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Die Marine-Story des Monats

Garantiert kein Seemannsgarn ;-))

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Deutsch-deutsche Zusammenarbeit
Die Bundeswehr läßt ihren Soldaten freie Heilfürsorge angedeihen. Deshalb wird den Wehrpflichtigen eingeschärft: Solange Sie Soldat sind, ist für Sie kostenlos der Truppenarzt zuständig.
Auch wenn Sie Wochenendurlaub oder Jahresurlaub haben oder aufgrund einer Dienstbefreiung sich nicht in Ihrem Standort aufhalten, führt Sie bei Erkrankungen oder Verletzungen der erste Weg ab in die nächste Kaserne zum dortigen Truppenarzt.
Ein Wehrpflichtiger Soldat, der aufgrund seiner Verwendung die Sicherheitsstufe 2 bekommen hat, stellte 1980 den Antrag, seine Verwandten jenseits der Zonengrenze im Urlaub besuchen zu dürfen.
Sein Antrag wurde geprüft und genehmigt. Zwar ließ ihn der Sicherheitsoffizier noch einmal kommen und schärfte ihm ein, alles was auf seine Zugehörigkeit zur Bundeswehr schließen lasse, zu Hause zu lassen.
Der Soldat nahm sich die Sache zu Herzen und befolgte die Anweisungen. Doch seinen Urlaubsschein nahm er mit.
Während des Aufenthalts bei seinen Verwandten befielen den jungen Mann heftige Zahnschmerzen. Einen Zivilarzt aufsuchen? Ihm war doch eingeschärft worden, solange er Soldat sei, ist der Truppenarzt zuständig. Es klang ihm noch im Ohr: Bei Gesundheitlichen Beschwerden, auch im Urlaub, wenn Sie nicht am Standort sind, der erste Weg ab in die nächste Kaserne zum dortigen Truppenarzt.
Also machte sich unser junger Mann zur nächsten Kaserne der nationalen Volksarmee der DDR auf und zeigte bei der Wache seinen Urlaubsschein. Die ließ ihn passieren. Doch dann lief er im Kasernengelände dem Spieß in die Arme, den er nach dem Zahnarzt fragte. Der Spieß schnauzte ihn zunächst an wegen seines zu langen Haarschnitts und schleifte ihn zum Kasernenfriseur. Widerstandslos ließ sich der junge Mann die Haare so kurz scheren, wie sie nach der Vorschrift in der NVA getragen werden. Dann wurde er zum Zahnarzt gebracht, zeigte seinen Urlaubsschein und erfuhr eine korrekte Zahnbehandlung.
Der ganze Vorfall wäre unbekannt geblieben, hätte nicht das zuständige Wehrbereichsgebührnisamt der Bundeswehr eines Tages vom Zahnarzt der NVA eine Rechnung über 49,50 DM anläßlich der Behandlung eines Bundeswehrsoldaten zur Begleichung erhalten. Das Wehrbereichsgebührnisamt zahlte den Betrag.

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