Breege ist eine Gemeinde auf der Insel
Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde liegt im Grundmoränengebiet am Breeger Bodden, eines Teiles des Großen Jasmunder Boddens. Haupterwerbstätigkeit ist heute der Fremdenverkehr, der seit 1895 hier eine Rolle spielt.
Breege geht auf eine slawische Siedlung zurück und wurde 1313 erstmals urkundlich erwähnt. In Breege gibt es noch typische Kapitänshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu sehen. Sie sind ein Indiz dafür, dass Breege einstmals ein Ort der Seefahrer war und zeitweise als das reichste Dorf Rügens galt.
Glanzpunkt der Gemeinde Breege war der 1795 von Julius von der Lancken im Ortsteil Juliusruh geschaffene 10 Hektar große Park Juliusruh, der im französischen und englischen Stil errichtet wurde. Dem Initiator dieses Parks ist dort ein Granitstein gewidmet. Von der einst so herrlichen Parkanlage ist nur ein Teil als Kurpark noch erhalten geblieben.
Tourismus und Unterkünfte: Breege profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Breege
54° 39,7' N 013° 21,39' E
Breege selbst ist ein netter kleiner Touristenort. Landschaftlich reizvoller Hafen im Breeger Bodden. Etwas ab vom Schuss, voll ausgestattet. Der Hafen ist Stützpunkt einer Charterflotte. Von Freitag bis Sonntag ist der Hafen deshalb bis auf den letzten Liegeplatz gefüllt und sollte gemieden werden. In der Woche sind immer Plätze frei.
Keine Angst vor flachem Wasser! So könnte ein Motto lauten für Breege. Die Ansteuerung durch die Boddengewässer ist nicht anspruchsvoll, solange man strikt in den Fahrwassern bleibt. Ich habe schon erlebt, das Angler mit Wathosen direkt neben dem Tonnenstrich standen.
Vom Jasmunderbodden-Fahrwasser an Tonne 38 abzweigen. Ab dem Tonnenpaar 3/4 auf 360° Richtung Hafen. Achtung: ab dem Tonnenpaar 5/10 liegen an Steuerbord große Steine nah am Fahrwasser. Das Fahrwasser ist unbeleuchtet, und nachts nicht zu empfehlen.
Im Hafen wird es an der Außenseite (südlich) des Stegs schnell flach, deshalb nahe am Steg bleiben. Die kleinen grünen Tonnen beachten. Man könnte sie auch für die Ankerbojen der Angelboote halten, die allerorten im Bodden zu sehen sind. Es sind aber Stb-Fahrwassertonnen, die man einlaufend tunlichst auch auf der grünen Seite lassen sollte. Die östlichen Liegeplätze sind deshalb etwas "anspruchsvoll" anzulaufen.
Die Wassertiefen im kleinen Hafenbecken (westlich der Pier) sind ausreichend.
Hält man sich an die oben beschriebenen Grenzen findet man Wassertiefen von 2-3 m.
Der Hafen liegt gut geschützt, nur nach Süden hin ist er offen. Bei kräftigem Süd- bis Südwestwind sind die äußeren Liegeplätze etwas unruhig. Man liegt in Boxen an einem Holzsteg. Die achterlichen Dalben sind plastikummantelte Stahlrohre, die unter Umständen für eine starke Ablenkung der Kompassnadel sorgen. Es gibt zwischen Dalben und Steg keine Sorgleinen. Die Liegegebühren betragen circa 0,60 €/m.
WC und Duschen befinden sich im Haus des Hafenmeisters. Hinter dem Gebäude befinden sich während der Saison in einem Container zusätzliche WCs und Duschen. Die Pumpen zur Fäkalentsorgung im Sanitärgebäude werden in der Nacht abgeschalten. Wer seinen "Geschäft" vor 6 Uhr morgens erledigen will kann daher eine sehr eklige Überraschung erleben. Duschmarken erhält man zu 1 EUR/Stück beim Hafenmeister.
Hafenmeister/Tankstelle: Olaf Redmer, Tel. 038391/579
Die Gaststätte "Zum alten Fischer" bietet gute Qualität.
Im allgemeinen werden in Breege außerhalb der Hauptsaison die Bürgersteige sehr zeitig hochgeklappt. Wer nach 21 Uhr noch etwas zu essen und zu trinken sucht, der kann eine böse Überraschung erleben. Bewährt hat sich das "Boddenstübchen", vom Hafen der Hauptstraße Richtung Juliusruh ca. 800 m folgen. Hier ist erst 22 Uhr Küchenschluss und die Fischgerichte waren sehr lecker (Empfehlung Brathering). Der Wirt wartet geduldig, bis der letzte Segler seine durstige Kehle beruhigt hat. Es gibt einen Tisch mit einer Seekarte der westlichen Ostsee, so dass einer angeregten Disskussion über die Reise möglich ist. Am Wochenende ist der Hafen durch den Charterbootwechsel meist überfüllt.
Service / Sonstiges: Strom und Wasser an allen Liegeplätzen, Slipanlage, Kiosk für den kleinen Bordbedarf, Toilette, Dusche, Wasser, Müllentsorgung, Fisch-Verkaufsstelle, Restaurant, Diesel, Lebensmittel, Fäkalienentsorgung,
öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.