Großenbrode ist ein Ostseeheilbad an der Ostsee-Küste von Schleswig-Holstein und liegt an der äußersten Spitze der
Lübecker Bucht – etwa 80 km von Lübeck entfernt – auf der wagrischen Halbinsel, direkt am
Fehmarnsund. Auf drei Seiten von Wasser und somit 15 km landschaftlich abwechslungsreicher Küste umgeben, gehört das Seeheilbad zu den regenärmsten und sonnenreichsten Gebieten Deutschlands. Großenbrode verfügt im Ortsteil Südstrand über einen langen, nach Südosten ausgerichteten Sandstrand.
Großenbrode war von jeher Übergang nach Fehmarn. Sein Name leitet sich aus dem wendischen Brody her, was ‚Furt‘ bedeutet, aus dem sich der Name des Dorfes entwickelte.
In der Nähe des „Alten Sundes“ findet sich ein großes Hünengrab. Es handelt sich um ein großes Langbett, das Langbett Krausort bzw. Langbett Kronsteinberg genannt wird und etwa 100 Meter lang ist. Die Findlingsblöcke sind unter Bäumen und Sträuchern sorgsam verborgen.
Nördlich von Lütjenbrode liegen zwischen der B 207 und der Ostsee in einem Dünenstreifen zwei jungsteinzeitliche Großsteingräber. Während das südliche stark zerstört ist, sind vom nördlichen so viele Findlinge erhalten, dass eine Rekonstruktion vorgenommen werden konnte. Ein weiteres Hünengrab befand sich bis 1960 am sogenannten „Königsweg“. Es ist den Bauarbeiten im Rahmen der Vogelfluglinie zum Opfer gefallen, weil es in der Straßentrasse lag. Einen großen Stein dieses Hünengrabes konnte man retten. Er steht jetzt mit einer Gedenktafel auf dem Dorfplatz.
Tourismus und Unterkünfte: Großenbrode profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und ein Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Großenbrode
Hier gibt es drei Yachthäfen am großen Binnensee des ehemaligen Fliegerhorstes für Wasserflugzeuge, 3 sm südlich des Fehmarnsundes.
Gäste liegen nach Absprache mit den Hafenmeistern in der Marina Großenbrode, beim Yachtclub Großenbrode auf 1 - 2,2m Wassertiefe oder in der Marina der Klemens Werft auf ca. 4m Wassertiefe.
Die nördliche kommunale Steganlage kann von Gastliegern genutzt werden; die Liegeplätze der Fischer sollen frei bleiben.
Ankerplatz: Der Binnensee bietet einen gegen alle Winde geschützten Ankerplatz. Der Ankergrund ist stellenweise stark verkrautet. Am besten liegt man im südlichen Teil des Sees. Achtung: In der Saison befindet sich hier ein mit gelben Bällen bezeichnetes Gebiet für Wasserski.
Navigation:
Von See kommend ist die Ansteuerung in den Binnensee nur schwer auszumachen. Allerdings bieten die Gebäude des KELCO Werkes eine recht gute Landmarke. Nach dem Runden der Untiefentonne Q(6)+LFl, die vor der Einfahrt alte Molenreste markiert, sollte man sich genau an den Tonnenstrich halten, da es neben der Fahrrinne sofort sehr flach wird.
Nachts sollte die Ansteuerung nur unter größter Vorsicht und mit Hilfe eines guten Scheinwerfers erfolgen.
Versorgung / Sonstiges: Außer einem Yachtausrüster bestehen keine Versorgungsmöglichkeiten. Der Hafenmeister hat die Schlüssel für die Sanitäranlagen. Auf dem Binnensee gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 10 km/h. Die Häfen der Lübecker- und Wismarer-Bucht, sowie Kühlungsborn (30sm) und Warnemünde Hohe-Düne (40sm) sind ebenso wie Bagenkop (40sm) oder Gedser (40sm) an einem Tag erreichbar. Für den kleinen Wochenendtörn bieten sich die Häfen auf Fehmarn an. Für den Tagestörn ist das von westlichen und nördlichen Winden geschützte Seedreieck zwischen Großenbrode, Dahmeshöved und Staberhuk ideal geeignet. Einen 10 Stunden Segeltag muss man für die Umrundung von Fehmarn einplanen. Von unserem Hafen und zurück beträgt die Strecke gut 40 Meilen (ohne Kreuz). Diese Rundfahrt wird auch jedes Jahr als Clubregatta durchgeführt.
Marina Yachtclub Großenbrode
Der Hafen selbst liegt geschützt in einem künstlich geschaffenen See (2,20 m Tiefe), der über ein kurzes Fahrwasser von der freien Ostsee erreichbar ist.
