwehr die Ladeluke 1 öffnete und festgestellt wurde, dass das Wasser darin bereits drei Meter hoch stand. Nun war klar, dass der Frachter erhebliche Schäden an der Außenhaut erlitten hatte. Das weiterhin eindringende Wasser sorgte dafür, dass das Vorschiff wegzusacken begann.
Mit etlichen Pumpen versuchten die Einsatzkräfte, das Wasser zu lenzen. Das Technische Hilfswerk und die Feuerwehren Nordenham und Lemwerder mit ihren Hochleistungspumpen wurden zur Verstärkung angefordert. Von der Wasserseite aus waren der Schlepper „Bugsier 4“ sowie die Ölbekämpfungsschiffe „Ölwehr 8“ und „Mellum“ zur Unterstützung im Einsatz.
Während der Löscharbeiten, durch die das Vorschiff entlastet werden sollte, kam es zu einem weiteren Unfall, als eine der eingesetzten Tragkraftspritzen der Feuerwehr explodierte und weitere Einsatzgeräte beschädigte. Dabei wurden auch vier Feuerwehrleute leicht verletzt.
Schließlich bekommen die Einsatzkräfte durch das Abpumpen den meterlangen Riss über die Wasserlinie, und nun endlich konnte der Wasserpegel im Schiffsinnern zum Absinken gebracht werden, da kein weiteres Wasser mehr nachlief. Rund 70 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz.
Nachdem die Löcher werden notdürftig abgedichtet waren, konnte der Einsatz für die Feuerwehren nach 12 Stunden endlich beendet werden. Mehr Glück hatte das polnische Binnenschiff „Lee“, das ebenfalls gerammt worden war. Es erlitt zwar einige Beulen, aber keine Schäden an der Außenhaut und entsprechend keinen Wassereinbruch.
Die Wasserschutzpolizei Brake hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Daneben wird geprüft, welche Schäden genau entstanden sind. Dazu kommen in den nächsten Tagen auch Taucher zum Einsatz sein. Ob die am Kai in nächster Zeit geplanten Schiffsanläufe planmäßig erfolgen können oder ob alternative Liegeplätze gesucht werden müssen, war noch nicht endgültig geklärt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kea Trader vier Monate nach Strandung zerbrochen
(13.11.17) Nach monatelangem Anrennen der Wellen gegen den auf dem Durand-Reef gestrandeten Frachter "Kea Trader", 25145 BRZ (IMO-Nr.: 9701281), hat der Rumpf des brandneuen Schiffes den Kampf gegen die Elemente verloren. Am 12.11. begann er aufzureißen, wenig später brach der seit dem 12.7. auf Grund sitzende Frachter zwischen den Laderäumen III und IV auseinander. Das Achterschiff sackte an der Bruchstelle weg.
Die Berger von Ardent alarmierten das MRCC und baten um eine Evakuierung des neunköpfigen Teams, das sich zu der Zeit an Bord befand. Ein Bell-Helikopter, der sich Charter von Ardent in der Nähe befand, konnte die Männer unversehrt aufwinschen und flog sie zum Magenta Airport. Auch ein Puma-Helikopter der neukaledonischen Streitkräfte (FANC) war einsatzklar, und die beiden Schlepper "Posh Commander" und "Pacific Titan" hielten sich in der Nähe des Durand Reef auf und überwachten die Entwicklung der Situation.
Sie waren auch mit Ölbekämpfungsgerät der Briggs-Company ausgestattet, um mögliche Kontaminationen sofort bekämpfen zu können. Nach dem Zerbrechen wurden geringe Spuren von Öl im Wasser festgestellt, die sich trotz des Abpumpens des Schweröls an Bord noch in Rohrleitungen unzugänglich befunden hatten. Auch Trümmer sowie zwei aus dem Wrack geschwemmte Container trieben in der See auf Position 22 00 S 168 40 O.
Insgesamt 102 der auf der Unglücksreise ursprünglich 756 geladenen Container hatten sich noch in den fünf Laderäumen, von denen vier bereits vor dem Auseinanderbrechen schwere Wassereinbrüche hatten, befunden. Die Lomar Deutschland GmbH musste die neue Lage nun zunächst untersuchen. Eigentlich war für Mitte November ein neuerlicher Abschleppversuch geplant gewesen, aus dem nun nichts mehr wird.
Bei einem ersten, wegen günstigen Wetters vorgezogenen Bergungsversuch am 8.10. war es lediglich gelungen, den Havaristen 60 Grad zu drehen. Da er aber nicht vom Riff herunterkam, setzte Ardent die Arbeit, die letzten Container aus dem Schiff zu holen, um es so leicht wie möglich zu machen, fort. Dabei wurden die Berger aber durch stürmisches Wetter immer wieder behindert.
Am generellen Plan, das Wrack zu räumen, hat sich unterdessen nichts geändert, wobei der Schutz der Umwelt und von Menschenleben Priorität vor allem anderen hat. Am Morgen des 13.11. wurde das Schiff durch ein Patroullienflugzeug von Gardian überflogen, um die jüngsten Entwicklungen zu verfolgen.
Die „Kea Trader“ war erst am 22.6.2016 bei der Guangzhou Wenchong Shipyard Co. Ltd. vom Stapel gelaufen und 2017 an die Columbia Shipmanagement (Deutschland) GmbH abgeliefert worden. Der 2.200-TEU-Frachter war 184,92 Meter lang, 30 Meter breit, hatte 9,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 21.000 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aufgegebene Yacht bei Stellendam gestrandet
(13.11.17) Nach dem abgebrochenen Versuch, die am 11.11. rund 42 Meilen nördlich von Hoek van Holland in Seenot geratene Segelyacht „Cuckoo Mutty“ in den Hafen abzuschleppen, bei dem zuvor die Schlepptrosse zum Rettungsboot „Jeanine Parqui“ der KNRM-Station Hoek van Holland mehrfach gebrochen war, trieb das 12 Meter lange Aluminiumboot verlassen vor der südholländischen Küste. Die Küstenwache warnte den Schiffsverkehr vor der Yacht, das an die Küste herangetrieben wurde. Die letzte Position am 12.11. um 15.15 Uhr war 52-05.60 N 003-52.20 O und sollte regelmäßig aktualisiert werden.
Ein Bergungsversuch sollte nur stattfinden, wenn die Versicherung des Eigners dem zustimmte. Die Küstenwache wollte von sich aus nicht aktiv werden. Am Morgen des 13.11. wurde die Yacht am Strand zwischen Stellendam und Ouddorp bei Goeree-Overflakke entdeckt. Ein Boot der KNRM stellte die persönlichen Habseligkeiten des 63-jährigen kanadischen Skippers sicher, und Rijkswaterstaat wollte das auf ebenem Kiel einen halben Meter im Sand steckende Boot im Laufe des Tages bergen und mit einem Lkw nach Stellendam transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Die Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter bei stürmischer See nach Gloucester geschleppt
(12.11.17) Die US Coast Guard kam am 10.11. dem 65 Fuß langen Kutter “Black Beauty” aus Scarborough, Maine, der rund 30 Meilen vor der Küste von New Hampshire manövrierunfähig geworden war, zu Hilfe. Ein anderer Kutter war daran gescheitert, ihm Hilfe zu leisten, und angesichts schlechter werdenden Wetters kontaktierte der Skipper die Coast Guard Northern New England um 16.45 Uhr. Er meldete, die Maschine sei ausgefallen, und das Schiff habe eine fünfköpfige Crew an Bord.
Das in Kittery stationierte, 270 Fuß lange Patroullienboot “Campbell” lief aus Boston aus
“Black Beauty” im Schlepp
(Bild: USCG)   Großbild klick!
und erreichte den Havaristen am 11.11. gegen 3.30 Uhr. Mit einer Leinenschusspistole wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Kutter dann in Richtung Gloucester gezogen. Vor Ort herrschten 25-30 Knoten Wind und sechs bis acht Fuß hohe Wellen.
Nachdem der Schleppzug vor Gloucester war, übernahm das dortige 47-Fuß-Boot der Küstenwache das Einbringen in den Hafen. Der Fang von 30.000 Pfund hatte die Reise gut überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



26 Verletzte bei Feuer auf Fähre vor Mallorca
(12.11.17) Am 11.11. um 23.45 Uhr wurden die spanischen Rettungsdienste alarmiert, nachdem auf der algerischen Fähre "Tariq Ibn Ziyad", 21659 BRZ (IMO-Nr.: 9109768), auf der Reise von Marseille, wo sie am Vortag ausgelaufen war, nach Algiers ein Feuer nördlich von Mallorca ausgebrochen war. Ein im Wagendeck stehender Pkw eines Passagiers war in Brand geraten, und die Flammen breiteten sich rasch auf weitere Fahrzeuge aus. Dichter Rauch quoll aus Öffnungen an Backbordseite des Schiffes.
Der Brand konnte dank des sofortigen Eingreifens der 137-köpfigen Crew und der bordeigenen Löschanlage rasch unter Kontrolle gebracht werden. Dennoch wurden 30-40 Autos zerstört und eine ebensolche Anzahl beschädigt. 26 Personen erlitten Rauchgasvergiftungen. Die Fähre wurde angewiesen, den Hafen von Alcúdia anzusteuern, wo 22 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Inca, Alcúdia und Felanitx mit neun Löschfahrzeugen bereitstanden.
Einheiten des SAMU 061 und des Roten Kreuzes hatten drei Feldlazarette auf dem Terminalgelände aufgebaut. 15 Krankenwagen waren zur Behandlung und zum Abtransport vorgehalten. Einheiten des Zivilschutzes aus Alcudia, Inca, Muro, Santa Margalida, Manacor, Montuïri und Lloseta sowie über 80 Freiwillige von deren Assoziationen in Marratxí, Sa Pobla, Artà, Vilafranca, Alaró, Calvià, Andratx, Sencelles und Bunyola halfen bei der Evakuierung.
Um 15.30 Uhr waren alle Passagiere von Bord. Es handelte sich überwiegend um Algerier sowie vier französische Fahrgäste. Die algerische Fähre "El Djazair II", 20024 BRZ (IMO-Nr.: 9265421), die normalerweise zwischen Marseille und Oran verkehrt, wurde ebenfalls nach Alcúdia beordert, um die 472 Passagiere, die sich an Bord der "Tariq Ibn Ziad" befunden hatten, zurück zum Hafen von Oran zu bringen.
Von dort sollten sie nach Algiers weiter transportiert werden. Wer diese Fähre nicht nahm, konnte um 19 Uhr auf eine weitere der Reederei gehen. Inzwischen durften die Fahrzeugbesitzer, deren Autos unversehrt geblieben waren, diese von Bord holen.
Die Aufräumarbeiten auf dem Havaristen dauerten am Vormittag weiter an. Das Feuer hatte zwei Decks in Mitleidenschaft gezogen, auf denen die elektrische Versorgung lahmgelegt wurde, die Hydraulikpforten machten Probleme, und auch die Ruderanlage war beschädigt, weil es beim hastigen Anlegen zu einer Kollision mit dem Kai gekommen war. Techniker der Reederei untersuchten die Schäden und führten erste Reparaturen durch, ehe entschieden werden konnte, ob es als nächstes nach Marseille oder Algiers gehen würde.
Die „Tariq Ibn Ziad“ ist 153,26 Meter lang, 25,2 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.125 Tonnen. Sie läuft für die Entreprise Nationale de Transportes Maritimes in Algiers und wurde 1995 bei der Union Naval Valencia in Barcelona erbaut. Am Abend des 5.5. hatte sie ihre fahrplanmäßige Fahrt Marseilles-Skikda wegen eines Maschinenschadens nicht antreten können und machte am Gare Polyvalente de la Major in Marseille zur Reparatur fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Schwierigkeiten vorm Nord-Ostsee-Kanal
(12.11.17) Am 11.11. gegen 20 Uhr erlitt der türkische Frachter "Muammer Yagci", 1488 BRZ (IMO-Nr.: 9040962), auf der Reise nach Bermeo einen Maschinenausfall, als er die Südkammer der Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau ansteuerte. Dank der raschen Reaktion des Lotsen und des Schleusenpersonals, das schon vorher von diesem auf mögliche Probleme mit dem Schiff aufmerksam gemacht worden war, gelang es, den Havaristen rasch unter Kontrolle zu bringen und in der Schleusenkammer zu sichern. Nachdem das Schiff sich auf die Kanalpassage gemacht hatte, warf es am 12.11. gegen sechs Uhr Anker auf der Südreede von Brunsbüttel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden vor Vlissingen
(12.11.17) Am Abend des 11.11. erlitt der griechische Bulkcarrier "Arethusa", 40244 BRZ (IMO-Nr.: 9318591), Maschinenprobleme, kurz nachdem er beim Auslaufen aus Vlissingen den Sloehaven passiert hatte, um Kurs auf Klaipeda zu nehmen. Er warf bei Tonne 2 unweit der Schoone Waardin vor dem Strand von Ritthem Anker.
Die beiden Schlepper "Multratug 4" und "Multratug 9" waren rasch vor Ort und blieben auf Standby liegen, bis der Frachter ungefähr nach einer Stunde den Anker wieder gelichtet hatte. Er wurde dann zur Reede von Vlissingen eskortiert und ankerte gegen Mitternacht vor Zeebrügge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff nach Rammstoß der „Mount Hope“ unterwegs nach Bremen
(12.11.17) Das polnische Binnenschiff „Lee", 1065 ts (EU-Nr.: 4401580), das am 11.11. an der Braker Pier liegend ebenfalls ein Opfer des Frachters „Mount Hope“ geworden war, konnte wieder für die Fahrt freigegeben werden. Es hatte Schäden an der Außenhaut im Vorschiffsbereich oberhalb der Wasserlinie erlitten, wo der Rumpf eingedrückt wurde. Anschließend war für beide Schiffe ein Auslaufverbot bzw. Weiterfahrverbot erteilt worden. Um 14.20 Uhr konnte die „Lee“ die Unglücksstelle verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Bootsfahrer bei Venice gerettet
(12.11.17) Am 11.11. rettete die US Coast Guard drei Bootsfahrer bei Venice, Louisiana, aus dem Wasser. Um 8.26 Uhr wurde die Coast Guard New Orleans von der “A.S. Patricia” alarmiert, der die Schiffbrüchigen an ihrem gekenterten Boot beim Head of Pass gesichtet hatte. Von der Station Venice lief ein Boot zur Hilfeleistung aus, von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf.
Die Bootscrew entdeckte die drei Verunglückten an ihrem kieloben treibenden, 22 Fuß langen Gefährt. Es nahm an Bord und brachte sie zur Venice Marina. Seatow sollte das Boot anschließend bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf der Nordsee nach diversen Schäden aufgegeben
(12.11.17) Am 11.11. um 14 Uhr sichtete die holländische Küstenwache 42 Meilen westlich von Hoek van Holland ein rotes Notsignal, das von der 12 Meter langen Segelyacht “Cuckoo Mutty“ stammte. Das Aluminiumboot wurde auf Position 51.00.12 N 002.51.40º O lokalisiert. Es trieb bei 4-5 Beaufort Wind mit vertörnten Segeln. An Bord befand sich ein kanadischer Segler, der am 8.11. aus Lowestoft nach Kanada ausgelaufen war.
Er hatte aber wenig später Motorprobleme erlitten, und auch das Segeln bereitete Probleme. Da er sich inmitten einer vielbefahrenen Wasserstraße auf der Nordsee befand, entschied er, rot zu schießen. Ein SAR-Hubschrauber traf um 14.50 Uhr vor Ort ein. Die KNRM-Rettungsboote “Jeanine Parqui” und “Kitty Roosmale Nepveu” der Stationen Hoek van Holland und Scheveningen erreichten die „Cuckoo Mutty“ um 15.50 Uhr.
Nachdem sicher gestellt war, dass der Skipper wohlauf war, kehrte der NHV-Helikopter zu seiner Base zurück. Ein Boot der Küstenwache nahm ihn an Bord, und die “Jeanine Parqui“ schleppte die Yacht ab. Dazu setzte die „Jeanine Parqui“ zwei Mann auf dem Boot ab, um es zu steuern.
Im Gegenzug stiegen zwei Mann der „Kitty Roosmale Nepveu“ auf das Rettungsboot der Kollegen aus Hoek van Holland über, ehe diese zurück nach Scheveningen lief. Die „Zeearend“ machte Standby, während die Yacht zum Hafen gezogen wurde. Die Fahrt verlief nicht ohne Schwierigkeiten, weil sie sich unter Wasser bog und die Steuerhydraulik mangels Maschine nicht funktionierte.
Die 12 Meter lange Yacht reagierte fast gar nicht, deshalb musste die Fahrt auf zwei Knoten herabgesetzt werden. Nach viereinhalb Stunden wurde in Abstimmung mit dem Skipper von der Küstenwache entschieden, das Boot auf See zurückzulassen. Gegen 23 Uhr erreichte der Kanadier an Bord der „Zeearend“ den Hafen, und die Seenotretter konnten nach neun Stunden ihren Einsatz beenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter gesunken – Crew gerettet
(12.11.17) Der 97 Meter lange, chinesische Frachter "Yu Tong 1" (MMSI-Nr: 413388000) sank am Morgen des 12.11. in den Gewässern der Guandong-Provinz im südlichen Bereich der Straße von Taiwan. Er hatte in rauer See Wassereinbruch erlitten und ging drei Meilen vor der Küste unter. Die 14-köpfige Crew ging in Rettungsboote und -inseln und wurde unversehrt gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ever Smart erreichte Los Angeles mit reduzierter Ladung
(12.11.17) Am 8.11. gegen 22 Uhr erreichte der Containerfrachter "Ever Smart", 75246 BRZ (IMO-Nr.: 9300403), den Seaside Container Terminal in San Pedro im Hafen von Los Angeles mit deutlichen Zeichen der Sturmschäden, die er am 30.10. im Japanischen Meer davongetragen hatte. Neben dem Totalverlust von 42 Containern waren etliche weitere beschädigt oder zerquetscht, als mehrere Containerstacks auf dem Achterschiff übergingen. Der Frachter hatte am 25.10. den Hafen von Teipei in Richtung der USA verlassen.
Am 12.2.2015 war die “Ever Smart" beim Manövrieren vor dem Hafen von Jebel Ali mit 12 Knoten Fahrt mit dem Tanker "Alexandra 1" kollidiert. Es hatte seit dem 10.2. auf Reede gelegen und wollte den DP World Jebel Ali Container Terminal 2 ansteuern. Schlechter Ausguck, unzureichende Kommunikation und mangelnde Aufsicht durch die Hafenkontrolle hatte, wie eine Untersuchung des MAIB später zeigte, zu dem Unfall beigetragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Spur der Fram seit 10 Tagen
(12.11.17) Die Crew des Rettungsbootes „Kristian Gerhard Jebsen 2“ hat in den vergangenen Tagen jede Insel von Askvoll im Norden bis Leirvik im Süden ohne Ergebnisse nach dem Verbleib des vermissten Kutters „Fram“ und des 58-jährigen Skippers Tom Fagerland abgesucht. Viele andere Einheiten waren ebenfalls an der Suche beteiligt, darunter 11 Boote, zwei Flugzeuge und einen Hubschrauber.
Von dem Kutter fehlte seit der letzten Sichtung am 2.11. in Askvoll jede Spur. Das Rettungsboot beendete die Suche mit Einbruch der Dunkelheit am 11.11. Der 58-jährige Mann war aus Stord nach Askvoll gereist, um das Boot zu kaufen. Er legte zur letzten Reise von einem Anleger in Kalvåg nördlich von Florø ab, um Leirvik anzusteuern. Die aktive Suche wurde nun eingestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 16 Tote bei Bootsunglück in Indien
(12.11.17) Mindestens 11 Personen ertranken am 12.11. beim Untergang eines Bootes, das Touristen auf einem Fluss in Südindien nahe der Stadt Vijaywada transportierte. Die Überlebenden sprachen von 38 Menschen, die sich an Bord befunden hatten. Das Boot war von Bhavani Island nach Pavithra Sangamam auf dem Krishna River in Ibrahimpatnam, Andhra Pradesh, unterwegs, als es kenterte.
Mehrere Opfer waren Mitglieder eines örtlichen Wandervereins. Bislang wurden 16 Leichen gefunden und 20 Personen gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizeiboot stieß gegen Kreuzfahrer
(12.11.17) Zwei Offiziere des Broward Sheriff’s Office wurden verletzt, als ihr Patroullienboot am 11.11. gegen 16.30 Uhr im Hafen von Everglades einen Maschinenschaden erlitt und außer Kontrolle gegen den Rumpf des dort festgemachten holländischen Kreuzfahrtschiffes „Oosterdam", 82829 BRZ (IMO-Nr.: 922128), stieß.
Beide Polizisten wurden ins Broward Health Medical Center gebracht. Die Abfahrt der "Oosterdam" verzögerte sich, weil zunächst der geringe Schaden am Schiff untersucht werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizeiboot stieß gegen Kreuzfahrer
(12.11.17) Die Suche nach fünf Vermissten des am 8.11. gesunkenen Kutters “Nossa Senhora do Carmo I” durch die brasilanische Marine dauerte in der Region von Angra dos Reis vor Rio de Janeiro an. Das Patroullienboot „Macaé” war Tag und Nacht im Einsatz, ebenso Lufteinheiten der Marine und der Air Force. Die passierende Schifffahrt sollte Ausschau halten. Von den 23 Mann an Bord wurden 18 mit teilweise leichten Verletzungen gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Cork geborgen
(12.11.17) Der irische Trawler "Sauveur du Monde" (MMSI-Nr.: 250004233) geriet am Abend des 11.11. rund 15 Meilen südlich von The Seven Heads in West Cork in Schwierigkeiten, und die vierköpfige Crew funkte Mayday. Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry lief sofort zu dem Havaristen aus, der um 19.45 Uhr lokalisiert wurde. Er konnte bei schwierigen Seebedingungen gegen 23 Uhr zum Adams Quay in Kinsale geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Thor Endeavour"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter kollidierte mit Kollisionsschutz in Brunsbüttel
(11.11.17) Beim Einlaufen in die Neue Südschleuse in Brunsbüttel wurde der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier "Thor Endeavour", 25676 BRZ (IMO-Nr.: 9074793), der sich auf der Reise von St. Nazaire nach Klaipeda befand, vermutlich durch eine Windbö zu weit an die ehemalige Mole 3 gedrückt. Diese ist mit drei Eisendalben geschützt, von denen einer umgebogen wurde, als der Frachter trotz Assistenz zweier Schlepper querschlug und gegen die Dalben gepresst wurde. Das Schiff konnte von den Schleppern wieder auf Kurs gebracht werden und lief dann in die Schleuse ein, wo der Unfall protokolliert wurde.
Der Frachter hatte bei der Kollision mit dem Dalben eine längere Schramme oder sogar einen Riss
Schaden an der Bordwand
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!
an Steuerbordseite davongetragen. Er wurde mit einem Weiterfahrverbot belegt und machte an den Marinedalben im Brunsbütteler Binnenhafen fest.
Erst vor weniger als einem halben Jahr, am 10.6., war die “Thor Endeavour” von Ijmuiden kommend mit dem Schlepper "Bugsier 15" kollidiert, als er in die Neue Südschleuse in Brunsbüttel einlief. Der Schlepper hatte ihr assistiert beim Einlaufen und wurde in das Schleusentor gedrückt, wobei Teile der Fenderung der „Bugsier 15“ abrissen und im Tor steckenblieben. Die "Thor Endeavour" durfte die Weiterreise durch den Kanal nach Kalmar nur mit Assistenz fortsetzen, wobei trotz ihrer Schäden die "Bugsier 15" fungierte, ehe sie in der Warnemünde-Werft in Rostock am 11.6. zur Reparatur dockte.
Die “Thor Endeavour” ist 184,93 Meter lang, 30,5 Meter breit, hat 11,54 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 42.529 Tonnen. Sie läuft für die Thoresen Shipping Singapore Private Ltd. in Singapur und wurde 1995 bei der Namura Shipbuilding Co. Ltd im Werk Imari erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



SMS „Wien" etwa 1898
(Bild: Circovich, Basilio)   Großbild klick!

