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Die Bevertalsperre

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Bevertalsperre Panorama auf der Deichkrone (Bild: Hullie)  Großbild klick!
Die Bevertalsperre ist eine zwischen 1896 und 1898 erbaute Talsperre im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt größtenteils im Stadtgebiet von Hückeswagen, zu einem geringen Teil auch in Radevormwald. Aufgestaut ist die Bever, ein Nebenfluss der Wupper.

Ursprünglich wurde in der Ortschaft Wefelsen eine Sperrmauer nach dem Intze-Prinzip gebaut. Nach ihrer Einweihung am 8. Oktober 1898 hatte die Talsperre ein Fassungsvermögen von 3,3 Millionen m³. Sie war die erste Nutzwasser-Talsperre des Wuppergebietes. Nachdem sie 1938 erweitert wurde, fasst sie 23,7 Millionen m³. Die alte Sperrmauer wurde dazu im oberen Bereich abgetragen und weiter südlich ein viel größerer Staudamm gebaut. Dieser ist ein Steinschüttdamm mit einer Stahlinnendichtung.

Das Einzugsgebiet der neuen Talsperre vergrößerte sich auf 25,7 km²; der mittlere jährliche Zufluss liegt bei 21,4 Mio. m³. Bei einem Stauziel von 295,53 m ü. NN hat die neue Bevertalsperre einen Inhalt von 23,7 Mio. m³ und war bis zur Fertigstellung der Wupper-Talsperre 1987 die größte Talsperre des Wuppergebietes und Wupperverbandes.

Heute gewährleistet das Talsperrensystem, bestehend aus Lingese-, Brucher-, Bever- und Wuppertalsperre, dass auch in trockenen Jahreszeiten bis zu 5 m³/s Wasser in der Wupper fließen, gemessen am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal.

Der Stausee enthält kein Trinkwasser, sondern dient dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung sowie als Überlauf der benachbarten Neyetalsperre. Bevertalsperre und Neyetalsperre sind daher durch einen Stollen verbunden, genannt Bever-Block. Das je nach Wasserstand bis zu 200 Hektar große Gewässer ist heute ein sehr beliebtes Erholungsgebiet mit vielen Freizeitmöglichkeiten.

Der Staudamm hat eine vertikale Kerndichtung aus einer 8 mm starken, gewellten Stahlblechwand mit davor liegendem Dichtungslehm, der wiederum durch steinigen Lehm und eine starke Steinpackung zur Wasserseite hin abgedeckt ist. Luftseitig der Stahlblechwand ist ein Sand-Kiesfilter eingebaut, an das sich der Stützkörper des Dammes aus durchlässigen Bodenschichten anschließt. Die geschweißte Stahlblechwand ruht auf einem Betonsockel (Herdmauer), durch den ein Kontrollgang führt. Von diesem Gang aus wurde die Untergrungverdichtung bis zu einer Tiefe von 30 m durch Zementeinpressungen vorgenommen.

Die Wasserqualität wird vom Umweltministerium als gut bezeichnet.

In früheren Zeiten wurde die Bevertalsperre auch außerhalb der heutigen Zugangsstellen durch sogenannte Wilde Strände genutzt. Diese Strände waren vor allem wegen des Fehlens von Ordnungskräften beliebt, hier mischten sich FKKler und normale Badegäste. Probleme mit der Müllentsorgung und vor allem das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen bei Badeunfällen sorgten aber dafür, dass diese Strände mit teilweise drastischen Maßnahmen geschlossen wurden.

Neben der Nutzung mit Wasserfahrzeugen sind auf, beziehungsweise in der Bevertalsperre, das Tauchen, Angeln und Schwimmen möglich. An den Wochenenden der Saison sowie während der großen Ferien sorgen die Stationen von vier Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft-Ortsverbänden (DLRG) (Hückeswagen, Radevormwald, Wuppertal-Barmen und -Elberfeld) an der Bevertalsperre für die Sicherheit insbesondere der Badegäste.

Außer dem Motorbootfahren ist die Ausübung aller Wassersportarten erlaubt. Segelboote sind im Allgemeinen bis zu einer LüA von 24 Fuß zugelassen, Katamarane jedoch auf 14 Fuß LüA beschränkt. Zur Nutzung der Talsperre mit Wasserfahrzeugen wie Segelbooten, Ruderbooten oder aufblasbaren Paddelbooten ist eine Nutzungplakette erforderlich. Diese kann auf den Campingplätzen sowie beim Wupperverband in Form von Wochen- und Jahresplaketten gekauft werden.

An der Bevertalsperre sind mit der Segler Vereinigung Wuppertal e. V., dem Bergischen Segelverein 1988 e.V. und dem Remscheider Segelyachtclub Bevertalsperre e. V. drei Segelsportvereine ansässig, welche auf der Bevertalsperre mehrere, teils auch nationale Regatten veranstalten.

An der Bevertalsperren sorgen die Wasserretter der DLRG aus den Ortsgruppen Hückeswagen und Radevormwald (Bezirk Oberbergischer Kreis) und die Abteilungen Barmen und Elberfeld (Bezirk Wuppertal) für die Sicherheit der Wassersportler.

Tourismus und Unterkünfte: Es gibt vier gut ausgebaute Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile an der Bevertalsperre.



windsack Typisch für eine Talsperre ist der sich ständig ändernde Wind: Böen und Winddreher sind häufig. Der Wind ist zwar auch von der Großwetterlage abhängig aber zugleich beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie): Abdeckungen, Winddreher, Düsenwirkungen etc. Thermische Winde gibt es nicht. Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest.


Weblinks:
Die Bevertalsperre in Wikipedia
Webcam Bevertalsperre
Medien in der Kategorie Bevertalsperre
Bergischer Segelverein 1988 e.V.
Segler Vereinigung Wuppertal e. V.
Remscheider Segelyachtclub Bevertalsperre e. V.


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Lage Bevertalsperre Bild: NordNordWest Großbild Klick!
Übersicht Bevertalsperre Übersicht Bevertalsperre (Bild: Google Earth)  Großbild klick!
Luftbild Bevertalsperre Luftbild Bevertalsperre (Bild: Marco Nassenstein)  Großbild klick!
Damm der Bevertalsperre aus der Luft Damm der Bevertalsperre aus der Luft
(Bild: j.neumann)  Großbild klick!
Luftbild Bevertalsperre Luftbild Bevertalsperre (Bild: Knut Reinhardt)  Großbild klick!
Zulauf Bevertalsperre Zulauf Bevertalsperre (Bild: divus)  Großbild klick!