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Martinshafen / Rügen

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Die Gemeinde Sagard (2511 Einwohner, 2016) liegt auf der Halbinsel Jasmund auf Rügen. Sagard grenzt an den Nationalpark Jasmund. Im Südwesten grenzt die Gemeinde an den Großen Jasmunder Bodden.

Sagard wurde erstmals im Jahr 1250 als Zagard erwähnt. Der Name der Gemeinde Sagard stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie Einfriedung oder Burgort. Dies deutet auf den ehemals hier befindlichen aber eingeebneten slawischen Burgwall aus dem 12. Jahrhundert hin.

Seit dem Jahr 1750 gab es schon Anfänge eines Kurbetriebes. Im Jahr 1795 eröffnete der Pastor Heinrich Christoph von Willich mit seinem Bruder, dem Landarzt Dr. Moritz von Willich, eine Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt. Der Badebetrieb erfolgte bis etwa 1830. Heute erinnert die Historische Parkanlage Brunnenaue an den damaligen idyllischen Kurpark mit seinen Promenaden, Brunnen- und Badehäusern.



Hafen Martinshafen
54° 31.482' N 013° 30.280' E
Der Hafen bietet 120 Plätze für Segelyachten bis zu 25 Meter LÜA auf 1,5 bis 3,1 Meter Wassertiefe.

Martinshafen liegt auf Rügen am Ostufer des Großen Jasmunder Boddens, laut Berichten ist er unsauber.

Klaus und Helene aus Peenemünde schreiben: "Als erstes fiel auf dass es extrem dreckig war. Überall lag Müll, Bauschutt usw herum. Gäste scheinen die alt eingesessenen nicht zu mögen. Während man sich aufs Slippen (kostet übrigens €10 pro Richtung) vorbereitet"Nageln" die auch mal gerne mit 40 Sachen in ihren Geländewagen an einem vorbei. Das der "Weg" recht große Steine (klein getrümmerter Bauschutt?) enthält, die einem bei so einer Aktion auch mal entgegen fliegen können, scheint die nicht zu kümmern.
An unserem Liegeplatz (für eine Woche) saßen ständig Angler die zwischen den Booten angelten an den Liegeplätzen. Auf die freundliche Frage ob man mal durch dürfte, wurde nur mürrisch reagiert. Wie kann man sich auch nur erdreisten einen Angler zur Seite zu bitten, damit man an seinen bezahlten(!!!) Liegeplatz kommt...^^

Wenn man ankommt, wird man sogleich auch abkassiert, das geht ganz fix, da kommt gleich einer angerannt. Aber genauso fix wird man dann sich dann selber überlassen. Fragen wie: Wo sind die Toiletten, wo können wir Müll entsorgen? Was müssen wir beim raus fahren beachten? konnten wir gar nicht erst stellen. So mussten wir halt warten bis wir draußen ins ísfass pissen konnten. Hatten dann ja genug Zeit, da wir nach nur 5 Minuten auch schon gleich auf eine Sandbank aufgelaufen sind, vor der uns keiner gewarnt hat.
Zur Hafenanlage selber:
Insgesamt wirkt alles irgendwie "verfallen" und wie eine "Dauerbaustelle". Brüchige Betonkanten mit tiefen (!!!) Löchern direkt dahinter, schön durch mangelnde Pflege durch Gras verdeckt und herausstehenden rostigen Eisenstangen in den Löchern und außen an der Mauer!! Beim Aussteigen an der (viel zu hohen) Hafenmauer besteht somit Lebensgefahr! Ist man da nämlich im halb dunkeln erstmal rauf geklettert, kann es passieren dass man mit dem ersten Schritt in ein Loch tritt und dann rückwärts wieder ins Becken fällt. Sofern sich nicht gleich eine rostige Eisenstange durch den Fuß bohrt und einen somit festhält. Bleibt man "auf dem Weg nach untern" mit 'nem Auge oder dem Hals an so einer Stange hängen, kann sich jeder ausdenken wie hoch die Chancen sind, wenn ein Krankenwagen in das verschlafene Nest mal locker 15-20 Minuten braucht.