Fragmente habsburgischen Kriegsschiffes nach 100 Jahren geborgen
(11.11.17) Tauchereinheiten der Feuerwehr waren am 11.11. in der Bucht Muggia vor Triest im Einsatz, um Trümmer des Schlachtschiffes der habsburgischen Marine SMS „Wien" an die Wasseroberfläche zu bringen. Das Schiff war am 10.12.1917 von zwei italienischen Schiffen torpediert worden und sank in wenigen Minuten, 46 Männer ertranken.
Die geborgenen Reste des Wracks, das in einer Tiefe von rund 20 Metern liegt, sollen in Triest ausgestellt werden. Geleitet wurden die Arbeiten von der friaulischen Meeresarchäologin Rita Auriemma. Die Fragmente sollen im Rahmen einer Ausstellung über Meeresarchäologie in der Adria ausgestellt werden, die unter dem Schutzschirm des italienischen, des kroatischen und des slowenischen Kulturministeriums organisiert wurde und am 17.12. in Triest eingeweiht wird.
Schon in den 1950er-Jahren waren Versuche unternommen worden, um das Wrack der "Wien" ans Licht zu bringen, jedoch ohne Erfolg. Vor einigen Jahren war das im Schlamm komplett versunkene Wrack lokalisiert worden.
Die SMS „Wien“ war 1895 in Dienst gestellt und im Ersten Weltkrieg in der Adria eingesetzt worden. Ende 1917 wurde sie zusammen mit SMS „Budapest“ nach Triest geschickt und beteiligte sich an der Beschießung von italienischen Truppen im Golf von Triest. Am 10.12.1917 gelang es zwei italienischen Torpedobooten, in den Hafen von Triest einzudringen. Sie feuerten auf beide Schiffe Torpedos ab, doch während SMS „Budapest“ verfeht wurde, erhielt SMS „Wien“ zwei Treffer und sank binnen fünf Minuten im seichten Wasser des Triester Hafens mit 46 Menschen an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier drohte auf der Weser zu sinken
(11.11.17) Am 11.11. gegen 04.40 Uhr, kollidierte der unter der Flagge von Panama laufende Bulkcarrier "Mount Hope", 17027 BRZ (IMO-Nr.: 9708265), auf der Reise von Tubarao nach Bremen auf der Weser mit der Pier des Braker Hafens und einem dort festgemachten Binnenmotorschiff. Ursache war offenbar ein Ruderschaden, wegen dem er unkontrolliert nach Steuerbord vom Kurs abdriftete und in die Hafenanlage krachte. Sowohl das Schiff als auch die Pier wurden schwer beschädigt, Teile des Anlegers wurden bei dem Zusammenstoß abgerissen und hingen noch am Anker des Frachters.
Der Steg wurde auf einer Länge von etwa 100 Metern weggerissen und versank zum Teil im Wasser. Weitere Bretter wurden ineinandergeschoben und waren nicht mehr begehbar. Die "Mount Hope" selbst erlitt einen massiven Schaden in der Außenhaut sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche, wodurch es zu einem starken Wassereinbruch kam und das Vorschiff wegzusacken begann. Bald stand das Wasser drei Meter hoch im Schiffsinnern.
Schlepper bugsierten den Havaristen an den nahen Niedersachsenkai. Feuerwehr und THW waren dort mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sie hatten etliche Pumpen herangeschafft und versuchten gegen den Wassereinbruch im Laderaum anzukämpfen.
Auch der Schlepper "Bugsier 4" (IMO-Nr.: 9376191) sowie die Ölbekämpfungsschiffe "Ölwehr 8" (MMSI: 211704510) und "Mellum" eilten nach Brake. Zusätzlich kam auch ein großer zum im Einsatz. Die Stahlladung wurden mit diesem aus dem betroffenen Laderaum gelöscht, um das Vorschiff höher aus dem Wasser und das Leck über die Wasseroberfläche zu bekommen.
Durch die Entladung und somit Entlastung des Schiffes, bekamen die Einsatzkräfte den Frachter nach einiger Zeit endlich oberhalb der Leckage über Wasser. Die Löcher im Rumpf wurden notdürftig mit Holzkeilen und Stoffteilen dichtgesetzt, um zumindest den größten Wassereinbruch zu stoppen. Nachdem dann die meisten Leckagen und Löcher oberhalb des Wassers waren, konnten auch diese abgedichtet und so der Wassereinbruch stark minimiert werden.
Bei dem Binnenschiff wurde die Außenhaut im Vorschiffbereich oberhalb der Wasserlinie eingedrückt. Für beide Schiffe wurde ein Auslaufverbot bzw. Weiterfahrverbot erteilt. Die Wasserschutzpolizei Brake hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Verantwortliche des Hafenbetreibers NPorts und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) waren ebenfalls vor Ort.
Die „Mount Hope“ ist 169,37 Meter lang, 27,19 Meter breit, hat 9,8 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 28.180 Tonnen. Sie läuft für die Valiant Eagle Shipping SA in Panama und wurde 2014 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter erlitt Blackout im Nord-Ostsee-Kanal
(11.11.17) Auf der Reise vom dänischen Soby, wo er am 10.11. gegen vier Uhr ausgelaufen war, nach Hamburg erlitt der dänische Tanker "Orasund", 3691 BRZ (IMO-Nr.: 9336701), einen Maschinenblackout während der Passage des Nord-Ostsee-Kanals auf Höhe der Levensauer Hochbrücke, kurz nachdem er gegen 14 Uhr in Kiel in den Kanal eingelaufen war. Der Schlepper "Stein" wurde zum Havaristen gerufen, musste aber erst seine Crew aufstocken und noch einem weiteren Schiff assistieren, ehe er zu dem Tanker stieß.
Dieser hatte inzwischen die Maschine wieder am Laufen und durfte in Begleitung des Schleppers den Transit gen Westen fortsetzen. Er hatte eigentlich am 11.11. gegen Mittag in Hamburg eintreffen sollen, lag aber seit dem Morgen auf der Südreede von Brunsbüttel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief in Tropendepression auf Grund
(11.11.17) Der philippinische Frachter "Kitty", 1500 tdw (IMO-Nr.: 8905347), lief am 9.11. in der Tropendepression Salome an der Küste von Barcelona Town in der Sorgoson-Provinz in Südost-Luzon auf Grund. Am 11.11. gegen 15 Uhr stellten die Behörden eine große Ölverschmutzung an der Küste von Barangay Tagdon fest.
Der Bürgermeister von Barcelona Town verständigte die Polizei, die ein Weiterfahren des Frachters verhindern sollte. Gegen die Pherwin Shipping Corp. wurden Ermittlungen eingeleitet. Der Kapitän bestritt eine Verantwortlichkeit für die Ölverschmutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter blockierte Hafeneinfahrt von Santos
(11.11.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Kouroupi", 31236 BRZ (IMO-Nr.: 9339466), lief innerhalb des Fahrwassers des Hafens von Santos beim Auslaufen am 11.11. gegen zwei Uhr auf Grund. Er war zuvor durch eine technische Störung manövrierunfähig geworden. Der Bulkcarrier blockierte in der Hafenmündung den ein- und ausgehenden Schiffsverkehr.
Er konnte aber mehrere Stunden später wieder flottgemacht werden und wurde zurück nach Santos gebracht. Hier wurde die Havarie untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsplattform wird an gestrandetem Longliner verankert
(11.11.17) Die Bergungsarbeiten an dem gestrandeten Longliner “Pacific Paradise” 400 Yards vor Kaimana Beach, Oahu, wurden am 10.11. fortgeführt. Die Arbeiten sollten möglichst umweltschonend vonstattengehen. Die Resolve Marine Group und die American Marine, Global Diving and Salvage, Pacific Environmental Corporation sowie die Coast Guard Marine Safety Center bildeten eine Einsatzgruppe und legten Ankerketten aus, an der eine Arbeitsplattform längsseits des Wracks gebracht werden sollte, um es auf die Bergung vorzubereiten.
Es wurden keine Ölkontaminationen um das Schiff gesichtet. Das Department of Health nahm kontinuierlich Wasserproben. Wegen der Gefahren auf dem instabilen und strukturell zerstörten, in der Brandungszone liegenden Schiff wurden Warnschilder auf diesem wie auch am Kaimana Beach aufgestellt. Im Maschinenraum ausgelegte Ölaufsaugschlängel wurden ausgetauscht.
Das Patroullienboot „Oliver Berry“ sowie ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Honolulu bewachten das Gebiet von Kaimana Beach. Sobald die „Pacific Paradise“ vom Riff entfernt ist, will das Department of Land and Natural Resources’ Division of Aquatic Resources Expertenteams ins Wasser schicken, die die Schäden am Korallenriff erforschen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Columbia River
(11.11.17) Die Coast Guard Marine Safety Unit Portland wurde alarmiert, nachdem auf dem Fahrgastschiff “American Empress” ein schwerer Maschinenschaden auftrat, als es am Abend des 9.11. nahe The Dalles, Oregon, für die Nacht auf dem Columbia River anlegen wollte. Es kam zu einem Feuer im Maschinenraum, durch den zwei der vier Antriebsgeneratoren ausfielen.
Die Crew der “American Empress” konnte den Brand rasch löschen, und es kam auch zu keinem kompletten Maschinenausfall. Der Havarist konnte sicher festgemacht werden und die Passagiere über Nacht an Bord bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Thunfischfänger
(11.11.17) Der japanische Thunfischfänger “Tenoh Maru No. 7”, 1093 BRZ (IMO-Nr. 9036727), geriet am 10.11. in Brand und trieb auf Position 02 50 N 161 56 O im Pazifik, rund 180 Meilen südlich von E Kosrae Island in Mikronesien. Das Schicksal der Crew war zunächst unklar, aber sie wurde wohl von anderen Fischfängern gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Busan
(11.11.17) Ein koreanischer 96-Tonnen-Kutter lief am 10.11. in die Steuerbordseite des unter Panama-Flagge registrierten Tankers "Spring Note", 2579 BRZ (IMO-Nr.: 9324590). Der Unfall ereignete sich rund 10 Meilen südöstlich von Seogwipo auf Jeju Island. Der Bug des Kutters wurde dabei komplett eingedrückt und zerstört, doch der Havarist erreichte den Hafen von Seogwipo.
Auch der Tanker konnte seine Fahrt nach Busan fortsetzen, obwohl der Rumpf oberhalb der Wasserlinie aufgerissen war. Er traf dort am 10.11. gegen Mittag ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gesunkenen Trawlers lokalisiert
(11.11.17) Das Wrack des Trawlers „Le Défi“ wurde jetzt 5,5 Kilometer vor Port-en-Bessin geortet. Der Trawler aus Port-en-Bessin war am 29.10. gesunken. Am 9.11. wurde es von einem Minensuchboot in 24 Metern Tiefe lokalisiert. Es lag drei Meilen nördlich des Heimathafens.
Die Seepräfektur hat dem Eigner befohlen, den Trawler ein Dutzend Meter hoch zu holen. Nach dem Untergang waren zwei Fischer mit Unterkühlungen am Abend vom Patrouillenboot „Themis“ geborgen worden. Am nächsten Tag wurde die Leiche des dritten Seemanns im Meer entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Kanada aufgegeben
(11.11.17) Am Abend des 10.11. schlug ein Kutter 70 Meilen nordwestlich der Magdalen Islands in Kanada gegen 22 Uhr leck. Ein Cormorant-Rettungshubschrauber des 413. Geschwaders in Greenwood stieg auf, konnte zunächst aber wegen rauer See nicht eingreifen. Er warf eine Rettungsinsel und andere Ausrüstung ab.
Am Morgen des 11.11. wurden dann die beiden Fischer gegen 10 Uhr aufgewinscht und nach Charlottetown geflogen. Auch das Patroullienboot „Cap Aux Meules” assistierte bei der Rettungsaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Fram” im Hintergrund
(Bild: Trond Asperheim)   Großbild klick!

Hobbyfotograf letzter Zeuge der Fram-Fahrt
(10.11.17) Nach den Aufrufen zu Beobachtungen des vermissten Kutters “Fram” konnte eine sichere Feststellung getroffen werden, dass das Schiff sich vor Askvoll befunden hatte und eine nicht verifizierte, dass es sich an der Askøy-Brücke befunden hatte. Hobbyfotograf Trond Asperheim aus Stongfjorden konnte nicht ahnen, dass sein Bild, das er am 2.11. aufnahm, als es den Grandesund auf Südkurs laufend passierte, einmal wichtig für die Ermittlungen werden könnte.
Der Kutter geriet gegen 14 Uhr eher zufällig in den Hintergrund eines Bildes einer Fähre an jenem Tag, als er aus Kalvåg ausgelaufen war. Er hielt danach auf den Vilnesfjord zu und geriet in den Wellen eines passierenden anderen Kutters etwas ins Schwanken, aber es war nichts Unnormales an der Situation. Die Beobachtung Asperheims war die letzte zuverlässige Sichtung der „Fram“. Nicht bestätigt werden konnten bisher hingegen Hinweise, sie könnte sich am 5.11. bei der Askøy-Brücke vor Bergen befunden haben.
Diese waren nicht sicher genug, um die Suchaktion von Askvoll ins Gebiet zwischen Bergen und Stord zu verlegen. Die Polizei dort suchte aber weiter nach Hinweisen und gab Meldungen über den Küstenfunk hinaus. Das Mobiltelefon des Skippers kann keine Hinweise mehr liefern – es wurde am Nachmittag des 2.11. südlich von Florø ausgeschaltet. Ob es ein Funkgerät an Bord gab, konnte noch nicht zuverlässig herausgefunden werden, die eingebaute Funkanlage war jedenfalls nicht betriebstüchtig gewesen.
Der Verkäufer des Kutters hatte Vertrauen in seinen Kunden, einen erfahrenen 58-jährigen Kapitän gehabt, der am Vorabend des Auslaufens auch einiges an Ausrüstung an Bord des Schiffes brachte, bevor er von der Bunkerpier in Kalvåg aus auf Nordkurs gen Florø auf dem Weg nach Stord ging.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Lady Philomena"
(Bild: Lola Gomez)   Großbild klick!

Open Ship vor Schiffsversenkung
(10.11.17) Der einst unter Tansania-Flagge laufende Frachter "Lady Philomena", 376 BRZ (IMO-Nr.: 5146419), udn der Schlepper "Everglades" werden in der nächsten Woche ihre letzte Reise zur Versenkung neun Meilen östlich von Daytona Beach antreten. Aber bevor sie den künstlichen Riffpark von Volusia County bereichern, gibt es am 12. und 13.11. noch einmal ein Open Ship im Rahmen der “Beneath the surface“-Zeremonie an Bord. Interessierte Taucher können dann im Trockenen in Augenschein nehmen, was sie künftig unter Wasser erwartet, und andere sich einmal dort umschauen, wo es künftig 80 Fuß in die Tiefe geht.
Fünf Stunden lang können sie an beiden Tagen beide Schiffe erkunden, die am Down the Hatch Restaurant and Marina im Ponce Inlet liegen. Sie wurden sorgfältig gereinigt und ihrer elektrischen Verkabelungen und Ölreste in wochenlanger Arbeit bei der McCulley Marine in Fort Pierce entledigt. In den kommenden Tagen werden die letzten Vorbereitungen getroffen, so werden Löcher in die Bordwände geschnitten, sodass die Schiffe rasch sinken können, wenn sie ihre letzte Seereise beendet haben.
Das Volusia County Reef Research Dive Team, die Coastal Conservation Association Florida sowie der U.S. Customs Enforcement, Customs and Border Protection Service fungieren als Veranstalter die Aktion. Der Customs Service hatte die "Lady Philomena” auch gespendet, nachdem es beim Drogenschmuggel vor Miami aufgebracht und beschlagnahmt wurde. Sie entstand 1956bei der Neuen Brand-Werft in Oldenburg als „Helena“.
Wenn das Wetter ruhig genug ist, werden die "Lady Philomena" und "Everglades" im Laufe der kommenden Woche hinausgeschleppt und sich auf dem Meeresgrund zu einem Dutzend weiterer Wracks gesellen, die Teil des Riff- und Ökosystems vor der Küste geworden sind und heute eine Heimstatt tausender Fische sind. Das Riffprogramm begann 1980 mit der Versenkung der USS "Mindanao". Und beherbergt heute 148 künstliche Riffstrukturen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack Tanker "Aces"
(Bild: Babu Kareem)   Großbild klick!

Ein Jahr nach Brandkatastrophe mit 31 Toten erneut Feuer auf Abbruchtanker Aces in Gadani
(10.11.17) Ein Jahr nach der Brandkatastrophe auf dem in Djibouti registrierten Tanker "Aces", 88122 BRZ (IMO-Nr.: 8021830) in Gadani an Abwrackplatz Nr. 54 am 1.11.2016, bei der 31 Arbeiter starben und 58 verletzt wurden, nachdem es zu einer schweren Explosion auf dem Schiff gekommen war, kam es am 8.11., dem Tag, als die Abbrucharbeiten wieder aufgenommen wurden, gleich wieder zu einem Feuer auf dem Schiff. Das Gebiet um den Tanker war ein Jahr lang von den pakistanischen Behörden gesperrt geblieben, nachdem Arbeiter gegen die Bedingungen, unter denen sie tätig sein mussten und das Ausbleiben staatlicher Unterstützung protestiert hatten. Doch unmittelbar nachdem die Umweltbehörde die Fortsetzung der Arbeiten genehmigt hatte, entzündeten sich erneut Ölrückstände auf dem Wrack.
Sie waren nicht beseitigt worden, bevor die Schweißarbeiten begannen. Immerhin konnten sich in diesem Fall alle Arbeiter unversehrt in Sicherheit bringen. Doch nicht nur für Muhammad Irfan Khan vom NGO Shipbeaking Platform Board, war klar, dass offenbar nichts aus dem Unglück gelernt worden war und sich ebenso wenig an den berüchtigten Arbeitsbedingungen an den Abwrackstränden geändert hat. Die Behörden stoppten die Arbeiten am Tanker erneut und leiteten eine Untersuchung ein.
Die „Aces“ war 2016 von PT Sinar Mentari Prima in Jakarta an den Abwrackbetrieb in Gadani verkauft worden. Sie war zuletzt am Terminal Jabung Batanghari eingesetzt worden, das dem indonesischen Staatsuntermehmen BPMIGAS gehört. Wenige Wochen vor Erreichen des Strandes von Gadani wurde das Schiff von Indonesien nach Djibouti umgeflaggt, der Name von „Federal I“ in „Aces“ geändert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hummerkutter "Anne Rowe"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Gestrandeter Kutter vor Gloucester soll geborgen werden
(10.11.17) Hoch auf den Felsen lag der in Gloucester beheimate Hummerkutter "Anne Rowe", nachdem er am frühen Morgen des Eastern Point Lighthouse auf Grund gelaufen war. Die Coastguard hatte um 4.30 Uhr einen ersten Notruf des 45 Fuß langen Schiffes aufgefangen, das aus bisher ungeklärter Ursache auf die Felsen zwischen der Brace Cove und dem Leuchtturm geraten war. Mit der Nachmittagsflug gegen 15 Uhr wollte Eigner Donald H. Lowe Jr. aus Gloucester einen ersten Bergungsversuch starten.
Der einstige Hockeycoach der Gloucester High School war am Morgen gemeinsam mit der Coast Guard vor Ort, um die Lage in Augenschein zu nehmen. Die dreiköpfige Creww war unversehrt vom Gloucester Fire Department gerettet worden, nachdem ein 47-Fuß-Boot der Küstenwachstation Gloucester wegen des flachen Wassers im Strandungsgebiet nicht dicht genug an den Havaristen herankommen konnte.
Die Männer wurden nach einem medizinischen Check zur Station Gloucester zum Aufwärmen gebracht. Die Coast Guard dichtete derweil ein kleines Leck ab, durch das etwas Öl ausgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Glory Amsterdam“ wird in Bremerhaven festgemacht
(Bild: Wolfhard Scheer)   Großbild klick!

Hat Crew der Glory Amsterdam Bergungsversuche sabotiert?
(10.11.17) Während sich im Schwimmdock von German Dry Dock in Bremerhaven derzeit das nach Backbord abgeknickte und gebrochene, gewaltige Ruder des Frachters „Glory Amsterdam“ bewundern lässt, das von der Gewalt, die bei dessen Strandung wirkte, zeugte, sind im Zuge der Untersuchungen der Strandung vor Langeoog eine Reihe von Ungereimtheiten aufgetaucht. Im Rahmen der Ermittlungen kam die Frage auf, ob die chinesische Besatzung des Schiffes gar nicht wollte, dass es von einem Schlepper auf den Haken genommen wurde.
Die Fehler, die während mehrerer Bergungsversuche auf der „Glory Amsterdam“ gemacht wurden,
„Glory Amsterdam“: Ruder gebrochen
(Bild: W. Tiedemann)   Großbild klick!
erschienen aus Expertensicht als so gravierend, dass nicht mehr von Fahrlässigkeit gesprochen werden könne, sondern der Verdacht der bewussten Sabotage im Raum stehe. Wasserschutzpolizei und Staatsanwaltschaft haben inzwischen ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Das Motiv für ein solches Verhalten könnte der Umstand sein, dass eine Strandung aus der Sicht einer Reederei in Asien ein Versicherungsfall wäre, die Bergung durch einen Schlepper jedoch einen nicht unerheblichen Kostenfaktor darstelle. Schlimmstenfalls sei es denkbar, dass der Kapitän die Weisung erhalten habe, alles zu unternehmen, um Schlepper-Hilfe zu verhindern. Warum es trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in der Deutschen Bucht nicht gelungen war, das Schiff vor dem Stranden im Wattenmeer zu bewahren, wurde in dieser Woche auch auf einer Seeschifffahrts-Sicherheitskonferenz im Bundesverkehrsministerium intensiv diskutiert.
Unter den Sicherheitsexperten für den Seeverkehr kritische Nachfragen zu dem Scheitern des Einsatzes. Dabei wurde herausgestellt, dass das vorhandene Notschleppkonzept für die Deutsche Bucht im Prinzip ausreichend sei. Auch habe die Besatzung des Notschleppers „Nordic“ hochprofessionell gearbeitet.
Unverständnis wurde über einige operative Einsatzentscheidungen geäußert. So sei beispielsweise erst relativ spät eine rechtliche Verfügung über den Notschlepper-Einsatz getroffen worden, nachdem der chinesische Kapitän am frühen Vormittag mehrfach die freiwillige Annahme von Hilfe durch die „Nordic“ abgelehnt hatte, weil er seiner Ansicht nach die Lage unter Kontrolle hätte. Offenbar hatte es dann bis mittags gedauert, bis im Cuxhavener Havariekommando die Entscheidung getroffen wurde, dass die „Nordic“ auch gegen den Willen des Kapitäns der seit den frühen Morgenstunden in der Verkehrstrennungszone driftenden „Glory Amsterdam“ eingreifen solle.
Die nächste fragwürdige Entscheidung fiel, als der Hubschrauberpilot, der die Bergungsexperten von der „Nordic“ zur „Glory Amsterdam“ übersetzen sollte, das Vorhaben wegen des böigen Windes abbrechen musste. Die Überlegung, die relativ schnelle „Nordic“ in Richtung Jade laufen zu lassen, wo die Windverhältnisse unter Landschutz besser gewesen wären, wurde verworfen. Stattdessen fiel die Entscheidung, das in Warnemünde stationier
te Boarding-Team Ostsee zu alarmieren, was eine erhebliche zeitliche Verzögerung darstellte. Während ein Abdrehen der „Nordic“ in ruhiges Gebiet und ihre Rückkehr zur „Glory Amsterdam“ rund eine Stunde gedauert hätte, war das Einsatzteam aus Warnemünde erst nach mehr als vier Stunden vor Ort und hatte auch nicht das für solche Einsätze vorgesehene Spezialgerät dabei, das erst mit einem weiteren Hubschraubereinsatz von der „Nordic“ geholt werden musste.
Bis das Boarding-Team Ostsee an Bord der „Glory Amsterdam“ war, hatte es insgesamt vier fehlgeschlagene Versuche gegeben, eine Schleppverbindung mit dem Frachter herzustellen. Dabei war es der chinesischen Besatzung nicht gelungen, die Rettungsleinen sachgerecht anzunehmen und festzumachen. Besonders unglücklich verlief dabei der letzte Versuch.
Aus dem Funkverkehr soll sich ergeben, dass die „Nordic“-Besatzung angeordnet hatte, die Schlepptrosse auf zwei am Heck des Frachters befindliche Doppelpoller zu belegen, um die Zugkraft des Schleppers so auf vier Pollerköpfe zu verteilen. Tatsächlich wurde aber nur ein einziger Pollerkopf an der achtern Steuerbordseite der „Glory Amsterdam“ belegt. Dieser wurde beim anschließenden Schleppversuch mitsamt einem Stück Reling abgerissen.
Das Ende vom Lied war, dass der Einsatz wenige Minuten nach Eintreffen der deutschen Experten abgebrochen werden musste, weil die Wassertiefe für einen weiteren Einsatz des Hochseeschleppers „Nordic“ nicht mehr ausreichte und die Strandung der „Glory Amsterdam“ um 18.45 Uhr nicht mehr abzuwenden war – etliche Stunden nachdem sie sich am frühen Morgen selbstständig gemacht hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht “Lucky Penny”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bootswracks werden nach Hurrikan Maria in Schutzgebiet kostenfrei für Eigner geborgen
(10.11.17) Nicht mehr wirklich glücklich sah die schlammverkrustete Motoryacht “Lucky Penny” aus, als sie am 7.11. in der Salt River Bay, St Croix, von einem Schwimmkran gehoben wurde. Sie gehörte zu den rund 450 Sportbooten, die im Hurrikan Maria gesunken waren. Das Einsatzkommando hat dabei versichert, dass keine Wracks im Gebiet der Mangrove Bay/Bio Bay gelagert werden. Die USVI Department of Planning and Natural Resources autorisierte den Abtransport der Wracks aus dem ökologisch sensiblen Gebiet von St Croix.
Sie kommen in ein temporäres Lager in der Salt River Bay. Die US Coast Guard heuerte die National Response Corporation zum Abpumpen von Kraftstoffen und der Entfernung anderer umweltgefährdender Stoffe aus den Wracks. Die Resolve Marine Group war für die Bergungsarbeiten und den Abtransport zuständig.
Das Salt River Bay National Historical Park and Ecological Preserve gehört in die Zuständigkeit des National Park Service und wird gemeinsam vom Department of Planning and Natural Resources und dem National Park Service gemanagt. Das Gebiet umfasst Mangrovenwälder, Korallenriffe, Wasserscheiden, Mündungsgebiete und ist Lebensraum zahlreicher gefährdeter Arten. Um eine möglichst schonende Art der Wrackräumung durchführen zu können, werden diese den Eignern nicht in Rechnung gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Transat-Racer von Frachter nach Kenterung gerettet
(10.11.17) Am 8.11. gegen 21 Uhr fing das Transat Jacques Vabre Race Office einen Notruf von Christopher Pratt, dem Co-skipper des Multi50-Katamarans "Drekan Group", dass das 50 Fuß lange Boot 300 Meilen vor der Azonreinsel San Miguel gekentert sei. Die beiden Skipper Eric Defert und Christopher Pratt waren im Innern in Sicherheit, hatten ihre Überlebensanzüge angelegt und das Boot bestmöglich auf eine Rettungsaktion vorbereitet. Sie lösten den Notsender aus und wurden am Morgen des 9.11. von dem holländischen Frachter "Beautriton", 5132 BRZ (IMO-Nr.: 9428669), unversehrt von der kieloben treibenden Yacht gerettet.
Die "Drekan Groupe" war bei 25 Knoten Nordostwind mit Böen von 35 Knoten auf Ostkurs gewesen und nicht unter Autopilot, als sie umschlug. Den Skippern gelang es gerade noch, ins Cockpit zu kommen, bevor sie sich vollends kieloben drehte. Das MRCC Punta Delgada erhielt die Notmeldung um 08:58 Uhr.
Da der Katamaran 380 Meilen vor der Insel Terceira trieb, war er außerhalb der Reichweite von Rettungshubschraubbern. Deshalb wurde der Frachter, der 30 Meilen entfernt auf der Reise von Gijon nach Georgetown war, zu dem Boot dirigiert. Auch ein Patroullienboot der portugiesischen Marine assistierte bei der SAR-Operation.
Um 1.34 Uhr lokalisierte die "Beautriton" den Katamaran und konnte Funkkontakt aufnehmen. Es wurde entschieden, bis Tagesanbruch zu warten. Solange ging der Frachter auf Standby. Um 9.38 Uhr setzte er ein Rettungsboot aus und nahm die Schiffbrüchigen um 9.38 Uhr an Bord.
Dann ging es weiter Richtung USA. Vor der Rettung hatten die Segler auf Bitte des MRCC den Sarsat-Sender abgestellt, sodass es nun keine weiteren Informationen über die weitere Drift und eine mögliche Bergungschance gab.
Quelle:Tim Schwabedissen


RNLI schleppte zwei Kutter ab
(10.11.17) Das RNLI-Boot aus Donaghadee wurde am 9.11. um acht Uhr vom CGOC Belfast alarmiert, nachdem der 10 Meter lange Kutter "Shemarah - B 640" aus Portavogie mit einer zweiköpfigen Crew an Bord eine Meile südlich des Hafens eine überhitzte Maschine gemeldet hatte und Hilfe brauchte. Vor Ort wurde der Havarist auf den Haken genommen und bei 2-3 Beaufort Nordostwind und moderater See in den Hafen zurückgeschleppt. Gegen neun Uhr waren die Seenotretter wieder klar auf Station.
Tags darauf, am 9.11., wurde der ebenfalls 10 Meter lange Kutter "Shannon" vom RNLI-Boot aus Filey abgeschleppt, nachdem er Getriebeprobleme erlitten hatte. Diie Humbrer Coastguard hatte das Rettungsboot "Keep Fit Association" gegen acht Uhr alarmiert, nachdem der in Scarborough beheimatete Kutter vier Meilen nordöstlich von Filey Brigg um Assistenz gebeten hatte.
Wenige Minuten später waren die Seenotretter unterwegs zum Havaristen .Sie schleppten ihn rund 90 Minuten nach dem Notruf nach Scarborough Harbour ein und meldeten sich um 12.30 Uhr klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter trieb vor Sachalin
(10.11.17) Der russische Frachter "Port May", 3988 BRZ (IMO-Nr.:8912807), erlitt am Nachmittag des 7.11. vor Kap Crillon an der südlichsten Spitze von Sachalin in der Straße von La Perouse einen Maschinenschaden. Das Schiff war in östlicher Richtung unterwegs auf der Reise von Nevelsk in Sachalin nach Petropavlovsk in Kamtschatka mit einer Ladung Kohle.
Nachdem der Kapitän um Hilfe gebeten hatte, wurde der SAR-Schlepper "Atlas" aus Korsakow entsandt und nahm den Frachter auf den Haken. Er wurde zur Reede von Korsakov gezogen und ging dort vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Flussschiff nach Kollision auf Hunanpu River geborgen
(10.11.17) Nach der Kollision des 149 Meter langen chinesischen Frachters "Bao Di Long 9" (MMSI-Nr.: 413659000) am 8.11. um 9.50 Uhr auf dem Huangpu-Fluss bei Shanghai lag das 30 Meter lange Flussschiff "Deqinghuo 1925" kieloben im Fluss. Nur noch ein Teil des Bugs war über Wasser sichtbar. Eines der drei Crewmitglieder war dem Zusammenstoß wohl zum Opfer gefallen, als der vom Kurs abgekommene Bulkcarrier das kleine Fahrzeug breitseits rammte und zum Kentern brachte. Die anderen beiden wurden von in der Nähe befindlichen Schiffen auf dem vielbefahrenen Fluss aus dem Wasser gezogen.
In der folgenden Nacht wurde das Wrack von einem Schwimmkran gehoben. Die „Bao Di Long 9“ hatte auch die "Suzhong 858" gerammt, die aber glimpflicher als die "Deqinghuo 1925“ davonkam. Nach der Havarie hatte das Huangpu Maritime Bureau drei Patroullienboote, einen Schlepper und einen Schwimmkran zu der Unglücksstelle entsandt. Das Shanghai Maritime Search and Rescue Center gab eine Navigationswarnung heraus, bis die "Deqinghuo 1925" bei Dongjiadu geborgen war. Die „Bao Di Long 9“ machte unterdessen in Shanghai fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wohnschiff in Harlingen durch Brand zerstört
(10.11.17) Am Abend des 9.11. ging gegen 21 Uhr in der Rozengracht im südlichen Stadtzentrum ein Wohnschiff in Flammen auf. Eine Person, die sich an Bord befunden hatte, wurde verletzt und vom Personal eines Krankenwagens behandelt. Die Feuerwehr schickte ein Löschboot zur Bekämpfung des Brandes, in dem mehrere Gasflaschen explodierten.
Deshalb musste die Feuerwehr auch eine Sicherheitsdistanz einhalten. Das Schiff wurde komplett zerstört. Auf dem Wasser gab es eine geringfügige Kontamination.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Trawler nach Svolvær abgeschleppt
(10.11.17) Am 8.11. gegen sieben Uhr wurde der isländische Trawler "Õrfirisey - Re 4", 1845 BRZ (IMO-Nr.: 8704975), von einem Schlepper in den Hafen von Svolvær gezogen. Er hatte Probleme mit seinem Propeller erlitten, als er auf Kabeljaufang in der Barentssee war und um Assistenz gebeten. Nachdem er auf den Haken genommen worden war, begann eine kleine Irrfahrt, da wegen fehlender Dockkapazität in Kirkenes zunächst Kurs auf Harstad genommen wurde.
Doch auf dem Weg dorthin stellte sich heraus, dass es da ebenfalls keinen Liegeplatz gab. Darum nahm der Schleppzug schließlich Kurs auf Svolvær, wo der Havarist bei Skarvik in Osan zur Untersuchung des Schadens ins Trockendock gehen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


24 Fischer gerettet und einer vermisst nach Kollision vor Dakha
(10.11.17) 24 Fischer wurden am 9.11. gerettet, nachdem ihr hölzerner Sardinenkutter vor der Küste von Dakhla nach der Kollision mit einem anderen Kutter sank. Ein Mann wurde noch vermisst, die Suche nach ihm dauerte an. Nebel könnte zu dem Zusammenstoß auf hoher See geführt haben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fünf Vermisste nach Schiffbruch vor Brasilien
(10.11.17) Fünf Menschen wurden am Abend des 9.11. noch vermisst, einen Tag, nachdem der Kutter “Nossa Senhora do Carmo I" der Kowalsky Pescados in Itajaí vor der brasilianischen Stadt Angra dos Reis an der Küste von Rio de Janeiro Schiffbruch erlitten hatte. Weitere 18 Personen waren von dem in der Nähe befindlichen Kutter „Costa Amêndola“ zuvor geborgen worden. Das Schiff war aus Itajaí in Santa Catarina, Südbrasilien, gekommen und hatte 23 Personen an Bord, als es am Abend des 8.11. in der Region von Ponta dos Meros 60 Kilometer vor Ilha Grande sank. Die Marine schickte ein Patroullienboot und zwei Suchflugzeuge in das Unglücksgebiet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Letztes Opfer von Kollision vor Singapur gefunden
(10.11.17) Die Suchaktion nach Opfern der Kollision zwischen dem Baggerschiff “JBB De Rong 19" und dem Tanker "Kartika Segara" nach deren Kollision am 13.9. vor Singapur konnte am 5.11. beendet werden. Taucher fanden bei Bergungsarbeiten am gekenterten Bagger den letzten noch vermissten Mann in den Aufbauten. Damit ist das Schicksal der Crew geklärt – von den 12 Mann an Bord wurden sieben gerettet und fünf tot aufgefunden. Daraufhin konnte die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) die Suche offiziell einstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Guter Job für Proper Job
(10.11.17) Die RNLI-Boote aus Llanduno und Conwy wurden am Morgen des 9.11. alarmiert, nachdem der 24 Fuß lange Kutter „Proper Job“ aus Conwy gegen Mitternacht Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb in rauer werdender See nördlich von Penmaenbach und setzte einen Notruf an die Holyhead Coastguard ab. Diese schickte aus Llanduno das neue Rettungsboot „William F. Yates“ sowie das Binnenboot aus Conwy.
Es war der erste Rettungseinsatz seit Indienststellung des Neubaus. Der Kutter wurde samt seinem Skipper in Schlepp genommen und den River Conwy hinaufgezogen. An der Beacons-Mole übernahm das Boot aus Conwy das Anlegemanöver. Um 22.50 Uhr war die „Wiilliam F. Yates“ wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Kutter fast 10 Stunden lang durch 10 Meter hohe Wellen abgeschleppt
(10.11.17) Das RNLI-Boot "Roger and Joy Freeman" lief am 9.11. gegen Mittag aus Thurso aus, um dem in einem Weststurm treibenden, 17 Meter langen Kutter "Sparkling Line" (MMSI-Nr.: 235040121) zu Hilfe zu kommen, der nördlich von Whiten in schwerer See einen blockierten Propeller und Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb langsam auf die Küste zu und befand sich 2,5 Meilen nördlich von Eilan nan Ron, als das Rettungsboot nach einem eindreiviertelstündigen Sturmritt gegen 14 Uhr vor Ort eintraf.
Die Wellenhöhe betrug bis zu 10 Metern. Vier Mal brach die Schlepptrosse während des mühseligen Rücktransports zur Küste. Nach 9,5 Stunden erreichte der Schleppzug bei Dunkelheit den Hafen von Scrabster Um 22.10 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Frachter in Good Success
(10.11.17) Auf dem in Good Success auf Wakenaam Island auf dem Essequibo River in Guayana liegenden, unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachter “Belle”, 999 BRZ (IMO-Nr.: 7421825), brach am 9.11. um 1055 Uhr ein Feuer aus. Es entstand bei Reparaturarbeiten während einer Überholung im Maschinenraum. Die Guyana Maritime Administration (MARAD) leitete eine Untersuchung ein. Im September 2017 hatte die Regierung von Guyana bei Angloco in England für 1.4 Millionen Dollar ein Löschboot in Auftrag gegeben, das in Demerara Harbour stationiert werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Räumung gesunkenen Dreimasters hat begonnen
(10.11.17) Trotz starken Windes hat am 7.11. die Räumung des als Fotomotiv beliebt gewordenen Wracks des Dreiamsters „Whitsunday Magic“ vor Pigeon Island in der Pioneer Bay durch die in Townsville ansässige Pacific Marine Group begonnen. Sie hatte am 12.9. eine Ausschreibung gewonnen, sowohl die “Whitsunday Magic“ wie auch das im April während des Taifuns Debbie auf Gloucester Island gestrandete, 35 Meter lange ehemalige japanische Forschungsschiff „Tateyama Maru“ (IMO-Nr.: 9199189), das am 1.9. ausgebrannt war, in den nördlichen Whitsundays zu beseitigen. Die Arbeiten an der “Whitsunday Magic” begannen mit fünftägiger Verspätung.
Sie sollten rund 10 Tage dauern. Durch eine Kranbarge wurde inzwischen der erste der drei Masten abgenommen. Der Bergungsexperte Dave Edge hatte zuvor geklagt, dass seine Firma keine Gelegenheit erhalten habe, sich an der Ausschreibung der Arbeiten durch Maritime Safety Queensland zu beteiligen.
Die Crime and Corruption Commission sollte untersuchen, ob der Zuschlag in einem privaten Deal erfolgt sei. Die Höhe der Bergungskosten war durch MSQ nicht öffentlich mitgeteilt worden. Sie sollen aber bei rund drei Millionen Dollar liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre "Panagia Pirou"
(Bild: Salvador de Rubia)   Großbild klick!

