Das Ostseebad Grömitz liegt im Kreis Ostholstein auf der Halbinsel Wagrien am Nordrand der
Lübecker Bucht etwa zehn Kilometer östlich von Neustadt in Holstein unweit der Vogelfluglinie.
Grömitz ist bereits seit 1813 Seebad und damit eines der ältesten an der Ostsee.
Wenig bekannt ist die Tatsache, dass Grömitz bereits um 1400 einen seegängigen Hafen besaß und einen regen Handel mit an der Trave gelegenen Häfen führte. Lübeck, Travemünde, Oldesloe und auch dänische Städte zählten zu den Haupthandelsplätzen Grömitzer Schiffe. Begünstigt wurde der Hafen durch natürliche Sandbänke wie den Walkyriengrund. Der Fernhandelshafen verlor wieder an Bedeutung, da er im 17. Jahrhundert versandete. Mitte der 1960er Jahre wurde ein moderner Yachthafen gebaut, der heute zu den größten und bedeutendsten Marinas der Ostsee zählt.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Klosterdorf Cismar. Im Gemeindegebiet liegt der Zoo Arche Noah. Berühmt wurde dieser durch seine drei Liger, Mischlingen aus Löwe und Tiger. Das letzte Tier musste im Februar 2008 eingeschläfert werden.
Mit 398 Meter ist die Seebrücke eine der längsten Deutschlands.
Tourismus und Unterkünfte: Seit 1949 ist Grömitz ein Ostseeheilbad, welches durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus profitiert. Grömitz ist nach Sankt Peter-Ording und Westerland drittwichtigster Ferienort in Schleswig-Holstein und vor Timmendorfer Strand der wichtigste an der Ostseeküste des Bundeslandes. Im Jahr 2002 buchten 96.116 Gäste, davon 413 (0,43 %) aus dem Ausland, 714.188 Übernachtungen. Der Ort verfügte über 8305 Gästebetten. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und ein Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Yachthafen Grömitz
54° 08,0' N 010 ° 57,0' E
Der Yachthafen, in welchem ein DGzRS-Seenotrettungskreuzer stationiert ist, ist neben dem von Heiligenhafen einer der größten gemeindebetriebenen Häfen (780 Liegeplätze). Die neue maritime Hafenpromenade bietet viel zum Staunen, gemütliche Cafes und einem neuen Spielplatz für die kleinen Gäste. Im Hafen gibt es die Möglichkeit einen Segel-, Surf- oder Katamaranschein zu machen.
Die Marina Grömitz ist nicht nur landschaftlich sehr schön gelegen und bietet Schutz bei allen Windrichtungen, sondern befindet sich an einem der schönsten Segelreviere Deutschlands. Die Lübecker Bucht als Zugang zum Ostseeraum öffnet sich dort mit all ihren Möglichkeiten.
Hafenanlage: Das Hafengelände (außer Stege) ist für jeden begehbar und verfügt über WC-Anlagen, Duschen, Warmwasser, Waschmaschine, Trockner, Spülbecken, Parkplätze, Trailerplatz, Slipanlage, Segelschule, Boots-Charter, -Service, -Ausstatter, -Pflegedienst, -Sattler, Segelmacherei, Lebensmitteleinzelhandel, Restaurant, Grillplatz, Fischladen, Segelclub mit Gesellschaftsräumen, Motor-Yacht-Club, Kinderspielplatz und Hafenpromenade.
Liegeplätze: 780 Liegeplätze sowie Gastliegeplätze (Grüne Beschilderung) für von See einlaufende Yachten.
Ansteuerung: zunächst auf den südlichen Ortsrand von Grömitz zuhalten, dort befinden sich Hochhäuser und Windräder, die man als Landmarke nehmen kann. Die Hafeneinfahrt ist befeuert und kann ohne Probleme bei Tag und Dunkelheit im rechten Winkel angefahren werden.
Schiffsgrößen: Für Schiffe bis zu einer Größe von Länge: 25 m, Breite: 5 m - Tiefgang: Solltiefe 2,80 m, Feste Steganlage, Stromanschluss, Trinkwasser, Fäkalabsauganlage (Belcomat)
Krananlage: Portalkran - bis zu 18 t, Termine/ Informationen: Roland-Werft, Tel: 04562/22 20 00 und 0171/207 38 24.
Der Yachthafen Grömitz ist seit 2001 Inhaber der Blauen Flagge. Diese Auszeichnung wird verliehen, wenn bestimmte Anforderungen bezüglich des Umweltmanagements, der Umweltkommunikation erfüllt sind.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.