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gekenterte ‚El Dorado‘
gekenterte ‚El Dorado‘
(Bild: Bay County)   Großbild klick!

Casinoschiff wird nach zweiter Strandung künstliches Riff
(22.01.19) Die im Hurrikan Michael gestrandete und gekenterte ‚El Dorado‘, die hinter dem FSU-Panama City-Campus seit einem Vierteljahr auf der Seite lag, sollte am 22.1. vom Bay County geborgen werden. Das einstige Casinoschiff soll nun ein künstliches Riff werden.
Es hatte sich bereits 2004 im Hurrikan Ivan während Überholungsarbeiten losgerissen und war in Southport gestrandet. Es wurde vom Eigner geborgen und befand sich immer noch in Reparatur, als der Hurrikan Michael im Oktober sein Schicksal besiegelte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre hatte Elektrikschaden in Korfu
(22.01.19) Die griechische Fähre ‚Ionas‘, 4092 BRZ (IMO-Nr.: 8611659), erlitt, kurz bevor sie aus Korfu nach Igoumenitsa auslief, am 20.1. einen elektromechanischen Schaden. Hafeninspektoren gingen an Bord des Schiffes und konnten den Fehler in der Bordelektrik identifizieren. Es wurde mit einem Auslaufverbot belegt, bis der Schaden behoben und eine Klasseinspektion durchgeführt war. Die 57 Passagiere wurden an Bord eines anderen Schiffes nach Igoumenitsa gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Der größte Fang des Tages
Der größte Fang des Tages
(Bild: Remco de Vries)   Großbild klick!

Bergung der Ladung der MSC Zoe eine Sisyphos-Arbeit
(22.01.19) 20 Tage, nachdem der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter ‘MSC Zoe’ (IMO-Nr.: 9703318) Teile seiner Ladung in der Nordsee verlor, wurden die ersten Trümmer eines Containers am späten Nachmittag des 21.1. von der Geosund aus dem Wasser gezogen. Eigentlich sind für die Bergung der etwa 240 Boxen, die aufgespürt werden konnten, 75 Arbeitstage geplant. Doch wenn es so weitergeht, wie der erste Tag verlief, dann wird sich die Zeitdauer eher verdreifachen müssen.
Ein weißer Kia war der größte Fang des Tages neben 18 Tonnen Abfall verschiedenster Art. Das mit Muscheln und Seesternen bereits besiedelte Wrack wurde auf dem Deck abgesetzt. Die losgerissenen Reifen wurden von einem Eskortschiff aus dem Meer geholt.
Die großen Bergungsschiffe konzentrierten sich ausschließlich auf das, was sie am besten können – Trümmer aus dem Meer bergen. Mehr wird auch kaum zu holen sein, denn nur wenige Container konnten den Sturz aus 30 Metern Höhe heil überstehen. Am 21.1. brachte die ‚Blue Bella‘ die erste Ladung loser Trümmer, die in zwei Containern gesammelt worden waren, nach Harlingen, wo sie fachgerecht entsorgt werden.
Entsprechend mühselig ist es, die Reste ausfindig zu machen. Taucher laufen bei der schlechten Sicht zudem Gefahr, sich ihre Anzüge und Schläuche an scharfen Kanten aufzureißen. Sie können auch nur vier Mal pro Tag für 30 Minuten absteigen.
Viele Trümmer sind inzwischen bereits versandet und kaum aufzuspüren. Von 51 Containern fehlte bisher jede Spur. Weder die holländische Küstenwache noch Rijkswaterstaat rechneten damit, dass MSC ihr Versprechen entsprechend wahr machen kann, alle Container zu bergen.
Die Zr.Ms. ‚Luymes’ der Marine konnte 20 Container lokalisieren, die zuvor nicht entdeckt worden waren. So gab es bisher rund 240 Verdachtspunkte auf einem Gebiet von mehr als 2500 Quadratkilometern im Seegebiet oberhalb von Terschelling und Ameland. Die enorme Datenmenge der Sonarschiffe Experten des Verteidigungsministeriums, Rijkswaterstaat und Ardent in einem Koordinationszentrum, das in IJmuiden eingerichtet wurde, analysiert.
Längst nicht alle Kontakte gehörten zur Ladung der ‚MSC Zoe‘. Diese wurde am 22.1. von den drei Hafenschleppern ‚Atlas‘, ‚Herkules‘ und ‚Virtus‘ gegen 11 Uhr von der Reede in den Hafen von Danzig gezogen und am Tiefwasser-Containerterminal festgemacht, um von dort aus in den Liniendienst zurückzukehren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Juelsminde abgeschleppt
(22.01.19) Am 20.1. um 11.40 Uhr erlitt ein Fischkutter nördlich von Æble Ø Antriebsprobleme und bat um Assistenz. Das Rettungsboot ‚Juelsminde‘ der Dansk Søredningsselskab kam zu Hilfe und schleppte den Havaristen in den Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


‚Oriental Nadeshiko‘ wird vom Medemgrund gezogen
‚Oriental Nadeshiko‘ wird vom Medemgrund gezogen
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Tanker nach Strandung bei Otterndorf in Cuxhaven festgemacht
(22.01.19) Eine ganze Flotte von Schiffen umrundete den bei Otterndorf gestrandeten Tanker ‚Oriental Nadeshiko‘, als er am 21.1. um 12.20 Uhr, eine Stunde früher als geplant, im ersten Anlauf mit dem Mittagshochwasser wieder ins Fahrwasser der Elbe gezogen wurde. Vier Schlepper hatten den Tanker gesichert, während zwei den Bergungsversuch vorbereiteten. Zuvor wurde der Tanker um rund 600 Kubikmeter Ballastwasser geleichtert.
Der Tanker, der Ladung der Gefahrgutklasse 3 an Bord hatte, war etwa zehn Kilometer östlich von Cuxhaven in der Elbmündung auf Grund gelaufen. Dort verläuft das Fahrwasser für die Schifffahrt direkt neben dem Medemgrund, der bei Niedrigwasser trockenfällt und auf dem der Tanker knapp 12 Stunden zuvor aufgesetzt hatte. Mit einem Gesamtpfahlzug von 282 Tonnen gelang es der Schlepperflotte, den Havaristen wieder zu befreien.
‚Oriental Nadeshiko‘ wird an den Kai bugsiert
‚Oriental Nadeshiko‘ wird an den Kai bugsiert
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!
Um 14.50 Uhr wurde er von den Schleppern an den Steubenhöft im Amerikahafen von Cuxhaven gelegt, wo der Rumpf von Tauchern untersucht werden sollte. Dort gingen auch Beamte der Wasserschutzpolizei an Bord. Die Unfallursache war nach wie vor unklar. Möglicherweise hat ein mechanischer Fehler dazu geführt, dass der Tanker aus dem Fahrwasser der Elbe abkam.
Quelle:Tim Schwabedissen





Große Freude über losgerissenen Sensor von Wrack vor Norderney
(22.01.19) Auf Langeoog ist nach der jüngsten Sturmflut Anfang Januar am Strand am Dünenübergang Gerk-sin-Spoor ein Sensor gefunden worden. Dieser konnte den Gezeitentauchern zugeordnet werden, die den Sensor vor der Insel an dem Wrack des Vorpostenbootes ‚V 810‘ aus dem 2. Weltkrieg befestigt hatten, um damit die Strömungen messen. Für die Taucher sind genaue Erkenntnisse zum Zeitfenster mit geringen Strömungen, während der Tauchgänge an Wracks vor den Inseln möglich sind, von großer Bedeutung.
Zur besseren Vorbereitung der Tauchgänge haben sie daher einen Sensor entwickelt, der mit einer Leine am Wrack vor Norderney befestigt wurde. Er speicherte laufend seine Neigung, so dass die Phasen mit geringer Strömung abgelesen werden können und deren Zeitspanne dann aus den für Norderney berechneten Tidezeiten errechnet werden können.
Schon wenige Tage nach der Installation konnten die Daten erstmals ausgewertet werden und stellten sich als sehr hilfreich heraus. Am 8.1. um 4:40 riss der Sensor vom Wrack ab. Dann trieb er 20 Stunden durch die Nordsee und strandete am 9.1. um 0:30 auf Langeoog. Bis dahin hatte er eine Strecke von 14 Kilometern zurückgelegt.
Groß war die Freude der Gezeitentaucher, nachdem der Sensor, der mit einer Mailadresse versehen war, nach dem Losreißen von einer Langeoogerin gefunden worden war. Mit Hilfe der Daten konnte genau der Moment des Losreißens ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


31 Haitianer von havariertem Motorboot gerettet
(22.01.19) Die US Coast Guard rettete am 20.1. neun Meilen nördlich von Bimini, Bahamas, 31 Haitianer von dem havarierten Motorboot ‚Summer Art‘. Gegen fünf Uhr hatte es einen Notruf gefunkt, und von der Air Station Miami stieg eine HC-144 Ocean Sentry auf.
Das Patroullienboot ‚Bernard C. Webber (WPC-1101)‘ nahm ebenfalls Kurs auf die Position. Wegen einer aufziehenden Kaltfront, hoch gehender See und starkem Wind war die nachfolgende Rettungsaktion schwierig. Es gelang aber, alle Bootsinsassen von dem hilflos in den meterhohen Wellen dümpelnden Boot abzubergen. Sie wurden anschließend unversehrt nach Freeport, Bahamas, gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Tanker gingen bei Gasschmuggel in Flammen auf – zahlreiche Tote und Vermisste
(22.01.19) 15 Kilometer vor der Küste der ukrainischen Halbinsel Krim kam es während eines Treibstoff-Transfers am 21.1. nach einer Explosion zu einem Brand zweier dort ankernder Schiffe, der unter Tansania-Flagge laufenden Gastanker ‚Candy‘, 3693 BRZ (IMO-Nr.: 9005479) und der ‚Maestro‘, 4086 BRZ (IMO-Nr.: 8810700). Er hat vermutlich 20 Seeleute das Leben gekostet. Die Explosion ereignete sich auf der ‚Maestro‘, die gerade Flüssiggas auf die ‚Candy‘ pumpte. Diese geriet dann ebenfalls in Brand.
Die 12 Überlebenden erlitten teils Brandverletzungen, teils Unterkühlungen nach ihrem Sprung ins eiskalte Wasser. Drei Mann versanken vor den Augen ihrer Retter in der See. Nach der Bergung von zehn Leichen gaben die Rettungskräfte die Hoffnung auf, zehn weitere vermisste Crew-Mitglieder noch lebend zu finden.
Insgesamt 12 Mann beider Schiffe konnten gerettet werden. Die Tanker waren seit 2016 an illegaler Gasversorgung in Syrien beteiligt. Die ‚Candy‘ nahm die Ladung dabei in russischen Häfen wie Temryuk auf, die ‘Maestro‘ übernahm diese dann in internationalen Gewässern und diente als Shuttle.
An Bord der ‚Candy‘ waren 17 Mann, davon neun Türken und acht Inder, und auf der ‚Maestro‘ 14, unter ihnen sieben Türken und sieben Inder. Das Bergungsschiff ‚Merkury‘ brachte sie nach Kertsch. Das Feuer war am 22.1. noch nicht gelöscht, die ‚Spasatel Demidov‘ begann mit der Brandbekämpfung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter saß auf Delaware River fest
(22.01.19) Der unter Singapur-Flagge registrierte Bulkcarrier ‚Strategic Explorer‘, 24658 BRZ (IMO-Nr.: 9723708), lief am 21.1. gegen 19 Uhr Delaware River. Wilmington, auf Grund. Es hatte seit dem 17.1. vor Philadelphia geankert, nachdem es von Fortaleza commend dort eingetroffen war.
Mehrere Schlepper machten den Havaristen am 22.1. gegen sechs Uhr wieder flott. Er ankerte auf Position 39° 51.63' N 075° 13.33' W.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter in Seenot – 11 Crewmitglieder geretttet, einer vermisst
(22.01.19) Der 98 Meter lange, chinesische Frachter ‚Zhong Xing 689‘ (MMSI-Nr.: 413707010) geriet am 21.1. in Seenot und funkte um 03.30 Uhr einen Notruf in den Gewässern von Zhangzhou in der Straße von Taiwan. Das Schiff, das am 19.1. aus Shantou ausgelaufen war, hatte eine Grundberührung gehabt und drohte zu sinken. Die Crew bat um sofortige Hilfe, und eine SAR-Operation wurde durch die Fujian Maritime Safety Administration gestartet.
Beteiligt waren das Patroullienboot ‚Donghai Rescue 116‘, die Helikopter B-7345 und B-7346, die ‚Sea Police 35091‘, ‚Xiagang Drag 13‘ und ‚Gugang Drag 1‘ sowie weitere Rettungseinheiten. Acht Handelsschiffe, darunter die ‚Cangshan 28’ und ‘Xinglongyun 88’ sowie sechs Kutter nahmen ebenfalls daran teil. Von den 12 Mann auf dem Frachter wurden 11 gerettet, einer noch vermisst.
Die Geretteten wurden in Krankenhäuser in Xiamen und Dongshan gebracht. Vor Ort waren sieben Beaufort Wind und Wellenhöhen zwischen 2,8 und 3,8 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Magerøya eingeschleppt
(22.01.19) Das NSSR-Rettungsboot ‚Odin‘ (MMSI-Nr.: 258280500) wurde in der Nacht zum 22.1. um 5.15 Uhr alarmiert, nachdem ein 22 Meter langer Kutter nordöstlich von Magerøya Maschinenschaden erlitten hatte. Das Rettungsboot der Station Honningsvåg war rasch vor Ort und nahm den Havaristen auf den Haken. Es schleppte ihn um 6.30 Uhr in den Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Englischen Kanal
(22.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier ‚JY Power‘, 33044 BRZ (IMO-Nr.: 9456329), erlitt auf der Fahrt von Ust-Luga zum Suez-Kanal am 21.1. um 4.25 Uhr einen Maschinenschaden auf Position 50 14 00 N, 001 30 00. Das Schiff nahm mit reduzierter Fahrt Kurs auf Lyme Bay zur Reparatur. Hier warf es am 22.1. gegen 10 Uhr Anker.
Die Dauer der Schadensbehebung wurde auf 10 Stunden geschätzt. Die Solent Coastguard hielt alle 60 Minuten Funkkontakt mit der 21-köpfigen Crew. Der Frachter hatte 43.800 Tonnen Kohle geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter Hamburger Reeder hatte Antriebsprobleme im Golf von Thermaikos
(22.01.19) Am Nachmittag des 21.1. erlitt der portugiesische Frachter ‚AS Laetitia‘, 9996 BRZ (IMO-Nr.: 9366237), der Contchart Hamburg Leer GmbH & Co. KG in Hamburg Antriebsprobleme im Golf von Thermaikos. Die 15-köpfige Crew bat aber nicht um Assistenz. Ein Patroullienboot wurde zur Erkundung zum Schiff geschickt. Nach einigen Stunden war der Schaden soweit behoben, dass der Frachter Kurs auf Thessaloniki.
Nehmen konnte. Nach einer ersteni Inspektion verhängte die Hafenbehörde ein Auslaufverbot, bis seine Klasseinespektion durchgeführt worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Eisbrecher kollidierte mit Eisberg
(22.01.19) Am 19.1. um 10.45 Uhr kollidierte der chinesische Eisbrecher ‚Xue Long‘, 15352 BRZ (IMO-Nr.: 8877899), in der Amundsen See mit einem Eisberg. Er war auf seiner 35. Expedition in die Antarktis und war in dichten Nebel geraten. Mit rund drei Knoten Fahrt stieß er gegen das Hindernis und erlitt Schäden an einem Mast auf dem Vorschiff und dem Schanzkleid.
Menschen wurden nicht verletzt, und die übrigen Schiffseinrichtungen blieben unversehrt. Das Ministry of Natural Resources organisierte die Reparatur und die weiteren wissenschaftlichen Forschungspläne.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brigantine nach Glencaple eingeschleppt
(22.01.19) Rettungsboote des Nith Inshore Rescue Team schleppten am 21.1. den manövrierunfähigen 70-Tonnen-Zweimaster ‚La Malouine‘ nach Glencaple in Südschottland ein. Um 10.50 Uhr hatte das Schiff einen Maschinenausfall vor Carsethorn in Dumfries und Galloway erlitten. Die Coastguard wurde von der Crew informiert, dass das Schiff nach Maschinen- und Ruderausfall in der Mündung des Nith trieb. Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist, unterstützt von der Tidenströmung, nach Glencaple gezogen, wo er zur Reparatur an den Kai gelegt wurde.
Das Schiff entstand 1969 in Polen auf der Stotsn-Werft als Schlepper ‚Bogdan‘ for die DDR. Es war eines von zweien, die 1992 der holländische Architekt Olivier Van Meer erwarb und zu den Brigantinen ‚Willem‘ und ‚Wytske Eelkje‘, umbaute, die 18 Jahre meist vor Schweden und Finnland unterwegs waren. 2010 ging die ‘Willem’ an François Bertrand in Saint-Malo und 2012 an Michel Diss, Besitzer der Lys Croisières in Granville, um dort seither als ‚La Malouine‘ Ausflugsfahrten anzubieten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Dutzend Tote bei Unglück in Indonesien
(22.01.19) Eine Person starb, 12 wurden vermisst, nachdem ein Holzboot auf dem Kapuan River in der West Kalimantan-Provinz von Zentral-Indonesien am 21.1. kenterte. Das Passagierboot war mit 24 Menschen an Bord bei Naga Seberuang Village im Kapuas Hulu-Distrikt unterwegs, als es plötzlich wegen Überladung umschlug. 11 Insassen wurden lebend und einer tot geborgen. Die Suche nach den Vermissten dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Acht Tote bei Kentern von Pilgerboot
(22.01.19) Acht Menschen kamen ums Leben, als am 21.1. in Karwar ein indisches Boot mit 26 Pilgern an Bord kenterte. Die indische Marine schickte eine Dornier aus Goa zur Suche nach den Vermissten. 17 Personen konnten gerettet werden. Das Boot war unterwegs zur Insel Kurumagada, wo der Narsimha Swamy-Schrein steht.
Quelle:Tim Schwabedissen


12 Bargen trieben auf Monongahela River
(21.01.19) Mehrere Brücken über den Monongahela River mussten am Morgen des 21.1. gesperrt werden, nachdem sich 12 Bargen mit Kohle von dem 35 Meter langen Schubschlepper ‚Brenda L. Murray II‘ (MMSI-Nr.: 367724780) losgerissen hatten und abgetrieben waren. Betroffen waren die McKees Rocks-, West End-, Fort Pitt-, Liberty-, Smithfield- und die Panhandle-Brücken. Die Liberty-Brücke wurde von mindestens einer Barge getroffen, und auch die Smithfield- und Fort Pitt-Brücke wurden von Bargen gerammt.
Eine weitere kollidierte mit der Panhandle Bridge. Um acht Uhr sicherten Schleppercrews eine Barge, die an die Fort Pitt Bridge getrieben war. Pittsburgh River-Einsatzboote brachten Inspektoren zu den Brücken, und als erstes konnten die West End- und McKees Rocks-Brücken wieder freigegeben werden.
Die übrigen folgten bis 9.30 Uhr, doch bis dahin hatte es schon starke Beeinträchtigungen im Berufsverkehr gegeben. Die Murray American Transportation Inc. in Monasse machte sich mit der US Coast Guard und anderen Behörden dabei, die Bargen wieder einzufangen. 10 konnten an Moorings gebracht werden und zwei wurden an der Smithfield Street Pier gesichert.
Eine von ihnen lag halb unter Wasser. Sobald das nötige Gerät vor Ort war und die Flussströmung es zuließ, sollten alle abtransportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Courtmacsherry abgeschleppt
(21.01.19) Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry kam am 21.1. einem 40 Fuß langen Kutter zu Hilfe, der um 13.15 Uhr vor der Seven Heads Peninsula in West-Cork um Assistenz gebeten hatte. Das Rettungsboot lief mit einer siebenköpfigen Crew bei sechs Beaufort Wind sofort aus und erreichte den Havaristen um 13.45 Uhr. Das Schiff wurde mit seiner zweiköpfigen Crew sofort in Schlepp genommen und konnte nach einem Ritt durch raue See um 15.15 Uhr am Courtmacsherry-Ponton festgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


‚Undine‘ wird gelöscht
‚Undine‘ wird gelöscht
(Bild: Feuerwehr Bremen)   Großbild klick!

Luxusyacht in Bremen ausgebrannt und gesunken
(21.01.19) Am 19.1. um 3.58 Uhr alarmierten Anwohner des Bremer Europahafens die Feuerwehr in der Hansestadt, nachdem auf der 15 Meter langen, Düsseldorfer Luxusyacht ‚Undine‘ ein Feuer ausgebrochen war. An Bord befanden sich zwei Besatzungsmitglieder, die sich rechtzeitig retten konnten. Nach einer Untersuchung durch einen Notarzt konnten sie an der Einsatzstelle verbleiben. Als die Bremer Feuerwehr wenige Minuten nach den ersten Notrufen an dem Liegeplatz des Botos in der Überseestadt eintraf, stand die Yacht bereits in Vollbrand. 17 Löschfahrzeuge und 60 Einsatzkräfte waren vor Ort. Da das Schiff nicht direkt an der Kaimauer, sondern an einem Ponton
War nix mehr zu retten
War nix mehr zu retten ...
(Bild: Feuerwehr Bremen)   Großbild klick!
lag, gestaltete sich der Zugang kompliziert.
Zunächst begannen zwei Trupps von Land aus mit einem Löschangriff. Nachbarlieger mussten zudem auch aus dem Gefahrenbereich geräumt werden. Die Bevölkerung in der Überseestadt wurde wegen der starken Rauchentwicklung über Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Es wurden allerdings keine erhöhten Schadstoffmengen in der Luft gemessen. Es gelang der Feuerwehr Bremen schließlich, den Brand von einem Löschboot aus mit einem großflächigen Schaumteppich zu ersticken. Um 6.40 Uhr wurde Feuer aus gemeldet und das Wrack ans Ufer gezogen.
Wrack der ‚Undine‘wird gehievt
Wrack der ‚Undine‘wird gehievt
(Bild: Feuerwehr Bremen)   Großbild klick!
Wegen der schweren Schäden sank die ‚Undine‘ dort aber wenig später auf rund vier Metern Tiefe. Da mit dem Austritt von Öl aus dem Wrack gerechnet werden musste, brachte die Feuerwehr Netzschlauchsperren um die Unglücksstelle aus. Der Schaden dürfte im Millionenbereich liegen. Am 20.1. hob ein Schwimmkran das Wrack wieder.
Quelle:Tim Schwabedissen




Tanker ‚Oriental Nadeshiko‘ und Havariekommando
Tanker ‚Oriental Nadeshiko‘ und Havariekommando
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Tanker lief vor Cuxhaven auf Grund – Havariekommando im Einsatz
(21.01.19) Vor Cuxhaven lief am 21.1. gegen ein Uhr der mit 9.000 Tonnen Chemikalien beladene, unter Panama-Flagge registrierte Tanker ‚Oriental Nadeshiko‘, 7217 BRZ (IMO-Nr.: 9442665), am Rand des Elbfahrwassers 10 Kilometer östlich von Cuxhaven auf Position 53° 51.00' N 008° 52.18' O auf Grund. Der Tanker lief geradeaus auf eine Sandbank, obwohl das Elbfahrwasser an dieser Stelle vor Otterndorf eine leichte Kurve macht. Die Ladung gehörte zur Gefahrgut-Klasse 3 der entzündlichen flüssigen Stoffe. Darunter befanden sich 7.500 Tonnen Ethylendichlorid, das als Antiklopfmittel für Brennstoffe verwendet wird, 1.250 Tonnen 1,2-Propylenglykol, das u.a. als Konservierungs- oder Lösungsmittel zum Einsatz kommt sowie 250 Tonnen 1-Methoxy-2-Propanol, das als Lösungsmittel zur Herstellung von Druckfarben und Lacken dient. Er hatte sie im Elbhafen Bützfleth an Bord genommen und befand sich nun auf dem Weg nach Tarragona, wo er am 28.1. hätte eintreffen sollen. Die Einsatzleitung zur Bergung übernahm das Havariekommando, und das Mehrzweckschiff ‚Neuwerk‘ wurde On-Scene-Commander.
Ein Nautiker des Havariekommandos wurde dazu auf dem Schiff abgesetzt. Außerdem wurden die Schlepper ‚Wulf 9‘ und ‚Wulf 4‘ sowie das Peilschiff ‚Stickers Gat‘ und das Überwachungsschiff ‚Vogelsand‘ zur Strandungsstelle mobilisiert. Dieses nahm dort Untersuchungen der Lage des Havaristen vor, um den notwendigen Einsatz an Schleppkapazität berechnen zu können.
Gegen Mittag waren auch der Rettungskreuzer ‚Anneliese Kramer‘ sowie die Schlepper ‚Bugsier 2‘, ‚Bugsier 20‘, ‚Bugsier 22"‘ und ‚Wal‘ vor Ort versammelt. Ein landgestütztes Boardingteam beriet die Crew des Havaristen bei der Herstellung der Notschleppverbindung. Ein Messtrupp der Feuerwehr Cuxhaven wurde zum Tanker gebracht und sollte gemeinsam mit der Crew den Ladungszustand regelmäßig überprüfen.
Bereits kurz vor dem Mittaghochwasser, das gegen 13.30 Uhr erwartet wurde, gelang es mit den vereinten Kräften bereits gegen 13.15 Uhr, den Havaristen wieder flottzumachen. Zuvor war Ballastwasser abgepumpt worden, um das Schiff leichter zu machen. Es wurde nun zur Untersuchung nach Cuxhaven gezogen, wo er gegen 15 Uhr erwartet wurde. Warum der Tanker, als er die Elbe hinunterlief, auf einmal in Richtung Schleswig-Holstein nach Steuerbord vom Kurs abkam, war noch unklar.
Die ‚Oriental Nadeshiko‘ ist 124 Meter lang, 20 Meter breit, hat 8,77 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 12.480 Tonnen. Sie läuft für die Serromah Shipping B.V. in Rotterdam und wurde 2009 bei der Kurinoura Dockyard Co. Ltd. in Uwajima als ‚Golden Spirit‘ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsschiff ‚Atlantic Tonjer‘
Bergungsschiff ‚Atlantic Tonjer‘
(Bild: Havariekommmando)   Großbild klick!

Erster Schrott aus Ladung der MSC Zoe geborgen
(21.01.19) Am 18.1. wurde mit dem Greifarm des Bergungsschiffes ‚Atlantic Tonjer‘ der erste Metallschrott aus der Ladung des Containerfrachters ‚MSC Zoe‘ aus dem Fahrwasser vor der niederländischen Insel Terschelling aus rund 20 Metern Tiefe geborgen- Es handelte sich um Ladungsreste sowie um Containerteile. Tagelang hatten dort sechs Meter hohe Wellen und Wind von sieben Beaufort jede Bergungsaktivität vereitelt. Nun sollten zuerst werden geborstene Container und deren Reste heraufgeholt sowie intakte Container markiert werden, um sie später ebenfalls zu heben.
Der geborgene Metallschrott wurde zunächst auf dem Bergungsschiff gelagert, sodass dieses einige Tage vor Terschelling bleiben kann. Die ‚Atlantic Tonjer‘ und ‚Mare Frisicum‘, die vor Terschelling im Einsatz waren, wurden von sechs weiteren Schiffen, darunter auch Fischkutter, begleitet. Diese fischten während der Bergung aus dem Greifarm herabfallendes Material sofort wieder auf. Die ‚Tender 1‘ und ‚Seazip Fix‘ waren als Erkundungsschiffe in der Fahrrinne nördlich der friesischen Inseln vom niederländischen Vlieland bis nach Borkum im Einsatz.
51 Container der insgesamt 291 verlorenen Boxen waren weiterhin verschwunden. Zwei Wachschiffe der niederländischen Küstenwacht sicherten die Such- und Bergungsarbeiten ab. Das Suchgebiet umfasste 2.700 Quadratkilometer.
Mittlerweile meldeten deutsche Krabbenfischer Probleme an ihren Schiffen wegen Ladungsresten, die sich in den Leinen, Ketten und Winschen verfingen und dadurch das Einholen der Netze blockierten. Die ‚MSC Zoe‘ machte am 20.1. in Danzig fest und sollte dort wieder in den Fahrplan eingefädelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter ‚Patron‘
Archivbild Frachter ‚Patron‘
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Blackout vor Margate
(21.01.19) Der holländische Frachter ‚Patron‘, 4106 BRZ (IMO-Nr.: 9376464), erlitt am 18.1. um 2.40 Uhr auf der Fahrt von Rotterdam nach Caen mit einer achtköpfigen Crew an Bord auf Position 51 27 32 N, 001 56 41 O rund 19,3 Meilen von Margate einen Totalblackout. Das Schiff hatte 6.049 Tonnen Schlacke geladen. Die Dover Coastguard prüfte vorsichtshalber die Möglichkeit eines Abschleppens.
Nachdem die Bordenergieversorgung wieder hergestellt war, setzte das Schiff seine Reise fort. Es machte am 19.1. um 9.20 Uhr in Blainville-sur-Orne, Caen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Öldruckprobleme in der Nordsee
(21.01.19) Der indische Bulkcarrier ‚Seamec Gallant‘, 20969 BRZ (IMO-Nr.: 9599004), erlitt auf der Fahrt von Cheasepeake nach Immingham mit einer Crew von 23 Mann an Bord am 19.1. Probleme mit dem Druck des Schmieröls auf Position 49.38.99 N, 004 52.67 W. Das Schiff war mit 26.141 Tonnen Holzpellets beladen. Nach einer Reparatur setzte es die Fahrt nach England fort und sollte am 21.1. den Zielhafen erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Indischen Ozean
(21.091.19) Der britische Erzfrachter ‚Berge Kangchenjunga‘, 148159 BRZ (IMO-Nr.: 9073438), erlitt auf dem Weg von Itaqui nach Qingdao am 132.1. einen Maschinenschaden im Indischen Ozean. Er steuerte noch am selben Tag den Hafen von Port Louis in Mauritius zur Reparatur an. Am 17.1. lief er nach Abschluss der notwendigen Arbeiten wieder aus und nahm Kurs auf China. Er wurde am 8.2. in Qingdao erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischfrachter saß bei Alverstraumen fest
(21.01.19) Am 20.1. um kurz nach 15 Uhr lief der norwegische Fischtransporter ‚Reflex’, 103 BRZ (IMO-Nr.: 8882973), von Torangsvag kommend bei Alverstraumen in Lindås auf einen Felsen. Das Schiff war mit einer vierköpfigen Crew an Bord auf dem Weg nach Alversund , als es an der Südseite von Kongsholmen direkt unterhalb der Alversund-Brücke festkam. Das MRCC schickte ein Rettungsboot zur Assistenz, das sich daran machte, den Havaristen freizuschleppen.
Er hatte keinen Wassereinbruch erlitten. Nachdem die ‚Reflex‘ wieder flottgemacht worden war, nahm sie Kurs auf Maløy, wo sie am 21.1. um 8.15 Uhr festmachte. Die Ursache der Havarie war noch unklar, aber das Fahrwasser war dort, wo sie aufgelaufen war, sehr eng.
Quelle:Tim Schwabedissen


Holzboot bei Lyngdal ausgebrannt
(21.01.19) Am 20.1. gegen 11.30 Uhr geriet ein altes, 22 Fuß langes Holzboot mit zwei Mann an Bord vor Lyngdal bei Korshavn in Brand. Zwei Seaking-Helikopter aus Sola, das NSSR-Rettungsboot ‘Kaptein Skaugen’ aus Farsund, die Feuerwehr und Rettungsdienst wurden alarmiert, nachdem das Schiff eines Manns aus Korshamn in Flammen aufgegangen war.
Die Schiffbrüchigen wurden unversehrt gerettet, das Boot brannte völlig aus. Die Wrackreste konnten von dem NSSR-Boot nach Korshavn eingeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank vor China – zwei Vermisste
(21.01.19) Zwei Crewmitglieder wurden vermisst, 11 weitere gerettet, nachdem ein Frachter am Morgen des 21.1. vor der ostchinesischen Fujian-Provinz Wassereinbruch erlitt und gegen vier Uhr unweit von Dongshan sank. Alle 13 Mann mussten ins Wasser springen.
Fünf wurden von einem Rettungshubschrauber aus dem Wasser gezogen, weitere sechs wurden von passierenden Schiffen geborgen. Die SAR-Operation dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassertaxi in Wilmington gesunken
(21.01.19) Die US Coast Guard barg am Nachmittag des 20.1. auf dem Cape Fear in Downtown Wilmington mit einem Schwimmkran das Wassertaxi ‚Bizzy Bee‘ der Wilmington Water Tour. Es war als Shuttle zum Schlachtschiff USS ‘North Carolina’ genutzt worden. Gegen 3.30 Uhr begann es an seinem Liegeplatz bei stürmischem Wetter zu sinken, nachdem hohe Wellen es umschlugen, wurde anhand von Bildern der Überwachungskameras rekonstruiert.
Gegen acht Uhr bemerkten Angestellte des George Restaurant an der S Water Street, dass das Boot gesunken war. Das Tourboot ‚The Wilmington’, das zweite Boot der WWT, war weiter einsatzklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vermisster Kutter könnte explodiert sein
(21.01.19) Der seit dem 15.12. vermisste, indische Kutter ‚Suvarna Thribhuja’ ist wohl das Opfer eines Seeunfalls und nicht von Piraterie geworden, gab die Polizei von Udupi am 18.1. bekannt. Der Kutter war am 13.12. ausgelaufen, doch bereits nach drei Kilometern hatte es technische Störungen an der Maschine gegeben. Der Skipper drehte um und nach einer Reparatur ging es wieder hinaus auf See.
Im Bestreben, vorausfahrende Kutter einzuholen, war die mit hoher Fahrtstufe laufende Maschine dann offenbar explodiert. Am 15.12. um Mitternacht ging der Kontakt zum Kutter verloren. Alle Suchbemühungen waren seither gescheitert. Auch eine Kollision mit einem Schiff aus Cochin schloss die Polizei nicht aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Strahan durch Feuer schwer beschädigt
(21.01.19) Rund 150,000 Dollar Schaden entstanden beim Brand auf einem 18 Meter langen Kutter, der mit sechs Tonnen Bunkeröl an Bord an der Strahan-Wharf im Macquarie Harbour lag. Um 21.45 Uhr wurde der Tasmania Fire Service alarmiert und rückte mit 11 Mann an. Dank deren raschen Eingreifens konnte das Feuer gelöscht werden, ohne dass das Schiff sank oder der Brand weiter um sich griff.
Allerdings wurden die Aufbauten des Kutters, der einen Wert von 450,000 Dollar und tagsüber seinen Fang gelöscht hatte, schwer beschädigt. Vertreter des Department of Primary Industries, Water and Environment sowie des Tasmania Police Marine Division waren vor Ort und stellten sicher, dass kein Öl auslief. Lenzpumpen wurden in Bereitschaft gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Windparkversorger erlitt Wassereinbruch vor Blyth
(21.01.19) Der 21 Meter lange, britische Windparkversorger ‚Wind Transfer‘ (MMSI-Nr.: 235083476), der 2,5 Meilen nordöstlich von Blyth im Einsatz war, erlitt am Morgen des 20.1. Getriebeprobleme, die zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum führten. Um 10.15 Uhr setzte die zweiköpfge Crew einen Mayday-Ruf an die Coastguard ab. Die beiden RNLI-Boote aus Blyth und Newbiggin sowie die Blyth Coastguard kamen zu Hilfe.
Die Seenotretter brachten Lenzpumpen zum Einsatz, doch diese kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. Deshalb eskortierte das Boot aus Blyth den Havaristen in den Hafen. Dort standen Kräfte des Northumberland Fire and Rescue Service an der Battleship Wharf bereit, um nach dem Einlaufen gegen 14 Uhr weitere Pumpen zum Einsatz zu bringen. Doch auch diese konnten die Flutung nicht stoppen. Deshalb hob schließlich ein Mobilkran das Schiff zur Reparatur aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Peterhead abgeschleppt
(21.01.19) Am Morgen des 20.1. erlitt ein Kutter 50 Meilen nordöstlich von Peterhead einen Maschinenausfall. Die Crew setzte gegen zwei Uhr einen Mayday-Ruf an die HM Coastguard ab. Ein Rettungsboot der RNLI kam zur Assistenz und schleppte den Havaristen sicher nach Peterhead Harbour ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter trieb nach technischem Schaden in Verkehrstrennungszone
(21.01.19) Der holländische Frachter ‚Sider Floyen‘, 5604 BRZ (IMO-Nr.: 9362657), erlitt am 20.1. um 6.15 Uhr auf der Reise von Gent nach Piombino mit einer 10-köpfigen Crew und eine Ladung von 6.029 Tonnen Stahlrollen an Bord Probleme mit der Kontrolle des Propellers auf Position 049 57 16 N, 002 58 56 W. Die Crew begann mit einer Reparatur, während derer das Schiff in die Verkehrstrennungszone trieb.
Deshalb wurde gegen Mittag geplant, den Anker zu werfen, um eine weitere Drift zu verhindern. Gleichzeitig wurde die noch benötigte Reparaturdauer auf weitere vier Stunden geschätzt. Danach nahm der Frachter wieder Fahrt auf und setzte die Fahrt in den italienischen Hafen fort, wo er am 28.1. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kapitän nach fast zwei Wochen tot im Rettungsboot entdeckt
(21.01.19) Die Leiche des letzten noch vermissten Crewmitglieds des am 7.1. vor Samsun im Schwarzen Meer gesunkenen Frachters ‚Volgo-Balt 214‘, der am gesunken war, wurde am 20.1. entdeckt. Sie befand sich in einem Rettungsboot, das 48 Meilen vor dem russischen Hafen von Tuapse trieb. Der Körper wurde als der des aus Aserbaidschan stammenden Kapitäns Turbat Ismayilov identifiziert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper ‚Priboy‘
Schlepper ‚Priboy‘
(Bild: Yusuk Zeldman)   Großbild klick!

Schlepper war nicht zu retten
(20.01.19) Die Versuche, den russischen Schlepper ‚Priboy‘ im Hafen von Temryuk vor dem Untergang zu bewahren, sind am 17.1. gescheitert. Der Wassereinbruch, der durch Risse in Ballasttanks, Maschinenraum und in der Vorpiek erfolgte, konnte mit den Pumpen an bord nicht unter Kontrolle gebracht werden. Das Schiff setzte schließlich am Nachmittag mit der Steuerbordseite auf Grund auf, das Vorschiff lag unter Wasser.
Taucher wurden beauftragt, die Löcher zuzuschweißen. Das Wrack sollte so schnell wie möglich geborgen werden. Es wurde allerdings davon ausgegangen, dass das Schiff ein konstruktiver Totalverlust werden würde. Ein Ölaustritt konnte mit Ölschlängeln unter Kontrolle gebracht und das Öl später aufgenommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter ‚Alexander Tvardoskiy‘
Frachter ‚Alexander Tvardoskiy‘
(Bild: Forsvaret)   Großbild klick!

Frachter lief im Øresund auf Grund
(20.01.19) Am Vormittag des 20.1. lief der unter Cook Islands-Flagge registrierte Frachter ‚Alexander Tvardoskiy‘, 2319 BRZ (IMO-Nr.: 9057290), unmittelbar nördlich des Øresundtunnel in der Ostsee auf Grund. Das Schiff war am 17.1. aus Riga mit einer Ladung Holz an Bord nach Goole ausgelaufen. Es wurde von den dänischen Behörden mit einem Fahrverbot belegt, bis eine Untersuchung stattgefunden hat.
Die Marine schickte ein Patroullienboot und einen Helikopter zur Überwachung der Lage und möglicher Kontaminationen. Nach einigen Stunden konnte sich der Havarist selbst wieder befreien. Er ankerte nördlich des Middelgrunds-Forts vor Kopenhagen auf Position 55° 44.47' N 012° 39.61' O, wo Taucher den Schiffsboden nun untersuchen sollten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissener Schubleichter kaltblütig wieder eingefangen
(20.01.19) Auf dem Mittelrhein auf Höhe von Sankt Goar hat ein flussaufwärts laufender, mit Kohle beladener Schubverband den Schubleichter verloren. Die Verbindungsdrähte waren gerissen, als beim Umfahren des Bankecks der Strömungsdruck auf diese so groß geworden, dass nacheinander zuerst die Drähte auf der Steuerbordseite und danach die auf der Backbordseite nicht mehr standhielten. Der Leichter machte sich daraufhin selbstständig gemacht und trieb flussabwärts.
Besatzungsmitglieder des Schubleichters konnten durch Werfen beider Buganker das Abtreiben verlangsamen. Durch ein gekonntes Fahrmanöver gelang es dem Schiffsführer, sich unterhalb des Leichters zu positionieren und diesen wieder einzufangen. Dadurch konnte eine Kollision mit dem Ufer und dort befindlichen Steigern verhindert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Camotes-Insen evakuiert
(20.01.19) Die philippinische Fähre ‚Melrivic 2‘, 334 BRZ (IMO-Nr.: 7855399), erlitt mit 126 Personen und 14 Fahrzeugen an Bord einen Maschinenausfall am Morgen des 19.1. Sie war auf der Fahrt von Isabel Town in West-Leyte nach Danao City auf Cebu. Das Schiff trieb manövrierunfähig nördlich der Camotes-Inseln. Die philippinische Marine und Coastguard evakuierte alle Fahrgäste und brachte sie nach Lapu-Lapu, Cebu. Ein Schlepper wurde in Marsch gesetzt, um den Havaristen nach Danao zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Humbeek-Sas-Brücke in Grimbergen
Humbeek-Sas-Brücke in Grimbergen
(Bild: Robin de Becker)   Großbild klick!

