EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotmeldungen
Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker

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Meldungen von Schiffsunfällen und Fragen NUR an




26.05.2020

Archivbild Containerfrachter 'Odin'
Archivbild Containerfrachter 'Odin'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Blackout vor Brunsbüttel
(26.05.20) Am 25.5. um 19.38 Uhr kam es auf dem unter Portugal-Flagge laufenden Containerfrachter 'Odin', 2997 BRZ (IMO: 9101144), der Reederei Speck GbR in Hörsten auf der Elbe-Reede zu einem Maschinenblackout, als er gerade die Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals ansteuern wollte. Das Schiff war auf der Reise von IJmuiden nach Södertalje. Es ging auf der Südreede von Brunsbüttel vor Anker, wo der Schaden behoben wurde.
Um 23.20 Uhr konnte die Fahrt fortgesetzt werden, und am 26.5. um 1.45 Uhr schleuste der Frachter in den Kanal ein. Am 27.5. um 16 Uhr sollte er den Zielhafen erreichen.
Der am selben Tag mit dem Mittelleitwerk der alten Südschleuse in Brunsbüttel kollidierte, holländische Containerfrachter 'Freya', 5067 BRZ (IMO: 9219874), hat neben den gemeldeten Farbabschürfungen am Rumpf oberhalb der Wasserlinie auch einen Riss am Steuerbord-Vorschiff davongetragen, aus dem Wasser auslief. Das Schiff erhielt die Genehmigung, zur Reparatur nach Kiel zu laufen und trat den ostgehenden Transit des Nord-Ostsee-Kanals um 14 Uhr an. Um 20.25 Uhr machte er zur Reparatur bei der Lindenau-Werft in Friedrichsort fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alter Sietas-Frachter brannte in Alméria
(26.05.20) Am frühen Morgen des 25.5. brach auf dem unter der Flagge der Republik Kongo registrierten Frachter 'San Trela', 499 BRZ (IMO: 6602977), im Hafen von Almería ein Feuer aus. Hier war er bereits im Mai 2015 von der Zollbehörde in die Kette gelegt worden und lag seither im Ribera Dock auf, wo er auktioniert werden sollte. Der Brand in den Aufbauten wurde gegen ein Uhr entdeckt, und die alarmierte Feuerwehr konnte ihn binnen einer halben Stunde löschen. Doch um sechs Uhr schlugen erneut Flammen aus dem Ruderhaus, und die Einsatzkräfte mussten ein weiteres Mal anrücken.
Nochmals brauchten sie eine halbe Stunde, um das Feuer zu ersticken. Dabei wurden sie von der Hafenpolizei unterstützt, die Trucks in der Nähe entfernte, die von einer gerade eingelaufenen Fähre entladen worden waren. Sie übernahm auch die Regelung des Verkehrs in Zusammenarbeit mit der Estación Marítima. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Salvamar Spica' (MMSI: 225987262) der örtlichen Station, das sich auch an den Löscharbeiten beteiligte.
Der Sachschaden an dem alten Frachter war erheblich. Es handelte sich hierbei um einen Bau der Hamburger Werft J.J. Sietas, die ihn 1965 als 'Hasselwerder' für die Hamburger Reederei Walter Bartels abgeliefert hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Container auf der 'APL England'
Container auf der 'APL England'
(Bild: SAMSA) Großbild klick!
Containerfrachter wird nach Ladungsverlust inspiziert, Atemschutzmasken als Treibgut
(26.05.20) Nachdem der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter 'APL England', 65792 BRZ (IMO: 9218650), am 24.5. rund 40 Container 40 Meilen südöstlich von Sydney in schwerer See verlor, trieben am 25.5. Atemschutzmasken an den Stränden zwischen Magenta Beach und The Entrance auf den Strand. Sie gehörten zur Ladung der über Bord gegangenen Boxen, die außerdem Autoteile, Möbel und andere Güter erhielten. Die Information über das Strandgut wurde an die NSW Maritime weitergegeben.
Sie korrelierten mit den Driftmodellen, die nach dem Unfall erstellt wurden und waren konsistent mit dem Ladungsmanifest. Offenbar befanden sich in den Bereichen, in denen die Container über Bord gingen, keine Gefahrgüter. Die Behörde arbeitete eng mit dem Ladungsagenten zusammen, um die genauen Inhalte der betroffenen Container festzustellen.
Inzwischen warf der 2011 erbaute, 277 Meter lange Frachter der CMA CGM International Shipping in der Moreton Bay vor Mooloolaba auf Position 26° 40.74' S 153° 15.48' E Anker, wo Inspekteure der Australian Maritime Safety Authority (AMSA)an Bord gingen. Sie prüften das Manifest, um die verlorene Fracht zu identifizieren. Außerdem galt es herauszufinden, ob und wann das Schiff sicher in den Hafen von Brisbane gebracht werden könnte.
Neben den 40 verlorenen Containern wurden weitere 74 zum Teil schwer beschädigt. Sechs hingen über die Steuerbordseite, und drei weitere über die Backbordseite. Sie müssten vor dem Erteilen einer Einlaufgenehmigung hinreichend vor einem Verlust auf dem Weg in den Hafen gesichert und ihr Inhalt festgestellt werden. Die Inspekteure prüften auch die Seetüchtigkeit und die strukturelle Integrität nach dem Kollaps diverser Containerstacks an Deck.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer in Fisherman's Wharf
Feuer in Fisherman's Wharf
(Bild: San Francisco Fire Division) Großbild klick!
Lucky Ship überlebte ein weiteres Mal
(26.05.20) Ein Viertel von San Franciscos ikonischer und historischer Fisherman's Wharf wurde von dem verheerenden Großbrand am 23.5. zerstört, doch beide Museumsschiffe an Pier 45 konnten gerettet werden durch den erfolgreichen Einsatz des San Francisco Fire Department. 150 Einsatzkräfte waren stundenlang vor Ort. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt.
Um 11.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Einsatzstärke konnte daraufhin um 50 % heruntergefahren werden. Die Fisherman's Wharf ist eine weltbekannte Touristenattraktion wie auch Sitz etlicher Geschäfte und ein Hub für die Fischereiindustrie. An der Fish Alley kann man den Fischern bei ihrer Arbeit zusehen. Außerdem legen hier die Schiffe für Ausflüge in die San Francisco Bay und Charterschiffe ab.
Nicht zuletzt ist Pier 45 aber auch bekannt für die Museumsschiffe USS 'Pampanito', ein dieselelektrisches U-Boot, das Museum und Gedenkstätte zugleich ist, wie auch das Liberty-Schiff SS 'Jeremiah O'Brien', eines von zwei erhaltenen einer Flotte von insgesamt 2,710 Einheiten, die im 2. Weltkrieg erbaut wurden. Sie dient ebenfalls als Museum, ist im National Register of Historic Places und als National Historic Landmark eingetragen.
Die Feuerwehrkräfte vermochten beide Schiffe durch ihren massiven Einsatz vor den Flammen zu retten, die ein historisches Lagerhaus sowie Büros der Red and White Fleet zerstörten und Pier 45 schwer beschädigten. Dazu wurde auch das SF Fireboat 'Phoenix' eingesetzt. Flammen schlugen zeitweilig 100 Fuß über den Frachter empor.
Wie nah der Frachter an schweren Zerstörungen war, zeigte nach Abschluss der Löscharbeiten die angebrannte Farbe auf dem Rumpf. Auch an Bord gab es einige Hitzeschäden, sodass nun zu Spenden für die Restaurierung des 'Lucky Ship', das diverse Geleitzugsfahrten auf dem Atlantik überlebte, den Feuersturm des D-Day bei der Operation Overlord in der Normandie und nun auch jenen eines Großbrandes.
Quelle:Tim Schwabedissen


Totalschaden Fregatte 'Helge Ingstad – F 313'
Totalschaden Fregatte 'Helge Ingstad - F 313'
(Bild: Geir Vinnes) Großbild klick!
Fregatte wartet in Agotnes auf ihr Ende
(26.05.20) Die schwer beschädigte norwegische Fregatte 'Helge Ingstad - F 313' (MMSI: 259044000), die am 8.11.2018 im Hjeltefjord in der Provinz Hordaland mit dem unter maltesischer Flagge laufenden Tanker 'Sola TS' (IMO: 9724350) der griechischen Reederei Tsakos Energy Navigation kollidierte und sank, liegt aktuell weiter am Kai in Agotnes. Das 2011 erbaute, 134 Meter lange Schiff wurde inzwischen ausgeschlachtet und seiner Bewaffnung entledigt. Das gewaltige Kollisionsleck an Steuerbordseite ist im Bereich der Wasserlinie mit Stahlplatten abgedichtet.
Darüber klafft weiterhin ein riesiges Loch im Schiff. Es wartet nun auf seinen Abbruch. Dieser könnte im nahen Hanøytangen stattfinden. Bis dahin bleibt es bei dem traurigen Anblick eines Schiffs, das sehr vorzeitig seine Laufbahn beendete.
Am 29.11. 2018 veröffentlichte das Accident Investigation Board Norway (AIBN) einen vorläufigen Bericht zu dem Unfall, verbunden mit an das norwegische Militär und an die Navantia-Werft gerichteten Sicherheitshinweisen. Es fand in Bezug auf die wasserdichten Schotten des Schiffs sicherheitskritische Mängel, die dazu führen, dass das vorgesehene Maß an Stabilität im Havariefall nicht gewährleistet war.
Es nahm an, dass diese Mängel ebenfalls bei den vier übrigen Schiffen der Fridtjof-Nansen-Klasse vorliegen, und warnte, dass das mangelhafte Entwurfskonzept überdies bei vergleichbaren Schiffstypen der Navantia-Werft verwendet worden sein könnte.
Bei der Kollision schlugen drei wasserdichte Abteilungen leck, der achtere Generatorenraum, die Mannschaftsquartiere auf dem Orlopdeck und die Last. Es war der Besatzung anfangs nicht klar, ob auch die achterste Abteilung, der Rudermaschinenraum, Wasser aufnahm. Unter Beachtung der technischen Unterlagen zur Schiffsstabilität beurteilte sie das Schiff zu jenem frühen Zeitpunkt als instabil, aber schwimmfähig.
Falls aber weitere Abteilungen geflutet würden, würde das Schiff aufgegeben werden müssen. In der Folge stellte sich heraus, dass Wasser durch die Hohlwellen aus dem achteren Generatorenraum in den Getrieberaum floss, der schnell volllief. Aus dem Getrieberaum wiederum lief das Wasser durch die Stopfbuchsen in den Schotten sowohl in den achteren als auch den vorderen Maschinenraum.
Diese zusätzliche Überflutung übertraf das anfängliche Ausmaß des Schadens deutlich. Nach der Überflutung des Getrieberaums bereitete die Besatzung das Verlassen ihres Schiffs vor. Die Schlepper 'Ajax' und 'Velox' des Terminaldienstleisters Østensjø Rederi nahmen 121 der 137 Besatzungsmitglieder auf und brachten sie zum Sture-Terminal auf Alvøy in Øygarden.
Die Schlepper drückten die Fregatte unterdessen auf die Felsküste des Fjords, um zu verhindern, dass sie im tiefen Wasser versank. Es wurden zehn Stahltrossen zwischen Land und dem auf der Steuerbordseite liegenden, sich mit den Gezeiten bewegenden Wrack ausgebracht. Die Verankerungen in den Felsen gaben aber in der Nacht vom 12. auf den 13.11. nach. Anschließend befanden sich nur noch Teile des Radarmastes und des Hangars über Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Krislin'
Archivbild Frachter 'Krislin'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision im Kieler Ostuferhafen
(26.05.20) Bei einem missglückten Anlegemanöver kam es am 25.5. um 17.20 Uhr im Kieler Ostuferhafen zu einer Kollision. Der maltesische Frachter 'Krislin', 3618 BRZ (IMO: 9312377), schlug durch Strömung und Wind offenbar wegen zu hoher Einlaufgeschwindigkeit quer und stieß mit dem Heck gegen das festgemachte, schwedische RoRo-Schiff 'SCA Ostrand', 19904 BRZ (IMO: 9087362). Am Rumpf des von St. Petersburg kommend einlaufenden Schiffes entstand dabei an der Backbordseite ein Riss in der Außenhaut.
Umweltschäden gab es laut Polizei nicht. Die Wasserschutzpolizei leitete ein Strafverfahren ein. Die 'SCA Ostrand' lief um 23 Uhr nach Tunadal aus, wo sie am Abend des 27.5. erwartet wurde. Die 'Krislin' lag am 26.5. weiter im Ostuferhafen am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwere Kollision vor Shanghai
(26.05.20) Am 19.5. um 19.30 Uhr kollidierte der chinesische Bulkcarrier 'Ming Lian', 21744 BRZ (IMO: 9579444), mit dem maltesischen Bulkcarrier 'Casta Diva', 92610 BRZ (IMO: 9492359), der gerade aus Shanghai ausgelaufen war und den Lotsen abgesetzt hatte. Die 'Ming Lian' war in westnordwestlicher Richtung unterwegs auf der Fahrt nach Rizhao. Sie war ausweichpflichtig gegenüber der 'Casta Diva', die von Steuerbord herannahte auf ihrem Weg von Jiangyin nach Australien. Sie wurde vom Bug der 'Casta Diva' getroffen und an Steuerbordseite erheblich beschädigt. Der Rumpf wurde an mehreren Stellen tief eingedrückt oder aufgerissen. Am Schanzkleid der Back entstanden ebenso Schäden wie auch an den Aufbauten und der Brückennock, als der größere Frachter an ihm entlangschrammte. Dieser trug Schäden am Wulstbug wie auch am Vorschiff ebenfalls an Steuerbordseite davon und warf Anker auf einer der Außenreeden von Shanghai. Am Morgen des 26.5. ging er wieder ankerauf und nahm nun Kurs auf die Zhoushan Huafeng Shipyard Co. Ltd. zur Reparatur. Die 'Ming Lian' machte ebenfalls am 26.5. u, 4.10 Uhr in Zhoushan fest. Beide Schiffe waren zum Unglückszeitpunkt unbeladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffsoffiziere nach Havarie suspendiert
(26.05.20) Das unter Papua-Neu-Guinea-Flagge laufende Landungsboot 'Balimo Chief', 498 BRZ (IMO: 9752503), lief am 19.5. vor dem Dorf Sipaia östlich von Lae auf Grund. Es war auf der Fahrt von der Asiawe Wharf nach Port Moresby. Im Zuge der folgenden Untersuchung suspendierte die National Maritime Safety den Kapitän und vier Offiziere für ein Jahr. Zwei weitere erhielten eine sechsmonatige Suspendierung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker trieb auf Rhein
(26.05.20) Das 110 Meter lange, deutsche Tankmotorschiff 'Stadt München', 2465 tdw (MMSI: 211572680), hat auf der Fahrt von Duisburg nach Mannheim am 25.5. gegen 23 Uhr auf dem Rhein zwischen St. Goar und Oberwesel erst eine Tonne abgefahren und dann einen Maschinenausfall gehabt. In Folge der Havarie war die Schifffahrt dort für zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Nach der Havarie trieb das Schiff zu Tal.
Oberhalb des Geisenrückens konnte es mithilfe beider Buganker zum Aufstoppen gebracht werden. Rund zwei Stunden später nahm ein anderes Tankschiff den Havaristen längsseits und schleppte ihn nach Bingen. In der Zeit von 23 Uhr bis 01:30 Uhr war die Schifffahrt zwischen St.Goar und Oberwesel voll gesperrt Dem Schiffsführer wurde aber ein Weiterfahrverbot erteilt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rheinverunreinigung nach Maschinenschaden
(26.05.20) Nachdem am 14.5. gegen 19 Uhr ein Spaziergänger am Uferbereich von Engers Dieselgeruch und Ölschlieren auf der Wasseroberfläche festgestellt hatte, konnte durch die von ihm alarmierte Wasserschutzpolizei Andernach der Verursacher im Stromhafen Bendorf ermittelt werden. Der Schiffsführer und Eigner eines Gütermotorschiffes hatte während Reparaturarbeiten nach einem Maschinenschaden mit einem Schlauch Bilgenwasser in den Rhein abgelassen.
Durch die Feuerwehr Bendorf wurde eine Ölsperre ausgebracht. Dem Schiffsführer wurde ein vorläufiges Weiterfahrverbot erteilt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sturm legte Stahlwrack frei
(26.05.20) Am 22.5. hat ein Sturm, der über die Wasatch Front zog, ein Stück der Geschichte von Utah freigelegt. Ein Stahlboot vom Beginn des 20. Jahrhunderts wurde von Mitarbeitern des Great Salt Lake State Park entdeckt. Boote dieses Typs entstanden seit etwa 1885, und einige von ihnen sanken und wurden vom Sand begraben. Ein halbes Dutzend gingen bis 1910 unter.
Das Unwetter, das mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Meilen über Utah fegte, sorgte aber für den gegenteiligen Effekt und erlaubte einen Blick in die Geschichte des Landes.
Quelle:Tim Schwabedissen


Acht Tote bei Bootsunglück auf Lake Albert
(26.05.20) Acht Menschen kamen am 24.4. in Uganda auf dem Lake Albert ums Leben, als ein mit 18 Personen überladenes Boot dort kenterte. Unter den Opfern war auch ein 10 Monate altes Kleinkind. Sicherheitskräfte konnten 10 Menschen retten und bargen vier Tote.
Der Unfall ereignete sich 400 Meter von der Landungsstelle von Ususa im Kikuube-Distrikt entfernt. Das Boot war unterwegs zur Landungsstelle im Kyangwali Sub County im Kikuube Distrikt, als es verunglückte. Die Suche nach den weiteren Opfern dauerte an. Die Überlebenden kamen aus Mukambo in der Ituri-Provinz der Republik Kongo. Die ugandische Armee hattte die Bootsfahrer von dem illegalen Landungsplatz Ususa vertrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Dieb setzte gestohlenen Kutter auf Grund
(26.05.20) Der Kutter 'Granpa's Legacy' aus New Brunswick wurde am frühen Morgen des 25.5. auf Grund gelaufen in Steuben vorgefunden. Er war zuvor in Grand Manan Island gestohlen worden. Eigner Sherman Kinghorne der Special K Fisheries bemerkte den Diebstahl, als er um vier Uhr auslaufen wollte, und bat über Funk alle Schiffe in der Nähe um Hilfe.
Ein Fischer aus Maine entdeckte das Schiff in der Pigeon Bay bei Petit Manan. An Bord war ein Kanadier, der später verhaftet wurde. Zunächst gingen mehrere amerikanische Hummerkutter vor Ort in Stellung und bewachten ihn. Neben der Border Patrol waren auch die Maine Marine Patrol, die Coastguard und die örtliche Polizei eingeschaltet. Nun musste der Kutter unter Einhaltung der COVID-19-Bestimmungen nach Kanada zurückgeschafft werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


25.05.2020

Archivbild Containerfeeder 'Freya'
Archivbild Containerfeeder 'Freya'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision in Brunsbüttel
(25.05.20) Am 25.5. um 13:30 Uhr kollidierte der holländische Containerfeeder 'Freya', 5067 BRZ (IMO: 9219874) beim Einlaufen in die alte Südschleuse in Brunsbüttel mit dem Mittelleitwerk der Anlage. Das Schiff war auf der Reise von Hamburg nach Södertalje. Da leicht es nur leichte Farbabschürfungen am Rumpf gab, konnte es den ostgehenden Transit des Nord-Ostsee-Kanals um 14 Uhr antreten. Am 27.5. sollte es den Zielhafen erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Riss an der 'Freya'
Riss an der 'Freya'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!



Hubschrauber rettet Jollensegler
Hubschrauber rettet Jollensegler
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Spiekeroog: DGzRS und Marineflieger im Rettungseinsatz
(25.05.20) Zwei Segler verdanken ihre schnelle Rettung aus Seenot vor der Insel Spiekeroog am 23.5. der ständig geübten Zusammenarbeit zwischen der DGzRS und den Marinefliegern. Ein Rettungshubschrauber der Marine rettete die beiden Wassersportler von ihrer gekenterten Jolle. Er war gemeinsam mit dem Rettungsboot 'Neuharlingersiel' im Einsatz. Gegen 15.45 Uhr erfuhren die Seenotretter, dass zwischen den Inseln Langeoog und Spiekeroog eine Segeljolle gekentert war.
Spaziergänger in Höhe des Spiekerooger Zeltplatzes am Westende der Insel hatten den Vorfall beobachtet und gemeldet. Die beiden Segler saßen nach der Kenterung auf dem blauen Rumpf ihres Bootes. Zur Unglückszeit herrschten vor Spiekeroog kräftige Westwinde um fünf Beaufort.
Das MRCC der DGzRS alarmierte das Seenotrettungsboot der Freiwilligen-Station Neuharlingersiel sowie einen SAR-Hubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5. Der Hubschrauber befand sich glücklicherweise bereits in der Luft: Er trainierte gerade mit den Borkumer Seenotrettern, unterbrach die Übung und nahm sofort Kurs auf Spiekeroog. Rettungsboot und Helikopter trafen nahezu zeitgleich am Unglücksort nahe der Tonne Otzumer Balje 8 ein. Der Rettungshubschrauber winschte die beiden Segler auf und flog sie mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus nach Wittmund. Die Besatzung der 'Neuharlingersiel' versuchte, die kieloben treibende Jolle auf den Haken zu nehmen.
Wegen einer defekten Klampe am Bug ließ sich jedoch keine Leinenverbindung herstellen. Die Seenotretter mussten die Jolle deshalb treiben lassen. Sie informierten die Verkehrszentrale über das Schifffahrtshindernis.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölleck am Containerfrachter 'Seaspan Lahore'
Ölleck am Containerfrachter 'Seaspan Lahore'
(Bild: Verdemar) Großbild klick!
Frachter verursachte Ölverschmutzung in Algeciras
(25.05.20) Am 24.5.verursachte der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter 'Seaspan Lahore' eine Ölverschmutzung nach dem Einlaufen in Algeciras am Total Terminal International Algeciras (TTIA) um sieben Uhr. Der Ölaustritt erfolgte durch einen Riss im Rumpf. Die Hafenbehörde schickte Reinigungsteams der Gabarras & Servicios und Berger zum Liegeplatz, und es gelang, das ausgelaufene Öl bei der Isla Verde zu entfernen und aufzunehmen.
Der Frachter wurde mit einem Ölschlängel umgeben und in die Kette gelegt, bis Reparaturen durchgeführt und eine Strafe von 84.000 Euros bezahlt sind. Wie lange dies dauern wird, war noch unbekannt. Die Untersuchungen des Vorfalls dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Mykonos havariert
(25.05.20) Am Nachmittag des 24.5. wurde die Hafenbehörde von Mykonos informiert, dass die britische Yacht 'Thalasses I' einen Maschinenschaden bei Ispros Kavos erlitten hatte. Ein Patroullienboot wurde zu der Position geschickt und lokalisierte die Yacht mit ihrer dreiköpfigen Crew, die wohlauf war. Es gelang, den Schaden auf See zu reparieren. Dann wurde das Boot in die Marina des neuen Hafens von Mykonos eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Funkgerät der 'Titanic
Funkgerät der 'Titanic'
(Bild: RMS Titanic Inc) Großbild klick!
Funkgerät der 'Titanic' soll geborgen werden
(25.05.2020) Zum ersten Mal in der Geschichte soll ein Objekt aus dem Wrack der 'Titanic' geborgen werden: Das Funkgerät, mit dem damals erstmals SOS gefunkt wurde. Es war einer der berühmtesten Funksprüche der Geschichte: '41° 46'N 50° 14'W - Sinken - brauchen sofort Hilfe' morste der 25-jährige Funker Jack Phillips am 15.4.1912 um 0.10 Uhr.
Fast zwei Stunden lang setzten Phillips und sein Kollege Harold Bride immer dringlichere Noterufe ab, zuletzt stand ihnen das Wasser in ihrer Kabine schon bis zu den Knien. Dann brach die Stromversorgung zusammen. Nur der 22-jährige Bride überlebte den Untergang.
Seit nunmehr 108 Jahren liegt die 'Titanic' nun in 3800 Metern Tiefe rund 645 Kilometer südöstlich von Neufundland. Aus dem Inneren des Wracks durften bislang keine Objekte geborgen werden. Doch in der vergangenen Woche genehmigte ein Bezirksgericht in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia der Firma R.M.S. Titanic Inc., im August Teile der Funkanlage zu bergen.
Kritiker beklagen nicht nur, dass die Totenruhe der im Wrack eingeschlossenen Leichen gestört wird; sie fürchten auch, dass mit der Bergung des Funkgeräts ein Präzedenzfall geschaffen werden soll, der weitere derartige Aktionen erleichtern könnte. Vor 20 Jahren hatte R.M.S. Titanic schon einmal in das Wrack eindringen wollen, um nach angeblich dort vorhandenen Diamanten zu suchen. Damals lehnte ein Gericht den Antrag ab.
1994 sprach ein US-Gericht der amerikanischen Firma R.M.S. Titanic Inc., die ein Tochterunternehmen des Ausstellungsveranstalters Premier Exhibitions ist, das ausschließliche Eigentums- und Bergungsrecht am Wrack der 'Titanic' zu. Allerdings muss jeder Tauchgang zu dem Schiff durch ein Gericht genehmigt werden.
Bis heute sind mehr als 5.500 Artefakte, vor allem Geschirr, Goldmünzen, Silberbesteck, geborgen worden. Sie stammten durchweg aus der Umgebung des Wracks. In dem jetzt entschiedenen Rechtsstreit hatte die Firma aber ausdrücklich betont, dass die Bergung des Funkgeräts nicht der Auftakt zu weiteren Einsätzen im Bauch des Schiffs sein sollte. Aber die Zeit dränge, da sich der Zustand des Wracks weiter verschlechtere.
So könne die umgebende Struktur des Funkraums bald kollabieren und die Reste des bekanntesten Funkgeräts der Welt für immer begraben, argumentierten die Anwälte des Unternehmens. Der vom Italiener Guglielmo Marconi entwickelte, neuartige Löschfunkensender war das mit Abstand leistungsstärkste Funkgerät seiner Zeit. Er garantierte unabhängig von den atmosphärischen Bedingungen eine Reichweite von 350 Seemeilen.
Tatsächlich empfingen in jener Aprilnacht 1912 zwölf Schiffe die mit dem Marconi-Apparat abgesetzten Notrufe. Sie waren aber zu weit weg, um rechtzeitig zu Hilfe eilen zu können. Lediglich der Passagierdampfer 'Carpathia', der zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 90 Kilometer entfernt kreuzte, kam zwei Stunden nach dem Untergang zum Unglücksort und konnte die 705 Menschen, die es in die Rettungsboote geschafft hatten, retten.
Das gesamte Marconi-Funkgerät will die Firma R.M.S. Titanic nicht bergen, da die aufwändige technische Anlage zwei Räume auf dem obersten Deck einnahm. Nur einzelne Bauteile, darunter eine Installation mit Motor, Generator und einem Scheibenentlader sowie ein Schaltbrett mit Reglern sollen entnommen werden. Nach der Bergung will die Firma sie restaurieren und mit Nachbildungen ergänzen, so dass es sogar möglich sein soll, das Gerät wieder in Betrieb zu nehmen.
Den Argumenten von Gegnern des Projekts, mit der Öffnung des Wracks werde die Totenruhe gestört, begegnete die Firma vor Gericht mit dem Versprechen, man nehme lediglich einen 'chirurgischen Eingriff' vor, mit dem die Störungen für den Rest des Wracks sowie für die Überreste der 1.500 Opfer auf das nötigste Maß beschränkt werden.
Ein ferngesteuerter Tauchroboter soll auf einem Lichtschacht auf dem obersten Deck aufsetzen. Um bis zu der Stelle vordringen zu können, wo einmal der Funkraum war, wird er die stark korrodierten Deckenteile durchtrennen. Die aus Holz bestehenden Trennwände der Kabinen stellen ohnehin kein Hindernis mehr dar, denn sie haben sich aufgelöst. Nachdem ein kleiner Saugbagger Schlamm entfernt hat, soll der Roboter zum alten Funkraum gesteuert werden, wo er mit seinen Greifarmen die Bauteile der Anlage packt, aus dem Wrack heraustransportiert und in ein Behältnis legt, das anschließend an die Oberfläche gezogen wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


