EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 2008

Last update: Sonntag, 02. März 2008, 23:18 Uhr



Glückliche Rettung dreier Fischer
(29.2.08) In der Nacht zum 29.2. wurde die Suche nach einem Kutterkapitän vor New South Wales abgebrochen. Die “Sea Rogue” war am 27.12. gegen zwei Uhr auf ein Riff gelaufen und gesunken. Zwei Decksleute konnten sich retten, indem sie 12 Stunden lang Richtung Byron Bay schwammen und gegen 16 Uhr Alarm gaben. Ein dritter Mann wurde am 28.2. gegen sieben Uhr acht Kilometer vor Lennox Heads vor Seven Mile Beach nach 30-stündiger Drift von einem Rettungshubschrauber gerettet. Er hatte sich gemeinsam mit dem Kapitän zunächst an einen Fischcontainer geklammert, doch dann wurden die beiden im Dunkeln getrennt. Die Schiffbrüchigen wurden in Krankenhäuser in Ballina und Mullumbimby gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 9 Tote bei Fähruntergang nahe Dhaka
(29.2.08) Beim Untergang der Fähre “Saurav” kamen auf dem Buriganga Fluss in Bangladesh am Nachmittag 39 Menschen ums Leben. Das Schiff war mit 150 Passagieren unterwegs vom Dhaka Sadarghat Terminal in den Munshiganj Distrikt. Nach Kollision mit einem mit Sand beladenen Frachter kenterte und sank es nahe der ersten Buriganga-Brücke. Feuerwehr und Küstenwache bargen etliche Tote aus dem Wrack. Das Bergungsschiff “Rustam” kam aus dem 20 Kilometer entfernten Narayanganj Distrikt und hob die Fähre nach siebenstündiger Arbeit am Morgen des 29.2. Die meisten Menschen waren auf dem Heimweg in den Munshiganj Distrikt 30 Kilometer südöstlich von Dhaka. Unter den Opfern sind neun Kinder, 18 Frauen und 12 Männer. Es war nicht auszuschließen, dass weitere Opfer aus dem Schiff gespült worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer bei Reparatur von Brandschaden
(29.2.08) Am 28.2. brach auf dem 143 Meter langen holländischen Trawler "Willem van der Zwan" (IMO-Nr: 9187306) auf einer Werft in Vlissingen ein Feuer aus. Das Scihff war hier zur Reparatur umfangreicher Brandschäden von dem Feuer im vergangenen Jahr in Velsen gedockt. Die Feuerwehren aus Stromenweg und Oost Souburg wurden gerufen. Sie gingen mit Hochdruckpumpen und Wärmebildkameras vor. Zwischen Oberdeck und Wandung hatte Islolationsmaterial Feuer gefangen. Teile des Rumpfes mussten geöffnet werden, um an die Brandherde zu gelangen. 12 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lotse gestrandet
(29.2.08) Das Lotsenboot „Hubberston“ von Milford Haven hatte am 25.2. im Hafen Wassereinbruch und funkte Mayday. Es wurde in flachem Wasser auf Grund gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Kapitän rammte Binnenschiff
(29.2.08) Am 28.2. gegen 04.15 Uhr kollidierte ein in Ballast fahrender Schubleichter bei der Plangemühle auf dem Rhein bei Kilometer 779,4 mit einem dort vertäuten Binnenschiff. Der bergfahrende Leichter rammte das Heck. Das Polizeiboot "WSP 12" kam zur Aufnahme des Unfalls und stellte während der Unfallaufnahme an Bord des Schubers fest, dass der Kapitän unter Alkoholeinfluss stand. Ihm wurde auf der Wasserschutzpolizeiwache Duisburg eine Blutprobe entnommen. Nach Bekanntwerden des Sachverhalts wurde er durch den Arbeitgeber auf der Stelle aus dem Arbeitsverhältnis entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrackspaziergang bei Bandon
(29.2.08) Bei Bandon wurde jetzt das Wrack des 416 Tonnen-Schoners „Acme“, eines von zahlreichen Wracks vor den Coquille River Banks, freigespült. Das 154 Fuß lange Schiff war 1901 bei J.W. Dickie in Alameda, Kalifornien, erbaut worden, und strandete vier Meilen nördlich des Coquille River nahe Cut Creek am Morgen des 31.10.1924. Der Kapitän Fred Miller war am Vorabend vor der Küste eingetroffen und hatte im Nebel die Flusseinfahrt verfehlt. Das Schiff strandete bei ablaufendem Wasser, die 15-köpfige Crew konnte sich retten. Das Schiff wurde von den Versicherern aufgegeben und von Moore Mill erworben, die 100 Tonnen Eisenbahnschienen aus ihm bargen. Danach wurde es in Brand gesteckt, und die Reste brachen auf. Ungefähr die Hälfte des Rumpfes strandete nahe des Leuchtturms und blieb dort ein halbes Jahrhundert sichtbar, bevor er gänzlich versandete. Das Vorschiff der „Acme” blieb bei Cut Creek und versandete ebenfalls. Es wurde im Winter 2006/7 teilweise freigepült. Ingesamt sind sieben Wracks bei Bandon zu sehen. Das bekannteste ist eine Holzbarge am Südwestende von Bullards Bridge. Auf der anderen Seite der Straße liegen zwei alte Fähren, die in Riverton und Bullards gelaufen waren. Sie liegen an der alten Fährstelle Bullards nahe der Rogge Mill. Bäume wachsen aus den Wracks. Bei Parkersburg liegt bei Flussmeile 7,85 ein weiteres Wrack, vielleicht ein Schlepper. Bei Prosper, nahe Flussmeile 4.82, liegt ein Stahlrumpf, bei Meile 5 ein weiteres Schiff, das möglicherweise eine alte Riverton Fähre darstellt. Ein Teil des Bugs der „Acme“ liegt nahe Cut Creek. Die „Oliver Olson”, ein 307 Fuß langer 2235-Tonnen-Dampfer, der 1918 erbaut wurde, strandete nahe der Südmole der Flussmündung auf Felsen, als er im November 1953 einlief, um eine Ladung Holz zu nehmen. Das Wrack wurde seiner brauchbaren Teile entledigt und auf das Niveau der Möle heruntergeschnitten. Der Rest wurde mit Felsen gefüllt und so zu einer 300 Fuß langen Verlängerung der Mole. Im Herbst 1954 waren die Arbeiten abgeschlossen. Wenn man auf der Südmole bei Ebbe entlangläuft, kann man das Skelett der “Oliver Olson” aus dem Schlamm ragen sehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fünftes Kutterunglück binnen einer Woche
(29.2.08) Vor Taizhou City in China's Zhejiang Provinz sank in der Nacht des 27.2. ein Kutter. Neun Fischer wurden vermisst. Es war das fünfte derartige Unglück binnen einer Woche mit über 20 Vermissten. Der 120-Tonnen-Trawler aus Zhejiang war gegen 23..45 Uhr mit einem anderen Boot kollidiert und sofort auf 28 Grad Nord und 122 Grad Ost von Zhoushan City aus gesehen gesunken. Gegen 2 Uhr wurde eine Suche gestartet, ein Helikopter stieg in Zhoushan City auf und fand das Wrack. Der Frachter "Jiaxing" musste als möglicher Kollisionsgegner vor Xiashimen für Untersuchungen ankern. 14 Kutter suchten derweil nach ihren Kollegen. Weitere acht waren unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen

Doppelstrandung vor Sakkhalin
(29.2.08) Der 1996 erbaute Kutter „Korsar“, 534 tdw (IMO-Nr. 9133161) sowie das 1986 erbaute Kühlschiff „Kurilsk“, 495 tdw (IMO-NR. 8724406) wurden durch Eisgang und starken Wind an der russischen Küste auf Grund getrieben. Beide Schiffe waren in keiner unmittelbaren Gefahr, zwei Schlepper liefen zur Hilfeleistung aus. Beide Havaristen gehören der Sisafico, Yuzhno-Sakhalinsk.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache gibt „Riverdance“ noch nicht verloren
(28.2.08) Schlechtes Wetter macht den Bergern der „Riverdance” weiterhin zu schaffen, doch sie traten Gerüchten, dass das Schiff vor Ort abgebrochen werden müsse, entgegen. Derweil stürzte eine 40 Fuß lange und breite Box, die Unterkünfte für Lkw-Fahrer bot, vom Deck des Schiffes und muss aus dem Sand bei Cleveleys ausgegraben werden. Sie muss stückweise geräumt werden. Die britische Küstenwache gab sich hoffnungsvoll, dass die “Riverdance” bei einer Wassertiefe von acht Metern weiterhin aufgerichtet werden kann. So lange das Wetter aber nicht mitspielt, bleibt nur das wiederholte Abdichten des Rumpfes und das Räumen von Trümmern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Fischfabrik gelöscht
(28.2.08) Das Feuer auf dem Fischfabrikationsschiff „Pacific Glacier” konnte 136 Meilen nordöstlich von Dutch Harbor am 27.2. gegen 5 Uhr eingedämmt werden. Der Coast Guard Cutter “Alex Haley” eskortierte den Havaristen anschließend dorthin. Er war gegen Mitternacht in der Nacht zum 27.2. vor Ort eingetroffen, wo die an Bord verbliebenen Crewmitglieder das Feuer bekämpften. Ein Coast Guard H-65 Dolphin Helikopter der “Alex Haley”, ein Coast Guard H-60 Jayhawk Helikopter aus St. Paul sowie eine C-130 der Coast Guard Air Station Kodiak waren ebenfalls zu Hilfe gekommen, nachdem das Schiff Mayday gefunkt hatte. Es soll nun in Seattle repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Überrest der „Transition“ gefunden
(28.2.08) Am 27.2. fand die Coast Guard bei der Suche nach dem Kutter Transition im Frederick Sound vor Kupreanof Island eine Tür des vermissten Schiffes. Eine Helikoptercrew der Coast Guard Air Station Sitka sichtete die weiße Tür gegen 11 Uhr, später wurde bestätigt, dass sie von dem Schiff stamme, das seit einer Woche vermisst wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulkcarrier hatte Maschinenausfall
(28.02.08) Der 651 Fuß lange Bulkcarrier „Star Indiana” erlitt am 27.2 nördlich von Neah Bay, Washington, in der Straße von Juan de Fuca Maschinenausfall. Der Schlepper „Gladiator” wurde vorsorglich in Marsch gesetzt. Das Schiff konnte derweil die Maschine wieder anfahren und ging wieder auf Kurs nach Kanada. Der Kapitän des Port Puget Sound befahl ihr aber, während des Befahrens amerikanischer Gewässer eine Schleppereskorte zu haben. Um 9:25 Uhr ankerte der Frachter in Constance Bay, British Columbia, wo er von Transport Canada untersucht werden soll, bevor er eine weitere Fahrterlaubnis erhält.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutterbrand in Ketchikan
(28.02.08) Am Morgen des 27.2. brach gegen 10.17 Uhr auf dem 30-Fuß-Kutter „Lady Lee“ in Ketchikan ein Feuer aus. Der Eigner war abwesend, als sich das Unglück auf dem leeren Schiff ereignete. Die Ursache ist unbekannt. Der Brand konnte auf den Bereich des Ruderhauses beschränkt werden, das die Feuerwehr aber erst aufbrechen musste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Norwegischer Kutter nach Strandung evakuiert
(28.02.08) Der 12 Meter lange norwegische Kutter "Tustnatind M 171 AE" aus Tustna lief am 27.2. kurz nach 19 Uhr bei Kjerringøy in Nordland auf Grund. Die Crew sandte ein Mayday und brannte Seenotfackeln ab. Um 7.30 Uhr war ein Rettungshubschrauber vor Ort. Da die Rettungsinsel des Kutters versagte, sprang einer der beiden Fischer im Überlebensanzug in die See, aus der er aufgewinscht wurde. Der zweite wurde direkt von Bord des Havaristen evakuiert. Auch das Rettungsboot "Skuld" und ein Boot des Küstenwachschiffes "Valkyrien" begaben sich zur Strandungsstelle bei Skoskjær.
Quelle: Tim Schwabedissen

Abenteuerliche Tankerbergung
(27.2.08) Ein schwieriges Unterfangen war die Bergung des 1987 erbauten Tankers „Golden Lucy“, 7178 BRZ, der am 11.1. beim Löschen von Gasöl in Port Harcourt durch eine Explosion schwer beschädigt worden war. Das Schiff war von seinem Liegeplatz losgeworfen worden und auf dem Fluss einige Meilen in Guerilla-Operationsgebiet getrieben. Die Bergungsfirma Five Oceans Salvage unterzeichnete einen LOF-Kontrakt und schickte ein griechisches Bergungsnteam nach Port Harcourt. Während der folgenden Tage pumpten Rebellen die gesamte Restladung aus dem Wrack ab, raubten es aus und steckten die Aufbauten in Brand. Außerdem verlangten sie ein Lösegeld von den Bergern. Diese machten durch den örtlichen Bergungsinspektor eine Summe aus und organisierten das Freischleppen mithilfe zweier Schlepper. Trotz etlicher Schwierigkeiten, so kam es zu Attacken anderer örtlicher Milizgruppen, Bergungsausrüstung wurde gestohlen oder ohne erkennbaren Grund zerstört, und fehlenden Schutz durch die Marine konnte das Wrack vom Grund gebracht und am 5.2. nach Port Harcourt eingeschleppt werden. Hier wurde entschieden, es nach Onne zu bringen, das als sicherer angesehen wurde und bessere Ausrüstung zur Durchführung vorläufiger Reparaturarbeiten vorhielt, um den Tanker aus Nigeria abzuschleppen. Am 7.2. begann die Verschleppung nach Onne. Am selben Nachmittag wurde der Konvoi von weiteren Rebellengruppen attackiert, die die Schleppverbindung lösten und die Kontrolle über den Tanker übernahmen. Das Schiff wurde 10 Meilen vor Onne aufgegeben. Am 8.2. kamen die Schlepper mit zwei Marinebooten zurück und konnten die „Golden Lucy“ wieder auf den Haken nehmen und in Onne vertäuen. Hier wurde sie gelenzt und verschleppungsfähig gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Verlorenes Netz gefährdet Schifffahrt
(27.2.08) Ein verlorenes Fischernetz von der Größe von sechs Fußballfeldern wurde von dem Kutter “Krossfjord” im Pentland Firth verloren. Die Maritime and Coastguard Agency (MCA) warnte vor dem Hindernis. Der in Buckie registrierte Kutter “Aubretia” bekam das Netz am 23.2. bereits in die Schraube und musste manövrierunfähig nach Scrabster eingeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Binnenschiffer rammte Main-Schleuse
(27.2.08) Am 26.02. gegen 16.20 Uhr kollidierte auf dem Main bei Kilometer 15,6 ein Binnenschiff beim Einlaufen in den oberen Teil der Südkammer der Schleuse Eddersheim ein Binnenschiff mit dem landseitigen Teil des über dem Schleusentor verlaufenden Geländers, das dabei erheblich verbogen wurde. Während der folgenden Ermittlungen wurde bei dem Kapitän Alkoholgeruch festgestellt, sodass ein Atemalkoholtest durchgeführt wurde, der positiv verlief.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän vergaß, Ruderhaus abzusenken – 100000 Euro Schaden
(27.2.08) 100.000 Euro Schaden sind am 25.02. bei einer Schiffskollision am Alten Hafen in Würzburg entstanden. Ein französischer Kapitän wollte dort sein Schiff ein Stück zurücksetzen. Dabei vergaß er jedoch, das Ruderhaus auf dem Schiff abzusenken. Beim Rückwärtsfahren rammten die oberen 10 Zentimeter des Aufbaus gegen die Brücke der Deutschen Einheit. Während die Brücke standhielt, wurde das Ruderhaus ein Totalschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Vogelflug-Fähre
(27.2.08) Am 26.2. um 17.30 gerieten zwei Autos auf dem oberen Autodeck der Vogelflug-Fähre "Deutschland" in Brand. Wegen Explosionsgefahr wurden die Feuerwehren aus Rødby und Maribo zu der in Rødbyhavn liegenden Fähre (IMO. 9151541, 15187 BRZ, Länge 142 m, erbaut 1997) gerufen. Es gelang, das Feuer mit großem Gerät zu löschen und die beschädigten Fahrzeuge zu entladen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die folgenden Abfahrten von Rødbyhavn nach Puttgarden wurden abgesagt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungspläne für „Riverdance“ werden überdacht
(27.2.08) Nach dem vollständigen Umschlagen der Fähre „Riverdance“ vor Cleveleys müssen die Bergungspläne völlig neu überdacht werden. Andauerndes stürmisches Wetter und hoch auflaufende Fluten hatten eine Schlagseite von 85 Grad verursacht. Der Rumpf ist leck und liegt bei Flut zu erheblichen Teilen unter Wasser. Eine Bergung, wenn überhaupt möglich, wird etliche Wochen dauern. Die Berger sind aber weiter am Schiff tätig und versuchen es abzudichten. Es gibt derzeit noch keinen „Plan B“ alternativ zur Bergung.
Die „Riverdance“ hatte sich auf dem Weg von Warren Point in Nordirland nach Heysham durch eine Freakwelle zunächst auf die Backbordseite gelegt. Nachdem sie vor Blackpool antrieb, legte sie sich zusehends nach Steuerbord über. Das Wrack ist inzwischen zu Fyldes größter Touristenattraktion geworden, tausende von Schaulustigen haben sich das gestrandete Schiff bereits angesehen. Am vergangenen Wochenende mussten acht Menschen gestoppt werden, die versuchten, an Bord der Fähre zu kommen. Es wurden bereits Jetskifahrer und Wrackgänger mit umfangreicher Kletterausrüstung in der 400-Meter-Sperrzone gestoppt, aber auch Familien mit Kindern versuchen bei Tag und Nacht, dem gestrandeten Riesen nahe zu kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fahrterlaubnis für „Wani Will“ erteilt
(27.2.08) Am 26.2. erhielt der Frachter „Wani Will“ in Rönne nach Abschluss der Taucheruntersuchungen durch die Seefahrtsbehörden eine Auslaufgenehmigung. Das Schiff erhielt die Auflage, dass die Schäden im Vorschiffsbereich binnen eines Monats repariert werden und bis dahin nur bis zu einer begrenzten Windgeschwindigkeit gefahren wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Räumungsfrist für „Omer N“ verlängert
(27.2.08) Am 25.2. wurde die Deadline zur Räumung des Wracks der “Omer N” vor Lolland bis zum 10.3. verlängert. Andauerndes schlechtes Wetter sorgte für Verzögerungen der Bergungsarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach „Rezzak“ wieder aufgenommen
(27.2.08) Drei Tage, nachdem das MRCC in der Türkei die Suche nach dem verschwundenen Frachter „Rezzak“ gestoppt hatte, der seit dem 18.2. im Schwarzen Meer vermisst wird, hat die türkische Küstenwache die Suche am 25.2. erneut mit Booten und Hubschraubern aufgenommen. Die indischen Behörden hatten die türkischen Kollegen überzeugt, dass, da keine Wrackteile des Frachters gefunden wurden, sondern nur eine leere Rettungsinsel und eine Reihe von Bojen, es noch eine Chance gebe.
Quelle: Tim Schwabedissen


(27.2.08) Die 276 Fuß lange Fischfabrik „Pacific Glacier“, 3120 BRZ, geriet am 26.2. 136 Meilen nordöstlich von Dutch Harbour in Brand. Das Feuer brach in der Bordwäscherei aus. Das in Seattle beheimatete Schiff der Glacier Fish Co. hatte 106 Mann Besatzung an Bord, von denen niemand zu Schaden kam. 90 von ihnen wurden von 10 anderen Schiffen aufgenommen. 16 Mann mühten sich gegen 22.30 Uhr, den weiter wütenden Brand zu bekämpfen. Die Hilfsschiffe blieben auf Standby, um sie nötigenfalls aufzunehmen. Der 282 Fuß lange Küstenwachkutter “Alex Haley” machte sich von seiner Position 40 Meilen nordwestlich von Colt Bay zum Havaristen auf, an dem er am Vormittag des 27.2. erwartet wurde. Ein HH 65-Dolphin-Helikopter des Schiffes flog voraus, um sich vorab ein Bild der Lage zu machen. Die „Pacific Glacier” hatte die Küstenwache um 18.26 Uhr kontaktiert. Daraufhin startete aus Kodiak eine C 130 und aus St. Paul ein HH-60-Hubschrauber. Das Schiff hat 150000 Gallonen Öl in den Bunkern. Die See war relativ ruhig mit Ostwind um die 20 Knoten.
Die “Pacific Glacier” wurde 1974 bei der Todd Shipyard in Seattle als Mutterschiff erbaut. Sie wurde 1988 bei Mjellem & Karlsen in Norwegen umgebaut und ist mit Filetiermaschinerie und Tiefkühlsystem ausgerüstet. Sie kann 110 Tonnen Fertigfisch pro Tag produzieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter und zwei Vermisste nach Frachteruntergang
(27.2.08) Nach dem Untergang eines Frachters am 26.2. um 4.30 Uhr vor Zhoushan in Zhejiang wurden drei Mann lebend gerettet. Retter des Zhejiang Provincial Maritime Rescue Center fanden bei Cezi Island vor der chinesischen Ostküste eine Rettungsinsel mit vier Insassen, von denen einer tot war. Die drei anderen wurden in ein nahes Krankenhaus gebracht. Zwei Mann des Frachters wurden noch vermisst. Er war von Shanghai nach Ningbo unterwegs. Er wurde von der Shengsishengxing Ocean Shipping Co. Ltd in Zhoushan bereedert. Neun Schiffe beteiligten sich ebenso wie ein Helikopter an der Suche nach den beiden Vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Arbeitsreicher Tag für Urker Rettungsboote
(27.2.08) Alle Hände voll zu tun hatten die beiden Rettungsboote aus Urk am 22.2. Zuerst wurden sie zu dem holländischen Binnenschiff "Zuidwold" gerufen, das am Rotterdamer Huk Wassereinbruch hatte. Die "Kapiteins Hazewinkel" und "Willemtje" kamen aus Urk, aus Lemmer die "Anna Dorothea". Die Situation vor Ort war rasch unter Kontrolle, und als der Havarist Kurs auf Lemmer nahm, traten die Boote aus Urk den Rückmarsch an. Noch währenddessen wurden sie zur IJssel im Vossemeer dirigiert, wo ein Sportboot auf Grund gelaufen war. Mithilfe des KLPD-Bootes "P92" konnte der Kreuzer flottgemacht werden. Um 20.15 Uhr kam ien Notruf des 80 Meter langen, deutschen Binnenschiffes "De Rhein", das nach Ausfall der Steuerung wegen Maschinenschadens vor Vormt festgekommen war. Beide Boote liefen wieder aus Urk aus und versuchten, den Havaristen flottzumachen. Letztlich gelang dies, als der Schlepper "Jan van Hasselt" eintraf. Die "De Rhein" wurde erst vor Anker gelegt und dann nach Urk eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Retter gerettet
(27.2.08) Am 25.2. mussten vor Donegal zwei Rettungsleute aufgewinscht werden, nachdem ihr Boot während einer Routineübung kenterte. Sie wurden von einem Küstenwach-Helikopter aus Strandhill, Sligo, 600 Meter vor der Küste von Bundoran aus der Brandung geborgen. Ein dritter RNLI-Mann wurde mit dem gekenterten Boot nahe Tullan Strand angetrieben. Die Männer, die rund eine halbe Stunde im Wasser gewesen waren, wurden vorsorglich ins Sligo General Hospital gebracht. Nach dem Alarm um 11.18 Uhr wurden auch die Boote aus Ballyglass nahe Belmullet in County Mayo und in Killybegs in Marsch gesetzt. Der eingesetzte Helikopter war auf dem Rückflug von einer Übung vor Portrush, County Antrim gewesen, als er zu dem Seenotfall abkommandiert wurde. Bei der Kenterung herrschten Winde von 4-5 Bf mit Windgeschwindigkeiten von 30 km/h.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter nach Explosion gesunken
(27.2.08) 54 Kilometer nordwestlich von Westport, Neuseeland, geriet der Kutter „Santa Maria“ am Nachmittag des 23.2. in Brand. Die Crew aktivierte das EPIRB, woraufhin aus Greymouth und Wellington Hubschrauber der Küstenwache aufstiegen. Noch bevor diese eintrafen, wurden die Fischer von dem Kutter „Tempest“ aus einer Rettungsinsel, in die sie zwischenzeitlich gegangen waren, geborgen. Die „Santa Maria“ sank später nach einer Explosion. Die Schiffbrüchigen wurden nach Nelson gebracht, wo sie in der Nacht zum 24.2. eintrafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Amerikanischer Versroger rettete irakische Schiffbrüchige
(27.2.08) Am 22.2. rettete das amerikanische Versorgungsschiff USNS “Sacagawea“ 10 Irakis von ihrem sinkenden, 250 Fuß langen Tanker „Nadi“ im Arabischen Golf. Das unter Nordkoreanischer Flagge registrierte Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und war bereits eine Woche ohne Antrieb umhergetrieben. Die Crew litt an Austrocknung und Erschöpfung. Als die “Sacagawea”, die logistische Operationen in dem Seegebiet leitete, eintraf, war auch ein HS 7-Hubschrauber der USS “Truman“ vor Ort, der die Seeleute aufwinschte und sie auf die „Sacagawea” übersetzte. Am 23.2. wurden sie auf das Landungsschiff „ Cardigan Bay” gebracht und am 24.2. der irakischen Marine übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

“Cosco Ningbo” von Containerkran demoliert
(27.2.08) Bei Löscharbeiten hat ein Containerkran am Abend des 25.2. im Hamburger Hafen die Aufbauten des griechischen Containerschiffes „Cosco Ningbo“ (IMO-Nr. 930 5582), 109149 BRZ, beschädigt. Die Antennen und Satellitenschüsseln des 351 Meter langen und 43 Meter breiten 9449-TEU-Schiffes wurden zerstört, so dass ein Auslaufverbot ausgesprochen werden musste. Menschen wurden nicht verletzt. Bei der Taufe des im März 2006 von Hyundai Heavy Industry abgelieferten Frachters war es das größte je vom Germanischen Lloyd klassifizierte Containerschiff. Es läuft auf der Route Shanghai-Dalian-Qingdao-Singapur-PortSaid-Rotterdam-Felixstowe-Hamburg-Antwerpen-Singapur-Hong Kong-Shanghai.
Quelle: Tim Schwabedissen

Strandung vor Norderney
(26.2.08) Das 40 Meter lange Arbeitsschiff "Martin Friedrich", ein motorisierter Ponton mit Rammpfählen zur Positionierung auf Wasserbaustellen meldete am 25.2. gegen vier Uhr über Funk bei dem Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" einen Antriebs- und Hydraulikschaden. Das Schiff war rund eine Seemeile nördlich der Insel Norderney im Wattengebiet auf Grund gelaufen. Der Kapitän und sein Decksmann erbaten technische Unterstützung. Der Notruf wurde auch von dem Bundespolizeiboot „Bayreuth“ gehört. Gemeinsam mit den Seenotrettern gelang es, die Hydraulikanlage zu reparieren. Der Seenotkreuzer schleppte die „Martin Friedrich“ gegen neun Uhr frei und übergab sie im tieferen Fahrwasser gegen 22 Uhr an den dort bereits wartenden Schlepper "Taucher Otto Wulf 3", der das Arbeitsschiff nach Wilhelmshaven brachte. Ein Rammpfahl blieb an der Strandungsstelle zurück, die nach der Übergabe des Havaristen durch die „Bernhard Gruben“ nochmals abgesucht wurde.
Am 30.11.2007 war das in Brake beheimatete Fahrzeug der Firma Colcrete - Friedrich von Essenbereits in Cuxhaven in Brand geraten und musste bis Dezember bei Empting repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Wani Will“ wieder flott
(26.2.08) Der Schlepper “Svitzer Nanna” zog den südlich der Hafeneinfahrt von Rönne beim Kutterservice Südhafen festsitzenden Frachter „Wani Will“ in der Nacht zum 26.2. kurz vor Mitternacht von den Felsen. Zuvor waren 17 Tonnen Öl abgepumpt worden. Nun sollen Taucher den Rumpf des anschließend in den Hafen von Rönne eingeschleppten Havaristen untersuchen. Im Vorschiff wurde ein leerer Öltank aufgerissen. Inzwischen steht nach Blutproben fest, dass der Steuermann betrunken war, als er den 88 Meter langen Frachter mit 12 Knoten auf Grund setzte. Die „Wani Will“ war vom Nord-Ostsee-Kanal kommend nach Estland unterwegs gewesen, als ihre Reise abrupt vor Bornholm endete.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerkran beschädigte Frachter in Hamburg
(26.2.08) Bei Löscharbeiten hat ein Containerkran am Abend des 25.2. im Hamburger Hafen die Aufbauten eines Containerschiffes beschädigt. Die Antennen und Satellitenschüsseln des Schiffes wurden zerstört, so dass ein Auslaufen nicht mehr möglich war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Alaska weiter verschwunden
(26.2.08) Die Küstenwache setzte ihre Suche nach dem auf dem Weg von Juneau nach Ketchikan seit dem Morgen des 20.2. vermissten Trawler „Transition“ am 25.2. fort. Im Einsatz sind Rettungshubschrauber der Air Station Sitka sowie ein 25-Fuß-Boot der Station Ketchikan, ein 25-Fuß-Boot sowie ein 47-Fuß-Boot der Station Juneau sowie das Küstenwachboot „Maple“, im Transit von Juneau nach Sitka. Bislang fand sich keine Spur des Schiffes und seiner zweiköpfigen Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen

Funkenflug setzte Fahrgastschiff in Brand
(26.2.08) Das belgische Hafenrundfahrtschiff und schwimmende Restaurant "Flandria 16 La Perouse", fing im Heimathafen Antwerpen am 23.2. um 11 Uhr Feuer. Es lag zu dieser Zeit im Trockendock am Wiedauw-Kai für Reparatur- und Überholungsarbeiten. Bei Schweißarbeiten geriet Öl durch Funkenflug in Brand. Es gelang zwar, das Feuer rasch zu löschen, doch entstand erheblicher Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff auf Rhein auf Grund gesetzt
(26.2.08) Ein niederländischer Kapitän setzte sein unbeladenes Schiff am Morgen des 25.2. auf dem Rhein auf Höhe Messe/Lohauser Deich, auf Grund. Der Mann konnte es wegen akuter Kreislaufprobleme nicht mehr in den nächsten Hafen bringen. Die Wasserschutzpolizei verständigte sofort Rettungsdienst und Feuerwehr, die den Mann versorgen und anschließend ins Krankenhaus bringen konnten. Das Binnenschiff kann voraussichtlich aus eigener Kraft wieder freikommen, das Heck liegt weiterhin auf tiefem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre auf Gotland gestrandet
(26.2.08) Die schwedische Fähre "Stora Karlsö", 98 BRZ, (erbaut 1999 in Lidingö, Länge 23,4 Meter) wurde vom Sturm des Wochenendes in Klintehamn auf Gotland auf einen Kai geworfen, wo das Schiff, den Bug zu Wasser, das Heck in die Höhe ragend, mit schwerer Schlagseite zu liegen kam. Ein Kran wird ihm zurück in sein Element verhelfen müssen. Die für 120 Personen zugelassene Fähre verbindet Gotland mit den Inseln Stora Karlsö und Lilla Karlsö.
Quelle: Tim Schwabedissen