Brücke wird nach Kollision monatelang ausfallen
(18.01.19) Das belgische Binnenschiff ‚Maranta", 1203 ts (MMSI-Nr.: 205367290), setzte einen Tag nach seiner Kollision mit der Humbeek-Sas-Brücke in Grimbergen auf dem Brüssel-Schelde-Kanal die Reise trotz der Schäden am Bug fort. Am 18.1. um 9.15 Uhr warf es in Antwerpen los und steuerte über die Schelde den Hafen von Brüssel an. Derweil wird die Humbeek-Sas-Brücke wohl monatelang für den Straßenverkehr ausfallen.
Offenbar hatte das automatische kameragesteuerte Erfassungssystem versagt. Als die ‚Maranta‘ hinter einem vorausfahrenden Schiff passieren wollte, wurde die Klappbrücke bereits wieder
Bugschaden am Binnenschiff ‚Maranta'
Bugschaden am Binnenschiff ‚Maranta'
(Bild: Kevin Polfliet)   Großbild klick!
abgesenkt, sodass es zur Kollision kam und das Brückendeck fünf Meter aus seiner Verankerung geschoben wurde. Ein Technikgebäude wurde komplett aus seinem Fundament gerissen und schwer zerstört.
Der gesamte Straßenverkehr musste vorerst über Kapelle-op-den-Bos oder Zemst umgeleitet werden. Frachttransport über den Kanal war momentan nicht möglich. Lokaler Verkehr sollte über die Verbrande Brug (Grimbergen) oder die Jan Bogaert Brug in Kapelle-op-den-Bos laufen.
Frühestens Anfang kommender Woche kann das beschädigte Brückenteil angehoben und entfernt werden. Bis dahin ist auf dem vielbefahrenen Kanal auch kein Schiffsverkehr möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier ‚SSI Pride‘
Bulkcarrier ‚SSI Pride‘
(Bild: Bernd Urbanik)   Großbild klick!

Schwefelarmer Kraftstoff reichte im Sturm nicht - Kapitän muss hohe Sicherheitsleistung zahlen
(18.01.19) Am 10.1. teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg, der Wasserschutzpolizeistation Brake mit, dass der 40-jährige türkische Kapitän des unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarriers ‚SSI Pride‘, 27656 BRZ (IMO-Nr.: 9250579), mitgeteilt habe, dass er nicht mehr über ausreichend regelkonformen Schiffskraftstoff verfüge. Das Schiff war seit dem 22.12.2018 mit einer Ladung von 45.000 Tonnen Kohle auf der Fahrt von Varna nach Brake. Die ursprüngliche Reiseplanung sah vor, dass das Schiff am 7.1. den Hafen erreichen sollte. Während der Reise, noch vor Einfahrt in das Emissions-Überwachungsgebiet der Nordsee (SECA), wurde der
Polizei entnimmt Proben
Polizei entnimmt Proben
(Bild: WSP Oldenburg)   Großbild klick!
Schiffsführung durch den Hafenbetreiber mitgeteilt, dass der Liegeplatz erst am 16.1. zur Verfügung stehen würde und das Schiff bis dahin auf der Tiefwasserreede auf der Nordsee vor Anker gehen solle.
Wegen der schlechten Wetterlage entschied der Kapitän jedoch, sicherheitshalber den Anker zu lichten und Fahrt aufzunehmen. Dabei wurde der nach den internationalen Bestimmungen des MARPOL-Übereinkommens regelkonforme Schiffskraftstoff weitgehend verbraucht, sodass im weiteren Verlauf der Reise der Frachter mit nicht-regelkonformen Schweröl das Emissions-Überwachungsgebiet der Nordsee bis zum Zielhafen befahren musste.
In den Emissions-Überwachungsgebieten dürfen Seeschiffe aus Gründen des Umweltschutzes aber nur mit schwefelarmen Kraftstoffen fahren. Nachdem das Schiff am 16.1. in Brake festgemacht hatte, nahmen die Ermittler der Wasserschutzpolizei Brake ihre Ermittlungen an Bord auf. Seitens der Schiffsführung wurde bestätigt, dass das Schiff bis zum Einlauf in Brake verbotswidrig mit Schweröl betrieben worden war.
Kraftstoffproben, die von den ermittelnden Beamten im Maschinenbereich des Schiffes genommen wurden und noch vor Ort von einem hinzugezogenen Fachmann des Gewerbeaufsichtsamtes (GAA) Cuxhaven analysiert wurden, bestätigten diese Angaben. Eine weitere Bestätigung der Angaben erfolgte durch das Messergebnis einer vom BSH in Bremerhaven betriebenen Überwachungsanlage. Bei den Folgeermittlungen an Bord konnte durch die Beamten aus Brake festgestellt werden, dass das Schiff über mehrere Tage mit dem unerlaubten Schweröl betrieben worden war und dabei nicht unerhebliche Mengen verbrannt wurden.
Dieses Handeln stellte nicht nur einen Verstoß gegen die internationalen Bestimmungen des MARPOL-Übereinkommens dar, sondern erfüllte auch den Straftatbestand der Luftverunreinigung. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg wurde im Rahmen der Sicherung des Strafverfahrens und einer Gewinnabschöpfung eine Sicherheitsleistung in Höhe von 30.000 Euro festgesetzt.
Die ‘SSI Pride’ ist 190 Meter lang, 32 Meter breit, hat 11,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 48.635 Tonnen. Das Schiff läuft für die Ocean Crystal Ship & Seatrade in Dubai und wurde 2002 bei der Hakodate Dock in Japan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme vor Constanta/Rumänien
(18.01.19) Am 16.1. gegen vier Uhr erlitt der unter Liberia-Flagge laufende Tanker ‚Euroglory", 84315 BRZ (IMO-Nr.: 9249087), beim Auslaufen aus dem Hafen Constanta Maschinenprobleme. Das unbeladene Schiff war nach Novorossiysk bestimmt, wo es am 20.1. hätte einlaufen sollen.
Es musste auf der Reede des Hafens auf Position 44° 7.43' N 028° 49.00' O mit Schlepperhilfe verankert werden. Hier lag es am 18.1. weiterhin.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme auf der Nordsee
(18.01.19) Der maltesische Tanker ‚Trans Holm‘, 4667 BRZ (IMO-Nr.: 9164718), erlitt am Morgen des 17.1. Maschinenprobleme auf der Nordsee auf Position 50 22 12 N, 000 41 06 W. Gegen sieben Uhr hatte die Crew den Schaden behoben, und das Schiff nahm wieder Fahrt auf. Es war am 16.1. aus Antwerpen ausgelaufen und wurde am 22.1. in Tarragona erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall in Prince Rupert
(18.01.19) Der liberianische Bulkcarrier ‚Nestor‘, 41101 BRZ (IMO-Nr.: 9493913), erlitt in Prince Rupert, British Columbia, auf Position 54 19.321 N, 130 19.833 W, am 14.1. um 18.55 Uhr einen Maschinenausfall. Die Crew führte Reparaturen durch, und das Schiff konnte die Fahrt nach Ridley Island fortsetzen und machte am 15.1. um, 5.50 Uhr fort fest. Am 16.1. ging es von dort nach Pohang weiter, wo es am 31.1. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper sank in Temryuk/Russland
(18.01.19) Im Hafen von Temryuk im Krasnodar-Territoriums sank am Morgen des 17.1. der russische Schlepper ‚Priboy‘, 127 BRZ (IMO-Nr.: 8729779). Er war mit einer mit Kohle beladenen Barge unterwegs, als es gegen neun Uhr zu einem Wassereinbruch kam und das Schiff auf einmal Steuerbordschlagseite entwickelte. Ein Schlepper kam zu Hilfe und drückte den sinkenden Havaristen gegen den Hafenkai, um ihn zu stabilisieren.
Alle Besatzungsmitglieder konnten sich unverletzt retten. Die Ursache des Unfalls war noch nicht bekannt. Es wurde eine Ermittlung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bore Bank durfte Rostock am Tag nach der Strandung wieder verlassen
(18.01.19) Fast zwei Stunden lang war der Rostocker Hafen am Morgen des 17.1. gesperrt. Der Grund war die Havarie der finnischen RoRo-Fähre ‚Bore Bank‘, die vor Warnemünde mitten in der Hafen-Zufahrt um 4.30 Uhr nach einem Ausfall der Ruderanlage 300 Meter vor dem Seebad auf Grund gelaufen war. Sie lag südlich der Tonne 18 im Seekanal fest. Gut eine Stunde lang versuchten Crew und Lotse das Schiff aus eigener Kraft zu befreien. Dann musste die ‚Bore Bank‘, die einmal pro Woche von Kotka kommend Rostock anläuft, Hilfe rufen.
Um 6.58 Uhr waren die Schlepper ‚Fairplay VI’ und ‚Bugsier 16’ fest und begannen mit dem Freischleppen. Doch auch deren PS reichten nicht, und die ‚Fairplay XII‘ wurde hinzugerufen. Das Mehrzweckschiff ‚Arkona‘ und der Notschlepper ‚Baltic‘ wurden ebenfalls angefordert, mussten aber nicht mehr eingreifen. Die Fähre kam vom Grund frei, und gegen acht Uhr machte sie mit Schlepper-Assistenz am Liegeplatz 60 im Seehafen fest.
Es wurde ein Auslaufverbot verhängt, bis die Klassifikationsgesellschaft die Fähre eingehend untersucht hatte. Während der Lösch- und Ladearbeiten am Kai untersuchte ein Taucher den Rumpf. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei konzentrieren sich derweil auf die Ruderanlage.
Auch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen wurde in den Fall eingeschaltet. Am 18.2. um zwei Uhr verließ die ‚Bore Bank‘ nach Abschluss der Ermittlungen und Inspektionen Rostock wieder und machte um 6.50 Uhr im Vorwerker Hafen in Lübeck fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter entdeckte aufgegebene Route-du-Rhum-Yacht
(18.01.19) Eine aufgegebene und unbemannte Segelyacht wurde von dem unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachter ‚Mol Empire‘, 54940 BRZ (IMO:9407160), vor einigen Tagen auf dem Atlantik entdeckt. Die Jersey Coastguard wurde von dem Kapitän über die Entdeckung des 20 Meter langen Boots informiert, als der Frachter von Savannah, wo er am 7.1. ausgelaufen war, nach Le Havre unterwegs war, wo er am 19.1. erwartet wird. Die Sichtung erfolgte 1.500 Meilen von Jersey entfernt, und deshalb wurde die Koordination dem British National Maritime Operations Centre übergeben, das die Ressourcen gehabt hätte, falls eine SAR-Operation vonnöten gewesen wäre.
Die ‚MOL Empire‘ umrundete die Yacht mehrmals und versuchte, Rettungsboote auszusetzen, um sie eingehender zu untersuchen. Doch die Wetterbedingungen waren zu stürmisch. Daraufhin beschränkte man sich darauf, Fotos zu machen und diese über Satellit an die Jersey Coastguard, das CROSS Jobourg und die UK Coastguard zu mailen.
Dem CROSS Jobourg gelang es, die Yacht rasch als die ‚Sponsors Wanted“, einer Teilnehmerin der Route du Rhum-Regatta zu identifizieren, die im November 2018 stattfand. Es handelte sich um die Class40 von Claire Pruvost, die am 15.11. nach einer Kollision hatte aufgegeben werden müssen. Binnen 90 Minuten war der Fall durch die gute Zusammenarbeit von Containerschiff und vier Küstenwachen gelöst, ohne dass eine SAR-Einheit hätte alarmiert werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter, ein Vermisster und ein Verletzter bei Schiffsbrand
(18.01.19) Am Morgen des 17.1. geriet ein Kutter in den südwestlichen Gewässern von Südkorea in Brand. Dabei kam ein vietnamesisches Crewmitglied ums Leben, ein weiterer kam verletzt ins Krankenhaus. Ein Chinese wurde noch vermisst, er könnte über Bord gesprungen sein, und die Suche nach ihm dauerte noch an.
Insgesamt war auf dem 85-Tonner eine 12-köpfige Crew, als um 10.25 Uhr vor Oenaro Island, 6,4 Kilometer nordöstlich der Süd-Jeolla-Provinz, das Feuer auf dem Schiff ausbrach. Der Vietnamese wurde von Suchtrupps tot in der Bordtoilette entdeckt. Die beiden Vietnamesen kamen aus der Zentralprovinz Quang Binh. Sie kamen im November 2016 und im Januar 2018 als Gastarbeiter nach Südkorea.
Quelle:Tim Schwabedissen


Indonesische Fähre erlitt Ruderschaden
(18.01.19) Die Ambon National Search and Rescue Agency (Basarnas) startete am Morgen des 18.12. eine Hilfsaktion für die indonesische Fähre ‚Tiga Saurara‘, die mit 12 Passagieren Ruderausfall erlitten und um 8.40 Uhr um Assistenz gebeten hatte. Eine Viertelstunde nach dem Notruf lief eine Gruppe von SAR-Einsatzkräften mit einem RIB zum Havaristen aus, der sich vor Larike Village im Leihitu Sub-Distrikt in der Maluku Provinz auf Position 03 44`25.03"S 127 53`38.60" O befand. Das Schiff war von Namlea auf Buru Island nach of Ambon City befunden hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten in Suva/Fidschi kommen gut voran
(18.01.19) Die Räumung des Wracks des unter Panama-Flagge laufenden Frachters ‚Southern Phoenix", 2113 BRZ (IMO-Nr.: 8520434), der am 6.5.2017 in Suva sank, könnte bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die Arbeiten durch die Pacific Towing Papua New Guinea Limited, die im November 2018 begannen, kamen gut voran. Die gesamte Fracht wurde inzwischen geborgen, und nun starteten die Arbeiten, Teile des Schiffs abzuschneiden, um den Rumpf wieder schwimmfähig zu machen.
Dieser soll am Ende auf einer Wassertiefe von 1.000 Metern versenkt werden, wie es die Maritime Safety Authority auf Fiji gemeinsam mit dem Umweltministerium genehmigt hat. Alle umweltgefährdenden Stoffe und Chemikalien müssen zuvor beseitigt und geprüft sein. Das Wetter spielt eine Schlüsselrolle dabei, ob die Bergung bis Februar beendet sein kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Eilige Fahrt der MSC Zoe nach Danzig
(18.01.19) Die Suche und Bergung der 250 noch versunkenen Container der ‚MSC Zoe‘ wird vermutlich noch Monate dauern. Viele der ins Meer gestürzten Container wurden außerdem beim Aufprall im Wasser aufgerissen. Andere sind inzwischen durch Strömung und Gezeiten im Sandboden eingespült worden.
Nach der Bergung der an Bord umgestürzten Container durfte der Frachter aber wieder den Hafen von Bremerhaven verlassen und in den Liniendienst zurückkehren. Er überstand die Havarie mit nur geringen Schäden. Das Schiff nahm von Bremerhaven aus am 17.1. sofort Kurs auf die Ostsee.
Nach der Passage von Skagen ging es in der Nacht zum 18.1. durch den Großen Belt südwärts und mit 18 Knoten Fahrt an Fehmarn vorbei zur Kadetrinne. Im Hafen von Danzig galt es den Liegeplatz noch am Abend zu erreichen: Die ‚MSC Zoe‘ läuft in einem Gemeinschaftsdienst der Reedereien MSC und Maersk zwischen Ostasien und der Ostsee.
Endhafen dieses Dienstes ist Danzig, wo es inzwischen zwei Liegeplätze für diese großen Containerschiffe gibt. Hinter der ‚MSC Zoe‘ folgt in nur wenigen Stunden Abstand bereits mit der ‚Majestic Maersk‘ der nächste Großcontainerfrachter.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter ‚Rix Emerald‘ wieder flott
Frachter ‚Rix Emerald‘ wieder flott
(Bild: Mikael Anjou)   Großbild klick!

Landskrona: 'Rix Emerald' von zwei Schleppern geborgen
(17.01.19) Der zypriotische Frachter ‚Rix Emerald‘, 2061 BRZ (IMO-Nr.: 9116802), der am Morgen des 15.1. vor Landskrona auf Position 55° 51.15' N 012° 49.99' O auf Grund gelaufen war, konnte am Nachmittag des 16.1.von dem holländischen Schlepper ‚Sund‘ (IMO-Nr.: 9793076), der aus Malmö gerufen worden war, wieder flottgemacht werden. Dieser hatte bereits morgens am Havaristen festgemacht, war dann nochmals in den Hafen zurückgekehrt und zog den Havaristen gegen 15 Uhr von den östlich von Gipsöns Südspitze liegenden Felsen. Zuvor war vorsichtshalber ein Treibstofftank des Frachters ausgepumpt worden.
Ein Taucher hatte keine Schäden am Rumpf entdecken können. Beim Einschleppen in den Hafen assistierte zusätzlich der unter Färöer-Flagge laufende Schlepper ‚Ven‘ (IMO-Nr.: 9157997), der anschließend nach Malmö zurückkehrte.
Die ‚KBV 034‘ der schwedischen Küstenwache war in Bereitschaft, falls es Probleme gegeben hätte. Um 15.30 Uhr lag die ‚Rix Emerald‘ sicher am Kai. Ihr waren offenbar die schwierigen Verhältnisse im Fahrwasser vor Landskrona zum Verhängnis geworden. Hier verringert sich die Wassertiefe auf kurzer Distanz von 7,5 Metern auf 0,5 Meter. Die ‚Rix Emerald‘ brauchte rund 3,5 Meter Wassertiefe, um sicher navigieren zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen


‚Eiltank 9‘, am Steiger in Speyer
‚Eiltank 9‘, am Steiger in Speyer
(Bild: Juli Huber)   Großbild klick!

Kollision in Speyer richtete hohen Sachschaden an
(17.01.19) Der Sachschaden, der am frühen Morgen des 16.1. bei der Kollision des deutschen Tankmotorschiffs ‚Eiltank 9‘, 2031 tdw (MMSI-Nr.: 211487980), auf dem Rhein bei Speyer entstand, wurde auf insgesamt mindestens 118.000 Euro geschätzt. 100.000 Euro war der Schaden am total zerstörten städtischen Steiger, auf 8.000 Euro der am zweiten Steiger und 10.000-20.000 Euro am Tankschiff. Dem Havaristen wurde bis zur Reparatur ein Weiterfahrverbot erteilt.
Ein Sachverständiger war noch am selben Tag auf dem Schiff, die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Unfallursache wurden am 17.1. fortgesetzt. Der Schiffsführer gab einen Ruderausfall als Unfallursache an. Daraufhin lief der Tanker gegen den einen Steiger, und als er sich rückwärts laufend befreien wollte, bekam er die Befestigungskette des dahinter liegenden Steigers in den Propeller. Daraufhin drehte er sich mit der Strömung 180 Grad herum und stieß gegen den zweiten Steiger.
Ein Poller auf einem der Pontons bohrte sich dabei in das Heck, wodurch der Tanker stecken blieb. Zwei Stunden darauf, um 2.35 Uhr stieß ein anderer Talfahrer gegen seinen Bug, wurde aber nur leicht beschädigt. Gegen 10.35 Uhr schleppte ein anderes Tankmotorschiff den Havaristen in eine Speyerer Werft. Dort wurde es nun untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter ‚BBC Livorno‘
Archivbild Frachter ‚BBC Livorno‘
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Maschinenprobleme auf der Nordsee
(17.01.19) Am 16.1. um 2.35 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter ‚BBC Livorno‘, 7138 BRZ (IMO-Nr.: 9570670), Probleme mit dem Abgassystem der Maschine. Er befand sich auf der Nordsee auf der Position 49 44 21.6 N, 004 17 42 W. Bevor eine Reparatur begonnen werden konnte, musste zunächst die Maschine herunterkühlen. Die Reparaturarbeiten dauerten rund 90 Minuten. Dann setzte das Schiff die am 15.1. kurz nach Mitternacht begonnene Fahrt von Newport in England nach Antwerpen fort, wo es am 17.1. gegen 16 Uhr eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


MSC Zoe auf dem Weg nach Danzig – Stürmische See verhindert Containersuche
(17.01.19) Am 16.1. um 20.10 Uhr lief die ‚MSC Zoe‘ aus Bremerhaven in Richtung Danzig aus, Hier soll sie am 18.1. gegen 21 Uhr eintreffen. Die zuständige Berufsgenossenschaft hatte das Schiff nach einer Besichtigung freigegeben. Bis in den Abend hinein hatten die Experten der Berufsgenossenschaft Verkehr und Schiffssicherheit die verbliebene Ladung der ‚MSC Zoe‘ untersucht.
Die Container wurden so gesichert, dass das Schiff wieder verkehrssicher war. Einige der Container, die nicht über Bord gegangen waren, hatten sich mit ihren Halterungen ineinander verkeilt. Sie mussten mit Spezialgerät voneinander getrennt werden. Bei den Löscharbeiten war die Ladung eines Containers auch in den Hafen gestürzt.
Es hatte sich aber nur um Tischdecken gehandelt. Am 16.1. waren der Schwimmkran ‚BHV Athlet" (MMSI-Nr.: 211523490) und der Tonnenleger ‚Nordergründe‘ (IMO-Nr.: 9641778) mehrere Stunden am Schiff tätig gewesen. Die Arbeiten zur Bergung der übrigen verlorenen Ladung gestalteten sich wegen widrigen Wetters weiter zäh.
Das Offshore-Schiff ‚Atlantic Tonjer‘ erreichte das Seegebiet zwischen der Emsmündung und Borkum am Abend des 15.1. Doch bei acht Beaufort Wind und Wellenhöhen von vier Metern war kein Einsatz möglich. Zunächst sollte sich ein erster Überblick verschafft werden.
Während der vergangenen Sturmtage waren nur wenige Mengen an Treibgut an der Küste angesült werden. 200 Freiwillige der Feuerwehr Krummhörn und der Gemeinde sammelten rund 30 Kubikmeter Treibsel entlang einer Strandlänge von 20 Kilometern ein. Zwei Mitarbeiter des Havariekommandos in Cuxhaven koordinierten den Einsatz.
Das hydrographische Forschungsschiff Zr.Ms ‚Luymes’ der holländischen Marine lief am 15.1. aus Den Helder aus, um die Containersuche mit ihrem Sidescan-Sonar zu unterstützen. Am 16.1. war sie nördlich v
on Terschelling unterwegs und konnte bislang zwei Container orten. Doch auch ihr machten die Wellenhöhen zu schaffen. Sie kann bei Wellen von bis zu maximal drei Metern arbeiten, die derzeit auch im Wattenmeergebiet gemessen wurden. Auch die Zr. Ms ‚Vlaardingen‘ sollte sie möglicherweise unterstützen, blieb aber momentan noch im Hafen. Das Offshore-Versorgungsschiff ‚Geosund’ (IMO-Nr.: 9232694) lief am 15.1. aus Ijmuiden in das Seegebiet aus, in dem die verlorenen Container auf Wassertiefen zwischen 20 und 30 Metern gesunken waren. Die Reederei MSC, Rijkswaterstaat sowie die holländische Coastguard waren an den Such- und Bergungsarbeiten ebenfalls aktiv beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Yantian Express brennt weiter
(17.01.19) Der deutsche Containerfrachter ‚Yantian Express’ wurde am 17.1 .weiter mit knapp drei Knoten Fahrt in Richtung Halifax gezogen. Am Bug hatte der kanadische Offshore-Schlepper ‚Maersk Mobiliser‘ (IMO-Nr.: 9765471) festgemacht. Der Schleppzug wurde von der belgischen ‚Sovereign‘ (IMO-Nr.: 9262742) eskortiert. Der Havarist befand sich weiter rund 1.700 Kilometer vor Halifax, bewegte sich kaum und war leicht vorlastig.
Aus der zusammengesunkenen Containerfracht auf dem Vorschiff stieg weiterhin grauer Rauch auf. Wann der Nothafen erreicht werden könnte, war weiterhin nicht absehbar. Am 15.1. lief kurz vor Mitternacht der amerikanische Schlepper ‚Atlantic Enterprise‘ (IMO-Nr.: 7417240) aus Halifax in Richtung des Frachters aus, um dessen Bergung zu unterstützen.
22 Gerettete aus der Crew der Yantian Express trafen an Bord der ‚Smit Nicobar’ am 14.1. in Halifax ein. Unter ihnen waren 17 Filipinos, die am Nachmittag des 15.1. die Heimreise antraten. Sie waren vorher von der örtlichen Filipino-Community betreut worden.
Die ‚Yantian Express‘ ist 320,58 Meter lang, 42,8 Meter breit, hat 14,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 100,003 Tonnen. Der 7.179-TEU-Frachter der Hamburger Hapag Lloyd wurde 2001 bei den Hyundai Heavy Industries Co. Ltd. in Ulsan erbaut und lief im Wechsel unter dem aktuellen Namen oder als ‚Shanghai Express‘.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit Kai in Barranquilla
(17.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier ‚Murueta’, 4951 BRZ (IMO-Nr.: 9567269), kollidierte am 16.1. um 11.40 Uhr mit dem Kai des Palermo Sociedad Portuaria Multi-Purpose Terminal, Barranquilla, im Magdalena Department. Trotz Schlepperassistenz kam das Schiff mit zu hoher Fahrt und in zu spitzem Winkel auf den Kai zu und schrammte mit dem Backbordbug an diesem entlang. Als der Anker gegen einen Poller stieß, wurde er zerbrochen und riss dann komplett ab.
Schließlich konnte der Frachter mit Schäden am Vorschiff aufgestoppt werden. Auch die Kaianlage wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Frachter war aus Bonaire gekommen und hatte 7.297 Tonnen Salz an Bord, die für Point Lisas in Trinidad/Tobago bestimmt waren. Das General Maritime Directorate leitete durch den Hafenkapiän von Barranquella eine Untersuchung der Havarie ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf kanadischer Fähre
(17.01.19) Auf der kanadischen Fähre ‚Apollo‘, 6480 BRZ (IMO-Nr.: 7006314), brach am 15.1. um 9.30 Uhr ein Feuer in der Steuerbord-Hauptmaschine aus. Das Schiff befand sich zu der Zeit eine Meile südöstlich von Blanc-Sablon, Quebec, auf Position 51 25 16.8 N, 57 08 43.6 W, und war auf der Farht von Sainte Barbe nach Blanc-Sablon.
Der Brand konnte rasch gelöscht werden, und das Schiff setzte die Fahrt mit der Backbord-Hauptmaschine fort. Es wurden keine weiteren Schäden gemeldet. Das Schiff soll in Kürze die wegen Azimuth-Problemen seit dem 14.1. in der Werft gedockte ‚F.A. Gauthier‘ ersetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sensorschaden auf Oldendorff-Frachter vor Isle of Wight
(17.01.19) Am 15.1. erlitt der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier ‚Eckert Oldendorff‘, 25431 BRZ (IMO-Nr.: 9676591), der Oldendorff Carriers GmbH & Co. KG in Lübeck auf der Fahrt von Antwerpen nach Las Palmas mit einer 22-köpfigen Crew an Bord einen Sensorschaden. Er befand sich zu der Zeit auf der Position 050 20 11.0 N 000 55 23.0 W, rund 20 Meilen südöstlich von St. Cats Point, Isle of Wight.
Der Ersatz des schadhaften Teils dauerte rund eine Stunde. Um 20.50 Uhr nahm der Frachter wieder Fahrt auf in Richtung Teneriffa.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre saß vor Rostock fest
(17.01.19) Am 17.1. gegen 4.30 Uhr lief vor Rostock-Warnemünde die finnische Frachtfähre ‚Bore Bank‘, 19107 BRZ (IMO-Nr.: 9160774), vor der Ostmole von Kotka kommend auf Grund. Das Schiff legte sich zwischen den beiden Molenköpfen quer und versperrte so anderen Fähren die Zufahrt in den Seehafen, die daraufhin auf Seepositionen warten mussten, bis das Fahrwasser wieder passierbar war. Vermutlich war ein Ruderausfall schuld daran, dass das Schiff manövrierunfähig wurde und in Richtung der Ostmole abtrieb, wo sie dann festkam.
Drei Schlepper eilten dem 300 Meter vor dem Hafen liegenden Havaristen sofort zu Hilfe. Zwei von ihnen machten achtern fest, während der dritte am Bug assistierte. Nach rund einer Stunde hatten sie den Frachter befreit und bugsierten ihn langsam in den Überseehafen. Gegen acht Uhr machte er an Liegeplatz 60 fest. Die Wasserschutzpolizei nahm dort Ermittlungen zur genauen Unfallursache auf. Die ‚Bore Bank‘ entstand 1998 als ‚Serenaden‘ bei der Umoe Sterkoder A/S, Kristiansund. Am 7.8. wurde sie an die Rederi AB Engship, Nagu, abgeliefert und tags drauf in Helsinki getauft. Danach ging sie in den Liniendienst Kemi - Lübeck.
Ab 2004 lief sie auf der Route Hamina – Lübeck und ging 2006 an die OY Retig Group Ltd. Bore in Helsinki. Im Oktober 2006 erfolgte beim Cosco Shipyard, Nantong, ein Umbau, und nach der Rücklieferung am 9.1.2007 begann als ‚Auto Bank‘ eine Charter für UECC. Seit Januar 2017 läuft das Schiff, das 2011 für die Bore Ltd. in Helsinki, registriert wurde, als ‚Bore Bank‘ in Charter von Transfennica.
Sie ist 138,50 Meter lang, 22,65 Meter breit, hat 7,10 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 7.629 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Klappbrücke senkte sich bei Schiffspassage – hoher Sachschaden
(17.01.19) Am Morgen des 17.1. kollidierte das belgische Binnenschiff ‚Maranta‘, 1203 ts (EU-Nr.: 06003906), das mit einer Ladung Sand von Antwerpen kommend auf dem Brüssel-Schelde-Kanal unterwegs war, mit der Humbeek-Sas-Brücke in Grimbergen. Zunächst hatte ein anderes Schiff die geöffnete Klappbrücke passiert, doch als um 8.30 Uhr die ‚Maranta‘ folgte, senkte sich das Brückendeck wieder, und der Schiffsführer konnte einen Zusammenprall nicht mehr abwenden. Der Aufprall erfolgte mit großer Wucht, sodass das Brückendeck fünf Meter aus seinem Fundament geschoben wurde.
Auch die Brückenpoller wurden offenbar verschoben. Erst wenn das gesamte Deck aus seiner Verankerung gehoben worden ist, wird der gesamte Schaden überschaubar sein. Möglicherweise fällt die Brücke, die einen wichtigen Verkehrsweg darstellt, für Monate aus.
Bei der Kollision wurde auch der Bug der ‚Maranta‘, die nach der Havarie in der Nähe festmachte, eingedrückt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Verkehr sowohl über die Brücke als auch auf dem Kanal wurde komplett gesperrt. Die Brücke wird mit Kameraüberwachung gefahren, und offenbar hatte die Kamera das herannahende zweite Schiff nicht wahrgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekenterte Fischer saßen auf Rumpf ihres Kutters
(17.01.19) Am Vormittag des 16.1. kenterte ein Fischerboot rund vier Meilen nördlich von Brensholmen vor Tromsø. An Bord befanden sich zwei Personen. Ein Rettungshubschrauber und ein Kutter eilten zur Unglücksstelle, nachdem die um 11.50 Uhr alarmierte Frau eines der beiden Fischer Alarm geschlagen hatte.
Um 12.25 Uhr entdeckte der Hubschrauber die beiden auf dem Rumpf ihres Fahrzeugs sitzenden Männer. Der Kutter nahm sie um 12.35 Uhr an Bord. Auch das Rettungsboot ‚Dagfinn Paust’ aus Andenes und das Patroullienboot KV ‚Harstad‘ der Küstenwache waren vor Ort.
Nur noch der Bug des Boots ragte inzwischen noch aus dem Wasser. Darum herum trieben Netze. Es sollte versucht werden, den Kutter in flacheres Wasser zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen


20 Tote auf Meghna-River befürchtet
(17.01.19) Am Morgen des 15.1. kenterte auf dem Meghna-River in Bangladesch ein Boot mit 34 Arbeitern an Bord nach der Kollision mit einem Tanker im Charjhapta-Geibet von Munshiganj. Nur 14 konnten gerettet werden, die übrigen 20 kamen wohl ums Leben. 17 von ihnen kamen aus Bhangura, einer aus Sirajganj's Ullapara und einer konnte noch nicht identifiziert werden.
Polizei, Coastguard, die Bangladesh Inland Water Transport Authorities und die Feuerwehr starteten eine Rettungsaktion. Das Boot war nach Narayanganj's Boktaboli unterwegs und kam von Cumilla's Daudkandi.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter schlug vor Cape Chalres leck
(17.01.19) Die U.S. Coast Guard kam am 16.1. einem 50 Fuß langen Kutter zu Hilfe, der vor der Küste von Cape Charles um 9:30 Uhr unweit des Chesapeake Light Tower in der Chesapeake Bay Wassereinbruch erlitten hatte. Als ein Boot der Coast Guard Cape Charles vor Ort war, hatte die fünfköpfige Crew das Problem bereits gelöst. Der Kutter wurde dann nach Cape Charles eskortiert. Auch ein Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City assistierte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter drohte vor Whitby zu sinken
(17.01.19) Das RNLI-Boot aus Whitby wurde am 16.1. durch den Mayday-Ruf eines Kutters alarmiert. Dieser war mit einem Objekt im Wasser kollidiert und zwischen Whitby und der Robin Hood’s Bay leckgeschlagen. Die dreiköpfige Crew versuchte, ihm mit einer kleinen Pumpe und einem Eimer über Wasser zu halten.
Nachdem die stärkere Pumpe der freiwilligen Seenotretter zum Einsatz gebracht worden war, gelang es, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Der Kutter wurde dann nach Whitby Harbour gebracht und von einem Kran aus dem Wasser gehoben, um repariert zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Altes Wrack bei Glowe
Altes Wrack bei Glowe
(Bild: Landesamt fuer Kultur und Denkmalpflege)   Großbild klick!

Stürme legten Wrack auf Rügen frei
(16.01.19) Die beiden Stürme der vergangenen Tage haben an der Küste von Rügen ein altes Wrack freigelegt. Mecklenburg-Vorpommerns Landesamt für Kultur und Denkmalpflege teilte mit, es handele sich bei dem nahe Glowe liegenden Wrack um ein Handelsschiff aus dem 18. Jahrhundert. Die Konstruktionsmerkmale des Schiffes deuteten nach Aussage des Landesarchäologen Detlef Jantzen am 15.1. darauf hin, dass es in Holland erbaut wurde.
Experten des Landesamtes hatten am 13.1. das Wrack untersucht und zur genauen Altersbestimmung Holzproben genommen sowie eine Bildvermessung durchgeführt. Es handelte sich um ein großes, flachbodiges Handelsschiff, von dem große Teile der Bodenschale sowie ein Stück des Kiels freigelegt worden waren. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege warnte davor, Wrackteile als Souvenirs mitzunehmen. Es sei nicht erlaubt, Teile des Wracks zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören.
Quelle:Tim Schwabedissen


‚Delia’nach Maschinenschaden im Schlepp
‚Delia’nach Maschinenschaden im Schlepp
(Bild: Marcel Coster)   Großbild klick!

Frachter Emder Reederei nach Ijmuiden/Holland eingeschleppt
(16.01.19) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter ‚Delia’, 1846 BRZ (IMO-Nr.: 9234317), der Sunship Schifffahrtskontor KG in Emden erlitt am Nachmittag des 15.1. vor dem Hafen von Ijmuiden Maschinenprobleme. Der holländische Schlepper ‚Pollux’ (IMO-Nr.: 5422112) von Iskestugs wurde zur Assistenz gerufen und nahm den Havaristen auf den Haken. Beim Erreichen der Außenmolen wurde zusätzlich die ‚Saturnus’ (IMO-Nr.: 7719052) für eine sichere Passage hinzugerufen. Der Frachter wurde um 16.40 Uhr am Trawlerkai in Ijmuiden festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandeter Tiertransporter
Gestrandeter Tiertransporter
(Bild: Ana Sayta)   Großbild klick!

