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EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv November 2019



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29.11.2019

Gestrandet im Sturm vor Andratx
(Bild: Port d-Andratx) Großbild klick!
Deutscher Katamaran wird in Port d'Andratx geborgen
(29.11.19) In der Bucht von Port d'Andratx haben Einsatzkräfte am 28.11. damit begonnen, die Teile eines im Sturm am 23.11. zerstörten deutschen Katamarans zu bergen. Den ganzen Tag über holten Taucher Wrackteile vom Meeresgrund. Zehn Tage waren für die Bergung vorgesehen.
Die Polizei von Andratx hat das Areal für Unbefugte gesperrt. Dennoch versuchten Personen zu dem Wrack zu gelangen, um es zu plündern. Das 15 Meter lange und 500.000 Euro teure Schiff war gegen die Felsen getrieben und auseinandergebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Malita' im Trockendock
'Malita' im Trockendock
(Bild: Emmanuel Male) Großbild klick!
Fähre wird nach Kollision in Valletta repariert
(29.11.19) Nach ihrer Kollision mit dem Kai in Imgarr am 25.11. um 15 Uhr steuerte die unter Malta-Flagge laufende Fähre 'Malita', 4893 BRZ (IMO:9176321), am 26.11. um 14 Uhr den Hafen von Valletta zur Reparatur durch die Malta Dry Docks an. Hier machten sich Arbeiter daran, den beschädigten Teil des Bugs abzuschweißen und zu ersetzen. Dazu ging das Schiff ins Palumbo Dockyard No. 4-Dock.
Die Havarie hatte sich beim Einlaufen von Cirkewwa bei stürmischem Wind ereignet. Menschen wurden nicht verletzt, die Autos konnten auch planmäßig entladen werden. Anschließend wurde der Schaden über und unter Wasser begutachtet. Der Fährdienst wurde mit zwei Schiffen in eingeschränktem Umfang aufrechterhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gesunken: Trawler 'Lummetje - UK-165'
Gesunken: Trawler 'Lummetje - UK-165'
(Bild: Bram Pronk) Großbild klick!
Suche nach Fischern aus Urk/Holland mit Einbruch der Dunkelheit eingestelt
(29.11.19) Am 28.11. um 17 Uhr stellten die holländische Coast Guard mit ihren Hubschraubern und einem Suchflugzeug sowie die Boote der KNRM die Suche nach den beiden Crewmitgliedern des Trawlers 'Lummetje - UK-165', 48 BRZ (IMO: 8432613), Jochem Foppen, 41, und Hendrik Jan de Vries, 27, aus Urk nach über 11 Stunden ergebnislos ein. Der Notfallschlepper 'Guardian' blieb nahe der Untergangsstelle, und Kutter, die die Suche fortsetzen wollten, wurden durch das MRCC koordiniert, um die Sicherheit dabei zu gewährleisten. Die Küstenwache und Seenotretter wollten auch am 29.11. die SAR-Operation nicht fortsetzen.
Wegen der hohen Wellen und starker Strömungen konnten Taucher bislang noch nicht in das Wrack vordringen, das bereits am Morgen des 28.11. vom Minensucher Zr.Ms. 'Maakkum' lokalisiert worden war. Die Crew mit den Tauchern warteten auf eine Wettererberuhigung, die für das Wochenende erwartet wurde. Das Patroullienboot 'Visarend ' sollte am 29.11. die Unglücksstelle erreichen und dort die 'Zeearend' ablösen.
Suche nach 'Lummetje - UK-165'
Suche nach 'Lummetje - UK-165'
(Bild: Kustwacht) Großbild klick!
Während der routinemäßigen Patroullienflüge auf See wollte auch die Coast Guard das Seegebiet überfliegen. Am Morgen des 29.11. suchte ein Küstenrettungsfahrzeug der KNRM den Strand zwischen Callantsoog und Den Helder ab, fand aber keine Reste des Kutters. Tauchen am Wrack war wegen anhaltend schlechten Wetters mit Wellenhöhen von drei bis vier Metern und fünf Beaufort Wind an diesem Tag weiterhin nicht möglich.
Am 28.11. war die Untergangsstelle, die sich außerhalb des Fahrwassers befand, zunächst mit digitalen Bojen markiert worden. Sobald das Wetter es zulässt, sollen diese durch richtige Tonnen ersetzt werden. Am 28.11. um 5.45 Uhr hatte sich der EPIRB aktiviert.
Kurz darauf verschwand das AIS-Signal des 25 Meter langen Garnelenkutters sieben Kilometer westlich von Texel. Das Schiff war am 27.11. um 16 Uhr aus Den Helder auf Fangfahrt ausgelaufen. Zum Unglückszeitpunkt herrschten vor der Insel zwei Meter hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter drohte vor Cedeira zu stranden
(29.11.19) Auf dem spanischen Kutter 'Brual' (MMSI: 224012990), der sich mit einer siebenköpfigen Crew vor dem Hafen von Cedeira befand, kam es am 28.11. um 1.25 Uhr zu einem Maschinenausfall. Trotz eines sofortigen Ankerwurfs driftete er auf die nahe Küste zu, und der Skipper setzte einen Notruf ab.
Als sich sein Schiff nur noch 30 Meter vom Land entfernt war, nahm die von Salvamento Marítimo mobilisierte 'Langosteira' des Roten Kreuzes in Vermella den 18 Meter langen Havaristen auf den Haken. Sie schleppte ihn um zwei Uhr in den Hafen von Cedeira ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper 'Caen Ouistreham 3'
Schlepper 'Caen Ouistreham 3'
(Bild: Kevin Alix) Großbild klick!
Schlepper saß in Cherbourg fest
(29.11.19) Am 28.11. fand sich der französische Schlepper 'Caen Ouistreham 3', 209 BRZ (IMO: 7521780), auf einmal in einer unkomfortablen Lage im Handelshafen von Cherbourg. Das Schiff hatte dort am Kai gelegen, als das Wasser aus dem Becken zu Arbeiten am Landeplatz für Fischauktionen abgelassen wurde. Es war nicht bedacht worden, dass der große Schlepper unweit davon festgemacht war.
Er setzte auf dem Hafengrund auf und legte sich kräftig nach Steuerbord auf die Seite. Es kam aber zu keinen weiteren Schäden. Mit steigendem Wasserpegel konnte das Schiff wieder auf ebenen Kiel gebracht und befreit werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kabelbahn zur gestrandeten 'Blue Star'
Kabelbahn zur gestrandeten 'Blue Star'
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!
'Blue Star': Öl wird über Kabelbahn an Land gepumpt
(29.11.19) In einem Kampf gegen die Zeit haben die Berger binnen 36 eine Kabelbahn von der gestrandeten 'Blue Star' an Land aufgebaut. An ihr ist ein Schlauch von über 100 Metern Länge befestigt, der an einem Stahlkabel zu einem Stahlgestell auf einem Betonschuh verläuft, der auf den Klippen gegossen wurde. Über 100 Tonnen Kraftstoff, 60 Tonnen Diesel und 45 Tonnen Öl, sollten ab dem 29.11. an Land gepumpt werden.
Zuvor sollte bei Tageslicht erprobt werden, ob der Mechanismus funktioniert. Auf dem Tanker wurde eine Pumpe installiert, die das Öl vom Achterschiff zu einem 300-Tonnen-Tank auf dem Vorschiff transportiert. Von dort geht es dann an Land.
Dort mussten Zugangsstraßen asphaltiert werden, weil es in dem felsigen Gebiet keine Straßen zur Strandungsstelle gab, die die Tanklaster hätten passieren können. Die Hoffnung, bereits am 28.11. mit dem Transfer beginnen zu können, zerschlug sich wegen schlechten Wetters. Außerdem wurde mittags entschieden, nicht erst den Diesel und dann das durch Erhitzen erst dünnflüssig zu machende Öl abzupumpen, sondern beide Flüssigkeiten miteinander zu mixen und gleichzeitig zu leichtern. Inzwischen wurde auch der Schlepper 'Vehintiocho', der am 28.11. einen Maschinenausfall erlitten hatte, in El Ferrol wieder repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter 'Meike B' im Kieler Nordhafen
Frachter 'Meike B' im Kieler Nordhafen
(Bild: Tim Schwabedissen) Großbild klick!
Kollision in Brunsbüttel
(29.11.19) Am 28.11. um 23.50 Uhr kollidierte der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter 'Meike B', 2889 BRZ (IMO: 9105841), der aif der Fahrt von Leixoes nach Oxelösund war und dort am 1.12. erwartet wurde, in der alten Schleuse in Brunsbüttel beim Einlaufen mit der Spundwand und mehreren Dalben. Das Schiff kam während des Manövers durch starke Strömung und kräftigen Windes vom Kurs ab. Mehrere Dalben brachen beim Aufprall ab, trieben anschließend lose im Wasser und mussten zunächst geborgen werden.
Der Backbordbug der 'Meike B' wurde bis zu 20 Zentimeter tief eingedrückt. Personenschäden, Gewässerverunreinigungen oder Leckagen entstanden bei der Havarie nicht. Ein Fehlverhalten durch die Schiffsführung war im Zuge der Ermittlungen nicht feststellbar.
Die Berufsgenossenschaft für Verkehr und Transportwirtschaft ordnete ein Weiterfahrverbot ab Kiel bis zur Klassenbestätigung an. Um 1.30 Uhr verließ der Havarist Brunsbüttel und machte um neun Uhr im Kieler Nordhafen am Voith-Kai für die notwendigen Untersuchungen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Weiterer Tierfrachter im Mittleren Osten havariert
(29.11.19) Erneut kam es auf einem unter Billigflagge laufenden Tiertransporter auf dem Weg nach Midia zu einer Panne. Die unter Togo-Flagge registrierte 'Janay', 1283 BRZ (IMO: 7015509), hatte am 25.11. in Batumi einen Maschinenschaden. Die Auslaufgenehmigung wurde bis zum Abschluss von Reparaturen vom Hafenkapitän widerrufen.
Am 26.11. verließ das Schiff nach einer Inspektion unbeladen den Hafen, um in Midia eine Tierladung aufzunehmen.
Tote Schafe von der 'Queen Hind'
(Bild: ARCA-FOUR PAWS) Großbild klick!
Unterdessen ging im Wrack der 'Queen Hind' der Kampf um die letzten überlebenden Schafe durch Animal Rescue and Care Charity (ARCA) und FOR PAWS sowie Veterinären von ANSVSA, unterstützt von rumänischen Einsatzkräften weiter. Sie schnitten mehr Löcher durch die Wände in den Decks des Schiffs, um unzugängliche Sektionen erreichen zu können.
Die Bedingungen an Bord wurden dabei immer schlimmer. Die Retter kletterten zwischen den aufgedunsenen Kadaverbergen umher, zwischen denen die zusehends geschwächten, überlebenden Tiere sich aufhielten. Sie mussten durch dunkle Korridore, durch teilweise überflutete Bereiche und Tierkörper, um den Rückweg dann mit 50-60 Kilogramm schweren Tieren auf den Armen zu bewältigen. Nur einige trugen notdürftige Atemmasken dabei.
Die Tiere kamen auf einem Bauernhof 25 Kilometer von Midia entfernt in Quarantäne und wurden von der Exportfirma Maria Trading betreut. Es gab die Sorge, dass die saudische Importfirma weiter Besitzansprüche anmelden würde und sie auf das nächste Exportschiff bringen will. Die Tierschützer forderten, dass sie nun in Schutzgebieten ihren Lebensabend erreichen sollten.
FOUR PAWS und ARCA kämpften darum, eine geeignete Lösung und einen geeigneten Schutz für die geretteten Schafe zu finden, sodass der Mensch sie nicht weiter ausbeuten kann. Derzeit hatten die rumänischen Veterinärbehörden aber das alleinige Entscheidungsrecht und haben sich bislang nicht geäußert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief nach Maschinenausfall auf Grund
(29.11.19) Auf dem portugiesischen Frachter 'Vectis Falcon', 6190 BRZ (IMO: 9594298), kam es am Abend des 25.11. zu einem Maschinenausfall in Süd-Lancaster auf dem Weg in den Hafen von Johnstown. Das Schiff warf Anker, driftete aber auf Grund.
Nachdem es wieder flottgemacht worden war, machte es am 26.11. um 11.50 Uhr im Hafen fest. Am 28.11. um 1.40 Uhr verließ es ihn wieder und nahm Kurs auf Saint Johns, wo es am 3.12. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf zwei Schiffen in Astrachan
(29.11.19) Am 24.11. um 2.30 Uhr brach auf der russischen Fähre 'Sprinter', 238 BRZ, die an einer Werft in Astrachan lag, ein Feuer aus. Die dortige Feuerwehr sowie das russische Taucherschiff 'Stolniy Grad Yaroslavl' trafen 30 Minuten später am Brandort ein. Zu dieser Zeit hatte sich das kräftige Feuer bereits von der s 'Sprinter' auf den danebenliegenden, russischen Kabelleger 'Forward', 417 BRZ (IMO:8916853), ausgebreitet.
Es gelang, den Brand bis 04.40 Uhr zu löschen. Es gab keine Verletzten und keine Verschmutzungen. Eine Untersuchung zur Brandursache wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Taichung
(29.11.19) Die unter Hongkong-Flagge laufende Fähre 'Cosco Star' 26847 BRZ (IMO: 9073440), kollidierte am Abend des 27.11. mit einem Hafenschlepper in Taichung. Sie wollte den Hafen gerade mit 52 Passagieren an Bord in Richtung Xiamen verlassen. Das Schiff trug bei dem Zusammenstoß eine Beule am Backbordbug davon.
Der Schlepper wurde schlimmer erwischt. Er hatte Risse im Rumpf, der Mast brach um, und der Schornstein wurde zerstört. Die 'Cosco Star' setzte ihre Fahrt in Richtung der Straße von Taiwan nach einer Inspektion fort und traf am 28.11. in Xiamen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kühlwasserproblem auf Tanker
(29.11.19) Auf dem unter Zypern-Flagge laufenden Chemikalien-Tanker 'Amaranth', 4269 BRZ (IMO: 9458028), kam es auf der Fahrt von Eastham nach Wilhelmshaven mit einer 13-köpfigen Crew an Bord am 27.11. um 14.15 Uhr zu einem Kühlwasserproblem, durch den das Schiff zeitweilig manövrierunfähig wurde und auf Position 52 08 35 N 005 43 35 W trieb.
Die Crew führte eine Reparatur durch, und dann nahm der mit 5051 Tonnes of Ethylenen-Dichlorid beladene Tanker wieder Fahrt auf. Es sollte den Zielhafen am 30.11. um 16 Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler vor Pamlico Sound gerettet
(29.11.19) Die US Coast Guard barg 170 Meilen östlich von Pamlico Sound, North Carolina, am Nachmittag des 28.11. den Skipper einer Yacht von Bord ab. Er hatte seinen Notsender aktiviert, als auf dem Weg zu den Bahamas der Mast gebrochen war. Eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City kamen zur Assistenz.
Nachdem der Hubschrauber die Yacht lokalisiert hatte, nahm er Kontakt mit dem Einhandsegler auf, und es wurde entschieden, ihn wegen einer erwarteten Wetterverschlechterung abzubergen. Er wurde unversehrt nach Morehead City geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler in Tromsö/Norwegen wird gehoben
(29.11.19) Der am 25.9. in Tromsö nach einem Grobrand gesunkene, russische Trawler 'Bukhta Naezdnik' wird nun geborgen. Am 27.11. traf die Kranbarge 'Gulliver' vor Ort ein, und die Vorbereitungen zur Hebung durch Scaldis liefen an. Wenn alles nach Plan geht, wird das Wrack im Lauf des kommenden Wochenendes oder kurz darauf zunächst ein Stück vom Kai wegbewegt und dann auf einer Barge abgesetzt.
Anschließend wird es nach Bergen zum Abwracken abtransportiert. Das Ölbekämpfungsschiff 'Runa' wird während der Arbeiten vorsorglich auf Standby sein. Seit Ende September hatte die Firma Fagdykk das Wrack auf Ölaustritte überwacht und die Ölsperren und ölabsorbierenden Mittel ausgetauscht.
Die Bergung wird durch Scaldis, Norebos und Ardent durchgeführt. Die norwegische Küstenverwaltung hatte angeordnet, dass das Wrack bis zum 31.12. aus dem Hafen entfernt sein muss.
Quelle:Tim Schwabedissen


Untergang von Trawler vor Nouadhibou wird untersucht
(29.11.19) Nachdem 40 Meilen vor der Küste von Mauretanien der 24 Meter lange, türkische Trawler 'Ilhan Yilmaz 5' (MMSI: 271073361) am 27.11. seine Stabilität verloren hatte und bei Nouadhibou auf Position 20 29 30 N, 17 32 24 W kenterte und sank, wurde eine Untersuchung des Untergangs durch die zuständigen Behörden eingeleitet. Dazu wurden die Aussagen der 18-köpfigen Crew gesammelt worden. Ein anderer Kutter, der sich in der Nähe befunden hatte, hatte die Fischer unmittelbar vor dem Sinken ihres Schiffs unversehrt gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung gestrandeten Kutters bei Cidreira/Brasilien wird Tage dauern
(29.11.19) Die Bergung des am 27.11. vor Cidreira an der Nordküste von Rio Grande do Sul gestrandeten Kutters aus Itajaí in Santa Catarina dürfte drei bis vier Tage dauern. Ein Bergungsteam wurde dazu in Rio Grande beauftragt. Der Arbeitsfortschritt wird aber vom Wetter abhängig sein. Am Abend des 27.11. wurden der Skipper und der Eigner von der Polizei in Cidreira wegen illegalen Fischfangs verhaftet.
Sie hatten sich außerhalb der genehmigten Zone 12 Meilen vor der Küste aufgehalten und waren nur 300 Meter von der Küste entfernt. Außerdem war das AIS ausgeschaltet. Während die dreiköpfige Crew sich nach der Strandung des mit vier Tonnen Bunkeröl ausgestatteten Schiffs schwimmend an Land gerettet hatte, musste der Skipper mit einer Rettungsinsel von diesem heruntergeholt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Tudweiliog/Wales abgeschleppt
(29.11.19) Am 28.11. wurde das RNLI-Boot aus Porthdinllaen alarmiert, nachdem ein kleines Fischerboot Hilfe brauchte. Es lief um 11.20 Uhr aus, um dem acht Meter langen Kutter zu assistieren, der auf einer Leeküste vor Towyn Beach in Tudweiliog durch einen blockierten Propeller manövrierunfähig geworden war. Vor Ort wurde entschieden, dass es das sicherste war, den Havaristen so schnell wie möglich in tieferes Wasser abzuschleppen.
Eine Schleppleine wurde übergeben und der Kutter dann samt seinem Skipper nach Porthdinllaen zurückgebracht. Hier wurde er sicher an seiner Mooring festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme vor Lizard Point/GB
(29.11.19) Der maltesische RoRo-Frachter 'Celandine', 23987 BRZ (IMO: 9183984), hatte auf der Fahrt von Zeebrügge nach Santander mit einer 21-köpfigen Crew an Bord am 28.11. um 22.20 Uhr ein Problem mit der Maschine. Er befand sich zu der Zeit auf Position 49 29 22 N, 004 18 34 W, rund 44 Meilen südöstlich von Lizard Point.
Nachdem die Crew den Schaden behoben hatte, setzte die 'Celandine' die Fahrt zum Zielhafen fort, den sie am 29.11. erreichen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


28.11.2019

Die Feuerwehr kommt per Hubschrauber
Die Feuerwehr kommt per Hubschrauber
(Bild: Premar Manche) Großbild klick!
Hartnäckiger Brand vor Ouistreham
(28.11.19) Am 27.11. um 13.45 Uhr wurde das CROSS Jobourg alarmiert, nachdem auf dem französischen Trawler 'Schneivins - DP 689018', 30 BRZ (MMSI: 227317040), der sich 8,5 Meilen nordwestlich von Ouistreham befand, ein Feuer ausgebrochen war. Das CROSS strahlte sofort ein Mayday Relay aus und schickte das Patroulliebboot 'Thémis' aus Cherbourg, einen Dragon-Helikopter des Zivilschutzes in Le Havre, das SNSM-Boot 'Saint-Anne-des-Flots' der Station in Ouistreham zum Havaristen und verständigte die Feuerwehr in Caen. Der Kutter 'Le Granvillais', der sich in der Nähe befand, reagierte auf das Mayday Relay und nahm den Havaristen um 14 Uhr auf den Haken.
Der Schleppzug nahm Kurs auf Ouistreham, während die fünfköpfige Crew des Havaristen sich an Deck befand und weiter versuchte, Kontrolle über das Feuer zu bekommen. Nachdem es zunächst niedergekämpft zu sein schien, flammte es um 14.15 Uhr aber wieder auf. Um 14.25 Uhr traf auch die 'Thémis' vor Ort ein, konnte aber angesichts der schlechten Wetterbedingungen nichts weiter ausrichten.
Die Crew der 'Schneivins' wollte niemanden an Bord übernehmen, da ihr das Risiko bei vier Metern Wellenhöhe und Windgeschwindigkeiten von 30 und in Böen bis zu 50 Knoten zu hoch erschien. Das CROSS entschied daraufhin, stattdessen drei Feuerwehrleute mit Ausrüstung aus Le Havre mit dem Dragon-Helikopter an Bord abzusetzen. Um 15.55 Uhr waren sie auf dem Schiff, doch um 16.30 Uhr schien das Feuer sich erneut auszubreiten.
Die Löschbemühungen durch die Fischer, die Feuerwehr sowie das SNSM-Boot mit Wasserschläuchen wurden unverdrossen fortgesetzt. Um 17.07 Uhr endlich war der Brand gelöscht. Um 17.45 Uhr wurde der Trawler in Ouistreham festgemacht, und die SDIS 14-Einheit übernahm die weiteren Arbeiten. Niemand war zu Schaden gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Cidreira in Portugal gestrandet
(28.11.19) Ein 18 Meter langer Kutter lief am Morgen des 27.11. rund 200 Meter von Cidreiras Fischereiplattform und 300 Meter vom Strand entfernt auf Grund und schlug leck. Die Bergungsarbeiten mussten am Nachmittag wegen stürmischer See abgebrochen werden. Zwei Bulldozer mit Stahldrähten, die am Bug festgemacht wurden, sollten den Havaristen auf den Strand ziehen.
Am 28.11. sollten die Arbeiten fortgesetzt werden. Die vierköpfige Crew war unversehrt gerettet worde. Drei Mann schwammen auf den Strand, der Skipper wurde mit einer Rettungsinsel vom Kutter geholt. Er war mit seinem Schiff auf illegalem Fang gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schleppverbindung wird hergestellt
Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: USCG) Großbild klick!
Schulte-Tanker assistierte havarierter Segelyacht
(28.11.19) Der unter Hongkong-Flagge laufende Tanker 'Sophie Schulte', 115583 BRZ (IMO: 9265756), des Bernhard Schulte Shipmanagement Co. Ltd. in Zypern sowie die US Coast Guard assistierten am 24.11. der havarierten, 68 Fuß langen Segelyacht 'Distant Drummer' über 420 Meilen östlich von Cape Canaveral. Die Coast Guard hatte um 14.30 Uhr einen Notruf der sechsköpfigen Crew aufgefangen, nachdem ihr Boot Motorschaden erlitten hatte. Daraufhin wurde ein Gruppenruf (EGC) ausgestrahlt und die im AMVER-System laufende 'Sophie Schulte' ausfindig gemacht, die sich auf ihrer Reise von Corpus Christi nach Southampton in der Nähe befand.
Außerdem nahmen das Patroullienboot 'Bernard C. Webber (WPC-1101)', aus Miami und der Lenkwaffenzerstörer USS 'Winston S. Churchill (DDG-81)' aus Norfolk, Virginia, Kurs auf die Position. Die 'Sophie Schulte' war als erstes Schiff vor Ort, und ihre Crew versuchte, gemeinsam mit den Seglern den Schaden zu beheben.
Der Tanker blieb vor Ort, bis am 25.11. um 12.30 Uhr die 'Bernard C. Webber' ebenfalls eintraf und die Yacht auf den Haken nahm. Sie wurde dann nach Fort Pierce geschleppt, wo ein 45-Fuß-Boot der örtlichen Coast Guuard Station sie übernahm und an einen sicheren Liegeplatz im Hafen brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler hatte Wassereinbruch vor Lauwersoog
(28.11.19) Am 27.11. wurde der holländische Tonnenleger 'Waddenzee' (IMO: 9065467) von Rijkswaterstaat durch die holländische Küstenwache alarmiert, nachdem ein Kutter vor Lauwersoog Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken drohte. Das Schiff nahm gemeinsam mit einem KNRM-Rettungsboot Kurs auf den Havaristen und assistierten dessen Crew dabei, das eindringende Wasser zu lenzen und die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Danach eskortierten die beiden Schiffe den Trawler in den Hafen von Lauwersoog, den er mit eigener Kraft erreichte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuerwehr an der Fähre 'Villa San Giovanni'
Feuerwehr an der Fähre 'Villa San Giovanni'
(Bild: Guardia Costiera) Großbild klick!
Straße von Messina: Viel Rauch, aber kein Feuer auf Fähre
(28.11.19) Am Nachmittag des 27.11. kam es im Maschinenraum der italienischen Fähre 'Villa San Giovanni', 1890 BRZ (IMO: 7929126), die um 15 Uhr aus Tremestieri ausgelaufen war, eine Meile vor der kalabrischen Küste zwischen Gallico und Catonazu einem Maschinenausfall. Rauch füllte den Maschinenraum, sodass zunächst von einem Feuer ausgegangen wurde. Das Schiff stoppte auf halbem Wege und setzte einen Notruf ab.
Die Verkehrszentrale der Straße von Messina koordinierte den Rettungseinsatz. Drei Boote der italienischen Coast Guard, der Schlepper 'Megrez' und die M03-Einheit der Feuerwehr wurden alarmiert und nahmen Kurs auf den Havaristen, aus dessen Lüftungsöffnungen dichter Rauch quoll. Die 22 Passagiere wurden unversehrt von dem Patroullienboot 'CP 265' abgeborgen und nach Reggio Calabria gebracht.
Der Schlepper zog den Havaristen um 17.15 Uhr in den Hafen. Bei der nachfolgenden Untersuchung durch die Feuerwehr, die unter Atemschutz in den Maschinenraum eindrang, und die Reederei Caronte & Tourist Spa stellte sich heraus, dass es kein offenes Feuer, aber ein schweres technisches Versagen in der Maschine gegeben hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion nach vermisstem Trawler vor Texel
(28.11.19) Am 28.11. gegen 5.45 Uhr wurde der Notsender des holländischen Trawlers 'Lummetje - UK-165', 48 BRZ (IMO: 8432613), auf Position 52° 59.24' N 004° 35.86' E rund 4,3 Meilen westlich der Insel Texel in der Nordsee aktiviert. Nachdem es nicht gelang, einen weiteren Kontakt zu dem Schiff und seiner Crew, zwei Männer im Alter von 27 und 41 Jahren aus Urk, aufzunehmen, wurde eine groß angelegte SAR-Operation in dem Seegebiet gestartet. Sie wurde koordiniert von der Coastguard in Den Helder.
Zwei SAR-Helikopter, die KNRM, der Notschlepper 'Guardian', das Patroullieboot 'Osprey' der Coast Guard, das Rettungsboot 'Joke Dijkstra' und mehrere Kutter nahmen Kurs auf die Position. Einer der beiden Hubschrauber entdeckte am Vormittag eine leere Rettungsinsel in der See. Ansonsten fanden sich nur einige Bojen.
Am Vormittag des 28.11. untersuchte der Minensucher Zr.Ms. 'Makkum', der mit Tauchern in der Nähe gewesen war, die mutmaßliche Unglücksposition mit seinem Sonar und fand ein Objekt auf dem Meeresgrund, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um den vermissten Kutter handelte. Wegen des schlechten Wetters mit bis zu sechs bis sieben Beaufort Wind und Wellenhöhen an die zwei Meter war es aber nicht möglich, Taucher abzusetzen, um es näher zu inspizieren. Die Suche über Wasser nach den beiden Fischern dauerte nachmittags an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Das Betonfundament ist fertig
Das Betonfundament ist fertig
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!
Blue Star-Schlepper erlitt Maschinenausfall
(28.11.19) Die 18 Bergungskräfte, die am 27.11. um 8.45 Uhr auf den gestrandeten Tanker 'Blue Star', zurückkehrten, darunter Personal von SMIT Salvage, Ardentia, Techniker der Fomento und Salvamento Marítim, konnten bis zum Nachmittag alle Ausrüstung, Schläuche und Pumpen auf dem Havaristen installieren, die zum Leichtern des Bunkeröls notwendig sind. Die Landteams waren weiter damit beschäftigt, den Betonschuh für die dortigen Einrichtungen und die Zugänge für die Tanktrucks auszubauen.
Um 15 Uhr waren die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen. Am Vormittag des 28.11. begannen die ersten der 60 Tonnen Diesel über die Schläuche an Land zu fließen. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die 45 Tonnen Öl am 29.11. folgen. Da dieses zähflüssiger ist, wird es allerdings länger dauern.
Unterdessen erlitt der spanische Schlepper 'Vehintiocho', 428 BRZ (IMO: 9740380), der Remolcadores Unidos S.A. (RUSA), in Santander, der von SMIT Salvage gechartert wurde, um die 'Blue Star' freizuschleppen und der am 27.11. vor Ort eingetroffen war, am 28.11. um fünf Uhr einen Maschinenrausfall. Er musste von dem Bergungsschlepper 'María Pita' von Salvamento Marítimo auf den Haken genommen werden. Er wurde dann nach El Ferrol in Caneliñas gezogen und dort zur Reparatur im Außenhafen festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler sank vor Mauretanien
(28.11.19) Der 24 Meter lange, türkische Trawler 'Ilhan Yilmaz 5' (MMSI: 271073361) geriet am 27.11. rund 40 Meilen vor der Küste von Mauretanien in Seenot. Das Schiff erlitt Wassereinbruch und begann über den Bug zu sinken.
Ein Boot der Coast Guard kam zu Hilfe und nahm die Crew unversehrt an Bord. Wenig später ging der Havarist unter, und nur noch einige Netze trieben als letzte Zeugen des Schiffbruchs an der Wasseroberfläche.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Frachter auf Paraná River kollidiert
(28.11.19) Zwei Bulkcarrier kollidierten am 23.11. gegen drei Uhr auf dem Paraná River vor San Lorenzo. Die unter Hongkong-Flagge laufende 'Fortune Miracle', 42665 BRZ (IMO: 9340544), die mit einer Ladung von 45.100 Tonnen Soja nach Santos unterwegs war, schrammte mit ihrer Steuerbordseite an der Backbordflanke der vor Anker liegenden, Marshall-Islands-Flagge registrierten 'Interlink Fortuity', 25546 BRZ (IMO: 9711755), entlang. Diese wartete von Callao kommend auf eine Einlaufgenehmigung nach Puerto San Martin, um dort am Bunge-Dock zu laden. Beide Schiffe wurden leicht beschädigt, Menschen wurden nicht verletzt.
Die 'Fortune Miracle' setzte inzwischen ihre Fahrt nach Santos fort, wo sie am 29.11. einlaufen soll. Die 'Interlink Fortuity' verließ am 27.11. ihre Ankerposition 32° 46.27' S 060° 42.94' W bei Flusskilometer 442 und machte um 23.40 Uhr an Terminal 6SA in San Lorenzo fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank im Sturm vor Vung Ang
(28.11.19) Auf dem thailändischen Frachter 'Nordana Sophie', 7659 BRZ (IMO: 9205562), kam es am 28.11. gegen vier Uhr auf einmal zu einem starken Wassereinbruch in den Maschinenraum, der binnen kurzem geflutet wurde. Das Schiff lag auf der Hai Phong/Vinh Ang-Reede zwei Kilometer vor Ron Cape und 10 Kilometer vom Vung Ang/Son Duong Port vor Anker. Es war am 26.11. von Hongkong kommend eingetroffen und wartete auf Einlaufgenehmigung in den Hafen von Vung Ang in der Ha Tinh Provinz.
Es lichtete zunächst den Anker und begann, sich auf die Küste zuzubewegen, doch da die Backbord-Schlagseite rasch auf 25 Grad zunahm, musste es auf Position 18° 07' 58 N 106° 29' 40 E erneut ankern. Die Tinh Maritime Port Authority und die Coastguard kamen zu Hilfe. Die 18-köpfige thailändische Crew wurde von dem in hohen Seen arbeitenden Frachter abgeborgen. Einige mussten ins Wasser springen.
Sie wurden von den Schleppern 'Son Duong 1501', 'Son Duong 1502' und 'Thien Tai 86' bis Mittag alle an Land gebracht und medizinisch betreut. Gegen 13 Uhr legte sich der Frachter immer weiter auf die Seite und begann zu sinken. Er hatte 178 Tonnen Bunkeröl an Bord, deshalb wurde ein Ölbekämpfungs-Notfallplan aktiviert, um möglichen Ölverschmutzungen zu begegnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision bei Beauharnois
(28.11.19) Der kanadische Bulkcarrier 'Kaministiqua' 22388 BRZ (IMO:8119285), kollidierte von Sorel kommend am Morgen des 27.11. mit dem Kanalufer bei Beauharnois auf dem St. Lawrence River unterhalb von Montreal. Die Havarie ereignete sich, als er flussabwärts laufend ein anderes Schiff passieren wollte, das ihm entgegen kam.
Ein Ballasttank wurde aufgerissen, und es kam zu einer Leckage von Ballastwasser. Um 9.15 Uhr machte der Frachter am Kai in Beauharnois zu Untersuchungen und Reparaturen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hydraulikölaustritt in Quebec
(28.11.19) Auf dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Federal Weser' 22654 BRZ IMO: 9229972), kam es am 20.11. um 11.55 Uhr zu einem Versagen der hydraulischen Kühlung einer Deckswinsch im Hafen von Quebec. Dadurch lief eine unbekannte Menge an Hydrauliköl ins Wasser aus.
Die Crew isolierte die Kühlung, und die Ladearbeiten konnten weitergehen. Am 21.11. lief das Schiff nach Montreal aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenüberhitzung vor Texada Island
(28.11.19) Auf der kanadischen RoPax-Fähre 'North Island Princess', 839 BRZ (IMO: 8873788), kam es am 22.11. um 10.50 Uhr zu einer Überhitzung der Steuerbord-Hauptmaschine. Dadurch fiel die Maschine auf Position 49 47 53.7 N, 124 37 21.9 W nahe des Blubber Bay Ferry Terminal auf Texada Island aus. Nachdem die Fähre mit der Backbordmaschine festgemacht hatte, machte sich die Crew an die Reparatur des Schadens.
Quelle:Tim Schwabedissen


Arbeitsboot trieb vor Aldeburgh
(28.11.19) Auf dem 14 Meter langen, türkischen Arbeitsboot 'Spurn Spand' (MMSI: 271046981) kam es bei der Übergabefahrt am 26.11. um 13.40 Uhr zu technischen Problemen östlich von Aldeburgh auf Position 52 13 40 N, 001 46 46 E. Später fiel die Maschine komplett aus.
Das RNLI-Boot aus Aldeburgh kam zu Hilfe und nahm den Havaristen in Schlepp. Um 16.55 Uhr wurde er sicher im Norfolk and Suffolk Yacht Club festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision auf Wesel-Datteln-Kanal
(28.11.19) Auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Kilometer 35,1 kollidierten am 26.11. um 7:30 Uhr zwei Schiffe frontal miteinander. Ein unbeladenes Tankmotorschiff stieß mit einem ihm entgegenkommenden Gütermotorschiff zusammen, das in Richtung Datteln lief und mit Kohle beladen war. Der Tanker wurde auf Höhe des Bugstrahlruderraums an Steuerbordseite auf einer Länge von zwei Metern aufgeschlitzt.
Mehrere Spanten wurden nach innen eingeknickt. Auch am Bug entstanden mehrere Risse. Das Tankmotorschiff durfte für die Reparatur bis zur nächsten Werft weiterfahren. Die Wasserschutzpolizei hat den Unfall aufgenommen und leitete Ermittlungen ein. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tierretter im Kampf gegen die Zeit auf gekentertem Frachter
(28.11.19) Die rumänische Tierschutzorganisation ARCA, die von VIER PFOTEN für derartige Missionen ausgebildet wurde, war weiterhin im Einsatz, um möglichst viele der 14.600 Schafe zu retten, die in der gekenterten 'Queen Hind' in Midia gefangen sind. Am 27.11. gelang es dem Team, 109 Schafe lebend aus dem Schiff zu bergen. Insgesamt konnten bereits 228 Tiere vor einem qualvollen Tod bewahrt werden.
Sie befanden sich nun in Quarantäne etwa 25 Kilometer von Midia Novodari entfernt, wo sich rumänische Amtstierärzte um sie kümmern. Auch am 28.11. wurde der von VIER PFOTEN koordinierte Noteinsatz weitergeführt, obgleich die Chancen, noch Schafe zu retten, mittlerweile gering waren. Es wurden zwei Löcher in die Schiffswand gebohrt, um besseren Zugriff auf die Tiere zu haben.
Die Situation war sehr schwierig und durch Rauch und giftige Dämpfe erschwert. Aber es gelang, im Innenraum einen Ventilator aufzustellen; so konnten die Tierretter zumindest mit Gesichtsmasken ins Schiff. Der Gesundheitszustand der Tiere wurde unterdessen immer schlechter. Sie haben auch schon große Atemprobleme durch Verwesungsgase.
Das Team arbeitete mit für Notfälle geschulten Spezialkräften der ISU, der rumänischen Aufsichtsbehörde für Notsituationen zusammen. Außerdem war die IGSU, die rumänische Feuerwehr, vor Ort. VIER PFOTEN ist mit den zuständigen Behörden in Kontakt, um die Tiere zu übernehmen und eine nachhaltige und tiergerechte Lösung für sie zu finden.
Quelle:Tim Schwabedissen


27.11.2019

Drogen-U-Boot wird gehoben
Drogen-U-Boot wird gehoben
(Bild: Guardia Civil) Großbild klick!
Cangas: Erstmals Drogen-U-Boot aufgebracht
(27.11.19) Zwei starke Kräne hoben am 26.11. gegen Mitternacht das erste in Europa konfiszierte Drogen-U-Boot in Aldán, dass am 24.11. vor O Foxo in Hío, Cangas, aufgebracht worden war. Die zwei Ecuadorianer und ein Galizier an Bord, der auf der Flucht ist, hatten es vor Punta Couso versenkt. Solche Schiffe werden in den Dschungeln von Suriname und Guyana erbaut für die 8,000 Kilometer weite Reise über den Atlantik.
Die Einweg-Boote kosten rund 1.5 Millionen Euro und werden am Ende der Fahrt entladen und versenkt. Die US Drug Enforcement Administration gab am 24.11. der spanischen Polizei den Hinweis, über die erwartete Anlandung am Hío-Strand in Cangas do Morrazo in der Pontevedra-Provinz. Eine Warnung oder das schlechte Wetter ließ die Schmuggler das Boot aber hastig vor der Küste aufgeben.
Sie versuchten davonzuschwimmen. Zwei wurden gefasst, ein dritter wird noch gesucht. Am 25.11. begann die Bergung. Das 22 Meter lange Boot wog um die 40 Tonnen, und schlechtes Wetter verkomplizierte die Arbeiten. Am Nachmittag des 25.11. wurde es mit Hebeballons, die Taucher der Grupos Especiales de Actividades Subacuáticas (GEAS) der Guardia Civil angebracht hatten, im zweiten Anlauf gehoben und vom Schlepper 'Insuíña Rande' in den Hafen von Aldán in Cangas (Pontevedra) geschleppt.
Einer der Ballons hatte sich zuvor gelöst, sodass der Bug erneut absank und die Arbeit von vorne losging. Diese musste in der Nacht zum 26.11 wegen Sturms erneut unterbrochen werden. Nachdem das Boot endlich an Land war, wurde es auf einem Trailer abgesetzt. Dann wurden die im Boot transportierten Pakete mit Kokain bündelweise durch die enge Luke herausgeholt.
Uboot wird gekrant
Uboot wird gekrant
(Bild: Guardia Civil) Großbild klick!
Gegen ein Uhr wurde entschieden, den Rumpf aufzuschneiden, um diese Arbeit zu beschleunigen und das Restwasser abzulassen. An Bord befanden sich 3,000 bis 3,500 Kilo Drogen mit einem Marktwert von über 100 Millionen Euros. Damit ist der Wert solcher U-Boote um fast ein hundertfaches überschritten, von denen noch weitere versenkt an der galizischen Küste vermutet werden. Seit 2006 gab es Hinweise auf die Existenz solcher Boote, doch nun gelang es zum ersten Mal, eines von ihnen habhaft zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Die 'Tanio' sank 1980
Die 'Tanio' sank 1980
(Bild: Premar Atlantique) Großbild klick!
Öl, das von der Tanio stammen könnte, in Finistère angetrieben
(27.11.19) Am 16.11. um 18 Uhr wurde das CROSS Corsen alarmiert, weil zwischen den Stränden von Saint Samson (Plougasnou Kommune) und Saint-Jean-du-Nord nördlich von Finistère Öl angetrieben war. Zeugen entdeckten zudem verschmutzte Vögel. Das CEDRE (Centre de Documentation de Recherche et d'Expérimentation sur les pollutions accidentelles des eaux), VIGIPOL (Syndicat mixte pour de protection du littoral Breton) und LPO (Ligue de Protection des Oiseaux) wurden verständigt.
In der vergangenen Woche wurden rund 30 tote und verölte Vögel an verschiedenen Stränden in Nord-Finistère-Nord aufgefunden. Erste Analysen von CEDRE, die Proben des Öls der Vögel nahmen, zeigten Gemeinsamkeiten mit dem Schweröl, dass der am 7.3.1980 vor Batz gesunkene, malaysische Tanker 'Tanio', 18048 BRZ (IMO: 5212397) geladen hatte. Zwischen dem 21. und 22.11. wurde der Minensucher 'Pégase ' der französischen Marine in das Seegebiet geschickt, um eine präzise Lokalisierung des in über 80 Metern vor der Insel liegenden Wracks vorzunehmen.
Dabei wurden keine Ölspuren an der Untergangsstelle festgestellt. Weitere Untersuchungen sollten durchgeführt werden, bei denen es auch um den Zustand des Rumpfes gehen sollte, um mögliche Leckagen ausfindig zu machen. Die 'Tanio' war am 7.3.1980 auf dem Weg von Wilhelmshaven nach Civitavecchia 25 Meilen nördlich von Batz auseinandergebrochen. Ein Super Hornet-Hubschrauber der Marine hatte 31 Mann gerettet, acht Crewmitglieder blieben vermisst. Der Tanker war mit 28.600 Tonnen Öl beladen gewesen, von denen 10.000 Tonnen ausliefen und 200 Kilometer Küstenlinie verschmutzten.
Das Achterschiff mit 7,500 Tonnen Öl konnte nach Le Havre eingeschleppt werden. Das Vorschiff mit 10,000 Tonnen Ladung sank. Binnen 15 Monaten barg die COMEX aus diesem 5.100 Tonnen und dichtete die Öffnungen ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Versorger mit Maschinenschaden in Zarzis/Tunesien
(27.11.19) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Offshore-Versorger 'Agat Zejt III', 1780 BRZ (IMO: 8206961), kam es am 24.11. zu einem Maschinenschaden in Zarzis. Das Schiff hatte um 8.30 Uhr vom Didon Offshore Terminal abgelegt. Die Auslaufgenehmigung wurde vom Hafenkapitän bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion widerrufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kampf um überlebende Schafe in gekentertem Frachter
(27.11.19) Am 26.11. kämpften Tierretter verzweifelt um die Rettung überlebender Schafe an Bord der 'Queen Hind'. Sie fanden einige Schafe noch am Leben, während andere an der Seite des Schiffes tot über die Geländer hingen. Von der Tierschutzorganisation Four Paws veröffentlichtes Filmmaterial zeigte die überlebenden Tiere, die über die leblosen Körper kletterten, die zerquetscht wurden oder ertranken. Nach 48 Stunden des Leidens und der mangelnden Reaktion der rumänischen Behörden gelang es den Rettern, das Schiffswrack zu besteigen und in die Laderäume einzusteigen.
Sie begannen mit Rettungsarbeiten und hofften, Hilfe von der Öffentlichkeit und von Behörden zu erhalten, damit sie legal arbeiten könnten. Bis zum 26.11. konnten insgesamt 75 Tiere gerettet werden.
Die Bemühungen sollten ununterbrochen weitergehen, wenn das Wetter und die Situation es zulassen. In den Abendstunden des 27.11. sollten Löcher in den Rumpf des Wracks geschnitten werden, um weitere Zugänge ins Innere zu schaffen. Kuki Barbuceanu, Präsident einer Tierschutzorganisation, der an den bisherigen Rettungsarbeiten teilnahm, schätzte, dass maximal 100 Tiere lebend würden geborgen werden können.
Wären die Arbeiten schneller angelaufen, so hätte man tausende Tiere retten können. Er selbst sah 300 Kadaver ertrunkener Schafe im Wasser treiben. Die toten Schafe werden verbrannt, während die überlebenden Tiere dem Züchter zurückgegeben werden. Die 21-köfpgei Crew, 20 Syrer und ein Libanese, waren von dem sinkenden Schiff rechtzeitig abgeborgen worden. Der Untergang hat auch bei rumänischen Züchtern eine Diskussion entfacht zum Umgang mit Tiertransporten, die gerade im Mittleren und Nahen Osten unter oft katastrophalen Bedingungen stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffsführer eingeschlafen -- Gütermotorschiff lief in Staumauer
(27.11.19) Am 26.11. gegen sechs Uhr kollidierte ein beladenes Gütermotorschiff, als es den Rhein flussabwärt lief, unterhalb der Staustufe Ottenheim mit der dortigen Staumauer und kam anschließend fest. Durch die Wucht des Aufpralls verschob sich eine Betonplatte der Uferbefestigung und zerbrach. Einem anderen Gütermotorschiff gelang es, den Havaristen freizubekommen.
Er wurde bei dem Unfall nur leicht beschädigt; während an der Uferbefestigung ein Sachschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro entstand. Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kehl war der Schiffsführer wohl am Ruder eingeschlafen. Der Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts gestattete dem Schiffsführer die Weiterfahrt bis zum nächstgelegenen Liegeplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Markkgrafenheide trieb im Alten Strom
(27.11.19) Die Seenotretter der Station Warnemünde waren am Nachmittag des 26.11. für das 29 Meter lange Fahrgastschiff 'Markgrafenheide' im Einsatz. Gegen 14.30 Uhr alarmierte deren Kapitän den Seenotrettungskreuzer 'Arkona'. Sein Schiff hatte während einer Hafenrundfahrt mit 33 Personen an Bord, darunter 30 Fahrgästen, einen Maschinenschaden erlitten und trieb manövrierunfähig im Rostocker Seehafen. Es drohte bei mäßigem Südwestwind auf Grund zu treiben.
Als die Seenotretter vor Ort eintrafen, hielt inzwischen das rund 25 Meter lange Fahrgastschiff 'Warnowstar' den Havaristen auf Position. Die Besatzung der 'Arkona' ging längsseits und schleppte ihn bei ruhiger See sicher an seinen Liegeplatz im Alten Strom.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vorbereitungen zum Leichtern der Blue Star fortgesetzt -- Schlepper musste in anderen Bergungseinsatz
(27.11.19) Am 26.11. mussten die vorbereitenden Arbeiten zum Abpumpen von Kraftstoff aus den Tanks der 'Blue Star' wegen schlechten Wetters mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h unterbrochen werden. Bergungspersonal und die 16-köpfige Crew wurden von dem Tanker aus der Luft abgeborgen und nach Alvedro gebracht. Nach Wetterberuhigung brachte der Helikopter Helimer 401 von Salvamento Marítimo sie am Morgen des 27.11. wieder zurück an Bord. Er hob um 8.45 Uhr vom A Coruña-Airport von Alvedro ab, wo seine Base ist, und erreichte die Strandungsstelle nur acht Minuten später.
Landseitig waren den gesamten Nachmittag des 26.11. und mit dem ersten Tageslicht des folgenden Morgens die Vorbereitungen fortgesetzt worden, um Zugang für die Tanklaster zu schaffen und ein Betonfundament von 64 Kubikmetern zu bauen, auf der die Pumpvorrichtungen und die notwendige Ausrüstung aufgebaut werden. Die 104 Tonnen Diesel und Öl befinden sich im Achterschiff des Havaristen.
Sie sollen zuerst in den Bug des Schiffs gepumpt werden, ehe es über Schlauchleitungen an Land geht, wo die Tanklaster es aufnehmen. Für die Arbeiten hat SMIT Salvage die Ardentia Marine in Fene (A Coruña) unter Subkontrakt genommen, die Erfahrungen damit hat. Außerdem wurde der Schlepper 'Vehintiocho' der Remolcadores Unidos S.A. (RUSA) in Santander angefordert, der am 27.11. vor Ort eintreffen sollte.
Eigentlich hatte SMIT Salvage die 'Union Princess' zur Bergung mobilisiert, die einer holländischen Unterfirma gehört. Diese musste aber ihre Fahrt nach Ares abbrechen, um eine von ihrem Schlepper losgerissene Barge mit Teilen einer Windkraftanlage zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Odyssee einer Fähre auf dem Weg nach Dakar endete vorerst in Portland
(27.11.19) Auf der nigerianischen Fähre 'Jireh', 743 BRZ (IMO: 7112204), kam es am 25.11. um 16.20 Uhr zu einem kompletten Blackout beim Versuch, auf der Reede von Portland auf Position 50 36 52.0 N, 2 22 02.0 W den Anker zu lichten. Die neunköpfige russische Crew bat um Assistenz. Das Schiff war um 2.30 Uhr in Portland eingetroffen.
Die Besatzung gab an, dass es nicht treibe und in der Lage sei, zu manövrieren, es aber keine Elektrizität an Bord gäbe. Portland Harbour schickte ein Arbeitsschiff zu Hilfe, das ebenso wie das RNLI-Boot 'Alb' aus Weymouth auf Standby ging. Die Crew wollte den Eigner kontaktieren, um eine Genehmigung zum Abschleppen zu erhalten, doch dies misslang. Schiffe der Quest Marine Portland halfen dann, den Anker aus dem Wasser zu bekommen, und zogen die 'Jireh' nach Portland. Am 26.11. um 00.30 Uhr kam die 'Jireh' mithilfe eines Schleppers in den Hafen hinein. Um 1.50 Uhr lag sie am Kai, und der Grenzschutz übernahm die weiteren Maßnahmen vor Ort.
Bereits in den vergangenen Wochen war es zu Problemen auf der 'Jireh' gekommen, der ehemaligen norwegischen Fähre 'Strandebarm'. Das Schiff war zuvor für Norled gelaufen und unlängst an die Herald Marine and Energy Ltd. verkauft worden. Der Marktpreis lag bei 460,000 Dollar.
Nun sollte sie aus ihrem alten Fahrtgebiet nach Dakar überführt werden. Am 28.10. hatte ihre Fahrt nach Senegal in Rubbestadneset begonnen. Nach der Passage des Englischen Kanals machte sie Anfang November eine scharfe Drehung in Richtung der Kanalinseln.
Sie stoppte am 13.11. im Little Russell zwischen Guernsey und Herm. Die Crew bat später, nach St. Helier einzulaufen, doch erhielten die Auskunft, dass zunächst Schiffsagenten benannt werden müssten, um sie beim Verlassen der Gewässer von Jersey zu repräsentieren. Der Wunsch, nach St Peter Port einzulaufen, wurde von Guernsey Harbours mangels passender Liegeplätze abgelehnt.
Am 22.11. wurde bekannt, dass die Crew seit zwei Monaten keine Heuer mehr bekommen hatte und Wasser und Nahrung rationiert werden mussten. Das Rote Kreuz von Guernsey schickte Kleidung, und Co-op Nahrung an Bord.
Am 23.11. ging die Fahrt in Richtung der Südküste von England weiter, und das Schiff warf vor Weymouth Anker. Die Versorgungsgüter reichten zu dem Zeitpunkt noch für neun Tage. Damit genug Ballastwasser übrig blieb, wurde der Wasserverbrauch eingeschränkt. Wie es nun weitergehen wird, war zunächst nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme bei Erprobung vor Greenock
(27.11.19) Auf der englischen Fähre 'Hebridean Isles', 3040 BRZ (IMO: 8404812), kam es am 25.11. zu Problemen mit einer Hauptmaschine und einem Ruder auf Position 55 58 02.4 N, 004 46 06.6 W vor den Hebriden. Das Schiff hatte 35 Personen an Bord und befand sich zu Erprobungen auf See. Zwei Schlepper wurden gerufen, um es zurück zum James Watt Dock in Greenock zu bringen. Es war zur Jahresüberholung am Garvel Clyde Shipyard gewesen und sollte eigentlich in den Liniendienst zurückkehren. Am 26.11. hielt die Fähre 'Finlaggan' einen Ein-Schiff-Fahrplan zwischen Kennacraig, Port Ellen und Port Askaig sowie Oban und Port Askaig ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Vancouver
(27.11.19) Der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier 'Ocean Trader I', 39738 BRZ (IMO: 9362217), kollidierte am 20.11. um 16.40 Uhr beim Anlegemanöver mit dem Fender des Getreideterminals in Vancouver, British Columbia. Dabei kam es zu einer Beule an Steuerbordseite des Frachters auf Höhe von Laderaum 1.
Auch die Fenderanlage wurde in Mitleidenschaft gezogen. Am 21.11. gegen 22 Uhr lief das Schiff mit seiner 21-köpfigen Crew nach Qingdao aus, wo es am 11.12. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


26.11.2019

Ertrunkene Schafe
Ertrunkene Schafe
(Bild: Juan Martinez) Großbild klick!