Doppelstrandung vor Dubai
(26.2.08) In einem Sturm lief am 21.2. der Frachter "Farsi" auf Grund, nachdem eine Ankerkette gebrochen war. Bei der Assistenz strandete auch ein Schlepper der Küstenwache.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Steuermann setzte Frachter vor Rönne auf Grund
(25.2.08) Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Wani Will", 2020 BRZ, (Länge 70,2 Meter, erbaut 1978, IMO-No. 7638521) lief am 24.2. um 5.30 Uhr einlaufend Rønne, Bornholm, auf Grund. Das russischen Eignern gehörende, in St. Petersburg beheimatete Schiff, das aus dem Nord-Ostsee-Kanal kam, kam auf einem Meter Wassertiefe südlich der Hafeneinfahrt fest. Es gab Sorgen, dass das Schiff bei Winden von 17 Metern pro Sekunde sinken könnte, falls es von den Felsen lostreibt. Der 2. Offizier wurde betrunken an Bord angetroffen. Am Morgen des 25.2. stiegen Taucher ab, um den Rumpf zu untersuchen. Ein Ballasttank war aufgerissen. Der Schlepper “Svitzer Nanna” lief am Nachmittag des 24.2. von Frederikshavn kommend in Rönne ein. Er soll am 25.2., nachdem die Tanks des Havaristen geleert sind, Bergungsversuche vornehmen. Die “Wani Will” ragte auf drei Metern Länge mit ihrem Bug aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Riverdance“ liegt auf der Seite
(25.2.08) Schwere Stürme mit bis zu acht Bf haben die Stabilität der Fähre „Riverdance“ vor Blackpool weiter reduziert. Das Schiff nahm eine Schlagseite von 85 Grad ein, woraufhin Laschings von Fracht im Laderaum brachen und Trailer umstürzten. Weitere Ladungsstücke wurden aus dem Schiff gewaschen, und die Berger waren damit beschäftigt, einmal mehr den Strand zu reinigen. Teile der Brückenaufbauten sanken im Sand ein. Wegen dieser neuen Probleme und anhaltend ungünstigem Wetter wurden Bergungsversuche auf unbestimmte Zeit vertagt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Cape Ann geborgen
(25.2.08) Die US Coast Guard assistierte mit ihrem 110 Fuß langen Patroullienschiff „Grand Isle“aus Gloucester am 23.2. dem 35 Meilen östlich von Cape Ann gestrandeten 75-Fuß-Kutter "Aaron and Melissa the Second" aus Westbrook, Maine. Das Schiff war in der Nacht um 23.48 Uhr nach Maschinenausfall in acht Fuß hohen Seen festgekommen. Da es keine Hilfsschiffe in der Nähe gab, die das Schiff hätten schleppen können, lief ein Küstenwachboot zum Havaristen und erreichte ihn am 23.2. um 7.37 Uhr. Das Schiff wurde flottgemacht und erreichte am Nachmittag gegen 14 Uhr Gloucester Harbor.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Ponton
(25.2.08) Am 21.2. gegen 19.50 Uhr geriet ein Binnenschiff beim Einlaufen in die Schachtschleuse in Minden mit der Steuerbordseite gegen einen Arbeitsponton, der im Unterwasser des Verbindungskanals festgemacht war. An dem Binnenschiff war lediglich leichter Farbabrieb zu erkennen, die Schäden an dem Ponton konnten aufgrund der Dunkelheit noch nicht genau festgestellt werden. Die Wasserschutzpolizei Minden hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter im Schwarzen Meer vermisst
(25.2.08) Seit dem 18.2. wird der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Rezzak" im Schwarzen Meer vermisst. An Bord waren 25 Mann indische Crew. Während einer fünftägigen Suche wurde nur eine leere Rettungsinsel fünf Meilen vor der türkischen Küste entdeckt. Das Schiff, das von der türkischen CMR Denizcilik ve Ticaret betrieben wird, war von der Pelican Marine aus Mumbai bemannt worden. Es war mit einer Stahlladung unterwegs von Bartin in der Türkei nach Novorossiysk in Russland, als am 18.2. um 1.10 Uhr der Kontakt verloren ging. Die Chance, noch Überlebende zu finden, wurde derweil als gering eingeschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Neue Suche nach Kreuzer „Sydney“
(25.2.08) Im Laufe dieser Woche soll eine erneute Suche nach dem Wrack von HMAS “Sydney“ Beginnen. Der Kreuzer war 1941 vor Westaustralien vom deutschen Hilfskreuzer „Kormoran“ versenkt worden, alle 645 Mann Crew kamen um. Als auch die „Kormoran“ wenig später ihr Ende fand, kamen von 390 Mann an Bord rund 50 um. Finding Sydney Foundation will mit dem Suchschiff “Geosounder”, das in Kürze in Geraldton erwartet wird, eine fünf Millionen Dollar teure Suche beginnen, die von den Regierungen von Westaustralien und New South Wales finanziert wird. Als erstes soll die „Geosounder“ nach der „Kormoran“ suchen, um damit das Suchgebiet für die „Sydney“ einzugrenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wracks sorgen für Touristenansturm in Oregon
(25.2.08) Die Stürme, die Oregons Küste heimsuchten, haben eine ungewöhnliche Menge von Artefakten freigespült, alte Wracks, Kanonen und auch Geisterwälder. Eines der freigespülten Wracks wurde als die am 23.6.1944 vor Coos Bays Nordmole gestrandete “George L. Olson“, der 1917 als „Ryder Hanify“ erbaut worden war, identifiziert. Das 223 Fuß lange Wrack wurde inzwischen eine solche Touristenattraktion, dass das Bureau of Land Management eine Verkehrsführung um die Wrackposition einrichten musste. Allein am vergangenen Wochenende kamen 3000 Menschen. Seit Dezember wurden zum Teil, wie bei Arch Cape, 17 Fuß Land fortgespült. Nahe Brandon trat ein weiteres Holzwrack zutage, und ein weiteres dort, wo der Siuslaw River nahe Florence ins Meer fließt. Über beide Schiffe ist wenig bekannt, und das Siuslaw-Wrack wurde inzwischen auch wieder eingespült. Knappe Personal-Ressourcen verhinderten derweil die Untersuchung eines Wracks in der Mündung des Cut Creek nördlich von Brandon. Zwei 800- und 1000-Pfund-Kanonen, die vom Arch Cape Beach geborgen worden, werden derzeit für mehrere Wochen in Wasserbehältern im Nehalem Bay State Park aufbewahrt, während über das weitere Vorgehen beraten wird. Sie stammen wahrscheinlich von dem Schoner „Shark“, einem Forschungsschiff, das 1846 beim Queren der Columbia River Bar scheiterte. Auch die Stümpfe 4000 Jahre alter Wälder tauchten durch Sanderosion am Arch Cape auf. Sie waren zuletzt vor rund 40 Jahren sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähruntergang könnte 20 Tote gefordert haben
(25.2.08) Die Anzahl der Opfer des Untergangs der Fähre „Almirante Monteiro“ auf dem Amazonas hat sich am Wochenende auf 16 erhöht. Das Schiff war nahe der Stadt Itacoatiara nach Kollision mit einer Barge gesunken. 92 Menschen konnten gerettet werden. Die meisten Toten hatten in ihren Kabinen geschlafen und konnten sich nicht mehr retten. Vier Menschen sind noch vermisst. Das obere Deck der Fähre ragte nach dem Untergang noch aus dem Wasser. Erste Untersuchungsergebnisse zur Kollision werden in drei Monaten erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsboot nach Sturmfahrt repariert
(25.2.08) Am Wochenende wurde das in Poole reparierte Rettungsboot von „Torbay“, die “Alec and Christina Dykes”, wieder von der RNLI in Dienst gestellt. Es war am 13.1. während der Rettung von acht Mann der sinkenden „Ice Prince“ im Englischen Kanal am Bug beschädigt worden, als es in etlichen Anläufen die Männer vom Heck abbarg. Bevor das Boot wieder am Brixhamer Liegeplatz einsatzbereit ist, werden noch Probefahrten durchgeführt. Bis dahin ist die „The Will” in Torbay einsatzklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Jumbo Challenger“ rettete Schiffbrüchige vor China
(25.2.08) Der Schwergutfrachter "Jumbo Challenger" der Jumbo Shipping Rotterdam rettete am 22.2. 24 Schiffbrüchige des unter St. Vincent/Grenadine-Flagge laufenden Frachters „Eastern Star“ in der Südchinesischen See. Die Seeleute kamen mit Ausnahme des aus Bangla Desh kommenden Kapitäns von den Philippinen. Deren Schiff hatte im Sturm Schlagseite entwickelt und musste mit vollgelaufenem Maschinenraum und lecken Laderäumen mit Schlagseite aufgegeben werden. Die „Jumbo Challenger“ war eines von vier Schiffen vor Ort. Da es das kleinste mit dem geringsten Freibord war, wurde es zur Rettung ausgewählt. Die Seeleute wurden aus Rettungsbooten sicher geborgen und provisorisch auf dem Frachter untergebracht, bis er Singapur erreicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Museumsschlepper
(25.2.08) Am 14.2. kam es durch Funkenflug bei Trennarbeiten zu einem Brand im Motorraum des Bremerhavener Museumsschleppers „Goliath. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Gegen Mittag war der Feuerwehr der Brand auf der „Goliath“ im Neuen Hafen gemeldet worden. Bei Reparaturarbeiten war Öl im Maschinenraum in Brand geraten. Die Rauchentwicklung war erheblich. Die Feuerwehr rückte unter Atemschutz in das Schiff vor. Mit einer Wärmebildkamera ortete sie den Brandherd exakt und löschte ihn binnen kurzem.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Alaska vermisst
(25.2.08) Am 23.2. suchte die Küstenwache zwischen Juneau und Ketchikan nach dem 35-Fuß-Trawler "Transition" mit seiner zweiköpfigen Crew. Das Schiff war am Morgen des 20.2. aus Juneau ausgelaufen. Nachdem am 22.2. kein Telefonkontakt hergestellt werden konnte, verständigten Angehörige die Küstenwache. Sie suchte mit einem Helikopter und einem Flugzeug nach den Vermissten, ohne eine Spur zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer rettete Yachtcrew nach 11 Tagen
(25.2.08) Ein NCCL-Kreuzfahrer rettete drei Segler aus Baltimore, die mit ihrem 39-Fuß-Boot "Tumbleweed" in schwerem Sturm vor North Carolina auf dem Weg von Baltimore nach Key West in Seenot geraten waren. Bei Windgeschwindigkeiten von 110 Knoten brach 150 Meilen vor der Küste von Cape Hatteras der Mast, zerriss alle Segel und zerstörte die Funkantennen. Das Boot trieb 11 Tage in der See, bevor ein schwaches Notsignal abgegeben werden konnte. Zu dieser Zeit war seit drei Tagen das Essen und Wasser ausgegangen. Das Boot war leck und musste ständig gelenzt werden. Der Kreuzfahrer empfing das Notsignal und hatte die "Tumbleweed" binnen 40 Minuten erreicht. Hunderte von Passagieren wurden Zeugen, als ein Boot des Kreuzfahrers die Männer und ihr Gepäck rettete. Die Schiffbrüchigen wurden von Royal Caribbean neu eingekleidet und blieben bis zum Einlaufen in Puerto Rico am 21.2. an Bord. Von dort flogen sie nach Key West.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre rammte Bohrinsel
(25.2.08) Auf dem Tyne River riss sich in stürmischem Wind die DFDS-Fähre "King of Scandinavia", 31.788 BRZ, am Nachmittag des 22.2. von ihrem Liegeplatz im Hafen von Newcastle los und kollidierte mit der aufgelegten Bohrinsel "Northern Producer". Zu diesem Zeitpunkt waren keine Passagiere an Bord des Schiffes. Es gelang, den Ausreißer rasch wieder zu seinem Liegeplatz zu bugsieren. Die 161 Meter lange Fähre musste ihre nächste Reise von Newcastle nach Ijmuiden absagen, das Rig blieb unbeschädigt. Nach ihrer Kollision mit der "Northern Producer" wurde die DFDS-Fähre "King of Scandinavia" am Nachmittag des 23.2. vom Bulk Terminal, South Shields zu A&P, Hebburn, verschleppt. Hier sollen die Schäden an der Backbordseite behoben werden, wo auf großer Länge Risse und Beulen entstanden waren. Am 26.2. soll die Fähre Newcastle erstmals wieder verlassen und am Vormittag des 27.2. Ijmuiden erreichen. Sie wurde 1987 bei Schichau/Seebeck Bremerhaven als “Nils Holgersson” erbaut. Vor fast genau einem Jahr, am 28.2.2007, kollidierte sie in Ijmuiden im Sturm mit einem Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulkcarrier riss sich los
(25.2.08) Der indische Bulkcarrier "Devprayag" (IMO Nr: 8321072) aus Mumbai wurde in Australien am Dalrymple Bay Coal Terminal beschädigt, als er eine Kohleladung aufnehmen wollte. Bei starkem Wind riss sich das Schiff los. Der Crew gelang es zwar, einen Anker zu werfen, doch konnte nicht verhindert werden, dass das Schiff mit einem Ponton im Hafen kollidierte. Der Anker ging verloren, die Backbordseite wurde in einem Bereich vno 30x5 Metern beschädigt. Das Schiff ging vor Hay Point vor Anker, um untersucht zu werden. Am 21.2. wurde es nach Brisbane geschleppt, wo es bei Cairncross Drydock repariert wird. Das Schiff wird bereedert von The Shipping Corporation of India. Es ist mit 28,739 BRZ vermessen und 189 Meter lang. Es wurde 1986 bei Daewoo Okpo erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer im Sturm beschädigt
(25.2.08) Das in Majuro Kreuzfahrtschiff "Van Gogh", 16331 BRZ, erreichte den Hafen von Devonport am 23. Februar mit sechsstündiger Verspätung. Das 156 Meter lange Schiff war in schwere See von bis zu drei Metern Höhe und 35-40 Knoten Wind geraten. Etliche Fenster wurden vom Wind eingedrückt oder von Wellen zerschlagen. Das Schiff hatte leichte Steuerbordschlagseite. Bei der “Van Gogh” handelt es sich um die 1975 bei Wärtsilä erbaute “Gruziya” .
Quelle: Tim Schwabedissen

Nordseesturm machte Frachtern zu schaffen
(25.2.08) Am Morgen des 23.2. verlor der RoRo-Frachter "Victoria VI" nördlich von Hanstholm unterwegs von den Färöern nach Dänemark fünf Trailer, die über Bord gingen. Andere wurden beschädigt. Durch das Übergehen von Ladung kam es zu Schlagseite. Das Schiff machte in Frederikshavn fest. Es läuft in Charter der Smyril Blue Water und war bereits am 7.2. mit Seeschlagschäden in Lerwick eingelaufen. Auch der Frachter "Porsøy" geriet in den Sturm und drehte nach Scrabster um, nachdem sich Ladung in schwerer See losgerissen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mammoet soll „Spinningdale“ bergen
(25.2.08) Die Bergungsfirma Mammoet wurde beauftragt, eine Bergung des vor Hirta, St Kilda, gestrandeten Trawlers "Spinningdale" zu versuchen. Die Firma hat eine Machbarkeitsstudie angefertigt. Ein Scan hat gezeigt, dass der Rumpf des vor drei Wochen gestrandeten Schiffes aufgerissen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker rammte Pier
(25.2.08) Der norwegische Tanker "Bergen Nordic" (IMO-No: 9257591), Länge 95 Meter, rammte am 22.2. beim Versuch, anzulegen, den Hydrotech Kai Kristiansund. Der Kapitän wurde auf Drogen getestet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff versenkte Brücke
(25.2.08) Am Abend des 21.2. hat gegen 20 Uhr beim Versuch, anzulegen, ein deutsches Binnenschiff am Abend die Brücke und den Steiger der Bunkerstation Drutense gerammt und teilweise versenkt. Das Unglück ereignete sich wegen eines Defekts der automatischen Ruderanlage.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiffskollision in Groningen
(25.2.08) Auf dem Starkenborgkanaal in Groningen rammte am 23.2. um 5.30 ein Binnenschiff mit einer Asphaltladung einen Binnentanker, der am AOG Terminal gebunkert hatte. Der Tanker riss sich los und wurde ebenso wie die Verladeanlage beschäftigt. Der Kapitän des anderen Schiffes hatte von dem Vorfall nichts bemerkt, er wurde erst in der Schleuse Eemshaven gestoppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankleichter lief auf Grund
(25.2.08) Am Traunspitz hat sich am 24.2. ein Schubleichter losgerissen und trieb bei Asten am Donauufer auf Grund. Die Feuerwehr aus Linz sicherte das Tankschiff mit einer Seilwinde, das Schubschiff "Leoben" der Firma Logserv schleppte es zum nächsten Liegeplatz stromaufwärts. Dort wurde es durch die Besatzung der "Leoben" und der Berufsfeuerwehr Linz wieder ordnungsgemäß ans Ufer befestigt. Von welchem Liegeplatz sich das Tankschiff löste, wird noch von der Polizei und der Schiffsfahrtsaufsicht noch ermittelt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vorwürfe gegen “Atago” nach Kollision mit „Seitoku Maru”
(22.2.08) Die beiden Teile des vom Zerstörer überlaufenen japanischen Kutters "Seitoku Maru", 7,3 ts, die kieloben in der See getrieben hatten, wurden am 20.2. vor Tateyama in der Chiba Präfektur auf das Deck einer Bergungsbarge gehoben. Die Suche nach den über Bord geschleuderten beiden Besatzungsmitgliedern dauerte an. Das Tiefseeforschungsschiff „Kaiyo“, 3385 BRZ, der staatlichen Agency for Marine-Earth Science an Technology, soll am 22.2. mit seiner Spezialausrüstung nach den Männern suchen. Sie hat ein ROV, die „Deep Tow“, an Bord, das mit Sonar und Kameras Objekte von 50 Zentimetern Länge orten kann. Die Suche ist auf eine Woche Dauer ausgelegt und gilt auch dem seit der Kollision verschwundenen Ruderhaus.
Die Befragungen der Zerstärer-Besatzung durch die Küstenwache ergaben, dass die erste Sichtung des Kutters um 3.55 Uhr, fünf Minuten vor dem üblichen Wachwechsel auf der "Atago", 7750 ts, stattfand. Es wird derzeit untersucht, ob diese Information durch den Ausguck rechtzeitig an die Radaroffiziere weitergegeben wurde. Der Zerstörer lief bis kurz vor der Kollision mit automatischem Navigationssystem, was nach Einschätzung des japanischen Verteidigungsministers hätte in den verkehrsreichen Gewässern ein Fehler war. Der Zerstörer war mit rund 10 Knoten südlich der Boso Peninsula unterwegs gewesen. Die "Seitoku Maru" hatte offenbar direkt auf die "Atago" zugehalten bei einer mutmaßlichen Geschwindigkeit von 15 Knoten. Eine Minute vor dem Zusammenstoß drehte die "Seitoku Maru" plötzlich nach Steuerbord ab, wodurch sie vor den Bug der "Atako" kam. Dieser leitete noch ein Ausweichmanöver ein, konnte aber die Kollision, die um 4.07 Uhr stattfand, nicht mehr vermeiden. Nach den Seegesetzen muss ein Schiff, das ein anderes an Steuerbord hat, ausweichen. Wenn der Kurs die Schiffe frontal auf einander zuführt, müssen beide abdrehen. Bei 14 Knoten Geschwindigkeit hätte die "Atago" einen Weg von 400 Meter benötigt, um aufzustoppen. Mit Hartruderlage wäre ein Bremsweg von 300 Metern zu veranschlagen gewesen. Die "Atago" versuchte am Ende offenbar aufzustoppen, ohne nach Steuerbord abzudrehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 19 Tote bei Fährunglück auf Amazonas befürchtet
(22.2.08) Am Abend des 21.2. sank die Fähre “Almirante Monteiro” nach Kollision mit einer mit Tanks beladenen Barge auf dem Amazonas bei Itacoatiara. Neun Menschen ertranken, 10 wurden vermisst. Insgesamt waren rund 100 Passagiere an Bord. 92 von ihnen wurden von anderen Booten sowie einem 32-Fuß-Polizeiboot gerettet, neun Leichen, darunter vier Kinder, aus dem Wasser gezogen. Die meisten vermissten Passagiere wurden im Schlaf auf dem Zweidecker überrascht. Die Überlebenden hielten sich überwiegend auf Deck auf. Sie wurden nach ihrer Rettung nach Novo Remanso gebracht, wo sie in einer Kirche übernachtetetn. Die Barge wurde nicht beschädigt. Die Ursache der Kollision war möglicherweise schlechte Sicht. Ein Marineschiff, ein Helikopter und 70 Einsatzkräfte setzten die Suche nach den Vermissten am 22.2. fort. Die „Almirante Monteiro“ hatte eine Kapazität von 165 Passagieren, war aber nicht voll besetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fragezeichen über Schicksal von Dreimaster “Heemskerck”
(22.2.08) Das Wrack des Nachbaus der „Abel Tasman“, die “Heemskerck“, die im Nordhafen von Groningen sank, soll im März von der Stadt weggeschleppt werden. Das Schiff kann den Verkehr behindern. Das weitere Schicksal des Schiffes ist noch unklar. Wenn das Schiff nicht zu stark beschädigt ist, soll es wiederhergestellt werden, ansonsten droht der Abwracker. Das in etlichen Jahren von Eigner Thaden erbaute Fahrzeug, mit dem er nach Tasmanien auf den Spuren des Entdeckers segeln wollte, war im Januar nach dessen Tod gesunken, weil es nicht mehr regelmäßig gelenzt wurde. Derzeit wird das Schiff von Trossen gehalten, sodass es nicht kentern kann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Lopez Point evakuiert
(22.2.08) Die Küstenwache rettete am 21.2. die zweiköpfige Crew der in Seenot geratenen, 39 Fuß langen Yacht „Sadie“ eine Meile westlich von Lopez Point. Das Boot hatte 45 Meilen südlich von Monterey um 10.25 Uhr Mayday gefunkt, woraufhin ein HH 65-Rettungshubschrauber der Air Station San Francisco aufstiegt und je ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Morro Bay und der Station Monterey ausliefen. Der Helikopter barg die beiden Segler aus dem Wasser, nachdem sie ihr Boot aufgegeben hatten. Die National Oceanic Atmospheric Administration will mit den Eignern einen Bergungsplan für das Boot erarbeiten, das 30 Gallonen Öl an Bord hat.
Quelle: Tim Schwabedissen

Greenpeace-Protest an „New Flame“
(22.2.08) Greenpeace protestierte am 21.2. mit einem Schlauchboot am Wrack der vor Gibraltar gesunkenen „New Flame“. Die Aktion wurde von spanischer Wasserschutzpolizei beobachtet. Am 12.2. hatte die spanische Regierung England aufgefordert, Vorkehrungen gegen Ölverschmutzungen durch das vor der britischen Kolonie liegende Schiff zu treffen. Das Schiff sank in den Hoheitsgewässern von Gibraltar, was nach Ansicht Spaniens die Verantwortung England auferlegt. Von dem Frachter ragen noch Kommandobrücke und Schornstein aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kabinenkreuzer sank vor Bowen Island
(22.2.08) Ein 10 Meter langer Kabinenkreuzer sank am 20.2. vor Governors Head nahe Bowen Island beim Versuch, es abzuschleppen. Der Eigner aus North Nowra hatte Mayday gefunkt und Notraketen abschossen, bevor er sich in ein Rettungsboot flüchtete. Sein Schiff hatte einen Riss im Rumpf und war deswegen unterwegs von Currambene Creek nach Greenwell Point, wo es zur Reparatur auf Slip genommen werden sollte. Auf Höhe von Point Perpendicular kam es zu einem Wassereinbruch. In rauer See misslang das Abschleppen, das evakuierte Schiff trieb noch rund eine Stunde in der See, bevor es gänzlich versank. Anschließend wurden aufgetriebene Trümmer aus der See geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Neckarbrücke
(22.2.08) Mehr als 100.000 Euro Schaden verursachte am Abend des 19.2. die Kollision eines Binnenschiffes bei Untertürkheim mit der Hafenbahnbrücke bei Bad Cannstatt. Das Schiff war auf dem Neckar in Richtung Bad Cannstatt unterwegs, als der Kapitän, von Funkverkehr abgelenkt, vergaß, vor der Hafenbahnbrücke das Ruderhaus abzusenken. Durch die Wucht des Zusammenstoßes mit der Unterkante der Brücke wurde es auf halber Höhe vollständig weggerissen. An der Brücke entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer zerstörte chinesische Fähre
(22.2.08) Am 16.2. brach auf der chinesischen Fähre „Tong An“ auf der taiwanesischen Insel Kinmen ein Feuer aus. Chinesische Löschboote halfen erstmals in der Geschichte Taiwans bei der Brandbekämpfung. Sie wurden aus Xiamen gerufen, da es keine eigenen Löschboote auf Kinmen gibt. Alle 37 Passagiere hatten die Fähre bereits verlassen, als das Feuer entstand. Die 19-köpfige Crew wurde von taiwanesischen Patroullienbooten gerettet. Die Fähre wurde während der fünf Stunden, in denen das Feuer wütete, zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Le Havre gesunken
(22.2.08) 35 Kilometer von Antifer bei Le Havre sank am Abend des 20.2. gegen 22 Uhr aus unbekannter Ursache ein Trawler. Die vierköpfige Crew wurde von einem passierenden Kutter gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsboot vermissten Frachters entdeckt
(22.2.08) Die japanische Küstenwache hat am 20.2. um 9.22 Uhr ein Rettungsboot des vermissten Frachters "Captain Uskov", 5200 BRZ in der Ostchinesischen See treibend entdeckt. Die Suche nach dem 1982 erbauten, kambodschanischen Schiff war am 24.1. gestartet worden, nachdem der mit 4500 Tonnen Schrott beladene, vormals russische Frachter nach dem Auslaufen aus Nachhodka nicht in Hongkong eingelaufen war. Der letzte Kontakt mit dem mit 17 Mann besetzten Schiff war am 20.1. Wahrscheinlich war die Ladung übergegangen und hatte einen raschen Untergang verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanonen am Arch Cape können von USS "Shark" stammen
(22.2.08) Die am 16.2. entdeckten Kanonen am Strand von Arch Cape, Oregon, stammen nach Einschätzung von Greg Shine, Historiker von Fort Vancouver, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von dem 198 Tonnen großen Klipper USS "Shark", der am 24.7.1846 vor Fort Vancouver eintraf und dort zwei Monate lag. Das Schiff strandete beim Versuch, die Columbia Bar zu passieren, am 10.9.1846. Das Schiff ging samt einer Kiste mit 4000 Dollar, die nie gefunden wurde, total verloren. Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie von USS "Peacock", die 1841 strandete, stammen. Sicher ist, dass bereits 1898 eine Kanone der "Shark" gefunden wurde. Sie ist heute im Columbia River Maritime Museum in Astoria ausgestellt und gab dem Fundort den Namen Cannon Beach. Die "Shark" war mit 10 18-Pfündern und zwei 9-Pfündern ausgestattet. Sie war 1821 bei der Marinewerft Washington vom Stapel gelaufen. 10 Soldaten desertierten, als das Schiff 1846 in Fort Vancouver lag, wo sie von Honolulu aus auf dem Weg nach Willamette Valley geankert hatte. Die Crew rettete sich auf den Strand und bat im Fort um Hilfe. Sie begab sich auf einem gecharterten Schoner der Hudson’s Bay Company, der "Cadboro", am 17.11. nach San Francisco, wo sie am 27.1.1847 eintraf. Eine Untersuchung sprach den Kommandanten von einer Schuld an der Strandung frei.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Groupama 3“ kieloben abgeschleppt
(21.2.08) In der Nacht zum 21.2. befand sich das Wrack des französischen Trimarans „Groupama 3” in langsamem Schlepp Richtung Otago. Vor Einbruch der Dunkelheit war es Crewmitgliedern gelungen, das 18-Tonnen-Schiff kieloben treibend mit dem Bergungsschiff „Clan MacLeod“ zu verbinden. Mit schweren Gewichten war zuvor der Zentralrumpf beballastet worden und sollte dann mit Trossen durch das 1000 PS starke Bergungsschiff umgedreht werden. Dieser Versuch misslang aber. Zwei Taucher hatten derweil das Rig und alles demontierbare Material aus dem Rumpf geholt, während er 150 Kilometer östlich der Oamaru-Küse trieb. Der in drei Teile zerbrochene Mast wurde um 18 Uhr auf die „Clan MacLeod“ gehoben. Außerdem wurde versucht, einen 500 Meter entfernt treibenden Ausleger zu bergen. Crewmann Yves Parlier war an Land geblieben, um der Crew essentielle Informationen zu kommunizieren und Kontakt mit Sponsoren in Frankreich sowie der Versicherung zu halten sowie ein Containerschiff aufzutreiben, auf dessen Deck die Schiffsreste nach Frankreich zurück transportiert werden können. Um 22 Uhr war die “Clan MacLeod”, die den Trimaran mit 1,5 bis 2 Knoten schleppte, 84 Meilen vor Taiaroa Head. Am 21.2. sollte ein weiterer Versuch unternommen werden, die „Groupama 3“ aufzurichten.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Con Dios“ wieder flott
(21.2.08) Das am 18.2.auf dem Rhein bei Linkenheim, Rheinkilometer 375 auf den "Liedolsheimer Grund" gelaufene belgische Binnenschiff „Con Dios“ (Europa-Nr. 6000564) wurde am Nachmittag des 20.2. wieder flott gemacht. Am Abend des 19.2 hatte die „MS100“, ein Arbeitsschiff von Hülskens Wasserbau aus Wesel (Europa-Nr.: 4500670) mit dem „Ponton 10“ (Europa-Nr.: 4024200) an der Backbordseite der „Con Dios“ festgemacht. Ein Teil der aus 1000 Tonnen Mais bestehenden Ladung wurde dann mit einem Greiferkran auf das Binnenschiff „Zwaluw“ aus Rotterdam (Europa-Nr.: 2314753) umgeladen. Diese hatte am Vorabend unweit der durch das Peilschiff „Speyer“ und zuvor von der „Gottfried Tulla“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim ausgeloteten Strandungsstelle Anker geworfen. Während des Leichterns hielt das 1908 gebaute Binnenschiff „Georg“ aus Kelsterbach (Europa-Nr. 4701030) das Heck der „Con Dios“ gegen die Strömung. Nach dem Leichtern wurde das Binnenschiff „Wolfgang Krieger“ aus Remseck (Europa-Nr. 4030180) an der Backbordseite der „Con Dios“ festgemacht. Gemeinsam schoben dann die „Georg“ und die „Wolfgang Krieger“ mit der vollen Kraft der Hauptmaschinen und des Bugstrahlruders die „Con Dios“ von der Kiesbank herunter. Um 16.35 war sie wieder flott und machte sich nach Rücksprache mit der Crew des Wasserschutz-Polizeibootes 4 aus Karlsruhe mit leichter Backbord-Schlagseite auf den Weg zu Tal.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Containerfrachter blockierte Elbe
(21.2.08) Nach einem Maschinenausfall hat der 335 Meter lange und 42 Meter breite Containerfrachter „Maersk Santana“ (IMO-Nr. 928 9934), 94724 BRZ, am Abend des 20.2. den Schiffsverkehr auf der Unterelbe vorübergehend lahmgelegt. Die "Maersk Santana", die von Hamubrg aus Richtung Nordsee lief, musste in der Nähe der Elbinsel Lühesand (Kreis Stade) notankern. Dabei drehte sich das 9,6 Meter tief gehende Schiff und legte sie sich quer zum Fahrwasser und kam bei Niedrigwasser auf Grund. Die Unterelbe musste 40 Minuten lang gesperrt werden. Die „Maersk Santana“ wurde zweieinhalb Stunden später von Bergungsschleppern in den Hamburger Hafen gezogen. Die Ursache für den Maschinenausfall ist bislang unbekannt. Nach der Bergung wurde das 2005 erbaute Schiff der Super-Post-Panmax-Klasse im Hamburger Hafen auf Schäden untersucht. Anschließend erhielt es die Erlaubnis, die Fahrt nach Rotterdam erneut anzutreten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vor Prince of Wales Island gesunkener Trawler wird geleichtert
(21.2.08) Am Morgen des 17.2. lief der 82 Fuß lange Trawler „Westward“ vor Point Ildefonso an der Südwestseite von Prince of Wales Island auf Felsen und schlug leck. Der Trawler „Confidence” rettete die beiden Crewmitglieder. Die 1943 erbaute “Westward”, die zwei große Lecks im Holzrumpf hatte, sank bei Hochwasser. Sie hatte 4000 Gallonen Dieselöl, 150 Gallonen Hydrauliköl und 150 Gallonen Ölgemisch an Bord. Die Küstenwache beobachtete einen 2,5 Meilen langen Ölfilm. Das Schiff war mit 130 Tonnen Hering unterwegs von Ketchikan nach Klawock. Der Kutter “Josie J.” brachte eine Ölsperre aus Craig Harbor. Die Southeast Alaska Petroleum Resource Organization (SEAPRO) wurde beauftragt, das verbliebene Öl zu leichtern. Deren Ölbekämpfungsschiff “Rudyard Bay” pumpte am 18.2. rund 2000 Gallonen Dieselöl aus den Tanks, die Arbeiten sollten fortgesetzt werden. Von der „Westward“ ragten noch der Bug und Teile der Aufbauten aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Historische Schiffssperre liegt Pipeline-Plänen im Weg
(21.2.08) Kopfzerbrechen bereiten knappe 300 Jahre nach ihrer Versenkung 20 Wracks vor Rügen. Einst versperrten sie dänischen Eroberern den Zugang zum Greifswalder Bodden. Die schwedische Marine hatte sie im Jahre 1715 südlich von Rügens Halbinsel Mönchgut mit Steinen beladen und versenkt. Aufgereiht wie auf einer etwa 980 Meter langen Kette, blockierten die Blockadeschiffe fortan eine der wichtigsten Passagen zum schwedisch besetzten Pommern. Nun werden die Reste der um 1990 wiederentdeckten und unter Denkmalschutz stehenden Schiffssperre erneut zum Hindernis. Dieses Mal liegt sie quer zur Trasse der Ostsee-Pipeline, die zwischen Russland und Lubmin gebaut werden soll. Den Experten im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern bereitet der geplante Trassenverlauf der Nord Stream AG einiges Kopfzerbrechen. Sie prüfen nun, ob aus der Kette ein Wrack herausgenommen und konserviert werden kann. Dies ist aber nicht nur teuer und aufwendig, sondern birgt auch die Gefahr, dass sich die Strömungsverhältnisse ändern und andere Wracks dadurch beschädigt werden könnten.
Über 83 Kilometer führt die künftige Gastrasse durch deutsche Hoheitsgewässer. Spezialteams haben den Korridor inzwischen mit Sonar abgesucht. Noch in diesem Jahr sollen Taucher markante Stellen in Augenschein nehmen. Der Zeitdruck auf die Forscher ist enorm. Schon ab 2009 sollen Verlegeschiffe die Pipeline in den Meeresgrund versenken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Coos Bay-Wrack identifiziert
(21.2.08) Das Rätsel um das nahe Coosbay im Januar entdeckte Schiffswrack ist gelöst. Archäologen sagten am 20.2., dass es sich bei den Schiffsresten am North spit um die „ George L. Olson“ handele. Das Schiff war ursprünglich als Dampfschoner “Ryder Hanify” gelaufen. Er war für die J.R. Hanify and Company of San Francisco am 22.1.1917 vom Stapel gelaufen. Das 1000 PS starke Schiff war eines der größten seiner Art, es konnte 1,4 Millionen “Boardfeet” Holz transportieren. Das in “George L. Olson” umbenannte Schiff riss sich 1944 bei einer Verschleppung los und strandete an der Küste Oregons.
Quelle: Tim Schwabedissen