Tiertransporter bei Mersin/Türkei gestrandet
(16.01.19) In einem schweren Sturm, der am 15.9. gegen 10 Uhr mit 55 Knoten Windgeschwindigkeit in der Region von Mersin losbrach, riss sich der libanesische Tierfrachter ‚Wardeh‘, 8393 BRZ (IMO-Nr.: 7708285), der seit dem 10.4.2018 unweit des Hafens von Mersin vor Anker lag, los und trieb auf die Küste zu. Rund 500 Meter vor dem Strand lief er auf Grund und wurde, sich nach Steuerbord überlegend, von meterhoher Brandung überschüttet. An Bord befand sich nur eine zweiköpfige Crew.
Die türkische Coastguard startete am Morgen des 16.1. eine Rettungsaktion, nachdem der Wind, der zwischenzeitlich Geschwindigkeiten von 55 Knoten erreicht hatte, abgeflaut war. Ein Helikopter setzte einen Rettungsschwimmer an Bord ab, der den beiden beim Aufwinschen half. Sie wurden dann zu einem Checkup ins Toros State Hospital geflogen, konnten aber wenig später unversehrt entlassen werden.
Der Frachter hatte an einen neuen syrischen Eigner verkauft werden sollen. Dieser Handel wurde aber nicht abgeschlossen, und im vergangenen Dreivierteljahr dümpelte die ‚Wardeh‘ vor Anker liegend beschäftigungslos herum. Zuvor war sie im südamerikanischen Tiertransport tätig.
2016 wurden bei einer Inspektion in Cartagena eine große Anzahl von Mängeln entdeckt, die u.a. die Löschpumpe, Hauptmaschine, Rettungseinrichtungen und Einhaltung von MARPOL-Bestimmungen betrafen. In demselben Hafen wurden 2017 weitere Mängel aufgedeckt, die Feuersicherheit, Alarmsysteme und Fluchtwege betrafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter ‚Empire‘
Archivbild Containerfrachter ‚Empire‘
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Kollision in Brunsbüttel
(16.01.19) Der holländische Containerfrachter ‚Empire‘, 15924 BRZ (IMO-Nr.: 9387425), der kurz nach Mitternacht am 16.1. aus Hamburg ausgelaufen war, kollidierte gegen drei Uhr von der Elbe kommend beim Einlaufen in neue Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel mit dem Mauerwerk der Schleusenkammer. Die Havarie wurde in der Schleuse protokolliert. Nach Abschluss der Untersuchungen setzte das Schiff um 4.45 Uhr seine Reise nach Gdingen fort, wo es am 17.1. um 16 Uhr eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Coastguard untersucht Tragödie der Mary B II
(16.01.19) Die US Coast Guard hat am 15.1. eine formelle Untersuchung der Kenterung des Kutters ‚Mary B II‘ vor Newport, Oregon, am 9.1. eröffnet, die das Leben der gesamten dreiköpfigen Crew kostete. Sie wird geleitet von Cmdr. Karen Denny der Coast Guard Marine Safety Unit Portland, die seit 18 Jahren in der Coast Guard diente und große Erfahrungen über Sicherheit im kommerziellen Fischfang und Unglücksermittlungen hat.
Dennys Bericht wird alle sicheren Fakten und Beweise sowie Schlussfolgerungen zusammenführen mit möglichen Empfehlungen, um derartige Unglücke zukünftig zu vermeiden. Das 42 Fuß lange Schiff versuchte, die Barre der Yaquina Bay zu queren, als es in 12 bis 14 Fuß hohen Wellen umschlug. Trotz einer Eskorte durch die Küstenwache gelang es nicht, Joshua Porter, 50, aus Toledo, Oregon, James Lacy, 48, aus South Toms River, New Jersey, und Stephen Biernacki, 50, aus Barnegat Township, New Jersey, lebend zu retten.
Das Wrack des Kutters wurde von der Brandung auf den Strand geschleudert. Einer der Männer wurde dort tot im Ruderhaus, das noch aus dem Sand ragte, entdeckt. Das Schiff lag nördlich der Nordmole von Yaquina Bay.
Es handelte sich um Skipper Biernacki. Ein Hubschrauber der Coast Guard entdeckte Lacy in der See und barg ihn. Er wurde im Krankenhaus von Newport für tot erklärt. Die Leiche von Porter, der seine letzte Fahrt auf dem Schiff hatte, bevor er einen neuen Job antreten sollte, wurde auf den Strand getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Kavala
(16.01.19) Am 15.1. gegen 12 Uhr kollidierte die griechische Fähre ‚Express Pegasus‘, 4863 BRZ (IMO-Nr.: 7521651), bei stürmischem Wind mit dem Kai im Passagierhafen von Kavala. Beim Aufprall wurde niemand beschädigt. Das Schiff war von Lavrio über Agios Efstratios und Myrina gekommen. Bei der Kollision entstand ein Riss von 10-15 Zentimetern Läne rund 2,5 Meter oberhalb der Wasserlinie an Backbordseite.
Die Hafenbehörde von Kavala leitete eine Untersuchung ein und verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss der notwendigen Reparaturen und einer Klasseinspektion. Die 49 Passagiere und 11 Frachtbegleiter gingen von Bord. Um 22.50 Uhr konnte das Schiff die Reise nach Myrina, Agios Efstratios und Lavrio mit knapp siebenstündiger Verspätung fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf indonesischer Fähre
(16.01.19) Am 14.1. brach auf der indonesischen Fähre ‚Safira Nusantara‘, 6345 BRZ (IMO-Nr.: 7332660), um 15.30 Uhr ein Feuer aus. Es enstand im Aufenthaltsraum für Frachtbegleiter unterhalb der Brücke, als das Schiff zu Überholungsarbeiten beim PT Samudra Marine Indonesia Shipyard im Bojonegara Subdistrikt der Serang Regency am Kai lag. In der Nähe der Brücke waren zu dem Zeitpunkt Schweißarbeiten ausgeführt worden.
Entweder durch einen elektrischen Kurzschluss oder Schweißfunken kam es zu dem Brand, der zu starker Rauchentwicklung führte. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, Menschen kamen nicht zu Schaden. Der vom Brand betroffene Aufbautenbereich war allerdings erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Technischer Schaden in Gemlik
(16.01.19) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter ‚Capt. Abeda‘, 4286 BRZ (IMO-Nr.: 7610270), erlitt am 14.1. gegen Mittag einen technischen Schaden in Gemlik. Daraufhin wurde die Auslaufgenehmigung durch den Hafenkapitän widerrufen, bis eine Reparatur und Inspektion durchgeführt war. Die Crew leitete die entsprechenden Arbeiten am Kai des Gemport Container Terminal ein, wo das Schiff am 16.1. weiterhin lag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ruderausfall auf St. Lawrence River
(16.01.19) Am 10.1. gegen 21.30 Uhr erlitt der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚Ellensborg‘, 9627 BRZ (IMO-Nr.: 9488061), einen Ausfall der Ruderanlage, als er auf dem St. Lawrence River unterwegs war, auf Höhe der Iles d'Orleans in Quebec auf Position 46 53.482 N, 070 56.908 W. Das Schiff erreichte die Reede von Riviere Maheux vor Quebec zur Reparatur. Nach Abschluss der Arbeiten nahm es Kurs auf Savannah, wo es am 17.1. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall bei Westminster
(16.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter ‚Luminous Ace‘, 45796 BRZ (IMO-Nr.: 9110107), erlitt einen Maschinenausfall, als er am 10.1. um 8.15 Uhr nach New Westminster, British Columbia, unterwegs war, auf Position 48 38.333 N, 125 27.15 W. Nachdem die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte, setzte er seine Fahrt mit Schleppereskorte fort. Er machte am 11.1. um 15.30 Uhr in Vancouver fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alle 450 beschädigten Container von MSC Zoe gelöscht
(16.01.19) Rund zwei Wochen nach seiner Havarie kann das Containerschiff ‚MSC Zoe‘ in Kürze wieder auslaufen. Die Ladungs- und Bergungsarbeiten an Bord wurden jetzt abgeschlossen. Rund 450 Container aus beschädigten Boxenreihen wurden in den vergangenen Tagen auf die Kaje gesetzt. Nach einer letzten Abnahme könnte das Schiff Bremerhaven verlassen.
Ein genauer Termin stand der Schweizer Reederei MSC zufolge noch nicht fest. Das stürmische Wetter vereitelte derweil weiterhin die Arbeiten, die verlorenen Container zu bergen. Ein großer Teil der lag in zwei Gebieten auf der Schifffahrtsroute nördlich der niederländischen Inseln Terschelling und Schiermonnikoog sowie weiter östlich in Richtung Borkum.
Die meisten Container befanden sich in einer Wassertiefe zwischen 20 und 30 Metern. Die Bergung wird in der stark befahrenen Schifffahrtsroute nicht einfach werden und wird Monate dauern. Der Kutter ‚Mare Frisicum‘ soll Treibgut einsammeln. Die ‚Tander 1‘ und ‚Seazip Fix‘ sowie das Wracksuchschiff ‚Atair‘ werden die ‚Atlantic Tonjer‘ bei den Sonararbeiten im Emsgebiet unterstützen.
Bis zum 15.1. wurden an der deutschen Küste und 170 Kubikmeter Strandgut eingesammelt, darunter Schuhe, Spielzeug, Kühlschränke, Fernseher und Mikroplastik. Der Großteil landete auf Borkum. Zwei noch nicht geortete Container waren mit giftigem Dibenzoylperoxid und wie nun bekannt wurde auch Dicyclohexyl-Phthalat beladen. 200 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren aus der Krummhörn begannen am 15.1. damit, die Deiche zu säubern und sammelten dabei 35 Kubikmeter Treibgut ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff kollidierte mit Kreuzfahrtanlegern
(16.01.19) Am 16.9. um 00.45 Uhr kollidierte das deutsche Tankmotorschiff ‚Eiltank 9‘, 1316 ts (ENI-Nr.: 04304830), auf dem Rhein bei Speyer mit zwei Kreuzfahrt-Anlegern vor der Gaststätte „Alter Hammer“. Das unbeladene Schiff war in Richtung Germersheim unterwegs, als es gegen die Anleger prallte und steckenblieb. Gegen 2.30 Uhr konnte ein zweites Schiff, das die Unfallstelle passieren wollte, nicht rechtzeitig ausweichen und schrammte am Havaristen entlang.
Es wurde dabei selbst leicht beschädigt, konnte aber die Fahrt fortsetzen. Personen kamen nicht zu Schaden. Gegen 10.35 Uhr schleppte ein anderes Schiff den Havaristen in die Speyrer Werfthafen-Marina.
Dort wurde es nun untersucht. Die zwei der insgesamt drei Kreuzfahrt-Anleger wurden stark beschädigt. Einer gehörte der Speyerer Stadtwerke, einer der Viking-Reederei. Die Unfallstelle wurde nach der Havarie gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer und Hai bedrohten Schiffbrüchige vor Sydney
(16.01.19) Am 15.1. brach gegen 13 Uhr auf einem 10 Meter langen Angelboot vor Sydney Harbour wohl durch einen Fehler in der Elektrik ein Feuer aus. Es griff explosionsartig so schnell um sich, dass die vier Mann an Bord sich nur mit einem Sprung über Bord retten konnten. Ein Boot der Maritime Services befand sich zufällig in der Nähe und war rasch vor Ort, um sie an Bord zu holen.
Dies stellte sich als großes Glück heraus, denn ihr Leben nicht nur vom Feuer bedroht gewesen:. Eine Haifischflosse wurde von Officer Troy Polidano nur 20 oder 30 Meter entfernt im Wasser gesichtet. Er zog die wassertretenden Sportfischer im Alter von 40 bis 67 Jahren rechtzeitig auf sein Boot.
Die 60.000 Dollar werte Motoryacht brannte völlig herunter. Am 16.1. sollten die Wrackreste, die an der Einfahrt des Hafens lagen, gemeinsam von Bergern und dem Maritime Service aus dem Wasser geholt werden. Sie waren beim Hornby Lighthouse auf dem South Head angetrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter ‚Rix Emerald
Frachter ‚Rix Emerald" auf Grund gelaufen
(Bild: Mikael Anjou)   Großbild klick!

Frachter vor Landskrona auf Grund gelaufen
(15.01.19) Der zypriotische Frachter ‚Rix Emerald", 2061 BRZ (IMO-Nr.: 9116802), lief am Morgen des 15.1. vor dem Hafen von Landskrona bei Gipsö auf Position 55° 51.15' N 012° 49.99' O auf Grund. Er war in Ballast laufend aus Århus gekommen. Die schwedische Coast Guard mit der ‘KBV 034’, die Polizei, Rettungsdienste sowie die Transportagentur wurden nach der Havarie alarmiert.
Die Küstenwache führte bei der achtköpfigen Crew routinemäßig Alkoholtests durch, die negative ausfielen. Taucher sollten im Lauf des Tages den Rumpf auf Schäden untersuchen. Über das Schiff wurde ein Fahrverbot verhängt.
Erst wenn Küstenwache und Transportagentur einem Bergungsplan zugestimmt haben, darf es bewegt werden. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Vor Ort waren aktuell Windgeschwindigkeiten von 8-9 Metern pro Sekunde.
Am 2.6.2016, war die ‚Rix Emerald‘ mit dem am Kai liegenden Frachter ‚Arklow Breeze‘ kollidiert, als sie den Elbehafen Brunsbüttel mit Kurs Thyborøn verlassen wollte. Beide Schiffe wie auch die Kainanlage wurden beschädigt. Bei einer Atemalkoholkontrolle des russischen Kapitäns wurden 1,44 Promille festgestellt.
Ihn wurde im Krankenaus der Stadt eine Blutprobe entnommen und eine Sicherheitsleistung von 3.000 Euro festgelegt. Der Frachter wurde mit einem Auslaufverbot belegt und eine Hafenstaatskontrolle am Kai durchgeführt. Die ‚Arklow Breeze‘ konnte am 3.6. nach Dünkirchen auslaufen.
Die ‚Rix Emerald‘ ist 88,48 Meter lang, 11,4 Meter breit, hat 4,94 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.001 Tonnen. Sie läuft für die Rix Shipmanagement SIA Riga und wurde 1995 bei der Slovenske Lodenice A.S. in Komarno erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Cedeira abgeschleppt
(15.01.19) Am 14.1. erlitt der spanische Kutter ‚Brual’, 87,5 BRZ (MMSI-Nr.: 224012990), mit einer sechsköpfigen Crew an Bord auf dem Nordatlantik sechs Meilen vor Ortegal um 3.45 Uhr Wassereinbruch und setzte einen Notruf ab. Der spanische Kutter ‚Siempre Benyjor’ (MMSI-Nr.: 225917890) ging daraufhin auf Standby an dem Havaristen, bis das SAR-Schiff ‚Salvamar Shaula’ (MMSI-Nr.: 224033840) von Salvamento Marítimo sowie die ‚Langosteira‘ des Roten Kreuzes vor Ort eingetroffen waren. Dies nahmen die ‚Brual‘ auf den Haken und schleppten sie um 5.25 Uhr in den Hafen von Cedeira ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack des Kutters ‚James Robert – RI 524‘
Wrack des Kutters ‚James Robert – RI 524‘
(Bild: Peter Michelsen)   Großbild klick!

Kutter nach dramatischer Rettungsaktion nun ein ausgebranntes Wrack vor Fanø
(15.01.19) Einen traurigen Anblick bot das Wrack des dänischen Kutters ‚James Robert – RI 524‘, 77 BRZ, am Tag nach seiner Strandung vor dem Weststrand von Fanø südlich von Ringby, als Strandvogt Peter Brinch Michélsen ihn inspizierte. Nur noch die Fensterrahmen des zerstörten Ruderhauses hatte das nächtliche Feuer übrig gelassen, durch die der Blick auf die brandende See ging. Das Stützsegel auf dem Vorschiff war komplett zerrissen, und die Wellen gingen ungehindert über das Hauptdeck.
Damit endete der Versuch des Skippers und Eigners des Holzschiffs, es am 13.1. doch noch zu retten, nachdem er mit seiner Crew zwei Tage zuvor bereits mit einem SAR-Hubschrauber aus Skyldstrup von Bord geholt worden war, nachdem sein Kutter westlich von Blåvandshuk einen Wassereinbruch erlitten hatte. Nachdem er aber nicht, wie befürchtet, gesunken war, transportierte ihn die ‚Esvagt Beta‘ wieder zurück zu seinem Schiff, das von dieser tags zuvor bis zum Grådyb-Fahrwasser geschleppt worden war. Er wurde mit einem zweiten Mann zusammen an Bord abgesetzt und fand es in einem grundsätzlich stabilen Zustand vor.
Daraufhin nahm der Kutter mit eigener Kraft Kurs auf Esbjerg. Plötzlich aber begann es nach Rauch zu riechen. Wie sich herausstellte, war im Maschinenraum ein Feuer entstanden. Wegen der vier Tonnen Öl in den Tanks fackelten die beiden Männer an Bord nicht lang, sondern schickten sofort ein Notsignal.
Rasch hatte die ‚Esvagt Carina‘ ein MOB ausgesetzt und barg die zwei Fischer wieder ab. Dies war bei Windgeschwindigkeiten von 35 Metern pro Sekunde und rauer See kein einfaches Unterfangen, und die Geretteten waren sehr dankbar für den Einsatz der Crew des Fischereischutzschiffs. Nachdem sie an Bord der ‚Esvagt Carina’ waren, winschte sie ein Helikopter aus Skrydstrup von Deck auf und flog sie ins Krankenhaus von Esbjerg, wo sie auf Anzeichen von Rauchgasvergiftung hin untersucht wurden.
Der Kutter aber trieb zunächst weiter brennend und weithin sichtbar qualmend in der See. Stranvog Michèlsen sah ihn um 20.30 Uhr so vor Sønderho. Um 21.15 Uhr bewegte sich das Schiff nicht mehr und hatte offenbar auf einer Barre aufgesetzt, brannte aber weiter, bis die Flammen erstickten. Vom Ruderhaus war, wie man am nächsten Tag sehen konnte, nicht mehr viel übrig.
Peter Brinch Michèlsen organsierte nach Tagesanbruch eine Reinigung seines Strandes von angetriebenen Trümmern. Vom Kutter war zu der Zeit nur der Mast sichtbar. Später am Tag wurde er bei Niedrigwasser näher in Augenschein genommen, um Klarheit zu gewinnen, wie es weitergehen könnte.
Die Hoffnung war, dass das 300 Meter vor dem Strand liegende Wrack zeitnah geräumt wird, wenn sich die Behörden und die Versicherungen einig geworden sind. Michèlsen nahm an, dass sich das Wrack bei ausreichend niedrigem Wasserstand sogar zu Fuß erreichen ließe, was eine Bergung erleichtern würde.
Die ‚James Robert‘ entstand 1981 bei der Hvide Sande Skibs- og Bådebyggeri als ‚Minna Bank – RI 324‘ mit Heimathafen Hvide Sande und wurde am 4.11. abgeliefert. Am 27.7.1988 wurde sie als ‚Ingrid Frich – RI 524‘für Klaus Frich aus Esbjerg eingetragen. Sie hatte eine Länge von 18,96 Metern, eine Breite von 5,27 Metern und einen Tiefgang von 2,76 Metern. Zunächst als Trawler eingesetzt, wurde das Holzschiff später zum Krabbenkutter für die Nordisk Krabbekompagni in Lemvig umgebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall in den Dardanellen
(15.01.19) Am 9.1. erlitt der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter ‚ALS Juno’, 40541 BRZ (IMO-Nr.: 9431719), an der Nordzufahrt der Dardanellen einen Maschinenausfall. Der türkische Ankerziehschlepper ‚Ocean Ergun‘ (IMO-Nr.: 7222102) wurde damit beauftragt, den Havaristen zu einer Werft zu bringen. Er nahm ihn am 12.1. auf den Haken und lieferte ihn am 15.1. um 6.30 Uhr in Altinova, Yalova, ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboote werden gelöscht
Motorboote werden gelöscht
(Bild: Erlind skjervold)   Großbild klick!

Feuer in Marina in Hommelvik/Norwegen
(15.01.19) Zwei Sportboote sanken am 14.1. nach einem Feuer in Hommelvik. Sie standen bereits in Flammen, als die Feuerwehr um 12.22 Uhr zur Malvik-Båtforening, die 250 Liegeplätze hat, bei Solbakken in Hommelvik alarmiert wurde. Der Brand war vom einen Boot auf das andere übergesprungen und schickte dichte Rauchschwaden in den Himmel.
Um halb eins sank das erste der beiden und drohte dabei auch die Schwimmbrücke, an der er es vertäut war, zum Kentern zu bringen. Deshalb musste es rasch losgeschnitten werden. Das andere konnte an Land geschleppt werden und brannte dort aus.
Zwei Löschfahrzeuge aus Trondheim sowie das Rettungsboot ‚Anne Kathrine’ waren vor Ort im Einsatz. Stürmisches Wetter erschwerte die Arbeit der Rettungskräfte. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kühlwasserproblem vor Isle of Wight
(15.01.19) Die französische Fähre ‚Mont Saint Michel‘, 35586 BRZ (IMO-Nr.: 9238337), erlitt am 13.1., als sie auf der plaänmäßigen Fahrt von Ouistreham nach Portsmouth war, Probleme mit dem Kühlwassersystem der Maschine. Sie befand sich zur der Zeit auf Position 50 25.4 N, 000 49.1 W, rund 20,3 Meilen ostsüdöstlich von Catherines Point vor der Isle of Wight. An Bord waren 224 Passagiere und eine 98-köpfige Crew, der es gelang, den Schaden zu beheben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Traditionssegler ‚Oline' gesunken
Traditionssegler ‚Oline' gesunken
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Stecker gezogen – darum sank die Oline
(15.01.19) Wann und durch wen der 141 Jahre alte Traditionssegler ‚Oline' in Flensburg geborgen wird, war derzeit weiter unklar. Klar war aber nach Taucheruntersuchungen, dass die Außenhaut des Zweimasters beschädigt ist. Außerdem war zu sehen, dass die Kabelverbindung, die zu den Pumpen auf der ‚Oline' führte, unterbrochen war und sich der Stecker der Pumpe nicht mehr in der Kabeltrommel befand. Wann und wodurch die Stromversorgung unterbrochen wurde, war allerdings nicht ersichtlich. Der 18 Meter lange Zweimaster war schon lange marode und nicht mehr fahrtüchtig. Motor und Getriebe befanden sich nicht mehr an Bord. Deshalb konnte auch kein Treibstoff in die Förde laufen.
Die ‚Oline' sank an einem Liegeplatz, der von der Flensburger Museumswerft gepachtet war. Werftleiter Uwe Kutzner wollte dem Eigner des Schiffes jetzt eine mehrwöchige Frist setzen, bis zu der er für die Bergung des Wracks sorgen soll. Kutzner fürchtete aber schon jetzt, dass die Museumswerft auf den Kosten sitzen bleiben würde. Der Eigner glaubte, dass jemand von der Werft die Stromversorgung der Pumpen auf dem Schiff gekappt hatte und es deshalb gesunken ist. Kutzner nahm an, dass die Pumpen über Nacht nicht richtig mit Strom versorgt wurden oder der starke Nordwestwind das Schiff so auf den Stahlponton gedrückt hatte, bis die Bordwand nachgab und Wasser eindringen konnte. Er vermutete, dass der Eigner sich nicht ausreichend um sein Boot gekümmert und nicht dafür gesorgt habe, dass die Pumpen sicher laufen. Außerdem habe er das Boot nicht ausreichend mit Fendern abgesichert, sodass es zu den von den Tauchern entdeckten Schäden am Rumpf kommen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Piriac-sur-Mer: Kutter brannte vor Dumet
(15.01.19) Am 15.1. geriet der 9,62 Meter lange, französische Kutter ‚Majoli’ (MMSI-Nr.: 227623780) gegen 9.30 Uhr nördlich der Insel Dumet, gegenüber von Piriac-sur-Mer (Loire-Atlantique), in Brand. Das in La Turballe beheimatete Schiff setzte einen Notruf ab, und die zweiköpfige Crew wurde von einem anderen Kutter, der ‚Camelis 2‘, unversehrt gerettet. Nachdem die Flammen niedergebrannt waren, schleppte ein SNSM-Boot den Havaristen in den Hafen von La Turballe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Partyschiff wird gehoben
Partyschiff wird gehoben
(Bild: Philipp Meckert)   Großbild klick!

Partyschiff in Köln gehoben
(15.01.19) Am 14.1. wurde das holländische Partyschiff ‚Pure Liner 2', das am 25.12. im Kölner Niehl-Hafen, wo es zur Überwinterung lag, gehoben. Am 11.1. war der Schlepper ‚Catharina 10‘ mit dem Schwimmkran ‚Hebo-Lift 7' im Hafenbecken eingetroffen. Gemeinsam mit der bereits zuvor dort angekommenen ‚Hebo-Lift 6' die in der vergangenen Woche die Arbeit vorbereitet hatte, wurde das Wrack nun vom Grund angehoben.
Die ‚Hebo Lift 7‘, die 41 Meter lang und knapp 18 Meter breit ist, hat eine Hebekapazität von 300 Tonnen, die kleinere ‚Hebo Lift 6‘ von 200 Tonnen. Auf der Kaimauer standen Spezialfahrzeuge, um Öl oder andere Flüssigkeiten zu entsorgen. Zuvor hatten Taucher Hebestropps unter den Kiel hindurchgezogen.
Gegen 13 Uhr begannen die beiden Kräne das mit Wasserlast 500 Tonnen schwere Wrack anzuheben. Als gegen 14 Uhr ein normaler Trimmzustand erreicht war, zeigte sich, dass im Innern des 60 Meter langen Schiffs nach Wochen auf dem Hafengrund alles voller Schlamm war. Die Maschine, die elektrischen Geräte und die waren zerstört.
Das Schiff wurde nun komplett leer gepumpt und so wieder schwimmfähig gemacht. Dann konnten die Inspektionen durch Experten der Versicherung und Mitarbeiter des Eigners beginnen, um das weitere Schicksal zu klären. Die Kosten für die Bergungsaktion betrugen mehrere 100.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter saß vor Sables-d'Olonne fest
(15.01.19) Der französische Kutter ‚Le Lutin des Mers‘, 74 BRZ (MMSI-Nr.: 227833000), geriet beim Einlaufen nach Sables-d'Olonne auf eine Sandbank, als er am 14.1. um 15.30 Uhr von See kam. Er war zu nah an die kleine Pier vor dem Hafen gekommen und kam auf der Untiefe fest. Das Schiff musste auf das Auflaufen der Flut warten. Um 17.30 Uhr war der Wasserstand ausreichend hoch, um sich mit eigener Kraft befreien zu können. Mit zweistündiger Verzögerung erreichte der Kutter den Hafen
Quelle:Tim Schwabedissen


Maersk Honam in zwei Teile zerlegt
(15.01.19) Die dänische Reederei Maersk gab am 14.1. bekannt, dass der achtere Teil des Containerschiffs ‚Maersk Honam' in Kürze an Bord des Schwerlastschiffes ‚Xin Guan Hua' von Dubai nach Südkorea verschifft werden soll, wo es bei der Bauwerft Hyundai Heavy Industries, die es 2017 auch ablieferte, ein neues Vorschiff samt Aufbauten erhalten wird. Das Wrack wurde jetzt bei der Drydock World Dubai in zwei Teile geschnitten. Der 228,5 Meter lange Teil vom Mittschiff bis zum Heck wird im Februar auf die Reise gehen und sollte im März die Werft erreichen, wo bis in die zweite Jahreshälfte 2019 ein neues Vorschiff angesetzt wird.
Das schwer beschädigte, einstige Vorschiff verbleibt dann bei der Drydock World Dubai, wo die Arbeit, beschädigte Container und Trümmer zu entfernen, fortgesetzt wird. Wenn die Sektion gereinigt ist, soll sie zum Recyceln gehen. Auf welcher Abwrackwerft dies geschehen könnte, wurde derzeit noch evaluiert.
Das Schiff hatte insgesamt 7,860 Container an Bord, als es in Brand geriet. Die gesamte Fracht im Vorschiff wurde inzwischen zum Totalverlust erklärt, doch die meisten Boxen, die achtern gestaut waren, blieben intakt. Seitdem der Frachter im Juni 2018 in Jebel Ali Port festmachte, arbeitete Maersk eng mit den örtlichen Behörden, Versicherungen, den Bergern und Anteilshaltern zusammen, um eine sichere und umweltfreundliche Entsorgung aller beschädigten Container, der Trümmer und des Löschwassers zu gewährleisten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff auf Rhein nach Leichtern geborgen
(15.01.19) Das holländische Binnenschiff ‚Francisca", 2499 ts (EU-Nr.: 06004256), das am Morgen des 14.1. mit rund 2.400 Tonnen Kohle an Bord auf dem Rhein bei Oestrich-Winkel auf Grund gelaufen war, konnte acht Stunden später wieder freigeschleppt werden, nachdem das Wallufer Unternehmen Mohr mithilfe des Baggerschiffs ‚Niclas' (MMSI-Nr: 211589840) rund 450 Tonnen der Ladung geleichtert hatte. Danach zog der Schlepper ‚Rheinland' (MMSI-Nr.: 211510040) den Havaristen gegen 14 Uhr ans Rheinufer bei Budenheim in Rheinland-Pfalz. Hier wurden Ruder und Antriebsanlage auf mögliche Schäden hin untersucht.
Dann setzte der Frachter die Reise fort und machte um 17.45 Uhr bei den Storage Tanks Mainz-Gustavburg fest. Der Frachter war laut Wasserschutzpolizei Rüdesheim deutlich überladen gewesen und hatte um die 20 Zentimeter zu viel Tiefgang. Beim vergeblichen Versuch des Schiffsführers, das 110 Meter lange Motorschiff ohne fremde Hilfe wieder flott zu bekommen, wurde die Fahrrinne komplett aufgewühlt, sodass die aufgetürmten Kiesberge erst wieder verteilt werden mussten, damit wenigsten eine teilweise Öffnung der Fahrrinne möglich wurde. In den Stunden nach der Havarie hatten sich rund 40 Schiffe auf dem Rhein gestaut.
Deshalb konnte das Fahrwasser um 16.15 Uhr zunächst nur im Einbahnverkehr wieder freigegeben werden. Die einen Meter hohe Untiefe musste erst abgebaggert werden, ehe das 120 Meter breite Fahrwasser wieder komplett freigegeben werden kann. Dies sollte am 15.1. der Fall sein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff lief gegen Molenkopf
(15.01.19) Am 14.1. gegen neun Uhr ist ein Binnenschiff auf dem Main beim Einlaufen in die Schleuse Krotzenburg gegen den Molenkopf gefahren. Ursache hierfür war offenbar eine Fehleinschätzung der Strömungsverhältnisse durch den Schiffsführer. Im Bugbereich des Schiffes kam es zu einer kleinen Leckage mit Wassereintritt.
Durch die Lenzmaßnahmen im Bugstrahlruderraum gelangte eine geringe Menge Öl in den Main. Im Hafen Hanau wurde das Loch im Bug abgedichtet und das Schiff stabilisiert. Die Weiterfahrt des Schiffes wurde aber vorläufig untersagt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Smit soll gekenterten Kabelleger aufrichten
(15.01.19) Smit Salvage erhielt den Kontrakt zur Bergung des unter Vanuatu-Flagge laufenden Kabellegers ‚Star Centurion‘, 27082 BRZ (IMO-Nr.: 9241712), der fast vollständig unter Wasser auf einer Sandbank vor Singapur lag. Es wird wohl mit der Parbuckling-Methode aufgerichtet werden müssen. Smit wird dabei mit indonesischen Partnern zusammenarbeiten, da das Wrack innerhalb deren Hoheitsgewässern lag.
Die beiden unter der Flagge Indonesiens laufenden Ankerziehschlepper ‚Pacific Valour’ (IMO-Nr.: 9443516), und ‚Swiber Anna’ (IMO-Nr.: 9466489), die zu Tochtergesellschaften der Swire Pacific Offshore und Vallianz Offshore Marine in Singapur gehören, gingen an der Untergangsposition in Stellung. Die Vallianz Offshore, die die ‚Star Centurion‘ für die Trevaskis Ltd. betrieben hatte, gab bekannt, dass das Schiff vor Anker gelegen habe, als der Tanker ‚Antea‘, 25118 BRZ (IMO-Nr.: 9250153), ihm in die Seite lief und den Rumpf so stark aufriss, dass der Kabelleger schließlich kenterte und sank. Die ‚Antea‘ nahm inzwischen Kurs auf den Hafen von Kuala Sungai Linggi in Malaysia, wo sie am 16.1. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Autofrachter in Emden mit Dalben kollidiert
(15.01.19) Am 14.1. gegen 16 Uhr, lief der unter Panama-Flagge registrierte Autofrachter ‚City of St. Petersburg‘, 21143 BRZ (IMO-Nr.: 9473456), von dem britischen Hafen Grimsby, wo er am 12.1. um 20.20 Uhr ausgelaufen war, kommend in den Binnenhafen von Emden ein. Das Schiff, assistiert von zwei Schleppern, wurde beim Einlaufen in die Seeschleuse vermutlich durch starke Windböen mit der Steuerbordseite gegen die davorstehenden Dalben der Schleuse gedrückt. Dabei wurden diese wie auch die Bordwand des Schiffes beschädigt.
Die zuständige Behörde sprach ein Weiterfahrverbot für das Schiff aus. Die Schäden am Schiff sollen am 15.1. im Rahmen einer Hafenstaatkontrolle besichtigt werden. Die Wasserschutzpolizei Emden hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker mit Maschinenschaden im Trockendock
(15.01.19) Am 11.1. um 8.40 Uhr ging der liberianische Tanker ‚Atlantic Voyager‘, 8513 BRZ (IMO-Nr.: 9464156), in ein Trockendock im Hafen von Durban. Hier sollte ein Maschinenschaden repariert werden. Das Schiff hatte am 15.12.2018 die Reede von Walvis Bay in Namibia verlassen. Am 31.12. fiel auf Position 029 41 46 S, 016 49 43 O gegen 17 Uhr der Antrieb aus. Ein Schlepper kam dem Havaristen zu Hilfe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Korfu
(15.01.19) Am 14.1. gegen Mittag kam es zu einem Ausfall der Backbord-Hauptmaschine der griechischen Fähre ‚Nanti‘, 997 BRZ (IMO-Nr.: 7350557), als sie planmäßig von Korfu nach Igoumenitsa auslaufen wollte. Der Kapitän informierte die Hafenbehörde, die nach eine Inspektion ein Auslaufverbot verhängte, bis eine Reparatur durchgeführt war. Die 29 Passagiere und acht Fahrzeuge wurden mit einer anderen Fähre weiter transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alle beschädigten Container von MSC Zoe gelöscht
(15.01.19) In Bremerhaven wurden jetzt alle beschädigten Container von Bord der ‚MSC Zoe‘ geholt. Das Entladen gestaltete sich einfacher als erwartet. Einige der Container, die nicht über Bord gegangen waren, hatten sich mit ihren Halterungen ineinander verkeilt.
Diese mussten Experten erst mit speziellen Maschinen trennen. Jetzt wurden die betroffen Bereiche an Deck von Müllresten und Verschmutzungen gereinigt. Die Hafenbehörde prüfte gemeinsam mit der Klassifikationsgesellschaft weiterhin, wie stark das Containerschiff beschädigt wurde und ob es noch fahrtüchtig ist.
Erst im Anschluss daran kann entschieden werden, ob und wann es wieder auslaufen darf. U.a. wurden Halterungen von Containern beschädigt und an einigen Stellen die Reling eingedrückt. Am Morgen des 15.1. waren rund 200 Krummhörner Feuerwehrleute im Einsatz, um Abfall einzusammeln, der aus der Ladung des Frachters angespült wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Napp abgeschleppt
(15.01.19) Das NSSR-Rettungsboot ‚Det Norske Veritas‘ kam am Nachmittag des 14.1. einem havarierten Kutter in Nappstraumen/Norwegen zu Hilfe, dessen Crew zuvor technische Probleme gemeldet hatte. Wegen des schlechten Wetters in dem Seegebiet wurde das Schiff zu einer Fischfarm in Napp in Schlepp genommen.
Hier konnte es auch seinen Fang anlanden. Die Windgeschwindigkeit betrug 18–20 Meter pro Sekunde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei weitere Schlepper unterwegs zur Yantian Express
(15.01.19) Zwei weitere Hochseeschlepper wurden zu dem seit dem 3.1. brennenden Hapag-Lloyd-Containerfrachter ‚Yantian Express‘ im Nordatlantik in Marsch gesetzt. Die von DonJon bereederte, nter US-Flagge laufende ‚Atlantic Enterprise‘(IMO-Nr.: 7417240), die am 13.1. in Halifax eintraf, und die von Boskalis eingesetzte, belgische ‚Sovereign‘ (IMO:9262742), die am 8.1. aus Rotterdam in Richtung Nordatlantik auslief, sollen der ‚Smit Nicobar‘ und ‚Maersk Mobiliser‘ assistieren, das Schiff in einen Fluchthafen zu bekommen. Der Brand war dank des Einsatzes der Berger von Smit Salvage inzwischen weitgehend unter Kontrolle.
Seit dem 9.1. waren fünf Crewmitglieder des Frachters wieder zurück an Bord. Er wurde mit langsamer Fahrt durch die See gezogen am Haken der ‚Maersk Mobiliser’. Hapag-Lloyd konnte aber noch keinen Zeitplan für das Erreichen eines Hafens angeben noch gab es Informationen zum vollen Schadensumfang.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter ‚Petkum‘
Archivbild Containerfrachter ‚Petkum‘
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Briese-Frachter saß in Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
(14.01.19) Am 14.1. um 00.45 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter ‚Petkum‘, 15633 BRZ (IMO-Nr.: 9386988), der auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf der Reise von Helsinki nach Bremerhaven westgehend unterwegs war, einen Maschinenausfall. Er befand sich zu der Zeit kurz vor der Weiche in Oldenbüttel. Das Schiff der Briese Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer geriet anschließend mit dem Heck in die südliche Kanalböschung.
Der gerade von Kiel kommend ebenfalls den Kanal durchlaufende, deutsche Schlepper ‚Wulf 7‘ (IMO-Nr.: 9183075), kam dem Havaristen zu Hilfe. Er hatte den Bulkcarrier ‚Angelic Glory‘ während der Kanalpassage von Brunsbüttel nach Holtenau eskortiert und befand sich gerade auf dem Rückmarsch. Nachdem die Petkum" wieder befreit war, zog er sie nach Brunsbüttel.
Während der Bergungsarbeiten wurde der Steckenabschnitt Oldenbüttel-Breiholz für den übrigen Schiffsverkehr gesperrt. Um sieben Uhr machte die ‚Petkum‘ in Brunsbüttel an den Marinedalben Nord zu den notwendigen Inspektionen und ggf. Reparaturen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank während Bergungsversuchs vor Fanø – zwei Fischer zum zweiten Mal binnen 48 Stunden von Bord gerettet
(14.01.19) Der dänische Kutter ‘James Robert – RI 524’, 45 BRZ (MMSI-Nr.: 219660000), ist beim Versuch, ihn zu bergen, gesunken. Am 13.1. trieb das Schiff auf den Weststrand von Fanø und sank dort auf mehreren Metern Wassertiefe. Nur noch der Mast ragte aus dem Wasser, und losgerissene Trümmer landeten auf den Inselstrand.
Am 11.1. um 12.15 Uhr hatte das Schiff nach einem Wassereinbruch vor Holmsland Klit einen Notruf abgesetzt. Die fünfköpfige Crew wurde dann per Hubschrauber abgeborgen. Ihr Schiff wurde am 13.1. weiterhin schwimmend westlich von Fanø gesichtet. Daraufhin liefen das SAR-Schiff ‚Esvagt Carina’ (IMO-Nr.: 9378503), das Fischereischutzschiff ‚Esvagt Beta‘ (IMO-Nr.: 8817746) und das Esbjerger Rettungsboot ‚FRB 82‘ (MMSI-Nr.: 219017938) zum Havaristen in einem Versuch, ihn zu bergen.
Sie nahmen zwei der Crewmitglieder der ‚James Robert‘ mit, die am Nachmittag zurück an Bord ihres Schiffes gingen, um die Arbeiten zu unterstützen. Doch während Versuchs, mit eigener Kraft nach Esbjerg zu kommen, brach auf der ‚James Robert‘ auf einmal ein Feuer im Maschinenraum aus. Binnen 48 Stunden zum zweiten Mal mussten die beiden Fischer gerettet werden.
Erst nahm sie das Rettungsboot an Bord, dann flog sie ein Hubschrauber an Land. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Krankenhaus von Esbjerg. Der Versuch, das Schiff zu retten, musste abgebrochen werden, und er trieb davon, bis er vor Sønderho strandete. Sein weiteres Schicksal musste nun von der Versicherung entschieden werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schaden am Kabelleger ‚Star Centurion‘ führt zum Untergang
Schaden am Kabelleger ‚Star Centurion‘ führt zum Untergang
(Bild: Tanjung Pinang Naval Base)   Großbild klick!

Kabelleger sank nach Kollision
(14.01.19) Am 13.1. um 6.30 Uhr kollidierte der unter Vanuatu-Flagge laufende Kabelleger ‚Star Centurion‘, 27082 BRZ (IMO-Nr.: 9241712), mit dem unter Hongkong-Flagge laufenden Pertamina Tanker ‚Antea‘, 25118 BRZ (IMO-Nr.: 9250153), der von Singapur zum indonesischen Hafen Ambon unterwegs war. Der Zusammenstoß ereignete sich 10 Kilometer nördlich von Berakit in den Gewässern von Bintan bei den Riau Islands an der Ostzufahrt der Straße von Singapur in Tanjungberakit. Die mit Kabelarbeiten beschäftigte ‚Star Centurion’, die hier seit dem 7.1. geankert hatte, wurde schwer beschädigt, erlitt Wassereinbruch und kenterte schließlich.
Nur ein Teil der Steuerbordseite blieb noch auf Position 01 24 N 104 35 O über Wasser sichtbar, während 90 Prozent des Wracks unter Wasser lagen. Die 22-köpfige Crew konnte rechtzeitig in die Boote gehen. Die indonesische Marine und Einsatzkräfte aus Singapur waren mit einer Reihe von Schiffen vor Ort. Die Schiffbrüchigen wurden nach Singapur transportiert.
Der Tanker des Bernhard Schulte Shipmanagement erlitt Schäden am Bug, seine Crew blieb unversehrt. Er warf auf Position 01° 24.44' N 104° 47.69' O zur Untersuchung und Vernehmung der Schiffsführung vor Singapur Anker. Die Marine sicherte die Untergangsstelle mit der KRI ‚Pulau Rusa‘, KRI ‚Surik‘ und KRI ‚Anakonda‘ ab. Es gab bislang keine Anzeichen für eine Ölverschmutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuerwehr auf der ‚Isabel‘
Feuerwehr auf der ‚Isabel‘
(Bild: Gezagvoerder Arco)   Großbild klick!

