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Heiligenhafen

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Der Ortskern von Heiligenhafen (9122 Einwohner, 2020) liegt an einer Bucht (deren künstlich abgetrennter Teil als Binnensee bezeichnet wird, jedoch Zugang zur Ostsee hat), die durch eine vorgelagerte Landzunge, bestehend aus Steinwarder und Graswarder, von der Ostsee getrennt ist. Der Graswarder ist Vogelschutzgebiet. In der Nähe des Ortes befindet sich auch eine Steilküste, man kann hier also drei für die Ostseeküste typische Elemente des Uferbereiches überblicken, das Kliff, die Strandwälle und den Sandstrand.

Die einwandfreie Deutung des Namens, der über die Jahre einige Wandlungen erfahren hat, ist bis heute nicht gelungen. So könnte der erste Teil aus dem Wort heilig oder aus dem Begriff Hallig entstanden sein und der Teil hafen wohl auf den Zweck der Gründung hindeuten.

Heiligenhafen ist ein staatlich anerkanntes Seeheilbad und bis heute ein wichtiger Fischereistandort. Westlich des Stadtzentrums befindet sich ein großer Ferienpark, östlich die Fehmarnsundbrücke im Verlauf der Vogelfluglinie. Tourismus, Fischerei, Handel, Handwerk sowie verschiedene Banken und Behörden bestimmen heute die Beschäftigungsstruktur der Bevölkerung.

Der Fremdenverkehr bildet eine der Haupterwerbsquellen in Heiligenhafen. Als Ende des 19. Jahrhunderts der Seehandel immer mehr an Bedeutung verlor, blieben als Erwerbsquellen im wesentlichen die Landwirtschaft, das Handwerk und die Fischerei. Der Fremdenverkehr kam 1872 hinzu. 1895 wurde die Deutsche Badegesellschaft Heiligenhafen gegründet, die von der Stadt auf 100 Jahre den gesamten Küstenstreifen vom Hohen Ufer bis zur Ostspitze des Graswarders pachtete. Sie versuchte, den Tourismus in Heiligenhafen zu beleben. Dies gelang jedoch nur bis 1914. Danach hatte die Gesellschaft praktisch aufgehört zu existieren. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein bis zum heutigen Tag kontinuierlicher Ausbau des Seebades.



Heiligenhafen
54° 22.479' N 010° 59.240' E
Neu 2020: Neuer Servicepoint am Steg 8. Im Parterre Toiletten, darüber der Hafenmeister.
Neu 2021: Hafenmeisterei am Steg 8 fertiggestellt, hier ist auch der Bezahlautomat. Steg 9 wurde total erneuert.

Die Marina bietet 1000 Plätze für Segelyachten bis zu 20 Meter LÜA auf 2 bis 5 Meter Wassertiefe.

Heiligenhafen ist ein beliebter Urlaubsort am Fehmarnsund mit Handelshafen und einem großem Yachthafen mit ca. 1.000 Liegeplätzen. Der kommunale Yachthafen nördlich des Fischereihafens und ein vereinseigener Yachthafen südlich vor der Einfahrt zum Fischereihafen sind aufgrund ihrer geschützten Lage hinter dem sogenannten "Graswarder" (Vogelschutzgebiet) besonders interessant.

In Heiligenhafen finden Sie mit ca. 120 erstklassigen Segelyachten die größte Yachtcharterflotte der Ostsee. Entsprechend viele Chartertörns beginnen und enden somit in Heiligenhafen. Die Abwicklung ist sehr sorgfältig. Es ist immer ein entsprechendes Spektakel, wenn die Chartercrews Samstags erstmalig ablegen - und zur Sicherheit alle nochmals ihr Nebelhorn prüfen.

Die Charterboote liegen i.d.R. an den Stegen 1-3, im südostlichen Ende des Yachthafens, beim Hafenmeister.

Navigation: Die Ansteuerung erfolgt vom Fehmarnsund aus über das betonnte Fahrwasser. Von Westen oder Norden kommend auf die Tonnen Heiligenhafen-Nord und Heiligenhafen-Ost achten, neben denen das Wasser sehr schnell flach wird. In der Ansteuerung zwischen Graswarder und dem Ufer ebenfalls im Fahrwasser bleiben. 2019 wurde der Pier am Eingang des Fischereihafens zur Gänze saniert. Hier soll ein Museumshafen entstehen.

Service / Sonstiges: Wasser und Strom befinden sich an den Stegen. Duschen, WC und Altölsammler finden Sie beim WC-Gebäude Nr. 1. Am Steg 2 des kommunalen Yachthafen ist eine Fäkalienentsorgungsstation eingerichtet. Bäckerei mit Cafe "Gläserne Segelmacherei", Zoll, Schiffsausrüster, Fachhandel für Bootszubehör und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten befinden sich unmittelbar in Hafennähe. Die neu eingerichtete Bunkerstation liegt rechts des Steges 12.
Ebenfalls nahe des Steges 12 befindet sich das große Gillhus (Gildehaus). Sehr gute, handfeste Kombüse, die MitarbeiterInnen dort sind wirklich freundlich und nett (wir waren dort Anfang Oktober zu Gast, sie hatten also schon die komplette Saison hinter sich).
Heiligenhafen hat eine Vielzahl von Restaurants aller Richtungen. Brötchen und Versorgung gibt es im Ort. Einen Wochemarkt gibt es Samstags beim Rathausplatz, wenige Gehminuten entfernt. Supermärkte REWE und Netto direkt am Hafen.

Helmut Knittel schreibt: "Die Tankstelle in Heiligenhafen am Steg 12 gibt es seit dieser Saison nicht mehr. In der vergangenen Woche hat die neue Tankstelle "im" Kommunalhafen Eröffnung gefeiert. Die Tankstelle ist östlich an der Steinmole im Stadthafen (Bild)."



windsack Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.



Weblinks:
Heiligenhafen in Wikipedia
Webcam Heiligenhafen
Die Seglervereinigung Heiligenhafen mit Schüler-Segel-Club Heiligenhafen e.V.

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Lage Heiligenhafen Lage Heiligenhafen
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild klick!
Hafenplan Heiligenhafen Hafenplan Heiligenhafen
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!
Luftbild Heiligenhafen Luftbild Heiligenhafen
(Bild: Heiligenhafener Verkehrsbetriebe)  Großbild klick!
Niedrigwasser bei Südweststurm  Juli 2007 Niedrigwasser bei Südweststurm Juli 2007
(Bild: khabst)  Großbild klick!
Strand Heiligenhafen mit Blick auf die Fehmarnsundbrücke Strand Heiligenhafen mit Blick auf die Fehmarnsundbrücke
(Bild: TheHiker)  Großbild klick!
Halbinsel Graswarder Halbinsel Graswarder
(Bild: H.Peter Buddenberg)  Großbild klick!
Historische Strandhäuser auf dem Graswarder Historische Strandhäuser auf dem Graswarder
(Bild: Holger.Ellgaard)  Großbild klick!
Reetgedeckte Häuser sind häufig Reetgedeckte Häuser sind häufig
(Bild: S.Möller) Großbild klick!