Widersprüche bei Untersuchung von Kollision der „Atago“
(21.2.08) Die Crew des japanischen Zerstörers “Atago” hat den 7 Tonnen großen Kutter “Seitoku Maru” bereits 12 Minuten vor der Kollision vor der Boso-Halbinsel gesichtet. Dieses Untersuchungsergebnis widerspricht bisherigen Aussagen, nach denen es erst zwei Minuten vor der Kollision zu Sichtkontakt kam. Ein Ausguck machte die Steuerbord-Positionslaterne um 3.55 Uhr aus. Auf der Brücke befanden sich insgesamt 10 Personen. Um 4.06 Uhr, eine Minute vor der Kollision, wurde aber erst ein Ausweichmanöver eingeleitet. 90 Minuten nach dem Zwischenfall wurde der Verteidigungsminister informiert. Die zweiköpfige Crew ist weiterhin vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre sank in Cavite
(21.2.08) Die Fähre „Avelina“ der Metro Star Ferries sank am 21.2. gegen 12 Uhr im Hafen von Cavite. Sie hatte dort zur Reparatur eines defekten Generators festgemacht, als sie in rauer See leckschlug und dann rasch unterging.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Vermisste nach Kutteruntergang
(21.2.08) Vor Tabaco City, Albay Provinz, sank am 21.2. bei starkem Wind ein Kutter mit vier Mann Besatzung. Das Schiff war Tanauan Island gekentert. Ein Mann wurde gerettet, nach den drei Vermissten eine Suchaktion eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung von RoRo-Frachter abgeschlossen
(21.2.08) Der Bergungsschlepper „Lazurit” erreichte dne Hafen von Slavyanka südlich Vladivostok mit dem beschädigten RoRo-Frachter „Otani“ im Schlepp. Der Havarist wurde im Hafen festgemacht und die Bergung damit erfolgreich abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Reparaturaufträge für „Mighty Servant 3“ vergeben
(21.2.08) Die Marine Division of SELEX Communications, eine Firma der Finmeccanica-Gruppe, erhielt den 200000-Pfund-Auftrag, die Brücke des Schwergutfrachters „Mighty Servant 3“, 27,720 BRZ, zu reparieren. Das 180 Meter lange Schiff der Dockwise Ltd of Bermuda war im Dezember 2006 gesunken und fünf Monate später nach seiner Bergung nach Freeport, Grand Bahama, verschleppt worden, wo sie am 23.1. eintraf. Die Gesamtkosten der Reparatur werden rund 50 Millionen Dollar betragen. Allein 20 Millionen kostet die Wiederherstellung der Elektrik durch R&B Switchgear. Diese vergab den Unterauftrag an SELEX Communications, zu dem die Reparatur von Radar, AIS, Fleet 77, GMDSS und weiterer Ausstattung gehört. Die Arbeiten sollen im Oktober 2008 abgeschlossen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Widersprüche bei Untersuchung von Kollision der „Atago“
(21.2.08) In der Ochotischen See geriet der 1981 erbaute, russische Trawler „Sarbay“ (IMO-Nr. 7942207), 327 tdw, der OOO Vorskoy Rybnoe Delo – Sovgavan, nach Maschinenausfall ins Treiben. Der Bergungsschlepper „Spravedliviy” wurde zur Assistenz entsandt. Am 21.2. wurde der Schleppzug in Petropavlovsk-Kamchatskiy erwartet. In demselben Seegebiet geriet dem 1980 erbauten Trawler “Surovsk” (IMO-Nr. 7831915), 332 tdw, der Dalmoreproduct aus Wladiwostok, ein Netz in den Propeller. Das manövrierunfähige Schiff forderte Taucherhilfe an. Der Trawler “Kataevo” nahm die “Surovsk“ in Schlepp. Der Schlepper “Spravedliviy” sollte nach Abschluss der Verschleppung der „Sarbay“ die „Surovsk“ auf den Haken nehmen. Der Wind wehte mit 5-10 Metern/Sekunde aus Nordwet, die See ging rund einen Meter hoch.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsschiff erreichte zerbrochenen Katamaran
(20.2.08) Vor der Küste von North Otago haben die Segler der “Groupama 3” am 19.2. mit dem Bergungsschiff „Clan Macleod“ das Wrack ihres zerbrochenen Bootes erreicht. Das Wetter war ideal, um Bergungsarbeiten durchzuführen. Es herrschte Windstille und nur geringer Wellengang. Die Wrackteile trieben nordwärts und befanden sich 150 Kilometer vor der Küste von Oamaru. Ein Stück des Rumpfes trieb 500 Meter vom übrigen Wrack entfernt. Ein Teil des gewaltigen Mastes wurde auf das Deck des Bergungsschiffes gehoben. Es war in der Nacht zuvor ausgelaufen. Mit den 1000 PS des Schiffes gelang es, den Hauptrumpf aufzurichten. Es gelang, etliche persönliche Dinge aus dem Innern zu bergen. Ein Containerschiff soll das Wrack nach Frankreich transportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Beschädigter Schlepper wird untersucht
(20.2.08) An Bord des Schleppers “TK 1”, 98 BRZ, finden am Kai der Rendsburger Kröger-Werft derzeit Reinigungs- und Untersuchungsarbeiten zum Brand am 12.2. statt. Auf der Basis der Ergebnis wird eine Schadensfeststellung und Ausschreibung der Reparatur erfolgen.
Im Maschinenraum des 24,5 Meter langen und 7,02 Meter breiten Schleppers „TK 1“ war in den Mittagsstunden jenen Tages ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff der Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG war mit einem Schleppverband auf dem Nord-Ostsee-Kanal Richtung Kiel unterwegs gewesen, als das Feuer in Höhe Oldenbüttel, Kreis Rendsburg-Eckernförde, ausbrach. Der Kapitän hatte bemerkt, dass unter dem Schornstein Flammen hervorschlugen. Der Schlepper machte daraufhin vorn am Schubverband fest. Die 600-PS-Maschine wurde im Schnellschluss durch die auf der Brücke befindlichen Notschalter abgestellt und so die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Der Maschinenraum selbst war zu dieser Zeit nicht zu betreten wegen der starken Rauchentwicklung. Die angekoppelte „Wal“ verholte den Verband mit ihrem eigenen Antrieb in die Weiche Oldenbüttel. Die Mannschaft konnte den Brand bis zum Eintreffen dort mit Feuerlöschern ersticken, bzw. war das Feuer im Wesentlichen bereits von selbst erloschen, als die Maschine nur noch im Stand lief. Offenbar hatte im Maschinenschacht befindliche Farbe sich entzündet. Der in der Nähe befindliche Peil- und Messkatamaran "Orka" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel verholte die „TK 1“ dann in der Weiche Oldenbüttel von den Pfählen an Dalben mit Landgang. Feuerwehrmänner aus Oldenbüttel und Rendsburg durchsuchten das Schiff nach weiteren Brandherden, konnten aber schnell Entwarnung geben. Der Schlepper wurde dann zur Kröger-Werft nach Rendsburg geschleppt. Teile der Elektrik waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein anderer Schlepper übernahm den mit Schleusentoren beladenen Ponton und brachte ihn nach Kiel-Holtenau. Die "TK 1" wurde 1964 bei Buschmann, Hamburg, für die Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei als "Fairplay I" (3) erbaut. 1994 wurde sie stationiert in Rostock als "Warnow I", kam später aber unter dem Ursprungsnamen nach Hamburg zurück. 2002 wurde sie an Taucher Knoth verkauft und "TK 1" getauft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schon wieder Binnenschiff bei Linkenheim gestrandet
(20.2.08) Am 18.2.lief auf dem Rhein bei Linkenheim, Rheinkilometer 375 das belgische Binnenschiff "Con Diosk" (Europa-Nr. 6000564), 1233 ts, auf Grund. Das mit 1000 Tonnen Mais beladene Schiff war auf Talfahrt und hatte um 18.55 Uhr Grundberührung mit dem Bug. Der Versuch, aus eigener Kraft frei zu kommen, misslang. Die "Con Dios" lag zwischen zwei Buhnen auf einer Kiesbank des Liedoslsheimer Grundes unweit der Stelle, wo im Januar bereits die „Trifels“ strandete, fest. Sie soll nun geleichtert werden. Die Rheinschifffahrt war nicht behindert, den entstandenen Sachschaden schätzte die Wasserschutzpolizei Karlsruhe auf ca. 20.000 Euro. Offenbar strandete das Schiff, weil es für den derzeit niedrigen Wasserstand des Rheins zu tief abgeladen war. Die „Con Dios“ ist in Bleharies beheimatet und wird von R Decamps bereedert. Sie ist 80 Meter lang, 8,2 Meter breit und hat 2,72 Meter Tiefgang. Sie wurde 1964 bei Chantier Naval Rupelmonde in Rupelmonde erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Elbwrack vor Bützfleth „archäologisch bedeutsam“
(20.2.08) Das hölzerne Schiffswrack auf dem Grund der Elbe vor Stade-Bützfleth ist deutlich älter als erwartet: Das Baumaterial stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, etwa von 1630. Das hat eine Untersuchung einer aus dem Fluss geborgenen, zwei Meter langen Planke des Wracks durch das Deutsche Archäologische Institut Berlin ergeben. Stades Bürgermeister sprach am 19.2. bereits von einem "einzigartigen, historisch bedeutsamen Fund". Denn Flussschiffe aus dieser Zeit, so bestätigte ein Experte des Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven, seien in Norddeutschland bisher noch nicht gefunden worden. Die niedersächsische Hafenbehörde N-Ports hatte das 14 Meter lange und vier Meter breite Schiffswrack im Dezember bei Peilfahrten mit dem Fächerecholot entdeckt. Stades Stadtarchäologe Andreas Schäfer schaltete daraufhin einen der führenden deutschen Unterwasserarchäologen, Dr. Martin Mainberger, ein. Mainbergers Tauchteam fand heraus, dass das Schiff kieloben auf dem Grund liegt und gut erhalten ist. Unterwasserfotos konnten nicht gemacht werden, da die Taucher am Fundort vor dem Bützflether Sand nur zwei Zentimeter Sicht hatten. Das Wrack liegt bei Flut in 18 Meter Tiefe, 150 Meter von der Fahrrinne entfernt. Das Eichenholz, aus dem das Schiff erbaut wurde, stammt aus der Prignitz. Das konnte das Deutsche Archäologische Institut mit Hilfe seiner Datenbänke für Hölzer ermitteln. Unbekannt ist aber, wo es gebaut wurde, was es geladen hatte und wo genau es sank. Das Schiff ist auf jeden Fall mit der Strömung gewandert. Noch weiß niemand, ob der archäologisch bedeutsame Schiffsfund aus dem Elbschlick geborgen werden wird. Das Wrack müsste aufwändig konserviert werden. Hinter den Kulissen soll es aber Gespräche geben, den Energiekonzern Electrabel, der am Fundort eine Kohlepier bauen will, finanziell zu beteiligen: Bei den dazu notwendigen Baggerarbeiten würde das Schiffswrack zerstört werden. Denkbar wäre auch, dass die Metropolregion Hamburg gemeinsam einspringt, um ihr maritimes Erbe zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankbarge im dritten Anlauf geborgen
(20.2.08) Am Morgen des 13.2. lief der Schlepper “Gold Coast” nahe der Mündung des Nanticoke River auf de, Weg nach Seaford, Delaware, auf Grund. Die Küstenwache wurde um sieben Uhr benachrichtigt, dass das Schiff samt einer mit 420000 Gallonen Öl beladenen Barge festsäße. Nachdem der Schlepper losgekoppelt war, versuchte er bis zum Abend, gemeinsam mit seinem Schwesterschiff „Palm Coast“ die doppelwandige Barge mit Hochwasser freizubekommen. Nachdem dies auch im Tagesverlauf des 14.2. nicht gelang, wurde die Barge geleichtert. Nachdem ein Drittel des Schweröls abgepumpt war, gelang am Abend die Bergung. Barge und Schlepper wurden anschließend an der Vienna Power Plant für Untersuchungen vermoort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Bullayer Kastenbrücke
(20.2.08) Ein talwärts laufendes Binnenschiff stieß am 19.2. gegen 19 Uhr gegen den mittleren Brückenpfeiler der Bullayer Kastenbrücke, über die die L 199 sowie die Hauptbahnstrecke Trier-Koblenz verläuft. Das Schiff fuhr anschließend weiter bis nach St. Aldegund, wo es von Beamten der Wasserschutzpolizei Cochem untersucht wurde. Die vorläufige Untersuchung der Brücke durch das Unfallmanagement der Deutschen Bahn und einen Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Koblenz erbrachte keine Hinweise auf größere Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanonen bei Arch Cape am Strand entdeckt
(20.2.08) Am vergangenen Wochenende wurden rund fünf Meilen nördlich von Arch Cape in Oregon zwei Kanonen gefunden, die von einem 1846 gestrandeten Schiff stammen könnten. Insgesamt waren drei Kanonen an Bord des Forschungsschoners USS „Shark“. Eine Kanone war bereits 1898 gefunden und gab dem Cannon Beach seinen Namen. Zwei Strandgänger entdeckten eine Kanone am 16.2., die zweite wurde während der Dokumentation des Fundes am 18.2. gefunden. Die Kanonen waren zwar verkrustet, aber insgesamt gut erhalten. Archäologen sollen sie nun bergen. Wenn es sich bestätigt, dass sie von der „Shark“ stammen, würde es sich um einen bedeutsamen Fund handeln.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulkcarrier vor Jeddah geborgen
(20.2.08) Am 5.2. gelang es Bergern von Smit Salvage, den am 17.1. vor Jeddah in Saudi-Arabien gestrandeten, japanischen Bulkcarrier „Sagarkiran“, 74,000 tdw, flottzumachen. Das 1994 erbaute Schiff hatte 47700 Tonnen Gerste geladen, als es aus Jeddah auslief. Am 20.1. war ein Bergungskontrakt unterzeichnet worden, danach wurden 3000 Tonnen der Ladung geleichtert. Nach der Bergung wurde das Schiff vorbereitet, um an die Eigner zurückgegeben zu werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Zhen Hua 10“ hatte zu schwache Maschinen
(20.2.08) Der in der Nacht zum 2.2. vor Maasvlakte gestrandete Schwergutfrachter „Zhen Hua 10“ hatte möglicherweise eine zu schwache Maschine. Dies geht aus einem Report zur Havarie hervor, der am 18.2. von der Inspectie Verkeer en Waterstaat publiziert wurde. Das Schiff konnte erst nach vier Tagen freigeschleppt und zum neuen Euromax-Terminal in Rotterdam gebracht werden. Der erfahrene Kapitän hatte in den vergangenen zwei Jahren zwei vergleichbare Reisen von Shanghai nach Rotterdam unternommen. Er hatte beschlossen, bei Windstärke sieben mit den Containerkränen an Deck fünf Meilen vor der Küste zu ankern, wo das Risiko einer Kollision mit anderen Schffen minimal war. Anker und laufende Maschinen konnten das Schiff aber nicht gegen den Weststurm halten, es driftete auf die Küste. Die Hafenbehörden in Rotterdam wurden nun angewiesen, Schiffen in vergleichbaren Umständen keine Ankergenehmigung mehr zu geben. Statt dessen sollten sie zeitig Schlepperhilfe erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leckes Kühlschiff gestrandet
(20.2.08) Am 18.2. um 10.30 Uhr lief das Kühlschiff „Arlu“ 100 Meter vor der Küste von Makhachkala auf Grund. Es sollte wegen eines Lecks im Maschinenraum zu einer Reparaturwerft geschleppt werden. Nach der Strandung wurde mit Lenzarbeiten begonnen, um das Schiff wieder schleppfähig zu machen. An Bord waren sechs Mann Crew. Das in Makhachkala beheimatete Schiff wird von der Sila Edinstva Ltd. bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen

War Frachterkapitän bei Strandung betrunken?
(20.2.08) Am Morgen des 19.2. lief der Frachter „Pamela“ vor Injö im Finnischen Archipel auf Grund. Das Schiff wurde am Bug beschädigt. Es konnte, nachdem es wieder flott war, aus eigener Kraft Naantali anlaufen. Der Kapitän steht im Verdacht, betrunken gewesen zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russland dankt Griechenland für Hilfeleistung
(20.2.08) Die russische Marine dankte Griechenland für die schnelle Hilfe für die „Amur PM 138“, die manövrierunfähig 13 Meilen nordwestlich von Ikaria in Seenot geraten war. Zwei Helikopter, ein C-130-Flugzeug und eine Fregatte waren dem Havaristen mit 106 Personen an Bord zu Hilfe gekommen und sind nun in Sicherheit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fährunglück vor Bengal – 10 Tote befürchtet
(20.2.08) Drei Menschen ertranken, sieben weitere wurden noch vermisst, nachdem ein Fährboot in der Bucht von Bengal am 19.2. sank. 40 andere schwammen entweder an Land oder wurden aus dem Wasser gerettet. Das Schiff ging unter, kurz nachdem es Moheskhali Island, 375 Kilometer südlich von Dhaka, mit Kurs aufs nahe Kutubdia Island verlassen hatte. Es war offenbar überladen, der Eigner wurde verhaftet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Französischer Superkatamaran kenterte bei Weltrekordversuch
(19.2.08) Der Rekordversuch einer Weltumsegelung kam für den französischen Trimaran "Groupama 3" am Morgen des 18.2. zu einem abrupten Ende, als das 32 Meter lange und 22,55 Meter breite Schiff beim Jules Verne-Round-the-World-Race 80 Meilen vor Dunedin, Neuseeland, kenterte. Skipper Franck Cammas meldete, das Boot sei gekentert, der Backbordrumpf entzwei gebrochen, sodass die beiden Arme des Schiffes ebenfalls brachen und sich das Boot auf die Seite legte. Die 10-köpfige Crew sei sicher im Innern des Zentralrumpfes. Vor Ort waren bis zu sieben Meter Wellenhöhe und an die 30 Knoten Südwestwind. Es gelang der französischen Küstenwache, ein Signal des Schiffes aufzunehmen und mit den neuseeländischen Kollegen Kontakt herzustellen. Diese waren in der Lage, über Satellitentelephon mit der Crew zu sprechen. Sie hatten sich aus dem kieloben treibenden Wrack in Überlebensanzügen retten können und warteten oben auf dem Rumpf auf Rettung. Vier Rettungshubschrauber bargen die Segler um 15.30 Uhr unverletzt ab und flogen sie nach Dunedin, wo sie medizinisch betreut und untergebracht wurden. Sie hatten den Rekord von Bruno Peyron brechen wollen, der die Strecke 2005 in 50 Tagen, 16 Stunden, 20 Minuten und vier Sekunden absolvierte. Sie waren vor 24 Tagen aus dem Englischen Kanal ausgelaufen. Als das Unglück sich ereignete, hatte das Boot nach einer relativ langsamen Passage des Indischen Ozeans gerade die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht und war unterwegs nach Kap Hoorn. Um aber Schlechtwettergebieten zu entgehen, war der Kurs weiter in Richtung von Stewart Island gesteckt worden.
Die Geretteten wollten nun versuchen, das Wrack ihres vor Otago treibenden Bootes zu bergen. Sie wollten um 20 Uhr den Hafen verlassen und hofften, die „Groupama 3“ am 19.2. zu erreichen. Der Rumpf sollte aufgerichtet und nach Christchurch geschleppt werden, von wo aus ein Rücktransport nach Frankreich erfolgen könnte. Die Stunden nach der Rettung verbrachten die Männer um Cammas mit der Organisation der Bergung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zerstörer versenkte Kutter
(19.2.08) Östlich von Tokio kollidierte der 165 Meter lange japanische Zerstörer “Atago” am Morgen des 19.2. um 4.23 Uhr mit dem 15 Yards langen langen Kutter “Seitoku Maru” (Video). Bei dem Unglück vor Chibas Präfektur Nojimazaki Cape wurde der Kutter in zwei Teile zerbrochen. Die beiden Wrackhälften trieben danach in der See. Rettungstaucher fanden auf den Überresten keine Menschen. Nach der zweiköpfigen Crew wurde eine Suchaktion durch Marine, Küstenwachboote und sechs Helikopter gestartet. Die beiden Vermissten waren auf Thunfischfang. 10 Schiffe, darunter auch die 8500 Tonnen große „Atago“, waren an der Suche im Pazifik beteiligt. Sie hatte lediglich Schrammen am Bug davongetragen. Die im Herbst 2007 in Dienst gestellte “Atago” ist eine von zahlreichen japanischen Marineeinheiten, die mit dem hoch entwickelten Aegis Radar ausgerüstet sind. Sie war unterwegs von Tests vor Hawaii zur Marinebasis in Yokosuka. Zuletzt war 1988 ein Schiff der Marine mit einem Kutter kollidiert, wobei 30 Menschen ums Leben kamen. 2001 hatte ein amerikanisches U-Boot vor Hawaii ein japanisches Fischereischulschiff gerammt, bei dessen Untergang neun der 35 Mann an Bord ertranken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten an Charterboot abgebrochen
(19.2.08) Die Bergungsarbeiten an der vor Alderney auf Grund gesetzten 9-Tonnen-Motorkreuzers "Lady Maris of Braye" wurden vorerst abgebrochen. Als das in Braye beheimatete Schiff am 14.2. auf Burhou Island auf Grund gesetzt wurde, nachdem es auf Felsen gelaufen und leckgeschlagen war, hatte das Rettungsboot "Roy Barker 1" alle neun Personen an Bord unversehrt gerettet. Nachdem die Berger das Schiff als nicht zu retten bezeichnet hatten, begannen Gespräche mit der Versicherung. Die "Lady Maris" lief zwischen Alderney und Frankreich. Sie ist 11,74 Meter lang, 3,96 Meter breit und hat 1,22 Meter Tiefgang. Die in Alderney beheimatete „Lady Maris“ lief zwischen Frankreich, Guenrsy und Sark und war für Ausflugsfahrten mit bis zu 23 Passagieren zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wertvoller Wrackfund auf der Schelde
(19.2.08) Das 1999 bei Ritthem gefundene Schiffswrack wurde nach Abschluss diverser Untersuchungen von dem Reichsdienst für Archäologie, Kulturlandschaft und Monumente als ein Objekt mit hohem archäologischen Wert bezeichnet. Ein Taucherteam hatte 2006 drei Kanonen geborgen. Dendrologische Untersuchungen des Bauholzes ergaben ein Fälldatum von 1550 bis 1560. Röntgenuntersuchungen der stark mit Sand verklumpten und korrodierten Kanonen zeigten, dass sie nicht geladen waren. Bei weiteren Untersuchungen wird auf die Entdeckung von Inschriften gehofft, die Rückschlüsse auf die Schiffsidentität ermöglichen. Möglicherweise handelt es sich um ein Admiralitätsschiff aus Zeeland. Die Wrackreste sind 18 Meter lang und neun Meter breit, sie liegen auf rund 20 Metern Tiefe. Das größte Artefakt wurde derweil durch die Strömung nahe des Schleusenhafens weggespült, den übrigen Resten droht ein ähnliches Schicksal. Deswegen hoffen die Archäologen auf eine kurzfristige Grabungs- und Bergungskampagne. Ein Wrack aus dem 16. Jahrhundert in der Westerschelde zu finden ist wegen der starken Strömungen sehr ungewöhnlich.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mühseliges Arbeiten an “Riverdance”
(19.2.08) Die RoRo-Fähre “Riverdance” wird wohl noch einige Zeit auf dem Strand von Blackpool liegen bleiben. Das Hauptfrachtdeck, die unteren Laderäume und die Maschinenräume stehen untereinander offen und laufen mit jeder Tide voll. Die Stabilität des Rumpfes bereitet unter diesem Aspekt Sorgen. Bis zum vergangenen Wochenende wurde das gesamte Bunkeröl abgepumpt. Nun soll das Schiff stabilisiert werden, indem der Rumpf wasserdicht gemacht und mit Wasserballast befüllt wird, um die starke Schlagseite zu reduzieren. Immerhin hat diese einen einfachen Zugang zu den Tanks im Doppelboden ermöglicht. Derzeit wird zudem eine Reihe von Trailern vom Hauptdeck entfernt, doch der Tidenhub gestaltet diese Arbeiten schwierig. Immerhin besteht, anders als in einem früheren Fall, die Aussicht, dass das Wrack wieder vom Strand verschwindet.
Ein kleines Stück landeinwärts der „Riverdance“ ragen aus dem Sand bei Ebbe die Spanten der Bark "Abana", die im Dezember 1894 dort strandete. Das Schiff war am 21.12. jenen Jahres von Liverpool nach Florida ausgelaufen. Das Schiff musste vor Manx Sturm abwettern, die Segel rissen, das Schiff kam auf Legerwall und strandete schließlich nahe der Klippen von Little Bispham. Das Blackpool-Rettungsboot ging zu Wasser. Drei Stunden nach der Strandung hatte die "Samuel Fletcher" den 200 Meter vor der Küste liegenden Havaristen erreicht, dessen Masten inzwischen gebrochen über die Seite hingen. Alle 17 Mann der "Abana" konnten auf einmal aufgenommen werden, und das mit 16 Mann Crew besetzte Rettungsboot kämpfte sich nun mit insgesamt 33 Personen an Bord zum Strand, wobei es noch auf eine Barre lief. Einige Retter stiegen aus und schoben es darüber hinweg. Schließlich wurde das Land erreicht und die Geretteten wurden ins ’Red Lion Inn’ gebracht. Heute befindet sich die Glocke der "Abana" noch in der Cleveleys Parish Church. Die "Abana" selbst versank in den Sänden von Little Bispham.
Quelle: Tim Schwabedissen

