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Der Diemelsee

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Der Diemelsee ist ein Stausee hinter der Diemeltalsperre auf der Grenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Talsperre gehört der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Der Diemelsee erstreckt sich ein paar Kilometer nordöstlich des Uplands in den äußersten nordöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges. Er befindet sich überwiegend im Landkreis Waldeck-Frankenberg, der kleine Nordteil und auch seine Staumauer im Hochsauerlandkreis. Er liegt im Naturpark Diemelsee zwischen Willingen und Marsberg bei der Gemeinde Diemelsee. Sein Absperrbauwerk, die Diemeltalsperre, steht 500 m südlich von Helminghausen (südwestlicher Ortsteil von Marsberg).

Während die Talsperre zum Beispiel das Wasser von Diemel und Itter aufstaut, liegt der Stausee in waldreicher Mittelgebirgslandschaft, deren höchster direkt am See gelegener Berg das Köpfchen (610 m; nordwestlich des Seewestarms) ist. Wenige Kilometer südlich des Sees ragt der Koppen 715,1 m hoch auf.

Der Stausee dient mit seiner Talsperre der Wasserregulierung der Bundeswasserstraßen Weser und Mittellandkanal, dem Hochwasserschutz, der Wasserkrafterzeugung und der Erholung. Er hat eine Wassertiefe von maximal 34 m und eine Uferlänge von ca. 16 km. Im Jahr 2003 wurde der Inhalt des Diemelsees neu vermessen: Der See hat 19,9 Mio. m³ Stauvolumen bei normalem Vollstau (nicht bei Hochwasser).

Die Bauarbeiten an der Talsperre, die als Gewichtsstaumauer aus Diabas-Bruchsteinmauerwerk nach dem Intze-Prinzip konstruiert wurde, begannen 1912, wurden jedoch durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1920 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen, 1923 beendet und 1924 die Talsperre in Betrieb genommen. Die Wasserkraftanlage hat zwei Turbinen, eine Nennleistung von 1,04 MW und erzeugt im Mittel jährlich 2,50 GWh Strom.

In der Nähe der Staumauer auf nordrhein-westfälischer Seite gibt es eine Stelle (Bucht), wo getaucht werden darf. Aufgrund der recht wenigen Taucher herrscht meist gute Sicht.

Zugelassen sind nur Segelboote maximal 15 m Länge. Ab 5,50 m Länge sind sie anmeldepflichtig. Motorbootsind nicht erlaubt. Elektroboote sind nur bis maximal 15 m Länge erlaubt, E-Motoren über 2,21 kW sind zulassungspflichtig.
Auf der "Muffert" werden 90-mnütige Ausflugsfahrten auf dem Diemelsee angeboten.




Höchster Berg ist der Eisenberg mit 594 m; 294 m über dem Wasser. Bei "Normal" ist der "Schlauch" immer noch 200 m breit, der Itterarm 300 m. Der Muffert im Osten (501 m) und die Erhebung "Auf dem hohen Rad" auf der Westseite bilden die Begrenzungen des Schlauches, sie gehen mit dem Fresenberg hinter der Strandterasse den wilden Winden im "Schlauch" die besondere Note.



windsack Wie bei vielen anderen Stauseen auch ist der Wind am Diemelsee extrem drehend und erfordert große Konzentration. Besonders im "Schlauch" sind Winddreher häufig.
Hans-Jürgen Schaewitz vom Sport-Segel-Club Diemelsee schreibt: "Im Frühjahr und Herbst reichen die Windstärken von ein bis fünf Beaufort, im Sommer von ein bis Drei."



Weblinks:
Der Diemelsee in Wikipedia
Sport-Segel-Club Diemelsee e.V.
Campingpark Hohes Rad / Diemelsee

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Lage Diemelsee Bild: NordNordWest Großbild klick!
Satbild Diemelsee  Großbild klick!
Diemeltalsperre mit Sperrmauer, Kraftwerk. Im Vordergrund die
Ortschaft Helminghausen. Links der Eisenberg.
(Bild: Nawi112)   Großbild klick!
Steganlage am Diemelsee (Bild: dl6dbh)  Großbild klick!
Böen auf dem Diemelsee (Bild: Carschten)  Großbild klick!