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Der Rottachsee

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Panorama Rottachsee vom Staudamm aus
Panorama Rottachsee vom Staudamm aus (Bild: Tino Kluge)  Großbild klick!
Zwischen dem Bodensee im Westen und dem Forggensee in Osten liegen südlich von Kempten vier kleinere aber recht attraktive Seen: Der Große Alpsee, der Grüntensee, der Rottachsee und der Niedersonthofener See.

Die Rottachtalsperre, auch Rottachsperre, Rottachspeicher oder Rottachsee genannt, ist ein 4,8 Kilometer langer Stausee der Rottach mit einem Umfang von 12,8 km und einer Fläche von 296 Hektar im Landkreis Oberallgäu, Bayerisch Schwaben, Bayern, ca. 15 Kilometer südlich von Kempten.

Die ersten Überlegungen zu einem Stausee im Rottachtal sind schon sehr alt, sie wurden bereits im Jahr 1904 angestellt. Konkretere Formen nahm der Plan dann im Jahr 1936 an. Das Projekt wurde dann aber wegen des Krieges nicht mehr weiter verfolgt.
In den 70er Jahren wurde das Stauseeprojekt dann erneut aufgegriffen, diesmal vom bayerischen Staat, und nicht vorrangig wegen der Erzeugung von Energie, sondern aus wasserwirtschaftlichen Gründen. Außerdem wurde er nun mehr als dreimal so groß geplant. Zahlreiche Gründe für die Notwendigkeit wurden ins Feld geführt.
Anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme des Stausees durch den damaligen Innen-Staatssekretär Herbert Huber wurde eine reich bebilderte Broschüre über den blitzsauberen Badesee herausgegeben, in der der damalige bayerische Innenminister Edmund Stoiber den Wasserspeicher als eine wirklich gelungene Verknüpfung von Technik und Natur darstellt. Für die Naturschützer sind jedoch Zweifel an der Notwendigkeit und Effizienz des Speichers geblieben, wenngleich er sich heute schön in die Allgäuer Landschaft einfügt.
1978 wurde das Planfeststellungsverfahren für das 70-Millionen-Mark-Projekt abgeschlossen. Der Stollenbau begann 1983, gefolgt vom Dammbau 1986 und der Räumung des Stauraumes von 1989 bis 1992. Im April 1990 wurde mit dem Probestau begonnen, die offizielle Inbetriebnahme erfolgte am 14. Oktober 1992.

Der Rottachsee dient dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung von Iller und Donau und der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Zu diesem Zweck wird ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 480 kW betrieben, das Lastspitzen im Netz abdecken soll. Es erzeugt etwa zwei Millionen kWh pro Jahr und vermeidet so etwa 2000 Tonnen CO2 in diesem Zeitraum. Die Talsperre hat einen 38 m hohen und 190 m langen Erddamm. Die Staumauer ist 70 m hoch. Der See und einige Bereiche seines Ufers, insbesondere das Terrain eines vom restlichen See separierten Vorstaubereiches beim Weiler Bisseroy werden als Erholungsgelände genutzt. Inzwischen wird die Umgebung des Stausees als Biotop bezeichnet, weil viele Pflanzen und Tiere sich niedergelassen haben.

Am See befinden sich zwei Segelvereine, die einen regen Regattabetrieb unterhalten. Im Winter ist Eissegeln möglich. Auch Tauchen ist möglich.



windsack Der Wind am See ist von der Großwetterlage abhängig. Je nach Saison herrschen hier im Allgäuer Seenland sehr gute Bedingungen für Segler und Windsurfer. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene kommen hier auf Ihre Kosten. Die besten Bedingungen herrschen bei Ostwind.




Weblinks:
Der Rottachsee in Wikipedia
Webcam Rottachsee
Segel- und Surfgemeinschaft Rottachsee e.V.
Segel Sport Club Petersthal e.V. (SSCP)

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Lage Rottachsee Lage Rottachsee
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!
Übersicht Rottachsee Übersicht Rottachsee
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!
Findling am Rottachsee Findling am Rottachsee (Bild: Mayer Richard)  Großbild klick!
Der Staudemm des Rottachsees Der Staudemm des Rottachsees
(Bild: Richard Mayer)  Großbild klick!
Eissegeln am Rottachsee Eissegeln am Rottachsee (Bild: icesailor)  Großbild klick!
Luftbild Rottachsee Luftbild Rottachsee (Bild: Akovt)  Großbild klick!