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Online-Hafenhandbuch Türkei:
Kekova und Umgebung

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Kekova, auch Caravola, ist eine kleine türkische Insel in der Nähe von Kas (alte Antiphellos) an der Südküste der Türkei. Kekova hat eine Fläche von 4,5 km² und ist unbewohnt. Mit Kekova ist nicht nur die etwa sieben Kilometer lange Insel gegenüber der Burg von Simena bezeichnet, sondern die gesamte Region dieses Küstenabschnitts. Die kürzeste Entfernung zwischen der Insel und dem Festland beträgt gerade mal 500 Meter und das Meer ist in diesem Bereich stellenweise über 100 Meter tief. Auf der Insel gibt es eine Süßwasserquelle.

Die Stadt soll in luwischer-etruskischer Sprache Khawakuwa geheißen haben, was Heimat des Kleinviehs und der Stiere bedeutet haben soll. Die Bezeichnung cow im Englischen und Kuh im Deutschen soll ihren Ursprung in der Silbe Khawa haben. So ist auf einer Webseite zu lesen. Man schließt aus dem antiken Namen auf einen Tierkult in Kekova. Demnach sollen in der Antike als heilig geltende Tiere, wie z.B. Rinder und Ziegen, auf der Insel sich selbst überlassen gelebt und vermehrt haben.

Diesen Brauch, Haustiere für eine gewisse Zeit auf die Insel zu bringen, kann man bis zum heutigen Tag noch vorfinden. Dahinter steckt heute sicherlich kein religiöser Ritus aus längst vergangenen Tagen, wie man in manchen Veröffentlichungen lesen kann, sondern verdankt sich der Tatsache, daß die Insel als ein natürlicher Ziegenpferch benutzt wird. Wahrscheinlich war das damals in der Antike auch nicht anders. Die Geschichte vom Tierkult, der sich bis heute erhalten haben soll, klingt einfach spannender für manchen Reiseführer.

Auf seiner nördlichen Seite gibt es die teilweise versunkenen Ruinen von Dolchiste / Dolikisthe, eine alte Stadt, die durch ein Erdbeben im 2. Jahrhundert zerstört wurde.

Bekannt ist Kekova heutzutage vor allem wegen seiner antiken Überreste auf der nördlichen Seite der Insel. Durch ein Erdbeben versanken Teile der Insel und mit ihr die Stadt im Meer. Diese unter Wasser gelegenen Ruinen sind das Ziel zahlloser Touristen, die mit Booten aus Demre, Kas oder sogar aus Kalkan hierher gefahren werden. Die Boote sind mit gläsernen Böden und Guckfenstern ausgestattet, denn Tauchen, Schnorcheln und selbst Schwimmen ist im Bereich der Sunken City verboten.

Ücagiz (antiker Name: Teimioussa) ist ein Dorf einen Kilometer vom Kaleköy, im Norden von einer kleinen gleichnamigen Bucht mit den Ruinen von Teimioussa im Osten. Der Name 'Ücagiz'" bedeutet "Drei Münder", bezogen auf die drei Ausgänge zur offenen See.



Kekova Adasi / Kaleücagiz
36° 11.675' N 029° 50.926' E
Die Einfahrt in die Bucht erfordert Sorgfalt, man sollte sich in der Mitte halten, links und rechts wird es schnell flach.
In der Bucht liegt man - im Gegensatz zu Kale - sehr sicher und ruhig. Das kleine Dorf ist sehr malerisch. An dem T-förmigen Betonsteg kann man rk anlegen. Auch hier gibt es Restaurant Hassan und Ibrahim (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Restaurants in Kale!). Das Marinapersonal wirkt leicht unfreundlich und kommt ungefragt an Bord um zu "helfen". Liegen ist hier teuer: 70 € für einen 12m-Kat. Wasser, Strom und Duschen gehen extra. Im Restaurant dirkt am Steg gibt es gutes Essen zu vernünftigen Preisen.
Der westliche Steg ist nur für Gullets und Ausflugsboote reserviert.
Der östlichste Steg gehört zum Restaurant / Bar Kabay. Hier gibt es auch Strom am Holzsteg. Die Drinks sind gut und preiswert. Gleich dahinter beginnt ein archäologisch interessantes Gelände mit Dutzenden von Sarkophagen und vereinzelten Felsengräbern. Festes Schuhwerk ist nötig.
Ende Mai / Anfang Juni gibt es hier nachts recht lästige Mücken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS



Ankerbucht Karaloz
36° 10,98' N 029° 53,3' E
Die Einfahrt zu dieser Bucht im Südosten der Insel Kekova ist sehr schwer sehen, weil sich die Farben der beiden Felshuken nicht vom Hintergrund unterscheiden. Die große Wassertiefe gestattet eine problemlose Einfahrt. In der tief einschneidenden, sehr gut geschützten Bucht gibt es mehrere Ankermöglichkeiten mit einer Leine zum Land. Der sehr einsame Ort ist ein gutes Tauchrevier.



windsack In Kekova-Reede herrschen im Sommer mäßige bis leichte Winde um Südwest bis Nordwest. Im Frühjahr sind Gewitter mit den dazugehörigern Schauern und Böen aber morgendlicher Nebel möglich, der sich aber bald auflöst. Im Winter sind Südstürme möglich, die dann auch roten Saharastaub mitbringen.



Weblinks:
Bobby Schenk über Kekova (am Ende der Seite): der echte, der wahre Hassan

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Schlagwörter: Kekova und Umgebung, Caravola, Türkei, Anlegesteg, Steganlage, Hafen, Yachthafen, Ankerbucht, Marina, Wassertiefen, Tourismus, Fremdenverkehr, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Segeln, Wind, Windbedingungen, Online-Hafenhandbuch Türkei, Seglerinfo, Satellitenbild

Lage von Kekova
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild klick!
Blick von Üçagiz über Kekove Reede auf die Insel Kekova
(Bild: blue_note)  Großbild klick!
Sarkophage bei Üçagiz
(Bild: hakankundakci)  Großbild klick!
Übersicht Kekova Übersicht Kekova
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!
So viele Sarkophage wie hier gibt es nirgends So viele Sarkophage wie hier gibt es nirgends
(Bild: Hans Sterkendries)  Großbild klick!