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Die Marine-Story des Monats

Garantiert kein Seemannsgarn ;-))

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Husarenstück Scapa Flow
Am 14. Oktober 1939 torpedierte der Kapitänleutnant Günther Prien mit seinem Unterseeboot im scheinbar uneinnehmbaren Scapa Flow das britische Schlachtschiff "Royal Oak". Daß ein deutsches U-Boot bei Nacht trotz aller Sperrhindernisse und schwierigen Fahrwasserverhältnisse in den britischen Stützpunkt eindringen, die "Royal Oak" erfolgreich versenken und anschließend auch noch unversehrt wieder ins offene Meer entwischen konnte, hat selbst den betroffenen Engländern Bewunderung abgezollt. Der britische Autor Gerald Snyder hat deshalb sein Buch über die damaligen Ereignisse "Husarenstück in Scapa Flow" betitelt. Als der Nato-Verband SNFC sich Ende der 70er Jahre anschickte, auch Scapa Flow anzulaufen, gaben die Engländer Seekarten des Gebietes an die beteiligten Minensuchboote des Geschwaders. Als deutscher Minenjäger nahm die "Cuxhaven" an dem Unternehmen teil. Sein Kommandant, Kapitänleutnant Alex Lohrmann, lehnte die Annahme englischer Seekarten mit der Bemerkung ab: " Ein deutscher Kaleu findet ohne Seekarten und, wenn es sein muß, auch bei Nacht nach Scapa Flow! "