EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Warnemünde / Rostock

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Panorama Warnemünde (Bild: Igge)

Weitere Marinas in der Mecklenburger Bucht:   Boltenhagen   Dierhagen (Saaler Bodden)   Kirchdorf (Insel Poel)   Kühlungsborn   Hohen Wieschendorf   Poel (Insel)   Rerik   Schmarl/Rostock   Timmendorf (Insel Poel)   Warnemünde / Rostock   Wismar  

Wetter Warnemünde
© meteo24.de
Das Ostseebad Warnemünde ist ein Ortsteil der Hansestadt Rostock im Norden der Stadt. Die Warnow mündet hier in die Ostsee und gab dem Ort seinen Namen. Mit einem 150 Meter breiten Sandstrand verfügt Warnemünde über den breitesten Sandstrand der deutschen Ostseeküste. Jeden Sommer finden in Warnemünde die Warnemünder Woche und die Hanse Sail statt. Beide Ereignisse ziehen jeweils etwa eine Million Touristen nach Warnemünde.

Aufgrund der geringen Strömung und der guten Windverhältnisse eignet sich das Segelrevier vor Warnemünde für Kitesurfen, Wellenreiten, Windsurfen, Tauchen und Schwimmen.
In Warnemünde sind drei Segelvereine ansässig, der Warnemünder Segelclub (WSC), der Akademische Segelverein Warnemünde (ASVW) und der Kuttersegelclub Warnemünde (KSC), die unter anderem junge Segeltalente fördern und bei der Organisation der Warnemünder Woche maßgeblich beteiligt sind.

Hohe Düne ist auch eng mit der Geschichte des Seefluges verbunden. 1926 fand hier der Zweite Deutsche Seeflugwettbewerb statt. Um an diese Tradition zu erinnern, werden jährlich zur Hanse Sail Treffen von See- und Wasserflugzeugen durchgeführt. Tourismus und Unterkünfte: Warnemünde profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.



Warnemünde / Rostock
54° 05,00’ N 012° 08,00’ E
Im Sommer locken die Warnemünder Woche und die Hanse-Sail zahlreiche Besucher in die schöne Hansestadt. In Rostock spielt der Wassersport eine große Rolle. Im Rahmen der gescheiterten Olympia-Bewerbung für 2012 wurden kräftig in die maritime Infrastruktur investiert. Deutlichstes Zeichen dafür ist der Yachthafen Hohe Düne, wo zahlreiche Millionen in einen 5-Sterne-Yachthafen investiert wurden. Um im Falle einer erfolgreichen Bewerbung während der Veranstaltung alle dort liegenden Schiffe woanders unterbringen zu können wurden aber auch die Stadthäfen deutlich ausgebaut. Als Konsequenz für die Segler ergibt sich damit ein enormes Überangebot an Liegeplätzen, in den meisten Marinas liegen nur wenige Schiffe. Als Gastlieger wird man wählen zwischen dem quirligen Touristenmagnet Warnemünde, wo man im Alten Strom allerdings nur wenige Liegeplätze findet, dem modernen, sehr großen und mit umfangreichen Serviceeinrichtungen versehenen Yachthafen Hohe Dühne und dem Stadthafen unweit des Zentrum von Rostock. Ein ruhiges Plätzchen ist das wenig bekannte Schmarl am Westufer der Warnow.

Ansteuerung: Als großer Seehafen ist Warnemünde bei Tag und bei Nacht gut anzulaufen. Als Sportschiffer muss man allerdings im Fahrwasser Sorgfalt walten lassen. Die Fähren sind schneller heran, als man meint. Im Bereich der der Warnow-Mündung nördlich des alten Stromes kommen erschwerend die zahlreichen dort rangierenden Ausflugsboote hinzu. Im weiteren Verlauf der Warnow bis runter in die Stadt halten diese sich überwiegend an das Fahrwasser und sind somit berechenbarer. Markantestes Wahrzeichen Warnemündes ist die weiße Fassade des Hotels Neptun, welches bei Tage gut sichtbar ist. Weiterhin helfen bei der Ansteuerung der Leuchtturm in Warnemünde, die beiden Leuchttürme auf den Molenköpfen, sowie das betonnte Fahrwasser der Großschifffahrt. Wer den Yachthafen Hohe Düne anlaufen will sollte jedoch nicht in die Warnow einlaufen, denn die Einfahrt des Yachthafens befindet sich östlich davon.