Algeciras: Wrack geborgener Fähre wird versteigert
(09.11.17) Am 8.11. wurde im Boletín Oficial del Estado die Bekanntmachung der Hafenbehörde von Algeciras publiziert, nach der das Wrack der unter Malta-Flagge registrierten Fähre "Panagia Parou", 4934 BRZ (IMO-Nr.: 9108049), in einer öffentlichen Auktion verkauft werden soll. Der Basispreis wird bei 354.435 Euro liegen. Falls das Schiff nicht im ersten Aufruf veräußert werden kann, sollen nacheinander drei Aufrufe folgen. Die Deadline für Angebote war der 1.12.
Die Auktion sollte am 2.12. im Hauptquartier der Hafenbehörde stattfinden. Mit dem erzielten Preis sollten die Bergungs- und Konservierungskosten refinanziert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Notauslaufmanöver zweier Tanker aus La Coruña
(09.11.17) Die beiden unter Singapur-Flagge laufenden Tanker "Eagle Turin", 58168 BRZ (IMO-Nr.: 9360465), und "Sichem Hawk", 17822 BRZ (IMO-Nr.: 9396000), mussten am Morgen des 8.11. notfallmäßig ihre Liegeplätze am Repsol-Ölterminal in La Coruña verlassen, nachdem unter dem Druck stürmischer Böen und bei hohem Wellengang im Hafen eine Haltetrosse nach der anderen zu brechen begonnen hatte. Als erstes lief die "Eagle Turin" aus, die seit dem 6.11. dabei gewesen war, ihre Ladung von 83.000 Tonnen Rohöl zu löschen.
Sie wurde gefolgt von der "Sichem Hawk", die am 7.11. aus Lissabon eingetroffen war und eine Ladung Diesel aufnehmen sollte. Nach dem Verlassen des Hafens fuhr die "Eagle Turin" vor La Coruña hin und her, während die "Sichem Hawk" die Bucht von Ria de Bentranzos nördlich von La Coruña ansteuerte und dort Anker warf, bis das Wetter sich wieder beruhigt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandete Rennyacht “Greenings”
(Bild: Matthias Eigenmann)   Großbild klick!

Schweizer Segler räumt nach Schiffbruch bei Kapstadt auf
(09.11.17) Der Schweizer Skipper Matthias Eigenmann hielt sich noch immer in Kapstadt auf, um die Folgen des Schiffbruchs der Rennyacht “Greenings”, die auf der 3. Etappe des am 20.8. in Liverpool gestarteten Clipper Round the World Race am 31.10. auf halber Strecke zwischen Cape Point und Kapstadt gestrandet war, zu minimieren. Es galt, die Überreste der CV24 professionell zu entfernen. Ob sie zerlegt und entsorgt werden kann, stand aktuell noch nicht fest.
Die 1200 Liter Diesel an Bord konnten bereits abgepumpt werden. Der Rumpf des 30-Tonners wurde in den vergangenen Tagen zu 95 Prozent ausgeschlachtet, und der Strand wurde laufend gesäubert. Der ökologische Schaden konnte so begrenzt werden.
Der Thurgauer Eigenmann war seit 11 Monaten Teilnehmer des Amateur-Segelrennens und wollte die Reise eigentlich nutzen, um auf das Problem der Plastikverschmutzung der Meere aufmerksam zu machen. Durch seinen Schiffbruch wurde das Thema Plastikverschmutzung ungeplant aktueller denn je für ihn, aber der Informatiker wollte alles wieder in Ordnung bringen und seine Kampagne fortsetzen.
Nach ein paar Tagen in der Schweiz wollte er Ende November zu einem anderen Team stoßen und das Rennen um die Welt fortsetzen. Start und Ziel des Clipper Round the World Race war Liverpool gewesen. Von dort aus ging es nach Punta del Este und weiter nach Kapstadt, Perth, Sydney, Hobart, Airlie Beach, Sanya, Qindao, Seattle, Panama, New York und Derry-Londonderry.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Casón“ kurz vor dem Untergang
(Bild: Concello de Fisterra)   Großbild klick!

Wrack der „Casón“ vor Finisterre wird trotz Protesten geräumt
(09.11.17) An der Küste von Fisterra wurde mit der Räumung des Wracks des Frachters "Casón" begonnen, der dort vor 30 Jahren mit giftigen Stoffen an Bord gestrandet war. Die Arbeiten begannen Ende Oktober. Vor Ort war versucht worden, das Schiff nach den Vorgaben des Artikels 1.1 der UNESCO Konvention von 2011 als kulturelles Erbe zu schützen, doch dazu hätte das Wrack 100 Jahre auf dem Meeresgrund liegen müssen.
Außerdem hat sich das Wrack über die Jahrzehnte als mariner Lebensraum entwickelt, der zerstört und dessen Umfeld durch die Bergungsarbeiten gefährdet werden könnte. Doch die in Carballesa ansässige Firma Desguaces Lema begann mit dem Baggerschiff „Vidal Cuarto“, die rostigen Überreste zu beseitigen. Auch Taucher und anderes Personal waren mit den Arbeiten beschäftigt.
„Casón“
(Bild: Jose Manuel Garcia)   Großbild klick!
Bei der „Casón“ handelte es sich um einen panamaischen Frachter, der am 5.12.1987 vor der Küste von Galicien im Sturm vor der Küste von Kap Finisterre unweit Strandes von Rostro bei Punta del Castillo strandete. 23 der 31 Mann Besatzung, allesamt Chinesen, starben.
Das 137 Meter lange und 21 Meter breite Schiff war 1969 erbaut worden. Als es auf der Reise von Hamburg über Rotterdam und Antwerpen nach Shanghai havarierte, hatte es eine Ladung von 1.100 Tonnen Chemikalien an Bord, darunter Xylol, Butanol, Butylacrylat, Cyclohexanon, Natrium, Diphenyl, Ortho-Kresol, Formaldehyd und Phosphorsäureanhydrid. Noch heute wird darüber spekuliert, ob sich auch Uran oder radioaktives Material an Bord befunden hatte.
Durch Fehlinformationen der Behörden, nach denen bei dem nach der Strandung ausgebrochenen Ladungsbrand und Explosionen an Bord eine Giftwolke entstehen würde, reiste eine Delegation der Regierung an, die eine Evakuierung der gesamten Einwohner von Cee, Corcubíon und Finisterre nach La Coruña durchführen wollte. Diese Aktion betraf 15.000 Menschen umfasst. Über das galicische Radio wurde die Evakuierung bekanntgegeben. Sie sollte in der Nacht des 10. 12. stattfinden. 700 Busse kamen nach Finisterre, um sie durchzuführen.
Die Aktion löste aber eine Panik unter den Menschen aus, die selbst die Initiative ergriffen und in die umliegenden Gemeinden flohen. Einige Stunden nach der Bekanntgabe der Evakuierung wurde die Gefahr von den Verantwortlichen dementiert. Die widersprüchlichen Informationen der Behörden ließen Misstrauen unter den Menschen entstehen.
Einige vorwiegend ältere Menschen beschlossen im Dorf zu bleiben trotz der Hysterie und der Atembeschwerden, die der Rauch verursachte. Die Flüchtlinge beschwerten sich später, dass es in den Sporthallen, die als Unterkunft dienten, keinen Platz gab, an dem man kleine Kinder hätte vernünftig unterbringen konnte.
Die geborgene Ladung des Frachters sollte in verschiedenen Gemeinden untergebracht werden, wo die Bevölkerung aber mit heftigen Protesten reagierte. Die Einwohner und Arbeiter der potentiellen Lagerstäten blockierten die Straßen mit Barrikaden und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Am Hafen von Fisterra wurde später ein geborgener Anker der „Casón“ als Denkmal an das tragische Schiffsunglück und seine Folgen aufgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fragment gesunkener Rennyacht fünf Monate nach Schiffbruch angetrieben
(09.11.17) Ein Stück des Rumpfes der Segelyacht "Inis Mór" wurde am 5.11. am Strand von Borth gefunden. Das Schiff war am 4.6. vor den Saltee Islands in Wexford gesunken. Gegen 11 Uhr wurde die Borth Coastguard alarmiert, nachdem unterhalb des Monuments das Fragment von sieben Fuß Länge und acht Fuß Breite entdeckt wurde. Es enthielt die Ruderanlage und war mit der Morgentide angetrieben worden. Fotos wurden zur Milford Haven Coastguard geschickt.
Diese bestätigte, dass es sich bei dem Strandfund um einen Rest der schottischen Ker 39 handelte, die auf dem Weg zur Irish Cruiser Racer Association (ICRA) National Championships beim Royal Cork Yacht Club in Cork Mayday gefunkt und später gesunken war. Die dreiköpfige Crew war vom Helikopter Rescue 117 aus einer Rettungsinsel geborgen worden. Versuche des RNLI-Bootes aus Kilmore Quay, die aufgegebene Yacht mit Lenzpumpen schwimmfähig zu halten, waren gescheitert.
Die "Inis Mór" wurde dann als verloren gemeldet. Am 6.11. sicherte die Borth Coastguard das nun überraschend aufgetauchte Wrackteil mit fünf Seilen vor Ort bis zu seiner Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf neuem Flusskreuzfahrer in Gendt
(09.11.17) Am 8.11. um 11.40 Uhr brach auf dem Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Amalea" (MMSI-Nr.: 269057631) das längsseits der "Alena" am Kai der Vahali-Werft auf der Waal nahe Gendt lag, aus. Neben anderen Einsatzkräften der Feuerwehr wurde auch ein Löschboot alarmiert, konnte aber wieder abdrehen, nachdem es rasch gelang, das Feuer auf dem 135 Meter langen Neubau unter Kontrolle zu bekommen. Bei Schweißarbeiten war Öl unter einer Schutzplane in Brand gesetzt worden. Die Werftarbeiter konnten das Schiff rechtzeitig verlassen, einer wurde wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung in einem Krankenwagen behandelt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Røsok gesunken
(09.11.17) Im Sportboothafen von Røsok auf Harøya wurde am Morgen des 8.11. der Kutter "Nemi" der Elvira Fisk AS gesunken vorgefunden. Nur noch der Mast ragte aus dem Wasser. Dafür bedeckte ein Ölfilm den ganzen Hafen. Die Feuerwehr von Sandøy legte Ölsperren aus. Am Vorabend hatte das 1992 in Dänemark erbaute Schiff noch ohne Anzeichen auf Probleme geschwommen. Es hatte rund 140 Liter Diesel, 50 Liter Ölschlamm und 50 Liter Hydrauliköl an Bord, als es sank.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Südnorwegen vermisst
(09.11.17) Der 10 Meter lange, norwegische Kutter "Fram H-97-S" wurde samt seinem ca. 60-jährigen Skipper seit dem 2.11. vermisst. Zuletzt wurde das Schiff gesehen, als es an diesem Tag um neun Uhr von Kalvåg in Møre og Romsdal nach Stord lief. Es wurde um 10.20 Uhr beim Stabben-Feuer nahe Florø gesichtet. Der Eigner hatte es kurz zuvor in Sunnfjord gekauft.
Die Rettungszentrale hoffte, dass lediglich ein Fehler in der Funkanlage zum Kontaktabbruch führte. Deshalb wurde bislang noch keine Suchaktion eingeleitet. Die Öffentlichkeit wurde aber um Informationen über den Verbleib des Kutters gebeten. Am Morgen des 9.11. stieg ein Suchhubschrauber in Florø auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht im Wachapreague Inlet aufgelaufen
(09.11.17) Die US Coast Guard kam am 7.11. zwei Kanadiern zu Hilfe, deren 37 Fuß lange Motoryacht unweit von Wachapreague auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard schickte um 16.40 Uhr ein 45-Fuß-Boot, das aber wegen seines Tiefgangs nicht an die im Innern des Wachapreague Inlet sitzende Yacht herankam. Daraufhin kehrte die Crew zur Station zurück und nahm stattdessen ein 24 Fuß langes Flachwasserboot.
Dieses barg die beiden Crewmitglieder der Motoryacht erfolgreich ab und brachte sie nach Wachapreague. Ihre Yacht wurde über Nacht mit Ankern gesichert und sollte später geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Gloucester auf Felsen gelaufen
(09.11.17) Die U.S. Coast Guard rettete am Morgen des 9.11. drei Fischer aus Massachusetts, deren Kutter bei Gloucester auf Felsen gelaufen war. Die Crew funkte um 5:30 Uhr einen Notruf und meldete, auf dem Dog Bar Breakwater unweit des Eastern Point Boulevard am Eastern Point Lighthouse gestrandet zu sein. Die Gloucester Fire Department konnte die Schiffbrüchigen unversehrt von ihrem Schiff abbergen, das bei ablaufendem Wasser hoch und trocken auf der Seite auf der Felsnase lag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Ölplattform im Golf von Mexiko
(09.11.17) Die US Coast Guard und das Bureau of Safety and Environmental Enforcement (BSEE) wurden am 8.11.um 1.20 Uhr alarmiert, nachdem auf der amerikanischen Ölplattform “Shell Enchilada” (MMSI-Nr.: 367341450) auf der Position Garden Banks 129 im Golf von Mexiko ein Feuer ausgebrochen war. Die Plattform stand rund 112 Meilen südlich der Vermilion Bay, Louisiana, und hatte eine 46-köpfige Crew an Bord. Diese ging in ein Rettungsboot und wurde von dem Offshore-Versorger „C-Liberty“, 3045 BRZ (IMO-Nr.: 9320415), aufgenommen, der sie auf die in der Nähe befindliche Plattform Salsa brachte.
Zwei Arbeiter, ein 54-jähriger und ein 29-jährigerm hatten Verletzungen erlitten und wurden von einem Hubschrauber in den University of Texas Medical Branch, Galveston, zur Behandlung geflogen. Die Produktion der Plattform wurde gestoppt. Das Feuer konnte seither bis auf eine kleine Flamme, die aus einem Rohr schlug, eingedämmt werden.
Vom Coast Guard Aviation Training Center Mobile stieg eine HC-144 Ocean Sentry auf, um die Lage aus der Luft zu überwachen. Das Patroullienboot „Skipjack“ der Coast Guard nahm ebenfalls Kurs auf die Unglücksstelle. Ein dünner Ölfilm wurde nördlich der ebenfalls von Shell betriebenen Plattform Enchilada im Golf gesichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall auf Regatta
(09.11.17) 20 Meilen vor der Küste der Insel Oahu erlitt das unter Marshall-Islands-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Regatta", 30277 BRZ (IMO-Nr.: 9156474), am 8.11. gegen zwei Uhr Ortszeit einen Maschinenausfall. Die Sicherheit der Menschen an Bord war nicht gefährdet. Es gelang später, die Maschine wieder anzufahren, und alle Servicebereiche funktionierten einwandfrei. Dennoch machte sich das Schiff mit einer auf drei bis vier Knoten reduzierten Fahrt auf den Rückmarsch nach Honolulu, wo es einer technischen Prüfung unterzogen werden sollte.
Gegen 13 Uhr erreichte es den Hafen. Zum Zeitpunkt der Havarie hatte es sich auf der Fahrt von Honolilu nach Nawiliwili, Kauai, auf Hawaii befunden. Am 9.11. lag die „Regatta“ weiter im Hafen am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier versenkte Flussboot
(09.11.17) Der 145 Meter lange, chinesische Bulkcarrier "Bao Di Long 9" (MMSI-Nr.: 413659000) kam am 8.11. auf dem Huangpu River bei Shanghai vom Kurs ab, als er flussabwärts lief. Daraufhin geriet ihm ein mit drei Personen besetztes Flussboot vor den Bug, das er rammte. Das Boot sank, und nur zwei Menschen konnten zunächst gerettet werden, einer der Bootsfahrer wurde vermisst. Der Frachter, der von Tang Shan nach Shanghai unterwegs gewesen war, warf unweit der Unglücksstelle nach dem Zusammenstoß Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbruch vor Madagaskar
(09.11.17) In der Nacht zum 8.11. sank der kleine Frachter Atlantis II“ in stürmischer See vor dem Strand von Mahambo in Ost-Fenerive in Madagaskar. Das Schiff wurde von den enorm hohen Wellen überrascht und erlitt dann technische Probleme. Es ging auf flachem Wasser 200 Meter vor der Küste unter. Menschen kamen bei dem Schiffbruch nicht zu Schaden.
Der Küstenfrachter war u.a. mit Zementsäcken und Bierkästen beladen, die im Meer verlorengingen. Er war um 20.30 Uhr aus Toamasina nach Anttalaha ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aufgegebene Rennyacht im Atlantik lokalisiert
(09.11.17) Ende Oktober half die Firma MetOceans der Versicherungsgesellschaft Pantaenius, die Mini 6.50-Yacht „Jolly Rogers“ des italienischen Skippers Lucas Sabiu zu lokalisieren und nach 18-tägiger Drift zu bergen.
Dieser hatte in der Nacht zum 6.10. seinen Notsender aktiviert, als er sich auf der ersten Etappe der 2017-Mini-Transat vor La Coruña befand. Der spanische Rettungsdienst hatte ihn nach Mastbruch unversehrt retten können.
Sein Boot, eine 2009 erbaute Pogo 2, hatte danach verlassen im Atlantik getrieben, bis sie am 20.10. gesichtet wurde. Daraufhin wurde eine Bergungsaktion gestartet. Die 6,5 Meter lange Yacht in den Weiten des Atlantiks zu finden war eine schwierige Aufgabe, bei der die Drift des Bootes kontinuierlich unter Einbeziehung verschiedener Wetter- und Strömungsdaten aktualisiert werden musste.
Bei der Suche assistierten auch das European Center for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF), MERCATOR, die US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), das Global Forecasting System (GFS) und das Real-Time Ocean Forecast System (RTOFS).
Quelle:Tim Schwabedissen


Mindestens 22 Tote bei Bootsunglück im Kongo
(09.11.17) Mindestens 22 Menschen kamen am 8.11. ums Leben, als ein Fährboot auf dem Lake Tanganyika in Südost-Kongo sank. Es wurde aber befürchtet, dass die Opferzahl noch steigen könnte. Der 10-Tonner sank wegen starkem Wind auf dem See.
Die geborgenen Leichen wurden ins Kalemie General Hospital gebracht. Das Boot war am frühen Morgen von Kalemie nach Wimbi ausgelaufen und verunglückte drei Stunden später.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack britischer Bark nach 122 Jahren wiederentdeckt
(09.11.17) Archäologen des Sao Paulo Regional Centre of Archaeological Research erforschen jetzt das Wrack der britischen Bark “The Kestrel”, die am 11.2.1895 auf dem Embaré Beach in Santos im Taifun gestrandet war.
Erstmals wurden Ende August bei Niedrigwasser Holzstümpfe und Metallteile gefunden, die durch Stranderosion in der Brandungszone freigelegt wurden. Seither warteten die Forscher auf die Genehmigung durch die brasilianische Marine, vor Ort Grabungen durchführen zu dürfen, bevor weitere Schäden an den Strukturen angerichtet wurden.
Der Klipper war im Dezember 1871 in Fahrt gekommen und lief zwischen Europa und Amerika, wobei er oftmals Fracht aus England nach Brasilien brachte. Auf der Reise von New York geriet er auf der letzten Reise in einen Wirbelsturm. Der Schlepper „Rapido“ hatte noch seine Hilfe angeboten, doch Kapitän Cochrane hate abgelehnt.
Dadurch aber verlor er sein Schiff. Das Wrack versank dann im Sand, bis nach 122 Jahren Strandreiniger die 50 Meter langen und 12 Meter breiten Reste des Dreimasters entdeckten. Nun haben die Archäologen ihr Messgerät an der einstigen Stätte des Schiffbruchs ausgebreitet, um dessen Überreste zu vermessen und zu dokumentieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwaches Funkgerät führte zu starkem Rettungseinsatz
(09.11.17) Am 7.11. erlitt der Kutter “Carmelle No. 3” aus West Pubnico in Yarmouth County Maschinenausfall rund 73 Meilen südwestlich von Clark’s Harbour. Die dreiköpfige Crew funkte um 20.10 Uhr einen Notruf, den das JRCC in Halifax auffing. Zunächst war die Lage unklar, weil wegen der schlechten Funkverbindung lediglich die Position, nicht aber die Identität des Havaristen übermittelt werden konnte.
Daraufhin wurden das kanadische Patroullienboot „Clark’s Harbour” und eine Hercules, die sich auf einem Trainingsflug über New Brunswick befand, sowie ein Cormorant-Helikopter aus Greenwood alarmiert und ein Mayday Relay ausgestrahlt. Die Hercules war als erstes vor Ort und warf ein Funkgerät ab, um die Kommunikation zu verbessern.
Daraufhin war rasch klar, dass die Fischer in keiner unmittelbaren Gefahr waren, aber ihr Schiff nach dem Maschinenausfall nur noch über geringe Stromstärke verfügte, Am 8.11. gegen zwei Uhr traf die „Clark’s Harbour“ ein und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde zur Dennis Point Wharf abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Thanh Hai 18“ gestrandet
(Bild: Pho Thu)   Großbild klick!

