Schilksee (dänisch: Skilksø) ist ein Stadtteil von Kiel. Er liegt im Norden der Stadt an der Kieler Förde auf der Halbinsel Dänischer Wohld. Bekannt geworden ist Schilksee durch das dort als Austragungsort der Segelwettbewerbe zu den Olympischen Spielen 1972 errichtete Olympiazentrum Schilksee.
Seit den 1890er Jahren entwickelte sich in Schilksee ein reger Fremdenverkehr mit Strandleben, gefolgt vom Segelsport, der sich zwar erst nach 1950 hier richtig etablierte, seit 1972 aber dominierend im Stadtteil ist. Damals fanden hier anlässlich der Olympischen Sommerspiele die Segelregatten statt, für die das Olympiazentrum Schilksee gebaut wurde. Dabei wurde auch ein großer Segelhafen angelegt, der bis heute insbesondere zur Kieler Woche genutzt wird. Heute ist Schilksee ein moderner Stadtteil, der sich aber auch viel Altes bewahrt hat.
Tourismus und Unterkünfte: Schilksee profitiert durch seine Lage an der Kieler Förde vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und ein Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Olympiazentrum Schilksee
54° 25,82' N 010° 10,28' E
Große, etwas steril wirkende Marina am Ausgang der Kieler Förde. Alle Versorgungsmöglichkeiten (Diesel im Nachbarhafen Strande). Slip und Kran. Nette Hafenmeister! Schilksee ist ein guter Ausgangshafen für Törns in die dänische Südsee. Der Olympiahafen Schilksee bietet 860 Liegeplätze im Wasser (Wassertiefe: 3-4 m) und 400 an Land.
Navigation: Der Hafen kann Tag und Nacht ohne Probleme angelaufen werden. Tagsüber läuft man von See kommend auf die Terrassenhäuser zu, die eine sehr gute Landmarke abgeben. Die beiden Einfahrten sind erst sehr spät zu erkennen. Man sollte sie nicht mit den Steinschüttungen südlich des Hafens verwechseln.
Nachts sind die beleuchteten Einfahrten ohne Probleme zu sehen. Bis die Einfahrten ausgemacht werden können, läuft man auf das Strander-Bucht-Feuer im weißen Sektor zu.
Während der Kieler Woche werden nur Liegeplätze an Regattateilnehmer vergeben.
Der Hafen verfügt über viele Annehmlichkeiten einer modernen Freizeitanlage. In einer Ladenzeile gibt es Fachgeschäfte für Yachtausrüstung und Segelmacher. Restaurants ein Kaufmann und ein Bankautomat befinden sich direkt auf dem Hafengelände. Das reizvolle Hinterland bietet sich für Wander- und Radtouren an. Eine Golfanlage befindet sich in der Nähe.
Ein netter Gag: Die Straßen in der Marina sind nach den olympischen Klassen von 1972 benannt: Soling, Drachenbahn, Starweg, Tempest und Finn-Dinghi-Weg.
Service / Sonstiges: WC, Duschen, Trinkwasser am Steg, Steckdosen am Steg, Münzwäscherei, Kartentelefon, Verkauf von Pre-Paid Handy-Karten, Segelmacher, Arzt, Apotheke, Bank, Post, Restaurant, Slip, Mastenkran, Schiffskran, Supermarkt, Bus, Entsorgung Altöl, Entsorgung Chemietoilette, Schiffselektronik, Motorenservice, Leihtrailer für Reparaturen.
Geschichte: Das Olympiazentrum Schilksee (auch „Olympiazentrum Kiel-Schilksee“ – gelegentlich auch (unzutreffend) als „Olympiahafen …“ bezeichnet) ist ein Komplex aus Yachthafen, Wohngebäuden und Geschäften im Kieler Ortsteil Kiel-Schilksee in Schleswig-Holstein – am Ausgang der Kieler Förde. Der Yachthafen/Marina ist einer größten an der deutschen Ostsee-Küste.
Das Olympiazentrum Schilksee war der Austragungsort der Segel-Wettkämpfe während der Olympischen Sommerspiele 1972.
Heute ist das Olympiazentrum Schilksee Austragungsort und Hafen für die Segel-Wettkämpfe während der Kieler Woche und anderer Segel-Veranstaltungen.
An der Stelle des Olympiazentrum Schilksee befand sich bereits vor dessen Errichtung ein Hafen für Yachten und Fischer.
Die Entscheidung für den Bau der Wettkampfstätten für die – am 26. April 1966 an München vergebenen Olympische Sommerspiele 1972 – fiel am 18. März 1967, der Baubeginn war der 13. Oktober 1969.
Errichtet wurden parallel zu dem (bereits vorhandenen Hafen) ein langgestreckter (etwa 300 m langer), versetzt gebauter, sich auf beiden Seiten nach oben hin verjüngender Beton-Querriegel mit 400 Wohnungen, einer Zuschauer-Terrasse, Geschäften, Bootshallen, einer Schwimmhalle, etc. Dahinter wurden – umgeben von Parkplätzen und Grünanlagen – im Südwesten zwei Hochhäuser mit (168) Wohnungen, im Nordwesten ein Hotel mit 500 Betten und eine Siedlung aus 32 Bungalows gebaut.
Die Eröffnung der Olympischen Wettkämpfe in Schilksee erfolgte am 28. August 1972. In der Zeit vom 29. August bis 8. September 1972 fanden auf den Wettkampfbahnen vor dem Olympiazentrum Schilksee in den sechs Bootsklassen Finn (Bootsklasse), Flying Dutchman, Starboot, Tempest, Drachen und Soling Wettfahrten statt.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.