Cooper River nach Ankerfund wieder frei
(19.2.08) Am 17.2. hoben Bergungscrew Anker und Kette des 584 Fuß langen, liberianischen Tankers “Siteam Anara”. Das Schiff hatte auf dem Cooper River Maschinenausfall nördlich der Ravenel Brücke erlitten. Bei einem Notankermanöver riss der Steuerbordanker ab. Wegen der von dem Anker ausgehenden Schifffahrtsgefährdung wurde von der Küstenwache in Charleston eine Sicherheitszone eingerichtet, bis der Anker gefunden und um 15.30 Uhr geborgen war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russisches Transportschiff vor Strandung bewahrt
(19.2.08) In der Ägäis funkte am 18.1. das russische Marineschiff "Amur - PM 138" um 9.36 Uhr Mayday, nachdem 15 Meilen südlich von Ikaria die Maschine im Sturm ausgefallen war. Das Schiff drohte auf Grund zu treiben. Bei dem Schiff handelt es sich um eine 5500 Tonnen große Reparaturplattform der Schwarzmeerflotte für Marineschiffe. Griechenland schickte den Schlepper "Teklos" und die Fregatte "Babulina", die Türkei einen Hubschrauber. Außerdem machten sich zwei griechische Superpuma Helikopter, ein Küstenwachboot und eine Hercules C-130 zum Havaristen auf. Die "PM 138" war unterwegs von Tartus, Syrien, in die Heimatbasis Sevastopol, als der Antrieb bei Winden von 16 Metern pro Sekunde ausfiel. Die Verfassung der 88-köpfigen Crew wurde als befriedigend beschrieben. Am Nachmittag des 18.1. sollte der Havarist durch die „Babulina“ in die windgeschützte Bucht von Agios Kirikos der nahe gelegenen Insel Ikaria geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach zwei vermissten Seeleuten dauert an
(19.2.08) Die Suche nach dem vermissten Kapitän und einem weiteren Besatzungsmitglied des vor der philippinischen Nordwestküste gesunkenen, unter Panama-Flagge registrierten Trawlers “Jin Shan” wurde am 19.2. fortgesetzt. Die anderen 26 Mann waren von einem kurz nach dem Untergang an der Unglücksstelle eingetroffenen japanischen Tanker aus Schlauchbooten gerettet worden, nachdem das Schiff am 18.2. um drei Uhr leckgeschlagen war. Kurz zuvor hatte es den Leuchtturm von Cape Bojeador passiert. Der Kapitän und ein zweiter Mann waren an Bord geblieben in der Hoffnung, das Schiff noch retten zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Crew sprang von brennendem Kutter
(19.2.08) Am 16.2. fing um 12.30 Uhr ein 35 Fuß langer Kutter nahe der Einfahrt zur San Diego Bay vor Point Loma Feuer. Zwei Feuerlöschboote und Rettungseinheiten des San Diego Lifeguard Service eilten zum brennenden Schiff. Vier Personen an Bord retteten sich durch einen Sprung ins Wasser und wurden von einem anderen Schiff aufgenommen. Nach erfolgreicher Brandbekämpfung wurde der Havarist zu einer örtlichen Werft geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Französischer Superkatamaran kenterte bei Weltrekordversuch
(19.2.08) Der Rekordversuch einer Weltumsegelung kam für den französischen Trimaran "Groupama 3" am Morgen des 18.2. zu einem abrupten Ende, als das 32 Meter lange und 22,55 Meter breite Schiff beim Jules Verne-Round-the-World-Race 80 Meilen vor Dunedin, Neuseeland, kenterte. Skipper Franck Cammas meldete, das Boot sei gekentert, der Backbordrumpf entzwei gebrochen, sodass die beiden Arme des Schiffes ebenfalls brachen und sich das Boot auf die Seite legte. Die 10-köpfige Crew sei sicher im Innern des Zentralrumpfes. Vor Ort waren bis zu sieben Meter Wellenhöhe und an die 30 Knoten Südwestwind. Es gelang der französischen Küstenwache, ein Signal des Schiffes aufzunehmen und mit den neuseeländischen Kollegen Kontakt herzustellen. Diese waren in der Lage, über Satellitentelephon mit der Crew zu sprechen. Sie hatten sich aus dem kieloben treibenden Wrack in Überlebensanzügen retten können und warteten oben auf dem Rumpf auf Rettung. Vier Rettungshubschrauber bargen die Segler um 15.30 Uhr unverletzt ab und flogen sie nach Dunedin, wo sie medizinisch betreut und untergebracht wurden. Sie hatten den Rekord von Bruno Peyron brechen wollen, der die Strecke 2005 in 50 Tagen, 16 Stunden, 20 Minuten und vier Sekunden absolvierte. Sie waren vor 24 Tagen aus dem Englischen Kanal ausgelaufen. Als das Unglück sich ereignete, hatte das Boot nach einer relativ langsamen Passage des Indischen Ozeans gerade die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht und war unterwegs nach Kap Hoorn. Um aber Schlechtwettergebieten zu entgehen, war der Kurs weiter in Richtung von Stewart Island gesteckt worden. Die Geretteten wollten nun versuchen, das Wrack ihres vor Otago treibenden Bootes zu bergen. Sie wollten um 20 Uhr den Hafen verlassen und hofften, die „Groupama 3“ am 19.2. zu erreichen. Der Rumpf sollte aufgerichtet und nach Christchurch geschleppt werden, von wo aus ein Rücktransport nach Frankreich erfolgen könnte. Die Stunden nach der Rettung verbrachten die Männer um Cammas mit der Organisation der Bergung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölfilm im Golf von Mexiko aufgelöst
(19.2.08) Starke Winde halfen am 16.2., den Ölfilm, der sich im Golf von Mexiko nach der Kollision des 193 Fuß langen Versorgers „Grady Fagan“ mit dem Ölrig „Ocean Star“ am Morgen gebildet hatte, aufzulösen. Das Öl trieb 140 Meilen südöstlich von Galveston 30 Meilen südlich der ökologisch sensiblen Flower Garden Banks National Marine Sanctuary. Bei Winden von 25 Meilen Geschwindigkeit löste sich das leichte Dieselöl aber rasch auf. Die „Grady Fagan“ hatte einen zwei Inch langen Riss oberhalb der Wasserlinie erlitten, als sie um 4.28 Uhr gegen die Bohrinsel stieß, die gerade Versorgungsgüter übernehmen wollte. Die Eigner des Versorgers beauftragten die Marine Spill Response Corp. Mit der Beseitigung von möglichen Ölresten.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Forest 1“ wird zwangsversteigert
(19.2.08) Am 5.3. soll im Amtsgericht Emden der in Emden in der Kette liegende Frachter "Forest 1", 2.608 BRZ (IMO-Nr. 9070515) , zwangsversteigert werden. Für das 80,04 Meter lange und 14,5 Meter breite Schiff gilt ein Mindestgebot beträgt von 350.000, Euro. Die ehemalige „Golden Star 1“ ist in Basseterre registriert und hat die Flagge von S t . K i t t s a n d N e v i s. Eigner ist die Veiling Corp. in Belize. Das Schiff wurde 1993 beim Droberta Turnu Severin Werft in Rumänien erbaut. Es war in Emden festgelegt worden, später kamen bei einem Rettungsbootmanöver mehrere Besatzungsmitglieder ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mayday von deutscher Yacht
(18.2.08) Am 16.2. funkte eine deutsche Yacht Mayday, nachdem der Motor vor Frederikshavn ausgefallen war und das Schiff an der Südmole beim Einlaufen festkam. Das Rettungsboot aus Sæby sowie Rettungspersonal aus Frederikshavn wurde alarmiert. Es gelang dem Rettungsboot, den Havaristen frei- und nach Frederikshavn einzuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsboot gerettet
(18.2.08) Am Abend des 15.2. gelang es, das auf Rathlin Island gestrandete Rettungsboot „Katie Hannan“ zu bergen. Eine Bergungsbarge aus Liverpool brachte das Boot vor den Augen von rund 100 Schaulustigen in den Hafen von Ballycastle. An Bord der „Terra Marique“ aus Ellesmere Port soll das Boot als nächstes nach Plymouth transportiert werden, wo über Reparatur oder Abwracken entschieden wird. Vor der Bergung waren bereits die beiden Maschinen und Teile der Aufbauten und Steuerung demontiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motoryacht ausgebrannt
(18.2.08) Am 16.2. ist in der Mündung der Steenbergse Vliet eine Motoryacht völlig ausgebrannt. Der Skipper rettete sich, indem er über Bord sprang. Nachdem ein Binnenschiffer das Feuer gemeldet hatte, war ein Rettungsboot mit vier Feuerwehrleuten aus Dintelsas ausgelaufen. Als es eintraf, stand die Yacht bereits volllkommen in Flammen. Der Verunglückte wurde aus dem Wasser gerettet und zur Schleuse von Steenbergse Vliet gebracht, wo er medizinisch betreut wurde. Das Feuer war um 17.10 Uhr, rund eineinhalb Stunden nach Ausbruch, erloschen. Das Boot war nach Sliedrecht unterwegs gewesen, auf dem Schelde-Rhein-Kanal hatte der Skipper Brandgerucht wahrgenommen. Als er die Maschinenraumluke öffnete, schlugen ihm bereits Flammen entgegen, und die Kajüte füllte sich mit Rauch.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker schlug durch Kollision leck
(18.2.08) Der mit 984 Tonnen Gasöl beladene Binnentanker "Jambo" rammte am 16.2. gegen 20 Uhr nach einem Defekt der Ruderanlage die Kanalmauer des Amsterdam-Rhein-Kanals bei Utrecht und schlug leck. Das Schiff ging an der Kanalmauer längsseits, und die Feuerwehr wurde alarmiert. Es gelang ihr, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Nachdem ein anderes Schiff die Ladung übernommen hatte, konnte der Tanker gegen Mitternacht seine Reise zur Reparatur in Richtung Merwedekanal fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubschlepper geborgen
(18.2.08) Der nach der Kollision mit dem Baggerschiff „Swalinge“ teilweise gesunkene Schubschlepper „Willem Lourens“ (Länge 18,50Meter, Breite 11,20 Meter, 64 Tonnen, erbaut 1987 bei De Biesbosch in Dordrecht, ex Manon , ex Wilmar , ex Finesse , ex Phoenix II , Europanummer 02322650) wurde am 15.2. gehoben und wie sein Kollisionsgegner zu Sluiskil gebracht. Als das Schiff hier auf Slip genommen wurde, zeigten sich erhebliche Schäden im Bereich des Achterschiffs.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter strandete vor Kumkale
(18.2.08) Am 12.2. lief um 14.03 Uhr vor Kumkale im Bosporus der türkische Frachter „Bora Genc“ auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Aliaga nach Tzula, als es in der Canakkale Straße festkam. Das Rettungsboot „Iiyi Emniyeti“ sowie der Schlepper „Sonduren 3“ wurden zur Strandungsstelle geschickt. Um 15.10 Uhr kam der Frachter aus eigener Kraft wieder frei..
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot brannte vor San Diego
(18.2.08) Am 16.2. geriet vor Point Loma das Sportboot „Catalina“ um 12.18 Uhr in Brand. Die Coast Guard Station San Diego und die Polizei von San Diego Harbor wurden alarmiert. Die vierköpfige Crew sprang über Bord und wurde aus dem Wasser gerettet. Eine Bergungsfirma schleppte die „Catalina“ zum Anleger der Polizei.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüssiggastanker repariert
(18.2.08) Am 15.2. ging der 933 Fuß lange LNG-Tanker „Catalunya Spirit“ vor Gloucester wieder ankerauf, nachdem die Bordenergie in vollem Umfang wiederhergestellt war und der Hafenkapitän von Boston das Schiff um 20.40 Uhr freigab. Es hatte sich herausgestellt, das seine Wasserpumpe für die Kessel die Probleme ausgelöst hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Verletzte bei Feuer auf Schlepper
(18.2.08) Am 14.2. wurden zwei verletzte Crewmitglieder des 108 Fuß langen kanadischen Schleppers „Everlast“ vor Portland aus der Luft evakuiert. Auf dem Schlepper war ein Maschinenraumbrand ausgebrochen. Das Schiff ankerte vor Portland, wo er von der Küstenwache untersucht wurde. Der Schlepper war mit einer Barge 20 Meilen vor Rockland unterwegs gewesen, als der Brand um 21.15 Uhr entstand. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Rockland lief um 9.50 Uhr aus und nahm Kurs auf die südlich von Matinicus stehende “Everlast”. Um 23 Uhr war der Havarist fünf Meilen südöstlich von Matinicus erreicht. 10 Minuten später traf auch ein Helikopter aus Cape Cod ein. Die Verletzten wurden ins Maine Medical Center in Portland geflogen. Das Feuer wurde unter Kontrolle gebracht. Vor Ort waren sechs Fuß hohe Seen bei Windgeschwindigkeiten von 20 Meilen. Das Rettungsboot blieb eine Stunde vor Ort, während beratschlagt wurde, wie fortgefahren würde. Der Schlepper war aus St. John, New Brunswick, und die Barge war mit Asphalt beladen, der warm bleiben musste. Das Feuer war in dem Generatorraum entstanden, der die Ladung warm gehalten hatte. Die Frage war, ob es nach St. Johns gehen sollte oder zur Reparatur nach Portland. Um 2.30 Uhr traf der Küstenwachkutter “Jefferson Isle” aus Portland ein, der den Schlepper dorthin eskortierte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack in Ghent gehoben
(18.2.08) Am 15.2. wurde im Hout Dock i Ghent das Wrack der „Angelus”, dem letzten der hölzernen “Isländer”, von zwei Mobilkränen auf einer Barge aus Zeebrugge gehoben. Dort war das 35 Meter lange und sechs Meter breite, 1948 erbaute Schiff im Juli 2006 gesunken. Es war bereits damals in schlechtem Zustand gewesen und musste mit Pumpen über Wasser gehalten werden. Schon 2004 hatte es gehoben werden müssen. Über das weitere Schicksal wird nach einer Inspektion durch das Heritage Institute entschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Tote bei Frachterbrand
(18.2.08) Bei einem Brand auf dem chilenischen Frachter „Rio Blanco“ sind am 17.2. im Hafen der südbrasilianischen Stadt Santos drei Seeleute ums Leben gekommen. Der Brand brach im Maschinenraum der «Rio Blanco» aus, Ursache war vermutlich eine defekte Treibstoffleitung. Das Schiff wurde in Santos mit Autos und landwirtschaftlichen Geräten beladen.
Quelle: Tim Schwabedissen

26 Mann von gesunkenem Trawler gerettet
(18.2.08) Ein japanischer Tanker rettete am 18.2. 26 Seeleute des vor den Nordphilippinen gesunkenen chinesischen Trawlers “Jinshan”. Er war am Abend des 17.2. in rauer See vor Ilocos Norte, 68 Meilen nordwestlich von Cape Bojeador, gesunken. Zwei Mann wurden noch vermisst, nach ihnen wurde u.a. mit einem Hubschrauber, einem Suchflugzeug und einem Rettungsboot gesucht .
Quelle: Tim Schwabedissen

Versorger rammte Bohrinsel
(18.2.08) Am 16.2. rammte der Versorger „Grady Fagan“ das Ölrig „Ocean Star“ im Golf von Mexiko, als er Versorgungsgüter löschen wollte. Dabei kam es zu einem Ölaustritt aus einem 9000-Gallonen-Tank des Schiffes. Der Unfall ereignete sich 140 Meilen südöstlich von Galveston und 30 Meilen südlich des Flower Gardens Banks National Marine Sanctuary. Es gelang der Crew der „Grady Fagan“, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und das verbliebene Öl aus dem beschädigten Tank umzupumpen, wodurch der Ölaustritt gestoppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zweifel an Report zum Untergang der „Lady Luck“
(18.2.08) Die Familie des Skippers des Kutters “Lady Luck”, 58 BRZ, widersprach dem Report der Küstenwache über den Untergang des Schiffes im vergangenen Jahr. Der Kommandeur des Sektors Nordneuengland sagte zu, den Report zu ändern. So sei anders als im Küstenwachreport kein neues Netz erworben worden, und das alte im Achterschiff verstaut worden, wodurch sich die Stabilität verändert hätte. Der Report war am 30.1. publiziert worden und kam zu dem Schluss, der 1985 erbaute, 52 Fuß lange imd 16 Fuß breite Hecktrawler sei am 1.2. dreieinhalb Stunden nach Verlassen Portlands mit Kurs Newburyport so schnell gekentert, dass die zweiköpfige Crew keine Zeit gehabt habe, Rettungsmittel zu erreichen. Er hatte vor allem die Stabilität des Schiffes in Zweifel gezogen. Das Wrack liegt in über 500 Fuß Tiefe 30 Meilen südöstlich von Portland. Hier war es von einem ROV gefilmt worden. Die Bilder zeigten das Boot mit den Netzen verstaut und ohne große Schäden. Die Rettungsinsel hing am Wrack fest. Wahrscheinlich hatte zu viel Wasser an Deck das Schiff unstabil gemacht. Bereits wenig Wasser hatte das Schiff in einer Computersimulation 5 Grad überliegen lassen. Mit 3,5 Inch Wasser an Deck war die Reling bereits unter Wasser, bei 25 Grad Schlagseite kenterte das Schiff. Die Familie zog die Berechnungen in Zweifel und gab an, das Schiff habe bereits dreifach größere Wellenhöhen überstanden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank in Ostchinesischer See
(18.2.08) Am 17.2. sank vor Ostchina der Kutter "Minlianyu 1917". Er ging um 17.40 Uhr auf 120 Grad Ost und 26 Grad Süd unter. Nach der vermissten Crew wurde eine Suchaktion gestartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russischer Frachter in Azov-See gestrandet
(18.2.08) Durch Eisgang wurde der russische Frachter "Nikolay Sutyrin", 3355 tdw, in der Einfahrt von Taganrog in einem Konvoi des Eisbrechers "Kapitan Demidov" auf Grund gedrückt. Das Schiff wurde im Bereich des Kofferdamms aufgerissen, doch gelang der Crew eine Reparatur. Die "Kapitan Demidov" kam der "Nikolay Sutyrin" zu Hilfe. Nachdem sie wieder flott war, wurde sie nach Taganrog zur Reparatur geschleppt. (IMO-NR. 7119460, erbaut 1971, Eigner Samarskaya Shipping Co.). Der Frachter war unterwegs von Azov nach Gerasun in der Türkei mit 3225 Tonnen Kohle. An Bord waren 11 Mann Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf „Stena Baltica“
(18.2.08) Am 15.2. kam es bei Schweißarbeiten an einem Öltank der Fähre “Stena Baltica” (IMO-Nr. 8416308) zu einem Feuer auf der Öresund Werft in Landskrona. Dieselreste hatten durch Funkenflug Feuer gefangen. Die Feuerwehr wurde um 14.49 Uhr alarmiert, etliche Werftarbeiter evakuiert. Um 15.30 Uhr war der Brand an Bord der 162 Meter langen und 28 Meter breiten Fähre gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Border“ wird geleichtert
(18.2.08) Am 20.2. soll ein Bergungsversuch für den in Beira gestrandeten Rickmers-Frachter “Border” durch die Bergungsfirma Dave Sterling unternommen werden. Das Schiff wird zuvor geleichtert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot bei Schleusung beschädigt
(18.2.08) Am 8.2. wurden in der Schleuse Münster ein Binnenschiff und ein Sportboot zu Tal geschleust. Als der Schleusungsvorgang beendet war und das Motorschiff Fahrt aufnahm, konnte der Skipper sein mangelhaft festgemachtes Fahrzeug nicht halten und stieß mit der Bugreling und dem Bugspriet gegen die Schleusenmauer. Es entstand geringer Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnentanker rammte Brücke
(18.2.08) Ein in Ballast laufender Binnenanker verunglückte am 13.2. auf dem Stichkanal Osnabrück auf Talfahrt. Vor der Passage der Straßenbrücke Nr. 79 senkte der Kapitän das Ruderhaus nicht genug ab, sodass es mit der Halterung der Radaranlage gegen den südlichen Längsträger der Straßenbrücke stieß. Das Steuerhausoberteil wurde dabei deformiert und die Radaranlage beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf rund 50000 Euro. Die Straßenbrücke wurde nicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Treibendes Binnenschiff rammte Ankerlieger und strandete
(18.2.08) Am 14.2. gegen 00:35 Uhr wollte die Besatzung eines mit 2442 Tonnen Kohle beladenes Binnenschiffes auf dem Rhein bei Kilometer 808,0 ankern. Da der Anker aber nicht hielt, trieb das Schiff gegen die Steuerbordseite eines anderen Ankerliegers und lief anschließend auf Grund. Ein weiteres Schiff ging längsseits und konnte den Havaristen wieder flottmachen. Er setzte anschließend seine Fahrt bis zur Verladestelle Rheinberg fort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Glückliche Rettung zweier Segler im Südatlantik
(15.2.08) Am 13.11. empfing das Falmouth Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) ein EPIRB-Signal der Yacht „Brilliance“ aus dem Südatlantik. Das Boot war unterwegs von Südgeorgien nach Kapstadt, als es mit dem Mast Probleme bekam und 500 Meilen südwestlich von Tristan Da Cunha ins Treiben kam. An Bord waren zwei Segler aus Cornwall. Das Falmouth MRCC nahm Kontakt mit dem am nächsten stehenden Schiff auf, dem Tanker “Wafrah”, der einwilligte, Kurs auf die Yacht zu nehmen, an der er um 19 Uhr des 14.2. erwartet wurde. Die Segler hielten währenddessen eine Rettungsinsel einsatzklar. Die “Wafrah” nahm derweil Kontakt mit der “Pan Voyager” auf, die sich bereit erklärte, die Segler zu retten. Der Bulkcarrier, der eine Passagierkapazität von 25 hat, erreichte die „Brilliance“ um 19.30 Uhr. Um 21 Uhr waren die Segler an Bord des Frachters auf dem Weg nach Columbo, Sri Lanka , wo sie am 7.3. erwartet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Warten auf Wetterbesserung an „Spinningdale“
(15.2.08) Anhaltend schlechtes Wetter hat bisher ein Betreten des Wracks der „Spinnningdale“ auf Hirta, St. Kilda, verhindert. Bisher konnte derMarine Accident Investigation Branch (MAIB) nur einen Überflug durchführen. Die Fischladung, Öl und andere Stoffe müssen vor einer Bergungsaktion aus den Räumen des Schiffes entfernt warden. Der National Trust for Scotland (NTS) wünscht eine Räumung des Wracks, das bislang nicht auseinandergebrochen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwimmkran soll Schuber heben
(15.2.08) Nach der Kollision des belgischen Schubschleppers "Willem Lourens" aus Ridderkerk (Europa-Nr. 2322650, erbaut 1987 bei De Biesbosch in Dordrecht), mit der “Swalinge” am 14.2. um 4.309 Uhr lag das Heck des 18,5 Meter langen, 11,2 Meter breiten und 1,7 Meter tief gehenden 64-Tonners der Red Bull BV aus Ridderkerk im Gent-Terneuzen-Kanal auf Grund. Die beiden Bargen blieben schwimmfähig. Die Bergungsfirma Multraship setze den Schwimmkran „Delta“ am Haken der „Multraship 2“ in Marsch, der am Abend des 14.2. das Heck der vormaligen „Manon“ anheben sollte. Taucher stiegen derweil zum Grund ab, um den Schaden zu untersuchen. Die "Swalinge", (IMO-Nr. 7637448) lief derweil die Werft De Schroef in Sluiskil zur Reparatur der Schäden, die bei der Kolllision am Wulstbug entstanden waren, an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollisionsgegner setzten Reise fort
(15.2.08) Nach der Frontalkollision der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden "Hestia", (IMO Nr. 9177894) mit einem in Ballast laufenden Binnentanker gegen zwei Uhr am Morgen des 14.2. auf der Waal konnten beide Schiffe ihre Reisen bei Tageslicht fortsetzen. Die 90 Meter lange und 12 Meter breite „Hestia“ nahm mit ihrer Steinladung Kurs auf Deutschland. Bei einer Rettungsaktion war ein Feuerlöschboot im Nebel auf eine Kribbe gelaufen, woraufhin drei der sechs Insassen ins Krankenhaus mussten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kran kappte Starkstromkabel
(15.2.08) Am 14.2. stieß der Kran einer 150 Fuß langen Barge gegen 18 Uhr auf dem Weg nach Richmond gegen vier unbenutzte Starkstromleitungen im Sacramento River eine Meile südlich des Hafens von Sacramento. Die Leitungen wurden von Pacific Gas and Electric geborgen. An Bord des Schleppers, der die Barge schob, wurde niemand verletzt. Kran, Schlepper und Barge wurden nicht beschädigt. Nachdem die Barge in Richmond vertäut wurde, machte der Schlepper an Pier 50 in San Francisco fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vermisster Kutter kieloben treibend aufgefunden
(15.2.08) Der 20 Fuß lange „One Last Cast“ wurde am Nachmittag des 12.2. sieben Meilen nördlich Jost Van Dyke, British Virgin Islands, kieloben in der See treibend gefunden. Die Coast Guard und Bootscrews der Virgin Island Search and Rescue suchten nach dem Eigner des Kutters. Seine Frau hatte am 11.2. gegen 18 Uhr gemeldet, dass sein Boot überfällig sei. Es war um 10 Uhr ausgelaufen und hatte um 14 Uhr zur Marina Cay zurückkehren sollen. Ein HH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Borinquen, Puerto Rico, eine HC-130 Hercules der Air Station Clearwater und mehrere Boote hielten nach dem vermissten Fischer Ausschau.
Quelle: Tim Schwabedissen

Reparatur der „Catalunya Spirit“ geht voran
(15.2.08) Beide Kessel auf dem Flüssiggastanker „Catalunya Spirit“ konnten am 14.2. wieder angefahren werden. Die Systeme des Schiffes wurden anschließend Tests unterzogen, bevor auch die Maschinen wieder in Betrieb genommen werden sollten. Das Schiff war nach dem Ausfall der Energieversorgung am 11.2. zu einer Position sieben Meilen vor Gloucester geschleppt worden. Die Reparaturcrews fanden zwei defekte Relais und bestellten Ersatzteile, die unterwegs zum Havaristen sind. Vorher wurden die defekten Relais überbrückt, um die Maschine zu testen. Nach Abschluss der Reparaturen wird Lloyd's Register einen Reparaturbericht an den Hafenkapitän von Boston schicken, wo die “Catalunya Spirit” zukünftig ihren örtlichen Anlaufhafen haben soll.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dreifach-Kollision in New Orleans
(15.2.08) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Frachter „Sifnos Sun“ (IMO Nr: 8318958), 9815 BRZ (erbaut 1993, Eigner: Polish Steamship, Stettin) lag am 14.2. in Arabi (New Orleans) am Ankerplatz Mile 90 AHP, wo an der Steuerbordseite Rumpfplatten auf dem Poopdeck repariert wurden. Das Schiff hatte sich vor einigen Tagen im Sturm von seinem Liegeplatz losgerissen und war mit dem Frachter „Wisla“ (IMO Nr: 0890158, 19882 BRZ, erbaut 1984) sowie der "UBC Toronto" kolllidiert. Auch die “Wisla” hatte Schäden am Bug erlitten, die derzeit mit Hochdruck in New Orleans ausgebessert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

„MSC Eyra“ liegt an Reederei eigenem Terminal
(15.2.08) Nach seiner Strandung auf der Schelde wurde der Containerfrachter "MSC Eyra" (IMO Nr. 8201648), 21586 BRZ, in der Nacht zum 14.2. zum MSC Terminal am Delwaidedock in Antwerpen gebracht. Hierzu machten die Hafenschlepper 11, 21, 83 und 84 fest. Wahrscheinlich durch Ruderschaden war der Frachter im Nebel vom Kurs abgekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fünf Vermisste nach Fracheruntergang
(15.2.08) Der Frachter „Don Wilfedo“ der Candana Shipping Lines sank am Abend des 14.2. um 21.30 Uhr vor Sorsogon. Das Schiff, das mit 76744 Bierkisten aus Cebu nach Legazpi unterwegs gewesen war, kenterte bei stürmischem Wind und in schwerer See vor Bulusan. Fischer und Polizei retteten 15 Mann der Crew. Einer war 20 Meilen weggetrieben worden, bevor man ihn fand. Fünf Mann des Frachters wurden noch vermisst, die indonesische Küstenwache startete eine Suchaktion. Das Schiff hatte vor Samar Island zunächst Schutz gesucht, doch am Morgen des 14.2. nach scheinbarer Wetterberuhigung die Reise forzgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter erlitt Ruderbruch
(15.2.08) Vor Japan trieb am Morgen des 15.2. der russische Frachter „Otani“ mit 24 Mann Crew, nachdem das Ruder gebrochen war. Das Schiff ist unter mongolischer Flagge registriert. Es war unterwegs von Wladiwostok nach Yokohama. Das Rettungszentrum in Wladiwostok schickte die „Lazurit“ zu dem Havaristen, die am Abend vor Ort erwartet wurde und es nach Slavyanka im südlichen Primorje abschleppen sollte. Bei gutem Wetter waren Schiff und Crew nicht in Gefahr.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm verhindert Suche nach vermissten Fischern
(15.2.08) Ein indonesischer Kutter kenterte am 13.2. in schwerer See vor der Nordküste von Java. Vier Mann wurden am 15.2. von Fischern gerettet, die Suche nach sieben weiteren musste wegen Sturms unterbrochen werden. Die Überlebenden wurden 11 Kilometer von der vermuteten Untergangsstelle entfernt aufgefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank im Kattegat
(15.2.08) Am Morgen des 14.2. sank ein Kutter aus Djursland auf dem Weg in den Heimathafen Bønnerup von Djursland kommend im Kattegat. Er war gemeinsam mit einem anderen Kutter unterwegs gewesen, als er plötzlich kenterte. Rettungsboote aus Læsø, Grenaa und Anholt waren rasch vor Ort. Es gelang einem Rettungshubschrauber, das Wrack zu lokalisieren, und Taucher stiegen zum Wrack ab. Der Skipper konnte aber nur noch tot aus dem Ruderhaus geborgen werden. Er wurde zwar noch ins Krankenhaus von Skejby geflogen, hier aber für tot erklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen

13 Schiffbrüchige vor Tawi Tawi gerettet
(15.2.08) Am Abend des 10.2. sank vor der philippinischen Tawi-Tawi Provinz nahe der Insel Sibutu das hölzerne Fahrgastschiff “Temper”. Es war in schwerer See unterwegs von Tawi-Tawi nach Malaysia gewesen. 13 Personen wurden gerettet, vier davon verletzt. Die meisten kamen aus Basilan, Sulu sowie Tawi-Tawi. Die Küstenwache suchte nach weiteren Personen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dänisches Rettungsboot geriet in Brand
(15.2.08) Am 14.2. brach auf dem dänischen Rettungsboot "ANNE E. RØRBY" der Station Grenå ein Feuer aus. Ein Rettungshubschrauber sowie die "SØLØVEN" kamen zu Hilfe. Ein dänischer Kutter sollte das Boot in den nächsten Hafen abschleppen, nachdem der Brand gelöscht war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kabelfähre ohne Anschluss
(15.2.08) Die Fähre zwischen Drongelen und Waalwijk wurde am 13.2. um 12 Uhr im Nebel von einem Frachter gerammt. Dabei brach das Führungskabel der Maas-Fähre, die vier Autos an Bord hatte. Wahrscheinlich hatte der Fährkapitän die Situation falsch eingeschätzt. Der Fluss war Nachmittags wieder für die Schifffahrt frei, doch die Fähre musste mangels Kabel bis wahrscheinlich zum Abend des 14.2. aus der Fahrt genommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nebelkollision auf Waal
(14.2.08) In der Nacht zum 14.2. sind gegen 2 Uhr in dichtem Nebel auf der Waal in Lingewaard zwei Schiffe frontal kollidiert. Es handelte sich um einen in Ballast laufendes Tankschiff sowie einen mit Steinen beladenen Frachter, der unterwegs nach Deutschland war. Die Sicht betrug 200 bis 600 Meter. Zwar wurden beide Schiffe im Bugbereich beschädigt, konnten aber ihre Fahrt fortsetzen. Auf dem Weg zum Unfallort lief zudem ein Fahrzeug der Feuerwehr aus Millingen auf eine Kribbe gegenüber der Pannerdense Kop. Die drei Feuerwehrleute sprangen ins Wasser und wurden nach ihrer Rettung mit Unterkühlungen und einem Rippenbruch ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Baggerschiff kollidierte mit Schubverband
(14.2.08) Das holländische Baggerschiff "Swalinge", (IMO-Nr. 7637448) kollidierte am 14.2. um 4.30 Uhr im Gent-Terneuzen-Kanal mit einem belgischen Schubverband von rund 100 Metern Länge. Dieser schlug leck, und die feuerwerh versuchte, das teilweise unter Wasser liegende Gefährt mit Pumpen schwimmfähig zu halten. Um beide Havaristen wurden Ölsperren ausgebracht. Die übrige Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt. Die "Swalinge" er Swalinge Scheepvaart B.V. wurde 1977 bei der Scheepswerf Barkmeijer Stroobos erbaut als “Tina Holwerda”. 1986 wurde sie zur „Fenja“, 1987 wieder zur „Tina Holwerda“, 1988 zur „Fenda“ und bis 1996 zur „Tina H“.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Katie Hannan“ von den Klippen?
(14.2.08) Die RNLI hofft, am 15.2. ihre „Katie Hannan” von den Felsen von Rathlin Island zu bekommen, wo das Boot seit dem 29.1. liegt. Das Öl wurde unterdessen abgepumpt und Schiffsausrüstung abmontiert. Eine Bergungsbarge aus Liverpool soll nun das havarierte Boot aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sinkendes Fahrgastschiff vor Alderney auf Grund gesetzt
(14.2.08) An der Küste von Alderney wurde auf Burhou Island das Fahrgastschiff „Lady Maris“ auf Grund gesetzt, nachdem es am Nachmittag des 12.2. leckgeschlagen war und zu sinken drohte. An Bord waren neun Passagiere. Das Schiff verkehrt zwischen Alderney und Frankreich. Derzeit wird geprüft, wie das Schiff geborgen werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerfrachter saß auf Schelde fest
(14.2.08) Der unter Panama-Flagge registrierte Containerfrachter "MSC Eyra" (IMO Nr. 8201648), 21586 BRZ, lief in dichtem Nebel auf der Westerschelde westlich von Woensdrecht am 13.2. gegen 11 Uhr auf Grund. Das Schiff kam bei Nauw van Bath auf Hohe Tonne 83 direkt vorm Ufer fest. Möglicherweise hatte es zuvor einen Ruderversager erlitten. Nach der Strandung wurden die Feuerwehren von Zentral- und Mittelbrabant in Alarmbereitschaft versetzt, weil unter den 1400 Containern an Bord auch 14 mit Gefahrgut waren. Vier Schlepper der Unie van Redding en Sleepdienst, die “Union 11”, “Schelde 20”, “union Emerald” und “Union Grizzly” kamen dem 203 Meter langen und 26 Meter breiten Havaristen zu Hilfe. Gegen 16.30 Uhr gelang es, ihn flottzumachen. Nach einer Inspektion wurde das Schiff um 22.30 Uhr von zwei Schleppern eskortiert durch die Berendrechts Schleuse nach Antwerpen gebracht. Um 23.55 Uhr lag es in der Zandvlietschleuse in Antwerpen mit den Schleppern "Union Kodiak" und "Union Grizzly" am Heck und der "Union 8" sowie "Union 11" am Vorschiff. Die „MSC Eyra“ wird gemanagt vom MSC Ship Management Ltd. Sie wurde 1982 als „Kapitan Kozlovskiy“ auf der Warnowwerft Warnemünde erbaut. 2000 wurde sie zur „Maersk Toronto“, im selben Jahr zur „Miden Agan“ und hieß von 2002 bis 2006 „Pelineo“.
Quelle: Tim Schwabedissen