Quy Nhon nach Hurrikan ein Schiffsfriedhof
(08.11.17) Nach dem Durchzug des Hurrikans Damrey am 4.11. an der Südküste Zentralvietnams lagen acht Schiffe, die mit 84 Mann an Bord vor dem Hafen von Quy Nhon in Binh Dinh geankert hatten, gesunken auf Grund. Bis zum 7.11. gegen Mittag waren 71 Mann gerettet, 10 weitere wurden tot geborgen. 120 Einsatzkräfte, darunter 26 Taucher, des Militärs und 18 Schiffe waren auf der Suche nach drei noch vermissten Seeleuten und machten sich an die Ölbekämpfung.
Die Folgen des Hurrikans überstiegen aber die Möglichkeiten der Kommune. Auf den havarierten Schiffen befanden sich hunderte von Tonnen Diesel und Schweröl, die eine Bedrohung für die Küste darstellten.
Frachter „Fei Yue 9“
(Bild: Xuan Ngoc)   Großbild klick!
So hatte allein die 80 Meter lange, vietnamesische „Bi?n B?c 16“, von deren 10-köpfiger nur sechs Mann gerettet werden konnten, und die gemeinsam mit der „Nam Khánh 26“ zwischen den Tonnen 3 und 5 sank, 100 Tonnen Diesel in den Tanks. Deshalb müssen die Wracks so schnell wie möglich geborgen werden, zudem gefährdeten sie auch die Schifffahrt vom und zum Hafen Quy Nhon.
Neben den Handelsschiffen waren auch über 1.200 Kutter betroffen, die entweder sanken oder beschädigt wurden, ebenso mehr als 24.400 Zuchtstationen im Wasser. Der Hafen von Quy Nhon ist derzeit durch etliche Wracks blockiert, die kenterten oder auf ebenem Kiel sanken oder zerbrachen, wie die vietnamesische „Nam Khanh 26“, 2355 tdw (IMO-Nr.: 9628582), der Nam Khanh Transportation, deren 11-köpfige Crew gerettet wurde. Zum Teil ragten nur noch Aufbauten aus dem Wasser, andere Schiffe strandeten, so wie die 2006 erbaute, vietnamesische
„Vieth Thuan 168“
(Bild: Xuan Ngoc)   Großbild klick!
„Thanh Hai 18“, 3897 tdw (IMO-Nr.: 9369837), der Thanh Hai Transportation Sea, deren Crew auch gerettet werden konnte.
Ein bislang noch nicht gelistetes Sturmopfer war die „Vieth Thuan 168“, ein bis zum Oberdeck versunkener, 145 Meter langer, vietnamesischer Frachter. Mit einer Hosenboje konnten die neun Chinesen und sechs Burmesen des 2004 erbauten, mongolischen Frachters „Fei Yue 9“, 4367 tdw (IMO-Nr.: 9028639, der Full Speed Marine Ltd. in Hongkong unter dramatischen Umständen über das Heck gerettet werden, nachdem das Schiff an felsiger Küste bei Gh?nh Ráng gestrandet war und von der Brandung überschüttet wurde. Von diesem bildete sich bereits ein rund fünf Kilometer breiter Ölfilm aus.
Fahrgastschiff „Jupiter“
(Bild: Nguyen Huu)   Großbild klick!
Nur noch die Backbordflanke ragte derweil von dem kleinen Fahrgastschiff „Jupiter“ aus dem Wasser, bei dessen Kentern alle sieben Mann an Bord ums Leben kamen und von denen erst einer tot geborgen wurde. Opfer des Taifuns wurden vor allem jene Schiffe, die auf der Reede von Quy Nhon geankert hatten. Sie lagen direkt im Durchzugsgebiet des Wirbelsturms, ohne einen Schutz ringsum zu haben.
Wären sie ankerauf gegangen, hätten sie wohl größere Chancen gehabt, das Unwetter auf See abreiten zu können. Dies nicht angewiesen zu haben, muss den vietnamesischen Behörden angelastet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Trawler nach Granville abgeschleppt
(08.11.17) Am Morgen des 7.11. erlitt der französische Trawler "Le Poulbot - CH.639133", 26,74 BRT (MMSI-Nr.: 226197000), Maschinenausfall unweit der Inseln von Chausey. Der in Granville beheimatete Kutter war am Morgen dorthin auf Fang ausgelaufen. Die Crew des manövrierunfähigen Schiffes informierte gegen 10 Uhr das CROSS Jobourg, das das Rettungsboot "Notre-Dame Cap Lihou" der SNSM-Station in Granville alarmierte. Dieses nahm den Trawler in Schlepp, und eine Stunde später wurde er sicher in den Hafen gezogen, wo er repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack der “Pacific Paradise”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Wrack der Pacific Paradise erneut untersucht
(08.11.17) Immer noch liegt das Wrack des am 11.10 gestrandeten, 42 Fuß langen Kutters “Pacific Paradise” aus Hawaii halb unter Wasser vor Kaimana Beach an der Küste von Oahu. Am vergangenen Wochenende brachte die US Coast Guard Personal der Resolve Marine Group, der Global Diving and Salvage, der Pacific Environmental Corporation und das Coast Guard Salvage Engineering Response Team des Marine Safety Center zur Strandungsstelle. Gemeinsam untersuchten die Experten von der Ost- und Westküste sowie Alaska erneut das Schiff, um dessen aktuellen Zustand festzustellen und den Bergungsplan entsprechend fortzuschreiben.
Die Sicherheitszone blieb unverändert um die Strandungsstelle eingerichtet, Warnschilder hingen am Rumpf des Schiffes, über das die Brandung hinwegging. Es ist nach dem Feuer an Bord stark zerstört, die Aufbauten durch die Hitze vorn und achtern eingesunken, und so gibt es zahlreiche Gefahrenstellen auf dem Schiff. Auch vom Schwimmen und Wassersport in der Umgebung wurde abgeraten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandete Motoryacht “Giselle Marie II”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Hurrikane richteten Schäden von mehreren 100 Millionen Dollar an Sportbooten an
(08.11.17) Die gestrandete Motoryacht “Giselle Marie II” aus Fajardo war eines der unzähligen Boote, die U.S. Coast Guard Lieutenant Commander Lee Trevino im Rahmen des Identifizierungsprozesses für das Department of Natural and Environmental Resources Incident Command nach dem Durchzug von Hurrikan Maria mit einem Sticker in Ponce, Puerto Rico, versah. Die Boat Owners Association of The United States (BoatUS) schätzte, dass insgesamt über 63,000 Sportboote in den letzten Wirbelstürmen beschädigt oder zerstört wurden, wobei allein an den Booten Schäden von rund 655 Millionen Dollar entstanden. Diese Zahlen sind dicht an denen des Hurrikans Sandy von 2012, in dem 65,000 Boote beschädigt wurden und Schäden von etwa 650 Millionen Dollar entstanden.
Allein der Hurrikan Irma beschädigte oder zerstörte 50,000 Boote und richtete Schäden von rund 500 Millionen Dollar an, Hurrikan sorgte an 13,500 Sportbooten in Texas und Florida für Schäden oder führte zu ihrem Verlust, was mit rund 155 Millionen Dollar zu Buche schlug.
Das BoatUS Catastrophe Team schloss jetzt zwei Monate von Feldarbeit ab und war an Bergungen, Reparaturen oder Wrackräumungen beteiligt.
Derweil arbeitete das Maria ESF-10 PR Unified Command, das aus dem Department of Natural and Environmental Resources und der U.S. Coast Guard zusammen mit dem Puerto Rico Environmental Quality Control Board, der Environmental Protection Agency und dem U.S. Fish & Wildlife Service daran, gesunkene, beschädigte oder abgetriebene Boote zu sichern. Das Secretary of the Department of Natural Resources and Environment hat bislang 260 vom Sturm vertriebene Boote in Puerto Rico identifiziert, die mithilfe der U.S. Coast Guard von umweltschädigenden Substanzen befreit und geräumt werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hopperbagger sank in Straße von Malakka
(08.11.17) Der unter dominikanischer Flagge laufende Hopperbagger "JBB Yu Hang 258",5696 BRZ (IMO: 8787094), sank am Abend des 5.11. sieben Meilen vor Parit Jawa in der Malakka-Straße von Muar auf halbem Wege zwischen Port Dickson und dem Zielhafen Singapur. Das Schiff hatte eine 18-köpfige Crew an Bord. Um 20.15 Uhr wurde das Vessel Tracking System (VTS) in Port Klang des Batu Pahat Marine Departmen über das Unglück informiert Alle Crewmitglieder, ein Malaysier, ein Indonesier und 16 Chinesen, wurden von anderen Schiffen, die sich in der Nähe befanden, gerettet. Niemand wurde verletzt. Das Ölbekämpfungsschiff „OSR Al Tair" wurde zur Untergangsstelle entsandt, die auch ein Fischgrund örtlicher Fischer ist. Die Bergung des Baggers wurde eingeleitet, und zwei Schlepper sollten das Wrack vorerst auf Position halten, sodass es nicht ins Fahrwasser treibt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief auf Dammbaustelle vor Venedig
(08.11.17) Am 7.11. gegen 9.30 Uhr kollidierte der maltesische Frachter "Altenavi", 4891 BRZ (IMO-Nr: 7917018), mit einem im Bau befindlichen Schutzdamm in der Lagune von Venedig, 1,5 Stunden nachdem er vom Azozo-Kai in Marghera, einem auf dem Festland gelegenen Teil der Stadt Venedig, losgeworfen hatte. Das Schiff lief in Ballast, nachdem es eine Ladung Cerealien gelöscht hatte, und nahm Kurs auf die Ausfahrt zwischen den zwei Dämmen von Alberoni und Santa Maria del Mare.
Beim Passieren der Molen drehte es plötzlich aus bislang ungeklärter Ursache hart nach Steuerbord ab und lief auf den sichelförmigen Damm im Bacino della Lunata. Dieser soll zukünftig mit seinem von Ost nach West schwingenden Verlauf die beweglichen Dämme von Mose schützen.
Zum Unglückszeitpunkt herrschten Windgeschwindigkeiten von rund 40 km/h mit einer vom Osten hereinkommenden Dünung an der Unglücksstelle. Beim Auflaufen auf die künstliche Insel wurde das Vorschiff des Frachters unterhalb der Wasserlinie beschädigt, und es kam zu einem Wassereinbruch. Der Kapitän bat sofort um Hilfe, und es wurden zunächst drei Schlepper der Reederei Panfido zum Havaristen geschickt.
Es handelte sich um die "Elma C", die ehemalige “Elbe” aus Bremen, die "Marina MC" und die "Angelina C". Es gelang den wendigen Schleppern, den Havaristen in die Mitte des Beckens zu bugsieren. Dann wurde es zum San Marco-Becken geschleppt. Gegen Mittag kam der stärkere Schlepper "Elma C" hinzu, der bei der Passage des Petroli-Kanals assistierte. Um 15.30 Uhr war die "Altenavi" zurück in Marghera und machte an den Venice Commercial Terminals am Nordkai des Industriekanals fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Glory Amsterdam gedockt – viele Fragen bleiben
(08.11.17) Am 7.11. wurde der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Glory Amsterdam", 40017 BRZ (IMO-Nr.: 9287182), von den vier Schleppern "Bugsier 2" (IMO-Nr.: 9338993), "Bugsier 10" (IMO-Nr.: 9429560), "Bugiser 11" (IMO-Nr.: 9800348) und der auf der Weser hinzugestoßenen "Svitzer Mallaig" (IMO: 9317901), um kurz nach 13 Uhr durch den Nebel langsam in Richtung der Bremerhavener Columbuskaje bugsiert. Mit dem Niedrigwasser am 6.11. um 19 Uhr hatte sie vom Hannoverkai im Marinehafen von Wilhelmshaven losgeworfen. Um vom einen Hafen in den anderen zu gelangen, musste der Schleppzug einen ordentlichen Schlag auf die Nordsee machen, erst ging es zur Ansteuerung "Jade 2" und nach einem Drehmanöver außerhalb des Verkehrstrennungsgebiets zurück im spitzen Winkel zur Weser.
Nachdem es zuerst geheißen hatte, dass die „Glory Amsterdam“ direkt in die Werft German Dry Docks ginge, musste wegen der Tidenverhältnisse nach der Ankunft in Bremerhaven an der südlichen Columbuskaje noch eine Pause eingelegt werden. In der Nacht zum 8.11. ging es dann durch die Kaiserschleuse und weiter zur Werft im Kaiserhafen.
Dort wird das Schiff nach bisherigen Schätzungen zwei bis drei Wochen in Dock 5 repariert werden. Welche Schäden es genau erlitten hat, wird sich erst bei den gründlichen Untersuchungen dort erweisen. Von außen war neben den leeren Klüsen der beiden Buganker, die bei der Bergung abgetrennt wurden, am Achterschiff an Steuerbordseite zu erkennen, dass die Reling des Frachters und ein Poller weggerissen waren.
Das deutete darauf hin, dass die Schleppverbindung nicht wie vom Schlepperkapitän angeordnet an einem Doppelpoller am Heck der „Glory Amsterdam“ angebracht worden war. Darum kreist auch eine der Fragen der Untersuchung, wie es zur Strandung vor Langeoog, die sich bei zwar stürmischen, aber keinesfalls extremen Wetter ereignet hatte, kommen konnte.
Mehrere Schleppversuche waren möglicherweise deshalb gescheitert, weil die Trosse des Schleppers „Nordic“ zunächst nicht sachgerecht am Frachter festgemacht wurde. Im Zuge der laufenden Untersuchung wurden in Wilhelmshaven bereits intensive Gespräche mit Kapitän und Besatzung von der Wasserschutzpolizei und vier Mitarbeitern der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) geführt. Die BSU-haben auch die elektronischen Datenaufzeichnungen des Frachters sichergestellt, die Protokolle des Schleppers „Nordic“ sowie den aufgezeichneten Funkverkehr mit der Revierzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven angefordert.
Währenddessen durfte kein Unbefugter in die Nähe des Frachters, der gesamte Hafenteil war von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma abgeriegelt, und selbst ehrenamtliche Betreuer, die regelmäßig ankommende Schiffsbesatzungen begrüßen, durften zwar an Bord, hatten aber nur mit dem Kapitän und einem weiteren Schiffsoffizier Kontakt. Die übrigen Crewmitglieder der 22-köpfigen chinesischen Besatzung bekamen sie nicht zu Gesicht.
Fragen richteten sich an die Einsatzführung der Bergungsaktion. So galt es zu klären, warum erst relativ spät ein deutsches Boardingteam an Bord des Frachters abgesetzt wurde. Das Boardingteam Ostsee wurde aus Warnemünde angefordert und konnte deshalb erst am Spätnachmittag des 29.10. eingreifen. Das Boardingteam Nordsee war auf dem Schlepper „Nordic“ und konnte im Einsatzgebiet wegen des Seegangs von sieben Metern Höhe nicht vom Hubschrauber aufgenommen werden. Zu prüfen wird sein, ob es die Möglichkeit gegeben hätte, mit der „Nordic“ in ein etwas geschützteres Gebiet unter Land zu laufen, um auf diese Weise eher die deutschen Experten an Bord des Frachters bringen zu können.
Eine Grundsatzfrage war auch, wann überhaupt entschieden wird, dass ein deutsches Boardingteam eingesetzt wird. Dieser Zeitpunkt sollte nicht vom Ermessen der jeweiligen Schiffsbesatzung abhängig sein. Wegen seines Verhaltens während der Havarie hat die Wasserschutzpolizei bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den 48-jährigen Kapitän eingeleitet hat.
Quelle:Tim Schwabedissen


Expeditionsyacht im Sturm in Akureyri losgerissen und beschädigt
(08.11.17) Die Yacht “Pachamama” riss sich am 5.11. in einem Sturm von ihren Moorings in Akureyri in Island los. An Bord waren eine achtköpfige Schweizer Familie und ein Assistent auf der TopToTop Global Climate Expedition. Dario and Sabine Schwörer lebten bereits seit 18 Jahren auf der Yacht, das jüngste ihrer Kinder ist drei Monate, das älteste 12 Jahre alt.
Sie wollten in Akureyri überwintern. Doch bei Windstärken von Hurrikan-Kraft rissen sämtliche der ausgebrachten Leinen, und die Yacht trieb in den Hafen hinaus. Es gelang zwar, sie an eine andere Steganlage zu manövrieren, doch der Sturm schlug sie gegen diese, sodass es zu Wassereinbruch und weiteren Schäden kam. Die Polizei, Feuerwehr und Mitarbeiter der Walbeobachtungsfirma Elding konnten gemeinsam die Yacht wieder sichern. Die Familie fand in Akureyri Unterkunft, während ihre Yacht repariert wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre trieb stundenlang vor San Francisco
(08.11.17) Am Abend des 6.11. erlitt die amerikanische Fähre "Intintoli", 541 BRZ (IMO:-Nr.: 8988416), mit 330 Passagieren an Bord Maschinenausfall in der San Pablo Bay vor San Francisco. Dort war sie 45 Minuten zuvor um 17.15 Uhr ausgelaufen udn befand sich auf der Fahrt nach Vallejo. Die Crew mühte sich vergeblich, den Schaden zu reparieren, während die Passagiere so lange aus der Snackbar bei Laune gehalten wurden, bis diese komplett leer war.
Erst nach drei Stunden kam ein Schlepper zu Hilfe. Um 21.45 Uhr, viereinhalb Stunden nach dem Auslaufen in San Francisco, erreichte die Fähre Mare Island in Vallejo.
Quelle:Tim Schwabedissen


„Comodoro Manuel Azueta D-111“
(Bild: Armada de Mexico)   Großbild klick!

Ehemaliger US-Zerstörer wurde 74 Jahre nach Stapellauf künstliches Riff
(07.11.17) Nach 41 Jahren ununterbrochenen Einsatzes in der mexikanischen Marine wurde am 6.11. der Zerstörer „Comodoro Manuel Azueta D-111“, 1253 ts, vor den Augen von Präsident Enrique Peña Nieto nach einer Abschiedszeremonie auf die letzte Dienstreise hinab in den Veracruz Reef Park geschickt. Vor einer Flottille von Begleitbooten ging das ausgeschlachtete Schiff, aus dem zuvor alle umweltgefährdenden Materialien entfernt worden waren, nachdem es aus See hinausgeschleppt worden war, planmäßig auf 26 Metern Tiefe unter. Es legte sich zunächst leicht nach Backbord über und sackte dann mit dem Bug voran weg.
Als die letzten Teile des Hecks gleichmäßig unter die Wasseroberfläche glitten, zeugten nur noch große Luftfontänen einen letzten Augenblick von dem Schiff, das sich Augenblicke später als künftiges künstliches Riff auf den Meeresgrund legte. Hier sollte es künftig ein Habitat für marine Flora und Fauna werden.
Das Schiff war im Januar 1943 als Zerstörer der Edsall-Klasse bei der Brown Shipbuilding Co., Houston, Texas, auf Kiel gelegt und am 30.8. auf den Namen USS “Hurst (DE-250)” getauft worden. Am 3.9. verließ es Houston und wurde in Galveston, Texas, bis zum 12.9. endausgerüstet. Dann ging es ins Training vor Bermuda und nach einer kurzen Rückkehr nach Charleston, South Carolina, traf es am 29.11. in Norfolk, Virginia, ein und begann den Dienst in der Escort Division 20.
Am 14.11. lief die “Hurst” erstmals aus Norfolk zur Sicherung eines Konvois aus. Es folgten Manöver in der Casco Bay, Maine, bevor es am 23.2.1944 auf eine neuerliche Konvoi-Eskorte ging. Zwei ‚Tage später war sie an einer Rettungsaktion beteiligt, nachdem die beiden Frachter „El Coston” und „Murfreesboro“ im schweren Sturm kollidiert und gesunken waren.
Die „Hurst“ lief am 5.3. in Lisahally, Co. Londonderry, ein und machte sich eine Woche später mit einem neuen Konvoi wieder auf den Weg nach New York. Insgesamt begleitete die „Hurst“ 10 Konvois von Boston, Massachusetts und New York in britische Häfen. Am 11.6.1945 kehrte sie nach New York zurück und beteiligte sich dann an Manövern in der Chesapeake Bay und Guantanamo Bay.
Nach den letzten Kriegsmonaten in der Pazifikflotte verlegte sie nach Pearl Harbor und machte sich am 27.8. auf den Weg nach Samoa. Am 25.9. traf sie in Pago Pago ein und suchte in den folgenden Wochen die kleinen Inseln ab, um Vermisste oder mögliche verbliebene feindliche Streitkräfte aufzuspüren. Am 3.11. ging es zurück nach San Diego und von dort weiter nach New York.
Hier wurde die “Hurst” am 1.5.1946 außer Dienst gestellt und kam in die Atlantic Reserve Fleet in Green Cove Springs. Im Januar 1947 ging es nach Orange, Texas. Am 1.12.1972 wurde der Zerstörer aus dem Naval Vessel Register gestrichen und begann am 1.10.1973 seine neue Karriere in Mexiko.
Nach der Übergabe wurde er in „Commodoro Manuel Azueta (A06)” umbenannt. 1994 wurde er zur “Commodoro Manuel Azueta Perillos (E30)” und zur selben Zeit die Bewaffnung modernisiert. 2001 erfolgte die Rückbenennung in “Commodoro Manuel Azueta – D 111” zum Einsatz als Trainingsschiff im Golf von Mexiko. Am 3.7.2015 wurde das Schiff in Veracruz außer Dienst gestellt als letzte noch aktive Einheit ihrer Klasse auf der ganzen Welt. Danach begann die Vorbereitung zum Einsatz als künstliches Riff vor Antón Lizardo, Veracruz. Das Schiff war 93 Meter lang, 11,15 Meter breit, hatte 3,18 Meter Tiefgang und erreichte mit vier Dieseln von 6.000 PS 21 Knoten. Die Crew bestand aus 201 Mannschaften und acht Offizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief in Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
(07.11.17) In der Nacht zum 7.11. lief kurz vor der Fährstelle Fischerhütte der unter Antigua Barbuda-Flagge registrierte Frachter „RMS Ruhrort", 1681 BRZ (IMO-Nr.: 9075357), in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. Er war auf der Reise von Varkaus, wo er eine Ladung Holz, die nach Rochefort bestimmt war, aufgenommen hatte, in Richtung Brunsbüttel unterwegs, als gegen 2 Uhr der 3. Offizier die Kontrolle über das Ruder verlor. Der Frachter drehte dadurch zunächst nach Backbord in Richtung der südlichen Kanalböschung.
Während der Offizier die Geschwindigkeit reduzierte, gelang es ihm, die zunächst drohende Kollision mit dieser Böschungsseite zu verhindern. Durch die Ruderlage und das Absetzen von der Südböschung erhielt das Schiff jedoch eine so starke Drehung nach Steuerbord, dass ein Auffangen trotz weiterer Maschinen- und Rudermanöver nicht mehr möglich war. Der Frachter lief in die Böschung und blieb dort stecken.
Gegen 2.20 Uhr gelang es, das Schiff aus eigener Kraft wieder zu befreien. Die „RMS Ruhrort“ war fahrtüchtig geblieben und konnte auch wieder auf Kurs gebracht werden. Die Revierzentrale Brunsbüttel wies die Schiffsführung an, zunächst nach Brunsbüttel zu laufen und dort anzulegen. Nachdem der Frachter dort um 4.50 Uhr an die Dalben gegangen war, sprach die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ein Weiterfahrverbot bis zur Bestätigung der Klasse an. Die Ermittlungen übernahm das Wasserschutzpolizeirevier Brunsbüttel.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew der "Sheng Long Yu No 21 - CT4-2920“
(Bild: Haut-commissariat de la Republique...)   Großbild klick!

Longliner auf Marutea-Atoll gestrandet
(07.11.17) 14 taiwanesische und indonesische Seeleute wurden gerettet, nachdem der in Kaoshiung beheimatete Longliner "Sheng Long Yu No 21 - CT4-2920“, 98 BRZ (MMSI-Nr.: 416002947), am 5.11. auf dem Marutea-Atoll in Französisch-Polynesien gestrandet und gekentert war. Um 20.55 Uhr hatte das JRCC Tahiti ein Notsignal des Schiffes aufgefangen, das am 6.11. in Papeeta zu einem technischen Stopp hätte einlaufen sollen. Ein Dauphin-Helikopter und ein Suchflugzeug der französischen Marine wurden zu der Position, von der der Notsender funkte, geschickt.
Gegen Mitternacht fand das Flugzeug das Schiff auf der Steuerbordseite liegend am Strand von Nord-Marutea, rund 700 Kilometer von Tahiti entfernt, und warf eine Rettungsinsel ab. Nachdem auch der Hubschrauber eingetroffen war, wurden die Schiffbrüchigen an Bord genommen und nach Makemo geflogen, wo sie ärztlich betreut wurden.
Einer der Fischer war bei dem Schiffbruch verletzt worden. Die Strandungsstelle wurde von der Flugzeugcrew in Augenschein genommen und die Behörden dann über die Lage informiert, die sich für die weiteren zu treffenden Maßnahmen mit den Eignern in Taiwan in Verbindung setzten. Das 29,7 Meter lange, 5,5 Meter breite und 2,15 Meter tief gehende Schiff war bis 2013 als "Jin Ching Feng“ unter chinesischer Flagge gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall im Bosporus
(07.11.17) Am 6.11. gegen acht Uhr erlitt der unter Tuvalu-Flagge laufende Containerfrachter "Amira Eman", 4107 BRZ (IMO-Nr.: 9118288), beim Transit des Bosporus in östlicher Richtung Maschinenausfall. Er befand sich auf der Reise von Volos nach Bandirma. Der Havarist ging daraufhin auf der Reede von Kepez vor Anker.
Der Kapitän lehnte externe Hilfe ab, da die Crew daran arbeitete, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben. Am 7.11. lag das Schiff weiter geankert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter im Taifun
(Bild: chu Ngoc)   Großbild klick!

Taifun Damrey größte Katastrophe der vietnamesischen Schifffahrt
(07.11.17) Der Taifun Damrey, der am 4. und 5.11. insgesamt rund 50 Menschenleben kostete, hat sich zum größten Desaster in der vietnamesischen Schifffahrtsgeschichte entwickelt - acht Frachter mit insgesamt 91 Mann Besatzung sanken oder havarierten, 25 Crewmitglieder der betroffenen Schiffe wurden noch vermisst, bis zu 10 Mann der Besatzungen starben. 18 Schiffe der SAR, Marine und Coastguard waren an Rettungsaktionen beteiligt. Unter den verunglückten Schiffen waren nach einer unvollständigen Liste folgende:
Der vietnamesische Bulkcarrier "Ha Trung 90", 3086 tdw (IMO-Nr.: 9576923) sank, die neunköpfige
Crew
Kutter gestrandet
(Bild: Binh Dinh)   Großbild klick!
wurde gerettet. Der mongolische Frachter "Fei Yue 9", 4367 tdw (IMO-Nr.: 9028639) strandete, die Crew aus neun Chinesen und sechs Burmesen wurde abgeborgen. Der vietnamesische Frachter "Than Hai 18", 3897 tdw (IMO-Nr.: 9369837, strandete, die Crew wurde gerettet.
Der vietnamesische Frachter "Hoa Mai 68", 3221 tdw (IMO-Nr.: 8668315), sank, die 11-köpfige Crew wurde gerettet. Der vietnamesische Frachter "Son Long 08", 3098 tdw (IMO-Nr.: 8748256), sank, von der 12-köpfigen Crew wurden 10 Mann gerettet, eine Mann starb, einer wurde vermisst.
Der vietnamesische Frachter "Nam Khahnh 26", 2355 tdw (IMO-Nr.: 9628582), sank, die 11-köpfige Crew wurde gerettet. Der 80 Meter lange Frachter "Bien Bac 16" (MMSI-Nr.: 574013434) sank, von der 10-köpfigen Crew wurden sechs Mann gerettet, zwei kamen ums Leben, zwei wurden vermisst.
Der Frachter "An Phu 68", (IMO-Nr.: 9355719), 1833 tdw, sank, die achtköpfige Crew wurde gerettet. Das Fahrgastschiff "Jupiter" sank, von der siebenköpfigen Crew wurde ein Mann tot geborgen, die übrigen sechs wurden vermisst. Darüber hinaus 228 etliche Fischereifahrzeuge oder rissen sich in den Häfen los, wurden in Kollisionen beschädigt oder wurden auf See hinausgetrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Werft in Bremerhaven
(07.11.17) Die Feuerwehr Bremerhaven wurde am 6.11. gegen Mittag zu einem Schiffsbrand auf einer Werft im Fischereihafen gerufen Das Feuer wurde gegen 10.58 Uhr gemeldet. Daraufhin wurde der 2. Löschzug, die Freiwillige Feuerwehr Wulsdorf und ein Löschschlepper alarmiert. Bei Erkundung durch die Einsatzkräfte fanden die Feuerwehrleute eine Rauchentwicklung unter Deck auf einem Arbeitsponton. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


25 Wracks im und um den Hardangerfjord erforscht
(07.11.17) In der vergangenen Woche wurden 25 neue Schiffswracks in den Tiefen des Hardangerfjord entdeckt. Die Firma Northconnect untersuchte den Grund in Vorbereitung der Verlegung eines Stromkabels von Simadalen in Eidfjord durch den Hardangerfjord und die Nordsee nach Peterhead in Schottland. In den vergangenen Monaten nahm das norwegische Offshore-Schiff "Stril Explorer", 3650 BRZ (IMO-Nr.: 9484845), die geplante Trosse unter die Lupe, um den günstigsten Weg zu finden.
In der vergangenen Woche beteiligte sich der Unterwasserarchäologe Tord Kristian Thode Karlsen des mairtimen Museums Bergen an der Arbeit. Es war zuvor bereits bekannt, dass es viele Wracks in dem Gebiet gab, doch es gab noch nie die Gelegenheit, sie näher zu untersuchen. Der Midtjord ist sehr tief, und die meisten Untersuchungen wurden bislang nur durch Taucher durchgeführt.
Diesmal war aber ein ROV im Einsatz, um den bis zu 800 Meter tiefen Fjord zu ergründen. Vom Hardangerfjord bis zum Norheimsund fanden sich 25 Wracks. Viele davon waren kleinere private Fahrzeuge, die meisten Schiffe stammten dabei aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Ein Wrack wurde als jenes der "Express" identifiziert, die 1873 bei Bølmahuk verloren ging. Sie war erst 1872 in Stockholm in der Umbruchszeit zwischen Segel- und Dampfantrieb erbaut und war mit beidem ausgestattet. Auf der Fahrt von Bergen nach Hamburg mit einer Ladung Hering ereilte es sein Schicksal, die Crew wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler mit Maschinenausfall vor Grönland abgeschleppt
(07.11.17) Am 6.11. erlitt der grönländische Trawler "Tasermiut", 2549 BRZ (IMO-Nr.: 8705838), Maschinenausfall vor der Südspitze Grönlands. Das Schiff wurde durch einen unter Færøer-Flagge registrierten Trawler in die geschützteren Gewässer des Prins Christians-Fjord geschleppt. Hier untersuchten das Polizeiboot “Sisak III" und das Inspektionsschiff "Tuluaq" den Havaristen in Hinblick auf eine Reparatur vor Ort oder andernfalls die Notwendigkeit, ihn in den nächsten Hafen zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Glory Amsterdam unterwegs nach Bremerhaven
(07.11.17) Am 6.11. gegen 22 Uhr verließ mit dem Abendniedrigwasser der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Glory Amsterdam", 40017 BRZ (IMO-Nr.: 9287182), fünf Tage nach seiner Bergung vor Langeoog den Marinehafen von Wilhelmshaven wieder. Er befand sich am Haken der Schlepper "Bugsier 2" (IMO-Nr.: 9338993), "Bugsier 10" (IMO-Nr.: 9429560), "Bugiser 11" (IMO-Nr.: 9800348), und wurde mit Kurs Bremerhaven auf die Nordsee hinausgezogen. Beim Transit der Weser gegen 14 Uhr machte auch noch die „"Svitzer Mallaig" (IMO: 9317901) fest. Der Havarist sollte am 7.11. gegen 15 Uhr mit der Flut ins Dock 5 der German Dry Docks in Bremerhaven zur Reparatur gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausgebrannter Trawler dürfte künstliches Riff werden
(07.11.17) Nach dem verheerenden Brand an der Storni Wharf in Puerto Madryn am 7.9. wurden zwischenzeitlich 350 Liter Öl aus den Tanks des Wracks des argentinischen Trawlers "Urabain", 1421 BRZ (IMO-Nr.: 7388243) abgepumpt. Die Iberconsa de Argentina SA hat auch bereits einen Ersatz für das verlorene Schiff in Argentinien gefunden, der Ende des Jahres oder Anfang 2018 von der alten Crew der „Urabain" übernommen werden soll. Für diese gab es nur noch zwei Optionen, das Abwracken auf dem Strand oder die Versenkung als künstliches Riff.
Eine Verschleppung nach Mar del Plata zum Abwracken ist unmöglich, weil der Rumpf durch den Brand zu stark geschwächt wurde. Das Zerlegen auf dem Strand von Puerto Madryn wäre sehr aufwändig, es müsste das entsprechende Gerät herangeschafft und dann alles Material wieder abtransportiert werden, was Monate in Anspruch nähme. Deshalb hat die Regierung von Chubut empfohlen, die „Urabain“ vor dem Hafen zu versenken. Dieser war erst unlängst als nationales Tauchkapital erklärt worden. Zuvor müssten noch umweltgefährdende Stoffe von Bord entfernt und einige Teile, die Taucher in Gefahr bringen könnten, abgeschweißt werden. In zwei Monaten könnte das Schiff fertig zur Versenkung sein. Auch ein aufgegebenes chinesisches Schiff im Hafen von Puerto Madryn wird wohl in Kürze die letzte Reise zum Meeresgrund antreten. Die argentinische Präfektur hat bereits den Daumen gehoben, und nun fehlt nur noch die Unterschrift von Staatssekretär Tomás Gerpe nach seiner Rückkehr von einer Chinareise.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kanonenboot aus dem 2. Weltkrieg aus der Wolga geborgen
(07.11.17) Das sowjetische 30-Tonnen-Kanonenboot “BK 31”, das im 2. Weltkrieg auf der Wolga gesunken war, ist am 5.11. geborgen worden. Nachdem es bei der Schlacht um Stalingrad von den Deutschen versenkt wurde, war es komplett im Grund des Flusses versunken und war nur zufällig vor zwei Jahren von Sporttauchern wiederentdeckt worden.
Nachdem das Wrack des einst von 13 Mann geführten Fahrzeugs zusammen mit Helmen, Munition, Münzen und anderen Artefakten gehoben worden war, soll es nun restauriert werden. Es hieß auch schwimmender Panzer, weil es mit einer Kanone wie auch die T-34_Panzer ausgerüstet war, und ging im Oktober 1942 unter, als die Deutschen die Rote Armee soweit zurückgedrängt hatten, dass Schiffe auf der Wolga in die Reichweite deutscher Artillerie gerieten.
Das Wrack war in drei Teile zerbrochen und stark korrodiert. Es wies starke Schäden durch Maschinengewehrfeuer und Minenwerfer auf. Das Gewicht betrug inzwischen durch den eingespülten Sand 150 Tonnen. Den Sand galt es zunächst wegzuspülen, dann konnte das Wrack gehoben werden. Nach der Restaurierung soll es im Stalingrad-Schlacht-Museum in heutigen Volgograd ausgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Anwohner wollen Phantom of the Aqua befreien
(07.11.17) In wenigen Tagen soll die Segelyacht “Phantom of the Aqua” von Santa Rosa Beach verschwunden sein und wieder in seinem Element schwimmen. Eine Gruppe von Anwohnern will Skipper John Hale helfen, sein Boot am 9.11. wieder auf See hinaus zu bekommen. Es war am 19.10. auf dem Walton County Beach gestrandet, mehrere Wochen, nachdem Hale sich im Hurrikan Nate im Golf von Mexiko von der Coastguard von Bord hatte retten lassen müssen.
Das verlassene Boot trieb dann auf den Miramar Beach, von dem eine Schlepperfirma es für 11,000 Dollar bergen würde. Dieses Geld hat er aber nicht, deshalb werden nun Personen mit Bergungsgerät gesucht, die stattdessen die Yacht befreien können. Hale kam derweil auch bei Anwohnern unter, und ein Crowdfunding-Account wurde eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Viertes Opfer der Bilal Bal gefunden
(07.11.17) Am 7.11. wurde die Leiche eines weiteren Crewmitglieds des gesunkenen Frachters "Bilal Bal" im Schwarzen Meer treibend entdeckt, sechs Tage nach dem Untergang vor Agva Karacaköy. Damit lag die bestätigte Anzahl von Opfern nunmehr bei vier. Drei Leichen hatten Taucher im Wrack in 88 Metern Tiefe entdeckt. Die Suche nach weiteren Opfern dauerte an.
Das Transportministerium gab unterdessen bekannt, dass sich kein diensthabender Kapitän an Bord des Schiffes befunden hatte, als es verunglückte. Der Kapitän war gemeinsam mit dem Chefingenieur und einem Mechaniker ohne Erlaubnis oder Wissen der Hafenbehörden von Bord gegangen. Dafür war ein anderer Mann ebenso ohne Genehmigung an Bord gekommen, bevor der Frachter in See stach. Es wurde von den zuständigen Behörden eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter “Touska”
(Bild: Hong Qi)   Großbild klick!

