Der Fehmarnbelt (dän. Femern Bælt, früher Femer Bælt) ist eine etwa 18 Kilometer breite Wasserstraße zwischen der Südküste von
Lolland und
Fehmarn in der westlichen
Ostsee, er verbindet als Seeweg den
Großen Belt und die Kieler Bucht als Kiel-Ostsee-Weg mit den Gewässern der Mecklenburger Bucht und der östlichen Ostsee (siehe auch
Kadetrinne). Der Fehmarnbelt ist nicht zu verwechseln mit dem
Fehmarnsund, der Fehmarn vom südlichen Festland trennt. Die deutsche und dänische Regierung haben im Juni 2007 ein gemeinsames Brückenprojekt zur Überquerung des Fehmarnbelts beschlossen.
Etwa in der Mitte zwischen den beiden Inseln verläuft ein 9 Kilometer breiter Streifen mit Wassertiefen zwischen 20 und 30 Metern. Die Strömungen im Fehmarnbelt sind in erster Linie Driftströme, die durch den Wind hervorgerufen werden und von dem über der Ostsee herrschenden Wind abhängig sind. Der Einfluss der Gezeitenströme ist gering (höchstens 0,2 bis 0,3 Seemeilen pro Stunde).
Per Schiff wird der Fehmarnbelt von der Vogelfluglinie Puttgarden - Rødby überquert.
Am 29. Juni 2007 einigten sich die Regierungen von Dänemark und Deutschland nach jahrelanger Diskussion auf den Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung. Der Baubeginn der etwa 19 Kilometer langen Brücke, zwischen Puttgarden auf der Ostseeinsel Fehmarn und Rødby auf der dänischen Insel Lolland soll im Jahr 2011 sein. Das 5,5 Milliarden Euro teure Bauwerk, dessen Kosten zum größten Teil Dänemark übernehmen wird, soll bis 2018 fertiggestellt werden. Am 3. September 2008 unterzeichneten die Verkehrsminister von Deutschland und Dänemark, Wolfgang Tiefensee und Carina Christensen, in Kopenhagen den Vertrag zur Errichtung der Fehmarnbelt-Brücke.
Schiffsunglücke im Fehmarnbelt:
Am 26. Juli 1932 kenterte das Segelschulschiff
Niobe durch eine nicht vorhersehbare Gewitterböe und sank in wenigen Minuten.
Am 28. Oktober 2007 kenterte der in der Slowakei registrierte türkische Frachter "Omer N" aus bisher ungeklärter Ursache 15 Seemeilen westlich der dänischen Stadt Gedser. Drei Besatzungsmitglieder konnten gerettet, vier nur tot geborgen werden. Vier weitere Menschen werden noch vermisst.
Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt.
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.