Toter in Maschinenraum der „Omer N“ entdeckt
(14.2.08) Am 13.2. wurde das Achterschiff der slowakischen „Omer N“ auf dem Rotsand vor Lolland von dem Schwimmkran „Samson“ angehoben und in flacheres Wasser transportiert. Taucher und Polizei drangen in den Torso vor und fanden nahe eines Niedergangs im Maschinenraum eine Leiche, die nun identifiziert werden soll. Die Durchsuchung wurde später gestoppt, weil ein gründliches Vorgehen erst möglich ist, wenn Öl und Wasser aus den Räumen beseitigt sind. In den Mannschaftsunterkünften und dem Ruderhaus wurde bei der ersten Beschau kein weiteres Opfer gefunden. Das Wrack soll nun nach Grenå verbracht werden, wo es nach einer gründlichen Untersuchung verschrottet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter lief auf Clyde auf Grund
(14.2.08) Am Abend des 13.2. meldete der Frachter „Minerva 2“, 1999 BRZ, auf dem Clyde gegen 17.50 Uhr Maschinenausfall. Das Schiff war mit einer Ladung Schrott von Glasgow nach Portugal unterwegs. Kurz nach dem Maschinenausfall strandete es gegenüber dem Dumbarton Rock. Es kam mit 2,5 Grad Schlagseite fest. An Bord waren acht Mann Crew. Der Schlepper “Battler” machte das Schiff um 19.25 Uhr wieder flott. Es wurde anschließend zum Ocean Terminal in Greenock geschleppt, eskortiert vom Helensburgh Rettungsboot. Hier sollte es inspiziert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter auf Brunswick River gestrandet
(14.2.08) Auf dem Brunswick River nahe Brunswick, Galveston, lief um 7.30 Uhr der Frachter „Centaurus Leader” an der Nordseite auf Grund, als er in Richtung Colonels Island Terminal einlief. Das Schiff kam wenig später wieder frei und konnte die Fahrt zum Terminal fortsetzen. Die Küstenwache schickte ein Boot aus Brunswick sowie Inspektoren aus Savannah. Vorsorglich wurde von dort auch eine Ölsperre nach Brunswick gebracht. Der Schaden am Schiff wurde nach dem Festmachen untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor Fire Island
(14.2.08) Der 38 Fuß lange Kutter „Green Eyes“ aus New Bedford funkte am 13.2. um 8.54 Uhr 12 Meilen südlich von Fire Island, New York, Mayday, nachdem er leckgeschlagen war. Als die dreiköpfige Crew um 10.15 Uhr von einem Hubschrauber der Station Atlantic City aus einer Rettungsinsel geborgen wurde, ragte nur noch der Bug des Kutters aus dem Atlantik. Wegen des schlechten Wetters wurden die Geretteten zur Station Fire Island gebracht, von wo aus sie in das Krankenhaus von West Islip transportiert wurden. Auch die Küstenwachschiffe „Ridley“ aus Montauk, sowie “Bainbridge Island” aus Sandy Hook waren im Einsatz. Vor Ort waren 10 Fuß hohe Seen und 24 Knoten Windgeschwindigkeit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wieder Strom auf „Catalunya Spirit“
(14.2.08) In der Nacht des 12.2. gelang es, auf dem Flüssiggastanker „Catalunya Spirit” die Elektrizität wieder herzustellen. Die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme der Maschine dauerten an. Das Schiff befand sich nahe Gloucester, Massachussetts. Der Küstenwachkutter “Escanaba” blieb bei dem Tanker. Zudem sind die “Maine Responder” sowie die “New Jersey Responder” mit je 2640 Fuß Ölsperren auf dem Weg zum Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen

Offene Fischluke ließ Trawler sinken
(14.2.08) Die “Argonaute” der französischen Marine hat am 12.2. eine 3-D-Untersuchung des Wracks des gesunkenen französischen Trawlers "La P'tite Julie" durchgeführt. Das ferngesteuerte U-Boot „Ulisse“ entdeckte dabei, dass die Abdeckung des Fischraums geöffnet war. Offfenbar war sie nicht korrekt verschlossen worden, sodass Wasser eindringen konnte. Überlebende hatten ausgesagt, dass kein Alarm ausgelöst wurde. Beim Untergang des Schiffes kamen sechs Mann ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerstapel auf “APL Pearl” zusammmengebrochen
(14.2.08) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter “APL Pearl” (IMO-Nr. 913 9737), 65475 BRZ, lief am 11.2. den Hafen von Yokohama mit Seeschlagschäden an. Mehrere Containertürme auf dem Achterschiff des 275,2 Meter langen Schiffes waren eingebrochen, zertrümmerte Container hingen über die Steuerbordseite.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter trieb vor San Francisco
(14.2.08) In der San Francisco Bay erlitt der 902 Fuß lange Frachter “Williamsburg Bridge” zwischen Alcatraz und San Francisco bei der Aquatic Pier Maschinenausfall und trieb vor dem Strand. Es gelang später, das Schiff am Südende der Bay Bridge zu verankern. Schlepper und Küstenwachboote sicherten den Frachter, der 37 Fuß Tiefgang hatte. Nach rund einer Stunde wurden die Maschinen wieder hochgefahren. Eskortiert von Schleppern und Küstenwache nahm die „Williamsburg Bridge“ Kurs auf die Bay Bridge, die erst kürzlich von der „Cosco Busan“ gerammt worden war, was eine Ölverschmutzung verursachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Forschungsschiff lief auf Grund
(14.2.08) Das Forschungsschiff „Western Flyer“ des Monterey Bay Aquarium Research Institute lief am Nachmittag des 8.2. auf Felsen sieben Meilen vor dem Hafen von La Paz in Mexiko, woraufhin eine viermonatige Forschungsreise abgesagt werden musste. Die Grundberührung verursachte zwei Risse im Maschinenraum, wodurch einer der fünf Generatoren überflutet wurde. Das Schiff hatte am 4.2. Moss Landing verlassen. Die 10-köpfige Crew des 117-Fuß-Schiffes blieb unversehrt. Die “Western Flyer” ist eine Doppelrumpfschiff für ozeanographische Forschungen. Sie havarierte in dem Zufahrtskanal zum Hafen, als sie einem entgegenkommenden Kreuzfahrer ausweichen wollte. Die mexikanische Marine und eine Tauchfirma aus La Paz halfen, die Lecks abzudichten, sodass das Forschungsschiff aus eigener Kraft sich von den Felsen ziehen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schnellfähre antriebslos
(14.2.08) Das norwegische Fahrgastschiff „Ladejarl“ von Kystexpressen erlitt nach dem Auslaufen aus Trondheim am 13.2. um 16.30 Uhr Maschinenschaden. Es war unterwegs nach Kristiansund. Die Schnellfähre musste von der „Agdenes“ ersetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker versenkte Kutter – drei Vermisste
(14.2.08) 16 Kilometer vor der südangolanischen Küste bei Namibe kollidierte in Panama registrierte, griechischeTanker Iceia“ mit einem südkoreanischen Kutter. Drei chinesische Seeleute des Kutters wurden nach dem Zusammenstoß, der sich am 14.2. um 2 Uh ereignete, vermisst. Der Tanker war unterwegs von Luanda nach Kapstadt. Der Unfall wird nun untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Amokfahrt eines Frachters
(13.2.08) Am 12.2. gegen 15 Uhr funkte der 588 Fuß lange Frachter „Sisnos Sun“ Mayday, nachdem er sich von seinen Moorings nahe des Alabo Street Wharf, rund drei Meilen flussabwärts von New Orleans, losgerissen hatte. Das treibende Schiff kollidierte zunächst mit dem 736 Fuß langen Frachter “W. H. Blount“, der flussabwärts unterwegs war. Dann trieb es in die Elmwood Fleeting Area, wo es drei Bargen losriss. Eine dieser Bargen, die mit Beton beladen waren, schlug leck und konnte vor dem drohenden Untergang noch in flaches Wasser verbracht werden. Die “Sisnos Sun” trieb derweil weiter flussabwärts und kollidierte mit dem im Fluss ankernden Frachter „Wisla“ sowie mit der 599 Fuß langen „UBC Tornonto“. Dann gelang es, die Amokfahrt zu stoppen und die “Sisnos Sun” zur Ankerzone drei Meilen unterhalb von New Orleans zu bringen, wo sie verankert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kein guter Tag für „Kla-Grie“
(13.2.08) Am Nachmittag des 11.2. kam gegen 16.30 Uhr das holländische Binnenschiff "Kla-Grie" aus Delfzijl auch beim zweiten Versuch, die Beertster Brücke über den Kanal Winschoterdiep zu passieren, fest. An der Stelle sollten eigentlich 2,8 Meter Wassertiefe eine Passage ermöglichen. Bereits am Vormittag hatte die mit der ersten Strandung einhergehende Blockade der A7-Brücke zu einem Verkehrschaos geführt, bis der Kapitän sein Schiff ohne Schlepperhilfe wieder freibekam. Dies wiederholte sich am Nachmittag. Es gelang nicht, das Binnenschiff unter der aufgeklappten Brücke hindurch zu bekommen. Schließlich manövrierte es sich achteraus frei und blieb vor der Brücke liegen. Möglicherweise muss der Kanal erst ausgebaggert werden, ehe die „Kla-Grie“ freie Fahrt hat.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Omer N“-Bergung im Plan
(13.2.08) Die Bergung der “Omer N” vor Lolland verläuft bislang planmäßig. Dansk Bjergning og Bugsering hatte den Schwimmkran “Samson” vor Ort, der das Achterschiff am Nachmittag des 12.1. gehoben haben sollte. Danach sollte es in flacheres Wasser verbracht und von Tauchern und Polizei durchsucht werden. An Bord werden noch die Leichen mehrerer ertrunkener türkischer Seeleute vermutet. Bevor es nach Grenaa zum Abwracken geht, soll noch Rødbyhavn Zwischenstation gemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper brannte auf Nord-Ostsee-Kanal
(13.2.08) Im Maschinenraum des Hamburger Schleppers „TK 1“ ist in den Mittagsstunden des 12.1. ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff von Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG war mit einem Schleppverband auf dem Nord- Ostsee-Kanal Richtung Ostsee unterwegs, als das Feuer in Höhe Oldenbüttel, Kreis Rendsburg- Eckernförde, ausbrach. Die Kanalfähre Oldenbüttel sowie örtliche Feuerwehren kamen zum Einsatz und hatten das Feuer rasch unter Kontrolle. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schlepper wurde nach dem Löschen des Brandes in eine Werft nach Rendsburg geschleppt. Der Schleppverband setzte am Haken eines Ersatzschleppers seine Reise in Richtung Kiel fort. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Erkenntnisse.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüssiggastanker auf den Haken genommen
(13.2.08) Die Eigner des seit dem Morgen des 11.2. östlich von Cape Cod treibenden Flüssiggastankers „Catalunya Spirit”, die Teekay Corporation, beauftragte vier Schlepper damit, das Schiff unter Kontrolle zu nehmen. Die Schlepper “Freedom” und “Liberty” waren gegen 22 Uhr vor Ort. Die „Freedom“ hatte bald eine Schlepptrosse fest und stoppte die Südost-Drift. Der Schlepper „Iona McAllister” war auf Standby, der Schlepper “Atlantic Salvor” wurde am 12.2. gegen 13 Uhr vor Ort erwartet. Ein Inspektor der Küstenwache ist auf dem Schiff abgesetzt worden, ein weiterer ist an Bord der „Liberty“. Ein Flugzeug der Air Station Cape Cod sollte einen Vertreter von Lloyds auf den Tanker bringen. Der Coast Guard Cutter “Escanaba” war weiter vor Ort, und die “Maine Responder”, “New Jersey Responder” und “Delaware Responder” unterwegs zum Havaristen. Die “Catalunya Spirit” ist nun rund 33 Meilen östlich von Chatham und hat eine Geschwindigkeit von vier Knoten. Das Schiff sollte zu einem Ankerplatz sieben Meilen vor Gloucester verbracht werden, wo Reparaturen durchgeführt werden können. Einige Elektrizität konnte an Bord inzwischen wiederhergestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Treibender Containerfrachter von Rettungsboot eingefangen
(13.2.08) Am 10.2. kam das norwegische Rettungsboot "Ada Waage" dem 75 Meter langen Containerfrachter “Tege", 1560 BRZ vor Stjernøya in der Finnmark zu Hilfe. Das Schiff trieb mit Maschinenschaden bei Südwestwind drei Meilen vor der Küste zwischen Øksfjord und Stjernøya. Das Schiff wurde nach Alta abgeschleppt, wo es gegen Mitternacht festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandetes Rettungsschiff kann nicht mehr abgeschleppt werden
(13.2.08) Die Versuche, das 17 Meter lange Rettungsboot „Katie Hannan“ aus Portrush vor Rathlin Island abzuschleppen, wurden abgebrochen, weil das Schiff zu starke Bodenschäden erlitten hat, um über See geborgen zu werden. Das Schiff hat einen drei Meter langen und 10 Zentimeter breiten Riss im Rumpf. Nun soll es über Land geborgen werden. Es könnte sogar sein, dass die “Katie Hannan” sich als nicht mehr reparaturwürdig erweist.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Repubblica di Genova“ heißt jetzt „Daewoo Frontier“
(13.2.08) Der in Antwerpen durch Kenterung schwer beschädigte Frachter „Repubblica die Genova“ ist bereit, den Hafen Richtung Korea zur Reparatur zu verlassen. Das Schiff ist am Haken des Semco-Schleppers „Salvigilant“. Das Schiff wird in „Daewoo Frontier“ umbenannt. Nach der Überholung des Maschinenraums in Korea sollen die weiteren Reparaturarbeiten in China durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm brachte Schiffe vor Australien in Seenot
(12.2.08) Am 11.2. um drei Uhr funkte die 18 Meter lange Zweimast-Ketsch „Romance“ Notrufe, nachdem sie vor Nord-Queensland bei Cave Cove an der Westsite von Hook-Island auf Felsen gelaufen war. An Bord des gerade für 300000 australische Dollar überholten Yacht waren 37 Personen. Als die Retter eintrafen, hatte die „Romance“ 45 Grad Schlagseite und wurde von Wellen überschüttet. Eine Abbergung der Schiffbrüchigen mit Booten erwies sich als unmöglich. Eine ausgebrachte Rettungsinsel trieb sofort zwischen die Felsen und zerriss. Alle 32 Passagiere und die fünfköpfige Crew wurden deshalb binnen einer Stunde von zwei Hubschraubern aufgewinscht und nach Hayman Island gebracht. Schließlich wurden auch zwei auf dem Wrack zurückgebliebene Retter aufgenommen. Die „Romance“ unternahm mit Touristen zweitägige Segel- und Tauchtripps. Die Schwierigkeiten begannen, als gegen zwei Uhr der Anker in drei Meter hohen Wellen und bei 40 Knoten Wind nicht mehr hielt und das Schiff Richtung Hook Island trieb.
Derselbe Sturm, der der „Romance“ zum Verhängnis wurde, riss auch den Bulkcarrier „Devprayag“ am Kohlenterminal von Dalrymple Bay los. Er konnte nur durch Notankern aufgestoppt werden. Das Schiff hatte bei dem Zwischenfall einen 10 Meter langen Riss fünf Meter oberhalb der Wasserlinie erlitten. Es ging vor Hay Point vor Anker und erwartete Instruktionen der Eigner.
Eine sechsköpfige Familie strandete mit ihrer Yacht im Coral Sea Resort vor Arilie Beach. Das Boot kam 10 Meter vor einem Steinwall fest, wo es extreme Seen landeinwärts drückten. An Bord war ein Paar mit seinen vier Kindern. Alle lebten auf dem Boot. Die Polizei half den Schiffbrüchigen an Land. Während der Rettung schlug das Boot leck und zerbrach. Ein Polizeioffizier wurde zeitweilig von herumtreibendem Rig gefangen und unter Wasser gedrückt. Die Yacht wurde komplett zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen

Strafmaß wegen „Queen Mary 2“- Unglück verkündet
(12.2.08) Je 177500 Euro sind die Strafe für Les Chantiers de l'Atlantique und Subkontraktor Endel für den Einsturz der Gangway zur “Queen Mary 2” 2003, der 16 Menschen das Leben kostete. Die 10 Meter lange Gangway war erst am Vortag des Unglücks montiert worden. Die Werft wurde schuldig befunden, in der Befehlskette Mängel in der Organisation gehabt zu haben. Der Subunternehmer habe es an der Einhaltung von Industriestandards beim Bau gemangelt.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Riverdance“ angebohrt
(12.2.08) Berger haben den Rumpf der Fähre „Riverdance“ vor Cleveley, Blackpool, angebohrt und damit begonnen, das Öl abzupumpen. Gleichzeitig wurde mit Reparaturen an dem Schiff begonnen. Die Aktion ist wegen der extremen Schlagseite des Schiffes sehr schwierig. Es wird mit einer Dauer von fünf Tagen gerechnet, das Öl im “Hot Tap“-Verfahren auf einen mobilen Tank und dann auf Tanklaster an Land zu verfrachten. Zudem wurde Ausrüstung aufs Schiff gebracht, mit dem es besser überwacht werden kann und Erkenntnisse über mögliche strukturelle Schäden gewonnen werden können. Das Schiff bewegt sich derzeit geringfügig mit der Tide und hat Leckagen. Die Monitorausrüstung wird dazu beitragen, alle Änderungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

„De Zijpe“ wird verschrottet
(12.2.08) Die flämische Wasserbaufirma Hye hat das Wrack der Fähre „De Zijpe“ an Abwracker in Hoboken verkauft. Die Verschrottung soll noch diese Woche beginnen. Bei der Untersuchung des Wracks hatte es sich herausgestellt, dass es im Bereich der Wasserlinie durchgerostet ist und ein Austausch des korrodierten Stahls zu aufwändig wäre. Ein Propeller sowie das Typhon sollen ins Regionalmuseum in Bruinisse kommen als letzte Andenken an die knapp 80-jährige Fährgeschichte.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Border“ blockiert Hafen von Beira
(12.2.08) Nach der Strandung des Containerfrachters „Border“, 19191 tdw, der Ocean Africa Container Lines am Abend des 9.2. musste der Hafen von Beira geschlossen werden. Das Schiff war im Macuti Channel um 17.49 Uhr beim Einlaufen nach Beira trotz Lotsenberatung festgekommen. Die 163 Meter lange „Border“ gehört Peter Rickmers udn läuft derzeit in Charter der OACL. Der Hafen von Beira, der in der Mündung des Pungwe River erbaut wurde, ist berüchtigt für seine sich verändernden Untiefen. Mehrere Versuche, den Havaristen am 10. und 11.2. freizuschleppen, scheiterten. Im Laufe des 11.2. wurden die Arbeiten abgebrochen, weil der Lotse wegen schlechten Wetters nicht an Bord kam. Die „Border” hatte 483 Container für Beira und Nacala geladen. Das andere havarierte OACL-Schiff, die “Umgeni”, deren Deckskran zusammengebrochen war, ist derzeit auf dem Weg von Namibe in Südangola nach Walvis Bay. Der Schaden wird bereits untersucht, um Klarheit zu gewinnen, ob er kurzfristig repariert warden kann oder das Schiff bis auf weiteres nur mit einem funktionstüchtigen Deckskran in Fahrt bleibt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank in Point Lookout
(12.2.08) Die Bergungsfirma Miller Environmental Group begann, den am 11.2. um 4.30 Uhr im Hafen von Point Lookout im Kutterbecken gesunkenen, 75 Fuß langen Kutter „Pearl W. O'Neal” aus New Bedford zu heben. Das Schiff war am Kai längsseits eines anderen Kutters leckgeschlagen, Lenzversuche der Küstenwache Jones Beach mit drei Pumpen scheiterten, sodass der Holzkutter auf den Sandgrund sank. Die dreiköpfige Crew konnte sich retten, die 500 Gallonen Öl traten nicht aus, der Kapitän hatte die Tanks noch geschlossen. Derzeit ragt nur der Bug des Kutters noch aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüssiggastanker treibt vor Chatham
(12.2.08) Der 933 Fuß lange Flüssiggastanker „Catalunya Spirit“, der voll beladen von Trinidad/Tobago nach Boston unterwegs war, erlitt am 11.2. um 3 Uhr Maschinenausfall und trieb mit 29 Mann Crew 35 Meilen östlich von Chatham. Die Coast Guard Air Station Cape Cod soll einen Bergungsinspektor und einen Techniker am 12.2. zum Schiff fliegen. Der Küstenwachkutter “Escanaba” ist einsatzbereit vor Ort. Die Eigner Teekay Corporation haben zwei Schlepper kontrahiert. Sie wurden am 11.2. um 22.30 Uhr vor Ort erwartet. Im Seegebiet herrschten rund 35 Knoten Wind und 12 Fuß hohe Wellen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker lief in der Ostsee auf Grund
(12.2.08) Am 11.2. um 3.25 Uhr lief der 2002 erbaute, dänische Tanker „Hanne Theresa” (IMO-Nr. 924 6918), 2682 BRZ, auf 60.38.4N 028.34.8 O nördlich von der Insel Vysotsk in der Ostsee auf Grund. Das Schiff war unterwegs von St. Petersburg nach Vysotsk, wo er Flüssigdünger laden sollte. An Bord waren 73,1 Tonnen Schweröl und 16,8 Tonnen Leichtöl. Die Crew ist 11 Mann stark. Der Schlepper “Novik” lief aus Vysotsk zur Assistenz aus, doch der Kapitän lehnte Hilfe ab. Das Schiff gehört der Herning Shipping AS.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre trieb vor Den Helder
(12.2.08) Auf der neuen Texel-Fähre „Dr. Wagemaker“ kam es am 11.2. um 11 Uhr zu einem Blackout durch Zusammenbruch der Elektrizität. Das Schiff trieb eine halbe Stunde vor Den Helder in östlicher Richtung und drohte auf eine Untiefe zu laufen. Der Marineschlepper „Linge“ nahm die Fähre auf den Haken und brachte sie in den Hafen, wo der Schaden repariert wurde. Die Fähre „Schulpengat“ ersetzte den Neubau derweil.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bootsunglück auf Lake Victoria
(12.2.08) Bis zu 30 Menschen ertranken am 11.2., als ein überladenes Boot auf dem Lake Victoria kenterte. Nur sechs Menschen konnten gerettet werden. Das Boot war von Bumba auf dem Buvuma Archipel ausgelaufen und sank kurz vor Erreichen von Rwanika im Mayuge Distrikt. Es hatte auch sieben Tonnen Fisch und andere Fracht an Bord. Die Opfer waren überwiegend Fischhändlerinnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Urteil wegen Todessturz von „Queen Mary II“
(12.2.08) Der Untergang der „New Flame“ in einem drei Tage währenden Sturm kam nach Angaben eines Regierungssprechers nicht unterwartet. Titan Salvage habe beriets vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, so wurden eine Reihe schwerer Hebeketten unter dem Rumpf platziert. Mit ihnen soll jede einzelne Sektion gehoben werden können. Er bestritt, dass es bei dem Untergang, der sich in sieben Meter hohen Wellen den frühen Morgenstunden des 10.2. ereignete, zu einer Ölverschmutzung gekommen sei. Allenfalls könne ein leichter Dieselölfilm aus versunkener Bergungsausrüstung entstanden sein. Die La Linea Ayuntamineto hat derweil aber Ölbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Zwei Ölanlandungen wurden aus der Region Algericas gemeldet, eine beim Rio Picaro und eine am Strand von Getares. Ein ein Kilometer langer Ölstreifen erstreckt sich zudem von Rinconcillo zum Playa de la Concha . Der spanische Senator Salvador de la Encina bestätigte, dass Getares, Rinconcillo und Chinarral y La Concha von Öl verschmutzt wurden. Teams wurden zur Strandreinigung entsandt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Behördenschiff
(12.2.08) Im Hafen von Vlissingen geriet am Morgen des 11.2. ein Schiff der Wasserbehörden in Brand. Das Feuer entstand um 8.55 Uhr am Koningsweg. Die Feuerwehr kam mit Löschfahrzeug und Leiteragen. Es gelang, den Brand im Maschinenraum schnell unter Kontrolle zu bekommen. Nach einer guten halben Stunde konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Es war nur geringer Sachschaden entstanden. Das Feuer war wohl von einer elektrischen Einrichtung ausgegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff behinderte Verkehr
(12.2.08) Das Binnenschiff "Kla-Grie" aus Delfzijl lief an der Beertsterbrücke auf dem Winschoterdiep am Morgen des 11.2. auf Grund. Dadurch wurde der Verkehr auf der A7 beeinträchtigt. Um 9.30 Uhr kam das mit Gestein beladene Schiff aus eigener Kraft wieder frei. Die „Kla Grie“ blieb unbeschädigt. Ursache der Grundberührung war ein niedriger Wasserstand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarien in Brunsbüttel
(12.2.08) Der 2007 erbaute, unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Edgar Lehmann", 8555 BRZ (IMO-Nr. 9396543), bekam am 11.2. beim Einlaufen in die Neue Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel eine Trosse ins Ruder. Dadurch war das 12000 Tonnen verdrängende 701-TEU-Schiff nicht mehr steuerbar. Zwei Schlepper aus Brunsbüttel wurden gerufen und haben das Schiff auf den Haken genommen. Sie legten es an die Bahnhofsdalben von Brunsbüttel, wo Taucher die Trosse entfernten. Um 11 Uhr konnte die „Edgar Lehmann“ ihre Fahrt Richtung Ostsee fortsetzen. Das 2007 erbaute Schiff ist 140,3 MEter lang, 20 Meter breit und hat 10,5 MEter Tiefgang.
Beim Einlaufen in die Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals hat bei dichtem Nebel zudem am 11.2. der Minibulker "Agatha", 5381 BRZ, der Hamburger Reederei Peter Döhle in der Schleuse darin verankerte Holzfender gerammt, die sich nach Bruch der Ketten losrissen. Der Schaden wurde protokolliert werden. Der 6750 Tonnen verdrängende Frachter ist108 Meter lang, 18,2 Meter breit und hat 6,2 Meter Tiefgang. Er wurde 1998 bei Türkiye Gemi, Halic, erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff schleppte Fähre mit sich
(11.2.07) Am Morgen des 7.2. verfing sich ein Binnenschiff mit den Kabeln der Akersloot Fähre auf dem nordholländischen Kanal. Die Fähre wurde kilometerweit mitgezogen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Fähre musste bis zum 11.1. außer Betrieb bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Vermissten vor Indonesien
(11.2.08) Retter waren in Indonesien dabei, die Suche nach neun Vermissten des gesunkenen Frachters “Ratna Utama” fortzusetzen. Das Schiff war mit 17 Mann an Bord auf dem Weg nach Kapi, als es östlich von Habe Isle auf ein Korallenriff lief, leckschlug und sank. Die “Indo Lautan” rettete acht Personen und brachte sie in ein Hospital in Merauke.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zerstörer zu versenken
(11.2.08) Der eingemottete, 9000 Tonnen große Zerstörer USS “Arthur W. Radford” könnte bald das größte künstliche Riff vor Florida werden. Derzeit ist das Schiff am U.S. Navy Yard in Philadelphia vertäut und wartet auf Interessenten, die es als neues Habitat versenkten wollen. Eine Gruppe von Anglern und Tauchern ist bereits interessiert, das Schiff zu einem von 15 künstlichen Riffen vor der Küste zu machen. Der letzte Zugang war die 456 Fuß lange USS “Algol“ am Shark River Riff vor dem Manasquan Inlet. Die „Arthur W. Radford“ würde die Größe mit seiner Länge von 563 Fuß, seiner Breite von 55 Fuß und dem Tiefgang von 32 Fuß weit übertreffen. Das Schiff zu versenken, wird mehrere 100000 Dollar erfordern, Die Kosten sollen u.a. aus dem Verkauf von Kupferdraht, 500 Tonnen Aluminium in den Aufbauten und etlichen Maschinen gedeckt werden. Bis zum 28.3. können sich Interessenten bei der Marine melden. Die Chancen, dass die Finanzierung zustande kommt, stehen gut – die Erfahrungen aus bisherigen Schiffsversenkungen zeigen, dass die Gewinne aus der touristischen Vermarktung enorm sind und Tauchschiffe bis zu eineinhalb Jahre im Voraus ausgebucht sind.
Quelle: Tim Schwabedissen