SS 'Jeremiah O'Brien' brennt
SS 'Jeremiah O'Brien' brennt
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Großbrand in San Francisco bedrohte letztes originalerhaltenes Liberty-Schiff
(25.05.20) Fast unversehrt überstand das Liberty-Schiff SS 'Jeremiah O'Brien', 12923 tdw, den verheerenden Brand an Pier 45 in San Francisco am 23.5. Der Schaden war dennoch gewaltig. Gelagerte Ausstellungsstücke und die Pier des National Liberty Ship Memorial wurden zerstört. Die Organisation bat nun um Spenden. Am frühen Morgen gegen vier Uhr war das Feuer in einem Lagerhaus auf San Franciscos Fisherman's Wharf ausgebrochen und drohte das Museumsschiff ebenfalls in Brand zu setzen. Ein Feuerwehrmann wurde bei der Brandbekämpfung auf dem Fußballfeld-großen Areal verletzt. Glücklicherweise hatte sich offenbar niemand in den Häusern auf der Pier aufgehalten.
Der Brand fraß sich durch das Lagerhaus am Pierkopf, dessen Wände kollabierten. Mehr als 130 Feuerwehrleute bekämpften den Brand mehrere Stunden lang. Das Löschboot 'St. Francis' wurde gerufen, um die in Rauch gehüllte SS 'Jeremiah O'Brien' zu schützen, zu der die meterhohen Flammen bereits hinüberschlugen.
Es gelang, den Brand aufs Pierende zu begrenzen. Auch die Coast Guard und Polizei waren vor Ort im Einsatz. Die 'Jeremiah O'Brien' ist eines von zwei erhaltenen Liberty-Schiffen, die am D-Day an der Operation Overlord teilnahmen. Sie wurde von der New England Shipbuilding Corporation in South Portland (Maine) in nur 56 Tagen gebaut und am 19.6.1943 fertiggestellt. Sie nahm ab dem 21.7. am Geleitzug BX 64 von Boston nach Halifax teil. Danach fuhr sie im Geleitzug HX 249 von New York über den Nordatlantik nach Liverpool.
Während des Kriegs überquerte sie in Geleitzügen mehrmals den Atlantik, nahm aber auch an kleinen Küstengeleitzügen wie den EN-Geleitzügen teil. Sie gehörte zur 6939 Schiffe zählenden Armada, die am 6.6.1944 in der Normandie landete. In ihren weiteren Reisen im aktiven Dienst lief sie diverse Häfen rund um die Welt an, darunter in Chile, Peru, Neuguinea, den Philippinen, Indien, China und Australien. 1946 wurden viele der Liberty-Frachter ausgemustert und an in- und ausländische Reedereien verkauft.
Einige, darunter die 'Jeremiah O'Brien', wurden aufgelegt für eventuelle spätere Verwendung. Sie lag 33 Jahre lang in der Suisun Bay in der Reserveflotte. In den 1970er Jahren, als der Verkauf erneut zur Debatte stand, kam der Gedanke auf, eines der noch im Originalzustand verbliebenen Liberty-Schiffe zu erhalten.
Eine Gruppe Freiwilliger setzte sich dafür ein, das am besten erhaltene Schiff auszuwählen. Die 'Jeremiah O'Brien' konnte durch geschickte Manöver eines Angestellten des USMS auf der Verkaufs- und Abwrackliste immer wieder nach hinten geschoben werden. 1979, nach hunderten von Stunden Freiwilligenarbeit, in denen das Schiff entmottet und gereinigt wurde, lief es unter eigener Kraft nach San Francisco in eine Werft, wo es generalüberholt wurde.
Nach einem Aufenthalt im Trockendock und vielen tausend Stunden Freiwilligenarbeit konnte die 'Jeremiah O'Brien' ihren Betrieb als 'lebendes' Museum aufnehmen. Sie ist eine Gedenkstätte für die Seeleute der Amerikanischen Handelsmarine, die im Zweiten Weltkrieg auf Liberty-Frachtern gedient haben, ihrer Geschützmannschaften der Navy und der Zivilisten, die diese nach Stückzahlen größte Schiffsklasse aller Zeiten gebaut hatten. Im Januar 1986 wurde der Frachter als National Historic Landmark eingestuft.
Der Maschinenraum diente im Film 'Titanic' mit Kate Winslet und Leonardo di Caprio als Kulisse für den Maschinenraum des Luxusliners und die Tontechniker besuchten vier Mal das Schiff, um geeignete Hintergrundgeräusche für den Film aufzunehmen. Außerdem ist es im Film Birth of the Dragon zu sehen, als Wong Jack Man (gespielt von Xia Yu) mit diesem Schiff reist.
1994 sollte die 'Jeremiah O'Brien' zum 50-jährigen Jubiläum des D-Day an die Küste der Normandie zurückkehren. Dafür musste sie erst wieder in einen seetüchtigen Zustand versetzt werden, bevor sie durch den Panamakanal nach Osten fahren konnte. Sie fuhr über den Atlantik nach England, wurde von der Queen begrüßt und auch vom amerikanischen Präsidenten besucht.
Gefahren wurde sie, neben ein paar Kadetten der kalifornischen Marineakademie, von Veteranen, die schon im Krieg auf Liberty-Frachtern unterwegs gewesen waren und nun zum Teil schon über 70 Jahre alt waren. Am 50. Jahrestag der größten Landungsoperation der Geschichte war die 'Jeremiah O'Brien' vor der Küste Nordfrankreichs eine besondere Attraktion, denn sie war, abgesehen von ein paar kleinen Booten, das einzige Schiff, das selbst an der Operation beteiligt war.
Insgesamt dauerte ihre 8. Reise - die ersten sieben entfielen auf ihre aktive Zeit- sechs Monate, während der sie 18.000 Meilen zurücklegte.
Heute liegt die O'Brien für gewöhnlich an Pier 45 in Fisherman's Wharf in San Francisco und kann dort besichtigt werden. Regelmäßig wird die Maschine zu Demonstrationszwecken angeheizt und mehrmals pro Jahr werden Rundfahrten durchgeführt. Neben der 'Jeremiah O'Brien' existiert noch ein zweiter Liberty-Frachter, der fahrtüchtig ist, die 'John W. Brown' in Baltimore. Dieser wurde aber seit ihrer ursprünglichen Indienststellung mehrfach umgebaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gesunkene Motoryacht
Gesunkene Motoryacht
(Bild: Feuerwehr HH) Großbild klick!
Motoryacht sank auf Dove-Elbe
(25.05.20) Vermutlich wegen eines Lecks sank am Morgen des 24.5. im Sportboothafen Dove Elbe in Hamburg eine rund fünf Meter lange Motoryacht. Als Einsatzkräfte der vor Ort eintrafen, lag die Yacht mit deutlicher Backbord-Schlagseite bereits auf Grund. Sie verhinderten mit sogenannten Ölschlängeln ein weiteres Auslaufen von Kraftstoff.
Mit Lenzpumpen wurde der Havarist soweit schwimmfähig gemacht, dass er mit mehreren Booten zur nahen Slipanlage geschleppt werden konnte. Hier wurde er an Land gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter nach Ladungsverlust auf Nordkurs
(25.05.20) Der Containerfrachter 'APL England' hielt am 25.5. auf den Hafen von Brisbane zu und sollte dort am Nachmittag einlaufen. Etliche Container hingen gefährlich über die Steuerbordseite bzw. die Backbordseite des Achterschiffs herab und drohten abzustürzen. Etliche Stacks waren kollabiert. Eine Untersuchung der Havarie samt des Verlusts von 40 Containern wurde durch das Australian Transport Safety Bureau bereits eingeleitet.
Am 24.4. um 10.45 Uhr wurde die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) über den Vorfall informiert. In schwerer See hatte der Frachter 73 Kilometer südöstlich von Sydney um 6.10 Uhr einen Maschinenausfall erlitten, als er auf Melbourne zuhielt. Zwar gelang es binnen weniger Minuten, den Antrieb wieder anzufahren.
Doch bis dahin hatte das in den Wellen treibende Schiff so heftig zu rollen begonnen, das Containerstacks zusammenbrachen und etliche Boxen über Bord gingen. Danach ging das Schiff auf Nordkurs, um ruhigere Wasser zu erreichen. Andere Schiffe in dem Seegebiet wurden vor den möglicherweise im Meer treibenden Containern gewarnt.
Am Morgen des 25.5. überflog ein Challenger-Jet der AMSA den Frachter vor der Gold Coast, um sich ein Bild der Schadenslage zu machen und nach Treibgut Ausschau zu halten. Dies wurde aber durch die hochgehenden Wellen verkompliziert. Es wurden Driftmodelle entwickelt, nach denen Container nördlich von Sydney antreiben könnten.
Es war nicht der erste derartige Vorfall auf der 'APL England'. Bereits im August 2016 hatte sie 37 Container in der Great Australian Bight verloren. Auch damals war sie in rauer See ins Rollen geraten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei 40 Meilen Windgeschwindigkeit in Seenot
(25.05.20) Am Abend des 21.5. geriet eine Segelyacht bei 40 Meilen Windgeschwindigkeit rund 20 Meilen vor der Küste von Fleetwood in Schwierigkeiten. Die Crew, die von Plymouth kam, funkte nördlich von Rhyl in Nord-Wales Mayday, woraufhin ein RNLI-Boot auslief, um sie zu suchen. In der Zwischenzeit vertrieb sie aber in nördlicher Richtung auf Fylde zu.
Daraufhin wurde am Morgen des 22.5. um 5.25 Uhr das RNLI-Boot aus Fleetwood in Marsch gesetzt. Die freiwilligen Seenotretter fanden die Yacht dicht bei einem Offshore-Windpark. Der Versorger 'Vos Pathfinder' ging vorsorglich auf Standby.
Dann gelang es, eine Schleppverbindung zu dem Rettungsboot herzustellen. Dann wurde die Yacht zur Fleetwood-Marina gezogen, wo die örtliche Coastguard sie sechs Stunden nach dem Auslaufen der Seenotretter übernahm. Die Crew hatte die Sturmfahrt ohne Verletzungen überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vermisster Kutter wohlbehalten aufgefunden
(25.05.20) Der Kutter 'Malú' wurde mit seiner vierköpfigen Crew am 22.5. vor Chicxulub Puerto als vermisst gemeldet. Sie war am Morgen auf Fangfahrt gegangen und nicht, wie geplant, am Nachmittag zurückgekehrt. Besorgte Angehörige alarmierten angesichts herannahender Stürme in Yucatan die Hafenbehörde.
Doch wegen rauer See war es zunächst nicht möglich, eine Suche zu starten. Am Morgen des 22.5. startete die mexikanische Marine gemeinsam mit anderen Helfern eine SAR-Operation. Gegen neun Uhr wurde der Havarist 13 Meilen vor der Küste von Chicxulub Puerto entdeckt. Die 'Malú' wurde dann in den Hafen geschleppt. Sie hatte wegen einer leeren Batterie einen Maschinenausfall erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank nach Kollision mit gesunkener Ponton-Mole
(25.05.20) Der Frachter 'Prianka' aus Bangladesch sank am 25.5. auf dem Hatania-Donia River in Namkhana in Westbengalens Parganas-Distrikt nach einer Kollision mit einer unter Wasser liegenden Pontonmole, die vom Wirbelsturm Amphan beschädigt worden war. Alle 12 Crewmitglieder konnten gerettet werden, bestätigte die Inland Waterways Authority of India (IWAI). Die Backbordseite lag vollständig unter Wasser.
Der Frachter war mit 800-900 Tonnen Flugasche von der Budge Budge-Mole in West-Bengalen nach Bangladesch unterwegs gewesen und bei niedrigem Wasserstand unterwegs. Die gesunkene Pontonmole war nicht gekennzeichnet gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Skipper bei Havarie auf Rhein verletzt
(25.05.20) Am 24.5. wurde über Notruf ein verunglücktes Segelboot mit einer verletzten Person zwischen Niederwalluf und Eltville auf dem Rhein gemeldet. Die umgehend entsandten Bootsstreifen der Wasserschutzpolizei Rüdesheim und Wiesbaden fanden das Boot bereits wieder segelnd auf dem Rheinstrom bei Niederwalluf vor. Nach Angaben des 55-jährigen Skippers war die Yacht auf Höhe des Galgengrunds, einer Sandbank zwischen Eltville und Walluf, auf Grund gelaufen.
Durch eine unerwartete Drehung des Boots prallte dem Segler hierbei Baum gegen den Kopf, wodurch er eine Platzwunde am Kopf erlitt. Es gelang ihm, ohne fremde Hilfe wieder von der Untiefe abzukommen. In Begleitung der Wasserschutzpolizei steuerte er den Schiersteiner Hafen an, wo er anschließend durch eine RTW-Besatzung medizinisch versorgt wurde. Er wurde vorsorglich in ein Wiesbadener Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Riverbus sank auf Tees
(25.05.20) Auf dem River Tees sank am 24.5. das Fahrgastschiff 'Juno', ein sogenannter Riverbus der in Eaglescliffe ansässigen Reederei RiverShack. Die alarmierte Feuerwehr versuchte noch, den Untergang des bei der Millennium Bridge in Stockton liegenden Schiffs zu verhindern, doch es blieb halb unter Wasser liegen.
Ölsperren wurden ausgelegt. Vier Einsatzfahrzeuge aus Middlesbrough, Stockton und Thornaby waren um 15.30 Uhr zur Riverside Road ausgerückt. br> Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter drohte abzutreiben
(25.05.20) Am Nachmittag des 23.5. wurde das RNLI-Boot aus Scarborough RNLI von der HM Coastguard alarmiert, nachdem ein kleiner Kutter eine halbe Meile vor der Küste in rauer See in Schwierigkeiten geraten war. Die 'Shannon' lief um 15.10 Uhr aus und war rasch vor Ort. Der Kutter drohte von dem stürmischen Wind samt seinem Skipper weiter aufs Meer hinausgeblasen zu werden.
Er wurde auf den Haken genommen und durch die aufgewühlte See nach Scarborough geschleppt. Vor dem Hafen wurde er längsseits genommen und dann an die North Wharf bugsiert, wo die Coastguard den Fischer in Empfang nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf historischem Dampfschlepper
(25.05.20) An Bord des 25 Meter langen, historischen Dampfschleppers 'Dockyard III' brach am Morgen des 24.5. ein Feuer aus. Das 1941 erbaute Schiff lag an der Zijpe in Bruinisse. Es handelt sich um den letzten noch aktiven Dampfschlepper der Niederlande.
Nachdem der Brand um 9.40 Uhr entdeckt worden war, wurde die Feuerwehr von Brunissse alarmiert. Es gelang, das Feuer im Laderaum des Schiffs rasch zu löschen. Danach wurde es ventiliert.
Quelle:Tim Schwabedissen


24.05.2020

Archivbild Frachter 'MF Rose'
Archivbild Frachter 'MF Rose'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenreparatur vor Datca
(24.05.20) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter 'MF Rose', 4369 BRZ IMO: 8028682), erlitt auf der Reise von Rostov-on-Don nach Alexandria, Ägypten, einen Maschinenschaden. Er warf zur Reparatur Anker am 21.5. in der Bucht von Datca an der türkischen Küste. Am 24.5. lag er weiter dort auf Position 36° 44.87' N 027° 43.90' E vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Personen im Wasser
Drei Personen im Wasser
(Bild: USCG) Großbild klick!
Drei Bootsfahrer vor Port Fourchon gerettet
(24.05.20) Die US Coast Guard rettete am 23.5. drei Personen von einem leckgeschlagenen Fahrzeug acht Meilen vor Port Fourchon, Louisiana. Um 12.18 Uhr fing die Coast Guard New Orleans einen Notruf auf. Von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf, der die Schiffbrüchigen wenig lokalisierte.
Ihr Boot hatte sich zu dem Zeitpunkt bereits aufs Heck gestellt, und die Bootsfahrer trieben bei der aus dem Wasser ragenden Bugspitze im Meer. Ein Rettungsschwimmer warf eine Rettungsinsel ab. Der Hubschrauber blieb dann vor Ort, bis ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Grand Isle eintraf und die drei wohlbehalten aufnahm. Sie wurden nach Port Fourchon gebracht und medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff 'Sublime'
Binnenschiff 'Sublime'
(Bild: ) Großbild klick!
Binnenschiff hatte Wassereinbruch vor Urk
(24.05.20) Am Abend des 22.5. wurden die KNRM-Stationen Urk und Enkhuizen von der Coast Guard alarmiert, nachdem das holländische Binnenschiff 'Sublime', 2794 ts (MMSI:244750916) auf dem Ijsselmeer einen Maschinenschaden gemeldet hatte. Beim Eintreffen der Seenotretter stellte sich heraus, dass der Ausfall durch einen Wassereinbruch im Maschinenraum verursacht worden war. Dieser war dem hohen Seegang in dem Seegebiet einige Meilen östlich von Urk zu verdanken.
Beide Stationen brachten zusätzliche Lenzpumpen zum Havaristen, mit denen die Lage rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dann zog ein herbeigerufener Schlepper das Schiff zu den Schleusen von Lelystad, eskortiert von den Rettungsbooten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelboot mit Mastbruch
Segelboot mit Mastbruch
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Mastbruch vor Medemblik
(24.05.20) Am Nachmittag des 23.5. wurden beide Rettungsboote der KNRM-Station Medemblik und Andijk alarmiert, nachdem eine Segelyacht Probleme mit dem Rigg auf dem Ijsselmeer gemeldet hatte. Sie befand sich 2.5 Meilen nordöstlich von Medemblik. Da vordere Rigg war gebrochen, nachdem sich der Mast nach achtern gefaltet hatte und mit großer Wucht auf der Sprayhood gelandet war. Es war ein Wunder, dass niemand an Bord verletzt wurde. 15 Minuten nach dem Alarm waren die Rettungsboote vor Ort und setzten zwei Rettungsmänner auf dem Boot ab, um die Lage zu prüfen. Die Segler waren geschockt, aber ansonsten wohlauf.
Der Mast wurde an der Steuerbordseite am Rumpf fixiert. Versuche, ihn zurück auf Deck zu bekommen, verliefen erfolglos. Die 'Bernardine' stellte eine Schleppverbindung her und zog die Yacht dann zum Regatta Center in Medemblik. Die 't Span' eskortierte den Schleppzug und machte ihm Lee, um den Druck auf den Mast zu verringern.
Nach einer halben Stunde war der der Hafen erreicht, und vor der Einfahrt nahm die 't Span' die Yacht längsseits. Dann wurde sie unter den Kaikran bugsiert, der den Mast dann an Land heben konnte. Nach einer Inspektion der Yacht kehrten die Rettungsboote zurück zu ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht an einem Tag von KNRM und DGzRS geborgen
(24.05.20) Zwei Segler und ein Hund wurden am 23.5. von dem neuen Seenotrettungskreuzer 'SK 40' der DGzRS gerettet. Gegen Mittag hatten die Frau und der Mann zunächst nahe der Tonne Osterems 48 Ruderprobleme ihrer elf Meter langen Segelyacht aus Hooksiel gemeldet. Das Seenotrettungsboot 'Jan en Titia Visser' der KNRM befand sich zu dieser Zeit ganz in der Nähe auf Kontrollfahrt.
Es nahm die Segelyacht auf den Haken und brachte sie samt Besatzung sicher nach Eemshaven. Dort sollte der Defekt repariert werden. Am frühen Abend meldete der Kapitän der deutschen Autofähre 'Ostfriesland' den Borkumer Seenotrettern der DGzRS, dass dieselbe Segelyacht in der Fischerbalje vor der Insel auf Grund gelaufen war. Kurz darauf setzte der Skipper einen Mayday-Ruf ab.
Bei Westsüdwest-Winden um acht Beaufort arbeitete das Boot schwer in der Brandung. Zu diesem Zeitpunkt war das Tochterboot 'TB 44' des noch ungetauften neuen Seenotrettungskreuzers 'SK 40', der künftigen 'Hamburg', bereits unterwegs zum Havaristen. Ein Windpark-Schiff und ein Lotsenboot waren ebenfalls vor Ort.
Bis auf etwa 50 Meter tastete sich das Tochterboot vorsichtig heran, um mit dem Leinenwurfgerät eine Verbindung herzustellen. Plötzlich sahen die Seenotretter, wie die Segler - vielleicht aus Angst und obwohl Anweisung gegeben worden war, an Bord zu bleiben - ihr kleines Schlauchboot bestiegen. Es dauerte dann nur Augenblicke, bis achterliche Winde das kleine, nur etwa zwei Meter lange Boot über den Vorsteven kentern ließen.
Die Seenotretter reagierten umgehend. Sie fuhren an die Schiffbrüchigen heran und retteten die beiden etwa 50-Jährigen samt dem Bordhund aus dem Wasser. Über die Bergungspforte nahmen sie sie an Bord des Tochterbootes. Auf der 'SK 40' erhielten die Geretteten warme Getränke und trockene Kleidung.
Verstärkt um unterdessen alarmierte Freiwillige lief das 'TB 44' kurz darauf mit vierköpfiger Besatzung erneut zu der ungesicherten Segelyacht. Ein Seenotretter stieg auf den Havaristen über und belegte die Schleppleine. Das Boot zog die Segelyacht in tieferes Wasser und schleppte sie sicher in den Borkumer Schutzhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker rettete Einhandsegler im Atlantik
(24.05.20) Ein Tanker wurde zum rettenden Engel für den Skipper der in Seenot geratenen, 34 Fuß lange Segelyacht 'Helena' über 500 Meilen vor der Küste von Cornwall in einer internationalen SAR-Operation mit der HM Coastguard, einem französischen Patroullienflugzeug, der Royal Air Force und der unter Marshall-Islands-Flagge laufenden 'Seaways Reymar', 40038 BRZ (IMO: 9275749),. Am 22.5. hatte der Skipper den EPIRB aktiviert. Die britische Vancouver 34 'Helena' befand sich in einem Seegebiet 513 Meilen südwestlich von Lizard Point in Cornwall.
Die nächststehenden Schiffe waren 22 und 27 Fahrtstunden entfernt. Deshalb versuchte die HM Coastguard weitere Hilfe zu finden. Zwei Flugzeuge nahmen Kurs auf die Yacht und lokalisierten sie entmastet auf dem Atlantik. Der Skipper konnte über Funk melden, dass er unverletzt war, aber abgeborgen werden wollte.
Nach einem Funkruf der HM Coastguard und des französischen MRCC meldeten sich zwei weitere Handelsschiffe, die allerdings ebenfalls 20 Stunden brauchten. Die 'Seaways Reymar', war auf der Fahrt von Milford Haven nach Houston und nahm Kurs auf die Yacht. Am Nachmittag des 24.5. erreichte der Tanker die 'Helena'. In einer seemännischen Bravourleistung brachte der Kapitän das Schiff bei Wellenhöhen von drei bis vier Metern an die Yacht heran und konnte den Skipper übernehmen.
Er konnte vom Bug seines Boots auf ein Fallreep, das am Rumpf herabgelassen war, übersteigen und an Bord klettern. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion nahm der Tanker die Reise nach Houston wieder auf, wo er am 6.6. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tremiti Inseln: Fähre lief auf Mole von San Nicola
(24.05.20) Die italienische Fähre 'Isola di Capreia', 1927 BRZ (IMO: 9166182), strandete am 24.5. gegen 11 Uhr auf der Schutzmole des Hafens von San Nicola auf den Tremiti Inseln. Beim Einlaufmanöver reagierte die Maschine durch technische Probleme nicht mehr auf die Fahrtkommandos. Als der Kapitän das Malheur realisierte, ließ er sofort beide Anker fallen.
Dadurch konnte die Fahrt soweit reduziert werden, dass sich das Schiff nur noch mit geringerer Wucht auf die Felsen schob und mit leichten Bugschäden davonkam. Menschen wurden nicht verletzt. Am Nachmittag konnte das Schiff wieder befreit werden und verließ den Hafen zurück nach Termoli. Hier machte es um 18.15 Uhr fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerverlust vor Sydney
(24.05.20) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Containerfrachter 'APL England', 65792 BRZ (IMO: 9218650), kam es am Morgen des 24.5. rund 40 Meilen südöstlich von Sydney in der Tasmanischen See zu einem Ladungsverlust. Vorausgegangen war ein zeitweiliger Maschinenausfall. Als das antriebslose Schiff zu rollen begann, gingen mindestens 40 Container über Bord.
74 weitere Boxen wurden beschädigt. Das Schiff war auf der Fahrt von Shanghai nach Melbourne, wo es am 25.5. eintreffen sollte. Nach der Havarie drehte es auf Brisbane zu.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter wird nach Chornomorsk geschleppt
(24.05.20) Auf dem liberianischen Bulkcarrier 'Smarta', 9986 BRZ (IMO: 9396567), kam es am 18.5. auf der Reise von Casablanca nach Chornomorsk in der Ukraine vor Malta zu einem Maschinenausfall. Der Schlepper 'Lucaya' wurde beauftragt, den Havaristen zum Zielhafen zu bringen. Am 19.5. nahm er ihn auf den Haken. Am 30.5. sollte der Schleppzug den Hafen von Chornomorsk erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen

23.05.2020

KNRM assistiert Segelyacht 'Mirada'
KNRM assistiert Segelyacht 'Mirada'
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Medemblik: Yacht saß auf Vogelinsel fest
(23.05.20) Am 22.5. um 12.35 Uhr wurden die Rettungsboote der KNRM-Stationen Andijk und Medemblik alarmiert, nachdem die Segelyacht 'Mirada' auf dem Ijsselmeer vor der Vogelinsel Kreupel bei fünf Beaufort Wind auf Grund gelaufen war. Sie saß an der Südseite der Insel fest. Nachdem die ''t Span' aus Andijk eingetroffen war, wurde eine Schleppverbindung hergestellt, um das Boot vom Grund zu bekommen.
Da dies aber nicht gelang, machte die 'Bernardine' aus Medemblik eine Leine am Fall der Yacht fest, mit der diese gekrängt werden konnte. Nun gelang es, sie zurück in tieres Wasser zu ziehen. Nach einer visuellen Inspektion schien alles in Ordnung zu sein, und die Boote kehrten zu ihren Stationen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot 'Uno Mas' gekentert
Motorboot 'Uno Mas' gekentert
(Bild: USCG) Großbild klick!
Motorboot mit sieben Personen von Pensacola gekentert
(23.05.20) Die US Coast Guard, und drei zu Hilfe kommende Schiffe retteten am 22.5. sieben Personen, deren 28 Fuß langes Motorboot 'Uno Mas' vor der Küste von Pensacola in Florida Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Mobile fing um 8:30 Uhr einen Notruf auf und schickte ein 45-Fuß-Boot zu Hilfe. Noch vor dessen Eintreffen hatten andere Schiffe alle sieben Personen aufgenommen.
Das Motorboot war inzwischen gekentert und trieb kieloben in der See. Das Küstenwachboot übernahm die fünf Erwachsenen und zwei Kinder unversehrt und brachte sie nach Orange Beach.
Quelle:Tim Schwabedissen


NSSR nimmt Motorboot in Schlepp
NSSR nimmt Motorboot in Schlepp
(Bild: NSSR) Großbild klick!
Seenotretter und Küstenwache gemeinsam für die Sportschifffahrt
(23.05.20) Am 22.5. arbeitete die norwegische Küstenwache mit der NSSR zusammen bei der Assistenz für eine Segelyacht, deren Mast bei Tau vor Stavanger gebrochen war. Das Küstenwachboot 'Sortland' (9432646), das um 12.25 Uhr aus Stavanger auslief, und das Rettungsboot 'Uni' kamen dem in schwerer See treibenden Boot zu Hilfe und schleppten es am Nachmittag ab. Wenig später gerieten zwei Personen mit ihrem Motorboot in dem Seegebiet in Not.
20 Meter vor der Küste gelang es, den Havaristen zu sichern. Die 'Uni' brachte die beiden Bootsfahrer an Land. Im Fensfjord wurde das NSSR-Boot 'Utvær' alarmiert, nachdem ein 50 Fuß langes Schiff einen Maschinenausfall erlitten hatte. Es nahm den Havaristen auf den Haken. Später wurde der Anhang auf die 'Kristian G.Jebsen' übergeben, die sie in den Hafen von Egersund brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Beaumont'
Archivbild Frachter 'Beaumont'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter saß in Lowestoft fest
(23.05.20) Der britische Frachter 'Beaumont', 2545 BRZ IMO: 9319416), geriet beim Auslaufen aus Lowestoft am 21.5. um 20.35 Uhr auf Grund, nachdem ein Drehmanöver nicht wie geplant funktionierte. Das Schiff setzte mittschiffs an Steuerbordseite auf einer Sandbank auf. Der Schlepper 'Jumbo' wurde zu Hilfe gerufen.
Nachdem der Frachter wieder flott war, konnte er mit eigener Kraft weiter manövrieren. Er setzte um 22.30 Uhr die Reise nach Rotterdam fort und machte am 22.5. um 12.30 Uhr bei Vopak-Vlaardingen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Murat Isik', ex Taylan Kalkavan
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Ausfall des Navigationssystems
(23.05.20) Der unter Vanuatu-Flagge laufende Frachter 'Murat Isik', 2995 BRZ (IMO: 9005857), hatte am 20.5. in Tuapse einen Ausfall des Navigationssystems. Nach Abschluss der Ladearbeiten verholte er auf die Hafenreede zur Reparatur. Nach deren Abschluss lichtete er am selben Abend Anker und nahm Kurs auf Burgas, wo er am 24.5. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hausboot gestrandet
(23.05.20) Am Morgen des 22.5. rettete die US Coast Guard zwei Personen von einem gestrandeten Hausboot auf dem Napa River. Das Napa Police Department verständigte die Coast Guard San Francisco gegen sechs Uhr über den Notfall. Von der Station Vallejo lief ein 29-Fuß-Boot aus, von der Air Station San Francisco stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf. Dieser war um 8:30 Uhr vor Ort und setzte einen Rettungsschwimmer ab. Dieser assistierte den beiden Bootsfahrern, die aufgewinscht und dann zum Napa County Airport geflogen wurden, wo das Napa Police Department sie erwartete.
Quelle:Tim Schwabedissen


LPG-Tanker hatte Leckage
(23.05.20) Der holländische LPG-Tanker 'Bayamo', 2929 BRZ IMO: 9655004), war am 22.5. auf der Reise von Grangemouth nach Vlissingen gegen sechs Uhr NUC. Der Grund war eine kleine Leckage. Das Schiff setzte seine Fahrt fort, nachdem der Schaden behoben war, und machte am 23.5. um 8.15 Uhr im Zielhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter auf Paraná gestrandet
(23.05.20) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'MSXT Artemis', 36353 BRZ (IMO: 9723215), lief bei Rosario auf dem Paraná River am 16.5. auf Grund, als er bei Verladearbeiten verholte. Am 22.5. wurde er wieder flottgemacht und ging bei Rosario vor Anker für Inspektionen. Das nach Gibraltar bestimmte Schiff lag am 23.5. weiter auf Position 33° 0.99' N 060° 35.50' W vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter bei Cah Ranh abgeschleppt
(23.05.20) Auf dem unter vietnamesischer Flagge laufenden Frachter 'Hoang Thinh 268', 2998 BRZ (IMO:9338668), kam es am Morgen des 21.5. zu einem Maschinenausfall vor Cam Ranh in der Südchinesischen See. Das Schiff trieb mit drei Knoten in nördlicher Richtung, bis es von dem zu Hilfe gerufenen Schlepper 'Tan Gang 65' (IMO 9738650) auf den Haken genommen wurde. Der Schleppzug nahm Kurs auf die Van Phong Bay in Ninh Tinh, nördlich von Cam Ranh.
Quelle:Tim Schwabedissen


Explosion beim Tankwaschen
(23.05.20) Eine Explosion beschädigte am 20.5. den 95 Meter langen, chinesischen Tanker 'Qiu Feng 6' (MMSI: 413798805) und verletzte zwei Crewmitglieder. Der Unfall ereignete sich unweit von Wuhu auf dem Yangtse-Fluss offenbar beim Waschen der Tanks. Drei Männer sprangen ins Wasser und wurden dort von Rettungsteams aufgenommen. Zwei weitere kamen zur Notbehandlung ins Krankenhaus. Vier Mann blieben unversehrt. Ein Feuer, das durch die Explosion ausgelöst wurde, konnte gelöscht werden. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer bei der Meyer-Werft
(23.05.20) Am Vormittag des 22.5. kam es zu einem Schwelbrand auf dem Kreufahrtschiff 'Odyssey of the Seas', 168666 BRZ (IMO: 9795737), auf der Meyer-Werft in Papenburg. Er enstand in einer Kabine auf Deck 8 des Neubaus. Die Werksfeuerwehr und die Papenburger Ortsfeuerwehren Untenende, Aschendorf und Obenende wurden um 10.40 Uhr zu dem Feuer in Halle 6 gerufen.
Zahlreiche Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz gegen den Brand vor, auch die Drehleiter der Papenburger Feuerwehr Untenende kam zum Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten rund zwei Stunden. Verletzt wurde niemand, vorsorglich wurden aber rund 100 Arbeiter evakuiert.
Der Sachschaden wurde von der Meyer-Werft mit rund 40 000 Euro angegeben. Die 'Odyssey of the Seas' ist das fünfte Kreuzfahrtschiff der sogenannten Quantum Plus Klasse, das für die Royal Caribbean International in Papenburg gebaut wird. Sie ist 347,10 Meter lang und 41,40 Meter breit bei einem Tiefgang von 8,5 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper trieb bei Verlegung ab
(23.05.20) Der kanadische Schlepper 'Edgar Kototak', 783 BRZ (IMO: 8883989), trieb am 11.5. auf dem Hay River ab, nachdem er bei der Werft der Marine Transportation Services umgelegt werden sollte, und strandete ein Stück flussabwärts. Der Unfall ereignete sich, als das Schiff aus dem Eis befreit werden sollte. Unerwartet machte es sich selbstständig und setzte 200 Meter weiter auf Grund auf.
Die Marine Transportation Services (MTS) überwachten die Drift, um sicherzustellen, dass keine Gefährdung enstand. Am Nachmittag des 12.5. konnte es wieder flottgemacht werden. Nun liegt es sicher am MTS Yard.
Quelle:Tim Schwabedissen


22.05.2020

Ausgebranntes Motorboot
Ausgebranntes Motorboot
(Bild: Vigili del Fuoco) Großbild klick!
Motoryacht in Ravenna in Flammen
(22.05.20) Am 21.5. um 12.30 Uhr brach auf einer Luxusyacht in Ravenna ein Feuer aus. Sie war bei der Cantiere Carneval in Ravenna überholt worden und gerade erst wieder ins Wasser gekommen. Eine gewaltige, schwarze Rauchwolke stieg über dem Schiff auf. Die Carabinieri, Polizei und Feuerwehr waren wenig später im Einsatz an der rund 15 Meter langen Yacht.
Das Boot wurde von seiner Mooring losgeworfen, damit es nicht andere Schiffe in der Nähe gefährden konnte. Dann gelang es, die Flammen auf der im Candiano-Kanal treibenden Yacht zu löschen. Der Schaden war allerdings erheblich, sie war komplett heruntergebrannt. Die Werftarbeiter waren gerade zu einer Lunchpause gewesen, als das Feuer entstand.
Quelle:Tim Schwabedissen


