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Online-Hafenhandbuch Italien:
Livorno / Ligurisches Meer

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Panorama Livorno (Bild: Lucarelli)   Großbild klick!
Livorno (157.783 Einwohner, 2019) ist die Hauptstadt der gleichnamigen italienischen Provinz Livorno (Abk. LI) in der Region Toskana. Die am Tyrrhenischen Meer gelegene Stadt besitzt einen der größten italienischen Häfen.

Livorno liegt in der Küstenebene südlich der Mündung des Flusses Arno, etwa zwanzig Kilometer südwestlich von Pisa.

Der nördliche Teil des Hafens von Livorno ist Handelshafen, vor allem für Mineralöl, Container und Autos. In dem südlichen Teil, in der Nähe der Altstadt, befindet sich der alte Porto Mediceo, heute Fährhafen mit Verbindungen nach Korsika, Sardinien, einigen Inseln des Toskanischen Archipels wie Capraia und nach Nordafrika, sowie Anlegepunkt für große Kreuzfahrtschiffe.

Die Stadt hat auch eine lange Tradition im Schiffbau, die Werft Cantiere Navale Orlando wurde 1865 gegründet. Das Unternehmen Benetti baut auf dem Gelände heute Mega-Yachten. Im Norden der Stadt befindet sich eine Erdölraffinerie des italienischen Konzerns ENI. Weitere Erwerbszweige sind mechanische Industrie und Autozulieferbetriebe (das Unternehmen Bizzarrini baute in Livorno in den 1960er Jahren auch Autos).

Die von Benedetto Brin gegründete und im Jahre 1881 eröffnete Marineakademie Accademia Navale bildet Offiziersanwärter der italienischen Marine aus. Symbol der Akademie ist das Segelschulschiff Amerigo Vespucci.

Der Flughafen Pisa, der wichtigste Flughafen der Toskana, ist ein einer knappen halben Stunde zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten
Monumento ai quattro Mori Das "Denkmal der 4 Mohren" ist das Wahrzeichen der Stadt. Es besteht aus einer steinernen Statue des Großherzogs Ferdinand I. (1595, von Giovanni Bandini) und vier Bronzefiguren, die gefangene Piraten in Ketten darstellen (1623 - 1626, von Pietro Tacca).
Torre del Marzocco - Turm auf achteckigem Grundriss in Hafennähe, der 1439 von den Florentinern als Zeichen ihrer neuen Macht erbaut wurde.
Teatro Goldoni - Städtisches Theater (1843 -1847).
Cisternone - Im neoklassizistischen Stil errichteter Wasserspeicher (1828, wichtigstes Bauwerk des Architekten Pasquale Poccianti)
Terrazza Mascagni - Meeresterasse an der Uferstraße Viale Italia (1928 als Terrazza Ciano angelegt).
Mercato Centrale - große Markthalle im Stadtzentrum, 1894 errichtet.


Yachthafen Livorno
43° 33.031' N 010° 17.596' E
Im Hafen ist es laut und schmutzig: kein Wunder, denn es wird Getreide (staubig) und Petroleum (Geruch) verladen. Die Liegeplätze sind recht unattraktiv und das ist schade, denn Livorno hat mit vielen historischen Gebäuden viel zu bieten.

Die Marina bietet 120 Liegeplätze, auch Plätze für Gastyachten bis zu 30 Meter LÜA bis auf drei bis sechs Meter Wassertiefe.

Navigation: Die Ansteuerung ist bei Tageslicht und nachts problemlos, wenn man das westlich gelegene Riff Secche della Meloria beachtet. Als Ansteuerungshilfe dienen tagsüber die gut sichtbaren hohen Schornsteine und die Lagertanks der Raffinerie. Bei Starkwind aus Südost hat es vor der Südeinfahrt eine unangenehme kabbelige Kreuzsee. Nachts ist die Hafeneinfahrt befeuert.

Service / Sonstiges: Duschen/WC, Benzin, Diesel per Tankwagen, Gas, Restaurant, Elektronik-Werkstatt, Bord-Werkstatt, Motoren-Werkstatt, Einkaufsmöglichkeiten, Strom/Wasser am Steg, Waschsalon, Segelmacher, Entsorgung Altöl WC-Tank Chemie-WC, Schiffsausrüster, WLAN im Hafen, Geldautomat, Slip, Kran, Travellift, Arzt, Bank, Post


windsack Durch die Lage der ligurischen Küste zwischen den Alpen im Norden und dem Apenninbogen im Süden kommt es immer wieder zu Perturbationen von den Bergen. Daher gibt es in dieser italienischen Region die Bauernregel "tramuntan-na scüa, ægua següa" (ligurisch für "dunkle Tramontana, sicherer Regen").
Die Tramontana bezeichnet in Italien, Kroatien (kroat. Tramuntana) und Nordspanien (katalan. Tramuntana) die nördliche, kalte, oft böige Windströmung. In Italien frischt dieser Wind besonders häufig in der Region Ligurien auf. Vor allem im Winter in besonders starker Ausprägung in den Talmündungen, mit daraus folgenden, schnellen Temperaturstürzen.
Libeccio bezeichnet einen Südwestwind in Italien, der zumeist durch Tiefdruckgebiete und entsprechende Druckunterschiede im Winterhalbjahr entsteht. Zusammen mit Mistral, Tramontana und Scirocco ist der Libeccio der häufigste Wind in Italien, besonders an den Westküsten.
Aufgrund der südlichen Ausrichtung bringt kräftiger Libeccio auch häufig reichlich Welle mit, das die Wellen im tiefen Mittelmeer reichlich Zeit haben, sich aufzuschaukeln und zu großer Dünung aufzubauen.




Weblinks:
Livorno in Wikipedia
Webcam Livorno
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Lage Livorno (Bild: Eric Gaba/Walter)
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Übersicht Livorno
(Bild: Google Earth / Walter)  Großbild klick!
Luftbild Hafen Livorno
(Bild: marinas.com)  Großbild klick!
Hafeneinfahrt Livorno
(Bild: korni02)  Großbild klick!
Livorno Fortezza Nuova
(Bild: Shezarainbow)  Großbild klick!
Dom von Livorno
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Livorno
(Bild: Stefano Marucci)  Großbild klick!
Fischerhafen Livorno
(Bild: Adelia Rumanato)  Großbild klick!
Marina Livorno
(Bild: Diego Giuseppe)  Großbild klick!