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Online-Hafenhandbuch Kroatien:
Essen in Kroatien

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Wer in Kroatien segelt, kommt unweigerlich mit der Kroatischen Küche in Berührung. Hier einige Informationen, großartige Überraschungen gibt es hier nicht.
Bis auf den Slivovitz: Der wird oft in voll gefüllten Wassergläsern ausgeschenkt ...
Zur Landesküche Kroatiens gehören Fleischgerichte, Fischspezialitäten, herzhafte Suppen, Speck, Käse, Schinken sowie einheimischer Wein und Kräuterschnaps. Die kroatische Speisekarte bietet bodenständige, einfache Kost.
Wer Wert auf typische kroatische Küche legt, der geht am besten in eine der urtümlichen Konobas, kleine einheimische Restaurants, die vor allem an der Adriaküste zu finden sind. Konob bedeutet übersetzt 'Keller', dabei haben sie keineswegs etwas mit einem dunklen, feuchten, modrig riechenden Keller zu tun. Das Einzige, was an einen Keller erinnern könnte, wäre die Größe: Eine typische Konoba ist nämlich wirklich verhältnismäßig klein. Hier kehren auch die Einheimischen ein. Zudem stimmen Bedienung und Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Getränkeauswahl ist landestypisch: vorwiegend Wein, aber auch Bier, landestypische Spirituosen.
Die kroatische Küche kann, grob zusammengefasst, auf einige Regionen aufgeteilt werden, in denen ganz spezifische Küchentraditionen nachzuweisen sind, die charakteristisch für die jeweilige Region sind und die zunächst nicht unbedingt im restlichen Kroatien bekannt waren. Mittlerweile jedoch sind die meisten Gerichte in ganz Kroatien anzutreffen.
Die Tischsitten unterscheiden sich nicht von denen in Österreich. Wenn Sie allerdings in einem Restaurant sind, müssen Sie nicht auf den Kellner warten bis dieser Ihnen einen Platz zuweist.
Cevapcici sind gegrillte Röllchen aus Hackfleisch und ein in Südosteuropa und Vorderasien verbreitetes Fleischgericht. In Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Serbien und Albanien sowie im Iran gelten sie als Nationalgericht. Es wird angenommen, dass das Cevapcici einen persischen Ursprung im Iran hat und durch die Osmanen in den Balkan gebracht wurde. Dort entwickelte es sich zu einem weitverbreiteten Gericht. Die Länge der Cevapcici variiert zwischen etwa 5 cm in Bosnien und Herzegowina und rund 10 cm in Serbien. In anderen Ländern sind oft beide Varianten erhältlich.




Raznjici ist die im Serbokroatisch sprechenden Teil Südosteuropas verbreitete Bezeichnung für gegrillte Fleischspieße. In den deutschsprachigen Raum kam das Gericht Mitte des 20. Jahrhunderts über die Wiener Küche.
Die Zubereitung erfolgt überwiegend mit Schweinefleisch, aber auch Kalb-, Lamm- oder Hühnerfleisch können einzeln oder zusammen mit Schweinefleisch verwendet werden. Das Fleisch wird in flache Quader geschnitten und teilweise abwechselnd mit Gemüsestücken wie Paprika oder Zwiebeln auf Spieße gesteckt und gegrillt. Raznjici werden häufig mit rohen Zwiebeln und Ajvar serviert.




Suppen: Als traditionsreiche Spezialität gilt die Istarska Supa, eine Rotweinsuppe, welche mit Olivenöl gekocht und gerösteten Brotwürfeln serviert wird.
Wer Fisch mag, sollte unbedingt die Brodetto probieren, eine schmackhafte Suppe, die aus verschiedenen Fischarten sowie Tomaten und Zwiebeln und natürlich Olivenöl gekocht wird. Im Winter lieben die Kroaten zudem nahrhafte, mit Kartoffeln oder trockenen Bohnen angereicherte Suppen, denen Paprika, Kohl und Knoblauch zugegeben werden.
Zagorska kisela juha heißt übersetzt 'Saure Suppe aus dem Zagorje', die Region nördlich von Zagreb. Eigentlich als Vorspeise gedacht ist, kann man die Suppe natürlich in ausreichender Menge auch als Hauptmahlzeit auf den Tisch bringen.












Djuvec Reis ist eine beliebte Beilage zu Cevapcici ist ein traditionelles südosteuropäisches Schmorgericht aus Gemüse und Fleisch. Es gilt in mehreren Staaten dieser Region als Nationalgericht. Eigentlich bedeutet der Name Pfannengericht zu serbisch duvece, mazedonisch duvec Bratpfanne.







Als Zwischenmahlzeit sind in der kroatischen Küche gefüllte Blätterteigtaschen, Börek genannt, beliebt. Die Füllungen sind vielseitig und manche Familie hat ihr eigenes Rezept, welches schon die Großmutter kochte. Börek ist ein in Anatolien und im Balkan verbreitetes Blätterteiggericht, das vermutlich vor dem siebten Jahrhundert im Osmanischen Reich entstanden ist. Börek wird aus Yufka-Teig hergestellt und mit einer würzigen Füllung gefüllt, beispielsweise aus Hackfleisch, Schafskäse, Spinat oder anderem Gemüse und Petersilie. Börek kann auch kalt als Imbiss angeboten werden.