Angelkutter 'Warlord', Überreste
Angelkutter 'Warlord', Überreste
(Bild: Greg Martin) Großbild klick!
Falmouth: Warlord wurde zerschlagen
(22.05.20) Der Porthcurno Beach in Cornwall nahe Falmouth wurde vom National Trust gesperrt, nachdem der 37 Fuß lange Angelkutter 'Warlord' am Nachmittag des 20.5. vor Gwennap Head Wassereinbruch erlitten hatte. Er wurde, um einen Untergang abzuwenden, am Strand auf Grund gesetzt. Die HM Coastguard Falmouth alarmierte das RNLI-Boot aus Sennen Cove, die 'City of London III'.
Sie stach um 16.45 Uhr mit einer siebenköpfigen Crew in See. Auf dem Weg zum Einsatzort kam die Meldung, dass die gesamte dreiköpfige Crew des Kutters in Sicherheit sei. Dennoch sollte die Fahrt nach Porthcurno für eine Überprüfung der Situation fortgesetzt werden. Auch das Land's End Coastguard Cliff Rescue Team wurde mobilisiert.
Angelkutter 'Warlord', Überreste
(Bild: Greg Martin) Großbild klick!
Nachdem sich die Seenotretter überzeugt hatten, dass die Crew des Kutters unversehrt war, kehrten sie nach Sennen Cove zurück, wo sie um 17.50 Uhr eintrafen. Der kleine Kutter, der bereits mit eingedrückter Steuerbordseite und kollabiertem Ruderhaus auf dem Sand lag, wurde aber von der Brandung bald in Stücke geschlagen. Der National Trust machte sich daran, die kleinen Trümmerteile zu räumen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Anne Sibum'
Archivbild Containerfrachter 'Anne Sibum'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Pumpenschaden auf Frachter deutscher Reederei
(22.05.20) Auf dem unter Zypern-Flagge laufenden Containerfrachter 'Anne Sibum', 10585 BRZ (IMO: 9396696), der Reederei Bernd Sibum GmbH & Co. KG in Haren/Ems kam es am 20.5. auf der Reise von Grangemouth nach Antwerpen mit 4.550 Tonnen Ladung und einer 12-köpfigen Crew an Bord zu einem Pumpenausfall in der Hauptmaschine. Das Schiff warf zur Reparatur um 4.50 Uhr Anker auf Position 55 55 59 N, 002 01 07 W. Um 7.50 Uhr war der Schaden behoben, und am 23.5. sollte der Zielhafen erreicht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuerwehr versucht zu löschen
Feuerwehr versucht zu löschen
(Bild: City of Newport Fire) Großbild klick!
Kutter sank nach Feuer
(22.05.20) Das Feuerlöschboot aus Newport wurde am 21.5. gegen 11 Uhr alarmiert, nachdem ein 40 Fuß langer Kutter zwei Meilen südlich von Point Judith in Brand geraten war. Die Einsatzkräfte der Newport Fire kämpften sich durch unruhige See zum Havaristen. Auch Crews der Coast Guard Station Point Judith assistierten der Feuerwehr.
Sie bargen die dreiköpfige Crew in der Narraganset Bay ab und brachten sie unversehrt an Land. Gegen 13 Uhr kam es zu einem Wassereinbruch auf dem Kutter. Wenig später sank er auf einer Wassertiefe von 105 Fuß.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Day Forest'
Archivbild Frachter 'Day Forest'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenreparatur vor Sinop
(22.05.20) Auf dem unter Sierra-Leone-Flagge laufenden Frachter 'Day Forest', 2463 BRZ (IMO: 8857992), kam es auf der Reise von Samsun nach Odessa in Ballast laufend zu einem Maschinenschaden. Der Havarist warf am 18.5. Anker auf der Reede von Sinop. Am 22.5. lag er dort weiter auf Position 41° 59.30' N 035° 8.57' E.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter 'Valdivia'
Containerfrachter 'Valdivia'
(Bild: Rennie Kleemann) Großbild klick!
Strandung nur knapp vermieden
(22.05.20) Der unter Portugal-Flagge laufende Containerfrachter 'Valdivia', 17360 BRZ (IMO: 9333395), kam am 21.5. bei Vlissingen vom Kurs ab und segelte direkt auf den gut besuchten Badestrand zu. Das Schiff war zur Steenbank unterwegs, um den Lotsen abzusetzten. Sehr spät wurde entschieden, durch den Sardijngeul und das Ostgat zu gehen statt den Kurs vor Westrond abzusetzen.
Der starke Ebbestrom brachte den Frachter aber im Sardijngeul vom Kurs ab, und er hielt zeitweilig vierkant auf den Strand zu. Erst im letzten Augenblick gelang es, wieder in den Tonnenstrich und aus der gefährlichen Strandnähe herauszukommen. Die nautische Sicherheitskommission wollte den Fall bewerten. Das Schiff war um 15.50 Uhr aus Antwerpen ausgelaufen und sollte am 26.5. in Helsinki eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision mit Leitwerk
(22.05.20) Der russische Tanker 'Aleksandr Shemagn', 4531 BRZ (IMO: 9612909), kollidierte am Abend des 20.5. mit einem Leitwerk auf der Wolga bei Balakovo in der Saratov-Region. Das Schiff war flussaufwärts unterwegs auf der Reise von Volgograd nach Kashpir, als es nach Backbord vom Kurs abkam und gegen die Schutzanlagen stieß. Die Havarie ereignete sich beim Ansteuern der Schleuse von Balakovo, Russia wegen eines Ausfalls der Steuerbord-Hauptmaschine. Der Tanker kam mit Schrammen davon.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer vor Kartal
(22.05.20) Auf dem türkischen Frachter 'Ibrahim Simsek', 4045 BRZ (IMO: 7504653), kam es am 21.5. gegen 16 Uhr zu einem Feuer in den Aufbauten auf der Reede von Kartal. Schlepper von Coastal Safety und weitere Einsatzkräfte konnten den Brand unter Kontrolle bringen. Um das Schiff wurde eine Sperrzone eingerichtet.
Es gab leichte Wasserverschmutzungen um den Havaristen. Der Hafenkapitän leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Viele Lenzpumpen retteten Kutter
(22.05.20) Die US Coast Guard assistierte am 20.5. der siebenköpfigen Crew des 51 Fuß langen Kutters 'Smoker II', der 79 Meilen vor Freeport, Texas, Wassereinbruch erlitten hatte. Um 10.30 Uhr fing die Coast Guard Houston-Galveston einen Notruf auf. Die Lenzpumpen konnten den Wassereinbruch unter Kontrolle halten, doch das Schiff war manövrierunfähig.
Von der Air Station Houston stieg ein MH-65 Dolphin-Helicopter auf, außerdem kamen das Patroullienboot 'Beluga' und von der Air Station Corpus Christi eine HC-144 Ocean Sentry zu Hilfe. Inzwischen übergab ein weiteres Schiff, das den UMIB gehört hatte, eine zusätzliche Pumpe an Bord. Als die 'Beluga' eintraf, wurde noch eine mit einem Boardingteam an Bord gebracht und der Havarist dann in Schlepp genommen.
Um 18.50 Uhr übergab die Crew der 'Beluga ' den Schleppanhang an ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Freeport, die die 'Smoker II' um 12.36 Uhr in die Surfside Marina brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei Pillar Point aufgegeben
(22.05.20) Die US Coast Guard rettete am Morgen des 20.5. drei Personen von der 30 Fuß langen Segelyacht 'Freedom' die bei Pillar Point Harbor manövrierunfähig geworden war und gegen 23 Uhr die Coast Guard San Francisco kontaktiert hatte. Der Skipper und seine zwei Mitsegler fühlten sich in der stürmischen See unsicher. Die Coast Guard San Francisco strahlte einen UMIB aus.
Um 23.20 Uhr kehrte ein Patroullienboot der Pillar Point Harbor Patrol zurück, weil die Wetterbedingungen zu schlecht waren. Wenig später meldete die Yacht Maschinen- und Ruderausfall. Daraufhin lief ein 47-Fuß-Boot von der Station Golden Gate aus, und von der Air Station San Francisco stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf. Dieser erreichte die Yacht um 00.35 Uhr und setzte einen Rettungsschwimmer an Bord ab.
Notfackeln wiesen ihm in pechschwarzer Nacht den Weg. Es gelang, alle drei Segler sicher abzubergen und zur Air Station San Francisco zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbruch vor Tybee Island
(22.05.20) Die US Coast Guard rettete am 20.5. vier Personen, deren 17 Fuß langes Sportbppt nahe Tybee Island, Georgia, gesunken war. Um 11.25 Uhr wurde die Coast Guard Charleston alarmiert. Von der Air Station Savannah stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, und von der Coast Guard Station Tybee lief ein 29-Fuß-Boot aus. Der Dolphin traf um 12.12 Uhr vor Ort ein und winschte alle vier Bootsfahrer auf. Sie wurden unversehrt zur Air Staiton gebracht. Der Eigner wollte das Wrack nun bergen lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsaktion in Jomfruland
(Datum) Am 20.5. wurde das NSSR-Rettungsboot 'Stormbull' alarmiert. Ein Holzschiff war vor Jomfruland in Brand geraten. Der Skipper wurde mit einem Seaking-Helikopter abgeborgen und an Land geflogen. Gemeinsam mit einem Boot der Feuerwehr machten sich die Seenotretter an die Brandbekämpfung. Der Havarist stand in hellen Flammen, und die Masten gingen über Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Osaka
(22.05.20) Der 78 Meter lange, japanische Frachter 'Tokiwa' (MMSI: 431009243) kollidierte am 20.5. um 8.10 Uhr mit einer Kaianlage in Osaka. Zuvor hatte er einen Blackout erlitten und war außer Kontrolle geraten. Es enstand ein Schaden am Wulstbug.
Quelle:Tim Schwabedissen


Baggerschaden verursachte Wasserverschmutzung in Wilhelmshaven
(22.05.20) Am 19.5. um 10.20 Uhr meldete der Kapitän des deutschen Saugbaggers 'Hegemann IV', 2172 BRZ (IMO: 8121044), der Polizei in Wilhelmshaven eine Gewässerverunreinigung durch eine defekte Hydraulikleitung am Bagger. Nach ersten Ermittlungen liefen etwa 20-30 Liter Hydrauliköl in das Gewässer am Hannoverkai im Nordhafen aus. Vor Ort waren unter anderem die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven, die untere Wasserbehörde und Verantwortliche von Niedersachsen Ports.
Wegen der geringen Schichtdicke des Hydrauliköls und der vorherrschenden Temperaturen wurde die Gewässerverunreinigung durch die untere Wasserbehörde als nicht bekämpfungswürdig eingestuft. Bis zur vollständigen Reparatur des Baggers wurde durch die Berufsgenossenschaft Verkehr -Abteilung Schiffssicherheit- ein Auslaufverbot für den Saugbagger verhängt. Die strafrechtlichen Ermittlungen und die Ursachenerforschung dauerten an. Am 22.5. gegen Mittag lief das Schiff wieder aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Katamaranschiff von Feuer zerstört
(22.05.20) Das unter Panama-Flagge laufende, 33 Meter lange Fahrgastschiff 'Discovery' (MMSI: 37029600), das an den Docks von Amador, Panama, lag, geriet am Nachmittag des 21.5. in Brand. Das Feuer entstand in einer Kabine im Backbordbug, verursacht durch einen Kurzschluss. Menschen kamen nicht zu Schaden, aber rund 80% des Schiffs, das an der Isla Flamenco in Amador lag, wurde nach Angaben der Feuerwehr von Benemérito zerstört.
Als der Brand um 14.35 Uhr entstand, waren nur zwei Putzfrauen an Bord, die auf einmal Rauch aufsteigen sahen und Alarm schlugen. Der Versuch eines Mannes, die Ausbreitung des Brandes mit einem Feuerlöscher zu verhindern, schlug fehl. Die Feuerwehr rückte mit Einsatzkräften aus Balboa und San Antonio Guizado an, später noch unterstützt durch die Calidonia Station. Insgesamt waren fünf Löschfahrzeuge im Einsatz. Das Schiff wurde für Ausflugsfahren auf dem Panama-Kanal, die Bucht und das Las Perlas-Archipel genutzt. Die Firma Ocean Pollution Control wurde alarmiert, um gegen mögliche Wasserverschmutzungen vorzugehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kap Finisterre: Rettungsaktion für britische Yacht
(222.05.20) Die HM Coastguard leitete am 22.5. um 12.20 Uhr eine SAR-Operation für die 10 Meter lange, britische Segelyacht 'Vancouver' ein, die 500 Meilen nordwestlich von Kap Finisterre nordwestlich von Spanien den Notsender aktiviert hatte. Zwei Schiffe hielten Kurs auf die Position, doch das erste würde 22 Stunden brauchen. Auch ein französisches Patroullienboot wurde in Marsch gesetzt.
Die HM Coastguard koordinierte den Einsatz. Der Skipper meldete, dass er unversehrt sei. Ein Flugzeug der französischen Seeüberwachung lokalisierte inzwischen das Boot, das entmastet in der See trieb. Die Royal Air Force schickte eine Hercules. Das erste Schiff könnte die Yacht am 23.5. um sechs Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Große Suchaktion nach Yacht in Notlage
(22.05.20) Am 21.5. gegen Mitternacht wurde die Coastguard in Holyhead von einer zweiköpfigen Yachtcrew informiert, dass sie einen Ausfall der Elektrik habe und Assistenz brauche. Der Anruf über Mobiltelefon endete ohne exakte Positionsangabe. Es hieß, die Yacht befände sich westlich des South Hoyle Windparks vor Prestatyn.
Aus Rhyl lief das RNLI-Boot 'Anthony Kenneth Heard' gegen zwei Uhr aus. Die Coastguard Holyhead bekam inzwischen von der Frau des Seglers die Information, dass er mit der 32 Fuß langen 'Barbaresco' von Falmouth nach Fleetwood unterwegs sei und sich zuletzt am Vorabend um 18 Uhr gemeldet hatte. Ein Suchgebiet wurde für das Rettungsboot eingerichtet, nachdem der vor Anker liegende Frachter 'Bergen Troll' meldete, einen schwachen Funkspruch auf dem Notkanal aufgefangen u haben. Die Seenotretter begannen die Suchpatterns abzufahren und schossen weiße Raketen ab.
Um 5.15 Uhr wurden alle Schiffe in der Gegend gebeten, Ausschau zu halten. Zur selben Zeeit empfingen der Versorger 'Vos Pathfinder' wie auch die Coastguard einen kodierten Notruf nördlich des Suchgebietes vor Blackpool und im Gebiet des Morecambe Bay-Gasfelds auf. Daraufhin schickte die Holyhead Coastguard das RNLI-Boot aus Fleetwood in das Suchgebiet, und das Boot aus Rhyl wurde entlassen.
Es kehrte um 6.15 Uhr zu seiner Station zurück. Das andere Boot fand die Yacht schließlich und nahm sie in Schlepp.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot vor Craster/GB in Gefahr
(22.05.20) Am 21.5. um 15.20 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Craster, das 'Lifeboat D839' von der HM Humber Coastguard alarmiert, nachdem ein rund 25 Fuß langes Motorboot Maschinenprobleme gemeldet hatte. Es hatte zwar den Anker ausgebracht, trieb aber gefährlich nah an den Little Carr-Felsen direkt vor der Hafeneinfahrt von Craster. Als die freiwilligen Seenotretter eintrafen, stellten sie fest, dass die Batterie zu schwach geworden war.
Der Skipper war allein an Bord. Sein Boot wurde zurück nach Craster Harbour geschleppt, wo Teams der Howick and Seahouses Coastguard bereitstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Versorger auf Mole gestrandet
(22.05.20) Der nigerianische Versorger 'Devisa E', 801 BRZ IMO: 8009961) lief an der Schutzmole des Escravos Channel am Abend des 19.5. auf Grund. Das Schiff war in der Dunkelheit unterwegs, als sich die Havarie ereignete. Der Boden wurde beschädigt, und es kam zu einem Wassereinbruch. Am 22.5. lag der Versorger weiter auf den Steinen der Mole.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Indischen Ozean
(22.05.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Imperial Eagle', 31532 BRZ (IMO: 9478511), kam es am 21.5. im Indischen Ozean zu einem Maschinenschaden. Das von Krishnapatnam kommende Schiff nahm Kurs auf Durban, wo einer Reparatur stattfinden sollte. Es wurde dort am 23.3. erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen

20.05.2020

Archivbild Frachter 'Amadeus'
Archivbild Frachter 'Amadeus'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision in Brunsbüttel
(20.05.20) Am 20.5. um 11:04 Uhr kollidierte der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter 'Amadeus', 1435 BRZ (IMO: 9232498), beim Einlaufen in die alte Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel mit Dalben von der Schleuseninsel. Das Schiff musste anschließend zum Protokollieren in der kleinen Schleuse verbleiben, bevor es um 12.50 Uhr seine Reise durch den Kanal gen Osten fortsetzen konnte.
Am Bug waren bei dem Unfall Abschürfungen entstanden. Das Kümo war am 19.5. aus Rotterdam ausgelaufen und soll am 21.5. um neun Uhr in Rostock festmachen.
Nur ein paar Kratzer am Bug
Nur ein paar Kratzer am Bug
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Jungerhans-Frachter zur Turbolader-Reparatur in Falmouth
(20.05.20) Am 15.5. kam es auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachter 'Phoenix J.', 10585 BRZ (IMO: 9504047), der Jungerhans Maritime Services GmbH & Co. KG in Haren/Ems auf der Reise von Antwerpen nach Dublin zu einem Schaden am Turbolader auf Position 49 55 04.8 N, 005 03 22.8 W rund 5.8 Meilen südöstlich von Lizard Point, Cornwall. Der Chief machte sich an eine Inspektion des Schadens. Mit minimaler Maschinenkraft steuerte der Frachter dann Falmouth zur Reparatur an. Um 12.45 Uhr machte er beim A&P Falmouth Ltd. Shipyard fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht brennt in Abu Dhabi
Motoryacht brennt in Abu Dhabi
(Bild: Abu Dhabi Civil Defence) Großbild klick!
Luxusyacht in Abu Dhabi in Flammen
(20.05.20) Unweit von Abu Dhabis Marina Mall brach am 19.5. ein Feuer auf der 17,7 Meter langen Luxusyacht 'Faris' von Mohamed Al Mazrouei aus. Eine Batterie geriet kurz vor Mittag in Brand. Feuerwehreinsatzkräfte der Abu Dhabi Civil Defence waren zu Wasser und zu Lande rasch vor Ort.
Die Yacht lag unweit der Hafenmole. Der Skipper konnte sich unversehrt retten. Die Flammen konnten sich aus dem aus Fiberglas konstruierten Schiff mit vielen Holzeinbauten rasch ausbreiten. Gegen 15 Uhr war der Brand gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Thira
(20.05.20) Auf der zypriotischen Fähre 'Andros Jet', 2695 BRZ (IMO: 9150987), kam es auf der Route Syros - Paros, Naxos - Folegandros - Sikinos - Ios - Thirasia - Thira - Anafi am 17.5. im Hafen von Thira zu einem Maschinenschaden. Inspektoren der Hafenbehörde waren vor Ort und verhängten ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion. Die drei Passagiere und ein Fahrzeug wurden abgesetzt und von einer anderen Fähre ebenso wie andere Fahrgäste, die nach Sikinos, Naxos und Paros wollten, weitertransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch im Motorraum
Wassereinbruch im Motorraum
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Motoryacht mit sechs Personen vor dem Untergang bewahrt
(20.05.20) Auf dem River Medway geriet am 16.5. eine Motoryacht mit sechs Personen an Bord in Seenot. Sie drohte nach einem Wassereinbruch bei Tonne 25 zu sinken. Nachdem die Coastguard einen Notruf aufgefangen hatte, wurde das RNLI-Boot aus Sheerness um 15 Uhr mobilisiert. Die Crew war bereits versammelt, weil sie um 14.15 Uhr eine Suchfahrt nach einem zeitweilig vermissten Jet-Ski-Fahrer unternommen hatte und gerade zurückgekehrt war.
Rasch waren die Seenotretter wieder auf dem Weg und fanden die havarierte Yacht achterlastig und tief im Wasser liegend vor. Sie befand sich im Schlepp eines anderen Bootes, das die Notlage auch gemeldet hatte. Das Rettungsboot ging längsseits, und eine mobile Lenzpumpe wurde übergeben, mit der der geflutete Maschinenraum trockengelegt werden konnte.
Die Yacht wurde langsam zur Gillingham Marina abgeschleppt. Hier übernahm sie ein Arbeitsboot der Marina. Es wurde weiterhin Wasser gelenzt, bis das Boot an einer Kranstelle auf Land gehoben wurde. Um 16.54 Uhr wurde das Rettungsboot entlassen, und um 17.30 Uhr war es zurück auf seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Golden Bay'
Archivbild Containerfrachter 'Golden Bay'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenreparatur bei Kusadasi
(20.05.20) Der unter Togo-Flagge laufende Containerfrachter 'Golden Bay', 6588 BRZ (IMO: 8801735), hatte auf der Reise von Alexandria, Ägypten, nach Mariupol, Ukraine, einen Maschinenschaden und ankerte auf der Reede südlich von Kusadasi. Die Crew machte sich dort an die Reparatur. Am 20.5. lag das Schiff dort weiter auf Position 37° 34.67' N 027° 6.80' E.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Spirit'
Archivbild 'Spirit'
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Blackout im Englischen Kanal
(20.05.20) Auf dem holländischen Containerfrachter 'Spirit', 4503 BRZ (IMO: 9229049), kam es am 16.5. zu einem Blackout auf der Fahrt von Rotterdam nach Liverpool. Nach einer Reparatur konnte die Fahrt um 9.45 Uhr wiederaufgenommen werden. Am 18.5. um 18.50 Uhr machte das Schiff im Gladstone Dock fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Tanker 'JBU Opal'
Archivbild Tanker 'JBU Opal'
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Magnet verursachte Maschinenausfall
(20.05.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Tanker 'JBU Opal', 11561 BRZ (IMO: 9400409), kam es am 14.5. um 9.45 Uhr zu einem kompletten Maschinenausfall in Vancouver. Schlepper assistierten dem Schiff zur Anchorage E. Dort ersetzte die Crew einen schadhaften Magneten. Dann machte der Tanker bei Vanterm fest. Am 16.5. lief er nach Puerto Qetzal aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Ostenau'
Archivbild Frachter 'Ostenau'
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Zylinderkopfreparatur auf Strahlmann-Frachter vor Margate
(20.05.20) Auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter 'Ostenau', 2461 BRZ (IMO: 9280706), der Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG in Brunsbüttel kam es auf der Reise von Belfast nach Erith mit einer Ladung Steinen und einer siebenköpfigen Crew an Bord am 18.5. gegen 12 Uhr zu einem Schaden am Zylinder.
Der Zylinderkopf der Hauptmaschine musste ausgetauscht werden. Dazu ging das Schiff auf der Reede von Margate vor Anker. Ein Ingenieur sollte am 19.5. zur Reparatur an Bord gehen. Am 20.5. lag das Schiff weiter auf Position 51° 25.09' N 001° 26.45' E.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker NUC vor Rame Head
(20.05.20) Auf dem saudi-arabischen Tanker 'Jaham', 162252 BRZ (IMO: 9378541), kam es am Morgen des 18.5. auf der Reise vom Sidi Kerir Terminal, Ägypten, nach Rotterdam, mit einer 28-köpfigen Crew an Bord zu einem Problem mit der Hauptmaschine auf Position 49 55 01 N, 004 03 46 W, rund 25 Meilen südsüdöstlich von Rame Head.
Das Schiff war mit 2.1 Millionen Barrels Öl beladen. Nach einer Stunde waren Reparaturen durchgeführt, und der Tanker nahm wieder Fahrt auf. Am 19.5. um 14.15 Uhr machte er am Team-Terminal in Rotterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter humpelte nach Piräus
(Datum) Auf dem liberianischen Containerfrachter 'Ete N', 35887 BRZ (IMO: 9509126), kam es am 15.5. zu einem Maschinenschaden in der Straße von Kafirea, nördlich der Insel Andros. Die Crew informierte die Coast Guard von Karystos, Rafina, Lavrio und Andros. Nach Reparaturarbeiten erreichte das Schiff am Nachmittag des 16.5. die Reede von Piräus mit eigener Kraft. Dort wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen bis zu einer Klasseinspektion.
Der Frachter war von Aliaga unterwegs und hatte 6.322 Tonnen Containerladung und eine 20-köpfige Crew an Bord. Gegen 22 Uhr konnte er seine Fahrt fortsetzen und traf am 20.5. gegen 13 Uhr in Livorno ein, wo er mit Assistenz der Hafenschlepper 'Fratelli Neri' und 'Porto Di Livorno' festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Überladener Kutter sank vor Mauretanien
(20.05.20) Vor der Küste von Mauretanien sank am 19.5. der ehemals türkische Kutter 'Sahamsi-1' (MMSI: 271073318), nachdem er in der Nuaksot-Region gekentert war. Die Crew konnte von anderen Fischern in der Nähe Sekunden vor dem Untergang gerettet werden.
Der Kutter war offenbar überladen gewesen. Bis vor einer Woche war das 26 Meter lange Schiff als 'Basaranlar-2' im Einsatz gewesen und dann nach Mauretanien verkauft worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Lanzarote gestrandet und Kutter in Santander in Brand
(20.05.20) Der Kutter 'Teira' lief am 19.5. am Strand von Papagayo in Lanzarote auf Grund. Die zweiköpfige Crew bat um Assistenz. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Salvamar Al Nair' (MMSI: 224944850) aus Arrecife zu Hilfe, das den Havaristen zurück in tiefes Wasser zog und ihn dann nach Playa Banca schleppte.
Am selben Tag geriet der Kutter 'Consuelo' vor Lonja im Fischereihafen von Santander in Brand. Die Feuerwehr von Santander, die Guardia Civil und das SAR-Boot 'Salvamar Deneb' (MMSI: 224016490) der örtlichen Station von Salvamento Marítimo wurden alarmiert. Das ausgebrannte Wrack wurde im Südhafen an Land gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Athiniou
(20.05.20) Am 19.5. kollidierte die zypriotische Fähre 'Olympus', 12338 BRZ (IMO: 7432733), im Fanaraki-Hafen von Athiniou in der Thira-Präfektur bei Manövern im Hafen mit einem Kai. Es war auf der Route Rethymnon - Thira - Milos - Piräus unterwegs. Es gab keine Personen- oder Umweltschäden, aber 1,5 Meter oberhalb der Wasserlinie wurden auf zwei Metern Länge leichte Schäden am Backbord-Rumpf festgestellt.
Die Hafenbehörde von Thira verhängte zunächst ein Auslaufverbot. Nach einer Klasseinspektion durfte das Schiff mit 56 Passagieren, acht Trucks, 15 Pkw und zwei Motorrädern an Bord wieder auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbruch im Moraledo-Kanal
(20.05.20) Ein Toter und sechs Überlebende wurden nach dem Schiffbruch der kubanischen 'Matías Ignacio' am Nachmittag des 19.5. um 14.30 Uhr im Moraleda Canal unweit des Las Guaitecas-Archipels in der Aysén-Region am Nachmittag von der 'Estero Pangal 2' der Fischfarm in Aquachile aufgenommen. Die Überlebenden trieben in einem der Rettungsboote.
Gegen 16 Uhr wurde die Leiche geborgen. Ein Marineschiff sollte die Geretteten nach Puerto Cisnes bringen. Die Leiche kam zur Autopsie zum Servicio Médico Legal.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge trieb gegen Brücke
(20.05.20) Eine mit Mulch beladene Barge riss sich am 19.4. um drei Uhr am Archer Daniels Midlands Terminal in Ottawa los und kollidierte mit einem Pfeiler der Veterans Memorial Bridge der Illinois Route 23. Nachdem ihr Verschwinden festgestellt wurde, konnte sie mit einem Tracker aufgespürt werden. Bei einer anschließenden Inspektion der Brücke wurden keine Schäden an diesem festgestellt.
Die Barge wurde von einem Schlepper gegen neun Uhr geborgen. Sie war geringfügig in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Illinois River führt derzeit Hochwasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