Nur 33 Schafe überlebten
(26.11.19) Die rumänische Seebehörde ANR koordinierte die Arbeiten zur Bergung des gekenterten Tierfrachters 'Queen Hind', der am 24.11. vor Midia um 11.50 Uhr einen Notruf gefunkt und dann gekentert war. Das Wrack soll aufgerichtet und dann in den Hafen zurückbugsiert werden. Allerdings bestand wohl keine Hoffnung mehr, noch weitere der 14.600 Schafe an Bord zu retten.
Lediglich 33 waren im Hafen schwimmend aufgefunden und an Land gebracht worden. Drohnenaufnahmen von Animals International zeigten am Tag nach dem Untergang etliche tote Tiere, die im Wasser um das Schiff herumtrieben. Es waren auch keine Bemühungen erkennbar, weitere Schafe zu retten, obwohl es Anzeichen gab, dass noch welche lebten.
Mehrere Schlepper, Bargen und Patroullienboote gingen unterdessen am Wrack in Stellung. Es wurde eine Ölsperre um den Rumpf ausgelegt. Das Schiff sollte so schnell wie möglich wieder schwimmfähig gemacht werden, zumal es eine Sturmwarnung für die Region gab.

'Queen Hind' soll aufgerichtet werden
'Queen Hind' soll aufgerichtet werden
(Bild: Romanian Coastguard) Großbild klick!
Als erstes wurde Ladung auf dem Oberdeck, vornehmlich Heuballen, abgeräumt. Derweil startete eine Untersuchung zu dem Untergang des Frachters. Bilder zeigten, dass er beim Auslaufen aus dem Hafen nach Backbord krängte. Dann aber legte er sich stark nach Steuerbord über und sackte schließlich am Fahrwasserrand durch Wassereinbruch weg.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fährkollision in Mgarr
(26.11.19) Die unter Malta-Flagge laufende Fähre 'Malita', 4893 BRZ (IMO: 9176321), kollidierte am 25.11. gegen 15 Uhr mit dem Kai in Imgarr, als sie von Cirkewwa kommend in den Hafen einlaufen wollte. Bei starkem Wind missglückte das Anlegemanöver, und das Schiff stieß mit dem Bug gegen die Hafenanlage. Niemand wurde verletzt, und das Schiff konnte normal entladen werden.
Es musste aber zunächst für Schadensinspektionen aus dem Betrieb genommen werden. Taucher sollten das Unterwasserschiff untersuchen. So verblieben der Gozo Channel Company nur noch zwei Schiffe, da auch die 'Nikalaos' gerade wegen einer Werftzeit ausfällt.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Vera Rose', ex 'Eurostar'
'Vera Rose', ex 'Eurostar'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Frachter saß auf Kanal von Korinth fest
(26.11.19) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Frachter 'Vera Rose', 2635 BRZ (IMO: 9114696), lief am 25.11. beim westgehenden Transit des Kanals von Korinth auf Grund. Ein Schlepper machte den Havaristen binnen einer Stunde wieder flott. Er setzte dann die Reise von Istanbul nach Sibenik fort, wo er am 28.11. eintreffen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf dem Frachter 'Tanto Ceria'
Feuer auf dem Frachter 'Tanto Ceria'
(Bild: Dewi Agustina) Großbild klick!

Brücke von Frachter in Palembang ausgebrannt
(26.11.19) Auf dem indonesischen Frachter 'Tanto Ceria', 3461 BRZ (IMO:8910328), brach am Morgen des 26.11. auf der Lego-Reede in den Gewässern des Musi Seberang Ulu II River in Palembang, West-Surabaya, um 7.25 Uhr ein Feuer aus. Es entstand im Ruderhaus, und binnen kurzem loderten meterhohe Flammen aus den zerborstenen Scheiben der Brücke. Der Havarist ankerte vor der Gresik-Pier des Maspion-Hafens auf Position 07° 07' 0025'' S - 112° 39'.786'' E
Die 19-köpfige Crew konnte unversehrt gerettet werden. Zwei Patroullienboote der indonesischen Coastguard in Tanjung Perak, die KNP 'Grantin' und 'KNP 329' sowie die mit Löschmonitoren ausgestatteten Schlepper 'Jaya Negara 305', KT 'Jayanegara 203' und KT 'Jayanegara 305' kamen zu Hilfe. Um 9.15 Uhr gelang es, den Brand zu löschen. Die Brücke war allerdings bis dahin komplett ausgebrannt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sturm in Patras kostete zwei Segler das Leben
(26.11.19) Das Unwetter, das in der Nacht zum 25.11. über Griechenland mit starkem Wind und Regen fegte, kostete zwei französische Segler das Leben. Ihr Boot kenterte und sank während der Nachtstunden im Hafen von Antirio bei Patras.
Die beiden Männer hatten auf dem Ankerlieger geschlafen. Am Morgen wurden ihre Leichen von der griechischen Küstenwache geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schaden der an Steuerbordseite
Schaden der an Steuerbordseite
(Bild: Polizei Duisburg) Großbild klick!

Kollision auf Rhein-Herne-Kanal
(26.11.19) Ein Tankmotorschiff kollidierte am 23.11. gegen fünf Uhr auf dem Rhein-Herne-Kanal in Nähe der Schleuse Lirich in Oberhausen mit einem am Kanalufer vertäuten Schubverband. Der 63-jährige Schiffsführer des nach Essen bestimmten Tankers übersah diesen, nachdem er die Liricher Schleuse passiert hatte. Das Tankschiff war unbeladen und entgast.
Am Bug wurde der Rumpf oberhalb der Wasserlinie auf 2,5 Metern Länge an Steuerbordseite aufgerissen. An dem mit Kohle beladenen Schubverband sowie an zwei dahinterliegenden Schiffen entstanden ebenfalls Sachschäden in fünfstelliger Höhe. Die Wasserschutzpolizei untersagte dem Tankschiff wegen der Beschädigung an der Bordwand die Weiterfahrt und ermittelte die genaue Unfallursache.
Quelle: Tim Schwabedissen


Suche nach Überlebenden der Leonardo eingestellt
(26.11.19) Der 19 Meter lange Kutter 'Leonardo' (MMSI: 367673740) aus New Bedford sank am Nachmittag des 24.11. rund 24 Meilen südwestlich von Martha's Vineyard. Die U.S. Coast Guard rettete eines der vier Crewmitglieder. Nach den anderen drei lief bis zum 25.11. eine Suchaktion, die mangels Resultaten dann eingestellt wurde.
Der EPIRB war um 15.18 Uhr aktiviert worden. Ein Jayhawk-Helikopter stieg von der Air Station Cape Cod auf und war bis 23 Uhr in dem Seegebiet, ehe er von einer Ocean Sentry abgelöst wurde. Am 25.11. waren neben einem Jayhawk das 87-Fu-Patroullienboot 'Cobia' aus Woods Hole sowie die 270 Fuß lange 'Escanaba' aus Boston vor Ort. Es gelang lediglich, einen der Fischer, der eine Rettungsinsel hatte erreichen können, per Hubschrauber zu retten. Er kam ins Krankenhaus. In dem Seegebiet herrschten zum Unglückszeitpunkt neun Fuß hohe Wellen und bis zu 39 Knoten Wind, als der Kutter sank.
Quelle: Tim Schwabedissen


Vier Fischer von sinkendem Kutter vor Malpe/Indien gerettet
(26.11.19) Am Abend des 24.11. sank der Kutter 'Sherileela' vor Malpe Beach in Bhatkal, zwei Meilen südlich der Insel Netrani. Ein Dieseltank, der sich oben auf dem Schiff befunden hatte, fiel herunter und riss ein Loch in den Rumpf, durch das Wasser eindrang. Die Polizei von Malpe leitete eine Rettungsaktion ein und konnte alle vier Mann an Bord in Sicherheit bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drei Tote und ein Vermisster bei Kutterunglück
(Datum) Drei Fischer wurden tot geborgen, ein vierter vermisst, nachdem ein südkoreanischer 24-Tonnen-Kutter 87 Kilometer südwestlich von Marado, einer Insel acht Kilometer vor der Südküste von Jeju, am 25.11. gegen 7.20 Uhr kenterte und sank. Insgesamt waren 14 Mann an Bord, acht Koreaner und sechs Indonesier. 13 von ihnen wurden geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Drei wurden dort für tot erklärt, darunter der 61-jährige Skipper. Ein 66-jähriger wurde noch vermisst.
Von den 13 wurden vier in Rettungsbooten und neun mit Rettungswesten im Wasser treibend aufgefunden. Stürmische See und starker Wind erschwerten die Rettungsaktion. Zwei Patroullienboot der Coast Guard und Helikopter der Air Force waren an der SAR-Operation beteiligt. Bereits am 18.11. war ein 29-Tonnen-Kutter vor Jeju in Brand geraten, dabei kam ein Mann ums Leben, 11 blieben vermisst.
Bei einem weiteren Unglück kam ein südkoreanischer Seegrasfischer vor der Südwestküste des Landes am 25.11. ums Leben. Seine beiden russischen Kollegen wurden gerettet, nachdem sie Stunden in der kalten See getrieben hatten. Das Boot war aus Gunsan, rund 270 Kilometer südlich von Seoul, gegen 23 Uhr mit fünf Mann an Bord ausgelaufen.
Nachdem sie vermisst gemeldet wurden, startete die Gunsan Coast Guard am 26.11. eine SAR-Operation und fand drei der Männer auf dem gekenterten Gefährt 7,4 Kilometer südwestlich von Gunsan gegen acht Uhr. Die Russen kamen ins Krankenhaus, der Südkoreaner, der bereits untergegangen war und dann von ihnen ans Boot gebunden worden war, war beim Eintreffen der Retter ohne Bewusstsein und starb wenig später. Die Suche nach den übrigen zwei Männern dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Vermisste nach Kollision in Lagos
(26.11.19) Am 24.11. um 8.15 Uhr kollidierte ein 30-PS-Holzboot mit 13 Passagieren an Bord frontal mit dem Schlepper 'Larana' der Nigeria Port Authority im Gebiet von Itun Agan von Amuwo-Odofin, Lagos.
Es kenterte, und die Insassen stürzten ins Wasser. Rettern gelang es, 11 der Schiffbrüchigen zu retten, zwei weitere wurden noch vermisst. Feuerwehr, Polizei und die Lagos State Emergency Management Agency suchten weiter nach ihnen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ruff Enuff von Bagger abgeräumt
(26.11.19) Nachdem rund 600 Liter Diesel ausgelaufen waren, als der Krebskutter 'Ruff Enuff' am Nachmittag des 24.11. bei Kaikoura gestrandet war, ist das Wrack am 25.11. durch Environment Canterbury geräumt worden. Gemeinsam mit Whale Watch and Dolphin Encounter wurde auch das Wasser in der Umgebung kontrolliert, doch wurden keine Auswirkungen auf die Tierwelt beobachtet. Der Kutter wurde unweit der Goose Bay bei Niedrigwasser von zwei Baggern stückweise von den Felsen gezogen und auf der Straße abgesetzt, wo ein Tieflader die Reste aufnahm.
Der Dieselölfilm, der inzwischen nordwärts Richtung South Bay driftete, dürfte in den kommenden Tagen komplett verdunsten. Rund 60 Liter verschiedener Öle in 20-Liter-Behältern wurden von dem Wrack geborgen, bevor es gegen 21 Uhr über die Hochwasserlinie gezogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fährboot sank auf Pashur River
(26.11.19) Auf dem Pashur River in Mongla, Bagerhat sank am Morgen des 24.11. gegen acht Uhr ein Fährboot mit 70 Personen an Bord. Ein 55-jähriger Fahrgast aus Laudoba in Dacope kam ums Leben, als es mit einem Bagger kollidierte, während es sich dem Ufer von Gheyaghat von Dacope Ghat kommend annäherte. Einsatzkräfte des Bagerhat Fire Service und der Civil Defence retteten die meisten der Verunglückten.
Der Bootseigner sprang in den Fluss und versuchte zu flüchten. Er wurde von der Feuerwehr aus dem Wasser geholt und in den Rampal Upazila Health Complex gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


100 Tonnen Betriebsstoffe sollen aus Blue Star an Land gepumpt werden
(26.11.19) Die Operation, 100 Tonnen Öl und Diesel von dem beim Ría de Ares (A Coruña), gestrandeten Tanker 'Blue Star' abzupumpen sollte, wenn möglich, am 26.11. beginnen. Dies hing nicht zuletzt von der Verfügbarkeit der notwendigen Technik und den Wetter- sowie Sicherheitsbedingungen ab, die den Fortschritt der Arbeiten beeinflussen. Am 25.11. fand ein Treffen von Vertretern der galizischen Regierung, des Transportministeriums und SASEMAR statt, bei dem die Pläne mündlich vorgestellt wurden. Der Inhalt der Bunkertanks sollte über Schläuche in Tanklaster an Land gepumpt werden.
Das dazu notwendige Material wurde an der Strandungsstelle zusammengezogen. Aus Rotterdam war weiteres Gerät von SMIT Salvage auf dem Weg. Die Regierung hatte Personal an Bord, dass die Wirksamkeit der Maßnahmen kontinuierlich evaluierte.
Der Zustand des Tankers wurde ebenfalls ununterbrochen kontrolliert, hat sich aber derzeit nicht signifikant geändert. Die Crew blieb unverändert an Bord, um dort die Arbeiten der Berger zu unterstützen. Das Freischleppen des Tankers wurde als komplexe Operation eingeschätzt, die mehrere Tage dauern dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter nach Eemshaven eingeschleppt
(26.11.19) Am 25.11. um 7.40 Uhr wurde das KNRM-Boot 'Jan and Titia Visser' der Station Eemshaven alarmiert, weil ein Garnelenkutter auf der Uithuizerwad Maschinenprobleme gemeldet hatte. Das Rettungsboot lief rasch aus und stellte eine Schleppverbindung zum Havaristen her. Er wurde anschließend nach Eemshaven eingeschleppt. Um 10 Uhr waren die Seenotretter wieder klar auf Station.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker hatte Leckage
(26.11.19) Der maltesische Tanker 'Giancarlo D.', 14034 BRZ (IMO: 9721748), hatte auf der Fahrt von Rouen, wo er am 24.11. um 16 Uhr ausgelaufen war, nach Huelva auf dem Nordatlantik eine Maschinenleckage. Nachdem der Schaden behoben war, setzte er die Fahrt fort. Er sollte den Zielhafen am 28.11. um 13 Uhr erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fischfarmtender lief auf Grund
(26.11.19) Der norwegische Fischfarmversorger 'Multi Safety', 299 BRZ (IMO: 9760665), lief am 20.11. gegen 14 Uhr auf Position 63 15 00 N 07 55 00 E westlich der Insel Smola auf Grund. Er trug geringfügige Schäden am Schiffsboden davon und steuerte die Kvernhusvik Skipsverft AS in Melandsjø an. Nach einer provisorischen Reparatur konnte das Schiff seinen Dienst fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Binnenschiff bei Bingen geborgen
(26.11.19) Das vor knapp einer Woche im Rhein bei Bingen auf Grund gelaufene Gütermotorschiff 'Dunav 3' (EU-No.: 02312678) konnte am Abend des 25.11. wieder flottgemacht werden. Zuvor wurden 300 Tonnen Weizenpellets geleichtert. Ursprünglich war das Schiff mit knapp 900 Tonnen beladen.
Nach der Bergung wurde der Frachter an die Dalben des gegenüberliegenden Liegeplatzes verholt, wo die längsseits liegende, holländische 'Romana' die gesamte verbliebene Ladung übernahm. Anschließend soll der Havarist im Bingener Hafen in Anwesenheit des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes auf Schäden untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mexikanischer Kutter in Seenot
(26.11.19) Ein Schiff der mexikanischen Marine in San Blas kam am 22.11. dem Kutter ''Ivanna' zu Hilfe, der mit einer achtköpfigen Crew an Bord in der Mündung des Puerta de Palapares Wassereinbruch erlitten und um Hilfe gebeten hatte. Von der Naval Search, Rescue and Maritime Surveillance Station (ENSAR) in San Blas lief ein Boot der 6.Naval Zone aus, das beim Auspumpen des Wassers aus dem Maschinenraum half. Der Havarist konnte stabilisiert und das Leck abgedichtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


25.11.2019

Archivbild Tierfrachter 'Queen Hind'
Archivbild Tierfrachter 'Queen Hind'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Tiertragödie vor Midia/Rumänien - tausende Schafe ertrunken
(25.11.19) Am Morgen des 24.11. bekam der unter Palau-Flagge laufende Tierfrachter 'Queen Hind', 3785 BRZ (IMO: 7920675), der mit 14,600 Schafen beladen war, unmittelbar nach dem Auslaufen aus dem Midia Navodari-Hafen in Constan?a am 24.11. gegen 11.45 Uhr Steuerbordschlagseite. Das Schiff war am 23.11. aus Tripoli gekommen und hatte um 11.10 Uhr losgeworfen. Nur wenige 100 Meter vor der Küste legte es sich rund 20 Kilometer nördlich von Constanta langsam auf die Seite und funkte einen Notruf.
Die SAR-Schiffe 'Artemis' und 'Apollo' von ARSVOM, der rumänischen Rettungsgesellschaft, sowie der Schlepper 'Hercules' trafen gegen 13.45 Uhr am Havaristen ein. Der Schlepper nahm ihn auf den Haken und versuchte, ihn in flaches Gewässer zu bugsieren. Als sich das Schiff aber immer weiter auf die Seite legte, wurde die Schlepptrosse geslippt, und er scherte an das Vorschiff heran, um die 22-köpfige syrische Crew zu retten.

'Queen Hind' gekentert
'Queen Hind' gekentert
(Bild: ARSVOM) Großbild klick!
Die Männer seilten sich auf die Back ab oder kletterten auf diese herab. Sie wurden dann auf die 'Hercules' gezogen. Einer der Männer stürzte dabei ab und fiel ins Wasser. Er konnte aber rasch an Bord geholt werden und kam mit einer leichten Unterkühlung davon.
Der Schlepper kehrte gegen 16 Uhr in den Hafen zurück. Polizei, Feuerwehr und die 'MAI 3003' und 'MAI 1101' der rumänischen Coastguard begannen unterdessen, zu versuchen, die an Bord eingeschlossenen Tiere zu retten. 33 Schade wurden im Wasser schwimmend gefunden und an Land gebracht. Es wurde aber befürchtet, dass die meisten in dem inzwischen halb unter Wasser liegenden Frachter ertrunken waren.
Die Bemühungen zur Bergung der Tiere wurden am 25.11. wiederaufgenommen, ohne dass große Hoffnung bestand, noch viele retten zu können. Der Verband der rumänischen Viehzüchter und -exporteure forderte eine sofortige Untersuchung. Der Verband zeigte sich entsetzt über das Unglück. Auch Tierschützer verlangten eine Untersuchung.
Vermutlich war der Frachter überladen gewesen. Immer wieder kommt es im Mittleren Osten und im Mittelmeer auf ungeeigneten Schiffen zu Tiertragödien, weil die lebende Fracht unter barbarischen Umständen und ohne Rücksicht auf Tierschutzkonventionen und im Sommer in unerträglicher Hitze transportiert wird. EU-Lebensmittelkommissar Vytenis Andriukaitis hatte Rumänien im Juli aufgefordert, den Transport von 70.000 Schafen in die Golfregion aus Tierschutzgründen zu stoppen, und Ermittlungen der EU-Kommission gefordert.
Bei der 'Queen Hind' handelt es sich um einen einstigen Autofrachter, der in der Vergangenheit unter den Namen 'Sea Coquette', 'Naniama', 'Nagasaki Maru' und 'Asaka Maru No.1' lief. Das Schiff wurde 1980 bei der Nippon Kaiji Kyokai in Honda Saiki erbaut. Sie ist 84,51 Meter lang, 13,5 Meter breit, hat 5,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.113 Tonnen. Sie läuft für die MG Marine Shipping SRL in Constanta.
Quelle: Tim Schwabedissen


Griechische Fähre mit Kai in Schinoussa kollidiert
(25.11.19) Am 25.11. kollidierte die griechische Fähre 'Blue Star Naxos', 10438 BRZ (IMO: 9241786), von Katapola kommend beim Anlegemanöver in Schinoussa mit dem Kai und schlug leck. Es kam zu einem Wassereinbruch in zwei leere Ballastwassertanks. Die Havarie ereignete sich bei starkem Wind und stürmischer See.
An Bord des Schiffs waren 64 Passagiere und 68 Crewmitglieder. Der Kapitän entschied nach der Havarie, direkt nach Naxos weiterzulaufen. Hier standen Taucher und Boote zur Schadensuntersuchung und Reparatur bereit. Um 8.45 Uhr machte die Fähre dort fest, und Experten wurden zu genaueren Inspektionen gerufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Viking Sky
(Bild: Pjotr Mahhonin) Großbild klick!
Kreuzfahrtschiff 'Viking Sky': Mangelnde Schmierung
die norwegische Havariekommission hat mit Datum 13.11.2019 einen Zwischenbericht zu den Ursachen des Beinahe-Verlustes des Kreuzfahrtschiffes Viking Sky am 23.3.2019 veröffentlicht, der in den deutschsprachigen Medien bisher keine Beachtung gefunden hat.
In Zusammenfassung: Der totale Maschinenausfall ist auf mangelnde Schmierung der Generatoren zurückzuführen; die Schmieröltanks waren nur zwischen 26 bis 40% gefüllt, der Maschinenhersteller schreibt 70% Mindestfüllstand vor. Am Unglückstag hatte es zwischen 5 und 9 Uhr vormittags 18 automatische Alarme wegen des zu geringen Schmierölstandes gegeben, die alle nach wenigen Sekunden abgeschaltet wurden und denen offensichtlich nicht nachgegangen wurde. Faktisch: Totalversagen des Chief engineers und seiner Crew.
Wegen des Maschinenausfalles verdriftete das Schiff in eine endgültige Position, die nur eine Schiffslänge (ca. 200m) von felsigem Flachwasser entfernt war. Passagiere und Besatzung entgingen äußerst knapp einer Katastrophe, die mit großer Wahrscheinlichkeit mehrere hundert Tote zur Folge gehabt hätte.
fv Quelle: Werner Zeiss


Griechisches Tragflächenboot hatte Maschinenschaden in Volos
(25.11.19) Beim Ansteuern des Hafens von Volos kam es auf dem griechischen Hydrofoil 'Flying Dolphin Erato', 162 BRZ (IMO: 8861448), die den Dienst Alonissos - Skopelos - Languages ??- Skiathos - Volos versah, am Morgen des 2411. Beim Ansteuern der Pier im Zentralhafen von Volos zu einem Schaden an der Steuerbordmaschine. Das Schiff konnte sicher im Hafen festgemacht werden, und die 83 Passagiere gingen von Bord.
Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zu einer Reparatur und Klasseinspektion. Die im Hafen auf ihren Transport wartenden Fahrgäste wurden in Verantwortlichkeit der Reederei an ihre Fahrtziele weiterbefördert
Quelle: Tim Schwabedissen


Kreuzfahrtschiff 'La Belle des Oceans' sitzt fest
Kreuzfahrtschiff 'La Belle des Oceans' sitzt fest
(Bild: Achadtaya Chuenniran) Großbild klick!

Kreuzfahrtschiff lief vor Phi Phi/Thailand auf Felsen
(25.11.19) Das belgische Kreuzfahrtschiff 'La Belle des Oceans', 5218 BRZ (IMO: 8800195), lief am 25.11. gegen drei Uhr rund fünf Kilometer vor der Südinsel von Phi Phi auf einen Felsen. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch im Vorschiff. Das Schiff war unterwegs von Koh Lanta, wo es am Abend des 24.11. ausgelaufen war, nach Phuket, als es unweit von Koh Pida Nok, einem Teil der Koh Phi Phi-Inselgruppe in der Krabi-Provinz gegen Mitternacht e auf der Felsnadel festkam und Backbordschlagseite entwickelte.
An Bord befanden sich 77 Passagiere, davon 33 Männer und 44 Frauen, sowie eine 70-köpfige Crew. Die lokalen Behörden wurden alarmiert und schickten das Patroullienboot HTMS 'Sriracha' zu Havaristen, der es freischleppte und dann zum Phuket Passenger and General Cargo Terminal eskortierte. Hier machte er um 4.30 Uhr fest.

'La Belle des Oceans'
'La Belle des Oceans'
(Bild: Achadtaya Chuenniran) Großbild klick!
Der Havarist sollte nun in Singapur repariert werden. Die Fahrgäste wurden in einem Hotel in Phuket einquartiert und wurden von dort nach Singapur zurückgeflogen. Der Kapitän war mit dem Fahrtgebiet nicht vertraut, in dem es unkartierte Riffe gibt. Das Fahrgastschiff war unlängst von dem französischen Unternahmen CroisiEurope übernommen worden. Im Oktober verließ es Singapur und machte sich auf eine Fahrt nach Thailand und Malaysia, bevor es über Indien im März 2020 Griechenland erreichen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Griechische Fähre kollidierte mit Pier in Kasos
(25.11.19) Am 25.11. kollidierte die griechische Fähre 'Prevelis', 9851 BRZ (IMO: 8020927), beim Anlegemanöver im Hafen von Kasos mit der Pier. Die Havarie ereignete sich bei stürmischer See. Dabei wurde der Rumpf oberhalb Wasserlinie am Heck beschädigt.
Das Schiff, das auf der Route Rhodes - Halki - Diafani - Karpathos - Kasos - Sitia - Heraklion - Iffi - Thira - Milos - Piräus unterwegs war, hatte 220 Passagiere, 27 Pkw, 33 Trucks und einen Scooter an Bord. Die Hafenbehörde von Kasos verhängte ein Auslaufverbot bis zu Klasseinspektion. Dann durfte das Schiff nach Sitia weiterlaufen, wo es von der Ierapetra Schiffs-Inspektionseinheit erneut untersucht wurde. Nachdem die Klasse erteilt wurde, konnte die fahrplanmäßige Fahrt beendet werden.
Eine Yacht kenterte am 24.11. im Sturm unweit des Hafens von Patras. Die zweiköpfige Crew aus Frankreich wurde gerettet. Vor Ort herrschten acht Beaufort Wind.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergung der Crew der 'Blue Star'
Bergung der Crew der 'Blue Star'
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!

SMIT Salvage wurde Minuten vor drittem Bergungsversuch mit Freischleppen der Blue Star betraut
(25.11.19) Unmittelbar bevor der dritte Versuch, den unter Malta-Flagge laufenden Tanker 'Blue Star', 7386 BRZ (IMO: 9527764), von den Felsen bei Ares zu ziehen startete, entschied der Eigner, SMIT Salvage BV mit der Bergung zu betreuen. Diese sollte nun binnen 24 Stunden einen Bergungsplan entwickeln und den Behörden zur Genehmigung vorlegen. Derweil machte sich bereits der Schlepper 'Union Princess' auf den Weg zur Strandungsstelle.
Gegen Mittag hatten die beiden Schlepper 'Don Inda' und 'Salvamar Betelgeuse' sich noch bereitgemacht, zu versuchen, den Tanker mit der Flut flottzumachen. Minuten vor dem Start ihres Einsatzes kam die Entscheidung, die holländischen Berger zu rufen. Salvamento Marítimo beendete daraufhin seinen Einsatz.
Der Helimer-Hubschrauber holte das bereits zur Unterstützung der Bergung auf der 'Blue Star' abgesetzte Personal wieder von Bord. Die 16-köpfige Crew blieb weiter auf ihrem Schiff. Derzeit gab es auch kein unmittelbares Risiko, dass die 45 Tonnen Öl und 60 Tonnen Diesel, die sich für den Schiffsbetrieb in den Bunkertanks befanden, auslaufen könnten.
Dennoch wurden vorsorglich Ölsperren bereitgehalten, um die Häfen Fene, Ferrol und A Coruña im Bedarfsfall zu schützen. Das Wetter vor Ort war weiterhin stürmisch.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Vigo
(25.11.19) Am 25.11. um 8.25 Uhr kollidierten in der Mündung des Ría de Vigo auf Höhe der Insel Toralla der 8,6 Meter lange Kutter 'Romo 2' und das spanische Fischereischutzschiff 'Intermares', 2954 BRZ (IMO: 9482615). Das kleine Fischerboot sank unmittelbar darauf, und die zweiköpfige Crew landete im Wasser. Die 'Intermares' informierte das Vigo Rescue Center, das die nachfolgende SAR-Operation koordinierte.
Die zwei Fischer wurden von dem SAR Boot 'Salvamar Mirach' von Salvamento Marrítimo gerettet, nachdem sie sich ungefähr 15 Minuten im Wasser befunden hatten. Sie wurden zum Laxe-Kai im Vigués-Hafen von Vigo gebracht und von dort weiter ins örtliche Krankenhaus, wo sie mit Unterkühlungen behandelt wurden. Die 'Intermares' der spanischen Marine machte um 9.40 Uhr in Vigo fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Katamaran bei Port d'Andratx gestrandet und zerschlagen
(25.11.19) Ein 15 Meter langer Katamaran strandete am 23.11. auf Felsen beim Port d'Andratx. Die Havarie ereignete sich bei hohem Wellengang im Sturm. Das Boot gehörte einem Deutschen, der sich momentan nicht auf Mallorca aufhielt.
An Bord waren 200 Liter Diesel, deshalb wurde eine Ölsperre ausgelegt. Bis zum 24.11. hatte die Brandung das Boot zerschlagen. Viele Trümmerstücke und Habseligkeiten trieben auf die umliegenden Felsen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter nach Brixham/GB abgeschleppt
(15.11.19) Der 13 Meter lange, britische Muschelkutter 'Ocean Venture' (MMSI: 235901069), der mit einer Muschelladung aus Brixham ausgelaufen war, wurde durch einen Ausfall von Batterie und Maschine am 23.11. gegen 21 Uhr 5,4 Meilen östlich von Hope's Nose, Torquay, auf Position 50 29 09 N, 003 21 48 W manövrierunfähig. Das RNLI-Boot aus Torbay nahm den Havaristen auf den Haken. Am 24.11. um 14.40 Uhr wurde er zurück in den Hafen von Brixham gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Livorno: Sicherheitsmängel auf Frachter nach Feuer aufgedeckt
(25.11.19) Die italienische RoRo-Fähre 'Eurocargo Trieste' wurde nach dem Feuer vor Leghorn am 21.11. am 24.11. in Livorno in die Kette gelegt. Vorangegangen war eine Inspektion durch Techniker der Hafenbehörde. Dabei wurden eine Reihe von Anomalien aufgedeckt, die nicht mit den geltenden Sicherheitsstandards auf See im Einklang waren. Daraufhin wurde das Schiff von den Inspektoren arrestiert.
Es wurden Mängel beim Feuerlöschsystem sowie der Sicherheitsausrüstung entdeckt. Diese müssen beseitigt werden, bevor das Schiff wieder in Fahrt kommen kann. Auch die Reederei Grimaldi, die in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Unfälle ihrer Schiffe hatte, und Vertreter des Flaggenstaats waren an Bord gekommen und führten Untersuchungen durch.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ruff Enuff bei Goose Bay gestrandet
(25.11.19) Am Nachmittag des 24.11. lief der neuseeländische Krebskutter 'Ruff-Enuff'südlich von Kaikoura in der Nähe von Goose Bay auf Grund, schlug leck und sank. Ein Teil der 600 Liter Diesel in den Tanks liefen ins Meer aus. Der Skipper und die Besatzung brachten sich an Land in Sicherheit.
Environment Canterbury (ECan) löste einen Alarmplan aus, und Einsatzkräfte zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen wurden aus Kaikoura und Christchurch mobilisiert. Sie planten, am Abend bei Ebbe mit einem großen Bagger den Kutter samt des verbliebenen Treibstoffs zu räumen. Die Situation war unter Kontrolle, da der Großteil des Treibstoffs schnell verdunsten dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Skipper vor North Carolina vermisst
(25.11.19) Die US Coast Guard suchte nach dem 50-jährigen Skipper Michael Bye des 35 Fuß langen Sportboots 'H.M.S. Me II', der von New York nach Florida unterwegs war. Sie war am 21.11. um 19.409 Uhr von der Familie verständigt worden, nachdem er sich nicht, wie vereinbart, gemeldet hatte. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter und eine HC-130 Hercules stiegen von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, auf.
Außerdem machten sich Patroullienboote der Coast Guard auf den Weg. Der Jayhawk suchte das Meer von Kitty Hawk, North Carolina, bis zur Grenze von Virginia ab, die Hercules einen Bereich 50 bis 75 Meilen vor der Küste von North Carolina. Am 25.11. sollte die Suche fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Lehmann-Frachter vor Værlandet havariert
(25.11.10) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter 'Karin Lehmann', 2820 BRZ (IMO: 9225574), hatte am Abend des 23.11. technische Probleme westlich von Værlandet auf der Reise von Mo I Rana nach Vesterås und bat um Assistenz. Die Schlepper 'Boris' und 'Boa Heimdal' kamen zu Hilfe und eskortierten ihn nach Gunhildvågen in Florø. Hier machte das Schiff der Lehmann-Reederei GmbH & Co. KG in Lübeck am 24.11. um 22 Uhr fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Containerfrachter bei Makassar gesunken
(25.11.19) Der 89 Meter lange, indonesische Containerfrachter 'Mitra Sejahtera IX' (MMSI: 525000000) sank am Morgen des 23.11. vor Sulawesi südwestlich von Makassar auf Position 05 56 S 118 34 E. Das Schiff war auf der Fahrt von Surabaya nach Kendari und war mit 147 Containern beladen. Es hatte nach einem Wassereinbruch Schlagseite entwickelt.
Kurz nach Absetzen eines Notrufs kenterte es gegen sieben Uhr. Die 15-köpfige Crew wurde von anderen Schiffen, die sich in der Nähe befanden, gerettet. Viele Container waren aufgeschwommen und trieben an der Untergangsstelle im Meer.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bislang drei Tote nach Schiffbruch vor Marokko entdeckt
(25.11.19) Am 24.11. wurde bei Sidi gegen 13 Uhr ein weiteres Opfer des Untergangs des Kutters 'El Mesnaoui' am 21.11. im Meer entdeckt. Damit stieg die Anzahl geborgener Toter auf drei. Zwei waren bereits am 22.11. geborgen worden.
Das marokkanische Department of Marine Fisheries hatte eine SAR-Operation eingeleitet, an der sich Einheiten der Royal Navy und der Royal Gendarmerie unter Leitung des MRCC beteiligt hatten. Insgesamt hatte das Schiff 16 Mann an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank nach Blitzschlag
(25.11.19) Vier Seeleute wurden tot geborgen, ein weiterer noch vermisst, nachdem der Kutter KM 'Rustu Bundo' am 20.11. vor Pini Island in der Süd-Nias Regentschaft von Nord-Sumatra nach einem Blitzschlag sank. Die vier Toten waren im Alter zwischen 35 und 40 Jahren. Einer von ihnen hatte noch schwimmend den Strand von Pini Island erreicht, starb aber an den erlittenen Verbrennungen.
Drei Leichen wurden im Meer von einem SAR-Team bei Labuhan Hio im Batu Timur Islands-Distrikt in Süd-Nias am 23.11. entdeckt. Zwei weitere Crewmitglieder überlebten das Unglück. Die Suche nach dem noch vermissten 50-jährigen dauerte an. Das Schiff war am 17.11. von Sibolga-City in Nord-Sumatra auf Fischfang vor Pini Island ausgelafuen.
Quelle: Tim Schwabedissen


24.11.2019

Tanker 'Blue Star' in den Felsen gefangen
Tanker 'Blue Star' in den Felsen gefangen
(Bild: Jose Montero) Großbild klick!

Tanker bei Ares gestrandet
(23.11.19) Am 22.11. gegen 23.30 Uhr brach in den Abgasleitungen des maltesischen Tankers 'Blue Star', 7386 BRZ (IMO: 9527764), ein Feuer aus, das zu fatalen Folgen führte, als das Schiff von Bilbao nach A Coruña unterwegs war, um dort 6.000 Tonnen Chemikalien am Repsol-Terminal zu laden. Es hatte in der Ares-Bucht vor dem Sturm für einige Zeit Schutz gesucht. Der Maschinenraum wurde evakuiert und mit CO2 geflutet.
Zwar konnte so der Brand gelöscht werden, doch die Maschine war nicht mehr brauchbar, und das Schiff wurde im Sturm Cecilia ein Spielball von Wind und bis zu fünf Meter hohen Wellen. Um 23.50 Uhr trieb es an die Felsküste zwischen den Stränden von Barrosa und A Canteira im Gebiet von Punta Miranda und kam auf Position 43° 25.44' N 008° 15.65' W fest. Die 16-köpfige Crew blieb unversehrt und musste auch nicht abgeborgen werden.

Hubschrauber bringt Schlepptrossen
Hubschrauber bringt Schlepptrossen
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!
Nach der Notmeldung wurde der Plan Territorial de Contaminación Marina Accidental de Galicia (CAMGAL) aktiviert. Salvamento Marítimo mobilisierte den Helimer 401-Helikopter in Alvedro und vier Schlepper, die 'María Pita', 'Hocho', 'Ría de Vigo' und 'Don Inda'. Der Hubschrauber transportierte eine Schlepptrosse von der 'María Píta' zum Havaristen hinüber.
Um 14.30 Uhr wurde mit der Flut ein erster Bergungsversuch gestartet, an dem auch die 'Inzabar 9' beteiligt war. Doch nachdem das Heck ein kleines Stück bewegt worden war, brach die erste von insgesamt vier Schlepptrossen 20 Minuten nach Start der Bergung. Die übrigen folgten binnen weniger Minuten, und der Versuch musste aufgegeben werden, zumal der Propeller fest zwischen den Felsen steckte.
Zusätzlich wurde der SAR-Schlepper 'Salvamar Betelgeuse' zur Unfallstelle geschickt. Die 'Don Inda' und 'Ibaizabal 9' wollten mit der nächsten Flut in der Nacht einen neuen Anlauf starten. Allerdings könnte das stürmische Wetter ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Dann würde das Vormittagshochwasser des 24.11. eine weitere Chance bieten.
Bis dahin flog der Hubschrauber stärkere Trossen zu den Schleppern. Außerdem brachte er zwei Taucher aus Fene, wo ein Krisenstab eingerichtet wurde, zum Havaristen.
Die 'Blue Star' ist 128.09 Meter lang, 19,5 Meter breit, hat 7,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9.438 Tonnen. Sie läuft für die Team Tankers International Ltd. in Hamilton und wurde 2009 auf der TVK-Shipyard in Kocaeli als 'Diaspro' erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter einen Tag nach Feuer nach Boulogne eingeschleppt
(23.11.19) Der französische Kutter Loïc II', 14 BRZ (MMSI: 227317560), der am 21.11. vor Boulogne in Brand geraten war und von seiner vierköpfigen Crew aufgegeben werden musste, wurde am 22.11. von dem Notfallschlepper 'Abeille Languedoc' auf den Haken genommen. Er war die Nacht über auf Standby am Havaristen geblieben, der 15 Meilen vor der Küste trieb. Am Morgen wurde er vor die Hafenzufahrt gezogen.
Hier übernahm um 11.10 Uhr der Kutter 'Corentin Lucas' den 12 Meter langen, 1995 erbauten Havaristen. Um 11.40 Uhr wurde er dann im Hafen festgemacht. Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler 'Plaia de Esteiro' ausgebrannt
Trawler 'Plaia de Esteiro' ausgebrannt
(Bild: Victor Rado) Großbild klick!

Combarro: Großfeuer zerstörte Fangschiffe
(23.11.19) Am frühen Morgen des 9.11. kam es zu einem verheerenden Großbrand auf der Werft Astilleros de Placeres in Pontevedra in Combarro (Poio). Dabei brannten der spanische Trawler 'Plaia de Esteiro', 217 BRZ (IMO. 8734774), sowie der spanische Longliner 'Mar do Rostro', 399 BRZ (IMO: 9486063) komplett aus. Beide Schiffe hatten dort zur Überholung auf Slip gelegen. Ein weiterer Trawler sowie die Werftanlagen selbst wurden durch das Feuer schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Die Anwohner von Lourizán in Pontevedra und von Marín wurden durch Explosionen, meterhohe Flammenlohen und dichten Rauch aufgeschreckt. Die PO-11, die Autobahn nach Marín, musste gesperrt werden, als die Flammen sie erreichten. Es wurde auch befürchtet, dass Schellfischzuchten gefährdet wären, falls es zu Kontaminationen käme. Das Feuer breitete sich rasch über die Anlagen der Werft aus, wo viele entzündliche Stoffe wie Farben, Lacke oder Öl lagerten. 1.200 Quadratmeter standen in Flammen. Der Brand sprang von Schiff zu Schiff.
Ein Alarmplan wurde ausgelöst, und Feuerwehren aus O Morrazo und O Salnés, der Zivilschutz von Cambados und Poio, sowie die SAR-Schiffe 'SAR Gavia' und 'Irmán García Nodal' von Salvamento Marítimo waren im Einsatz. Der Schlepper 'Ecni' unterstützte sie mit seinen Löscheinrichtungen.
Die Axencia de Emerxencias de Galicia schickte einen Wassertransporter mit 25 Tonnen Kapazität. Die Feherwehren von Vigo, O Morrazo, Baixo Miño, Ribadumia und O Salnés wurden ebenfalls alarmiert, ebenso die Zivilschutzeinheiten von Pontevedra.
Um 3.30 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Gegen 12 Uhr, nach 12 Stunden intensiven Einsatzes, war es weitgehend gelöscht. Es galt aber weiterhin, Tanks und andere Bereiche zu kühlen. Ölsperren wurden ausgebracht. Von den Schiffen waren nur noch die qualmenden Hüllen übrig. Die Polizei von Pontevedra nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Isle of Man
(23.11.19) Die britische Coastguard koordinierte am 23.11. die Rettung zweier Fischer, deren 10 Meter langer Kutter 2,5 Meilen nordwestlich des Calf Sound vor der Isle Of Man gesunken war. Um 18 Uhr fing das Belfast Coastguard Operations Centre das Signal des PLB der beiden auf, nachdem sie in eine Rettungsinsel gegangen war. Der auf der Isle Of Man beheimatete Kutter ging binnen kürzester Zeit unter.
Die Coastguard alarmierte die RNLI-Boote aus Port St Mary, die 'Gough Ritchie', und Port Erin, die 'Muriel and Leslie' sowie den SAR-Hubschrauber 936 der Coastguard in Caernarfon. Mit ihren Positionssendern konnten die Schiffbrüchigen rasch lokalisiert und von einem Kutter an Bord genommen werden. Die Rettungsboote eskortierten ihn dann nach Peel Harbour, wo die IOM Coastguard und Rettungsdienste sie in Empfang nahmen. Kurz nach 21 Uhr war der Einsatz beendet. Quelle: Tim Schwabedissen


Gekentert: Tanker 'Delfi'
Gekentert: Tanker 'Delfi'
(Bild: Konstantin Liberov) Großbild klick!

Substandard-Tanker bei Odessa gekentert - Crew unter dramatischen Umständen gerettet
(23.11.19) Der ehemals moldawische Tanker 'Delfi', 881 BRZ (IMO: 8866266) der im Golf von Odessa vor dem Hafen von Pidennyy in Seenot geraten war, lag am 23.11. mit Steuerbordseite vor Yuzhni auf Grund. Das Schiff hatte am 21.11. in schwerem Sturm einen Maschinenausfall erlitten, und die dreiköpfige Crew hatte einen Notruf gefunkt. Ein Schlepper versuchte vergeblich, dem Schiff zu assistieren, nachdem der Versuch zu ankern fehlgeschlagen war.
Der Tanker trieb auf Grund, doch die Crew gab kein Notsignal und weigerte sich auch, Hilfe anzunehmen. Es gab keine Elektrizität und keinen Treibstoff mehr an Bord. Mit dem ersten Tageslicht traf der größere Schlepper 'Ivanov' ein, der sich im Golf von Odessa aufgehalten hatte und an der SAR-Operation beteiligte.
Die Lage wurde in anhaltend stürmischer See zusehends bedrohlicher, während es nicht gelang, Kontakt zum Eigner herzustellen. Der Tanker legte am 22.11. sich immer weiter über und kenterte schließlich. Mit Schlauchbooten kämpften sich Retter zu dem Wrack vor und bargen die Männer einen nach dem anderen.