Explosion auf dem Binnenschiff ‚Isabel‘
(14.1.19) Am Morgen des 14.1. kam es zu einer Explosion auf dem holländischen Binnenschiff ‚Isabel‘, 1455 ts (EU-Nr.: 2311082), an einem Silo in Dordrecht. Personal von Rijkswaterstaat war gerade an Bord gegangen, als es in einem Technikraum die Detonation ereignete, der sich ein Feuer anschloss. Die Feuerwehr kam mit starken Einsatzkräften zum Liegeplatz am 's-Gravendeelse-Deich. Es gelang dann rasch, den Brand unter Kontrolle zu machen. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aller Dieselkraftstoff von Northguider beseitigt
(14.01.19) Das Abpumpen des Diesels von dem in Hinlopen gestrandeten Trawler ‚Northguider‘ konnte am 13.1. um vier Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Zwischen 65 und 70 Mann der Bergungsfirma Arden Global und der norwegischen Coastguard konnten günstige Wetterbedingungen am Wochenende nutzen und schneller als geplant insgesamt 332 Tonnen Kraftstoff auf das Patroullienboot ‚Svalbard’ transferieren.
Dabei kam es zu keinerlei Verschmutzung des Wassers. Die Arbeiten zur Beseitigung kleinerer Mengen von Maschinenöl dauerten noch an. Außerdem wurden alle sonstigen potentiell umweltschädigenden, kunststoffhaltigen Materialien auf die ‚Svalbard‘ gebracht. Diese Tätigkeiten sollten bis zum 15.1. beendet werden.
Danach geht es an die schwierige Bergung des kompletten Schiffs. Diese könnte sich bis zum Frühjahr oder den Sommer erstrecken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ventilproblem auf Containerfrachter
(14.01.19) Der unter US-Flagge laufende Containerfrachter ‚Maersk Montana‘, 50686 BRZ (IMO-Nr.: 9305312), meldete am 13.1. ein Problem mit dem NB4-Luftventil vor der belgischen Küste. Das Schiff war am 13.1. aus Houston nach Antwerpen ausgelaufen und befand sich auf Position 50 22 N, 003 03 W. Die Crew begann um 22.40 Uhr mit dem Austausch des schadhaften Teils. Danach steuerte der Frachter das Deurganck-Dock in Antwerpen an und machte dort am selben Abend fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischfrachter erlitt starken Wassereinbruch bei Strandung
(14.01.19) Es gab eine dramatische Zeit, nachdem der norwegische Fischfrachter ‚Ringaskjær‘, 420 BRZ (IMO-Nr.: 6700638), von Skjervøy am 11.1. um 8.20 Uhr auf einen Unterwasserfelsen, der zwischen Hekkingen und Senja lag, gelaufen war. Nach dem ersten Notruf der Crew wurden vier Schiffe sowie ein Hubschrauber in Marsch gesetzt. Der Havarist hatte sich, als das NSSR-Rettungsboot ‚Oscar Tybring IV‘(MMSI-Nr.: 257231500) aus Tromsø ihn 1,5 Stunden später erreichte, allerdings schon wieder selbst befreien können.
Der Helikopter drehte daraufhin auf halbem Wege wieder um. Jedoch hatte der Havarist durch einen Riss im Rumpf einen so starken Wassereinbruch erlitten, dass die Crew die Hauptmaschine stoppen musste. Die Seenotretter starteten alle verfügbaren Lenzpumpen, und eine Stunde später gelang es, die Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen. Dann schleppte die ‚Oscar Tybring IV‘ das Schiff nach Eidkjosen ab, wo es am 14.1. weiter vor Anker lag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Mossel Bay/Südafrika gestrandet
(14.01.19) Am 11.1. um 03.17 Uhr wurde die NSRI Station Mossel Bay alarmiert, nachdem ein Trawler in der Vleesbaai gestrandet war und im flachen Wasser in der Brandung saß. Die sechsköpfige Crew war an Bord geblieben. Das Rettungsboot ‚Rescue 15’ lief aus, und ein Strandrettungsfahrzeug wurde ebenfalls in Marsch gesetzt.
Die Retter fanden die Fischer sicher an Bord vor. Ein Schwesterschiff war seeseitig in Stellung gegangen, und Schlepptrossen wurden aufgeriggt, um den Havaristen mit steigendem Wasserstand wieder flottzumachen. Nachdem der Kutter wieder auf tiefem Wasser lag, wurde er in den Hafen von Mossel Bay abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rhein bei Oestrich-Winkel nach Havarie gesperrt
(14.01.19) Das mit über 2.400 Tonnen Kohle beladene, holländische Binnenschiff ‚Francisca‘, 2499 ts (EU-Nr.: 06004256) lief am 14.1. gegen 6.20 Uhr auf Position 50° 0.24' N 008° 2.14' O auf dem Rhein bei Oestrich-Winkel auf Höhe des Weinverladekrans auf Grund. Es war von Duisburg nach Iversheim unterwegs, als es im Rheingau-Taunus-Kreis festkam und querschlug.
Da es sich nicht aus eigener Kraft befreien konnte, traf gegen 11 Uhr das deutsche Baggerschiff Niclas (MMSI-Nr.: 211589840) am Havaristen ein, um die Ladung so weit zu leichtern, dass er flottgemacht werden konnte. Der Schlepper Rheinland" (MMSI-Nr.: 211510040) war ebenfalls vor Ort, um zu assistieren. Wie lange es dauern würde, bis das Schiff freikommt, war noch unklar. Die Schifffahrt auf dem Rhein war seit 7.30 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Etwa elf Schiffe waren davon betroffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre trieb vor Koh Samui/Thailand
(14.01.19) Am 11.1. erlitt die unter Thailand-Flagge laufende Fähre ‚Seatran Ferry 8", 1163 BRZ (IMO-Nr.: 8613671), einen Maschinenausfall zwischen Donsak und Koh Samui. An Bord befanden sich rund 100 Touristen, 50 Einheimische und 40 Fahrzeuge.
Da es der Crew nicht gelang, die Maschine des drei Meilen vor Koh Samui treibenden Schiffs wieder zu starten, wurde gegen Mittag ein Schlepper zur Assistenz geschickt. Er zog es in den Hafen, wo es fünf Stunden nach dem Auslaufen an der Nathon-Pier festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollisionsschutz Ostseite beschädigt
Kollisionsschutz Ostseite beschädigt
(Bild: Geert Huisman)   Großbild klick!

Brücke in Kootsertille/Niederlande bei Kollision beschädigt
(13.01.19) Am 10.1. gegen 23 Uhr stieß ein Tankmotorschiff gegen die Brücke bei Kootstertille. Dabei wurde deren Kollisionsschutz Ostseite beschädigt. Am Morgen des 11.1. untersuchten Taucher die Schadensstelle. Während dieser Zeit konnten keine Schiffe passieren.
Auch der Tanker wurde am Bug beschädigt, setzte seine Fahrt nach Rotterdam aber nach der Unfallmeldung fort. In der kommenden Woche wollte Rijkswaterstaat den beweglichen Teil sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



SAR-Schiff versucht Kutter vor Esbjerg zu bergen
(13.01.19) Der dänische Kutter ‚RI 524 - James Robert‘, 45 BRZ (MMSI-Nr.: 219660000), der in der Nacht zum 12.1. in der Nordsee 41 Meilen westlich von Holmsland Klit leckgeschlagen und aufgegeben worden war von seiner Crew, wurde im Laufe des Tages mehrfach von anderen Schiffen in der See treibend gesichtet. Das dänische SAR-Schiff ‚Esvagt Carina’ (IMO-Nr.: 9378503) machte sich auf den Weg zu dem Kutter, der sich 30 Meilen westlich von Esbjerg befand. Es sollte nun versucht werden, den Havaristen in den Hafen einzuschleppen. Dabei assistierten auch das Fischereischutzschiff ‚Esvagt Beta‘ (IMO-Nr.: 8817746) und das Rettungsboot ‚FRB 82‘ (MMSI-Nr.: 219017938).
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff ‚Forever Lucky’ sitzt fest
Flusskreuzfahrtschiff ‚Forever Lucky’ sitzt fest
(Bild: Coast Guard District Palawan)   Großbild klick!

Flusskreuzfahrer sitzt auf philippinischem Riff
(13.01.19) Das philippinische Flusskreuzfahrtschiff ‚Forever Lucky’, 3.850 tdw, lief am 7.1. rund 15 Meilen nordöstlich der Insel Cagayancillo bei Barangay Nusa in der philippinischen Palawan-Provinz auf Grund, nachdem es sich bei Nordwest-Monsun von einem Schlepper losgerissen hatte. Es war unterwegs von Bataan nach General Santos zu Reparaturarbeiten. Die 15-köpfige Crew wurde unversehrt von Bord evakuiert und nach Puerto Princesa gebracht.
Am 12.1. lag der Havarist weiter auf dem Riff fest. Eine philippinische Bergungsfirma, voraussichtlich Harbor Star, sollte es von dort abschleppen. Taucher der philippinischen Coastguard untersuchten den Rumpf auf Schäden.
Am 11.1. traf die BRP ‚Ramon Alcaraz (FF 16)‘ der Marine am frühen Morgen an der Strandungsstelle ein, um Assistenz zu leisten. Eine größere Ölverschmutzung wurde nicht befürchtet, da sich maximal 1,5 Tonnen Kraftstoff in den Tanks befanden. Am 2.7.2018 war das Schiff in Orion, Bataan, gestoppt worden, als es mit 139 Philippinos an Bord, die illegal arbeiten wollten, nach Mikronesien auslaufen wollte.
Danach war es beschlagnahmt worden, hatte für die Überführung in ein Trockendock nun aber eine Fahrtgenehmigung erhalten. Es handelte sich bei der ‚Forever Lucky‘ um eines von 27 baugleichen, je 130 Meter langen Schiffen, die auf ostdeutschen Werften zwischen 1983 und 1991 erbaut wurden mit einer Kapazität für 300 Passagiere und einer 100-köpfigen Crew. Drei von ihnen wurden Anfang der 90er Jahre nach China verkauft und dort huckepack hin transportiert. Sie wurden als Fahrgastschiffe, Casinos und Hotels eingesetzt und eines ging später in die Philippinen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischtransporter lief auf Grund
(13.01.19) In der Nacht zum 13.1. lief der norwegische Fischfrachter ‚Ringaskjær‘, 420 BRZ (IMO-Nr.: 6700638), der am 11.1. um 8.20 Uhr aus Skjervøy ausgelaufen war, zwischen Hekkingen und Senja auf Grund und schlug leck. Binnen mehrerer Stunden wurde die Ladung von 300 Tonnen Hering geleichtert.
Dann wurde der Havarist von einem NSSR-Boot wieder flottgemacht. Am 13.1. um 10.40 Uhr ging er bei Eidkjosen auf Position 69° 40.34' N 018° 44.97' O zu Inspektionen vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



LPG-Leck auf Tanker in Bohai-See/China
(13.01.19) Aus einem schadhaften Ventil trat am 12.1. um 10.30 Uhr Gas aus einem Tank des südkoreanischen LPG-Tankers ‚No.5 SJ Gas’, 3540 BRZ (IMO-Nr.: 9196333), auf der Reede von Dongying in der Shandong-Provinz aus. Er hatte 1.850 Tonnen LPG, die für den Hafen bestimmt waren, in Korea geladen. Beim Festmachen wurde der Schaden entdeckt.
Der Kapitän bat die Behörden um einen Ankerplatz, um diesen dort zu beheben. Während dieser Arbeiten kam es zu Gasaustritt. Der Tanker wurde in eine sichere Distanz zu anderen Schiffen gebracht und eine Sicherheitszone von drei Meilen eingerichtet. Die Gaskonzentration war allerdings unterhalb einer Explosionsgefährdung. Die 15-köpfige Crew, fünf Myanmaren, fünf Südkoreaner und fünf Indonesier. blieb an Bord. Der Schlepper ‚Ling Hang Tuo 8‘ (MMSI: 412331530) ging beim Schiff auf Standby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Truck stürzte von abbrechender Rampe ins Wasser
(13.01.19) Beim Beladen der indonesischen Fähre ‚Muria’, 419 BRZ (IMO-Nr.: 8998772), im Hafen von Tanjung Uban brach am Abend des 11.1. die Rampe ab. Ein Truck, der gerade an Bord fahren wollte, stürzte ins Wasser. Der Lkw-Fahrer, der sich im Führerhaus befand, als sich der Unfall ereignete, konnte gerettet werden und wurde medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Döhle-Frachter verursachte Ölverschmutzung
(13.01.19) Der portugiesische Frachter ‚Nauma’, 4990 BRZ (IMO-Nr.: 9362827), der Hamburger Peter Döhle Schifffahrts KG verursachte am 12.1. in den Gewässern von Fremantle eine Ölverschmutzung, die einen Schaden von mehreren hunderttausend Dollar anrichtete. Gegen ein Uhr kam es an Liegeplatz 11 am Nordostende des Binnenhafens zu dem Ölverlust. An beiden Schiffsenden wurden Ölsperren ausgelegt.
Die Fremantle Ports Authority rechnete mit mehrtägigen Reinigungsarbeiten. Taucher wurden gerufen, um den Rumpf zu inspizieren in Hinblick auf das Risiko weiterer Ölaustritte. Am 13.1. lag das Schiff weiter auf Position 32° 2.42' S 115° 44.93' O im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



LPG-Tanker offenbar Unfallgegner bei Kollision vor Tongyeong
(13.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker ‚Koeta’, 3381 BRZ (IMO-Nr.: 9189017), war offenbar das zunächst unbekannte Schiff, das am 11.1. gegen fünf Uhr den 10-Tonnen-Kutter ‚Mujeok‘ rund 40 Meilen südlich von Yokji Island, Tongyeong überlaufen hatte, wobei drei Menschen, darunter der 59-jährige Skipper, ums Leben kamen und zwei weitere bislang vermisst blieben. 10 Schiffbrüchige hatten in der Ostchinesischen See gerettet werden können, einer von ihnen war bereits bewusstlos und starb ebenfalls im Krankenhaus.
Der LPG-Tanker, der von Ulsan nach China unterwegs war, wurde angewiesen, Tongyeong zur Untersuchung anzusteuern. Dort sollten der Kapitän und der philippinische Wachoffizier, der zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Brücke war, vernommen werden. Das kieloben treibende Wrack der gekenterten ‚Mujeok‘ sollte in einen Hafen geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vietnamesischer Kutter zwei Wochen nach Auslaufen kieloben im Meer entdeckt
(13.01.19) Ein Bergungsteam aus der Zentralprovinz Khanh Hoa sollte vor der Ba Ria-Vung Tau Provinz das Wrack des vietnamesischen Kutters ‚KH 90208 TS‘ abschleppen, das von der ‚BV 95838 TS‘ am 11.1. um 10.40 Uhr rund 160 Meilen südöstlich von O Cap Cape in der Ba Ria-Vung Tau Provinz entdeckt worden war. Nur noch der Bug ragte aus dem Wasser. Das Schiff war mit einer 10-köpfigen Crew an Bord am 27.12.2018 aus Hon Ro Port in Nha Trang City in der Khanh Hoa-Provinz ausgelaufen.
Der letzte Kontakt bestand am 29.12. Nach der Entdeckung wurden Marine und Coast Guard angewiesen, nach Opfern des Schiffbruchs zu suchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker von Korallenriff gezogen
(14.01.19) Am Abend des 10.1. gelang es, den unter Cook Islands-Flagge laufenden Tanker ‚Ocean Princess’, 2393 BRZ (IMO: 8601496), der in den Gewässern vor dem Dorf Aemoli in der indonesischen Alor Regency gestrandet war, mit einem Schlepper aus Singapur wieder flottzumachen. Er wurde zu einem Ankerplatz auf tiefem Wasser unweit der Strandungsstelle gezogen. Am 13.1. trafen Teams des Fischereiministeriums der Nusa Tenggara Provinz und der Meeresüberwachung ein, um die Schäden am Korallenriff, auf dem der Tanker seit dem 28.12.2018 aufgesessen hatte, zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden an der ‚Wikanda Naree‘
Bugschaden an der ‚Wikanda Naree‘
(Bild: Tina Shishkanova)   Großbild klick!

Bulkcarrier beim Auslaufen aus Chornomorsk/Ukraine beschädigt
(12.01.19) Der thailändische Bulkcarrier ‚Wikanda Naree‘, 32661 BRZ (IMO-Nr.: 9353682), kollidierte am 10.1., als er aus dem Hafen von Chornomorsk in der Ukraine auslaufen wollte, mit einer Kaianlage. Dabei kam es zu erheblichen Schäden am Bug und im Rumpfbereich, sodass das Schiff die Reise nicht fortsetzen konnte.
Es wurde gelöscht und ging anschließend am Morgen des 11.1. ins Schwimmdock des Chornomorsk Ship Repair Yard, um die Deformationen und Beulen ausbessern zu lassen. Hier machten sich Schweißer daran, die Schäden zu beseitigen.
Quelle:Tim Schwabedissen
Reparatur des Bugschadens
Reparatur des Bugschadens
(Bild: Tina Shishkanova)   Großbild klick!










Kutter nach Tarragona eingeschleppt
(12.01.19) Am 11.1. erlitt der 16 Meter lange spanische Kutter ‚Agustí Bondia’ (MMSI-Nr.: 224346760) einen Maschinenausfall und trieb manövrierunfähig rund acht Meilen vor dem Hafen von Tarragona. Nachdem die Crew um Assistenz gebeten hatte, lief von dort das SAR-Boot ‚Salvamar Fomalhaut‘ (MMSI-Nr.: 225987905) von Salvamento Marítimo aus und nahm den Havaristen auf den Haken.
Er wurde um 15.15 Uhr in den Hafen eingeschleppt. Die SAR-Operation wurde koordiniert vom CCS Tarragona.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Chemikalientanker ‚Chem Norma‘
Archivbild Chemikalientanker ‚Chem Norma‘
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Solent: Ventilschaden vor Beachy Head
(12.01.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Chemikalientanker ‚Chem Norma‘, 11939 BRZ (IMO-Nr.: 9486192), musste am 11.1. auf Position 50 27.92 N, 000 11.50 O rund 16 Meilen südlich von Beachy Head stoppen, weil ein Ventil an der Hauptmaschine schadhaft war und ausgetauscht werden musste. Die Crew meldete der Solent Coastguard nach drei Stunden, mit der Reparatur fertig zu sein. Der Tanker hatte 10,507 Tonnen flüssigen Dünger geladen und war von Vlissingen nach Rouen unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hvide Sande: Kutter vor Holmsland Klit aufgegeben
(12.01.19) Der 18 Meter lange, dänische Kutter ‚RI 524 - James Robert‘ (MMSI-Nr.: 219660000) erlitt am Abend des 11.1. bei stürmischem Wetter auf der Nordsee rund 41 Meilen westlich von Holmsland Klit Wassereinbruch. Die fünfköpfige Crew setzte einen Notruf an Lyngby Radio ab. Von der dänischen Armee stieg ein SAR-Hubschrauber in Skrydstrup auf.
Gleichzeitig nahm der unter Portugalflagge laufende Bulkcarrier ‚Gisela Oldendorff‘, 44128 BRZ (IMO-Nr.: 9702601) der Oldendorff Carriers GmbH & Co. in Lübeck, der von Ust-Luga nach Amsterdam unterwegs war und sich in der Nähe der gemeldeten Position befand, Kurs auf den Havaristen, um eingreifen zu können, falls dieser sinkt. Doch der Helikopter kam noch rechtzeitig und winschte die Fischer, einen Dänen und vier Polen, vom Kutter auf.
Sie wurden nach Esbjerg geflogen und dort medizinisch betreut. Sie hatten den Unfall unversehrt überstanden. Der verlassene Kutter trieb weiter vor der dänischen Westküste und stellte eine Gefahr für die übrige Schifffahrt dar. Gegen Mitternacht stoppte die Übertragung des AIS-Signals, was bedeuten könnte, dass die ‚James Robert‘ gesunken war. Dies konnte aber noch nicht mit Sicherheit bestätigt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Crewmitglieder werden noch gesucht
(Bild: ongkong Fire Department)   Großbild klick!

Taucher suchen nach vermissten Crewmitgliedern
(12.01.19) Taucher haben damit begonnen, das Wrack des Tankers ‚Aulac Fortune‘ vor Hongkong nach den zwei noch vermissten Crewmitgliedern zu durchsuchen. Sie waren auf dem Hauptdeck und den Ladetanks unterwegs, ohne bislang von ihnen eine Spur zu finden. Geplant war, auch in weitere Schiffsbereiche wie den Maschinenraum vorzudringen.
Die Suche wurde erschwert dadurch, dass sich 20 Fuß Wasser in den Räumen des 30 Grad auf der Seite liegenden Wracks befanden. Darin lagen oder hingen viele Trümmer, die sich mit dem Arbeiten des Schiffes bei Wind und Strömung bewegten und die Taucher, die null Sicht im verölten Innern hatten, zusätzlich gefährdeten. Mindestens drei der Tanks sowie das Oberdeck waren schwer beschädigt, das Schiff aber soweit stabil.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Sete abgeschleppt
(12.01.19) Am Nachmittag des 11.1. erlitt der französische Trawler "Stéphane-Cardone", 100 BRZ (MMSI-Nr.: 227311010), eine Meile vor dem Hafen von Sète einen Maschinenausfall und trieb in der See. Die SNSM wurde vom Semaphor verständigt und schickte das Rettungsboot ‚Admiral Leenhardt‘ zu dem Havaristen. Die freiwilligen Seenotretter nahmen ihn auf den Haken und zogen ihn zurück nach Sete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stromführerboot sank in Linz/Österreich
(12.01.19) Im Linzer Winterhafen ein altes Stromführerboot gehoben. Der Eigner hatte das am Gästesteg der Via Donau liegende Schiff renovieren wollen, als es durch einen Wassereinbruch komplett versank. Taucher brachten Auftriebskörper am Wrack an, dann wurde es mit einem Mobilkran zurück an die Wasseroberfläche gebracht und mit Pumpen gelenzt.
Das Schiff wurde dann provisorisch wieder abgedichtet. Nun hatte es wieder Oberwasser im Winterhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermessungsschiff trieb auf dem Rhein
(12.01.19) Der Schiffsführer zwischen Zons und Urdenbach verkehrenden Fähre ‚Niederrhein‘ kam am 10.1. gegen 19.30 Uhr dem Vermessungsschiff ‚Konz‘ aus Emmerich zu Hilfe, das ein Stück rheinaufwärts von Zons nach einem Maschinenausfall in Schwierigkeiten geraten war. Die zweiköpfige Crew setzte einen Notruf ab. Über Funk wurden sie darüber informiert, dass sie auf den Zonser Fähranleger zutrieben.
Daraufhin wurde Kontakt zwischen den beiden Schiffen hergestellt. Die Fähre setzte sofort Fahrgäste ab und nahm das Vermessungsschiff an Steuerbordseite längsseits. Mit Hilfe von zwei Tampen wurde die ‚Konz‘ gesichert und zunächst an die Rampe des Zonser Fähranlegers geschleppt. Hier wurde sie provisorisch festgemacht.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften hatte sich unteressen bereits auf den Weg nach Zons gemacht. Allein die Feuerwehr Dormagen war mit bis zu 57 Kräften und mehreren Löschzügen vor Ort. Die Wasserschutzpolizei rückte aus, ein Hubschrauber wurde angefordert, und weitere Unterstützung kam aus Neuss und Düsseldorf.
Insgesamt hatten Boote die Einsatzstelle angesteuert, zwei aus Köln und jeweils eines aus Dormagen, Monheim und Neuss. Die Dormagener DLRG wurde zwar alarmiert, musste aber nicht eingreifen. Im Zusammenspiel der Einsatzkräfte wurde das Vermessungsschiff von der Fähre losgemacht und nach kurzer begleiteter Treibfahrt von einem Feuerwehrlöschboot aufgefangen. Dieses bugsierte die ‚Konz‘ zu einem nahegelegenen Liegeplatz am Steiger der Schifffahrtsgesellschaft Köln-Düsseldorfer (KD). Für die beiden Männer wurden zur Übernachtung Hotelzimmer in Zons besorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor Marapokot evakuiert
(12.01.19) Die 40 Meter lange, indonesische Fähre ‚Sangke Palangga‘, 560 BRZ (MMSI-Nr.: 525001042), lief am 11.1. gegen drei Uhr mit 83 Passagieren und einer 28-köpfigen Crew an Bord auf ein Riff fünf Meilen vor dem Hafen von Marapokot an der Nordküste von Zentral-Ost Nusa Tenggara in der Flores-See. Sie war unterwegs von Jamoea in Süd-Sulawesi tozum Marapokot Mbay Port in der Nagekeo Regency. Die indonesische Marine schickte das Schnellboot KM ‚Hidayatulah’ zur Unglücksstelle, das begann, die Fahrgäste, 72 Erwachsene und 11 Kinder, über die Heckrampe abzubergen.
Sie wurden um 9.45 Uhr unversehrt nach Marapokor gebracht. Die Crew blieb an Bord, um das auf Position 08°26'6.84? S 121°17’49.62? O festsitzende Schiff mit der Flut wieder zu befreien. Vor Ort waren Wellenhöhen von einem halben Meter und Windgeschwindigkeiten von 20 Knoten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Puerto Cortés/Honduras
(12.01.19) Der Frachter ‚Trinidad Trader‘, 9932 BRZ (IMO-Nr.: 9675808), kollidierte am 11.1. um 14.15 Uhr mit dem stählernen Aufprallschutz vor dem Kai 5C in Puerto Cortés, Honduras, als er von Caucedo in der Dominikanischen Republik kommend seinen Liegeplatz ansteuerte. Ein Assistenzschlepper konnte den Aufprall nicht verhindern. Nach der Havarie wurde der Frachter zu einem Ankerplatz zur Untersuchung geschleppt, ehe er um 18 Uhr erneut den Hafen ansteuerte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ternvind mit Mängeln in Brunsbüttel
(12.01.19) Am 10.1. haben Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel den unter dänischer Flagge fahrenden Tanker ‚Ternvind‘, 7321 BRZ (IMO-Nr.: 9425356) im Ölhafen Brunsbüttel einer MARPOL- Kontrolle unterzogen und dabei einige Mängel entdeckt. Bei der Kontrolle der Wartungsintervalle für die Abwasseraufbereitungsanlage stellten die Polizisten fest, dass keine genügende Wartung der Anlage stattgefunden hat. Die Anlage war dadurch stark verschmutzt.
Weiterhin fiel auf, dass wichtige Leitungen verstopft waren. Eine anschließende Beprobung des Abwassers lieferte keinen Nachweis auf das Desinfektionsmittel Chlor, so dass der Tanker nicht ausreichend desinfiziertes Abwasser in das deutsche Küstenmeer abließ. Gegen den verantwortlichen Ersten Maschinisten leiteten die Beamten ein Bußgeldverfahren ein.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie setzte eine Sicherheitsleistung von 800 Euro fest. Um 18.30 Uhr durfte das Schiff auslaufen und machte um 21.40 Uhr in Hamburg-Kattwyk fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff trieb bei Neuses über Wehr
(12.01.19) In der Nacht zum 10.1. wurde ein unbemanntes Arbeitsschiff, das seit einigen Wochen im Wehrarm des Main-Donau-Kanales bei Neuses an der Regnitz im Oberwasser Arbeiten durchführte, aus bisher ungeklärten Gründen abgetrieben. Erst eine Klappe des Neuseser Wehrs, die zur Regulierung des Wasserstands dient, setzte der unkontrollierten Fahrt ein Ende. Das Schiff lief aber mit dem Bug über eine Wehrklappe hinaus und kam dann an deren Zacken fest.
Es ragte nun teilweise über das Wehr hinaus und somit über dem Unterwasser. Eine Absturzgefahr bestand jedoch nicht. Die Bergung dürfte aufgrund der schwierigen Bedingungen aber noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Schadenshöhe wird erst danach abgeschätzt werden können. Die Wasserschutzpolizei Bamberg hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erstes Bergungsschiff erreicht die Ems
(12.01.19) Das unter Panama-Flagge laufende Bergungsschiff ‚Atlantic Tonjer" (IMO-Nr.: 8205620) traf am 11.1. gegen 21 Uhr im Gebiet der Ems ein, um den ersten Container, den die ‚MSC Zoe‘ verlor, zu bergen. Er befand sich oberhalb der Rottumerplate im Fahrwasser. Ein zweites Schiff, das Suchaufgaben durchführen sollte, blieb wegen des schlechten Wetters in dem Seegebiet am 12.1. im Hafen von IJmuiden.
Die Atlantic Tonjer kann mehrere Container an Bord lagern und muss deshalb nicht nach jeder einzelnen Bergung in den Hafen zurück. Von den insgesamt 291 verlorenen Containerm wurden bislang 238 geortet. 18 trieben an, davon einer in Deutschland. Die Bergung wird mehrere Monate dauern. Am 12.1. lag die ‚Atlantic Tonjer‘ wegen der stürmischen See bei Ijmuiden vor Anker, wo sie am 10.1. eingelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf letzter Reise
(12.01.19) Am Morgen des 11.1. ging der französische Frachter ‚Kura Ora II‘, 1113 BRZ (IMO-Nr.: 7813391), von Papeete aus auf seine letzte Reise. Der französisch-polynesische Schlepper ‚Aito Nui‘ (MMSI-Nr.: 546000200) zog das ausgediente Schiff zu seiner Versenkungsposition. Von Februar bis Dezember 2018 war der Rumpf gereinigt worden, um es auf seine neue Rolle als künstliches Riff vorzubereiten.
Die Eigner waren 2016 pleite gegangen. Bis dahin hatte das Schiff Versorgungsaufgaben im Tuamotu Archipel durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gaffelketsch ‚Oline‘ gesunken
Gaffelketsch ‚Oline‘ gesunken
(Bild: Polizei Flensburg)   Großbild klick!

Flensburg: Eigner kaufte 'Oline' für 1,30 Euro und einen Kasten Bier
(11.01.19) Von der im Flensburger Museumshafen am 9.1. gesunkenen Gaffelketsch ‚Oline‘ gingen keine Umweltgefahren aus. Der Zweimaster war schon lange marode und nicht mehr fahrtüchtig, und weder Motor noch Getriebe waren noch an Bord. Deshalb konnte auch kein Treibstoff in die Förde laufen.
Die Polizei hat ihre Ermittlungen bereits eingestellt. Wann und wie das Wrack geborgen werden kann, war aber derzeit ebenso unklar wie die Übernahme der Kosten dafür. Die ‚Oline‘ sank an einem Anlieger, der von der Flensburger Museumswerft gepachtet war.
Werftleiter Uwe Kutzner wollte dem Eigner des Schiffes jetzt eine mehrwöchige Frist für die Bergung setzen, fürchtete aber schon jetzt, dass die Museumswerft auf den Kosten sitzen bleibt. Der Eigner hatte die ‚Oline‘ Mitte Dezember für nur 1,30 Euro und einen Kasten Bier übernommen. Das Schiff war seit 2011 im Besitz von Tonco Sander aus Groningen gewesen und seitdem unter niederländischer Flagge mit Heimathafen Delfzijl eingetragen. Sander hatte aber schon im vergangenen September, kurz vor dem 140-jährigen Geburtstag der ‚Oline‘, eingeräumt, dass er die notwendigen Reparaturkosten von 400.000 Euro nicht aufbringen könnte. Am 17.12. verkaufter er das Schiff und wollte daher keine Verantwortung mehr tragen.
Seit dem Verkauf gab es aber immer wieder Differenzen zwischen dem neuen Eigner und der Museumswerft. Dabei ging es meistens um die Stromversorgung für die Pumpen, das leckende Schiff über Wasser halten sollten, was nun offenkundig nicht mehr gelang.
Entweder wurden die Lenzpumpen über Nacht nicht richtig mit Strom versorgt, oder der starke Nordwestwind verursachte eine Leckage. Warum das Schiff unterging, wird sich erst feststellen lassen, wenn es geborgen ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler ‚Northguider‘ vereist
(Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Sturm unterbricht Arbeiten an gestrandetem Trawler
(11.01.19) Nachdem 85 Kubikmeter der insgesamt 320 Tonnen Diesel binnen 10 Stunden von dem Trawler ‚Northguider‘ in der Hinlopen Strait nördlich von Spitzbergen abgepumpt waren, mussten die Arbeiten am Abend des 9.1. wegen eines aufziehenden Sturms unterbrochen werden. Bis dahin waren sie schneller als erwartet und ohne Probleme vorangegangen. Der Kraftstoff wurde in 1.000-Liter-Kunststofftanks gesammelt, den RIBs dann zum Patroullienboot ‚Svalbard‘ transportieren, die insgesamt 600 Tonnen aufnehmen kann.
Sie hatte Boote und Tanks in Longyearbyen geladen und war am 8.1. zur Strandungsstelle zurückgekehrt. Am 12.1., so war die Hoffnung, würde sich der Wind soweit gelegt haben, dass mit dem Abpumpen, für das noch drei Tage geschätzt wurden, weitergemacht werden kann. Bis dahin zog sich die ‚Svalbard‘ zu einem geschützten Ankerplatz in der Hinlopen Strait zurück, von der sie schnell wieder vor Ort sein konnte.
Die ‚Northguider‘ lag unterdessen weiter stabil auf Grund. Auch zogen derzeit Eisfelder, die die Arbeiten behindern könnten, weiter nördlich der Strandungsstelle ihres Weges. Mit dem Bordhubschrauber des Küstenwachschiffs sollten sie beobachtet und überwacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vorbereitungen an der ‚Baltic Breeze‘
(Bild: Josip Pecik)   Großbild klick!

Baltic Breeze auf letzter Reise
(11.01.19) Am Abend des 10.1. war es endgültig soweit – der unter Singapur-Flagge laufende Autotransporter ‚Baltic Breeze‘, 29979 BRZ (IMO-Nr.: 8312590), wurde von dem Schlepper ‚Bremen Fighter‘ wird nach elfwöchiger Aufliegezeit an der Seebäderbrücke in Cuxhaven weggezogen, um in Aliaga abgewrackt zu werden. Dort soll der Schleppzug am 3.2. eintreffen. Seit dem Morgen hatten Mitarbeiter der dänischen Reederei DFDS Seaways das Schiff für den Abtransport vorbereitet.
Zunächst wurden alle technischen Gerätschaften von Bord gebracht. Anschließend wurden die notwendigen Schleppverbindungen zwischen dem Schiff und den Schleppern hergestellt. Der Autocarrier der Reederei UECC (United European Car Carriers), wurde schließlich von insgesamt drei Schlepper, neben der ‚Bremen Fighter‘ noch die ‚Blexen‘ der Unterweser Reederei sowie der ‚Wulf 9‘ der Reederei Otto Wulf vom Kai wegbugsiert, wo es seit dem 14.10. gelegen hatte.
Als es am 12.10. von Drammen in Norwegen nach Cuxhaven verlegt werden sollte, brach beim ersten Ansteuern von Cuxhaven vor Helgoland im Maschinenraum ein Feuer aus. Wie sich seither herausstellte, war der 34 Jahre alte Frachter daraufhin nicht mehr reparaturwürdig. Es war die letzte einer Reihe von Havarien des Schiffes in den vergangenen Jahren.
Am 31.7.2012 hatte sich die ‚Baltic Breeze’ in Emden von seinem Liegeplatz im Sturm losgerissen und kollidierte mit dem unter Panama-Flagge laufenden Autorfrachter ‚Marina Ace‘. Drei Fischer kamen ums Leben, als sie am 1.4.2014 mit dem spanischen Kutter ‚Mar de Marin, 185 BRZ (IMO-Nr.: 8808721), vor Vigo zusammenstieß, der binnen Minuten sank. Am 5.4. waren die Schäden am Autofrachter ausgebessert, und am 7.4. lief er wieder aus.
Am 29.9.2014 kollidierte der Autofrachter ‚Neckar Highway‘ (IMO-Nr.: 9179995) auf der Fahrt von Grimsby nach Malmö mit der ‚Baltic Breeze‘ in der Pierre Vandamme-Schleuse in Zeebrügge, als diese nach Sheerness auslaufen wollte. Sie wurde danach von den Schleppern ‚Smit Lion‘ und ‚Smit Kiwi‘ auf den Haken genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief bei Palawan/Philippinen auf Grund
(11.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚Forever Lucky‘, 4405 BRZ (IMO-Nr.: 9003653), lief auf der Fahrt von Bataan auf den Philippinen nach General Santos, wo er hätte gedockt werden sollen. am 7.1. in den Gewässern von Palawan auf Grund. Die 17-köpfige Crew wurde abgeborgen. Vor einem Bergungsversuch wollten die örtlichen Behörden zunächst den Zustand des Havaristen untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Oban/Schottland eingeschleppt
(11.01.19) Der 18 Meter lange, englische Kutter ‚Emma Jane – SE 101‘ (MMSI-Nr.: 232006960) erlitt am 9.1. mit einer sechsköpfigen Crew an Bord durch einen Fehler in der Elektrik einen Ausfall der Hauptmaschine auf Position 056 11 41.4 N, 007 03 30.0 W, rund 22 Meilen westsüdwestlich von Iona. Ein anderer Kutter, die ‚Annie’, kam zu Hilfe und nahm den Havaristen am Nachmittag auf den Haken und zog ihn binnen siebeneinhalb Stunden nach Oban. Beim Einlaufen assistierte das dortige RNLI-Rettungsboot, und um 22.20 Uhr wurde die SAR-Operation abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Yantian Express unter Kontrolle
(10.01.19) Am 10.1. meldete die Hamburger Reederei Hapag Lloyd, dass der Brand auf der ‚Yantian Express’ unter Kontrolle gebracht werden konnte. Fünf Mann wurden an Bord abgesetzt und das Schiff nun von der ‚Maersk Mobiliser’ 800 Meilen vor Kanada auf den Haken genommen. Von dort steuerte noch ein dritter Schlepper den Verband zur Assistenz an und sollte ihn am 13.1. erreichen.
Die ‚Smit Nicobar‘ setzte unterdessen mit ihren Löschmonitoren die Brandbekämpfung fort. Alle Decksfracht in Bay 12 und davor wurde vom Feuer betroffen, ebenso alle Ladung in Luke 1 (Bay 1-9). Es wurde davon ausgegangen, dass auch die gesamte Ladung in Luke 2 (Bay 11-17) von Feuer, Hitze, Rauch und Löschwasser beschädigt wurde, ebenso wie Fracht in den angrenzenden Bereichen.
Sämtliche Kühlcontainer in Bay 1-24 waren ohne Elektrizitätsversorgung seit dem Brandausbruch. Die übrigen Kühlbereiche wurden weiterhin mit Energie versorgt. Sobald eine weitere Schadensübersicht vorhanden war, wollte Hapag Lloyd ihre Kunden umgehend informieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Container gingen in Kaoshiung/Taiwan über Bord
(11.01.19) 13 20-Fuß-Container gingen von dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Frachter ‚Seamax New Haven‘, 90449 BRZ (IMO-Nr.: 9293777), bei Ladeoperationen im Hafen von Kaohsiung am Nachmittag des 9.1. über Bord. Keiner von ihnen sank, sondern sie trieben durch den Hafen und gefährdeten die übrige Schifffahrt.
Bis 20 Uhr war es erst gelungen, drei der Boxen wieder aufzufischen. Der Frachter selbst verließ Kaohsiung am 10.1. und machte am selben Tag in Taipei fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung gesunkenen Fahrgastschiffs hat begonnen
(11.01.19) Am 9.1. hat die Bergung des in Köln gesunkenen, 63 Meter langen Fahrgastschiffs ‚Pure Liner 2‘ begonnen. Das Wrack wurde mit dem Kranschiff ‚Hebolift 6‘ und der ‚Hebocat 15‘ von Hebo-Maritime, der am Vorschiff angeschlagen worden war, angehoben. Dieser war bereits am Vortag in dem Hafenbecken in Stellung gegangen. Zur Unterstützung führte der Schlepper ‚Catharina 10‘ (MMSI-Nr.: 211512540) noch einen weiteren Kran aus Holland heran. Die Dauer der Bergung war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier lief bei Virginia Beach/USA auf Grund
(11.01.19) Die US Coast Guard assistierte am Morgen des 10.1. dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier ‚JSW Salem‘, 91412 BRZ (IMO-Nr.: 9537721), der rund 2,5 Meilen östlich von Virginia Beach am Morgen des 10.1. auf Grund gelaufen war. Er war am 9.1. gegen 21 Uhr aus Baltimore nach Inixy, Indien, ausgelaufen. Der Frachter kontaktierte die Coast Guard Hampton Roads in Portsmouth, nachdem er unweit der Cape Henry-Tonne #4 mit einer Ladung von 120,000 Tonnen Kohle und einer 26-köpfigen Crew an Bord festgekommen war. Ein 45-Fuß-Boot lief von der Station Little Creek aus, und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter machte sich von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, auf den Weg zum Havaristen.
Mit der auflaufenden Flut gelang es der ‚JSW Salem‘ fünf Stunden nach der Strandung, sich ohne Assistenz selbst wieder zu befreien. Das Küstenwachboot eskortierte sie dann zu einem Ankerplatz eine Meile vor Virginia Beach. Dort begann die Coast Guard mit ihren Untersuchungen zur Havarie.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank in Duluth/Minnesota
(11.01.19) Am 10.1. sank bei der Blatnik Bridge in Duluth-Superior Harbor der 45 Fuß lange Trawler ‚A.E. Clifford‘ im Eis. Das Schiff war 1947 als Eisbrecher erbaut und später zum Fischereifahrzeug der Sivertson Fisheries umgebaut worden. Eine Ölsperre wurde an der Untergangsstelle ausgelegt.
Die US Coast Guard schickte Taucher, die das Wrack untersuchten. Noch am selben Tag wurde es mit einem Mobilkran wieder gehoben, nachdem das Eis über dem Schiff weggehackt worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker erlitt Maschineausfall vor Magdalen Islands/Kanada
(11.01.19) Der unter Barbados-Flagge laufende Chemikalientanker ‚Mirella S‘, 12776 BRZ (IMO-Nr.: 9298351), erlitt am 8.1. um 1.45 Uhr einen Ausfall der Hauptmaschine auf Position 048 14 17.9 N, 061 46 24.1 W, rund 43 Meilen westnordwestlich des Grande-Entree, Magdalen Islands, Quebec. Die Crew führte Reparaturen durch, während das Schiff in der See trieb, und dann nahm der Tanker wieder Fahrt auf. 40 Meilen vor dem Grande Entree stoppte es für eine Inspektion und nahm dann ohne weitere Arbeiten Kurs auf New York.
Quelle:Tim Schwabedissen


Raddampfer rutschte vom Slip ins Wasser
(11.01.19) Arbeiter mussten fliehen, als der Versuch, den historischen Raddampfer ‚Maid of the Loch‘ in Loch Lomond/Schottland aufzuslippen, dramatisch fehlschlug. Während es zur Ausführung von Restaurierungsarbeiten hochgezogen wurde, brachen die Verbindungen, und das Schiff rutschte unkontrolliert zurück ins Wasser. Danach wurde es zunächst zur Balloch Pier zurückgebracht und die Arbeit für den Tag abgebrochen, um zu klären, was schiefgegangen war.
Das 1953 in Dienst gestellte Schiff war seit 1981 nicht mehr im Betrieb und zusehends verfallen. Die schottische Regierung gab für das Restaurierungsprojekt 950,000 Pfund. Weitere 50,000 Pfund steuerte die Paddle Steamer Preservation Society bei. Damit will die Loch Lomond Steamship Company (LLSC) Rumpf und Maschine reparieren. Insgesamt werden für eine umfassende Restaurierung 5,5 Millionen Pfund benötigt.
Sobald weitere 1,7 Millionen eingeworben wurde, wird der Heritage Lottery Fund die fehlenden 3,8 Millionen freigeben. Die LLSC hofft, dass sowohl Schiff wie auch Slipanlage den Status eines Industriemuseums erhalten. Dazu sollen sowohl das Hauptdeck wie auch die Salons in ihrem 50er-Jahre-Stil wiederhergestellt und die Maschine betriebsfähig gemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach Containern der MSC Zoe wieder aufgenommen
(11.01.19) Die Wetterbedingungen hatten sich am 10.1. so weit verbessert, dass die Suche nach den noch verschwundenen der insgesamt 291 verlorenen Containern der ‚MSC Zoe‘ mittels Sonar wieder möglich war. Die ‚Neuwerk‘ und die ‚Atair‘ suchten das Seegebiet ab. Die ‚Paapsand‘ war im Emsgebiet im Einsatz. Dort sammelt derweil die ‚Gustav Meyer‘ Treibgut. Die Suche mittels Sonar hat bisher etwa 140 Kontakte ergeben.
Nun mussten diese Kontakte daraufhin untersucht werden, ob es sich um Container der ‚MSC Zoe‘ oder andere Gegenstände handelte. Die Strände wurden im Lauf des Tages mit einem Hubschrauber abgeflogen. An der Festlandküste westlich von Norden befanden sich auf einer Länge von sechs Kilometern Ladungsanlandungen, die von zehn Mitgliedern des Technischen Hilfswerks (THW) Norden eingesammelt wurden.
Ein erstes niederländisches Bergungsschiff sollte eigentlich am 11.1. an der Emsmündung nahe der deutschen Grenze eintreffen und dort zunächst zwei Container bergen. Es lag aber noch in Ijmuiden, um die notwendige Ausrüstung zu erhalten. Deshalb dürften die Arbeiten erst am Wochenende beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Tote und zwei Vermisste bei Schiffsunglück vor Korea
(11.01.19) Drei Personen kamen am 10.1. vor der Südküste von Südkorea ums Leben, als ihr 10-Tonnen-Kutter ‚Mujeok‘ gegen fünf Uhr mit 12 Anglern und einer zweiköpfigen Crew an Bord mit einem 3.000-Tonnen-Frachter aus Panama rund 80 Kilometer vor Yokji Island gegen fünf Uhr Wassereinbruch erlitt und sank. Zwei von ihnen, darunter der 59-jährige Skipper, wurden tot geborgen, ein dritter war bewusstlos. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er wenig später starb. Ein weiterer Geretteter war ebenfalls bewusstlos und in kritischem Zustand, zwei Personen wurden noch vermisst. Die Suche durch die Coastguard dauerte an. Der Frachter wurde zur Untersuchung nach Tongyeong Port eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier saß auf Mississippi fest
(11.01.19) Der liberianische Bulkcarrier ‚Pictor‘, 76598 BRZ (IMO-Nr.: 9254563), lief am 10.1. um 9.20 Uhr auf Position 029 11 40 N, 089 16 09 W nahe 12 Mile Anchorage im Cubit's Gap auf Grund. Der Schiffsverkehr an der Unglücksstelle auf dem Mississippi wurde gestoppt. Um 13.20 Uhr konnte der Havarist wieder flottgemacht werden und legte in New Orleans an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre ‚Bågøfergen‘: Kutter und Motorboot helfen
Fähre ‚Bågøfergen‘: Kutter und Motorboot helfen
(Bild: Mogens Olsen)   Großbild klick!

