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Online-Hafenhandbuch Griechenland:
Marina Naoussa / Paros

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Naoussa / Insel Paros, Ägäis
Naoussa / Insel Paros, Ägäis (Bild: ArnoWinter)  Großbild klick!
Die kleine Hafenstadt Naoussa (2468 Einwohner, 2011) liegt im Norden der Insel Paros an der gleichnamigen Bucht Ormos Naousia in der südlichen Ägäis.

Der zweitgrößte Ort der Insel und besitzt neben Parikia den zweiten Hafen, der jedoch nicht von den regelmäßig verkehrenden Fährschiffen angefahren wird. Der Ort ist dicht um den kleinen Hafen gelegen und weist zahlreiche enge Gassen auf. Die Häuser sind im kykladischen Stil erbaut.

Direkt beim Ort gibt es kaum nennenswerte Strände, einige Badebuchten und Strände liegen mehrere hundert Meter von Naoussa entfernt. Vom kleinen Hafen aus verkehren stündlich Badeboote zu verschiedenen Stränden. Seit den letzten Jahren spielt der Tourismus eine zunehmend wichtigere Rolle. Im Vergleich zum Hauptort Parikia gibt es in Naoussa weniger Gebäude und Touristen.

Genaue Daten über die ersten Siedler haben sich nicht erhalten, jedoch kann man davon ausgehen, dass der Ort bereits um 2800 v. Chr. besiedelt wurde. Dies belegt ein frühkykladisches Gräberfeld. Von etwa 1200 bis 700 v. Chr. gab es auf dem Koukounaries an der Westseite der Bucht eine befestigte Siedlung. Im 8. Jahrhundert v. Chr. befand sich an der südwestlichen Seite der Bucht eine Siedlung. Bekanntheit erlangte Naoussa durch seinen Hafen, der zur Römerzeit dazu benutzt wurde, den damals sehr berühmten parischen Marmor in die gesamte Mittelmeer-Welt zu verschiffen.

Nach den Araberüberfällen des 9. und 10. Jahrhunderts wurde der Ort faktisch zur Hauptstadt der Insel. Aus der Zeit der Venezianer ist ein Rundturm (Kastell) erhalten geblieben. Interessant ist auch die Tatsache, dass es im Ort eine katholische Kirche gibt, die 3 Grabplatten fränkischer Ritter beherbergt. Im 17. Jahrhundert wurde auf einer Anhöhe das Kloster Zoodochos Pigi erbaut, das nach seinem Gründer auch Longovarda genannt wird. Im 6. Venezianischen Türkenkrieg (1645/1660–1669) wurde der Hafen von Naoussa zum Standquartier der venezianischen Flotte. Im 5. Russischen Türkenkrieg (1768–1774) hatte die russische Flotte, die unter dem Kommando von Alexei Orlow stand, ihr Hauptquartier in dem Ort. Diesen Umstand benutzten die orthodoxen Griechen dazu, die auf der Insel lebenden unbeliebten Lateiner, also Katholiken, zu bedrängen, so dass fast alle Katholiken auswanderten.



Marina Naoussa / Paros
37° 7.520' N 025° 14.082' E
Die Marina bietet etwa 60 Plätze für Yachten bis zu 18 Meter LÜA auf drei bis vier Meter Wassertiefe. Bei starkem Meltemi steht Schwell in den Hafen.

Navigation: Die Ansteuerung von Nord in die Bucht Ormos Naoussa ist einfach: An der westlichen Einfahrtshuk liegt der Leuchtturm Korakas (LFl.W.12s14M). Dann aber in der Bucht beschreibt Cruiserswiki die Ansteuerung so: "The two main ports of Paros have tricky approaches: ..." In der Tat erfordert die Ansteuerung große Aufmerksamkeit: Es gibt einige tückische Felsen in der Bucht, welche dicht unter der Meeresoberfläche liegen und schwer zu erkennen sind. Im Oktober 2002 fuhr eine Fähre auf dem Weg nach Parikia auf ein solches Riff. Dabei ertranken 78 Menschen. Tagsüber ist die weithin sichtbare weiße Kirche (eine Kuppel und Doppeltürme) ein brauchtbare Ansteuerungshilfe. Nachts ist die Hafeneinfahrt beidseitig befeuert.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert ein Felsen, der in der Mitte der Einfahrt zum Yachthafen liegt. Er ist NICHT gekennzeichet! Man hält sich entweder links oder rechts dicht an den Kais.

Küste und Umgebung: Die Küste im Bereich der Marina ist urban geprägt und dicht bebaut. Die Küsten der Bucht sind felsig bis auf die nordöstlichen Ufer: Hier hat es Sandstrände mit Dünen.

Service / Sonstiges: Im Ort beste Versorgungsmöglichkeiten und umfangreiches touristisches Angebot. Busverbindungen nach Parikia. Wasseranschlüsse sind an der Pier vorhanden, Diesel ist per Tankwagen erhältlich. Der Hafenmeister spricht akzentfrei deutsch (nach eigener Angabe kein Wunder bei zwei deutschen Frauen und zwei deutschen Töchtern ). Er verlangt die Bootspapiere und erscheint auf den ersten Blick mürrisch, entpuppt sich aber als liebenswerter Grieche mit sehr viel Humor. Fischladen, Vermietung von Autos und Rollern, Slipeinrichtung, Strom und Wasser gibt´s am Steg gegen Gebühr, Duschen (mehrere vorhanden, Schlüssel beim Hafenmeister) 2 €/Person, Toiletten umsonst. Ein sehr angenehmer Ort mit sehr schöner Altstadt, wie schon beschrieben.

SY Sarabella schreibt: EU-Gegner haben im Hafen alle Leinen abgeschnitten (Mai 2012). Anmerkung: Der Hafenmeister ist ein Deutscher, der dort wohnt (!) und ziemlich verzweifelt und frustriert war. Es hat einigen Schwell in dieser Marina bei Meltemi!

Kontakt: VHF Kanal 12

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.

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windsack Im Sommer weht hier tagsüber der Meltemi, er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist. Umgekehrt ist es auch ein sicheres Indiz, dass wenn der nasse Niederschlag an Deck nach einigen Tagen Tau ausbleibt, der Meltimi wiederkommt.

Weblinks:
Naoussa in Wikipedia
Bilderseite Naoussa
Taxifahren in Griechenland
Aktueller Wind in Naoussa

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Lage Naoussa Lage Naoussa
(Bild: Google Earth / Bearbeitung: Walter) Großbild klick!
Hafenplan Marina Naoussa Hafenplan Marina Naoussa
(Bild: Google Earth / Bearbeitung: Walter) Großbild klick!
Naoussa Hafeneinfahrt Naoussa Hafeneinfahrt
(Bild: dimilouk)  Großbild klick!
Ansteuerung Naoussa: Kirche Ansteuerung Naoussa: Kirche
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Ansteuerung Naoussa von Norden Ansteuerung Naoussa von Norden
(Bild: dimilouk)  Großbild klick!
Naoussa: Ansteuerung Marina Naoussa: Ansteuerung Marina
(Bild: dimilouk)  Großbild klick!
Naoussa: Ruine Venezianischer Turm Naoussa: Ruine Venezianischer Turm
(Bild: IgorRRus)  Großbild klick!
Naoussa: in der Marina Naoussa: in der Marina
(Bild: ovnijad.com)  Großbild klick!
Naoussa: Restaurants am Hafen Naoussa: Restaurants am Hafen
(Bild: Rolf Dirkes)  Großbild klick!
Im Yachthafen Im Yachthafen
(Bild: Bgabel)  Großbild klick!