Per Schlauchboot wird die Crew gerettet
Per Schlauchboot wird die Crew gerettet
(Bild: Nikolaj Gavrikov) Großbild klick!
Erst nach langen Mühen gelang es, die Seeleute in Sicherheit zu bringen. Einer kam mit Unterkühlungen ins Krankenhaus, ein anderer verweigerte die Behandlung. Der Tanker war in Ballast gelaufen, als er verunglückte. Die Maritime Agentur Moldawiens erklärte inzwischen, dass dem Schiff das Recht, die Flagge des Staats zu tragen, bereits vor über einem Jahr entzogen worden war.
Unterdessen wurden um den Havaristen herum Wasserverschmutzungen festgestellt. Am 13.2.2018 hatte die 'Delfi' mit einer Ladung Diesel und einer siebenköpfigen Crew aus Russland, der Ukraine und Moldawien, Wassereinbruch im Maschinenraum im Schwarzen Meer rund 16 Meilen vor Constanta gemeldet. Es gelang, den Havaristen in den Hafen einzuschleppen. Der Kapitän musste danach ins Krankenhaus. Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Hartura'
Archivbild Frachter 'Hartura'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Maschinenausfall im Mittelmeer
(23.11.19) Auf dem italienischen Frachter 'Hartura', 7988 BRZ (IMO: 9546447), kam es am 21.22. im Mittelmeer auf der Fahrt von Ravenna nach Gemlik zu einem Maschinenausfall. Der griechische Schlepper 'Apollon' (IMO: 7431806) wurde beauftragt, den manövrierunfähigen Havaristen auf den Haken zu nehmen.
Am 23.11. um 6.20 Uhr warf er auf der Reede von Piräus auf Position 37° 54.27' N 023° 33.72' E Anker. Der Schlepper blieb auf Standby. Quelle: Tim Schwabedissen


Luxusyacht sank in Banda Sea
(23.11.19) Die 29 Meter lange, indonesische Luxussegelyacht 'Asia' (MMSI: 533110251), die mit einer vierköpfigen Crew an Bord, unter ihnen zwei Briten, in indonesischen Gewässern unterwegs war, kollidierte in der Banda Sea mit Treibgut und schlug leck. Die Crew setzte einen Notruf ab und flüchtete in ein RHIB, aus dem sie kurze Zeit später von der Polizei unversehrt aufgenommen wurde. Die Charteryacht, die von Kalabahi, Alor Island, nach Phuket unterwegs war, als sich die Havarie ereignete, sank.
Quelle: Tim Schwabedissen


Leitungsschaden vor La Romaine/Kanada
(23.11.19) Der holländische Frachter 'Amstelborg', 11894 BRZ (IMO: 9333527), wurde am 19.11. um11.30 Uhr manövrierunfähig, nachdem es zu einem Schaden an einem Kühlwasserrohr 19,19 Meilen südsüdwestlich von La Romaine, Quebec, auf Position 49 58 19.2 N, 60 59 15.0 W gekommen war. Nachdem die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte, konnte das Schiff seine am 5.11. begonnene Reise von Antwerp nach Port Cartier fortsetzen. Hier machte es am 20.11. um 13 Uhr fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter lief vor Nagoya auf Grund
(23.11.19) Der japanische Frachter 'Fukuwa Maru No.1', 699 BRZ (IMO: 9136826), lief am 19.11. um 13.35 Uhr in flachem Wasser im Hafen von Nagoya auf Grund. Am 20.11. um sechs Uhr war er wieder flott und verließ das Gebiet in Richtung Tsukumi. Hier machte er am 21.11. um 23.35 Uhr fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Baggerschiff trieb vor Peterhead/GB
(23.11.19) Das unbemannte britische Baggerschiff 'FAS 902' riss sich am 22.11. um 17.30 Uhr von seinem Schlepper los und ging auf Position 57 30 57.0 N 001 44 52.2 W rund 1,35 nördlich der Hafenmolen von Peterhead auf Drift. Es trieb mit einem Knoten in der See. Das RNLI-Boot aus Peterhead wurde alarmiert und konnte den Ausreißer, der 0.4 Tonnen Diesel an Bord hatte, auf den Haken nehmen und in den Hafen einschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Technischer Schaden in Suez
(23.11.19) Auf dem unter Togo-Flagge laufenden Frachter 'Golden Arrow', 4066 BRZ (IMO: 8325004) kam es am 19.11. zu einem technischen Versagen in Suez. Der Hafenkapitän widerrief die Auslaufgenehmigung bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion. Am 23.11. lag das Schiff weiter am Suez Shipyard.
Quelle: Tim Schwabedissen


Lagerprobleme auf Autofrachter
(23.11.19) Der unter Bahamas-Flagge laufende Autofrachter 'Mozu Arrow', (28157 BRZ (IMO: 8918227), der von Gent nach Rio Grande war mit einer 24-köpfigen Crew an Bord, hatte am 22.11. um 17.10 Uhr Probleme mit dem Maschinenlager auf Position 50 59 16 N, 001 4 24.0 E. Die Crew machte sich an die Reparatur, und um 18.45 Uhr war der Schaden behoben. Das Schiff setzte seine Fahrt fort und sollte den Zielhafen am 10.12. erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Versuch von Brandstiftung auf Trawler
(23.11.19) Der ukrainische Trawler 'SCHS-1047', 104 BRZ, sowie ein weiteres im Fischereihafen von Mariupol liegendes Fangschiff wurden am 18.11. um 2.25 Uhr von einer Gruppe von fünf maskierten Männern in Brand gesetzt. Sie setzten zwei Wachmänner außer Gefecht, drangen mit einem Benzinkanister ins den Laderaum ein und legten Feuer.
Es kam zu einer Explosion durch Gase, deren Druckwelle die Flammen löschte. Um 6.30 Uhr fand der Eigner auch einen Kanister auf dem zweiten Schiff und brachte ihn an Land.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Vancouver
(23.11.19) Auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Kaiti Hill', 18020 BRZ (IMO: 9286944), kam es am 19.11. um 22.50 Uhr zu Problemen mit der Hauptmaschine, während das Schiff den Ankerplatz 15 auf der Reede von Vancouver ansteuerte. Die Havarie ereignete sich auf Position 49 19 27.6 N, 123 17 20.3 W.
Nachdem die Maschine teilweise wieder lief, machte sich der Frachter mit Schlepperassistenz auf den Weg zum Hafen. Am 22.11. um 6.40 Uhr machte er bei Norgate in Vancouver fest. Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter bei Stamnes Motorverkstad gesunken
(23.11.19) Erneut ist an der Stamnes Motorverkstad ein Schiff gesunken. Am 22.11. um 19.30 Uhr ging dort der alte Kutter 'Skombrus' unter. Die Feuerwehr von Vaksdal fand das Schiff auf Grund liegend vor.
Drei Schiffe lagen dort insgesamt, der Frachter 'Eide Senior' am Kai und zwei kleinere Kutter zwischenihm und dem sogenannten Öldock. Es war der vierte Untergang eines Schiffes dort binnen 20Jahren. Eines der Wracks, der Frachter 'Fjordbuen', liegt dort bis heute auf Grund. Die Nachbarlieger 'Nesheim' und 'Anders Bas' hatten nur mit Mühe vor demselben Schicksal bewahrt werden können. Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Marokko -- 14 Seeleute vermisst, zwei tot
(23.11.19) Am 22.11. sank vor Tan Tan, 850 Kilometer südlich von Rabat, der marokkanische Trawler 'Mesnaoui', 32 BRZ. Das Department of Marine Fisheries leitete eine SAR-Operation ein, an der sich auch die Marine, die Polizei ud das MRCC beteiligten. Zwei Kutter fanden am Nachmittag des 23.11. in der See die Leichen zweier Crewmitglieder 20 Meilen südlich von Sidi Ifni. Sie wurden ins dortige Provinz-Krankenhaus zur Obduktion gebracht.
Insgesamt waren 16 Mann an Bord des Kutters, der bei gutem Wetter am 22.11. in See gestochen war und keine Notmeldung abgesetzt hatte. Ein Schiff des Department of Maritime Fisheries, zwei Ttrawler und ein Suchflugzeug waren in dem Seegebiet im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen


22.11.2019

'Eurocargo Trieste' wird gelöscht
'Eurocargo Trieste' wird gelöscht
(Bild: Stefano Vidori) Großbild klick!

Feuer vor Livorno endgültig gelöscht
(22.11.19) Das Feuer auf der maltesischen Frachtfähre 'Eurocargo Trieste', 26536 BRZ (IMO:9131515), konnte am Nachmittag des 21.11. endgültig gelöscht werden. Der Havarist war von Livorno weggeschleppt und am Veglaia-Damm gehalten worden, während mehrere Schlepper den Rumpf von außen kühlten und die Brandbekämpfung im Maschinenraum fortgeführt wurde. Von der Steuerbord-Hauptmaschine hatte sich das Feuer noch auf den Generator ausgebreitet.
Verbliebene Brandnester wurden vor Livorno von den Feuerwehr-Einsatzkräften gemeinsam mit der 25-köpfigen Crew abgelöscht. Wegen der hohen Temperaturen im Schiffsinnern und der starken Rauchentwicklung erhielt das Schiff zunächst keine Einlaufgenehmigung.

'Eurocargo Trieste'
'Eurocargo Trieste' wird in den Hafen geschleppt
(Bild: Vigili del Fuoco) Großbild klick!
Nachdem die Lage im Verlauf mehrerer Stunden endgültig unter Kontrolle gebracht worden war und eine Inspektion des Brandorts durchgeführt wurde, durfte die Fähre dann doch in den Hafen gezogen werden. Um 16.30 Uhr machte sie am Südkai des Sintermar-Terminals fest.
Hier sollte zunächst die Ladung von Bord geholt werden. Anschließend ging es an die Untersuchung des entstandenen Schadens sowie der Ursache des Brands.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Boulogne aufgegeben
(22.11.19) Am 21.11. um 19.20 Uhr brach auf dem französischen Kutter 'Loic II - BL.851750I', 14 BRZ (MMSI: 227317560), vor der Küste von Boulogne-sur-Mer ein Feuer aus. Die vierköpfige Crew alarmierte das CROSS Gris Nez, das einen Dauphin-Helikopter der Marinebase Le Touquet, den Notschlepper 'Abeille Languedoc' und das SNSM-Boot 'Président Jacques Huret' mobilisierte. Um 19.35 Uhr winschte der Hubschrauber die Fischer aus der Rettungsinsel, in die sie sich geflüchtet hatten, auf.
Sie wurden um 20.15 Uhr zur weiteren medizinischen Betreuung am Krankenhaus in Boulogne in Empfang genommen. Am 22.11. sollte der Havarist eigentlich an den Europakai in Boulogne-sur-Mer geschleppt werden. Hier stand die Feuerwehr von Pas-de-Calais zur weiteren Brandbekämpfung bereit.
Doch gegen zwei Uhr stellte sich heraus, dass dies nicht möglich war, und die Einsatzkräfte im Hafen rückten ab. Der Schlepper 'Abeille Languedoc' war weiter am Kutter auf Standby, der nun am Morgen des 22.11. nach Boulogne eingeschleppt werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper 'Miss Bonnie' wird gehoben
Schlepper 'Miss Bonnie' wird gehoben
(Bild: USCG) Großbild klick!

Gekenterter Schlepper in Oregon Inlet wurde aufgerichtet
(22.11.19) Die US Coast Guard überwachte am 21.11. die Bergung des Schleppers 'Miss Bonnie' (MMSI: 367548750) an der Old Bonner Bridge in Oregon Inlet. Er war beim Versuch, eine losgerissene Barge am 17.11. gegen 11 Uhr wieder einzufangen, selbst auf Grund gelaufen und bei starker Strömung und kräftigem Wind gekentert. Seitdem lag er weitgehend unter Wasser an der Old Bonner Bridge, und Diesel lief aus dem Wrack aus. Die Coast Guard veranlasste, dass 2,500 Fuß absorbierende Ölsperren und 1,600 Fuß Ölschlängel ausgelegt wurden, um eine weitere Ausbreitung der Kontamination zu verhindern.
Es gab bislang keine Beobachtungen von verölten Wildtieren. Nachdem nun ein Bergungsplan genehmigt war, ging eine Kranbarge an der Unfallstelle auf Position. Sie richtete das auf der Seite liegende Schiff auf, das dann ausgepumpt und abtransportiert werden sollte.
Beteiligt an der Operation waren der Coast Guard Detached Duty Nags Head, North Carolina, der PCL Construction, the National Oceanic and Atmospheric Administration Scientific Support-Coordinator, die North Carolina Wildlife Resources Commission und der National Parks Service.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Ali Bey'
Archivbild Frachter 'Ali Bey'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Technische Probleme in Mersin/Türkei
(22.11.19) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'Ali Bey', 2608 BRZ (IMO: 9070515), kam es am 17.11. in Mersin zu einem Maschinenschaden. Die Auslaufgenehmigung wurde vom Hafenkapitän bis zum Abschluss von Reparaturen widerrufen.
Diese wurden von der Crew auf der Reede durchgeführt. Am 19.11. gegen 14 Uhr ging das Schiff ankerauf und nahm Kurs auf Istanbul.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker trieb bei Odessa auf Grund
(22.11.19) Der moldawische Bunkertanker 'Delfi', 881 BRZ (IMO: 8866266), geriet bei starkem Sturm in der Nacht zum 22.11. auf der Außenreede von Yuzhniy ankernd ins Treiben. Er driftete im Bereich des Hafens von Odessa auf Grund. Die Crew blieb an Bord des in Ballast laufenden Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bulkcarrier NUC im Englischen Kanal
(22.11.19) Der philippinische Bulkcarrier 'Hamburg Pearl', 24872 (IMO: 9747247), der in Ballast von Ust-Luga nach Vila do Conde mit einer 18-köpfigen Crew an Bord unterwegs war, hatte am Morgen des 21.11. ein Problem mit einem Kraftstoffventil. Er musste seine Reise im Englischen Kanal auf Position 50 20 15 N, 001 02 15 W zur Reparatur durch die Crew unterbrechen.
Nachdem diese abgeschossen war, nahm der Frachter gegen 04.10 Uhr wieder auf. Er sollte den Zielhafen am 4.12. erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Baie-Sainte-Catherine
(22.11.19) Die kanadische Fähre 'Jos Deschênes II', 3000 BRZ (IMO: 9703227), kollidierte am 21.11. um 14.10 Uhr mit der Pier in Baie-Sainte-Catherine. Beim Einlaufmanöver kam es zu einem mechanischen Problem, durch das das Schiff manövrierunfähig wurde und gegen den Anleger stieß. Der Aufprall war aber nicht so stark, dass Menschen gestürzt oder Autos an Deck beschädigt worden wären.
Dennoch musste der Fährdienst auf der Tadoussac-Baie-Sainte-Catherine-Route zunächst eingestellt werden. Zunächst inspizierte ein STQ-Team den Anleger, um herauszufinden, ob die Fähre 'Armand-Imbeault II' ihn nutzen könnte. Derweil verholte die 'Jos-Deschênes II' zum Tadoussac Dockyard, wo die Transport Canada Classification Society.sie untersuchte. Da sie möglicherweise länger ausfällt durch den Schaden an einem Steuerungselement, wurde die 'Jos-Deschênes I' aus Sorel gerufen und sollte am 23.11. Tadoussac erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dunav 3 sitzt weiter fest
(22.11.19) Das rumänische Binnenschiff 'Dunav 3', 1065 ts (EU-No.: 02312678lag am 22.11. weiter vor dem Binger Rheinhafen bei Flusskilometer 526,75 auf Grund, und an diesem Zustand wird sich möglicherweise auch in den kommenden Tagen nicht viel ändern. Das Schiff saß außerhalb des Fahrwassers auf Position 49° 58.36' N 007° 55.23' E fest, sodass die passierende Schifffahrt nicht behindert wurde.
Wahrscheinlich muss ein Teil der Ladung Weizenpellets erst geleichtert werden. Kurzfristig stand aber kein geeignetes Schiff mit einem Kran zur Verfügung, sodass sich vorerst an der Lage des Frachters nichts ändern dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker in Rotterdam stabilisiert
(22.11.19) Die Lage auf dem holländischen Tankmotorschiff 'Theodorus-Johan', 2427 ts (EU-Nr.: 02327472), der am 21.11. gegen 10 Uhr im 2. Petroleumhafen bei Shell-Pernis zu kentern gedroht hatte, konnte um 12.50 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Dazu wurden geflutete Ballastwassertanks ausgepumpt und das Schiff auf diese Weise stabilisiert. Zuvor waren die Ladearbeiten am Terminal unterbrochen und die Verbindungen zu den Landeinrichtungen gelöst worden.
Am frühen Nachmittag wurde die Operation durch die Rettungsdienste des Port of Rotterdam, der Feuerwehr und der Polizei abgeschlossen. Es war zu keinerlei Austritt von Diesel durch die Havarie gekommen. Die Ursache des Zwischenfalls wurde untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Katamaran vor Raivavae in Seenot
(22.11.19) Am 21.11. kam das amerikanische Forschungsschiff 'Kilo Moana', 3060 BRZ (IMO:9229037), dem 13 Meter langen, französischen Katamaran 'Thetis' (MMSI: 227793760) zu Hilfe, der am 5.11. aus Marsden Point ausgelaufen und 930 Kilometer südlich von Raivavae im Südpazifik in Seenot geraten war. Das hydrographische Forschungsschiff befand sich 200 Meilen südlich von dessen Position, als er Wassereinbruch in einen der Rümpfe erlitt. Die Havarie ereignete sich bei stürmischer See mit Wellenhöhen von zwei Metern.
Der Skipper versuchte, das Leck zu flicken. Gleichzeitig wurde eine Rettungsinsel klargemacht, um das Boot verlassen zu können. Gegen vier Uhr kontaktierte das JRCC Tahiti die 'Kilo Moana', die ihre Arbeit sofort unterbrach und Kurs auf die Yacht nahm. Diese wurde derweil vom JRCC Tahiti per Satellit überwacht und regelmäßiger Kontakt zu den Seglern gehalten.
Quelle: Tim Schwabedissen


21.11.2019

Luxusyacht 'Valara VI'
Luxusyacht 'Valara VI'
(Bild: USCG) Großbild klick!

Luxusyacht lief in Riverwalk
(21.11.19) Die 80 Fuß lange Luxusyacht 'Valara VI' kollidierte in der Nacht zum 21.11. gegen drei Uhr mit dem Riverwalk nahe des Renaissance Center in Downtown Detroit. Dabei wurden rund 30 Fuß des Ufers beschädigt und das Geländer dort umgemäht. Die U.S. Coast Guard machte die Charteryacht ein Stück weit oberhalb der Unfallstelle auf dem Detroit River aus.
Sie war in Richtung der Ambassador Bridge unterwegs. Nach ersten Ermittlungen könnte der 61-jährige Skipper am Ruder eingeschlafen sein. Neben ihm war noch ein 57-jähriger Mann an Bord. Die Ermittlungen der Polizei dauerten an.
Alkohol war aber offenbar nicht im Spiel. Der Uferbereich blieb vorläufig abgesperrt. Es musste erst ein neues Geländer für den Uferbereich angefertigt werden.

Spazierweg beschädigt
Spazierweg beschädigt
(Bild: Detroit Police) Großbild klick!
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Fähre vor Livorno
(21.11.19) Am 21.11. gegen 2.30 Uhr brach im Maschinenraum der unter Malta-Flagge laufenden RoRo-Fähre 'Eurocargo Trieste', 26536 BRZ (IMO:9131515), rund drei Meilen vor Livorno ein Feuer aus. Das Schiff war rund eine Stunde zuvor planmäßig nach Savona ausgelaufen. An Bord waren 25 Crewmitglieder, keine Fahrgäste und 278 Frachteinheiten.
Es gelang der Crew durch Aktivierung des bordeigenen Löschsystems, den Brand zu ersticken. Ein Team der Feuerwehr ging wenig später an Bord, um die Lage zu untersuchen. Außerdem kamen der Feuerlöschschlepper 'Fratelli Neri' (IMO: 9393125), der Bergungsschlepper 'Tito Neri' (IMO: 9319167), der Schlepper 'Toscana (IMO: 9807827) und das Patroullienboot 'CP 867' (MMSI: 247014400) des Hafenkapitäns zu Hilfe.
Drei Krankenwagen aus Livorno und Ardenza wurden mobilisiert, doch wurden keine Verletzten gemeldet. Mit den Löschmonitoren der Schlepper wurde der Rumpf weiter von außen gekühlt. Der Verkehr in und aus dem Hafen von Livorno wurde mehrere Stunden lang bis um sieben Uhr unterbrochen, damit die Rettungskräfte ungehindert operieren konnten.
Die Schlepper der Reederei Neri nahmen den immer noch qualmenden Havaristen auf den Haken. Er wurde am Vormittag auf Position 43° 31.53' N 010° 16.82' O vor dem Hafen gehalten. Gegen 11 Uhr ankerte er vor Livorno. Die 'Eurocargo Trieste' ist 185 Meter lang, 25,3 Meter breit, hat 7,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 12.488 Tonnen. Das 900-TEU-Schiff läuft für die Valiant Shipping SA in Athen und wurde 1997 von Fincantieri in Ancona als 'Bayard' für die Fred. Olsen & Co.., Oslo, erbaut für den Einsatz zwischen Südnorwegen, Hamburg, Rotterdam, Zeebrügge und Immingham.
Am 28.12.1998 ging sie an die Cia. Trasmediterranea, Madrid, und wurde als 'Superfast Andalucia' auf der Route Cadiz - Kanarieöarna in Fahrt gebracht. Von Mai bis Juni 2001 wurde bei der Astilleros Santander, Santander, ein weiteres Trailerdeck eingebaut. Im Januar 2013 kam sie unter Malta-Flagge und wurde in Almería aufgelegt. Im Mai 2015 erfolgte der Verkauf an die Malta Motorways of the sea Ltd, Valletta, die sie im Management der Valiant Shipping SA auf der Route Savona-Livorno einsetzte.
Am 10.7.2015 kollidierte die 'Eurocargo Trieste' in Patras mit der am Kai liegenden Fähre 'Hellenic Spirit' beim Einlaufmanöver. Sie stieß mit dem Steuerbordbug gegen deren Backbordseite, doch beide Schiffe konnten in Fahrt bleiben.
Am Nachmittag des 7.10.2017 kollidierte die 'Eurocargo Trieste' mit dem Tanker 'Aegean III" (IMO: 8817564) und der Fähre 'Superfast 1' (IMO: 9350719), als sie beim Auslaufen aus Patras von Windböen erfasst wurde. Der Tanker hatte zum Bunkern längsseits der Fähre gelegen und wurde zwischen den beiden Schiffen eingeklemmt.
Die 'Eurocargo Trieste' kam mit Beulen und Schrammen am Steuerbordbug davon, die 'Superfast 1' trug Schrammen an Backbordseite mittschiffs davon, der Tanker aber hatte am Backbordheck einen Riss von einem Meter Länge und 35 Zentimetern Breite. Er ging am 8.10. zur Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Lady R'
Archivbild Frachter 'Lady R'
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Schleusenleitwerk in Brunsbüttel gleich zwei Mal aufs Korn genommen
(21.11.2019) Als der russische Frachter 'Lady R', 7260 BRZ (IMO: 9161003), am 21911. um 13:25 Uhr beim Einlaufen in die Schleuse Brunsbüttel mit dem dortigen Schleusenleitwerk kollidierte, kam es am Schiff selbst zwar nur zu geringen Sachschäden in Form großflächiger Farbabschürfungen. Doch am Schleusenleitwerk wurden mindestens sieben Dalben beschädigt, zum Teil auch vollständig zerstört. Außerdem wurden mindestens zwei der Reibhölzer schwer beschädigt.
Ursächlich für den Unfall dürfte ein Abdriften aufgrund von Wind sowie ein anschließendes missglücktes Manöver, bei dem das Schiff aus dem Ruder lief, gewesen sein. Die Ermittlungen dauerten an, der Frachter, die ehemalige 'Sloman Producer', sollte am 22.11. um 11 Uhr in St. Petersburg einlaufen. Die Schleusenanlage konnte nach der Havarie in Betrieb bleiben.

Archivbild Frachter 'Korsoe'
Archivbild Frachter 'Korsoe'
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Am folgenden Morgen nahm dann die 'Korsoe', 4358 BRZ (IMO: 9519054), das Schleusenleitwerk ihrerseits aufs Korn, als sie vom Binnenhafen kommend in die kleine Schleuse einlief und mit der Backbordseite an der Mittelmauer festmachen sollte. Eine Positionslaterne verhakte sich mit dem Geländer des Schleusentores. Schuld dürfte ein Steuerfehler und verminderte Sicht durch Nebel mit Sichtwieten von teilweise unter 50 Metern gewesen sein.
Das Geländer wurde dabei zwar beschädigt, die Schleusenkammer blieb aber betriebsbereit. Nach den Seeunfallermittlungen steuerte das Schiff die Nord-Ost Reede zur Reparatur an und setzte anschließend die Reise nach Rouen fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Binnenschiff sitzt bei Bingen auf Grund
(21.11.19) Das rumänische Binnenschiff 'Dunav 3', 1065 ts (MMSI: 264162585); das mit 896 Tonnen Weizen-Pellets beladen den Rhein hinablief, geiet am 20.11. auf Grund, als es gegen 6.20 Uhr an der Rüdesheimer Aue ein Drehmanöver durchführte. Dabei kam es aus dem Fahrwasser ab und lief auf Position 49° 58.36' N 007° 55.23' E auf Grund. Versuche, das Schiff mittels eines Schleppers freizuschleppen, blieben bislang zunächst erfolglos.
Während der Bergungsversuche wurde die Schifffahrt zeitweise gesperrt. Unter Aufsicht des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) sollen die Bergungsarbeiten im Verlauf des 21.11. fortgesetzt werden. Dabei könnte es notwendig werden, einen Teil der Ladung zu leichtern.
Anschließend sollte der Frachter in den Binger Hafen geschleppt werden, um ihn dort auf mögliche Schäden zu untersuchen. Auf der Basis der Ergebnisse der Inspektion wollte das WSA dann entscheiden, ob das vorläufig mit einem Fahrverbot belegte Schiff seine Reise nach Amsterdam fortsetzen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf chinesischem Frachter
(21.11.19) Auf dem 97 Meter langen, chinesischen Frachter 'Sheng Hong 6' (MMSI: 413455000) brach am 20.11. gegen 11 Uhr in den Aufbauten ein Feuer aus. Das Schiff ankerte zu der Zeit in der Qiongzhou Strait vor Haikou. Das SAR Schiff 'Nan Hai Jiu 113' (IMO: 9548055) kam zu Hilfe. Als es vor Ort eintraf, waren fünf er 13 Crewmitglieder bereits in eine Rettungsinsel gegangen und wurden von örtlichen Fischern aufgenommen.
Dichter Rauch quoll aus den Aufbauten, sodass auch die übrigen acht Mann später von Bord gehen mussten und vom SAR-Schiff übernommen wurden. Nach mehreren Stunden Brandbekämpfung gelang es diesem, das Feuer zu löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit Kaikran in Volos
(21.11.19) Der griechische Containerfrachter 'Iapetos', 8737 BRZ (IMO: 9204491), kollidierte am Morgen des 20.11. mit einem Kran auf der Pier 2 in Volo. Die Havarie ereignete sich beim Einlaufmanöver des aus Heraklion kommenden Schiffs. Der Kran wurde beschädigt, vom Frachter wurden keine Schäden bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Vermisste nach Kollision vor Taiwan
(21.11.19) Das 50 Meter lange, taiwanesische Fangschiff 'Chang Xin' (MMSI: 416374000), das mit einer neunköpfigen Crew, darunter sechs Taiwanesen und drei Indonesier, an Bord in der Straße von Taiwan unterwegs war, kollidierte am 20.11. um 21.50 Uhr mit einem anderen, unbekannten Fahrzeug, schlug leck und begann zu sinken. Die Havarie ereignete sich nahe der Insel Chuanshi in der Mündung des Minjiang River, Fuzhou. Das MRCC in Fuji schickte drei Patroullienboote und bat das East China Sea Rescue Bureau um den Einsatz von SAR-Schiffen und Helikoptern.
Dutzende ziviler Schiffe nahmen ebenfalls an der Rettungsaktion teil. Am Morgen des 21.11. lokalisierte die Crew des Hubschraubers eine Rettungsinsel mit sechs Insassen. Ein weitere Schiffbrüchiger schwamm an Land. Zwei Taiwanesen wurden am Vormittag noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall auf St. Lawrence River
(21.11.19) Der unter Malta-Flagge laufende Zementfrachter 'NACC Capri', 5173 BRZ (IMO: 9795244), hatte am 18.11. um 21.45 Uhr auf dem St. Lawrence River einen Maschinenausfall, als er von Toronto kommend in die Cote-Sainte-Catherine-Schleuse einlaufen wollte. Das Schiff, das ansonsten unbeschädigt blieb, durfte anschließend nach Montreal weiterlaufen, wo die Ursache eingehender untersucht werden sollte. Hier machte es am 19.11. fest und verließ den Hafen wieder am 20.11. um 7.30 Uhr mit Fahrtziel Port Daniel, wo es am 22.11. um zwei Uhr eintreffen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme vor Vancouver
(21.11.19) Der unter Bahamas-Flagge laufende Bulkcarrier 'Caro Padre', 35812 BRZ (IMO: 9575199), hatte am 17.11. Probleme mit den Auslassventilen der Hauptmaschine nach dem Auslaufen aus Vancouver nach Singapur auf Position 49 17 45.0 N, 123 15 13.0 W. Der Frachter kehrte zum Ankerplatz U auf der Reede von Vancouver zur Reparatur zurück. Nachdem der Schaden am 18.11. um 1.40 Uhr behoben war, ging er wieder ankerauf und wurde am 14.12. in Singapur erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall in Sault Ste. Marie
(21.11.19) Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'Tecumseh', 18049 BRZ (IMO: 7225855), kam es am 18.11. um 18.30 Uhr zu einem Ausfall der Backbord-Hauptmaschine vor Sault Ste. Marie auf Position 47 28 42.7 N, 086 32 33.6 W. Mit der Steuerbordmaschine setzte der Frachter die Fahrt nach Windsor fort, wo der Schaden behoben wurde. Am 20.11. um 12.20 Uhr machte er in Detroit fest und wurde am 24.11. in Thunder Bay erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Luxusyacht nach Strandung halb gesunken
(21.11.19) Einen traurigen Anblick bot am 20.11. die kanadische Luxusyacht 'La Feline' (MMSI: 316017184), nachdem sie bei Steveston auf Felsen gelaufen, leckgeschlagen und teilweise gesunken war. Es war am 19.11. um 20 Uhr aus dem Hafen von Vancouver ausgelaufen. Das Achterschiff lag nach Ende der Rettungsaktion komplett unter Wasser, und Wellen spülten in die Aufbauten, während das Vorschiff noch emporragte.
Das 26,5 Meter lange Boot war 1974 von Esterel als 'Thina' erbaut und 1993 modernisiert worden und konnte drei Crewmitglieder und sechs Gäste beherbergen. Die zwei 600-OS-Diesel erzeugten 23 Knoten. An Bord befanden sich nur zwei Personen, als das Schiff auf Felsen in der Mündung des Fraser River vor Richmond, British Columbia, auflief und leckschlug.
Ein Hovercraft der kanadischen Coastguard barg sie unversehrt ab. Seither wurde das Wrack überwacht, ob Treibstoff aus den Tanks ausläuft.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff mit Schlagseite in Rotterdam
(21.11.19) Das holländische Tankmotorschiff 'Theodorus-Johan', 2427 ts (MMSI-Nr.: 244750518), entwickelte am Vormittag des 21.11. Backbordschlagseite an seinem Liegeplatz im 2. Petroleumhafen bei Shell-Pernis, Rotterdam. Dort war es um 4.50 Uhr von Nijmegen kommend eingetroffen und nahm eine Ladung Diesel auf. Nach der Havarie wurden die Ladeeinrichtungen sofort abgekoppelt.
Rettungsteams, darunter Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei sowie Schlepper des Port of Rotterdam und die Patroullienboote 'RPA 13' und 'RPA 16', kamen zum Liegeplatz des Tankers, der zu kentern drohte. Bislang lief kein Diesel aus, und es gab auch keine Verletzten. Es wurde versucht, den Havaristen wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Unbekannter Kutter trieb kieloben vor Bintulu
(21.11.19) Am 20.11. begann eine SAR-Operation durch die Malaysian Maritime Enforcement Agency, nachdem unweit der Bayan-Plattform rund 40 Meilen vor der Küste von Bintulu ein kieloben im Meer treibender Kutter entdeckt worden war. Die Suchaktion eines SAR-Teams blieb aber ohne Reslutate.
Die Fischereigemeinsschaften in Kuala Penipah, Kuala Bedengan und Muara Mukah wurden kontaktiert, um bei der Identifizierung des Wracks zu helfen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor São Luis
(21.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Azul Victoria', 104728 BRZ (IMO: 9374026), kollidierte am 16.11. um 6.50 Uhr auf der Reede von São Luis mit dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Erzfrachter ' São Ebba', 159500 BRZ (IMO: 9822267), der in der Baía de São Marcos vor São Luis vor Anker lag.
Beide Schiffe trugen Schäden davon, und Vertreter der Klassifikationsgesellschaften machten sich zur Schadensaufnahme auf den Weg zur Ungücksstelle. Es gab keine Verletzten oder Umweltschäden.
Beide Schiffe warteten auf einen Liegeplatz am Ponta da Madeira terminal in São Luis, um dort Eisenerz zu laden. Sie lagen am 20.11. weiter auf der Itaqui-Reede.
Quelle: Tim Schwabedissen


20.11.2019

Langschiff 'Dreknor'
Langschiff 'Dreknor'
(Bild: Manches Drones Production) Großbild klick!

Normandie: Langschiff lief bei Dreharbeiten auf Grund
(20.11.19) Am Strand von Dreknor lief am Rand des Carentan-Kanals am 16.11. das Langschiff 'Dreknor' aus Cotentin, der Nachbau eines Wikingerschiffs, auf eine Sandbank und steckte mehrere Stunden fest. Es war zu Aufnahmen für den Film 'Sifrid Viking' im Auftrag des Guines-Museums in Pas-de-Calais unterwegs. Eigentlich wird im Herbst so etwas nicht mehr unternommen, weil die Wattengebiete öfter überflutet sind und die Navigation dadurch und wegen der geringeren Tageslichtdauer auch komplizierter ist.
Das Boot kam auch erst relativ spät aus dem Hafen heraus. Die Dreharbeiten waren aber fast fertig, und es sollten nur noch einige letzte Bilder aufgenommen werden. Doch dabei landete das Boot auf dem Sand.

Grillen an Bord der 'Dreknor'
Grillen an Bord der 'Dreknor'
(Bild: Nathalie Hersent) Großbild klick!
Erfolglos wurde versucht, es wieder freizuschleppen, doch die Tide lief zu schnell ab. Deshalb wurde entschieden, die meisten Personen, die sich an Bord befanden, an Land zu transportieren. Insgesamt rund 20 kostümierte Statisten und Darsteller wurden in den Hafen zurückgebracht.
Nur drei Crewmitglieder und zwei Darsteller blieben auf dem Schiff zurück und machten zur Überbrückung der Wartezeit den Grill an. Gegen Mitternacht kam die Flut zurück, und die 'Dreknor' konnte wieder flottgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Chaos an Bord der 'Signora del Vento'
Chaos an Bord der 'Signora del Vento'
(Bild: Giuseppe Orru) Großbild klick!

Gestrandeter Dreimaster in Gaeta geborgen
(20.11.19) Die italienische Brigantine 'Signora del Vento', die sich am 16.11. im Sturm von ihrem Liegeplatz losgerissen hatte und am Ufer gestrandet war, konnte am Abend des 18.11. wieder flottgemacht werden. Am Tag nach der Strandung hatten zwei Mobilkräne alles unsichere Rig der gebrochenen Masten und andere Ausrüstung von Land her von Bord geholt. Taucher untersuchten zuvor den Rumpf und stellten sicher, dass es keine Leckagen gab.
Zwei Schlepper machten sich dann ans Werk und bekamen das Schiff gegen 22 Uhr vom Grund herunter. Es wurde dann zum La Cittadella-Kai gezogen, der sich innerhalb des NATO-Marinedepots von Gaeta befindet.
Die Bergung wurde koordiniert von der italienischen Coast Guard. Das schwer beschädigte Schiff sollte nun an dem Liegeplatz gründlich untersucht und provisorisch instandgesetzt werden, bevor es zur endgültigen Reparatur in eine Werft geht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Korsoe'
Archivbild Frachter 'Korsoe'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Zwei Havarien in Brunsbüttel
(20.11.19) Zu zwei leichten Havarien kam es binnen 24 Stunden in den Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals. Am 19.11. gegen 12.30 Uhr kollidierte der russische Roro-Frachter 'Lady R', 7260 BRZ (IMO: 9161003), mit einer Mauer in der Schleuse. Er kam mit Schrammen davon. Die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel ging zu Ermittlungen an Bord, und um 13.30 Uhr setzte das Schiff seine Reise nach St. Petersburg fort, wo es am 22.11. erwartet wird.
Am 20.11.um 09:55 Uhr kam es bei dichtem Nebel zu einer Havarie des unter Zypern-Flagge laufenden Frachters 'Korsoe', 4358 BRZ (IMO: 9519054), in der alten Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Das Schiff blieb mit der Backbordseite des Bugs an einem Schleusentor hängen. Auch riss eine Positionslaterne an Backbordseite ab. Die Crew flexte sie daraufhin ab und montierte eine neue.
Das Schiff war am 16.11. aus Ust-Luga ausgelaufen und sollte am 22.11. in Rouen eintreffen. Die Wasserschutzpolizei nahm den Unfall, der sich in dichtem Nebel ereignete, in der Schleuse auf. Um 12.30 Uhr setzte der Frachter die Reise fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Grundberührung in Große-Seen-Schleuse
(20.11.19) Der kanadische Bulkcarrier 'Algoma Harvester', 24451 BRZ (IMO: 9613939), hatte am 16.11. um 19.10 Uhr eine Grundberührung in der Cote Sainte Catherine-Schleuse. Das Schiff trug keine weiteren Schäden davon. Es konnte seine Fahrt fortsetzen und machte am 17.11. um 15.20 Uhr in Three Rivers, Quebec, fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in San Antonio
(20.11.19) Der südkoreanische Autofrachter 'Asian Emperor', 55729 BRZ (IMO: 9176632), kollidierte am 17.11. gegen 20 Uhr mit dem Schlepper 'RAM Chango', der ihm an den DPN World Terminal in San Antonio, Chile, assistierte. Dabei wurde der Rumpf des Frachters aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Der Schaden war aber gering und sollte vor Ort repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ruderproblem in Vancouver
(20.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Corona Youthful', 52128 BRZ (IMO: 9832406), hatte Probleme mit dem Rudersystem, als er den Ankerplatz D auf der Reede von Vancouver am 14.11. um 16.45 Uhr verlassen wollte. Das Schiff kehrte zu mit Assistenz eines Schleppers zu dem Ankerplatz zurück. Nach Behebung des Schadens verließ er den Hafen im zweiten Anlauf am 15.11. um 17.40 Uhr und nahm Kurs auf Japan.
Quelle: Tim Schwabedissen


Grundberührung auf Fraser River
(20.11.19) Das kanadische Baggerschiff 'FRPD 309' (5550 (IMO: 8200826), das mit einer 19-köpfigen Crew im Südarm des Fraser River in Richmond, arbeitete, hatte am 14.11. gegen 23 Uhr eine Grundberührung auf Position 49 06 54.0 N, 123 05 12.0 W. Es setzte seine Fahrt fort und steuerte später eine Werft zu einer Inspektion des Rumpfs an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kaikollision in Contrecoeur
(20.11.19) Der liberianische Bulkcarrier 'Polarstar', 19885 BRZ (IMO: 9310757), kollidierte am 13.11. um 19.10 Uhr mit einem Kai, als er aus dem Hafen von Contrecoeur verlassen wollte. Der Kapitän meldete geringfügige Schrammen und setzte die Fahrt nach Sheet Harbour, Nova Scotia, fort. Hier machte das Schiff am 1711. um 11.15 Uhr fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Luxusyacht lief auf Felsen und sank
(20.11.19) Die 26 Meter lange, kanadische Luxusyacht 'La Feline' (MMSI: 316017184) lief von Vancouver kommend am 19.11. auf Felsen unweit des Sands Head-Leuchtturms in der Mündung des Fraser River vor Richmond, British Columbia, und schlug leck. Das Schiff begann übers Heck zu sinken. Die Havarie ereignete sich unweit der Fischereigemeinde Steveston in der Georgia Strait.
Als klar war, dass die dreiköpfige Crew es nicht mehr halten könnte, ging sie in ein Beiboot und wurde von einem Hovercraft der kanadischen Coastguard aufgenommen. Die SAR-Operation wurde nach der Rettung der Crew eingestellt. Ein Patroullienboot der Coastguard war später ebenfalls vor Ort und überwachte mögliche Auswirkungen auf die Umwelt. Bisher wurde kein Ölaustritt festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht brannte in Florevika
(20.11.19) Am 19.11. gegen 14.40 Uhr brach auf einer 32 Fuß langen Motoryacht am Gastliegerpier der Florevika in Florø ein Feuer aus. Polizei und Feuerwehr waren rasch vor Ort. Dichter Rauch drang bei ihrem Eintreffen aus den Abgasrohren des Boots und zog Richtung Stadt, als die Einsatzkräfte eintrafen. Sie gingen an Bord und konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen.
Die zwei Personen, die sich bei Brandausbruch auf dem Schiff befanden, konnten sich in Sicherheit bringen und wurden auf mögliche Rauchgasvergiftungen untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Kutter lokalisiert und abgeschleppt
(20.11.19) Die indische Coast Guard schickte die ICGS 'Aadesh' zur Assistenz für die sechsköpfige Crew des Kutters 'El Sahadai', der 70 Meilen vor Cape Comorin am 17.11. einen Maschinenausfall erlitten hatte und manövrierunfähig in der See trieb. Das Maritime Rescue Sub-Centre Tuticorin fing einen Notruf auf, und eine SAR-Operation wurde gestartet. Am 18.11. um acht Uhr war das Patroullienboot in dem Seegebiet und begann, unterstützt von einer Dornier der Coast Guard, mit der Suche nach dem havarierten Schiff.
Die Dornier lokalisierte es um 13.45 Uhr und leitete die 'Aadesh' zu der Position. Die Crew versuchte, den Schaden an der Kupplung zu beheben, doch die Maschine ließ sich nicht wieder anfahren. Deshalb wurde entschieden, den Kutter nach Colachel abzuschleppen. Er wurde am 19.11. um 9.30 Uhr im Fischereihafen Thengapattanam festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter mit Getriebeschaden auf Grund gesetzt
(20.11.9) Am Morgen des 19.11. wurde der 15 Meter lange, britische Kutter 'Silver Stream' (MMSI: 235004768) unweit der Harrington Pier bei Workington auf Grund gesetzt, nachdem zuvor Probleme mit dem Propeller aufgetreten waren. Das Schiff war nachts auf Fang gewesen, und weil die zweiköpfige Crew vermutete, dass sich eine Leine um den Antrieb gewickelt haben könnte, entschied der Skipper, es bei ablaufendem Wasser auf den Strand zu fahren. Um 7.35 Uhr wurde die Coastguard von Zeugen alarmiert, die das Schiff dort liegen sahen.
Rettungsteams aus Whitehaven und Maryport sowie das RNLI-Boot aus Workington wurden mobilisiert, um die Lage zu untersuchen. Auch die Polizei war vor Ort. Sie fanden die Fischer wohlbehalten vor, die inzwischen herausgefunden hatten, dass ein Getriebeschaden zu den Maschinenproblemen geführt hatte. Mit der nächsten Flut sollte der Kutter wieder aufschwimmen und nach Maryport zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Technischer Schaden auf Frachter Hamburger Reeder im Nordatlantik
(20.11.19) Auf dem portugiesischen Containerfrachter 'Northern Javelin', 99407 BRZ (IMO: 9465095), der Norddeutsche Reederei H. Schuldt GmbH & Co. KG in Hamburg kam es am 19.11. gegen 10.20 Uhr auf der Fahrt von Rotterdam nach Valencia zum Ausfall eines Positionssensors der Auslassventile auf dem Nordatlantik auf Position 49 57 11 N, 003 04 28 W. Die Crew führte eine Reparatur durch, und gegen 11 Uhr nahm das Schiff wieder Fahrt auf. Es sollte den Zielhafen am 23.11. um 13 Uhr erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


19.11.2019

Rauchender Überrest des Kutters
Rauchender Überrest des Kutters
(Bild: Coastguard Mokpo) Großbild klick!