Spirituosen: Am bekanntesten dürfte der Slivovitz, ein Obstbrand aus Pflaumen. Der Name ist vom slawischen Wort sliva für Pflaume abgeleitet. Andere gebräuchliche Schreibweisen sind: Slivovic und Slibowitz. Das Getränk wird hauptsächlich in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Polen, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Bulgarien hergestellt und konsumiert.
Das erste Mal machte ich 1972 Bekanntschaft mit dem Schnaps: Zum Willkommensgruß bekamen wir ein normales Trinkglas, bis zum Rand gefüllt. In Kroatien ist das ganz normal, auch heute noch ...
Sliwowitz gibt es in zwei Farben:
Gold, gelagert in Fässern, gelblich gefärbt und aromatisiert durch das Holz, aus dem die Fässer hergestellt wurden.
Weiß, gelagert in Flaschen, farblos.
Badel Stara Sljivovica ist der berühmteste Weinbrand von Badel1862. Er wird durch die Destillation von den heimischen Pflaumen Bistrica hergestellt. Badel Stara Sljivovica hat Kultstatus und wird in mehr als dreißig Länder auf der ganzen Welt exportiert.




Kroatischer Wein (Wikipedia):
Im Süden von Kroatien wird, vor allem zu den Mahlzeiten gern bevanda, ein schwerer, aromatischer Rotwein, mit Leitungswasser verdünnt, in den nordwestlichen Regionen dagegen ein 'Gespritzter', ein trockener Weißwein mit Mineralwasser verdünnt getrunken.
Der Weinanbau in Kroatien ist so ungeheuer vielfältig, dass hier ein großflächig angebauter Wein in Dalmatien genügen muss: Der Plavac mali. Es handelt sich dabei um eine autochthone dalmatinische Sorte, die in trockenen Böden wächst und sehr viel Sonnenwärme verlangt. Die jüngsten Genforschungen der Herkunft von Plavac mali zeigen die Verbindungen dieser Sorte mit der berühmten amerikanischen Sorte Zinfandel (in Europa auch 'Primitivo').
Eine Besonderheit der kroatischen Etiketten ist, dass der Alkoholgehalt aufs Zehntelprozent genau angegeben werden muss und nicht gerundet. (z. B. wird 11,3 Prozent nicht auf 11,5 Prozent aufgerundet wie in Frankreich oder Deutschland).

Fisch: Fisch gibt es in allen Variationen, in Restaurants wird es oft zuerst angeboten, weil er am meisten bringt. Warnung Fisch ist exrem teuer, und oft kommt es hier zu unsauberen Machenschaften. Meeresfrüchte wie z.B. Tintenfisch sind nicht so teuer. Er wir von einfachen panierten Ringen bis zu raffinierten Zubreitungen angeboten.
Miesmuscheln sind beliebt: Oft werden sie in Weißweinsauce serviert. In den 70er Jahren haben wir sie im Limskifjord noch von den Felsen pfücken können.














Auch einheimische Austern sind zu haben: Wir haben sie im Limskifjord ganz hinten probiert. Sie werden stolz als die besten Austern der Welt bezeichnet, aber ich kenne die Austern in der Bretagne und die hier haben mich nicht vom Hocker gehauen.


Weblinks:
Kroatische Küche in Wikipedia
Medien in der Kategorie Kroatische Küche

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Schlagwörter: Kroatische Küche, Essen in Kroatien, Konoba, Kroatien, Kroatischer Wein, Istarska Supa, Cevapcici, Raznjici, Konoba, Börek, Djuvec Reis, Slivovitz, Tourismus, Fremdenverkehr, Geschichte, Urlaub Kroatien

Eine typische Konoba Eine typische Konoba (Bild: konobadubrava.com)  Großbild klick!










Cevapcici Cevapcici (Bild: János Korom Dr. / wikipedia)  Großbild klick!
Raznjici Raznjici (Bild: Ivana Sokolovic)  Großbild klick!
Fischsuppe Brodetto Fischsuppe Brodetto (Bild: squarespace-cdn.com)  Großbild klick!
Zagorska kisela juha (Bild: kroatien-liebe.com)  Großbild klick!
Djuvec Reis Djuvec Reis (Bild: kochrezepte.at)  Großbild klick!
Börek: Teigtasche mit Hackfleisch Börek: Teigtasche mit Hackfleisch (Bild: Macic7)  Großbild klick!
Badel Stara Sljivovica Badel Stara Sljivovica (Bild: feinkost-aus-kroatien.de)  Großbild klick!
Plavac Mali Crni, auch Zinfandel oder Primitivo Plavac Mali Crni, auch Zinfandel oder Primitivo (Bild: Pero Kvrzica)  Großbild klick!




Kalamari Kalamari (Bild: Haydn Blackey)  Großbild klick!
Miesmuscheln hier in Tomatensauce Miesmuscheln hier in Tomatensauce (Bild: ModriDirkac)  Großbild klick!
Austernzucht im Limksifjord Austernzucht im Limksifjord
(Bild: Peter Walter) Großbild klick!