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Online-Hafenhandbuch Kroatien:
Kotor / Montenegro

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Kotor / Montenegro Panorama
Kotor / Montenegro Panorama (Bild: Dirk.heldmaier)  Großbild klick!
Die Kleinstadt Kotor (it. Cattaro; lat. Acruvium) mit ihren 5341 Einwohnern (2003) liegt ganz hinten in der fjordartigen Bucht von Kotor in Montenegro. Die Stadt verfügt über bedeutende kulturhistorische Bauwerke und ist seit 1979 in das UNESCO Welt-Kultur und Naturerbe. Das zieht naürlich Touristen an: Viele Kreuzfahrtschiffe besuchen die Stadt mit ihrem einzigartigen Panorama aus bis 1894 Meter hohen Bergketten (Orjen und Lovcen). Sie ist die Tourismusregion mit den meisten Besuchern in Montenegro.

Sehenswürdigkeiten:
- Die St. Tryphon Kathedrale ist das bedeutendste sakrale Bauwerk im romanischen Stil in Montenegro. Seit 1979 steht sie auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
- Die 4,5 Kilometer lange Stadtmauer



Hafen Kotor
42° 25.505' N 018° 45.849' E
Der Hafen bietet Plätze für Segelyachten bis zu 60 Meter LÜA auf fünf Meter Wassertiefe. Kotor ist ganzjährig Port of Entry. Der Naturhafen bietet sehr guten Schutz. Böen aus den Bergen sind aber möglich.

Navigation: In der nur 360 Meter breiten Enge bei Verige (Strait of Verige) muss man insbesondere nach starken Regenfällen im Hochgebirge mit einem Südstrom von bis zu 2,5 Knoten rechnen. Die Ansteuerung von Kotor selbst ist bei Tageslicht und nachts problemlos. Als Ansteuerungshilfe kann tagsüber die gut sichtbare Altstadt dienen. Nachts ist die Hafeneinfahrt am Kreuzfahrerkai backbords rot befeuert.

Küste und Umgebung: Die Küste im Bereich des Hafens ist urban geprägt und dicht bebaut. Die Küste in der Umgebung besteht aus Felsen und Steilküste. Hinter einem schmalen, bewaldeten Streifen liegen bis zu 1894 Meter hohe, spärlich bewachsene Berge.

Service / Sonstiges: Gemüsemarkt, Fischmarkt, Duschen/WC, Tankstelle, Restaurants, Supermarkt, Strom/Wasser am Steg, Entsorgung Slip, Kran, Arzt, Bank, Post