Schiffsbrand vor Jeju/Südkorea
(19.11.19) Auf einem südkoreanischen 29-Tonnen-Kutter brach am 19.11. gegen sieben Uhr 76 Kilometer westlich der Insel Jeju ein Feuer aus. Als ein Hubschrauber der Coastguard eine Stunde später dort eintraf, war der obere Teil des Schiffs bereits komplett ausgebrannt. Dichter Rauch stieg aus dem Wrack auf.
Ein Mann wurde kurz darauf tot geborgen. Der 60-jährige trieb 7,4 Kilometer südlich der Unglücksstelle ohne Rettungsweste leblos im Meer und wurde ins Krankenhaus geflogen, wo sein Tod bestätigt wurde. Von den übrigen 11 fehlte bislang jede Spur.
Es handelte sich um sechs Südkoreaner und sieben Chinesen. Die meisten wohnten in Busan oder in der Süd-Gyeongsang-Provinz. Die Coast Guard in Mokpo und die südkoreanische Marine waren mit Schiffen, einem Patroullien-Flugzeug und Helikoptern im Einsatz, auch Handelsschiffe beteiligten sich an der Suche nach den Schiffbrüchigen.
Hoher Seegang und starker Wind verhinderte die Beteiligung kleinerer Einheiten. Das Schiff trieb weiterhin brennend in der See, doch die Flammen verhinderten, dass Retter eine gründliche Suche im Innern durchführen konnten. Der Kutter war am 8.11. aus Tongyeong auf Fangfahrt ausgelaufen und hätte am 18.11. zurückkehren sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Solent: Fock in Propeller vertörnt
(19.11.19) Am 9.11. um 15.30 Uhr wurde die RNLI in Lymington von der Coastguard zu einer 40 Fuß langen Segelyacht gerufen, die mit einer Leine im Propeller in Schwierigkeiten geraten war. Die 'B-882 - David Bradley' lief sofort zur der Position im Solent zwischen Lymington und Newtown aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich die Fock der Yacht im Propeller verfangen hatte.
Angesichts der starken Strömung nahm das Rettungsboot die Yacht längsseits und setzte zwei Rettungsmänner an Bord ab. Es gelang ihnen, die Fock provisorisch zu sichern und das Hauptsegel zu reffen sodass das Boot wieder kontrollierbar wurde. Dann wurde entschieden, es abzuschleppen und am Ponton des Hafenkapitäns von Lymington festzumachen, wo das Segel wieder geborgen werden und die Yacht somit fahrtüchtig gemacht werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff auf Rhein havariert
(19.11.19) Das deutsche Tankmotorschiff 'Moinos', 2563 ts (MMSI: 211520250), havarierte am 17.11. gegen 10:30 Uhr auf dem Rhein bei Steinmauern. Das Schiff, das von Karlsruhe kam und nach Birsfelden unterwegs war, kam auf Höhe der Murgmündung wegen eines Fahrfehlers des Schiffsführers vom Kurs ab. Es geriet mit dem mit dem Heck in den Murggrund und überlief auf Höhe der Murgmündung die dort ausgebrachten Fahrwassertonnen.
Eine der Tonnen verfing sich im Antrieb, was zum vollständigen Maschinenausfall führte. Das mit rund 2000 Tonnen Benzin beladene Schiff wurde manövrierunfähig und kam in der Murgmündung fest. In Abstimmung mit dem Wasserschifffahrtsstraßenamt schleppte ein an der Unfallstelle eintreffender Schubverband den Havaristen wieder frei.
Er nahm ihn längsseits und bugsierte ihn zur Schleuse Iffezheim. Der Havarist wurde dort am 18.12. durch Taucher inspiziert und auf eventuelle Schäden überprüft.
Quelle: Tim Schwabedissen


Verklemmter Kolben führte zu erhöhter Temperatur
(19.11.19) Auf dem liberianischen Tanker 'Premium do Brasil', BRZ (), kam es am 17.11. auf der Fahrt von Gent nach Santos mit einer Ladung Orangensaft an Bord zu einem Anstieg der Temperatur in der Maschine. Schuld war ein verklemmter Kolben. Das Schiff warf Anker auf Position 51 13 24.0N 001 38 48.0 O.
Um 10.50 Uhr waren die notwendigen Reparaturen beendet, und das Schiff nahm seine Fahrt wieder auf. Es sollte den Zielhafen am 29.11. erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gesunkener Schlepper verliert Diesel
(19.11.19) Die US Coast Guard war am 18.11. weiter an der Untergansstelle des Schleppers 'Miss Bonnie' an der Old Bonner Bridge in Oregon Inlet im Einsatz. Ein 47-Fuß-Boot lief gegen 10 Uhr von der Station Oregon Inlet aus, nachdem ein Dieselaustritt aus dem Havaristen gemeldet worden war. Er konnte maximal 6,000 Gallonen an Bord haben, tatsächlich wurde die Menge an Kraftstoff auf 3,000 Gallonen geschätzt.
Es wurden 200 Fuß aufsaugende Sperren und 175 Fuß Ölsperren um das Wrack ausgebracht. Am 20.11. sollte eine weitere Sperre ausgelegt werden. Sobald das weiterhin stürmische Wetter es zuließ, sollte auch eine Bergungsoperation gestartet werden.
Bislang gab es keine Meldungen über Auswirkungen auf die Tierwelt. Der Kanal blieb für den Schiffsverkehr geöffnet. Die Coast Guard arbeitete mit dem National Oceanic and Atmospheric Administration Scientific Support Coordinator zusammen, um eine bestmögliche Strategie zum Schutz ökologisch sensibler Gebiete zu entwickeln und die Öldrift zu berechnen.
Neben der Coast Guard North Carolina waren das Marine Detachment Nags Head, die Coast Guard Station Oregon Inlet, die PCL Construction, der National Oceanic and Atmospheric Administration Scientific Support Coordinator, die North Carolina Wildlife Resources Commission und der National Parks Service in die Maßnahmen involviert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Besonderer Tag für Trainee der Küstenwache
(19.11.19) Der 15.11. wurde ein besonderer Tag für den 19-jährigen Sondre. Er ist ein Decktrainee auf dem norwegischen Patroullienboot 'Heimdal' (IMO: 9353345). An diesem Tag war er der Bootsführer, als ein Holzkutter bei Skjervøy einen Maschinenschaden erlitten hatte und auf die Felsen der nahen Küste zu treiben drohte. Das Küstenwachschiff kam dem Havaristen zu Hilfe und setzte ein RHIB aus.
Sondre war erstmals verantwortlich am Ruder, während eine Schleppverbindung hergestellt wurde und er den Havaristen dann in Sicherheit brachte. Ein Rettungsboot der NSSR assistierte bei der erfolgreichen Rettungsaktion.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter auf Río Guadiana gestrandet
(19.11.19) Das Rettungsboot der Emergencias Helena kam am 18.11. einem spanischen Kutter zu Hilfe, der mit einer zweiköpfigen Crew an Bord auf dem Río Guadiana einem Maschinenausfall erlitten hatte. Das Schiff war manövrierunfähig auf einer Sandbank gestrandet und hatte einen Notruf an Salvamento Marítimo abgesetzt. Als das Rote Kreuz vor Ort eintraf, saß der Havarist bei fallendem Wasserstand weitgehend trocken auf dem Sand.
Nachdem die Flut wieder auflief, gelang es, den Kutter zurück ins tiefere Wasser zu ziehen. Er wurde dann in den Hafen von Ayamonte abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelyacht sank im Nordatlantik
(19.11.19) Auf der 18 Meter langen, britischen Segelyacht 'Nord Carperren' (MMSI: 232023728), die am 16.11. um 5.20 Uhr nach einer Überholung aus Ramsgate nach Irland ausgelaufen war, kam es am 18.11. im Nordatlantik 20 Meilen nördlich der Isles of Scilly zu einem Wassereinbruch. Die Crew funkte um 5.20 Uhr 36 Meilen westlich von St Ives Head Mayday, da die Pumpen wegen Problemen mit der Elektrik durch den Wassereinbruch nicht mehr funktionierten. Die Coastguard bat Schiffe in der Nähe um Assistenz und schickte den SAR-Hubschrauber R924 aus Newquay.
Dieser lokalisierte die zweiköpfige Crew in einer Rettungsinsel und winschte sie auf. Sie wurden um 6.15 Uhr unversehrt an Bord geholt und nach Newquay gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Auch das RNLI-Boot aus St Ives wurde von der Falmouth Coastguard mobilisiert, und der Kutter 'Cornishman' aus Newquay nahm gleichfalls nach Empfang des Notrufs Kurs auf die Position und barg die verlassene Rettungsinsel.
Das Rettungsboot kehrte dann zu seiner Station zurück. Die Yacht, die rund 1,7 Tonnen Diesel an Bord hatte, sank um 7.15 Uhr auf Position 50 20 06 N, 006 21 25 W. Geringe Mengen an Treibgut an der Wasseroberfläche stellten keine Gefährdung für die Schifffahrt dar.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kapitän weigerte sich, mit Seelenverkäufer in See zu stechen und wurde von russischem Kombinat gefeuert
(19.11.19) Ein Schaden an der Ruderanlage, eine unzureichende Navigationsausrüstung und mehrere nur provisorisch mit Betonkästen abgedichtete Löscher im Rumpf, eine heruntergekommene Hauptmaschine und ein nicht funktionierender Anker -- trotz dieser Mängel sollte der russische Trawler 'Ostrovnoy 11', 3920 BRZ (IMO:8131661), nach dem Willen des Eigners, des Ostrovnoy Rybokombinat, in das besonders im Winter gefährliche Ochotische Meer auslaufen. Der Kapitän weigerte sich aber aus Sorge um die Sicherheit seiner Crew. Daraufhin wurde er von der Reederei gefeuert.
Die verbliebene Crew weigerte sich aber auch, mit dem vor Kunashir ankernden Schiff in See zu stechen. Das SAR-Schiff 'Siberian' ging am 18.11. bei dem Trawler auf Standby, denn er könnte bei stürmischem Wetter auf Drift gehen und auf den nahen Felsen stranden. Deshalb war es notwendig, im Notfall schnell eingreifen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen


Arrestierter Frachter riss sich in Nachodka los
(1911.19) Der unter Sierra Leone-Flagge laufende Trawler 'Vidnoe', 490 BRZ (IMO: 8609682), riss sich am 18.11. im Sturm von seinem Liegeplatz im Seehafen von Nachodka (Primorsky Krai) los. Das Schiff, das von einem Gericht arrestiert worden war und keine Crew an Bord hatte, konnte von einem Patroullienboot gesichert und an den Kai zurückbugsiert werden. Die Staatsanwaltschaft von Nachodka Transport leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Forschungseisbrecher liegt mit Wellenschaden in Hobart/Tasmanien
(19.11.19) Der französische Forschungs-Eisbrecher 'L'Astrolabe', 2028 BRZ (IMO: 9797539), erlitt einen Schaden am Antrieb und musste seit dem 9.11. im Hafen von Hobart verbleiben. Deshalb musste eine logistische Fahrt zu der Forschungsbasis von Dumont d'Urville in Adelie Land in der Antarktis abgesagt werden, wo es am 22.11. hätte eintreffen sollen.
Am 18.11. untersuchte ein Taucher die Anlage am Kai. Es galt zu klären, ob der Schaden an einer der beiden Propellerwellen provisorisch behoben werden könnte oder ob das Schiff gedockt werden muss zur Reparatur. Am 19.11. war ein weiterer Tauchgang geplant. Eine zweite Versorgungsfahrt war für den 3.12. geplant.
Auch diese wäre gefährdet, wenn die 'L'Astrolabe' länger ausfällt, was auch ernsthaftere Auswirkungen auf die Personalwechsel und die Versorgungslage der Station haben könnte. Es müsste ein anderes Schiff gechartert werden, um den geplanten Austausch von Wissenschaftlern und die gesamte Versorgungslage sicherzustellen. Es wurde schon jetzt mit Einschränkungen gerechnet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sieben Tote bei Bootsunglück in Pakistan
(19.11.19) Mindestens sieben Menschen starben, 14 wurden gerettet, nachdem ein pakistanisches Fährboot auf dem Sutlej River bei Mehlo Sheikhuka am 18.11. kenterte. Es handelte sich bei den Opfern um fünf Frauen, ein Kind und einen Mann. Sechs Frauen, sechs Männer und zwei Kinder, überlebten.
Die meisten kamen aus Minchanabad im Bahawalnagar-Distrikt. Die Geretteten kamen ins Haveli Lakkah Rural Health Centre, 13 konnten wenig später wieder entlassen werden. An Bord waren rund 35 Personen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht vor Maine vermisst
(19.11.19) Vor der Küste von Maine wurde eine Suchaktion nach der 40 Fuß langen Segelyacht 'Dove' und ihrer dreiköpfigen Crew gestartet, die am 16.11. einen Notruf gesendet hatte, der abrupt abbrach. Die letzte bekannte Position war 20 Meilen südlich von Mount Desert Island im Acadia National Park. Crews der Station Southwest Harbor, einer HC-144 Ocean Sentry der Air Station Cape Cod sowie die kanadische Coast Guard starteten eine Suchaktion, die bislang 2,700 Quadratmeilen abdeckte und die gesamte Küste von New England erfasste.
Die Yacht gehörte der John Williams Boat Company auf Mount Desert Island. Sie war vom Somes Sound in See gestochen. Vor Ort waren 20 Knoten Wind und fünf Fuß hohe Seen. Am 19.11. dauerte die Suchaktion an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre im Likoni-Channel abgeschleppt
(19.11.19) Auf der kenianischen Fähre 'Jambo', 1004 BRZ (IMO: 9810886), kam es am 18.11. um 14.30 Uhr zu einem Ruderausfall auf halben Wege von Mombasa nach Likoni im Likoni-Channel. Das manövrierunfähige Schiff wurde von der 'Kwale' auf den Haken genommen und zur Inselrampe bugsiert. Hier konnten die Passagiere und Fahrzeuge von Bord. Der Havarist sollte an der Mbaraki-Wharf repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker als Restitution nach Kollision beschlagnahmt
(19.11.19) Am 1.11. wurde der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker 'Port Stanley', 29998 BRZ (IMO: 9246463), vom Supreme Court in Singapur in die Kette gelegt auf Betreiben der Reederei SK Shipping Co. Ltd. in Seoul. Diese wollte eine Restitution wegen eines Kollisionsschadens an ihrem in Panama registrierten Tanker 'C. Spirit', 160705 BRZ (IMO: 9643269). Am 19.11. lag das Schiff weiter an seinem Ankerplatz auf der Südreede von Singapur auf Position 01° 13.21' N 103° 48.39' O in der Kette.
Quelle: Tim Schwabedissen


Großbrand in Fort Lauderdale wohl keine Brandstiftung
(19.11.2019) Die Ursache des Großbrands auf den Luxusyachten 'Lohengrin' und 'Reflection' war noch unklar, und die Feuerwehr von Fort Lauderdale war noch bis zum 18.11. damit beschäftigt, verbliebene Brandnester abzulöschen. Sie plante, mit Ressourcen des Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives so bald wie möglich an Bord zu gehen. Es gab nach einer ersten Durchsicht der Überwachungsvideos aber keinen Verdacht auf Brandstiftung.
Das Feuer war auf der 'Lohengrin' ausgebrochen und hatte dann auf den Nachbarlieger durch starken Wind angefacht übergegriffen. Wegen der immensen Schäden könnte es aber schwierig werden, den Grund für die Brandentstehung zu finden. Der CEO der McElroy Manufacturing in Tusla sah die 'Reflection' als Totalverlust an. Okla Chip McElroy, der Eigner, hatte das Schiff 3,5 Jahre besessen und war auf ihm mit seiner Familie in der Karibik unterwegs gewesen. Es hatte seit zwei Wochen an der Marina zur Überholung gelegen und hatte in einer Woche wieder in Fahrt gehen sollen.
Nun galt es zunächst, umweltschädigende Stoffe von den Wracks zu holen. Dann musste der Kraftstoff abgepumpt werden. Anschließend erst sollten die auf dem Grund liegenden Rümpfe wieder schwimmfähig gemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


18.11.2019

Archivbild Brigantine 'Signora del Vento'
Archivbild Brigantine 'Signora del Vento'
(Bild: PiE81) Großbild klick!

Gaeta: 'Signora del Vento' im Sturm gestrandet
(18.11.19) Die italienische Brigantine 'Signora del Vento', 950 BRZ (IMO: 5133589), mit 85 Metern Länge das zweitgrößte Segelschiff des Landes nach der 'Amerigo Vespucci', riss sich in demselben Sturm, der auch Venedig überflutete, am 16.11. von ihrem Liegeplatz an der Italcraft in Gaeta los. Bei über 40 Knoten Windgeschwindigkeit und vier Metern Wellenhöhe trieb sie an die Wasserfront der Stadt und strandete dort auf drei Metern Wassertiefe. Zwei der drei 50 Meter hohen Masten kamen herunter, und das Schiff wurde schwer beschädigt.
Das Schiff, das damit eine Segelfläche von 1.900 Quadratmeter hatte und bis zu 17 Knoten Fahrt erzielte, war 2016 der Scuola dell'Istituto Nautico Giovanni Caboto gestiftet worden und den neuesten Sicherheitsstandards Italien angepasst und diente als Segelschulschiff. Das Schiff begann seine Laufbahn 1962 als Fischereifahrzeug und wurde Ende 1980 zu einem Segelschiff umgebaut. 2006 erfolgte eine


(Bild: Cosimino Mitrano) Großbild klick!
umfangreiche Generalüberholung.
Es wurde im Mittelmeer eingesetzt und war entlang des Festlandes sowie der Inseln Elba, Capri, Korsika, Sardinien und Sizilien unterwegs. Darüber hinaus wurde es auf für Gästefahrten und Empfänge eingesetzt entlang der französischen Riviera in Häfen wie Cannes und Nizza sowie Monte Carlo. Auf Tagesfahrt fanden bis zu 180 Passagiere Platz, bei Empfängen zu 300 und auf längeren Törns bis zu 54 Personen in 27 Doppelkabinen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenproblem bei Izmir
(18.11.19) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter 'Natali', 2837 BRZ (IMO: 8203543), hatte auf der Fahrt von Izmir nach Kherson in Ballast laufend einen Maschinenschaden. Er erreichte mit eigener Kraft am 16.11. die Reede von Ayvalik und ankerte auf Position 39° 14.47' N 026° 36.61' O. Die Crew begann mit Reparaturen, und am 18.11. befand sich das Schiff in unveränderter Lage.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bugschaden durch eigenen Anker
Bugschaden durch eigenen Anker
(Bild: Robbie Cox) Großbild klick!

Frachter von eigenem Anker zernarbt
(18.11.19) Mit deutlichen Blessuren lag der irische Frachter 'Arklow Flair' (IMO: 9361732) am 17.11. im Hafen von Dublin. Am Vorschiff waren an Backbordseite großflächige Schrammen und Einbeulungen oberhalb der Wasserlinie sichtbar. Offenbar hatte sich in stürmischer See der Buganker des Schiffs gelöst und war ein Stück ausgerauscht, sodass seine Fluken bei den halbkreisförmigen Schwüngen ihre unverkennbaren Spuren am Rumpf hinterließen.
Der Frachter war am 16.11. um 00.55 Uhr aus Foynes in die Irische See ausgelaufen und machte am folgenden Tag um 10.30 Uhr am Frachtterminal in Dublin fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Ovation of the Seas'
Archivbild 'Ovation of the Seas'
(Bild: Spaceaero2) Großbild klick!

Maschinenproblem stoppte Kreuzfahrtschiff in Wellington
(18.11.19) Am Abend des 18.11. kam es auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff 'Ovation of the Seas', 168666 BRZ (IMO: 9697753), zu einem Maschinenproblem beim Auslaufen aus Wellington unweit der Hafenausfahrt. Vor der Küste von Seatoun stoppte es und bat um Assistenz. Zwei Schlepper von CentrePort kamen dem Schiff, das über 6000 Menschen an Bord hatte, zu Hilfe und hielten es auf Position, während der Schaden untersucht und durch die Crew repariert wurde.
Gegen 21 Uhr war das Problem gelöst, und der Kreuzfahrer konnte seine Weiterfahrt nach Napier wiederaufnehmen. Eine einlaufende Fähre verspätete sich 10 Minuten, weil das Fahrwasser durch den Riesen beim Auslaufen blockiert war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Gamma Star'
Archivbild 'Gamma Star'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Maschinenproblem vorm Bosporus
(18.11.19) Auf dem unter Sierra Leone-Flagge laufenden Frachter 'Gamma Star', 2089 BRZ (IMO:7703259), kam es am 15.11. auf der Fahrt von Tuzla nach Midia in Ballast laufend zu einem Maschinenschaden an der Südzufahrt des Bosporus. Der Schlepper 'Mehmetcik' nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn zur Reede von Istanbul. Hier wurde er auf Position 40° 57.51' N 028° 54.79' O mit Lotsenassistenz verankert, und die Crew machte sich an die Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergung des Raddampfers 'Paraguarí'
Bergung des Raddampfers 'Paraguarí'
(Bild: Fabian Chamorro) Großbild klick!

Historisches Wrack wird aus Río Paraguay gezogen
(18.11.19) Auf dem Río Paraguay wurden seit dem 16.11. mit dem Kranschiff 'Dona Ascencia' sektionsweise die rostigen Reste des vor 150 Jahren gesunkenen Raddampfers 'Paraguarí' aus dem Wasser gezogen. Die Arbeiten werden von der nationalen Kommission zur Bewahrung historischer Relikte von Paraguay durchgeführt. Das Wrack, das bei der Remanso-Brücke lag, ist Teil des unter Wasser liegenden historischen Erbe des Landes und wird gemäß der Richtlinien der Schutzkonvention der UNESCO von 2001 behandelt.
Die 'Paraguarí' gehörte zur Flotte Paraguays im Krieg von 1864 bis 1870. Sie wurde in England erbaut und diente Paraguay seit 1862 als Passagierschiff im Einsatz zwischen Asunción, Buenos Aires und Montevideo. Im Jahr 1865 wurde sie für den sogenannten Großen Krieg, der bis 1870 dauerte, requiriert. 1869 rammte der Dampfer 'Paranhiba' die 'Paraguarí', deren Crew sie auf Grund setzen musste, um den Untergang zu verhindern. Damit sie nicht Brasilien in die Hände fiel, wurde sie dann in Brand gesteckt.
Insgesamt sollen acht Wracks aus jener Zeit geborgen werden, die zwischen dem Río Paraguay und dem Río Manduvirá seit dem Krieg liegen. Vom 16. bis zum 17.11. gelang es, etwa 60 Prozent des Bugs und des Rumpfes aus dem Fluss zu ziehen. Sie wurden auf einer Plattform zu einer Werft zwei Kilometer von Puente Remanso entfernt gebracht.
Die Arbeiten könnten, wenn alles gut läuft, bis zum 22.11. abgeschlossen sein. Die Wrackreste sollen dann im Marinearsenal gereinigt, konserviert und dann ausgestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dichter Rauch meilenweit sichtbar
Dichter Rauch meilenweit sichtbar
(Bild: Fire Rescue Port Lauderdale) Großbild klick!

Flammendes Inferno auf der 'Lohengrin'
(18.11.19) Zwei Luxusyachten, die unter Cayman-Islands-Flagge laufende 'Lohengrin', 470 BRZ (IMO: 8735998), und die amerikanische 'Reflection' (MMSI: 338164128), die beide zu Überholungsarbeiten beim Yachts Repair Yard im Universal Marine Center, Fort Lauderdale, lagen, wurden am 16.11. durch ein Feuer schwer beschädigt bzw. zerstört. Mehr als 60 Feuerwehrleute aus Broward sowie drei Löschboote waren vier Stunden lang mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Der Schaden wurde auf über 20 Millionen Dollar geschätzt.
Das Feuer war auf der 2006 erbauten, 160 Fuß langen 'Lohengrin' ausgebrochen und, angefacht durch den Wind, auf den 100 Fuß langen Nachbarlieger übergesprungen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, standen die beiden Yachten bereits in Vollbrand. Dichter Rauch stieg auf und war meilenweit sichtbar.

'Lohengrin' im Vollbrand
'Lohengrin' im Vollbrand
(Bild: ) Großbild klick!
Die Feuerwehrkräfte drangen an Bord vor und konnten die meterhoch lodernden Flammen schließlich niederkämpfen. Am Morgen des 17.11. waren sie aber weiterhin damit beschäftigt, verbliebene Brandnester abzulöschen. Ein Kran beseitigte die Stellagen, die um die Boote für die anstehenden Werftarbeiten errichtet worden waren, um den Zugang zu erleichtern. Nach Abschluss der Löscharbeiten plante die Fort Lauderdale Fire Rescue eine Untersuchung zur Brandursache.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ein Toter bei Explosion auf Frachter
(18.11.19) Am 11.11. kam es zu einer Explosion auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Cape India', 99195 BRZ (IMO: 9654804), vor der Küste von Ost-Kalimantan. Gegen 17 Uhr wurde das Command Center der indonesischen National Search and Rescue Agency in Basarnas um Assistenz gebeten. Ein schwer verletztes chinesisches Crewmitglied sollte abgeborgen werden. Von der Station in Balikpapan wurde am 12.11. um vier Uhr ein Boot zum Frachter geschickt, und um 5.40 Uhr fierte dessen Crew das Opfer an einem Tau 30 Meter tief zu den Rettern ab.
Auf dem Rückweg nach Balikpapan stellte das Rettungsteam fest, dass der 26-jährige bereits einige Zeit tot war. Um acht Uhr erreichte es Semayang Port, wo er zur Obduktion ins Krankenhaus kam. Der Frachter setzte seine Fahrt von Dampier nach Hua fort, wo er am 17.11. erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Yachten vor Richards Bay in Schwierigkeiten
(18.11.19) Am 15.11. wurde die NSRI Richards Bay von der Transnet National Ports Authority alarmiert, bei der die Crew einer Segelyacht um Assistenz gebeten hatte. Sie bat darum, bei stürmischer See sicherheitshalber in den Hafen eskortiert zu werden, da sie mit den örtlichen Bedingungen nicht vertraut war. Das Rettungsboot 'Spirit of Richards Bay' lief der Yacht entgegen und begleitete sie sicher in den Hafen.
Am 17.11. um 15.40 Uhr lief das Rettungsboot erneut aus, um einer Yacht in den Hafen zu helfen. Sie gehörte zur Flotte der Teilnehmer der ARC Rally 2019 und hatte Ruderprobleme. Offenbar hatte sie in der stürmischen See Schaden genommen. Mit einem Notruder hatte sie die Fahrt aber fortsetze können und brauchte lediglich beim Einlaufen Unterstützung. Vor dem Hafen nahm das Rettungsboot sie längsseits und brachte sie sicher an eine Mooring.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarie in der Visjagersgatje
(18.11.19) Das mit 1.600 Tonnen Gasöl beladene, holländische Tankmotorschiff 'Reggestroom', 2127 ts (MMSI: 244630015), lief in der Nacht zum 17.11. gegen Mitternacht in der Visjagersgatje zwischen Den Oever und Den Helder auf Grund. Vorsorglich wurden sofort Ölsperren ausgelegt. Rijkswaterstaat begann gegen 11 Uhr mit dem Leichtern eines Teils der Ladung des Schiffes auf die 'MTS Scheldt'.
Durch das Abpumpen von rund 350 Tonnen konnte der Tiefgang um 35 Zentimeter reduziert werden. Mit der Flut gelang es, den Havaristen binnen einer halben Stunde freizuschleppen. Das Schiff lief dann zur Inspektion nach Den Helder ein. Der übrige Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper nach Kollision halb gesunken
(18.11.19) Die US Coast Guard wurde am 17.11. um 11.10 Uhr alarmiert, nachdem der amerikanische Schlepper 'Miss Bonnie' (MMSI: 367548750) mit der Old Bonner Bridge in Oregon Inlet kollidiert war. Er hatte versucht, eine losgerissene Barge zu sichern und wurde bei 50 bis 60 Meilen Windgeschwindigkeit und 20 Fuß hohen Wellen von der Strömung gegen die alte Brücke gedrückt, die derzeit zu einer Fischereipier umgebaut wird.
Der Havarist lag mit überfluteter Backbordseite gegen das Bauwerk gedrückt. Ein anderer Schlepper ging längsseits und barg die achtköpfige Crew unversehrt ab. Es gab bisher keine Verschmutzungen. Zur Klärung der Ursache der Havarie wurden Ermittlungen eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer vor Pohang
(18.11.19) Am 17.11. um 13.40 Uhr brach auf dem unter Sierra-Leone-Flagge laufenden Frachter 'Silver Way', 2299 BRZ (IMO:8858855), der mit einer 13-köpfigen russische Crew an Bord von Nachodka nach Busan unterwegs war, nordöstlich von Homi Cape, Pohang, ein Feuer aus. Dichte Rauchwolken quollen aus den Aufbauten des mit 2.500 Tonnen Schnittholz beladenen Schiffs. Die Pohang Maritime Authorities schickten Patroullienboote, ein Feuerlöschteam und einen Helikopter zur Assistenz der Löschbemühungen durch die Crew.
Diese wurden erschwert dadurch, dass der Generator ausgefallen war sowie den Qualm. Dennoch gelang es, den Brand zu löschen und auf die Aufbauten zu begrenzen, ohne dass er auf die Holzladung hätte übergreifen können. Allerdings war das Schiff durch das Feuer manövrierunfähig geworden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Gabes/Tunesien
(18.11.19) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter 'Akasya 1', 1343 BRZ (IMO: 8218380), hatte am 15.11. Maschinenprobleme in Gabes. Die Auslaufgenehmigung wurde vom Hafenkapitän bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion widerrufen. Am 18.11. lag das Schiff weiter in dem tunesischen Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Vancouver
(18.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Nord Polaris'. 43016 (IMO: 9728198) wurde durch einen Schaden an der Hauptmaschine am 14.11. an der kanadischen Küste manövrierunfähig. Das Schiff trieb zeitweilig vor Vancouver Island auf Position 48 29 48 N, 125 18 31 W. Es war auf der Reise von Sendai und machte am 18.11. um 00.30 Uhr bei der Neptune Bulk in Vancouver fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenproblem vor Harrington Harbour/Kanada
(18.11.19) Der maltesische Bulkcarrier 'Robusto', 88930 BRZ (IMO: 9386512) wurde 40 Meilen südwestlich von Harrington Harbour am 14.11. auf Position 50 00 24 N, 60 12 12 W durch einen Maschinenschaden manövrierunfähig. Das Schiff, das von Dünkirchen nach Sept Iles unterwegs war, warf zur Reparatur Anker. Am 18.11. lag es weiter auf Position 50° 4.13' N 060° 14.12' W.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutterskipper vor Portsall gerettet
(18.11.19) Am 17.11. um 16:30 Uhr meldete der Skipper des sieben Meter langen, französischen Kutters "Kebelle II" (MMSI: 227666970), der sich vor Portsall befand, dem CROSS Corsen, dass er sein Schiff aufgeben müsse und in eine Rettungsinsel ginge. Er feuerte Notraketen an, um seine Position anzuzeigen. Das CROSS funkte ein Mayday Relay und schickte einen Dragon 29-Helikopter des Zivilschutzes, das SNSM-Boot 'La Portsallaise' aus Portsallaise sowie das Zodiac '504' und alarmierte die Feuerwehr. Um 17.10 Uhr wurde der Fischer von dem SNSM-Zodiac aus der Insel aufgenommen und an Land gebracht.
Hier wurde er der Feuerwehr übergeben und ins Cavale Blanche-Krankenhaus in Brest gebracht. Derweil nahm das SNSM-Rettungsboot seinen Kutter auf den Haken und schleppte ihn bei vier Beaufort Wind nach Saint Pabu ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wassereinbruch in Neu-Moudania
(18.11.19) Am Morgen des 16.11. kam es auf dem bolivianischen Kutter 'Elizabeth' im Fischereihafen von Neu-Moudania zu einem Wassereinbruch. Die Hafenbehörde wurde alarmiert und schickte Einsatzkräfte zum Hafen. Es gelang, die Lage unter Kontrolle zu bringen und den Havaristen zu stabilsieren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler trieb bei Levanger
(18.11.19) Der norwegische Trawler 'Edna Synnøve', 199 BRZ (IMO: 9199490), funkte am 17.11. einen Notruf, nachdem ihm das Netz in einen Propeller geraten war und er dadurch manövrierunfähig wurde. Der Havarist trieb in unmittelbarer Landnähe unweit von Levanger. Er driftete mit dem über die Seite hängenden Netz auf die Felsen bei Saltøya zu. Das 21 Fuß lange Sjøredningskorps-RSRK-Boot 'RS 16' aus Levanger wurde mit seiner zweiköpfigen Crew vom Kystradio Sør alarmiert und nahm den Havaristen auf den Haken.
Das ruhige Wetter spielte den Seenotrettern in die Hände. Es gelang ihnen mit ihrem verhältnismäßig kleinen Boot, den 80 Fuß langen Trawler aus der gefährlichen Nähe der Küste zu ziehen und in Sicherheit zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drei Vermisste nach Kollision in Bangladesch
(18.11.19) Am 17.11. gegen fünf Uhr sank ein Frachtboot mit vier Arbeitern an Bord nahe der Mole von Gajaria in Bangladesch nach der Kollision mit der auf dem Weg nach Dhaka befindlichen Boot 'Kirtankhola'. Ein Mann konnte an Land schwimmen, die übrigen drei wurden noch vermisst.
Taucher stiegen zum Wrack ab in der Hoffnung, sie dort aufzuspüren. Die dreiköpfige Crew des Kollisionsgegners wurde von der Coast Guard verhaftet. Der Kapitän berichtete, es sei sehr neblig an der Unglücksstelle gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


16.11.2019

'Rosebloom - INS 353' aufgelaufen
'Rosebloom - INS 353' aufgelaufen
(Bild: RNLI) Großbild klick!

Trawler vor Lerwick / Shetland Inseln aufgelaufen
(16.11.1.9) Der in Inverness beheimatete, britische Trawler 'Rosebloom - INS 353' , 240 BRZ (IMO: 9292723), lief am frühen Morgen des 16.11. vor Lerwick auf Grund. Er kam gegen ein Uhr auf dem Felsen Soldian auf Position 60° 12.67' N 001° 5.02' W fest. Das RNLI-Boot aus Lerwick und die beiden Serviceschiffe 'Kebister' und 'Knab' (MMSI: 235034995) der Hafenbehörde wurden zu Hilfe gerufen.
Sie versuchten zunächst ohne Erfolg, den mit Backbordschlagseite festsitzenden Havaristen wieder flottzumachen. Gegen vier Uhr, als sich das Schiff immer weiter überlegte, wurde diee neunköpfige Crew, die Überlebensanzüge trug und eine Rettungsinsel klargemaht hatte, vorsichtshalber abgeborgen und nach Lerwick zurückgebracht. Einer von ihnen hatte leichte Verletzungen davongetragen und wurde ambulant versorgt.
Die Wetterbedingungen waren günstig mit leichtem Wind und moderatem Seegang. Die Temperaturen lagen knapp über Null. Um 13 Uhr wurde mit der Flut ein weiterer Bergungsversuch gestartet.


(Bild: Jim Mulley) Großbild klick!
Ein Teil der Crew ging zuvor zurück an Bord.Lenzpumpen, die von der 'Ocean Kinetics' gestellt worden waren, wurden aktiviert, um den Wasserpegel in dem leckgeschlagenen Havaristen unter Kontrolle zu halten. Um 12.48 Uhr gelang es der'Knab' gemeinsam mit der 'Kebister', den Trawler wieder vom Felsen herunterzuziehen.
Er wurde dann zum Morrison-Dock gebracht, wo der Partnertrawler 'Boy John (INS 110)' ebenfalls lag, und gegen 15 Uhr dort festgemacht. Die 'Rosebloom' hatte vor der Havarie Fisch in Lerwick angelandet, bevor sie am frühen Morgen wieder auslief, aber nicht weit kam. Weil die Besatzung nicht zögerte, die Coastguard zu rufen und die Wetterbedingungen mitspielten, nahm die Havarie ein glimpfliches Ende.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ventilschaden vor Scillies
(16.11.19) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kühlfrachter 'Dole Asia', 10584 BRZ (IMO: 9046526), kam es auf der Fahrt von Antwerpen nach San Juan, Puerto Rico, am 14.11. um 11.20 Uhr auf Position 49 57 24 N, 007 27 40 W, rund 52 Meilen westlich der Scilly Islands, zu einem Problem mit einem Treibstoffventil. Das Schiff reduzierte die Fahrt und informierte die Coastguard. Um 00.35 Uhr des 15.11. war der Schaden behoben, und die Reise ging mit normaler Fahrt weiter. Am 21.11. sollte das Schiff den Zielhafen planmäßig erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Barge 'Nana Provider'
Barge 'Nana Provider'
(Bild: Canadian Coastguard) Großbild klick!

Barge vor Quadra Island geborgen
(16.11.19) Schneller als eigentlich geplant konnte die am 9.11. gestrandete Barge 'Nana Provider' am frühen Morgen des15.11. geborgen werden und damit rechtzeitig vor einer erwarteten Wetterverschlechterung.
Steigender Wasserstand führte dazu, dass die Berger mobilisiert wurden und sie erfolgreich von den Felsen vor Quadra Island ziehen konnten. Sie wurde um 6.30 Uhr zum Middle Point auf dem Campbell River geschleppt, wo sie weiteren Inspektionen unterzogen werden sollte.
Sie wurde zum Duncan Bay Marine Terminal in der Duncan Bay verholt. Die Bergungsoperation verlief problemlos. Sie wurde überwacht von Transport Canada und der US Coast Guard. Es gab keine Verschmutzungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter 'Speyk'
Archivbild Frachter 'Speyk'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Treibstoffleitung vor Lizard Point gebrochen
(16.11.19) Auf dem hollländischen Frachter 'Speyk', 2528 (IMO: 9374698), der mit einer fünfköpfigen Crew von Södertalje nach Oliva unterwegs war, kam es am 15.11. auf Position 49 46 05.4 N, 005 09 40.8 W, rund 12 Meilen südlich von Lizard Point zu einem Bruch einer Treibstoffleitung. Die Crew schätzte die Reparaturdauer auf zwei Stunden. Gegen 13 Uhr war das Schiff wieder unterwegs und sollte den Zielhafen am 27.11. erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Sabine Pass
(16.11.19) Der amerikanische Versorger 'Cheramie Botruc 22', 195 BRZ (IMO:7621865), und der Schubschlepper 'Mariya Moran', 708 BRZ (IMO:9764128), kollidierten am Morgen des 14.11. nahe der Zufahrt von Sabine Pass, Texas. Dabei wurde einer der Tanks des Versorgers aufgerissen, und rund 3,000 Gallonen Diesel liefen aus. Es gelang, den Austritt zu stoppen und die Ölverschmutzung einzudämmen.
Ölschlängel und absorbierendes Material wurden um den vor dem Kanal ankernden Havaristen ausgelegt. Personal der Coast Guard Station Sabine, der Marine Safety Unit Port Arthur, des Texas General Land Office, der Oil Spill Removal Organization, der OMI Environmental Solutions und Environmental Safety and Health waren im Einsatz. Die Ursache des Zusammenstoßes wurde ermittelt.
Am 15.11. um vier Uhr machte der Schlepper an der Valero Port Arthur Raffinerie fest. Der Versorger legte am 15.11. um 18 Uhr in Port Arthur an.&xnbsp;
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Amphibienschiff
(16.11.19) Im Laderaum des Amphibienschiffs USS 'Iwo Jima' (MMSI: 338813000) brach in der Naval Station Mayport in Jacksonville am 14.11. um 23.45 Uhr ein Feuer aus. Die Brandbekämpfung seitens der Crew wurde unterstützt durch die USS 'The Sullivans' und das Jacksonville Fire and Rescue Department. Am 15.11. um 4.35 Uhr war das Feuer gelöscht, das auf den Laderaum beschränkt werden konnte. 11 Seeleute wurden leicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ölverschmutzung in Rio Grande
(16.11.19) Rund zwei Tonnen Öl liefen am Abend des 13.11. in den Hafen von Rio Grande aus, als der griechische Bulkcarrier 'Dimitris L', 39958 BRZ (IMO: 9216456), am Termasa-Terminal bebunkert wurde. Ölsperren wurden ausgelegt und die Kontamination beseitigt. Der Frachter war am 6.10. von Cai Lan kommend im brasilianischen Hafen eingetroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Leichtsinnige Schaulustige sorgten für doppelten Rettungseinsatz
(16.11.19) Am 15.11. um 13.25 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Macduff, die 'Lydia Macdonald', alarmiert, nachdem ein Sportboot vor Whitehills drei Meilen westlich von Macduff gestrandet war. Neben den Seenotrettern rief die Aberdeen Coastguard auch den SAR-Helikopter Bond 1 herbei, der in der Nähe auf einem Trainingsflug war. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte die zweiköpfige Bootscrew auf den Felsen vor, auf die sie sich nach der Strandung hatten flüchten können.
Wegen hohen Seegangs und geringer Wassertiefe wurde entschieden, sie aus der Luft zu retten. Sie wurden dann an der Küste dem örtlichen Coastguard-Team übergeben. Das Rettungsboot kehrte um 14.35 Uhr auf seine Station zurück und war um 15.30 Uhr wieder klar. Kaum, dass der Vormann dies gemeldet hatte, wurden James West und seine Männer zurück nach Whitehills beordert, weil erneut zwei Personen am Boot gesichtet worden waren und es Sorgen um ihre Sicherheit gab.
Um 15.40 Uhr ging das Boot wieder zu Wasser und ging bei Whitehills in Stellung, wo die Coastguard die beiden Personen ansprach und überzeugte, besser mit ihnen ans sichere Land zu kommen. Um 16.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden, und diesmal meldete sich das Boot um 17:45 Uhr klar auf Station.
Quelle: Tim Schwabedissen


15.11.2019

'Sunsail 4017' halb gesunken im Schlepp
'Sunsail 4017' halb gesunken im Schlepp
(Bild: Rebel Marine) Großbild klick!

Yacht vor Cowes geborgen
(15.11.19) Die am 11.11. vor der Isle of Wight gesunkene Segelyacht 'Sunsail 4017' (MMSI: 235083848) wurde am 14.11. wieder gehoben und nach Cowes eingeschleppt. Sie hatte bei der Kollision mit Tonne 2 ihr Ruder verloren und Wassereinbruch erlitten. Die dreiköpfige Schweizer Crew wurde gerettet, ehe das Boot vor Gurnard sank.
Drei Tage später wurde das Wrack mehr unter als über Wasser liegend von zwei Schiffen der Rebel Marine zur Shephards Wharf Marina in Cowes geschleppt. Es wurde südlich der Zufahrt zur Marina an einem Ponton festgemacht und mit einer Wracktonne kenntlich gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Phoenix J.'
Archivbild Containerfrachter 'Phoenix J.'
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Jüngerhans-Frachter hatte Zylinderschaden
(15.11.19) Auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachter 'Phoenix J.', 10585 BRZ (IMO: 9504047), kam es auf der Fahrt von Antwerpen nach Dublin am 14.11. um 00.50 Uhr zu Problemen mit dem Zylinderkopf Nr. 5 auf Position 51 44 12.0 N, 005 49 53.0 W. Das Schiff trieb vor Irland, während sich die 14-köpfige Crew an die Reparatur machte. Die Reederei Jüngerhans Maritime Services GmbH & Co. KG in Haren/Ems und der Agent MSC Ireland waren über die Situation im Bild.
Die geschätzte Dauer der Reparatur betrug sieben Stunden. Um neun Uhr nahm der Frachter nach deren Abschluss wieder Fahrt auf. Um 18.45 Uhr machte er am Dublin Ferryport Terminal fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarie bei Algeciras
(15.11.19) Auf dem unter Gibraltar-Flagge laufenden Tanker 'Paxoi', 4580 BRZ (IMO:9382190), kam es in der Straße von Gibraltar kurz nach dem Auslaufen aus Algeciras mit einer Ladung von 3.500 Tonnen für Algier bestimmten Öl an Bord am 13.11. um 18.30 Uhr zu einem Maschinenausfall. Nachdem Salvamento Maritimo über die Havarie informiert wurde, kam der Bergungsschlepper 'SAR Mastelero' (IMO: 9525730) zur Assistenz. Gegen 22 Uhr wurde der Havarist auf den Haken genommen.
Auch die Schlepper 'Wellington' (MMSI: 236112561) und 'Rooke' (MMSI: 236112560), stießen später hinzu. Der Tanker traf am 15.11. vor Gibraltar ein und machte gegen 12 Uhr dort an der Detached Mole fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht 'Cort Stark'
Motoryacht 'Cort Stark'
(Bild: Neptune Services) Großbild klick!

Beschlagnahmte Motoryacht in Cherbourg gesunken
(15.11.19) In der Marina von Cherbourg sank am 9.11. die 13 Meter lange Motoryacht 'Cort Stark'. Sie hatte dort an einem Ponton gelegen, nachdem sie wegen einer Veruntreuungsangelegenheit beschlagnahmt worden war. Nur noch der Bug des Boots hatte am 10.11. aus dem Wasser geragt.
Die Neptune Services von Dénis Leonard wurden von den Behörden in Caen mit der Bergung beauftragt. Sie begannen ihre Arbeit am 13.11., und tags darauf brachten mehrere Hebesäcke das Boot wieder an die Wasseroberfläche zurück. Das Wrack wurde dann an der Segelschule festgemacht, wo Lenzpumpen es trockenlegten. Anschließend wurde es mit dem Port Chantereyne Travelift an Land gehoben. Dort stellte sich heraus, dass ein Leck in einem Ventil zu einem Wassereinbruch geführt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Intaktes Wrack
Intaktes Wrack
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Schoner über 130 Jahre nach Untergang entdeckt
(15.11.19) Das bemerkenswert intakte Wrack eines Schoners, der 1891 auf dem Lake Michigan sank, ist nun von Wrackjäger Ross Richardson entdeckt worden. Er war unterwegs nach South Manitou Island auf dem nördlichen Lake Michigan, als sein Sonar ein interessantes Objekt auf dem Grund erfasste. Richardson zeichnete die GPS-Daten auf und kehrte eine Woche später zu der Position zurück.
Das Sonar zeigte etwas, das in 300 Fuß Tiefe an die 90 Fuß über den Grund aufragte. Dies war jenseits von Richardsons Tauchmöglichkeiten, so rief er einen Freund, Steve Wimer, der dazu in der Lage war. Er stieg in die große Tiefe ab und fand ein mysteriöses Geisterschiff. Es sei das intakteste Wrack, das er je gesehen habe.
Die Masten, das Deck, der Rumpf und die Heckkabinen waren ebenfalls noch vorhanden. Der Klipperbug sowie Stahlseile erwies sich als Schlüssel zur Identifizierung des rund 70 Fuß langen Zweimasters, auf dessen Heck sogar noch das Rettungsboot lag. Solche Schoner wurden Ende des 19. Jahrhunderts häufig in Manitowoc und Milwaukee gebaut.
Nach dem Studium von 6.000 Aufzeichnungen über Schoner in der Patrick Labadie Great Lakes Maritime Collection und Kreuzreferenzen der Datenbänke der Great Lakes und Zeitungsarchiven schien es wahrscheinlich, dass es sich bei dem Schiff um die 'W.C. Kimball' handelte, einen Schoner, der mit einer Ladung von Salz und Holzschindeln im Mai 1891 in einem Sturm mit seiner vierköpfigen Crew verschollen war. Er war 1888 in Manitowoc, Wisconsin, erbaut worden. Die Großen Seen haben nach über 130 Jahren wieder ein Geheimnis preisgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelyacht 'Mayfly'
Segelyacht 'Mayfly'
(Bild: USCG) Großbild klick!

Einhandsegler gingen mehrfach die Vorräte aus
(15.11.19) Am 14.11. assistierte die US Coast Guard dem 78-jährigen Skipper der Segelyacht 'Mayfly', der während einer fünfmonatigen Querung des Pazifiks die Vorräte ausgegangen waren. Bereits am 29.10. hatte der Bruder des Seglers die Coast Guard informiert, dass das Boot Ende Mai in Japan ausgelaufen war und Ende August in San Francisco hätte eintreffen sollen. Mangels Wind war der Mann aber nun zwei Monate länger unterwegs, und ihm gingen die Vorräte an Nahrung und Wasser aus.
Über das AMVER-System wurde der norwegische Autofrachter 'Tamesis' (IMO: 9191307) in der Nähe ausfindig gemacht, die das Boot versorgte, ohne dass weitere Hilfe erbeten worden wäre. Am 4.11. dann kam eine neuerliche Bitte des Skippers um Unterstützung. Er befand sich in stürmischer See 250 Meilen westlich von Los Angeles. Diesmal konnte mit dem AMVER-System die 'Umberty' zur Hilfe herangeführt werden, die das Boot erneut versorgte.
Am 13.11. dann wurde die Coast Guard Los Angeles-Long Beach erneut über einen Nahrungsmangel auf der Yacht informiert, die sich nun 85 Meilen südwestlich von Point Vicente befand. Der Skipper bat nun darum, abgeschleppt zu werden. Daraufhin nahm das Patroullienboot 'Robert Ward' Kurs auf die 'Mayfly', um sie nach Oxnard zu ziehen.
Am 14.11. um 3.30 Uhr wurde die Yacht dann einem 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Channel Islands übergeben, die sie zum Hafen der Station Channel schleppte. Dank des Segelplans und der einwandfreien Kommunikationseinrichtungen des Boots wurde aus dem Engpass keine Notlage.
Quelle: Tim Schwabedissen


Nicht mehr zu retten: Kutter 'Einar Gudnason - IS 303'
Nicht mehr zu retten: Kutter 'Einar Gudnason - IS 303'
(Bild: Iceland Costguard) Großbild klick!

Gestrandeter Kutter in Westfjord nicht mehr zu retten
(15.11.19) Am Morgen nach der Strandung in der Nacht zum 13.11. war von dem isländischen Kutter 'Einar Gudnason - IS 303', 21 BRZ (MMSI: 251850540), nicht mehr viel übrig. Als das Patroullienschiff 'Tyr' am Vormittag an der Unglücksstelle eintraf, ragte nur noch ein kleiner Teil des Ruderhauses am Fuß der Felsenküste unterhalb des Bergs Göltur in Súgandafjörðuraus dem Wasser des Westjords. Große Teile des Schiffsbodens waren offenbar beim Arbeiten des Kutters auf dem Fels während der vorangegangenen Stunden herausgerissen worden, sodass er unterging.
Das Schiff war ein Totalverlust und nicht mehr zu bergen. Die 12 Meter lange 'Einar Gudnason' war erst 2015 erbaut worden. Sie gehörte der Norðureyri EHF in Suðureyri und kam 2018 nach Suðureyri. Der Untergang war ein schwerer Schlag für die Operationen der Reederei in dem Seegebiet.
Immerhin war die vierköpfige Crew unversehrt geblieben. Binnen 10 Minuten hatte sie gegen Mitternacht der SAR-Hubschrauber TF EIR aus höchster Not gerettet. Ihr Schiff steckte zwischen zwei Felsen, und die Brandung ging übers Deck und schlug alles kurz und klein. Die Polizei der Westfjorde befragte die Schiffbrüchigen nach ihrer glücklichen Rettung in Ísafjörður zur Ursache der Strandung.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer in Marina von Glyfada
(15.11.19) In einer Marina von Glyfada brach am Morgen des 14.11. ein Feuer aus. Hafenmitarbeiter sahen dichten Rauch aus der 'Aristotelis' und 'St. Nikcalaos' quellen, und die Flammen hatten bereits auf die gegenüberliegenden 'Lady A' und 'Eagle 1' aus Honduras sowie die holländische 'Sea Onar' übergegriffen. Ein 22-jähriger fiel von der 'Aristotelis' ins Wasser, als er den Brand bemerkte. Er wurde nass, aber unversehrt, gerettet.
Ein Patroullienboot, 10 Löschfahrzeuge aus Glyfada und weitere Einsatzkräfte waren vor Ort. Die 'Aristotelis' und 'Agios Nikolaos' wurden schwer beschädigt, die anderen Boote kamen mit leichteren Schäden davon.
Quelle: Tim Schwabedissen


Indonesische Fähre lief auf Grund
(15.11.10) In der Straße von Bali lief das indonesische Fährboot KMP 'Tri Sakti Adinda', 669 BRZ (MMSI: 525018027), am 13.11. gegen Mitternacht rund eine Meile vor Gilimanuk mit 49 Passagieren an Bord auf Grund. Es war um 22 Uhr von Ketapang in Banyuwangi nach Gilimanuk ausgelaufen. Neben den Fahrgästen waren sechs Trucks, sieben motorräder, drei Pkw und vier weitere Fahrzeuge an Bord.
Beim Ansteuern des Zielhafens kam es zu Problemen mit der Ruderanlage, und starke Strömung trieb das manövrierunfähige Landungsboot in östliche Richtung, bis es gegen 23 Uhr in flachem Wasser festkam. Versuche der 14-köpfigen Crew, die Ruderanlage zu reparieren, scheiterten. Deshalb bat der Kapitän am 14.11. um ein Uhr das SAR-Team darum, die Passagiere abzubergen. Mit einem RHIB wurden die 46 Erwachsenen und drei Kinder bis 2.50 Uhr an Land gebracht, während die Crew weiter an Bord ausharrte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer in Schrottladung
(15.11.19) In Laderaum 3 des 80 Meter langen, chinesischen Bulkcarriers 'Yong Shung' (MMSI: 413573230) brach am 14.11. gegen sieben Uhr auf Position 10 16 N 107 05 O rund sechs Meilen südlich von Vung Tau ein Feuer aus. Das Schiff hatte 5.000 Tonnen Schrott geladen und war unterwegs von Hongkong nach Phu My. Der Offshore-Schlepper 'Hai Dhong 89' (IMO: 9625188) ging an dem Havaristen, der Anker geworfen hatte und aus dessen Ladeluke dichte Rauchwolken quollen, an Backbordseite in Stellung und begann, mit dem Löschmonitor Wasser in diese zu schießen.
Dies war bei kräftigem Wind kein unkompliziertes Unterfangen. Dennoch gelang es im Lauf des Vormittags, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Am 15.11. war er dennoch nicht gelöscht. Ein Boot der Küstenwache unterstützte die Bemühungen, das Feuer endgültig auszubekommen. Wahrscheinlich hatte sich die Schrottladung selbst entzündet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Russischer Kutter vermisst
(15.11.19) Am 12.11. verlor das russische Ministerium für Notfälle Kontakt mit dem russischen Kutter 'Muksun' bei Kap Sysoev, Dunay. Eine SAR-Operation wurde gestartet, an der ein MI-8 Helikopter, der Schlepper 'RB-404' und der Versorger 'Irbis' in stürmischer See teilnahmen. Die Suche nach dem Schiff und seiner zweiköpfigen Crew im Gebiet von Primorskiy Krai dauerte am 14.11. weiterhin an.
Bislang wurden 2.250 Quadratkilometer auf See sowie 40 Kilometer Küstenlinie ergebnislos abgesucht. Am Morgen des 14.11. stieß auch der russische Bergungsschlepper 'Predannyy' hinzu. Schlechtes Wetter mit starkem Wind und hohem Seegang beeinträchtigte die Arbeit der Einsatzkräfte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter sitzt weiter auf Paraná fest
(15.11.19) Am 15.11. saß der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Thomas C', 23456 BRZ (IMO: 9450820), weiter auf Position 33 53 17 S, 58 40 8 W auf dem Paraná de las Palmas River bei Kilometer 161 fest. Das mit 31,000 Tonnen Schlacke beladene Schiff war am 8.11. um 17.30 Uhr auf dem Weg zum New Port Berth in San Nicolas, wo er die Ladung löschen sollte, auf Grund gelaufen.
Der Havarist behinderte den übrigen Schiffsverkehr nicht. Die Schlepper 'Brutus' (MMSI: 701006670), 'Emma B' (IMO: 9760938), 'Querandi' (IMO: 9721255) und 'Ranquel' (IMO: 9688702), waren unterdessen am Schiff in Stellung gegangen, um es wieder zu befreien.
Quelle: Tim Schwabedissen


Barge braucht ausreichend hohes Wasser zur Bergung
(15.11.19) Die Bergung der Barge 'Nana Provider' an der Südwestküste von Quadra Island könnte sich noch einige Tage hinziehen. Sie hängt von ausreichendem Wasserstand ab. Dieser würde frühestens am 15.11. eintreten. Schiffe der kanadischen Coast Guard überwachten derweil das Gefährt der Alaska Marine Lines, das auf dem Weg nach Whittier in Alaska am 9.11. gegen 20 Uhr nördlich von Cape Mudge.auf Felsen getrieben war.
An Bord befanden sich drei beladene Eisenbahnwagen - einer enthielt komprimiertes Kohlendioxid, die anderen beiden einen Korrosionsinhibitor. Alle anderen Waggons und Container waren leer. Die Lage der Barge war weiter stabil, und es gab kaum Risiko von Umweltschäden, da die Waggons sicher an Deck verlascht waren. Nach der Bergung soll die Barge nach Middle Point geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


14.11.2019

Fahrgastschiff gestrandet
Fahrgastschiff gestrandet
(Bild: Tomasello Letterio) Großbild klick!

