EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Laboe

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Hafenpanorama Laboe (Bild: Tapico)


Wetter Laboe
© meteo24.de
Laboe liegt ca. 19 km nördlich der Landeshauptstadt Kiel. Im zentral örtlichen System des Landes Schleswig-Holstein ist die Gemeinde am äußersten Ende der östlichen Siedlungsachse der Kieler Förde gelegen, eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Etwas entfernt beginnt um die dänischen Inseln Langeland und Aero die so genannte „Dänische Südsee“. Zum Hinterland gehört die historische Landschaft der Probstei mit Feldern, Wald, Wiesen und Seen. Laboe gehört historisch zu Holstein und ist Siedlungsschwerpunkt auf der Achse Kiel–Laboe.

In Laboe gibt es zwei Yachthäfen mit über 700 Liegeplätzen, einen Fischerei- und Gewerbehafen und Museumshafen. Neben den Hochseeangelfahrten gibt es die Möglichkeit, Segelschiffe zu chartern oder die verschiedenen Segelscheine in Segelschulen zu erwerben. Eine Surf- und Kiteschule komplettiert das Angebot.

Bereits im Jahre 1817 nutzten Fischer eine Landungsbrücke, die in nordwestliche Richtung in die Förde verlief. Im Laufe der Jahre wurde diese Landungsbrücke von den Fischern ausgebaut, um die wachsenden Anforderungen zu erfüllen. Durch Verlandung aufgrund von Stürmen und Sturmfluten konnten größere Boote und Kähne allerdings auch an diesem Anleger bald nicht mehr festmachen.

Im Jahr 1850 vereinigten sich deshalb die Schiffer, Fischer und Bootführer, um einen Bootshafen bei Laboe zu bauen. Das Gelände hierfür wurde dem gegründeten Hafenverein vom Kloster Preetz pachtweise überlassen. Der Hafen wurde zu einem wichtigen Umschlagpunkt in der Kieler Förde, 1869 zählte der Hafenvorstand 3465 ein- und auslaufende Schiffe, fast der gesamte Umschlag der Region um Laboe lief über den Hafen. Die Probstei war lange Zeit die Kornkammer der ganzen Region. Per Schiff wurde Getreide vom Laboer Hafen bis in die skandinavischen Länder transportiert.

Bereits seit 1894 befindet sich im Hafen eine wichtige Station der DGzRS, auf der seit 1985 der Seenotrettungskreuzer "Berlin" sowie seit 1994 das Seenotrettungsboot "Bottsand" stationiert sind.

Auch für die Kriegsmarine hatte Laboe eine gewisse Bedeutung, da der Hafen den Umschlag von Material für die Küstenbefestigung ermöglichte. In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs suchten viele Schiffe aus dem Osten Zuflucht in den Häfen der westlichen Ostsee. Nach Kriegsende blieb ein Teil der Besatzungen und verstärkte Laboes kleine Fischereiflotte.

Zur Segelolympiade 1936 wurde der Hafen an der Südmole ausgebaut, um die vielen Fahrzeuge der Regattasegler aufnehmen zu können.

Der Laboer Hafen, wurde seit 1988 in jedem Jahr mit der blauen Umweltflagge für saubere Meere ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, die von der Stiftung für Umwelterziehung vergeben wird und in der Bundesrepublik Deutschland durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung verliehen wird, erhalten Hafenträger, die sich in besonderem Maße für den Umweltschutz und die Aufklärung verdient gemacht haben.

Tourismus und Unterkünfte: Laboe profitiert durch seine Lage an der Kieler Förde vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.



Yachthafen Laboe
54° 24,13' N 010° 12,84' E
Bei der Ansteuerung von Laboe kann das Marineehrenmal, das man von weitem sieht, als Orientierung dienen. Besondere Aufmerksamheit ist dem Flach direkt nördlich der Hafeneinfahrten zu widmen. Es liegt direkt neben dem Fahrwasser und steigt so steil an, dass es kaum rechtzeitig auf dem Echolot erkannt werden kann.

In Laboe gibt es zwei Häfen: Den alten Stadthafen und die Baltic-Bay-Marina.

In Laboe gibt es umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten mit mehreren Supermärkten und einem Getränkemarkt. Außerdem gibt es Busverbindungen zum Kiel Hbf.

Stadthafen
54°24'8.15"N 10°13'0.66"O
Im Stadthafen ist eine Seite komplett mit Charterschiffen belegt. Auch sonst geht es hier recht eng zu. Fischbuden und Einkaufsmöglichkeiten entsprechen einem Touristenort. Harrys Fischbratküche ist bekannt für den besten Backfisch an der Küste. Aber auch die anderen Gerichte sind unschlagbar und preiswert. Es gibt eine Tankstelle, die aber schwerpunktmäßig für die Fischer zuständig ist und deshalb am Wochenende geschlossen hat. Die meisten Sportboote tanken in Strande. Nahe des Stadthafens befindet sich der Anleger für die Fähre nach Schilksee und Kiel. In etwa einer Stunde ist man mit dieser in der Innenstadt von Kiel bzw. direkt am Hauptbahnhof

Baltic Bay Marina
54°24'0.45"N 10°12'46.53"O
Die schwimmende Steganlage ist sehr grosszügig ausgelegt und bietet ausreichend Platz für Manöver. Zu beachten ist, dass die Stege nach Schiffsgrößen geordnet sind. Es gib einen Schiffsausrüster in der Baltic-Bay-Marina. Ebenso gehört eine Yachtwerft und eine sehr moderne Motorenwerkstatt zur Marina. Ein Restaurant mit großer Terrasse liegt direkt am Hafen. Beim Hafenmeister gibt es frische Brötchen. Die sanitären Anlagen sind mit einer Karte zugänglich. Sie sind sehr modern und komfortabel eingerichtet. Duschen ist kostenlos möglich.



windsack
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.



Weblinks:
Laboe in Wikipedia
Webcam Laboe
U995 in Wikipedia


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Laboe Lage   Großbild klick!










Marine Ehrenmal (Bild: Darkone)  Großbild klick!













U995 am Marine-Ehrenmal (Bild: (Jens K. Müller)  Großbild klick!










Übersicht Hafen (Bild: Google Earth)  Großbild klick!












Luftbild Laboe (Bild: Waterkant)  Großbild klick!










Pier am Yachthafen (Bild: ChaosDesign)  Großbild klick!









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