„New Flame“ nach halbjähriger Agonie gesunken
(11.2.08) Der mit 27.000 Tonnen Schrott beladene, vor Gibraltar nach der Kollision mit dem dänischen Tanker „Torm Gertrud“ am 12.8.2007 über Monate teilweise noch aus dem Wasser ragende Frachter „New Flame“ ist am 10.2. vollständig gesunken. Nur das Brückenhaus und der Schornstein blieben noch über Wasser in der stürmischen See sichtbar, nachdem offenbar Laderaum fünf zuvor vollgelaufen war und damit der verbliebene Auftrieb des Hecks verloren ging. Auf einer Länge von acht Kilometern breitete sich ein Ölfilm an der Küste zwischen Rinconcillo und Playa de la Concha sowie dem Picaro-Fluss und Algericas aus. Es war unklar, ob es sich um Öl aus dem Maschinenraum oder aus gesunkenem Bergungsgerät handelte. Titan Salvage, die das Wrack hatten zerschneiden sollen, hatten zuletzt nur einen Schlepper vor Ort gehabt, der versuchte, das Wrack auf Position zu halten.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Riverdance“ verlor Öl
(11.2.08) Am 8.2. kam es zu einem geringfügigen Ölaustritt aus der vor Blackpool gestrandeten Fähre „Riverdance“. Das Risiko einer größeren Ölverschmutzung wurde derweil als minimal angesehen. Das Schiff hat inzwischen 80 Grad Steuerbordschlagseite erreicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffe aus und vor Südafrika in Seenot
(11.2.08) Am Abend des 9.2. brach gegen 22 Uhr auf dem 163 Meter langen Containerfrachter „MSC Chaneva“ kurz nach dem Auslaufen aus Kapstadt ein Feuer aus. Das Schiff der griechischen Cosmos Shipping, das in Charter von MSC läuft, war unterwegs nach Lobito in Angola. Ca. acht Meilen vor Saldanha Bay brach das Feuer in einer Werkstatt im Maschinenraum aus, das die 24-köpfige Crew zu bekämpfen suchte, bevor sie die Aufgabe des Schiffes vorbereitete. Der Rettungsdienst NSRI schickte die “Spirit of Freemasonry”, und der NSRI Table Bay die “Spirit of Vodacom“. Schifffahrt, Helikopter der Luftwaffe und Schlepper wurden alarmiert. Es gelang dann doch noch, den Brand einzudämmen, sodass das Schiff nicht evakuiert werden musste. Ein NSRI-Boot blieb vor Ort. Die Crew der „MSC Chaneva“ öffnete derweil die Luken, um den Rauch abziehen zu lassen. Der Bergungsschlepper „Smit Amandla“ lief aus Kapstadt aus und wurde am Morgen des 10.2. vor Ort erwartet. Es sah aber so aus, als ob das Schiff seine Reise würde fortsetzen können.
In dem angolanischen Hafen Namibe verlor derweil der Containerfrachter „Umgeni“ der Ocean Africa Container Lines (OACL) einen Kran, der über dem Schiffsdeck zusammenbrach.
Ein anderes Schiff von OACL, die “Border”, lief derweil im Hafen von Beira auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Keine Spur von „Badr 1“
(11.2.08) Von dem 196 0erbauten Frachter “Badr 1”, der im Roten Meer unterwegs von Ägypten in den Sudan überfällig ist, fehlt weiter jede Spur. Das Schiff hatte am 5.2. den Suez-Kanal verlassen und hätte im Laufe der Woche in Port sudan einlaufen sollen. Das Schiff hatte 1700 Tonnen Zement an Bord und eine Crew aus neun Ägyptern, vier Sudanesen und einem Yemeniten. Rettungsschiffe haben die 1300 Meilen lange Route zwischen Ägypten und dem Sudan inzwischen abgesucht, ohne eine Spur des vermissten Frachters der Afro-Asia Shipping Co. zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischer mit Kettensäge gerettet
(11.2.08) Mit einer Kettensäge wurde am 9.2. der Fiberglasrumpf des gekenterten, 38 Fuß langen russischen Kutters “Velocity” in Kodiak geöffnet, um einen darin gefangenen Fischer zu retten. Das Schiff war in stürmischer See auf dem Weg nach Afognak Island gekentert. Während einer der zwei Männer durch das Loch gerettet werden konnte, kam für einen zweiten jede Hilfe zu spät. Der Hafenmeister von Kodiak hatte den Kutter um 10 Uhr auslaufen sehen. Er war besorgt, weil selbst die 300 Fuß lange Fähre “Tustumena” wegen des schlechten Wetters im Hafen geblieben war. 200 Yards vor der Küste schlug der Kutter um 11.35 Uhr in bis zu 18 Fuß hohen Seen und 30 Meilen Windgeschwindigkeit um. Nach einer Stunde trieb er auf Grund. Die Retter der Alaska State Troopers und der Feuerwehr mussten warten, bis der Wasserstand niedrig genug war, um das Wrack zu erreichen, während dieses in der Brandung umhergestoßen wurde. Als sie die „Velocity“ endlich besteigen konnten, war aus dem Innern ein Klopfen zu hören. Als ein Loch in den Schiffsboden gesägt war, konnte der Crewmann aus dem dieselbedeckten Wasser im Schiffsinnern gezogen werden. Er trug, ebenso wie der umgekommene Schiffseigner, einen Überlebensanzug. Von einem MH-60 Jayhawk Helikopter der Coast Guard Air Station Kodiak wurde ein Rettungsschwimmer am Strand abgesetzt. Der Gerettete wurde ins Providence Island Medical Center gebracht und war in stabilem Zustand.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Trans Pacific“ wieder unterwegs
(11.2.08) Nachdem der Bulkcarrier “Trans Pacific” die 10000 Tonnen geleichterter Ladung von dem Frachter “Alexandergracht” zurückerhalten hatte, verließ er am 10.2. den Kalundborg Sund und setzte seine durch die Strandung auf Hatter Rev unterbrochenene Reise mit Lotsenberatung fort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung von Schiffsmühle bereitet Sorgen
(11.2.08) In den nächsten Tagen soll die gesunkene Schiffmühle in Orth an der Donau geborgen werden. Doch die Bergung des Kulturgutes aus dem Wasser der Donau ist äußerst kompliziert. Die einzige Schiffmühle in Nordösterreich war am 5.2. gesunken. Die größte Gefahr ist, dass die Mühle bei der Bergung auseinander bricht. Die Schiffmühle könnte entweder mit luftgefüllten Hebesäcken oder mit einem Kran gehoben werden. Bei der Schiffsmühle in Orth handelt es sich um die einzige funktionsfähige schwimmende Mühle auf der Donau. Hier können die rund 9.000 Besucher pro Jahr sehen, wie das Getreide mit Hilfe der Wasserkraft der Donau zu Mehl gemahlen wird. Die Schiffmühle war 2001 in jahrelanger Kleinstarbeit den Originalmühlen des 14. Jahrhunderts nachgebaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Urteil wegen Todessturz von „Queen Mary II“
(11.2.08) Ein Gericht in Saint-Nazaire verkündete am 11.2. die Urteile im Prozess über den Unfall, der im November 2003 beim Bau des Kreuzfahrtschiffes „Queen Mary II“ 16 Todesopfer gefordert hatte. Damals brach eine provisorische Stahlrohrkonstruktion, die die 14 Meter zwischen dem Rand des Trockendocks und dem Schiff überbrückte, unter der Last von 45 Mitarbeitern und Besuchern zusammen, die 18 Meter tief auf den Betonboden des Docks stürzten. 15 waren sofort tot, 29 wurden schwer verletzt, ein Mann starb später an den Folgen seiner Verletzungen.
In einem Prozess, der sich im Oktober 2007 über zwei Wochen erstreckte, waren die Werft und ihr Zulieferbetrieb Endel sowie acht Mitarbeiter dieser Unternehmen wegen »fahrlässiger Tötung« angeklagt worden. Nach einem Expertenbericht der Staatsanwaltschaft hatte die Werft die Brücke ohne technische Vorgaben bei ihrer Zulieferfirma Endel bestellt, sie wegen der Ablieferung des Schiffes unter Zeitdruck nachts bei Regen installiert und nicht durch Statiker prüfen lassen. Endel hatte nur Erfahrungen im Gerüstbau. Die Konstruktion war »ohne Plan, ohne Konzept und ohne Berechnungen« aus Rohrelementen zusammengeschraubt worden. Zu ihrer Verteidigung sagten die Endel-Ingenieure, die Brücke sei für den Transport leichter Materialien gedacht gewesen. Am Unfalltag kamen aber 2000 Menschen zu einem Tag der offenen Tür. Der Betriebsrat prangerte Werftdirektion und Aktionäre an. Die Fertigungszeiten für den Bau eines Kreuzfahrtschiffes wurden binnen zehn Jahren halbiert und die Zahl der Werftarbeiter zusammengestrichen. Subunternehmen unterböten sich. Die nötige Qualifikation sei zweitrangig wie die Arbeitsbedingungen der oft aus Billiglohnländern stammenden Arbeiter.
Im Prozess zeigten die Angeklagten kein Schuldbewusstsein. Ihre Anwälte plädierten auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft fordert die Höchststrafe von drei Jahren auf Bewährung und Geldstrafen. Die rund 130 Nebenkläger hoffen auf einen Schuldspruch. Denn danach wollen sie vor Zivilgerichten insgesamt mehr als 12 Millionen Euro Schadenersatz fordern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unfall in Schiffshebewerk ging glimpflich aus
(11.2.08) Nach der Havarie am Schiffshebewerk Lüneburg am 30.1. sind die Untersuchungen des beschädigten Tores nun abgeschlossen. Experten des Wasser- und Schifffahrtsamts Uelzen stellten fest, dass am Tor nur geringer Sachschaden entstanden ist. Das Tor wird in den kommenden zwei Wochen vor Ort repariert werden können. Bereits am 8.2. ist das havarierte Binnenschiff „Heinrich“ von Sachverständigen untersucht worden. Nach einer provisorischen Reparatur hat es die Fahrt zu einer Werft antreten können. Die Schifffahrt wird derzeit über den zweiten Trog am Hebewerk geführt. Hier werden bei dem jetzigen Verkehrsaufkommen keine besonderen Einschränkungen für die Schifffahrt erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bewohner Santorinis fordern Ölleichterung von „Sea Diamond“
(11.2.08) Anwohner und Behörden von Santorini wollen die Eigner des gesunkenen Kreuzfahrtschiffes “Sea Diamond”, das im April 2007 vor der Insel sank, zwingen, das verbliebene Öl aus dem Wrack zu pumpen. Sie wollen Louis Hellenic Cruises nicht aus der Verantwortung für mehrere hundert Tonnen Bunkeröl in den Schiffstanks entlassen. Die Reederei hatte im Januar gesagt, sie habe die Reinigungsarbeiten um den Hafen Athinio abgeschlossen und die Strände in einen besseren Zustand als vor dem Unglück versetzt. Es läuft aber weiterhin Öl aus dem Wrack aus, sagen die Inselbewohner. Selbst wenn es nicht möglich sei, alles Öl zu beseitigen, so solle doch das möglichste getan werden, statt für alle Zeiten Ölverschmutzungen an der Untergansstelle zu bekämpfen. Ein Team des Handelsmarineministeriums will in der kommenden Woche das Problem vor Ort diskutieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff riss Tonne los
(11.2.08) Am 6.2. gegen 13.20 Uhr kollidierte ein tschechisches Binnenschiff in Bergfahrt von der Schachtschleuse auf die Weser bei Kilometer 206,5 mit einer Fahrwassertonne beim Versuch, mithilfe des Steuerbordankers stromrecht zu drehen. Die Tonne riss sich los und musste durch Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Brücke
(11.2.08) Am 7.2. gegen 11.30 Uhr kam es zur Havarie eines Binnenschiffes im Deutzer Hafen iin Köln. Der geriet der nicht vollständig gesenkte, achterliche Radarmast des Schiffes gegen die Unterkonstruktion einer Drehbrücke und beschädigte sie. Die Radarantenne und ein auf dem Schiff stehendes Auto wurden ebenfalls beschädigt. Nach Besichtigung der Brücke durch einen Mitarbeiter des Amtes für Brücken- und Stadtbahnbau blieb diese für den Verkehr freigegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Spekulationen um Identität des Coos-Wracks
(11.2.08) Im Coos Historical and Maritime Museum wurden in den vergangenen Tagen Nachforschungen angestellt, um die Identität des in Coos Bay freigelegten Wrackrestes zu klären. Ein Schiff, das untersucht wurde, war der hölzerne Schoner „C.A. Smith“. Das 1917 in North Bend auf dem Kruse and Banks Shipyard erbaute Schiff lief 1923 an der Nordmole auf Grund. Die Überreste ähneln der Konstruktion des Seglers ein wenig. Einige Anwohner meinten, es könnte sich bei dem Wrack auch um die „C.W. Wetmore“ handeln, die 1892 eine Meile nördlich der Mole scheiterte. Dem widerspricht aber das Museum, weil es sich um ein Eisenschiff gehandelt habe. Wieder andere vermuteten, es könnte der Schoner “Novelty” sein, doch dieser strandete Meilen nördlich der Mole. Es sind aber noch Dutzende weiterer Schiffswracks zu prüfen. Der Schoner “ George Olson” wurde ins Gespräch gebracht, er in den 1940 oder 50er Jahren mit Holz für Kalifornien strandete, nachdem er eine Abkürzung über die Barre nehmen wollte und bei Ebbe festkam. Das Gewicht des Nassholzes brach den Schiffskiel. Noch lange blieb die Dreifach-Expansions-Dampfmaschine des Seglers an der Strandungsstelle sichtbar.
In die Diskussion gebracht wurde auch der im 2. Weltkrieg bei Kruse and Banks erbaute, hölzerne Minensucher „YMS 139“, dessen junger Kommandant das brandneue Schiff 1943 beim Versuch, in schwerer See einzulaufen, ins Verhängnis schickte. Das Schiff schlug quer, und die Brandung ließ es kentern. Das Schiff zerbrach, und die gesamte Crew kam um.
Quelle: Tim Schwabedissen

Autofähre trieb gegen Wellenbrecher
(9.2.07) Die Autofähre "Yakima" wurde beim Versuch, im Bremerton Dock anzulegen, am 8.2. von einer Windbö gegen einen Wellenbrecher gedrückt und erheblich beschädigt. Auf dreiviertel der Rumpflänge entstand Schaden, darunter drei Risse. Diie "Yakima" hatte gegen 1.50 Uhr einlaufen wollen, als sie plötzlich 400 Fuß abgetrieben wurde und gegen den Wellenbrecher am Ende der Bremerton Marina prallte. Es kam in der Folge zu einem Wassereinbruch. Der Havarist wurde zum Eagle Harbour in Washington geschleppt, wo eine mehrtägige Reparatur durchgeführt wird. Vorher hatten Taucher die Risse abgedichtet, dann wurde das Wasser ausgepumpt. Die "Yakima" fasst 2500 Passagiere und 144 Fahrzeuge. Erst am 28.1. begann sie ihren Dienst auf der Bremerton-Seattle -Route nach vorheriger Fahrt in den San Juan Islands. Bereits am Morgen des 7.2. war ein anderes Schiff der Reederei, die "Snohomish", auf dem Weg nach Keystone von Port Townsend kommend von Riesenwellen getroffen und teilweise geflutet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff in Farmsum ausgepumpt
(9.2.07) Am Morgen des 9.2. musste die Feuerwehr einem in Farmsum leckgeschlagenen Binnenschiff zu Hilfe kommen. Es hatte Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Vorsorglich wurden um das Schiff Ölsperren ausgebracht. Die Feuerwehr lenzte das eingedrungene Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsschwimmer barg Einhandsegler
(9.2.07) Am 9.2. rettete die US Coast Guard gegen 4 Uhr den Skipper der 46 Fuß langen Yacht "Bobby McGee" vor Cypress Point in Carmel Cove. Kurz nach 2 Uhr hatte er Notrufe gefunkt, nachdem sein Boot Wassereinbruch hatte. Die Küstenwache schickte sofort HH65 Helikopter und ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Monterey. Um 3.40 Uhr setzte der Hubschrauber einen Rettungsschwimmer nahe der auf Felsen gestrandeten Yacht ab und brachte den Segler an Land. Nun soll ein Bergungsplan erarbeitet werden, das Boot hat rund 100 Gallonen Dieselöl im Tank.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter trieb hiflos vor Kirstiansund
(9.2.07) Vor Nordmøre kam das Rettungsboot "Det Norske Veritas" aus Kristiansund am 7.2. dem Kutter "Sklinnabanken" zu Hilfe, dessen Propeller und Bugstrahlruder durch Netze blockiert waren. Der Havarist wurde so lange gesichert, bis das Rettungsboot eingetroffen und ihn nach Kristiansund abgeschleppt hatte. Hier sollten Taucher den Antrieb klarieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf "UND Adriyatik" gelöscht
(9.2.07) Am 9.2. gelang es, den Brand auf der türkischen Frachffähre "UND Adriyatik" zu löschen, der drei Tage lang gewütet hatte. Ein Spezialistenteam von SMIT sowie ihre kroatischen Kollegen waren an Bord und begannen inzwischen, das Wrack zu untersuchen. Es war keine Rauchentwicklung mehr festzustellen. Das Schiff wurde derweil sieben Kilometer vor der kroatischen Nordküste gehalten. Wahrscheinlich wird es nach Trieste eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rembrandts sollen vom Meeresgrund gehoben werden
(9.2.07) Die wertvolle Fracht der holländischen "Vrouw Maria", die 1771 vor der Küste Finnlands sank, soll gehoben werden. Das Schiff transportierte Kunstgüter für Katharina die Große aus Amsterdam, als es sank. Unter den 300 Stücken waren Gemälde von Rembrandt, Juwelsen, Porzellan und Silberware. 1999 hatten finnische Forscher das Wrack entdeckt und Finnland Besitzrechte angemeldet. Die in 41 Metern liegende Fracht war unbeschädigt, da sie in Wachskisten geborgen war. Der Wert beträgt etliche Millionen Dollar. Wegen unsicherer Finanzierung begann Finnland keine Bergung. Nun will das russische Kulturministerium sie mit schwedischen Partnern durchführen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Zhen Hua 10"-Strandung war nicht zu vermeiden
(9.2.07) Die Besatzung des Schwergutfrachters "Zhen Hua 10", der sich in der vergangenen Woche vor Rotterdam von seinen Ankern losriss, war unschuldig an der folgenden Strandung. Dies konstatierte ein Untersuchungsbericht der Polizei mit der Inspectie Verkeer en Waterstaat. Trotz voll zurück laufender Maschinen sei das Schiff im Sturm auf Drift gegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Finnpine" saß fest
(9.2.07) Am 6.2. lief die schwedische Roro-Fähre "Finnpine" einen Kilometer vor Point-au-Pic, Quebec, auf dem St-Lawrence River auf Grund. Mit Hochwasser kam das Schiff wieder frei und ging vor Anker, um inspiziert zu werden. Offenbar wurde es nur geringfügig beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawlerneubau aufgerichtet
(9.2.07) Der Schwimmkran "Samson" hob am 8.2. den in Skagen bei der Karstensens Werft gekenterten Trawlerneubau "Harvester PD 98". Nachdem das Schiff aufgerichtet war, wurde es gelenzt und sollte im Laufe des Wochenendes inspiziert werden. Es war kurz nach dem Zuwasserlassen vom Slip gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Bourbon Dolphin" bleibt auf Tiefe
(9.2.07) Bourbon Offshore wird den in 1100 Meter Wassertiefe 75 Meilen nordwestlich der Shetlands liegenden Ankerchaser "Bourbon Dolphin" nicht bergen lassen. Beim Untergang kamen am 12.4.207 acht Mann ums Leben. Die bisher größte Wassertiefe, aus der ein Wrack geborgen wurde, beträgt 600 Meter. Technisch wäre so eine Operation extrem aufwändig und teuer.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm in der Arabischen See
(9.2.07) Stürmische Seen haben in den vergangenen Tage mehrere Schiffe der Vereinigten Arabischen Emirate in Seenot gebracht. Nach dem Untergang der Dhau "Wafi" auf dem Weg von Ajman nach Karachi zwischen der Bucht von Oman und dem Persischen Golf wurden fünf Pakistanis vermissst. Zwei Mann wurden am 2.2. von einem koreanischen Schiff gerettet und nach Karachi gebracht, nach den anderen wurde eine Suchaktion gestartet. Die Überlebenden sagten, ihr Fahrzeug sei von einer Riesenwelle getroffen und leckgeschlagen worden. Das Schiff war am 29.1. aus Ajman mit verschiedenen Gütern ausgelaufen. Am 2.2. wurden 11 Inder von dem Frachter "Al Bilal" vor Port Jebel Ali gerettet, der von Sharjah nach Indien unterwegs war. Er hatte in rauer See Maschinenausfall erlitten. Auf die Notrufe reagierte der antiguanische Frachter " Sinar Riau", der die Seeleute barg und mit ihnen am 6.2. in Jebel Ali eintraf, wo sie in die Obhut des indischen Konsuls genommen wurden.
Mit 17 Indern an Bord erlitt am 31.1. ein Frachter der Emirate Maschinenrausfall vor Somalia und trieb auf Grund. Er war mit Zucker von Indien nach Somalia unterwegs. Das schlechte Wetter verhinderte bislang Bergungsarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht von Küstenwachboot geborgen
(08.02.08) Der 225 Fuß lange Coast Guard Cutter "Oak" rettete zwei Segler und barg ihre 46 Fuß lange Yacht "Wonder Lust", die am Abend des 6.2. 50 Meilen südöstlich von Tortola, British Virgin Islands, in Schwierigkeiten geraten war. In sieben Fuß hohen Seen war das Rig gebrochen, und wegen geringer Batteriekraft mussten die Navigationsleuchten des Bootes ausgeschaltet werden, um noch Funkkommunikation zu ermöglichen. Um 22.45 Uhr war die "Oak" vor Ort und bereitete den Schlepp vor. Am 7.2. um neun Uhr erreichte der Schleppzug Christiansted Harbor, Saint Croix.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf "UND Adriyatik" eingedämmt
(08.02.08) Das Feuer auf der türkischen Fähre "UND Adriyatik" ist unter Kontrolle. An dem qualmenden Wrack konnten Schlepptrossen festgemacht werden, nachdem die Löscharbeiten rund um die Uhr fortgeführt worden waren. Fünf Schlepper, darunter zwei aus Italien, begannen erfolgreich damit, den Rumpf mit ihren Löschmonitoren herabzukühlen. Ein sechster sollte das Wrack auf den Haken nehmen. Zudem konnten auch mit Helikoptern fünf Feuerwehrleute auf dem Schiff abgesetzt werden. Das Gros der feuergefährlichen Ladung war in den vergangenen Tagen bereits aufgebrannt, sodass keine Explosionsgefahr mehr befürchtet wurde. Um das Wrack wurden schwimmende Ölsperren ausgelegt. Damit ist auch die Gefahr einer Umweltverschmutzung durch die 850 Tonnen Bunkeröl gebannt. Das brennende Schiff war zeitweilig bis auf acht Kilometer an den Brijuni Islands Nationalpark heran getrieben. Smit Salvage B.V. wurde mit der Bergung der Fähre beauftragt, die in einen kroatischen, italienischen oder slovenischen Hafen gebracht werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter brannte vor Norwegen
(08.02.08) Der norwegische Kutter "Luna" ging am 7.2. im Julsund zwischen Fræna und Aukra explosionsartig in Flammen auf. Das Küstenwachschiff "Lekvin" und das Rettungsboot "Skøyten" eilten zu Hilfe. Im letzten Moment konnte der Skipper aus den Flammen verletzt geborgen werden, danach wurde der Brand gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf ehemaligem Polizeiboot in Kiel
(08.02.08) Am 7.2. brach gegen acht Uhr auf der Rathje-Werft in Kiel-Friedrichsort ein Feuer auf der knapp 30 Meter langen Yacht "Panther" aus. Es kam zu starker Rauchentwicklung. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Kiel-Schilksee hatte den Brand im Maschinenraum rasch unter Kontrolle. Löschtrupps mit schwerem Atemschutz fanden heraus, dass eine Heizungsanlage Plastik in Brand gesetzt hatte. Bevor sich das Feuer aber weiter ausbreiten konnte, war es dank des raschen Einsatzes gelöscht. Bei der "Panther", die in der Schiffbauhalle der Werft aufgeslippt war, handelt es sich um das ehemalige Hamburger Polizeiboot "WS 34", das ausgemustert wurde und nun zur Yacht umgebaut wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler treibt manövrierunfähig in der See
(08.02.08) Der 1980 erbaute russische Trawler "Bazhenovsk", 5720 tdw (IMO 7831812) trieb in der Okhotischen See, nachdem in seinen Propeller eine Leine geraten war und ihn außer Gefecht gesetzt hatte. Die drift betrug bei 11 Knoten Wind drei Knoten. Trawler in der Nähe blieben auf Standby, während der Bergungsschlepper "Spravedliviy" heranlief, der am 8.2. um 3 Uhr erwartet wurde. Die "Bazhenovsk" ist 103 Meter lang, 16 Meter breit und hat 5,9 Meter Tiefgang. Die Crewstärke beträgt 93, Eigner ist Vostokrybprom.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige nach drei Monaten gerettet
(07.02.08) Drei bei einem Zyklon in Seenot geratene Fischer aus Birma sind nach knapp einem Vierteljahr auf einem Bambusfloß in der Bucht von Bengalen von indischen Fischern gerettet worden. Die Fischer aus Birma waren am 11. November ausgelaufen und wenige Tage später von dem Zyklon Sidr überrascht worden. Nachdem ihr Boot gesunken war, hatten sich die drei Männer auf ein selbst gebautes Floß gerettet und in den kommenden Wochen von rohen Fischen und von Meeresschildkröten ernährt.
Quelle: Tim Schwabedissen

„UND Adriyatik“ steht weiter in Flammen
(07.02.08) Der türkische RoRo-Frachter „UND Adriyatik“ (IMO 9215488), 22900 BRZ, geriet am 6.2. vor der kroatischen Küste in Brand. Das Unglück ereignete sich 13 Meilen westlich von Rovinj. Neun Passagiere und die 22-köpfige Crew des Schiffes konnten durch die in Heraklion beheimatete, 200 Meter lange Fähre „Ikarus Palace“, 30010 BRZ, die unterwegs nach Venedig war, gerettet werden, doch der Frachter stand komplett in Flammen und drohte zu sinken. Das Schiff war mit 200 Trailern und neun Tonnen Gefahrgut unterwegs von Istanbul nach Trieste. Kroatische Löschflugzeuge und –boote versuchten die Feuersbrunst zu bekämpfen, doch war es wegen drohender Explosionsgefahr zunächst unmöglich, sich dem in Flammen stehenden Schiff zu sehr anzunähern. Am Abend waren Experten einer niederländischen Bergungsfirma an Bord abgesetzt worden. Bis zum 7.2. gelang es, den Brand an Deck zu löschen. Dazu kam auch ein kanadisches Löschflugzeug zum Einsatz. Die Flammen wüteten aber im Schiffsinneren weiter. Das Schiff hat 850 Tonnen Bunkeröl und elf Tonnen Ölprodukte an Bord. Nachdem zunächst befürchtet worden war, das Schiff könne auf die Badestrände zutreiben, drehte gegen Abend der Wind und trieb das heftig qualmende Wrack aufs Meer hinaus. Es wurde inzwischen mit Schutzbojen umgeben. Die „UND Adriyatik“ ist 193 Meter lang, 26 Meter breit und hat 7,4 Meter Tiefgang. Sie wurde 2001 von der FSG Flensburg für UND RoRo Isletemleri in Istanbul erbaut und ist seit September 2001 im Liniendienst Istanbul-Trieste. Das 14200 Tonnen verdrängende Schiff wurde von 2 Mak-Dieseln von 16200 kW auf 21,5 Knoten gebracht. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Schiff, auch wenn es schwimmfähig bleibt, ein Totalverlust ist.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutsches U-Boot-Wrack wird Touristenattraktion
(07.02.08) Arbeiten zum Zerschneiden des deutschen Weltkriegs-U-Bootes „U 534“ haben in Birkenhead mit einem speziellen Diamantdraht-Schneider begonnen. Das Schiff wird in vier Teile zerlegt, die jeweils 240 Tonnen wiegen. Sie sollen mit einem Schwimmkran von dem derzeitigen Liegeplatz des Bootes am Mortar Mill Quay zum Mersey Ferries’ Woodside Ferry Terminal gebracht werden, wo es zur Erhöhung der touristischen Attraktivität beitragen soll. Die Arbeiten sollen einen Monat dauern. Als erstes wurde eine 23 Meter lange Bugsektion abgeschnitten. Nach der Verlegung soll ein Glaspaneel über dem Ende jeder Sektion installiert werden, damit Besucher in das Boot hineinsehen können. Das Projekt wird geleitet von Royal Haskoning, Holland. Auf dem künftigen Museumsgelände in Woodside sollen auch Artefakte zum U-Bootskrieg ausgestellt werden. Die Eröffnung ist für den Sommer 2008 geplant. Die Zukunft des Bootes war fraglich gewesen, nachdem das Historic Warship Museum in Birkenhead, in dem es ausgestellt war, vor zwei Jahren schloss. „U 534“ war am 6.5.1945 48 Stunden vor dem Ende des 2. Weltkriegs in Europa im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden von einem RAF-Bomber versenkt worden. Am 23.8.1993 wurde das Wrack gehoben. Es wurde nicht restauriert, sondern als Wrack erhalten.
Das Boot vom Typ IXC/40 wurde 1942 von der Deutschen Werft AG in Hamburg-Finkenwerder erbaut. Am 27. August 1944 schoss das Boot auf seiner zweiten Kriegspatrouille ein britisches Flugzeug vom Typ Vickers Wellington ab. Zwischen dem November 1944 und dem Mai 45 lag das Boot nicht einsatzfähig in Flensburg, bevor es kurz vor Kriegsende nach Norwegen verlegt werden sollte. Bei der Versenkung gelang es der Besatzung, das sinkende Boot zu verlassen, jedoch starben drei Besatzungsmitglieder im Wasser an Erschöpfung.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Horncliff“ ist im Hafen
(07.02.08) Der beschädigte Frachter „Horncliff“ wurde in der Nacht zum 6.2. in Falmouth festgemacht. Später sollte mit Kränen begonnen, die verbliebenen, rund 60 Container zu sichern bzw. Zu löschen. Diese Arbeiten werden voraussichtlich einige Tage andauern. Erst nach vorläufigen Abdichtungsarbeiten darf der Havarist anschließend Antwerpen für endgültige Reparaturen ansteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Riverdance“ wird Touristenattraktion
(07.02.08) Der seit einer Woche vor Blackpool liegende Frachter „Riverdance“ wird zusehends zu einer Touristenattraktion. Bei niedrigem Wasserstand pilgern zahlreiche Schaulustige zu dem dann fast trocken auf der Seite liegenden Havaristen. Deswegen wurde von der Polizei erneut darauf hingewiesen, dass eine Verletzung der 400 Meter-Sperrzone bestraft würde. Zu deren Einhaltung wurde auch eine Sicherheitsfirma hinzugezogen. Am 6.2. wurde begonnen, mit einem auf den Strand gebrachten Mobilkran Bergungsausrüstung auf den 60 Grad auf der Seite liegenden Havaristen zu heben. Durch Gegenfluten der Ballasttanks soll versucht werden, die immense Schlagseite zu reduzieren. Währenddessen gingen immer wieder Holz- und Metalltrümmer über Bord. Wenn etwas auf den Strand trieb, wurde es von den Bergern geräumt. Auch neun Container gingen verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hull gedenkt vor 40 Jahren gestorbener Seeleute
(07.02.08) Am 5.2. kam das Leben in Hull zu einem zeitweiligen Stillstand, als hunderte von Menschen des Todes von 58 ortsansässigen Fischern vor 40 Jahren gedachten. Die Angehörigen der Toten und die Arbeiter im Hafen von Hull unterbrachen ihre Tätigkeit für eine Gedenkminute an dem Tag, als vor 40 Jahren der dritte Trawler binnen drei Wochen sank. 1968 gingen nacheinander die “St Romanus”, die “Kingston Peridot” und die „Ross Cleveland“ verloren. Im Januar sank erst die „St Romanus” mit 20 Mann vor Norwegen. Im selben Monat verschwand die “Kingston Peridot” vor Island mit 20 Mann, und am 5.2. schließlich sank ebenfalls vor Island die “Ross Cleveland“ mit allen 19 Mann. Der Bürgermeister von Hull sagte bei einer Gedenkzeremonie, es sei wundervoll, dass die Menschen in Hull in dieser Minute im Gedächtnis derer, die vor 40 Jahren ihr Leben verloren, zusammenfänden. Es sei ein sehr trauriger Tag für die Familien, die Angehörige auf den Trawlern verloren. Aber er hoffe, es sei ein Trost, dass so viele Menschen ihrer gedächten und sie ehrten. Die Beschäftigten im Hull Business Forum waren angehalten worden, die Gedenkminute einzuhalten, weil der Beitrag dieser Menschen zur ökonomischen Geschichte der Region enorm sei. Der Bischof von Hull sagte, die Fischindustrie möge vergangen sein, aber diese Gedenkminute zeige, dass die 58 Toten und auch die insgesamt 6000 auf See gebliebenen Trawler aus Hull unvergessen seien. .
Quelle: Tim Schwabedissen

„Trans Pacific“ wieder flott
(07.02.08) Am 6.2. gelang es, den im Großen Belt gestrandeten Bulkcarrier „Trans Pacific“ nach tagelangem Leichtern von Teilen seiner 70000-Tonnen-Ladung wieder flottzumachen. Das Schiff wurde anschließend in den Kalundborg Fjord geschleppt und soll dort nach Abschluss von Tauchinspektionen die Ladung von der “Alexandergracht“ zurück erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Zhen Hua 10“ wird untersucht
(07.02.08) Die „Zhen Hua 10“ liegt nach ihrer Bergung weiter im Yantsehafen am Euromax-Terminal in Rotterdam-Maasvlakte. Die Schlepper “RT Magic” und “Fairplay 21” sind weiter auf Standby. Das Schiff wird von der Inspectie Verkeer en Waterstaat nun untersucht, warum es sich am 1.2. von seinen Ankern losreißen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Weiter Rätselraten um Wrack auf Newcomb Beach
(07.02.08) Strandräuber waren bereits am Werk. Obwohl der National Park Service an dem Wrack, das am Newcomb Hollow Beach Ende Januar freigespült wurde, Warnplaketten anbrachte, nach denen ein Entfernen von Wrackteilen mit bis zu 10000 Dollar bestraft würde, sind inzwischen Teile aus Holz verschwunden. Das Schiffsgerippe liegt immer noch auf dem Strand und zieht Neugierige an. Experten glauben, das Wrack stamme aus dem späten 18. Jahrhundert. Es könnte, da es keinen Kiel habe und wegen anderer Baumerkmale, eine Plattboden-Barge gewesen sein. Vor allem ersteres spricht dagegen, dass es sich um die einst aus einem Schoner umgebaute Kohlenbarge „Logan“ handeln könnte. Das Fahrzeug war ursprünglich rund 100 Fuß lang.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Longliner
(07.02.08) Der in St. John’s eingedockte Longliner „Newfoundland Tradition“ wurde in der Nacht zum 5.2. durch ein Feuer schwer beschädigt. Das St. John's Regional Fire Department ging mit Löschschaum gegen die Flammen vor. Nach über einer halben Stunde war der Brand gelöscht. Wahrscheinlich wurde er durch Schweißarbeiten, die früher am Tag stattgefunden hatten, ausgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutsches Binnenschiff brauchte doppelte Hilfe
(07.02.08) Gleich zwei Mal geriet das deutsche Binnenschiff “St. Maurus", 1326 ts, aus Marktheidenfels am 6.2. vor Terneuzen in Schwierigkeiten. Bei Tonne 35 hatte es wegen Wassereinbruchs durch Seeschlag um Hilfe gebeten. Die Schlepper "Multratug 16" und "Zekzate" sowie das Kommunikationsschiff "Patrol", daas Lenzpumpen brachte, kamen zu Hilfe. Nachdem das Wasser aus dem mit Kohle beladenen Frachter ausgepumpt war, lief er nach Terneuzen zurück, nur um hier auf Grund zu laufen. Die "Patrol" wurde erneut von Multraship mit Pumpen und Bergungsgerät ausgerüstet. Die Schlepper "Zeeland" und "Evergem" machten die “St. Maurus“ wieder flott und brachten sie nach Hansweert. Taucher inspizierten den Rumpf, fanden aber keine Schäden. Die „St. Maurus“ gehört der THG Marktheidenfeld. Sie ist 80 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 9,5 Meter Tiefgang. Das Schiff (Europa-Nr.: 4005640) lief zuvor als „Dagmar“ für Dortmunder Eigner.
Quelle: Tim Schwabedissen