Hochwasser in Venedig strandet Boote
(14.11.19) Ein desaströses Hochwasser hat Venedig in der Nacht zum 13.11. verwüstet. Als das 1,87 Meter über Normalnull anstieg, wurden der Markusplatz und die meisten Straßen komplett überflutet, und in den Kanälen der Stadt stieg das Wasser unaufhörlich weiter an. Zahlreiche Boote und Gondeln trieben herrenlos durch die Stadt, etliche gingen unter. Drei Vaporetto-Boote, die an der südöstlichen Spitze von Venedig am Anleger Sant'Elena festgemacht waren, wurden vom Hochwasser losgerissen.
Einer der 40-Tonner landete auf der Sette Martiri. Ein Mobilkran rückte am 14.11. an, um ihn wieder in sein Element zu befördern. Auch Landungsbrücken wurden zerstört, und insgesamt rund 60 Boote und Gondeln wurden beschädigt, strandeten oder sanken.

Venedig: gestrandetes Fahrgastschiff
Venedig: gestrandetes Fahrgastschiff
(Bild: Tomasello Letterio) Großbild klick!
Quelle: Tim Schwabedissen


Holländische Yacht bei Nikiana gestrandet
(14.11.19) Am 12.11. strandete die holländische Segelyacht 'Durmazon' im Hafen von Nikiana und lief nach einem Wassereinbruch voll. Niemand befand sich an Bord, als wegen stürmischen Wetters die Leinen brachen und das Boot auf Drift ging. Die Hafenbehörde von Lefkada versuchte, das Boot wieder freizuschleppen, doch dies war wegen der Wetterlage vorerst nicht möglich.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf der 'Sidex 2'
(Bild: Cosmin Waidenau) Großbild klick!

Schubschlepper brannte auf der Donau
(14.11.19) Am 13.11. geriet ein mit Bauxit beladener Schubverband der NAVROM aus Galati auf der Donau im Bereich von Gropeni zwischen Chiscani und Tichilesti im rumänischen Braila-Bezirk in Brand. Die achtköpfige Crew des 32 Meter langen, rumänischen Schubschiffs 'Sidex 2' (MMSI: 264162088) wurde unversehrt gerettet. Drei Löschfahrzeuge, zwei Löschboote und eine SMURD-Ambulanz wurden vom Verteidigungsministerium und der Transportpolizei angefordert.
Als erstes war die 'Smârdan' der rumänischen Marine, die gerade vom Manöver Danube Protector zurückkehrte, vor Ort, übernahm Crewmitglieder des Schleppers und verhinderte eine weitere Ausbreitung des Feuers auf der 'Sidex 2', eines von sechs Schiffen eines Konvois von NAVROM. Die Brandbekämpfung dauerte mehrere Stunden. Die gerettete Crew wurde medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Australische Yacht vor Milos gestrandet
(14.11.19) Am Nachmittag des 13.11. wurde die Hafenbehörde von Milos informiert, dass die australische Segelyacht 'Marricar' (MMSI: 503068260) rund 10 Meter vor der Küste auf sandigem Grund gestrandet war. An Bord befand sich ein Einhandsegler, der von einem griechischen Patroullienboot sowie einem privaten Boot Hilfe erhielt.
Wegen stürmischen Wetters gelang es aber nicht, die 'Marricar' zu bergen. Sie wurde deshalb von der Hafenbehörde gemeinsam mit den Skippern durch eine zum Land hin ausgefahrene Leine und Anker bestmöglich an ihrer Position gesichert.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Divina del Mar' in der Brandung
'Divina del Mar' in der Brandung
(Bild: Gildo Cozeiro) Großbild klick!

A Coruña: Divina del Mar nicht mehr zu bergen
(14.11.2019) Das schlechte Wetter und die unzugängliche Lage des spanischen Ringwadenkutters 'Divina del Mar', 87 gt (MMSI: 224049260), machten ein Auspumpen des Öls aus den Bunkertanks am 13.11. unmöglich. Techniker der Basis von Fene hatten den Zustand des Havaristen gemeinsam mit Einsatzkräften von Salvamento Marítimo am Morgen bei Niedrigwasser untersucht, um die Möglichkeit einer Ölbergung zu erkunden. Doch angesichts des kurzen Zeitfensters bis zur Flut um 13 Uhr und der rasch wieder zunehmenden Brandung gab es keine Chance, zum Zuge zu kommen.
In der Nacht hatten die Wellen den Havaristen, der zu einem Spielball der Naturgewalten wurde, 270 Grad herumgedreht, sodass der Bug nun in Richtung Ribeira wies. Die Einsatzkräfte sammelten losgerissene Trümmer, Netze und Bojen in der Umgebung von Castro Baroña in der Gemeinde von Porto do Son (A Coruña) ein. Fischboxen fanden sich bis hin nach Praia da Arnela, was annähernd vier Kilometer von der Strandungsstelle entfernt ist. Am Nachmittag startete der Hubschrauber Pesca 1 von der Xunta-Base, um die Situation zu beobachten. Zu der Zeit brachen Wellen von vier bis fünf Metern Höhe über das Schiff, das an Backbordseite bereits schwer demoliert war. Die Wetterbedingungen sollten sich noch weiter verschlechtern.
Am Nachmittag des 12.11. hatte Salvamento Marítimo noch den Schlepper 'Don Inda' und das SAR-Boot 'Salvamar Regulus' zur Strandungsstelle geschickt, um zu versuchen, die 'Divina del Mar' noch loszubekommen, doch bereits da machte ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Das Wrack wurde nun als nicht mehr bergungsfähig angesehen.
Am Nachmittag sollte José Manuel Castelo Budín aus Obre in Noia in seinem Heimatort beerdigt werden. Der erfahrene Seemann war nach der Strandung in Panik geraten und ohne Rettungsweste über Bord gesprungen. Anders als drei Crewkameraden, die sie zuvor angelegt hatten, überlebte er den Sprung ins Wasser nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ölverschmutzung durch Aggregat auf Seute Deern
(14.11.19) Am 13.11. kam es auf der 'Seute Deern' in Bremerhaven zu einer Ölleckage. Gegen halb neun floss Öl in den Alten Hafen. Die Feuerwehr richtete deshalb im Alten Hafen eine Ölsperre ein. Bei einem Dieselaggregat war ein Schlauch gerissen, aus dem das Öl austrat. Die Aggregate stehen an Oberdeck und betreiben Pumpen, die das Schiff vor dem neuerlichen Untergang bewahren.
Wegen der Windrichtung bildete sich im Alten Hafen ein rund drei Meter breiter und 450 Meter langer Ölteppich. Eine weitere Ausbreitung des Ölteppichs wurde durch eine Spezialfirma, die Ölschlängel auslegte, verhindert. Auf dem Schiff wurde die Substanz mithilfe von Ölbindemitteln gesichert und das Dieselaggregat außer Betrieb genommen. Der Pumpeneinsatz blieb weiterhin gewährleistet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall auf Hapag-Lloyd-Frachter
(14.11.19) Auf dem unter Bermudas-Flagge laufenden Hapag-Lloyd-Containerfrachter 'Toronto Express', 55994 BRZ (IMO: 9253727), kam es am 8.11. zu einem Ausfall der Hauptmaschine 1,6 Meilen vor Sault-au-Cochon, Quebec. Nach einer Reparatur durch die Crew konnte das Schiff seine Reise wieder aufnehmen. Es war kurz zuvor aus Montreal ausgelaufen und wurde am 19.11. in Southampton, England, erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wachschiff saß auf U-Boots-Sperre fest
(Datum) Auf dem britischen Trawler 'Sharon Vale', 222 BRZ (IMO: 8604216), der derzeit als Guard Ship für das IFA2-Kabelverlegungsprojekt von Frankreich nach Lee-on-Solent im Einsatz ist, kam es am 12.11. gegen 14.40 Uhr zu einem Maschinenausfall auf Position 50 45.81 N, 01 03.11 W. Die Havarie ereignete sich rund 1,2 Meilen südöstlich des South Sea Castle zwischen dem Horse Sand Fort und Southsea. Wegen des daraus resultierenden kompletten Energieverlusts gelang es der fünfköpfigen Crew auch nicht, den Anker zu werfen.
Das manövrierunfähige Schiff trieb in östliche Richtung ab, bis es auf den Betonblöcken der U-Boots-Sperre an deren Westseite aufsetzte und an den unter Wasser liegenden Betonblöcken aufgerissen wurde. Wegen des Wassereinbruchs alarmierte die Crew die Coastguard, die das RNLI-Boot aus Bembridge zur Assistenz rief.
In kurzer Zeit hatte das Rettungsboot 'Alfred Albert Williams' den Trawler erreicht, ging längsseits und setzte zwei Rettungsleute zu einer Lageeinschätzung an Bord ab. Das eindringende Wasser konnte mit den bordeigenen Pumpen unter Kontrolle gehalten werden. Da sich das Wetter aber verschlechterte, riet die Solent Coastguard der Crew, das Schiff aufzugeben.
Doch der Skipper war der Meinung, die Lage unter Kontrolle halten zu können, willigte aber ein, zwei seiner Leute von der 'Alfred Albert Williams' aufnehmen zu lassen. Tatsächlich schwamm der Trawler mit der Flut gegen 20 Uhr wieder auf und trieb zunächst in östlicher Richtung von der Barriere herunter in Richtung Langstone. Wenig später gelang es der an Bord verbliebenen Crew, den Anker zu werfen.
Inzwischen war auch das RNLI-Boot aus Yarmouth vor Ort eingetroffen und ging als Wachschiff für die Nachtstunden in Stellung. Im Gegenzug konnte die 'Alfred Albert Williams' zu einer Pause aus dem Einsatz entlassen werden. Sie brachte die beiden vom Trawler abgeborgenen Fischer nach Camber in Portsmouth und ging um 21.45 Uhr ins Bootshaus in Bembridge.
Das RNLI-Boot aus Selsey wiederum löste während der Nacht das Boot aus Yarmouth ab, ehe um 5.30 Uhr des 13.11. die 'Alfred Albert Williams' zurückkehrte und bis 12.30 Uhr vor Ort blieb, als das Yarmouth-Boot wieder eintraf. Ein Inspektor und Taucher machten sich unterdessen auf den Weg zum Trawler. Der Queen's Harbour Master hatte verfügt, dass der Trawler seine Ankerposition nicht verlassen durfte.
Er hatte 17 Tonnen Kraftstoff an Bord. Die Taucher machten sich um 12.30 Uhr von den Camber Docks auf den Weg zur 'Sharon Vale', um nach ihren Untersuchungen der Solent Coastguard Bericht zu erstatten. Sie sollten herausfinden, welche Reparaturen notwendig waren, ehe das Schiff die Camber Docks für alle weiteren Maßnahmen ansteuern konnte.
Am 13.9. gelang es Tauchern, das Leck soweit zu flicken, dass der Wassereinbruch fast auf Null zurückging. Das Guardschiff aus Fairhavens ging zwei Meilen vom Havaristen entfernt in Stellung und könnte im Notfall eine Schleppverbindung herstellen, sodass der Einsatz der RNLI nun beendet werden konnte.
Erst am 5.9. war die 24 Meter lange 'Sharon Vale" in den Camber Docks in Portsmouth havariert, als sie durch einen Antriebsschaden um 11.45 Uhr außer Kontrolle geriet, mit einer Mole und der 'Rosina' kollidierte und eine Gangway nahe des RS Divers's-Gebäude demolierte. Fast ein halbes Dutzend Sportboote wurden in Mitleidenschaft gezogen, ehe es gelang, den Trawler aufzustoppen, der zum Bunkern in den Hafen gekommen war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sietas-Frachter lief im Vartdalsfjord auf Grund
(14.11.19) Am Nachmittag des 13.11. lief der unter Liberia-Flagge registrierte Containerfrachter 'Concordia', 7981BRZt (IMO: 9162679), nach einem Ruderausfall mit 15 Knoten Fahrt nördlich von Eiksund in Laupsneset auf Hareidlandet im Vartdalsfjord auf Grund. Es gab keine Verletzten und Lecks, aber der Bug wurde beim Aufprall auf die Felsen beschädigt. Der Frachter war zum Zeitpunkt der Havarie auf dem Weg von Måløy, wo er um 12.25 Uhr ausgelaufen war, nach Ikornnes in Sykkylven gewesen.
Er saß auf Position 62° 17.00' N 005° 57.14' O fest. Um 18 Uhr waren das NSSR-Boot 'Klaveness Marine' (MMSI: 257928800) sowie der norwegische Schlepper 'Polar Rex' (IMO: 7392816) vor Ort. Diesem gelang es mit steigendem Wasserstand, den 135 Meter langen und 22 Meter breiten Frachter, der 1997 auf der Hamburger Werft J.J. Sietas als
'Tiznit' erbaut wurde, gegen 20 Uhr wieder ins tiefere Wasser zurückzuziehen. Mit langsamer Fahrt ging es dann Richtung Ålesund, wo das Schiff kurz vor Mitternacht festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Trawler in Murmansk
(14.11.19) Am 13.11. brach auf dem 25 Meter langen, russischen Trawler 'Ametist' (MMSI: 273292300) um 14.50 Uhr ein Feuer bei Schweißarbeiten aus. Das Schiff war an Liegeplatz 10 des Murmansk Shipyard festgemacht. Um 15.30 Uhr gelang es den Eisatzkräften von EMERCOM, die offenen Flammen zu ersticken.
Der Brand hatte eine Fläche von 13 Quadratmetern erfasst. Offenbar hatten persönliche Habseligkeiten eines Crewmitglieds Feuer gefangen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter verlor Anker im Sturm
(14.11.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Ultra Integrity', 34781 BRZ (IMO: 9748083), verlor auf der Reise von Baton Rouge nach Liverpool mit einer 21-köpfigen Crew an Bord am 12.11. gegen 14 Uhr seinen Backbordanker mit neun Schäkeln auf Position 53 25 06 N, 004 08 26 W. Mit nur noch dem Steuerbordanker hatte das Schiff vorerst keine Möglichkeit, einen Hafen anzusteuern. Der Agent wies ihn an, auf Drift zu bleiben.
Das mit Holzschnitzeln beladene Schiff trieb auf Position 53 30 55 N, 004 10 46 W bei zunächst neun Beaufort Wind, die langsam auf acht Windstärken abnahmen und einer stürmischen, später moderaten See.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter lag mit technischem Schaden in Gabes
(14.11.19) Auf dem unter Togo-Flagge laufenden Frachter 'Mariam', 4059 BRZ (IMO: 9005326), kam es am 10.11. im tunesischen Hafen Gabes zu einem Maschinenschaden. Daraufhin wurde durch den Hafenkapitän die Auslaufgenehmigung bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion widerrufen. Das Schiff war von Ceuta nach Gabes gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker rettete schiffbrüchige Segler
(14.11.19) Der unter Bermudas-Flagge laufende Tanker 'Stena Progress', 36210 BRZ (IMO: 9390020), rettete auf der Fahrt von Montreal nach Houston am 13.11. zwei der drei Crewmitglieder der Segelyacht 'In Tune'. Diese hatte 529 Meilen östlich von Virginia Beach am Morgen gegen vier Uhr Mayday gefunkt, und der Tanker nahm Kurs auf die Position. An der nachfolgenden SAR-Operation nahmen auch das Patroullienboot 'Vigorous', eine HC-130 Hercules der Air Station Elizabeth City, North Carolina, sowie eine HC-144 Casa der Air Station Cape Cod, Massachusetts, teil.
Als die HC-130 Hercules vor Ort eintraf, hatte der Tanker gerade zwei Schiffbrüchige aus dem Wasser gezogen. Das Flugzeug warf eine Rettungsinsel ab und nahm die Suche nach dem dritten Segler auf. Die HC-144 Casa löste die HC-130 Hercules am Nachmittag ab. Nachdem über 1,069 Quadratmeilen ergebnislos abgesucht waren, stellte die Coast Guard die Suche ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Ostchinesischer See
(14.11.19) Am Morgen des 14.11. kollidierte ein 89-Tonnen-Kutter in der Ostchinesischen See mit einem Frachter. Beide Schiffe wurden bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt. Der Frachter trug Risse im Rumpf und Einbeulungen an den Aufbauten davon. Der Bug des Kutters wurde eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Frachter in Savona
(14.11.19) In einem Laderaum des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarriers 'Sea Brave', 17679 BRZ (IMO: 9279551), brach an seinem Liegeplatz an Pier 26 in Savona am 12.11. gegen 21 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff war mit Mais beladen. Der Alarm wurde ausgelöst, als einige Besatzungsmitglieder Rauch aus zwei Behältern mit Phosphin austraten sahen. Es handelt sich dabei um eine chemische Verbindung von Phosphorwasserstoff (PH3), die als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wird, um den Problemen bei der Lagerung von Getreide durch Schädlinge, Insekten und Schimmelpilze entgegenzuwirken.
Feuerwehr, Hafenbehörde und Polizei waren rasch vor Ort. Es gelang den Einsatzkräften, eine Ausbreitung des Brandes auf andere Schiffsbereiche zu verhindern. Die beiden betroffenen Behälter wurden an Land gebracht. Verletzte gab es nicht. Eine Untersuchung zur Ursache des Feuers wurde durch die Hafenbehörde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenproblem vor Lizard
(14.11.19) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Tanker 'Sonangol Kalandula', 83753 BRZ (IMO: 9575553), kam es am 12.11. um 21.55 Uhr zu einem Maschinenproblem während eines Öltauschs im Englischen Kanal. Das Schiff war unterwegs von Gibraltar nach Rotterdam und befand sich 26 Meilen südlich von Lizard.
Um 22.20 Uhr setzte es die Fahrt in Richtung des Zielhafens fort und warf am 14.11. um 8.30 Uhr auf der Steenbank-Reede auf Position 51° 56.43' N 003° 8.56' Anker. Gegen 13 Uhr sollte es nach Rotterdam einlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schrottkutter sank in Mar del Plata
(14.11.19) Am Morgen des 13.11. sank in Mar del Plata an Pier 2 in einem Sturm der argentinische Kutter 'María Luisa I', der dort ebenso wie 12 weitere Schiffe durch die Firma Lusejo SA abgewrackt werden sollte. Die Hafenbehörde befürchtete nach dem Untergang keine Umweltprobleme. Das Schiff war bereits dekontaminiert. Es war seit über acht Jahren aufgelegt gewesen.
Dennoch wurden um das Wrack sowie die längsseits liegende 'Mellino II' 100 Meter Ölsperren ausgelegt, um eine Ausbreitung möglicherweise austretender Ölreste zu verhindern. Gegen Mittag war das Aufnehmen verölten Wassers durch die Feuerwehr beendet. Der Eigner, die Punta Tres S.A (Grupo Caputo), wurde kontaktiert und sollte die Bergungskosten übernehmen.
In der Nähe war zuvor bereits der 32,7 Meter lange Kutter 'Ostramar' und die 'Ribazón Dorine' aus Moscuzza untergegangen, weitere schrottreife Schiffe dort sind die 'Neptune' und 'Depemas 81', die sich noch über Wasser hielten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Göltur/Island gestrandet
(14.11.19) Am Abend des 13.11. strandete ein 21-Tonne-Kutter unweit von Göltur in Súgandafjörður in den isländischen Westfjorden. Die Coast Guard wurde um 22 Uhr alarmiert und schickte einen SAR-Hubschrauber zu dem zwischen zwei Felsen steckenden Havaristen. Trotz relativ ruhigen Wetters brachen hohe Wellen über dessen Deck.
Deshalb war es auch zu riskant, ein Rettungsboot einzusetzen. Rettungsteams machten sich aus Súgandafjörður auf den Weg zur Unglücksstelle. Der Hubschrauber traf um 23.40 Uhr dort ein. Um Mitternacht waren alle vier Crewmitglieder sicher aufgewinscht. Das Patroullienboot 'Týr' sollte am Morgen des 14.11. eintreffen und die Lage einschätzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


13.11.2019

Gestrandet: Ringwadenkutter 'Divina del Mar'
Gestrandet: Ringwadenkutter 'Divina del Mar'
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!

A Coruña: Ein Toter bei Schiffbruch
(13.11.19) Zu einem tragischen Unglück kam es bei der Havarie des 23 Meter langen, spanischen Ringwadenkutters 'Divina del Mar', 87,65 BRZ (MMSI: 224049260), der am 11.11. auf Fangfahrt in den westlichen Gewässern von Carnota in der Provinz Coruña gegangen war. Am frühen Morgen des 12.11. hatte die Crew die Maschine gestoppt. Das Wetter war ruhig, doch als dann der Antrieb wieder gestartet werden sollte, versagte er seinen Dienst. Das Schiff wurde auf die Küste der Gemeinde von Porto do Son zugetrieben und trieb gegen drei Uhr unweit des Castro de Baroña auf Position 42-42.01 N 009-01.7 W auf Grund.
Als es beim Aufprall auf die Felsen auf die Seite geworfen wurde, wurde ein Mann der Crew, Radiovoz José Blanco aus Noia, der bereits viele Jahre in der Flotte von Portosín (A Coruña) für Iván Carreño, den Patron der Fischereigenossenschaft, gearbeitet hatte, über Bord geschleudert. Er stürzte auf die Felsen, wurde zwischen Bug und Felsgrund eingeklemmt und kam ums Leben. Das MRCC in Fisterra schickte nach Bekanntwerden des Notfalls das SAR-Schiff 'Salvamar Régulus' sowie die SAR-Helikopter Pesca 1 und Helimer 402 zur Unglücksstelle.
Gegen 4.20 Uhr wurden andere Fischer in dem Gebiet durch abgefeuerte Notraketen des Schiffs alarmiert und nahmen Kurs auf die Position. Sie konnten fünf Fischer retten. Drei weitere erreichten die Küste ohne Hilfe. Insgesamt sechs Mann im Alter von 31 bis 58 Jahren kamen mit Unterkühlungen ins Barbanza Hospital. Um 6.40 Uhr gelang es Mitgliedern des Zivilschutzes, die Leiche zu bergen. Salvamento Marítimo arbeitete mit dem Eigner hinsichtlich der Bergung des auf der Steuerbordseite liegenden Kutters zusammen.
Er lag allerdings in schwierig erreichbarer Position, und es wurde im Tagesverlauf eine Wetterverschlechterung erwartet. Tatsächlich wurde das Schiff wenig später von schwerer Brandung überschüttet, die dem auf den Felsen arbeitenden Havaristen stark zusetzte, ihn trotz der bei Niedrigwasser ausgebrachten Sicherungen immer weiter auf die Seite drückte und heftige Verwüstungen an Deck, Rumpf und Aufbauten anrichtete. Unzähliges losgerissenes Treibgut landete in der Folge auf den Strand.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bugstrahlruderschaden wird in Algeciras repariert
(13.11.19) Nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Banjul am 6.11. kam es auf dem liberianischen Frachter 'Nordic Macau', 39905 BRZ (IMO: 9509164), der Nordic Hamburg Shipmanagement Hongkong Ltd. zu einem Schaden am Bugstrahlruder, wo ein stählerner Ring zerbrach. Am 10.11. um 14.40 Uhr lief das Schiff in den Hafen von Algeciras zur Reparatur ein. Es machte dort an der Abrigo Ingeniero-Mole fest und wurde anschließend so weit nach achtern umgetrimmt, dass das Bugstrahlruderrohr aus dem Wasser kam.
Dann ging eine Kranbarge längsseits, von der aus Arbeiter Zugang zum Rohr hatten und mit der Behebung des Schadens begannen. Am 13.11. lag der Frachter weiter am Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten an der Barge
Bergungsarbeiten an der Barge
(Bild: USCG) Großbild klick!

Barge sank am Rickenbacker Causeway
(13.11.19) Die U.S. Coast Guard war im Einsatz, nachdem eine Baubarge am 12.11. am Rickenbacker Causeway in der Biscayne Bay in Miami, Florida, teilweise sank. Ein großer Deckskran verschwand bis zum Motorraum, als sie sich auf die Seite legte. Eine geringe Menge Öl lief aus und wurde mit Sperren aufgefangen.
Die Barge gehört dem Wasserbauunternehmen Lambert Brothers, die die schweren Regenfälle am Wochenende über Miami für den Untergang verantwortlich machte, da der Rumpf intakt geblieben war und der Rumpf offenbar vom Regenwasser geflutet wurde.
Taucher untersuchten zunächst den Zustand Gefährts. Am Nachmittag des 12.11. schwamm es schon wieder zum Teil, nachdem drei Pumpen das eingedrungene Wasser gelenzt hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Unbekanntes Wrack  vor Stockholm
Unbekanntes Wrack vor Stockholm
(Bild: Jim Hansson) Großbild klick!

Mögliches Schwesterschiff der Vasa vor Stockholm entdeckt
(13.11.19) Schwedische Forscher haben in dieser Woche zwei gr0ße Wracks von Kriegsschiffen aus dem 17. Jahrhundert vor Vaxholm, einer Insel nahe Stockholm, entdeckt. Die Archäologen des neuen Vrak--Museum hoffen, es könnte sich um Schwesterschiffe der dort bereits ausgestellten 'Vasa' von König Gustav Adolf, die 1628 sank, handeln. Eines der Wracks ähnelt dieser von der Größe her und wurde wahrscheinlich als Blockschiff versenkt.
Das Heck ist zerbrochen, doch der Bug blieb besser erhalten und ragt fünf Meter in die Höhe. Die Maße und Designdetails ähneln jenen der 'Vasa'. Unterwasserarchäologe Jim Hansson sagte, es sei, wie um diese herumzutauchen. Am folgenden Tag fanden die Forscher ein Wrack, das offenbar noch größer war und eine verlängerte Version des anderen darstellte.
Es könnte sich um die 1629 erbaute 'Applet' handeln, eines von mehreren Kriegsschiffen, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts dort versenkt wurden, um den Zugang von Feinden nach Stockholm zu erschweren. Weitere waren die 'Kronan', die 1632 vom Stapel lief, und die 'Scepter', die 1634 entstand und die alle zu einer Serie für die schwedische Marine gehörten.

Unbekanntes Wrack  vor Stockholm
Unbekanntes Wrack vor Stockholm
(Bild: Jim Hansson) Großbild klick!
Die 'Applet' nahm an der Invasion Deutschlands 1630 teil, wurde danach aber nur noch sporadisch eingesetzt. Sie galt als problematisches Schiff und wurde 1659 bei Växholm versenkt. Die 'Kronan' nahm an der Schlacht in der Kolberger Heide 1644 und im Öresund 1658 teil. Die 'Scepter' war ebenfalls 1644 beteiligt und galt als das Schiff mit den besten Segeleigenschaften. Beide gingen wohl etwa 1670 auf Grund.
Die Archäologen nahmen Proben des Holzes, die nun analysiert werden sollen, um Bauzeit und Identität weiter zu klären. Das neue Museum soll Ende 2020 auf der Insel Djurgården eröffnen und die Sammlungen des Maritimen Museums, des Vasa-Museums und des Marine-Museums als Teil des nationalen Maritimen- und Transport-Museums zusammenbringen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf norwegischem Forschungsschiff
(13.11.19) Am 11.11. brach im Maschinenraum des norwegischen Forschungsschiffs 'Polar Marquis', 13339 BRZ (IMO:9190298) iim Nordatlantik vor der Küste von Senegal ein Feuer aus. Die 55-köpfige Crew konnte den Brand löschen und die Lage unter Kontrolle bringen. Es gab keine Verletzten und Umweltschäden, das Schiff hatte aber keinen Antrieb mehr.
30 nicht unmittelbar an Bord benötigte Crewmitglieder wurden auf ein anderes Schiff in dem Seegebiet übergesetzt, weitere sollten eventuell folgen. Das Forschungsschiff 'Ocean Mermaid' (IMO: 9742443) nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn in südöstliche Richtung.
Die beiden Standby- und Wachschiffe 'Ary' (IMO: 8928480) und 'Vivre-g' (IMO: 8650904), eskortierten den Schleppzug auf seinem Weg. Die Reederei GC Rieber schickte ein Team nach Senegal zur weiteren Assistenz für die Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Piräus
(13.11.19) Am 11.11. gegen 12 Uhr kollidierte der Schweizer Bulkcarrier 'Aargau', 20809 BRZ (IMO: 9583897), mit dem als Wohnschiff am Kai liegenden, ehemaligen britischen Fähre 'Aqua Solution', 8893 BRZ (IMO: 6918560), im Hafen von Piräus. Sie war am 7.11. von Belfast kommend dort eingetroffen.
Es gab keine Verletzten und Umweltschäden. Beide Schiffe wurden nach dem leichten Zusammenstoß von der Hafenbehörde mit einem Auslaufverbot belegt, bis ein Seetüchtigkeitszeugnis vorgelegt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bulkcarrier trieb vor Shanghai
(13.11.19) Der kroatische Bulkcarrier 'Split', 24533 BRZ (IMO: 9154505), der auf der Außenreede von Shanghai in der Yangtse-Mündung vor Anker lag, geriet am Morgen des 12.11. ins Treiben und bat um Hilfe. Das Schiff, das mit 41.000 Tonnen Stahl beladen war, hatte dort bereits seit dem 2.11. gelegen. Das MRCC Shanghai schickte den Bergungsschlepper 'Dong Hai Jiu 118'.
Es gelang diesem, trotz schwieriger Wetterbedingungen mit stürmischem Nordwind und rauer See den Havaristen auf den Haken zu nehmen, um ihn in ruhigere Gewässer zu bugsieren. Am Abend ankerte er auf der Reede von Luhuashan auf Position 30° 47.21' N 122° 36.01' O.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter lief vor Skutsvär auf Grund
(13.11.19) Am 10.11. gegen drei Uhr lief der holländische Frachter 'Helge', 2911 BRZ (IMO: 9677404), im Hafen von Skutsvär auf Grund. Er hatte dort am 9.11. um 10.15 Uhr von Ventspils kommend am Stora Enso Terminal festgemacht, um eine Ladung Feuerholz zu löschen. Als er dann wieder loswarf, um Kurs auf Russland zu nehmen, lief er trotz des unbeladen geringen Tiefgangs auf Grund.
Die schwedische Küstenwache leitete eine Voruntersuchung ein, die keine Hinweise auf kriminelle Vergehen ergab. Am 11.11. konnte der Frachter wieder flottgemacht werden. Nach einer Inspektion verließ er den Hafen diesmal erfolgreich am 12.11. um 10.15 Uhr in Richtung Klaipeda. Hier sollte er am 13.11. um 15 Uhr eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Alkohol spielte eine Rolle bei Kollision
(13.11.19) Zwei Binnenschiffe kollidierten am Abend des 10.11. auf dem an Amsterdam-Rijnkanaal bei Nigtevecht. Danach steuerten beide Unfallbeteiligten einen Gastliegehafen in der Nähe an, wo der Schaden protokolliert wurde. Rijkswaterstaat und die Polizei führten Alkoholtests bei den Schiffsführern durch. Dabei stellte sich heraus, dass einer der beiden Alkohol getrunken hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter drohte mit Netz im Propeller zu stranden
(13.11.19) Am Abend des 12.11. wurden das KNRM-Boot 'Zeemanshoop' sowie die Kameraden der Stationen Cadzand und Blankenberge alarmiert, nachdem der belgische Kutter 'Goede Hoop-Z55', 60 BRZ (IMO: 8128236), gegen 21.30 Uhr sein Netz in den Propeller bekommen hatte und manövrierunfähig auf eine Sandbank bei Breskens zu treiben drohte. Der vierköpfigen Crew gelang es nicht, das um den Antrieb vertörnte Netz wieder loszubekommen, und der Skipper kontaktierte die holländische Coastguard sowie die VBZR in Blankenberge, die er bat, das Schiff nach Zeebrugge abzuschleppen.
Das Rettungsboot 'Zeemanshoop' war rasch vor Port und setzte einen Mann an Bord des Havaristen ab, der half, eine Schleppverbindung herzustellen, sodass die drohende Strandung bei sechs Beaufort Wind abgewendet werden konnte. Nachdem auch die 'Winifred' aus Cadzand vor Ort war, konnte die Situation vollends unter Kontrolle gebracht werden. 30 Minuten darauf trafen die Retter der s VBZR aus Blankenberge mit der 'Sterken Dries' ebenfalls ein.
Doch diese konnte den Kutter nicht abschleppen. Deshalb wurde der Schlepper 'Multratug 29' zusätzlich zu Hilfe gerufen. Der Rettungsmann der 'Zeemanshoop' kehrte dann wieder auf sein Boot zurück, das zur Station Breskens zurückkehren konnte. Am 13.11. um 00.20 Uhr wurde auch der Kutter in dem dortigen Fischereihafen festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuergeschädigter Tanker nach Singapur abgeschleppt
(13.11.19) Nach dem Feuer auf dem unter Panama-Flagge laufenden Tanker 'Hoyu', 5459 BRZ (IMO: 9511105), vor Singapur am 7.11. wurde SMIT Salvage gemeinsam mit dem Partner Nippon Salvage mit der Bergung des Havaristen beauftragt. Die beiden Schlepper 'Boka Alpine' (IMO: 9344784) und 'KST Success' (IMO: 9568304) sowie ein 15-köpfiges Expertenteam aus Feuerbekämpfern und Bergern mit Spezialausrüstung machten sich auf den Weg zum manövrierunfähig gewordenen Schiff. Nachdem der Brand gelöscht und das Betreten des Tankers als sicher eingeschätzt worden war, ging es daran, ihn in den Hafen zu bringen. Es wurde eine Schleppverbindung zur 'Boka Alpine' hergestellt, die ihn am 12.11. nach Singapur einbrachte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wrack wurde von der Strömung weggeschwemmt
(13.11.19) Das Wrack des indonesischen Fischereifahrzeugs 'Bintang Jaya VI' (MMSI: 525241115) wurde von den örtlichen Behörden jetzt in den Gewässern von Kubu in Karangasem bei einer Patroullie entdeckt. Es lag ausgebrannt und gekentert auf der Seite. Eine weiße Flagge wurde am Rumpf befestigt, um passierende Schiffe zu warnen.
Das Schiff war am 5.11. bei Singaraja in Bali in Brand geraten, nachdem eine Leine in den Propeller geraten war und die Maschine wieder gestartet werden sollte. Die 10-köpfige Crew konnte gerettet werden. Das Wrack scheint von der Strömung inzwischen vom Unfallort fortgetragen worden zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Japan
(13.11.19) Der thailändische Bulkcarrier 'Sea Victory', 7404 BRZ (IMO: 9355111), kollidierte am 2.11. gegen 23.30 Uhr mit der japanischen 'Kaio Maru' in der Hyuga-Nada See in der Miyazaki Präfektur. Die 'Kaio Maru' stieß gegen die Backbordseite der 'Sea Victory'. Diese trug keine nennenswerten Schäden davon und machte am 6.11. in Higashi Harima fest. Die 'Kaio Maru' hingegen musste zur Reparatur gedockt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarie von Yacht vor Cowes in dieser Form bisher beispiellos
(13.11.19) Die verhängnisvolle Havarie der britischen Segelyacht 'Sunsail 4017' (MMSI: 235083848) am 11.11. war in dieser Form bislang beispiellos. Das Boot war vor dem Hafen von Cowes mit der Tonne 2 kollidiert und hatte dann mit dem Ruder am Grundgeschirr eingefädelt. Beim Versuch, sich zu befreien, verlor sie in der Folge das Ruder und begann daraufhin, vollzulaufen. Die dreiköpfige Schweizer Crew setzte einen Notruf ab, und zwei der Segler konnten rasch vom Schiff gerettet werden.
Der dritte wollte zuerst noch an Bord bleiben, doch der Versuch, die 12 Meter lange Yacht über Wasser zu halten, musste abgebrochen werden, weil sie immer weiter wegsackte, bis um 12.50 Uhr nur noch der Mast auf Position 50 45 07 N, 001 19 06 W aus dem Wasser ragte.
Das Boot, das die Schweizer in Portsmouth für einen Törn nach Cowes gechartert hatten, wurde an einer Mooringtonne gesichert. Dass ein Boot an einer Boje hängenbleibt, hatten die Seenotretter der RNLI bis dahin noch nie gesehen. Eine Markierungsboje wurde ausgebracht, die anderen Schiffe nun als Warnung vor dem Hindernis vor Gunnard dienen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter brannte in Juvika
(13.11.19) Am 12.11. um 9.20 Uhr wurde die Polizei in Nordland alarmiert, nachdem in Juvika bei Hemnesberget der norwegische Kutter 'Alsøybuen' an seinem Liegeplatz in Brand geraten war. Versuche der zweiköpfigen Crew, die Flammen zu löschen, schlugen fehl. Das Schiff wurde vollständig vom Feuer erfasst und auf den Fjord hinausgeschleppt, um ein Übergreifen auf andere Fahrzeuge zu verhindern.
Nach einiger Zeit wurde es zurück nach Juvika gezogen, wo die Feuerwehr den Brand dann löschen konnte. Um 11.30 Uhr war der Brand aus, und die Polizei begann ihre Untersuchungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre hatte Wassereinbruch vor Tromsø
(13.11.19) Die norwegische Katamaranfähre 'Fløyfjell', 332 BRZ (IMO: 9563172), erlitt am Nachmittag des 12.11. unweit von Tromsø Wassereinbruch. Sie war dort um 16.15 Uhr ausgelaufen, und um 16.42 Uhr meldete die Crew dem MRCC in Nordnorwegen, dass es ein Leck im Maschinenraum gebe und sie das Lenzsystem aktiviert habe. Die Maschine wurde während des Auspumpens gestoppt.
Nachdem die Lage unter Kontrolle war, konnte der Antrieb wieder gestartet werden, und das Schiff, das 220 Fahrgäste an Bord hatte, kehrte nach Tromsø zurück, wo es gegen 18.30 Uhr festmachte. Auf dem Weg dorthin wurde es vorsorglich von einem Rettungsboot der NSSR eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Suche nach 13 Fischern vor Philippinen
(13.11.19) Die philippinische Coast Guard startete eine SAR-Operation nach dem Untergang des Kutters FFB 'Three Sister' am 7.11. gegen drei Uhr 30 Meilen südöstlich der Bajo de Masinloc. Es war in den Wirbelsturm Quiel geraten, als es auf der Rückfahrt in den Heimathafen Barangay Sisiman in Mariveles, Bataan, war. Am 11.11. konnte ein Mann von dem Kutter FFB 'Joseph' gerettet werden.
Er sagte aus, dass er von den 13 anderen Crewmitgliedern getrennt wurde, als das Schiff unterging. Er wurde zurück nach Mariveles gebracht und kam dort zunächst ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen


12.11.2019

First 40 buglastig
First 40 buglastig
(Bild: RNLI) Großbild klick!

immer weiter voll und wurde zusehends buglastig.
Neben dem Rettungsboot aus Cowes kamen das Crewboot 'Calshot' aus dem Medina, das dortige RNLI-Boot, ein Polizeiboot, ein Hafenboot, ein Katamaran und zwei Red Funnel-Fähren, darunter die 'Red Osprey', die auf der Fahrt nach Southampton war, sowie die 'Protege' und 'CRC Gladiator' zu Hilfe. Zwei der Segler wurden rasch von der 'Calshot' abgeborgen. Im Gegenzug stiegen zwei Rettungsleute des Boots aus Cowes mit einer Lenzpumpe an Bord über.

Nur noch der Mast zu sehen
Nur noch der Mast zu sehen
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Doch es stellte sich heraus, dass bereits zu viel Wasser eingedrungen war, um effektiv helfen zu können. Es stand schon auf Höhe des Kartentischs der Yacht. Als klar war, dass das Boot nicht mehr zu retten war, wurde es aufgegeben, und es wurde so weit wie möglich aus dem Fahrwasser geschleppt.
Es ging schließlich in der Gurnard Bay unter, sodass nur noch ein Teil des Masts aus dem Wasser ragte. Das Wrack wurde mit einer Boje markiert. Die Yacht war von Portsmouth nach Cowes unterwegs gewesen, als sie verunglückte. Ihre Crew wurde zum Cowes Yacht Haven gebracht und von Offizieren des Ventnor Coastguard Rescue Teams in Empfang genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Ouistreham
(12.11.19) Auf dem französischen Kutter 'Anjuzo - CN.914389', 22 BRZ (MMSI: 227397620) kam es am 11.11. um 10.35 Uhr zu einem unkontrollierbaren Wassereinbruch im Maschinenraum. Der maritime Präfekt und das CROSS Jobourg wurden alarmiert und strahlten ein Mayday Relay aus. Der Kutter trieb fünf Meilen nördlich von Ouistreham-
Das Rettungsboot 'Sainte-Anne' der SNSM-Station in Ouistreham, ein Dragon 76-Helikopter des Zivilschutzes in Le Havre und ein Hubschrauber des Zolls nahmen Kurs auf den Havaristen.
Die zwei Fischer an Bord flüchteten um 10:50 aUhr in ihre Rettungsinsel. Sie wurden um 11 Uhr von dem Kutter 'Carpe Diem' unversehrt aufgenommen und nach Ouistreham gebracht. Die 'Anjuzo' sank kurz danach. Eine AVURNAV wurde ausgestrahlt, um die Untergangsposition bekanntzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Antalya', ex 'Jawdat'
Archivbild Frachter 'Antalya', ex 'Jawdat'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Technischer Schaden vor den Dardanellen
(12.11.19) Der unter Kamerun-Flagge laufende Frachter 'Antalya' (3381 7615232), hatte am 10.11. auf der Fahrt von Tripoli, Libanon, nach Bandirma einen Maschinenschaden südlich der Dardanellen. Das Schiff steuerte mit eigener Kraft einen Ankerplatz im südlichen Bereich der Zufahrt der Straße an. Hier machte sich die Crew daran, den Schaden zur reparieren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Turm der USS 'Grayback'
Turm der USS 'Grayback'
(Bild: Lost 52 Project) Großbild klick!

Verlorenes US-U-Boot nach 75 Jahren vor Okinawa entdeckt
(12.11.19) 75 Jahre nach seinem Untergang wurde ein bislang vermisstes amerikanisches U-Boot, die USS 'Grayback', vor der Küste Japans auf dem Meeresgrund entdeckt. Zuvor hatten die Forscher, die nach ihm suchten, einen ebenso alten Fehler in den Koordinaten des Boots aufgespürt. Das Expeditionsteam war bereits kurz davor gewesen, die Mission erfolglos zu beenden, nachdem der Grund mit einem AUV abgesucht worden war.
Die sieben Millionen Dollar teure Drohne hatte einen Fehler auf dem letzten Tauchgang gemeldet und sollte repariert werden. Zuvor wurden noch die Daten heruntergeladen, bevor es zurück in den Hafen gehen sollte. Dabei fanden die Forscher am 5.6. eine Anormalität auf dem Meeresgrund in über 1,400 Fuß Tiefe.
Daraufhin wurde am folgenden Tag ein anderes Tauchgerät mit Kameras hinabgelassen, und deren Bilder ließen keine Zweifel, dass man fündig geworden war: Als es den Bug rundete und sich auf den Weg zum Turm machte, kam eine gut erhaltene Plakette mit der Inschrift USS 'Grayback' in Sicht. Am 10.11. bestätigte die U.S. Navy, dass das Team. Das 52 amerikanische U-Boote, die im 2. Weltkrieg verloren gingen, tatsächlich das Gab des Boots vor Okinawa gefunden hatte.

Typernschild der 'Grayback'
(Bild: Lost 52 Project) Großbild klick!
Die 1941 erbaute 'Grayback'´war mit einer 80-köpfigen Crew an Bord am 28.1.1944 aus Pearl Harbor zu ihrer 10. Feindfahrt ausgelaufen. Das Boot war im Südpazifik und der Südchinesischen See im Einsatz gewesen, hatte etliche Schiffe torpediert und abgeschossene amerikanische Flieger gerettet. Es versenkte mehr als ein Dutzend japanischer Schiffe.
Am 24.2.1944 meldete es die Versenkung zweier Frachter und sollte dann zurückkehren, um den Torpedovorrat aufzufischen. Doch es kam nie in Pearl Harbor an. Nach dem Krieg versuchte die Marine, mithilfe japanischer Aufzeichnungen die Schicksale ihrer vermissten U-Boote aufzuklären und stellte die Untergangsstelle der 'Grayback' 100 Meilen ostsüdöstlich von Okinawa fest.
Dies konnte allerdings nie bestätigt werden. 2010 fand Tim Taylor, ein Unterwasserforscher und CEO einer Firma in New York, die AUVs herstellt, die 'USS R-12', die 1943 vor Key West, Florida, sank. Er richtete dann die privat finanzierte Gruppe The Lost 52 Project ein, die sich mit der modernsten Technologie daranmachte, die Rätsel um die U-Boote zu lüften.
Gemeinsam mit seiner Frau Christine Dennison und dem Forschungsteam machten sie drei Boote aus, bevor sie auf die 'Grayback' stießen.
Schlüssel zu dem Fund war Yutaka Iwasaki, ein Systemingenieur aus Kobe, der mit Taylors Team als Amateurforscher arbeitete. Er fand 2018 beim Studium japanischer Militärdokumente heraus, dass am 27.2.1044 ein japanisches Kampfflugzeug eine 500-Pfund-Bomb auf das U-Boot abgeworfen hatte. Die Koordinaten der Attacke führten zu dem Schluss, dass die US-Marine einen Fehler bei der Übersetzung der Daten gemacht hatte. Es handelte sich um eine Kommastelle, durch die sich die Position aber um über 100 Meilen veränderte.
Mit der korrekten Information ging es im Juni auf See hinaus. Nachdem es technische Probleme gegeben hatte und das Gefriersystem auf dem Mutterschiff ausfiel, waren einige Crewmitglieder bereits am Packen. Im letzten Moment dann kam es zu dem Fund.
Robert Neyland, Leiter des Naval History and Heritage Command's Underwater Archaeology Branch, sagte, mit der Entdeckung könnten auch die Familien der Toten einen Abschluss finden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Aluminiumrohre rutschten heraus
Aluminiumrohre rutschten heraus
(Bild: Busan Port Authority) Großbild klick!