Fähre trieb vor Assens
(10.01.19) Die dänische Fähre ‚Bågøfergen‘, 149 BRZ (IMO-Nr.: 8934910), die zwischen Assens und der Insel Bågø verkehrt, geriet auf dem Weg nach Assens am Morgen des 8.1. in Schwierigkeiten. Nachdem beide Hauptmaschinen ausfielen, trieb sie über eine Stunde im Kleinen Belt. Ein Kutter und Motorboote kam zur Assistenz.
Nachdem das Schiff schließlich mit deren Hilfe den Hafen von Assens erreichte, wurden die technischen Probleme, die den Blackout verursacht hatten, am Kai behoben. Um 14.15 Uhr kehrte das Schiff in den Betrieb zurück. Die Fähre wurde 1976 erbaut und 1998 vergrößert auf eine Ladekapazität von 27 Tonnen und für 98 Passagiere.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucherboot ‚Atatude‘ beschädigt
Taucherboot ‚Atatude‘ beschädigt
(Bild: Taneos Ramsay)   Großbild klick!

Kollision an Wracktauchposition
(10.01.19) An der Untergangsstelle der USS ‚Kittiwake‘ vor Grand Cayman kam es am 8.1. zu einer Kollision zwischen dem dort ankernden, 36 Fuß langen Taucherboot ‚Atatude‘ von Divetech, dessen Skipper gerade eine Gruppe von Touristen briefte, mit dem Tauchboot von Cathy Church’s Photo Centre, an dessen Ruder niemand stand und das ihm in die Seite fuhr. Dabei wurde ein Loch in den Rumpf geschlagen und eine Scheibe zerstört. Menschen wurden nicht verletzt, der Sachschaden dürfte aber mehrere tausend Dollar betragen.
Die ‚Atatude‘ konnte zur Harbour House Marina zurückkehren, wo sie am 9.1. im Trockendock zur Untersuchung lag. Auch der Kollisionsgegner, der am Bug beschädigt war, wurde dort aus dem
Tauchboot von Cathy Church’s Photo Centre mit Bugschaden
Tauchboot von Cathy Church’s Photo Centre mit Bugschaden
(Bild: Taneos Ramsay)   Großbild klick!
Wasser gehoben. Die Joint Marine Unit leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen








Fähre lief bei Terschelling auf Grund
(10.01.19) Die holländische Schnellfähre ‚Koegelwieck', 439 BRZ (IMO-Nr.: 9035527), lief am Nachmittag des 9.1. im holländischen Wattenmeer auf Grund. Sie war um 16.15 Uhr aus Terschelling nach Harlingen ausgelaufen, kam aber vier Meilen südlich des Abgangshafens in einer Biegung des Fahrwassers in der Slenk-Bucht bei Tonne S15 fest. An Bord waren 82 Passagiere und eine sechsköpfige Crew.
Drei Schlepper der Reederei Noordgat wurden zur Assistenz angefordert und machten den Havaristen gegen 18 Uhr wieder flott. Auch das Rettungsboot ‚Arie Visser' der KNRM-Station West-Terschelling war vor Ort. Menschen wurden bei der Havarie nicht verletzt.
Als die Fähre wieder Wasser unter dem Kiel hatte, setzte sie die Fahrt nach Harlingen mit eigener Kraft fort. Hier machte sie um 18.30 Uhr fest und wurde einer Inspektion unterzogen. Insgesamt drei Abfahrten in beiden Richtungen, die bis 20.20 Uhr hätten stattfinden sollen, wurden abgesagt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter ‚Louise Auerbach'
Frachter ‚Louise Auerbach'
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Frachter konnte mit neuem Speed-Log Kiel verlassen
(10.01.19) Am 9.1. gegen 11 Uhr verließ der unter Liberia-Flagge laufende Frachter ‚Louise Auerbach', 9611 BRZ (IMO-Nr.:9388895), den Voith-Kai im Kieler Nordhafen nach dreitägiger Zwangspause wieder. Die dort durchgeführten Untersuchungen hatten gezeigt, dass die Havarie am 6.1. kurz nach 13 Uhr nahe der Levensauer Hochbrücke wohl auf einen technischen Defekt zurückzuführen gewesen war. Das Schiff hatte kurz vor dem Unfall mit Wärtsilä-Maschinenteilen aus Rauma beladen bei der Bominflot-Bunkerstation in Kiel-Wik Kraftstoff für die Weiterreise nach Kingston, Jamaika, aufgenommen.
Kurz vor 13 Uhr warf es los und fädelte sich in den passierenden Schiffsverkehr ein. Beim Ablegen wurde die Maschinenanlage von der Brückennock aus gefahren. Bei dem Umschalten auf die Instrumente auf der Kommandobrücke gab es dann aber ein Problem, das dazu führte, dass das Schiff nicht mehr so gefahren werden konnte wie es der Lotse empfahl.
Zuerst kam es der Kanal-Nordseite zu nahe, und am Ende einer Drehung nach Backbord lief der Frachter schließlich in die Südseite des Kanalufers und schob sich mit dem Wulstbug auf die Böschung. Nach einer Stunde konnte er sich wieder selbst befreien.
Er wurde anschließend von dem inzwischen herbeigerufenen SFK-Schlepper ‚Stein' zurück zum Nordhafen eskortiert, wo die Behörden und die Klassifikationsgesellschaft ihre Untersuchungen einleiteten. Bei diesen wurde u.a. festgestellt, dass das Speed-Log, ein Sensor für die Geschwindigkeitsmessung, defekt war und ausgetauscht werden musste. Ein Ersatz traf erst am 8.1. in Kiel ein und wurde sofort eingebaut.
Wegen des Sturms Benjamin wurde die Weiterfahrt aber noch einen Tag verschoben, bis die Windkraft ausreichend für eine ungefährdete Weiterreise nachgelassen hatte. Der 2007 in China erbaute Frachter lief bis 2011 als ‚Beluga Fanfare' für die in Konkurs gegangene Bremer Reederei Beluga Shipping, die nach ihrer Insolvenz aufgelöst wurde. Von 2011 bis Ende 2018 war er als ‚Fanfare' für die Hamburger Reederei Peter Döhle in Fahrt, ehe die junge Reederei Auerbach Schifffahrt, ebenfalls aus Hamburg, den Frachter zusammen mit drei Schwesterschiffen übernahm und in ‚Louise Auerbach' umtaufte.
Die ‚Louise Auerbach‘ ist 138,06 Meter lang, 21,35 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 12.652 Tonnen. Der Antrieb erfolgt über einen Kieler Motor des Typs 6M43 aus der MaK-Serie von Caterpillar-Motoren des Friedrichsorter Werks.
Quelle:Tim Schwabedissen


Technischer Schaden stoppte Frachter bei Ägina
(10.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚Canka', 2658 BRZ (IMO-Nr.: 9103740), erlitt am 8.1. gegen drei Uhr auf der Fahrt von Ambarli nach Annaba, Algerien, einen mechanischen Schaden auf Position 037 48 52 N, 023 29 01 O, rund 4,9 Meilen von Ägina entfernt. Das Schiff warf Anker zu einer Reparatur durch die Crew und wurde mit einem Weiterfahrverbot belegt, bis diese abgeschlossen und eine Klasseinspektion durchgeführt worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gaffelketsch ‚Oline‘ gesunken
Gaffelketsch ‚Oline‘ gesunken
(Bild: Polizei Flensburg)   Großbild klick!

141 Jahre alter Zweimaster sank in Flensburg
(10.01.19) Am 9.1. gegen 07.30 Uhr sank die 18 Meter langes Gaffelketsch ‚Oline‘, 34 BRZ, in Höhe der Museumswerft auf den Grund des Flensburger Hafens. Von dem 141-jährigen Zweimaster ragten nur noch die Masten aus dem Wasser. Das verloren gegangene Treibgut wurde mittlerweile an der Hafenspitze angetrieben. Die Bergung wurde durch die Flensburger Wasserschutzpolizei veranlasst.
Betriebsstoffe sind nicht ausgetreten. Über die Ursachen, die zum Sinken des Schiffes geführt haben, lagen noch keine genauen Erkenntnisse vor.
Das Schiff entstand 1878 auf der Werft H.V. Buhl in Frederikshavn. Es ist 23 Meter lang, 4,8 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,8 Metern sowie eine Segelfläche von 150 m². Auftraggeber des Baus war die Consul Christian Ludevig Cloas F.A. Cloas & Co. Partenreederei. 1901 erfolgte in Svendborg der Einbau einer Hilfsmaschine mit Hilfsschraube. Rund 30 Jahre lang wurde das Schiff als Fischkvase genutzt. Der Aalaufkauf erfolgte in Dänemark und Norwegen.
Von 1977 bis 1983 erfolgte eine Generalreparatur auf der Værft Michaelsen Sonderburg nach alten Fotos. Bis 2010 war die ‚Oline‘ regelmäßige Teilnehmerin an der Rumregatta in Flemsburg. Nach umfangreichen Reparaturen in der Museumswerft Flensburg gehörte das Schiff seit 2013 als dessen älteste Einheit zum Museumshafen Flensburg im Besitz des Holländers Tonco Sander.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Schubschlepper
(10.01.19) Am Nachmittag des 9.1. wurde die Feuerwehr Südwest-Limburg alarmiert, nachdem auf dem belgischen Schubschlepper ‚Xander", 18 ts (EU-Nr.: 06004245), auf dem Albert-Kanal in Lummen ein Feuer ausgebrochen war. Zeugen hatten eine Rauchentwicklung um das Schiff herum bemerkt. Die daraufhin verständigten Einsatzkräfte der Feuerwehr Heusden waren rasch vor Ort.
Der deutsche Skipper konnte den Schubverband, der mit einer Ladung Zement nach Liege unterwegs war, an den Kai manövrieren, wo die Feuerwehr leichter an Bord gelangen konnte. Dann ging er selbst in den Maschinenraum und begann mit der Brandbekämpfung. Wie sich herausstellte, war eine Ölleitung gebrochen, und das auslaufende Öl war an einer heißen Maschine in Brand geraten.
Der obere Fahrmotor war in Flammen aufgegangen, die darunter liegende Maschine blieb unversehrt. Dennoch war der Sachschaden erheblich. Während des Löscheinsatzes war die Wasserstraße für den übrigen Schiffsverkehr gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brennender Autofrachter wurde auf den Haken genommen
(10.01.19) Am 9.1. gegen zwei Uhr nahm der japanische Bergungsschlepper ‚Koyo Maru' (IMO-Nr.: 9162148), den brennenden Autofrachter ‚Sincerity Ace' auf Position 24 43 N 171 10 O rund 1.720 Meilen vor Japan im Nordpazifik auf den Haken. Das schwer beschädigte Schiff sollte nun nach Japan geschleppt werden. Über seinen aktuellen Zustand wurde noch nichts bekannt.
Vor dem Abschleppen hatte die Schleppercrew noch einmal nach einem vermissten Crewmitglied Ausschau gehalten, allerdings ohne Ergebnis. Von den übrigen 20 Mann an Bord wurden 16 gerettet, vier kamen beim überstürzten Verlassen des Schiffs ums Leben. Sie wurden zuletzt leblos im Meer treibend gesehen und konnten nicht geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tragödie auf der Barre - kein Überlebender nach Kutternuglück in Yaquina Bay
(10.01.19) Keiner der drei Fischer an Bord des 42 Fuß langen Kutters ‚Mary B II‘, der am Abend des 8.1. in der Eingang der Yaquina Bay in Newport, Oregon, kenterte, hat das Unglück überlebt. Als das Schiff unerwartet in Wellenhöhen zwischen 14 und 20 Fuß umschlug, wurden zwei von ihnen in das Wasser des Pazfik geschleudert. Vorher hatte der Skipper eine Eskorte durch die Coast Guard über die vorgelagerte Barre erbeten.
Von der Coast Guard Station Yaquina Bay lief daraufhin die 52 Fuß lange ‚Victory‘ in Richtung der ‚Mary B II‘ aus. Um 22.08 Uhr kenterte diese in Sichtweite des Küstenwachboots auf einmal. Sofort leitete dessen Crew eine Suchaktion ein und alarmierte weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung.
Ein 47-Fuß-Boot sowie ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Facility Newport stießen hinzu. Auch das Newport Fire Department schickte Einsatzkräfte an den Nordstrand und suchte diesen ab. Sie entdeckten lediglich antreibende Trümmer des Schiffs.
Der Hubschrauber lokalisierte den gestrandeten Kutter schließlich 100 Yards vor der Küste vor der Nordmole. Um 23.30 Uhr wurde der erste der Schiffbrüchigen, James Lacey, 48, aus South Toms River, New Jersey, von ihm leblos aus dem Wasser gezogen. Er wurde Rettungskräften übergeben.
Ein weiterer Körper trieb auf den Nyle Beach. Es handelte sich um Joshua Porter, 50, aus Toledo. Beide kamen ins Samaritan Pacific Communities Hospital, wo sie für tot erklärt wurden.
Der dritte wurde sich im Innern des Kutters ausgemacht, dessen Ruderhaus noch aus dem Wasser ragte, doch die schlechten Wetterbedingungen verhinderten die Bergung der Leiche zunächst. Am Morgen des 9.1. gelang es dem Newport Fire Department, den Toten aus der Kajüte zu ziehen. Es handelte sich um den 50-jährigen Skipper Stephen Biernacki aus Barnegat Township, New Jersey. Bei einem Kontrollflug wurde keine Ölverschmutzung entdeckt, doch viele Trümmer hatten sich an der Unglücksstelle verbreitet und waren auf den Strand gedriftet. Oregon State Park Rangers machten sich daran, sie einzusammeln. Die ‚Mary B II‘ war drei Tage auf Fangfahrt gewesen und wollte nun in den Hafen zurückkehren, um die von ihr gefischten Garnelen anzulanden. Es gab keinen Mayday–Ruf des Schiffes vor dem Unglück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vier Vermisste nach Kollision in chinesischen Gewässern
(10.01.19) Das 48 Meter lange, chinesische Kümo ‚Jie Hai 189‘ (MMSI-Nr.: 413401050) sank in the Hangzhou-Bucht südlich von Ningbo in der Zhejiang-Provinz am 6.1. um 21.30 Uhr. Zuvor war es mit einem anderen Schiff kollidiert. Von den fünf Crewmitgliedern konnte bislang nur eines gerettet werden.
Die übrigen vier wurden vermisst. Zu den Umständen des Unfalls wurde nichts Genaueres bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier wird über den Südatlantik zur Reparatur nach Gdingen geschleppt
(10.01.19) Der maltesische Bulkcarrier ‚Rila‘, 27781 BRZ (IMO-Nr.: 9754915), verließ am 3.1. die Reede von Salvador de Bahia am Haken des unter Singapur-Flagge laufenden Offshore-Schleppers ‚Terasea Hawk‘ (IMO-Nr.: 9624598), um über den Südatlantik nach Gdingen in eine Reparaturwerft gebracht zu werden. Hier sollte er am 5.2. eintreffen. Der Frachter war am 7.12.2018 auf der Fahrt von San Lorenzo nach Pula durch einen Maschinenschaden manövrierunfähig geworden und trieb vor der brasilianischen Küste, bis er am 10.12. von dem Schlepper ‚Regulus‘ (IMO-Nr.: 9541734) auf den Haken genommen wurde.
Am Morgen des 12.12. wurde er unter Assistenz des Schleppers ‚Cetus" (IMO-Nr.: 9341847) auf Position 13° 7.16' S 038° 32.89 W vor Anker gelegt. Am 19.12. lief die ‚Terasea Hawk‘ dann aus Las Palmas aus, um das Schiff in die Ostsee zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorschaden beim Eisbrechen
(10.01.19) Der kanadische Tonnenleger ‚Martha L. Black‘, 3818 BRZ (IMO-Nr.: 8320432), erlitt einen Schaden an dem Generator der Steuerbord-Hauptmaschine beim Eisbrechen vor dem Hafen von Matane in Quebec. Die Havarie ereignete sich am 5.1. um 3.40 Uhr auf Position 48 50.71 N, 067 34.695 W. Die Crew reparierte den Schaden, und am 7.1. traf das Schiff um 5.35 Uhr in Matane ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter erlitt Maschinenschaden in Montreal
(10.01.19) Der aus Sines kommende, liberianische Containerfrachter ‚MSC Rochelle‘, 53324 BRZ (IMO-Nr.: 9141297), erlitt einen Maschinenausfall, als er am 5.1. um 15.10 Uhr in den Hafen von of Montreal, Quebec, einlief. Die Havarie ereignete sich auf Position 45 34.496 N, 073 30.574 W. Daraufhin wurde zusätzlich zu einem ohnehin assistierenden Schlepper ein zweiter hinzugerufen, um das Schiff an seinen Liegeplatz am Termont Maisonneuve Container Terminal zu bringen. Hier lag es am 10.1. weiter am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Anker ging bei Übung verloren
(10.01.19) Die kanadische Fähre ‚Salish Eagle‘, 8728 BRZ (IMO-Nr.: 9750282), erlitt am 6.1. um 16.35 Uhr Probleme mit Anker Nr. 2 bei Ankertraining in amerikanischen Gewässern auf Position 48 59.14 N, 123 06.76 W. Der Anker samt Kette musste gelöst werden. Das Schiff nahm dann Kurs aufs Deas Dock, Richmond, British Columbia.
Quelle:Tim Schwabedissen


Technischer Schaden in Aqaba
(10.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende RoRo-Frachter ‚Lily of Sea‘, 8649 BRZ (IMO-Nr.: 9176383), erlitt am 7.1. einen technischen Schaden in Aqaba, Jordanien. Daraufhin wurde die Auslaufgenehmigung vom Hafenkapitän widerrufen, bis eine Reparatur durchgeführt war. Nach einer Inspektion konnte das Schiff am 9.1. um 3.25 Uhr den Hafen wieder verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Anker ging vor Ijmuiden verloren
(10.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Chemikalientanker ‚Winter Sun‘, 9847 BRZ (IMO-Nr.: 9187538), verlor seinen Backbord-Buganker mit drei Schäkeln auf der Reede von Ijmuiden am 8.1. auf Position 52 32.75 N, 004 16.69 O. Der Verlust ereignete sich bei Sturm und hohem Seegang. Am 10.1. lag das Schiff weiter dort. Es war am 19.12.2018 aus Amsterdam ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ladung der MSC Zoe erreichte auch Emden und Juist
(10.01.19) Eine Woche nach der Havarie der ‚MSC Zoe‘ hat das Sturmtief „Benjamin am 8.1. auch größere Mengen Treibgut nach Emden gespült. Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrsamts und Niedersachsen Ports sowie ehrenamtliche Helfer beseitigten Spielzeug, Sportschuhe und sogar Autoreifen an der Knock.
Auf Norderney gab es geringe Mengen Treibgut, auf Juist wurden erstmals Ladungsreste aus den 281 über Bord gegangenen Containern der ‚MSC Zoe‘ angespült, wobei es sich um rund 20 Kubikmeter Fahrradbleche aus Kunststoff, Plastikteile und Verpackungsmaterial. handelte. Am 10.1. ging auf See die Suche nach Containern nach Abflauen des Sturms weiter, so war die ‚Gustav Meyer‘ im Emsfahrwasser im Ensatz. Am Strand von Borkum hatten Helfer bereits am Morgen des 9.1. rund 15 Kubikmeter angespülter Ladung gesichtet und begonnen, sie einzusammeln. Rijkswaterstaat startete am 10.1. mit der Bergung der ersten Container aus dem Fahrwasser in Eemshaven.
Der Ladungsverlust wird für Schiffsversicherer zu einem Millionenschaden führen. Experten schätzten die Kosten durch den Verlust der Ladung auf zehn bis 28 Millionen Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Säuberung der Strände und die Bergung der Container, die ebenfalls in die Millionen gehen können. Die Versicherer der Containerladungen werden später versuchen, sich geleistete Schadenzahlungen vom Haftpflichtversicherer von MSC zurückzuholen, der auch die Gesamtkosten für die Bergung übernimmt.
Quelle:Tim Schwabedissen


GDV rechnet mit Millionenschaden auf Yantian Express
(10.01.19) Infolge des Brandes auf dem Containerfrachter ‚Yantian Express‘ rechnete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit einem Schaden im hohen Millionenbereich. Bei Feuer drohe immer ein Totalverlust. Als Faustgröße gelte ein Warenwert von 25.000 bis 50.000 Euro pro Standardcontainer.
Da die ‚Yantian Express‘ eine Kapazität von 7.500 TEU hat, würden bei einem Totalverlust Waren für 200 bis 400 Millionen Euro verlorengehen. Dazu käme der Wert des Schiffes und der reinen Container in Höhe eines weiteren zweistelligen Millionenbetrags. Weltweit kam es zwischen 2000 und 2015 zu knapp 60 Bränden auf Containerschiffen.
Häufigste Ursache waren falsch deklarierte Gefahrgutcontainer. Das Gefahrgut kann zur Selbstentzündung mit explosionsartiger Brandentwicklung neigen. Solch ein Brand ist dann mit Bordmitteln kaum oder gar nicht mehr unter Kontrolle zu bringen.
Aber auch defekte elektrische Aggregate, zum Beispiel von Kühlcontainern könnten Brände auslösen. Das Risiko von Großschäden bei Bränden auf Containerschiffen sei stark gestiegen, so der GDV. Der Brandschutz auf Frachtern stamme von seiner Struktur her noch aus den 1960er-Jahren, auch wenn die Systeme an die Größe der Schiffe angepasst wurden. Dass diese nun überwiegend Container transportieren und kein Stückgut mehr, darauf sei nicht reagiert worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Binnenschiff in Hofstade
(10.01.19) Auf der Tragel in Hofstade kam es in der Nacht zum 10.1. zu einer Rauchentwicklung im Maschinenraum eines Binnenschiffes, das Bio-Ethanol für Tereos Syral transportiert, jetzt aber unbeladen war. Die Feuerwehr von Aalst wurde alarmiert und der Maschinenraum abgeschottet, sodass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte. Es gelang den Einsatzkräften rasch, den Brand zu löschen, sodass der Schaden begrenzt blieb.
Quelle:Tim Schwabedissen


Von drei Deutschen aufgegebener Katamaran trieb nach über sieben Jahren in Polynesien an
(10.01.19) Das Rätsel um das Wrack eines Katamarans, der bei Rapa vor den Austral Islands entdeckt wurde, konnte vom JRCC Tahiti gelöst werden. Es handelte sich um die 12 Meter lange Yacht ‚Woge‘, die 2011 nach der Kollision mit einem Wal leckschlug und aufgegeben wurde. Das britische Boot sank vor Ua Pou, die drei deutschen Segler flüchteten in eine Rettungsinsel.
Nach siebenjähriger Drift wurde das halb gesunkene Wrack Ende Dezember von Fischern vor Rapa entdeckt, als es auf die Küste zutrieb. Etliche bewachsene Trümmerteile strandeten inzwischen dort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre in Swinemünde havariert
(10.01.19) Am 9.1. gegen 19 Uhr erlitt die polnische Fähre ‚Bielik IV‘, 773 BRZ (MMSI:261182634), die zwischen den Inseln Wolin und Uznam verkehrt, einen Blackout inmitten des Fahrwassers von Swinemünde auf der Warszów. Die Crew warf zwei Anker, um ein Abtreiben zu verhindern. Ein Schlepper kam zu Hilfe und brachte den Havaristen an den Kai. Die Passagiere und ihre Fahrzeuge wurden dort sicher abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


André Bosch: Tollkühner Einsatz
André Bosch: Tollkühner Einsatz
(Bild: Jaring Rispens)   Großbild klick!

Tollkühner Einsatz zur Bergung von Containern der MSC Zoe
(09.01.19) Es war gefährlich, aber es musste sein, sagte Skipper Jelle Bos nach dem spektakulären Einsatz seines Kollegen André Bosch zur Bergung eines Containers der ‚MSC Zoe‘ im holländischen Wattenmeer am Nachmittag des 8.1. Er stand am Ruder des Schleppers einer Bergungsfirma und jagte bei Windstärke acht zwei der Behälter, die von der Engelmannplaat abgetrieben waren und deren Inhalt im Meer zu landen drohte. Bosch sprang in der aufgewühlten See auf den in den Wellen tanzenden, halb unter Wasser liegenden Container, um einen Schleppdraht anzuschlagen.
Zweimal musste der die Aktion wiederholen, weil dieser bei Windgeschwindigkeiten von 100 km/h brach. Die Container gehörten zu einem Verbund von insgesamt fünf Boxen, die auf der Engelsmanplaat gestrandet waren. Nachdem sich die zwei gelöst hatten, rief Rijkswaterstaat Schlepper von BMS und BDS zu Hilfe, um sie zu bergen.
Die zerstörten Container konnten dank des tollkühnen Einsatzes in den Hafen von Lauwersoog gezogen und dort an Land gehoben werden. An Bord waren Plastik, Kartons, Decken und Matratzen, die sich beim Hieven der eingeschlagenen Behälter ins Hafenwasser ergossen.
Wegen des Sturms Benjamin war die Suche in deutschen Hoheitsgewässern nach verlorenen Containern seit dem 8.1. unterbrochen. Sobald das Wetter es zulässt, soll zunächst die Zufahrt zur Ems freigeräumt werden. Mehrere Container lagen dort am Rand des Fahrwassers. Ab dem 10.1. wollte das Cuxhavener Havariekommando zwei Wrack-Suchschiffe und einen Unterwasserroboter einsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Katamaranfähre ‚Novalja‘ im Kai
Katamaranfähre ‚Novalja‘ im Kai
(Bild: Dino Stanin)   Großbild klick!

Fähre außer Kontrolle in Zadar
(09.01.19) Die kroatische Katamaranfähre ‚Novalja‘, 458 BRZ (IMO-Nr.: 9017305), kollidierte am Morgen des 9.1. mit der Hafenmole in Zadar und wurde erheblich beschädigt. Das Schiff war mit 18 Passagieren und einer achtköpfigen Crew besetzt, als es in den Hafen einlief. Dabei kam es durch einen technischen Fehler auf einmal zu einem Verlust der Manövrierfähigkeit.
Da die Maschinen aber noch voraus liefen, musste der Kapitän alle Kunst aufwenden, das Schiff an einer Fußgängerbrücke und einer Yacht vorbeizumanövrieren, ohne stoppen zu können. Um 7.39 Uhr dann krachte es auf die Mole. Dabei wurde ein Crewmitglied an der Hand verletzt, auch ein Passagier erlitt Verletzungen.
Gemeinsam mit dem MRCC in Rijeka wurden die Fahrgäste an Land gebracht und die Verletzten ins Krankenhaus. Die Fähre war erheblich am Bug beschädigt und wird bis auf weiteres ausfallen. Ein Ersatzschiff sollte um 13 Uhr den Dienst auf der Route Ist - Molat - Zadar übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Heckschaden an der Fähre ‚Europalink'
Heckschaden an der Fähre ‚Europalink'
(Bild: Polizei Lübeck)   Großbild klick!

Fähre kollidierte mit Skandinavienkai in Travemünde
(09.01.19) Die schwedische Fähre ‚Europalink', 46119 BRZ (IMO-Nr.: 9319454), wurde, als sie von Malmö kommend am 8.1. um sieben Uhr am Skandinavienkai in Travemünde anlegen wollte, bei einem missglückten Manöver beschädigt. Das Schiff hatte auf der Trave gedreht und prallte, als es achteraus den Anleger ansteuerte, gegen die Löschbrücke. Dabei riss sie sich den Rumpf am Backbordheck auf 80 Zentimetern Länge und 40 Zentimetern Höhe auf.
Da sich das Loch nur zwei Meter oberhalb der Wasserlinie befand, erhielt die Europalink' ein Auslaufverbot. Die planmäßige Abfahrt um 10 Uhr nach Malmö musste gestrichen werden. Der Anleger wurde nur leicht beschädigt, sodass die Fähre entladen werden konnte. Die Reederei bemühte sich um eine Notreparatur des Schadens im Laufe der Nacht zum 9.1. Bis dahin wurde der Fährverkehr auf der Route Travemünde-Malmö von den beiden anderen Fähren ‚Finnartner' und ‚Finntrader' abgewickelt.
Den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei in Travemünde zufolge hatte der Kapitän bei dem Anlegemanöver die eigene Geschwindigkeit bei der Rückwärtsfahrt falsch eingeschätzt und konnte das Schiff nicht mehr rechtzeitig sauftoppen. Zum Unglückszeitpunkt am Morgen herrschte starker Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild RoRo-Fähre ‚Qezban'
Archivbild RoRo-Fähre ‚Qezban'
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Feuer auf Fähre in den Dardanellen
(09.01.19) Am 8.1. um 22.30 Uhr brach im Maschinenraum der türkischen RoRo-Fähre ‚Qezban', 29004 BRZ (IMO-Nr.: 9457189), eine Feuer aus. Das Schiff passierte zu der Zeit die Dardanellen-Straße in östlicher Richtung auf der Fahrt von Lavrion nach Yalova mit einer Ladung von 242 Trucks an Bord. Es warf im Gebiet von Suluca–Lapseki Anker, und eine Reihe von Schleppern und Löschteams der türkischen Coastguard und des General Directorate of Coastal Safety wurden zum Havaristen geschickt.
Es gelang mithilfe der bordeigenen Löschsysteme, das Feuer binnen kurzer Zeit zu ersticken. Während dieser Zeit wurden die Dardanellen aus Sicherheitsgründen auf der Nordseite gesperrt. Am Morgen des 9.1. wartete das Schiff weiter vor Anker liegend auf eine Einlaufgenehmigung durch die Çanakkale Port Authority. Der türkische Schlepper ‚Türkeli‘, 272 BRZ (IMO-Nr.: 9816256) lag unweit des Schiffes auf Standby.
Die ‚Qezban‘ ist 193 Meter lang, 26,03 Meter breit, hat 7,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 11.339 Tonnen. Sie läuft für die GRNF Denizcilik VE Insaat AS in Istanbul und wurde 2010 Von der Odense Staalskibsvaerft A/S abgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker ‚Aulac Fortune’: Nur noch Schrott
Tanker ‚Aulac Fortune’: Nur noch Schrott
(Bild: Hongkong Police)   Großbild klick!

Suche nach vermissten Seeleuten vor Hong Kong dauert an
(09.01.19) Die 21 geretteten Crewmitglieder des vietnamesischen Tankers ‚Aulac Fortune’, 11290 BRZ (IMO-Nr.: 9541277), wurden nach der weitgehenden Zerstörung ihres Schiffes durch Explosion und Feuer am 8.1. im Panda Hotel im Tsuen Wan-Distrikt auf Kowloon Island, Hong Kong, untergebracht und sollten so bald wie möglich heimkehren. Ein weiterer Mann befand sich noch im Krankenhaus. Der Generalkonsul von Vietnam in Hong Kong koordinierte sich mit den Behörden von Hong Kong bei der Suche nach den zwei noch vermissten Seeleuten und der Klärung der Identität des tot geborgenen Seemanns.
Die Hong Kong Coast Guard setzte Rettungshubschrauber und SAR-Boote an der Unglücksstelle

Bugbereich verwüstet
Bugbereich verwüstet
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ein auf der Suche nach den beiden Vermissten. Es wurde auch nicht ausgeschlossen, dass sie sich noch an Bord der ‚Aulac Fortune‘ befanden. Allerdings konnten noch keine Einsatzkräfte an Bord gehen, weil es immer noch Restbrände auf dem Schiff gab und weiter die Gefahr von Explosionen bestand.
Es wurde daran gearbeitet, den mit starker Steuerbordschlagseite vor Anker liegenden Tanker zu stabilisieren. Das Deck war durch mehrere Explosionen völlig verwüstet, in den Tanks klafften zum Teil riesige Löcher, Stahlplatten hingen zerborsten herab und Laufbrücken waren in Stücke gerissen.
Eliterettungstaucher seilten sich am Nachmittag des 9.1. auf den Tanker ab, um die beiden vermissten Vietnamesen zu finden. Vorher waren bereits Einsatzkräfte der Feuerwehr an Bord gegangen zu einer ersten Untersuchung. Die Taucher waren angefordert worden, weil die Tanks unterhalb des Hauptdecks mit Wasser geflutet waren.
Vorher wurden Gasmessgeräte eingebracht, um mögliche Explosionsgefahren rechtzeitig feststellen zu können. Die beiden Vermissten waren zuletzt auf dem Hauptdeck gesehen worden, als sie am 8.1. um 11.30 Uhr Schläuche zur Bunkerbarge anschlugen. Wenig später kam es zur Explosion, die wohl durch Gase in den leeren Tanks ausgelöst wurde.
Parallel zu dem SAR-Einsatz begannen die Behörden in Hong Kong gemeinsam mit dem Hong Kong Marine Police Department damit, die Ursache des Unglücks zu untersuchen. Die ‚Aulac Fortune‘ hatte eine Ladung von 17,500 Tonnen gehabt, als sie die Gewässer von Hong Kong erreichte. Sie lag eine Meile südlich von Lamma Island und sollte von einem Versorger bebunkert werden, als sie explodierte. An Bord waren zu der Zeit 27 Personen, 25 vietnamesische Crewmitglieder und zwei Mann des Versorgers aus Hong Kong. 24 von ihnen konnten lebend gerettet werden, drei von ihnen verletzt. Bei den Vermissten handelte es sich um einen Decksmann und einen Mechaniker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker vor Indonesien vermisst
(09.01.19) Die indonesischen Behörden suchten bislang vergeblich nach dem seit dem 28.12. vermissten indonesischen Tanker ‚Namse Bangozod', 1128 BRZ (IMO-Nr.: 9078517). An diesem Tag brach der Kontakt zu dem Schiff, das von Sampit in Süd-Kalimantan nach Jakarta ausgelaufen war, ab. Eine Suche nach dem mit 11 Mann besetzten und mit Palmöl beladenen Schiff in der Java-See verlief anschließend ergebnislos.
Am 6.1. gab es auf einmal wieder ein AIS-Signal, nachdem zuvor bereits seit November keines mehr aufgezeichnet wurde. Es zeichnete aber einen konfusen, hektischen Kurs. Am 7.1. erschien es erneut, diesmal zeigte es den Tanker auf der Reede von Jakarta, wo sich das Schiff allerdings nicht befand. Möglich war auch ein Piraterieakt als Hintergrund des Mysteriums.
Quelle:Tim Schwabedissen