Rätselraten um Strandung der Touska
(06.11.17) Am Morgen des 6.11. sah man bei Tageslicht deutlich, wie der iranische Containerfrachter “Touska” 200 Meter vom Festland entfernt auf den Felsen am Ostende der unbewohnten Insel Magazine Island aufsaß. Hier war er am Vorabend auf der Reise von Kaoshiung nach Shenzen um 21.15 Uhr mit einem lauten, eine halbe Minute andauernden Krachen aufgelaufen. Funken, die Anwohner am Bug sahen, rührten aber nicht, wie befürchtet, von einem möglichen Feuer an Bord her, sondern vom vergeblichen Ankermanöver.
Sie waren der Wucht des Aufpralls mit 7,5 Knoten Fahrt zu verdanken, nachdem das Schiff aus dem East Lamma Channel abgekommen und dann auf der 400 Meter vor South Horizons in Ap Lei Chau gelegenen, unbewohnten Felseninsel, die mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist, gelandet war. Die 28-köpfige Crew des vollbeladenen Schiffs war unversehrt geblieben. Am 6.11. war nur der Schlepper "Hai Tong" (MMSI-Nr.: 477046500) vor Ort.
Die Behörden von Hong Kong hatten unterdessen eine Untersuchung eingeleitet, wie es zu der verhängnisvollen Kursabweichung kommen konnte. Wäre die Felseninsel nicht im Weg gewesen, hätte das Schiff auf das Wah Kwai Estate und einen Fischmarkt in Aberdeen zugehalten, wo auch andere Fahrzeuge vor Anker lagen. Die Sicht war normal, als sich die Havarie ereignete.
Am 4.6.2014 war der inzwischen verschrottete, deutsche Containerfrachter “Hansa Constitution”, 31730 BRZ (IMO-Nr.: 9124524), aus dem Fahrwasser des Lamma Channel abgekommen und eine Meile von der jetzigen Unfallstelle entfernt auf Grund gelaufen. Damals hatte es einen Maschinenschaden gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierte Segelyacht im Solent abgeschleppt
(06.11.17) Das RNLI-Boot „Alfred Albert Williams“ aus Bembridge kam am Nachmittag des 5.11. der 40 Fuß langen Segelyacht “Wanderer” zu Hilfe, die im Solent in Schwierigkeiten geraten war. Die Solent Coastguard alarmierte die Seenotretter um 14:10 Uhr, nachdem die dreiköpfige Crew der “Wanderer” einen Notruf gefunkt hatte. Der obere Teil des Mastes war heruntergekommen, außerdem blockierte der Propeller. Die Seenotretter lokalisierten die Yacht unweit des No Mans Land Fort, und schleppten sie zur Gosport Marina ab. Um 16.30 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station Bembridge.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekenterter Fischtransporter "Seikongen"
(Bild: Armada de Chile)   Großbild klick!

Lachskadaver werden aus Fischtransporter entfernt
(06.11.17) Am 6.11. begannen die Arbeiten, die Kadaver von 45.000 Camanchaca-Lachsen, insgesamt 214 Tonnen, aus dem 18 Tage zuvor gesunkenen chilenischen Fischtransporter "Seikongen", 1968 BRZ (IMO-Nr.: 9793985), zu entfernen. Diese waren am Kai der Pilpilehue-Farm mit Bestimmungshafen Chonchi verladen worden, verendeten dann aber, als das brandneue Schiff kenterte und sank. Taucher der Firma Oxxean dichteten am Nachmittag alle Ventile und Punkte, aus denen Öl auslaufen könnte, auf dem Wrack ab.
Am 1.11. hatte die Maritime Governance von Castro den Bergungsplan genehmigt. Binnen 21 Tagen soll die erste Phase der Bergungsarbeiten mithilfe der niederländischen Firma Ardent durchgeführt werden. Das Entfernen des organischen Abfalls war nicht ohne Risiken. Danach sollte der Treibstoff aus den Tanks gepumpt und schließlich das gesamte Schiff gehoben werden.
Die „Seikongen" lag seit ihrem Kentern auf 10 Metern Wassertiefe rund 250 Meter vor dem Strand von Pilpilehue. Sie wurde rund um die Uhr überwacht. Dazu war ein 35-köpfiges Team mit acht Booten und aller notwendigen Ausrüstung im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zerstörer “Comodoro Manuel Azueta – D 111”
(Bild: Joseph Laclette)   Großbild klick!

Ehemaliger US-Zerstörer wird künstliches Riff
(06.11.17) Am 6.11. um 12 Uhr sollte der 93 Meter lange, mexikanische Zerstörer “Comodoro Manuel Azueta – D 111”, 3030 ts, vor der Spitze von Antón Lizardo in der Alvarado-Gemeinde auf die letzte Reise zum Meeresgrund geschickt werden. Dazu wird der Rumpf an 28 strategisch ausgewählten Punkten mit kontrollierten Explosionen aufgerissen. Binnen sieben bis 10 Minuten soll das Schiff dann von der Wasseroberfläche verschwunden sein.
Sie gesellt sich dann zu dem Kanonenboot „Riva Palacio C50”, das 2001 auf 27 Metern Wassertiefe versenkt wurde. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto wird der Versenkungszeremonie vor Veracruz beiwohnen. Am Morgen des 4.11. wurde der Zerstörer nach Antón Lizardo geschleppt. Noch in diesem Jahr soll auch die "Teniente José Azueta” den Park von 25 gesunkenen Schiffen vor Veracruz ergänzen.
Die "Colonel Manuel Azueta" entstand als "Hurst" (DE-250) für die US-Marine im 2. Weltkrieg 1973 gaben die USA sie nach Mexiko ab, wo sie als Schulschiff der Marine und im Küstenwachdienst eingesetzt wurde. Nach über 40 Jahren im Dienst wurde das Schiff aus dem aktiven Einsatz genommen und nach über 60 Jahren wartet jetzt die letzte Aufgabe als künstliches Riff.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vier Tote bei Feuer auf Trawler
(06.11.17) Vier Männer kamen ums Leben, als auf dem mosambikanischen Garnelenkutter “Krustamoz II”, 230 BRZ (IMO-Nr.: 9225861) am 2.11. im Hafen von Quelimane/Mosambik um 8.30 Uhr ein Feuer ausbrach. Das Schiff war in seinen Heimathafen eingelaufen, nachdem es auf See technische Probleme gegeben hatte. Als im Maschinenraum gearbeitet wurde, entfachten Schweißfunken offenbar ein Feuer während der notwendigen Reparaturarbeiten.
Die Flammen griffen rasch um sich, und die Arbeiter wurden in dem Mashchinenraum eingeschlossen. Bei den Toten handelte es sich um einen Mann aus Ribeira (A Coruña), zwei Mosambikaner und einen Indonesier. Ein Mann konnte mit Verbrennungen ersten Grades gerettet werden und kam ins an Central Hospital of Quelimane.
Das Feuer konnte gegen 13 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Vor Ort waren der National Salvage Service sowie die Feuerwehren von Cornelder und des Quelimane Airport. Zeitweilig hatte es Befürchtungen gegeben, dass auch die Treibstofftanks explodieren könnten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier auch nach Bergung ohne Fortune
(06.11.17) Kein Glück hatte der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Harvest Sky", 50626 BRZ (IMO-Nr.: 9667332), auch nach seiner Bergung bei Limkou in Taiwan m Morgen des 14.10. Das Schiff war samt seiner Ladung von rund 60.000 Tonnen Kohle am 20.10. von der „Koyo Maru“ geborgen worden und hatte anschließend Kaohsiung die Fracht gelöscht, bevor er repariert werden sollte.
Das Schiff hatte Maschinenschaden und war nicht aus eigener Kraft fahrtüchtig. Deshalb wurde er am 31.10. weiter nach Zhoushan geschleppt. Doch am frühen Morgen des 3.11. riss sich der Frachter von seinem Schlepper in der nördlichen Straße von Taiwan los und begann, bei starkem nordöstlichen Wind wieder in Richtung taiwanesischer Küste zu treiben. Der Havarist driftete 130 Meilen weit durch den größten Teil der Straße, ehe es gelang, sieben Meilen vor Taixi, Yunlin, am frühen Morgen des 6.11. endlich Anker zu werfen.
Die “Harvest Sky” ist 234,98 Meter lang, 38 Meter breit, hat 14,46 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 95.717 Tonnen. Sie läuft für die Daiichi Chuo Marine Co. Ltd. in Tokio und wurde 2013 in Imabari erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank in Alvsvåg
(06.11.17) Geringe Mengen Diesel liefen im Wasser, nachdem am 5.11. ein alter Holzkutter beim Bootshaus in Alvsvåg gesunken war. Die Feuerwehr von Bømlo war am Nachmittag in Alvsvåg im Einsatz, um den Ölfilm zu beseitigen. Dieser befand sich zu der Zeit vor Longøyno. Nur die Aufbauten des Kutters waren noch über Wasser sichtbar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung von Yacht in Saint Valery vorerst gescheitert
(06.11.17) Am 5.11. gaben vier Freunde die Bergung der acht Meter langen Segelyacht „Jean-Sylv“ auf, die am 22.10. längsseits einer Barge auf dem Kanal de la Somme am Jules-Verne-Kai in Saint-Valery-sur-Somme gesunken war. Nur noch der Mast ragte seither aus dem Wasser. Der Eigner hatte nun versucht, gemeinsam mit Freunden die 3-5-Tonnen-Yacht mithilfe von Seilen, Autos mit einer Winde und einem Schlauchboot wieder zum Schwimmen zu bekommen. Doch sie mussten am Nachmittag kapitulieren und kehrten unverrichteter Dinge nach Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais) zurück. Nun sollten am 7.11. professioneller Berger anrücken. Die Wasserbehörden hatten Eigner Berckois ein Ultimatum zur Räumung des Boots, das die Hydraulik der Brücke des Hafens von Saint-Valery-sur-Somme, gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Vermisste vor Dalian
(06.11.17) Drei Menschen wurden vermisst, nachdem ein Kutter am Abend des 5.11. vor Dalian in Nordost-China kenterte. Das MRCC in Dalian wurde gegen 22 Uhr alarmiert. Die 10-köpfige Crew war bei dem Schiffbruch im Wasser gelandet.
Passierende Schiffe retteten sieben Fischer aus dem Wasser. Von den übrigen drei fehlte zunächst jede Spur. Rettungsschiffe, Helikopter und andere in dem Unglücksgebiet befindlichen Schiffe nahmen die Suche auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Tote und mehrere Vermisste bei Unglück in Bihar
(06.11.17) Am 5.11. kenterte in Bihar ein überladenes, indisches Fährboot mit 30 Personen an Bord auf dem Bagmati River im Samastipur-Distrikt. 12 Personen wurden lebend, drei weitere tot geborgen. Mehrere andere wurden noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen


Pub wegen Bootsbrand von der Polizei geräumt
(06.11.17) Ein rund 45 Fuß langes Motorboot, das zur Reparatur auf dem Slip der Werft des Stones Marina Centre an der Stewart Avenue in Nanaimo lag, wurde am Abend des 4.11. durch ein Feuer komplett zerstört. Die Feuerwehr wurde kurz nach 21 Uhr alarmiert, doch als sie eintraf, stand das Schiff bereits in Vollbrand. Sechs bis zehn Meter hohe Flammenbündel schlugen aus dem Deck in die Höhe.
16 Einsatzkräfte versuchten, des Brands Herr zu werden. Sie konnten aber nicht verhindern, dass das Boot zum größten Teil ein Opfer der Flammen wurde. Auch die Royal Canadian Marine Police wurde zur Unterstützung verständigt.
Sie half dabei, die Umgebung zu evakuieren, darunter auch den nahen Miller’s Pub. Dessen Gäste weigerten sich zunächst, weil sie dort ein im Fernsehen laufendes Kunstevent verfolgten und die Einrichtung nicht verlassen wollten. Explodierende Gasflaschen stellten aber eine große Gefahr dar. Nach etwa 90 Minuten konnten die Gäste gegen 23 Uhr in den Pub zurückkehren. Am 6.11. sollte eine Untersuchung beginnen. Andere Boote wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Touristenboot in Thailand gekentert – alle gerettet
(06.11.17) Ein Ausflugsboot mit 16 chinesischen Touristen und etlichen Thailändern an Bord sank am Morgen des 5.11. nahe Koh Raya in der Phang Nga Bay. Es hatte zuvor Maschinenschaden erlitten, und während die Crew noch versuchte, diesen zu beheben, brachten große Wellen das Boot vor dem Ao Phang Nga National-Park zum Kentern. Ein 29-jähriger Chinese erlitt Verletzungen an Brust und Armen, die anderen wurden unversehrt gerettet. Vor Ort herrschte stürmische See.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack gestrandeten Kutters zieht Strandgänger an
(06.11.17) Das Wrack des Kutters “Pacific Paradise” lag drei Wochen nach seiner Strandung weiter vor dem Strand von Waikiki, und es gab keine Anzeichen einer bevorstehenden Bergung. Sorgen bereitete, dass es inzwischen zu einem Unterwasserspielplatz geworden ist und Menschen daraufklettern, vn ihm ins Wasser springen und sich dabei in Gefahr begeben. Trotz eines Patroullienbootes, das eine Sicherheitszone von 500 Yards um das Schiff überwachen soll, lassen sich die Leute nicht abhalten.
Die Lifeguards der Ocean Safety warnten wiederholt vor dem Betreten des halb unter Wasser liegenden, teilweise ausgebrannten Schiffes. Auch die Coast Guard riet, zur eigenen Sicherheit von der “Pacific Paradise” fernzubleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


“Caroline” auf den Felsen
(Bild: Alfio Quatrocchi)   Großbild klick!

Gestrandete Kieler Yacht vor Calasetta abgebrochen
(05.11.17) Das Wrack der Kieler Yacht “Caroline”, die vor einem Jahr vor Calasetta strandete, wurde jetzt wieder schwimmfähig gemacht, allerdings nur, um zum Abwracken in einen Hafen gebracht zu werden. Ursprünglich sollte es vor Ort zerlegt werden, doch die Behörden haben einen anderen Plan entworfen. Das Wrack am Punta de Salina war ein Anziehungspunkt für Touristen und Fotografen geworden, seit es am 7.11.2016 auf der Sardinien vorgelagerten Insel Antioco auf Grund lief.
Das Schiff gehörte Jörg Diesch, der 1976 Olympiasieger im Flying Dutchman mit seinem Bruder Eckart als Vorschoter wurde. Der Kieler räumte nach der Strandung ein, bei einem Manöver für einen Moment nicht aufgepasst zu haben. Der Arzt im Ruhestand hatte sich bis dahin intensiv der Gület "Carolin" gewidmet, die ihren Stammliegeplatz im türkischen Göcek hatte.
Er hatte das 26 Meter lange Schiff 1997 erworben und wollte mit ihr den Atlantikqueren. Als sich substanzielle Schwierigkeiten mit Rumpf und Kiel ergaben, blieb das Boot im Mittelmeer. Im September 2016 war es aber in Bozborun doch auf größere Fahrt vorbereitet worden, Teile der Beplankung wurden erneuert, das Ruder verstärkt. Über Griechenland und den Kanal von Korinth ging es nach Italien.
Dort endeten die Reise und das Schiff bei einem missglückten Ankermanöver bei Antioco. Der 65 Jahre alte Eigner hatte beim Segelbergen nicht richtig auf die Karte geschaut, und es gab eine Grundberührung. Es herrschte zwar wenig Wind, aber die großen Wellen schoben das Boot trotz sofortiger Versuche, mit voll zurück wieder freizukommen, innerhalb weniger Minuten weit auf das felsige Ufer. Es lag nach kurzer Zeit mit 40 Grad Krängung hoch und trocken.
Am nächsten Morgen brachte Diesch eine Leine zu den nächstgelegenen Felsen am Land aus, und die Crew rettete sich durch die hohe Brandung an Land. Zwei Tage später gelang es bei nachlassender Brandung noch Ausrüstung von Bord zu holen. Einige Dinge von Wert waren allerdings schon verschwunden. Nach einem Internet-Aufruf brachten die Diebe zumindest zwei Taschen mit Elektronikteilen wieder zurück.
Das Schiff war nicht mehr zu retten und wurde zum Totalverlust erklärt. Nach einem Jahr ist es nun gänzlich verschwunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Fähre "Janas"
(Bild: justferries.de/)   Großbild klick!

Kollision in Livorno
(05.11.17) Die italienische Fähre "Janas", 35736 BRZ (IMO-Nr.: 9222534), kollidierte beim Auslaufen aus dem Hafen von Livorno in Richtung Olbia am 4.11. um 21.30 Uhr mit einem am Kai vertäuten Frachter. Der Schaden blieb zwar gering, dennoch musste das mit 456 Passagieren besetzte Schiff zu den notwendigen Untersuchungen wieder in den Hafen zurückkehren. Menschen kamen nicht zu Schaden. Am 5.11. gegen drei Uhr durfte die “Janas” den Hafen wieder verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Boot geht auf letzte Tauchfahrt zum Meeresgrund
(05.11.17) Das aus dem 2. Weltkrieg stammende U-Boot USS “Clamagore” der US Navy soll vor Juno Beach, Florida, als künstliches Riff versenkt werden. Es ist 69 Meter lang und liegt derzeit als Museumsschiff in Palm Beach County. Ein Teil des Bootes soll für museale Zwecke erhalten bleiben, der Rest auf 27 Metern Tiefe auf Grund gelegt werden.
Die Umsetzung des Projektes wird vier Millionen Dollar kosten. Im Juni 2018 soll das Boot auf die letzte Tauchfahrt zum dauerhaften Verbleib auf dem Meeresgrund gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre im Sturm auf Kai in Penang geschoben
(05.11.17) Die malaysische 440-Tonnen-Fähre „Pulau Pinang” wurde am 5.11. von großen Wellen auf einen Kai in Penang geschleudert. Gegen zwei Uhr setzten sie das eine Ende des Schiffes, das gegen Mitternacht festgemacht hatte, auf die Betonstruktur. Zuvor hatte es heftig in den Wellen gerollt, dann wurde es den Kai hinaufgeschoben. Gegen 14 Uhr sollte die Flut 2,42 Meter hoch auflaufen, und es wurde gehofft, dass die Fähre dann wieder zurück ins Wasser gezogen werden könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Brücke
(05.11.17) Der US-Schlepper “Cooperative Venture”, 693 BRZ (MMSI-Nr.: 366984850), der mit einer Reihe von Bargen auf dem Misssissippi unterwegs war, kollidierte am frühen Morgen des 26.10. mit der Pig’s Eye Railroad Bridge in St. Paul und richtete einen Schaden von rund 500,000 Dollar an. Der Schubverband war auf Südkurs, als er gegen die Brücke südöstlich des Holman Field Airport stieß. Die Coast Guard Upper Mississippi River leitete eine Untersuchung gemeinsam mit dem National Transportation Safety Board ein.
Die Brücke der Union Pacific Railroad dürfte einige Zeit außer Betrieb sein. Die Schätzungen gingen allerdings weit auseinander, zwischen einem Jahr und 30 Tagen. Über die Brücke lief Eisenbahnverkehr von Kanada bis nach Mexiko. Während der Reparatur können Schiffe nur unter einem Brückenbogen im Einbahnverkehr hindurchfahren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britisches U-Boot-Wrack bei Suche nach polnischem Boot entdeckt
(05.11.17) Durch Zufall wurde jetzt die letzte Ruhestätte von 58 britischen Seeleuten entdeckt, die mit dem 88 Meter langen U-Boot HMS “Narwhal” untergingen. Eine Gruppe polnischer Taucher der Santi Diving fand das Wrack in 94 Metern Tiefe auf dem Nordseegrund auf der Suche nach einem anderen Boot, der ORP „Orzel“ Ein 3-D-Radarscan zeigte, dass das 1940 von der deutschen Luftwaffe versenkte Boot gut erhalten ist.
Die mit 12 Topedos ausgestattete “Narwhal”, damals eines der stärksten britischen Boote, hatte unter Lieutenant Commander Ronald Burch auf ihrer letzten Reise ihre Base in Blyth, Northumberland, verlassen, um vor dem von den Deutschen besetzen Norwegen Minen zu legen. Doch die Deutschen hatten einen Geheimcode der Royal Navy geknackt und kannten die Route des Bootes, das am 23.7. von Dornier-Bombern attackiert und zerstört wurde. Es lag seither 140 Meilen vor der schottischen Ostküste.
Die „Narwhal“ ihrerseits hatte das erste im Dritten Reich erbaute U-Boot „U-!“ am 6.4.1940 auf Patroullie versenkt. Die „Orzel” war verschwunden, seit sie der deutschen Invasion Polens 1939 entkommen war. Seit 10 Jahren suchten die Taucher ohne Erfolg nach ihr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kokosnussfrachter in Brandung zerschmettert
(05.11.17) Der indonesische Frachter “Pesona Kharisma”, der mit 180 Tonnen Kokosnuss beladen war, sank am 4.11. rund 20 Meilen vor Kuala Terengganu. Das Schiff war von Tambilahan in Sumatra nach Narathiwat in Thailand unterwegs, als es zu Wassereinbruch im Maschinenraum kam. Die Maschine fiel aus, und der Havarist wurde auf einer Mole in Stücke zerschlagen.
Um neun Uhr fing die Gong Badak-Polizeistation einen Notruf der siebenköpfigen Crew auf, die in ein kleines Boot geflüchtet war und auf den Strand von Teluk Ketapang zuhielt. Trotz starker Brandung erreichten sie sicher das Land. Das Immigration Department und die Botschaft in Kuala Lumpur nahm sich der Schiffbrüchigen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Moorea havariert
(05.11.17) Am 4.11. kam es auf der unter der Flagge Französisch-Polynesiens laufenden Fähre "Aremiti 2", 4063 BRZ (IMO-Nr.: 9653824), die unterwegs von Tahiti nach Moorea war, zu einem Wassereinbruch an einer der vier Maschinen, die daraufhin ausfiel. 20 Minuten lang trieb das Schiff, um 7:15 Uhr in Papeete abgelegt hatte, im Meer. Dann nahm es wieder Fahrt auf und erreichte mit Verspätung Moorea. An der Vaiare Wharf wurden Reparaturen ausgeführt, und um 11 Uhr konnte die Fähre den Hafen wieder verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taifun sorgte für Chaos an Vietnams Küste
(05.11.17) Im Taifun Damrey, der am 4.11. über die Küste von Süd- und Zentral-Vietnam zog und erhebliche Schäden anrichtete, wurden etliche Handelsschiffe auf Strand getrieben oder sanken. Als die "Thanh Hai 18”, 2349 BRZ (IMO-Nr.: 9369837), auf Grund lief, starben zwei Mann, 11 weitere wurden vermisst. Auch der mongolische Frachter "Fei Yue 9", 2970 BRZ (IMO-Nr.: 9028639), mit neun Mann an Bord wurde auf Felsen geworfen.
Andere betroffene Schiffe waren die "Bi?n B?c" mit 10 Mann an Bord, die "Hoa Mai 68" mit einer 11-köpfigen Crew, die mit 12 Mann besetzte "Son Long 08", das Fahrgastschiff "Jupiter" mit sieben Personen an Bord, die "Hà Trung 98", 1598 BRZ (IMO-Nr.: 9576923), mit 10 Mann und die "Nam Khánh 26" mit 11 Mann. Auch die "An Phú 168" mit einer siebenköpfigen Crew geriet in Schwierigkeiten, die Besatzung wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Yacht nach Eyemouth eingeschleppt
(05.11.17) Die 26 Fuß lange Segelyacht “Chuckles”, die am 4.11. von Berwick upon Tweed, nach Eyemouth ausgelaufen war, erlitt in der Anfahrt auf den Zielhafen Motorausfall und bat um Assistenz. Das RNLI-Boot aus Eyemouth lief zur Hilfeleistung aus und erreichte wenig später die östlich des Hafens treibende Yacht mit ihrer zweiköpfigen Crew. Das Boot wurde im schwindenden Tageslicht in Schlepp genommen und eine Stunde später im Hafen ovn Eyemouth sicher festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter lief auf Pulverinsel
(05.11.17) Auf der Reise von Xiamen nach Shenzen lief der iranische Containerfrachter "Touska", 54851 BRZ (IMO-Nr.: 9328900), am 5.11. um 21.15 Uhr an der Ostspitze von Magazine Island, auf der im späten 19. Jahrhundert britische Händler ein Pulverdepot für die Versorgung der in Hongkong stationierten englischen Truppen eingerichtet hatten, auf Grund. Das Schiff war zum Hafen von Hongkong unterwegs, als es auf einmal offenbar außer Kontrolle geriet, hart nach Steuerbord abdrehte und mit 7,5 Knoten Fahrt trotz ausgebrachten Ankers auf den Felsen der Insel landete.
Die Anwohner von Hoi Yi wurden durch ein lautes Krachen alarmiert und sahen nach der Kollision Funken im Bugbereich. Sie fürchteten einen Brand an Bord. Die Marinepolizei, Feuerwehr, Krankenwagen und das Marine Department eilten zur Unglücksstelle. Die rund 20-köpfige Crew war aber unversehrt geblieben. Inzwischen trafen auch der in Hongkong stationierte Schlepper “Hai Hoi (IMO-Nr.: 9688271), die Löschboote 1, 4 und 8 sowie das Lotsenboot "Pilot 1" an der Strandungsstelle ein.
Die “Touska” ist 294,12 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 13,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 66.432 Tonnen. Sie läuft für Rahbaran Omid Darya in Teheran und wurde 2008 bei Hyundai in Ulsan als „Iran Sahand“ erbaut. Sie lief von 2008 bis 2012“ als „Sahand“ und dann bis 2012 als „Adalia“.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Glory Amsterdam“ in Wilhelmshaven
(Bild: Roland Wigran)   Großbild klick!

Ermittlungen gegen Kapitän der „Glory Amsterdam“
(04.11.17) Die wasserschutzpolizeilichen Ermittlungen an Bord der "Glory Amsterdam" in Wilhelmshaven haben zu folgendem bisherigen Ergebnis geführt: Bei Sichtung der Einsatzprotokolle und durch Zeugenaussagen hat sich ein Anfangsverdacht gegen die Schiffsführung des Havaristen ergeben, das durch deren fehlende Kooperations-bereitschaft mit dem Notschlepper bei den ersten Bergungsversuchen eine Beseitigung der Gefahrenlage verhindert wurde und es dadurch zu der Strandung vor Langeoog gekommen sei.
Aus diesem Grund wurde nun strafrechtlich gegen den 48-jährigen chinesischen Kapitän wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs gem. § 315a STGB ermittelt. Zur Sicherung des Strafverfahrens wurde nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung in Höhe von 9.000 Euro eingezogen. Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) hatten den Frachter zuvor inspiziert und unter anderem den Schiffsdatenschreiber ausgewertet. Auf diesem wurden die Gespräche auf der Brücke sowie Geschwindigkeit und Position des Schiffes aufgezeichnet. Auch die Besatzung wurde zum Hergang der Havarie befragt.
In den kommenden Wochen sollten dann auch die Daten des Hochseeschleppers "Nordic" und die Protokolle des Havariekommandos ausgewertet werden. Erst nach Abschluss des Verfahrens in etwa einem wird ein Untersuchungsbericht veröffentlicht.
Weitere Experten untersuchten parallel zur BSU Tanks und Rumpf des Schiffes. Die seerechtliche Aufarbeitung oblag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Dabei geht es unter anderem auch um die Klärung von Kostenübernahmen und Versicherungsfragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Ella" verlässt Hartlepool
(Bild: Tom Collins)   Großbild klick!