Containerunfall im Sturm in Busan
(12.11.19) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter 'Sunny Freesia', 9600 BRZ (IMO: 9856048), war in der Nacht zum 11.11. in einen Unfall in Busan verwickelt, als in einem schweren Sturm, der über Busan fegte, sieben Gantrykräne in Bewegung gerieten und ineinandergeschoben wurden. Sie waren gerade bei Verladearbeiten an Schiffen am Kai. Die 'Sunny Freesia' hatte um 3.20 Uhr aus Akita kommend am CJ Korea Express Busan Container Terminal festgemacht.
Container, die an einem Kran hingen, gerieten in Bewegung und stießen gegen andere, die auf dem Frachterdeck standen. Dabei rissen sie sich los, und der Inhalt aus Aluminiumrohre rutschte heraus und stürzte auf Schiff und Kaifläche. Alle sieben betroffenen Kräne wurden beschädigt.
Drei waren am 11.11. aber schon wieder betriebsbereit. Die 'Sunny Freesia' lag am 12.11. weiter am Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schaden am Abgassystem auf Bulkcarrier
(12.11.19) Auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Unison Star', 24735 BRZ (IMO: 9579391), kam es auf der Fahrt von Newport, England, nach Amsterdam am 9.11. zu einem Defekt am Abgassystem. Das Schiff warf auf Position 51 18 42 N, 03 33 18 W zur Reparatur Anker.
Die Arbeiten wurden am 10.11. gegen Mittag abgeschlossen. Nach einer Maschinenerprobung setzte der Frachter die Fahrt nach Amsterdam fort, wo er am13.11. festmachen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motorboot trieb auf Hafenmole
(12.11.19) Das Rote Kreuz in Cantabria alarmierte am 11.11. die Seenotretter von Salvamento Marítimo. Ein Motorboot trieb vor dem Hafen und strandete auf der Außenmole der Marina.
Gemeinsam untersuchten die Einsatzkräfte das vollgeschlagene Boot und stellten sicher, dass sich niemand an Bord befand. Dann wurde es an einen sicheren Liegeplatz abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Blackout wegen verstopften Filters
(12.11.19) Auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachter 'OOCL Asia'. 89010 BRZ (IMO: 930079006), kam es am 11.11. um 3.30 Uhr auf der Fahrt von Le Havre nach New York zu einem Maschinenblackout wegen des Versagens eines Generators auf Position 49 32 37.8 N, 004 42 10.2 W, rund 32 Meilen südsüdöstlich von Lizard Point. Schuld war ein verstopfter Treibstofffilter. Nachdem die Crew den Schaden behoben hatte, nahm das Schiff gegen vier Uhr wieder Fahrt auf und setzte die Reise nach Amerika fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden nach Werftaufenthalt
(12.11.19) Die britische Fähre 'Loch Seaforth', 8680 BRZ (IMO: 9665437), hatte am ersten Tag nach ihrer Rückkehr von einer Werftüberholung am 11.11. einen Maschinenausfall. Das Schiff, das zwischen Ullapool in Wester Ross und Stornoway auf Lewis verkehrt, hatte zwei Wochen lang in Birkenhead beim Cammell Laird Shipyard gelegen.
Nun musste sie am Kai in Stornoway bleiben. Die 'Isle of Lewis' blieb auf der Ullapool - Stornoway-Route, bis die 'Loch of Seaforth' wieder einsatzklar ist.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht sank in Eleusis
(12.11.10) Die Yacht 'Clairi T' erlitt in Eleusis am Abend des 10.11. einen Wassereinbruch und entwickelte Steuerbordschlagseite. Da es zu einer Ölverschmutzung auf einer Fläche von 40 Quadratmetern kam, wurden eine Ölsperre und ölabsorbierende Materialien ausgelegt. Die Hafenbehörde leitete eine Untersuchung ein. Ein Taucher wurde gerufen, um den Rumpf des Boots, das vor Vlicha auf Gund lag, zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten nach Havarie der MSC Zoe vor Deutschlland eingestellt
(12.11.19) Gut elf Monate nach der Havarie des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters 'MSC Zoe', 192237 BRZ (IMO: 9703318), sind die Bergungsarbeiten an der deutschen Nordseeküste am 11.11. offiziell abgeschlossen worden. Die beauftragten Fachfirmen haben alle schifffahrtsrelevanten Hindernisse beseitigt. Dank der guten Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden waren die deutsche Nordseeküste und die Ems nun wieder sicher befahrbar.
Das Schiff hatte am 2.1. auf der Nordsee auf der Fahrt von Portugal nach Bremerhaven vor der niederländischen und deutschen Küste mehr als 340 Container verloren. Ob eine Grundberührung im Wattenmeer die Havarie auslöste, blieb bei der Suche nach den Ursachen bislang unklar. Zuständig dafür war die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) in Hamburg.
Sie untersuchte das Unglück gemeinsam mit der niederländischen Sicherheitsbehörde OVV. Abschließende Ergebnisse aus allen drei Ländern, neben Holland und Deutschland noch der Flaggenstaat, werden erst 2020 erwartet.Bis September waren im deutschen Überwachungsgebiet mit dem Vermessungsschiff 'Paapsand' Kontrollpeilungen vorgenommen und dann ausgewertet worden.
Danach seien dort keine Schifffahrthindernisse mehr vorhanden. Es war aber nicht möglich, alle Einzelteile zu finden. Nahezu alle Container wurden beim Überbordgehen, beim Aufprall oder durch den Wasserdruck zerstört. Die nicht gefundene Ladung war so kleinteilig über den Meeresboden verteilt, dass sie mit den verfügbaren Ortungsverfahren nicht erfasst und deshalb auch nicht geborgen werden kann.
Die Bergungsarbeiten in den Niederlanden dauerten noch an. Dort umfasst das Bergungsgebiet rund 3000 Quadratkilometer, im deutschen Bereich waren es etwa 770 Quadratkilometer gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sportboot verursachte Gewässerverunreinigung und lief dann auf der Elbe auf Grund
(12.11.19) Wegen Gewässerverunreinigung leitete die Polizei in Hitzacker in den Mittagssstunden des 10.11. im Bereich der Elbe Ermittlungen ein. Zwei Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren aus Hitzacker waren gegen Mittag im Bereich der nördlichen Spitze der Altstadtinsel am Hochwasserschutztor unterwegs, als ihnen eine Gewässerverunreinigung durch buntschillerndes Öl am dortigen Bootsanleger auffiel. Sie verständigten Polizei und Feuerwehr und machten auch Fotos mit ihrem Mobiltelefon.
Auf den Bildern war auch der mögliche Verursacher, ein in Brandenburg registriertes Sportboot, zu sehen, das danach schnell wieder aus der Jeetzelmündung verschwand. Es wurde etwas später in der Nähe von Wussegel wiederentdeckt. Hier hatte der 51jährige Skipper aus Blankenburg die Orientierung verloren, war aus dem Fahrwasser abgekommen und im seichten Wasser auf Grund gelaufen.
Die Feuerwehr Hitzacker und der Umwelt- und Gewässerschutzzug des Landkreises Lüchow-Dannenberg, rückten zur Bekämpfung der Ölverunreinigung aus. Das Arbeitsboot 'Bitter' des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lauenburg, das in Herrenhof stationiert ist, versuchte das Sportboot zu bergen, was aber zunächst nicht gelang und am 11.11. fortgesetzt wurde. Die Wasserschutzpolizei aus Scharnebeck nahm die Ermittlungen zur Gewässerverunreinigung auf.
Es wurden entsprechend Proben aus dem Gewässer gezogen. Das Sportboot wurde zunächst sichergestellt und sollte in den nächsten Tagen begutachtet werden. Der Skipper kam zunächst in einem Hotel in Hitzacker unter. Ob gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird, entscheidet sich nach den weiteren Ermittlungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Vermisste nach Bootsunglück vor Florida
(12.11.19) in einem Sturm kenterte am Nachmittag des 10.11. eine 23 Fuß lange Blue Pro-Line vor der Südwestküste von Florida mit drei Personen an Bord. Einem Mann gelang es, ans Ufer zu schwimmen und die US Coast Guard zu alarmieren. Die beiden anderen waren mit Rettungswesten am Boot, das kieloben unweit der Biscayne Bay trieb, zurückgeblieben.
Der Überlebende kam ins Jackson Memorial Hospital. Das Boot war am 7.11. vom Caribbean Club in Key Largo ausgelaufen. Die Coast Guard entdeckte es am 11.11. im Haulover Inlet und schleppte es ein. Von den beiden anderen Insassen fand sich aber keine Spur. Die Suche dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Berger arbeiten an Plan, gestrandete Barge wieder flottzumachen
(12.11.19) Die Arbeiten zur Untersuchung und Bergung der gestrandeten kanadischen Barge 'Nana Provider', die sich am 9.11. von dem US-Schlepper 'Polar King' losgerissen hatte und um 20 Uhr auf Quadra Island nördlich von Cape Mudge gestrandet war, dauerten an. Ein Berungsplan wurde entwickelt und dazu ein Lineup örtlicher Ressourcen erstellt, die dabei assistieren könnten. Transport Canada prüfte den Plan, und wenn die Bergung gelungen ist, sollte die Barge zu einer Einrichtung in Campbell River auf Vancouver Island zur Untersuchung und Reparatur geschleppt werden.
Die Campbell River-Rettungsbootsstation überwachte die Arbeiten. Transport Canada hatte eigene Inspektoren in Bereitschaft. Der Schlepper blieb ebenso wie seine sechsköpfige Crew bei der Havarie unversehrt.
In der Nacht zum 11.11. lag die Barge stabil auf Grund, und keine Aktivitäten fanden vor Ort statt. Die kanadische Coastguard fand keine Anzeichen von Wasserverschmutzungen. Schiffe sollten eine sichere Distanz von 300 Metern zum Unfallort einhalten, um die Arbeiten dort nicht zu gefährden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter lief im Mersey-Channel auf Grund
(12.11.19) Der 14 Meter lange, englische Kutter 'Manx Ranger' (MMSI: 235080874) lief mit einer vierköpfigen Crew an Bord am 11.11. um 4.30 Uhr auf Position 53 31.12 N, 003 06 30 W, rund fünf Meilen nordnordwestlich von New Brighton im Mersey Channel auf Grund. Er war am 9.9. gegen 15 Uhr aus dem Brodklebank Dock in Liverpool ausgelaufen.
Es gab bei der Havarie keinen Wassereinbruch, und mit der Flut um sechs Uhr kam das Schiff wieder frei. Es nahm dann Kurs auf Liverpool und machte gegen neun Uhr im Langton Dock fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


11.11.2019

US-Coastguard rettet Schiffbrüchige
US-Coastguard rettet Schiffbrüchige
(Bild: USCG) Großbild klick!

Drei Sportbootfahrer vor Windley Island/Florida gerettet
(11.11.19) Beim Alligator Reef Lighthouse kam es vor Windley Island kam es am 9.11. auf einem Sportboot zu einem Wassereinbruch. Von der Coast Guard Station Islamorada kam ein 45-Fuß-Boot zu Hilfe, nachdem dort ein Notruf aufgefangen wurde.
Die Schiffbrüchigen hatten Rettungswesten angelegt und schwammen von ihrem mit starker Backbordschlagseite bereits halb unter Wasser liegenden Motorboot zu den Booten der Küstenwache hinüber. Sie konnten dank der raschen Hilfe unversehrt an Bord gezogen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht nach Alméria abgeschleppt
(11.11.19) Eine 12 Meter lange Segelyacht hatte bei unruhiger See am 10.11. einen Motorausfall vor Alméria. Die Crew der Genova bat Salvamento Marítimo um Assistenz. Diese schickte das SAR-Boot 'Salvamar Spica' (MMSI: 225987262) zu Hilfe, das das manövrierunfähige Schiff auf den Haken nahm und sicher in den Hafen einschleppte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Barge 'Nana Provider': Losgerissen und gestrandet
Barge 'Nana Provider': Losgerissen und gestrandet
(Bild: Dirk Septer) Großbild klick!

Containerbarge lief auf Quadra Island auf Grund
(11.11.19) Die 420 Fuß lange Barge 'Nana Provider', 15202 tdw, der Alaska Marine Lines, die von dem 38 Meter langen, amerikanischen Schlepper 'Polar King' (MMSI: 367010000) mit einer Ladung Eisenbahnwaggons und leeren Containern geschleppt wurde, lief am 9.11. gegen 20 Uhr südlich der Quathiaski Cove an der Küste Quadra Island, British Columbia, auf Grund. Die Barge hatte sich von dem Schlepper der Dunlap Towing in LaConner, Washington, der eine sechsköpfige Crew an Bord hatte, zuvor losgerissen und war auf die Küste zugetrieben, bis sie rumpelnd auf Grund aufsetzte und die Inselbewohner aufschreckte.
Der Plan, sie gleich mit der nächsten Flut wieder flottzumachen, musste aufgegeben werden, nachdem bei Untersuchungen ein Riss im Rumpf und strukturelle Schäden entdeckt wurde. Am 11.11. sollten die Bergungsarbeiten zwischen der Quathiaski Cove und Yaculta fortgesetzt werden. Der Schlepper 'Yucata' lag am Tag nach der Havarie an der Strandungsstelle längsseits der 2007 erbauten 950-TEU-Barge.
Ölverschmutzungen wurden nicht festgestellt. Derzeit wurde ein Bergungsplan erarbeitet. Taucher inspizierten dazu den Rumpf und gingen nach ihren Erkundungen nicht davon aus, dass das Gefährt zeitnah freigeschleppt werden könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Ägina
(11.11.19) Auf dem griechischen Hydrofoil 'Flying Dolphin Venus I', 142 BRZ (MMSI: 2376023300), kam es vor der Fahrt von Ägina nach Piräus am 9.11. gegen 12 Uhr zu einem Schaden an der Backbord-Hauptmaschine. Daraufhin verhängte die Hafenbehörde ein Auslaufverbot bis zu einer Reparatur und Klasseinspektion. Die Passagiere wurden mit einer anderen Fähre nach Piräus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Dardanellen
(11.11.19) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Tierfrachter 'Zein I', 15608 BRZ (IMO: 7622041), kam es auf der Reise von Rio Grande nach Derince am 9.11. um 5.30 Uhr beim Transit der Dardanellen zu einem Maschinenschaden. Das Schiff verholte zur Reede von Karanlik liman. Hier wurde mit der Reparatur begonnen. Am 10.11. um 12.30 Uhr sollte das Schiff den Zielhafen erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision auf Main-Donau-Kanal
(11.11.19) Am 10.11. gegen 17 Uhr kam es auf dem Main-Donau-Kanal zu einer Kollision an der Schleuse Berching, als ein unter deutscher Flagge fahrendes Flussfahrgastschiff auf der Fahrt von Passau nach Köln beim Einlaufen das Ruderhaus nicht ausreichend absenkte. Es stieß daraufhin gegen die Decke der Schleuseneinfahrt, wobei es zusammengedrückt wurde. Das Schiff war auf dem Weg zu einer Werft, darum waren keine Passagiere an Bord.
Der Schaden am Schiff wurde auf rund 50.000 Euro geschätzt. Verletzte gab es nicht, die Wasserschutzpolizei Beilngries nahm Ermittlungen auf. An der Schleuse entstand nach ersten Einschätzungen kein Schaden, was jedoch erst nach einer Inspektion bei Tageslicht abschließend geklärt werden sollte. Zu einer Beeinträchtigung der Schifffahrt kam es nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schubverband lief auf Kribbe
(11.11.19) Am 10.11. um 10:50 Uhr lief ein Schubverband mit einer Ladung Schrott auf der Fahrt von Nijmegen nach an der Waalkade in Tiel auf eine Kribbe. Diese wurde dabei erheblich beschädigt, und der Warnmast an deren Spitze wurde umgefahren und landete im Wasser. Rijkswaterstaat leitete eine Untersuchung ein und wies den Schubverband an, am Ufer des Amsterdam-Rhein-Kanals festzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drei Gerettete und ein Vermisster nach Untergang von Kutter
(11.11.19) Die Coast Guard rettete am Abend des 9.11. drei Fischer des 54 Fuß langen Kutters 'Miss Hailee' (MMSI: 367401840), der 30 Meilen nordwestlich von Bodega Bay gekentert war. Ein weiterer Mann wurde vermisst. Um 18.30 Uhr wurde der Notsender des Schiffs aktiviert und sein Signal von der Coast Guard San Francisco aufgefangen.
Nachdem Versuche, das Schiff über Funk zu erreichen, fehlgeschlagen waren, stieg von der Air Station San Francisco ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, von der Air Station Sacramento eine C-27 Spartan. Die Station Bodega Bay schickte ein 47-Fuß-Boot.
Der Hubschrauber war um 18.50 Uhr vor Ort und lokalisierte drei Schiffbrüchige im Wasser. Nachdem die zwei Männer und eine Frau aufgewinscht waren, stellte sich heraus, dass eine vierte Person, die eine Rettungsweste getragen hatte, vermisst wurde. Auch der Schlepper 'Cochise' sowie das 87 Fuß lange Paroullienboot 'Tern' aus Yerba Buena Island versuchten die ganze Nacht über, den Fischer zu finden. Nachdem über 16 Stunden lang 368 Quadratmeilen durchkämmt worden waren, stellte die Coast Guard die Suche ergebnislos ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gut vorbereiteter Fischer nach Schiffbruch gerettet
(11.11.19) Die US Coast Guard rettete am 9.11. einen Mann, der seinen 33 Fuß langen Holzkutter 'Onyx' um 14.40 Uhr auf Strait Island nahe Port Protection, auf Grund gesetzt hatte, nachdem es auf diesem zu einem Wassereinbruch gekommen war. ER setzte einen Notruf an die Coast Guard Juneau ab, legte einen Überlebensanzug an und nahm Kurs auf die Küste von Strait Island. Zuvor aktivierte er den EPIRB.
Ein MH-60 Jayhawk Helikopter stieg von der Air Station Sitka auf und lokalisierte den Fischer auf der Felsküste. Er konnte dank seiner Stroboskoplichter und einer Notfackel ausgemacht werden und wurde trotz Windgeschwindigkeiten von 40 Meilen gerettet. Auch die Patroullienboote 'Anthony Petit' und 'Anacapa' hatten Kurs auf die Unglücksstelle genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter lief bei Skjervøy auf Grund
(11.11.19) Am 10.11. lief bei Skjervøy im Maursund auf norwegischer Kutter Grund. Der Skipper, der allein an Bord war, bat die norwegische Küstenwache um Hilfe. Sein Boot lag mit starker Steuerbordschlagseite auf den Felsen.
Ein Boot der Küstenwache kam dem Havaristen zu Hilfe und zog ihn in tieferes Wasser zurück. Danach konnte der Kutter seine Fahrt mit eigener Maschine weiter fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Indonesisches Landungsboot gesunken
(11.11.19) Am frühen Morgen des 10.10. sank das mit Sand und Zement beladene, indonesische Landungsboot LCT 'Maruni Pratama', 780 BRZ (IMO: 8678554), in den Gewässern der Manokwari Regency nordöstlich von West Papua. Das Transportschiff war mit einer 11-köpfigen Crew an Bord auf der Fahrt von Manokwari in die Teluk Wondama Regency, als es südlich von Manokwari in stürmischer See Wassereinbruch erlitt und wenig später unterging. Die Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde von örtlichen Fischern geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gestrandeter Tanker erwartet nächsten Taifun
(11.11.19) Der unter Hongkong-Flagge laufende Tanker 'PV Alliance', 3581 BRZ (IMO: 9081239), der Ende Oktober im Taifun Matmo vor Dung Quat gestrandet war, lag weiter auf Grund. Die Hafenbehörden drängten den Eigner, die 60 Tonnen Öl und 16 Tonnen Diesel an Bord zu leichtern und das Schiff schnellstmöglich zu bergen.
Derzeit näherte sich allerdings bereits der nächste Wirbelsturm. Deshalb sicherten Hafenarbeiter das Schiff nach besten Kräften, um zu verhindern, dass es dann weiter auf den Strand getrieben wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter auf Paraná freigeschleppt
(11.11.19) Der Bulkcarrier 'CL Rizhao', der auf dem Paraná River auf Grund gelaufen war, wurde am 9.11. um 21.45 Uhr von dem argentinischen Schlepper 'Coopor Estibador II' wieder flottgemacht. Er steuerte danach die Reede von Ramallo zu einer Inspektion an Die Coastguard wollte zudem eine bathymetrische Untersuchung der Strandungsstelle bei Flusskilometer 342 durchführen, bevor der Schiffsverkehr dort wieder freigegeben wird.
Der mit 43,600 Tonnen Sojamehl aus San Lorenzo teilbeladene Frachter war mit gut 10 Metern Tiefgang unweit von San Nicolas festgekommen, als er nach Santos unterwegs war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Drepanon
(11.11.19) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'K. Dadayli', 5751 BRZ (IMO: 9513191), kam es am 3.11. in Drepanon on Nov 3 zu einem Maschinenschaden. Da eine Reparatur durch die Crew sich als unmöglich erwies, wurde der Schlepper 'Apollon' zur Assistenz gerufen, um den Havaristen nach Izmir zu bringen. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, begann die Verschleppung am 8.11. Am 10.11. traf der Frachter vor Izmir ein und ankerte auf Position 38° 25.59' N 027° 6.24' O.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker brannte in Lahad Datu/Malaysia
(11.11.19) Der malaysische Tanker 'Ever Growth', der mit Palmrohöl beladen war, geriet am 11.11. an der Fordeco Construction Sdn Bhd-Mole in Lahad Datu um 11 Uhr in Brand. Das Schiff der Syarikat Pengangkutan Kekal Sdn Bhd war aus Sandakan gekommen.
Es wurde brennend auf See hinausgezogen, um ein Übergreifen der Flammen auf andere Schiffe am Fordeco Construction Dock zu verhindern. Die Feuerwehr aus Lahad Datu konnte das Feuer gegen 12 Uhr löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ketsch nach Poole/GB eingeschleppt
(11.11.19) Das RNLI-Boot aus Swanage kam am 9.11. der 18 Meter langen Ketsch 'Dark Island' zu Hilfe, die auf der Fahrt von Alderney nach Poole einen Maschinenausfall erlitten hatte. Sie warvr in keiner unmittelbaren Gefahr und hatte Segel gesetzt, doch wegen der Größe des Schiffs und der Windrichtung war es für die vierköpfige Crew schwierig, den Kurs zu halten. Bei einer steifen Brise und unruhiger See machte sich das Rettungsboot um 15.20 Uhr auf den Weg zu der Yacht und erreichte sie fünf Meilen südwestlich von Peveril Point.
Die Seenotretter eskortierten sie von dort zum Swash Channel vor Poole, wo ein Rettungsmann an Bord überstieg und eine Schleppverbindung herstellte. Dann wurde das Schiff in die Marina gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


09.11.2019

Frachter 'Betty K VI'
Frachter 'Betty K VI'
(Bild: USCG) Großbild klick!

Frachter lief auf Insel auf
(09.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter 'Betty K VI', 1457 BRZ (IMO: 8801216), lief am 7.11. im Government Cut auf das Ufer von Fisher Island in Miami, als er gerade nach Nassau auslauf. Die Coast Guard Miami wurde um 17 Uhr alarmiert. Das Schiff saß mit dem Bug auf dem mit Steinen befestigten Ufersaum im Norden der Insel und hatte sowohl einige Dalben wie auch eine Holzpier beschädigt, nachdem er infolge eines Maschinenausfall manövrierunfähig geworden war.
Die Insel liegt drei Meilen vor dem Festland von Süd-Florida. Die übrige Schifffahrt wurde über Funk gewarnt. Es gab weder Verletzte noch Umweltschäden. Zwei Schlepper zogen den Havaristen wieder von den Steinen herunter und brachten ihn an seinen Liegeplatz zurück, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Longliner 'Si - AC.768588' in der Brandung
Longliner 'Si - AC.768588' in der Brandung
(Bild: Atlantique Scaphandre) Großbild klick!

Longliner bei Arcachon unter Applaus geborgen
(09.11.19) Am Morgen des 9.11. traf nach tagelangen Vorarbeiten ein 400-Tonnen-Schlepper unter Kontrakt der Berger der Vendée Company an der Strandungsstelle des französischen Longliners 'Si - AC.768588', 109 BRZ (MMSI:227442000), vor dem Strand von Lacanau ein. Eine Schleppverbindung wurde hergestellt, und am Strand nutzten die Berger die Ebbe, bei der das Schiff trocken lag, für die letzten Vorbereitungen.
Mit steigendem Wasserstand wurde begonnen, das Schiff herumzuziehen. Rund 100 Schaulustige verfolgten das Manöver, ebenso wie der Eigner und der Direktor des Fischereihafens von Arcachon. Unter ihrem Applaus löste sich das Schiff um 14.17 Uhr vom Sand und wurde nach vier Tagen auf dem Strand durch die meterhohe Brandung zurück ins tiefe Wasser gezogen. Von dort ging es zur Reparatur nach Les Sables-d'Olonne. Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierte Hugo Boss errreichte Sao Vicente
(09.11.19) Am 8.11. gegen acht Uhr trafen die Segler Alex Thomson und Neal McDonald auf der havarierten Rennyacht 'Hugo Boss' die an der 4,350 Meilen Doppelhand-Transat Jacques Vabre von Le Havre nach Salvador teilgenommen hatten, sicher auf den Kapverden ein. Ihre IMOCA 60 war am 3.11. bei einer Kollision so schwer beschädigt worden, dass sie den 4,5 Meter langen Kiel lösen mussten und das Rennen aufgeben.
Sie wurden unterstützt von ihrem Team in Gosport, während sie die 800-Meilen-Strecke zu den Kapverden absolvierten und in Sao Vincente eintrafen. Sie waren erleichtert, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Auch das Boot wird an Land gehoben und untersucht, bevor es zur Reparatur nach England zurückgebracht wird. Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter 'Ruyter' an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel
Frachter 'Ruyter' an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Maschinenausfall in Brunsbüttel
(09.11.19) Am 8.11. um 06:30 Uhr kam es auf dem holländischen Frachter 'Ruyter', 2528 BRZ (IMO: 9374674), auf der Reise von Kotka nach Delfzijl beim Einlaufen in die alte Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel zu einem Maschinenausfall. Der Vorfall wurde noch in der Schleuse protokolliert.
Die beiden Schlepper 'Bugsier 15' und 'Bugsier 19' rückten anschließend an, um das Kümo rückwärts wieder aus der Schleuse herauszuziehen. Es wurde um 8.15 Uhr an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel festgemacht. Am 9.11. lag er weiterhin dort fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall auf Laredo Channel
(09.11.19) Der liberianische Frachter 'Lea Auerbach', 9611 BRZ (IMO:9358034), der Auerbach Bereederung GmbH & Co. KG in Hamburg hatte beim Transit des Laredo Channel, British Columbia, auf Position 52 41 38.8 N, 129 00 57 W am 611. um 2.30 Uhr einen Maschinenausfall. Das Schiff ankerte, und die Crew machte sich an die Reparatur. Am 7.11. um 17 Uhr machte es in Vancouver fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Riss in Treibstofftank
(09.11.19) Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'Ferbec', 27198 BRZ (IMO: 9259848), trat am 30.10. ein Riss in einem Treibstofftank auf, als er gerade Diesel in Sorel, Quebec, bunkerte. Es wurden provisorische Reparaturen durchgeführt. Am 3.11. um 22.50 Uhr lief das Schiff wieder aus Sorel aus.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit Hafenmole
(09.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter 'Ansac Christine Nancy', 20992 BRZ (IMO: 9614311), kollidierte beim Auslaufen nach Portland am 6.11. um 3.20 Uhr mit der nördlichen Schutzmole des Hafens von Taichung, Taiwan. Kurz zuvor hatte er den Lotsen abgesetzt. Das Schiff ging anschließend auf der Außenreede zur Schadensinspektion vor Anker.
An Backbord war der Rumpf eingedrückt und aufgerissen. Ölaustritte gab es nicht. Auch die äußere Ecke der Mole wurde schwer beschädigt. Am 9.11. ankerte der Frachter weiterhin auf Position 24° 14.38' N 120° 25.95' O vor dem Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Frachter an einem Tag auf Paraná gestrandet
(09.11.19) Gleich zwei Frachter kamen am 9.11. auf dem Paraná-River fest: Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier 'CL Rizhao', 44046 BRZ (IMO:9693771), lief bei Flusskilometer 342 unterhalb von San Nicolas um 02.15 Uhr auf Grund. Er war flussabwärts unterwegs mit einer Teilladung von 43.615 Tonnen Sojabohnen. Das Fahrwasser wurde von dem Havaristen, der in Santos die für Vietnam bestimmte Ladung komplettieren sollte, komplett blockiert.
Er saß auf Position 33° 22.01' N 060° 6.59' W fest. Der argentinische Schlepper 'Coopor Estibador II' (IMO: 9769374) lag längsseits. Nur wenige Stunden später, um 20.20 Uhr, erwischte es den unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Thomas C' bei Flusskilometer 160. Er lief um 20.20 Uhr auf Grund, als er flussaufwärts von Ponta Ubu nach San Nicolas unterwegs war. An der Strandungsposition 33° 53.28' N 058° 40.13' W kam der Schlepper 'Coopor Estibador I' (IMO: 9769362) zur Assistenz. Am Abend lagen beide Havaristen in unveränderter Position.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ladung ging im Kanal über
(09.11.19) Auf dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Autofrachter 'Glovis Captain', 59760 BRZ (IMO: 9707015), riss sich nach dem Auslaufen aus Antwerpen nach Southampton am 31.10. im Sturm auf dem Englischen Kanal ein Teil der Ladung aus Pkw und Industriefahrzeugen los und ging über. Eine hohe Anzahl von Autos wurde zum Teil erheblich beschädigt. Am 3.11. um 9 Uhr machte das Schiff am Eisenbahnterminal in Southampton fest. Ein Gabelstapler wurde eingesetzt, um die demolierten Fahrzeuge an Land zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Crewboot trieb vor Barrow/Alaska
(09.111.19) Das Crewboot 'Njord Lapwing', 66 BRZ (MMSI: 235095776), hatte auf dem Weg nach Liverpool, am 8.11. gegen 11 Uhr einen Totalblackout und trieb bei Nordwind von drei Beaufort auf Position 54 03 58.2 N, 003 47 39.0 W, 19 Meilen westlich von Barrow-in-Furness. Die Crew bat um Assistenz. Die beiden Serviceschiffe 'Njord Thor' und 'Fairline Surveyor' gingen auf Standby, bis das RNLI-Boot aus Barrow, die 'Graxe Dxon', eingetroffen war. Es wurde um 11.40 a.Uhr von der Coastguard alarmiert und traf 70 Minuten später vor Ort ein.
Es nahm den Havaristen auf den Haken, und die beiden anderen Schiffe konnten entlassen werden. Eine Stunde später, während der Schleppfahrt zum Hafen, gelang es der Crew der 'Njord Lapwing', den Schaden zu beheben. Nachdem sichergestellt war, dass das Schiff wieder vollständig fahrtüchtig war, wurde die Schleppverbindung gelöst, und das Rettungsboot wurde um 14.20 Uhr ebenfalls entlassen.
Es war um 15.30 Uhr zurück an seiner Station. Das Tenderbot machte am 9.11. u, 18.45 Uhr am Ramsden Dock in Barrow-in-Furness fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht bei Bergung gesunken
(09.11.19) Das RNLI-Boot aus Youghal wurde am 8.11. gegen 12 Uhr von der Coast Guard alarmiert, um einer Yacht zu assistieren, die am Harvey's Dock gestrandet war, nachdem sie sich von ihren Moorings losgerissen hatte. Bei ruhigem und klaren Wetter lief eines der Stationsboote bei steigendem Wasserstand zum Havaristen aus und war binnen zwei Minuten vor Ort.
Eine Schleppleine wurde festgemacht und die Yacht freigeschleppt. Auf dem tieferen Wasser sackte sie aber weg und sank. Das Rettungsboot zog sie weiter bis zu einer Position, wo sie gesichert werden konnte. Mithilfe der Youghal Coast Guard Unit wurde die Yacht am Ende der Hafenpier vertäut. Danach wurde das Rettungsboot zunächst entlassen.
Um 21 Uhr wurde es erneut gerufen, um der Coast im Wasser zu helfen. Sie machten eine Reihe von Bojen und Fässern an der Yacht fest, um sie mit der Flut aufschwimmen zu können. Das Manöver gelang, und die Yacht konnte geborgen und gesichert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dramatische Rettungsaktion auf havarierter Fähre in Nord-Kvarken/Schweden
(09.11.19) Auf der schwedischen Fähre 'Capella', 198 BRz (IMO: 7943354), kam es am 9.11. gegen 10.45 Uhr zwischen Norrfjärden und Holmön in Kvarken nördlich von Umeå zu einem Maschinenausfall. Zunächst meldete die zweiköpfige Crew, die mit vier Passagieren unterwegs war, Rauchentwicklung im Maschinenraum. Es stellte sich aber heraus, dass es sich um nur Dampf handelte.
Allerdings war das Schiff antriebslos. Es warf Anker in stürmischer See mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde. Ein Hubschrauber wurde gerufen und barg die Passagiere ab. Sie waren um 12.20 Uhr sicher an Land.
Die Crew blieb an Bord und wartete auf einen Schlepper, was in den hohen Wellen eine ungemütliche Angelegenheit war. Deshalb baten sie, dass der Hubschrauber zurückkehren und auf Standby gehen sollte. Er musste aber wegen Nebels abdrehen und zu seiner Base zurückkehren.
Um 14.20 Uhr hatte das Warten ein Ende -- das schwedische Küstenwachboot 'KBV 181' (MMSI: 265044000) erreichte den Havaristen und zog ihn in mit vier bis fünf Knoten Geschwindigkeit in Richtung des Hafens von Umeå. Die Operation dauerte über sechs Stunden.
Um 20.50 Uhr wurde der Havarist festgemacht. Die Reederei und die schwedische Transportagentur schickte Inspektoren zum Hafen. Alle Fährabfahrten bis zum 11.11. wurden abgesagt. Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper kollidierte mit Eisenbahnbrücke
(09.11.19) Ein Schubschlepper kollidierte am 8.11. mit der Eisenbahnbrücke über den Atchafalaya River in Simmesport. Fünf Koppelbargen rissen sich dabei los. Die Simmesport Police und Rettungskräfte waren im Einsatz. Eine Barge konnte rasch gesichert werden, die anderen waren um 16.45 Uhr noch auf Drift und wurden von zwei Schleppern verfolgt. Der havarierte Schlepper blieb schwimmtüchtig, es gab keine Verletzten. Quelle: Tim Schwabedissen


08.11.2019

Alte Cognacs und Liköre
Alte Cognacs und Liköre
(Bild: Ocean X) Großbild klick!

Hunderte Flaschen über 100 Jahren alten Cognacs und Liköre aus Wrack geborgen
(08.11.19) Ein Taucherteam hat in der Ostsee aus dem Wrack des 1917 von einem deutschen U-Boot versenkten, schwedischen Dampfers 'Kyros' mehrere hundert Flaschen Cognac und Schnaps geborgen. Sie holten 600 Flaschen Cognac und 300 Flaschen Bénédictine Kräuterlikör ans Tageslicht zurück. Der Cognac stammte aus der Brennerei De Haartman & Co, die heute nicht mehr existiert. Das Schiff war im Dezember 1916 von Frankreich über das neutrale Schweden nach St. Petersburg ausgelaufen.
Der Auftrag war die Lieferung von Cognac und Likör an Zar Nikolaus II. in Russland. Wenig später musste die Reise wegen schwieriger Eisbedingungen im Bottnischen Meerbusen aber erstmals unterbrochen werden. Erst im Mai 1917 konnte der Dampfer seine Fahrt fortsetzten.
Wenig später stoppte das deutsche U-Boot 'UC58' das Schiff und kontrollierte die Ladung, von der Teile als Schmuggelware angesehen wurde. Die Deutschen brachten die Crew des Dampfers auf ein nahegelegenes Schiff, auf dem sie nach Schweden zurückkehren konnten. Die 'Kyros' wurde dann versenkt.

Detailansicht der Flaschen
Detailansicht der Flaschen
(Bild: Ocean X) Großbild klick!
Nun entdeckte ein schwedisches Taucher-Team von Ocean X das Wrack in der Ostsee. Anders als der Cognac wird der Kräuterlikör noch heute von Bacardi produziert. Bacardi, der Inhaber der Marke Bénédictine, freute sich über den Fund und war gespannt darauf, ob das Produkt unter Wasser konserviert wurde.
Ob der Alkohol tatsächlich noch genießbar ist, sollte nun mit Tess herausgefunden werden. Die Bedingungen in den Tiefen der Ostsee sind sehr geeignet für die Lagerung dieser Art von Getränken. Dicht blieben die Flaschen offenbar auch, denn zwischen Korken und abgefüllter Flüssigkeit war eine Luftschicht zu erkennen.
Später sollen die Flaschen bei einer internationalen Auktion versteigert werden. Ocean X hatte das Schiffswrack bereits vor knapp 20 Jahren schon einmal geortet, dann aber seine Position wieder verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre verlor Anker in Zakynthos
(08.11.19) Am Morgen des 7.11. ging auf der griechischen Fähre 'Mare di Levante', 4059 BRZ (IMO: 8405191), die im Hafen von Zakynthos lag und planmäßig nach Kyllini auslaufen sollte, der Backbordanker verloren. Die Kette war gebrochen. Nach einer Inspektion des Schiffs durch die zuständigen Behörden wurde trotz des Verlusts eine Auslaufgenehmigung erteilt.
Quelle: Tim Schwabedissen


1,500 Gallonen Hydrauliköl werden beseitigt
1,500 Gallonen Hydrauliköl werden beseitigt
(Bild: USCG) Großbild klick!

Ölverschmutzung bei Corpus Christi
(08.11.19) 1,500 Gallonen Hydrauliköl liefen in den La Quinta Ship Channel nahe Corpus Christi, Texas, am 6.11. aus, nachdem es auf dem unter US-Flagge laufenden Baggerschiff 'Richard Laquay' (MMSI: 367777970), im La Quinta Ship Channel zum Bruch eines Ölschlauchs gekommen war. Die Air Station Corpus Christi Incident Management Division und das Texas General Land Office wurden alarmiert.
Ein Vakuum-Truck, ein Skimmer, Ölsperren und ölabsorbierende Pads wurden zur Beseitigung der Verschmutzung eingesetzt. Der Ölschlauch wurde gesichert und die Verschmutzung eingegrenzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Kamouiki', ex 'Marstan'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Frachter verlor Schweröl in Honolulu
(08.11.19) Der amerikanische Containerfrachter 'Kamouiki', 6368 BRZ (IMO: 9232979), verursachte am Abend des 6.11. eine Ölverschmutzung in Honolulu Harbor. Die US Coast Guard war am 7.11. mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt, zu denen es beim Bunkern des Frachters aus einer Barge nahe Pier 19 gekommen war. Der Kapitän hatte die Coast Guard Honolulu am Abend über den Austritt von Schweröl informiert, während die Crew einen Notfallplan aktivierte und sofort mit der Reinigung begann.
Zunächst war unklar, wieviel Öl ausgelaufen war. Die Pacific Environmental Corporation and Marine Spill Response Corporation beschaffte 25 Ballen ölabsorbierenden Materials, zwei Ölbekämpfungsschiffe wurden gerufen und legten 1.600 Fuß Ölsperren um den Frachter aus.

Schweröl wird aufgefangen
Schweröl wird aufgefangen
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Ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Coastguard unternahm am Morgen einen Erkundungsflug und stellte fest, dass einiges Öl aus den abgesperrten Bereichen gelangt war und bei der Coast Guard Base Honolulu on Sand Island antrieb. Bislang wurden 84 Gallonen Öl mit dem ölabsorbierenden Material aufgefangen, weitere 40 Gallonen wurden mit Skimmern aufgenommen. Auswirkungen auf die Tierwelt wurden bislang nicht festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Tanker vor Singapur
(08.11.19) Am 7.11. brach in den Aufbauten des unter Panama-Flagge laufenden Tankers 'Hoyu', 5459 BRZ (IMO: 8511105), rund 9,7 Melen nordöstlich von Pedra Branca auf Position. 01'25.30' N 104'32.48 O unweit des Horsburgh Lighthouse ein Feuer aus. Das Schiff trieb in der östlichen Straße von Singapur, und die 18-köpfige Crew musste von Bord gehen, nachdem die Flammen das Ruderhaus erfasst hatten. Es war voll beladen auf der Fahrt von Singapur nach Jasaan auf den Philippinen.
Die Civil Defence Force, Polizei, Coast Guard und Republic of Singapore Navy schickten Fahrzeuge zur Assistenz für Crew und Schiff. Es gelang, den Brand zu löschen. Die Hafenbehörde von Singapur leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fährüberfahrt dauerte vier Stunden statt 40 Minuten
(08.11.19) Rund 85 Passagiere waren stundenlang auf See gestrandet, nachdem es am 7.11. auf der kanadischen Fähre 'Salish Raven', 8728 BRZ (IMO: 9750294), vor Vancouver Island auf der Fahrt von den Southern Gulf Islands nach Swartz Bay in Victoria gegen 10 Uhr zu einem Schaden an einem der Antriebe gekommen war. Die meisten Fahrgäste kamen von den Gulf Islands und wollten nach Vancouver Island. Ein Schlepper wurde gerufen und zog den Havaristen um 13.30 Uhr an den Terminal, fast vier Stunden nach der planmäßigen Ankunft im Zuge der normalerweise 40-minütigen Überfahrt. Das Personal der BC Ferries hatte die Fahrgäste in der Zwischenzeit kostenlos bewirtet. Andere Fähren wurden durch die Havarie nicht behindert. Am Nachmittag setzten BC Ferries ein Ersatzschiff für die 'Salish Raven' ein, während an Bord Techniker den Schaden untersuchten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ölverschmutzung in Lepetani
(08.11.19) Von der unter Montenegro-Flagge registrierten Fähre 'Grbalj', 597 BRZ (IMO: 9564205), liefen am 6.11. gegen 14.30 Uhr im Hafen von Lepetani rund 400 Liter Diesel ins Wasser. Das Unglück ereignete sich, als ein Mercedes-Tanklaster an Bord fahren wollte. Wegen des hohen Wasserstands befand sich die Rampe der Fähre aber in einem so ungünstigen Winkel, dass der Truck mit dem Boden aufsetzte und der Tank dabei aufgerissen wurde.
Sein Inhalt lief daraufhin aufs Deck der Fähre aus und dann überwiegend ins Hafenwasser. Das Maritime Safety Directorate in Montenegro wurde über die Verschmutzung informiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Batumi
(08.11.19) Auf dem unter Komoren-Flagge laufenden Frachter 'Sormovskiy 32', 2478 BRZ (IMO:7329144), kam es am 5.11. in Batumi, Georgien, zu einem Maschinenschaden. Daraufhin wurde die Auslaufgenehmigung durch den Hafenkapitän widerrufen.
Nach Abschluss der laufenden Verladearbeiten verholte der Frachter aus dem Binnenhafen auf die Reede und warf dort Anker. Die Crew machte sich dann an die Reparatur des Schadens. Am 6.11. um 2.40 Uhr lief das Schiff schließlich aus und erreichte um 20.10 Uhr Poti.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter verlor Lukendeckel
(08.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Nord Venus' (42711 BRZ (IMO: 9479319), verlor am 5.11. um 20.30 Uhr im Südatlantik einen Lukendeckel. Der Verlust ereignete sich auf Position 35 02 18 S 005 59 48 O. Der Frachter war am 21.10. aus Puerto Queguen ausgelaufen und nach Port Elizabeth unterwegs, wo er am 9.11. eintreffen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler sieben Stunden lang abgeschleppt
(08.11.19) Der irische Trawler 'Celtic Quest', 100 BRZ (MMSI: 250177000) meldete am 5.11. einen Maschinenschaden 11 Meilen westlich des Bull Rock vor der Halbinsel von Beara in West-Cork. Aus Castletownbere lief das RNLI-Boot um 3.30 Uhr zur Assistenz für den Havaristen aus.
Um 5.20 Uhr erreichten die Seenotretter den 28 Meilen westlich des Hafens treibenden Kutter. Sie nahmen ihn auf den Haken, und um 12.10 Uhr wurde er sicher in nach Castletownbere eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht hatte Wassereinbruch vor Kreta
(08.11.19) Die holländische Yacht 'Amber Nectar' geriet nordöstlich von Kreta mit zwei Mann an Bord in Seenot. Ein Patroullienboot, ein Rettungsboot und die 'Taxiarchis' kamen zu Hilfe, ebenso ein Boot aus Sitia. Das Patroullienboot lokalisierte den havaristen und eskortierte ihn nach Sitia. Dort stellte sich heraus, dass es durch ein offenes Ventil zu einem Wassereinbruch im Motorraum gekommen war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarie in Stockholm: Öl wurde zu Gelee
(08.11.19) Die Havarie der italienischen Fähre 'Princess Anastasia' (IMO: 8414582), die am 8.11. St. Petersburg erreichte, ist nach Ermittlungen der schwedischen Transportagentur auf das Dieselöl, das zuvor in dem russischen Hafen gebunkert worden war, zurückzuführen. Es hatte, als es mit dem in Stockholm aufgenommenen Kraftstoff vermischt wurde, eine geleeartige Substanz angenommen, das die Ölfilter verstopfte. Daraufhin stoppten die Generatoren, und mit glücklicherweise nur einem Knoten Restfahrt trieb das Schiff auf Grund.
Proben des Öls wurden nun für weitere Analysen ins Labor geschickt. Die Havarie hätte erheblich ernstere Folgen haben können, wenn das Wetter schlechter gewesen wären andere Schiffe mit dem manövrierunfähigen Schiff kollidiert oder Brennstofftanks aufgerissen worden wären. Die Ermittlungen der schwedischen Polizei dauerten an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler ausgebrannt und gesunken
(08.11.19) Der marokkanische Trawler 'Poissons du Sahara' geriet am 4.11. vor dem Hafen von Agadir in Brand. Die 12-köpfige Crew wurde gerettet und blieb unversehrt. Das Schiff wurde aber völlig zerstört und sank während der laufenden Löscharbeiten. Eine Untersuchung zur Brandursache wurde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter wieder abgeschleppt
(08.11.19) Von der Coast Guard Station Menemsha lief am 7.11. ein 47-Fuß-Boot aus, um dem Kutter 'Mary Emmalene' zu assistieren, der am Morgen 42 Meilen vor Aquinnah einen Maschinenausfall gemeldet hatte. Um 6.45 Uhr verließ es den Hafen und erreichte den 46 Fuß langen Havaristen zwei Stunden später. Der Kutter trieb manövrierunfähig auf dem Wasser, die zweiköpfige Crew war wohlauf.
Der Havarist wurde auf den Haken genommen und zur Küste geschleppt, wo der Schlepper 'Jaguar' aus Fairhaven den weiteren Schlepp nach New Bedford. Übernahm. Um 15 Uhr war das Küstenwachboot zurück in Menemsha. Im Juli war die 'Mary Emmalene' in Oak Bluffs gestrandet, nachdem der Skipper am Ruder eingeschlafen war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sturm beschädigte Schiffe in Bass Harbor
(08.111.19) Eric Eaton der Seabridge Marine bekam Hilfe von Nachbarn, um seinen 65 Fuß langen Kutter 'Scout' zu bergen, der in der Nacht zum 1.11. in einem Sturm, der von Südwest über Bass Harbor zog, zu bergen. Auch die 40 Fuß lange Yacht 'Hinckley' wurde losgerissen und schwer beschädigt, als es bei bis zu 60 Meilen Windgeschwindigkeit mit den Hafenanlagen in Tremont kollidierte und wohl ein Totalverlust ist.
Die 'Scout' trieb auf Felsen, konnte aber bei Flut wieder so weiter von diesen heruntergezogen werden, dass er mit eigener Maschine manövrieren konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Longliner sitzt weiter bei Arcachon fest
(08.11.19) Am 8.11. saß der französische Longliner 'Si', 109 BRZ (MMSI: 227442000), weiterhin in der Brandung bei Arcachon auf Position 44° 59.70' N 001° 12.22' W fest. Anders als zunächst geplant konnten die Boote der umliegenden SNSM-Stationen das Schiff nicht wieder ins tiefe Wasser ziehen. Stattdessen wurde damit jetzt die Firma Atlantique Scaphandre aus Les Sables-d'Olonne beauftragt.
Diese benötigte zwei Tage Vorbereitung, um das notwendige Gerät am Strand von Lacanau in Stellung zu bringen. Am 9.11. bei Hochwasser könnte frühestens die Bergung erfolgen. Die Einsatzkräfte trafen am 7.11. gegen vier Uhr an der Strandungsstelle ein.
Von dort muss eine Schlepptrosse zu den in sicherer Entfernung vor dem Strand postierten Schleppern mit Hilfe kleinerer Boote ausgefahren werden. Dann gilt es den Bug herumzuziehen, was wegen der hohen Wellen kein ungefährliches Manöver ist, wenn das Schiff quer zu der Brandung kommt. So lange wird den Anwohnern der Anblick des Katamaranschiffs mit seinem weit ausladenden Fanggeschirr noch erhalten bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Taichung
(08.11.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Ansac Christine Nancy' (20992 BRZ (IMO: 9614311), kollidierte am 6.11. um 3.20 Uhr beim Aulaufen aus dem Hafen von Taichung nach Portland nach Absetzten des Lotsen mit der südlichen Hafenmole. Danach warf der Frachter auf der Außenreede von Taichung auf Position 24° 14.24' N 120° 26.16' O Anker. A Backbordseite war der Rumpf des Schiffs erheblich beschädigt. Der Umfang des Schadens musste noch weiter untersucht werden. Auch die Ecke der Hafenmole, die der Frachter traf, war stark in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


07.11.2019

Meterhohe Flammen auf dem Trawler 'Kirrixki'
Meterhohe Flammen auf dem Trawler 'Kirrixki'
(Bild: V. Aguete) Großbild klick!