Anfahrt von Land aus:
Man muss den Hafen kennen, sonst kann es sein dass man ihn gar nicht erst findet. Von der Landstraße ab gibt es genau EIN Schild. Dann geht es erstmal ewig durch "totes" Land mit verfallenen Gebäuden links und rechts und die Straßen werden immer schmaler und schlechter. 100 Meter vor dem Ziel kommt dann ein Schild "Zum Imbiss links" - das wars dann auch schon mit der Beschilderung. Zwischendurch kam einmal ein Abstellplatz für Bootstrailer, so dass wir dachten das wir wohl noch richtig sind.

Anfahrt vom Wasser aus:
Bloß nicht ohne Kartenplotter raus fahren! GPS mit Streckenaufzeichnung, IRGENDWAS mitnehmen!!! Denn die "Hafen"-Einfahrt ist nach Sonnenuntergang dunkel wie in einem Bärenarsch. Keine Beleuchtung, keine Betonnung, NIX, REIN GARNIX was auf eine Einfahrt hin deutet. Man muss nämlich ein ganzes Stück durch einen schmalen Schilffkanal fahren, an dem man auch gerne mal vorbeifährt, wenn man nicht weiß das dies die Einfahrt ist. Und wer fährt schon auf "blauen Dunst" in einen nach Naturschutzgebiet aussehenden Bereich rein?

Fazit: Insgesamt recht ranziger Eindruck. Dreckig, vermüllt, viel Müll schwimmt im Hafenbecken, verbastelt und (mit Booten) zugeparkte Slipanlage. Die "Personen" vor Ort gehören wohl alle der gleichen buckligen Verwandschaft an und zeigen deutlich das sie Gäste "nicht mögen". Zumindest interpretiere ich so deren Verhalten.

Bereitstehende Rettungsringe und Stangen konnte wir auch keine ausmachen. Sind die nicht mittlerweile schon Standard oder gar Pflicht?
Ich könnte mir auch vorstellen dass das mal ein "Industriehafen" war, den sich einer günstig "geangelt" hat und meint jetzt spiele ich mal "Sportboothafenbetreiber", bei dem ganzen Industrieschrott der da herumliegt, teilweise IM HAFENBECKEN!
Ganz ehrlich? Das ist wahrlich KEINE Perle für die man 150km anfährt und die man ein zweites Mal besuchen möchte und wahrscheinlich auch der Grund warum man den Hafen BIS HEUTE nicht in Google-Maps findet...
"

ESYS: Trotz eines Anrufs war der Inhaber der Anlage offensichtlich nich an einer Stellungnahme interessiert.

Die ganze Nordseite des Hafens und die westlich in den Hafen ragenden "Bootshäuser" werden von lokalen Seglern benutzt.

Der übrige Teil steht Gästen zur Verfügung. Nur noch selten liegen Binnenschiffe am Südkai. Die Wassertiefe beträgt hier abhängig von der Windlage etwa zwei Meter.

Für Ortsunkundige ist die Ansteuerung nachts nicht zu empfehlen. Ab Tonne "Jasmund" Kurs 90 in der an Backbord betonnten Fahrrinne auf die 15 Meter schmale Hafeneinfahrt zufahren. Der eigentliche Hafen liegt östlich der 300 Meter langen, kanalartigen Einfahrt.

Service / Sonstiges:Sanitäranlagen, eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten (Kiosk), Müllentsorgung, nächste Einkaufsmöglichkeit in Sagard (3 km).

Kontakt:
August-Bebel-Straße 36, 18551 Sagard
Tel: +49 (0) 38393 5330
Inhaber: Rösing Touristik
Hafenmeister Herr Krause, Tel. 0151 4041387

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.



windsack Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.


Weblinks:
Sagard in Wikipedia

Aktueller Wind in Martinshafen

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Übersicht Rügen /Hiddensee (Bild: Cocoloi
Bearbeitung Walter) Großbild klick!
Gutshaus Neddesitz in Sagard
(Bild: RügenSommer)  Großbild klick!
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Hafenmeister und Kiosk
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Hafen und Zufahrt
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Am Slip
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