Die amtsfreie Stadt Kühlungsborn ist ein Ostseebad im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern und liegt an der mecklenburgischen Ostseeküste, etwa 25 Kilometer von Rostock entfernt. Unmittelbar südlich der Stadt erhebt sich der Höhenzug der Kühlung mit dem weithin sichtbaren Leuchtturm Bastorf. Kühlungsborn ist der größte Bade- und Erholungsort Mecklenburgs und liegt direkt an der Mecklenburger Bucht. Der Titel „Seebad“ wurde der Stadt am 15. Februar 1996 verliehen. Mit 3150 Metern Länge verfügt Kühlungsborn über die längste Strandpromenade Deutschlands. Am westlichen Ende mündet die Promenade in den Baltic-Platz. Der breite Sandstrand zieht sich über etwa sechs Kilometer hin.
Die Stadt entstand 1938 durch Zusammenschluss der Gemeinden Brunshaupten, Arendsee und Fulgen. Laut Gründungsurkunde ist „Ostseebad“ fester Namensbestandteil. Somit hieße es „Seebad Ostseebad Kühlungsborn“. Zur Vereinfachung einigten sich die Stadtvertreter, den Seebad-Titel nicht anzuführen.
Tourismus und Unterkünfte: Kühlungsborn profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und ein Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Kühlungsborn
54° 09,21' N 011° 46,377' E
An der Ostseite des Ortes Kühlungsborn wurde im Mai 2003 ein komplett neuer Bootshafen in Betrieb genommen, der einen umfassenden Service für Segler bietet.
Der Hafen bietet Liegeplätze für ca 400 Schiffe auf 3m bis 3,50m Wassertiefe. Nahezu alle Liegeplätze sind an Fingerstegen. Freie Liegeplätze sind, wie in den meisten Häfen an der Ostsee, mit einem grünen Schild an der Stirnseite der Stege markiert. Kühlungsborn wird auch bei "landgebundenen" Touristen immer beliebter. Das führt bei dem netten Ambiente auf der Hafenpromenade zu bisweilen lautstarken und ausgiebigen Feiern.
Versorgungsmöglichkeiten: Alle Liegeplätze verfügen über Strom und Wasser. Die Sanitäranlagen bei Hafenmeister sind groß bemessen, dennoch können sich in den Stoßzeiten Schlangen bilden. Zum Betreten der gepflegten Anlage benötigt man eine Chip-Karte, die beim Hafenmeister gegen Hinterlegung eines Pfandes erhältlich ist. Diese Karte kann auch mit einem Guthaben versehen werden, welches für das Duschen benötigt wird. Des weiteren gibt es Waschmaschinen und Wäschetrockner. An der Service-Platform im Osten des Hafenbeckens stehen die Tankstelle, die Fäkalienabsauganlage, ein Mastkran, ein Kran für Schiffe bis 25t, eine Slipanlage und eine Bootswaschanlage zur Verfügung. Beim Hafenmeister stehen weiter Service-Angebote zur Verfügung, wie Brötchenservice oder ein tägliches Wettermeeting. Entlang der Südseite des Hafens gibt es zahlreiche Gastronomien und Läden in denen man den Täglichen bedarf decken kann, ein Yachtservice steht auf zur Verfügung. Das Ortsinnere von Kühlungsborn ist durch einen kurzen Spaziergang zu erreichen.
Die Ansteuerung des Hafens ist ohne weitere Komplikationen möglich. Die Einfahrt befindet sich im Nordosten des Hafens. Bei Nacht helfen zwei Feuer die Einfahrt zu finden. Innerhalb des Hafens ist es sehr geräumig. Es steht viel Platz zum Manövrieren zur Verfügung. Nachmittags und Abends kann es jedoch eng werden, wenn viele Schiffe gleichzeitig den Hafen anlaufen.
Vor der Hafeneinfahrt befindet sich in Verlängerung der Nordmole eine Sandbank mit einer Wassertiefe von ca. 3 m. Bei nordöstlichen bis östlichen Winden ab Windstärke 5-6 können sich hier im Bereich der Hafeneinfahrt gefährliche Grundseen bilden.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.