Feuer auf Trawler bei Reparaturarbeiten nach Kollision
(07.11.19) Auf dem französischen Trawler 'Kirrixki', 363 BRZ (IMO: 9218739), der am 12.10. bei einer Kollision mit dem Bulkcarrier 'Hua Sheng Hai' vor der Küste von Kerry beschädigt worden war, brach am Abend des 6.11. in Pasajes ein Feuer aus. Das Schiff war nach der Havarie, die sich gegen Mitternacht 40 Meilen westlich von Tiaracht, einer der Blakset Islands, ereignete, als der Frachter unterwegs zur Aluminiumraffinie Aughinish Alumina in der Shannonmündung war, zunächst nach Dingle abgeschleppt worden. Am 22.10. dann traf er beim Zamakona Shipyard in dem spanischen Hafen ein. Hier wurde er anschließend zur Reparatur auf den Slip gezogen.
Meterhohe Flammen loderten dann am 6.11. um 19.15 Uhr achterlich des Ruderhauses. Offenbar hatten Netze, die dort gelagert waren, Feuer gefangen. Zunächst gingen Arbeiter der Werft gegen den Brand vor, bis 10 Fahrzeuge und 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren von Irun, Zarautz and Tolosa in San Sebastián und Bidasoa eintrafen. Auch Offiziere der Ertzaintza Civil Guard und der Polizei von Pasaia waren vor Ort.
Es gelang, die Flammen an einer weiteren Ausbreitung auf das Schiff zu hindern. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden dürfte aber erheblich sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Kutter wieder im Hafen
Havarierter Kutter wieder im Hafen
(Bild: KNRM) Großbild klick!

Kutter drohte vor Vlissingen ins Fahrwasser zu treiben
(07.11.19) Am 6.11. um 10.50 Uhr wurde das KNRM-Boot 'Zeemanshoop' alarmiert, nachdem ein Fischkutter Maschinenprobleme vor Vlissingen gemeldet hatte. Nachdem der Fang aufgeholt war, wollte die zweiköpfige Crew einlaufen, doch es gelang ihnen nicht, die Maschine zu starten. Sie vermuteten, dass ihre Ankerleine in den Propeller geraten war.
Weil sie sich dicht am vielbefahrenen Fahrwasser befanden, fürchteten sie, bei vier Beaufort Wind dort hineinzutreiben, und entschieden, die holländische Coast Guard zu verständigen. Wenig später verließ die 'Zeemanshoop' ihre Station und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde im Außenhafen von Vlissingen sicher festgemacht, und die Seenotretter kehrten zu ihrer Station zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Kutter nach Alméria eingeschleppt
(07.11.19) Am Morgen des 6.11. wurde der spanische Kutter 'El Balerma', 55 BRZ (MMSI: 224194620), durch einen Maschinenschaden vier Meilen südöstlich des Hafens von Alméria in rauer See manövrierunfähig. Die vierköpfige Crew bat Salvamento Marítimo um Assistenz. Diese schickte das SAR-Boot 'Salvamar Spica' (MMSI: 225987262) zu Hilfe, das den Havaristen auf den Haken nahm und ihn um 10.40 Uhr nach Alméria einschleppte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Heckschaden an der 'MSC Maas'
Heckschaden an der 'MSC Maas'
(Bild: Rijkswaterstaat) Großbild klick!

Dank des Bürgermeisters nach glimpflichem Ausgang schwerer Kollision
(07.11.19) Nach der schweren Kollision am Abend des 5.11. auf dem Fluss De Noord dankte Jaap Paans, der Bürgermeister von Alblasserdam, den Crews der KNRM und der Feuerwehr für ihren Einsatz, der zu einem glimpflichen Ausgang des Unfalls geführt hatte. Um 20.15 Uhr war das von Nieuwegein kommende Tankmotorschiff 'Lazio' (EU-No.: 02326621), dem vorausfahrenden Binnenschiff 'MSC Maas' (EU-Nr.: 02323207) ins Heck gelaufen. Wie groß der dabei entstandene Schaden war, wurde erst nach Tagesanbruch am 6.11. deutlich, als die gesamte Ladung gelöscht worden war.
Ein gewaltiges Loch klaffte in der Backbordseite des Frachters. Dieser hatte nur dadurch gehalten werden können, weil er sofort am Containerterminal in Alblasserdam festmachte, wo ein Kran mit dem Löschen der Containerladung begann. Durch die Gewichtsreduktion kam das Leck über Wasser, und der Wassereinbruch im Achterschiff konnte mithilfe des längsseits liegenden Löschboots der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden.
Die 'Lazio' machte nach dem Zusammenstoß zunächst in Dordrecht fest und lief gegen 14 Uhr nach Rotterdam weiter, wo sie um 15.50 Uhr im Geulhafen eintraf. Zwei Crewmitglieder hatten leichte Schrammen davongetragen und waren ambulant versorgt worden. Rijkswaterstaat und die Polizei leiteten eine Untersuchung der Havarie ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Fähre 'Princess Anastasia', 2017
(Bild: Pjotr Mahhonin) Großbild klick!

Fähre lief nach Blackout bei Stockholm auf Grund
(07.11.19) Am 6.11. kam es kurz nach 18 Uhr auf der italienischen Fähre 'Princess Anastasia', 37583 BRZ (IMO: 8414582), zu einem Blackout, nachdem das Schiff aus Stockholm nach Helsinki abgelegt hatte. Sie driftete manövrierunfähig aus dem Fahrwasser heraus und lief mit geringer Fahrt vor Lidingö bei Högberga um 18.06 Uhr aufs Ufer. Die schwedische Coastguard, Rettungsdienste und Polizei machten sich sofort auf den Weg zur Unglücksstelle.
Gegen 20 Uhr gelang es Schleppern, die Fähre wieder zurück in tieferes Wasser zu bugsieren. Zeitweilig hatte nur noch die Notbeleuchtung im Innern gebrannt. Nach der Bergung wurde die Fähre wieder zurück nach Stockholm geschleppt, wo sie gegen 20.45 Uhr am Fährterminal im Freihafen festmachte. An Bord hatten sich 1065 Passagiere befunden.
Niemand kam an Bord zu Schaden. Am 7.11. um kurz nach sieben ging das Schiff nach Reparatur und Inspektion erneut auf die Reise und sollte um 21.30 Uhr desselben Tags in Helsinki eintreffen. Die 'Princess Anastasia' wurde 1986 bei der OY Wärtsilä AB in Turku als 'Olympia' erbaut und am 26.4. an die Partenreederei M/S Olympia (Rederei AB Slite), in Slite abgeliefert. Am 29.4. startete sie den Fährdienst Stockholm - Helsinki. Im April 1993 ging sie in Charter der P&O European Ferries, Portsmouth und lief am 7.4. nach Southampton aus.

Fähre 'Princess Anastasia' auf Grund gelaufen
Fähre 'Princess Anastasia' auf Grund gelaufen
(Bild: Andreas Bardell) Großbild klick!
Sie wurde in 'Pride of Bilbao' umbenannt und lief auf den Routen Portsmouth - Bilbao und Portsmouth - Cherbourg. Im Oktober erfolgte der Verlauf an die Irish Continental Group, Dublin, und es begann eine Charter der P&O European Ferries. 1999 lief sie in den Diensten Portsmouth - Bilbao und Portsmouth - Cherbourg.
Am 20.1.2005 brach bei einer Überholung in Falmouth ein Feuer an Bord aus, das aber rasch gelöscht werden konnte. In November 2008 kam das Schiff unter die Flagge der Bahamas und wurde im Oktober 2010 in 'Bilbao' umbenannt. Am 22.10. endete die Charter durch P&O, und das Schiff wurde eingetragen für die Irish Ferries Ltd, Limassol.
Am 3.12. begann eine Bareboat Charter durch die St Peter Line, Limassol, und im März 2011 wurde es als 'SPL Princess Anastasia' unter Malta-Flagge gebracht. Am 31.3.2011 begann der Dienst St. Petersburg - Stockholm - Tallinn - St. Petersburg sowie Stockholm - St. Petersburg - Helsinki - Mariehamn - Stockholm - Tallinn - St. Petersburg - Stockholm. Am 18.5.2012 musste die Fähre in Stockholm wegen einer Bombendrohung evakuiert werden. Allerdings fand sich kein Sprengstoff an Bord.
Vom 24.2. bis 5.2.2014 diente sie als Hotelschiff bei der Olympiade in Sotschi. Am 23.3. kehrte sie auf die Linie St. Petersburg - Helsinki - Stockholm - Tallinn - St. Petersburg zurück. Am 4.5.2018 kam es beim Auslaufen aus St. Petersburg vom Kurs ab und kollidierte mit einem Kaikran. Der Schaden blieb gering, und es konnte die Reise fortsetzen.
Die 'Princess of Anastasia' ist 176,82 Meter lang, 28,41 Meter breit, hat 6,71 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.420 Tonnen. Sie vermag 2.447 Passagiere und 580 Fahrzeuge zu befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kurzschluss auf Bulkcarrier
(07.11.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Hyundai Dynasty', 52581 BRZ (IMO: 9347578), wurde durch einen Kurzschluss am Generator beim Ansteuern der Mole von Iona Island, British Columbia, auf Pposition 49 13 22 N, 123 22 34.4 W, am 25.10. um 13.40 Uhr manövrierunfähig. Die Crew führte eine Reparatur durch, und am 26.10. erreichte der Frachter Vancouver. Tags darauf lief er von dort nach Corpus Christi aus, wo er am 15.11. eintreffen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall in Vancouver
(07.11.19) Am 2.11. um 11.10 Uhr kam es auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Rosco Plum', 40014 BRZ (IMO: 9294496), zu einem Maschinenausfall in Vancouver, British Columbia, auf Position 49 20 01 N, 123 13 33 W. Das Schiff, das aus Mizushima gekommen war, warf daraufhin Anker. Später wurde es mithilfe eines Schleppers auf eine andere Position auf der Reede von Vencouver verholt, wo es am 7.11. weiterhin lag.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler mit Transmissionsproblem abgeschleppt
(07.11.19) Auf dem kanadischen Trawler 'Nautical Champion', 183 BRZ (MMSI: 316035000), kam es am 2.11. zu einem Problem mit dem Antrieb vor Sept-Iles, Quebec, Das Schiff wurde auf Position 50 09 48 N, 065 30 06W um 17.45 Uhr manövrierunfähig. Es wurde anschließend in den Hafen von Rivière-au-Renard abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker in Barentssee kollidiert
(07.11.19) Der unter griechischer Flagge laufende Tanker 'Minerva Karteria', 63485 BRZ (IMO: 9787170), kollidierte am 1.11. gegen 19 Uhr mit dem russischen Tanker 'Kola', 157883 BRZ (IMO: 9217979), als er bei diesem für einen Ladungstransfer am Roadstead Mooring Point in der Kola Bucht längsseits gehen wollte. Auf der 'Kola' kam es zu kleineren Einbeulungen an Rumpf und Schanzkleid sowie Rissen an Rohren an Backbordseite. Die Schäden konnten mit Bordmitteln provisorisch behoben werden.
Auch die 'Minerva Karteria' trug an Steuerbordseite Beulen am Rumpf davon, die deren Fahrtüchtigkeit aber auch nicht beeinträchtigten. Es war keine weitere Assistenz vonnöten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Container stürzten in Klaipeda ins Wasser
(07.11.19) Zwei Container stürzten bei Löscharbeiten am 2.11. von dem Deck des unter Gibraltar-Flagge laufenden Frachters 'Fiona', 16801 BRZ (IMO: 9149885), der am Morgen von Gdingen kommend in Klaipeda festgemacht hatte. Es befanden sich keine Gefahrgüter darin. Beide Boxen konnten wenig später wieder aus dem Hafenwasser gezogen werden.
Der Frachter verließ Klaipeda noch am selben Tag gegen 20 Uhr und nahm Kurs auf Bremerhaven, wo er am 5.11. um fünf Uhr eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Kalochori abgeschleppt
(07.11.19) Am Nachmittag des 5.11. wurde die Hafenbehörde von Thessaloniki über die Havarie des Kutters 'Kapetan Michalis' vor Kalochori informiert. Diese schickte das RHIB 'Rescue 1' zum Havaristen, der eine dreiköpfige Crew an Bord hatte. Ein Patroullienboot wurde ebenfalls alarmiert. Der Muschelkutter 'Dimitiris' nahm ihn dann auf den Haken und schleppte ihn sicher zur Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre bei Cebu gesunken
(07.11.19) Am 7.11. starteten die philippinischen Behörden eine SAR-Operation, nachdem die Katamaran-Schnellfähre 'Siargao Princess' mit 63 Personen, davon 53 Passagieren, an Bord in stürmischer See unweit der Insel Cebu Wassereinbruch gemeldet hatte. Das Schiff war um 9.30 Uhr aus Loon, Bohol, ausgelaufen, und war rund vier Meilen von Sibonga entfernt von hohen Wellen getroffen worden. Der Kapitän setzte sofort einen Notruf ab und versuchte, gegen die Wellen Kurs auf Sibonga zu nehmen.
Bei 1.5 Metern Wellenhöhe wurde aber die vordere Luke abgerissen, und das Schiff kenterte wenig später. Das Rettungsschiff BRP 'Suluan' sowie kleinere Boote und Rettungsteams eilten in das Seegebiet. Es gelang, alle 53 Passagiere und 10 Crewmitglieder, die mit Rettungswesten im Wasser trieben, zu retten.
59 von ihnen wurden an Bord der 'MRRV 4406' nach Cebu gebracht, vier hatten die Küste von Carcar bereits zuvor sicher erreicht. Die Küstenwache leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Island gesunken
(07.11.19) Der 23 Meter lange, isländische Kutter 'Blíða -- SH 277', 61 BRZ (MMSI: 251598110), sank am 5.11. gegen Mittag im Breiðafjörður-Fjord in West-Island. Gegen 11 Uhr funkte die Crew einen SOS-Ruf und schoss nördlich von Stykkisholmur Notraketen ab. Die Coast Guard schickte einen Helikopter und Rettungsboote zu der Position. Auch andere Schiffe in dem Seegebiet nahmen Kurs dorthin.
Um 12.08 Uhr wurde die dreiköpfige Crew von dem Kutter 'Leyni SH', der auf Fang bei den Bjarneyjar-Inseln gewesen war und mit voller Kraft Kurs auf das Seegebiet genommen hatte, aus einem Rettungsboot aufgenommen. Die Männer waren bereits stark durchgefroren und berichteten, dass ihr Schiff ihnen so schnell unter den Füßen weggesunken war, dass noch nicht einmal Zeit geblieben war, Überlebensanzüge anzulegen. Das Wetter war zu der Zeit ruhig, die Lufttemperatur lag bei null Grad.
Die SAR-Einheiten wurden nach dem Bekanntwerden der Rettung wieder zurückbeordert. Die Schiffbrüchigen trafen gegen 14 Uhr in Stykkishólmur und wurden medizinisch betreut. Einer kam stationär mit Unterkühlungen ins Krankenhaus. Es handelte sich um zwei Letten und einen Litauer. Die 'Blíða SH' wurde1971 erbaut und 1988 vergrößert. Sie lief für die Royal Iceland ehf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Strandung vor Ecuador verlief glimpflich
(07.11.19) Das ECU 911 San Cristóbal Local Center koordinierte am 6.11. den Einsatz der Armed Forces und des Galápagos National Park für die 456 Passagiere und 58 Crewmitglieder, die von dem Kreuzfahrtschiff 'Xpedition' der Celebrity Cruises evakuiert worden waren, nachdem dieses am 5.11. um 17.40 Uhr beim Punta Vicente Roca, nördlich von Isabela Island, auf Grund gelaufen war. Ein Teil des Rumpfes saß auf einer Sandbank fest. Drei Schiffe kamen zu Hilfe und setzten sie auf die 'Celebrity Flora' derselben Reederei über.
Der Havarist wurde wenig später wieder flottgemacht und auf Schäden untersucht. Offenbar war der Rumpf aber unversehrt geblieben. Er wurde später in den Italbaca Canal zwischen den Baltra- und Santa Cruz Islands geschleppt. Am 31.5. war das Fahrgastschiff 'Galapagos Majestic' mit 26 Personen an Bord bei den Galápagos-Inseln auf Grund gelaufen und tags darauf gekentert. Niemand kam zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mittwoch, der 06.11.2019

Kutter 'Si AC.768588' gestrandet
Kutter 'Si AC.768588' gestrandet
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Kutter bei Arcachon gestrandet
(06.11.19) Der französische Kutter 'Si AC.768588', 109 BRZ (MMSI: 227442000), strandete in der Nacht zum 6.11. unweit seines Heimathafens Arcachon, nachdem zuvor die Maschine ausgefallen war, als er gerade auf Thunfischfang gehen wollte. Er trieb manövrierunfähig auf den Sudstrand von Lacanau. Die sechsköpfige Crew blieb unversehrt.
Am Nachmittag des 6.11. wollte die SNSM den Havaristen bergen, doch das Boot drehte angesichts des stürmischen Wetters mit Wellenhöhen von zwei bis 2,5 Metern wieder ab. Bei Ebbe sollte die Crew von Bord gehen. Die Bergungsaktion wurde auf den 7.11. verschoben. Das Katamaranschiff war nicht weiter beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen


'American Glory' wird versenkt
'American Glory' wird versenkt
(Bild: Coleen Marine) Großbild klick!

Fahrgastschiff wurde künstliches Riff
(06.11.19) Am 5.11. wurde das 215 Fuß lange Fahrgastschiff 'American Glory', 1267 BRZ (IMO: 8972338), auf dem Atlantik auf Position 38°40.600' N 74°43.300' W rund 16 Meilen vor der Mündung des Indian River in Delaware als künstliches Riff versenkt. Es ging mit dem Heck voran auf Tiefe. Sie war der jüngste Zugang des Redbird Inshore Artificial Reef, auf dem auch bereits rund 1,000 Waggons der New York City Subway, Schlepper, Bargen und Militärfahrzeuge ihren letzten Ruheplatz fanden.
Das Schiff hatte zuvor 15 Jahre Passagiere in der Chesapeake Bay befördert. Nun soll es zu einer Belebung des kargen Sandgrunds vor Delaware beitragen. Die Versenkung wurde von der in Norfolk, Virginia, ansässigen Coleen Marine durchgeführt, die bereits große Erfahrungen z.B. am Del-Jersey-Land Inshore Artificial Reef gesammelt hat. Dort liegen der Zerstörer USS 'Arthur W. Radford' seit 2011, das einstige Küstenwachboot 'Tamaroa' der US Coast Guard seit 2017, und die Fähre 'Twin Capes', die einst auf der Route Lewes-Cape May lief und 2018 sank. Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre 'RömöExpress', ex Autofähre 'Tresfjord'
Fähre 'RömöExpress', ex Autofähre 'Tresfjord'
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Rømø: Maschinenprobleme auf neuer Sylt-Fähre
(06.11.19) Mit deutlicher Verspätung erreichte die unter Zypern-Flagge laufende Fähre 'RömöExpress', 3423 BRZ (IMO: 9008794), die am 1.11. aus Tallinn ausgelaufen war, den Hafen von Havneby auf Rømø. Während der Überfahrt von Tallinn nach Havneby war es zu technischen Schwierigkeiten, so dass das Schiff es nicht wie geplant in Dänemark schaffte, um die 'SyltExpress' zu entlasten, während der Autoverkehr nach Sylt wegen Bauarbeiten an der Bahnstrecke lahmgelegt ist. Auf der 'RömöExpress' begannen umgehend Reparaturarbeiten, doch waren die technischen Schäden größer als gedacht, sodass diese länger als erhofft dauerten.
Da das Schiff auch noch den dänischen Behörden vorgestellt werden muss, wurde mit einer Inbetriebnahme frühestens am 6.11. gerechnet. Noch bis zum 8.11. verkehrt die 'SyltExpress' definitiv nach einem außerordentlichen Sonderfahrplan und wird den Verkehr bereits um 03:25 Uhr ab Havneby aufnehmen und bei Bedarf bis in die späten Abendstunden fahren, um den Bedarf an Abfahrten in den nächsten Tagen zu decken. Sie pendelt nonstop zwischen Havneby und List, bis alle Fahrzeuge befördert sind.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht nach Motorbrand vor La Gomera abgeschleppt
(06.11.19) Am 5.11. kam es auf einer Segelyacht vor La Gomera zu einer Rauchentwicklung im Maschinenraum. Die Crew stoppte das Schiff und setzte einen Notruf ab. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Salvamar Canopus' zur Assistenz, das nach seinem Eintreffen vor Ort den Havaristen auf den Haken nahm. Menschen kamen nicht zu Schaden. i>Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus bei Kollision mit Schleusentor beschädigt
(06.11.19) In der Nacht zum 5.11. kollidierte ein Flussfahrgastschiff auf dem Main-Donau-Kanal im Landkreis Forchheim mit einem Tor der Schleuse Hausen. Der Schiffsführer hatte das Ruderhaus nicht genug abgesenkt. Es schrammte dann durch das Schleusentor, wobei alle Fenster zerbarsten. Es entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich.
Am Schleusentor kam es lediglich zu Lackschäden. Die meisten der 145 Passagiere schliefen und bekamen von dem Unfall gar nichts mit. Sie konnten alle an Bord bleiben. Der 68-jährige Schiffsführer hatte sich an einem Außensteuerstand befunden, sodass nicht verletzt wurde. Das Ruderhaus wurde für die Weiterfahrt provisorisch mit Planen abgedeckt. Steuerungselemente wurden nicht beschädigt, und deshalb blieb das Schiff fahrtüchtig.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme vor Selsey Bay
(06.11.19) Auf dem britischen Frachter 'Karla C.' 4151 BRZ (IMO: 9558012), kam es am 5.11. gegen 23.40 Uhr auf der Fahrt von Rotterdam nach Sagunto zu Problemen mit der Hauptmaschine, als er sich 21 Meilen südlich der Selsey Bay befand. Der Chief schätzte die Reparaturdauer auf eine Stunde.
Tatsächlich nahm der Frachter bereits um 00.15 Uhr wieder Fahrt auf und setzte die Reise nach Spanien fort. Er hatte 6.800 Tonnen Stahlspulen geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Kutter in Portland
(06.11.19) Am Morgen des 5.11. geriet der 55 Fuß lange Kutter 'Resolve' an der Fischereipier der Portland's Vessel Services in Brand. Das South Portland Fire Department wurde um 9.30 Uhr alarmiert und brachte das Feuer binnen einer halben Stunde unter Kontrolle. Auf dem ursprünglich in Houma stationierten Schiff wurden Schweiß- und weitere Decksarbeiten durchgeführt, um es zu einem Muschelkutter umzurüsten.
Die Arbeiten waren seit zwei Monaten im Gange. Als das Feuer ausbrach, befanden sich zwei Personen an Bord. Einer wurde wegen Rauchgasvergiftung behandelt. Der Havarist wurde um 10.45 Uhr den Fore River hinauf zu den Portland Yacht Services geschleppt. Das Portland Fire Department arbeitete mit der U.S. Environmental Protection Agency zusammen, als dort das Löschwasser abgepumpt wurde, um Kontaminationen zu vermeiden.
Quelle: Tim Schwabedissen


10 Mann im Wasser treibend gerettet
(06.11.19) Auf dem indonesischen Fischereifahrzeug 'Bintang Jaya VI', 168 BRZ (MMSI:525241115), brach am 5.11. gegen 16.15 Uhr in den Gewässern von Nord-Bali rund 51 Meilen von Celukan Bawang entfernt ein Feuer aus. Das Schiff war von Probolinggo nach Lombo Papua unterwegs, um dort Fisch zu laden. Auf dem Weg wurde der Propeller durch eine im Wasser treibende, fünf Meter lange Leine blockiert, und die Maschine fiel aus.
Ein Crewmitglied sprang ins Wasser und schnitt die Leine los. Nachdem der Mann wieder zurück an Bord war, startete der Skipper die Maschine. Dabei kam es zu Funkenflug, der einen Brand auslöste. Rasch breitete sich dieser aufs Vorschiff aus und erfasste dort gelagerte Treibstoffvorräte.
Der 10-köpfigen Crew blieb nur noch der Sprung ins Wasser auf der Flucht vor dem Feuer. Sie trieb, an eine Boje geklammert, zwei Stunden im Meer, ehe ein unter Hongkong-Flagge laufender Frachter sie rettete. Das Basarnas-SAR-schickte um 17.20 Uhr ein Boot aus Buleleng Post Basarnas, das die Schiffbrüchigen übernahm. Sie wurden um 21.30 Uhr im Hafen von Celukan Bawang abgesetzt und dort medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schwere Kollision auf der Noord
(06.11.19) Am 5.11. um 20.15 Uhr kam es auf der Noord zu einer Kollision zwischen dem holländischen Tankmotorschiff 'Lazio', 2997 tdw (MMSI: 24475008), und dem ebenfalls unter Holland-Flagge laufenden Container-Binnenschiff 'MSC Maas', 3041 ts (MMSI: 244620965), zwischen Hendrik-Ido-Ambacht und Alblasserdam. Das Containerschff lag dort am Kai und wurde am Heck aufgerissen, als der unbeladene Tanker es traf. Es kam zu einem Wassereinbruch.
Feuerwehr, KNRM und Rijkswaterstaat wurden alarmiert. Nachdem ein Kran die achtern gestauten Container gelöscht hatte, gelang es, an das Leck heranzukommen und den Wassereinbruch zu stoppen. Nach einer Stunde war die Lage unter Kontrolle und konnten die Rettungsdienste wieder abrücken. Die 'Lazio' wurde nur leicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Tauchsafarischiff fordert ein Menschenleben
(06.11.19) Am 1.11. gegen ein Uhr brach im Roten Meer auf dem ägyptischen Taucherschiff 'Red Sea Aggressor 1' ein Feuer aus. Das Schiff war am 26.10. zu einer Fahrt des Tauchsafari-Unternehmens Brothers-Daedalus-Elphinstone ausgelaufen. Es wurde vor gut zwanzig Jahren erbaut und war in Ägypten unter dem Namen 'Suzana' gelaufen, bis es vor vier Jahren für die Aggressor Group aufwändig umgebaut und modernisiert wurde. In rasendem Tempo breiteten sich Rauch und Feuer auf dem Schiff aus. Ein in der achtersten Kabine, direkt an der Treppe untergebrachter Gast war aufgewacht, hatte Rauch gerochen und rannte, laut 'Fire-Fire' rufend, nach vorne. Am vorderen Ende des Ganges öffnete er die Tür zu Kabine 1, wo sich der Notausgang befand und weckte die dortigen Gäste.
Als er versuchte den Notausgang zu öffnen, gelang das nur wenige Zentimeter weit. Etwas blockierte die Luke. Nach einiger Zeit gelang es ihm, sie zu öffnen, und er bemerkte, dass auf deren Rückseite eine Matratze und darauf ein schlafendes Crew-Mitglied lagen. So wurde dieses das erste Besatzungsmitglied das wach wurde. Nachdem auch der Tour-Direktor in Kabine 2, ebenfalls im Unterdeck vorne am Bug nahe des Notausgangs erwachte, gelang es ihm, durch den Gang zu rennen, alle Kabinentüren aufzureißen und die Passagiere zu warnen.
Die Passagiere, deren Kabine auf Haupt- und Oberdeck lagen, waren inzwischen ebenfalls wach geworden und über die einzig mögliche Treppe hinunter zum Tauchdeck gelangt. Dort sahen sie durch die Fenster zum Salon nur dicken Rauch und im hinteren Teil intensives rotes Glühen. Kurz nach ihnen trafen die ersten Crewmitglieder dort ein und schafften es innerhalb von ein bis zwei Minuten. das auf dem Oberdeck am Heck liegende Zodiac zu Wasser zu lassen.
Die Gäste, die am Heck standen, sprangen schnell hinein und sahen, wie der Bordingenieur noch versuchte, mit Atemmaske und Feuerlöscher bewaffnet die Tür zum Salon zu öffnen. Als die Tür aufging, erhielt der Schwelbrand Sauerstoff, und alles stand augenblicklich in Flammen. Sie griffen binnen Sekunden auf die im Heck hängenden Neopren-Anzüge über, die Jackets und alles andere dort gelagerte Material.
Nachdem alle Überlebenden über Bord gesprungen waren, explodierten am Heck die ersten Tauchtanks. Mittlerweile hatte das Feuer bereits den Bug des Schiffes erreicht, kaum zehn Minuten nach dem ersten Alarm. Zum Glück ankerte das Boot unweit des Ufers, denn es war die letzte Nacht auf See gewesen. Hinter dem Tauchschiff hatte ein Schiff der Emperor-Flotte geankert.
Als sich das Schiff aus der Gefahrenzone zurückgezogen hatte, setzte dessen Crew auch ein Zodiac aus und begann, die Schiffbrüchigen einzusammeln. Erst als die Geretteten durchgezählt wurden, fiel auf, dass eine Frau fehlte. Für die Amerikanerin, die sich in der hintersten Kabine befunden hatte, kam jede Hilfe zu spät.
Die Zodiacs umkreisten noch gut eine halbe Stunde lang das Wrack der 'Red Sea Aggressor 1'. Diese brannte noch bis weit in den Tag hinein, trieb dabei langsam auf See hinaus und sank schließlich auf rund 200 Meter Tiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter saß auf Magdalena-River fest
(06.11.19) Der amerikanische Containerfrachter 'Ocean Globe' (IMO: 9419008), lief am 5.11. gegen 9.30 Uhr auf dem Magdalena River bei Kilomter 20 in Kolumbien auf Grund, kurz nachdem er aus Barranquilla ausgelaufen war. Das Schiff, das am 21.11. in Valletta erwartet wurde, saß etwa vier Stunden lang auf der Flussbank fest.
Drei Schlepper und ein Lotse kamen zur Assistenz und machten es wieder flott. Bis dahin war kein Schiffsverkehr in dem Bereich möglich. Der Frachter wurde dann zu einem Ankerplatz auf der Reede gebracht und dort inspiziert. Die Dirección General Marítima (Dimar) und die kolumbianische Marine leiteten eine Untersuchung der Havarie ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Katamaran nach Wassereinbruch gesunken
(06.11.19) Der Katamaran eines 75-jährigen Seglers hatte am 5.11. durch eine Grundberührung einen Wassereinbruch vor der Küste von Xàbia und sank tags darauf. Der SAR-Hubschrauber Helimer 202 der Salvamento Marítimo-Base in Manises kam dem Skipper in der Bucht von Portitxol zu Hilfe, nachdem sein Boot dort auf ein Riff gelaufen war. Doch er weigerte sich, sich an Bord ziehen zu lassen.
Deshalb wurde er mit dem Zodiac seiner Yacht auf den Kutter 'Xàbia Sol Tercer' und mit diesem in den Hafen gebracht.
Später kehrte er mit dem Zodiac nochmals an Bord zurück, um persönliche Habseligkeiten zu retten. Am folgenden Morgen aber ragte nur noch ein Rumpf des Schiffs aus dem Wasser. Es lag in der Zufahrt des Kanals zwischen der Küste und der l'Illa del Portitxol.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kreuzfahrtschiff auf Grund gelaufen
(06.11.19) Am 5.11. wurden die 46 Passagiere sowie einige nicht benötigte Crewmitglieder des unter ecuadorianischer Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffs 'Celebrity XPedition', 2329 BRZ (IMO: 9228368), von Bord evakuiert, nachdem ihr Schiff bei den Galapagosinseln auf Grund gelaufen war. Sie wurden von der 'Celebrity Flora' derselben Reederei, die sich in der Nähe befand, an Bord genommen und am 6.11. nach Quito gebracht. Dort hatten die Celebrity Cruises bereits Hotels und Flüge organisiert.
Der Reisepreis der Kreuzfahrt, die vom 2.11. bis 11.11. dauern sollte, wird zu 100% erstattet und eine weitere kostenfreie Kreuzfahrt angeboten. Ob die am 9.11. angesetzte nächste Kreuzfahrt stattfinden kann, war derzeit unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter geriet bei Umbau in Brand
(06.11.19) Am Morgen des 5.11. geriet der 55 Fuß lange Kutter 'Resolve' an der Fischereipier der Portland's Vessel Services in Brand. Das South Portland Fire Department wurde um 9.30 Uhr alarmiert und brachte das Feuer binnen einer halben Stunde unter Kontrolle. Auf dem ursprünglich in Houma stationierten Schiff wurden Schweiß- und weitere Decksarbeiten durchgeführt, um es zu einem Muschelkutter umzurüsten.
Die Arbeiten waren seit zwei Monaten im Gange. Als das Feuer ausbrach, befanden sich zwei Personen an Bord. Einer wurde wegen Rauchgasvergiftung behandelt. Der Havarist wurde um 10.45 Uhr den Fore River hinauf zu den Portland Yacht Services geschleppt. Das Portland Fire Department arbeitete mit der U.S. Environmental Protection Agency zusammen, als dort das Löschwasser abgepumpt wurde, um Kontaminationen zu vermeiden. Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter trieb vor Castletownbere
(06.11.19) Am 5.11. kam das RNLI-Boot aus Castletownbere um 03.30 Uhr einem 19 Meter langen Kutter zu Hilfe. Um 03.27 Uhr hatte er nach einem mechanischen Schaden einen Notruf 11 Meilen vor dem Bull Rock vor der Beara-Peninsula in West Cork treibend an die Valentia Coastguard abgesetzt. An Bord waren vier Personen.
Binnen Minuten lief das Rettungsboot aus und lokalisierte den Havaristen um 05.20 Uhr 28 Meilen westlich von Castletownbere.
Er trieb bei drei bis vier Metern Wellenhöhe und fünf Beaufort Wind aus westlichen Richtungen in der See. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen und den Havaristen um 12 Uhr in den Hafen von Castletownbere zu ziehen. Die Seenotretter waren 8,5 Stunden im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen


Gesunkener Kutter wird geräumt
(06.11.19) Die auf dem Hoquiam River am 2.3.2018 gesunkene 'Lady Grce' soll nun geräumt werden. Die Kosten dafür trägt das Department of Natural Resources im Rahmen des Derelict Vessel Removal Program. Es handelte sich um eines von sieben Schiffen, die seit dem 5.7.2017 auf dem Hoquiam River gesunken waren, darunter die 'Donna', die 'Perwyn' am 26.7., die 'Two Sisters' am 6.11., zwei namenlose Schiffe am 17.10. und am 25.12. ein einstiges Patroullienboot der Marine. Die 'Lady Grace' ging am 2.3.2018 unter, sodass nur noch der Mast sichtbar blieb.
Durch das Räumungsprogramm war es der Stadt Hoquiam möglich, das Wrack zu beschlagnahmen und dies dem Department of Natural Resources anzuzeigen. Dies geschah am 28.10. Der Eigner, John Simons Jr., unternahm nichts, und deshalb wird das Wrack am 25.11 an die Stadt übergehen. Sie kann dann entweder das Schiff heben oder verschrotten. Die Kosten trägt zu hundert Prozent das Derelict Vessel Disposal Program. Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Ölbarge bei Chicago
(06.11.19) Die US Coast Guard wurde am 4.11. alarmiert, nachdem es auf einer Ölbarge 25 Kilometer von Chicago entfernt zu einer Explosion mit nachfolgendem Feuer gekommen war. Sie hatte bei Lemont, Illinois, bei der Marine Towing gelegen und wurde nach Abschluss der Entladearbeiten gerade von Azeton-Rückständen gereinigt. Ein Ladungsrest geriet in Brand. Die Feuerwehr wurde alarmiert, außerdem waren Ölbekämpfer und Inspektoren der Coast Guard Marine Safety Unit Chicago rasch vor Ort. Es gelang, das Feuer zu löschen, ohne dass es zu Verschmutzungen oder Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs auf dem Chicago Ship and Sanitary Canal und Plaines River kam. Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler lief auf gesunkenen Frachter und ging unter
(06.11.19) Der in Balasore stationierte, indische Trawler 'Jagat Janani' kollidierte am Morgen des 5.11. mit dem Wrack des vor Paradip gesunkenen, mongolischen Frachters 'Black Rose' und wurde dabei so schwer beschädigt, dass er unterging. Die fünfköpfige Crew, alle aus Chandabali im Bhadrak-Distrikt sowie Aska in Ganjam, wurde gerettet. Die Havarie ereignete sich bei der Rückkehr von der Fangfahrt in dichtem Nebel.
Andere, in der Nähe befindliche Schiffe hörten die Hilferufe der Crew und eilten zu der Unglücksstelle 10 Meilen vor der Küste. Die Schiffbrüchigen wurden in den Fischereihafen von Paradip gebracht und von dort ins Atharbanki-Hospital transportiert. Sie hatten das Unglück mit leichten Verletzungen überstanden.
Die 'Black Rose' war am 9.9.2008 in der Bucht von Bengalen gekentert. Sie hatte 23.847 Tonnen Eisenerz an Bord. 26 Mann der Crew wurden gerettet, der ukrainische Chief starb. Weder der Paradip Port Trust (PPT) noch die Regierung konnten sich seither zu einer Beseitigung des Wracks aufraffen. Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler in Garibaldi gehoben
(06.11.19) Der 65 Fuß lange Kutter 'Amak', der am 14.10. in der Garibaldi Marina gesunken war, wurde durch die Bergungsfirma Global Diving and Salvage gehoben. Das Wrack sollte nun abgebrochen werden. Tim Schwabedissen


Gewässerverunreinigung in Leer
(06.11.19) Am 5.11 gegen16:30 Uhr kam es im Hafen Leer zu einer Gewässerverunreinigung. Auf einem in den Binnenhafen einlaufenden Schiff platzte während eines Manövers die Hydraulikleitung des Bugstrahlruders. Eine geringe Menge Öl trat aus und verunreingte das Hafenbecken auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern. Durch die untere Wasserbehörde wurden Bekämpfungsmaßnahmen angeordnet.
Gegen den verantwortlichen Schiffsführer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen zur Ursache des Defektes durch die Wasserschutzpolizei Emden dauerten an. Quelle: Tim Schwabedissen


Dienstag , der 05.11.2019

Barge 'Iron Scow' driftete
Barge 'Iron Scow' driftete
(Bild: Niagara Parks) Großbild klick!

Rätselraten über Zukunft der Niagara-Barge
(05.11.19) Nachdem ein schwerer Sturm die berühmte 'Iron Scow' der Great Lakes Dredge and Docks Company am Halloween-Tag in den oberen Niagara-Fällen in Bewegung versetzt hat und sie 150 Meter weiter an die unteren Fälle versetzte, wurde spekuliert, wie lange sich das Wrack in der neuen Position halten würde. Über 101 Jahre lang hatte es seit seiner Strandung am 6.8.1918 vor den Horseshoe Falls unverändert im flachen Wasser in der Strömung gelegen. Nun ging das schwere Stahlgefährt erstmals wieder seit der dramatischen Rettung seiner zweiköpfigen Crew, der Kraftwerksmitarbeiter Gustave Lofberg und Frank Harris der Toronto Power Station, die schon 1918 den Absturz fürchten musste, wieder ein kleines Stück auf Fahrt.
Das Wrack sieht kaum noch wie eine Barge aus, eher wie ein Haufen rostigen Metalls, der aus den Stromschnellen ragt.
Millionen von Touristen, die seither die Niagara Falls besuchten, sahen die Barge in den vergangenen hundert Jahren. Die Nachricht von der Veränderung hat wieder viele dorthin gezogen, die sie noch einmal anschauen wollen, bevor sie vielleicht komplett auseinanderbricht oder die Horseshoe Falls endgültig herabgetrieben wird. Ob dies passiert, vermochte niemand zu sagen.
Jim Hill, Senior Manager der Heritage for the Niagara Parks Commission, erwartete eher, dass der Rumpf mit der Zeit in Stücke zerbricht und Teile davon die Fälle hinabstürzen, aber nicht, dass er als Ganzes in die Tiefe rauscht. Und ob dies ein Prozess von Tagen oder wieder langen Jahren würde, blieb auch reine Spekulation.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Kea Trader'
'Kea Trader'
(Bild: Marine Nationale) Großbild klick!

Diskussion zur Zukunft der Kea Trader
(05.11.19) Über zwei Jahre nach der Strandung des unter Malta-Flagge laufenden Containerfrachters 'Kea Trader', 25145 BRZ (IMO: 9701281), auf dem Durand Reef vor Maré, fand am 4.11. bei der High Commission ein Treffen der Hauptbeteiligten an der Zukunft des Wracks statt, darunter ausgewählte Inselbewohner, Vertreter von Behörden und Institutionen und Assoziationen, die am Management des Coral Sea Park beteiligt sind. Es ging letztlich darum, ob an der Räumung des Schiffs festgehalten wird. Für den Augenblick gab es zwar keine klare Antwort, aber den auseinandergebrochenen Rumpf auf dem Riff zu belassen, war auf jeden Fall eine Option.
Bedenken gab es bei Anwohnern, die nach der Strandung kontaminierte Küsten erleben mussten, als Öl und Trümmer angespült wurden. Sie plädierten für eine Beseitigung des Wracks. Andere hingegen sprachen sich für eine gründliche Untersuchung der möglichen Umweltschäden gerade durch eine aufwändige Bergungsaktion auf dem Riff aus.
In den vergangenen 15 Monaten wurden keine neuen Verschmutzungen festgestellt. Insgesamt wurden 19 Tonnen Trümmer in 16 Gemeinden eingesammelt, nachdem die 'Kea Trader' in der Nacht zum 12.7.2017 gestrandet war. Sie war als viertes von sechs baugleichen Containerschiffen für die Reederei Lomar Shipping gebaut und erst im Januar 2017 von der Bauwerft Guangzhou Wenchong Shipyard abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Norwegian Star'
Archivbild 'Norwegian Star'
(Bild: Sabung.hamster) Großbild klick!

Maschinenprobleme auf der 'Norwegian Star'
(05.11.19) Am 2.11. gegen ein Uhr kam es auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff 'Norwegian Star', 91740 BRZ (IMO: 9195157), zu einem Problem mit einem der Azipods. Passagiere stellten auf einmal ein lautes, ratterndes Geräusch fest und nahmen ein Beben wahr. Im Maschinenraum war es offenbar auch zu einem Feuer gekommen. Es gab drei kurze Alarmtöne und die Durchsage 'Bravo'. Das Schiff stoppte kurzzeitig und nahm dann Kurs auf Venedig.
Der geplante Anlauf von Dubrovnik entfiel. Die Passagiere erhielten einen Gutschein über 100 Euro. Die folgende Kreuzfahrt hatte eine geänderte Route gegenüber der angekündigten, wobei die Anläufe von Kotor, Mykonos und Santorini entfielen. Stattdessen wurde Split neu in den Fahrplan aufgenommen und auch hier eine Entschädigung angeboten. Weitere Auskünfte seitens der Norwegian Cruise Line gab es nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter in Bremen verlor Kraftstoff
(05.11.19) In Bremen-Gröpelingen kam es am 4.11. gegen 18 Uhr zu einem größeren Einsatz der Feuerwehr, nachdem der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter 'Active', 2561 BRZ (IMO: 9126352), im Getreidehafen in Lindenhof festgemacht hatte und er eine größere Menge Kraftstoff verlor. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Spezialfahrzeugen an.
Sie brachte auch eine Ölsperre um das Schiff aus, um eine Ausbreitung des Kraftstoffs zu verhindern. Eine Fläche von rund 80x300 Metern wurde kontaminiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Korea
(05.11.19) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter 'Teng Sheng', 2651 BRZ () kollidierte am 4.11. gegen 20 Uhr mit einem chinesischen 3,000-Tonnen-Tanker in der Jeju Strait vor der Küste von Korea. Bei dem leichten Zusammenstoß vier Meilen südöstlich der Insel Soan-do kamen beide Schiffe mit geringen Schäden davon und konnten nach einer Inspektion durch die Polizei ihre Reisen fortsetzen. Der Frachter war auf der Fahrt von Tinajin nach Donghae, wo er am 5.11. gegen 16 Uhr eintreffen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sibum-Frachter nach Kirkwall abgeschleppt
(05.11.19) Nachdem es der achtköpfigen Crew des mit 3.954 Tonnen Kohle beladenen Frachters 'Wilson Corinth' am 4.10. vor Cape Wrath nicht gelungen war, die durch ein Problem mit der Elektrik des Generators ausgefallene Hauptmaschine wieder zum Laufen zu bekommen, wurde der Havarist gegen 15 Uhr auf Position 58 52 28.8 N 004 13 48.6 W, rund 29,3 Meilen nordwestlich von Dunnet Head, doch von dem Notfallschlepper 'Ievoli Black' auf den Haken genommen. Dieser war gegen 10 Uhr bei dem westlich von Orkney treibenden Havaristen zunächst nur vorsorglich auf Standby gegangen, weil der Kapitän hoffte, dass sein Schiff wieder fahrtüchtig gemacht werden könnte.
Wegen vorhergesagten hohen Seegangs nördlich und westlich der Orkney Islands ging die Reise in östliche Richtung durch den Pentland Firth, der zwischen 23 und zwei Uhr des folgenden Morgens passiert wurde. Der Schleppzug war unterwegs Richtung Kirkwall. Gegen Mittaq war die Bucht von Scapa Flow erreicht, wo die Schlepper 'Erlend' (IMO: 8820339)&xnbsp;und 'Strathdee' (IMO: 9393993) zur Assistenz hinzustießen. Gegen 11.30 Uhr setzte das Lotsenboot 'Scapa Pioneer' (MMSI: 232004749) den Lotsen auf dem Havaristen ab.
Quelle: Tim Schwabedissen


11 Vermisste auf Lake Albert
(05.11.19) Am 4.11. sank gegen drei Uhr ein Boot auf dem Lake Albert in Ituri bei stürmischem Wind. Es war mit 24 Personen an Bord, alles Händler aus den Kongo, aus der Nachbarprovinz Kitebere in Uganda gekommen, wo sie beim Kitebere-Fischmarkt eingekauft hatten. 11 Menschen, darunter vier Frauen, wurden gerettet und am Morgen nach Tchomia gebracht.
11 weitere wurden vermisst. Marine und örtliche Fischer machten sich auf die Suche nach ihnen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht sank nach Kollision mit Treibgut
(05.11.19) Am Morgen des 4.11. hoben Berger von Towboat U.S. die 65 Fuß lange Motoryacht 'Grecian Gal' aus Fort Lauderdale, die gerade von einem humanitären Hilfstransport von den Bahamas zurückgekehrt war, wo sie Ausrüstung von 30,000 Dollar Wert an Opfer des Hurrikans Dorian abgeliefert hatte. Auf halbem Weg zurück kollidierte sie mit Treibgut und erlitt Wassereinbruch im Achterschiff. Wegen der hohen Fahrt drang aber nicht sehr viel Wasser ein.
Dies änderte sich, nachdem sie am 2.11. auf dem New River in Fort Lauderdale gegen zwei Uhr festgemacht hatte. Binnen zwei Stunden sank sie in der Nacht, das Heck ging auf Grund, und der Bug ragte in die Höhe. Nachdem sie wieder schwimmfähig gemacht worden war, sollte die Yacht bei einer Werft inspiziert und repariert werden
Quelle: Tim Schwabedissen


04.11.2019


(Bild: Marine Nationale) Großbild klick!

Brest: Tanker-Kapitän nach Verletzung abgeborgen
(04.11.19) Der Kapitän des Tankers 'Neverland Dream', 61248 BRZ (IMO: 9453030), wurde am 1.11. schwer verletzt, als sich das Schiff auf der Fahrt von Corpus Christi nach Rotterdam westlich von Brest befand. Er war auf Deck tätig, als er von einer Welle auf dem im Sturm Amélie von den Füßen gerissen und gegen eine Metallstruktur geschleudert wurde. Das Schiff rollte in sechs bis neun Meter hohen Wellen heftig.
Der Kapitän musste mit gebrochenem Bein ins Krankenhaus. Das CROSS Corsen wurde alarmiert und schickte einen Caïman-Helikopter und eine Falcon 50, nachdem der Tanker am 2.11. dichter unter der Küste war. Um 15.30 Uhr gelang es, den Verletzten 130 Meilen östlich von Lanveoc entfernt trotz Windgeschwindigkeiten von 32 Knoten auf den Hubschrauber hochzuziehen.
Er wurde dann zur Behandlung ins Hospital Cavale Blanche in Brest geflogen, wo er um 16.30 Uhr in Empfang genommen wurde. Der Tanker setzte unter Führung seiner übrigen Offiziere die Fahrt fort und sollte am 4.11. um 18 Uhr den Zielhafen erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gestrandete Segelyacht
Gestrandete Segelyacht
(Bild: Marinha do Brasil em Sergipe) Großbild klick!