Problem mit Treibstoffleitung auf holländischem Frachter
(09.01.19) Am 7.1. um 8.15 Uhr erlitt der holländische Frachter ‚Enforcer", 7642 BRZ (IMO-Nr.: 9255737), ein technisches Problem mit den Treibstoffleitungen auf Position 052 56 20 N, 004 24 50 O. Er lag vor dem Hafen von Ijmuiden vor Anker. Am 8.1. lief er um 00.50 Uhr ein und verließ den Hafen wieder um15.30 Uhr Richtung Nord-Ostsee-Kanal, um dort am 9.1. um 13.30 Uhr in die Schleuse einzulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Reparaturarbeiten in Gemlik/Türkei beendet
(09.01.19) Am 7.1. verließ der unter Tansania-Flagge laufende Frachter‘ Jinan", 5479 BRZ (IMO-Nr.: 8322844), den Hafen von Gemlik. Er hatte am 31.12. einen technischen Schaden erlitten und war bis zum Abschluss von Reparaturen mit einem Auslaufverbot belegt worden. Das Schiff steuerte dann in Richtung Istanbul, ankerte dort und nahm am 8.1. Kurs auf Reni, wo es am 9.1. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Diesel auf Bäreninsel gestrandeten Trawlers soll mit Schlauchbooten abtransportiert werden
(09.01.19) Eine den Bedingungen der Strandungsstelle angepasst sehr ungewöhnliche Methode wurde ausgewählt, um den Diesel von Bord des in der Hinlopen-Straße bei Kvinnvika gestrandeten, norwegischen Trawlers ‚Northguider‘, 1792 BRZ (IMO-Nr.: 8714619), zu bekommen. Drei RIBs werden mit Plastiktanks von je 1.000 Litern Fassungsvermögen ausgestattet und sollen darin den Kraftstoff zum Patroullienboot ‚Svalbard‘ bringen. Jedes der Boote wird zwei Tanks ausgerüstet, sodass pro Überfahrt 2.000 Liter transportiert werden können.
Der Diesel wird dann in die Tanks der ‚Svalbard‘ gepumpt, die rund 600 Tonnen aufnehmen können, also knapp das doppelte der insgesamt 320 Tonnen in acht Tanks auf der ‘Northguider’. Entsprechend wird mit 160 Überfahrten kalkuliert. Wie lange jede Fahrt dauert, hängt von Wind und Wetter ab, wird auch von dem Dunkel der Polarnacht und der dicken Eisschicht auf dem Trawler ab.
In der von extremen Bedingungen geprägten Region kann das Wetter binnen Minuten umschlagen. Entsprechend hoch sind die Unwägbarkeiten und die Ansprüche an die Sicherheit der eingesetzten Crews. Die ‚Svalbard‘ wird nicht näher als 100 Meter an die Strandungsstelle herankommen können.
Ihre Besatzung ist indes trainiert, unter solchen Verhältnissen eingesetzt zu werden und auch in der Lage, nötigenfalls zu improvisieren. Die Rolle der Küstenwache bei der Operation ist allein die Unterstützung der norwegischen Küstenverwaltung, Umweltschäden in der ökologisch sensiblen Region zu verhindern. Die Bergung der ‚Northguider‘ obliegt der Reederei Birkeland Fiskebåtrederi AS, ebenso die Charter der RIBs, der Tanks und der Pumpausrüstung.
Die Berger von Ardent Global haben schon die Zugänge zu den Tanks untersucht. Es wird nicht nötig sein, den vollgelaufenen Maschinenraum für die Aktion auszupumpen. Ardent Global wird 10 Mann auf der ‚Svalbard‘ haben. Außerdem wurde ein Flugzeug gechartert. Insgesamt werden vor Ort rund 70 Mann eingesetzt. Ab dem 9.1. wurde ein rund zweitägiges günstiges Wetterfenster für den Beginn der Arbeiten vorhergesagt. Wie lange die Operation dauern wird, war derzeit noch nicht absehbar, in jedem Fall wird Sicherheit vor Schnelligkeit gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutscher Schubschlepper drohte nach Kollision zu sinken
(09.01.19) Der 32 Meter lange, deutsche Schubschlepper ‚Herkules XII‘ (EU-Nr.: 04003960), wurde in der Nacht zum 9.1. schwer beschädigt, als ihm auf dem Amsterdam-Rhein-Kanal bei Wijk nahe Duurstede ein Binnenschiff ins Heck lief. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch das Achterschiff wurde eingedrückt, und es kam zu einem Wassereinbruch. Taucher der Feuerwehr dichteten gemeinsam mit der Crew die Leckstelle provisorisch ab.
Später sollte eine Fachfirma die Abdichtung professionell durchführen. Mit Pumpen wurde das eindringende Wasser gelenzt. Der Schiffsverkehr auf der Wasserstraße wurde nicht beeinträchtigt, die Unglücksursache war noch unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tollkühner Einsatz zur Bergung von Containern der MSC Zoe
(09.01.19) Es war gefährlich, aber es musste sein, sagte Skipper Jelle Bos nach dem spektakulären Einsatz seines Kollegen André Bosch zur Bergung eines Containers der ‚MSC Zoe‘ im holländischen Wattenmeer am Nachmittag des 8.1. Er stand am Ruder des Schleppers einer Bergungsfirma und jagte bei Windstärke acht zwei der Behälter, die von der Engelmannplaat abgetrieben waren und deren Inhalt im Meer zu landen drohte. Bosch sprang in der aufgewühlten See auf den in den Wellen tanzenden, halb unter Wasser liegenden Container, um einen Schleppdraht anzuschlagen.
Zweimal musste der die Aktion wiederholen, weil dieser bei Windgeschwindigkeiten von 100 km/h brach. Die Container gehörten zu einem Verbund von insgesamt fünf Boxen, die auf der Engelsmanplaat gestrandet waren. Nachdem sich die zwei gelöst hatten, rief Rijkswaterstaat Schlepper von BMS und BDS zu Hilfe, um sie zu bergen.
Die zerstörten Container konnten dank des tollkühnen Einsatzes in den Hafen von Lauwersoog gezogen und dort an Land gehoben werden. An Bord waren Plastik, Kartons, Decken und Matratzen, die sich beim Hieven der eingeschlagenen Behälter ins Hafenwasser ergossen.
Wegen des Sturms Benjamin war die Suche in deutschen Hoheitsgewässern nach verlorenen Containern seit dem 8.1. unterbrochen. Sobald das Wetter es zulässt, soll zunächst die Zufahrt zur Ems freigeräumt werden. Mehrere Container lagen dort am Rand des Fahrwassers. Ab dem 10.1. wollte das Cuxhavener Havariekommando zwei Wrack-Suchschiffe und einen Unterwasserroboter einsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach Vermissten der Volgo Balt 214 dauert an
(09.01.19) Die türkische Küstenwache fand am 7.1. zwei weitere Leichen von Besatzungsmitgliedern des unter Panama-Flagge laufenden Frachters ‚Volgo Balt 214", 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8841644), den Kapitän Ismyilov Turbat und seinen ukrainischen Landsmann Bodnik Ruslan (31), vor der türkischen Schwarzmeerküste. Zuvor war ein Aserbaidschaner tot geborgen worden. Rettungskräfte setzten die Suche nach zwei weiteren Männern durch zwei Boote und einen Hubschrauber fort.
11 Besatzungsmitglieder waren ukrainische Staatsangehörige und zwei Aserbaidschaner. Das mit 3.300 Tonnen Kohle beladene Schiff war etwa 80 Seemeilen vor der nördlichen Provinz Samsun gesunken, nachdem in einer hohen Welle der Bug abbrach. Es hatte bei Hafenstaatskontrollen in den vergangenen zwei Jahren 49 Mängel gehabt.
2017 wurde es in Azov wegen Rumpfschäden bis hin zu Rissen mit einem Auslaufverbot belegt. Außerdem hatte es ungültige Freibordmarken und starke Korrosionsschäden. Der türkische Schiffsmanager betreibt sechs weitere Flussschiffe dieses Typs, die ebenfalls alt und mängelbehaftet sind.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yantian Express treibt weiter im Nordatlantik
(09.01.19) Seit sechs Tagen trieb am 9.1. die ‚Yantian Express‘ der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd, brennend im Atlantik. Die Mannschaft musste bei zum Teil sieben Meter hohen Wellen evakuiert werden. Die Löscharbeiten werden durch stürmisches Wetter erschwert.
Das Feuer brach am 4.1. gegen sechs Uhr morgens auf dem Nordatlantik, nordöstlich von Bermuda, etwa 650 Seemeilen vor der kanadischen Küste in einem Container auf dem Vorschiff aus und griff dann rasch auf danebenstehende Container über. Das Schiff hatte den Panamakanal durchquert und war auf der Fahrt von Colombo nach Halifax. Die Crew startete sofort Löschmaßnahmen, musste diese aber wegen der stürmischen See abbrechen.
Zu dem Zeitpunkt herrschte Windstärke 8 mit starken Böen aus westlicher Richtung. Der Kapitän drehte das Schiff sofort, der Wind von achtern kam, damit die Flammen und der Rauch vom Bug weggeblasen werden und nicht weitere Teile des Schiffes von den Flammen erfasst werden. Am 5.1. erreichte der Hochseeschlepper ‚Smit Nicobar‘ den Frachter und begann sofort mit den Löscharbeiten.
Gleichzeitig wurde die Evakuierung vorbereitet. Die komplette Crew der ‚Yantian Express‘, acht Offiziere und 15 Crew-Mitglieder, wurden von dem Schlepper übernommen. Am Nachmittag des 7.1. traf ein weiterer von Hapag-Lloyd angeforderter Hochseeschlepper, die ‚Maersk Mobiliser‘, die in St. John’s auf Neufundland lag, zur Unterstützung ein. Die ‚Yantian Express‘ trieb jetzt etwa 800 Meilen vor Nova Scotia.
Die zwei Hochseeschlepper liefen vorne neben dem Schiff her und bekämpften das Feuer mit ihren Löschkanonen. Nach Angaben der Reederei schritten die Arbeiten zur Eindämmung des Feuers unter der Leitung von Smit kontinuierlich voran. Ein Notfallteam von Hapag-Lloyd koordinierte in Hamburg den Einsatz.
Die Ladung bestand hauptsächlich aus Textilien, Autoteilen, Nahrungsmitteln wie Obst und Tiefkühlware sowie anderen Handelswaren. Es befanden sich aber auch Container mit Gefahrgut an Bord. Derzeit war nicht klar, ob der Frachter wie geplant nach Halifax oder in einen anderen Hafen gebracht wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fernsehkutter kenterte vor Newport
(09.01.19) Der Kutter ‚Mary B. II’, der in der TV-Serie Deadliest Catch eine Rolle spielte, kenterte am 8.1. gegen 22 Uhr in Newport. Die Crew hatte die US Coast Guard um Eskorte gebeten, um die Barre vor dem Hafen zu queren, auf der 12 bis 15 Fuß hohe Wellenhöhen herrschten. Während der Begleitung schlug das Schiff um, und die dreiköpfige Crew landete im Wasser. Der Kutter war eines der Schiff in der Deadliest Catch: Dungeness Cove-Discovery-Show.
Quelle:Tim Schwabedissen


Noch keine Rettung für gestrandeten Schoner
(09.01.19) Fast drei Wochen nach ihrer Strandung im Puget Sound am Beckett Point im Sturm lag der 78 Fuß lange Schoner ‚Nina Otaki‘ dort weiter auf dem Strand. Am 1.1. hatte eine Gruppe von Freiwilligen, de Crew der 130 Fuß langen Yacht ‚Northwind‘ und die Salish Rescue Group vergeblich versucht, den 60-Tonner bei Hochwasser abzuschleppen. Bereits im September 2017 kamen die Freiwilligen der Salish Rescue der ‚Nina Otaki‘ zu Hilfe, als sie bei Fort Worden auf Grund gelaufen war.
Am Tag nach der neuerlichen Strandung hatte die US Coast Guard den Kraftstoff abgepumpt und die Sache dann dem Department of Natural Resources übergeben. Da der eingetragene Eigner nicht reagierte, wurde Kontakt mit dem vorherigen aufgenommen, Tyler Vega aus Port Townsend, der aussagte, das Schiff vor drei Monaten an einen Freund verkauft zu haben.
Er hatte die ‚Nina Otaki‘ 2016 erworben. Trotz der Konfusion über die Besitzverhältnisse machte sich Vega daran, das Schiff auszugraben und mit Ankern stückweise in Richtung tieferen Wassers zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wracks drei Wochen nach Sturm in unveränderter Lage
(09.01.19) Mehrere alte Boote und Schiffe, die einem Sturm mit 111 km/h Windgeschwindigkeiten am 20.12.2018 in der Darrell Bay südlich von Squamish zum Opfer fielen, lagen drei Wochen später weier unter Wasser. Die 79 Fuß lange ‚J.S. Polhemus’ sank auf 100 Fuß Wassertiefe im Howe Sound. Kurz danach stellte die Coast Guard Ölaustritt fest.
Eine Ölsperre wurde über der Untergangsstelle ausgelegt. Eine Yacht sank auf 20 Fuß Wassertiefe unweit des Fährterminals von Darrell Bay. Sie wurde an einem Baum festgemacht. Der ehemalige Kutter ‚Zena‘ lag halb unter Wasser auf Felsen. 10 Fuß weit wurde der Bug aufgerissen, und Treibgut spülte aus dem Wrack.
Der Backbord-Tank war noch zu drei Vierteln gefüllt. Ein weiteres Boot, die ‚La Rata Bastarda’, lag bei Ebbe auf Grund. Es war nur mit einer Leine gesichert und könnte in einem neuen Sturm abtreiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer zerstörte drei Yachten in Charlestown
(09.01.19) Drei Yachten gerieten am Abend des 8.1. in der Marina in Charlestown, Boston, in brand. Eine Frau, die auf einem der Boote lebte, konnte sich unversehrt retten. Das Boston Fire Department, das um 23.20 Uhr ausrückte, war mit Dutzenden Einsatzkräften vor Ort, konnte aber nicht verhindern, dass ein Schaden von einer Million Dollar entstand.
Der Brand wurde durch Dieselvorräte auf den Schiffen genährt. Am Morgen des 9.1. gegen ein Uhr wurde er endgültig gelöscht. Zwei Boote wurden total zerstört und sanken, ein weiteres wurde beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Katamaran nach Cowes abgeschleppt
(09.01.19) RNLI-Crews aus Cowes und Yarmouth wurden am Abend des 8.1. alarmiert, um einem Katamaran vor Gurnard zu assistieren. Das 46 Fuß lange Boot hatte um 17.35 Uhr Ruderprobleme gemeldet. Es wurde von den beiden Rettungsbooten in ihrem ersten Einsatz des Jahres an die Trinity Landing, Cowes, abgeschleppt. Das Needles Coastguard Rescue Team war vor Ort und kümmerte sich um die Crew des Boots.
Quelle:Tim Schwabedissen


‚Tabitha‘ sinkt
‚Tabitha‘ sinkt
(Bild: Premar Manche)   Großbild klick!

Rettungsaktion für sinkende Yacht vor Dieppe
(08.01.19) Am 8.1. gegen sieben Uhr wurde das CROSS Gris-Nez alarmiert, nachdem die britische Segelyacht ‚Tabitha‘ (MMSI-Nr.: 232007268) fünf Meilen vor Dieppe einen Wassereinbruch erlitten hatte. Die dreiköpfige Crew hatte daraufhin Mayday gefunkt. Ein Dauphin-Helikopter der Marinebase in Le Touquet, der sich bereits in der Luft befand, wurde zu der Position dirigiert und winschte die Männer um 7.50 Uhr auf.
Sie wurden mit leichten Unterkühlungen ins Krankenhaus von Dieppe geflogen. Zur selben Zeit nahm das SNSM-Boot ‚Notre Dame de Bon Secours’ der Station Dieppe Kurs auf die Yacht, um zu versuchen, sie abzuschleppen. Doch das Boot sank, bevor es geborgen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Frachter nach Cuxhaven abgeschleppt
(08.01.19) Der unter Zypern-Flagge laufende Frachter ‚Anna G‘ erlitt am 7.1. um 8.30 Uhr auf der Elbe nordwestlich von Cuxhaven auf dem Weg von Rotterdam nach Husum einen Maschinenschaden und trieb manövrierunfähig auf der Nordsee. Er wurde daraufhin von dem Schlepper ‚Wulf 7‘ (IMO-Nr.: 9183075) um 13.15 Uhr auf den Haken genommen. Am Nachmittag stieß auch der Schlepper ‚Taucher O. Wulf 8‘ (MMSI-Nr.: 211328570) hinzu. Gemeinsam zogen sie den Havaristen mit einer Fahrt von drei bis vier Knoten nach Cuxhaven, wo er um 22.15 Uhr am Lenzkai festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker ‚Aulac Fortune‘brennt nach Explosion
Tanker ‚Aulac Fortune‘brennt nach Explosion
(Bild: Hongkong Police)   Großbild klick!

Tote und Vermisste nach Tankerexplosion vor Hong Kong
(08.01.19) Auf dem vietnamesischen Tanker ‚Aulac Fortune‘, 11290 BRZ (IMO:9541277), kam es am 8.1. um 11.30 Uhr Ortszeit eine Meile südlich von Lamma auf der Reede vor Hong Kong zu einer schweren Explosion mit nachfolgendem Feuer. Der Knall erschütterte Fenster noch in mehreren Kilometern Entfernung vom Unglücksort. Ein Crewmitglied kam ums Leben, drei weitere wurden noch vermisst.
24 Mann wurden gerettet. Sie sprangen auf der Flucht vor den Flammen teilweise ins Wasser. Andere wurden von der Detonation ins Meer geschleudert. Vier Mann kamen ins Ruttonjee Hospital in Wan Chai. Neben der Marinepolizei waren drei Löschboote und ein Regierungshubschrauber vor Ort im Einsatz und versuchten, das Feuer zu löschen.
Der Tanker entwickelte starke Steuerbordschlagseite. Dichter Rauch stieg von dem verwüsteten Deck vor den Aufbauten auf. Das Schiff war um fünf Uhr aus Dongguan in der Guangdong Provinz gekommen, wo es eine Ladung Gasöl gelöscht hatte. Offenbar hatten sich Gase in den leeren Tanks entzündet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht ‚Wild Eyes‘
Segelyacht ‚Wild Eyes‘
(Bild: South Australia Police)   Großbild klick!

Wild Eyes erneut aufgetaucht
(08.01.19) Die kieloben im Meer treibende Segelyacht ‚Wild Eyes‘ wurde am 6.1. vor Cape Kersaint, westlihc der Vivonne Bay. Ein Vertreter der einstigen Skipperin Abby Sunderland hat bereits Nachforschungen angestellt, um die Bergungsmöglichkeiten zu prüfen. Es wäre allerdings eine schwierige und kostspielige Angelegenheit. Die Fischer wollen das Wrack aus dem Seegebiet haben, weil es sie gefährdet.
Es war am 1.1. vor Kangaroo Island gefunden und von einer SA Police Water Operations Unit als die Yacht, die am 12.6.2010 entmastet aufgegeben werden musste, identifiziert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Hapag-Lloyd-Frachter außer Kontrolle
(08.01.19) Der Brand auf dem Hapag-Lloyd-Frachter ‚Yantian Express‘ auf dem Nordatlantik war derzeit außer Kontrolle. Der Offshore-Schlepper ‚SMIT Nicobar‘, der den Havaristen zeitweilig auf den Haken genommen hatte und ihn so aus dem Wind drehte, dass die Flammen auf dem Vorschiff sich nicht nach achtern ausbreiten sollten, musste die Schlepptrosse wieder slippen. Wegen der schlechten Wetterlage hatte der Brand nicht eingedämmt werden können, und die Flammen nahmen sogar deutlich an Intensität zu. Das Feuer drohte auf den Mittschiffsbereich und die darunter liegenden Laderäume überzugreifen.
So bestand auch die Gefahr der Entwicklung giftiger Gase von geladenem Gefahrgut. Wegen des stürmischen Wetters und der Gefahr von Explosionen war ein Löschangriff an Bord derzeit nicht möglich. Es bestand angesichts des Rollens des verlassenen Schiffs in der hochgehenden See zudem auch die Gefahr, dass Teile der Containerdecksladung sich lösen und ins Meer rutschen könnten.
Nun beschränkte sich die Crew der ‚SMIT Nicobar‘ seit dem 7.1. darauf, das Vorschiff des Frachters mit seinen beiden Löschmonitoren von außen zu kühlen. An Bord befand sich auch die gerettete, 23-köpfige Crew des Havaristen. Zusätzlich wurde der größere Schlepper ‚Maersk Mobiliser‘ aus Kanada in Marsch gesetzt und befand sich am 8.1. vor Ort. Die Reederei arbeitete mit der US Küstenwache zusammen, in deren Bereich sich das Schiff befand. Es trieb etwa 650 Seemeilen östlich des Hafens Halifax. Sollte die ‚Yantian Express‘, ein 320 Meter langes 7.150-TEU-Schiff sinken, wäre es der größte Schiffsverlust in der Geschichte der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd.
Quelle:Tim Schwabedissen


Viel Rauch, aber kein Feuer auf Suecia Seaways
(08.01.19) Feueralarm im Rotterdamer Hafen am Nachmittag des 7.1.: Aus beiden Schornsteinen der dänischen RoRo-Fähre ‚Suecia Seaways‘, 24196 BRZ (IMO-Nr.: 9153020), begannen an ihrem Liegeplatz imVulcaan-Hafen in Vlaardingen dichte, schwarze Rauchwolken zu quellen, die über das Hafengebiet und Schiedam zogen. Die Feuerwehr wurde um 13.30 Uhr alarmiert und rückte mit zahlreichen Einsatzkräften und einem Spezialteam zur Schiffsbrandbekämpfung an.
Wie sich herausstellte, gab es an Bord allerdings kein offenes Feuer, sondern ein Problem mit einem Kessel. Nachdem dieses behoben wurde, durfte das Schiff den Hafen auch wieder verlassen und nahm gegen 22 Uhr Kurs auf Felixstowe, wo es am 8.1. um 4.15 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Computerproblem legte Hauptmaschine lahm
(08.01.19) Als der holländische Tanker ‚Thun Goliath‘, 4745 BRZ (IMO-Nr.: 9297204), von Liverpool kommend vor Milford Haven ankerte, kam es am 4.1. um 19.15 Uhr zu einer Fehlfunktion des Hauptmaschinencomputers auf Position 51 47.78 N, 005 09.77 W. Dadurch konnte die Hauptmaschine nicht mehr bedient werden, und es gab nur noch den Hilfsgenerator zum Schiffsbetrieb. Ein Ingenieur wurde an Bord gebracht, um das Problem am Wochenende vom 5. auf den 6.1. zu lösen.
Das Schiff samt seiner 13-köpfigen Crew blieb dabei weiterhin in der St. Brides Bay vor Anker. Am 8.1. lag es dort weiterhin.
Quelle:Tim Schwabedissen


Indonesische Fähre erlitt Maschinenschaden
(08.01.19) Die indonesische Fähre ‚Trans Asia 9‘, 5500 BRZ (IMO-Nr.: 7823528), erlitt am 6.1. um neun Uhr auf dem Weg nach Cebu City vor dem Hafen Maschinenschaden. Sie musste von einem Schlepper an die Pier 4 gezogen werden. Sie wurde mit einem Auslaufverbot durch die Maritime Industry Authority belegt, bis der Schaden wieder behoben und das Schiff für seetüchtig befunden worden ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sturm dürfte weiteres Treibgut der MSC Zoe auf den Strand bringen – 240 Container lokalisiert – Löschen der Fracht wird Wochen dauern
(08.01.19) Mit einem Sturm, der sich über der Nordsee zusammenbraute und zu einer Springtide führen sollte, wurde ab dem 8.1. mit dem Stranden weiteren Treibguts der ‚MSC Zoe‘ an der holländischen Küste gerechnet. Nach mehreren Tagen Großeinsatz war die Lage am 7.1. dort einigermaßen unter Kontrolle gewesen. Auf Schiermonnikoog wurden kleinere Teile mit einem Vakuum-Strandreinigungsgerät aus Sand und Dünen entfernt.
15 Kutter suchten auf See nach verlorener Ladung. Um die Räumarbeiten auf der Insel Borkum zu unterstützen, wurden zwei geländegängige Kettenfahrzeuge mit der Norddeicher Fähre ‚Leysand‘ auf die Insel gebracht. Die Suchaktion auf See wurde wegen des Sturms am Abend des 7.1. eingestellt.
Nach einer Zählung von Rijkswaterstaat hat die ‚MSC Zoe‘ insgesamt 281 Container verloren. Von diesen konnten inzwischen 240 oberhalb von Terschelling und Schiermonnikoog lokalisiert werden. 222 waren gesunken, 18 auf den Strand getrieben. Von 41 Boxen fehlte bislang jede Spur.
Die meisten per Sonar auf dem Meeresboden georteten Container in deutschen Gewässern befanden sich auf etwa 20 Metern Wassertiefe 12 Seemeilen nördlich von Borkum. Das Löschen der ‚MSC Zoe‘ in Bremerhaven ging unterdessen gut voran. Zwischen 400 und 500 beschädigte oder verkantete Container müssen mit Spezialgerät von Bord geholt werden.
Dazu wurden zunächst die heilen Container in der Umgebung gelöscht, um an die anderen besser heranzukommen. Die Arbeit dürfte aber mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff wird in Minden repariert
(08.01.19) Das in der Nacht des 7.1. im Hiller Hafen havarierte, tschechische Binnenschiff ‚Labe 25‘, 1165 ts (EU-Nr.: 08451014), erreichte am Nachmittag desselben Tags die Mindener Werft. Dort wird es nun repariert. Das 80 Meter lange, mit 950 Tonne Weizen beladene Schiff war in der Nacht um 2.30 Uhr in Hille in die Uferböschung des Mittellandkanals gelaufen, nachdem die Ruderanlage ausgefallen war.
Dabei wurde der Rumpf aufgerissen. Außerdem fiel aber auch die Lenzpumpe aus, sodass das eindringende Wasser nicht gelenzt werden konnte. Unkontrolliert strömte es in die Ballasttanks, und der Frachter drohte zu sinken. Um 2.50 Uhr wurden die Löschgruppen Hartum, Hille, Eickhorst und Nordhemmern alarmiert.
Als Sofortmaßnahme wurden zwei TS 8-Pumpen eingesetzt. Zur Sicherheit war auch ein Boot vor Ort, das aber nicht zum Einsatz kam. Dann trafen die Wasserschutzpolizei und Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes ein, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Sie entschieden, dass Taucher den Schaden am Schiff inspizieren sollten.
Die Taucher gingen gegen 9.30 Uhr in das vier Grad kalte Wasser und machten sich ans Abdichten des zwei mal ein Zentimeter großen Lochs. Gegen 12 Uhr konnte der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Hille nach neun Stunden beendet werden. Da der Schaden nur provisorisch behoben war, musste der Frachter für eine gründliche Reparatur die Werft in Minden ansteuern. Dort sollte auch ein Sachverständiger die ausgefallene Ruderanlage überprüfen, bevor die Fahrt von Calvoerde nach Leeuwarden in den Niederlanden weitergehen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler nach Saint-Guénolé eingeschleppt
(08.01.18) Das SNSM-Rettungsboot ‚Men Meur‘ aus Guilvinec wurde am 6.1. von der SNSM-Station in Saint-Guénolé um Hilfe gebeten, deren eigenes Boot in der Werft lag. Es sollte den havarierten französischen Trawler ‚Antaeus – GY 711864‘, 128 BRZ (MMSI-Nr.: 227941000), abschleppen, der am 4.1. südlich der Scilly Islands auf Fangfahrt einen Getriebeschaden erlitten hatte. Gegen 14 Uhr lief das Rettungsboot aus und nahm den Havaristen eine Stunde später in der Audierne Bucht auf den Haken. Um 16 Uhr wurde er im Hafen von Saint-Guénolé sicher festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter vor Bolinao/Philippinen havariert
(08.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚Honor‘, der mit einer Ladung von 60.000 Säcken Reis von Vietnam nach "Poro Port in der La Union City von San Fernando unterwegs war, erlitt am 7.12. im Golf von Lingayen einen Maschinenschaden. Die Crew versuchte, die Maschine des 12 Kilometer vor Bolinao liegenden Schiffs zu reparieren. Ein Team der philippinischen Coastguard, die Polizei und das Department of Environment and Natural Resources wurden ebenfalls eingeschaltet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper sank auf Tennessee River
(08.01.19) Der 18 Meter lange, amerikanische Schubschlepper ‚Tom Bussler‘ (MMSI-Nr.: 367710310) sank am 7.1. um 21.15 Uhr auf dem Tennessee River in Calvert City zwischen Arkema und Bailey Port. Die zweiköpfige Crew wurde nach rund 20 Minuten von einem anderen Schlepper aus dem Wasser geborgen und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die US Coastguard, das Calvert City Fire Department sowie örtliche Rettungskräfte waren im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Japanaischer Schlepper auf dem Weg zur Sincerity Ace
(08.01.19) Der japanische Bergungsschlepper ‚Koyo Maru‘ (IMO-Nr.: 9162148), der Nippon Salvage Co., Ltd. war am 8.1. unterwegs zu dem brennenden Autofrachter ‚Sincerity Ace‘. Er sollte das Wrack untersuchen und versuchen, es in Richtung der japanischen Küste zu ziehen. Dies könnte günstigenfalls um den 25.1. der Fall sein.
Die US-Küstenwache hatte die Suche nach Überlebenden vor Hawaii eingestellt. Bei dem Feuer starben fünf Seeleute. Ein Besatzungsmitglied wurde vermisst, die anderen vier Seeleute konnten nicht geborgen werden. Nachdem auf dem von MOL gecharterten Frachter rund 1.800 Meilen von Hawaii entfernt das Feuer ausgebrochen war, konnten 16 der 21 Besatzungsmitglieder von zur Hilfe geeilte Schiffe gerettet werden.
Der verlassene Autotransporter trieb seither mit Schlagseite nach Steuerbord auf See. Ein Bergungsplan wurde von der Coastguard in Abstimmung mit dem Eigner erarbeitet. Das Schiff war mit 3.500 Nissan-Neuwagen auf dem Weg von Yokohama nach Honolulu gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper sank auf Paraná
(08.01.19) Der 37 Meter lange, argentinische Schlepper ‚Cavalier XV‘ (MMSI-Nr.: 701006286) sank am 6.1. bei einem Sturm in hohem Seegang auf dem Paraná river im Gebiet von San Cosme und Damian in Carmen del Paraná nahe des Yacyretá-Dams oberhalb der Schifffahtsschleuse. Nur noch die Aufbauten ragten aus dem Wasser. Aus dem Maschinenraum lief etwasÖl in den Fluss aus. Taucher des Naval Consulting Service wurden zur Assistenz gerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter ‚Burhan Dizman 1‘
Archivbild Frachter ‚Burhan Dizman 1‘
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Technische Probleme in Dardanellen
(07.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚Burhan Dizman 1‘, 5816 BRZ (IMO-Nr.: 9381809), erlitt am 1.1. beim Transit der Dardanellen einen technischen Schaden. Das Schiff warf Anker auf der Reede von Karanlik Lima, wo die Crew eine Reparatur durchführte. Am 3.1. gegen 12 Uhr setzte es seine Reise fort und machte am 4.1. um 5.50 Uhr am Gemport Container Terminal in Gemlik fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter ‚Louise Auerbach‘ in der Kanalböschung
Frachter ‚Louise Auerbach‘ in der Kanalböschung
(Bild: Frank Behling)   Großbild klick!

Erste Havarie des Jahres auf dem Nord-Ostsee-Kanal
(07.01.19) Am 6.1. gegen 13 Uhr kam der unter Liberia-Flagge registrierte Frachter ‚Louise Auerbach‘, 9611 BRZ (IMO-Nr.: 9388895), beim westgehenden Transit des Nord-Ostsee-Kanals auf Höhe der Levensauer Hochbrücke vom Kurs ab und lief bei Suchsdorf in die Kanalböschung, in der der 138 Meter lange Frachter steckenblieb. Die Verkehrszentrale in Brunsbüttel sperrte daraufhin den Streckenabschnitt komplett für den übrigen Verkehr. Sieben Schiffe waren davon betroffen.
Die Besatzung konnte den Frachter nach 90 Minuten aus eigener Kraft wieder aus der Böschung abbringen. Mithilfe des inzwischen zur Unterstützung eingetroffenen Kieler Schleppers „Stein“ wurde er auf dem Kanal gedreht und zurück zum Nordhafen in Kiel gebracht, wo er gegen 15 Uhr am Voith-Kai festmachte. Dort begann die Wasserschutzpolizei damit, das Schiff zu untersuchen. Außerdem wurde eine Klasseinspektion durchgeführt. Die ‚Louise Auerbach‘ hatte in Rauma Maschinenteile von Wärtsilä geladen.
Das 2007 auf der Werft Qingshan in China als ‚Beluga Fanfare‘ erbaute und 12.652 Tonnen tragende Projektladungsschiff ist mit drei Laderäumen, Zwischendecks und zwei Kränen von jeweils 150 Tonnen Hebelastkapazität ausgestattet. Es ist 138,06 Meter lang, 21,35 Meter breit und hat acht Meter Tiefgang. Der Frachter läuft für die Peter Döhle Schifffahrts KG in Hamburg.
In der Folge der Havarie kam es auch auf dem dänischen Tanker ‚Torm Louise‘, 29283 BRZ (IMO-Nr.: 9392482), zu einem Problem – er hatte wegen der Kanalsperrung in der Weiche Landwehr stoppen müssen. Als die Sperre gegen 15 Uhr aufgehoben wurde, bekam er den Anker nicht mehr aus dem Wasser, weil die Winsch einen Schaden erlitten hatte. Zur Reparatur von deren Antrieb machte das nach Porvoo bestimmte Schiff am 7.1. um 10 Uhr an der Bominflot-Bunkerstation in Kiel-Projensdorf fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Treibgut der 'MSC Zoe'
Treibgut der 'MSC Zoe'
(Bild: Arjan Henriks)   Großbild klick!

Weitere Ladung der MSC Zoe auf Borkum angespült
(07.01.19) Die Einsatzkräfte auf Borkum haben am 6.1. weiteres Strandgut aus der Ladung des Containerfrachters ‚MSC Zoe‘ gefunden. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Kinderspielzeug, Verpackungsmaterial und Fahrradteile. Seit Beginn des Einsatzes wurden auf Borkum knapp 45m³ Strandgut eingesammelt, darunter Verpackungsmaterial wie Styropor und Kinderspielzeug wie Plastikwaffen und -helme oder Schutzwesten sowie Fernseher, Matratzenschoner und Fahrradteile.
In der Nordsee konnten die Schiffe vereinzelt Ladungsinhalte sichten und bergen. Das Ölüberwachungsflugzeug Do 228 sichtete bei einem Kontrollflug am Vormittag keine neuen Container. Neben der ‚Neuwerk‘, ‚Mellum‘, ‚Gustav Meyer‘, 'Norden', ‚Wega‘, ‚Bad Bramstedt‘ und ‚Borkum‘ war auch das Peilschiff ‚Paapsand‘ im Suchgebiet im Einsatz. MSC hat inzwischen die Firma
'Norden' auf der Suche vor Borkum
'Norden' auf der Suche vor Borkum
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Ardent Global beauftragt, die Bergungsarbeiten in Deutschland und den Niederlanden zu übernehmen.
Bislang war nach Angaben des Havariekommandos und der niederländischen Küstenwache nur der Verbleib von etwa 30 der 277 verlorenen Container sicher geklärt. Das Havariekommando hat inzwischen Strömungsmodelle durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erstellen lassen, die auch eine langfristige Bewegung der Trümmerfelder errechnen.
An der holländischen Küste hat sich nach dem tagelangen Großeinsatz unter Mithilfe zahlreicher Freiwilliger die Lage aktuell entspannt. In Schiermonnikoog wurden kleine Teile mit einem Strandreinigungsgerät, einer Art Staubsauger aus den Dünen und dem Sand entfernt. 15 Kutter suchten auf See weiter nach Treibgut.
Eine Springflut drohte Anfang der Woche aber wieder Ladungsreste in den Küstenbereich zu befördern. Nach holländischen Angaben hat die MSC Zoe’ 281 Container verloren. Laut Rijkswaterstaat wurden davon inzwischen 240 oberhalb von Terschelling und Schiermonnikoog mit Sonar lokalisiert oder angetrieben. 18 trieben auf den Strand, 222 lagen auf dem Meeresgrund und weitere 41 bislang komplett verschwunden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yantian Express zwei Tage nach Brandausbruch aufgegeben
(07.01.19) Zwei Tage nach dem Ausbruch eines Feuers an Bord des Hapag-Lloyd-Containerschiffes ‚Yantian Express‘ am 4.1. wurde das Schiff am Wochenende evakuiert. Der Brand war auf dem Atlantik etwa 650 Meilen vor der kanadischen Küste und rund 1.000 Meilen nordwestlich der Bermuda-Inseln ausgebrochen. Wegen der schlechten Wetterlage konnte es nicht eingedämmt werden und hatte zeitweise deutlich an Intensität zugenommen.
Deshalb wurde beschlossen worden, die 21-köpfige Besatzung, bestehend aus acht Offizieren und 15 Crewmitgliedern abzubergen. Sie wurde am 5. und 6.1. von dem Bergungsschlepper ‚Smit Nicobar‘IMO:9322592 an Bord genommen. Die weitere Entwicklung auf der ‚Yantian Express‘ werde kontinuierlich analysiert. Die Brandbekämpfung wurde durch den Bergungsschlepper fortgesetzt, doch konnte das Feuer bislang nicht gelöscht werden. ‚Der kanadische Offshore-Schlepper ‚Maersk Mobiliser‘ (IMO-Nr.: 9765471) lief am 5.1. aus St. John’s aus, um den Havaristen in Richtung Halifax auf den Haken zu nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter bei Kollision vor Cai Lan
(07.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Holzfrachter ‚Daio Southern Cross‘, 49098 BRZ (IMO:9566629), der am 6.1. aus Cai Lan nach Mishima ausgelaufen war, kollidierte am 7.1. um 1.40 Uhr mit dem vietnamesischen Binnenschiff ‚NB-8836‘ in der Ha Long Bay im Golf von Tonkin. Das mit 1.580 Tonnen Zement beladene Schiff zerbrach und sank. Nur ein Teil des Bugs blieb kieloben liegend über Wasser sichtbar.
Von der fünfköpfigen Crew wurden vier Mann gerettet. Einer wurde später tot geborgen. Der Holzfrachter, der eine 20-köpfige philippinische Crew an Bord hatte, ging auf der Reede von Hon Gai vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandeter Trawler würde bei Bergungsversuch sinken
(07.01.19) Die Untersuchung des in Kvinnvika gestrandeten Trawlers ‚Northguider‘ am Wochenende ergab, dass er beim Versuch, ihn vom Grund zu ziehen, derzeit sinken könnte. Das Küstenwachboot ‚Svalbard‘ kehrte inzwischen nach Longyearbyen zurück, um weiteres Bergungsgerät und notwendige Ausrüstung an Bord zu nehmen. Auf der Basis der Dokumentation, die im Zuge der Untersuchungen an Bord erstellt wurde, wird an einem Bergungsplan durch Ardent Global und die Küstenwache gearbeitet.
Vorrang hat derzeit das Auspumpen der 320 Tonnen Diesel aus den Tanks, bevor an weitergehende Bergungsaktionen gedacht werden kann. Dazu haben die Einsatzkräfte einen Weg zu den Ansatzpunkten erkundet. Außerdem wurde alles lose Material, das eine Gefährdung darstellen kann, so wie Farben, Leinen, Chemikalien oder Batterien, entfernt. Alle Luken und Ventile wurden abgedichtet, um eine weitere Ausbreitung des ins Schiffsinnere bereits eingedrungene Wasser zu verhindern. Messgeräte, die jede Bewegung des Schiffs überwachen, wurden angebracht. Ein Überwachungsflugzeug der Küstenwache wurde auf Spitzbergen stationiert, um mögliche Ölaustritte festzustellen und zu verfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach 10 vermissten Seeleuten eingestellt
(07.01.19) Das Taipei RCC beendete die SAR-Operation für die weiter vermissten 10 Crewmitglieder des am 2.1. rund 80 Meilen nordöstlich der Insel Pengija gesunkenen Frachters ‚London‘ am 6.1. Von den 15 Mann, 14 aus Myanmar und einem Taiwanesen, waren zwei von einem südkoreanischen Kutter und zwei weitere von einem chinesischen Kutter gerettet worden, der auch einen Mann tot aus der See zog. Die ‚London‘ war 1,5 Stunden zuvor um 4.30 Uhr 170 Kilometer östlich von Taizhou City, Zhejiang Provinz, gesunken.
Das Verteidigungsministerium mobilisierte drei Helikopter, und das Air Combat Command schickte ein Suchflugzeug sowie einen S-70C-Hubschrauber. Die Coast Guard schickte die ‚Taoyuan - CG-132’, außerdem beteiligte sich China mit zwei Hubschraubern und vier Rettungsschiffen. Außerdem erreichten am 3.1. zwei Fregatten aus Taiwan die Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision auf Chittagong-Reede
(07.01.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier ‚Sea Dolphin C.‘, 23236 BRZ (IMO-Nr.: 9486427), kollidierte am 4.1. mit dem indonesischen Tanker Maiden ‚Alpha‘, 9959 BRZ (IMO-Nr.: 8818245), auf der Außenreede von Chittagong. Beide Schiffe wurden bei dem Unfall beschädigt. Der Frachter war für Schiffsabbrecher in Chittagong bestimmt und ankerte seit dem 18.12.2018 auf Position 22° 16.76' N 091° 42.27' O.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hiller Hafen: Tschechisches Binnenschiff leckgeschlagen
(07.01.19) Die Löschgruppen Hartum, Hille, Eickhorst und Nordhemmern wurden in der Nacht zum 7.1. um 2.50 Uhr alarmiert, weil ein tschechisches Binnenschiff im Hiller Hafen mit dem Heck gegen die Spundwand gestoßen und leckgeschlagen war. Da die an Bord befindlichen Pumpen ausgefallen waren, war der Laderaum voll Wasser gelaufen. Das Schiff war mit rund 950 Tonnen Weizen beladen. Als Sofortmaßnahme setzte die Feuerwehr zwei TS 8-Pumpen ein, um das Wasser abzupumpen. Währenddessen kümmerten sich Schiffseigner und Wasserschutzpolizei um einen Hafen in dem das Schiff gelöscht werden kann. Der Einsatz dauert am Morgen noch an. Ein Taucher war vor Ort, um zu kontrollieren, ob das Schiff im Hiller Hafen repariert werden kann oder in eine Werft gebracht werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Emden
(07.01.19) Am 4.1. um 19.10 Uhr kollidierte m Emder Hafen ein unter der Flagge Maltas fahrender Massengutfrachter ‚OC Aggnes‘, 19538 BRZ (IMO-Nr.: 9440447) beim Auslaufen nach Jelsa mit einer Kante des Emder Südkais und zog sich dabei einen Riss in der Außenhülle rund 2,5 Meter oberhalb der Wasserlinie zu. An der Kaimauer entstand kein Sachschaden.
Dem Schiff wurde bis nach einer Reparatur durch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Berufsgenossenschaft Verkehr Hamburg, ein Auslaufverbot erteilt. Am 7.1. lag es weiter am Südkai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung von Luxusyacht gescheitert
(07.01.19) Die 17 Meter lange 1.5-Millionen-Dollar-Luxusyacht, die nach einer Grundberührung mit Bodenschäden vor der Dubai Marina gesunken war, lag am 6.1. weiter auf Grund. Nur die obersten Teile ragten, flankiert von zwei Auftriebskörpern, rund 100 Meter vor der Küste noch aus dem Wasser auf Höhe der Jumeirah Beach Residence. Das Boot lag tiefer als am Vortag, nachdem Bergungsarbeiten erfolglos verlaufen waren.
Am 3.1. war das Boot mit acht Touristen und einer dreiköpfigen Crew an Bord gerettet worden. Die Russen, Briten und Franzosen waren von einem Polizeiboot unversehrt gerettet worden. Am Abend des 5.1. war die Bergung im Gange, doch nachdem erstmals Menschen an Bord gegangen waren, sackte das Schiff wieder weg.
Quelle:Tim Schwabedissen


Herrenlose Yacht liegt gestrandet in Townsville/Australien
(07.01.19) Für die 11 Meter lange Segelyacht ‚Tucana‘, die am 28.11. im Duckpond in Townsville strandete, nachdem der Anker nicht mehr im Grund gehalten hatte, muss binnen neun Tagen ein Bergungsplan bei Maritime Safety Queensland vorliegen. Andernfalls könnte sie beschlagnahmt und abgewrackt oder versteigert werden. Die Behörde versuchte nun, den Eigner ausfindig zu machen, um sich über eine Bergung zu verständigen.
Das rostige Stahlboot lag im flachen Wasser auf der Nordseite der Hafenmole nahe Townsville, ohne das Aktivitäten, es wieder flottzumachen, erkennbar gewesen wären seit der Havarie. Bis zum 16.1. muss sich der Eigner melden, wenn er Rechte an dem Boot noch geltend machen will.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Tote und vier Vermisste bei Schiffbruch vor Samsun/Türkei
(07.01.19) Zwei Seeleute kamen ums Leben und wurden tot geborgen, vier wurden vermisst, nachdem der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚Volgo Balt 214‘, 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8841644), am 7.1. vor der Küste der türkischen Provinz Samsun sank. Das Schiff hatte im Schwarzen Meer rund 125 Kilometers vor der Küste um 8.10 Uhr einen Notruf abgesetzt. Um 8.50 Uhr brach der Kontakt ab.
Daraufhin lief eine SAR-Operation durch die türkische Coastguard an. Um 9.05 Uhr stieg der erste Hubschrauber vom Samsun-Çarsamba Airport. Um 9.54 Uhr war er vor Ort und fand drei Rettungsinseln in der stürmischen See treibend vor. Sieben Mann der 13-köpfigen Crew – darunter neun Ukrainer, zwei Aserbaidschaner und zwei Russen, wurden lebend geborgen und mit dem Hubschrauber in Krankenhäuser geflogen.
Zwei Mann wurden tot aufgefunden. Insgesamt waren vier Helikopter, ein SAR-Schiff, ein Schlepper und zwei Boote der Coastguard aus Sinop und Samsun sowie zwei Handelsschiffe an der Suche nach den vermissten Seeleuten beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew von gestrandetem Fischfracher abgeborgen
(07.01.19) Die 24-köpfige, chinesische Crew des gestrandeten Fischfrachters ‘Ou La Yeng 06" wurde am 6.1. von ihrem Schiff abgeborgen und nach Majuro, die Hauptstadt der Marshall Islands, gebracht. Die Rettungsaktion wurde von einem Patroullienboot der Regierung und der chinesischen ‚Shen Lian Cheng 737‘ durchgeführt. Die US Coastguard sicherte die Aktion mit einer HC 130 Hercules aus der Luft ab.
Die Regierung behandelte das Schiff inzwischen als Kriminalfall. Es war nicht lizensiert zum Betrieb in der Wirtschaftszone der Marshall Islands. Nun wurde die Crew verhört. Behördenvertreter machten sich unterdessen auf dem Weg zu dem Havaristen, um die Schäden am Schiff und am Atoll zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähren auf Meghna River/ Bangladesh kollidiert – ein Toter
(07.01.19) Mindestens ein Mensch kam ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, als auf dem dem Meghna River am 6.1. bei Kaliganj Pt. in Mehendiganj gegen 00.45 Uhr die Fähre ‚Adventure-9‘ auf dem Weg nach Dhaka auf eine Untiefe lief und die ‚Sundarban-6‘ frontal in sie hineinlief. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Bangladesh Inland Water Transport Association (BIWTA) bei Nebel und entsprechend schlechter Sicht. Bei dem Toten handelte es sich um einen 20-jährigen auf der Adventure-9, der an Deck gestanden hatte.
Die Verletzten kamen in Krankenhäuser in Barishal. An Bord der ‚Adventure-9‘ waren über700 Passagiere, auf der ‚Sundarban-6‘ mehr als 500. Das festsitzende Schiff hatte kein Signal gegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall in Cebu City/Philippinen
(07.01.19) Am 6.1. um 7.30 Uhr kam es auf der indonesischen Fähre ‚Our Lady of Good Voyage‘ der Medallion Shipping, die mit 585 Passagieren und einer 46-köpfigen Crew unterwegs war, zu einem Maschinenausfall vor den South Road Properties in Cebu City. Das Schiff war am Abend des 5.1. aus Dipolog City ausgelaufen und steuerte gerade Pier 4 in Cebu City an, als auf einmal der Antrieb versagte.
Der Schlepper ‚Andrick‘ der Golden Shipping Lines zog das Schiff um neun Uhr an den Kai. Die Coast Guard Station in Barangay Tinago, Cebu, leitete eine Untersuchung ein. Vorerst wurde ein Fahrverbot verhängt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack der 'Arsinoi'
Wrack der 'Arsinoi'
(Bild: Thanassis Stavrakis)   Großbild klick!