Geheimnisvolles Wrack in Oregon entdeckt
(06.02.08) Am 1.2. entdeckten Strandgänger in Horsfall südlich der Strandungsstelle der „New Carissa“ in Oregon die 35 Meter lange Sektion eines gestrandeten Schiffes. Sie war von Wind und Wellen aus dem Dünenfuß freigespült worden. Das Holz des Bugs ist über einen Fuß dick, der Wrackrest gut erhalten. Die Holzplanken werden durch stählerne Spanten gehalten, das Deck ist allerdings verschwunden. Wahrscheinlich handelte es sich um einen Schoner, der aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert stammen könnte, und er könnte zu einer Barge umgebaut worden sein. 15 Fuß des Kiels sind noch tief im Sand verborgen. Archäologen untersuchten das Wrack am 3.2. Vermutungen, es könnte sich um die 1909 auf der Coos Bay Bar gesunkene „Czarina“ handeln, wurden zurückgewiesen, da dieses Schiff einen Stahlrumpf hatte. Eine andere Spekulation besagt, es könnte sich um die „C.A. Smith“ handeln, die 1923 mit einer Holzladung an der Nordmole auseinanderbrach. Unwahrscheinlich ist, dass es sich um die im Januar 1852 in der Mündung der Coos Bay gestrandete „Captain Lincoln“ handelt, die Militärposten versorgte. Die Crew konnte sich an Land retten und campierte vier Monate bei Indianern. Viel Zeit bleibt wohl nicht für die Forschung. So gut, wie das Wrack in dem harten Dünensand bewahrt wurde, so rasch könnte es nun unter dem Witterungseinfluss zerstört werden. Am 15.3. wird der Strand zu Brutzwecken gesperrt, und erst im September wieder freigegeben. Ob für die Archäologen dann noch viel Material übrig ist, wird bezweifelt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Neubau in Skagen gekentert
(06.02.08) Am 4.2. um 20 Uhr kenterte der 28 Meter lange Trawler-Neubau "Harvester PD 98", der bei der Karstensens Werft in Skagen für Peterhead, Schottland, ausgerüstet wurde. Der Rumpf war im Januar von Schleppern aus Polen gebracht worden. Als das Schiff sich nach Backbord überzulegen begann, waren drei Werftarbeiter an Bord. Sie retteten sich auf einen Schlepper. Am Ende lag das Schiff vollkommen auf der Seite, ein Teil der Steuerbordflanke ragte noch aus dem Hafenwasser. Der Rumpf wurde mit einem Ölschlängel umgeben. Das Schiff ist ein Ersatz für die “Harvester”, die 2005 nach Kollision mit einem Versorger sank.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Marc” hatte sich verhakt
(06.02.08) Der Untergang der „Marc“ in der Bamberger Schleuse wurde, wie die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei jetzt , ergaben, durch einen Fehler von Kapitän und Decksmann verursacht. Aus den gesicherten Spuren schlossen die Beamten, dass das 80 Meter lange Binnenschiff beim Einlaufen in die Schleusenkammer zu nahe an das obere Schleusentor herangefahren war. Deshalb verhakte sich das Schiff unter einer Betonverstrebung, der Bug wurde unter Wasser gedrückt, während das Heck weiter stieg. Wasser brach in die Laderäume ein, weshalb das Schiff innerhalb von Sekunden unterging.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubboot gesunken
(06.02.08) Auf dem Weerwater, Almere, sank ein Schubboot aus Urk bei Windstärke acht am 31.1. zum Teil. Ein vollständiger Untergang wurde dadurch abgewendet, dass es an eine Barge gekoppelt war. Die Fahrzeuge waren im Rahmen von Baggerarbeiten auf dem Almere-Kanal eingesetzt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gefahrgutcontainer im Sturm verloren
(06.02.08) Der Ro-Ro Frachter "Ursine", 4546 BRZ (IMO-Nr. 7800746) von Cobelfret, der in Charter der P&O Ferries Zeebrugge und Hull verbindet, erlitt am 31.1. nachts Seeschlagschäden im Sturm auf der Nordsee. Das 6950 Tonnen verdrängende Schiff verlor auch einen Gefahrgutcontainer der Klasse 3 vor Belgien. Das beschädigte Schiff machte in Zeebrugge fest. Es war 1978 als “Britta Oden “bei der Öresundvarvet Ab, Landskrona, erbaut worden. Es ist 143,26 Meter lang, 21,25 Meter breit und hat 5,4 Meter Tiefgang. Für die Oden-Line lief es zwischen Schweden und England. Nach einer Verlängerung bei der FSG in Flensburg 1988 wurde es zur „Tor Scandia“, 1998 zur „Britta Oden“. 2003 ging es an Cobelfret, Schweden. Seit 2006 heißt es „Ursine“.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerkräne der “Zhen Hua 10” werden gelöscht
(06.02.08) Menschenmassen hatten sich am Nachmittag des 4.2. am Slufterstrand versammelt, wo dicht unter der Küste der Frachter “Zhen Hua 10” an den Trossen der Bergungsschlepper lag. Ein Helikopter kreiste über dem Havaristen, mit denen Berger von Smit auf den 65 Meter langen Hamburger Schlepper “Janus” (IMO-Nr. 9367504) gebracht wurden. Während es der Flotte, zu der auch die „RT Magic“, „Smit Humber“ und „Fairplay 21“ gehörten, während der Mittagsflut lediglich gelang, den Bug des mit fünf großen und zwei kleinen Containerkränen beladenen Frachters seewärts zu drehen, kam beim nächsten Anziehen in der Nacht zum 5.2 um 1.07 Uhr Bewegung in das Schiff. Einige Minuten später war der Gigant, der die Bergung mit seiner eigenen Maschine unterstützte, frei. Sofort wurde er auf Leckagen untersucht, aber er war dicht geblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Tote bei Schlepperuntergang
(06.02.08) Der 15 Meter lange Schlepper “Check Mate III” schlug vor der Ostküste Neufundlands in der Nacht des 29.1. leck und sank. Die zweiköpfige Crew setzte in Trinity Bay noch einen Mayday-Ruf ab, doch die Retter konnten sie nur noch tot aus dem eisigen Wasser 12 Kilometer vor der Küste bergen. Sie hatten zwar Überlebensanzüge an, doch diese waren voll Wasser gelaufen. Die „Check Mate III“ sank vor Baccalieu Island. Sie kam aus Wesleyville und war gerade unterwegs nach St. Johns, wo sie neue Eigner aus Nova Scotia erwarteten. Ein Cormorant Helikopter, ein Hercules-Flugzeug und zwei Rettungsschiffe waren im Einsatz. Das Küstenwachschiff „George R. Pearkes“ brachte die Toten am 1.2. St. John's.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sechs Tote und ein Vermisster bei Untergang von Amphbienboot
(06.02.08) Ein betagtes indonesisches Amphibienfahrzeug sank während eines Manövers am 2.2. in der Java-See, wobei sechs Marineangehörige starben. Das 45 Jahre alte Gefährt sank am letzten Tag eines wochenlangen Manövers in drei Meter hohen Wellen vor der Ostküste von Java. In starken Strömungen und hoher See verlor die Crew die Kontrolle. Die Toten wurden nach Jakarta gebracht. Neun Männer hatten sich retten können, einer war noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Horncliff" wartet auf Einlaufgenehmigung
(05.02.08) Die im Sturm vor den Scillies beschädigte liberianische "Horncliff", 12887 BRZ, liegt weiterhin vor Falmouth in der Fal Mündung und wartet darauf, in den Hafen zu dürfen. Bevor es eine Einlaufgenehmigung erhält, soll noch mehr Wasser ausgepumpt werden. Der Frachter war mit einer Ladung von Früchten der Del Monte Company von Costa Rica gekommen, als riesige Wellen das Schiff erfassten und 90 Container über Bord spülten - was vermutlich das Schiff, das sich dann aufrichtete, rettete. Am 2.2. wurde Ballastwasser gelenzt, um das Leck an Steuerbordseite über Wasser zu bekommen. Da das Schiff am 4.2. aber immer noch zu tief im Wasser lag, müssen nun Container gelöscht werden. Das Schiff liegt an einer Boje in der Fal Mündung und wird dort bleiben, bis das gewünschte Resultat erzielt ist. Es wurde erwartet, dass dies am 5.2. der Fall sein könnte. Dann müssen die verbliebenen Container gesichert werden, was mehrere Tage dauern wird. Provisorische Reparaturen sollen anschließend die Weiterreise nach Antwerpen ermöglichen. Die drei Verletzten, die bei der Havarie ins Krankenhaus gebracht wurden, sind mittlerweile alle entlassen.

"Zhen Hua 10" endlich geborgen
(05.02.08) Der in Kingstown beheimatete Schwergutfrachter "Zhen Hua 10" wurde in der Nacht zum 5.2. freigeschleppt. Bei einem vorangegangenen Bergungsversuch in den Mittagsstunden hatte die am Bug festgemachte Hamburger "Janus" von Harms Bergung den Frachter gen See drehen können, nachts um zwei kam er frei. Danach ging der Frachter nach Rotterdam ab, wo er nach Inspektionen im Yangtsehafen erwartet wurde.

Bergung der "River Dance" angelaufen
(05.02.08) Die Bergungsarbeiten an dem gestrandeten Frachter "Riverdance" vor Blackpool machte einen gewissen Fortschritt. Ein Kran und anderes Bergungsgerät wurden aus York erwartet. Erste Aufgabe ist, eine sichere Arbeitsplattform auf dem Havaristen zu errichten, dann muss das Bunkeröl geleichtert werden.

Rig ist geborgen
(05.02.08) Die vor Teesside gestrandete 200-Tonnen-Plattform "Jak Up Anama" wurde von der "GW 214" am 2.2. flottgemacht. Danach wurde sie an den Victoria Quay in Hartlepool geschleppt. Das Fahrzeug war mit Vorbereitungsarbeiten für einen Windpark beschäftigt, als im Sturm die Beine abbrachen und es in Redcar antrieb. Das Rig ist 30 Meter lang und 15 Meter breit. Seine neun Meter hohen Beine blieben auf dem Seegrund in Coatham zurück, während das Rig drei Meilen die Küste abwärts trieb und nahe Green Lane festkam

Rhein-Main-Donau-Kanal wieder frei
(05.02.08) Allmählich normalisiert sich der Verkehr auf dem Rhein.Main-Donau-Kanal wieder. Nach dem Untergang des Binnenschiffes "Marc" hatten knapp 60 Schiffe ihre Fahrt unterbrechen müssen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist bei der Havarie kein Schaden an der Schleuse entstanden. Inzwischen können die Schiffe wieder gefahrlos passieren. Um das zu gewährleisten, hatte eine Tauchergruppe am 3.2. bis in die Abendstunden hinein abgeplatzte Teile des Frachters im eiskalten Wasser ausfindig gemacht. Warum der Frachter unterging, ist noch nicht geklärt.

Frachter vor Sudan vermisst
(05.02.08) Ägypten startete am 5.2. eine Suche nach einem im Roten Meer auf dem Weg in den Sudan vermissten Frachter. Die 1700 Tonnen große "Badr 1" der Afro Asia Shipping war vor einigen Tagen aus Suze aufgelaufen. An Bord waren neun Ägypter, vier Sudanesen und ein Yemenite. Rettungsschiffe liefen auf dem mutmaßlichen Kurs des Schiffes entlang der Sudanesischen Küste. left the Egyptian port of Suez several days ago and was headed for Port Sudan with a 14-member crew made up of nine Egyptians, four Sudanese, and one Yemeni, the foreign ministry said in a statement.

Stürmische Zeiten für Storm
(05.02.08) Am 3.2. um 11.07 erhielt die Coast Guard Station Atlantic City einen Notruf, dass der 66 Fuß lange Kutter "Storm" 66 Meilen östlich von Atlantic City leckgeschlagen sei. Ein Helikoter winschte einen Rettungsschwimmer mit Lenzpumpe ab. Das Wasser stand 11 Fuß hoch im Kutter, das Heck lag komplett unter Wasser. Es gelang, zusammen mit dem Kutter "Colin and Warren" den Wassereinbruch zu stoppen. Im Maschinenraum wurde danach ein faustgroßes Leck entdeckt. Der Coast Guard Cutter "Dependable" aus Cape May half, das Leck abzudichten. Dann konnte die "Storm" mit ihrer dreiköpfigen Crew Point Pleasant anlaufen.

Drei Tote und vier Vermisste vor Südkorea
(05.02.08) Am 4.2. sank nach Kollision mit einem 270 Tonnen großen Schlepper ein südkoreanischer Frachter vor der Westküste Koreas nahe Incheon. Zwei Mann kamen ums Leben, zwei wurden vermisst, drei gerettet, als der 600-Tonner sank. 10 Coast Guard-Schiffe nahmen die Suche auf. Einen Tag zuvor war bei einer Kollision vor Jeju ein Fischer getötet worden, nach zwei weiteren wurde noch gesucht.

Binnentanker wieder frei
(05.02.08) Das am 1.2.gegen 16.45 Uhr bei Karlsruhe-Rappenwört auf eine Buhne gefahrene und leck geschlagene Binnentankschiff "Eiltank 123" ist wieder frei. Ein Teil der 1300 Tonnen aus Naphta bestehenden Ladung wurde auf den Tanker "Stolt Main" umgepumpt. Danach zog ein Schlepper die "Eiltank 123" in den Karlsruher Rheinhafen wo die restliche Ladung gelöscht wurde. Nach bisherigen Untersuchungen hat ein technischer Defekt an der Ruderanlage zu der Havarie. Das Schiff hatte ein Leck am Bug erlitten, der Sachschaden beträgt ungefähr 50.000 Euro. Das 110 Meter lange, 9,50 Meter breite und 3,10 Meter tief gehende Schiff (Europa-Nr. 4029330) war 1971 als "Raab Karcher 123" (Europa-Nr. 7000842) für Barheina AG in Basel erbaut und 1986 von der ursprünglichen Länge von 86 Metern auf die heutige Länge gebracht und nach Deutschland verkauft worden.

Feuer auf Binnenschiff
(05.02.08) Am Morgen des 2.2. brach auf einem Binnenschiff im Hafen von Wijk bei Duurstede um 10.45 Uhr ein Brand aus. Die Feuerwehr hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Die Kajüte und eine Schlafkammer wurden zerstört. Wahrscheinlich wurde der Brand durch einen elektrischen Defekt ausgelöst.

Frachter hing am Anker fest
(05.02.08) Am 3.2. kollidierte der Containerfrachter "Pantonio", ca. 7000 BRZ, mit dem Tor 3 der Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals. Das 120 Meter lange Schiff touchierte es mit dem Heck. Bereits am 23.12.2007 war der Frachter im Kanal mit der "Katharina Ehler" zusammengestoßen. Probleme beim Ankerauf-Gehen hatte am 1.2. vor Brunsbüttel der finnische RoRo-Frachter "Finnreel", (IMO-No: 9198721). Er hatte mehrere Anker ausgebracht, von denen einer nach Ankerkettenbruch verloren ging. Ein anderer konnte längere Zeit nicht gehoben werden, weil die Ankerwinsch defekt war. Nach über vier Stunden konnte das Schiff dann seine Fahrt gen Ostsee antreten.

Mysteriöse Yachtstrandung vor Mexiko
(04.02.08) Ein Kalifornier wurde am Nachmittag des 2.2. tot auf seiner in Südmexiko nahe Puerto Madero gestrandeten, 17 Meter langen Yacht Culin“” aufgefunden. Vor der Havarie nahe der Grenze von Guatemala hatte er Notrufe gesendet. Er hatte wohl Probleme mit der Elektrik und war Richtung Panama gesegelt. Sein Boot hatte gleichzeitig die irische, mexikanische und amerikansiche Flagge. Es wird nun geprüft, ob sie an Drogenschmuggel oder anderen kriminellen Aktivitäten beteiligt war, nachdem im Boot ein doppelter Boden entdeckt worden war. Örtliche Fischer hatten nach der Strandung zwei Personen mit Koffern vom Boot gehen sehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unvergessliche Hochzeitsreise auf “Horncliff”
(04.02.08) Unter den Geretteten des havarierten Frachters “Horncliff” befand sich auch ein Hamburger Paar auf Hochzeitsreise. Sie wurden wie vier andere Passagiere von dem beschädigten Frachter aufgewinscht. Die beiden waren auf der Brücke gewesen, als das Schiff von mehreren Freak-Wellen getroffen wurde. Die Hamburgerin Suzanne Carstensen sagte, sie hätte Angst gehabt zu sterben. Das Schiff habe den Kurs geändert, um vor dem Sturm abzulaufen, als die Wellen es erfassten. Zuerst legte sich die „Horncliff“ auf die Backbord- und dann schwer auf die Steuerbordseite. Alle dachten, das Schiff würde kentern. Der Kapitän und ihr Mann Dahne krachten auf den Boden der Brücke, und der Kapitän schrie vor Schmerzen. Dann begannen die Container von Deck zu stürzen, das sich daraufhin wieder aufrichtete. Die Reisenden realisierten mühsam, dass sie überlebt hatten. Während die Frau unversehrt blieb, kam ihr Mann ins Royal Cornwall Hospital in Truro. Die beiden hofften, den Heimflug von ihrer unvergesslichen Hochzeitsreise am 3.2. antreten zu können. Dahne Carstensen hatte gebrochene Rippen und eine Schulterfraktur erlitten. Beide lobten die Crew und ihren sehr tapferen Kapitän, der weiter schwer verletzt im Krankenhaus in Cornwall liegt. Er hatte ernste Rückenverletzungen und innere Blutungen erlitten. Die Verletzten hatten erst nach mehreren Stunden von Bord geholt werden können, weil der Sturm mit 24 Fuß Wellenhöhen einen Hubschraubereinsatz der RNAS Culdrose zunächst unmöglich machte. Die Schifffahrt wurde derweil vor den Gefahren von den 90 über Bord gegangenen Containern gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsboot der RNLI sehr schwer beschädigt
(04.02.08) Am 3.2. traf ein Ersatzboot für die gestrandete “Katie Hannan” an der Rettungsstation Portrush ein. Die Bergung des am 29.1. gestrandeten und schwer beschädigten Bootes könnte noch einige Zeit dauern. Die „Katie Hannan“ ist auf ihrer gesamten Länge im Bereich des Unterwasserschiffes in großem Umfang beschädigt, nachdem mehrere Stürme über die Strandungsstelle hinweg gingen. Struktuell ist es nach bisherigen Untersuchungen aber wohl in größerem Umfang noch intakt und nicht in Gefahr, auseinanderzubrechen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung der “Riverdance” auf eine Woche geschätzt
(04.02.08) Die Berger von Smit hoffen, die Schlagseite der vor Blackpool auf der Seite liegenden Fähre “Riverdance” reduzieren zu können, indem Wasser in die leeren Ballastwassertanks gepumpt und das Bunkeröl ausgepumpt wird. Das Schiff hat derzeit rund 60 Grad Schlagseite mit dem Oberdeck an Steuerbord zu Wasser. Am 4.2. sollte ein Rohrsystem installiert werden, um die Pumparbeiten beginnen zu können. Bis dahin konnten die Berger, die per Hubschrauber zum Havaristen gebracht worden, wegen ungünstigen Wetters nur wenige vorbereitende Arbeiten ausführen. Die starke Schlagseite machte die Arbeiten an Bord sehr gefährlich. Etliche der Trailer sind verrutscht und aufgebrochen und bilden ein schwer durchdringliches Chaos an Deck. Die Berger rechnen damit, dass die Bergung ungefähr eine Woche dauert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schleuse in Bamberg wieder frei
(04.02.08) Das am 31.1. in der Schleuse des Rhein-Main-Donau-Kanals bei Bamberg gesunkene Binnenschiff "Marc", 1104 Tonnen (Europanummer: 04025980) konnte nach knapp vier Tagen am 3.2. geborgen werden. Nachdem rund ein Drittel der 1000 Tonnen Erzladung geleichtert und das Leck provisorisch abgedichtet worden war, schwamm das havarierte Schiff auf. Es konnte danach aus der Schleuse geschoben werden. Mehrere Dutzend anderer Binnenschiffe, die sich oberhalb und unterhalb der Unglücksstelle auf der wichtigen Wasserstraße stauten, begannen an dem Havaristen vorbei zu schleusen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Schlepper soll “Zhen Hua 10” helfen
(04.02.08) Der deutsche Schlepper “Janus” mit 200 Tonnen Pfahlzug soll am 4.2. die Bergungsflotte verstärken, der es bislang nicht gelang, den auf Maasvlakte bei Rotterdam gestrandeten Schwergutfrachter “Zhen Hua 10”, 37658 BRZ, flottzumachen. Ein zweiter Bergungsversuch in der Nacht war erneut gescheitert, nachdem eine Schlepptrosse brach. Die bisher eingesetzten drei Schlepper hatten jeweils nur rund 70 Tonnen Pfahlzug. Wenn die „Janus“ eingetroffen ist, müssen die Schlepper umgesetzt und Verstärkungen auf dem 243,8 Meter langen Frachter angebracht werden. In den Mittagsstunden soll die Schleppflotte dann anziehen. Während bisher am Heck des Havaristen gezogen wurde, soll nun der in Richtung Land liegende Bug herumgezogen werden. Der frühere Tanker, der 1981 in Spanien erbaut wurde, zog derweil zahlreiche Schaulustige an, die verfolgten, wie sich die Schlepper an dem mit leichter Steuerbordschlagseite vor dem Strand liegenden Giganten mit seiner hoch aufragenden Ladung abmühten. Das Schiff (IMO-Nr. 7917410), hieß ursprünglich “Panos” bzw. “Panos G.
Quelle: Tim Schwabedissen

Beschädigtes Baggerschiff nach zwei Wochen im Hafen
(04.02.08) Der 200 Fuß lange Bagger „New York“ wurde am 2.2. um 11.50 Uhr nach Abschluss provisorischer Reparaturen an den Brooklyn Navy Yard in Brooklyn gebracht. Der Rumpf war bei der Kollision mit dem 669 Fuß langen Tanker „Orange Sun“ nördlich Shooters Island am 24.1. um 13.50 Uhr aufgerissen worden. Arbeiter der Randive Incorporated installierten einen Stahlrahmen, der den Rumpf stabilisierte und verstärkte. Taucher führten Arbeiten an den drei beschädigten Baggerrohren durch, die das Schiff am Grund festhielten. Fünf Besatzungsmitglieder Great Lakes Dredge and Dock begleiteten die “New York” auf der 13 Meilen weiten Verschleppung durch die „Launch North Star“. Auch der Coast Guard Cutter “Ridley”, ein 87 Fuß langes Patroullienboot aus Montauk, N.Y und andere Fahrzeuge eskortierten den Havaristen. Die “Orange Sun” der Arctic Reefer Corporation in Monrovia verließ die Southern Bay Ridge Anchorage am 28.1. um 12.30 Uhr Richtung Florida, nachdem die Untersuchungen eine Seetüchtigkeit bescheinigt hatten. In Florida soll das Schiff in ein Trockendock gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsversuch für “Trans Pacific”
(04.02.08) Am 4.2. sollte ein Bergungsversuch für den im Großen Belt gestrandeten Bulkcarrier "Trans Pacific" starten. Daran beteiligt sind die "Scapino" (IMO-Nr. 9237577), der bereits seit dem 31.1. vor Ort war, sowie die "Sveasund" und "Banckert". Vorher hatte der Frachter "Alexandergracht" rund 10000 Tonnen der LAdung gelöscht und der Tanker "Otilia" (IMO Nr. 8813697) seit dem 31.1. Bunkeröl geleichtert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dritter Bergunsversuch für Fähre “De Zijpe”
(04.02.08) Am 4.2. sollte ein weiterer Bergungsversuch an der in Antwerpen gesunkenen Fähre "De Zijpe" unternommen warden. Zuletzt war am 31.1. ein Versuch gescheitert, das Schiff, das einst Annajacobapolder und Zijpe verband, zu heben. Es war mit Schlagseite auf den Hafengrund zurück gesunken, sodass weiterhin nur das Brückenhaus sichtbar blieb. Nun sollen die Lenzpumpen umgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Trawler in Bremerhaven
(03.02.08) Am 2.2. kam es zu einem Brand an Bord des Trawlers "Paerangi", der zur Zeit bei den Motorenwerken Bremerhaven zu Umbauarbeiten im Dock liegt. Der Brand brach bei Schleifarbeiten aus Die Brandwache konnte alle Arbeiter in Sicherheit bringen. Zwei Mitarbeiter erlitten leichte Rauchvergiftungen und wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Das 2003 erbaute Schiff soll in Bremerhaven von 71,5 Meter um 28 Meter verlängert werden. Es gehörte der norwegisch/neuseeländischen Sealord/Volstad und nun den Ervik Marine Services, Alesund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiff ging zu Wasser und machte Wasser
(03.02.08) Beim Stapellauf der neuen Robben Island-Fähre "Sikhululekile" kam es beim südafrikanischen Far Ocean Marine Shipyard in der Tafelbucht zu einem Wassereinbruch durch ein Leck im Rumpf. Das 300-Passagierschiff sollte am 31.1. abgedichtet und am 1.2. getestet werden. Das 26 Meter lange Fahrzeug soll im März in Dienst gestellt werden, ein Jahr später als geplant.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter hing am Anker fest
(03.02.08) Am 3.2. kollidierte der Containerfrachter “Pantonio”, ca. 7000 BRZ, mit dem Tor 3 der Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals. Das 120 Meter lange Schiff touchierte es mit dem Heck. Bereits am 23.12.2007 war der Frachter im Kanal mit der "Katharina Ehler" zusammengestoßen. Probleme beim Ankerauf-Gehen hatte am 1.2. vor Brunsbüttel der finnische RoRo-Frachter "Finnreel", (IMO-No: 9198721). Er hatte mehrere Anker ausgebracht, von denen einer nach Ankerkettenbruch verloren ging. Ein anderer konnte längere Zeit nicht gehoben werdne, weil die Ankerwinsch defekt war. Nach über vier Stunden konnte das Schiff dann seine Fahrt gen Ostsee antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband kenterte vor Santa Catarina
(03.02.08) Am 30.1. kenterte ein Schubschlepper mit der Barge "Norsul 12" nahe Sao Francisco do Sul in Santa Catarina. Der kieloben treibende Verband schwamm nahe einer Sandbank weiter. Die Barge war mit 345 je 31 Tonnen schweren Stahlsegmenten von Vitoria nach Vega do Sul Co. in Sao Francisco bestimmt. Die 12 Mann Crew und der Lotse wurden gerettet.

Ein Vermisster vor dem Yangtse-Delta
(03.02.08) Bei schlechter Sicht kollidierten im Yangtse-Delta am 30.1. der Küstenfrachter "Jintaishun", der acht Meilen vor der Küste ankerte, und der 115 Meter lange Tanker "Jinyuanyou 9". Der Frachter sank binnen kürzester Zeit. Drei Rettungsschiffe der Maritime Safety Administration und zahlreiche Hilfsschiffe suchten nach den Opfern, fanden aber nur 15 Tote und nach vier Stunden einen Überlebenden. Ein Mann blieb vermisst. Der Kapitän des unbeschädigt gebliebenen Tankers wurde verhaftet.

10 Vermisste vor Mara
(03.02.08) 10 Fischer wurden vermisst, nachdem ihr 136 Tonnen großer Kutter "102 Soyang" 65 Kilometer südwestlich von Mara am 30.1. sank. Das Schiff war in schwerer See gekentert. Erst als drei Überlebende von anderen Schiffen gerettet wurden, wurde das Unglück bekannt. Acht Rettungsboote machten sich auf die Suche nach den übrigen Männern.

Tanker sank binnen zwei Stunden
(03.02.08) Am Morgen des 30.1. explodierte die Marinebunkerbarge "BAP Supe", 497 BRZ, in Zorritos in Nordperu. Das 1138 Tonnen verdrängende Schiff sank zwei Stunden nach der Detonation um 8.55 Uhr. Es war mit Rohöl für BPZ Energy in Talara beladen. Mindestens 15 Mann kamen verletzt ins Krankenhaus in Tumbes oder per Lufttransport nach Lima, Öl lief aus. Das Schiff, ein ehemaliger Tanker, war am 29.8.1995 aquiriert worden. Er war vorher zur Versorgung von Trawlern eingesetzt worden. Das Unglück ereignete sich nahe der Corvina Ölplattform, die an der Grenze Peru/Equador liegt. Mindestens drei Explosionen, ausgelöst wohl durch einen Kurzschluss, zerrissen den Tanker. Das Schiff wurde 1966 in Norwegen erbaut. Es ust 66,81 Meter lang, 9,53 Meter breit und hat 3,05 Meter Tiefgang. Ein MaK-Diesel von 1100 PS brachte 10 Knoten.

Frachter "Horncliff" wurde leckgeschlagen
(03.02.08) Der liberianische Kühlfrachter "Horncliff" machte am 2.2. in Falmouth fest, wo Untersuchungen begannen. An Backbordseite wurde ein 0,46 Meter großes Leck festgestellt, durch das Wasser eingedrungen war. Um das Leck über Wasser zu bekommen, wurde Ballastwasser abgepumpt. Auch ein Anker ging verloren, und das Schiff musste mit schwerer Mooring-Ausrüstung im Hafen gesichert werden. Eine Kranbarge soll die verbliebene Decksladung sichern und bergen. Eine Tauchinspektion soll Hinweise auf mögliche Rumpfschäden bringen. Wenn dies am 4.2. abgeschlossen ist, sollten temporäre Reparaturen stattfinden, damit das Schiff nach Antwerpen Fahrgenehmigung erhält. An die Schifffahrt wurden Warnungen wegen treibender Container ausgegeben. Die 12887 BRZ große "Horncliff" wurde 1992 erbaut. Drei der von ihr abgeborgenen Personen waren nach wie vor Royal Cornwall Hospital in Treliske, Truro.

"Riverdance" versorgt Lancashire mit Biscuits
(03.02.08) Tausende von Paketen mit Schokoladnebisquits wurden an die Strände von Lancashire gespült. Die McVitie's Biscuits befanden sich in Lastern, die an Deck der "Riverdance" gestaut waren. Am 3.2. wurden Bergungsexperten von einem Helikopter auf dem vor Blackpool gestrandeten Schiff abgesetzt. Bergungsarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen. Zwei Trucks mit Bergungsausrüstung aus Rotterdam wurden am Morgen des 2.2. vor Ort erwartet. Zunächst muss das Öl abgepumpt werden. Ein großes Boot für Arbeiten in flachem Wasser wird aus Bristol in Marsch gesetzt, dass Bergungsausrüstung transportieren soll.

12 Mann von sinkendem Kutter gerettet
(03.02.08) Der an die 60 Fuß lange Charterkutter "Sun Seeker" sprang am 2.2. gegen 18 Uhr vor Treasure Island leck. Die U.S. Coast Guard und ein Hilfsschiff bargen die 12 Personen an Bord von dem eine halbe Meile westlich von St. John's Pass sinkenden Boot ab. Die Geretteten wurden zum Gator's Cafe & Saloon gebracht. Die "Sun Seeker" sank um 18.15 Uhr. Da sie ein Schifffahrtshindernis darstellt, sollte sie in der Folgenacht von Sea Tow gehoben werden.