Yacht in Sergipe/Brasilien gestrandet
(04.11.19) Am 3.11. strandete eine Segelyacht an der Küste von Sergipe. Sie landete auf einem Strand zwischen Pirambu und Pacatuba. Das Boot war von Salvador nach Portugal unterwegs. Der Skipper gab gegenüber der brasilianischen Marine an, dass die Havarie sich ereignet habe, weil er erschöpft gewesen sei.
Der Eigner ist nun für die Bergung des Boots zuständig. Es gab keine Anzeichen von Wasserverschmutzungen. Der Hafenkapitän von Sergipe wurde informiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Christiane Deymann 1' und 'Christiane Deymann II' aufgelaufen
'Christiane Deymann 1' und 'Christiane Deymann II' aufgelaufen
(Bild: Ronald de Jong) Großbild klick!

Deutscher Schubverband saß auf Schelde fest
(04.11.19) Ein 180 Meter langer, deutscher Schubverband, bestehend aus den Koppeleinheiten 'Christiane Deymann 1', 3066 ts (MMSI: 244690214), und 'Christiane Deymann II', 2030 ts (ENI-Nr.: 02323261), lief am 3.11. gegen 11.30 Uhr auf der Ost-Schelde bei der Tonne Witte Tonnen Vlije 1 zwischen Stavenisse und Ouwerkerk, auf Grund. Er hatte sich auf der Fahrt von Duisburg nach Antwerpen befunden. Nach der Havarie wurde zunächst die 'Christiane Deymann I' losgekoppelt und ging an der Nordseite des Fahrwassers vor Anker.
Die 'Christiane Deymann II' wurde bei steigendem Wasserstand von den beiden inzwischen herbeigekommenen Schleppern 'Sea Echo' und 'Delta' gegen Mittag wieder flottgemacht. Der Schubverband erreichte um 19 Uhr Terneuzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall auf Mainfähre
(04.11.19) Auf dem Main in Fahr im Landkreis Kitzingen fiel am Abend des 31.10. auf einer Flussfähre der Antrieb aus, und das Schiff wurde manövrierunfähig. Neben dem Schiffsführer befanden sich drei Fahrgäste auf dem Schiff, es handelte sich um ein Paar mit einem Kleinkind samt ihrem Auto. Die Fähre wurde durch Notankerung gegen ein Abtreiben gesichert.
Die Schweinfurter Feuerwehr, die Wasserwacht und das THW wurden alarmiert und brachten die Fahrgäste rasch und sicher ans Mainufer. Ein Boot der Wasserwacht sicherte die Fähre, während die Feuerwehr mit einem Boot die abbarg. Mit Unterstützung des Fährmanns zogen die Einsatzkräfte die havarierte Fähre anschließend ans Ufer und sicherten es dort. Die junge Familie konnte nach der Rettungsaktion ihr Fahrzeug von der Fähre holen und die Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Brennender Kutter gelöscht und gesunken
(04.11.19) Am Vormittag des 30.10. wurde die norwegische Küstenwache alarmiert, nachdem auf einem Kutter vor Moldvik im Oksfjord ein Feuer ausgebrochen war. Der Skipper, der sich allein auf dem Schiff befunden hatte, sprang auf der Flucht vor den Flammen ins Wasser und wurde wenig später von Helfern gerettet.
Das Patroullienboot 'Heimdal' kam ebenfalls zur Assistenz und versuchte, den Brand zu löschen. Dies gelang zwar auch, aber der Kutter war so schwer beschädigt, dass er wenig später auf den Grund des Fjords sank.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision bei Forschungsarbeit
(04.11.19) Das indonesische Forschungsschiff 'Baruna Jaya I', 1184 BRZ (IMO: 8420036), kollidierte am 2.11. in den Gewässern von Banten mit einem Kutter. Es war bei Untersuchungen, als dieser plötzlich auftauchte und mit ihm zusammenstieß.
Zwei Fischer wurden gerettet, ein dritter bislang vermisst. Eine SAR-Operation wurde daraufhin eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Technischer Schaden vor SinopTürkei behoben
(04.11.19) Auf dem unter Tansania-Flagge laufenden Frachter 'My Rose', 2361 BRZ (IMO: 7639642), kam es am 1.11. zu einem technischen Schaden auf der Fahrt von Samsun nach Zonguldak. Das Schiff erreichte mit eigener Kraft die Reede von Sinop, wo die Crew eine Reparatur durchführte. Um drei Uhr ging es wieder ankerauf und setzte die Reise fort. Am 4.11. sollte es Zonguldak erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Trawler in Kamtschatka
(04.11.19) Am 2.11. gegen 10 Uhr brach auf dem russischen Trawler 'Mirnyy', 172 BRZ (IMO: 8136685), der im Hafen von Petropavlovsk-Kamchatskiy lag, unter Deck ein Feuer aus. Die Feuerwehr von Kamtschatka rückte mit acht Fahrzeugen und 29 Mann an. Binnen 23 Minuten war der Brandherd lokalisiert, und nach 40 Minuten war das Feuer komplett gelöscht.
Der Schadensbereich konnte auf zwei Quadratmeter begrenzt werden. Die innere Rumpfschale wurde beschädigt. Ein Crewmitglied kam mit Symptomen einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision mit Trawler blieb unbemerkt auf Containerfrachter
(04.11.19) Der 15 Meter lange, irische Trawler 'Sean Og 2' kollidierte am 2.11. gegen sechs Uhr mit dem britischen Containerfrachter 'Atlantic Sea', 100430 BRZ (IMO: 9670597), 40 Meilen nördlich von Malin Head. Dabei wurden das Ruderhaus und Relings beschädigt. Es kam zu einem Wassereinbruch, der später gestoppt werden konnte.
Der Havarist steuerte danach mit acht bis neun Knoten Fahrt den Hafen von Killybegs zur Reparatur an. Die Koordination des Rettungseinsatzes ging am 3.11. um 15.15 Uhr von der Coastguard Belfast, die stündlichen Funkkontakt mit den Fischern gehalten hatte, am Nachmittag auf die Malin Head Coastguard über. Die 'Atlantic Sea' setzte die Reise von Liverpool nach Hamburg fort.
Auf ihr war der Zusammenstoß gar nicht wahrgenommen worden. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yachten in Mallorca im Sturm gestrandet
(04.11.19) Bei starkem Wind wurde am 3.11. eine Segelyacht an den Strand von Port de Soller getrieben. An Bord befanden sich drei junge Leute, die sich unverletzt auf den Strand retten konnten.
Die Crew hatte vergeblich versucht, die drohende Strandung zu verhindern, aber der auflandige Wind war zu heftig. Insgesamt mussten auf Mallorca Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen 117 Mal wegen des Unwetters ausrücken, wobei es zu weiteren Strandungen kam.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Hugo Boss' nach Kollision mit Treibgut schwer angeschlagen
(04.11.19) Alex Thomson und der Co-Skipper Neal McDonald trieben nach einer Kollision am 3.11. mit der 'Hugo Boss' hilflos im Atlantik und versuchten stundenlang, den Kiel zu fixieren und das Boot zu stabilisieren. Von ihrem Rennteam hieß es, die Situation sei relativ stabil und es bestehe für die beiden Segler keine unmittelbare Gefahr. Das Boot war mit etwa 25 Knoten Fahrt mit Treibgut zusammengestoßen.
Dabei erlitt der Kiel schwere Schäden und war nur noch mit dem Hydraulikzylinder am Schiff befestigt. Die beiden Segler erlitten bei dem Aufprall keine größeren Verletzungen, sie kamen mit ein paar blaue Flecken davon. Sie machten sich sofort daran, den Kiel zu stabilisieren, damit zum nächsten Hafen in Richtung der Kanarischen Inseln segeln können.
Nach mehrstündiger Arbeit waren sie sehr müde, und so wurde die Entscheidung getroffen, dass sie sich ausruhen sollten. Gemeinsam mit dem Team sollte am Morgen des 4.11. die Situation neu bewertet werden. Im Seegebiet herrschten leichte Winde und nur geringer Seegang vor, was sich im Bereich des Azoren-Hochs wahrscheinlich fortsetzen wird. Die Havarie ereignete sich am siebten Tag des Transat Jacques Vabre 380 Meilen nordwestlich der Kanarischen Inseln.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mann starb bei Bootsunglück
(04.11.19) Ein Mann kam am Morgen des 3.11. ums Leben, als gegen 10.30 Uhr ein 17 Fuß langes Sportboot im Long Island Sound vor Bridgeport kenterte. Es trieb nach der Havarie kieloben beim Middle Ground. Polizei und Coast Guard konnten drei weitere Personen retten, die mit einem Patroullienboot zum Bridgeport Water Street Dock transportiert wurden. Von dort wurden sie nach einer Erstversorgung ins Bridgeport Hospital gebracht.
Die Bridgeport- und Fairfield Police suchte derweil nach dem zu der Zeit noch vermissten vierten Mann südwestlich des Middle Ground-Leuchtturms. Nachdem er entdeckt worden war, zog ihn die Crew des Polizeiboots aus Bridgeport an Bord, wo sofort mit Wiederbelebungsversuchen begonnen wurde. Auch er kam mit einem Krankenwagen anschließend ins Bridgeport Hospital, wo er später für tot erklärt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schubverband saß auf Hudson River fest
(04.11.19) Der amerikanische Schlepper 'Brooklyn', 335 BRZ (IMO: 7412109) und eine mit 68.000 Gallonen Diesel und 29.000 Gallonen Benzin beladene Barge liefen am Morgen des 3.11. um 7.50 Uhr auf dem Hudson River bei Albany auf Grund. Das State Department of Environmental Conservation schickte Einsatzkräfte zur Unglücksstelle beim North Albany Terminal. Auch die U.S. Coast Guard wurde alarmiert und eine Firma zur Bekämpfung möglicher Umweltschäden vorsorglich in Bereitschaft versetzt.
Es kam aber zu keinem Ladungsaustritt. Weil der Flusspegel wegen schwerer Regenfälle am 31.10. anstieg, kam der Schubverband wenig später auch wieder frei. Er wurde gesichert und kehrte am Nachmittag zum North Albany Terminal LLC der Apex Oil Co. zu einer Inspektion zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sibum-Frachter driftet vor den Orkneys
(04.11.19) Am 4.11. gegen vier Uhr kam es auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter 'Wilson Corinth', BRZ (), der Reederei Bernd Sibum GmbH & Co. KG der Hare-Ems. Er war mit einer Ladung Kohle von Vlissingen nach Grunddartangi unterwegs, als es rund 30 Meilen nordöstlich von Cape Wrath im Nordatlantik zu einem Maschinenausfall kam. Die Maritime and Coastguard Agency schickte den Notfallschlepper 'Ievoli Black' (IMO: 9439242) vorsorglich zu dem westlich der Orkneys treibenden Havaristen. Die HM Coastguard koordinierte den Einsatz.
Am Vormittag des 4.11. traf der Schlepper beim Frachter ein. Zwar war der Kapitän zuversichtlich, dass es der Crew gelingen würde, den Schaden selbst zu reparieren, doch der Schlepper blieb auf Standby für den Fall, dass der Havarist doch auf den Haken genommen werden muss.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schwierige Rettungsaktion vor Selsey Bill
(04.11.19) Am Abend des 1.11. fing die UK Coastguard einen Mayday-Ruf einer 60 Fuß langen Motoryacht auf, die auf dem Mixon-Reef 1,25 Meilen vor Selsey Bill auf Grund gelaufen war. Der Skipper meldete, dass sich zwei Personen an Bord befänden und es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Beide Boote der RNLI-Station in Selsey wurden alarmiert und liefen um 18.45 Uhr aus.
Um sieben Uhr waren sie vor Ort. Das Wasser stand zu der Zeit 20 Zentimeter hoch in der Bilge. Die Havarie hatte sich kurz vor dem Tiefststand der Ebbe ereignet.
Zwei Versuche, eine Leine zu übergeben, scheiterten. Erst im dritten Anlauf konnte der Skipper eine Jagerline wahrnehmen.
Dazu wurde das kleine Rettungsboot genutzt, das dichter an die Strandungsstelle herankam. Über Funk wurde der Skipper dann weiter instruiert, und um 20.20 Uhr stand die Schleppverbindung. Nun wurde darauf gewartet, dass die Flut wieder auflief, und um 20.45 Uhr begann die Yacht auf dem Riff zu arbeiten. Da das Wasser nun aber bereits 1,2 Meter hoch im Schiffsinnern stand, bat der Skipper um eine Evakuierung. Ein Versuch des kleinen Boots, die zwei Personen herunterzuholen, scheiterte aber an dem schlechten Wetter mit 5-7 Beaufort Wind.
Der Vormann wies den Skipper nun an, die Schleppleine wieder zu lösen und sich auf eine Evakuierung durch das große Rettungsboot vorzubereiten. Um 21.10 Uhr wurde ein Mann abgeborgen, fünf Minuten darauf auch der Skipper. Dabei erlitt er aber eine Kopfverletzung und wies auch auf Herzprobleme an, deshalb wurde ein Krankenwagen zur Rettungsstation gerufen und die Küste angesteuert.
Um 21.35 Uhr wurden die zwei Schiffbrüchigen abgesetzt. Da der Krankenwagen keine Ankunftszeit mitteilen konnte, brachte der Stationsleiter sie nach einer Erstversorgung selbst zum St. Richards Hospital.
Quelle: Tim Schwabedissen


02.11.2019

Archivbild Frachter 'Tanais'
Archivbild Frachter 'Tanais'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Blackout in Brunsbüttel
(02.11.19) Am 1.11. um 15.45 Uhr kam es auf dem polnischen Frachter 'Tanais', 313 gt (IMO: 6721008), zu einem Blackout im Binnenhafen von Brunsbüttel. Das Schiff trieb manovrierunfähig vor den Schleusen, bis der Schlepper 'Luchs', der zur Assistenz angefordert wurde, ihn an die Bahnhofsdalben in Brunsbüttel zog. Hier machte er für die notwendigen Untersuchungen und ggf. Reparaturen fest.
Nach der Havarie war die Kanalstrecke zwischen Binnenhafen und Kudensee zeitweilig für den übrigen Schiffsverkehr gesperrt. Das Polizeiboot 'Schwansen' ging für die notwendigen Ermittlungen am Havaristen längsseits. Am 2.11. um 9.10 Uhr warf der Frachter wieder los und setzte die Fahrt nach Elbing fort, wo er am 6.11. eintreffen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre hatte Rampenschaden in Sami
(02.11.19) Auf der griechischen Fähre 'Andreas Kalvos', 1633 BRZ (IMO: 8500484), kam es im Hafen von Sami vor der fahrplanmäßigen Fahrt nach Piso Aetos zu einem Schaden an der zentralen Autorampe. Die Hafenbehörde wurde vom Kapitän informiert und verhängte ein Auslaufverbot.
Die 20 Passagiere und sieben Fahrzeuge wurden in Verantwortlichkeit des Eigners an ihr Fahrtziel gebracht. Nach einer Reparatur und Klasseinspektion konnte die Fähre wieder in den Dienst eingefädelt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Binnenschiff unter Brücke quergeschlagen
Binnenschiff unter Brücke quergeschlagen
(Bild: Marc Maurer) Großbild klick!

Binnenschiff bei Kampen/Holland quergeschlagen
(02.11.19) Am 2.11. kam es auf einem Binnenschiff gegen 11.30 Uhr auf der IJssel zu einem Motorschaden. Möglicherweise hatte es auch eine Grundberührung. Das Schiff wurde manövrierunfähig, schlug quer und blockierte zeitweilig das Fahrwasser unterhalb der Eilandbrücke auf Höhe von Kampen.
Hilfsdienste und Feuerwehr kamen herbei. Ein anderes Schiff ging längsseits und brachte den an die Brückenpfeiler gedrückten Havaristen wieder in Bewegung, um so das Fahrwasser wieder freizubekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre verlor Anker in Andros
(02.11.19) Die griechische Fähre 'Super Ferry', 4258 BRZ (IMO: 9110016), verlor ihren Backbordanker am 27.10. gegen 19 Uhr im Hafen von Andros. Der Verlust ereignete sich auf Pposition 37 53 06 N, 024 43 56 O. Nach einer Inspektion durch die Klassifizierungsgesellschaft erhielt das Schiff eine Auslauferlaubnis.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Danica Violet' rammt Fähre 'Berlin'
'Danica Violet' rammt Fähre 'Berlin'
(Bild: Rainer Frank) Großbild klick!

Schwere Kollision in Rostock
(02.11.19) Am 1.11. gegen 15.30 Uhr kollidierten im Fahrwasser der Warnow der dänische Frachter 'Danica Violet', 1088 BRZ (IMO: 8503967), der von Gdingen kommend nach Rostock einlaufen wollte, und die gerade von dort nach Gedser auslaufende, deutsche Scandlines-Fähre 'Berlin', 22319 BRZ (IMO: 9587855). Aus bislang ungeklärter Ursache gab es kurz vor der Passage beider Schiffe auf Höhe des Warnemünde Cruise Center eine Kursänderung des einlaufenden Frachters nach Backbord. Trotz sofortiger Einleitung eines Notmanövers konnte eine Kollision mit dem auslaufenden Fährschiff nicht mehr verhindert werden.
Es kam bei dem Zusammenstoß zu erheblichen Beschädigungen an beiden Schiffen. Die Außenhaut des Fährschiffes wurde am Backbord-Vorschiff oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von etwa drei Metern aufgerissen. Der Vorschiffsbereich des Frachters wurde so stark deformiert, dass mindestens drei Spanten brachen. Der Gesamtschaden, einschließlich der Ausfallkosten des Fährschiffes, wird derzeit auf ca. 200.000 Euro geschätzt.
Menschen kamen nicht zu Schaden, Betriebsstoffe traten nicht aus. Beide Schiffe konnten selbstständig zu Liegeplätzen im Seehafen Rostock laufen. Die Ermittlungen an Bord beider Schiffe wurden durch Kräfte der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock durchgeführt. Für die Schiffe wurden vorläufige Festlegeverfügungen ausgesprochen.

Schaden an der 'Berlin'
Schaden an der 'Berlin'
(Bild: WSP Rostock) Großbild klick!
An Liegeplatz 55 in Rostock mussten die 321 Passagiere der Fähre wieder aussteigen. Die 'Flunder' des Baltic Taucherei- und Bergungsbetriebs, der zur Reparatur angefordert worden war, ging längsseits. Am 2.11. um 20 Uhr war der Riss zugeschweißt, und das Schiff lief wieder nach Gedser aus.
Scandlines hatte Fahrgästen bis dahin empfohlen, auf die Fährlinie Rødby-Puttgarden auszuweichen. Lkws wurden mit der Fähre 'Kronprins Frederik' befördert. Das Schwesterschiff 'Copenhagen' war wegen eines Werftaufenthaltes bis zum 11.11. nicht auf der Strecke Rostock-Gedser im Einsatz und wurde in der Zeit von der kleineren 'Kronprins Frederik' auf der Route ersetzt. Die 'Danica Violet' lief um 16.45 Uhr aus Rostock aus und nahm zur Reparatur Kurs auf Gdingen, wo sie am 3.11. eintreffen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ladetanks der 'Zaliv Amerika' explodiert
Ladetanks der 'Zaliv Amerika' explodiert
(Bild: Russian Emergency Ministry) Großbild klick!

Drei Tote bei Tankerexplosion
(02.11.19) Am 2.11. um 8.30 Uhr kam es zu einer Explosion in den Ladetanks des russischen Tankers 'Zaliv Amerika', 1952 BRZ (IMO: 8714592), in den Gewässern von Nachodka nahe des Kaps Mys Astafyev in Primorje. Dabei kamen drei Crewmitglieder ums Leben. Einer wurde über Bord geschleudert und später tot im Wasser entdeckt.
Kleine Feuer auf Deck wurden durch Löschboote rasch erfolgreich unter Kontrolle gebracht. Offenbar hatten sich Gase in den leeren Tanks entzündet. Der schwer beschädigte Tanker, dessen Deck großflächig aufgerissen war und dessen Tankleitungen geborsten über die Seite hingen, blieb schwimmfähig.
Er wurde zunächst auf einen Ankerplatz geschleppt und machte um 10 Uhr im Handelshafen von Nachodka fest. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit unbeleuchtetem Schiff
(02.11.19) Der indonesische Frachter 'Asia Pasifik', 665 BRZ (IMO: 8035520), kollidierte am Abend des 29.10. mit einem unbemannten Fahrzeug in den Gewässern der Ost- Sumba Regency in Indonesien. Der Skipper der 'Asia Pasifik' sagte nach der Havarie, er habe das Schiff, das unbeleuchtet war, erst so spät gesehen, dass er ihm nicht mehr ausweichen konnte. Der Frachter wurde beschädigt und sollte erst in Waingapu und dann in Surabaya repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision mit Gangway
(02.11.19) Die indonesische Fähre 'Queen Soya', 2983 BRZ (IMO: 9042881), kollidierte am 1.11. mit einer Gangway im Hafen von Bakauheni in Lampung. Das Anlegemanöver missglückte, und es stieß gegen die Fußgängerbrücke. Die Havarie ereignete sich wegen starken Winden und Strömungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre hatte mechanischen Schaden
(02.11.19) Die kanadische Fähre 'Confederation', 8060 BRZ (IMO: 9050008), musste die für 06.30 aUhr geplante Überfahrt von Wood Islands, Prince Edward Island, nach Caribou, Nova Scotia, am 31.10. wegen mechanischer Probleme absagen. Nach einer Reparatur kehrte es um 11.15 Uhr in den Dienst zurück und erreichte Caribou um 17.15 Uhr.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sicherheitsprobleme im Englischen Kanal
(02.11.19) Auf dem britischen Tiertransporter 'Celtic Venture', 2999 BRZ (IMO: 9238399), der von Hull nach Poole unterwegs war, kam es am 1.11. um 1.10. Uhr zu einem Problem mit dem Sicherheitssystem der Hauptmaschine auf Position 52 43 42 N, 01 49 15.6 O im Englischen Kanal. Das Schiff warf zur Reparatur Anker. Nachdem der Schaden behoben war, ging die Fahrt nach Poole weiter, wo der Frachter am 3.11. gegen acht Uhr eintreffen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Piräus
(02.11.19) Am Morgen des 2.11. kam es zu einem Schaden an der Hauptmaschine des portugiesischen Containerfrachters 'MSC Giannina', 21531 gt (IMO: 9141780), der um 10 Uhr aus Piräus nach Burgas ausgelaufen war. Begleitet von zwei Schleppern steuerte das Schiff einen Ankerplatz vor dem Hafen an, wo der Schaden repariert werden sollte.
Die zentrale Hafenbehörde von Piräus verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss der Arbeiten. Am Abend lag der Frachter weiter auf Position 37° 53.55' N 023° 32.81' O vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gestrandete Niagara-Fall-Barge geriet nach 101 Jahren in Bewegung
(02.11.19) Am Abend des 31.10. wurde die historische Barge, die seit 101 Jahren oberhalb der Horseshoe Falls, in Kanada gestrandet lag, bei einem starkem Sturm, der mit bis zu 94 km/h über Süd-Ontario fegte, in Bewegung versetzt und kam 50 Meter dichter am Abgrund der Fälle wieder zu liegen. Sie lag in den oberen Stromschnellen, sagte Niagara Parks, und wurde nordwestwärts flussabwärts versetzt, herumgedreht und auf die Seite geworfen.
Es bestand aber derzeit keine akute Absturzgefahr. Stattdessen saß der rostige Rumpf nun auf einer anderen Untiefe. Dennoch könnten Stürme sie jederzeit wieder in Bewegung versetzen. Die Barge ist seit 1918 eine Berühmtheit, rostet aber auch immer weiter weg und wurde so offenbar anfälliger für den Druck der Strömung und des Windes. Ihre Position wird nun kontinuierlich mit Kameras überwacht. Erst im August hatte Niagara Parks den 100. Geburtstag der Barge begangen.
Sie hatte sich am 6.8.1918 von ihrem Schlepper losgerissen und war auf die Wasserfälle zugetrieben. Um die Drift zu stoppen und ihr Leben zu retten, öffneten zwei Männer an Bord Klappen, mit denen der transportierte Müll abgeworfen werden konnte, wodurch die Barge 600 Meter vor dem Absturz auf Grund aufsetzte.
Die Niagara Parks Police, Niagara Falls Feuerwehr und Police Departments, die U.S. Coast Guard und William 'Red Hill Sr.', ein Weltkriegsveteran, retteten die beiden in höchster Not dann von Bord. Sie schossen erst eine Leine vom Dach eines Kraftwerks hinüber, mit der eine stärkere nachgezogen werden und auf der Barge festgemacht konnte. Der Versuch, die Männer dann per Seilzug hinüberzuziehen, scheiterte aber daran, dass die Leinen sich ineinander vertörnten.
Sie blieben bis zum nächsten Morgen an Bord gefangen, als es William Hill gelang, sie zu befreien. Seither trotzte die Barge der reißenden Strömung und wurde zu einer Ikone, die bei keiner Besichtigung der Wasserfälle fehlen durfte. Wie lange sie nun in ihrer neuen Position verharren wird, vermochte niemand vorauszusagen.
Quelle: Tim Schwabedissen


01.11.2019

'Zephir' wird stückweise geborgen
'Zephir' wird stückweise geborgen
(Bild: nn) Großbild klick!

Yacht in Burgtiefe geräumt
(01.11.19) Am 30.10. wurde das Wrack der Segelyacht 'Zephir' von der Mole von Burgtiefe geräumt. Dort war sie am 18.10. abends aufgelaufen und konnte nicht mehr geborgen werden. Verletzt wurde bei der Strandung niemand. Das Boot war aber vollkommen zertrümmert und wurde stückweise von einem Kran an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Kreuzfahrtschiff 'Silver Wind'
Archivbild Kreuzfahrtschiff 'Silver Wind'
(Bild: Piergiuliano Chesi) Großbild klick!

Propeller von Kreuzfahrtschiff blockiert
(01.11.19) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff 'Silver Wind', 17235 BRZ (IMO: 8903935), wurde am 28.10. in Quebec City manövrierunfähig, nachdem der Steuerbord-Propeller von einer Festmachertrosse blockiert wurde. Ein Taucher wurde gerufen, um den Antrieb wieder zu befreien. Am 29.10. um 9.15 Uhr lief das Schiff nach Montreal aus, wo es um 20.20 Uhr festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler vor Ouddorp gestrandet
(01.11.19) Am 29.10. lief der holländische Trawler 'Elisabeth - WR181', 75 BRZ (MMSI: 24404200), vor dem Strand von Ouddorp auf Grund. Die Crew des KNRM-Boots 'Antoinette' wurde um 7.30 Uhr vom MRCC der holländischen Coast Guard alarmiert und war wenig später vor Ort. Eine Schleppverbindung wurde hergestellt, doch bei ablaufendem Wasser scheiterte der Versuch, den Havaristen vom Strand zu bekommen.
Es wurde daraufhin entschieden, bis zur nächsten Flut zu warten. Doch gegen 11 Uhr meldete der Skipper des Kutters, dass sein Schiff weiterhin hart in der Brandung arbeite und bei zunehmendem Seegang Wassereinbruch erlitten habe. Daraufhin kehrte die 'Antoinette' sofort zurück und übergab erneut eine Schlepptrosse auf den Trawler. Im zweiten Anlauf gelang es auch, diesen wieder flottzumachen.
Er wurde anschließend nach Stellendam gebracht. Ein Taucher wurde gerufen, um den Propeller von dem Netz zu befreien, das sich bei der Havarie darum gewickelt hatte. Die 'Antoinette' kehrte um 15 Uhr wieder zu ihrer Station zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bordkanone des U-Boots HMS 'Urge'
Bordkanone des U-Boots HMS 'Urge'
(Bild: University of Malta-Project-Spur) Großbild klick!

Wrack britischen U-Boots vor Malta entdeckt
(01.11.19) Das Wrack des britischen U-Boots HMS 'Urge', das im 2. Weltkrieg sank, wurde jetzt von einem Forschungsteam der Universität Maltas zwei Meilen vor der Insel auf dem Meeresgrund entdeckt. Der Enkel des letzten Kommandanten E.P. Tomkinson, hatte den Hinweis auf ein stark vermintes Gebiet vor Malta gegeben. Dort fanden die Forscher mit Sonar ein Wrack in 130 Metern Tiefe.
Der Bug zeigte Spuren einer sehr schweren Explosion, was ein Hinweis auf einen schnellen Untergang ohne eine Überlebenschance für die Crew war, sagte der Teamleiter, Professor Timothy Gambin. Außer diesem Schaden war das Wrack in fantastischem Zustand und lag aufrecht auf dem Boden. Es war 1942 auf der Fahrt von Malta nach Ägypten mit der 32-köpfigen Crew, 11 Angehörigen der Royal Navy

U-Boot HMS 'Urge'
U-Boot HMS 'Urge'
(Bild: University of Malta-Project-Spur) Großbild klick!
und dem britischen Kriegs-Journalisten Bernard Gray an Bord, der über den Krieg in Nordafrika berichten sollte, verschwunden, nachdem es am 27.4. ausgelaufen war. Am 6.5. hätte es in Alexandria eintreffen sollen.
Ein Minentreffer wurde schon immer als wahrscheinlichste Ursache des Verlusts angesehen, auch wenn es eine weitere Theorie gab, nach der ein deutscher Bomber das Boot am 29.4. versenkte, als es nahe Libyen zu einem Angriff auf ein italienisches Schiff gekommen war. Im April 2020 soll der Fundort nun zu einem offiziellen Kriegsgrab erklärt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wrack des Kutters 'Cormorán'
Wrack des Kutters 'Cormorán'
(Bild: Fabio Cambareri) Großbild klick!

Kutterwrack nach über fünf Jahren geräumt
(01.11.19) In Comodoro Rivadavia wurde am 29.10. das Wrack des Kutters 'Cormorán' gehoben, der im Juli 2014 an der Fischereipier des Hafens der Provinz Chubut im südlichen Argentinien gekentert war. Das halb unter Wasser liegende Wrack, dessen Bug noch aus dem Wasser ragte, behinderte seither die Hafentätigkeiten und sollte deshalb geräumt werden.
Die Firma ServiSub Comodoro SRL wurde mit der Arbeit betraut. Es gelang ihr, das marode Schiff zu heben und zum Abwracken mit Schleppern abzutransportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre im Solent havariert
(01.11.19) Das RNLI-Boot aus Bembridge RNLI kam am 1.11. zur Assistenz der britischen Fähre 'Victoria of Wight', 8041 BRZ (IMO: 9791028), die nach einem plötzlichen Maschinenausfall auf der Acht-Uhr-Überfahrt von Fishbourne nach Portsmouth auf dem Solent mit nur noch drei Knoten vorankam. Die Lichter auf dem Schiff waren erloschen, bevor es zeitweilig stoppte. Es hatte 145 Passagiere und eine 13-köpfige Crew an Bord. Schuld war ein technischer Fehler am Antriebssystem.
Die Passagiere wurden informiert, dass der Schlepper 'Yorkshireman' (IMO: 9655884) das Schiff beim Ansteuern von Portsmouth eskortieren würde. Gegen 11 Uhr wurde es an Liegeplatz 4 des International Ferry Port geschleppt, wo die Fahrgäste von Bord gingen. Betreiber Wightlink holte Ingenieure zur Reparatur und warnte vor Verspätungen im Fährdienst im weiteren Tagesverlauf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Vorschiff der 'Therese Straub'
Vorschiff der 'Therese Straub'
(Bild: Michel Floch) Großbild klick!

Vorschiff der 'Therese Straub' erreicht Dakar
(01.11.19) Das 40 Meter lange Vorschiff des am 15.10. 30 Meilen nordnordwestlich von Ouessant auseinandergebrochenen, deutschen Tankmotorschiffs 'Thérèse Straub', 1595 tdw (ENI: 04017960), wurde am 29.10. am Haken des moldawischen Schleppers 'Arion' (IMO: 8136506), auf die Reede von Dakar gezogen. Gegen 16 Uhr warf dieser dort auf Position 14° 40.91' N 017° 20.00' W Anker.
Das Achterschiff von 70 Metern Länge hatte der französische Schlepper 'Abeille Bourbon' am 16.10. nach Brest eingebracht. Zwar war der fast 50 Jahre alte Tanker nicht seetüchtig genug gewesen, um die Verschleppung nach Nigeria zu überstehen, doch waren die Tanks dicht genug, um ihn schwimmfähig zu halten, nachdem er in zwei Teilen unterwegs war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Forscher der Petrel fanden weiteres Kriegswrack
(01.11.19) Das bisher am tiefsten in der Philippinischen See liegende Kriegswrack, wohl der amerikanische Zerstörer USS 'Johnston - DD 557' der Fletcher-Klasse, ist die jüngste Entdeckung der Crew des Forschungsschiffs 'Petrel' der Vulcan Inc., die von Microsoft-Mitgründer Paul Allen ins Leben gerufen wurde.
Sie fand es in 6220 Metern Tiefe mit einem ROV. Der Zerstörer ging in der Schlacht vom Leyte Golf am 25.4.1944 in einem schweren Gefecht mit japanischen Streitkräften verloren Von der 341-köpfigen Crew überlebten nur 141 Mann. Von den 186 Toten kamen rund 50 Mann allein in dem Gefecht ums Leben, 45 weitere erlagen in den Rettungsbooten den Verletzungen. 92 weitere, darunter Kommandant Ernest Evans, lebten beim Untergang noch. Von ihnen wurde aber nie wieder etwas gehört.
Die Forscher fanden am 30.10. zerrissenes Metall, ein geborstenes Deckgeschütz, einen Propellerschaft und andere weniger gut zuzuordnende Wrackreste. Es gäbe nur Trümmer, aber keine erkennbare Rumpfstruktur, hieß es. Da auch die Rumpfnummer 557 nicht gefunden werden konnte, war eine hieb- und stichfeste Identifizierung nicht möglich. Auch ein anderes Wrack, das der USS 'Hoel (DD-533)', liegt in dem Seegebiet auf Grund. Die genaue Position deutet aber auf die 'Johnston' hin, die das letzte Schiff war, das in der Schlacht sank.
Am 25.10.1944 hatten vier japanische Schlachtschiffe, sechs schwere Kreuzer, zwei leichte Kreuzer und 11 Zerstörer eine amerikanische Flotteneinheit östlich von Samar überrascht. Sie bestand aus sechs Eskortträgern, drei Zerstörern und vier Zerstörereskorten. Evans attackierte die Japaner sofort, da ihm die Unterlegenheit klar war. Sein Schiff erhielt später die Presidential Unit Citation, ihr Kommandant postum die Congressional Medal of Honor.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drei Tote bei Kutterunglück vor Arica/Chile
(01.11.19) Am Morgen des 31.10. kenterte vor der Küste von Arica gegen sieben Uhr der 13 Meter lange, chilenische Kutter 'Odiseo' (MMSI:725000431). Das Wrack trieb anschließend kieloben vier Meilen westlich des Strands von Las Machas. Die chilenische Marine schickte die Einheiten 'Arcángel' und 'Buzos' zu Hilfe.
Deren Tauchern gelang es, sechs der neun Crewmitglieder zu retten. Sie wurden nach medizinischer Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Fischer, die im Schiffsinnern gefangen waren, konnten nur noch tot geborgen werden. Das Gobernación Marítima in Arica war vor Ort, um gegen mögliche Ölverschmutzungen vorgehen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen


Elektropumpe soll Naphtaladung bergen helfen
(01.11.19) Am 31.10. beschloss die örtliche Regierung, eine elektrisch betriebene Pumpe auf einer Barge an dem gestrandeten Tanker 'Nu-Shi Nalini' zum Leichtern der Naphta-Ladung zu nutzen. Nach einer Erprobung am 1.11. sollte sie am 2.11. ihre Arbeit beginnnen. Chief Minister Pramod Sawant hatte am 31.10. mit Vertretern des Mormugao Port Trust (MPT) ein Krisentreffen abgehalten, nachdem die Dieselpumpe, die eigentlich genutzt werden sollte, von dem Seaking-Hubschrauber, der sie zum Tanker brachte, bei einem Notabwurf ins Meer gestürzt war.
Der Marinehubschrauber hatte sie auf dem Tanker absetzen sollen. Doch bei stürmischem Wind geriet die Pumpe so in Schwingungen, dass sich die Crew zu der Maßnahme entschloss. Wäre sie auf dem Tankerdeck aufgeschlagen, hätte es Funkenflug geben können und damit das Risiko einer Explosion. Taucher sollten nun versuchen, die Pumpe zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Firma wurde Bergungsauftrag entzogen
(01.11.19) 1,5 Jahren nach dem Untergang des spanischen Baggerschiffs 'Barlovento I', 260 BRZ (IMO: 5299486), vor Suances suchte die Hafenbehörde nun nach einem Alternativplan zu jenem der Firma, die einst die Ausschreibung zur Bergung gewonnen hatte. Der Bagger war am 30.5.2018 vor dem Hafen bei Vertiefungsarbeiten nach einem Wassereinbruch gekentert und binnen 20 Minuten gesunken. Die Crew wurde gerettet.
Die Bergungsfirma BAM Maritime hatte nach dem Scheitern ihrer bisherigen Versuche einen neuen Bergungsplan präsentiert, der aber als untauglich angesehen wurde. Die Versicherung entließ sie aus dem Vertrag. Ein neuer Bergungsversuch könnte frühestens im kommenden Sommer stattfinden.
Offenbar gab es bereits Gespräche mit einer anderen Firma, aber noch keine Details. Bis Ende 2019 sollte sie alle notwendigen Dokumentationen vorlegen. Die Vorgängerfirma schätzte eine Bergung als sehr kompliziert ein, da das Wrack inzwischen komplett im Grund versunken sei. Zuvor waren immerhin die Betriebsstoffe abgepumpt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hilfsmaschinenausfall auf Frachter
(01.11.19) Am 25.10. kam es auf dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Sea Venus', 44025 BRZ (IMO: 9609134), zu einem Ausfall der Hilfsmaschine Nr.3, als er sich vor Haida Gwaii befand. Das Schiff setzte die Fahrt mit den verbliebenen zwei Hilfsmaschinen fort. Am 29.10. um 3.40 Uhr machte es in Ridley Island fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre mit Riss im Bugvisier
(01.11.19) Auf der kanadischen Fähre 'Madeleine', 9700 BRZ (IMO: 7915228), wurde am 28.10. ein Riss im Bugvisier festgestellt. Das Schiff lag zu der Zeit am Kai in Cap aux Meules. Am 1.11. war es weiterhin im Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter hatte Leitungsbruch
(01.11.19) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Jubilant Success', 60997 BRZ (IMO: 9478834), kam es am 30.10. um 10.20 Uhr auf der Fahrt von Ventspils nach Port Said mit einer 21-köpfigen Crew an Bord und einer Kohleladung zum Bruch einer Kühlleitung auf Position 50 32 35 N, 000 11 30 O. Die Reparatur konnte binnen 30 Minuten abgeschlossen werden. Dann nahm das Schiff wieder Fahrt auf und sollte am 11.11. in Ägypten eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenalarm vor Aberdeen
(01.11.19) An Bord des unter Antigua-Barbuda laufenden Frachter 'Alessandra Lehmann', 3183 BRZ (IMO: 9290684), kam es auf der Fahrt von Aberdeen nach Bilbao mit einer Ladung von 3.977 Tonnen Schrottstahl zu einem Anstieg der Maschinentemperatur, durch die am 30.10. um 16.20 Uhr ein Alarm ausgelöst wurde.
Das Schiff hatte erst kurz zuvor den Hafen von Aberdeen verlassen und befand sich auf Position 57 05 24.0 N, 001 54 36.0 O. Um 16.40 Uhr stoppte das Schiff zur Reparatur. Nach deren Abschluss setzte es die Reise fort und sollte Spanien am 4.11. erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Taifun sorgte für Massenstrandung in Vietnam
(01.11.19) Der Taifun Matmo, der vom 29.10. bis zum 31.10. mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h über Zentralvietnam zog und schwere Verwüstungen in den Provinzen Binh Dinh, Phu Yen und Khanh Hoa anrichtete, brachte auch etliche Schiffe in Seenot und forderte Menschenleben.
Der 90 Meter lange, vietnamesische Frachter 'Thanh Cong 999' (MMSI: 574014001), sank am Nachmittag des 31.10. drei Meilen vor Son Duong in der Ha Tinh Provinu im Golf von Tonkin. Er war mit Kies beladen von Thanh Hoa nach Vung Ang unterwegs, als er fünf Meilen vor dem Zielhafen kenterte, nachdem eine große Welle ihn traf und Teile zerstörte. An Bord waren 12 Crewmitglieder und ein Passagier.
Nach einem Notruf lief eine Rettungsaktion an, an der sich auch Fischer und Handelsschiffe beteiligten. Um 16.40 Uhr entdeckte ein Boot der Coastguard zwei Überlebende, die sich an Rettungsbojen klammerten. Später entdeckten die Retter zehn weitere Überlebende. Die Suche nach dem 13. Mann dauerte an.
Der vietnamesische Frachter 'Quang Vinh 09', 1551 BRZ (MMSI: 574012258), strandete am Abend des 30.10. an der Küste von Quy Nhon und blieb fast trocken im Schlamm zurück. Der vietnamesische Hopperbagger 'Long Chau', 2681 BRZ (IMO:7000516), war mit seiner fünfköpfigen Crew ebenso betroffen wie der vietnamesische Bulkcarrier 'Hoa Binh 45', 2551 BRZ (IMO: 9587697), mit 16 Mann an Bord, der vietnamesische Frachter 'Truong Thanh 26' , 1120 BRZ (IMO: 9324198), mit einer achtköpfigen Besatzung, der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'VSG Pride', 4738 BRZ (IMO:9146912 ), der am 8.10. aus Tuticorin mit einer 19-köpfigen Crew ausgelaufen war, sowie die vietnamesischen Frachter 'Phu Trung 16' und 'Khanh Ngoc 8', 999 BRZ (IMO: 8667880), mit acht Mann an Bord. Die unbeladene 'VSG Pride' strandete an der Spitze von Hai Minh in Hai Cang auf Position 13 46 11 N, 109 15 21 O unweit des Hafens von Quy Nhon. Die 'Truong Thanh 26' riss sich von ihrer Mooring los und trieb in Richtung von Quy Nhon, ehe sie dort festkam. Die ebenfalls unbeladene 'Hoa Binh 45' riss sich von Tonne 16 los und strandete vor Thi Nai.
Die 'Long Chau' machte4 sich ebenfalls bei Tonne 16 selbstständig und straandete, die 'Khanh Ngoc 18' kontaktierte die 'Long Chau' und trug ein Leck in einem Brennstofftank davon. Die 'Phu Trung 16' strandete ebenso wie die 'Quang Vinh 09'.
Der vietnamesische Tanker 'PV Alliance', 3581 BRZ (IMO: 9081239), der im Hafen von Dung Quat gelegen hatte, und trieb auf den Strand von Thien Dang in der Binh Thanh Kommune im Binh Son-Distrikt. Die 15-köpfige Crew blieb unversehrt. Auch unzählige Fischereifahrzeuge wurden von dem Taifun gestrandet oder versenkt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker vor Chiba kollidiert
(01.11.19) Der japanische Tanker 'Houwa Maru', 498 BRZ (IMO: 9566227), kollidierte mit dem südkoreanischen Tanker 'Bandai Hana', 1049 BRZ (IMO: 9159244), auf der Quarantäne-Reede des Hafens vo Chiba. Er war von Tokio nach Ichihara unterwegs. Die Sachschäden blieben gering.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Fähre vor Auckland
(01.11.19) In der Steuerbord-Hauptmaschine der neuseeländischen Fähre 'Quick Cat', 456 BRZ (MMSI:512001259), die von Waiheke Island nach Auckland City unterwegs war und 97 Passagiere sowie eine fünfköpfige Crew an Bord hatte, brach am 31.10. ein Feuer aus. Als Rauch in die Passagierdecks drang, wurden die Fahrgäste auf das Außendeck beordert. Ein Boot mit Feuerwehr-Einsatzkräften machte sich auf den Weg zum Schiff.
Als es aber vor Ort eintraf, war es dessen Crew bereits gelungen, den Brand zu ersticken. Während es mit einer reduzierten Fahrt von 7,5 Knoten die Reise fortsetzte, sammelten sich am Hafen in Auckland Kräfte der Fire and Emergency NZ Mit einer Stunde Verspätung machte die Fähre am Terminal in Downtown Auckland an Pier 2 fest.
Hier waren Schläuche ausgelegt, um nötigenfalls weiter löschen zu können. Drei Personen, darunter zwei Crewmitglieder, wurden von Sanitätern aus St John wegen möglicher Rauchgasvergifungen untersucht. Eine Person kam vorsorglich ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gestrandetes Binnenschiff löste sich und kam nicht weit
(01.11.19) Das deutsche Binnenschiff 'Elsava', 1606 ts (EU-Nr.: 04403770), das am Abend des 22.10. auf der Donau mit 850 Tonnen Malz an Bord bei Stephansposching im Landkreis Deggendorf auf Grund gelaufen war und dort seither festgesessen hatte, löste sich am 1.11. gegen 3.40 Uhr wegen des steigenden Wasserpegels vom Grund und trieb unkontrolliert flussabwärts. Nur 100 Meter weiter kollidierte es mit einer Wasserstandstonne. Diese verhakte sich mit dem Ruderblatt und der Ankerkette.
Das Gütermotorschiff lag nun manövrierunfähig im Fahrwasser. Deshalb musste die komplette Schifffahrt auf der Donau an der Unfallstelle durch das Wasser- und Schifffahrtsamt gesperrt werden. Die Dauer der Sperrung war noch nicht bekannt.
Die weiteren Maßnahmen wurden durch das zuständige Wasser-und Schifffahrtsamt getroffen. Die Wasserschutzpolizei Deggendorf hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Achtjähriger setzte Notruf ab - Familie vor Cuxhaven aus gefährlicher Lage gerettet
(01.11.19) Einsatzkräfte der DGzRS haben am Nachmittag des 31.10. eine vierköpfige Familie vor dem Cuxhavener Amerikahafen aus einer lebensgefährlichen Situation befreit. Sie war mit einem acht Meter langen Motorboot unterwegs, auf dem plötzlich Motorprobleme in der starken Strömung vor dem RoRo-Terminal auftraten. Um kurz nach 17 Uhr wurde ein Notruf abgesetzt.
Während der Skipper ersuchte, den Anker auszubringen, alarmierte der achtjährige Sohn per Mobiltelefon die Berufsfeuerwehr Cuxhaven. Die wiederum benachrichtigte die Seenotretter.
Das Tochterboot des im Cuxhavener Fährhafen stationierten Seenotrettungskreuzers 'Anneliese Kramer' machte sich sofort auf den Weg zum Amerikahafen. Das Boot war nur noch etwa zwei Meter von den großen Dalben entfernt.
Hätte der Anker nicht gehalten, hätte es innerhalb kürzester Zeit im Strom kentern können. Was die Seenotretter zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: Neben dem Skipper und seinem achtjährigen Sohn befanden sich unter Deck die Mutter und ein sechs Monate alter Säugling. Die Seenotretter schleppten das Boot sicher in den Hafen. Die Familie wurde an Land medizinisch betreut und versorgt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kampf um sinkendes Wohnschiff
(01.11.19) Eien Peniche drohte am 31.10. in Redon nach einem Wassereinbruch zu sinken. Es handelte sich um das Hausboot 'Redondance', das am Morgen im Hafen wegsackte. Der Hafenkapitän alarmierte die Feuerewehr. Nachdem mit einer Lenzpumpe binnen zwei Stunden 1,5 Tonnen Wasser aus dem 10 Meter langen Boot ausgepumpt worden war, wurde s 400 Meter weiter zur Rue de Vannes geschleppt.
Hier sollte es ein Kran aus dem Wasser heben. Dies war wegen des großen Gewichts durch das weiterhin im Schiff befindliche Wasser aber ein kompliziertes Unterfangen. Es hätte auseinanderbrechen können. Erst gegen 16 Uhr war es leicht genug, damit ein Kran das Boot an Land heben konnte. Es wurde dann auf einem Trailer abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter vor Papua Neu Guinea auf Grund gelaufen
(01.11.19) Am 19.10. um 15.10 Uhr lief der unter Singapur-Flagge registrierte Frachter 'Crystal Sea', 5762 BRZ (IMO: 9499931), vor der Küste von Papua Neu-Guinea in der Solomonen-See auf Position 009 10 52 S 149 27 08 O auf Grund. Er hatte den Hafen von Alotau mit Kurs Zhangjiagang voll beladen verlassen. Am 1.11. saß er in unveränderter Lage fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter in Hereke beschädigt
(01.11.19) Der unter Sierra-Leone-Flagge laufende Frachter 'Day' 2516 BRZ (IMO: 8841591), erlitt am 30.10. strukturelle Schäden im Laderaum und an dessen Einrichtung, als nach dem Eintreffen aus Azov die Ladung gelöscht wurde. Die Stauerfirma führte Reparaturen durch, nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen waren. Am 1.11. um 13.40 Uhr machte das Schiff dann in Tuzla fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre bei Kollision beschädigt
(01.11.19) Die indonesische Fähre KMP 'Nusa Agung', 5730 BRZ (IMO: 7027423), kollidierte am 1.11. mit einem Dalben im Hafen von Bakauheni, Lampung. Dabei entstand ein Riss im Rumpf, und es kam zu einem Wassereinbruch, der mit den Lenzpumpen bekämpft wurde. Das Schiff machte an Pier 6 zur Reparatur des Schadens fest.
Deshalb wurde auch Pier 7 des Merak gesperrt. Taucher waren unter Wasser tätig, das Leck zuzuschweißen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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