Gesunkenes Restaurantschiff vor Lowerstof wird geräumt
(04.11.17) Das Wrack des einstigen britischen Restaurantschiffs "Ella", 136 BRZ (IMO-Nr.: 5428087), das am 6.7. sank, als sie sich im Schlepp der "Kingston Lacey" von Hartlepool nach Rochester befand und seither 3,5 Meilen südöstlich von Lowestoft eine Gefahr für die Schifffahrt darstellte, soll nun geborgen werden. Der Secretary of State’s Representative for Maritime Salvage and Intervention richtete dazu eine Sicherheitszone von 500 Metern um das Wrack ein und legte Tonnen aus. Ein holländisches Konsortium aus der DUC Marine Group und Multraship Towage and Salvage erhielt den Auftrag, das Schiff komplett zu räumen.
Die "Ella hatte seit 2007 in der Hartlepool Marina gelegen und dem Benidorm-Comedy-Star Chrissy Rock gehört, war aber zuletzt als Schandfleck bezeichnet worden. Sie war 1961 bei der Boel & Zoon NV in Temse als Schlepper "Marg. Gerling" erbaut worden für die Willem Muller Terneuzen BV (Sleepdienst Willem Muller Nederland BV) - Terneuzen. Nach einer Kollision mit dem norwegischen Bulkcarrier "Aino" am 27.6.1979 bekam sie ein neues Deckshaus.
Von 1991 bis 1999 lief sie als "Zeeland" und wurde 2002 zur "Ella" von Richard Harvey in Grimsby. In Hartlepool erfolgte der Umbau zum Restaurantschiff, das bis zu 60 Personen beherbergen konnte. Im Juli 2017 ging es erst an die Kent Marine Towage - West Malling und dann auf der Überführung auf den Medway auf Position 52°25'23"N-01°49'67"O bei der East Barnard-Leuchttonne in rauer See verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker "Europa"
(Bild: WSA)   Großbild klick!

Tankmotorschiff erlitt auf Rhein Wassereinbruch
(04.11.17) Am 03.11. wurde die Wasserschutzpolizei St. Goar durch die Revierzentrale Oberwesel über eine Havarie des deutschen Binnentankers "Europa", 2647 ts (EU-No.: 04809120), unterhalb des Betteckes bei Rheinkilometer 553,500 informiert. Auf dem von Duisburg nach Mannheim auf dem Rhein zu Berg fahrenden, 110 Meter langen Schiff, das mit 1.350 t Ethanol (UN 1170) beladen war, war es zu einem Maschinenausfall gekommen, nachdem der Schiffsführer verkehrsbedingt warten musste. Das Schiff hatte die Passage eines talfahrenden Kuppelverbands abgewartet.
Als es wieder Fahrt aufnahm, stellte er fest, dass kein Vortrieb mehr vorhanden war. Nach dem Wahrnehmen ungewöhnlicher Geräusche aus dem Maschinenraum bemerkte die Crew, dass die Antriebswelle verschoben war und nun Wasser in den Maschinenraum eindrang. Da der Wassereinbruch nicht mit bordeigenen Mitteln kontrolliert werden kann, musste die örtliche Feuerwehr zu Hilfe gerufen werden.
Ein zufällig vor Ort befindlicher Schubschlepper bugsierte den Havaristen derweil aus der für die Berufsschifffahrt nautisch anspruchsvollen Wahrschaustrecke zwischen Oberwesel und St. Goar zu einer Position auf Höhe von Oberwesel, wo er bei Rheinkilometer 549,900 von dem Arbeitsboot "Rheinland" (MMSI-Nr.: 211510040) gehalten wurde. Der zuständige Strommeister und ein Versicherungsexperte waren vor Ort. Eine Fachfirma fixierte während der Nachtstunden die Propellerwelle mechanisch so fixieren, dass das Leck abgedichtet werden konnte.
Wie das havarierte Schiff weiter nach Mannheim oder in eine Werft gebracht werden sollte oder ob es zunächst geleichtert werden musste, war am 4.11. noch unklar. Die "Europa" war vor ihrer Havarie gerade in einer Werft in den Niederlanden gewesen. Die Wasserschutzpolizei St. Goar vermutete, dass dort unsachgemäße Arbeiten durchgeführt worden sind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff kollidierte mit Eisenbahnbrücke
(04.11.17) Am Abend des 29.10. schätzte der 48-jährige Schiffsführer die Durchfahrtshöhe der Eisenbahnbrücke kurz vor dem Schleusentor in Strullendorf falsch ein und kollidierte mit dieser. Dabei wurden der Geräteträger über dem Ruderhaus samt aller daran befestigten Navigationsgeräte abgerissen und das Dach des Ruderhauses verbeult.
Die Wasserschutzpolizei und Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes ordneten ein Weiterfahrverbot an, bis die Geräte durch eine Fachfirma repariert waren. Der Schiffsführer wurde nach dem Schifffahrtsrecht angezeigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter saß bei Hagenør fest
(04.11.17) Am 3.11. gegen sechs Uhr lief der zyprische Frachter "Frakt Vik", 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9356579) von Aviles kommend auf eine Sandbank vor Hagenør in Skærbæk. Er kam rund 75 bis 100 Meter vom Ufer des Lillebælt entfernt fest. Das dänische Marinekommando wurde informiert und schickte das Patroullienboot "Nymfen", das sich gerade in der Nähe befand. Es wurde kein Ölaustritt festgestellt, und der Frachter erhielt um 11.20 Uhr die Erlaubnis, mit eigener Kraft zu versuchen, freizukommen. Dies gelang ihm auch nur 20 Minuten später, und er wurde dann an der Strandungsstelle von Tauchern auf mögliche Rumpfschäden hin untersucht und von den dänischen Behörden mit einem Weiterfahrverbot belegt. Um 13 Uhr durfte er die Fahrt fortsetzen und nahm Kurs auf Apenrade, wo er um 15.45 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ever Smart hat 42 Container im Pazifik verloren
(04.11.17) Der britische Frachter "Ever Smart", 75246 BRZ (IMO-Nr: 9300403), verlor am 30.10. 42 Container etwa 700 Meilen östlich von Japan. Vermutlich trug stürmische See zu dem Ladungsverlust auf dem nordwestlichen Pazifik bei. An diesem Tag zog dort ein kräftiger Hurrikan durch. Die „Ever Smart" war auf der Reise von Taipei nach Los Angeles, wo sie am 8.11. erwartet wird. Der britische Maritime Accident Investigation Branch leitete eine Untersuchung ein.
Am 12.2.2015, war die "Ever Smart" in Jebel Ali mit dem Tanker "Alexandra 1" kollidiert. In der damaligen Untersuchung stellte der MAIB fest, dass Fehler beim Ausguck zu dem Unfall beigetragen hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier aus brenzliger Lage befreit
(04.11.17) Am 3.11 um 11.45 Uhr. traf der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Blessing W", 17968 BRZ (IMO-Nr.: 9397262), im Hafen von Liepaja ein, rund fünf Tage nachdem er im Bømlafjord südlich von Mosterhamn am 30.10. havariert war. Das Schiff war am 15.10. aus Dakar ausgelaufen und hatte einen Maschinenausfall erlitten. Es trieb nur noch 300 Meter vom Land entfernt, als das NSSR-Rettungsboot "Bergen Kreds“ vor Ort eintraf. Es hätte an dem 171 Meter langen Frachter allerdings allein wenig ausrichten können.
Retter in der Not war der immerhin 40 Meter lange, norwegische Frachter “Eva Elisabeth“ (MMSI-Nr.: 257861700), der sich auf der Fahrt von Leirvik in Hyllestad nach Karmsund in der Nähe befunden hatte. Er drückte so lange gegen den Havaristen, bis ein Schlepper übernehmen konnte, und hielt ihn so einigermaßen auf Position. Zugute kam den Rettern auch das ruhige Wetter, wegen dem auch der ausgebrachte Anker im Grund hielt. In der Nacht zum 31.10. konnte die “Blessing W” Mosterhamn wieder verlassen, nachdem es gelungen war, die Maschine wieder zu starten.
Als das Schiff noch als "Fourseas SW" lief, wurde es am 13.2.2012 Opfer einer Attacke von Piraten rund 110 Meilen vor der Küste von Lagos, Nigeria. Kapitän und Chefingenieur wurden von den Angreifern erschossen, als diese um sich feuerten, die übrige Crew konnte in einen Schutzraum fliehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff mit Schlagseite in Moordrecht
(04.11.17) Am 3.11. um 21.45 Uhr entwickelte das holländische Baggerschiff "Cornelis Sr", 995 ts (EU-Nr.: 2325619), das am Kai der Julianasluisstraße in Moordrecht vertäut war, auf einmal Schlagseite nach Backbord. Die Feuerwehr wurde gerufen und ein Fehler in einem Hydrauliksystem als Verursacher der Krängung des 70 Meter langen Havaristen gefunden. Gemeinsam mit Gemeindevertretern wurde vor Ort entschieden, eine Fachfirma zu rufen, die das Problem dauerhaft lösen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Glory Amsterdam" auf dem Weg nach Wilhelmshafen
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Glory Amsterdam nach Wilhelmshaven geschleppt
(03.11.17) Am 19 Uhr endete am Hannoverkai im Nordhafen von Wilhelmshaven die Odyssee der „Glory Amsterdam“ vorerst. Hier sollten das Schweröl und der Marinediesel abgepumpt und dann die Tanks von innen auf mögliche Risse untersucht werden. Außerdem war geplant, dass Tauchroboter oder Taucher den Rumpf des Frachters von außen inspizieren. Das Havariekommando erklärte um 19.45 Uhr seinen fünftägigen Einsatz offiziell für beendet.
Die Schleppreise der "Glory Amsterdam" von Langeoog nach Wilhelmshaven war ohne Zwischenfälle verlaufen.
Insgesamt 11 Schiffe, drei Hubschrauber und das Do-228-Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos eskortierten den Havaristen auf dem Weg dorthin. Das Schiff hat bis auf den Defekt an der Ruderanlage wohl keine strukturellen Schäden gezeigt. Auch Schadstoffaustritte konnten nicht festgestellt werden. Die Anker blieben an der Strandungsstelle zurück, nachdem sie gegen den Widerstand der Frachtercrew von den Bergern abgetrennt worden waren.
Die Bundesstelle für Seefalluntersuchung (BSU) beschäftigte sich bereits mit der Havarie des Schüttgutfrachters. Sie war aktuell bei der Voruntersuchung. Ob es zu einer vollständigen Untersuchung komme, sollte sich in den nächsten Tagen zeigen. Kommt es zu einer solchen Untersuchung, wird der Bericht mit einer Sicherheitsempfehlung enden, um künftige gleichartige Unfälle soweit wie möglich zu vermeiden.
Das Havariekommando, aus dessen Feder das Notfallkonzept stammt, wies unterdessen gegen die Einrichtung erhobene Vorwürfe zurück. Man dürfte die Wetterverhältnisse da draußen nicht vergessen. Es gebe einfach natürliche Grenzen, die man nicht im Griff habe, sagte der Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees.
Den gescheiterten Rettungsversuch der "Nordic" begründete er damit, dass sich aufgrund des heftigen Sturms der Kapitän des Frachters geweigert habe, Crewmitglieder an Deck zu schicken, um eine Leine vom Schlepper anzunehmen.
Gleichzeitig war es zunächst auch nicht möglich gewesen, ohne Lebensgefahr Spezialisten per Hubschrauber auf dem Havaristen abzusetzen, die diese Aufgabe hätten übernehmen können. Nachdem später vier Bergungsexperten auf das Schiff abgewinscht werden konnten, wurde zwar eine Schleppverbindung hergestellt, doch sei diese trotz des bestmöglichen Materials immer wieder gebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen


“La Silta”, Löschversuche
(Bild: Vigili del Fuoco)   Großbild klick!

Luxusyacht sank brennend vor Castellammare
(03.11.17) Die 28 Meter lange, britische Luxusyacht “La Silta” geriet am 2.11. vor Castellammare di Stabia, Neapel, in Brand. Es lag im Touristenhafen und wurde von der Coastguard und der Feuerwehr sicherheitshalber auf See hinaus gezogen, um ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarlieger zu verhindern. Der Brand war in einer Kabine entstanden und breitete sich schnell aus.
Die fünfköpfige Crew aus der Schweiz und Vietri sul Mare wurden unversehrt von der Küstenwache gerettet. Das Boot sank im Vollbrand rund drei Meilen vor dem Hafen von Castellammare auf 60 Metern Wassertiefe. Es kam zu keinen Verschmutzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kreuzfahrtschiff “Ocean Dream“ gekentert
(Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!

Gekenterte Ocean Dream wird nun stückweise abtransportiert
(03.11.17) Stück für Stück wird derzeit das einstige Kreuzfahrtschiff “Ocean Dream“, 17042 BRZ (IMO-Nr.: 7211517) demontiert, das seit dem Frühjahr 2016 unweit von Laem Chabang, Thailand, auf der Seite lag und nur noch mit der Steuerbordseite aus dem Wasser ragte. Arbeiter nutzen dabei die ehemaligen Rettungsboote des Schiffes, um abgeschweißten Schrott abzutransportieren. Die Arbeiten sollten rund ein halbes Jahr dauern.

Kreuzfahrtschiff “Ocean Dream“ wird vorbereitet
(Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!
Bergungsversuche waren fehlgeschlagen, nachdem das sich selbst überlassene Schiff am 27.2.2016 auf der Reede von Laem Chabang eine Meile vor dem Hafen Wassereinbruch erlitten hatte und gekentert war. Auf dem Wrack waren später große Stahlstützen angeschweißt worden, um es mithilfe daran festgemachter Trossen aufzurichten. Dies war aber trotz mehrfacher Anläufe nicht gelungen.
Das Schiff war 1970 von der Kloster Rederi A/S Oslo, bei der Cant. Nav. dell Tirreno e Riuniti, Riva Trigoso, in Auftrag gegeben und noch während des Baus 1972 an die P&O Lines in London verkauft worden. Am 29.4. wurde es auf den Namen „Spirit of London“ getauft und am 11.10. abgeliefert. Am 11.11. ging es auf die erste Fahrt von Southampton nach San Juan.
Danach war es vor der US-Westküste im Einsatz. Am 9.10.1974 ging es an die Princess Cruises und wurde in “Sun Princess” umbenannt. Im Februar 1989 wurde es zur „Starship Majestic“ der Premier Cruise Line, Nassau. Am 5.3.1995 erfolgte die Umbenennung in „Southern Cross“ in Charter der CTC Cruise Line.
Im Oktober 1997 erwarb die Festival Cruise, Nassau, das Schiff und taufte es „Flamenco“. Am 24.1.2004 wurde es nach Konkurs der Reederei in Gibraltar aufgelegt und im Februar an die Cruise Elysia Inc, Panama, verkauft, die es in “Elysian Flamenco“ umbenannte. In Charter der Globalia lief es dann als “New Flamenco” und wurde im Januar 2005 an die Fulton Shipping Inc., Panama, verkauft.
Nach einem Maschinenschaden beim Einlaufen nach Ibiza kollidierte es am 4.7.2006 mit einem im Hafen liegenden Tanker. Im Februar 2007 begann eine Charter der Abu Dhabi Tourism Dev, Abu Dhabi, die es als Hotelschiff einsetzte. 2009 ging es an die Singapore Star Shipping, Panama, und es folgte die Umbenennung in “Flamenco 1”.
Im selben Jahr wurde es Port Klang aufgelegt. 2010 wurde der Verkauf an indische Abbrecher gemeldet, doch im August 2011 erwarb die Profit Summit Deluxe Cruise, Freetown, das Schiff und taufte es „Ocean Dream“. Es ging dann auf Kreuzfahrten von Haikou, China, nach Halong Bay. Im März 2014 erwarb es das Shanghai Eastime Ship Management, Shanghai, und brachte es unter Togo-Flagge mit Heimathafen Lomé. 2015 warf es dann vor Laem Chabang Anker und wurde für immer von der Besatzung verlassen.
Die “Ocean Dream” war 163,3 Meter lang, 24,8 Meter breit, hatte 6,52 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.352 Tonnen sowie eine Passagierkapazität von 1.010 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zerstörte Container auf der "TRF Kaya"
(Bild: Vien He)   Großbild klick!

Zwei Containerfrachter deutscher Reeder kollidiert
(03.11.17) Die liberianischen Containerfrachter "OM Iridium", 23633 BRZ (IMO:9337030), und "TRF Kaya" 28616 BRZ (IMO-Nr.: 9330549), waren am 2.11. gegen fünf Uhr in eine Kollision verwickelt. Die „TRF Kaya“ lag an Mooringtonnen auf dem Dong Nai River gegenüber des Cat Lai Container Terminals. Die "OM Iridium" wollte gerade den Hafen von Ho Chi Minh City verlassen, als sie diese an Backbordseite ins Heck rammte.
Dabei wurde das Achterschiff eingedrückt, und eine Reihe von Containern an Deck wurden aufgerissen und zerquetscht. Ein 40-Fuß-Kühlcontainer mit gefrorenem Basa-Fisch ging über Bord und trieb ab. Er driftete unter den Anleger der Cat Lai-Fähre auf der Nhon Trach-Seite der Dong Nai-Provinz.
Hunderte von Anwohnern eilten mit kleinen Booten herbei, um im Wasser treibenden Gefrierfisch zu bergen. Sie verursachten ein erhebliches Chaos auf dem Wasser. Die Hafenbehörden von Ho Chi Minh City schickten Einsatzkräfte des Cat Lai Tan Port, der Station 6 der Wasserschutzpolizei, des Grenzschutzes und der Polizei von Phu Huu. Vor Ort waren die "TC06", "A2", "A3", "A5" und "A9" der Saigon Newport Corporation und der Hafenbehörde, um das Treibgut zu sichern.
Außerdem galt es die "TRF Kaya" einzufangen, die sich von den Tonnen losgerissen hatte und den Fluss hinabtrieb. Sie wurde zunächst an Sicherheitstonnen und später am Hafenkai festgemacht. Die „O.M. Iridium" warf um 12.20 Uhr auf der Nha Be-Reede Anker. Sie hatte Schäden am Bug davongetragen bei der Kollision. Der 2.015-TEU-Frachter ist 182,35 Meter lang, 28.5 Meter breit, hat 10.5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 27.209 Tonnen. Er läuft für die Reederei O. Marten GmbH & Co. KG in Eckernförde und wurde 2008 in Zhejiang erbaut und lief auch als “Zhoushan”, “Rio Susa”, “TS Mumbai” und “CMA CGM Ebony”.
Die “TRF Kaya” ist 222,16 Meter lang, 30,07 Meter breit, hat 12 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 39.338 Tonnen. Der 2.824-TEU-Frachter läuft für die Reederei F. Laeisz GGmbH in Rostock und wurde 2007 bei Hyundai in Ulsan erbaut. Er lief in der Vergangenheit als „Valentina Schulte“, „Kaya“ und „Cap Capricorn“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision auf Amsterdam-Rhein-Kanal
(03.11.17) In der Nacht zum 2.11. kollidierte das holländische Tankmotorschiff „Manouk 3", 2780 ts (EU-Nr.: 02332572), mit dem ebenfalls niederländischen Binnenfrachter „Enja", 874 ts (EU-Nr.: 02315549), als es auf dem Amsterdam-Rhein-Kanal unterwegs war. Aus unbekannter Ursache kam der Tanker vom Kurs ab und rammte die am östlichen Kanaldeich bei Breukelen festgemacht „Enja“ von achtern. Dabei wurde deren Heck an Backbordseite stark eingedrückt.
Außerdem riss sich der Frachter los und trieb ins Fahrwasser des Kanals. Retter in der Not die Containerbarge „Traviata" (MMSI-Nr.: 244660032), die die Unglücksstelle gerade auf der Fahrt nach Rotterdam passierte. Sie nahm die „Enja“ längsseits und sicherte sie, assistiert von Einsatzkräften der Feuerwehr, wieder am Kai. Da die „Manouk 3" zum Transport von Gefahrgütern zugelassen ist, war nach der ersten Unfallmeldung zunächst Großalarm für die Feuerwehr ausgelöst worden, der dann aber wieder zurückgenommen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Kühlschiff vor Zhoushan
(03.11.17) Der dominikanische Reefer "Tian Xi He 6", 11296 BRZ (IMO-Nr.: 8698633), geriet am Nachmittag des 31.10. auf der Reede von Zhoushan in Brand. Die Crew funkte ein Notsignal, und SAR-Schiffe sowie Schlepper mit Löschausrüstung kamen zu Hilfe. Es gelang, den Brand in den Laderäumen einzudämmen, bevor er sich auf die Aufbauten ausbreiten konnte.
Nach zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Die 17-köpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht bei Langenargen geborgen
(03.11.17) Die am 28.10. vor Langenargen auf dem Bodensee gestrandete Segelyacht wurde am 31.10. durch die DLRG Altshausen und den THW Ortsverband Friedrichshafen aus der Argenmündung geborgen. Im Langenargener BMK-Hafen wurden die beiden trailerbaren Boote gewassert und gleichzeitig mit der THW-Führung und der Tauchgruppe der DLRG Altshausen, welche uns bei der Bergung mit ihren Hebekissen unterstützte, die Bergung geplant.
Während die Hebekissen am Boot angebracht wurden, bereitete das THW die Seilwinde des Gerätekraftwagens vor und verband diese mit von der DLRG am Havaristen angebrachten Seilen. Nachdem die Hebekissen das Boot etwas von der Sandbank angehoben hatten, wurde es durch das THW weiter in die Argen gezogen, wo es schließlich wieder selbständig schwamm. Nach entfernen der Hebekissen wurde das Boot wieder auf seinen Liegeplatz im Langenargener BMK-Hafen geschleppt und dem Eigner übergeben.
Das Boot war gestrandet, nachdem der Motor wegen eines technischen Defekts ausgefallen war und es manövrierunfähig am sogenannten Argenhorn aufs Ufer trieb. Die beiden Segler an Bord konnten durch das knietiefe Wasser an Land gehen und blieben unverletzt. Das schlechte Wetter führte allerdings dazu, dass das Boot erst Tage später geborgen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rätsel um Black Pearl gelöst
(03.11.17) Das Rätsel um die Segelyacht “Black Pearl”, die 25 Offiziere der Southbourne Coastguard und Freiwillige Seenotretter sowie einen Polizeihubschrauber in der Nacht zum 1.11. bis um fünf Uhr früh insgesamt neun Stunden lang in Atem hielt, konnte inzwischen gelöst werden. Der 40-jährige Skipper aus Bournemouth konnte in den Morgenstunden wohlbehalten in Christchurch aufgespürt werden. Er war mit seinem Boot von Poole nach Christchurch unterwegs gewesen, als es Probleme mit dem Motor gab.
Daraufhin warf der Mann Anker und schwamm an Land. Doch sein Boot riss sich los und trieb auf den Strand, wo es verlassen auf einer Buhne entdeckt und daraufhin am 31.10. um 19.15 Uhr Großalarm ausgelöst wurde. Zeugen des Highcliffe Sailing Club in Mudeford Quay sagten aus, dass ein Mann am folgenden Morgen in ihr Clubhaus gekommen sei und mitgeteilt habe, dass er seine Yacht über Nacht in der Nähe geankert habe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungschancen für gestrandete Rennyacht gering
(03.11.17) Die Rennyacht “Greenings – CV 24”, die auf der 3. Etappe des am 20.8. in Liverpool gestarteten Clipper Round the World Race am 31.10. auf halber Strecke zwischen Cape Point und Kapstadt strandete, lag Tage später halb unter Wasser auf den Albatross-Rocks und dürfte kaum noch zu bergen sein. Sie sollte zunächst aber nochmals inspiziert und dann eine Einschätzung vorgenommen werden, auf deren Basis eine Entscheidung gefällt wird, ob eine Bergung unternommen werden sollte.
Skipper Andy Woodruff, der den auf der 1. Etappe an seiner linken Hand schwer verletzten David Hartshorn vertrat, und seine Crew sind nach der Rettung durch die NSRI zurück in Kapstadt. Alle hatten die Havarie unversehrt überstanden. Der Clipper Race-Direktor Mark Light und sein Team waren in kontinuierlichem Kontakt mit Woodruff, der das Boot verlor, als es auf 2. Position lag.
Nach dem Ausfall von Hartshorn, dessen linker Daumen sich bei dessen Unfall in einer Leine bei einem Spinnaker-Manöver verfangen hatte, hatte die Yacht nach Porto in Portugal abdrehen müssen, wo er medizinisch versorgt wurde und Andy Woodruff als Interimsskipper auf dem Weg nach Uruguay einsprang.
Der Marine Accident Investigation Branch hat eine Untersuchung der Havarie eingeleitet. Sie ereignete sich in einem Seegebiet, das bereits wiederholt Schiffbrüche erlebte: 1965 sank dort der holländische Frachter “Nolloth“, 1942 das amerikanische Libertyschiff „Thomas T. Tucker“ mit Panzern und anderem Militärgerät, ein Royal-Mail-Dampfer und 1968 der Trawler „Phyllisia in 1968.
Die “Greenings” war auch nicht die erste Yacht des Clipper Round the World Race, die gestrandet ist. 2015 erwischte es die „LMAX Exchange“ 42 Meilen vor Rio de Janeiro. Sie wurde aber geborgen und am Ende Regattasieger. Im Januar 2010 lief die Clipper 68 “Cork Clipper” auf dem Gosong Mampango-Riff in der Java-See auf Grund. Die Crew wurde evakuiert und die Yacht aufgegeben. Das Team setzte das Rennen mit der Challenge-67-Charteryacht „Aurora of London“ fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach fünf Tagen vom Orange Beach geborgen
(03.11.17) Am 1.11. begann die Bergung des gestrandeten, 50 Fuß langen Angelkutters “Makeira” aus Destin vom Orange Beach im South Baldwin County. Das Schiff wurde rund um die Uhr bewacht, solange es auf dem Strand lag. Es war mit einer vierköpfigen Crew am Morgen des 28.10. auf der Rückfahrt nach Destin von einer Angeltour aufgelaufen.
Das Orange Beach Police Department nahm an, dass der Skipper am Ruder eingeschlafen war und sein Boot deshalb hinter dem Breakers Condominium auflief. Am Morgen des 2.11. ging die Bergung durch die Walter Marine aus Orange Beach in die heiße Phase. Ein Bagger schaufelte Sand unter dem Rumpf weg, sodass der Bug der „Makeira“ von einem Offshore-Schiff, das eine Schleppverbindung hatte, gegen die See gedreht werden konnte.
Dann wurde der Havarist langsam durch die Brandung über die Sandbänke hinweg auf tieferes Wasser gezogen. Dort ging ein anderer Kutter längsseits und brachte ihn anschließend in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher fanden drei Tote in gesunkenem Frachter vor Sile
(03.11.17) Taucher der türkischen Coastguard fanden am 3.11. die Leichen dreier Crewmitglieder des gesunkenen Frachters "Bilal Bal" im Wrack des vor der Küste von Istanbul liegenden Wracks. Die Suche nach den übrigen sieben dauerte an. Das Bergungsschiff „Alemdar” der Marine war am 1.11. im Unglücksgebiet eingetroffen und hatte den Frachter in 88 Metern Tiefe aufgespürt.
Es war auf der Reise von Gemlik in der Marmara-See zum türkischen Schwarzmeerhafen Eregli kurz nach dem Absetzen eines Notrufs aus unbekannter Ursache gesunken. Retter fanden nur noch leere Boote und Trümmer. Im Hafen von Sile warteten Angehörige der Crew seither auf Neuigkeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandete Yacht in Honolulu soll geborgen weden
(03.11.17) Nahe des Kahala Resort in Honolulu soll in Kürze die gestrandete, 25 Fuß lange Segelyacht “Koa’e” geborgen werden. Dazu hat die DLNR eine Firma geheuert, die das seit dem 1.11. auf einem Riff in der Maunalua Bay liegende Boot wieder flottmachen soll. Es lag im Ala Wai Boat Harbor und trieb aus unbekannter Ursache von dort ostwärts ab. Der Skipper, Henry Lucker, starb vor einigen Monaten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Griechische Fregatte bei Atalanti aufgelaufen
(03.11.17) Die griechische Marine konnte am Nachmittag des 2.11. die Fregatte “Kanaris” wieder flottmachen, die am Morgen auf die kleine Insel Atalanti im Saronischen Golf aufgelaufen war. Sie befand sich auf dem Rückmarsch zur Base in Salamis, als sie unweit der Insel Psyttaleia festkam.
Sie wurde nach der Bergung von Tauchern untersucht und anschließend zur weiteren Inspektion bei einer Marinewerft in Salamis abgeschleppt. Es gab keine Berichte über Verletzungen oder größere Schäden am Schiff. Eine Untersuchung der Havarie wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler vor Stackpole abgeschleppt
(03.11.17) Das RNLI-Boot aus Tenby wurde am 30.10. alarmiert, nachdem der 12 Meter lange Kutter „M 509” eine Meile südöstlich von Stackpole um 9.30 Uhr Maschinenausfall erlitten hatte. Außerdem waren beide Propeller blockiert. Die Freiwilligen Seenotretter waren rasch auf dem Wassser und erreichten den Havaristen 20 Minuten später.
Er wurde vom Rettungsboot in Schlepp genommen und in seinen Heimathafen Milford Haven gezogen, der sich drei Meilen südöstlich des Havarieortes befand. An der Zufahrt zum Milford Haven Waterway übernahm das RNLI-Boot aus Angle den weiteren Schlepp. Das Boot aus Tenby kehrte um 11.30 Uhr zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler vor St. Ann’s Head abgeschleppt
(03.11.17) Das RNLI-Rettungsboot in Angle wurde am 28.10. um 01.15 Uhr angefordert, nachdem der britische Trawler "Corentine - J 154", 80 BRZ (MMSI-Nr.: 235086341) Maschinenschaden 31 Meilen südsüdöstlich von St. Ann’s Head erlitten hatte. Die fünfköpfige Crew bat darum, zurück nach Milford geschleppt zu werden. Die Seenotretter trafen um 02.50 Uhr am Havaristen ein.
Nachdem sie sich überzeugt hatten, dass alle an Bord wohlauf waren, wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Schiff nach Milford Haven gezogen. Hier machte es sechs Stunden später am Fischereiponton in der Zufahrt zu den Milford Docks fest. Um 09.20 Uhr kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Glory Amsterdam" im Schlepp
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Langeoog: Bergung der Glory Amsterdam geglückt
(02.11.17) Am 2.11. um 7.15 Uhr wurde der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Glory Amsterdam", 40017 BRZ (IMO-Nr.: 9287182), vor Langeoog freigeschleppt. Im Laufe der Nacht waren 16.000 Tonnen der insgesamt 22.000 Tonnen Ballastwasser ausgepumpt und die ausgebrachten Anker des Havaristen gekappt worden. Danach gab das Havariekommando den Bergern mit der Morgendämmerung grünes Licht.
Die "Fairmount Summit" und "Union Manta", die 1,5 Kilometer entfernt in Stellung gegangen waren, brachten das Schiff im ersten Anlauf in Bewegung und zogen es zurück in tiefes Wasser. Hier übernahmen die drei kleineren Schlepper "Jade", "Bugsier 11" und "Multratug 4" den Havaristen. Er wurde, eskortiert von der „Mellum“ und der „WSP 13“, von der Strandungsstelle weggezogen und sollte im Lauf des Nachmittags zu Untersuchungen nach Wilhelmshaven eingeschleppt werden.
Taucher würden dazu den Rumpf in Augenschein nehmen. Während der Bergungsarbeiten war ein siebenköpfiges Expertenteam an Bord, das keine strukturellen Schäden ausmachen konnte. Auch wurden keine Ölaustritte festgestellt.
Die heiße Phase der Bergung hatte am Vormittag des 1.11. begonnen, als zunächst der Schlepper "Fairmount Summit" an der "Glory Amsterdam" festgemacht wurde. Dazu fuhr das Festmacherboot "Hurricane" eine Schlepptrosse aus. Die "Fairmount Summit" konnte bis an 1.000 Meter an den Havaristen herankommen, die Länge des Schleppdrahts betrug 1.500 Meter. SMIT Salvage begann im Anschluss, auch die Schleppverbindung zu der "Union Manta" vorzubereiten, die bereits 2016 auf der Elbe das Containerschiff "CSCL Indian Ocean" befreit hatte.
Sie war nach ihrem Eintreffen aus Aberdeen tagsüber in Wilhelmshaven noch mit Bergungsausrüstung beladen worden, ehe sie zur "Glory Amsterdam" herausfuhr. Die Arbeiten kamen schneller voran als erwartet. Um den Frachter wurde währenddessen eine Sicherheitszone von 3.000 Metern eingerichtet. Dann packten die Kraftpakete mit ihren 21.000 PS und 205 Tonnen Zugkraft an, die in der Flotte des niederländischen Reedereikonzerns Boskalis fahren, zu dem auch das Bergungsunternehmen Smit Salvage gehört.
Im Nachgang der geglückten Bergung würde nun auch zu untersuchen sein, wie es zur Strandung überhaupt kommen konnte. Andere Schiffe, die auf der Tiefwasserreede gelegen hatten, waren rechtzeitig vor dem Sturm Herwart ankerauf gegangen.
Die „Glory Amsterdam“ hatte erst ein Problem gemeldet, nachdem sie bereits mit ausgebrachten Ankern am Treiben war. Da war es bereits zu spät für ein Eingreifen des Notfallschleppers „Nordic“. Zudem gab es offenbar gravierende Kommunikationsprobleme mit dem Frachterkapitän. Hätten die holländischen Berger nicht einen raschen Bergungserfolg erzielt, würde seinem Schiff möglicherweise ein Abwracken vor Ort gedroht haben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier "Nautical Runa“
(Bild: Dieter Fooken)   Großbild klick!