27 Wracks werden vor Eleusis/Griechenland geborgen
(05.01.19) 27 Wracks, von denen 12 als potentiell gefährlich eingeschätzt wurden, werden jetzt auf Initiative der Elefsina Port Authority aus dem Golf von Eleusis, einem Industriegebiet mit Fabriken und Werften bei Piräus, geräumt. Sie haben dort zum Teil jahrzehntelang gelegen und sind sowohl eine Schifffahrts- wie auch eine Umweltgefährdung. Insgesamt liegen zwischen Piräus und der Insel Salamis 52 Wracks.
Aus einigen laufen ölhaltige Flüssigkeiten aus. Die Eigner kommen aus Griechenland, den Marshall Islands, England oder Honduras. Einige gingen pleite, andere sind nicht länger auffindbar. Deshalb haben die Behörden einen Prozess begonnen, bei dem der Staat aktiv werden kann.
Berger sollen die Wracks zerlegen und abtransportieren. Sie arbeiten auf eigene Rechnung und verkaufen dann den Stahl, wodurch sie Gewinn erzielen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenschaden in Andirrio
(05.01.19) Am 4.1. wurde die Hafenbehörde von Rio durch den Kapitän der griechischen Fähre ‚Pantanassa‘, 753 BRZ (IMO-Nr.: 8917118), informiert, dass es zu einem Schaden an der Steuerbordmaschine gekommen war. Das Schiff lag im Hafen von Andirrio und hatte noch keine Passagiere an Bord. Um 9.30 Uhr sollte es planmäßig von Antirios nach Rio auslaufen.
Die Hafenbehörde von Patras verhängte ein Auslaufverbot, bis eine Reparatur durchgeführt war. Als dies geschehen und eine Klasseinspektion absolviert war, konnte das Schiff auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegische Coastguard auf der ‚Northguider'
Norwegische Coastguard auf der ‚Northguider'
(Bild: Kystverket)   Großbild klick!

Boarding-Team erstmals auf gestrandetem Trawler
(5.1.2019) Nach etlichen Stunden Wartens fand sich für ein Boarding-Team auf dem Patroullienboot ‚Svalbard’ der norwegischen Coastguard am 3.1. um 18.30 Uhr ein Wetterfenster, um mit einem Boot auf den gestrandeten Trawler ‚Northguider', 1792 BRZ (IMO-Nr.: 8714619), nördlich von Spitzbergen überzusetzen. Das Schiff lag unter einem dicken Eispanzer, der im Scheinwerferlicht in der tageslichtlosen Polarnacht geisterhaft leuchtete, mit dem Heck weggesackt und Schlagseite auf Grund. Bei 40 Knoten Wind war es zunächst unmöglich gewesen, sich gefahrlos anzunähern.
Erst gegen Abend bot sich diese Chance. Ein Team konnte an Bord übersetzen und sich einen ersten Überblick verschaffen. Es begann, alle losen Objekte an Deck wie Farben, Chemikalien, Leinen und ungesicherte Öltanks zu entfernen. Ein ROV wurde ausgesetzt, um den Rumpf zu inspizieren und anschließend die Bodenverhältnisse an der Strandungsstelle zu kartieren. So soll herausgefunden werden, wie dicht sich andere Schiffe an den Havaristen gefahrlos annähern können. Vorrang hat zunächst das Abpumpen der 320 Tonnen Diesel in den Tanks.
Dazu müssen etliche Kalkulationen durchgeführt werden, ebenso, um zu klären, ob das Schiff vom Grund gezogen werden kann. Dann muss das weitere Vorgehen in dem ökologisch sensiblen Gebiet geplant werden. Der Fokus lag darauf, Schäden an der Umwelt abzuwenden.
Der Dieseltank blieb bisher unbeschädigt. Es gab aber Leckagen von Ölabfall in den Maschinenraum. Im Rumpf fand sich ein Riss, durch den der Maschinenraum wie auch der Hilfsmaschinenraum mit 700 bis 900 Tonnen Wasser vollliefen. Aber weder im Gefrierraum noch im Bugstrahlruderraum wurde Wassereinbruch festgestellt, was auf die solide eisverstärkte Bauweise des Schiffes zurückgeführt wurde, das einiges auszustehen vermag.
Ob das Schiff schwimmfähig sein würde, wenn man es vom Grund zieht, konnte derzeit noch nicht gesagt werden. Das Personal der holländischen Bergungsfirma Ardent Global blieb bis zum 4.1. um drei Uhr an Bord und führte seine Untersuchungen durch. An Backbordseite lag die ‚Northguider‘ auf Sand- und Kiesgrund, während sich an Steuerbordseite Felsen befanden, durch die der Rumpf auch aufgerissen worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank in Altefähr
(05.01.19) Der am 2.1. in Altefähr auf Rügen zwischen 19 und 20 Uhr in der Sturmflut, die mit dem Sturm Zeetje über die Ostsee fegte, gesunkene Fischkutter ‚Kehr Wieder‘ wurde am 4.1. von einem Mobilkran des Krandienst Lange wieder gehoben. Nur noch ein kleiner Teil des Schiffs hatte aus dem Wasser geragt. Nun wurde das Wrack auf Land abgesetzt.
Im Holzrumpf klaffte ein großes Loch. Nach einer Begutachtung muss der Eigner nun die Entscheidung treffen, was weiter mit seinem Schiff passiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Dreifackpack
Ein Dreifackpack
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Suche nach Containern der MSC Zoe dauert an
(05.01.19) Seit Tagesanbruch des 4.1. wurde die Suche nach den verlorengegangenen Containern der ‚MSC Zoe‘ fortgesetzt. Dafür flogen das Ölüberwachungsflugzeug Do 228 und ein Bundespolizeihubschrauber regelmäßig Suchmuster im Einsatzgebiet. Die Bergung der bereits gefundenen Container gestaltete sich schwierig, da diese zumindest teilweise mit Wasser vollgelaufen sind und ein hohes Gewicht hatten.
Gleichzeitig befanden sie sich im Flachwasser, weshalb größere Schiffe aufgrund ihres Tiefgangs nicht nah genug an die Container heranfahren konnten, um diese aufzunehmen. Weitere Container waren entweder bei der Havarie oder danach im Wasser aufgerissen oder zerquetscht worden.
Angeschwemmter Container
Angeschwemmter Container
(Bild: Kustwacht)   Großbild klick!

Dabei breiteten sich tonnenweise Ladung und Plastikfolien aus den Verpackungen im Meer aus.
Eines der Suchschiffe stieß beispielsweise auf ein Feld mit treibenden Autoreifen. Am Morgen des 4. 1. gegen 8.30 Uhr wurden auf Borkum etwa 30 Fernseher sowie Schuhe und Bettwäsche auf 1,5 Kilometern Länge angespült. Die TV-Geräte waren völlig zerstört und zum Teil verbogen.
Strandläufer der Kurverwaltung hatten sie am Südstrand der Insel entdeckt. Inzwischen haben Mitarbeiter der Kurverwaltung das Treibgut eingesammelt. Am 5.1. kamen kleinere Plastikteile, darunter Spielzeughelme, Schutzwesten und Verpackungsmaterial auf den Strand. Einsatzkräfte
Holländische Soldate säubern die Küste
Holländische Soldate säubern die Küste
(Bild: Kustwacht)   Großbild klick!
der Feuerwehr und der Strandmeisterei waren seit dem Vormittag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.
An diesem Tag mussten das Ölüberwachungsflugzeug und der Hubschrauber der Bundespolizei wegen der Wetterverhältnisse am Boden bleiben. In der stürmischen See und bis zu fünf Meter hohen Wellen war derzeit auch keine Markierung von entdeckten Containern möglich. Fünf Schiffe, darunter die ‚Wega‘ des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, die ‚Neuwerk‘ als On Scene Coordinator vor Ort, das Mehrzweckschiff ‚Mellum‘, die Tonnenleger ‚Gustav Meyer‘ und ‚Norden`, das Bundespolizeiboot ‚Bad Bramstedt‘ und das Zollboot ‚Borkum‘ führten ihre Suche nach den noch vermissten rund 240 Containern allerdings weiter fort.
In deutschen Gewässern wurden mittlerweile knapp 20 Container gesichtet oder per Sonar geortet. Bislang konnte indes keiner geborgen werden. Die Einsatzschiffe liefen nach einem bestimmten Suchmuster die Nordsee ab. Für den Fall, dass Container oder Ladungsreste an der deutschen Nordseeküste anlanden sollten, hat das Havariekommando das Technische Hilfswerk mit Spezialgerät in Bereitschaft versetzt.
Grundlage der Suche waren Berechnungen der Wasserschutzpolizei, in denen zwei mögliche Positionen für den Containerverlust ermittelt wurden. Einer befand sich etwa 22 Kilometer nordwestlich von Borkum, der andere 22 Kilometer nördlich der niederländischen Insel Ameland. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat aufgrund dieser Daten in einem Driftmodell einen wahrscheinlichen Weg der über Bord gegangenen Ladung berechnet, an den sich die Suchschiffe orientierten.
In Schiermonnikoog trieb in der Nacht zum 5.1. ein zweiter Sack mit Dibenzoylperoxid an. Einer der drei vermissten Gefahrgut-Container enthielt 280 Säcke der Chemikalie, die zur Kunststoffherstellung verwendet wird. Bislang wurden nur zwei der 25-Kilo-Säcke in den Niederlanden angespült. Ein zweiter vermisster Gefahrgut-Container hatte 1.500 Kilogramm Lithium-Ionen-Batterien geladen.
Die Strände und Küsten der friesischen Inseln waren übersät mit Treibgut und Verpackungsmüll aus den Containern. Fischer aus Zoutkamp bargen Flachbildschirme oder Sandalen, aber auch Handdampfreiniger und Kompressoren. Auf Ameland trieben in den vergangenen Tagen zehntausende Möbel, Kühlschränke, Spielzeuge und Schuhe am Strand an. Allein am 4.1. wurden auf einer Länge von acht Kilometern zwischen Buren und dem Ende der Insel am Naturschutzgebiet de Hon 200 Tonnen Strandgut eingesammelt.
Dabei halfen neben hunderten einheimischen Freiwilligen auch viele Touristen mit, sodass der Strand rasch gesäubert war. Allerdings kam in der Nacht zum 5.1. zwischen den Dörfern Ballum und Nes erneut Treibgut auf den Strand. Erneut bat die Gemeindeverwaltung die Einwohner und Urlauber um Mithilfe. Auch auf See drohte Ungemach: Dem Skipper des Krabbenkutters ‚Germania – GRE 3‘ aus Greetsiel gingen große Mengen Handdampfreiniger ins Fangnetz. Fischerkollegen aus den Niederlanden berichteten von Fängen berichtet, die von Kompressoren über Flachbildschirmen bis hin zu Sandalen reichten.
Insgesamt, so ergab die Auswertung der Luftbilder, waren 277 Container der ‚MSC Zoe‘ in der Nordsee gelandet. Die Bremerhavener Wasserschutzpolizei wolle am 7.1. gemeinsam mit dem Bundesamt für Schiffsunfalluntersuchung die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufnehmen. Auch die niederländische Justiz hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Die Küstenwache arbeitete dabei unter Leitung eines Staatsanwalts mit Inspektoren der Umwelt- und Verkehrsbehörde zusammen. Dabei will die Staatsanwaltschaft auch mögliche Verstöße gegen Umweltschutz-Vorschriften klären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter geht von Cuxhaven aus zum Verschrotten
(05.01.19) Das Schicksal des 35 Jahre alten Autotransporters ‚Baltic Breeze‘, 29979 BRZ (IMO-Nr.: 8312590), ist nach zuletzt aufgekommenen Gerüchten über Reparaturangebote doch besiegelt. Auf das Schiff warten nur noch die Schneidbrenner in Alang. Wie die Cuxhavener Agentur BREB bestätigte, soll das 164 Meter lange Schiff nach elfwöchiger Aufliegezeit an der Seebäderbrücke in Cuxhaven bald in der Türkei verschrottet werden.
Erst Mitte Oktober war die ‚Baltic Breeze‘ von Norwegen nach Cuxhaven verlegt worden, um Pkw nach England zu verschiffen. Beim Einlaufen war es in der Nacht zum 14.10.2018 zu einem Maschinenraumbrand gekommen. Danach wurde sie nach Cuxhaven abgeschleppt.
Für die Überführung ins Mittelmeer hat die Reederei den 2004 in Cuxhaven bei der Mützelfeldtwerft erbauten Seeschlepper ‚Bremen Fighter‘ (IMO-Nr.: 9321287) gechartert. Spätestens bis zum 15.1. soll die Schleppreise mit dem leeren und unbemannten Schiff beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf deutschem Containerfrachter
(05.01.19) Am Morgen des 3.1. brach ein Feuer in einem Container an Deck des deutschen Containerfrachters ‚Yantian Express‘, 88493 BRZ (IMO-Nr.: 9229831), nordöstlich von Bermuda auf Position 35 48 N 50 03 W aus und griff auf weitere Container über. Die Mannschaft, acht Offiziere sowie 15 Seeleute, blieb unbeschadet und leitete sofort Löscharbeiten an den Containern ein. Diese mussten jedoch wegen einer deutlichen Verschlechterung der Wetterlage vorerst unterbrochen werden.
Auch die enge Stauung behinderte die Brandbekämpfung. Die Besatzung musste sich deshalb aus Sicherheitsgründen zurückziehen. Die ‚Yantian Express‘ war zu der Zeit auf dem Weg von Asien über Singapur und Colombo, Sri Lanka, nach Halifax und stand am 4.1. rund 650 Seemeilen vor der kanadischen Küste.
Der Kapitän drehte das Schiff auf Nordostkurs, um Flammen und Rauch von den Aufbauten abzuhalten, und es hatte gegen 13 Uhr sieben Knoten Fahrt. Der Wind wehte mit 20 Meilen aus westlichen Richtungen und sollte am 6.1. Sturmstärke erreichen.
Der holländische Frachter ‚Happy Ranger‘ (IMO-Nr.: 9139311) ging auf Standby bei dem Frachter, um notfalls die Besatzung zu übernehmen. Der Schlepper ‚SMIT Nicobar‘ (IMO-Nr.: 9322592) war auch auf dem Weg zum Havaristen. Das 320 Meter lange 7.510 TEU-Schiff läuft im East Coast Loop 5 (EC5) Dienst. Es 2002 in Korea als ‚Shanghai Express‘ erbaut. Für eine genaue Einschätzung des Schadens an Schiff und Ladung war es noch zu früh. Die Reederei Hapag-Lloyd arbeitete eng mit allen relevanten Behörden zusammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Antikythera
(05.01.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚NS Tera‘, 1861 BRZ (IMO-Nr.: 8411566), erlitt einen mechanischen Schaden, als er am Nachmittag des 3.1. im Hafen von Antikythera manövrierte. Dabei stieß er mit dem Bug gegen das Heck des dort am Kai liegenden, unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarriers ‚Delphi Ranger‘, 31130 BRZ (IMO-Nr.: 9438054). Beide Schiffe wurden beschädigt, mit einem Auslaufverbot belegt und mussten auf die entstandenen Schäden hin untersucht werden. Am 5.1. lagen sie weiterhin im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Pendik in Flammen
(05.01.19) Am Morgen des 4.1. brach auf dem unter Togo-Flagge laufenden Frachter ‚Mark‘, 2383 BRZ (IMO-Nr.: 7721952), ein Feuer aus, als er in Pendik bei Istanbul im Marmara-Meer vor Anker lag. Die Flammen breiteten sich auf die Aufbauten aus und leuchteten weithin sichtbar durch die Dunkelheit.
Alle 15 Crewmitglieder, 10 Syrer, drei Inder und zwei Ägypter, wurden sicher evakuiert und nach Kartal in Istanbul gebracht. Die Brandbekämpfung mit Schleppern und Rettungsbooten dauerte im Lauf des Tages an, und der Rumpf wurde dann gekühlt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank nach Kollision mit Schwimmkran
(05.01.19) Der russische Trawler ‚MRTK-1078‘, 120 BRZ (MMSI-Nr.: 273433040), der im Hafen von Pionerskiy am Kai lag, wurde am 2.1. von einem Schwimmkran getroffen, der sich bei starkem Wind losgerissen hatte und abgetrieben war. Dadurch entstanden im Rumpf des Trawlers Risse ober- und unterhalb der Wasserlinie. Das Schiff erlitt Wassereinbruhc und sank an seinem Liegeplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Indonesien gestrandet
(05.01.19) Seit dem 28.12. sitzt der unter Cook-Islands-Flagge laufende Produktentanker ‚Ocean Princess‘, 2393 BRZ (IMO-Nr.: 8601496), auf einem Korallenriff rund 57,9 Meilen von Atapupu entfernt auf Position 08 10 57 S, 124 25 32 fest. Er war auf dem Weg nach Singapur mit einer 18-köpfigen Crew und einer Ladung Öl an Bord in den Gewässern vor Alor in Ost-Nusa Tenggara festgekommen.
Die indonesischen Behörden vermochten ihn wegen schlechten Wetters bislang nicht wieder flottzumachen. Er sollte anschließend nach Dulionong geschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Mississippi auf Grund gelaufen
(05.01.19) Auf dem Mississippi lief bei Flussmeile 3,5 oberhalb des Head of Passes am 4.1. der britische Bulkcarrier ‚Anglo Alexandria‘, 65846 BRZ (IMO-Nr.: 9451044), in Position 29° 11.87' N 089° 16.22' W bei Cubit’s Gap auf Grund und blockierte das dortige Fahrwasser. Alle anderen Schiffe mussten stoppen oder mit größter Vorsicht passieren, wenn ihnen das nicht möglich war. Die beiden Schlepper ‚Mardi Gras’ (MMSI-Nr.: 367716330) und ‚Louisiana’ (IMO-Nr.: 8423947) wurden zur Assistenz geschickt.
Die ‚Anglo Alexandria‘ war vom Plaquemines Parish Port nach Suez unterwegs, als sie havarierte. Rund 50 Schiffe mussten warten, bis das Fahrwasser wieder frei war. Nachdem der Frachter geborgen war, warf er auf der East Bay Anchorage vor der Flussmündung Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht sank vor Dubai
(05.01.19) Eine Luxusyacht sank am 4.1. vor der Dubai Marina mit 11 Personen an Bord. Sie hatte auf einer Tagesfahrt dicht bei der Jumeirah Beach Residence starken Wassereinbruch erlitten und ging um 12.45 Uhr unter. Neben der dreiköpfigen Crew – einem Ägypter und zwei Asiaten – waren acht Touristen aus Russland, England und Frankreich an Bord.
Ein Polizeiboot nahm sie unversehrt an Bord. Die Yacht sank kurz darauf 200 Meter vom Strand entfernt. Sie wurde von der Charterfirma wenig später bereits wieder geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Kollision
(05.01.19) Zwei Fischer wurden vermisst, nachdem ein Kutter am 3.1. auf der Iguana Bank bei Nueva Valencia gegen 23 Uhr von einer RoRo-Fähre vor der Küste von Guimaras gerammt und versenkt wurde. Ein Mann wurde gerettet und nach Bacolod City gebracht. Die Coast Guard suchte nun nach seinen Gefährten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Vermisste nach Kollision vor China
(05.01.19) Ein Kutter mit einer 14-köpfigen Crew an Bord sank am frühen Morgen des 5.1. nach Kollision mit einem unter Hongkong-Flagge laufenden Frachter vor der ostchinesischen Fujian Provinz. Bis 10 Uhr wurden sechs Mann gerettet in den Gewässern des Pingtan County. Die Suche nach den übrigen acht durch Helikopter und Schiffe dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Malediven: Frachter lief bei Leuchtturm auf
(05.01.19) Nach dem Auslaufen aus Malé zum Gan of Laamu Atoll lief am 3.1. um 21.30 Uhr der Frachter Dhinasha auf Grund. Er kam nahe des Leuchtturms auf Kolhufushi Island im Meemu-Atoll fest. Offiziere der Maldives National Defence assistierten dabei, das Schiff bei unruhiger See wieder flott zu machen. Niemand kam zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gekenterten Schleppers wird ausgeschrieben
(05.01.19) Der am 19.12.2018 im Jekyll Creek westlich von Jekyll Island, Galveston, gekenterte, 56 Fuß lange Schlepper ‚Miss Addison‘ soll in den kommenden zwei bis drei Wochen geborgen werden, wenn die Wetterbedingungen es zulassen. Das Coastal Resources Division (CRD) of Georgia Department of Natural Resources (DNR), die U.S. Coast Guard’s Marine Safety Unit of Savannah, die Jekyll Island Authority, die Able Bodied Marine Surveyors of Jacksonville, Florida, die Umweltschutzfirma Safe Harbor Pollution Insurance und die Reederei Salonen Marine aus Yulee, Florida, waren daran beteiligt. Die Versicherung Continental Insurance suchte nach einer Bergungsfirma.
Wenn ein Kontrakt abgeschlossen ist, wird es rund eine Woche dauern, das Bergungsgerät samt Kranbarge zu mobilisieren. Die eigentliche Bergung dürfte rund drei Tage benötigen. Dann soll das Schiff nach Fernandina Beach zur Reparatur geschleppt werden.
Die Safe Harbor Pollution Insurance installierte Ölsperren um das Schiff, und die 2,265 Gallonen Diesel wurden ausgepumpt. Warum der Schlepper bei sieben Knoten Fahrt binnen Minuten sank, war noch unklar. Er lag nun auf seiner Backbordseite in fünf Fuß Wassertiefe westlich des Hauptkanals vom Jekyll Creek.
Quelle:Tim Schwabedissen



Limassol: Feuer auf Rohrleger
(05.01.19) Am 4.1. gegen Mittag brach auf der unter Bahamas-Flagge laufenden Rohrlegeplattform ‚Castoro Sei‘, 31506 BRZ (IMO-Nr.: 8758603), am Eurogate terminal im Hafen von Limassol ein Feuer aus. Die 172-köpfige Crew wurde evakuiert und dann der Brand dann durch die Feuerwehr unter Kontrolle gebracht.
Es dauerte aber mehrere Stunden, ihn komplett zu löschen. Ein Generator hatte das Feuer verursacht. Die Plattform sollte von Zypern nach Ägypten gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Sinop/Türkei
(05.01.19) Der türkische Frachter ‚Mumammet Gumustas 5‘, 2565 BRZ (IMO:8516287), geriet auf der Reede von Sinop im Schwarzen Meer am Nachmittag in stürmischer See ins Treiben, nachdem der Anker nicht mehr im Grund hielt. Er trieb gegen den ebenfalls vor Anker liegenden, unter Tansania-Flagge registrierten Frachter ‚Verlaine‘, 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8841694). Beide Schiffe erlitten oberhalb der Wasserlinie Schäden am Rumpf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fracher lief vor Tripoli auf Mole
(05.01.19) Der liberianische Frachter ‚Atlantic Peach‘, 9961 BRZ (IMO-Nr.: 9508299), lief, als er aus Tripoli zum syrischen Hafen Khoms auslaufen wollte, an der Außenmole auf Grund. Das Schiff war mit 150 Containern beladen. Die 14-köpfige Crew wurde unversehrt abgeborgen und von der Hafenbehörde betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb vor Sesey Bill
(05.01.19) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker ‚STI Acton‘, 24162 BRZ (IMO-Nr.: 9696553), erlitt am 3.1. um 21.30 Uhr ein Problem mit der Elektrik der Hauptmaschine 1 auf Position 50 24.4092 N, 00 27.3640 W, 23 Meilen südöstlich von Sesey Bill. Es war auf der Fahrt von Nowlo, Waterloo nach Bilbao. Es war mit 35.110 Tonnen Diesel beladen und hatte eine 22-köpfige Crew an Bord.
Das Schiff setzte einen Defrep an die Dover Coastguard ab, als es das südwestliche Fahrwasser der Verkehrstrennungszone zur Reparatur verließ. Diese dauerte rund zwei Stunden, während derer der Tanker mit 2,4 Knoten trieb. Nach Abschluss der Reparatur und Tests der Ersatzteile setzte er die Fahrt nach Bilbao fort, wo er am 6.1. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gekenterten Schleppers wird ausgeschrieben
(05.01.19) Am Abend des 4.1. erlitt die griechische Fähre ‚Fast Ferries Andros‘, 4682 BRZ (IMO-Nr.: 8907280), als sie auf der Route Rafina - Andros - Tinos - Mykonos unterwegs war, südöstlich von Karystos nahe Evia einen Schaden an der Steuerbord-Hauptmaschine. Das Schiff kehrte mit reduzierter Fahrt nach Rafina zurück, wo die 686 Passagiere samt 143 Pkw, 24 Trucks und vier Motorrädern von Bord mussten und mit einer anderen Fähre an ihre Fahrtziele gebracht wurden.
Das Schiff wurde von der örtlichen Hafenbehörde mit einem Auslaufverbot belegt, bis Reparaturen und eine Klasseinspektion durchgeführt waren. Am 5.1. lag es weiter im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit drei Fahrzeugen auf der Elbe
(05.01.19) Das deutsche Binnenschiff ‚Isar‘, 1164 ts (EU-Nr.: 04501410), lief am Vormittag des 3.1. bei einem Liegeplatzwechsel auf der Jöhnk-Werft in Hamburg-Harburg aus dem Ruder und kollidierte mit drei Fahrzeugen, die an der Kaimauer entlang des Treidelwegs ihren festen Liegeplatz haben. Die ‚Disco-Volante‘ des Hafenoptikers Karsten Brücher, der hier in ein paar Wochen ein besonderes Ladengeschäft mit Publikumsverkehr eröffnen wollte und nun erst einmal eine neue Inneneinrichtung benötigt, wurde ebenso betroffen wie die Motoryacht ‚Sindbad‘ und ein zehn Meter langer Holzkutter, an dessen Bug eine Leckage an der Bordwand entstand, durch die Wasser ins Schiff drang.
Da zunächst unklar war, ob Treibstoff oder Betriebsmittel auslaufen könnten, wurde die Umweltbehörde aktiv und ließ am Nachmittag vorsorglich Ölsperren um den alten Kutter auslegen. Es liefen aber keine Betriebsstoffe aus. Die Schäden am Holzkutter sollen nun im Dock geprüft werden Die knapp 80 Meter lange und gut acht Meter breite ‚Isar‘ blieb bei der Havarie unbeschädigt. Ein Defekt am Bugstrahlruder war schuld an dem Unglück. Bei dem Fahrmanöver hatte eine Schweißnaht nachgegeben.
Dadurch wurde ein Behälter mit Hydrauliköl abgerissen, der die Steueranlage versorgte. Als das Öl auslief, fiel die Ruderanlage aus. Dadurch war das Schiff nicht mehr manövrierfähig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Sturm nach Narooma/Australien eskortiert
(05.01.19) Marine Rescue Crews aus Bermagui and Narooma kamen am 4.1. einer Segelyacht zu Hilfe, die in stürmischer See durch Ruderschaden gegen 16 Uhr Montague Island manövrierunfähig geworden war. Um 16.10 Uhr wurde eine fünfköpfige Rettungscrew alarmiert und lief wenig später mit der ‚Narooma 30’ aus. Der Skipper der Yacht hatte inzwischen versucht, mit einem Notsegel auf Rückkurs nach Bermagui Harbour zu gehen.
Das Boot war zu schwer, um von der Narooma-Crew abgeschleppt zu werden. Weil zudem die Barre von Narooma wegen Sturms gesperrt war, wurde die Marine Rescue Bermagui mobilisiert. Die Yacht konnte eskortiert von den Seenotrettern Kurs auf Bermagui halten. Vor dem Hafen wurde sie auf den Haken genommen und um 19.20 Uhr eingeschleppt. Wegen des stürmischen Wetters musste die ‚Narooma 30‘ anschließend bis zum Morgen des 5.1. in Bermagui bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportfischer starb vor Lanzarote
(05.01.19) Ein Brite kam ums Leben, nachdem sein Sportkutter ‚Orca’ am 4.1. vor Lanzarote in Flammen aufging. Der 68-jährige war um 7.30 Uhr aus der Marina Rubicon in Playa Blanca an der Südküste der Insel ausgelaufen. Eine Meile westlich des Pechiguera-Leuchtturms brach nach einer Explosion ein Feuer an Bord des Motorboots aus.
Die Coastguard startete mit Helikopter und Tauchern eine Suche nach dem Mann. Auch ein Patroullienboot der Civil Guard war im Einsatz. Die Reste des ausgebrannten Boots wurden zur Marina Rubicon geschleppt, wo die Civil Guard eine Untersuchung einleitete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter 14 Stunden lang im Sturm abgeschleppt
(05.01.19) Der 78 Fuß lange Kutter ‚Lisa Marie’ erlitt am Abend des 3.1. rund 15 Meilen vor der Mündung des Columbia River einen Maschinenausfall. Die U.S. Coast Guard schickte ein 52-Fuß-Boot, die ‚Triumph II‘, von der Station Cape Disappointment, das sich durch 12 bis 16 Fuß hohe Seen bei 40 Knoten Wind zum Havaristen durchkämpfte. Es lief am 4.1. um 6.45 Uhr aus und hatte den Kutter gegen neun Uhr auf dem Haken.
Um 11.30 Uhr lief ein weiteres 47-Fuß-Boot aus und übernahm den Schlepp der ‘Lisa Marie’ den Fluss hinauf. Um 14.30 Uhr wurde sie sicher an der Bunkerpier in Astoria festgemacht. Zur Reparatur ging es von dort aus am Haken eines kommerziellen Schleppers weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreimaster ‚Seeadler‘: marode
Dreimaster ‚Seeadler‘: marode
(Bild: Susanne Weber)   Großbild klick!

Seeadler drohte in Friedrichstadt zu sinken
(ß4.01.19) Der seit Jahren in Friedrichstadt liegende, inzwischen marode Dreimaster ‚Seeadler‘ erlitt am frühen Nachmittag des 3.1. einen Wassereinbruch und drohte zu sinken. Die Feuerwehr Friedrichstadt wurde alarmiert, und Wehrführer Birger rückte mit neun Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen an. Es gelang, das Schiff zu sichern und den Wassereinbruch zu stoppen.
Das Schiff gehörte einst dem Holzbildhauer Ralph Heinrich, der die ‚Seeadler’ über Jahrzehnte in der Kieler Hörn erbaut hatte und den 25 Meter langen 80-Tonner dann über 30 Jahre lang bewohnte. Die ‚Seeadler‘ war sein Lebenswerk, das er vom Kiel bis zur Mastspitze in einer 20 Jahre währenden Eigenarbeit konstruierte und auf dem jede Tür und jede Ecke i mit Schnitzarbeiten verziert wurde. Ralph Heinrich legte 1960 mit dem Bau los, beginnend mit dem Deck, erst dann folgte der Rumpf.
Nach 20 Jahren war es soweit, ein Schwimmkran hob das Schiff in sein Element. Ein 350 PS-Motor sorgte für den Antrieb, das Schiff selbst diente Heinrich als Wohnung und Atelier. 14 Jahre lang lag er damit in Laboe und schnitzte seine Figuren aus Steineiche und Mahagoni. 1995 sank das Schiff während eines Sommerorkans an seinem Liegeplatz und galt als verloren.
Doch Heinrich erhielt viel Unterstützung, das THW barg das Schiff im Rahmen einer Übung, und er baute es wieder auf. 2002 verwüstete ein Brand in Kiel-Stickenhörn den Segler. Noch während des Neuaufbaus wäre das Schiff beinahe durch einen weiteren Orkan zerdrückt worden, doch wieder hatte Heinrich Glück. Das Kieler Sozialamt zahlte die Liegeplatzgebühren.
Mit über 90 Jahren musste er schließlich aber in ein Altersheim umsiedeln. Dort starb er 2013 mit 93 Jahren. Sein Schiff verschlug es dann nach Friedrichstadt, wo sich inzwischen Gras und Gebüsch auf dem vermodernden Deck ansiedelte, ohne dass sich eine neue Nutzung für den imposanten und charakteristischen Dreimaster gefunden hätte. Lange versuchte der neue Besitzer, der Friedrichstädter Maik Konkel, das Schiff zu verkaufen, schließlich hat er es an einen ehemaligen Kapitän auf Großer Fahrt verschenkt.
Dieser wollte den ungewöhnlichen Eigenbau nach Hamburg in eine Werft bringen lassen, es sanieren und einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung stellen. Seit 2015 war davon aber nichts mehr zu hören. Der Wassereinbruch zeigte nun, dass die Zeit für das einmalige Schiff ablaufen könnte, wenn nicht bald etwas passiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



‚MSC Zoe‘ in der Nordsee
‚MSC Zoe‘ in der Nordsee
(Bild: Havariekommmando)   Großbild klick!