In dem Gebiet der Warnow-Mündung gibt es drei Tankstellen für Yachten. Diese befinden sich im Yachthafen Hohe Düne, am Yachthafen im Alten Strom in Warnemünde und in der Marina Dalben 28.



Marina Hohe Düne
54° 11,05' N 012° 05,75' E
Im Ramen der Bewerbung für die olympischen Spiele 2012 wurde der Yachthafen Hohe Düne an die östliche Außenmole der Warnow-Mündung gebaut. Die Ansteuerung des Hafens erfolgt daher auch nicht zwischen den beiden Leuchttürmen, die die Warnow-Mündung markieren, sondern östlich davon. In Erwartung der zahlreichen Gäste wurden 750 Boxen für Schiffe geschaffen. Diese sind bis zu 23m x 6,5m groß. Der ganze Hafen ist auf 4m ausgebaggert, die Fahrrinne soll sogar 4,5m tief sein. Wasser (gegen Münzen) und Strom (gegen Pauschale oder individuelle Abrechnung) ist an allen Liegeplätzen vorhanden. Die Liegeplatzgebühren sind niedrig.

Die sanitären Anlagen verfügen neben Duschen (Münzen oder Karte) und WCs auch über Waschmaschinen, Trockner und Bügelmöglichkeiten. In der Rezeption des Hafenmeisters finden sich auch ein paar, rund um die Uhr (per Chip) zugängliche Internetzugänge, davon zwei mit festinstalliertem PC samt Drucker und zwei mit Ethernet-Anschluß für mitgebrachte Laptops. Selbst per offenem WLAN ist dort ein lokal eng begrenzter Zugang möglich (Default-Gateway muss man manuell als DNS eintragen). WLAN am Liegeplatz ist mittlerweile gleichfalls verfügbar (verifiziert für Steg G).

Am dem der Einfahrt gegenüberliegenden Ende des Hafens gibt es einen kleinen Service-Bereich mit Tankstelle, Fäkalienabsauganlage, 40t und 500kg Kränen. Größere Reparaturen werden an eine Werft weiter südlich an der Warnow vermittelt. Der Rufknopf für den Tankservice ist an der Spundwand.

Des weiteren stehen den Seglern zahlreiche weitere Services zur Verfügung. Zum Beispiel ein Brötchen-Service, sowie Transfers zum Beispiel nach Warnemünde auf der anderen Seite der Warnow. Viele weitere Angebote werden in Zusammenarbeit mit dem angeschlossenen Hotel und Konferenzzentrum "Yachthafenresidenz Hohe Düne" angeboten. Dort gibt es zum Beispiel Bars, Restaurants, Cafes der (auch preislich) gehobenen Klasse, einen Wellness-Bereich und vieles mehr.

Trotz des umfangreichen Service-Angebots ist der Hafen selten voll belegt, die meisten Segler bevorzugen eine der zahlreichen anderen Liegemöglichkeiten. Im Haus des Hafenmeisters befindest sich ein kleiner Tante-Emma-Laden, wo man Dinge des täglichen Bedarfs bekommt. Insbesondere Bier und frische Brötchen. Durch die Leere wirkt der Hafen teils recht trist - schade, denn er ist sehr gepflegt, hat "Stil". Der Weg nach Rostock oder Warnemünde zur Stadtbesichtigung ist mit einem je nach Liegeplatz bis zu 15-minütigen Fußmarsch zu einer der beiden Fährlinien verbunden.



Warnemünde / Alter Strom
54°10.8’N 012°05.3’E
Hier liegt man eigentlich am schönsten. Der alte Fischereihafen hat einen besonderen Charme, dem man sich kaum entziehen kann. Allerdings ist der Hafen aus genau diesem Grund häufig voll, so dass man fast immer im Päckchen liegen muss.