19.05.2020

Frachter 'Rix Amethyst'
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(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter lief zwei Mal bei Langeland auf Grund
(19.05.20) Am Abend des 18.5. lief der unter Zypern-Flagge registrierte Frachter 'Rix Amethyst', 2056 BRZ (IMO: 9173185), gleich zwei Mal bei Langeland auf Grund. Das Schiff hatte den Hafen von Rudkøbing mit 2,800 Tonnen Gerste der dänischen Firma Agro um 18.30 Uhr in Richtung von Bremen verlassen. Die erste Grundberührung erfolgte um 19.13 Uhr beim Nordbecken nur wenige Meter von der Hafeneinfahrt entfernt.
Versuche, mit eigener Kraft wieder abzukommen, schlugen fehl. Deshalb wurde der kleine Hafenschlepper 'Rudskallen' zu Hilfe gerufen. Nach eineinhalb Stunden konnte er den schwer abgeladenen Frachter durch beharrliches Drücken wieder befreien. Während dieser Zeit stand Hafenkapitän Kim Rasmussen in einem steten Dialog mit der russischen Besatzung des Frachters. Als dieser dann in Richtung der Langeland-Brücke eindrehte, kollidierte er mit einer grünen Fahrwassertonne, die er mit dem Bug mitnahm und ein Stück in nördliche Richtung mitschleifte, ehe sie sich wieder löste und in veränderter Position liegen blieb.
'Rix Amethyst' sitzt fest
'Rix Amethyst' sitzt fest
(Bild: Soeren Nielsen) Großbild klick!
Nur wenige hundert Meter weiter dann kam er ein weiteres Mal fest. Diesmal gelang es dem Kapitän, die 'Rix Amethyst' ohne Fremdhilfe nach einer halben Stunde selbst wieder zu befreien. Dann steuerte er eine Position nördlich der Langeland-Brücke an, wo der Havarist zu den anstehenden Inspektionen des Schiffsbodens und einer Untersuchung durch die Søfartsstyrelsen zwischen Thurø, Tåsinge und Langeland Anker warf.
Am Morgen des 19.5. durfte der Frachter die Reise nach Bremen fortsetzen. Zuvor war die Funktionstüchtigkeit der Ruderanlage nochmals getestet worden. Er sollte nach dem Transit des Nord-Ostsee-Kanals den Zielhafen am 20.5. um 14 Uhr erreichen.
Der Frachter gehört mit 4,3 Metern Tiefgang zu den größten, die den Hafen von Rudkøbing ansteuern können. Durch die Zuladung hatte sich dieser nochmals um rund zwei Meter erhöht.
Die 'Rix Amethyst' ist 88,95 Meter lang, 12,4 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 2.953 Tonnen. Sie läuft für die Rix A-Shipping Ltd. in Riga im Management der Fehn Ship Management GmbH & Co. KG in Leer. Das Schiff wurde als 'Hans Lübeck' bei der Scheepswerf Peters in Harlingen erbaut. 2006 wurde es zur 'Eems Trader' und lief von 2011 bis 2016 als 'Fehm Mariner'.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht nach Wustrow abgeschleppt
(19.05.20) Die freiwilligen Seenotretter der Station Wustrow der DGzRS kamen am 17.5. zwischen Saaler und Bodstedter Bodden einer Segelyacht zu Hilfe gekommen. Die Yacht war wegen eines Ruderschadens manövrierunfähig geworden und hatte das MRCC in Bremen gegen 16 Uhr um Hilfe gebeten. Das Seenotrettungsboot 'Barsch' lief aus und erreichte die Yacht in Höhe der Bülten, den Schilfinseln vor der Trennstelle zwischen Saaler und Bodstedter Bodden etwa 40 Minuten nach der Alarmierung.
Das Boot wurde auf den Haken genommen und eine Stunde später mit ihrer zweiköpfigen Besatzung sicher in den Hafen von Wustrow geschleppt. Eine Gefahr bestand für die beiden Segler nicht. Gegen 19 Uhr war das Seenotrettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Cacica Isabel'
'Cacica Isabel'
(Bild: Francisco Chirinos) Großbild klick!
Cacica Isabel wurde ein weiteres maritimes Opfer des Maduro-Regimes
(19.05.20) Seit dem 5.12.2019 liegt eine weitere venezolanische Fähre auf Grund - die 'Cacica Isabel', 2460 BRZ (IMO: 7705104), kenterte an Mole 10 im Hafen von Puerto Cabello, und lag seither halb unter Wasser auf der Steuerbordseite. Sie war zu Reparaturen dort festgemacht worden, die aber nie stattfanden - ein weiteres Opfer der Regierung von Venezuela, die die Schiffe vernachlässigt. Die Fähre gehörte einst zur Flotte der Reederei Conferry und war auf der Route Puerto La Cruz-Punta de Piedras in Margarita im Einsatz.
Nachdem die Regierung die Reederei verstaatlichte, übernahm sie den Transport. Doch mit der Zeit fielen immer mehr Fähren aus, und derzeit ist nur noch ein Schiff zwischen Nueva Esparta und Anzoátegui im Einsatz. Die anderen, wie die 'Cacica Isabel', wurden nach Puerto Cabello geschickt und verrotten dort seither - mit dem Ergebnis, das eine nach der anderen untergeht als Opfer des Maduro-Regimes.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelboot 'Tiger' im Schlepp
Segelboot 'Tiger' im Schlepp
(Bild: Creu Roja Tarragona) Großbild klick!
'Tiger' nach Tarragona abgeschleppt
(19.05.20) Am Morgen des 18.5. kam es auf der acht Meter langen Segelyacht 'Tiger' zu Motorproblemen, und das Boot trieb unweit von Tarragona. Die Crew bat um Assistenz, und von der CCS Tarragona lief um 9,30 Uhr die LS 'Calipso' des Roten Kreuzes aus. Es nahm die Yacht auf den Haken und schleppte sie in die Marina des Hafens von Tarragona ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trümmerfeld über der Untergangsstelle
Trümmerfeld über der Untergangsstelle
(Bild: Feuerwehr Rheinau) Großbild klick!
Fünfstelliger Schaden nach Untergang von Oldtimer in Freistett
(19.05.20) Nach dem Untergang der fast 90 Jahre alten 'Sankt Georg' am 17.5. auf dem Rhein muss der betroffene Stegbereich im Hafenbecken von Freistett gesunken vorerst gesperrt bleiben. Das sinkende Schiff hatte Teil des Stegs und mehrere Boote in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, nachdem der 1933 erbaute 10-Tonner den hinteren Teil des Anlegers 1,5 Meter unter Wasser zog.
Mehr als vier Stunden war die Feuerwehr Rheinau ab 11 Uhr mit einem Löschgruppenfahrzeug, einem Rüstwagen und zwei Booten vor Ort. Die Feuerwehr und DLRG-Taucher brachten umherschwimmende Teile des Stegs und des gesunkenen Boots ans Ufer. Das Mehrzweckboot legte zwei weitere Boote um.
An den nun freien Liegeplätzen brachte sich das Feuerlöschboot 'Europa 1' der Feuerwehr Kehl-Straßburg ein, um mit dem Bordkran ein auf der Seite liegendes Motorboot zu bergen. Taucher der DLRG brachten dazu mit Unterstützung der Feuerwehr am Rumpf Hebegurte an. Die Feuerwehr lenzte es und bugsierte es anschließend zu einem anderen Liegeplatz, wo es der Eigner sicherte.
Da geringe Mengen Betriebsstoffe ausliefen, wurde eine 60 Meter lange Ölsperre um das gesunkene Schiff aufgebaut. Eine größere Umweltgefahr schloss die Polizei in Göppingen aber aus.
Die Wasserschutzpolizei Kehl schätzte den Sachschaden auf 15?000 Euro. Wann das Stahlschiff aus dem Hafenbecken geborgen wird, war noch nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Dramatische Rettungsaktion vor Langebaan/Südafrika
(19.05.20) Die NSRI Station 4 in Mykonos wurde am 17.5. alarmiert, nachdem der südafrikanische Trawler 'Harvest Krotoa', 1100 BRZ (IMO 8709949) auf Felsen in der Plankies Bay nördlich von Fondeling Island, Langebaan, auf Grund gelaufen war. Das Schiff, das eine 32-köpfige Crew an Bord hatte, saß mit dem Bug hart auf Felsen. Die NSRI in Mykonos schickte die 'Rescue 4' und die kleinere 'Rescue 4 Alpha' zu Hilfe.
Die Seenotretter fanden den Havaristen mit Backbordschlagseite festsitzend vor. Er arbeitete hart in der Brandung, und das Ruder war nach Backbordseite hin verklemmt. Die NSRI ASR (Airborne Sea Rescue), das SA Air Force 22 Squadron und der WC Government Health EMS wurden ebenfalls alarmiert. Der TNPA-Schlepper 'Merlot' und das TNPA-Lotsenboot 'Avocet' gingen auf Standby.
Am Bug wurde an Backbordseite ein Fallreep ausgebracht für eine mögliche Evakuierung. Die 'Rescue 4 Alpha' führte in schwerer Brandung eine Reihe von Probeanläufen durch, um die Crew bestmöglich von dort übernehmen zu können.
Scharfkantige Felsen hatten Wassertanks des Havaristen aufgerissen. Als dieser 45 Grad auf der Seite lag, wurde entschieden, mit der Evakuierung zu beginnen. In Gruppen von sechs sollten die Seeleute abgeborgen und dann zur 'Rescue 4' sowie den beiden weiter auf See ausharrenden Schiffen der TNPA gebracht werden. Als gerade der erste Mann das Fallreep herunterkletterte, informierte der Skipper der 'Harvest Krotoa' die NSRI, dass er fühlen konnte, wie sein Schiff aufschwimme.
Dies kam in den letzten Momenten des Hochwassers mit einem Zeitfenster von höchstens einer halben Minute, das Schiff flottzumachen. Derr Vormann der 'Rescue 4 Alpha' wies den Mann auf der Leiter an, wieder aufs Deck zu klettern. Währenddessen rutschte der Trawler von den Felsen herunter, und der Bug begann herumzuschwingen. Die Maschinen liefen mit voller Kraft zurück, und mit der Hartruderlage konnte der Bug weiter zur See ausgerichtet werden.
Die hoch gehende Brandung begünstigte das Manöver, wobei der Skipper hervorragende Seemannschaft zeigte, sein Schiff in tieferes Wasser zu bugsieren. Es gelang, eine Jagerleine auf die 'Rescue 4 Alpha' zu übergeben. Dann rauschte die 'Rescue 4' durch die Brandungslinie heran, um ihre stärkere Schlepptrosse an dieser festzumachen. Die Übergabe gelang, und mit der Maschinenkraft der 'Rescue 4' konnte die weiter über Felsen schlagende 'Harvest Krotoa' in etwas tieferes Wasser gezogen werden.
Dort übernahm dann die 'Merlot'. Das NSRI-Boot eskortierte den Schleppzug in Richtung von Saldanha Bay. Dabei wurde kontrolliert, ob die strukturelle Integrität des Trawlers weiter gewährleistet war. Doch trotz der aufgerissenen Ballasttanks lag er stabil im Wasser. Gegen Mitternacht wurde der Rettungseinsatz beendet. Die 'Harvest Krotoa' machte am 18.5. um 4.40 Uhr im Hafen von Saldanha Bay fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schleusenkammer in Brunsbüttel bleibt außer Betrieb
(19.05.20) Der holländische Frachter 'Rimini', 1862 BRZ (IMO: 9 421635), der am 17.5. um 21.50 Uhr mit der kleinen Nordschleuse in Brunsbüttel kollidiert war, wurde bis zum Nachmittag des 18.5. in der Schleusenkammer untersucht. Dann zogen ihn die beiden Schlepper 'Bugsier 15' und 'Parat' übers Heck wieder auf die Elbe-Reede zurück, da die Schleusentore, die er beschädigt hatte, nicht mehr zu öffnen waren. Durch die benachbarte Schleuse wurde er dann in den Brunsbütteler Kanalhafen geschleppt.
Hier machte er um 18.30 Uhr für die weiteren Untersuchungen am Südkai fest. Die Schleusenkammer muss wegen der erheblichen Schäden an beiden Toren bis auf Weiteres außer Betrieb bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler nach Hartlepool/GB eingeschleppt
(19.05.20) Am 18.5. um 12.11 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Hartlepool zur Assistenz für den britischen Trawler 'Eternal Friend - KY 43'. 156 BRZ (IMO: 9005998), gerufen. Das Schiff hatte mit einer vierköpfigen Crew an Bord am Vorabend südlich von Hartlepool einen Maschinenschaden erlitten und war von einem anderen Fangschiff auf den Haken genommen worden. Die Seenotretter sollten nun helfen, den manövrierunfähigen Havaristen in den Hafen zu bekommen.
An der Schutzmole von Heugh machte das Rettungsboot am Heck des Trawlers fest, und gemeinsam wurde er durch die Hafeneinfahrt von Hartlepool an den Fischkai bugsiert. Hier stand die Coastguard bereit, um beim Festmachten zu helfen. Um 13.55 Uhr war das Rettungsboot zurück am Ferry Road-Bootshaus und um 14.15 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer in French Creek Marina
(19.05.20) In der French Creek Marina in Parksville, Nanaimo, geriet am 17.5. um 8.30 Uhr der kanadische Kutter 'Bastion' in Brand. Flammen und Rauch schossen aus dem 50 Fuß langen Schiff empor. Das Parksville Fire Department und die Coast Guard von French Creek kamen zu Hilfe.
Löschschläuche wurden 350 Fuß weit von einem Einsatzfahrzeug zum Dock hinab ausgebracht und dann der Brand im Ruderhaus unter Kontrolle gebracht. Auch die NI011 Fire Dispatchers, B.C. Ambulance, Oceanside RCMP und Personal der Marina unterstützten den Löscheinsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausgedienter Kutter sank in Pittwater
(19.05.20) Ein 44 Fuß langer, australischer Kutter sank am 17.5. an seiner Mooring an der Westseite von Pittwater. Das in den 50er oder 60er Jahren erbaute Holzschiff hatte bereits einige Jahre dort gelegen und war nicht mehr aktiv. Nur noch die Bugspitze, eine Ecke des Ruderhauses und ein Stück Mast ragten aus dem Wasser. Kraftstoff und Öle begannen umgehend, aus dem Wrack auszulaufen.
Die Pittwarter Fire Rescue wurde alarmiert, Ölsperren wurden von den Einsatzkräften ausgelegt und das Wrack umgehend mit zwei Kranschiffen wieder an die Wasseroberfläche gebracht. Es wurde anschließend bei The Quays von der beauftragten Bergungsfirma an Land gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Altes Wrack in Cairns wird beseitigt
(19.05.20) Die Regierung in Queensland hat entschieden, das Wrack des gesunkenen australischen Trawlers 'Warunda', 225 BRZ (IMO: 6620254), aus dem Trinity Inlet bei Cairns entfernen zu lassen. Nur noch die Masten und ein kleiner Teil des Ruderhauses ragten seit geraumer Zeit noch aus dem Wasser. Für die Beseitigung des Schiffs wurde eine Kranbarge an der Untergangsstelle positioniert.
Zum Beginn der kommenden Woche soll von dieser aus begonnen werden, den Rumpf zu zerschneiden und dann sektionsweise zurück ans Tageslicht zu holen. Mit den Arbeiten zur Entsorgung wurde die Bergungsfirma Carpentaria Contracting, die eine bis zum 20.4. laufende Ausschreibung gewonnen hatte, beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter lief auf Grund und sank
(19.05.20) Auf dem Weg in den Swansea Channel lief beim Einlaufen in den Lake Macquarie auf dem Weg von Sydney nach Newcastle am 18.5. gegen ein Uhr der 52 Fuß lange australische Trawler 'San Giuseppe Star' auf Grund und schlug leck. Der Skipper rief die Marine Rescue Lake Macquarie und meldete zunächst Probleme mit der Elektrik und Wassereinbruch. Beim Ansteuern der Barre des Zufahrtskanals zum Lake Macquarie stoppte das Schiff auf einmal. Der Skipper bestätigte, dass es auf Grund gelaufen und der Motor ausgefallen sei.
Eine Rettungscrew machte sich mit einer Lenzpumpe aus Pelican auf den Weg. Doch bei ihrem Eintreffen war das Schiff schon gesunken. Das Wasser ging über das Deck, nur noch die hochliegende Steuerbordseite und das Ruderhaus ragten über die Oberdläche. Der Skipper, der allein an Bord war, wurde unvesehrt abgeborgen und verbrachte die Nacht bei der Base der Marine Rescue. Am 19.5. wurde eine Bergungsoperation vorbereitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


18.05.2020

Archivbild Frachter 'Halland'
Archivbild Frachter 'Halland'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Büsum: Halland außer Rand und Band
(18.05.20) Als der deutsche Frachter 'Halland', 1855 BRZ (IMO: 8518558), von Hamburg kommend am 16.5. gegen neun Uhr den Hafen von Büsum ansteuerte, kam es während des Einlaufmanöver in Hafenbecken 3 zu einem Blackout. Beide Generatoren fielen aus, und durch das daraus resultierende Versagen des Bugstrahlruders kollidierte das Schiff mit dem am Kai liegenden, deutschen Kutter 'Bona Fide - GRE 8', 34 gt (MMSI: 211651620). Der Bug traf das Ruderhaus, wobei der Hauptmast abknickte und es neben Schrammen auch zu einer Einbeulung im Bereich der achteren Scheuerleiste kam.
Menschen befanden sich nicht an Bord des Kutters. Der Frachter kam mit Schrammen davon. Er befreite sich mit einem Vol-zurück-Manöver aus dem Heck des Kutters. Durch dieses Manöver verhinderte der Kapitän zwar ein Verdriften des Schiffes ins Hafenbecken, stieß aber mit dem Heck gegen einen Dalben, der dadurch abbbrach. Anschließend erfasste der kräftige Westwind den Frachter und trieb ihn gegen das auslaufbereit am Kai liegende, voll besetzte deutsche Crewboot 'Seewind I', 198 BRZ (IMO: 9227936).
Beide Schiffe trugen beim Aufprall Schrammen davon. Gegen 10 Uhr lag der Frachter endlich sicher am Kai. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung und die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft waren zur Ermittlungen vor Ort. Durch die BG Verkehr wurde ein Auslaufverbot für die 'Halland' ausgesprochen, die am 18.5. weiter am Kai lag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht 'Alcobri' gestrandet
Segelyacht 'Alcobri' gestrandet
(Bild: Owen Jacques) Großbild klick!
Skipper fiel über Bord und starb, Yacht gestrandet
(18.05.20) Die Segelyacht 'Alcobri' strandete am 18.5. am Mooloolaba Beach an der australischen Sunshine Coast. An Bord lief noch Musik, als ein Boarding-Team auf das Boot stieg, und die Lichter brannten. Zeugen sagten, sie hätten unweit von Maroochydore jemanden beim Segelbergen über Bord fallen sehen.
Zwei Stunden später wurde dort eine Leiche geborgen. Auf dem Boot fand sich ein Ausweis eines 57-jährigen Amerikaners. Die Polizei von Queensland leitete eine Untersuchung ein.
Wann der Skipper mit seinem Boot an die Sunshine Coast gekommen war, war unbekannt. Das US-Konsulat wurde eingeschaltet, um die Familie zu informieren. Die Mooloolaba Coast Guard konnte zunächst nicht bestätigen, ob sich der Skipper allein an Bord befunden hatte, und suchte daher auf See weiter.
Die Auslesung der Daten ergab, dass die Yacht von Double Island Point in Richtung Mooloolaba gelaufen war, bevor sie strandete. Vor Ort herrschten zu der Zeit bis zu 25 Knoten Windgeschwindigkeit und zwei bis 2,5 Meter hohe Wellen, als sich das Unglück rund 500 Meter vor der Küste ereignete.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank bei Cedeira
(18.05.20) Am Morgen des 18.5. sank der Kutter spanische 'Playa de Sacido' westlich von Punta Chirlateira in Cedeira (A Coruña). Das Unglück ereignete sich gegen 8.40 Uhr dicht unter der Küste. Das MRCC in Madrid wurde von der zweiköpfigen Crew alarmiert.
Die Fischer wurden von einem anderen Kutter, der 'Nuevo Cedeira', wenig später wohlbehalten aus einer Rettungsinsel aufgenommen und an Land gebracht. Deshalb brauchte Salvamento Marítimo keine eigenen Einsatzkräfte zu schicken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Rimini'
Archivbild Frachter 'Rimini'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Bugschaden an der 'Rimini'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision in Brunsbüttel
(18.05.20) Am 17.5. um 21.52 Uhr kollidierte der holländische Frachter 'Rimini', 1862 BRZ (IMO:9 421635), auf der Reise von Rotterdam nach Rostock beim Einlaufen in die Kammer der kleinen Schleuse in Brunsbüttel des Nord-Ostsee-Kanals mit deren Binnentor. Schuld war, dass es beim Umsteuern zu einem Ausfall der Hauptmaschine kam, wodurch das Schiff seine Fahrt nicht mehr reduzieren konnte.
Auch das Fallenlassen des Steuerbordankers brachte es nicht zum Halten, woraufhin es in das Tor lief. Dabei entstanden erhebliche Sachschäden an Bug und Tor. Zu Personenschäden kam es nicht.
Schaden am Schleusentor
Schaden am Schleusentor
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Allerdings lief Öl aus, sodass die Brunsbütteler Firma Schramm zum Auffangen des Kraftstoffs gerufen wurde. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft verhängte ein Weiterfahrverbot bis zur Bestätigung der Klasse.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung wurde informiert. Am Vormittag des 18.5. lag das Schiff weiter in der Schleusenkammer. Diese wurde vorerst außer Betrieb genommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach vermisstem Fischer dauert bei Terrasini
(18.05.20) Zwischen Terrasini und Ustica dauerte vor San Vito lo Capo die Suche nach dem letzten Vermissten des spanischen Kutters 'Nuova Iside' an. Der letzte Kontakt zu dem Schiff bestand am 11.5. um 21.53 Uhr. Die Mobiltelefone der drei Fischer hatten noch bis zum 12.5. um 10 Uhr Empfang.
Als einziges Crewmitglied war Vito Lo Iacono, 27 noch verschwunden. Sein Vater Matteo Lo Iacono, 53 wurde ebenso wie Giuseppe Lo Iacono, 34, tot geborgen. Seine Leiche war von der Crew der Fähre 'Antonello Da Messina', 1643 BRZ (IMO: 8708593), die Palermo und Ustica verbindet, gesichtet worden. Am 15.5. wurde er in Cinisi beigesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsaktion vor Granville
Rettungsaktion vor Granville
(Bild: Premar Manche) Großbild klick!
Sportboote bei Granville und Honfleur in Seenot
(Datum) Am 16.5. um 16.55 Uhr wurde das CROSS Jobourg informiert, dass ein Sportboot mit drei Personen vor Granville in Seenot war. Ein anderes Boot konnte einen der Verunglückten retten und Alarm schlagen, die beiden anderen wurden von einem weiteren Boot um 16.17 Uhr an Land gebracht, wo die Feuerwehr sich ihrer annahm. Um 17.25 Uhr wurde der Havarist von der SNSM in Granville, assistiert von den Kollegen aus Jullouville, beborgen.
Am 16.5. um 21.20 Uhr funkte eine Segelyacht einen Notruf, nachdem sie an den Roches Noires auf Grund gelaufen war. Das Boot saß mit einer zweiköpfigen Crew am Fuß der Klippe fest. Der Semaphor Villerville alarmierte das CROSS Hobourg, das die SNSM-Stationen Deauville und Honfleur informierte.
Gegen 22 Uhr meldeten die Segler, dass sie ihr Boot in einem aufblasbaren Kayak verließen. Ein Dragon 76-Helikopter des Zivilschutzes stieg auf. Um 22.24 Uhr waren die SNSM-Einheiten vor Ort, und fünf Minuten später waren die zwei an Bord eines Bootes der SNSM-Station in Honfleur. Da sie wohlauf waren, konnte der Hubschrauber wieder entlassen werden.
Um 23.15 Uhr wurden die Segler in Honfleur abgesetzt. Das Boot sollte am 17.5. geborgen werden, wenn die Umstände es erlaubten. Es wurde mit Ankern vorerst gesichert. Der maritime Präfekt strahlte eine AVURNAV aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sportkutter im Vollbrand
Sportkutter im Vollbrand
(Bild: Michelle Solomon) Großbild klick!
Sportkutter ging in Flammen auf
(18.05.20) Am 17.5. geriet ein 60 Fuß langer Sportkutter gegen 15.30 Uhr in For Lauderdale auf dem Intracoastal Waterway in Brand. Das in hellen Flammen stehende Schiff trieb hinterm Shooters Restaurant, südlich des Oakland Park Boulevard. An Bord waren sieben Erwachsene, zwei Kinder und ein Hund.
Die Fort Lauderdale Fire Rescue und die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission waren rasch vor Ort und konnten die Menschen auf einem Boot der FWC in Sicherheit bringen. Wenig später stand der Havarist in Vollbrand. Eine Frau und eines der Kinder trugen leichte Verletzungen davon und wurden ins Broward Health Medical Center gebracht. Die Wasserstraße wurde während der Brandbekämpfung gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf der Werft Pattje Shipyards
Feuer auf der Werft Pattje Shipyards
(Bild: Rick den Kate) Großbild klick!
Feuer auf Neubau in Waterhuizen/Holland
(18.05.20) Am Morgen des 18.5. brach ein Feuer auf einem Binnenschiff aus, das gerade auf der Werft Pattje Shipyards in Waterhuizen im Bau ist. Dabei wurden zwei Werftarbeiter verletzt und wurden in einem Krankenwagen untersucht, mussten aber nicht stationär behandelt werden. Die Feuerwehr wurde um 10.20 Uhr alarmiert und rückte mit zwei Einsatzfahrzeugen an.
Der Brandherd befand sich im Maschinenraum. Gegen 11 Uhr gelang es Einsatzkräften, in diesen einzudringen. Um das Feuer zu löschen, mussten zunächst einige Materialien entfernt werden. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Frachter auf Paraná befreit, der nächste aufgelaufen
(18.05.20) Am Abend des 16.5. lief der unter Marshall-Islands-Flagge registrierte Bulkcarrier 'Antwerpia', 44113 BRZ (IMO: 9591753), auf dem Paranà River bei Flusskilometer 375 unweit von Villa Constitucion auf Grund. Das Schiff war nach Beladungsarbeiten von Arroyo Seco gekommen und befand sich auf dem Weg nach Bahia Blanca. Am 18.5. saß es weiter auf Position 33° 10.69' S 060° 18.96' W fest.
An demselben Tag konnte der am 15.5. havarierte, liberianische Bulkcarrier 'Mars Harmony', 22500 BRZ (IMO: 9832432), der bei Flusskilometer 387 bei Arroyo Seco, südlich von Gran Rosario, auf Grund gelaufen war, mit Schlepperassistenz wieder flottgemacht werden. Das Schiff war mit on 23.282 Tonnen Mais und Sojabohnen von San Lorenzo gekommen und nach Salaverry bestimmt, als es . auf Position 33° 8.54' S 060° 24.98' W festkam. Es setzte die Reise nach Inspektionen flussabwärts fort und sollte den Zielhafen Salaverry am 29.5. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Berauschter Skipper setzte Kutter auf Strand
(18.05.20) Am Abend des 14.5. lief der Hummerkutter 'Miss Jenna" unweit des Lobsterville Beach auf Grund. Das in Vineyard beheimatete Schiff kam um 23.30 Uhr rund 20 Fuß vor der Küste fest. Der Skipper Andrew Wheeler war am Ruder nach langer Fangfahrt eingeschlafen.
Die US Coastguard meldete, dass der Kutter zuvor das vor Anker liegende Patroullienboot 'Sanibel' fast gerammt hätte. Er war über Funk von der Sanibel. Station Menemsha nicht erreichbar gewesen. Von dort lief ein 24-Fuß-Boot aus und fand den Kutter mit ausgebrachtem Fanggeschirr auf dem Strand liegend vor.
Als die Crew längsseits ging, machte sie eine Menge Lärm und rief den Havaristen über Lautsprecher an, doch die Fischer schliefen immer noch. Zunächst fürchteten die Einsatzkräfte schlimmeres, und von der Station Menemsha lief noch ein 47-Fuß-Boot aus. Dann ging eine Boardingcrew der USCGC 'Sanibel' an Bord, verstärkt durch Personal der Station Menemsha.
Nachdem die Fischer geweckt waren, wurde eine Schleppverbindung hergestellt, und dann zog das 47-Fuß-Boot die 'Miss Jenna' wieder vom Strand herunter und schleppte es in den Hafen von Menemsha, wo Einsatzkräfte der Chilmark Police bereits warteten.
Am 15.5. um 1.45 Uhr gingen sie an Bord. Die Coast Guard meldete der Polizei, dass sie an Bord zwei Packungen mit je 18 Flaschen leerem Bud Light und weitere Flaschen entdeckt und einen Geruch von verbranntem Marihuana festgestellt hätten. Wheeler leugnete zunächst, etwas getrunken zu haben, revidierte seine Aussage aber nach einem Blutalkoholtest, bei dem 0.4 Promille festgestellt wurden.
Bei seinem Decksmann wurde kein Alkohol festgestellt. Den Skipper erwarteten nun Verfahren wegen mehrerer Verfehlungen. Das Aquinnah Police Department und die Chilmark Police Department koordinierten die weiteren Maßnahmen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sinkender Oldtimer zog Sportboot samt Steg unter Wasser
(18.05.20) Am 17.5. kam es in Rheinau-Freistett auf der im Kärcher Hafen bei Rheinkilometer 308 im Ortenaukreis liegenden 'Sankt Georg' gegen 10:40 Uhr zu einem Wassereinbruch. Das 18 Meter lange und 1933 erbaute Stahlschiff war dort seit Jahrzehnten am letzten Anleger nördlich der Hafenausfahrt festgemacht. Als es sank, zog es dessen hinteren Teil rund 1,5 Meter tief mit unter Wasser.
Dadurch wurden ein ebenfalls dort vertäutes, sechs Meter langes Sportboot sowie eine Jolle unter Wasser gedrückt und auf die Seite gelegt. Der Motorraum und ein Teil der Kajüte des Motorboots wurden dabei geflutet. Gegen 11 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, und ein Einsatzkommando verschaffte sich einen ersten Überblick.
Die nach und nach eintreffenden insgesamt 36 Einsatzkräfte sammelten zunächst auf dem Wasser treibende Gegenstände ein. Währenddessen wurden das deutsch-französische Bergungsschiff und Feuerlöschboot 'Europa 1'mit neun Mann Besatzung und die DLRG Gruppe Achern mit ihren elf Tauchern nachalarmiert. Mit diesem sowie weiteren Einsatzbooten konnte das nur zum Teil gesunkene Sportboot mit dem Bordkran gesichert, wiederaufgerichtet und dann gelenzt werden.
Um die 'Sankt Georg' herum brachte die Feuerwehr Rheinau eine Ölsperre aus, um die austretenden Betriebsstoffe wie Öl und Benzin einzuschlängeln und mit einem Ölabscheider von der Wasseroberfläche aufzunehmen. Das Wrack konnte bisher noch nicht geborgen werden. Nur noch die Galionsfigur, eine alte Oma, ragte aus dem Wasser heraus.
Das Schiff hatte seit 30 Jahren an dem Steg gelegen, war aber seit rund 10 Jahren nicht mehr bewegt worden. Geringe Mengen Betriebsstoffe traten aus, eine Umweltgefahr wurde aber ausgeschlossen. Der betroffene Stegbereich blieb vorerst gesperrt. Die Wasserschutzpolizei Kehl, die den Sachverhalt aufgenommen hat, schätzte den Sachschaden auf etwa 15.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht auf Elbe havariert
(18.05.20) Bei ablaufendem Wasser lief auf der Elbe am Nachmittag des 17.5. die Motoryacht 'Sinus 2' auf ein Stack am Zollenspieker Hauptdeich auf und legte sich gefährlich nach Backbord auf die Seite über. Der Skipper wurde von einem Boot der DLRG an Bord genommen und an Land gebracht. Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die zehn Meter lange Yacht mit einer Bandschlinge und einer Seilwinde eines Gerätewagens, der im Deichvorland in Stellung ging.
Betriebsstoffe liefen nicht aus. Für die Bergung des Bootes war dessen Eigner verantwortlich. Er hoffte, dass das Boot beim nächsten Hochwasser am 18.5. um zwei Uhr wieder aufschwimmen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht als Folge der Coronakrise gesunken
(18.05.20) Am Nachmittag des 17.5. wurde die franztösische Segelyacht 'La Marie Célime' von der Bergungsfirma Multraship im alten Fährhafen von Terneuzen gehoben. Sie war am Vorabend nach einer Kollision mit der Außenmole, an der sie monatelang gelegen hatte, gesunken. Nur noch die Masten hatten aus dem Wasser geragt, bevor das Wrack am Schependijk auf Land gesetzt wurde.
Das Boot war nach einer Havarie in Terneuzen festgemacht worden. Wegen der Coronakrise hatte der Eigner es nicht mehr erreichen können, weil er nicht einreisen durfte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht nach Haugesund eingebracht
(18.05.20) Am 17.5. funkte gegen 15.15 Uhr der Skipper einer Motoryacht bei Ryvarden Mayday, nachdem sie in stürmischer See in Schwierigkeiten geraten war. Das NSSR-Boot 'Bergen Kreds' lief aus Haugesund aus. Die Lage war zunächst unklar, doch wurde angenommen, dass der hohe Seegang die Notlage verursacht hatte.
Mehrere Schiffe reagierten auf den Notruf, während die Seenotretter auf die Position beim Leuchtturm von Ryvarden zuhielten. Gegen 16 Uhr wurde Kontakt hergesttellt und das Boot dann zur Küste eskortiert. Es folgte dem Rettungsboot nach Haugesund und machte mit eigener Kraft in Mølstrevågen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bootsunglück im Kongo
(18.05.20) Am 17.5. sank auf dem Kongo das Fährboot 'Bana Bamo' auf dem Weg von Kongolo nach Bukama in stürmischer See. Es war am 14.5. mit 20 Fahrgästen und einer Ladung Nahrungsmittel an Bord ausgelaufen und verunglückte beim Dorf Siya im Kabalo Territory nach einem Maschinenausfall. Wind und Strömung brachten es zum Sinken.
Einige Überlebende konnten sich auf Flussinseln bei Kongolo retten, Fischer versuchten, weitere zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fünf Tote auf Lake Kivu
(18.05.20) Fünf Menschen, darunter ein achtjähriges Mädchen, wurden tot geborgen, nachdem am 16.5. auf dem Lake Kivu in Bukavu, Süd-Kivu, ein Ausflugsboot mit 18 Fahrgästen und einer fünfköpfigen Crew, kenterte. Von den 23 Personen wurden bislang 12 gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Fischer bargen zuerst das Mädchen, am 17.5. wurden vier weitere Leichen entdeckt. An den Ufern der Muhumba- und Nguba-Distrikten wurde nach weiteren Opfern Ausschau gehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fünf Verletzte bei Unfall in Windpark-Baustelle
(18.05.20) Auf dem unter Zypern-Flagge laufenden Installationsschiff 'Seaway Strashnov', 47426 BRZ (IMO: 9452701), kam es am 8.5. bei Bauarbeiten für ein Fundament des 860MW-Triton Knoll-Projekts 20 Meilen vor Lincolnshire zu einem Unfall mit fünf Verletzten. Als ein Verbindungsstück des Hebegeschirrs auf der 'Seaway Strashnov sich nicht richtig von einem Fundament löste, neigte es sich zur Seite, als das Schiff sich entfernte, und kollidierte mit diesem. Dabei wurden die Arbeiter auf der Fundament-Plattform verletzt.
Alle fünf wurden per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Drei wurden am 9.5. entlassen, ein vierter einige Tage darauf. Ein Arbeiter blieb noch in stationärer Behandlung. Das Schiff kehrte nach Rotterdam zurück und machte bei der Rhenus Logistics fest, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