MSC Zoe in Bremerhaven eingetroffen – hunderte von Helfern und Militär im Kampf gegen Treibgut
(04.01.18) Bei der Suche nach verlorengegangenen Containern der ‚MSC Zoe‘ wurden in deutschen Gewässern bis zum 3.1. zehn Container gesichtet. Einer dieser Container konnte gesichert werden und sollte nun vom Bergungsunternehmen abgeholt werden, die übrigen sanken noch während Schiffe zu ihnen unterwegs waren. Am 4.1. nah m das Spezialschiff ‚Wega‘ des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit Sonar die Suche nach gesunkenen Containern auf. Das Mehrzweckschiff ‚Neuwerk‘ war als On Scene Coordinator im Einsatzgebiet und unterstützte zusammen mit dem Tonnenleger ‚Gustav Meyer‘ und dem Tonnenleger ‚Norden‘ seit Tagesanbruch wieder die Such- und Bergungsarbeiten.
Gerade noch gehalten ...
Gerade noch gehalten ...
(Bild: Havariekommmando)   Großbild klick!
Die Hafenbehörde Bremerhaven koordinierte die Arbeiten im Hafen, nachdem der Frachter am 3.1. gegen 00.30 Uhr am Eurogate festgemacht hatte. Das war allerdings schwierig, da einige Bereiche der ‚MSC Zoe‘ noch nicht begehbar waren und weitere Container umzustürzen drohten. Vermutlich wird der mit einem Auslaufverbot belegte Frachter über mehrere Wochen in Bremerhaven bleiben.
Wegen des Durcheinanders an Bord kann er nicht wie üblich mit Hilfe von Containerbrücken entladen werden. Zunächst mussten verstreute Ladungsreste geborgen und die vorhandene Ladung gesichert werden. Zudem waren Brenn- und Schweißarbeiten an Deck erforderlich, um verrutschte und gekippte Container auseinander zu bekommen.
In der Nacht zum 3.1. war das Ems-Fahrwasser westlich von Borkum vorübergehend gesperrt und
Diese beiden müssen wieder eingefangen werden
Diese beiden müssen wieder eingefangen werden
(Bild: Kustwacht)   Großbild klick!
für Borkum eine Warnmeldung herausgegeben worden. So sollte verhindert werden, dass Schiffe im Wasser treibende Container rammen könnten. Auch die niederländische Küstenwache meldete, sie kontrolliere die Situation aus der Luft und stehe in ständigem Austausch mit Schiffen, die das Gefahrengebiet durchfahren.
Sie sperrte zeitweilig die Häfen von Groningen und Delfzijl wegen der Kollisionsgefahr. Um die Umweltverschmutzung möglichst schnell einzudämmen, wurde die niederländische Armee beim Aufräumen der Strände auf den westfriesischen Wattenmeer-Inseln eingesetzt. 100 Soldaten wurden schnell auf die Inseln Terschelling und Schiermonnikoog geschickt.
Die Strände und Küsten waren seit der Havarie mit Verpackungsmüll und Treibgut aus den Containern übersät, von denen selbst bisher rund 20 antrieben. Ehrenamtliche konnten es allein
‚MSC Zoe‘ in Bremerhaven
‚MSC Zoe‘ in Bremerhaven
(Bild: Havariekommmando)   Großbild klick!
nicht schaffen. Ein Teil des Strandguts wurde von den Anwohnern der niederländischen Inseln auch mit nach Hause genommen.
In den Niederlanden darf dieses vom Finder behalten werden, wenn davon keine Gefahr ausgeht. In Deutschland wurde durch die Behörde hingegen sofort ein generelles Verbot ausgesprochen. Den Containern sowie der Ladung dürfen sich Spaziergänger nicht nähern. Ob alle Container je gefunden werden, war fraglich. Da die Havarie bei Dunkelheit passierte, gab es kaum genaue Positionsangaben. Ein Großteil der Boxen war außerdem in der stürmischen Nordsee weit verdriftet. Es wurde damit gerechnet, dass Teile der Ladung noch über Monate an den Stränden in Deutschland, den Niederlanden oder Dänemark angespült werden könnten.
Die Aufräumarbeiten auf Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog waren seit dem 3.1. im Gange. Dazu wurden auch Freiwillige um Hilfe gebeten. Ein Sack mit 25 Kilogramm Dibenzoyl-Peroxid trieb inzwischen an. Auf Texel trieben keine Container an, allerdings verstreuten sich Autositze auf dem Strand. Das ETV ‚Guardian’ und ein Flugzeug der Küstenwache versuchten, Container zu lokalisieren.
Die ‚MSC Zoe‘ hatte nach dem Ladungsverlust am Abend des 1.1. auf der Nordsee zunächst auf Nordkurs gedreht, um das Schiff zu stabilisieren. Es war bei rund acht Meter hohen Wellen mit insgesamt rund 8.000 Containern aus Sines kommend ins Rollen geraten, woraufhin die Ladung mittschiffs achterlich der Brücke und auf dem Vorschiff in Bewegung geriet. Zwei Vertreter des Havariekommandos waren an Bord des Schiffes gegangen, das Anfang Dezember im südchinesischen Yantian gen Deutschland aufgebrochen war und auf seiner Route in Malaysia, Ägypten und Portugal festgemacht machte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischtransporter in entlegenem Atoll gestrandet
(04.01.19) The US Coast Guard wurde am 2.1. alarmiert, nachdem der chinesische Fischfrachter ‚Ou Ya Leng No. 6‘, 3289 BRZ (MMSI-Nr.:412436952) im Taka Atoll auf den Marshall Islands gestrandet war und Wassereinbruch erlitten hatte. Um 4:15 Uhr verständigte das Maritime Rescue Coordination Center China die Coast Guard über die Havarie 180 Meilen nordöstlich des Kwajalein Atoll. Eine HC-130 Hercules stellte Kontakt mit den Seeleuten her, die entgegen erster Meldungen, sie wären in ein Rettungsboot gegangen, an Bord ausharrte. Die Hercules kam von Wake Island, wo sie wegen des Brandes auf dem Autofrachter ‚Sincerity Ace‘ seit dem 31.12. im Einsatz war und ist eigentlich in Barbers Point auf Hawaii stationiert.
Die Hercules-Crew fand die Seeleute nicht, wie vom chinesischen MRCC abgegeben, auf dem Atoll vor, sondern noch an Bord ihres Schiffes, wo sie mit dem Notgenerator Energie erzeugen konnte. Das Fischereifahrzeug ‚Andrea Victory‘ und zwei ihrer Schwesterschiffe nahmen Kurs auf die entlegene Unglücksstelle. Das Joint Rescue Coordination Center in Honolulu koordinierte mit Personal auf den Marshall Islands, von denen das Patroullienschiff ‚Lomor‘ auslief, den Rettungseinsatz.
Vor Ort waren 11 Fuß hohe Wellen und 25 Meilen Wind mit einer erwarteten Zunahme und Anstieg der Wellenhöhen von 14 Fuß, in denen der Havarist in der Brandung lag. Das Taka Atoll, auch als Toke Atoll bekannt, ist ein kleines, unbewohntes Koralkenrifff in der Ratak-Kette der Marshall Iund besteht aus einem halben Dutzend einzelnen Inseln von weniger als einer Quadratmeile Fläche und einer Lagune im Zentrum.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aktive Suche nach Vermissten von der Sincerity Ace eingestellt
(04.01.19) Die US Coast Guard hat am 2.1. die aktive Suche nach dem letzten noch vermissten Crewmitglied des Autofrachters ‚Sincerity Ace‘ aufgegeben. Zuvor hatten vier Handelsschiffe 16 der 21 Crewmitglieder, die das brennende Schiff hatten verlassen müssen, gerettet. Die übrigen fünf stürzten bei dem misslungenen Evakuierungsmanöver ins Wasser. Vier von ihnen waren leblos im Meer entdeckt worden und reagierten nicht mehr auf den Einsatz von Rettungsmitteln, konnten aber nicht geborgen werden.
Die Coast Guard strahlte eine Urgent Marine Information Broadcast Notice an Schiffe in dem Seegebiet aus mit der Bitte, nach dem Vermissten weiter Aussschau zu halten. Den ganzen Tag über hatte eine HC-130 Hercules gemeinsam mit den Handelsschiffen ‚Venus Spirit‘ und ‚Genco Augustus‘ zuvor noch nach dem Mann gesucht.
Die Coast Guard, US-Marine und fünf Handelsschiffe hatten insgesamt 5.544 Quadratmeilen über drei Tage lang abgesucht. Die Eigner der ‚Sincerity Ace’, die Shoei Kisen Kaisha Ltd., koordinierte sich mit den Handelsschiffen zum Transport der geretteten Crewmitglieder zu deren nächsten Anlaufhäfen. Sie wollte auch versuchen, die gesichteten Körper bergen zu lassen, nachdem andere von ihr beauftragte Schiffe das Seegebiet erreicht haben.
Bergungsschlepper waren auf dem Weg zu dem brennenden Frachter. Nach letzten Meldungen trieb er mit Steuerbordschlagseite in der See. Er wies von außen großflächig schwere Brandschäden auf. Die Ursache des Feuers war derzeit unbekannt.
Die ‘Sincerity Ace’ ist 199,97 Meter lang, 32,26 Meter breiit, hat 10.02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 19.265 Tonnen. Sie wurde 2009 bei der Imabari Shipbuilding Co. Ltd. in Marugam erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben von neun Bargen inzwischen gesunken
(04.01.18) Die US Coast Guard, das Army Corps of Engineers und die Tennessee Valley Towing Company, die Reeder des Schubschleppers ‚Debbie Graham’, waren nach dessen Havarie auf dem Ohio River in Louisville, Kentucky, am 2.1. weiter im Einsatz. Der Wasserpegel am McAlpine Dam stieg binnen 24 Stunden um drei Fuß, wodurch eine weitere der mit jeweils rund 1.500 Tonnen Kohle beladenen Bargen sank, Derzeit lagen neun Bargen auf dem Damm direkt oberhalb des Wasserfalls.
Nur noch zwei von ihnen schwammen. Die Tennessee Valley Towing setzte zwei Bergungsteams mit Bargen, Schleppern und Kränen in Marsch, um die Bargen zu bergen. Am Abend des 2.1. sollte das Gerät vor Ort eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach zwei vermissten Fischern eingestgellt
(04.01.18) Crews der Coast Guard stellten am 2.1. um 17.15 Uhr ihre Suche nach den zwei vermissten Fischern des Kutters ‚Mistress’ vor Block Island und Rhode Island, ein. Am Morgen des 1.1. war das Schiff gekentert und gesunken. Ein Mann war von dem Kutter Captain Bligh danach gerettet worden. Binnen 72 Stunden wurden 2.152 Quadratmeilen abgesucht. Im Einsatz waren dabei die Patroullienboote ‚Sanibel‘, ‚Steelhead‘, ‚Escanaba‘ und ‚Albacore‘ sowie ein MH-60 Jayhawk-Helikopter derAir Station Cape Cod, eine HC 144 Ocean Sentry der Station Cape Cod, ein 45-Fuß-Boot der Station Point Judith sowie ein 47-Fuß-Boot der Station Menemsha.
Quelle:Tim Schwabedissen



Helge Ingstad im Sturm weiter abgesackt
(04.01.18) Stürmisches Wetter über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel hat nicht nur die Bergungsarbeiten an der norwegischen Fregatte KNM ‚Helge Ingstad‘ weiter verzögert, sondern auch dazu geführt, dass das Wrack weitere 30 Zentimeter abrutschte. Nur noch wenige Teile des Schiffes waren über Wasser sichtbar. Am 3.1. kehrten Bergungsschiffe an die Untergangsstelle zurück.
Während die meisten der Sicherungsdrähte zwar gehalten hatten, fanden sie einige auch geschwächt und beschädigt vor. Außerdem begannen die Felsen, an denen sie verankert wurden, teilweise an, aufzubrechen. Taucher sollten weitere Untersuchungen und Reparaturarbeiten durchführen.
Bergungskräne waren inzwischen wieder im Zulauf zur Unglücksstelle, um in Kürze mit dem Heben des Schiffs zu beginnen. Derweil untersuchten die norwegischen Behörden weiterhin die Sequenz der Ereignisse bei der Kollision mit dem inzwischen reparierten Tanker ‚Sola TS‘, den die Crew der Fregatte für eine Landeinrichtung gehalten hatte. Bis Ende des Jahres sollte ein Bericht vorliegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Hualien geschleppt
(04.01.19) Am 3.1. um 21 Uhr machte der unter Panama-Flagge laufende Frachter ‚CSE Wisdom Express‘, 9193 BRZ (IMO-Nr.: 9730919), sicher im Hafen von Hualien fest. Er hatte tags zuvor einen Ausfall der Ruderkontrollausrüstung erlitten und hatte 40 Meilen südlich von Hualien getrieben.
Er war am 29.12. aus Kaohsiung nach Funabashi ausgelaufen. Nach der Havarie hatten die taiwanesischen Behörden einen Schlepper in Marsch gesetzt, der den Havaristen auf den Haken nahm und nach Hualien zog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Wolga-Don-Kanal havariert
(04.01.19) Der russische Frachter ‚Port Olya 2’, 4878 BRZ (IMO-Nr.: 9481881), erlitt am 1.1. einen Ausfall der Hauptmaschinen auf dem Wolga-Don-Kanal bei Kilometer 98. Er war unterwegs von Amirabad im Iran nach Olya. Ein Eisbrecher assistierte dem Havaristen zu einem Ankerplatz, und ein Schlepper wurde in Marsch gesetzt.
Als er den Frachter auf dem Haken hatte, kam es allerdings zum Ausfall einer Ankerwinsch, sodass es nicht den Anker lichten konnte. Erst am Morgen des 2.2. war er wieder in Fahrt und steuerte am 3.1. den Hafen von Olya an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief in Indonesien auf Grund
(04.01.19) Die indonesische Fähre KMP ‚Kalebi’, 702 BRZ (MMSI-Nr.: 525002066), lief am 3.1. um 00.40 Uhr in Gili Lebur, östlich der Insel Lombok, auf Grund, kurz nachdem er den dortigen Hafen Kayangan mit Kurs Poto Tano in West Nusa Tenggara verlassen hatte. Am Nachmittag saß das Schiff weiter fest. Daraufhin wurden die Passagiere von anderen Schiffen übernommen und zurück nach Kayangan gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Rio de La Plata auf Grund gelaufen
(04.0.19) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Frachter ‚AP Sveti Vlaho’, 32578 BRZ (IMO-Nr.: 9331696), lief am 2.1. auf dem Punta Indio Canal, Rio de La Plata, südlich von Montevideo, auf Grund. Zuvor war er wegen eines technischen Fehlers aus dem Fahrwasser abgekommen.
Das Schiff konnte kurze Zeit später bereits wieder flottgemacht werden und ankerte unweit der Unfallstelle auf Position 35° 10.00' S 056° 33.33' W. Der Bulkcarrier war unterwegs vno San Lorenzo nach Ravenna.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mega-Containerfrachter erlitt Maschinenausfall
(04.01.19) Der maltesische Containerfrachter ‚Al Qibla’, 141077 BRZ (IMO-Nr.: 9525924), erlitt am 30.12. um 00.40 Uhr einen Totalausfall der Maschine, als er aus dem Delta Port, British Columbia, auslief. Die Havarie ereignete sich auf Position 48 59.81 N, 123 10.37 W. Die Crew führte die notwendigen Reparaturen durch.
Anschließend konnte die Reise von Vancouver nach Seattle weitergehen, wo der Frachter am 31.122. um 10.50 Uhr am SSA Terminal 18 Container Terminal festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppnetze legten Trawler lahm
(04.01.19) Der russische Trawler ‚Kataevo’, 738 BRZ (IMO-Nr.: 8722056), wurde manövrierunfähig, nachdem sich am 2.1. Schleppnetze in der Ruderanlage verfingen, während er in der Ochotischen See auf Fangfahrt war. Der russische Bergungsschlepper ‚Sibirskiy’ kam dem Havaristen zu Hilfe. Die Netze wurden von Tauchern des Schleppers entfernt, und danach konnte das Schiff die Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norhguider liegt unter Eispanzer auf Grund
(04..01.19) Am 3.1. erreichte das norwegische Patroullienboot ‚Svalbard‘ den in Spitzbergen gestrandeten, norwegischen Trawler ‚Northguider‘, 1792 BRZ (IMO-Nr.: 8714619), der südlich von Kinnvika in Nordaustlandet auf Grund saß. Das Schiff lag offenbar so weit stabil, hatte 15 Grad Steuerbordschlagseite und war stark achterlastig.
Ein dicker Eispanzer hatte den Havaristen in den vergangenen Tagen überzogen. Ob das Wasser, das in den Maschinenraum eingedrungen war, auch weitere Teile des Schiffs geflutet hatte, konnte spontan nicht beurteilt werden. Der Eigner hat inzwischen die Bergungsfirma Ardent Global damit beauftragt, den Trawler wieder flottzumachen.
Dabei soll die ‚Svalbard’ assistieren. Die norwegische Küstenverwaltung hatte zwei Vertreter an Bord, die die Notwendigkeit weiterer Ressourcen dazu einschätzen sollten. Auch Personal des Governeurs von Spitzbergen, der Reederei, von Ardent Global und Schlüsselpersonal der ‚Northguider’ befanden sich auf dem Schiff der Küstenwache.
Zunächst galt es, das Ausmaß der Schäden festzustellen. Sobald das Wetter es zuließ, sollten Crews an Bord abgesetzt werden zu diesem Zweck und sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Noch war das Wetter vor Ort aber zu stürmisch, um Boote auszusetzen. Außerdem galt es, so bald wie möglich die noch im Wasser um den Havaristen herumtreibenden Netze der ‚Northguider‘ zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Harburg
(04.01.19) Am 3.1. kam es im Harburger Binnenhafen westlich der Elbbrücken zu einer Kollision. Als ein 76 Meter langes Binnenschiff, das sich auf dem Weg zur Jöhnk Werft am Lotsestieg befand, drehen wollte, um mit dem Heck voran dort anzulegen, stieß es mit. mehreren Booten zusammen. Dabei riss das Binnenschiff mit seinem Bug ein Leck in der Bordwand eines Holzkutters.
Das zehn Meter lange Schiff drohte mit Wassereinbruch zu sinken. Die alarmierten Einsatzkräfte legten vorsorglich Ölsperren um den Havaristen aus. Anschließend wurde er gesichert. Bei der Kollision wurde niemand verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte in Flensburg
(04.01.19) Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr haben am 3.1. den Fischkutter ‚Bock 3‘ aus der Flensburger Förde geborgen, der dort an seinem Liegeplatz gekentert war. Der etwa sieben Meter lange Kutter wurde mit einem Schwerlastkran an Land gehoben. Im Einsatz waren auch Taucher der Berufsfeuerwehr.
Diese war am Vormittag alarmiert worden, weil der Kutter kieloben im Wasser lag. Der Eigner selbst hatte am Morgen das Unglück bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Da sich bereits ein leichter Diesel- und Ölfilm auf dem Wasser gebildet hatte, legte die Berufsfeuerwehr mithilfe eines Schlauchbootes und ihrer Taucher eine Ölsperre rund um den Steg aus, an dem der Kutter gesunken war.
Im Lauf des Tages rückte dann ein Mobilkran an, der das Wrack aus dem Wasser hob und an Land absetzte. Die Ursache für das Sinken war noch unklar, wahrscheinlich kam es aber einen Wassereinbruch während des Hochwassers im Hafen am 2.1.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer rechtzeitig vor Wirbelsturm gerettet
(04.01.19) Der vietnamesische Kutter ‚823CV - 99047 TS‘ aus der Hoai Thanh-Kommune sank am 3.1. mit einer 10-köpfigen Crew an Bord im Hoai Nhon-Distrikt von Binh Dinh, rund 50 Meilen von der Seegrenze von Vietnam und Indonesien entfernt. Nach einem Notruf kamen das National Committee for Natural Disaster Response, SAR-Kräfte, die Küstenwache und örtliche Fischer zu Hilfe. Um 12.30 Uhr rettete ein Kutter aus Hoai Thanh alle 10 Schiffbrüchigen rechtzeitig vor dem Aufzug des Wirbelsturms Pabuk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer rettete Crew havarierten Versorgers
(04.01.19) Am 2.1. kam das unter Bermuda-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff ‚Island Princess’, 92822 BRZ (IMO-Nr.: 9230402), dem manövrierunfähig in der See treibenden Offshore-Schleppversorger ‚Winter Spirit‘ zu Hilfe, als es auf der Fahrt von Ocho Rios, Jamaica, nach Cartagena war.
Der Havarist mit einer sechsköpfigen venezolanischen Crew an Bord trieb bereits seit zwei Wochen in der Karibik. Das Kreuzfahrtschiff setzte ein Rettungsboot aus und barg die Männer ab. Sie wurden an Bord der ‚Island Princess‘ medizinisch betreut, verpflegt und am 3.1. in Cartagena an Land angesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des ‚UC-61‘
Wrack des ‚UC-61‘
(Bild: Sylvian Dellage)   Großbild klick!

Normandie: Deutsches U-Boot tauchte nach über 101 Jahren wieder auf
(02.01.19) Am Strand von Wissant wurde das deutsche U-Boot ‚UC-61‘, das dort 1917 auf Grund lief und verloren ging, nach rund 102 Jahren am 31.12. durch Sandverschiebungen wieder freigelegt. Ein Strandgänger entdeckte die Reste des Schiffs im Schlamm. Bereits vor einigen Monaten war ein Metallteil dort aufgetaucht, doch nun waren zwei jeweils vier Meter lange und ein 10 Meter langes Teil des Wracks sichtbar.
In der Nacht zum 26.7.1981 war das 1916 erbaute und 50 Meter lange Boot, das aufs Minenlegen spezialisiert war, rund 150 Meter vor den Dünen auf Grund gelaufen. Es war auf dem Weg nach Boulogne-sur-Mer, um die Minen vor Boulogne und Le Havre zu legen. Doch nach dem Passieren von Cape Gris Nez kam das Boot im Nebel mehrmals fest. Als die Ebbe einsetzte, lief es endgültig auf Grund. Die 25-köpfige Crew brachte die Minen zur Detonation und verließ das Schiff, das bei der Explosion in zwei Teile zerbrach. Sie wurde von 40 berittenen Belgiern gestellt und kam in französische Kriegsgefangenschaft.
Das U-Boot war anschließend von den Alliierten bombardiert worden, um die 2.000 Kilogramm Sprengstoff an Bord endgültig unschädlich zu machen. Anschließend kaufte ein Anwohner von Wissant das Wrack, der große Mengen Kupfer und Bronze daraus barg.
Dann verschwand das Boot von der Oberfläche und dem Gedächtnis. Nur wenige Male tauchte es seither rund 500 Meter nördlich von Wissant in Richtung von Cape Blanc-Nez wieder auf. Starke Tiden haben in den vergangenen Tagen Sand nordwärts verlagert, sodass es wieder einmal so weit war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter ‚MSC Zoe‘
(Bild: Havariekommando)   Großbild klick!

Borkum: MSC Zoe verlor im Sturm 270 Container auf der Nordsee – mehrere Schiffe im Sturm in Schwierigkeiten – Havariekommando in mehreren Einsätzen
(02.01.19) Am Morgen des 2.1. hat das Havariekommando die Gesamteinsatzleitung bei zwei Schiffsunfällen übernommen, begonnen um sieben Uhr mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter ‚MSC Zoe‘, 192237 BRZ (IMO-Nr.: 9703318), der am 1.1. im Sturm vor Borkum auf dem Weg von Antwerpen nach Bremerhaven 270 Container der Nordsee verlor. Das
Trümmerfeld am Strand
Trümmerfeld am Strand
(Bild: Chris de Jong)   Großbild klick!
Ölüberwachungsflugzeug Do 228 nahm die Suche nach dem Treibgut auf. Das Mehrzweckschiff ‚Neuwerk‘ und der Tonnenleger ‚Gustav Meyer‘ wurden in das Seegebiet vor Ortfriesland beordert.
Zusätzlich zum Ölüberwachungsflugzeug überflog auch ein Hubschrauber der Bundespolizei das Einsatzgebiet nordwestlich von Borkum. Eine hohe Anzahl über Bord gegangener Container konnte durch die Erkenntnisse aus dem Überflug der Do 228 bestätigt werden. Sechs von ihnen trieben in deutschen Gewässern. Auch ein Container mit Gefahrgut ging über Bord. Er war mit Dibenzoylperoxid beladen, das beispielsweise in der Kunststoffproduktion eingesetzt wird. Das Havariekommando arbeitete mit der niederländischen Küstenwache zusammen.
Die Container enthielten u.a. Spielzeug, TV-Geräte und Autositze. Im Lauf des Tages konnten 18 Boxen lokalisiert werden. Die holländische Küstenwache schickte auch ein Überwachungsflugzeug.
Ölüberwachungsflugzeug Do 228
Ölüberwachungsflugzeug Do 228
(Bild: Hans Pasman)   Großbild klick!
21 Container wurden im Lauf des Tages zwischen Vlieland, Terschelling und Ameland gefunden, keiner landete auf Texel. Vor den Gefahrgutcontainern wurde eine Warnung herausgegeben. Wegen des gefährlichen Inhalts wurden die Bewohner von Vlieland, Terschelling und Ameland aufgefordert, die Aufräumarbeiten an den Stränden zu stoppen.
Die übrigen Container enthielten Autoteile, Spielzeug, Möbel, Fernseher oder Lampen. Als die Container in der Brandung aufbrachen, wurden tausende Einzelteile über die Strände verstreut. Der Frachter lief im Lauf des Tages langsam auf Nordkurs gegen die See, während versucht wurde, die genaue Anzahl verlorener Container festzustellen und die entstandenen Schäden zu untersuchen, bevor es ans Eurogate in Bremerhaven geht.

(Bild: Bundeswehr)   Großbild klick!
Die ‚MSC Zoe’ einer der größten Containerfrachter der Welt, ist 395.46 Meter lang, 59,08 Meter breit, hat 16 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 199.272 Tonnen. Der 19.224-TEU-Frachter läuft für die Mediterranean Shipping Compeny Co. in Genf und wurde 2015von der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co., Ltd. in Korea erbaut.
Auf Ersuchen der Verkehrszentrale (VKZ) German Bight Traffic leitete das Havariekommando dann auch den Einsatz für den manövrierunfähigen, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter ‚Palmerton‘, 11473 BRZ (IMO-Nr.: 9501863), der mit Maschinenschaden vor ausgebrachten Ankern auf der Tiefwasserreede vor Helgoland trieb. Der Notschlepper ‚Nordic‘ war On-Scene-Coordinator. Ein Boardingteam wurde mit einem Hubschrauber der Bundespolizei an Bord abgesetzt und damit am zweiten Tag nach der Dienstaufnahme bereits erstmals im Einsatz. Im Laufe des 2.1. wurde die ‚Palmerton‘ wieder manövrierfähig und setzte die Reise von Hamburg nach Portland, England, fort. Um 10 Uhr war der Einsatz des Havariekommandos hier beendet.
Zusätzlich war es in der Nacht zum 2.1. im Einsatz, ohne allerdings die Gesamtleitung zu übernehmen, nachdem der russische Frachter ‚Mekhanik Kottsov‘ 2489 BRZ (IMO-Nr.: 8904410), mit Maschinenproblemen nach dem Auslaufen aus Bremerhaven am 31.12. um 7.45 Uhr auf der Nordsee trieb, und als der deutsche Containerfrachter ‚MSC Vigo‘ 21670 BRZ (IMO-Nr.: 9480227), mit ausgebrachtem Anker vor der Neue Weser-Nord-Reede in Richtung Süden driftete. Er konnte im Lauf des Tages die Fahrt nach Felixstowe fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote und zwei Vermisste nach Brand auf Autofrachter
(02.01.19) Die US Coast Guard, US Navy und zwei Handelsschiffe setzten am 1.1. die Suche nach zwei vermissten Crewmitgliedern des Autofrachters ‚Sincerity Ace‘ fort, der 1,800 Meilen nordwestlich von Oahu in Brand geraten war und in Flammen stehend seither in der See trieb. Wegen des schnellen Eingreifens von vier Handelsschiffen konnten 16 Crewmitglieder am 31.12. lebend gerettet werden. Drei Schiffbrüchige wurden leblos in der See treibend gesichtet, konnten aber nicht geborgen werden.
Die Suche konzentrierte sich nun auf die letzten beiden in einem Gebiet von 5,832 Quadratmeilen. Eine HC 130 Hercules der Coast Guard Air Station Barbers Point wurde nach einer Pause auf Wake Island wieder ins Suchgebiet geschickt. Auch die ‚New Century 1‘ und ‚Genco Augustus‘ waren weiter aktiv an der Suche beteiligt. Das JRCC Honolulu versuchte weitere Handelsschiffe in dem Seegebiet ausfindig zu machen.
Auch eine P-8 Poseidon der 7th Fleet war die Nacht über im Einsatz. Die ‚Green Lake‘, ‚SM Eagle‘ und ‚Venus Spirit‘ setzten unterdessen ihre jeweiligen Reisen fort. Vor Ort waren 15 bis 18 Fuß hohe Wellen und 17 Meilen Wind. Die Eigner beauftragten unterdessen Schlepper mit der Bergung des Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Vermisste vor Taiwan
(02.01.19) Taiwanesische Rettungskräfte wurden am 2.1. um 8.30 Uhr alarmiert, nachdem der unter Palau-Flagge laufende Frachter ‚London‘, 2216 BRZ (IMO-Nr.: 9218698) in Seenot geraten war und 80 Meilen nordöstlich der kleinen Insel Pengjia nordöstlich der Nordspitze Taiwans zu kentern drohte. Eine SAR-Operation lief an zur Rettung der 15-köpfigen Crew, 14 aus Myanmar und einer aus Taiwan.
Fünf Mann wurden vorwiegend von Kuttern, die in der Nähe waren, gerettet. Die Suche nach den 10 übrigen dauerte an. Die London war auf dem Weg nach Taichung zum Bunkern, um dann die Fahrt von Kaohsiung nach Busan fortzusetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenraum von Containerfrachter vollgelaufen
(02.01.19) Der indonesische Containerfrachter ‚Anda‘, 3532 BRZ (IMO:9040015), erlitt am 31.12.2018 in den Gewässern vor den Kangean Islands in Indonesien ein Leck im Rumpf. Es kam zu einem Wassereinbruch, und der Maschinenraum wurde geflutet. Das havarieret Schiff entwickelte daraufhin Schlagseite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb vor Walvis Bay
(02.01.19) Der liberianische Tanker ‚Atlantic Voyager‘, 8513 BRZ (IMO-Nr.: 9464156), erlitt auf dem Weg von der Reede von Walvis Bay, Namibia, in der Vereinigten Arabischen Emirate am 31.12. gegen 17 Uhr Maschinenprobleme. Das Schiff trieb manövrierunfähig auf Position 029 41 46 S, 016 49 43 O. Ein Schlepper wurde zur Assistenz geschickt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht von Abby Sunderland nach achteinhalb Jahren entdeckt
(02.01.19) Ein muschel- und algenbewachsenes Wrack, das am 31.12. kieloben vor Kangaroo Island treibend entdeckt worden war, wurde als das der ‚Wild Eyes‘, einer Segelyacht, die vor über acht Jahren bei einer Weltumsegelung auf dem Indischen Ozean aufgegeben worden war, identifiziert. Ein Flugzeug auf der Suche nach Thunfisch-Schwärmen hatte sie um 12.30 Uhr rund 11 Meilen südlich von Vivonne Bay entdeckt. Die Polizei untersuchte den Fund mit einem PolAir-Helikopter und Unterstützung zweier Kutter, die sich in der Nähe befanden.
Die ‚Wild Eyes’ war von der 16-jährigen Amerikanerin Abby Sunderland, die die jüngste Weltumsegelung der Welt durchführen wollte, verlassen worden, nachdem sie am 10.6.2010 auf halbem Wege zwischen Westaustralien und Afrika im Sturm entmastet worden war. Am 12.6. rettete ein französischer Kutter den Teenager nach 48 Stunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Conferry-Fähre gesunken
(02.01.18) Am 31.12. sank die venezolanische Frachtfähre ‚Maria Rosario‘ in Puerto La Cruz an der Eulalia Buroz Pier. Die Reederei La Nueva Conferry hatte das Schiff verkaufen wollen. Wegen eines Schadens an den Bilgenpumpen lief es aber an seinem Liegeplatz voll. Bereits in den vergangenen Monaten waren die ‚Tallink Autoexpress‘ und ‚Rosa Eugenia‘ leckgeschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker ‚Athlos
Tanker ‚Athlos": jetzt freigeschleppt
(Bild: Yiannos Lakkotropis)   Großbild klick!

Tanker vor Zygios geborgen
(01.01.19) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker ‚Athlos", 4908 BRZ (IMO-Nr.: 9539858), der drei Meilen südlich des Fischereihafens Zygios nach einem Feuer auf Grund saß, wurde am 31.12. freigeschleppt. Die Bergungsarbeiten hatten am 30.12. begonnen und dauerten die ganze Nacht über an. Nachdem das Schiff wieder flott war, wurde es zur Reede von Vasiliko gezogen, wo es inspiziert wurde.
Am 1.1.2019 begann der zyprische Schlepper ‚EDT Niovi‘ (IMO-Nr.: 9163817), der aus Limassol gerufen worden war, den Havaristen in Richtung des Hafens zu ziehen. Das Gespann war mit etwa vier Knoten Fahrt unterwegs und sollte gegen 22 Uhr Limassol erreichen Der Zustand zweier indischer Crewmitglieder, die nach der Explosion ins Nikosia General Hospital gekommen waren, blieb kritisch. Zwei griechische Crewkameraden, die im Wasser gelandet waren und Unterkühlungen erlitten hatten, konnten inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autofrachter vor Oahu
(01.01.19) Die US Coast Guard und mehrere Handelsschiffe kamen dem unter Panama-Flagge laufenden Autofrachter ‚Sincerity Ace‘, 59408 BRZ (IMO-Nr.: 9519092), am 31.12. zu Hilfe, nachdem rund 1,800 Meilen nordwestlich von Oahu ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff befand sich auf der Reise von Yokohama nach Hawaii. Das Coast Guard Joint Rescue Coordination Center (JRCC) in Honolulu wurde vom JRCC Japan um 1:05 Uhr über die Situation informiert.
Sofort wurde ein SafetyNet Broadcast ausgestrahlt mit der Bitte um Assistenz von anderen Schiffen in dem Seegebiet. Eine HC 130 Hercules stieg von der Coast Guard Air Station Barbers Point auf. Der Kapitän der ‚Sincerity Ace‘ meldete einen kräftigen Brand an Bord, gegen den angekämpft würde.
Die Crew machte sich bereit, eine der Rettungsinseln auszubringen. Nachdem sie klar war, gingen vier der 21 Crewmitglieder von Bord. Die übrigen 17 setzten den Kampf gegen das Feuer fort. Als erstes Handelsschiff erreichte der Autofrachter ‚Green Lake‘ (IMO-Nr.: 9158288), der von Japan in die U.S.A. unterwegs war, den Havaristen. Es folgte der unter Panama-Flagge laufende LNG-Tanker ‚SM Eagle‘ (IMO-Nr.: 9761827), der unterwegs war von den U.S.A. nach Korea. Ein weiterer Autocarrier und ein Tanker hielten ebenfalls auf den Havaristen zu.
Die Coast Guard schickte eine zweite Hercules von der Air Station Barbers Point. Beide waren mit Markierungsbojen und zusätzlicher SAR-Ausrüstung wie Rettungsinseln und Überlebensanzügen beladen, die im Bedarfsfall abgeworfen werden konnten. Außerdem sollte ein Flugzeug zur Unterstützung hinzustoßen. Vor Ort waren 17 Fuß hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 26 Meilen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pfadfinderboot auf Ijsselmeer vollgeschlagen
(01.01.19) Am 29.12. gegen 19 Uhr wurden die die Seenotretter von KNRM Medemblik zu einem Boot gerufen, das auf dem IJsselmeer Wasser machte. Am frühen Morgen war ein Motorboot nach Amsterdam ausgelaufen, um zwei offene Pfadfinder-Boote dort abzuholen. Da die Schleuse in Enkhuizen sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg geschlossen war, mussten sie über Lelystad fahren.
Das ergab so viel Verspätung, dass sie in den heftigen Wind, der in der Nacht aufkam, gerieten. Am Leuchtturm von Vensee am IJsselmeer hatet eines der Boote so viel Wasser übergenommen, dass es sich teilweise unterhalb der Wasserlinie befand. Obwohl die Pfadfinderboote aufgrund ihrer eingebauten Luftkästen als unsinkbar gelten, drohte dessen Ausrüstung herausgespült zu werden.
Deshalb wurde die KNRM-Station Medemblik um Hilfe gebeten. Ungefähr eine halbe Stunde später trafem die Rettungsboote ‚'t Span‘ aus Andijk und ‚Bernardine‘ aus Medemblik vor Ort ein. Die zwei Insassen des Motorboots, denen Unterkühlung drohte, wurden sicherheitshalber abgeborgen.
Dann wurde mit allen drei Booten Kurs in Richtung des Arbeitshafens der PWN genommen. die ‚Bernardine‘ lenzte dort das vollgeschlagene Boot. Alle drei wurden dann im Hafen festgemacht, um am nächsten Tag bei ruhigerem Wetter abgeholt zu werden. Vor Ort waren zum Einsatzzeitpunkt sechs Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Stader Reeder erlitt Kühlwasserleck im Maschinenraum
(01.01.19) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter ‚Lisanna‘, 9611 BRZ (IMO-Nr.: 9283954), der Freese-Reedereigruppe in Stade erlitt am 30.12. eine Kühlwasserleckage in der Hauptmaschine. Er lag zu der Zeit auf Position 51 41.74 N, 002 11.34 O vor Anker.
Die Reparatur durch die Crew dauerte zwei Stunden. Danach konnte das Schiff die Reise von Hamburg zum Suez-Kanal fortsetzen, wo es am 10.1.2019 eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen



Getriebeschaden bei Vlissingen
(01.01.19) Am Nachmittag des 1.1. erlitt der unter Malta-Flagge laufende Tanker Samus Swan", 4001 BRZ (IMO-Nr.: 9401312), auf der Fahrt von Pitea nach Ghent eine Leckage an dem Getriebe und musste vor der Spijkerplaat ankern, da es nicht mehr möglich war, die Hauptmaschine einzusetzen. Deshalb musste auch Schlepperassistenz gerufen werden, um das Schiff während der Reparatur auf Position zu halten.
Der holländische Hafenschlepper ‚Multratug 1‘ kam zu Hilfe und machte um 16.45 Uhr am Bug des auf Position 51° 24.91' N 003° 36.71' O auf der Reede von Vlissingen liegenden Schiffs fest. Die Reparaturdauer wurde auf 1,5 Stunden geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überschrift
(Datum) Am Abend des 31.12. erlitt die norwegische Fähre ‚Bjørnefjord’, 2871 BRZ (IMO-Nr.: 9013098), einen Maschinenschaden im Fedjefjord und musste südlich von Fedje Anker werfen. Das Schiff war um 20.15 Uhr aus Sunde ausgelaufen. Wegen des stürmischen Wetters vor Ort wurde am 1.1. der norwegische Schlepper ‚BB Worker’ (IMO-Nr.: 9360051) zur Assistenz gerufen und lief um 10 Uhr aus Bergen zum Havaristen aus.
Er sollte die Fähre auf Position 60° 44.87' N 004° 48.25' O halten. Auch ein SAR-Helikopter wurde vorsorglich in Fedje auf Standby gesetzt. Am Abend war die Lage unverändert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Käldinge in Flammen
(01.01.19) Am Morgen des 1.1. ging ein 20 Meter langer Fiberglas-Kutter im Fischereihafen von Käldinge in Nagu in Flammen auf. Der schwedische Rettungsdienst wurde gegen acht Uhr alarmiert und konnte den Brand nach mehreren Stunden unter Kontrolle bekommen. Allerdings flackerten immer wieder Brandnester bis zum Nachmittag auf.
Es brannte weiterhin unter Deck, und die Einsatzkräfte kamen nicht an den Brandherd heran. Es bestand das Risiko, dass der Rumpf durchbrennt und das Schiff sinkt. Der Trawler hatte mehrere Kubikmeter Öl in den Tanks.
Diese sollten am Nachmittag ausgepumpt werden. Dann wollten die Feuerwehrkräfte das Schiff mit Schaum füllen. Das gesamte Schiffsinnere war bereits zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Dolmøya gestrandet
(01.01.19) Das NSSR-Rettungsboot ‚Hans Herman Horn‘ der Station in Fillan wurde am 1.1. alarmiert, nachdem sich ein alter Holzkutter von seinen Moorings in Dolmøya losgerissen hatte und gestrandet war. Windgeschwindigkeiten von 25 Metern pro Sekunde hatten das 40 Fuß lange Schiff aufs Ufer gedrückt. Der Sturm gestaltete auch die Bergung kompliziert. Es gelang den Seenotrettern aber, den Havaristen wieder flottzumachen und an seinen Liegeplatz zurückzubringen, ohne dass es zu größeren Schäden gekommen zu sein schien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boote rissen sich im Sturm los
(01.01.19) In der Neujahrsnacht wurde das NSSR-Rettungsboot ‚Det Norske Veritas II‘ alarmiert, nachdem sich im Hafen von Ålesund im Unwetter ein Motorboot von seinem Liegeplatz losgerissen hatte und abtrieb. Nachdem es gesichert worden war, erfolgte ein weiterer Notruf aus Brattvåg. Auch hier hatte sich ein Boot selbstständig gemacht und musste von den Seenotrettern wieder eingefangen und gesichert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht im Gewittersturm gerettet
(01.01.19) Ein Boot der Marine von Uruguay kam der argentinischen Segelyacht ‚Cumelen’ zu Hilfe, die am frühen Morgen des 29.12. im Sturm mit ihrer zweiköpfigen Crew in Seenot geraten war, nachdem die Maschine ausgefallen war. Diese war zum Einlaufen in den Hafen von Buceo aber bei dem starken Wind unerlässlich. Der Wind blies mit 30 Knoten, und die Yacht kämpfte in schweren Regenschauern durch die hohen Wellen.
Die Crew hielt sie auf Nordostkurs, der sie aber vom Hafen wegführte. Im Sturm nahmen Segel und Rigg Schaden, Wellen brachen über das Cockpit. Die Segler nahmen Funkkontrakt mit der Kontrollstation in Montevideo auf, und die Coastguard Pauysandú schickte ein Schiff zu Hilfe, das wenig später Kurs auf die Position 10 Meilen vor der Küste des Río de la Plata nahm. Zwei Stunden später erreichte sie die Yacht, die im Licht der Suchscheinwerfer inmitten des Wetterinfernos erschien. Mit großer Vorsicht musste eine Kollision vermieden werden, während eine Schleppverbindung aufgebaut wurde. Im Windgeheul und Gewittergrollen war eine Verständigung dabei unmöglich.
Ein Seil wurde am Hauptmast festgemacht, und am 30.10. um fünf Uhr wurde die Yacht nach Paysandú eingeschleppt, wo die Prefectura Marítima sie an einer Mooring festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter kenterte – zwei Vermisste
(01.01.18) Die US Coast Guard wurde alarmiert, nachdem vor Block Island, Rhode Island am 1.1. um 1.30 Uhr der Kutter ‚Mistress’ aus Point Judith, Rhode Island, einen Mayday-Ruf funkte. Der Skipper meldete einen Wassereinbruch unweit der Block Island Wind Farm. Das erste Schiff vor Ort war die ‚Captain Bligh’. Sie rettete einen Mann der dreiköpfigen Crew des inzwischen gekenterten Kutters. Von der Coast Guard Air Station Cape Cod stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, musste aber wegen schlechter Sicht und ungünstigen Wetterverhältnissen wieder abdrehen. Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Point Judith musste ebenfalls wegen Sturms zurückkehren. Das 110 Fuß lange Patroullienboot ‚Sanibel’ und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Montauk waren unterwegs ins Suchgebiet, wo auch die ‚Captain Bligh‘ sich weiter aufhielt. Vor Ort waren 30-35 Knoten Wund und 10 Fuß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper kenterte vor Mentaya River
(01.01.19) Der indonesische Schlepper ‚Buana Superior‘,158 BRZ (IMO-Nr.: 9569138), der mit einer mit Bauxit beladenen Barge in der Mündung des Mentaya River unterwegs war, sank am 31.12. um 8.25 Uhr, nachdem er von einer großen Welle zum Kentern gebracht worden war. An Bord befand sich eine siebenköpfige Crew, die sich auf die Barge retten konnte. Von dieser wurden sie unversehrt abgeborgen und nach Sampit gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Seven Islands
(01.01.19) Der japanische Bulkcarrier ‚Frontier Rose‘, 93183 BRZ (IMO-Nr.: 9487988), kollidierte beim Anlegemanöver am Iron Ore Company Terminal in Seven Islands, Quebec, am 28.12. um 22 Uhr mit dem Kai. Sowohl das Schiff wie auch der Kai wurden beschädigt. Am 31.12. lief der Frachter um 23.40 Uhr aus Sept Iles aus.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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