Link --> Schmarl



Stadtmitte
54°05.62’N 012°07.16’E
Stadtmitte ist einer der drei neu von der örtlichen Wohnungsbaugesellschaft Wiro [5] erbauten Häfen an der Warnow. Neben den wenigen Dauerliegern (Wasserschutzpolizei und die drei speedsailing Volvo-Ocean-Racer [6], unter ihnen auch die ehemalige ILLBRUCK, Siegeryacht des Volvo Ocean Race 2002), ist dieser Hafen fast nur zur Hanse Sail [7] voll belegt. Gut gepflegte sanitäre Anlagen gibt es auf der Rückseite des dem Ausgang gegenüberliegenden Gebäudes. Diese sind jedoch nur mit Schlüsselkarte zu betreten, die man zuvor vom Hafenmeister bzw. am Automaten erworben haben muss. Zum Öffnen der Eingangspforte der Wiro-Marina benötigt man einen monatlich wechselnden vierstelligen Code, der ebenfalls beim Hafenmeister bzw. am "Schwarzen Brett" auf dem Steg erhältlich ist. Strom und Wasser gibt es an den Fingerstegen. Ab Mai 2007 hat hier auch der ORMA-60 Renn-Trimaran "ACADEMY" seinen heimischen Liegeplatz. Er kann genau wie die drei V.O.60 Racer von Firmengruppen und Einzelbuchern für Segelevents gechartert werden.

Direkt an der kleinen Marina liegt der Mau-Club, eine Disco und Konzerthalle, so dass es abends oft hoch her geht. Westlich der Wiro-Marina und gegenüber dem Mau-Club liegt das frühere DDR-Handels- und heute Hotel- und Tagungsschiff MS "Georg Büchner" [10], auf dem man bei Voranmeldung einfach und günstig übernachten kann.

Folgt man der Uferpromenade nach Osten (Richtung Rostocker Innenstadt), kommen einige kleine Geschäfte, so zum Beispiel ein Bäcker und ein italienisches Restaurant, dass gutes Essen zu fairen Preisen bietet.

Gehlsdorf Süd
Die hier befindlichen Stege gehören zu örtlichen Segelvereinen. Von den Liegeplätzen hat man am Abend einen wunderschönen Blick auf den Stadthafen und die Altstadt von Rostock. Der Tiefgang einer Jacht, die hier einen Liegeplatz sucht, sollte nicht mehr als 2 m betragen. Die Wassertiefe an den Stegen nimmt zum Land hin ab und beträgt in Ufernähe weniger als 1 m. Die Verfügbarkeit von Gastliegeplätzen entnimmt man am Besten den entsprechenden Hinweisen der Vereine an den Stegen oder erfragt diese beim jeweiligen Hafenmeister des Vereins.
Rostocker Yachtclub Hafenwart: 0151 20637879



Marina im Stadthafen
54°05.58’N 012°08.34’E
Weit im Süden des Teils der Warnow, die mit dem Schiff noch erreicht werden kann, dafür aber direkt an der Altstadt Rostock befindet sich die Marina im Stadthafen Rostock. An vier Schwimmstegen können die Segler mit Hilfe von Mooring-Bojen quer zum Steg festmachen. Einige der Stege haben auch Finger. Strom und Wasser ist an den Stegen vorhanden. Der am weitesten östlich gelegene Steg wird von Charterfirmen genutzt. Am Ufer westlich der Stege befinden sich die Sanitäranlagen. Dort auch auch der Hafenmeister ein Büro. In dem Gebäude direkt am Hafen befindet sich ein Yachtausrüster.

In den Speichern östlich der Marina befinden sich zahlreiche Restaurants und Bars. Besonders zu empfehlen ist das Silo4, das in dem obersten Stockwerk eines der Speicher einen einmaligen Blick über Rostock und die Warnow bietet. Dort kann man abends bei selbst am Buffet zusammengestellten und vom Koch nach Wunsch angebratenen asiatischen Gerichten den Sonnenuntergang über der Warnow beobachten.

Seine Einkäufe kann man beim nahe gelegenen Lebensmitteldiscounter erledigen. Dort gibt es auch einen Backshop, der einen auch am Wochenende mit frischen Brötchen versorgt. Weitere Geschäfte finden sich in der nahe gelegenen Altstadt von Rostock.



windsack
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.



Übersicht Mecklenburger Bucht   Großbild klick!












Strandpromenade Warnemünde (Bild: Darkone)  Großbild klick!













Speicher am Stadthafen von Rostock
(Bild: Ra Boe / Wikipedia)   Großbild klick!





























Hohe Düne Übersicht   Großbild klick!




















Hohe Düne Luftbild (Bild: HelgeNug)  Großbild klick!



























Weblinks:
Warnemünde in Wikipedia
Hohe Düne in Wikipedia
6 Webcams Warnemünde
Stadthafen Rostock
OpenSeaMap Warnemünde


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