Die Lübecker Bucht ist eine Meeresbucht der Ostsee, die vollständig zu Deutschland gehört. Als Teil der Mecklenburger Bucht bildet sie die „südwestliche Ecke“ der Ostsee.
An der südwestlichen Spitze der Lübecker Bucht mündet in Lübeck-Travemünde die Trave. Nach Osten wird die Bucht begrenzt durch den Klützer Winkel, die Insel
Poel und in etwa den Leuchtturm Bastorf, im Norden durch die Halbinsel Wagrien und die Insel
Fehmarn, die über die Fehmarnsundbrücke im Zuge der Vogelfluglinie mit dem Festland verbunden ist. Angrenzende Bundesländer sind Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In der Mitte der Bucht, etwa vor Grömitz, liegt unter Wasser eine größere Erhebung, der Walkyriengrund. Ebenfalls in der Mitte der Bucht ist seit längerem die Einrichtung eines Offshore-Windparks geplant.
Die Berufsschifffahrt benutzt in der Lübecker Bucht hauptsächlich den Lübeck-Gedser-Weg zur
Kadetrinne in Richtung östliche Ostsee.
Tourismus und Unterkünfte: Insbesondere der westliche Teil der Lübecker Bucht mit der Hafenstadt Neustadt in Holstein sowie den Seebädern Großenbrode, Dahme, Kellenhusen, Grömitz, Pelzerhaken, Sierksdorf, Haffkrug, Scharbeutz, Timmendorfer Strand, Niendorf und Lübeck-Travemünde nebst der Halbinsel Priwall besitzt eine große Bedeutung für den Fremdenverkehr in Deutschland. Auf der Lübecker Bucht findet alljährlich Ende Juli mit den Segelregatten der Travemünder Woche die zweitgrößte Segelsportveranstaltung der Welt statt. Sportboothäfen befinden sich außer in Travemünde auch in Niendorf, Neustadt und Grömitz.
Rund um die Lübecker Bucht gibt es gut ausgebaute Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
In Mecklenburg-Vorpommern ist Boltenhagen das bekannteste Seebad an der Lübecker Bucht.
In der Ostsee spielen die Gezeiten eine sehr geringe Rolle – der Tidenhub in der Lübecker Bucht liegt bei etwa 30 Zentimeter. Allerdings können im Bereich der Lübecker Bucht Stürme insbesondere aus östlicher Richtung zu Hochwasserständen führen. Größtes Hochwasser war das Ostseesturmhochwasser 1872.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.