Nikolaus Suppanz schreibt: "Vor dem Südufer der Bucht von Kotor ankern auf ca. 4 Meter Wassertiefe 6 Segelboote unter italienischer, britischer und kroatischer Flagge, ein französisches Motorboot und ein einheimischer Segler. Das Ufer ist unbefestigt. Am Wasser zunächst Gras, dahinter ein nicht gepflasterter Parkplatz für Camping- und Touristen-Busse. Östlich mündet ein Flüßchen ins Meer. Es folgen ein längerer Badestrand des Hotel Fjord, dann wieder eine Bachmündung, dann ein auf Stelzen über Wasser gebautes Restaurant. Östlich davon erst befestigtes Ufer, an dem Boote festgemacht sind.
Entfernung bis zum ersten Boot mehr als 300 m. Ich, der französische und einer der britischen Skipper sind der Meinung, wir befänden uns außerhalb des Hafens. Alle haben in anderen Ländern, aber auch in Montenegro ähnlich geankert. Nie hätte es Probleme gegeben. Und wenn zu mir ein Polizeiboot in eine Bucht kam, Papiere zu kontrollieren, fragte niemand, ob ich mich irgendwo angemeldet hätte. Boote fahren in den Hafen, andere heraus; alles in einiger Entfernung von uns. Platz ist genug da. Wir behindern niemand.
Gegen Abend fährt in einer Barkasse der für die Sicherheit des Hafens zuständigen stellvertretende Hafenkapitän alle ankernden Boote an, drei goldene Streifen am Revers: Wir müssen verschwinden, denn wo wir ankern, verstießen wir gegen montenegrinische Gesetze. Wenn wir morgen in sein Amt kämen, könnten wir die entsprechenden Paragrafen einsehen. Auf die Frage, wo ich ankern könne, sagt er: Vor Orachovatz. Das ist 4 sm nördlich und - das merkte ich erst am folgenden Tag - über 34 Meter Wassertiefe. Alle Boote, bis auf das montenegrinische räumen den Ankerplatz.
Nur weil die Besatzung nicht an Bord war? Am nächsten Morgen blättert der gute Kapitän dann in einem Ordner, macht aber nicht den Eindruck, als ob er darin die versprochenen Bestimmungen suchte. Keine Rede mehr von einschlägigen Paragrafen. Stattdessen die Beteuerung: Jedes Boot, das in Montenegro ankern wolle, müsse sich auf Kanal 16 melden. Dann bekomme es einen Ankerplatz zugewiesen und müsse auch dort ankern. Alle zulässigen Ankerplätze seien auf den amtlichen Karten eingezeichnet. Keine 300 Meter vom Zeichen dürfe man abweichen .
Auf meine Einwände, wo das geschrieben stünde; ob in Montenegro UKW-Funk für alle Boote vorgeschrieben sei; was zu tun ist, wenn in einer Bucht kein Funkkontakt herzustellen ist; ob dieses Verfahren vielleicht nur für größere Schiffe gelte, reagierte er zunehmend gereizter, hörte mir bald gar nicht mehr zu. Es gelte für alle Fahrzeuge. Ohne Erlaubnis eines Hafenkapitäns dürfe in Montenegro niemand ankern. Am Ende wiederholte er nur noch: Kanal 16 und dann sich an den angegebenen Ort halten. Das sei montenegrinisches Recht. Er hätte alle Meere dieser Welt befahren und kenne sich aus.
Bevor ich ging, fragte ich den Kapitän noch, wo es die Karte zu kaufen gäbe, die über seinem Schreibtisch hing und in der er ständig die erlaubten Ankerplätze antippte. Er wisse es nicht, war seine Antwort. Der Bäcker weiß nicht, wo es Brot zu kaufen gibt! Wer denn, wenn nicht er? Da ihm diese Antwort dann doch zu peinlich war, fand er am Rand der Karte eine Telefonnummer, die der Druckerei. Dort solle ich nachfragen. Die Druckerei weiß natürlich über den Vertrieb nichts: Der Verkehrsminister hätte den Druck bestellt und die fertigen Karten abgeholt. Gibt es noch mehr Inkompetenz? Es gibt! Später fand ich im Internet zwei Bezugsstellen: Auf der Home-Page des guten Hafenkapitäns..."


Alfred Knödler schreibt: "Hafen Kotor keine Hilfe beim Anlegen. Kein Hinweis auf Sanitäranlage. Schau zu wie Du zurechtkommt. Nach längerem Suchen konnten wir den Hafenmeister aufgestöbert, der, obwohl auf einem Schild am Anlegesteg so gefordert kein Interesse an der Anmeldung hatte. Sein Assistent käme später ans Schiff. Irgendwann tauchte einer auf der 46 EUR Liegegebühr kassierte und ziemlich widerwillig den Weg zur Sanitäranlage in einen 'Club' beschrieb. Durch die direkt an der Anlage vorbeiführende Hauptstraße recht lauter Liegeplatz vor eigentlich schöner Kulisse."

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesem Hafen mitteilen könnten. Kontakt 



windsack Die Windverhältnisse in der Bucht von Kotor sind "recht variabel", um es schonend auszudrücken: Winddreher, Winde aus Seitentälern, Düseneffekte und thermische Winde egeben einen bunten und schlecht berechenbaren Mix aus Winden. Der Shirokko oder Jugo und die Bora haben hier nicht zu suchen ...




Weblinks:
Kotor in Wikipedia
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Lage Kotor Lage Kotor
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!
Hafenplan Marina Kotor Hafenplan Marina Kotor
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!
Kotor von oben Kotor von oben
(Bild: duscio)  Großbild klick!
Kotor Stadtmauer Kotor Stadtmauer
(Bild: patchoi8038)  Großbild klick!
Kotor Hafenamt Kotor Hafenamt
(Bild: Igor Djoric Djora)  Großbild klick!
Kotor: Sankt-Tryphon-Kathedrale Kotor: Sankt-Tryphon-Kathedrale
(Bild: Gérard Janot)  Großbild klick!
In der St. Tryphon Kathedrale In der St. Tryphon Kathedrale
(Bild: Palickap)  Großbild klick!