16.05.2020

'Fahrwohl' vor dem Hafen von Tarragona
'Fahrwohl' vor dem Hafen von Tarragona
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!
Tarragona: Fahrwohl fährt wohl wieder
(16.05.20) Im Morgengrauen des 16.5. gelang es der Besatzuung des 21 Meter langen, spanischen SAR-Boots 'Salvamar Fomalhaut' (MMSI: 225987905) in einer Aktion, die vom Zentrum von Salvamento Marítimo in Taragona koordiniert wurde, die am 12.5. gestrandete, deutsche Segelyacht 'Fahrwohl' wieder vom Strand von Coma-Ruga zu ziehen. Die Bergung gelang in einer guten Zusammenarbeit mit der Guardia Civil. Das Boot hatte seit drei Tagen auf dem Strand gelegen.
Der Skipper, ein deutscher Staatsangehöriger, hatte sich retten können und wurde nach de m Schiffbruch von der örtlichen Polizei bei der Landung am Strand unterstützt. Nachdem die Versicherungsfragen geklärt waren, konnte die Bergung in die Wege geleitet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Pythagorion
(16.05.20) Am Nachmittag des 16.5. kam es auf der griechischen Fähre 'Zefyros', 121 BRZ (MMSI: 240030900), zum Ausfall der mittleren Hauptmaschine, als sie aus dem Hafen von Pythagorion auslief. Sie war auf der Route Patmos - Arkia - Lipsi - Leros - Agathonisi - Pythagorion und zurück unterwegs. Das Schiff steuerte ohne Passagiere mit den verbliebenen Maschinen den Hafen von Patmos an. Hier wurde es mit einem Auslaufverbot belegt bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsboot 'Bernadine' assistiert bei Maschinenproblem
Rettungsboot 'Bernadine' assistiert bei Maschinenproblem
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Yacht nach Medemblik geschleppt
(16.05.20) Am Morgen des 16.5. wurde das Rettungsboot 'Bernadine' der KNRM-Station Medemblik zur Assistenz für eine Segelyacht, das Probleme mit dem Antrieb gemeldet hatte, zu helfen. Das etwa 12 Meter lange Boot war mit zwei Personen an Bord von Den Oever nach Medemblik unterwegs, als die Schwierigkeiten auftraten. Die Crew nahm Kontakt mit dem Hafendienst von Medemblik auf, der die KNRM-Station in Medemblik verständigte.
Die Segelyacht wurde wenig später längsseits genommen und in den Pekelharinghafen in Medemblik geschleppt. Dort wurde sie hegen halb elf sicher festgemacht. Es herrschten drei Beaufort Widn aus Südwest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Littlehampton abgeschleppt
(16.05.20) Am 15.5. kam das RNLI-Boot aus Littlehampton, die 'Renee Sherman' um 14.50 Uhr einem Kutter zu Hilfe, dessen Crew die Coastguard mit Mobiltelefon über Maschinenprobleme informiert hatte, wegen denen das Schiff nicht mehr weiterkam. Das Funkgerät des Schiffs war ausgestellt, aber die Seenotretter lokalisierten den Havaristen binnen kurzem eine halbe Meile östlich der Hafeneinfahrt, rund 460 Meter vor Rustington.
Sie entschieden, den Kutter und seine zweiköpfige Crew in den Hafen zu schleppen. Binnen einer Stunde war Littlehampton erreicht und der Havarist an einer Mooring sicher festgemacht. Vor Ort war leichter auflandiger Wind und ruhiges Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Elisabeth J', ex San Bernardino
Archivbild 'Elisabeth J', ex San Bernardino
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Tankschlauch platzte: Bitumen landete in der Weser
(16.05.20) Am 16.5. um 10.30 Uhr kam es in Nordenham-Blexen zu einem Tankunfall auf dem unter Zypern-Flagge laufenden Asphalt-Bitumen-Transporter 'Elisabeth J', 3977 BRZ (IMO: 9264116). Das Schiff hatte um 7.50 Uhr von Dordrecht kommend bei der Graue Tanklager festgemacht und sollte mit Bitumen beladen werden. Zu diesem Zweck musste das Bitumen auf 180 Grad Celsius erwärmt und dann mit einem Druck von bis zu 5 bar durch einen Schlauch gepumpt werden.
Bei diesem Pumpvorgang platzte der Beladungsschlauch auf. Mehrere hundert Liter der Bitumenmasse wurden freigesetzt. Etwa 500 Liter gelangten davon in die Weser. Für die Bekämpfung der Gewässerverunreinigung war der Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zuständig. Vom dortigen Bereitschaftsdienst wurde das THW Nordenham mit Reinigungsmaßnahmen beauftragt.
Diese gestalteten sich allerdings als äußerst schwierig, da das Bitumen verklumpt war und auf den Gewässergrund absank. Im Bereich der Hafenanlage und im dortigen Uferbereich konnten jedoch Reste der schwarzen Bitumenmasse aufgenommen werden. Die genaue Schadensursache war noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Brake dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Heckschaden an der 'Horizon Highway'
Heckschaden an der 'Horizon Highway'
(Bild: Polizei Bremen) Großbild klick!
Autofrachter in Bremerhaven havariert
(16.05.20) Am 14.5. gegen 17 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter 'Horizon Highway', 75036 BRZ (IMO: 9726700), von IJmuiden kommend mit einem Schlepper und einer Kaianlage in Bremerhaven, als er im Kaiserhafen II festmachen wollte. Aus bisher ungeklärten Gründen stieß er gegen den Kai als er gerade mit Unterstützung zweier Schlepper anlegen wollte. An dem knapp 200 Meter langen Autotransporter und an einem der beiden Assistenzschlepper entstand erheblicher Sachschaden.
Der Heckbereich des Autotransporters wurde auf einer Breite von ca. 1,5 Metern eingedrückt, und es entstand ein etwa 30 Zentimeter großes Loch im Rumpf. An Bord des Schleppers wurde u.a. der Kran eingedellt und eine Schleppwinde beschädigt. An der Betonpier des Kaiserhafens entstand ebenfalls erheblicher Sachschaden.
Fundament aus dem Boden gerissen
Fundament aus dem Boden gerissen
(Bild: Polizei Bremen) Großbild klick!
Unter anderem wurde ein an der Pier stehender Lichtmast mit dem Fundament aus dem Boden gerissen und wies fortan eine erhebliche Schlagseite auf. Zu Personen- oder Umweltschäden kam es nicht. Die umfangreichen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen zur genauen Unfallursache dauerten noch an.
Der Autocarrier darf Bremerhaven erst dann wieder verlassen, wenn die Schäden behoben sind und klar ist, dass für die Schiffsicherheit keine Gefahr mehr besteht. Am 16.5. lag er weiter im Kaiserhafen am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungseinsatz für Kutter vor Charleston
(16.05.20) Die US Coast Guard assistierte am 14.5. dem 44 Fuß langen Kutter 'Norris L', dessen zweiköpfige Crew um 22.20 Uhr 60 Meilen südöstlich von Charleston einen Wassereinbruch gemeldet hatte. Von der Coast Guard Air Facility Charleston stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter mit einer Lenzpumpe auf, und von der Station Charleston kam ein 45-Fuß-Boot zu Hilfe. Die Pumpe wurde gemeinsam mit einem Rettungsschwimmer an Bord abgesetzt.
Der Wassereinbruch konnte damit verringert werden, und vor dem Abflug wurde auch noch ein Handfunkgerät auf den Kutter übergeben. Die Crew wollte die Rückfahrt zum Hafen beginnen, sobald der Wasserpegel unterhalb der Batterien und des Generators war. Das 45-Fuß-Boot traf am 15.5. um 4.50 Uhr vor Ort ein und übernahm die zwei Fischer.
Sie wurden an Land gebracht, während der Kutter mit angeschalteten Navigationslichtern vor Anker liegen blieb. Der Eigner wollte ihn nun durch ein Schwesterschiff abschleppen lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Problem mit der Hauptmaschine
(16.05.20) Der kanadische Bulkcarrier 'Vittoria', 41963 BRZ (IMO: 9620645) wurde wegen eines Maschinenproblems am 11.5. in der Hecate Strait, British Columbia, auf Position 53 35 00.6 N, 131 00 25.8 W, um 20.20 Uhr Maschinenunfähig. Die Crew führte Reparaturen durch, und dann konnte das Schiff die Reise von Lazaro Cardenas nach Prince Rupert fortsetzen, wo der Frachter am 14.5. gegen 10 Uhr Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer und Explosion forderte ein Menschenleben
(16.05.20) Nach dem Ausbruch eines Feuers kam es am 14.5. zu einer Explosion auf dem unter Nigeria-Flagge laufenden Tanker 'God's Love', 57303 BRZ (IMO: 7231098), vor der Küste von Lome. Dabei kam eine Person ums Leben, mehrere weitere wurden schwer verletzt. Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die Ursache war derzeit noch unklar und eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnentanker saß bei Hoek van Holland fest
(16.05.20) Am 15.5. gegen 17 Uhr wurde die KNRM von Hoek van Holland alarmiert, nachdem der holländische Bunkertanker 'Hydrovac I', 54 ts (MMSI 244670106), auf einer Kribbe auf dem Nieuwe Waterweg aufgelaufen war. Das Rettungsboot 'Jeanine Parqui' kam ebenso wie das Patroullienboot 'P2' und dem Port Service zu Hilfe. Alle Einheiten hatten aber zu viel Tiefgang, um an den Havaristen heranzukommen.
Deshalb wurde das Tochterboot 'Brutus' ausgesetzt, das eine Schleppverbindung zu dem Schiff herstellte. Wenig später konnte es von dem Wasserbauwerk heruntergezogen werden. Sicherheitshalber eskortierte das Rettungsboot es dann zum Berghaven, wo es inspiziert wurde. Nachdem sichergestellt war, dass es keine gravierenden Schäden gegeben hatte, rückten die Seenotretter wieder ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Yachten brannten in Fort Lauderdale
(16.05.20) Am 16.5. um 1.50 Uhr wurde die Feuerwehr in Fort Lauderdale alarmiert, nachdem zwei weniger als eine Meile voneinander entfernt liegende Motoryachten in Brand geraten waren. Zu jedem Brandort wurden mehr als 50 Einsatzkräfte geschickt. Im Lauderdale Marine Center an der Southwest 26th Avenue war die 93 Fuß lange Benetti-Yacht 'Prince Ville' in Brand geraten. Große Flammenbündel schossen aus dem Bug.
Kurz nach dem Alarm wurde eine weitere brennende Yacht gemeldet, diesmal die eine Meile flussabwärts liegende, 98 Fuß lange 'Tigers Eye', auf deren Oberdeck Flammen meterhoch loderten. Es gelang, beide Brände binnen 30 Minuten zu löschen. Der Sachschaden war aber erheblich.
Quelle:Tim Schwabedissen


15.05.2020

Schraube beschädigt, Ruder abgebrochen
Schraube beschädigt, Ruder abgebrochen
(Bild: MRCC Papeete) Großbild klick!
Bergungsversuch für Longliner gescheitert
(15.05.20) Ein Versuch, den taiwanesischen Longliner 'Shen Gang Shun 1' (MMSI: 412460029) der am 21.3. auf dem Arutua-Riff in Tahiti strandete, schlug am 14.5. komplett fehl und verursachte auch Schäden an den dafür eingesetzten beiden Schleppern 'Aito Nui' und 'Tahiti Nui VIII'. Zuvor waren die Laderäume erfolgreich entleert und der verwesende Fisch entsorgt worden. Allerdings war es nicht gelungen, verbliebene Abfallreste auf die 'Tahiti Nui VIII' zu verladen, wie geplant.
Als dann die beiden Schlepper versuchten, den, wie Taucheruntersuchungen des MRCC Papeete gezeigt hatten, mit voller Schiffslänge aufsitzenden Havaristen vom Riff zu bekommen, brachen die beiden Schlepptrossen. Die überlastete Maschine der 'Aito Nui' begann sich zudem zu überhitzen.
Der Bergungsversuch musste daraufhin abgebrochen werden. Beide Schiffe kehrten anschließend nach Papeete zurück, wo sie ihre normalen Aufgaben wieder versehen sollten. Die 'Tahiti Nui VIII' wird zur Versorgung von Maupiti eingesetzt. Die unzureichende Zugkraft der beiden Schiffe soll von vornherein einen erfolgversprechenden Bergungsversuch unwahrscheinlich gemacht haben.
Nun muss überlegt werden, ob für einen weiteren Anlauf ein stärkerer Schlepper angefordert wird. Eine andere Möglichkeit wäre der Abbruch des Schiffs an der entlegenen Strandungsstelle mit allen einhergehenden Schwierigkeiten und Umweltrisiken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Elan'
Archivbild Containerfrachter 'Elan'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter hatte Leitungsleck
(15.05.20) Der holländische Containerfrachter 'Elan', 11662 BRZ (IMO: 9315006), der am 13.5. aus Rotterdam ausgelaufen war, musste am 13.5. seine Reise nach Vigo unterbrechen. Schuld war eine Leckage an Treibstoffleitungen. Nachdem der Schaden behoben war, setzte das Schiff seine Fahrt fort und wurde am Morgen des 16.5. im Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Cala Pi gesunken
(Datum) Zwei Personen und ein Hund wurden am 14.5. von Salvamento Marítimo gerettet, nachdem ihre acht Meter lange, französische Segelyacht 'Bezanne' 30 Meilen südlich von Cap Blanc bei Llucmajor (Mallorca) gesunken war. Die beiden, ein Südafrikaner und eine deutsche Frau, wurden nach Puerto Portals gebracht und dort vom SAMU 061 weiter betreut. Sie waren von Kroatien nach Portugal gesegelt und nun auf dem Rückweg nach Slowenien.
Sie hatten die Häfen von Motril (Granada) aud Cartagena (Murcia) angelaufen und waren nahe der Balearen in Seenot geraten. Ein Schaden am Rigg hatte das Boot zunächst segeluntüchtig gemacht, dann war ein Wassereinbruch bei stürmischer See mit drei Meter hohen Wellen dazugekommen. Das SAR-Boot 'Salvamar Acrux' (MMSI: 224070190) lief aus Puerto Portals aus. Zunächst war geplant, den Havaristen abzuschleppen. Doch angesichts dessen angeschlagenen Zustands wurde entschieden, die Crew abzubergen. Ihre Yacht war in unmittelbarer Gefahr des Sinkens.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'L Ecume II' am Strand
Kutter 'L Ecume II' am Strand
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Fischer nach 48-stündiger Arbeit eingeschlafen: Trawler gestrandet
(15.05.20) Der 17 Meter lange, britische Kutter 'L Ecume II', 57 BRZ (MMSI: 235069162),lief am 13.5. im Englischen Kanal nahe des St Aubin's Fort bei Belcroute auf Jersey auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei ablaufendem Wasser, und binnen kurzem lag das Schiff hoch und trocken. Die örtliche Feuerwehr und ein RNLI-Boot waren vor Ort, sicherten den auf der Steuerbordseite liegenden Havaristen und legten eine Ölsperre aus.
Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt. Mit der folgenden Flut konnte die 'L Ecume II' wieder flottgemacht werden und machte ggeen 12 Uhr in dem Heimathafen Jersey fest. Die Ursache der Havarie wurde noch untersucht. Offenbar waren aber beide Fischer nach 48-stündigem Einsatz vor Frankreich eingeschlafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter mit drei Mann vor Ustica gesunken
(15.05.20) Die italienische Coast Guard startete am 12.5. eine Suchaktion nach dem Kutter 'Nuova Iside' und seiner dreiköpfigen Crew südlich von Ustica. Das Schiff war von Terrasini aus auf Fangfahrt gegangen. Er war dann in starken Scirocco-Wind geraten und hatte am 12.5. einen Notruf abgesetzt. Zwei Patroullienboote sowie ein Helikopter begannen daraufhin, das Meer zwischen Terrasini, San Vito Lo Capo und der Insel Ustica abzusuchen.
Dort fand ein Boot am Nachmittag des 13.5. die Leiche eines der vermissten Fischer und brachte sie nach Terrasini. Es handelte sich um den 27-jährigen Sohn des 53-jährigen Skippers. Die Suche nach den anderen beiden wurde zu Wasser, aus der Luft mit einer ATR 42 und einem A109-Helikopter sowie mit dem ozeanografischen Forschungsschiff 'Urbano Monti', das über Sonartechnologie verfügt, fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Mys Zhelaniya', ex BBC Orinoco
Archivbild 'Mys Zhelaniya', ex BBC Orinoco
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter vor Archangelsk aufgelaufen
(15.05.20) Der russische Frachter 'Mys Zhelaniya', 11864 BRZ (IMO: 9366110), lief auf der Fahrt nach Sabetta mit 10,000 Tonnen Ladung nach dem Auslaufen aus dem Hafen von auf Position 64 35 58 N, 040 29 30 E am Abend des 11.5. auf der Reede von Solombala auf Grund. Versuche von Schleppern, ihn wieder flottzumachen, scheiterten. Daraufhin wurde der Eisbrecher 'Kapitan Chadayev' mobilisiert. Wenn seine Bergungsversuche ebenfalls fehlschlagen, sollte zunächst der Kraftstoff auf einen Bunkertanker geleichtert werden. Wegen Nordwestwinds wurde ein Ansteigen des Wasserpegels an der Unglücksstelle erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre lief vor Padangbai Port auf Grund
(15.05.20) Bei starkem Wind lief die indonesische Fähre KMP 'Gunsa 8', 1200 BRZ (IMO: 8984513), am 13.5. um 17.05 Uhr unweit der KM 'Golden Queen' bei starkem Wind vor Padangbai Port auf Grund. Um die drohende Kollision mit einer Reihe von Motorbooten, die vor dem Banjar Segara Beach ankerten, zu vermeiden, wurde das Schiff mit Trossen zunächst gesichert. Um 18.35 Uhr konnte es abgebracht werden und machte um 19.45 Uhr an Pier I im Padangbai Port fest.
Danach wurden die 27 Passagiere, 10 Trucks, zwei Pkw und 135 Tonnen sonstiger Fracht von Bord gebracht. Anschließend gingen Vertreter der Hafenbehörde zu Untersuchungen an Bord. Um 21.05 Uhr verließ die Fähre mit ihrer 20-köpfigen Crew den Hafen wieder und ging in der Labuhan Amuk Bay, Banjar Labuhan, vor dem Antiga Village im Manggis-Distrikt vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Longliner im Südatlantik aufgegeben
(15.05.20) Am 15.5. wurde der südkoreanische Longliner 'Kostar', 862 BRZ (IMO: 9202687), von seiner rund 43-köpfigen Crew im Südatlantik aufgegeben. Das Schiff trieb verlassen 575 Meilen westsüdwestlich von Tristan da Cunha Island auf Position 40° 11.26' N 023° 45.86' W. Offenbar wurden die Schiffbrüchigen von einem anderen südkoreanischen Fangschiff, der 'Kingstar' (IMO: 8916009), aufgenommen. Die 'Kostar' war um den 13./14.5. in eine nicht näher benannte Notlage geraten. Häufig handelt es sich in vergleichbaren Siuationen um Feuer an Bord. Das Schiff hatte am 31.5. in Punta Arenas einlaufen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Port Macquarie/Australien in Notlage
(15.05.20) Zwei von Sydney kommende Segler gerieten am Morgen des 15.5. vor Port Macquarie um 7.30 Uhr in eine Notlage, nachdem ihre 26 Fuß lange Yacht 'Buoys & Gulls' in vier Metern Wellenhöhe Motor- und Funkausfall, Ankerverlust und einen Bruch des Baums erlitten hatte. Kurz bevor auch noch die Mobiltelefone ausfielen, konnten sie die Marine Rescue Port Macquarie verständigen. Die Retter hatten große Probleme, das Boot über die Brandung der Barre zu bekommen.
Deswegen wurden sie zunächst betreut, bis die Verhältnisse sich besserten. Der Rettungseinsatz erfolgte in Koordination mit dem Marine Area Command in Sydney und der Maritime Police. Schließlich gelang es, die Yacht längsseits zu bekommen und die Segler in Sicherheit zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Arbeitsschiff bei Lovung auf Felsen gelaufen
(15.05.20) Die einstige norwegische Fähre 'Brønnøypel', 261 BRZ (IMO: 7120055), die zuletzt als Arbeitsschiff u.a. bei Slipen Mekaniste in Sandnessjøen im Einsatz war, lief am 14.5. auf eine Schäre im Lovund-Sund nördlich von Helløya und Vassvika. Das MRCC wurde von der dreiköpfigen Crew um 10.35 Uhr über die Havarie informiert. Sie wurde von einem kleinen Boot abgeborgen.
Nach einer halben Stunde war auch das NSSR-Boot 'Odd Felllow III', das sich in Træna befunden hatte, zur Assistenz vor Ort. Gegen 13 Uhr sollte der Wasserstand wieder steigen und eine Bergung des unweit von Lovund mit Backbordschlagseite festsitzenden Schiffs begünstigen. Der Schlepper 'Polar Max' machte sich um 13.10 Uhr auf den Weg und traf um 13.40 Uhr an der Strandungsstelle eingetroffen. Um 16.40 Uhr zog er den Havaristen wieder in tiefes Wasser zurück.
Das Schiff war von 1971 bis 1985 als 'Vanna' auf den Routen Han' - Vannøy sowie zwischen Mikkelvik und Bromnes eingesetzt gewesen. Vom 15.10.1976 bis Juli.1978 lief es im Dienst Bjarkøy - Sandsøy - Grytøy. Von 1985 bis 1986 war es aufgelegt und wurde dann als Arbeitsschiff zum Kaibau und anderen Aufgaben am namensgebenden Standort Brønnøysund verwendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie von Schleppzug wird in Sandnessjøen untersucht
(15.05.20) Nach der Havarie des norwegischen Schleppers 'Stone' 347 BRZ (IMO: 6917516), vor Sandnessjøen wurde von Polar Tugs eine Untersuchung eingeleitet. Es gab weder Verletzte zu beklagen noch große Schäden an Schlepper oder Leichter. Der exakte Umfang der Schäden war aber noch unklar.
Technische Ursachen wurden nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen. Nun sollten die elektrischen Systeme näher unter die Lupe genommen werden. Inzwischen waren Schlepper wie Barge bei der Slipen Mekaniske eingetroffen, wo ohnehin eine reguläre Instandsetzung geplant war. Am 13.5. um 13.30 Uhr war erst Leichter auf die Mole von Minol in Sandnessjøen aufgelaufen, gefolgt Augenblicke später von dem Schlepper, der von seinem Anhang zuvor überholt worden war.
Um 15 Uhr hatte der Fischfarmversorger 'Fosna Ares' (MMSI: 257071030) begonnen, die Havaristen wieder flottzumachen. Um 17.30 Uhr konnte der Schleppzug mit dem Hochwasser wieder in tiefes Wasser und dann in den Hafen gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter nach Untergang geplündert
(15.05.20) Der indonesische Frachter KM 'Putra Sejahtera 89' sank am 15.5. um 5.30 Uhr auf dem Siak River, Pekanbaru, in der Riau Provinz. Es wollte gerade aus einem Hafen im Limapuluh Distrikt nach Tanjung Balai Karimun, Riau Island, auslaufen, als er beim Drehmanöver von starken Strömungen erfasst wurde, kenterte und sank. An Bord waren 80 Tonnen Versorgungsgüter.
Unmittelbar nach dem Untergang begannen 1.000 bis 2.000 Anwohner auf Kanus mit Plünderungen der Waren wie Biscuits, Instantnudeln, Speiseöl, Eiern und anderen Grundnahrungsmitteln.
Einige schwammen sogar zum Wrack. Die sechsköpfige Crew konnte sich untersehrt retten. Die Pekanbaru Sea and Coast Guard Unit (KPLP) begann sofort, nachdem sie von den Plünderungen erfahren hatte, die gestapelten Waren sicherzustellen.
Quelle:Tim Schwabedissen


14.05.2020

Archivbild 'Blair Mckei', ex Gagliarda
Archivbild 'Blair Mckei', ex Gagliarda
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter 'Blair Mckei' hat Maschinenprobleme
(14.05.20) Auf dem kanadischen Frachter 'Blair Mckei', 9286 BRZ (IMO: 9546045), kam es am 11.5. zu einem Maschinenausfall, als er gerade Wharf 26 in Quebec City um 01.40 Uhr ansteuern wollte. Binnen weniger Minuten konnte die Maschine wieder gestartet werden, und das Schiff setzte sein Manöver fort. Am 13.5. lief es wieder aus und nahm Kurs auf Thunder Bay.
Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'CSL Laurentien', 24024 BRZ (IMO:7423108), wurde am 10.5. um 11.15 Uhr ein Leck in einem der Ballastwassertanks festgestellt. Das Schiff befand sich auf Position 41 41 03.6N, 082 15 00.0W, rund 22 Meilen nordöstlich von Sandusky. Es setzte seine Fahrt fort und machte am 11.5. in Port Colborne fest. br> Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter 'Shahraz'
Containerfrachter 'Shahraz'
(Bild: Indonesian Coastguard) Großbild klick!
Bergung geknickten Containerfrachters mit Hamburger Wurzeln könnte langwierig werden
(14.05.20) Um den iranischen Containerfrachter 'Shahraz', 74175 BRZ (IMO: 9349576), wieder flottmachen zu können, muss wohl mindestens ein Teil der Ladung erst geleichtert werden. Das Schiff sitzt seit dem 11.5. um 2.30 Uhr auf Grund und ist leckgeschlagen, sodass es trotz inzwischen gestiegenen Wasserstands nicht von den Felsen abgebracht werden konnte, auf denen es mittschiffs aufsitzt. Offiziere der Kamla West Maritime Zone Bakamla RI waren mit den Plänen zur Bergung beschäftigt.
In Koordination mit der Batam Port Authority und der Port Authority (KSOP) Basarnas soll die von Port Klang nach Yangshan bestimmte Ladung des Havaristen auf ein anderes Schiff geleichtert werden, damit es aufschwimmt und in den Hafen von Batu Ampar, Batam, gebracht werden kann. Marine, Coast Guard und POLAIR sowie ein Team der National Search and Relief Agency (BNPP) überwachten vorerst weiter den Havaristen.
'Shahraz' sitzt fest
'Shahraz' sitzt fest
(Bild: Indonesian Coastguard) Großbild klick!
Ölsperren sollten an mehreren Stellen des Rumpfs drohende Leckagen von Kraftstoff auffangen, damit es zu keiner Gewässerverschmutzung kommt. Bei den Arbeiten galt es die Schutzmaßnahmen wegen des COVID-19-Virus einzuhalten. Am 14.5. dauerten die Sicherungsmaßnahmen an dem Frachter, der mit beiden Bugankern stabilisiert wurde, an.
Die 25-köpfige Crew war wohlauf und weiterhin an Bord. Ein SAR Team war bereit, sie nötigenfalls abzubergen. Das strukturell angeschlagene Schiff wird wohl noch mindestens mehrere Tage in seiner Position bleiben. Die Patroullienboote KN 'Belut Laut-406', KN 'Kalimasada' und KN 'Rantos Tanjung' blieben zur Sicherung des Schiffsverkehrs im Singapore Strait Traffic Separation Scheme (TSS) auf Standby. Wie genau es zu dem Unglück kam, war weiterhin unklar.
Die 'Shahraz' ist 299,2 Meter lang, 40 Meter breit und hat 14,5 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 86.018 Tonnen. Sie läuft im Management der Rahbaran Omid Darya in Teheran und hat als Man Agent die Htts Hanseatic Trade Trust & Shipping GmbH in Hamburg. Der 6.500-TEU-Frachter wurde 2008 bei den Hanjin Heavy Industries & Construction Co. Ltd. in Busan erbaut als 'First Ocean' der First Ocean GmbH & Co KG in Hamburg.
Riss im Rumpf der 'Shahraz'
Riss im Rumpf der 'Shahraz'
(Bild: Indonesian Coastguard) Großbild klick!
Am 31.5.2011 verhinderten Schiffe der Marine des Iran eine Piratenattacke auf den Frachter im Indischen Ozean vor der Südostküste Somalias am Horn von Afrika, Das Schiff wurde von drei Booten mit hoher Geschwindigkeit angelaufen. Kriegsschiffe, die in dem Seegebiet auf Patroullie waren, nahmen Kurs auf den Frachter, nachdem dieser einen Notruf abgesetzt hatte. Sie konnten den Versuch, ihn zu entern, abwehren. Von 2011 bis 2012 lief das Schiff als 'Marisol' für die Islamic Republic of Iran Shipping Lines.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Jersey gestrandet
(14.05.20) Südwestlich von St. Aubin's Fort lief am frühen Morgen des 14.5. ein 17 Meter langer Kutter auf Grund. Die zweiköpfige Crew wurde gegen drei Uhr von einem Rettungsboot und einem Boot der Feuerwehr, die binnen Minuten vor Ort waren, gerettet. Sie war unversehrt geblieben. Es gab einen Ölaustritt, der bekämpft wurde. Die Jersey Police leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre 'Geiranger'
Fähre 'Geiranger'
(Bild: Fjord1) Großbild klick!
Kollision in Linge/Norwegen
(14.05.20) Am Nachmittag des 13.5. kollidierte die norwegische Fähre 'Geiranger', 819 BRZ (IMO: 7816408), von Eidsdal kommend mit dem Anleger in Linge. Schuld war eine technische Fehlfunktion, wegen der sie nicht rechtzeitig aufstoppen konnte. Die sieben Passagiere an Bord blieben unversehrt, auch wurde der Sachschaden als gering eingeschätzt.
Dennoch musste der Fährbetrieb auf dieser Route ebenso wie auf der Nachbarlinie Stranda-Liabygda zunächst eingestellt werden. Am Abend wurde eine Ersatzfähre angefordert, die am Morgen des 14.5. den Dienst auf der Linie Eidsdal-Linge übernehmen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler mit Maschinenschaden nach Hooksiel geschleppt
(14.05.20) Der 22 Meter lange, holländische Trawler 'Bona Fide - TX 65' (MMSI:244013121) erlitt am frühen Morgen des 12.5. einen Maschinenschaden und trieb manövrierunfähig im Fahrwasser nordöstlich von Wangerooge. Der um kurz nach sechs Uhr alarmierten Seenotrettungskreuzer 'Bernhard Gruben der DGzRS-Station Hooksiel machte sich sofort auf den Weg zu der 16 Seemeilen entfernten Position. Bereits eine Stunde nach der Alarmierung konnte rt den Havaristen auf den Haken nehmen.
Ein Schlepper, der mit anderem Auftrag unterwegs war, war bis zum Eintreffen des Rettungskreuzers sicherheitshalber in der Nähe auf Standby gegangen. Während der Schleppreise untersuchten die Fischer trotz des schweren Seegangs den Schaden und organisierten bereits Ersatzteile, die in der Zwischenzeit zum Hafen Hooksiel gebracht wurden. Dort eingetroffen, konnte der Schleppzug zunächst aber wegen des Niedrigwassers und des Tiefgangs des Havaristen nicht einlaufen.
Das Tochterboot 'Johann Fidi' wurde ausgesetzt und holte die Ersatzteile aus dem Hafen ab, sodass noch vor dem Hafen Reparaturarbeiten durchgeführt werden konnten und die Maschine wieder zum Laufen gebracht wurde. Bei ausreichendem Wasserstand konnte der Kutter eine Stunde später bereits mit eigener Kraft in den Hafen einlaufen konnte.
Um 12.30 Uhr meldete sich die 'Bernhard Gruben' wieder klar auf Station. Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte kräftiger Wind mit sechs Beaufort und zwei bis drei Metern Seegang im ostfriesischen Wattenmeer.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kanadische Dichtigkeitsprobleme
(14.05.20) Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'CSL Tadoussac', 20101 BRZ (IMO: 6918716), wurde am 11.5. um 14.20 Uhr ein Riss in einem der Ballastwassertanks festgestellt. Das Schiff befand sich auf Position 41 43 24.2N, 082 20 45.4W, vor Pelee Island. Es setzte seine Reise von Duluth nach Port Colborne fort, wo es am 12.5. festmachte.
Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'Manitoulin', 19570 BRZ (IMO: 8810918), kam es am 8.5. um 23.30 Uhr zu Problemen mit der Hauptmaschine auf Position 45 41 33.6 N, 083 09 24.6 W, rund 7.5 Meilen westlich von Great Duck Island, Ontario. Das Schiff steuerte zur Reparatur den nächstgelegenen Ankerplatz an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Roquetas de Mar abgeschleppt
(14.05.20) Am 13.5. wurde Salvamento Marítimo alarmiert, nachdem der spanische Kutter 'Mi pequeña Vanesa' einen Maschinenschaden erlitten hatte. Das manövrierunfähige Schiff trieb 1,2 Meilen vor Roquetas de Mar. Das 21 Meter lange SAR-Boot 'Salvamar Spica' (MMSI: 225987262) lief von der Station in Almería aus und nahm den Havaristen auf den Haken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Baggerarm stürzte in Laderaum
(14.05.20) Bei der Beladung eines Gütermotorschiffes im Osthafen von Frankfurt knickte am 13.5. der obere Teil des Auslegers eines dabei eingesetzten Baggers ab und stürzte samt dem Greifer in den Laderaum hinab. Durch das Abknicken wurden Hydraulikschläuche des Baggers beschädigt. Das hierdurch ausgetretene Hydrauliköl lief auf die Kaimauer und von dort auch in das Hafenbecken.
Hierdurch kam es zu einer geringfügigen Gewässerverunreinigung. Durch die Berufsfeuerwehr Frankfurt wurden Bindemittel an Land ausgebracht sowie ein Ölschlängel im Hafenbecken ausgelegt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Frankfurt dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper lief auf Hafenmole auf
(14.05.20) An 13.5. gegen 14 Uhr lief der norwegische Schlepper 'Stone', 347 BRZ (IMO: 6917516), als er mit einer Barge auf dem Haken das Minol-Kraftwerk in Sandnessjøen ansteuern wollte, auf die Schutzmole der Anlage. Der Schlepper sollte im Hafen für Instandhaltungsarbeiten auf Slip gehen. Das NSSR-Rettungsboot 'Odd Fellow III' wurde zu Hilfe gerufen.
Um 15.30 Uhr gelang es den Seenotrettern, den Havaristen wieder von den Steinen herunterzuziehen. Der Schlepper steuerte anschließend mit eigener Kraft den Kraftwerkskai an und machte dort fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