Losgerissener Frachter blockierte Weser
(02.11.17) Am 1.11. um 14.45 riss sich der unter Liberia-Flagge laufende Bulkcarrier "Nautical Runa“, 36324 BRZ (IMO-Nr.: 9699335), von der Braker Südpier los. Aus bislang unbekannten Gründen brachen die Trossen, und der Frachter kam quer zur Weser zu liegen. Mit zunehmendem Ebbstrom setzte er im Fahrwasser auf Grund auf.
Der Ebbstrom lief, und das Niedrigwasser war erst um 18 Uhr, deshalb war klar, dass das Schiff dort vorerst verbleiben würde. Es hatte am Vormittag gegen 11 Uhr an den Silos der J. Müller Agri und Breakbulk festgemacht. In den Mittagsstunden hatte das Löschen der 53.000 Tonnen Futtermittel aus Aratu begonnen.
Für das Löschen des Frachters waren sechs Tage veranschlagt worden. In den der Havarie folgenden Stunden lang hielten die Schlepper "Bugsier 17" (IMO-Nr.: 9036234), "V.B. Rechtenfleth" (IMO-Nr.: 8701090) und "V.B. Blumenthal" (IMO-Nr.: 8912223) den Havaristen auf Position und stabilisierten ihn dort. Bis dahin konnten auch nur kleine Schiffe die Unfallstelle passieren.
Gegen 20 Uhr, vier Stunden vor dem Höchststand der Flut, gelang es der "Bugsier 1" (IMO-Nr.: 9320908), "Bugsier 4" (IMO-Nr.: 9376191), "V.B. Geeste"" (IMO-Nr.: 9454307) und "Alte Weser" (IMO-Nr.: 9502233) den Havaristen wieder flottzumachen. Er wurde zurück an die Südpier bugsiert.
Die „Nautical Runa“ ist 199,9 Meter lang, 32,26 Meter breit, hat 13,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 63.577 Tonnen. Sie läuft für die C. Transport Maritime SAM (CTM) in Monaco im Management der BBG Bremer Bereederungsgesellschaft in Bremen und wurde 2015 bei Jiangsu Hantong erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bayliner “Yeah Right!!!”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Falscher Kurs für Yeah Right!!!
(02.11.17) Die US Coast Guard wurde am Abend des 27.11. alarmiert, nachdem auf dem Bayliner “Yeah Right!!!” aus Marina del Ray nicht mehr alles in Ordnung war. Das 30 Fuß lange Motorboot war in der Christmas Tree Cove unweit von Palos Verdes am Abend auf Grund gelaufen. Die Crew funkte um 21.40 Uhr Mayday, nachdem ihr Boot auf Felsen trieb.
Der Notruf wurde von der Coast Guard Los Angeles-Long Beach auf VHF-Kanal 16 empfangen, die sich daraufhin auf den Weg zur Unglücksstelle machte. Die Bootsfahrer konnten sich unversehrt im flachen Wasser an Land retten. An Bord ihres Bootes befanden sich rund 140 Gallonen Gasöl. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach sowie die Baywatch Redondo, die Baywatch Cabrillo und das California Department of Fish and Wildlife’s Office of Spill Prevention and Response waren vor Ort im Einsatz, um eine drohende Umweltverschmutzung durch den Tankinhalt abzuwenden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Erste und letzte Fahrt der Pauline im Geiseltal
(02.11.17) Das Motorboot „Pauline“, benannt nach einem früheren Tagebau im Geiseltal, auch hatte am 28.10. seine erste und letzte Reise. Am Vormittag wurde mit einem Kran ins Wasser gehoben und an die Stelle gebracht, wo es auch seine letzte Ruhe finden sollte. Die Idee zu der Versenkung des Schiffes als Tauchattraktion stammte vom Tauchzentrum Geiseltal, die es unter den Augen vieler Schaulustiger nach Erreichen der Position auch gleich zum Kentern brachte.
Das Wrack des nie in Fahrt gekommenen Schiffes soll nun von Mikroorganismen und Kleinfischen als Wohnraum, Nachtplatz oder Unterstand in Beschlag genommen werden. Bislang ist die Stelle auf dem Seegrund biologisch ein Niemandsland. Dies könnte sich dank der glücklosen „Pauline“ nun ändern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kea Trader muss komplett geleichtert werden
(02.11.17) Nachdem der erste Versuch der Bergungsfirma Ardent, die seit dem 12.7. auf dem Durand-Riff vor Neukaledonien gestrandete „Kea Trader“ freizuschleppen, misslungen ist, sind inzwischen neue Schäden aufgetreten. Eigentlich hatte es im Oktober auch noch keinen Bergungsversuch geben sollen. Doch am 9.10. hatten günstige meteorologische Bedingungen ein Fenster für die Bergung des Containerschiffs geöffnet.
Die Berger von Ardent hatte die Reparaturen in den beschädigten Laderäumen zuvor als zufriedenstellend bewertet. Mit vier Schleppern, der „Posh Commander“, „Lanpan 34“, „Pacific Titan“ und der „Tamanou“, wurde daraufhin versucht, das Schiff vom Durand Reef zu ziehen. Es gelang allerdings nur, es um 50 Grad zu drehen. Seither wurden durch die konstante Einwirkung des Wellengangs selbst bei gutem Wetter die reparierten Stellen an der Bilge wieder aufgerissen. Das Schiff kann so nicht genug Auftrieb gewinnen, um vom Riff entfernt zu werden. Nach dem Leichtern eines Großteils der Container waren bereits umfangreiche Schäden an Rumpf und Propeller festgestellt worden, Wasser war in alle Laderäume eingedrungen, zudem hatte der Seegang bereits strukturelle Schäden am Schiff verursacht.
Ardent arbeitete nun an einem neuen Plan. Alle noch an Bord verbliebenen Container werden vom Schiff geborgen. Jedes günstige Wetterfenster wurde für den Abtransport der Boxen genutzt.
Signifikante Reparaturarbeiten werden vonnöten sein, bis ein weiterer Bergungsversuch unternommen werden kann. Dies wird mindestens vier Wochen dauern, selbst wenn das Wetter mitspielt. Das in Seatrade-Charter fahrende Containerschiff der Lomar Shipping war Ende September in Übereinstimmung mit dem Seekaskoversicherer zum konstruktiven Totalverlust erklärt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ehemaliger Saale-Schlepper vor Finnland auf dem Ostseegrund entdeckt
(02.11.17) Das Unterwasserforschungszentrum in St. Petersburg hat dem Brandenburger Verein Historischer Hafen im September die zufällige Entdeckung des Dampfschleppers „Saaleck“ während einer Expedition nahe der finnischen Grenze gemeldet. Das Schiff galt als verschollen. Igor Schmakov, stellvertretender Direktor am Unterwasserforschungszentrum der Russischen Föderation in St. Petersburg, teilte am 19.9. mit: „Unsere Taucher haben ein unbekanntes Schiffswrack gefunden und das Werftschild geborgen.“
Er schickte per Post Bilder von dem Werfschild nach Brandenburg. Die Aufschrift war gut zu lesen: „Gebr. Wiemann Schiffswerft Maschinenfabrik Eisengiesserei Brandenburg a.H. Nr 219 1925“. Schnell war klar, dass es sich dabei um die „Saaleck“, handelte, die 1925 auf der Werft der Gebrüder Wiemann in Brandenburg für die Reederei der Saale-Schifffahrt in Halle an der Saale entstand.
Der 38,6 Meter lange und 5,85 Meter breite Dampfschlepper war ursprünglich mit einer Drei-Zylinder-dreifach-Expansionsdampfmaschine ausgestattet. Diese Maschine, die zwischenzeitlich auf der Werft eingelagert war, ist heute im Dampfschlepper „Andreas“ eingebaut. Bei einer Modernisierung erhielt die „Saaleck“ einen Dieselmotor und eine Kortdüse.
Dem Brandenburger Verein war bislang bekannt, dass das Verkehrsministerium in Berlin im Oktober 1942 die Verstärkung der Schleppkraft auf der Oder forderte. Mit sofortiger Wirkung wurde dazu auch die „Saaleck“ an die Oder verlegt und später wohl als Reparationsleistung durch die UdSSR beschlagnahmt und bei der staatlichen Flussreederei eingesetzt.
Danach verlor sich die Spur der Brandenburger Dampfschleppers, bis er auf dem Grund der Ostsee in Russland nahe der finnischen Grenze landete. Zumindest dies scheint nunmehr gesichert. Das Werftschild, das die Identifizierung erlaubte, haben die russischen Forscher inzwischen geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht auf der Außenelbe in Seenot
(02.11.17) Am 22.10. fing die Besatzung des Zollschiffes „Helgoland“ den Notruf einer dänischen Motoryacht auf, die auf der stürmischen Nordsee mit Wassereinbruch und Mastbruch in Seenot geraten war. Zunächst fehlten aber weitere Angaben, und es ließ sich auch kein Kontakt zu dem Havaristen herstellen. Die Crew der „Helgoland“ alarmierte das MRCC in Bremen.
Dieses fand heraus, dass es sich um eine Yacht in der Elbmündung handeln müsse. Kurze Zeit später wurde die Yacht auf der westlichen Elbe-Außenreede gesichtet. Der Skipper stand an Deck und winkte mit seiner Rettungsweste. Ein dreiköpfiges Boarding-Team der „Helgoland“ setzte zum Boot über und fand an Bord neben einem Mastbruch eine tatsächlich schwer seekranke, völlig überforderte und nautisch mangelhaft ausgerüstete Besatzung vor.
Das Boardingteam brachte die Yacht, die ursprünglich von den Niederlanden über Dänemark in die Ostsee wollte, in den Hafen von Helgoland. Begleitet wurde das Boot dabei vom Zollschiff und dem zwischenzeitlich ebenfalls zu Hilfe geeilten Rettungskreuzer „Hermann Marwede“ der DGzRS. Die Wetterbedingungen waren bei Wind aus Südwest von sechs Beaufort, Wellen von zwei Metern Höhe und einer Sicht von unter einer Meile sehr widrig.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot drohte in Bremen zu sinken
(02.11.17) Zu einem Rettungseinsatz wurde die Bremer Feuerwehr am 24.10. gegen 16.40 Uhr in den Europahafen gerufen. Dort drohte das 12 Meter lange Motorboot „Stromer“ zu sinken. 30 Einsatzkräften, darunter auch Feuerwehrtaucher und das Löschboot „Bremen 1“, wurden mobilisiert. In das Motorboot waren bereits drei Kubikmeter Wasser eingedrungen.
Mit mehreren Tauchpumpen wurde das Wasser gelenzt, zusätzlich wurden schwimmende Ölsperren um das Boot ausgelegt, um eventuell austretende Kraftstoffe und Öle aufzufangen. Nach Abschluss der Rettungsarbeiten wurde das Boot zu einer Werft nach Lesum gebracht. Der Großteil der Einsatzkräfte konnte den Einsatz gegen 18.03 Uhr beenden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht in Glückstadt dank aufmerksamen Anwohners gerettet
(02.11.17) Am späten Nachmittag des 24.10. rückte die Feuerwehr in Glückstadt zur Rethövel aus, wo die 12 Meter lange Segelyacht „Elena“ zu sinken drohte. Einem Anwohner war gegen 17 Uhr aufgefallen, dass der Bug tief weggetaucht war. Die Feuerwehr stellte einen Wassereinbruch fest.
Glücklicherweise standen alle Luks offen, denn der Hamburger Eigner war nach dem Anlegen in Glückstadt mittags nach Dänemark aufgebrochen und so nicht kurzfristig erreichbar. Im Vorschiff und der Toilette stand das Wasser bereits einen Meter hoch, und der Salon war achtern etwa 60 Zentimeter hoch überflutet. Mit drei Tauchpumpen konnte die Yacht in gut einer Stunde gelenzt werden.
Auch der Maschinenraum stand unter Wasser, deshalb musste darauf geachtet werden, dass kein veröltes Bilgenwasser ins Hafenbecken gelangte. Die Ursache des Wassereinbruchs stand schnell fest: Der Eigner hatte alle Seeventile geöffnet. Der zur Toilette führende Brauchwasserschlauch hatte aber einen Riss gehabt, sodass Wasser aus dem Hafen ins Boot drückte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht auf Bodensee gestrandet
(02.11.17) Am 28.10. lief gegen 16:10 Uhr eine 9,46 Meter lange Segelyacht auf dem Bodensee auf Grund und konnte seither witterungsbedingt noch nicht geborgen werden. Der 30-jährieg Skipper wollte mit seiner Yacht unter Maschine in den Yachthafen Langenargen (BMK) einlaufen. Nachdem der Motor kurz vor der Hafeneinfahrt ausfiel, strandete das Boot wegen des starken Wellengangs am sogenannten Argenhorn.
Die Yacht lag auf der Seite auf Grund, behinderte den Schiffsverkehr auf dem Bodensee aber nicht. Der Unfall wurde von einer anderen Yacht beobachtet, die ebenfalls den Hafen BMK anlaufen wollte. Sie sahen zwei Segler an Bord der Yacht, konnten ihnen mit eigenen Mittel aber nicht helfen.
Inzwischen sahen sie bereits das Einsatzboot der Wasserschutzpolizei mit Blaulicht herankommen und liefen daher weiter Richtung Hafen. Sie beschlossen den Kranführer im BMK-Hafen sowie zwei weitere Helfer zu organisieren. Inzwischen war auch das DLRG mit ihrem Rettungsboot eingetroffen und hatte zwei Taucher zum Helfen abgesetzt.
Der Segler und ein weiteres Besatzungsmitglied konnten sich durch das knietiefe Wasser an Land retten. Die Crew von BMK übernahm später die Besatzung mit ihrem Boot und brachte sie in den Hafen. Die Yacht konnte bisher nicht geborgen werden, denn sie lag hinter dem Damm, den die Argen dort mit ihrem Geschiebe bildet. Die Wasserschutzpolizei konnte den 10-Tonner mit ihren Mitteln nicht freibekommen. Sie mit Gewalt über die Steine zu ziehen, würde die Yacht vermutlich zerstören, oder es hätte das Risiko bestanden, dass sie im Fahrwasser gesunken wäre. Wie die Yacht nun geborgen werden kann, war derzeit noch offen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zangano kommt nicht aus den Schlagzeilen
(02.11.17) Das Patroullienboot „Te Kukupa“ der Cook Islands Police kam am 30.10. der australischen Segelyacht „Zangano“ rund 500 Kilometer südwestlich von Rarotonga zu Hilfe. Es sollte das Boot, das Ruderausfall erlitten hatte, am folgenden Nachmittag erreichen. Der Einhandsegler hatte das Boot erst kürzlich in Rarotonga erworben. In rauer See hatte es Ruderschaden erlitten und er selbst eine Handverletzung erlitten.
Er hatte mehrere Tage im Meer getrieben, ehe er gerettet wurde. Am 2.11. kehrte die “Te Kukupa” nach Rarotonga zurück. Die Yacht wurde in der Wirtschaftszone von Niue verlassen zurückgelassen. Der Kommandant des Bootes hatte sie nicht versenken wollen.
Die Yacht hatte erst im September Schlagzeilen gemacht, als sie in Rarotonga eintraf und ein Crewmitglied fehlte. Der damalige Eigner Alex Roehrs sagte aus, dass die 44-jährige Venezolanerin Lissette Brito über Bord gefallen sei und er sie nicht wiedergefunden habe. Roehrs hatte bereits früher in diesem Jahr versucht, die „Zangano“ vor Rarotonga zu versenken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter bei Mosterhamn auf Drift
(02.11.17) Ein Frachter erlitt am 30.10. im Bømlafjord südlich von Mosterhamn Maschinenschaden. Er trieb nur 300 Meter vom Land entfernt, als das Rettungsboot „Bergen Kreds“ vor Ort eintraf. Eine halbe Stunde nach der Havarie kam die "Eva Elisabeth“ zu Hilfe und sicherte den Frachter bis zum Eintreffen eines Schleppers. Dann gelang es, die Maschine wieder anzufahren. Auch hielt bei ruhigem Wetter der ausgebrachte Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Østre Steingrunn aufgelaufen
(02.11.17) Am Abend des 24.10. lief der Kutter “Embla" auf der Fahrt nach Andes westlich von Østre Steingrunn auf Grund. Der Skipper blieb unversehrt und wurde von dem NSSR-Rettungsboot "Knut Hoem" geborgen. Der Kutter hatte große Lecks erlitten und konnte deshalb vorerst nicht von der Schäre abgeborgen, sondern nur gesichert werden. Er hatte gefangenen Fisch an Bord. Auch die "Sjøstjerna" assistierte bei der Rettungsaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen


El Maud wird nach 18 Jahren beseitigt
(02.11.17) Ein Kranschiff beseitigt derzeit das Wrack der “El Maud” aus der Galisbay in Saint Martin. Im Juli erhielt die holländische Bergungsfirma Koole BV den Auftrag in einem Wert von 395,000 Euro. Mitte Oktober begann sie ihre Arbeit. Das 70 Meter lange 800-Tonnen Schiff war im November 1999 im Hurrikan Lenny auf 4,5 Metern Wassertiefe rund 100 Meter vor der Küste gesunken und seither immer mehr verfallen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Weitere Massenversenkung vor Indonesien
(02.11.17) Das Maritime Affairs and Fisheries Ministry und die Anti-Illegal Fishing Task Force (Task Force 115) haben am 29.10. weitere 17 Kutter, die beim illegalen Fischfang in den Gewässern von Indonesien aufgebracht wurden, versenkt. 10 sanken in Natuna und sieben in Terempa im Gebiet der Riau Islands. Diesmal wurden keine Sprengstoffe verwendet, sondern Löcher gebohrt. Seit Januar wurden insgesamt 88 illegale Kutter versenkt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Keine Party mehr auf First Lady
(02.11.17) Die Maritime Services Division und die Coast Guard wollen das Partyschiff “First Lady” der Cruise Events Limited bergen lassen, nachdem es am 28.10. vor Orange Valley in Zentral-Trinidad sank. Die Schifffahrt wurde vor dem Wrack gewarnt, das mit dem Rettungsboot, in das die Crew gegangen war, markiert wurde.
Das Schiff war um 19.30 Uhr nach der Kollision mit einem unbekannten Objekt leckgeschlagen und gesunken. Die Crew alarmierte die Coast Guard und wurde gegen 22 Uhr unversehrt zur Staubles gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Historischer Kutter geborgen und verschrottet
(02.11.17) Der ehemalige schottische Kutter “Scotch Queen”, der im National Historic Ships Register eingetragen war, wurde nach einer einwöchigen Bergungsaktion auf der Turnaware Bar auf dem River Fal geborgen, wo sie nach längerem Aufliegen gesunken war. Mit der Arbeit waren die in Falmouth ansässigen Sea Wide Services beauftragt worden. Unter dem Rumpf mussten dazu Tunnel für die sechs Hebeschlingen geschaffen werden.
Dann wurde ein Schwimmkran der Keynvor Morlift Ltd. Gechartert, der das Wrack zur Base von KML an der Coastlines Wharf in Penryn transportierte. Hier sollte der 75 Fuß lange 110-Tonner nun verschrottet werden. Das Schiff entstand 1944 bei der Grimsby by Humphrey & Smith Ltd. als Admiralitätsboot “MFV 1100”. Bis 1948 blieb es im Dienst der Marine und war dann bis 1986 als Kutter aktiv. Sie wurde mit Heimathafen Fraserburgh als „Scotch Queen“ von James und John Watt eingesetzt.
1953 wurde sie zur “LK331” von James Watt, ging 1980 an John Laurenson aus Hamnavoe, Schottland. 1986 erwarb sie die Mobell Marine als Taucher- und Forschungsschiff, 1993 ging sie an private Eigner.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Corpus Christi gesunken
(02.11.17) Die Coast Guard aus Corpus Christi und South Padre Island rettete am 30.10. die vierköpfige Crew des Kutters “Ben & Casey” rund fünf Meilen östlich der Insel. Um 18.20 Uhr hatte der Skipper der Coast Guard in Corpus Christi Wassereinbruch gemeldet. Zwei Boote sowie ein MH-65 Dolphin-Helikopter kamen mit Lenzpumpen zu Hilfe. Da diese nicht gegen den Wassereinbruch ankamen, wurden die Fischer abgeborgen.
Um 19.02 Uhr traf das Patroullienboot „Alligator” mit einer größeren Pumpe ein. Nachdem der Havarist als sicher zum Boarden eingeschätzt wurde, gingen zwei Mann an Bord und brachten die Lage zunächst unter Kontrolle. Dann wurde der Havarist vom Schwesterschiff “Blood & Guts” abgeschleppt. Als der Wassereinbruch wieder zunahm, wurde das Personal der Coast Guard wieder abgeborgen.
Die „Blood & Guts” slippte die Schlepptrosse, und wenig später sank die “Ben & Casey“. Die „Alligator” blieb vor Ort und machte sich am 31.10. an das Aufsammeln von Treibgut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Angelkutter am Orange Beach gestrandet
(02.11.17) Am Morgen des 28.10. strandete am Orange Beach im South Baldwin County hinter dem Breakers Condominium der rund 50 Fuß lange Angelkutter “Makaira” aus Destin. Er war auf dem Weg zum Hafen und lief auf Autopilot. Der Skipper war eingeschlafen, und das Boot kam auf der zweiten Sandbank fest und erlitt Maschinenausfall. Die Brandung drückte es dann weiter auf den Strand. An Bord befanden sich vier Personen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den Skipper ein, eine Schleppfirma wird das Boot vom Strand ziehen müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen


100-jähriger Kutter gesunken
(02.11.17) In Ladysmith Harbour sank am 28.10. das 90 Fuß lange Holzboot “Anapaya” im Dogpatch vor der Ladysmith Community Marina, in der rund 30 heruntergekommene Boote liegen. Ein Dieselfilm bildete sich auf der Wasseroberfläche, und die kanadische Coast Guard sowie die Saltair Marine Services legten eine Ölsperre aus. Das Wrack sollte am 31.10. geborgen werden.
Es handelte sich um einen 1918 erbauten Kutter, der bereits 2014 von Transport Canada als problematisch eingestuft wurde. Das Wrack lag nun in 7,5 Metern Wassertiefe, nur das Heck ragte noch aus dem Wasser. Obwohl es keine Maschine mehr haben sollte, verlor es nach dem Untergang etwas Kraftstoff.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Scarborough eingeschleppt
(02.11.17) Das RNLI-Boot aus Scarborough, die “Shannon”, wurde am 24.10. um 8.20 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter “The Ennis Lady” einen Propellerschaden mehrere Meilen vor der Küste erlitten und einen Notruf an die Coastguard abgesetzt hatte. Der Havarist wurde in Schlepp genommen und sicher an der Westpier von Scarborough festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alaskan Dream soll geborgen werden
(02.11.17) Die vor drei Wochen in Sitka gestrandete, 74 Fuß lange “Alaskan Dream” soll in der kommenden Woche geborgen werden. Sie war am 7.10. bei Hochwasser festgekommen. Die 3.000 Gallonen Diesel wurden weitgehend von der Hanson Maritime Company abgepumpt, maximal 15 Gallonen liefen aus. Alle umweltgefährdenden Stoffe wurden ebenfalls von Bord geholt.
Das Fiberglas-Schiff von Eigner Gregory Stevenson aus Eagle River hat ein großes Loch im Rumpf, der Kiel wurde bei der Strandung nach innen gedrückt, als es auf einen fünf Fuß unter Wasser liegenden Felsen auflief. Das Alaska Department of Natural Resources überwachte die Bergungsarbeiten. Mit Hebesäcken und Abdichtungen sollte der Havarist zunächst stabilisiert werden.
Zwischen dem 1. und dem 4.11. wurden nun günstige Wasserstände erwartet. Wenn die Bergung gelingt, soll das Boot zur Halibut Point Marina zur Reparatur gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht trieb manövrierunfähig vor Ameland
(02.11.17) Am 24.10. um 5.45 wurden die Seenotretter der KNRM-Station Ameland-Ballum alarmiert, nachdem die schwedische Segelyacht „Lady Sparrow“ einen totalen Blackout erlitten hatte und oberhalb von Ameland trieb. An Bord befanden sich zwei Personen. Die Seenotretter der „Anna Margareta“ nahmen Kontakt mit der Den Helder Rescue auf und machten sich auf den Weg zu dem Boot, das bei schlechter Sicht und Dunkelheit bei kaum Wind im Fahrwasser trieb und bereits von einem Frachter nur knapp verfehlt wurde.
Zwei Rettungsmänner wurden auf der Yacht abgesetzt und stellten eine Schleppverbindung her, um sie so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich zu bekommen. Danach wurde sie nach Lauwersoog geschleppt. Vor dem Westgat übernahmen Boote der KNRM Schiermonnikoog und Lauwersoog den weiteren Schlepp in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Manövrierunfähiger Bulkcarrier im Pazifik abgeschleppt
(02.11.17) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier "Evangelia L", 23856 BRZ (IMO-Nr.: 9737058), erlitt am 21.10. im Nord-Pazifik nordwestlich von Honolulu Maschinenausfall und ging auf Drift. Er war auf der Reise von Guatemala nach Caofeidan, wo er am 31.10. hätte eintreffen sollen.
Five Oceans Salvage wurde mit der Bergung des Frachters beauftragt. Er sollte zur Reparatur nach Honolulu gebracht werden. Am 31.10. erreichte der Schlepper "Manuokekai" (IMO-Nr.: 7722061) den Havaristen, der am 3.11. in Honolulu erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tote und Vermisste nach Frachteruntergang vor Istanbul
(02.11.17) Der türkische Frachter "Bilal Bal", 1863 BRZ (IMO-Nr.: 7358664), sank in der Nacht zum 1.11. im Schwarzen Meer bei Sile-Riva vor dem asiatischen Teil von Istanbul. Er war mit einer Ladung Gusseisen sowie einer 10-köpfigen Crew an Bord am 27.10. im Gemlik-Distrikt in der Bursa-Provinz zum Karadeniz Eregli-Distrikt der Schwarzmeerprovinz Zonguldak ausgelaufen. Eine SAR-Operation der türkischen Coastguard lief um 4.25 Uhr 12 Meilen vor Agva Karacaköy an, nachdem das Schiff einen Notruf abgesetzt und dann vom Radar verschwunden war. An der Operation beteiligten sich fünf Patroullienboote, die Rettungsboote "Kiyem 1", "Kiyem 5" und "Kiyem 8", Handelsschiffe und Schlepper der Coastguard sowie ein Helikopter und ein Suchflugzeug. An der mutmaßlichen Untergangsstelle sieben Meilen vor Sile war eine Wassertiefe von 88 Metern. Die „Alemdar“ der Marine, die mit einem ROV und Sonar ausgestattet ist, wurde vom Marinekommando angefordert, um das Wrack zu lokalisieren.
Zunächst wurden aber lediglich leere Rettungs- und Schlauchboote sowie Rettungswesten im Meer entdeckt. Am 28.7. war die “Bilal Bal” vor Adalar auf der Insel Büyükada im Marmara-Meer auf der Fahrt von einer Werft in Tuzla nach Samsun auf Grund gelaufen. Nachdem stundenlange Versuche, mit eigener Kraft wieder loszukommen, fehlgeschlagen waren, wurde ein Schlepper zur Bergung des Havaristen geschickt.
Die „Bilal Bal“ war 78,52 Meter lang, 13,01 Meter breit, hat 5,74 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.999 Tonnen. Der 34-TEU-Frachter lief für die Cavusoglu Kara Ve Deniz in Istanbul und wurde 1974 von der Frederikshavn Værft, A/S, Frederikshavn, als dänische „Mercandian Supplier“ erbaut. Bis 1977 lief sie als „Shipmair VII“, bis 1993 als „Selin“ und bis 2007 als „Behcet Canbaz“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekentertes Arbeitsschiff in Wilhelmshaven verliert Öl
(02.11.17) Am 31.10. begannen Bergungskräfte im Cuxhavener Fährhafen mit dem Sichern des gekenterten Kranschiffs „Taucher 9“ (EU-Nr.: 04029500). Es hatte sich im Sturm Herwart am 29.10. im Fährhafen losgerissen und war vom Wind an die östliche Hafenmauer gedrückt worden. Hier wurde das Schiff von den hohen Wellen überspült, und größere Mengen Wasser drangen ein.
Es bekam allmählich Schlagseite nach Backbord und kenterte gegen 11 Uhr, obwohl die Feuerwehr mit Pumpen dagegen an arbeitete. Nachdem Diesel aus dem 27 Meter langen Arbeitsschiff der Wilhelmshavener Wasserbaufirma Sieberns & Stepanowicz GmbH auszulaufen begonnen hatte, legten THW und Feuerwehr mit Booten eine Ölsperre um das halb aus dem Wasser ragende Wrack aus.
Taucher suchten den Hafengrund nach dem vom Deck gestürzten Bagger des Schiffes ab. Dieser sollte anschließend von einem Mobilkran geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff legte Brücke lahm
(02.11.17) Am 1.11. um 16.30 Uhr kollidierte das holländische Binnenschiff "Engelina", 500 ts (EU-Nr.: 02300229), mit der Houten-Brücke in Son en Breugel. Es stieß mit der Seite gegen Holzbalken, die sich vor der Brücke befanden, wodurch ein Stromkabel zerstört wurde. In der Konsequenz konnte die Brücke nicht mehr geschlossen werden. Ein Mechaniker von Rijkswaterstaat wurde gerufen und konnte den Schaden bis 17.10 Uhr beheben.
Nach einstündiger Zwangspause konnte die 50 Meter lange "Engelina" dann auch wieder weiter fahren. Die Brücke wird gern von Studenten, die mit dem Rad aus Eindhoven kommen, genutzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Klipperyacht endete auf Felsen bei Cape Point
(02.11.17) Am 31.10. um 22.34 Uhr wurde die NSRI Kommetjie vom MRCC alarmiert, nachdem die Klipperyacht "CV24" (Team Greenings) beim Clipper Round the World Race auf den Felsen von Olifantsbospunt bei Cape Point, mit einer 18-köpfigen Crew an Bord gestrandet war und einen Notruf gefunkt hatte. Sie war kurz zuvor aus Kapstadt zur 3. Etappe der Regatta ausgelaufen. Das Rettungsboot "Spirit of the Vines (Rescue 26)" sowie von der Station Hout Bay die "Nadine Gordimer (Rescue 8)" und die "Albie Matthews (Rescue 8A)" liefen daraufhin aus.
Später wurde auch die NSRI Simon’s Town um Hilfe gebeten und schickte die "Spirit of Safmarine III (Rescue 10)". Die Telkom Maritime Radio Services assistierten bei der Abwicklung des VHF-Funkverkehrs. Die WC Government Health EMS und dasCity of Cape Town Disaster Risk Management (CoCT DRM) wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Vertreter des Rennbüros, der TNPA (Transnet National Ports Authority), SAMSA (South African Maritime Safety Authority) und TNPA-Emigrationsoffiziere versammelten sich an der NSRI-Station Hout Bay. Die Yacht "CV21" meldete, in der Nähe zu sein, wurde aber angewiesen, die Fahrt fortzusetzen. Die Retter fanden die Yacht hart auf den Felsen liegend vor, die Crew hatte Rettungswesten angelegt, war aber für den Moment sicher an Bord. Vor Ort waren 14 Knoten Wind und 1,5 Meter Wellenhöhe. Ein Rettungsschwimmer der NSRI Kommetjie wurde von der "Rescue 26" abgesetzt und schwamm durch die Brandungszone zur Yacht hinüber, um die Crew und das Boot in direkten Augenschein zu nehmen.
Es wurde dann entschieden, dieses mit zwei Rettungsinseln zu evakuieren. Der Rettungsschwimmer der NSRI Kommetjie überwachte die Operation an Bord der "CV24". Die RIBs "Rescue 26" und "Rescue 8A" schleppten die Inseln in tieferes Wasser, wo sie auf die "Rescue 8", "Rescue 26" und "Rescue 8 A" übergesetzt wurden. Die "Rescue 10" wurde um 1.46 Uhr aus dem Einsatz entlassen. Die Segler wurden derweil zur Station Hout Bay gebracht, wo sie um 2.45 Uhr eintrafen. Um drei Uhr war die Rettungsaktion abgeschlossen.
Gerettet wurden neun Briten, ein Schwede, ein Koreaner, ein Schweizer, ein Neuseeländer, drei Australier, ein Südafrikanier und ein Kanadier. Am Morgen barg ein Fahrzeug der NSRI Kommetjie die beiden angetriebenen Rettungsinseln. Ob die Yacht noch zu bergen war, sollten weitere Untersuchungen zeigen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter rammte Stromkai in Bremerhaven
(02.11.17) Der aus Helsinki gekommene, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Pollux", 11550 BRZ (IMO-Nr: 9429194), erlitt am 30.10. aus bislang ungeklärter Ursache beim Einlaufmanöver nach Bremerhaven auf Höhe der Stromkaje einen Ausfall der Hauptmaschine. Mit der Strömung und dem Wind drehte sich das Schiff zum Liegeplatz. Mit Hilfe eines ausgebrachten Ankers und viel Geschick versuchte die Crew, eine direkte Kollision mit anderen an der Stromkaje liegenden Frachtern zu vermeiden. Stattdessen kollidierte das Containerschiff im 90-Grad.Winkel mit der Kaianlage.
Es kam dabei an der Kaje und am Schiff zu erheblichen Sachschäden. Alkoholkontrollen beim Lotsen und Kapitän verliefen negativ. Eine Weiterfahrt wurde bis zur Ursachenklärung des Maschinenausfalls und der Reparatur untersagt. Am 1.11. verholte der Frachter zum Columbuskai und kehrte am Morgen des 2.11. an den Stromkai zurück. Die Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei Bremen dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter Rostocker Reeder in Vietnam beschädigt
(02.11.17) Der unter liberianischer Flagge laufende Containerfrachter "TRF Kaya", 24816 BRZ (IMO-Nr.:9330549), der MS KAYA Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG in Rostock, an Mooringtonnen vor dem Cat Lai Container Terminal auf dem Dong Nai River in Ho Chi Minh City festgemacht war, wurde am 2.11. gegen fünf Uhr von einem passierenden Containerschiff gerammt. Dabei wurde er am Achterschiff an Backbordseite beschädigt. Etliche Container auf Deck wurden zerquetscht und teilweise aufgerissen.
Ein Kühlcontainer mit gefrorenem Fisch stürzte in den Fluss. Anwohner eilten mit Booten herbei, um Fracht, die aus den beschädigten Containern ins Wasser gefallen war, zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht erlitt Wassereinbruch vor Cape May
(02.11.17) Die US Coast Guard assistierte am 1.11. der 52 Fuß langen Motoryacht “Hakuna Matata” aus Crosslake und deren zweiköpfiger Crew. Das Boot hatte sechs Meilen östlich von Cape May, New Jersey Wassereinbruch erlitten. Das Coast Guard Delaware Bay Command Center in Philadelphia fing um 10 Uhr einen Notruf auf und schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Cape May zu Hilfe.
Dessen Lenzpumpe konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen. Der Havarist wurde von dem Boot dann zum Canyon Club in Cape May Harbor von New Jersey eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trainingsyacht vor Fishbourne abgeschleppt
(02.11.17) Am Nachmittag des 1.11. wurde ein Boot der RNLI-Station Ryde von der Solent Coastguard alarmiert, nachdem die 38 Fuß lange Trainingsyacht “Thunderflash” um 16.35 Uhr Motorausfall erlitten hatte. Sie trieb mit einer sechsköpfigen Crew an Bord rund eine Meile vor Fishbourne und drohte, manövrierunfähig in das Fahrwasser von Solent vor Fishbourne zu geraten. Die Seenotretter nahmen die Yacht in Schlepp und zogen sie binnen einer Stunde zur Cowes Marina. Um 17.50 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segler mit Hubschrauber bei Lossiemouth gerettet
(02.11.17) Zwei Segler wurden in der Nacht zum 2.11. von einer Yacht abgeborgen, die vor der Küste von Moray gestrandet war. Das Boot saß bei den Halliman Skerries nahe Lossiemouth. Um kurz vor 18 Uhr wurden Rettungsboote alarmiert, und ein Coastguard-Team machte sich im Hubschrauber auf den Weg zur Unglücksstelle. Um 19.20 Uhr war das Paar von Bord geholt und wurde unversehrt an Land gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker erlitt doppelten Maschinenausfall
(02.11.17) Auf der Fahrt von Tarragona nach Antwerpen erlitt der norwegische Tanker "Bow Spring", 29965 BRZ (IMO-Nr.: 9215256), am Morgen des 2.11. gleich zwei Mal einen Maschinenausfall auf der Westerschelde. Der erste Blackout ereignete sich um 8.05 Uhr westlich von Terneuzen. Nach einiger Zeit gelang es der Crew des beladenen Schiffes, die Maschine wieder zu starten, doch es dauerte nicht lange, bis sie erneut versagte. Nun warf der Tanker Anker und forderte Schlkepperhilfe an. Er wurde zum Terneuzen Put gezogen, wo weitere Untersuchungen stattfanden. Dort wurde er von den beiden Schleppern “Braakman” (IMO-Nr.: 8915457), und „Gent“ (IMO-Nr.: 8409306) auf Position gehalten, während das Patroullienboot “RWS 78” von Rijskwaterstaat den Havaristen absicherte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mehrstündige Suchaktion nach Strandung verlassener Yacht bei Poole
(02.11.17) In der Poole Bay wurde in der Nacht zum 1.11. von den RNLI-Booten aus Poole und Mudeford sowie dem Helikopter Whiskey 175 und Einsatzkräften der Coastguard an der Küste eine Suchaktion gestartet. Um 22.20 Uhr des Vorabends war die „Atlantic“ aus Poole alarmiert worden wegen einer oder mehrere möglicher Personen im Wasser, nachdem eine Yacht bei Southbourne auf einer Buhne beim Hengistbury Head sitzend verlassen aufgefunden worden war.
Die „Atlantic” lief in Suchatterns von der Hafeneinfahrt bis Christchurch. Das D-Boot aus Poole lief kurz vor 23 Uhr aus und suchte den dichteren Küstenbereich bis Mudeford ab. Bis zum Morgen wurde nichts gefunden. Um 3.30 Uhr entließ die Solent Coastguard die Boote aus Poole nach fünstündiger intensiver Suche. Um 04.30 Uhr meldeten sie wieder klar auf Station. Wie die Yacht auf der Buhne landete, war zunächst weiter unklar. Im Laufe des Tages konnte die Polizei aber Kontakt zu dem 40-jährigen Eigner in Bournemouth herstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Untersuchung nach tödlichem Schiffbruch vor Port-en-Bessin
(02.11.17) Eine Untersuchung wurde nach dem Untergang des 12 Meter langen Trawlers “Le Défi“ am 29.10. vor Port-en-Bessin eingeleitet. Von den drei Crewmitgliedern hatten nur zwei lebend gegen 21 Uhr, eine Stunde nach dem Unglück, von einem Patroullienboot gerettet werden können. Am 30.10. gegen ein Uhr wurde der Leichnam des dritten entdeckt und von einem SNSM-Boot an Land gebracht.
Am 2.11. fand eine Autopsie des Toten statt. Nun galt es zu klären, warum das Schiff so dicht unter der Küste war, als es sank, ob es auf Fang war und in was für einem Zustand es sich befand. Die Bemühungen, das Wrack zu orten, dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schöner Engel soll wieder auferstehen
(02.11.17) Der französische Zweimaster “Belle Angèle” soll wieder auferstehen. In Pont-Aven herrschte zwei Wochen nach dem Schiffbruch bei Aber Wrac'h in Landéda, bei dem der Skipper Anthony Meignan, 42, Vater eines kleinen Jungen, ums Leben kam, immer noch Schock und Trauer, doch die Eigner des Schiffes erhielten Unterstützung aus ganz Frankreich. Präsident Maurice Le Reste, der eigentlich in diesem Jahr sein Amt abgeben wollte, wollte deshalb nun noch weitermachen.
Das 24 Meter lange, 1991 erbaute Boot war am 17.10. in Charter der Brittany Marine Cruises auf dem Weg ins Winterquartier in Pont-Aven. Der Skipper entschied, in Aber Wrac'h zu stoppen und das herrschende stürmische Wetter abzuwarten, doch das Schiff wurde auf Felsen geworfen und zerschellte. Am 26.10. fiel der Beschluss, die “Belle Angèle” nachzubauen. Sie war eine Ikone der Stadt, und das soll das neue Schiff auch werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Neuer Auftrag für Ardent Salvage
(02.11.17) Die holländische Bergungsfirma Ardent wurde damit beauftragt, aus dem chilenischen Fischtransporter "Seikongen", 1968 gt (IMO: 9793985) die verwesenden 200 Tonnen Lachs und 66 Tonnen Kraftstoff abzupumpen. Am 1.11. erteilte die chilenische Marine den Auftrag zu den Arbeiten an dem am 18.10. vor Chonchi in der Chiloé-Provinz gekenterten Wracks. Die Arbeiten sollten je nach Wetterlage rund drei Wochen dauern. Darüber hinaus arbeitete die Firma auch an Alternativplänen zur Hebung des Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler erlitt Wassereinbruch vor Lerwick
(02.11.17) Das RNLI-Boot aus Lerwick und ein Rettungshubschrauber wurden am Morgen des 2.11. alarmiert, nachdem der norwegische Trawler "Sea Hunter", 498 BRZ (IMO-Nr.: 8811326), um 7.30 Uhr nördlich des Hafens Wassereinbruch gemeldet hatte. Der Havarist trieb zwei Meilen nördlich von Bressay. Die Coastguard schickte ein achtköpfiges Rettungsteam und den Helikopter 900.
Das Rettungsboot erreichte den Trawler um 7.50 Uhr, der Hubschrauber folgte 10 Minuten später. Dann wurde er von dem Schlepper “The Knab" auf den Haken genommen. Der Havarist wurde in Richtung des Hafens von Lerwick gezogen. Hier stand an der Greenhead Base die Coastguard Feuerwehr bereit, um beim weiteren Lenzen des Schiffes zu assistieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Fischer bei Laytown gerettet
(02.11.17) Das RNLI-Boot „Louis Simson“ aus Skerries rettete am Morgen des 2.11. zwei Fischer von ihrem sinkenden Kutter bei Laytown. Gegen 5.30 Uhr hatte die Dublin Coast Guard einen Notruf der beiden aufgefangen, deren Schiff Wassereinbruch und Schlagseite hatte. Auch das RNLI-Boot aus Clogherhead lief aus.
Die “Louis Simson” hielt mit ihrer vierköpfigen Freiwilligencrew bei 1-2 Beaufort Wind aus Nordwest auf die angegebene Position zu, auf der sich auch andere Kutter befanden. Der Havarist lag auf Grund in der Mündung des River Nanny und wurde von der steigenden Tide zusehends überflutet.
Nur noch wenige Teile ragten aus dem Wasser, im Ruderhaus brannte aber noch Licht. Wenig später traf auch das Boot der Clogherhead RNLI ein und ging während der laufenden Rettungsaktion auf Standby. Die „Louis Simson“ ging längsseits des Kutters, übernahm die beiden Fischer und brachte sie nach einem ersten Check nach Skerrie zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Umfangreiche Bergungsarbeiten in St. John‘s
(02.11.17) Die Barge “Mister B.” wurde jetzt in St. John geborgen und am Moorehead Marine Terminal festgemacht. Sie soll in den kommenden Monaten in New Orleans repariert werden und im Januar wieder in Fahrt kommen. Sie hatte mit anderen Fahrzeugen an dem Theovald E. Moorehead Marine Terminal in Enighed Pond gelegen, als sie der Hurrikan Irma am 6.9. erwischte, gefolgt vom Hurrikan Maria, der zwei Wochen später weitere Zerstörungen anrichtete. Nur die “Cap’t Vic” und “General II” überstanden die Wirbelstürme in Cruz Bay und konnten wieder in Fahrt gehen.
Die Resolve Marine Group wurde mit der Bergung der 129 Fuß langen “Mister B.” und anderen Opfern der 20 Fuß hohen Wellen, die der Wirbelsturm über das Gebiet fegte, beauftragt. Rund 50 Einsatzkräfte mit zwei 250-Tonnen-Kränen und einem 1.400-Tonnen-Kran rückten an, um das 2006 erbaute Gefährt, das 40 Fahrzeuge transportieren kann, wieder flottzumachen.
Als nächstes war die “Brigadier” an der Reihe, die zum Öl- und Containertransport von James Boynes eingesetzt wurde und vom Enighed Pond abtrieb, ehe sie auf Little St. James im Pillsbury Sound strandete. Eine größere Menge Öl muss geleichtert werden, bevor sie geborgen werden kann. Außerdem muss das 149 Fuß lange Ausflugsboot „Leylon Sneed”, das am Ostende von Enighed Pond kenterte, aufgerichtet werden.
Drei Bargen, die “Island Vic”, “Auto Transit” und “Roanoke”, liegen gestrandet an der Norküste des Enighed Pond, und die „Bad Kitty”, ein großes Motorboot, lag weit oben auf einem Resort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankerwrack vor Anglesey verlor wieder Öl
(02.11.17) Aus dem Wrack des maltesischen 1.800-Tonnen-Tankers “Kimya”, die 1991 vor Anglesey kenterte und 10 Menschen in den Tod riss, ist offenbar wieder Palmöl ausgelaufen. Es trieb zum zweiten Mal in diesem Jahr an einem Strand nahe der Trearddur Bay an. Bereits im März kam es zu einem ähnlichen Vorfall.
Das Schiff liegt seit 26 Jahren 16 Meilen südwestlich von Holyhead und war auf dem Weg nach Birkenhead, als es in 50 Fuß hohen Wellen nach einem 12-stündigen Kampf gegen den Sturm kenterte. Nur zwei Mann konnten gerettet werden. Offenbar haben Stürme in diesem Jahr das Wrack in Bewegung versetzt, sodass Teile der Ladung ausliefen, die nun auf der Insel antrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack der Whitsunday Magic soll verschwinden
(02.11.17) Die Pacific Marine Group aus Townsville will am 6.11. mit dem Abwracken des Dreimasters „Whitsunday Magic” beginnen, die vor über vier Jahren am Cannonvale Beach strandete. 2011 sie bereits vor Shute Harbour gesunken. Das Wrack soll vor Ort zerlegt und der Schrott auf einer Barge nach Townsville gebracht werden. Es hatte über die Jahre nicht nur Fischschwärme, sondern auch viele Touristen angezogen, deshalb war der Hintergrund der kostspieligen Aktion unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung durch die US-Navy
(Bild: US Navy)   Großbild klick!

Seglerinnen nach monatelanger Drift gerettet
(01.11.17) Am 30.10. setzten die beiden Seglerinnen Jennifer Appel und Tasha Fuiava nach fünf Monaten erstmals ihre Füße auf festen Boden, als sie in der White Beach Naval Facility der U.S. Navy in Okinawa von der USS „Ashland“ abgesetzt wurden. Sie hatte die Frauen und ihre zwei Hunde 1.450 Kilometer südöstlich von Japan von ihrer 15 Meter langen Yacht “Sea Nymph” gerettet. Sie waren am 3.5. aus Honolulu ausgelaufen zu einem für 18 Tage geplanten Trip nach Tahiti.
Stürme überfluteten dann aber die Maschine, zerstörten den Starter und beschädigten den Mast so schwer, dass sie nicht mehr den Kurs halten können. Sie versuchten, umzudrehen und waren im Juni 1,345 Kilometer vor Oahu, schafften es aber nicht dorthin. Sie setzten Notrufe an, die aber nicht aufgefangen wurden.
98 Tage lang trieben sie durchs Meer und waren tausende Meilen abgetrieben, als ein taiwanesischer Kutter sie fand. Beim Versuch, die Yacht abzuschleppen, wurde sie noch mehr beschädigt. Appel paddelte auf einem Surfbrett zu dem Schiff hinüber und setzte von dort einen Notruf ab, der von der 160 Kilometer entfernten „Ashland“ aufgefangen wurde.
Diese erreichte die „Sea Nymph“ am folgenden Tag. Am 25.10. wurden sie an Bord des Marineschiffes genommen. Zuvor war ein Boardingteam an Bord gegangen und hatte festgestellt, dass die Schäden zu schwer waren, um das Boot wieder seetüchtig zu machen. Es musste aufgegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Glory Amsterdam“ sitzt immer noch fest
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Langeoog: Bergungskonzept für Glory Amsterdam fertig
(01.11.17) Die Berger von Smit und die Experten des Havariekommandos haben ein Bergungskonzept für die „Glory Amsterdam“ erarbeitet und bereiteten nun die Maßnahmen vor. Weiteres Einsatzmaterial wurde mobilisiert, darunter bis zu 1.000 Meter lange Schlepptrossen. Dies sollte vor dem kommenden Wochenende erledigt sein.
Die beiden Offshore-Schlepper „Fairmount Summit“, 3239 BRZ (IMO-Nr.: 9315575), und „Union Manta“, 3164 BRZ (IMO-Nr.: 9261487) waren auf dem Weg zur Strandungsstelle. Die „Fairmount Summit“ traf bereits von Esbjerg kommend am 31.10. am Lüneburg-Kai in Wilhelmshaven ein. Weder für den 31.10. noch den 1.11. waren allerdings Schleppversuche vorgesehen, die Vorbereitungen für die Bergung sollten bis zum 2.11. dauern.
Vor der Bergung müssen zunächst die 22.000 Tonnen Ballastwasser abgepumpt werden. Zuvor sollte bereits ein Schlepper eine Leinenverbindung zum Havaristen herstellen. Das Ballastwasser wird erst abgepumpt, wenn der Frachter stabilisiert ist, denn das leichter werdende Schiff kann von Welle und Strömung leicht weiter auf den Strand gedrückt werden und sich tiefer im Schlick eingraben. Um das zu verhindern, muss der Schlepper das Schiff festhalten, ohne dabei schon das Freischleppen zu beginnen. Erst nach Abschluss der Leichterungsmaßnahmen wird der zweite Schlepper, die „Union Manta“, anspannen.
Es war nicht geplant, den Kraftstoff vom Frachter abzupumpen. Das Havariekommando hat im Einvernehmen mit dem Bergungsunternehmen und den Fachberatern eine Risikoanalyse über den Verbleib des Kraftstoffs an Bord durchgeführt. Demnach würde das Leichtern des Schweröls und des Marinediesels eine höhere Gefahr darstellen als der Verbleib an Bord.
An Bord wurden stündlich Sicherheitsbegehungen und Tankpeilungen durchgeführt. Auf Veränderungen könnte entsprechend sofort reagiert werden. Der Frachter lag aktuell an der Fünf-Meter-Tiefenlinie und wies aktuell keine erkennbaren strukturellen Schäden auf.
Der technische Defekt an der Ruderanlage wurde untersucht, konnte aber noch nicht behoben werden. An Bord waren weiterhin die 22-köpfige Crew und vier Mitglieder des Bergungsteams. Die regelmäßigen Kontrollflüge durch das Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos wurden fortgesetzt.
Der Hochseeschlepper „Nordic“ wurde vorerst aus dem Einsatz entlassen. Das Mehrzweckschiff „Mellum“ blieb hingegen als on-scene-commander vor Ort. In der Nacht zum 1.11. lief die „Fairmount Summit“ aus Wilhelmshaven aus und lief zur Strandungsstelle. Direkt am Frachter befand sich das Festmacherboot „Hurricane“, das nun einen äußerst geringen Tiefgang von 0,9 Metern hat. Es sollte die Schlepptrossen ausfahren.
Wenn die "Glory Amsterdam" wieder schwimmt, sollen drei kleinere Schlepper den Havaristen übernehmen. Welcher Hafen angelaufen werden soll, war derzeit noch offen und hing von Wetter, Tiefgang und Zustand des Schiffes ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Irma Opfer in Crown Bay auf St. Thomas
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Sturm riss 50 Boote los
(11.01.17) Einheiten der US Coast Guard von Maine bis Rhode Island untersuchten die Schäden, die ein Sturm in der Nacht zum 30.10. in der Nordost-Region hinterlassen hat. Über 50 Schiffe rissen sich von ihren Moorings los, viele waren unbesetzt und trieben unkontrolliert umher, andere strandeten an der Küste. Teams zur Bekämpfung von Umweltschäden untersuchten die Fahrzeuge, fanden aber bisher keine signifikanten Verschmutzungen. Bei den Sturmopfern handelte es sich sowohl sowohl um größere Segelyachten wie die „Carina“ und die „Chance“, die auf Felsen nahe der Apponagansett Bay, Massachusetts, geworfen wurden, wie auch Motorboote, Ruderboote oder Kayaks. Die meisten Besitzer konnten inzwischen identifiziert und Bergungsmaßnahmen eingeleitet werden. Einige kleinere Boote wurden bislang noch nicht wiedergefunden. Währenddessen gingen auch die Aufräumarbeiten nach dem Hurrikan Irma, der vor sieben Wochen Landfall in den Florida Keys machte, weiter. Die Emergency Support Function 10 (ESF 10) Florida, die aus Vertretern der U.S. Coast Guard, der Environmental Protection Agency und der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission besteht, hat bislang 1.492 losgerissene Boote aus den Gewässern Floridas geräumt, davon 1,101 in den Florida Keys, 69 in Miami-Dade, Broward und Palm Beach, 265 im Bereich von St. Petersburg und 57 in der Jacksonville-Region. Fast 230 Personen waren an den Arbeiten weiterhin beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Phantom of the Aqua”
(Bild: Daniell Ellis)   Großbild klick!

Phantomyacht identifiziert
(01.11.17) Nachdem die Segelyacht “Phantom of the Aqua” am 18.10. am Miramar Beach strandete, konnte als Eigner nun John Hale aus Gulfport, Florida, identifiziert werden. Er war mit dem Boot von Gulfport zu den U.S. Virgin Islands unterwegs gewesen, um dort Opfer der Hurrikane Irma und Maria mit Nahrung, Medizin und Versorgungsgütern zu helfen.
Er hatte diese Reise bereits mehrfach unternommen, doch diesmal zerstörten Stürme in den Tropen die Segel. Er versuchte, mit Motor zum Ausgangshafen zurückzukehren, doch im Golf von Mexiko erwischte ihn der Wirbelsturm Nate. Alle verbliebenen Segel wurden ein Opfer des Sturms, ebenso die Maschine. Der Segler musste die U.S. Coast Guard rufen, die ihn mit einem Helikopter aus Clearwater in der tobenden See von der „Phantom of the Aqua“ abbarg.
Das Boot trieb verlassen davon, und der Skipper ging nicht davon aus, es wiederzusehen, bis jetzt der Anruf vom Sandestin Resort kam, ob das Phantom das seine sei. Es war zunächst vor der Küste entdeckt und mit einem Anker gesichert worden, doch in sechs Fuß hohen Wellen riss es sich los und landete schließlich m Miramar Beach nahe des Whale’s Tail Restaurant. Nun galt es zunächst die Schäden am Boot und Bergungs- sowie Reparaturoptionen zu prüfen.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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