Der Hafen ist im vollständigen Besitz des YCG. Es gehören dazu im einzelnen das Landgrundstück, das Wassergrundstück, die Hafenanlagen, das Sanitärhaus und das Clubhaus. Es gibt außerdem einen Kfz-Parkplatz, einen Grillplatz, einen Spiel- und Tobeplatz für Kinder, sowie Vereins-Jollen für die Jugend. Der Clubhafen selbst bietet 148 Dauerliegeplätze in Breiten von 2,90 bis 5,50 m bei ca 14 m Länge. Es gibt einen ortsfesten Kran von 8 t Tragfähigkeit, der praktisch täglich zur Verfügung steht (Bedienung durch den Hafenmeister). Während der Wintersaison können die Schiffe auf dem Club-Grundstück abgestellt werden. Es gibt geeignete Lagergestelle. Außerdem gibt es ausreichend Lagerplätze in den Scheunen der umliegenden Gehöfte. Hierzu muß man sich einen Boots-Trailer anschaffen, der Transport mit einem Trecker stellt kein Problem dar.
Serviceangebote des Vereins:
- Ein Hafenmeister ist in der Sommersaison täglich von 8:00 - 10:00 und von 18:00 - 20:00 Uhr im Hafen anwesend. Er bringt morgens Brötchen und Zeitung, sofern am Abend zuvor bestellt. Telefonnummer des Hafenmeisterbüros ist 04367 - 434.
- Clubeigene Fahrräder stehen kostenlos zur Verfügung.
- Im Clubhaus gibt es einen HotSpot der Deutschen Telekom. Sie können dort ins Internet gehen, wenn Sie über einen Labtop mit WLAN-Karte verfügen, allerdings auf eigene Kosten (Kreditkarte oder Telefonrechnung).
Marina Großenbrode
54° 21' 25.19'' N 011° 3' 46.92'' E
In dem Großenbroder Binnensee liegt im Nordwestteil der Yachthafen MARINA Großenbrode. Ein vollständig geschützter Hafen mit privatem Charakter jenseits vom Touristentrubel.
Wasser- und Landflächen sind Eigentum der MARINA. Ein sauberer und gemütlicher Hafen, der dem Namen gerecht wird, mit gepflegtem Grün ohne Betonlandschaft.
Wasser- und Stromanschluß an den Stegen, gepflegte Sanitäranlagen und ausreichende Parkflächen gehören zum Standard.
* Freundlicher Hafenimbiß als "Ankerplatz"
* Kinderspielplatz und Grillhaus
* Gastliegeplätze
* Ausgangsstation für Trailergespanne mit Parkplatz für Auto und Trailer
* Kran bis 20to
Yachtwerft Klemens
54° 21' 11,25'' N 011° 004' 42,00'' E
Die Steganlage der Yachtwerft Klemens im Norden des Großenbroder Binnensees befindet sich unmittelbar neben dem Wassersportzentrum Großenbrode. Gastlieger können an den mit grünen Schildern gekennzeichneten Liegeplätze festmachen.
Im Hafen der Klemens-Werft ist ein DGzRS-Rettungskreuzer stationiert.
Ansteuerung: nur tagsüber empfohlen
Liegeplätze: 220 Liegeplätze für Yachten bis zu 30 m Länge, freie Plätze grün gekennzeichnet
Wassertiefe: 4,5 m
Service / Sonstiges: Sanitäranlagen (Toiletten, Duschen), Strom- und Wasseranschluss an den Stegen, Winterlager (Freigelände und Winterhalle), Kran bis 25 t, Werft, Yachtreparaturservice einschließlich Najad- und Sunbeam-Servicestation, Yachtausrüster, Segelmacherei, Auslieferungshafen für neue Serienyachten, Gebrauchtboothandel
Landgang: Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten, in Großenbrode: Arzt, Apotheke, Post, Bank
Der Hafen liegt am Ortsrand von Großenbrode, am Ende der 1,5 km langen Promenade. Der Ort bietet verschiedene Supermärkte, Geschäfte und gastronomische Einrichtungen.
Ansprechpartner:
YACHTWERFT KLEMENS GmbH
Am Kai 25
23775 Großenbrode
Telefon +49 4367 999077
Telefax +49 4367 999076
Großenbrode Fähre
54° 23' 34.83'' N 011° 07' 3.96'' E
Der ehemalige Fährhafen wurde in eine private Marina umgewandelt. Sie liegt am Fehmarnsund östlich der Fehrmansundbrücke.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.