Erster Bergungsversuch für "Zhen Hua 10" gescheitert
(03.02.08) Ein erster Versuch, die gestrandete "Zhen Hua 10" vor Hoek van Holland zu bergen, scheiterte am 3.2., als eine Schlepptrosse eine Klüse ausriss. Vor Ort waren die Schlepper "RT Magic", "Smit Humber" und "Fairplay 21", die "RPA 16" der Rotterdam Port Authority sowie das KNRM-Boot "Jeanine Parqui". Gegen Mitternacht sollte ein weiterer Versuch starten. Die Containerbrücken an Deck waren von ZPMC in Shanghai für APM (Euromax, Maasvlakte) und MSC Gate terminal in Bremerhaven bestimmt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter "Horncliff" im Sturm in Seenot - Kapitän verletzt abgeborgen
(02.02.08) Am 1.2. geriet der 1992 erbaute, liberianische Kühlfrachter "Horncliff", 12887 BRZ, 225 Meilen westsüdwestlich der Isle of Scilly in Seenot. Das Schiff der Pluto Shipping Company verlor rund 90 Container, drei Mann der Crew wurden verletzt, als es von schweren Seen getroffen wurde. Um 12.30 Uhr wurde die Falmouth Coastguard verständigt, dass das Schiff Decksladung verloren habe, aber manövrierfähig sei. Der Kapitän war schwer verletzt, zwei Passagiere leicht. Insgesamt waren 31 Personen an Bord. Die "Horncliff" war unterwegs von Moin in Costa Rica nach Dover. Die Schiffsführung wurde aufgefordert, nach Südirland abzudrehen, damit es in Reichweite von Rettungshubschraubern käme. Das Wetter vor Ort war Nordweststurm von 9 Bf mit hohem Seegang bis 30 Fuß Höhe. In den verlorenen Containern waren Südfrüchte. 70 Meilen vor Land`s End erreichte ein Hubschrauber den Frachter und barg sechs Personen ab. Beim ersten Anlauf während der Nacht zum 2.2. hoverte ein Hubschrauber eine Stunde über dem Schiff, doch die Bedingungen waren zu schlecht, um einen Rettungsschwimmer abzusetzen. Vier nicht oder weniger verletzten Personen wurden in ein Hotel gebracht. Zwei waren deutsche Touristen auf Hochzeitsreise. Der Frachter nahm derweil Kurs auf Falmouth, wo er im Lauf des 2.2. von dem Küstenwachschlepper "Anglian Earl" sowie den in Falmouth stationierten Schleppern "Ankorva" und "Percuil" auf den Haken genommen wurde. Dort sollte er den verbliebenen Anker werfen, der andere war zuvor verloren gegangen, und untersucht werden und einen Anlaufhafen festzulegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Umweltschützer haben nach "Spinningdale"-Strandung Sorge um Rattenplage
(02.02.08) Mehrere Bergungsfirmen prüfen, ob sich der auf St. Kilda gestrandete Trawler "Spinningdale" bergen lässt. Das Schiff liegt mit dem Achterschiff unter Wasser mit Steuerbordschlagseite direkt auf der Felsküste. St. Kilda ist eine Inselgruppe 44 Meilen westlich von Benbecula. Es wurde erwartet, dass einige Tonnen ausgelaufenen Öls in der stürmischen See rasch aufgelöst würden. Naturschützer sahen Risiken für Vogelkolonien und mögliche Bedrohung von Vögeleiern und Küken durch Ratten, die vom Wrack an Land gelangen könnten. Die Küstenwache sah keine großen Umweltrisiken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsboot wartet auf Rettung
(02.02.08) Anhaltend schlechtes Wetter verhinderte eine Bergung des vor Rathlin Island gestrandeten RNLI-Bootes "Katie Hannan" bislang. Wahrscheinlich ist es schwerer beschädigt als zunächst angenommen. Alle sechs Abteilungen des Schiffes wurden abgedichtet. Jetzt sollten erst 4 Tonnen Bunkeröl am 2.2. geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker auf der Vaal havariert
(02.02.08) Vor der Küste von Hoek van Holland lief bei Maasvlakte in bis zu acht Meter hoher Brandung der 1981 erbaute, chinesische Schwergutfrachter "Zhen Hua 10" (IMO 7917410), 37658 BRZ, in der Nacht zum 2.2. gegen zwei Uhr auf Grund. Um vier Uhr lag es fest auf. Das 250 Meter lange, unter der Flagge von St. Vincent/Grenadines registrierte Schiff hatte vor dem Einlaufen nach Europoort vor der Küste mit einer Ladung von fünf Containerbrücken geankert, als der Südweststurm von 10-11 Bf es ab auf die Küste trieb. Der Kapitän startete die Maschinen und versuchte, Vorausfahrt in das Schiff zu bekommen. Es trieb aber trotz der voll voraus laufenden Maschinen mit rund zwei Knoten achteraus. Zwei Schiffe der KNRM, die "Prinses Margriet" aus Stellendam und die "Jeanine Parqui" aus Hoek van Holland, liefen um 0.25 Uhr aus. En Rettungshubschrauber der Marine und Schlepper waren ebenfalls bald vor Ort. Nachdem klar war, dass ein Kentern nicht mehr drohte, liefen die Rettungsboote um 4.30 Uhr ab und waren um 5 Uhr zurück im Hafen. Die 33-köpfige Crew blieb an Bord. Um sechs Uhr kam ein Bergungsinspektor von Smit Rotterdam, um einen Bergungsplan zu erarbeiten. Die Bergungsfirma Smit aus Rotterdam wollte am 3.2. eine Bergung versuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Jack Up-Barge strandete vor Redcar
(02.02.08) In der Nacht zum 2.2. strandete die Jack Up-Barge "Jak Up Anama" am Strand von Redcar, Cleveland, wo sie in von ihrer Position vor der Küste zwei Meilen östlich des East River abgetrieben war. Sie verlor ihre Beine und setzte in vier Meter hohen Wellen auf dem Strand auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlechtes Wetter erschwert Bergung der "Riverdance"
(02.02.08) Die Bergungsfirma Smit Rotterdam soll die vor Blackpool gestrandete Fähre "Riverdance" bergen. Die Hoffnung auf eine rasche Bergung wurde durch schweres Wetter zunichte gemacht. In den Folgetagen wurden weniger hoch auflaufende Wasserstände erwartet. Am Nachmittag des 2.2. wurde eine erste Untersuchung des Havaristen durchgeführt, doch es gelang weiter nicht, an Bord zu kommen. Um das Schiff wurde eine Sperrzone von 400 Metern eingerichtet. Bei einem Überflug wurde keine Ölverschmutzung festgestellt. Zahlreiche Strandgänger bestaunten den auf der Steuerbordseite liegenden Havaristen dicht unter der Küste. Die Trailerladung hing teilweise über Bord. Das Schiff hatte 50 Einheiten geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Räumung der "MSC Napoli" beginnt im Frühjahr
(02.02.08) Am 28.1 um 8.45 Uhr schlug der Schlepper "Accu IV" auf dem Gulf Intracoastal Waterway (GICW) bei Meile 236 mit sechs Bargen leck. Er hatte Wassereinbruch in Maschine und Kombüse östlich der Calcasieu Locks. Der Schlepper "Sarah D" barg die vierköpfige Crew ab. Der Schlepper ging dann teilweise unter. Das Heck ging auf 16 Fuß Wassertiefe auf der Südbank auf Grund. Er hat 4000 Gallonen Öl an Bord. Die Oil Mop Incorporated wurde von den Eignern beauftragt, austretendes Öl zu beseitigen. Ein Boot der Küstenwache sicherte das Wrack ab. T and T Marine Salvage,aus Galveston sollten am 31.1. mit der Hebung beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten an "Marc" im Gange
(02.02.08) Die Schleusenkammer des Rhein-Main-Donau-Kanals in Bamberg wurde am 1.2. bis auf drei Meter abgepumpt, woraufhin das darin liegende Wrack der "Marc" bis zum Oberdeck sichtbar wurde. Im Laufe des Vormittags wurden Taucher eingesetzt, um mögliche Schäden am Schiff festzustellen. In den Nachmittagsstunden sollte ein 60-Tonnen-Bagger eintreffen, um die Schiffsladung zu bergen. Bislang wurden ca. 60 Kubikmeter kontaminiertes Wasser-Ölgemisch und ca. 7 Kubikmeter reines Öl abgepumpt und entsorgt. Unterhalb der Schleusenkammer wurde eine Ölsperre errichtet, das sich dort ansammelnde Öl laufend abgepumpt. Der in das Klinikum Bamberg wegen Unterkühlung eingelieferte Schiffsführer befindet sich noch im Krankenhaus. Beamte der Wasserschutzpolizei führen derzeit seine Vernehmung durch. Am Nachmittag des 2.2. begannen Taucher, die Risse in dem 80 Meter langen Rumpf abzudichten. In den Nachtstunden sollte versucht werden, ihn auszupumpen in der Hoffnung, dass sich das Schiff dadurch hebt und am 3.2. die Schleusenkammer verlassen kann. Wenn nicht, ist unklar, wie lange das Schiff die Schleuse Bamberg noch blockiert. Bislang wurden rund 15 Schiffe blockiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige Frachtercrew von Hubschraubern aus Insel geborgen
(02.02.08) Vor der Küste von Bahrain kenterte am Morgen des 1.2. der Frachter "Siddnath", unterwegs mit einer Ladung Reis von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Irak. Die 17-köpfige Crew rettete sich in eine Insel, aus der sie nach drei Stunden in extremer Kälte durch einen Polizeihubschrauber geborgen wurde. Die Rettung jedes einzelnen Seemanns dauerte bei schwierigen Bedingungen je 20 Minuten. Beim ersten Flug wurden sieben, im zweiten 10 Mann aufgenommen. Das Unglück ereignete sich bei 10 Fuß Wellenhöhe und Windgeschwindigkeiten von 31 Knoten. Die Geretteten wurden ins Salamaniyah Hospital in der Hauptstadt Bahraini gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Frachter von Mine blockiert
(02.02.08) Vor der Küste von Epanomi nahe Thessaloniki strandete am 28.1. der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Gerda Vesta". Vor einer Bergung musste zunächst eine Mine aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden, die nahe des Havaristen entdeckt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fünf Tote auf indischem Landungsschiff
(02.02.08) Durch ein Gasleck wurden auf dem indischen Landungsschiff "INS Lalashwa" am 1.2. in der Bucht von Bengal fünf Seeleute getötet, die am Schraubenschaft gearbeitet hatten. Drei andere wurden verletzt. Die indische Marine hatte das Schiff, die einstige USS "Trenton", 2007 von der US-Marine erworben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vogelflug-Fähre drohte in Fredericia zu sinken
(02.02.08) In stürmischem Wind havarierte in der Nacht zum 1.2. die 142 Meter lange Scandlines-Fähre "Schleswig Holstein" im Westhafen von Fredericia. Am Kai 17 riss ihr Rumpf auf einer Länge von sieben Metern auf einer Breite von 25 Zentimetern auf. Das Schiff drohte mit Schlagseite zu sinken. Die Feuerwehr rückte an und lenzte den Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter rammte Wellenbrecher
(02.02.08) Am 1.2. gegen 5.30 Uhr kollidierte der 73 Meter lange, unter der Flagge der niederländischen Antillen laufende Frachter "Capadocia" (IMO Nr: 8511938) mit dem Wellenbrecher in Rijeka. Das Schiff lief mit dem Bug auf und wurde erheblich beschädigt. Der Kapitän hatte 1,6 Promille. Im Laufe des Tages konne sich das Schiff mit eigener Kraft befreien.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache half Kutter
(02.02.08) Der 45 Fuß lange Kutter "Julissa" schlug am 1.2. um 9.30 Uhr vor Madeira Beach leck und rief die US Coastguard zu Hilfe. Im Rumpf des mit drei Mann besetzten Schiffes standen rund 4 Fuß Wasser. Ein HH-60 Jayhawk Helikopter nahm Kurs auf den Kutter und winschte eine Lenzpumpe ab. Das Schiff stand rund 40 Meilen westlich von Egmont Key und hielt Kontakt zur Küstenwache, während es mit langsamer Fahrt aufs Land zusteuerte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Geistesgegenwart rettete "Heinrich"-Kapitän das Leben
(01.02.08) Nach der Havarie der "Heinrich" im Schiffshebewerk Scharnebeck bleibt das Osttor mehrere Tage gesperrt. Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen und Polizei müssen nun klären, ob der Unfall auf menschliches Versagen oder einen technischen Fehler zurückzuführen ist. Die Schifffahrt auf dem Elbe-Seitenkanal ist nicht beeinträchtigt. Der Unfall ereignete sich am 30.10. gegen 11.40 Uhr. Einer Riesenfaust gleich senkte sich im Schiffshebewerk vorzeitig das Schleusentor des Osttrogs und rasierte bei der Ausfahrt des Motorschiffes "Heinrich" die Aufbauten auf dem Frachtschiff ab. Der am Ruder stehende Kapitän hatte weniger Glück als ein Kollege auf dem Vorschiff. Er wurde durch Trümmerteile leicht verletzt und erlitt einen Schock. Er wurde in das Klinikum Lüneburg gebracht und dort behandelt. Als Wasserschutzpolizei und Mitarbeiter des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen eintrafen, wurde deutlich, wie viel Glück die Schiffsbesatzung hatte. Das Steuerhaus wurde komplett weggeschoben, ebenso der Radarmast, der Kamin und der Kranaufbau am Heck. Als sich das tonnenschwere Tor senkte, warf sich der Kapitän geistesgegenwärtig auf den Boden im Führerhaus. Das rettete ihm vermutlich das Leben. Die "Heinrich" war mit Klärschlamm beladen nach Hamburg unterwegs. Wie hoch der Sachschaden war, konnten die Ermittler noch nicht sagen. Ungeklärt ist auch, wieso sich das Hubtor schon wieder senkte, obwohl die "Heinrich" den Osttrog noch nicht ganz verlassen hatte. Die Beamten prüften, ob technisches oder menschliches Versagen die Ursache des Unfalls war. Durch die Havarie wurde das Tor leicht beschädigt. Für einige Tage bleibt der Osttrog deshalb geschlossen. Für den Schiffsverkehr steht derweil der Westtrog zur Verfügung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler im Sturm evakuiert
(01.02.08) Der Sturm vor der irischen Küste brachte auch den Trawler "Spinning Dale", 169 BRZ, aus Fleetwood auf den Hebriden in Seenot. Die Stornoway Coastguard barg die 14-köpfige spanische Crew des auf Felsen vor Village Bay, St Kilda, gelaufenen Schiffes. Sie hatte die Strandung um 5.30 Uhr gemeldet und konnte bei Bf 9 keine Rettungsmittel benutzen. Die Coastguard Rescue Helicopter 100 aus Stornoway und Rescue Helicopter 137 aus Lossiemouth waren am Schiff, während der Coastguard Rescue Helicopter 100 die Crew aufwinschte. Das Stornoway RNLI Rettungsboot war ebenfalls ausgelaufen. Der in der Nähe stehende, ebenfalls mit spanischer Crew besetzte Trawler "Celtic Sea" stellte die Kommunikation sicher.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre in Irischer See evakuiert und vor Blackpool gestrandet
(01.02.08) Die Fähre „Riverdance“ (IMO. 7635361), 1599 BRZ, funkte am 31.1. um 19.43 Uhr Mayday, nachdem sie acht Meilen westlich von Fleetwood, Lancashire, von einer Freak-Welle getroffen worden war. Auf der 3046 Tonnen verdrängenden “Riverdance“, die im Rahmen ihres Linienverkehrs von Warrenpoint in County Down nach Heysham in Lancashire unterwegs war, ging anschließend die Ladung über, so dass sie bis zu 60 Grad Backbordschlagseite entwickelte. Die losgerissene Ladung aus Trucks und Trailern bewegte sich im Laderaum und sorgte so für eine stete Destabilisierung. Zwei RAF-Hubschrauber und einer der Coastguard aus Dublin flogen zu der Fähre, die von sieben Meter hohen Wellen getroffen wurde. Der Wind kam mit bis zu 10 Bf mit Windgeschwindigkeiten bis zu 96 km/h aus Nordwest. Die Fähre trieb derweil wenige Meilen vor dem Strand des Seebades Blackpool und legte sich dort auf die Steuerbordseite. Die 10 Mann Besatzung und die vier Passagiere, die sich ab 21 Uhr auf der hochliegenden Steuerbordseite versammelt hatten, wurden jeweils zu zweit aus der Luft evakuiert und zum Blackpool Airport geflogen. Acht barg die RAF, die restlichen die Küstenwache. Einige hatten leichte Verletzungen erlitten, zwei wurden vorsorglich ins Blackpool Victoria Hospital gebracht, insgesamt aber waren alle Geretteten wohlauf. Neun der Besatzungsmitglieder waren noch an Bord gewesen, als die Fähre am Nordstrand auf Grund lief. Sie waren in der Hoffnung, das Schiff noch retten zu können, zunächst an Bord geblieben und wollten Ballastwasser aufnehmen, um den Havaristen auf Grund zu stabilisieren. Die Bedingungen waren dann aber dadurch, dass sich das gestrandete Schiff mit Hochwasser breitseits zur Brandung drehte, so schlecht geworden, dass der Kapitän auch um deren Abbergung bat. Sie fand durch den in Blackpool auf Standby befindlichen Hubschrauber RAF 122 statt. Beteiligt an der gesamten Rettungsaktion waren auch der Tanker “Steersman”, der bei der Kommunikation assistierten, und die beiden Offshore-Versorger „Clwyd Supporter“ und „Highland Sprite“. Das Schiff hat rund 150 Tonnen Treibstoff in den Bunkern.
Die „Riverdance“ war 1977 als „Mahsala“ von der Rickmers Werft Bremerhaven erbaut worden. Sie ist 116,31 Meter lang und 18,22 Meter breit bei 5,38 Metrer Tiefgang. 4410 kW erzeugen 16 Knoten, die Passagierkapazität liegt bei 12, die Ladekapazität bei 65 Trailern. Am 30.6.1977 wurde sie an die Mashala Shipping Co. in Hamilton als eines von fünf Schwesterschiffen, zu denen auch die deutschen „Gabriele Wehr“ und „Thomas Wehr“ gehörten, abgeliefert und im Mittelmeer eingesetzt. Am 18.11.1982 war sie auf dem Weg von Piräus nach Alexandria vor Kreta auf Grund gelaufen, einige Tage später geborgen und in den Merabellou Golf zur Reparatur geschleppt worden. 1987 wurde sie zur „Halla“ mit Heimathafen Nassau, 1988 zur „Tikal“ mit Einsatzgebiet Karibik. Als „Schiaffino“ mit Heimathafen Rouen verband sie ab 1989 Oostende und Ramsgate. 1993 wurde sie nach Verkauf als „Sally Eurobridge“ zwischen Zeebrugge undDagenham eingesetzt, in Charter der Northsea Ferries verband sie 1994 Hull und Zeebrugge. Als „Sally Eurobridge“ verband sie 1994 Vlissingen und Ramsgate bzw. Dartford, im Folgejahr wurde sie im Vekrehr Scheveningen-Felixstowe eingesetzt, 1996 zwischen Zeebrugge und Middlesbrough. Seit 1996 lief sie in Charter der Starship Co., Bahamas, als „Riverdance“ und lief für Seatruck-Ferries zwischen Heysham und Warrenpoint, 1997 wurde sie dafür von Seatruck Ferries erworben.
Die Reederei verwahrte sich derweil gegen Vorwürfe, sie habe das Schiff auslaufen lassen. Es habe sich um eine Routinefahrt gehandelt, und trotz des nicht unüblichen Sturms seien viele Handelsschiffe unterwegs gewesen. Der Sturm vor der irischen Küste brachte auch den Trawler "Spinning Dale" in Seenot. Das Schiff war vor St. Kilda auf feiner Insel der Äußeren Hebriden auf Grund gelaufen. Die 14-köpfige spanische Crew wurde von einem Hubcshrauber abgeborgen und nach Stornoway geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter trieb auf Blexen-Reede
(01.02.08) Der 81 Meter lange, unter Bahamas-Flagge registrierte Frachter "Marmorbulk" (IMO Nr: 7628875) riss sich durch die heftigen Winde der Stärke 11 am Abend des 31.1. auf der Weser vom Anker los. Der Massengutfrachter lag in der Weser auf Blexen Reede eine viertel Seemeile weseraufwärts von Bremerhaven. Durch die heftigen Winde vertrieb der Frachter in das Fahrwasser, sodass er die Weser-Schifffahrt gefährdete. Die Schiffsleitung konnte über den intenrationalen Notkanal 16 zunächst nicht erreicht werden. Erst durch den Einsatz des Polizeibootes "Visura" der Wasserschutzpolizei Bremen, das zusätzlich einen Weserlotsen mit an Bord genommen hatte, konnte die "Marmorbulk" alarmiert und so ein drohender Schaden verhindt werden. Da die vorgeschriebene Hörbereitschaft über Seefunk durch die "Marmorbulk" nicht wahrgenommen wurde, erhielt der Kapitän eine kostenpflichtige Verwarnung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zweifache Moselkollision durch Navigationsfehler verursacht
(01.02.08) Vermutlich ein Navigationsfehler war die Ursache dafür, dass ein in Ballast laufender Binnentanker am Morgen des 30.1. bei Piesport, Kreis Bernkastel-Wittlich, mit einer Moselbrücke kollidierte. Dabei wurden Teile des Schiffes schwer beschädigt. Erst am 29.1. hatte ein Binnenschiff in Koblenz eine Moselbrücke gerammt. In beiden Fällen wurde das Ruderhaus zerstört. Der Tanker bei Piesport war gegen einen Radarreflektor gestoßen, der an der Brücke befestigt war. Der Kapitän kam mit dem Schrecken davon. Der Schaden am Steuerhaus lag nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Eurobereich. Erst in der Nacht zum 29.1. war ein Binnenschiff gegen eine Moselbrücke in Koblenz gefahren. Auch hier lag offenbar ein Fahrfehler vor, vermutlich hatte der Kapitän das Schiff zu weit nach Steuerbord gebracht. Der 186 Meter lange Schubverband war mit 3250 Tonnen Kohle auf dem Weg von Rotterdam nach Thionville in Frankreich.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schleuse in Bamberg durch gesunkenes Binnenschiff blockiert
(01.02.08) In einer Schleuse des Rhein-Main-Donau-Kanals bei Bamberg ist am 31.1. das 80 Meter lange und 8,4 Meter breite Binnenschiff "Marc", 1104 Tonnen (Europanummer: 04025980) gesunken. Zeugen sagten, es habe beim Hochschleusen plötzlich einen lauten Schlag gegeben. Nach Angaben des Kapitäns sank das Schiff innerhalb von Sekunden, nachdem zunächst im Vorschiff Wasser eingedrungen war. Zwei Besatzungsmitglieder wurden von dem Binnenschiff Oostende“ (Europa-Nr. 4029710), das ebenfalls in der Schleuse lag, aus dem Wasser gefischt. Der Kapitän konnte sich durch einen Sprung ins Wasser retten und wurde stark unterkühlt ins Krankenhaus gebracht. Ein an Bord befindlicher Matrose erreichte gerade noch rechtzeitig eine Nottreppe an der Schleuse. Das mit 1000 Tonnen Magnesit-Spat voll beladene Schiff mit Heimathafen Duisburg sank auf den Grund der Schleusenkammer. Nur noch Trümmer und ausgetretenes Öl waren sichtbar. Die Bergung wird vermutlich bis zum 4.2. dauern. Ein Spezialkran sollte am 1.2. beginnen, die Ladung vom Ufer aus zu löschen. Es wurde gehofft, dass sich das Schiff danach mit Hilfe von Pumpen heben lässt. Allerdings gestalteten sich die Bedingungen schwierig, weil eine Baustelle im Schleusenbereich die Harnführung schweren Geräts verkomplizierte. Am 1.2. wurde der Wasserstand so weit abgesetzt, dass Arbeitstaucher gefahrlos zum Wrack absteigen konnten, um es zu untersuchen. Der Schiffsverkehr wurde im Bereich der Schleuse Bamberg nach der Havarie vollkommen eingestellt. Die Wasserstraße wird mehrere Tage lang blockiert sein. Auf beiden Seiten der Schleuse stauten sich innerhalb kurzer Zeit Dutzende Binnenschiffe. Zumindest konnte noch am Abend das zweite in der Schleuse festsitzende Schiff befreit werden. Dazu wurde der Wasserstand im Schleusenbecken so weit erhöht, dass die eingeschlossene "Oostende" über den versunkenen Frachter hinweg fahren konnte. Sie lief danach mit langsamer Fahrt nach Nürnberg weiter. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch völlig unklar. Die "Marc" gehört zu den rund 70 Binnenschiffen der Main-Schifffahrts-Genossenschaft (MSG), bei der es hieß, das Schiff sei richtig beladen gewesen, die Ladung konnte nicht verrutschen, der Kapitän habe seit 20 Jahren sein Patent und auch das Schiff selber sei in tadellosem Zustand gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Keine Hoffnung auf Überlebende auf Yangtse
(01.02.08) 15 Besatzungsmitglieder des nach der Kollision mit einem Tanker gesunkenen Frachters wurden auf dem Yangtse-Fluss tot geborgen, ein noch Vermisster kam vermutlich ebenfalls ums Leben. Nur ein Überlebender wurde gerettet. Der mit 6000 Tonnen Öl beladene Tanker hatte den mit 5000 Tonnen beladenen Bulkcarrier auf dem Weg von Dalian nach Shanghai in die Steuerbordseite gerammt, als dieser im Fluss ankerte. Das Schiff sank binnen weniger Minuten. Die 16 Mann des Tankers blieben unversehrt. Beide Schiffe fuhren unter chinesischer Flagge.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache rettete Kutter
(01.02.08) Am 31.1. rettete die U.S. Coast Guard drei Fischer von dem 44 Meilen vor der Küste von Atlantic City leckgeschlagenen, 72,8 Fuß langen Kutter “Erran Venture”. Das 1973 erbaute 130-Tonnen-Schiff war zuvor überfällig gemeldet worden. Der Helikopter fand ihn manövrierunfähig treibend vor und setzte bei 40 Knoten Windgeschwindigkeit und bis zu acht Fuß hohen Seen einen Rettungsschwimmer ab. Das Manöver wurde durch die 50-60 Fuß hoch aufragenden Antennen des quergeschlagenen und damit hart arbeitenden Havaristen verkompliziert.
Der Kapitän des Kutters war schwer an der Hand verletzt, nachdem am 30.1. diese ins Rig greaten war. Er hatte sich selbst bereits ein Fingerglied amputiert. Er wurde ins AtlantiCare Regional Medical Center, City Campus, in Atlantic City geflogen und war dort bald auf dem Weg der Besserung. Der zweite Mann verließ nach der Landung fluchtartig den Helikopter und wurde nicht im Hospital aufgenommen. Der dritte Mann blieb an Bord der “Errant Venture” und wartete auf einen zweiten Helikopter der Coast Guard Air Station Atlantic City mit einer Lenzpumpe. Das Schiff hatte Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Daraufhin hatte sich eine Schlagseite von bis zu sieben Grad nach Backbord entwickelt durch die im Achterschiff befindlichen über 300 Gallonen Wasser. Der Havarist konnte mit Hilfe der mobilen Pumpe gelenzt werden, und der Coast Guard Cutter “Ibis” aus Cape May hatte ihn am Abend auf den Haken genommen und wollte ihn nach Cape May schleppen. Die “Errant Venture” gehört der Ocean View Harvesting LLC aus Wildwood Crest und ist in Mauricetown, Cumberland County, beheimatet. Ursprünglich operierte es von Cape May aus als „Cora Jean Snow II“ der PMD Enterprises Inc. Bereits im vergangenen Jahr war ein Boot von Ocean View Harvesting beinahe vor Atlantic City gesunken: Die „Linda Sea” war im November 16 Meilen vor dem Hafen leckgeschlagen und von der Küstenwache geborgen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarien auf dem Nord-Ostsee-Kanal
(01.02.08) Am 31.1. hat der niederländische Ro-Ro-Frachter "Kraftca", (IMO-Nr. 9307360, erbaut 2006 bei Stocznia Szczecinska Nowa SA in Szczecin, Eigner: CV Scheepvaartondermeming Kraftca in Amsterdam, Länge 205 Meter, 640 TEU, 28289 BRZ) beim Einlaufen in die Neue Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel wegen starken Windes die Lampen der Nordkammer abgerissen. Am 29.01. ist der niederländische Ro-Ro-Frachter "Trica", (IMO No. 9307384, Länge 295 Meter, ca. 28000 BRZ) auf der Oststrecke des Kanals auf das Kümo "Cleopatra" aufgefahren. Dabei entstand geringer Sachschaden. Der Unfall wurde nach Einlaufen beider Schiffe in die Schleuse in Brunsbüttel aufgenommen. Ebenfalls am 29.1. erlitt das russische Volgaschiff "Volga 4004" im Nord-Ostsee-Kanal bei Kudensee einen Totalblackout der Maschine und trieb manövrierunfähig im Fahrwasser. Der Kanal musste in diesem Bereich komplett gesperrt werden. Nachdem die Schlepper "Bugsier 12" und "Bugsier 14" aus Brunsbüttel herangerufen waren und den Havaristen unter Kontrolle brachten, konnte der Schiffsverkehr einseitig passieren. Die "Volga 4004" wurde nach Brunsbüttel geschleppt und an den Segelschiffsdalben vertäut. Am 30.1. konnte das Schiff seine Fahrt gen Osten wieder antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russischer Kutter gesunken
(01.02.08) Das russische Fischereifahrzeug "Vostochniy", 88 tdw, der Korwell Co. (IMO 7732042) sank im Schlepp auf 43.53.8N 145.47.7 O bei 10 Knoten Nordostwind. Das 34 Meter lange und sieben Meter breite Schiff befand sich acht Meilen vor Uzhno-Kurilsk (Kurilen). Es hatte weder Crew, Fracht noch Brennstoff an Bord. Es war im Schlepp zu einem Hafen auf den Kurilen zur Überholung..
Quelle: Tim Schwabedissen

Moselkollisionen durch Navigationsfehler
(01.02.08) Vermutlich ein Navigationsfehler war die Ursache dafür, dass ein in Ballast laufender Binnentanker am Morgen des 30.1. bei Piesport, Kreis Bernkastel-Wittlich, mit einer Moselbrücke kollidierte. Dabei wurden Teile des Schiffes schwer beschädigt. Erst am 29.1. hatte ein Binnenschiff in Koblenz eine Moselbrücke gerammt. In beiden Fällen wurde das Ruderhaus zerstört. Der Tanker bei Piesport war gegen einen Radarreflektor gestoßen, der an der Brücke befestigt war. Der Kapitän kam mit dem Schrecken davon. Der Schaden am Steuerhaus lag nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Eurobereich. Erst in der Nacht zum 29.1. war ein Binnenschiff gegen eine Moselbrücke in Koblenz gefahren. Auch hier lag offenbar ein Fahrfehler vor, vermutlich hatte der Kapitän das Schiff zu weit nach Steuerbord gebracht. Der 186 Meter lange Schubverband war mit 3250 Tonnen Kohle auf dem Weg von Rotterdam nach Thionville in Frankreich.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Gevo Victory" gesunken - "Bayern" versenkt Container
(01.02.08) Nach dem Untergang des Containerfrachters "Gevo Victory" am 30.1. räumten vor der libanesischen Küste eingesetzte deutsche Marineeinheiten die Schifffahrtswege von Ladungs- und Trümmerresten. Die Fregatte "Bayern" versenkte zwei im Wasser treibende Container und barg Rettungsinseln. Zu dem im Einsatz befindlichen Flottenverband, der etwa 35 Seemeilen (etwa 65 Kilometer) vor der libanesischen Küste die Hinterlassenschaft des Havaristen beseitigt, gehört neben der Fregatte auch der Minensucher "Auerbach", das Schnellboot "Puma" und der niederländische Flottenversorger "Amsterdam". Die "Gevo Victory" hatte in der Nacht zum 30.1. in schwerer See Container verloren, die wohl die Bordwand aufrissen. Nach der Evakuierung u.a. durch den Hubschrauber der "Bayern" ist das mit 128 Containern beladene Schiff auseinandergebrochen und gesunken. Der Frachter hatte nach Angaben seines Kapitäns allgemeine Handelsgüter wie etwa Seife und Reis geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Beschädigter Leichter wird entladen
(01.02.08) Am Morgen des 31.1. kollidierte der Schubleichterverband "2430", der eine Gesamtlänge von 140 Meter hatte, mit dem niederländischen Baggerschiff "Ijsseldelta" (Länge 67,41 m, Breite 12,25 m, 1087 BRZ). Der mit Kohle beladene Schubleichterverband "2430" fuhr die Süderelbe elbaufwärts und kollidierte frontal aus bislang ungeklärter Ursache rund 300 Meter oberhalb der Kattwykbrücke mit dem entgegenkommenden Baggerschiff "Ijsseldelta". Durch die Kollision entstand an einem Leichter des Verbandes ein Leck. Das vom Untergang bedrohte Fahrzeug musste stundenlang durch die Feuerwehr gelenzt werden. Der beschädigte Leichter wurde zum Hansaport verholt und wurde dort entladen. Das Schubschiff mit den übrigen Leichtern blieb an den Pfählen Kattwykbrücke liegen. Am Bagger entstand nur eine Beule. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter zum vierten Mal binnen eines Jahres geborgen
(01.02.08) Am Abend des 20.1. wurde der treibende Kutter "Abbie Rose" auf dem Tyne River gerettet. Die zweiköpfige Crew war nahe der Swan Hunter Werft in Schwierigkeiten geraten. Das RNLI-Boot Tynemouth schleppte das Boot am Abend an den Willington Kai. Es handelte sich bereits um die vierte Rettungsaktion für das Schiff binnen eines Jahres. Am 24.6.2007 war der Propeller abgefallen, sodass das Tynemouth-Boot es einschleppen musste. Im März 2007 war die Maschine vor South Shields Beach ausgefallen. Bereits im Februar wurde es in Scotswood nach Maschinenausfall geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Maschinenraum der „Tali“ abgedichtet
(01.02.08) Tauchern gelang es, die Lecks im Maschinenraum des finnischen Bulkcarriers „Tali“ am Liegeplatz an der Titania-Brücke im Jössingfjord abzudichten. Das Wasser stand sieben Meter hoch im Maschinenraum, der am 1.2. gelenzt werden sollte. Danach waren Konservierungsarbeiten an den Maschinen geplant. Der havarierte Frachter blockiert derweil den Liegeplatz bei Titana für andere Handelsschiffe.
Quelle: Tim Schwabedissen

„Omer N“-Deadline verlängert
(01.02.08) Die Deadline für die Bergung der „Omer N“ vor Lolland wurde wegen des anhaltend schlechten Wetters auf den 22.2. verlängert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Interessante Links:

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Google]  [Yahoo]  [Altavista]  [Euroseek]   [Ökoportal.de]   [Allesklar.de]  [DINO]  [Web.de]  [Lycos]  [Fireball]  [Belnet]  [Hotbot]