13.05.2020

Gestrandetes Segelboot
Gestrandetes Segelboot
(Bild: Jose Baselga) Großbild klick!
Segelyacht bei Tarragona gestrandet
(13.05.20) Am 12.5. strandete eine Segelyacht an der Küste von Coma-ruga in Tarragona. Anwohner informierten das MRCC. Es war schwierig, sie bei hohem Seegang und dicht unter der Küste mit einem Boot von Salvamento Marítimo zu erreichen.
Auch die Polizei von El Vendrell kam herbei. Es stellte sich heraus, dass sich an Bord lediglich der 72-jährige deutsche Skipper befand. Er wurde mit einem Schlauchboot von Bord geholt. Er war unverletzt, aber durchnässt und geschockt.
Er war trotz Auslaufverbots von Ibiza in See gestochen. Der Mann kam vorsorglich ins Krankenhaus und sollte eigentlich dann in Coma-ruga einquartiert werden. Doch wegen der Coronavirus-Vorsorgemaßnahmen musste er die Nacht auf der Polizeistation verbringen. Am Morgen des 13.5. machte er sich daran, bei der Bergung des Boots zu helfen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein toter Surfer wird geborgen
Ein toter Surfer wird geborgen
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Entsetzen nach Surferdrama in Scheveninggen
(13.05.20) Fünf Menschenleben forderte das Surferdrama am Abend des 11.5. bei Scheveningen. Die Verunglückten galten allesamt als erfahren, zum Teil waren es selbst Surflehrer und Rettungsschwimmer. Nach einer Reihe von Notrufen war eine Rettungsaktion mit Booten und Hubschraubern gestartet worden unter Beteiligung der KNRM Scheveningen, KNRM Ter Heijde, KNRM Hoek van Holland, KNRM Katwijk aan Zee, der Coastguard, Feuerwehr und weiteren Rettungsdiensten. Der Wind peitschte die Wellen über die schwarzen Basaltsteine am Strand.
Die Fahrzeuge von Feuerwehr und Seenotrettung waren bedeckt von schmutzig-gelbem Schaum, der sich meterhoch auftürmte und den Sportlern wohl auch zum Verhängnis wurde. Nach stundenlanger Suche konnten die Retter am Morgen des 12.5. den letzten noch Vermissten aus der See bergen.
Am Strand schauten die Menschen entgeistert auf die Einsatzfahrzeuge und die Boote, die stundenlang nach dem Opfern suchten. Vor dem Surf-Club The Shore lagen Blumen. Einige der Opfer waren hier selbst Surf-Lehrer gewesen.
Tödlicher Schaum
Tödlicher Schaum
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Am späten Nachmittag des 11.5. hatten die sechs Surfer mit ihren Bodyboards den Sprung in die Nordsee gewagt. Es blies ein kräftiger Wind, die Wellen waren bedeckt von einer dicken Lage Schaumalgen.
Möglicherweise konnten sich die Surfer durch die dicke Schaumlage auf den Wellen nicht mehr orientieren oder wurden von einer starken Strömung auf die scharfkantigen Steine der Küstenschutzanlagen geworfen.
Die KNRM konnte drei Personen aus dem Wasser ziehen. Zwei aber starben trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche am Strand. Ein dritter Surfer wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Die Suche nach den noch Vermissten entwickelte sich in den folgenden Stunden unter schwierigen Bedingungen zu einer reinen Bergungsaktion.
Hubschrauber versucht Schaum wegzublasen
Hubschrauber versucht Schaum wegzublasen
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Als die Suchaktion um 23 Uhr unterbrochen wurde, fehlten noch drei der Sportler. Sie wurden erst am Morgen des 12.5. im Schaum entdeckt, den Hubschrauber immer wieder mit ihren Rotoren fortgeblasen hatten. Zwei wurden erfolgreich geborgen, der dritte verschwand immer wieder aus der Sicht. Erst im Lauf des Vormittags konnte auch seine Leiche geborgen werden. Am Strand zeugten Blumen, die Anwohner in den Sand gesteckt hatten, von der Anteilnahme an dem Drama, das den Ort unter Schock setzte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild LPG-Tanker 'Luke'
Archivbild LPG-Tanker 'Luke'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Tanker verlor Anker
(13.05.20) Der unter Portugal-Flagge laufende LPG-Tanker 'Luke', 3430 BRZ (IMO: 9356919), verlor am 11.5. seinen Steuerbord-Anker auf der Reede von Schouwenbank unweit von Vlissingen. Der Verlust ereignete sich auf Position 51 49 42 N, 003 21 183 E gemeinsam mit vier Kettengliedern. Das Schiff wartete auf dem Ankerplatz auf Orders.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Seenotrettungsboot 'Hindenburg'
Archivbild Seenotrettungsboot 'Hindenburg'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Seenotrettungsboot 'Hindenburg' durch Sturm beschädigt
(13.05.20) Mit deutlichen Blessuren liegt seit einigen Tagen das ausgediente, 17,5 Meter lange Seenotrettungsboot 'Hindenburg' am Hörnkai in Kiel. Das eigentlich gerundete Heck ist plattgedrückt, der Landgang an Steuerbordseite ist zerstört, ebenso die Stahlklampen, mit denen das Museumsboot normalerweise an der Brücke des Kieler Schifffahrtsmuseums gehalten wird, und Relings sind beschädigt. Ursache der Schäden war ein Sturm im März, bei dem die beiden Dalben, an denen das einstige DGzRS-Boot festgemacht war, über dem Grund abbrachen.
Dies führte zur Zerstörung der Klampen, und das Boot machte sich unbemerkt selbstständig und kollidierte mit der Museumsbrücke. Auf dieser kam es zu Schäden am Beton, die auch noch der Ausbesserung harren. Nachdem die Malaise bemerkt wurde, kam die 'Hindenburg' zunächst bei der Gebr. Friedrich-Werft in Kiel-Friedrichsort auf Slip.
Dort wurden die Schäden genau analysiert, und nun harrt die Leitung des Stadt- und Schifffahrtsmuseums eines Kostenvoranschlags für die Reparatur. Außerdem mussten zwei neue Stahldalben geordert werden, die die abgebrochenen Exemplare am Seegarten ersetzen. Bis all' diese Arbeiten erledigt sind, hat die Kieler Binnenhörn einen ungewöhnlichen Gast am Kai liegen, bei dessen Anblick sich Passanten fragen können, was denn mit dem schmucken Schiff passiert ist. Die 'Hindenburg' lief 1944 auf der Werft August Pahl am Köhlfleet in Hamburg vom Stapel. Sie wurde noch im selben Jahr in Dienst gestellt. Der Antrieb erfolgte über zwei Motoren mit je 150 PS, die eine Geschwindigkeit von ca. 10 Knoten erzeugten. Während der letzten Kriegsphase wurde die 'Hindenburg' wie alle größeren Einheiten der DGzRS für Such- und Bergungsdienste eingesetzt.
Heckschaden an der 'Hindenburg'
Heckschaden an der 'Hindenburg'
(Bild: Tim Schwabedissen) Großbild klick!
Ab dem 22.12.1944 übernahm Peter Hartmann als Vormann das seinerzeit größte und modernste Seenotrettungsboot der DGzRS. Insgesamt wurden 800 Menschen während der Einsatzzeit gerettet.
Das Boot war nacheinander an vier Orten stationiert, in Cuxhaven vom 22.12.1944 - 13.6.1958, in Büsum vom 14.6.1958 - 10.4.1960, in List auf Sylt vom 22.6.1960 - 14.7.1969 und in Nordstrand vom 15.7.1969 bis Januar 1979.
Am 30.3.1979 ging das Boot an den Förderkreis des Kieler Schifffahrtsmuseums über und gehört seit 1981 zum Museum mit Liegeplatz an der Museumsbrücke, deren weitere Einheiten 'Feuerlöschboot' und der Tonnenleger 'Bussard' die Winterstürme im Gegensatz zur 'Hindenburg' unbeschadet überstanden. Der derzeitige Bauzustand rührt von der Instandsetzung bei der Schiffswerft Laboe her. Sie erforderte aufgrund aufwändiger Arbeiten eine sechsmonatige Bauzeit und eine Finanzierung auch durch Spender und Förderer.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker 'Jag Leela' brennt
Tanker 'Jag Leela' brennt
(Bild: Belawan Port) Großbild klick!
Tankerbrand forderte bislang sieben Menschenleben
(13.05.20) Der Brand auf dem Tanker 'Jag Leela' hat bis zum Nachmittag des 12.5. sieben Menschenleben gekostet. Das bei dem PT. Waruna Sentana Shipyard in Belawan gedockte Schiff war weitgehend zerstört, das Feuer aber inzwischen von drei Schleppern und zahlreichen Löschfahrzeugen und Einsatzkräften niedergekämpft. 31 Arbeiter überlebten das Unglück, 22 von ihnen kamen mit Verbrennungen ins Belawan PHC Hospital und das Belawan Air Force Hospital.
Die Toten hatten nach den Explosionen keinen Weg mehr aus dem Schiff gefunden. Mit DNA-Tests sollte ihre Identität geklärt werden. Sie wurden dazu ins Bhayangkara Hospital in Medan gebracht.
Drei der Opfer konnten bislang identifiziert werden. Einige Arbeiter galten immer noch als vermisst. Ins Schiffsinnere vorzudringen war für die Einsatzkräfte aber weiterhin zu riskant. Dutzende von Löschfahrzeugen und drei Schlepper hatten den Brand nach etlichen Stunden niederkämpfen können.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter 'Sharaz' geknickt
Containerfrachter 'Sharaz' geknickt
(Bild: SAR Office Tanjungpinang) Großbild klick!
Bergung der 'Sharaz' wird mühselige Angelegenheit
(13.05.20) Die Bergung des seit dem 11.5. um 2.15 Uhr auf Grund sitzenden, iranischen 6.572-TEU-Containerfrachters 'Sharaz' wird eine komplizierte Angelegenheit. Das 2008 erbaute Schiff ist mittschiffs deutlich erkennbar eingeknickt und wird so nicht freigeschleppt werden können. Container haben sich auf Deck verschoben, was auf die Knickstelle hinweist. Risse gehen auf beiden Seiten über die volle Höhe des Rumpfes.
Ölschlängel wurden provisorisch an den Schadensstellen ausgebracht, um ein mögliches Auslaufen von Kraftstoff aus in Mitleidenschaft gezogenen Tanks zu verhindern. Die 25-köpfige Crew des Frachters der Islamic Republic of Iran Shipping Lines harrte weiter an Bord aus. Patroullienboote der Indonesian Sea and Coast Guard hielten die Stellung an der Strandungsstelle, von der die daneben zeitweilig auch fast hoch und trocken liegende 'Samudra Sakti' inzwischen weggeschleppt wurde und seither auf der Reede von Teluk Jodoh vor Batu Ampar vor Anker liegt.
Beide Schiffe waren auf Parallelkurs bei Batu Berhanti vor Pulau Anak Sambu in indonesischen Gewässern in der Straße von Singapur unterwegs, als sie ihren Kurs ändern mussten, um einem Schlepper auszuweichen. Die 'Shahraz' war von Port Klang, Malaysia, nach Shanghai unterwegs, die 'Samudra Sakti I' von Batu Ampar in Batam zum Bayah-Zementwerk. Der Frachter trug Schäden am Bug davon. Die Eigner beider Schiffe leiteten inzwischen Schadensuntersuchungen in die Wege.
Quelle:Tim Schwabedissen


Glückloser Skipper verlor in zweiter Strandung binnen dreier Tage sein Schiff auf Scharhörnriff
(13.05.20) Ein Einhandsegler ist mit seinem Traditionssegler 'Vera af Faaborg' am 12.5. auf Scharhörnriff gestrandet. Zwei Seenotrettungskreuzer der DGzRS waren vor Ort. Der Mann wurde von einem Hubschrauber von Northern Helicopter (NHC) gerettet. Die 1931 erbaute Yacht musste nach dem Schiffbruch aufgegeben werden.
Kurz nach 16 Uhr entdeckte die Besatzung des Seenotrettungskreuzers 'Anneliese Kramer' auf dem Weg von Helgoland zu ihrer Station Cuxhaven eine gestrandete Yacht auf Scharhörnriff. Nahezu zeitgleich meldete ein Marinehubschrauber ebenfalls die zufällige Sichtung. Im Seerevier befand sich zu diesem Zeitpunkt auch der Seenotrettungskreuzer 'Hermann Marwede' der Station Helgoland auf dem Rückweg vom Crewwechsel in Cuxhaven.
Sofort nahmen die Seenotretter Kurs auf den Havaristen. Ein Hubschrauber mit Winde an Bord wurde sicherheitshalber über das MRCC der DGzRS angefordert, da der Marinehubschrauber nicht über eine entsprechende Ausrüstung verfügte. Die gestrandete Yacht lag zu diesem Zeitpunkt bereits mitten in der Brandung und wurde vom starken Westwind immer weiter auf die Sandbank gedrückt.
Beide Seenotrettungskreuzer setzten ihre Tochterboote aus, konnten den Havaristen aufgrund des Wasserstandes jedoch nicht mehr erreichen. Eine Kommunikation mit dem Segler an Bord war nicht möglich. Während die Seenotretter auf Standby blieben, wurde vom nachgeorderten NHC-Hubschrauber 'Northern Rescue 01' ein Notfallsanitäter auf der Yacht abgesetzt.
Trotz Windstärken von bis zu sechs Beaufort und Seegang und Gischt bis zu den Aufbauten der Segelyacht setzte die NHC-Crew diesen routiniert am Bord ab. Nach einem kurzen Briefing konnte der leicht unterkühlte Segler zusammen mit dem Notfallsanitäter im Doppelwinschverfahren an Bord des Hubschraubers gezogen und zum Krankenhaus auf dem Festland geflogen werden.
Der kräftige Wind und das Rigg der Segelyacht erforderten beim Abbergen ein extrem präzises Windenmanöver. Die Rettungsaktion wurde kurz nach Hochwasser durchgeführt. Ein Freischleppen der Yacht war durch den Tidenstand nicht möglich.
Für die Seenotretter war das Boot kein Unbekanntes: Erst am 10.5. hatten sie den Segler mit seiner Yacht von einer Steinbuhne vor dem Hafen von Helgoland freigeschleppt, wo er, wie berichtet, auf den Steinen der Augustamole gelandet war. Offenbar hatte der Mann sich am 12.5. mittags von dort aus auf den Rückweg zum Festland gemacht. Warum er erneut vom Kurs abkam und mit seinem Boot strandete, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge bei Peunaga Pasi gestrandet
(13.05.20) Die mit Kohle beladene, indonesische Barge 'Indo Mandiri', 3079 BRZ, lief am 8.5. an der Küste von Peunaga Pasi in der West Aceh Regency in Indonesien auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei starkem Regen und kräftigem Wind. Die Bage saß beim Dorf Peunaga Pas im Meureubo-Distrikt von Aceh Barat auf dem Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge auf Mississippi havariert
(13.05.20) Eine Barge des amerikanischen Schubschleppers 'Louisiana Belle', 245 BRZ (MMSI: 366970780), geriet am 5.5. auf einer Flussbank des Mississippi unweit von Le Claire auf Grund und wurde beschädigt. Sie war mit Beton beladen auf dem Weg von Clinton, Iowa.
Die US Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Der Schlepper lief am 6.5. um 11 Uhr in Davenport ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten bei Emsbüren werden Monate dauern
(13.05.20) Die Bergung der bei Emsbüren am 11.5. durch die Kollision der 'Nawatrans X' in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzten Brückensektion wird voraussichtlich einige Wochen dauern. Das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts steht erst am Anfang der Arbeiten, die unter anderem den Einsatz eines Schwimmkrans zur Voraussetzung haben. Nicht nur das in den Kanal geschobene Mittelstück der Brücke muss geräumt werden.
Auch die noch stehenden Seitenteile waren weiterhin einsturzgefährdet und müssen zunächst abgerissen werden, um die Bergungsarbeiten nicht zu gefährden. Der Abschnitt zwischen den Schleusen Venhaus und Hesselte bleibt vorerst für den Schiffsverkehr gesperrt.
Rund 20 Frachtschiffe täglich müssen nun einen Umweg fahren. Die Pointe ist, dass die 1954 gebaute und rund 60 Meter lange Brücke in einigen Jahren ohnehin abgerissen werden sollte. Der nun angerichtete Schaden dürfte nach Schätzungen der Polizei Emsland in die Millionen gehen.
Die Sperrung des Dortmund-Ems-Kanals wird immerhin wohl keine größeren Auswirkungen auf den Güterverkehr nach Dortmund haben. Der dortige Hafen ist über den Rhein und den Mittellandkanal weiterhin problemlos zu erreichen. Der Unfallort liegt wenige Kilometer nördlich der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bei Kanalkilometer 131.
Quelle:Tim Schwabedissen


Komplizierte Ursachenforschung nach Kranunfall in Rostock
(13.05.20) Eineinhalb Wochen nach dem schweren Kran-Unglück auf dem Installationsschiff 'Orion I' im Rostocker Hafen, bei dem 12 Menschen verletzt worden sind und ein Schaden von bis zu 100 Millionen Euro entstanden ist, saß der Schock immer noch tief. Der 90 Meter hohe Kran HLC295000 von Liebherr, der gerade erst montiert worden war und kurz vor der Auslieferung und dem ersten Einsatz am Moray East Windpark vor Schottlands Küste gestanden hatte, war beim Anheben einer 5.550 Tonnen schweren Barge übergeschlagen, als der Haken brach und der Ausleger wie ein Katapult hochgeschleudert wurde. Eigentlich war es ein Routine-Test, der Liebherrs bisher größten Schiffskran vor keine großen Probleme hätte stellen sollen.
Das neu entwickelte Modell ist eine Hubkraft von 5.000 Tonnen ausgelegt und hat dann immer noch erhebliche Sicherheits-Reserven. Dabei wird meist mit dem Sicherheitsfaktor 1,25 gearbeitet. Danach hätte der Haken 6.250 Tonnen Gewicht aushalten müssen. Tatsächlich sollten bei dem gescheiterten Versuch 5500 Tonnen angehoben werden, ein Sicherheitsfaktor von 1,1.
Doch bei einer Last von 2.600 Tonnen versagte der Haken bereits und löste eine fatale Kettenreaktion aus: Der Doppel-Ausleger schnellte in die Höhe, klappte hintenüber und krachte gegen den Kran, auf das Schiff und gegen die Kaimauer.
Trümmerstücke flogen weit durch die Luft. Mit Verzögerung schnellte die Hakenflasche, eine mehrere Meter breite Halterung des Lasthakens, an den Seilen ebenfalls in die Höhe und traf die Kanzel des Krans, in der fünf Menschen verletzt werden. Am 6.5. bestätigt Liebherr in einer Pressemitteilung zur Unglücksursache. dass der Kran-Haken der Belastung nicht standgehalten hatte. Liebherr wies darauf hin, dass der Haken nicht aus eigener Produktion stammte, sondern von einem externen Hersteller zugeliefert worden sei.
Mittlerweile ist klar, dass der Haken von dem 1994 gegründeten niederländischen Unternehmen Ropeblock in Oldenzaal kam, einem Entwickler und Hersteller von Haken. Doch auch Ropeblock wies darauf hin, dass man zwar die Hebeblöcke des Krans und den Haken selbst entworfen habe. Hergestellt und geliefert sei er aber von einem zertifizierten Lieferanten in der Türkei.
Das Design sei vor der Herstellung von einer autorisierten Stelle geprüft worden. Ropeblock bestätigte, dass offenbar der Hakenschaft gebrochen sei. Der genaue Ablauf der Ereignisse und die Ursache seien jedoch noch unbekannt. Sie sind Teil einer laufenden Untersuchung, die auch die Herstellung des Hakens näher beleuchtet.
Als Ursache wurde derzeit eher ein Konstruktions- oder Zusammenbaufehler als ein Materialfehler angesehen, weil es auch bewegliche Teile an dem Haken gab. Das Hakendesign wurde vom Prüfkonzern DNV GL zertifiziert. Dieser hatte die Konstruktionspläne der Kräne samt Haken und aicj dessen Herstellung über Materialproben überprüft. Ob es vor dem gescheiterten Test bereits einen statischen Belastungstest gab, war unbekannt.
Klar ist, dass alles wohl noch viel schlimmer hätte kommen können: Liebherr zufolge versagte der Hakenschaft bei einer Last von etwa 2.600 Tonnen. Diesen plötzlichen Last-Abriss konnte das auf extreme Lasten ausgelegte Offshore-Installationsschiff 'Orion I' noch verkraften:
Es neigte sich nur zur einige Grad zur beballasteten Seite. Hätte der Hakenschaft aber noch länger gehalten und wäre vielleicht erst bei 5.000 Tonnen gebrochen, so wäre der Ausleger noch weit heftiger in die Höhe geschleudert worden, und das Schiff mit 125 Menschen an Bord hätte sich noch stärker übergelegt. Dann wäre es wohl nicht bei 12 Verletzten geblieben.
Für Liebherr hatte sich das Kranprojekt bereits vor dem Unfall zum Sorgenkind entwickelt. Nach der Ursprungsplanung sollte das in China erbaute Schiff bereits 2019 an den belgischen Kunden Deme übergeben werden. Auch wurde das Budget überschritten. Eigentlich hatte Liebherr mit dem Megakran in die Spitzengruppe der Offshorekräne vorstoßen wollen, mit denen beispielsweise Windkraftanlagen montiert oder abgebaut werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter trieb vor Hustadvika
(13.05.20) Am Morgen des 13.5. kam es auf dem norwegischen Frachter 'Falkfjord', 2834 BRZ (IMO: 9141364), der am 11.5. um 14 Uhr aus Mo I Rana nach Kristiansund ausgelaufen war, zu einem Maschinenausfall vor Hustadvika. Das Schiff trieb bei kräftigem Nordwestwind dicht unter der Küste und setzte einen Notruf ab. Das NSSR-Rettungsboot 'Erik Bye' kam zu Hilfe und nahm den Havaristen auf den Haken.
Später übernahm der norwegische Schlepper 'Waterlord' (IMO: 7522150) den Havaristen. Mit zwei Knoten Fahrt ging es auf den Hafen von Kristiansund zu. Hier sollte der Schleppzug gegen 14 Uhr eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tod eines Fischers wird untersucht
(13.05.20) Die norwegische Unfalluntersuchungskommission befasste sich am 11.5. mit dem Untergang eines Kutters in Sørøya im Breivikfjord am 8.5., der zum Tod des Skippers führte, dem 50 Jahre alten Fischer Kristian Elvevoll aus Sørreisa in Tromsø. Er war an jenem Tag um 12 Uhr aus Breivikbotn ausgelaufen, um auf Fang zu gehen. Als er am Abend nicht zurückkehrte, starteten Kollegen gegen 20 Uhr mit der Suche nach ihm.
Außerdem wurden das NSSR-Rettungsboot 'Gjert Wilhelmsen' und das MRCC Nord-Norwegen alarmiert, die eine Suchaktion starteten. Nachdem einige Trümmer gefunden wurden, zeichnete sich ab, dass der Kutter gesunken war. Am Abend wurde der Skipper eine Meile vor der Küste im Wasser treibend entdeckt.
Er wurde gegen 22 Uhr mit einem SAR-Helikopter ins Krankenhaus in Hammerfest geflogen, wo Wiederbelebungsversuche erfolglos verliefen. Das Wrack selbst konnte bislang nicht lokalisiert werden. Es wurde auf einer Wassertiefe von 40 bis 50 Metern vermutet. Das Wetter war beim Untergang des Kutters nicht ungewöhnlich schlecht gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekenterter Kutter bei Ile d' Oléron geborgen
(13.05.20) Der französische Kutter 'Le Yeti - AC.905421' (MMSI: 227319630) der am Morgen des 11.5. vor der Küste der Ile d' Oléron bei Antioch gekentert war, konnte einen Tag nach dem Unglück bereits wieder geborgen und in den La Perrotine-Kanal geschleppt werden. Bei günstigem Tidenstand machten sich das Kranschiff 'Trézence' des Charente-Maritime-Department, das sonst an Austerfarmen eingesetzt ist, und ein weiterer Trawler auf den Weg zum kieloben liegenden Wrack. Binnen sechs Stunden gelang es, das Schiff wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Es wurde dann in den Hafen von Boyardville gezogen. Das Ruderhaus war eingedrückt, der Signalmast abgerissen und die Reling beschädigt, ansonsten sah das Schiff intakt aus. In den kommenden Tagen soll im Heimathafen eine genaue Schadensaufnahme erfolgen. Der Skipper Jessy Maingueneau und sein Decksmann Yohan waren am Abend des 11.5. noch aus dem Krankenhaus in Rochefort entlassen worden.
Sie hatten eine Stunde lang schwimmen müssen, um den Strand zu erreichen. Dort winkten sie einem weißen Auto zu, das oben auf den Dünen stand, das aber wegfuhr, ohne von ihnen Notiz zu nehmen. Daraufhin gingen sie zwei Kilometer weit zu einem Campingplatz, wo glücklicherweise eine Wache war, die Hilfe rufen konnte. Geschockt, aber ansonsten unversehrt hatten die Fischer den Schiffbruch überstanden.
Sie sagten aus, dass erst eine Welle über das Schiff gegangen sei. Eine weitere hatte es dann zum Kentern gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutterversenkung als Pfadfinder-Fundraising-Projekt
(13.05.20) Um ein Eagle Scout zu werden, muss man ein Projekt für die Community durchführen, das meist weniger als 1.000 Dollar kostet. Garrett Ard aus Orange Beach, Alabama, hatte größeres im Sinn: Für 25,000 Dollar kaufte er den ausgedienten, 50 Fuß langen Garnelenkutter 'Southern Heritage', und versenkte ihn als künstliches Riff im Golf von Mexiko, um seinem Großvater, Captain Gloyice Ard, einem bekannten Charterskipper in Orange Beach, der 2009 starb, ein Denkmal zu setzen.
Ard startete eine Fundraising-Kampagne an seiner High School. Die City of Orange Beach, die Gulf Coast Reef Foundation und ein mit der Familie befreundeter Fischer unterstützten das Projekt. Am 7.5. war es soweit - 13 Meilen vor der Küste verschwand die 'Southern Heritage', die von einer Kranbarge auf ihre letzte Reise gebracht wurde, im Rahmen des Alabama Artificial Reef Program auf 90 Fuß Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter wird vor Sinop repariert
(13.05.20) Der ukrainische Frachter 'Lizori', 2478 BRZ IMO: 7235070), hatte auf der Reise von Samsun nach Kherson einen Tag nach dem Auslaufen am 12.5. einen Maschinenschaden. Das Schiff warf um sieben Uhr auf der Reede von Sinop Anker. Die Crew machte sich an die Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen


12.05.2020

Kutter 'Le Yeti - AC.905421' kieloben
Kutter 'Le Yeti - AC.905421' kieloben
(Bild: Premar Atlantique) Großbild klick!
Kutter vor Ile d Oléron gekentert
(12.05.20) Am 11.5. um 8:42 Uhr fing das CROSS Etel ein Signal des Notsenders des französischen Kutters 'Le Yeti - AC.905421', 20,13 BRZ (MMSI: 227319630) vor Antioch auf. Sofort wurden ein Mayday Relay ausgestrahlt und die Rettungsboote 'Pierre Fleury' der SNSM-Station von Aix, die 'Ima Antioche' der SNSM-Station La Rochelle sowie ein Dauphin-Helikopter der französischen Marinebase in La Rochelle mobilisiert. Der Kutter wurde im Zuge der Suchaktion kieloben vor der Küste der Ile d'Oléron liegend entdeckt.
Es stellte sich heraus, dass die zweiköpfige Crew sicher den Strand von Saumonards erreicht hatte. Sie wurden von der Feuerwehr von Charente-Maritime betreut und dann ins Rochefort-Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Thebe'
Archivbild 'Thebe'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenschaden nördlich Terschelling
(12.05.20) Auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachter 'Thebe', 1846 BRZ (IMO: 9199696), kam es am 10.5. auf der Reise von Aaheim nach Rotterdam zu einem Maschinenschaden auf der Nordsee. Die Crew informierte die holländische Coastguard um 01.30 Uhr und warf Anker auf Position 54 06 00 N 004 59 00 E zur Reparatur. Danach setzte es seine Reise fort und sollte den Zielhafen am 11.5. um 15.30 Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild der 'USS Nevada'
Archivbild der 'USS Nevada'
(Bild: United States Navy) Großbild klick!
Schlachtschiff, das nicht sterben wollte, auf Meeresgrund entdeckt
(12.05.20) Die 'USS Nevada', die sowohl im 1. Wie auch im 2. Weltkrieg diente und Pearl Harbor wie auch die Atombombentests im Binkni Atoll überlebte, ist jetzt auf dem Meeresgrund entdeckt worden. , Sie war das einzige Schlachtschiff, das am 7.1.21941 aus Paearlk Harbor entkam und brennend nach Bomben- und Torpedotreffern auf Grund gesetzt wurde. Sie war am D-Day eingesetzt und bei den Invasionen auf Okinawa und Iwo Jima.
Naxh Kriegsende gehörte sie zu der Flotte, die im Bikini Atoll Atombombentests ausgesetzt wurden. Sie überlebte eine 23-Kilotonnen-Luiftdetonation und eine zweite Unterwassersprengung. Erst am 31.7.1948, nach viertägigem Beschuss, ging sie im Pazifik als Zielschiff der U.S. Navy unter.
Bild des Tauchroboters
Bild des Tauchroboters
(Bild: Ocean Infinity) Großbild klick!
Das Schiff wurde bei der Absuche von über 100 Quaratmeilen 65 Meilen südwestlich von Pearl Harbor von den Firmen Search Inc. und Ocean Infinity in über 15.400 Fuß Wassertiefe gefunden. Es liegt kieloben auf Schlammgrund in einem Trümmerfeld, das sich 2.000 Fuß weit um den Rumpf erstreckt. Bug und Heck fehlten. Ein AUV der Ocean Infinity fand die Wrackreste des einst 575 Fuß langen Schlachtschiffs. Dabei konnte das unter Singapur-Flagge laufende Basisschiff 'Pacific Constructor', 8133 BRZ (IMO: 9682148), das am 25.4. aus San Diego ausgelaufen war, nur auf ungefähre Positionsangaben zurückgreifen, als die Suche begann.
Dann wurde ein ROV abgesetzt, um das Schiff zu dokumentieren. Die gewonnenen Bilder wurden direkt ans Büro der SEARCH Inc. in Florida geschickt, wo Archäologen sie nun analysieren.
Nach einer ersten Inspektion gab es Hinweise auf einen zweiten Torpedo, der das Schiff versenkte. Eine ganze Rumpfsektion war komplett aufgerissen. Die 13,5 Inch starken Platten der Nickel-Chrom-Verstärkung war aber immer noch erkennbar.
Bild des Tauchroboters
Bild des Tauchroboters
(Bild: Ocean Infinity) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Symphony Sky'
Archivbild Frachter 'Symphony Sky'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Ärmelkanal: Schalttafelausfall verursachte Blackout auf Frachter
(12.05.20) Auf dem holländischen Frachter 'Symphony Sky', 6749 BRZ (IMO: 9721633), kam es am 10.5. zu einem kompletten Ausfall der Bordelektrik durch Windeffekte von achtern, die einen Schaltkasten außer Gefecht setzten, auf Position 49 50 12.6 N 003 15 25.8 W. Das Schiff war auf der Reise von Rauma nach Almería.
Es hatte eine Ladung von 7.100 Tonnen Papier und eine 12-köpfigen Crew an Bord. Es gelang, den Schaden zu beheben, und gegen 22 Uhr nahm das Schiff wieder Fahrt auf. Es sollte den Zielhafen am 15.5. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Wappen von Juist'
Archivbild 'Wappen von Juist'
(Bild: 4028mdk09) Großbild klick!
Fahrgastschiff drohte vor Juist zu stranden
(12.05.20) Auf dem Weg von Juist nach Norddeich kam es auf dem 22 Meter langen, deutschen Fahrgastschiff 'Wappen von Juist' (MMSI: 211226850) am 11.5 zunächst zu Ruderprobleme vor der Insel. Später meldete die Crew einen kompletten Ruderausfall. Passagiere waren zu diesem Zeitpunkt nicht an Bord.
Jedoch war bei ablaufendem Wasser keine Zeit zu verlieren, um zu verhindern, dass der manövrierunfähige Havarist auf Grund getrieben wurde. Deshalb lief die Freiwilligenbesatzung der DGzRS-Station Juist umgehend mit dem Seenotrettungsboot 'Hans Dittmer' aus und erreichte wenig später das treibende Fahrgastschiff. Sie nahmen den Havaristen mit ihrem nur zehn Meter langen Boot auf den Haken und schleppten ihn in den Hafen von Juist zurück.
Hier wurde er um 15.20 Uhr sicher festgemacht. Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte in dem Seegebiet vor der ostfriesischen Insel ein kräftiger Wind aus Nordnordost mit sechs Beaufort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Millionenschaden nach Kollision bei Moorlage
(12.05.20) Einen Millionenschaden verursachte das 85 Meter lange, deutsche Binnenschiff 'Nawatrans X', 1510 ts (MMSI: 211514170), als es am 11.5. um 9.15 Uhr mit seinem Bug unter den Mittelteil der Kunkemühlenbrücke bei Moorlage geriet und diesen aus seiner Verankerung hob, woraufhin das Brückenelement in den Kanal stürzte. Zunächst war von einer Kollision mit einem Pfeiler die Rede gewesen.
Ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Meppen zufolge hatte das unbeladene Schiff, das für ein Logistikunternehmen aus Moers unterwegs war, offenbar zu wenig Ballastwasser aufgenommen, sodass der Bug zu weit aus dem Kanal ragte und mit dem nur 4,5 Meter Durchfahrtshöhe bietendem Bauwerk kollidierte.
Die polnische Besatzung stoppte das 1926 bei Meijer in Beneden/Leeuwen erbaute Schiff anschließend und wartete auf das Eintreffen der Beamten der Wasserschutzpolizei. Unter deren Begleitung wurde der Havarist dann achteraus fahrend zur Schleuse Hesselte geführt. Für das Teilstück des Dortmund-Ems-Kanals wurde auf unbestimmte Zeit eine Schifffahrtssperre verhängt.
Der 223 Kilometer lange Kanal wurde 1892 bis 1899 gebaut und verbindet den Dortmunder Stadthafen mit Emden an der Nordsee. Das Teilstück zwischen den Schleusen von Hesselte und Veenhaus wird so lange für die Schifffahrt gesperrt sein, bis ein Kran die Trümmer geborgen hat und die einsturzgefährdeten Stützpfeiler abgebaut sind. Wann das aber der Fall sein könnte, war noch vollkommen unklar.
Auch an den noch über den Kanal ragenden Anschlussstücken waren die Schäden gewaltig, und es drohte ebenfalls Einsturzgefahr. Der Polizei gelang es, die Zufahrten zur Brücke zu sichern, bevor Autos verunglücken konnten. Die Straßenanschlussstellen zeigten auch deutliche Spuren der Krafteinwirkung mit Asphaltaufbrüchen in der Fahrbahndecke. Die einspurige Straßenbrücke wurde 1954 als Konstruktion aus Stahl mit aufgelegtem Beton gebaut und hatte eine Stützweite von 61 Metern.
Von der Sperrung des Dortmund-Ems-Kanals werden besonders Tankschiffe betroffen sein, die die Raffinerie Lingen ansteuern. Täglich passierten rund 20 Schiffe diese Wasserstraße.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassersportler vor Trischen gerettet
(12.05.20) Ein junger Mann mit seinem Großvater gerieten im Sturm am 10.5. mit ihrem neun Meter langen Motorboot auf der Nordsee in Seenot. Auf dem Weg von Friedrichskoog nach Brunsbüttel gab es südlich der unbewohnten Vogelinsel Trischen in der Meldorfer Bucht einen Ruderschaden. Vor Ort herrschten Sturmböen bis Windstärke neun aus Nordnordwest.
Die beiden riefen bei Familienangehörigen an, die ihrerseits das MRCC der DGzRS informierten. Der Seenotrettungskreuzer 'Anneliese Kramer' der Station Cuxhaven und ein Versorger der Förderplattform Mittelplate machten sich auf den Weg zu der Position. Der Versorger ging an dem Boot, das sich vor Heckanker liegend am Rand des Priels hielt, auf Standby. Der Rettungskreuzer traf gegen 18.30 Uhr ebenfalls ein.
Die Besatzung setzte das Tochterboot 'Mathias' aus, das den Havaristen ansteuerte. Doch weder der Großvater noch sein Enkel waren noch in der Lage, eine Leine wahrzunehmen Die Seenotretter mussten sich deshalb in der Brandung so sehr dem Havaristen nähern, dass sie selbst in einem günstigen Moment eine Leine über einen Poller werfen konnten.
Durch den starken Wind und den schweren Seegang verzögerte sich die Rückreise deutlich: Mit teilweise nur 2,5 Knoten Geschwindigkeit schleppten die Seenotretter das Motorboot mit seiner Besatzung nach Cuxhaven. Dort trafen sie gegen 22.30 Uhr ein.
Die beiden Wassersportler blieben bis auf einen leichten Schock unversehrt. Für die Seenotretter war einer der ersten Einsätze der Saison erfolgreich abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion auf der Kieler Förde nach Entdeckung eines leeren Motorboots
(12.05.20) Ein leeres Motorboot löste am Abend des 10.5. auf der Kieler Förde eine Suchaktion aus. Es war am Strand von Mönkeberg mit gesetzten Positionslaternen entdeckt worden. Daraufhin wurden die Polizei und die DGzRS alarmiert.
Von der Station Laboe lief der Seenotrettungskreuzer 'Berlin' aus und startete mit seinem Scheinwerfer eine Suchaktion nach möglichen Bootsinsassen. Währenddessen untersuchten die Beamten der Polizei das offenkundig leckgeschlagene Motorboot. Sie entdeckten an Bord eine Handynummer.
Als sie diese anriefen, erreichten sie tatsächlich den Skipper. Er hatte nach einem Wassereinbruch den Strand von Mönkeberg angesteuert und nach dem Aufsetzen des Bootes dieses verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Jollenkreuzer kenterte in Dreibergen
(12.05.20) Nur ihrer guten körperlichen Konstitution haben es Vater und Sohn, beide Segler des Zwischenahner Segelklub, zu verdanken, dass ihr Segeltörn auf dem Zwischenahner Meer am 10.5. für sie am Ende gut ausging. Bei stürmischen Winden war ihr Jollenkreuzer zwischen dem Naturschutzgebiet Stamers Hoop und dem Fähranleger in Dreibergen gekentert. Bei einer Wassertemperatur von 17 Grad schwammen die Segler etwa 100 Meter zu einem Steg und wurden dort von einem Anwohner versorgt.
Die DLRG wurde gegen 15.40 Uhr per Telefon auf das gekenterte Segelboot am Nordufer hingewiesen. Die Segler machten sich vom Ufer aus bemerkbar, als die Retter eintrafen. Nachdem ausgeschlossen worden war, dass sich weitere Personen in Not befanden, wurde das Boot mit Hilfe der beiden Segler geborgen und an den Steg geschleppt.
Wegen des noch sehr kalten Wetters wurden nachalarmierte Taucher mit Neoprenanzügen auf dem vollgelaufenen Boot abgesetzt. Der Jollenkreuzer konnte seinen Eignern, die mit einer leichten Unterkühlung davongekommen waren, später unbeschadet übergeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kampf gegen Wind und Wellen ging vor Lemmer verloren: Surfertragödie bei Scheveninen
(12.05.20) Am 10.5. um 10.24 Uhr wurden die Seenotretter der KNRM-Station Lemmer alarmiert, nachdem eine Motoryacht auf dem Weg zu ihrem neuen Heimathafen Winschoten in Probleme bei der Untiefe Steile Bank auf dem Ijsselmeer geraten war. Das Rettungsboot 'Maria Paula' kämpfte sich bei grober See zu der Position durch. Nachdem dem Skipper der richtige Weg gewiesen worden war, setzte sie ihre Fahrt ohne weitere Assistenz fort.
Um 16.30 Uhr der nächste Alarm: Eine Yacht war zwischen dem Friese Hoek und dem Rotterdammer Hoek in Seenot geraten. Sie hatte auf dem Polderdeich aufgesetzt und dabei erheblichen Schaden davongetragen. Nachdem Seenotretter an Bord abgesetzt worden waren, nahm das Rettungsboot den Havaristen auf den Haken und versuchte, es in den Hafen zu bekommen.
Der Skipper war zuvor abgeborgen und in wärmende Decken gehüllt worden, um der drohenden Unterkühlung vorzubeugen. Die Schleppfahrt gestaltete sich zu einem Kampf gegen die Wellen und das eindringende Wasser. Immer wieder gingen hohen Seen über das hart arbeitende Boot, in dessen Cockpit zwei KNRM-Männer aushielten.
Am Ende ging der Kampf aber doch verloren - das Boot lag immer tiefer im Wasser und sackte schließlich im Friese Hoek weg, und die Seenotretter mussten selbst abgeborgen werden. Der Arbeitstag war für die Seenotretter aber noch nicht beendet - ein weiteres Boot meldete, in der Bucht von Lemmer manövrierunfähig geworden zu sein.
Ihm war eine Leine in den Propeller geraten und hatte diesen blockiert. Da der Havarist bereits dicht unter Land war, konnte er binnen kurzem nach Lemmer eingeschleppt werden.
Die heftigen Witterungsbedingungen führten tags darauf zu einer Tragödie an der niederländischen Küste: Starker Wind und Strömungen brachten am Abend des 11.5. eine Reihe von Surfern an der Küste von Scheveningen bei Den Haag in Seenot. Mindestens sieben konnten nicht mehr aus eigener Kraft den Strand erreichen und wurden von den Rettungskräften aus der Nordsee geholt.
Für zwei von ihnen kam die Hilfe zu spät. Eine dritte Person wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Die Suche nach drei weiteren Vermissten wurde gegen 23 Uhr eingestellt. Am Vormittag des 12.5. wurden sie alle tot in der See entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Llanes/Spanische Biskaya
(12.05.20) Am Morgen des 11.5. kam es auf dem 11 Meter langen, spanischen Kutter 'Isla Sable Dos' der sich auf Fangfahrt neun Meilen nordnordwestlich von Llanes befand, zu einem Wassereinbruch. Um 3.57 Uhr wurde der Notsender aktiviert. Die zweiköpfige Crew, die vier Stunden zuvor von Ribadesella aus auf Thunfischfang gegangen war, ging in eine Rettungsinsel.
Eine SAR-Operation unter Beteiligung mehrerer anderer Kutter sowie des Hubscharubers Helimer Cantábrico aus El Musel in dem Seegebiet begann. Um 4.45 Uhr fand der Kutter 'Nuevo San Mateo' (MMSI: 224051650) aus Bañugues die beiden Männer, nachdem sie Notraketen abgeschossen hatten, und nahm sie unversehrt an Bord. Die Schiffbrüchigen wurden später dem zwischenzeitlich alarmierten SAR-Boot 'Sant Carles' (MMSI:224093950) der Salvamento Marítimo-Station in Llanes übergeben.
Dieses brachte die Fischer gegen sechs Uhr zurück in den Hafen, wo sie der aufgewühlte und erleichterte Eigner in Empfang nahm, der sich zwischenzeitlich große Sorgen gemacht hatte, als es keinen Kontakt zu seinen Männern gab. Danach liefen die Seenotretter nochmals aus und suchten die Position des gesunkenen Kutters aus Moaña nochmals ab. Es wurden aber weder Trümmer noch Kontaminationen entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerschiff nach Kollision und Strandung eingeknickt
(12.05.20) Der Bulkcarrier 'Samudra Sakti I' mit einer 21-köpfigen Crew an Bord konnte am 11.5. gegen 16 Uhr auf Position 01 11 6 N, 103 52 54 E freigeschleppt werden und ging auf der Reede von Batam vor Anker. Er war offenbar vor dem Auflaufen mit dem Containerfrachter 'Shahraz' kollidiert, der direkt daneben auf Grund lag. Dessen Steuerbordseite wies mittschiffs deutliche Spuren eines Zusammenstoßes auf.
Hier war das Schiff auch eingeknickt. Am Rumpf zeigten sich an beiden Seiten vertikale Risse bis unter die Wasserlinie. Am 12.5. saß das voll beladene Schiff mit 25 Mann an Bord in unveränderter Lage südlich von St. John Island in der Straße von Singapur. Der Zusammenstoß hatte sich am 10.5. gegen 19 Uhr ereignet, als beide Schiffe in derselben Richtung unterwegs waren, das Containerschiff auf der Fahrt von Port Klang nach Yangshan, der Frachter von Belawan nach Bayah in Südwest-Java.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Scillies abgeschleppt
(12.05.20) Am 10.5. um 18.30 Uhr wurde de' Asteria - PW 377', 74 BRZ (MMSI: 232007060), von Newlyn kommend 10,5 Meilen nördlich der Isles of Scilly auf Position 50 09 42 N, 006 16 48 W manövrierunfähig, nachdem ihm eine Leine in den Propeller geraten war. Die achtköpfige Crew setzte einen Notruf an die Falmouth Coastguard ab, und das RNLI-Boot aus St. Marys kam zu Hilfe. Es schleppte den Havaristen nach Wolf Rock.
Dort übernahm ihn das RNLI-Boot aus Penlee und übernahm den weiteren Transport nach Newlyn. Hier machte der Kutter am 11.5. um 2zwei Uhr fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bislang ein Toter und 22 Verletzte nach Tankerexplosion
(12.05.20) Nach den Explosionen und dem Brand auf dem 1999 erbauten Produktentanker 'Jag Leela' der PT Waruna Nusa Sentana in Belawan wurde am 11.5. gegen 16 Uhr ein toter Arbeiter geborgen. 22 weitere kamen mit Verbrennungen ins Krankenhaus. Das Feuer auf dem Schiff war inzwischen zwar unter Kontrolle, brannte aber weiter. Deshalb konnte nicht sichergestellt werden, ob sich noch weitere Menschen im Innern befanden.
Für die Feuerwehr war es wegen der verbliebenen Brände und der immensen Hitze noch zu unsicher, an Bord zu gehen und es zu durchsuchen. Ein Untersuchungsteam wurde gebildet, um die Ursache des Unglücks zu klären. Große Teile des Tankers waren komplett ausgebrannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter drohte in Stornoway/Schottland zu sinken
(12.05.20) Am 7.5.um 8.20 Uhr fing die Stornoway Coastguard einen Notruf des 16 Meter langen, britischen Kutters 'Prevail - SY121' (MMSI: 235010940) auf, nachdem es auf Position 58 12 48 N 006 23 53 W im Hafen von Stornoway zu einem Wassereinbruch durch ein verklemmtes Ventil gekommen war. Sie schickte ein Rettungsteam, das der Feuerwehr sowie der Polizei assistierte, das Schiff zu sichern.
Es gelang, mit Lenzpumpen den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und die Leckage abzudichten. Um 10.20 Uhr war der Einsatz erfolgreich beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter deutscher Reederei saß vor Thameshaven/GB fest
(12.05.20) Am 10.5. lief der zypriotische Containerfrachter 'Samskip Innovator', 7852 BRZ (IMO: 9436214), der Meyering Bereederungs-GmbH & Co. KG in Haren/Ems um 22.20 Uhr auf der Fahrt von Tilbury nach Rotterdam rund 2,1 Meilen vor Thameshaven auf Position 51 29 42 N 000 33 34 E auf Grund. Zwei Schlepper konnten den Havaristen wieder flottmachen. Er wurde dann zu einem drei Meilen östlich gelegenen Ankerplatz vor der Isle of Sheppey gebracht.
Einer der beiden blieb anschließend auf Standby in der Nähe. Von dort ging es am 11.5. um neun Uhr mit Schleppereskorte zurück nach Sheerness, wo er um 13.45 Uhr eintraf, um dort Untersuchungen auf mögliche Schäden durchführen zu können. Am 12.5. um ein Uhr lief das Schiff wieder aus und nahm erneut Kurs auf den Zielhafen, wo es am 12.5. um 9.55 Uhr assistiert vom Schlepper 'Smit Waalhaven'.im Scheurhaven festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Komplettausfall auf Trawler vor Rattray Head
(12.05.20) Auf dem britischen Trawler 'Tranquility - BF 7', 166 BRZ (IMO: 8972728), kam es am Abend des 10.5. zu einem kompletten Ausfall der Bordenergie rund drei Meilen östlich von Rattray Head. Das RNLI-Boot aus Fraserburgh konnte den Havaristen mit seiner sechsköpfigen Crew auf Position 57 37 07 N, 001 44 04 W lokalisieren.
Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen und den Havaristen in Richtung Fraserburgh zu ziehen. Zuvor war es der Crew gelungen, zumindest den Generator wieder in Gang zu bekommen, doch der Versuch, auch die Hauptmaschine zu starten, war fehlgeschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrackräumung vor Villefranche-sur-Mer/b>
(12.05.20) In der Bucht von Villefranche veranlasste der Maritime Präfekt die Räumung diverser Wrackreste, die die sichere Navigation gefährdet hatten. Da die Eigner trotz Aufforderung nicht aktiv geworden waren, wurde vom 10. bis zum 13.5. durch die Alpes Maritimes mithilfe der 'Jason', der 'Loire' sowie einer Gruppe Minentaucher eine an einer Mooringtonne gesunkene Segelyacht gehoben.
Die Kette der Tonne war samt des Wracks über den Meeresgrund getrieben und hatte Segrafelder bei Posidonia zerstört. Das Wrack wurde nach Darse gebracht. Dann wurde ein am 5.12.2019 ein vor Darse im Mooringfeld gesunkenes Motorboot gehoben, gefolgt von einem halb gesunkenen, 6,5 Meter langen Motorboot sowie 1,5 Tonnen Trümmern und Maschinenteilen von diversen Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer in Papendrecht
(12.05.20) Am Abend des 11.5. brach ein Feuer auf einem Binnenschiff, das auf De Noord zwischen Hendrik-Ido-Ambacht und Papendrecht unterwegs war. Ein Feuer aus. Um 19.15 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Der Havarist machte an der Noordhoek in Papendrecht fest, wo es von den Einsatzkräften erreicht werden konnte.
Es stellte sich heraus, dass Isolationsmaterial im Schornstein Feuer gefangen hatte. Nach gut einer Stunde war der Brand gelöscht und konnte das Schiff seine Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper schützte havarierte Yacht
(12.05.20) Eine Segelyacht mit Antriebsproblemen wurde am 11.5. bei der Spijkenisser Brücke auf der Oude Maas vor einer sehr gefährlichen Lage bewahrt. Das manövrierunfähig gewordene Boot drohte vor den herannahenden, maltesischen Tanker 'Team Hawk', 17822 BRZ (IMO: 9396000), zu treiben, der von Dordrecht nach Rotterdam unterwegs war und von zwei Schleppern von Muller in Dordrecht assistiert wurde. Zwischen Hoogvliet und Spijkenisse wurde es gefährlich eng.
Einer der Schlepper, die 'En Avant 7', erhielt die Erlaubnis, vom Tanker loszuwerfen und das Boot zu schützen. Er schirmte die Yacht während der Passage des Tankers ab und schleppte sie anschließend zur Schleuse, wo sie sicher festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack von Versorger nach fast sieben Jahren geborgen
(12.05.20) SMIT Salvage hat im April das Wrack des unter Bahamas-Flagge registrierten Offshore-Versorgers 'Ramco Crusader', 2017 BRZ (IMO: 8200620), geborgen, am 12.8. rund 45 Meilen vor Beberibe in Ceara nach einem Feuer im Maschinenraum gesunken war. Er war zu der Zeit für die Bohrinsel 'Ocean Courage' der Petrobras eingesetzt gewesen. Nachdem die 15-köpfige Crew gerettet worden war, trieb das Schiff 25 Meilen vor der brasilianischen Küste, bis es auf 27 Metern Wassertiefe sank.
Danach wurden zunächst umweltgefährdende Stoffe entsorgt. Mehrere Versuche, das Wrack zu heben, scheiterten danach, bis die Versicherung am Ende SMIT Salvage damit beauftragte. Taucher begannen damit, alle nötigen Tanks und weitere Räume zum Fluten mit Pressluft abzudichten. Auch Rohre und Ventile zum Ausgleichen der Luftvolumina wurden bereits 2019 installiert.
Nach der Winterpause wurde ab Februar damit begonnen, die Arbeiten mithilfe des belgischen AHTS 'Sovereign' (IMO: 9262742) von Boskalis Offshore sowie der Kranbarge 'Smitbarge 1' abzuschließen. Zunächst wurden die Arbeiten vom Vorjahr kontrolliert und noch einige Nachjustierungen vorgenommen.
Dann brachten Taucher Luftschläuche am Rumpf an, und in zwei Stufen wurde das Wrack kieloben zurück ans Tageslicht gebracht und abgeschleppt. Den Abschluss der Arbeiten stellte die Räumung auf dem Meeresgrund verbliebener Trümmer mit dem 300-Tonnen-Kran der 'Smitbarge 1' dar. Am 17.4. lief die 'Sovereign' mit dem Wrack am Haken in Fortaleza ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Longliner in Bermagui geborgen
(12.05.20) Am 9.5. strandete der 20 Meter lange Longliner 'South Seas' gegen 6.45 Uhr zwischen Narooma und Bermagui. Die, Bermagui Surf Lifesavers wurden zu Hilfe gerufen. Mit einem RIB brachten sie eine Schleppleine zu einem großen Trawler 'Immacolata' aus Sydney aus. Diesen hatte der Skipper des Longliners um Assistenz gebeten.
Mit dem steigenden Wasserstand gelang es, den Havaristen zurück in tiefes Wasser zu ziehen. Die NSW Martime Narooma und Marine Rescue Bermagui waren dabei auf standby.
Quelle:Tim Schwabedissen


11.05.2020

Brücke weg ...
Brücke weg ...
(Bild: Polizei Muenster) Großbild klick!
Dortmund-Ems-Kanal: Brücke nach Kollision eingestürzt
(11.05.20) Auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist ein 85 Meter langes Binnenschiff bei Emsbüren mit einem Pfeiler der Kunkemühler Brücke kollidiert. Dadurch wurde ein Teil der einspurigen Brücke zum Einsturz gebracht. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSA) sperrte die Wasserstraße für den Schiffsverkehr nach dem Unfall auf Höhe des Emsbürener Ortsteils Gleesen.
Bei dem Aufprall war der Mittelteil der Kanalüberführung aus der Fassung gehebelt worden und stürzte in die Wasserstraße. Ersten Ermittlungen zufolge hatte das unbeladene, polnische Frachtschiff offenbar zu wenig Ballastwasser gebunkert, so dass der Bug zu weit emporragte und offenbar deshalb mit der Brücke kollidierte.
Die Crew stoppte das Schiff nach der Kollision und wartete auf die Wasserschutzpolizei. Unter deren Begleitung wurde es achteraus laufend zur Schleuse Hesselte gebracht. Dort nahmen die Beamten die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf.
Wann und wie das im Wasser liegende Brückenelement geborgen werden kann, war noch vollkommen unklar. Verletzt wurde bei der Havarie niemand. Die Höhe des entstandenen Schadens lag ersten Schätzungen zufolge aber im Millionenbereich.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Tanker 'Jag Leela'
Archivbild Tanker 'Jag Leela'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Feuer und Explosionen auf Tanker im Trockendock
(11.05.20) Auf dem indonesischen Aframax-Tanker 'Jag Leela', 58374 BRZ (IMO:9173654), der seit dem 11.4. im Trockendock des Waruna-Shipyard in Medan/Belawan lag, brach am frühen Morgen des 11.5. ein Feuer aus. Dichter starker Rauch quoll aus dem Achterschiff, gefolgt von mehreren Explosionen. Binnen kurzem entwickelte sich ein Großbrand mit meterhohen Flammenlohen, die den gesamten achteren Schiffsbereich erfassten.
Auch ein Nachbarlieger wurde vom Feuer erfasst. Etliche Werftarbeiter erlitten Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Weitere sollten im Schiffsinnern eingeschlossen sein. Um wie viele es sich handelte, war zunächst unbekannt.
Dutzende von Löschfahrzeugen eilten zum Brandort. Auch Schlepper mit Löschmonitoren kamen herbei und gingen seeseitig gegen das Feuer vor. Am Vormittag war es weiterhin außer Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen


Raddampfer 'Amphibious' gesunken
Raddampfer 'Amphibious' gesunken
(Bild: Moana Salvos) Großbild klick!
144 Jahre alter Raddampfer sank in Echuca
(11.05.20) Der australische Raddampfer 'Amphibious' sank in der Nacht zum 10.5. im Murray, und nur noch die obersten Teile ragten aus dem Flusswasser empor. Die NSW Roads and Maritime Services starteten eine Untersuchung zur Untersuchung des Unglücks. Das Schiff war 2019 nach Echuca zurückgekommen. Sie sollte aber nicht in die Touristenfahrt gehen, sondern in Privatbesitz bleiben.
Der Eigner hatte das 144 Jahre alte Schiff 2016 gekauft und von Renmark in Südausttralien in Richtung Murray überführen wollen. Doch an der Tocumwal Bridge endete die Fahrt, weil das Schiff zu groß war, sie zu passieren.
Das Schiff entstand 1874 auf den Britannia Ironworks in Melbourne und ist der zweitälteste hölzerne Raddampfer Australias. Er wurde vielfach umgebaut, auch zu einem Showboot mit Aufbauten über die gesamte Schiffslänge. Bis 1971 bot er Ausflüge auf dem Port River in Adelaide an.
1978 sank er in Port Adelaide. Nach der Bergung und Reparatur kam er zurück auf den Murray River. 1981 spielte er eine Rolle im Film Gallipoli und später in der TV-Serie The River Kings. Zuletzt gehörte er Tim Mills aus Adelaide, der ihn als Wohnschiff nutzen wollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Vera af Faaborg' in Helgoland
(Bild: Brigitte Rauch) Großbild klick!
Traditionssegler strandete auf Helgoland
(11.05.20) Am frühen Morgen des 10.5. lief die dänische Segelyacht 'Vera af Faaborg' eines Münsteraner Skippers auf die Augustamole in Helgoland auf. Die Havarie ereignete sich in dichtem Nebel. Der 1931 erbaute Traditionssegler sollte mit dem folgenden Hochwasser von der DGzRS wieder von den Steinen gezogen werden. Was das Boot in Helgoland, das wegen der Coronareglungen noch nicht angelaufen werden darf, wollte, war unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Großfeuer in der North Saanich Marina
Großfeuer in der North Saanich Marina
(Bild: Alana Kelly) Großbild klick!
Ein Toter und zwei Verletzte bei Großfeuer in Marina
(11.05.20) Eine Person kam ums Leben, zwei weitere wurden verletzt, als es am Nachmittag des 10.5. in der North Saanich Marina in Swartz Bay auf Vancouver Island zu einer Explosion auf einer Motoryacht kam. Die BC Emergency Health Services kamem mit sechs Krankenwagen, nachdem sie um 15.50 Uhr alarmiert wurden. Zwei Verletzte wurden vor dem Abtransport ins Krankenhaus vor Ort erstversorgt.
Sie waren nicht lebensgefährlich verletzt. Auch das Sidney Volunteer Fire Department, die Coastguard und Polizei waren vor Ort. Dichter, schwarzer Rauch stieg über der Marina auf, nachdem der Brand von einem Boot auf die Tankstation übergriffen. Drei Boote und die Anlage wurden bei dem Feuer, das stundenlang wütete, zerstört.
Das Boot, von dem der Brand ausging, wurde losgeschnitten und trieb in die Bucht hinaus. Die RCMP schickte am 11.5. ein Bergungsteam, das unter Wasser nach Hinweisen suchen sollte. Eine Ölsperre wurde ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Konarak'
Archivbild 'Konarak'
(Bild: Iranian Navy) Großbild klick!
19 Tote und 15 Verletzte bei Raketenunfall der iranischen Marine
(11.05.20) Bei einem Manöver der iranischen Marine zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman traf am 10.5. eine von der iranischen Korvette 'Dschamaran' abgefeuerte Rakete versehentlich das Hilfsschiff 'Konarak'. Dieses hatte offenbar nicht den notwendigen Abstand gehalten. 19 Menschen kamen ums Leben, weitere 15 wurden verletzt und ins Imam Ali (AS) Hospital in Chabahar transportiert. Zwei waren in kritischem Zustand.
Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Hafenstadt Dschask, etwa 1.270 Kilometer südöstlich von Teheran im Golf von Oman. Die 'Konarak' hatte im Rahmen der Übungen Ziele ausgelegt, die andere Schiffe anvisieren sollten, war aber dann so dicht an einem geblieben, das sie von der Rakete aufgefasst wurde. Das beschädigte, aber noch schwimmfähige Boot wurde nach dem Unfall in einen Hafen geschleppt. Es ist 47 Meter lang, wurde 1988 in den Niederlanden erbaut und hat eine Stammbesatzung von 20 Mann. Das 40-Tonnen-Boot der Hendijan-Klasse ist mit einer 20-mm-Kanone und vier Lenkraketen bestückt, verfügt über Minenlegeausrüstung, eine Drohnenstartvorrichtung und ist überwiegend für Aufklärungsaufgaben eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Schiffbrüchige vor Cumberland Island gerettet
(11.05.20) Die US Coast Guard rettete am 9.5. drei Personen, deren Boot 18 Meilen östlich von Cumberland Island, Georgia, gesunken war. Um 8.18 Uhr ging bei der Coast Guard Charleston ein Notruf der 54 Fuß langen 'Bacchus' ein, deren Skipper einen Wassereinbruch meldete und angab, dass eine Rettungsinsel ausgebracht würde. Daraufhin wurde das 78 Fuß lange Patroullienboot 'Heron' der Coast Guard Station Brunswick zum Havaristen dirigiert, außerdem lief ein 45-Fuß-Boot aus, und ein MH-65 Dolphin-Helikopter stieg von der Air Station Savannah auf.
Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, lag das Motorboot bereits weitgehend unter Wasser. Die drei Schiffbrüchigen, die dank des aktivierten EPIRB gut lokalisiert werden konnten, wurden unversehrt aus der in der Nähe treibenden Rettungsinsel aufgenommen. Sie wurden zur Station Brunswick gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Arbeitsreicher Sonntag für Seenotretter in Lemmer
(11.05.20) Am 10.5. um 10.25 Uhr wurde die KNRM Lemmer alamirt, weil ein Boot auf der Steilen Bank auf dem Ijsselmeer auf Grund gelaufen war. Das Rettungsboot 'Maria Paula' das auf der Station derzeit die 'Palace Noordwijk' ersetzt, lief zu der Position aus und fand ein Sportboot mit einer Person an Bord vor. Er hatte es vor einem Tag gekauft und wollte es in seinen neuen Heimathafen Winschoten überführen.
Nachdem es wieder flottgemacht worden war, wurde ihm die exakte Route nochmals erklärt, und er konnte seine Fahrt fortsetzen. Um 16.30 Uhr folgte der nächste Alarm für die Station. Diesmal war eine Yacht zwischen der Friese Hoek und dem Rotterdamer Hoek festgekommen. Der Wind frischte unterdessen von zwei auf fünf bis sechs Beaufort auf.
Dagegen war die Yacht nicht mehr angekommen und saß beim Eintreffen der Seenotretter auf den Steinen des Polderdeichs und war erheblich beschädigt und leckgeschlagen. Die 'Maria Paula' versuchte, sie in einem Wettlauf gegen das eindringende Wasser in den Hafen zu bekommen. Der Skipper wurde von der ebenfalls ausgelaufenen 'Anna Dorothea' übernommen und mit leichten Unterkühlungsanzeichen betreut.
Die Kombination aus hohen Wellen und Schäden am Rumpf führte unterdessen zu einem Fehlschlag des Bergungsversuchs. Der Havarist sackte immer weiter weg und sank schließlich in flachem Wasser am Friese Hoek. Noch während der laufenden Bergungsaktion meldete die Coast Guard dann ein Schiff mit einer Leine im Propeller vor Lemmer. Dieses konnte dann sicher in den Hafen gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter nach Kollision in Hochdonn bei Lindenau repariert
(11.05.20) Der holländische Frachter 'Scheldebank', 2999 BRZ (IMO: 9439474), der nach seiner Kollision mit der Kanalfähre 'Hochdonn', 45 BRZ (MMSI: 211594520), mit Schäden am Rumpf am Nachmittag des 8.5. die Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort zur Reparatur angesteuert hatte, verließ die Werft am 9.5. um 00.20 Uhr nach Abschluss der notwendigen Arbeiten und Untersuchungen sowie eine Klasseinspektion. Er setzte seine Fahrt nach Inkoo fort, wo er am 11.5. eintreffen sollte. Die 'Hochdonn' wurde an den Schirrhof der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Hochdonn verholt.
Sie sollte voraussichtlich in dieser Woche nach Rendsburg geschleppt werden. Dort war geplant, sie aus dem Wasser zu holen und die Schäden genau zu untersuchen. Der Ausfall wird aber in jedem Fall mehrere Wochen dauern.
Das Schiff wurde noch am Unglückstag durch die aus Landwehr gerufene Fähre 'Audorf' (MMSI: 211594530) im Dienst über den Nord-Ostsee-Kanal ersetzt. In Landwehr kam dafür die Ersatzfähre 'Kolberg' (MMSI: 211440360) zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiff sank in Ferrières
(11.05.20) In Panne D der Marina von Ferrières sank am 10.5. die 17 Meter lange Motoryacht 'Alliance Sud' nach einem Wassereinbruch an seinem Liegeplatz. Am 11.5. wurde damit begonnen, das Holzschiff mithilfe von Luftsäcken wieder anzuheben. Dann wurde es gelenzt und abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Frachter in Straße von Singapur gestrandet
(11.05.20) Gleich zwei Schiffe, der unter iranischer Flagge laufende Frachter 'Sharaz', 74175 BRZ (IMO:9349576), und der indonesische Bulkcarrier 'Samudra Sakti', 14446 BRZ (IMO:9238258), liefen in unmittelbarer Nähe voneinander am 11.5. gegen zwei Uhr in der Straße von Singapur in den Gewässern von Batu Batu Waters unweit ovn Sambu Island, Batam, auf Grund.
Das Directorate General of Sea Transportation und das Ministry of Transportation schickten zwei Patroullienboote, die KN 'Kalimashada - P 115' und die KN 'P 112 - Sarotama' zur Unglücksstelle, nachdem sie vom Batam VTS verständigt wurden. Sie trafen um 4.45 Uhr vor Ort ein.
Die Einsatzkräfte koordnierten sich auch mit dem VTS Batam, KSOP Tanjung Balai Karimun und der Batam Special KSOP. Die 'Sharaz' war am 10.5. um 8.50 Uhr aus Port Klang ausgelaufen und nach Yangshan bestimmt. Sie saß mit einer Backbordschlagseite von vier Grad beim Batu Stop-Sender auf Position 01°11'25" N 103°52'854" E fest.
Im Laufe des Tages hingen Vor- und Achterschiff deutlich erkennbar durch. Es kam zu einem Wassereinbruch. Die 'Samudra Sakti' lag auf Position 01°11'097"N 103°52'905" E auf Grund. Ihr Bug ragte hoch aus dem Wasser. Sie war am 9.5. um 11.40 Uhr aus Belawan ausgelaufen und war nach Bayah unterwegs, wo sie am 14.5. hätte eintreffen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief in Java-See auf Grund
(11.05.20) Der unter Singapur-Flagge registrierte Frachter 'Asia Pearl IV', 22402 BRZ (IMO: 9502764), der mit 30,000 Tonnen Zucker beladen war, lief am 2.5. vor Mendanau Island auf Position 02° 38.97' N 107° 14.96' E in der Java-See auf Grund. Das Schiff war von Laem Chabang nach Merak unterwegs, wo es am 3.5. hätte eintreffen können. Da es nicht gelang, es mit eigener Kraft abzubringen, haben die Eigner die PT Samudera Mbianti Sesami und SMIT Land Marine Engineering (Far East) Pte. Ltd. unter Lloyd's Open Form unter Vertrag genommen. Wahrscheinlich würde auch General Average erklärt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


10.05.2020

Ausgebranntes Motorboot bei Lampertheim
Ausgebranntes Motorboot bei Lampertheim
(Bild: Polizei Lampertheim) Großbild klick!
Skipper bei Verpuffung schwer verletzt
(10.05.20) Aus bisher ungeklärter Ursache kam es auf einem Sportboot, das an einer Steganlage im Lampertheimer Altrhein bei Flusskilometer 2,9 lag, am 8.5. zu einer Verpuffung unter Deck und in der Folge zu einem Brand. Das Boot wurde durch die Feuerwehr Lampertheim gelöscht und anschließend ans Ufer gezogen. Es war durch die Brandschäden nicht mehr schwimmfähig.
Der 51-jährige Eigner des Bootes befand sich zum Zeitpunkt der Verpuffung an Bord und erlitt schwere Verbrennungen. Er wurde zur Behandlung in eine Spezialklinik transportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier saß vor Rosario fest
(10.05.20) Der britische Bulkcarrier 'Tenro Maru', 32540 BRZ (IMO: 9708954), lief am 6.5. von San Nicolas kommend mit einem Tiefgang von 9.28 Metern am TRP-Liegeplatz in Rosario auf Grund. Die Schlepper 'Albacora' und 'Tumbador' konnten das mit 66.09 Tonnen Eisenerz beladene Schiff am 7.5. um 10.05 Uhr wieder flottmachen. Es warf auf der Reede von Rosario für Inspektionen Anker. Hier lag es am 01.5. weiter in Position 32° 56.15' N 060° 37.86' W.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Tanker 'Seaven Joy', ex 'Deniz A'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Tanker nach Lavrion abgeschleppt
(10.05.20) Auf dem griechischen Tanker 'Seaven Joy', 3153 BRZ (IMO: 9539949), der mit einer 15-köpfigen Crew in der Straße von Kafirea von Eleusis kommend unterwegs war, kam es am Morgen des 8.5. zu einem Maschinenausfall. Das manövrierunfähige Schiff setzte einen Notruf ab und wurde von dem Schlepper 'Apollon' im Lauf des Vormittags auf den Haken genommen. Er zog ihn auf die Reede von Lavrion, wo er auf Position 37° 57.90' N 024° 27.02' E zur Reparatur Anker warf. Am 10.5. war er wieder unterwegs nach Alexandroupolis.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'RMS Neudorf'
Archivbild 'RMS Neudorf'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Treibstoffversorgung auf Frachter gestört
(10.05.20) Der liberianische Frachter 'RMS Neudorf', 1985 BRZ (IMO: 8920256), meldete der Coastguard am 7.5. gegen 18.55 Uhr Probleme mit der Treibstoffversorgung. Er war auf der Reise von Rotterdam nach Birkenhead und befand sich 4,9 Meilen vor Dungeness Ooin. Um 22.30 Uhr war der Leitungsschaden behoben, und das Schiff kehrte in die südwestliche Zone der Straße von Dover zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sieben Personen von leckgeschlagenem Sportboot abgeborgen
(10.05.20) Die US Coast Guard und die Portland Fire and Rescue retteten am Nachmittag des 9.5. sechs Erwachsene und ein Kind von dem 40 Fuß langen Motorboot 'Lawilila', das unweit von Kelley Point in Portland einen Wassereinbruch erlitten hatte. Um 13.05 Uhr fing die Coast Guard Columbia River einen Mayday-Ruf aus. Von der Coast Guard Station Portland kam ein 29-Fiuß-Boot zu Hilfe, das gerade in einem anderen Einsatz gewesen war, um ein Boot, das bei der I-205-Brücke auf Grund gelaufen war, zu bergen.
Es traf um 1.18 Uhr vor Ort ein und wurde unterstützt vom 'Fire Boat 17'. Alle sieben Personen wurden von Bord unversehrt heruntergeholt.
Fünf von ihnen wurden an Land gebracht. Der Skipper und ein zweiter Mann blieben vor Ort, um Tow Boat US bei der Bergung zu assistieren. Sie befanden sich an Bord des 'Fire Boat 17', das um 13.25 Uhr den Unfallort erreichte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Patroullienboot
(10.05.20) Am 7.5. gegen 20 Uhr brach auf dem philippinischen Patroullienboot BRP 'Ramon Alcaraz (PS-16)' ein Feuer aus, kurz nachdem es aus dem indischen Hafen von Cochin ausgelaufen war. Es entstand an der Hauptmaschine und konnte nach 10 Minuten gelöscht werden. Zwei Mann der Crew erlitten aber Verbrennungen 2. Grades und mussten mit einem Hubschrauber abgeborgen und ins Marinekrankenhaus in Cochin geflogen werden.
Die Bordingenieure untersuchten unterdessen den Umfang des Schadens an der Maschine, um herauszufinden, ob das Schiff seine Fahrt fortsetzen konnte oder nach Indien zurückkehren musste. Das Boot gehört zur Gregorio del Pilar-Klasse, einer Gruppe von drei einstigen Schiffen der Hamilton-Klasse der US Coast Guard. Ein Schwesterschiff, die BRP 'Gregorio del Pilar', lief 2018 auf einer Routinepatroullie in der Westphilippinischen See auf Grund und war derzeit weiter in Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zylinderschaden an Hauptmaschine
(10.05.20) Der kanadische Bulkcarrier 'Whitefish Bay', 24430 BRZ (IMO: 9639880), hatte am 5.5. um 15.25 Uhr einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung Nr. 3 der Hauptmaschine. Er passierte gerade die Eisenhower Lock und befand sich auf Position 44 58 46.7N, 074 50 40.3W. Die Maschine blieb aber betriebsfähig, und am 8.5. machte das Schiff in Montreal fest, wo der Schaden repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Manövrierunfähig vor Line
(10.05.20) Am 10.5. kam das NSSR-Boot 'Uni' aus Stavanger einem Motorboot zu Hilfe, das bei sehr starkem Wind Maschinenausfall gemeldet hatte. Es trieb rasch auf die Küste der Insel Line zu. Das Rettungsboot nahm den 27 Fuß langen Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Hillevåg ab. Die Crew war zuvor auf ein anderes Boot übergestiegen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter saß vor Valdivia fest
(10.05.20) Der unter Hongkong-Flagge laufende Holzpelletfrachter 'Suarabaya Express', 54586 BRZ (MO: 9554731), der von Shidao kommend kurz zuvor eingetroffen war und auf Einlaufgenehmigung wartete, geriet mit einer 22-köpfigen Crew an Bord am Abend des 9.5. gegen 20 Uhr in der Bahía de Corral in Chile, beim Versuch zu ankern bei starkem Wind und kräftiger Strömung in der Region von Los Ríos ins Treiben. Er schrammte über zwei Felsen und setzte bei Los Molinos (Punta Brava), auf Grund auf.
Der 215 Meter lange Havarist wurde mit Schlepper- und Marineassistenz in der Nacht wieder befreit und wieder verankert. Die Bergungsarbeiten begannen um 23 Uhr. Am Morgen des 10.5. setzte er die Fahrt zum Zielhafen Valdivia fort und warf auf Position 39° 51.79' N 073° 24.78'. W Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht in Haren ausgebrannt
(10.05.20) In einem Yachthafen in Haren im Landkreis Emsland wurde am 9.5. eine Motoryacht durch ein Feuer komplett zerstört. Das Boot geriet kurz nach dem Anlegen in Brand. Die Ursache dafür war noch unklar.
Rund 30 Feuerwehrleute waren vor Ort, sie konnten jedoch nicht mehr verhindern, dass die Yacht ausbrannte. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 30.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen


08.05.2020

Crew der 'Le Marie Louis' in Rettungsinseln
Crew der 'Le Marie Louis' in Rettungsinseln
(Bild: Premar Atlantique) Großbild klick!
Trawler sank vor Ile de Yeu
(08.05.20) Am 7.5. um 12:10 Uhr fing das CROSS Etel über Funk von dem französischen Trawler 'Le Marie Louis - IO.642803', 50 BRZ (MMSI: 227340000), auf einer Position 40 Meilen westlich der Isle de Yeu einen Notruf auf, wenig später gefolgt von dem Signal des Notsenders des Schiffs. Das CROSS strahlte sofort ein Mayday Relay aus und alarmierte den Dauphin-Helikopter der Marinebase in La Rochelle sowie den Dragon 56-Helikopter des Zivilschutzes in Lorient.
Um 13:25 Uhr meldete der Kutter 'Mat Ma Co', dass er vier Schiffbrüchige in zwei Rettungsinseln gesichtet habe. Sie wurden um 13:40 Uhr unversehrt vom Dauphin-Helikopter aufgewinscht. Sie wurden um 14.25 Uhr am Nantes Airport abgesetzt.
Der 20,5 Meter lange, auf der Ile d'Oléron beheimatete Trawler war unterdessen 40 Meilen östlich der Ile de Yeu gesunken. Eine Navigationswarnung vor dem Wrack und möglicherweise herumtreibenden Trümmern wurde an die Schifffahrt herausgegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Finnisches Segelboot entmastet
Finnisches Segelboot entmastet
(Bild: Polizei Emden) Großbild klick!
Kutter und Yacht vor Juist kollidiert
(08.05.20) Am 6.5. kam es am späten Nachmittag nordwestlich der Insel Juist zu einer Kollision zwischen einer unter Segel laufenden, finnischen Yacht und einem auf dem Heimweg befindlichen deutschen Fischkutter. Zum Zeitpunkt der Kollision hatte dieser sein Fanggeschirr zwar eingeholt, die Kurrbäume aber zur Stabilisierung ausgebracht. Deshalb war er besonders breit.
Der finnische Segler versuchte noch auszuweichen, doch der Wind war zu schwach für das Manöver. Es wurden beim nun unabwendbaren Zusammenstoß zwar keine Personen verletzt, jedoch war der Sachschaden an der Segelyacht erheblich. Der Mast wie auch Aufbauten wurden zum Teil abgerissen oder komplett verbogen. Der Havarist steuerte den Emder Außenhafen an. Hier sollte eine Reparatur stattfinden. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei in Emden dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Scheldebank'
Archivbild Frachter 'Scheldebank'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision bei Hochdonn
(08.05.20) Auf dem Nord-Ostsee-Kanal kollidierte am 8.5. gegen acht Uhr der holländische Frachter 'Scheldebank', 2999 BRZ (IMO: 9439474), während des ostgehenden Transits auf der Reise von Delfzijl nach Inkoo mit der Kanalfähre 'Hochdonn', 45 BRZ (MMSI: 211594520) bei Hochdonn. Niemand wurde verletzt, es entstand aber erheblicher Sachschaden, und die Fähre war nicht mehr einsatzbereit. Das Unglück ereignete sich im dichten Nebel mit Sichtweiten zum Teil unter 30 Metern, als die voll beladene Fähre das Fahrwasser querte, aus noch ungeklärter Ursache.
Die 'Hochdonn' erreichte mit eingedrückten Aufbauten, aber aus eigener Kraft den Anleger auf der Südseite der Wasserstraße, wurde dort entladen und dann aus dem Betrieb genommen. Eines der an Deck stehenden Autos war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Umfang der Schäden wurde vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel untersucht.
Schaden an der Kanalfähre 'Hochdonn'
Schaden an der Kanalfähre 'Hochdonn'
(Bild: Ulf Jebsen) Großbild klick!
Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel hat Ermittlungen aufgenommen und war vor Ort. Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung machten sich ebenfalls auf den Weg nach Hochdonn. Gegen 11 Uhr traf die Kanalfähre aus Hohenhörn als Ersatz ein, um den Pendelbetrieb in Hochdonn übernehmen.
Auch nach Hohenhörn wurde entsprechend eine Ersatzfähre geschickt. Der Frachter machte nach der Kollision in der Ausweichstelle Dückerswisch fest. Dort untersuchte die Besatzung die Schäden. Danach durfte das Schiff seine Reise bis nach Kiel fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Blue Star Paros' in Piraeus
'Blue Star Paros' in Piraeus
(Bild: A.Savin) Großbild klick!
Fähre verlor Anker in Thira
(08.05.20) Am Abend des 7.5. wurde die Hafenbehörde von Thira über den Verlust des Steuerbordankers der griechischen Fähre 'Blue Star Paros', 10438 BRZ (IMO: 9241786), informiert, als diese auf der Route Thira - Naxos - Paros - Piräus unterwegs war. Es gelang beim Auslaufen aus Thira nicht, ihn aufzuholen, und er musste abgeschnitten werden. Zunächst wurde daraufhin ein Auslaufverbot erteilt und eine Inspektion durchgeführt.
Nachdem die Klasse des Schiffs bestätigt worden war, durfte es seinen fahrplanmäßigen Dienst fortsetzen und lief mit 35 Passagieren, 10 Autos und drei Motorrädern an Bord nach Naxos aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Enas H'
Archivbild Frachter 'Enas H'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenschaden auf Frachter
(08.05.20) Auf dem unter Tansania-Flagge laufenden Frachter 'Enas H', 3685 BRZ (IMO: 7366037), kam es am 6.5. auf der Fahrt von Tulcea nach Tripoli im Libanon zu einem Maschinenschaden. Der Havarist warf auf der Reede von Anamur gegen 13 Uhr Anker zur Reparatur durch die Crew.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'Lady Grace' wird gehoben
Kutter 'Lady Grace' wird gehoben
(Bild: Dan Hammock) Großbild klick!
Kutter wird nach zwei Jahren geborgen
(08.05.20) Am 8.5. sollte eine große Kranbarge der Quigg Brothers, die am 6.5. an der Riverside Bridge über den Hoquiam River eintraf, den vor zwei Jahren gesunkenen, 80 Fuß langen Kutter 'Lady Grace' gemeinsam mit den Associated Underwater Services wieder an die Wasseroberfläche bringen. Die Mittel für die Bergung wurden durch das Department of Natural Resources Derelict Vessel Program zur Verfügung gestellt. Erste Bergungsversuche im Februar waren erfolglos geblieben, weil der Holzrumpf zu schwer beschädigt war und das Wrack auf einem weiteren auf Grund liegenden Schiffsrumpf lag.
Deshalb wurde der Einsatz eines Krans entschieden, der aber erst jetzt verfügbar war. Am Morgen des 7.5. begannen die Berger, Trossen am Mast festzumachen und ihn damit um 8.45 Uhr an die Wasseroberfläche zu ziehen. Luftsäcke wurden an Bug und Heck festgemacht. Wenn alles gut geht, könnte das Wrack gegen Mittag mit noch mehr Auftriebshilfen wieder ans Tageslicht kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Schlepper 'Horoz'
Archivbild Schlepper 'Horoz'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Ayvalik: Schlepper wurde abgeschleppt
(08.05.20) Auf dem unter Tansania-Flagge laufenden Schlepper 'Balaban', 496 BRZ (IMO: 9142746), kam es auf der Fahrt von Tripoli, Libyen, nach Istanbul am 1.5. bei Ayvalik zu einem Maschinenausfall. Der unter Panama-Flagge laufende Schlepper 'Horoz' (IMO: 7610830) wurde zu Hilfe gerufen, um den Havaristen zu einer Werft bei Yalova zu transportieren.
Die Operation begann am 5.5. Beim Transit der Dardanellen wurde ein weiterer Schlepper der Coastal Safety als Eksorte gestellt. Am 8.5. traf der Schleppzug um 8.50 Uhr in Altinova ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Barnegat Inlet gestrandet
(08.05.20) Am Abend des 6.5. lief der 53 Fuß lange Kutter 'Bay of Isle' an der Mole des Barnegat Inlet in New Jersey an einer langgestreckten Buhne unweit der Küste auf Grund. Die Crew alarmierte die örtliche Coast Guard Station, doch diese war nicht in der Lage, zu helfen. Stattdessen wurde von der Coast Guard Delaware Bay ein MH 65-Dolphin-Helikopter der Air Station Atlantic City zu Hilfe geschickt.
Die beiden Fischer wurden unversehrt an Bord des Hubschraubers gezogen und zur Station geflogen. Ihr Kutter saß mit Backbordschlagseite halb unter Wasser liegend auf der kaum aus dem Wasser ragenden Buhne auf. Die Brandung setzte dem Schiff zu, das rund 500 Gallonen Diesel an Bord hatte.
Am 7.5. wurde er nach Tagesanbruch von der Coast Guard in Hinblick auf möglicherweise austretende Schadstoffe überprüft. Ein Abpumpen des Kraftstoffs oder das Auslegen von Ölsperren war wegen der prekären Lage des Havaristen und des Seegangs vor Ort nicht möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker mit Maschinenproblem
(08.05.20) Der kanadische Tanker 'East Coast', 23519 BRZ (IMO: 9298703), wurde am 5.5. gegen 11 Uhr von Portland kommend auf Position 48 32 54.1N, 061 42 49.7W südlich von Anticosti Island, Quebec, manövrierunfähig durch ein Maschinenproblem. Die Crew führte Reparaturen aus, und am 7.5. gegen 11 Uhr machte das Schiff in Quebec fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschine stotterte in Montreal
(08.05.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Federal Tyne', 31590 BRZ (IMO: 9658903), kam es beim Verlassen von Section No. 54 des Hafens von Montreal am 5.5. gegen 14.45 Uhr zu einem mehrfachen Maschinenversagen. Zwei Schlepper assistierten dem Schiff, und es ankerte auf Section No. 74.
Dort führte die Crew Reparaturen durch. Am 7.5. lief der Frachter nach Baie Comeau aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Wick abgeschleppt
(08.05.20) Der britische Kutter 'Kingfisher', 122 BRZ (MMSI: 232004550), meldete der Shetland Coastguard am 5.5., gegen 23 Uhr, dass auf der Fahrt von Wick nach Scrabster die Maschine in Vorausfahrt blockierte.
Das Schiff befand sich drei Meilen ostsüdöstlich von Wick und trieb mit 3,5 Knoten in östlicher Richtung auf Position 58 25 30 N, 002 59 36W. Das RNLI-Boot aus Wick lief zur Assistenz aus und nahm den Havaristen auf den Haken.
Er wurde am 6.5. um 00.50 Uhr in den Hafen eingeschleppt. Nach Reparaturen lief das Schiff am Abend wieder Richtung Orkney aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot vor Mobile vor Untergang bewahrt
(08.05.20) Am 7.5. kam die US Coast Guard vor Pensacola, Florida, dem Motorboot 'Liberty Call' zu Hilfe. Es hatte gegen ein Uhr einen Notruf an die Coast Guard Mobile abgesetzt, nachdem es mit einem Unterwaserhindernis kollidiert und leckgeschlagen war. An Bord befanden sich zwei Personen und ein Hund.
Von der Coast Guard Station Pensacola lief ein 45-Fuß-Boot aus, dessen Crew in der Lage war, den Wassereinbruch mit einer mobilen Lenzpumpe unter Kontrolle zu bekommen. Nachdem der Wasserstand gehalten werden konnte, schleppte es den Havaristen zur Lost Key Marina ab. Auf der Air Station New Orleans war zusätzlich ein MH-65 Dolphin-Helikopter mobilisiert worden, ebenso eine Bootscrew des 26 Meter langen Patroullienboots 'Ridley' (MMSI: 366999707).
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter lief bei Lalkpeida auf Grund
(08.05.20) Am 7.5. wurde die Hafenbehörde von Chalkida informiert, dass der griechische Kutter 'Kapetan Alexos - N.X.448' auf einer Sandbank bei Lalkpeida, Hampsyakou, auf Grund gelaufen war. Ein Taucherteam und ein Patroullienboot wurden zum Havaristen geschickt, der keinen Wassereinbruch davongetragen hatte.
Er wurde von der 'Sotiris II' wieder flottgemacht und steuerte dann mit eigener Kraft, eskortiert von den beiden Schiffen, die Werft von Chalkida an. Die Hafenbehörde leitete eine Untersuchung ein und verhängte ein Auslaufverbot bis zur neuerlichen Klasseerteilung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wracks deutscher U-Boote und Kutter vor Schweden untersucht
(08.05.20) An der schwedischen Westküste hat die Küstenwache drei Wracks im Auftrag der Meeresbehörde in Hinblick auf potentielle Umweltgefahren untersucht. Taucher stiegen in den vergangenen Wochen vom Patroullienboot 'Poseidon-KBV 001' ab und inspizierten den Kutter 'Marina av Hönö', der 2006 südlich von Fotö in 2006 sank, sowie die beiden 1945 versenkten deutschen U-Boote 'U-804' und 'U-1065' in rund 70 Metern Tiefe westlich von Skärhamn. Auch Sonar und andere Techniken wurden dabei zum Einsatz gebracht.
Die Rumpfstärken und der Zustand des Meeresgrunds um die Wracks wurden dokumentiert. Ein ROV filmte sie. Dabei wurde respektiert, dass die U-Boote Kriegsgröber sind. Die Resultate werden nun analysiert, um die mögliche Notwendigkeit weiterer Maßnahmen herauszufinden und ggf. noch detailliertere Untersuchungen zu diesem Zweck durchzuführen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Skipper am Ruder eingeschlafen, Kutter gestrandet
(08.05.20) Der 40 Fuß lange Krabbenkutter 'Sea Dragon' lief am 7.5. unweit von Ventura Harbor auf Grund, nachdem der Skipper am Ruder eingeschlafen war. Das Schiff mit einer zweiköpfigen Crew strandete um 00.30 Uhr am 1.600 Block des Spinnaker Drive.
Beide Fischer konnten sich unversehrt an Land retten, bevor die alarmierten Einsatzkräfte der Harbor Rescue vor Ort waren. Das Schiff sollte am folgenden Morgen geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


07.05.2020

Kishorn Dry Dock in Wester Ross
Kishorn Dry Dock in Wester Ross
(Bild: Kishorn Dry Dock) Großbild klick!
Nach 25 Jahren: Kaami reanimiert Trockendock
(07.05.20) Mit dem Eintreffen des vor der Isle of Skye von den Felsen der Minks geborgenen Frachters 'Kaami' bei der Kishorn Dry Dock in Wester Ross wurde deren Naturdock das erste Mal seit 25 Jahren geflutet. Dies könnte nach der Hoffnung des Kishorn Port ein Meilenstein zur Wiederbelebung eines von Europas größten Trockendocks sein. Am Morgen des 5.5. wurden die Tore des 13.000-Tonnen-Docks angehoben und in den Loch Kishorn hinausgeschleppt.
Der Operation ging eine einwöchige detaillierte Vorbereitung voraus. Dazu mussten die Abdichtungen entfernt und das Dock geflutet werden. Außerdem mussten die Tore gelenzt werden, um sie aufzuschwimmen. 18 Monate lang hatte die Kishorn Port Limited unterstützt von der Highlands and Islands Enterprise und dem Decommissioning Challenge Fund zuvor bereits in das Dock investiert.
'Kaami' wird ins Dock geschleppt
'Kaami' wird ins Dock geschleppt
(Bild: Kishorn Dry Dock) Großbild klick!
Doe Highlands and Islands Enterprise (HIE) gab in den vergangenen Jahren mehr als 700,000 Pfund aus, um die Docktore zu überholen, die Anlage zu reinigen, eine neue Zugangsstraße zu bauen und Anker für die Tore zu kaufen und zu installieren. Das Dock soll künftig der maritimen Industrie zum Bau von Betonkonstruktionen für Offshore-Anlagen oder auch Verschrottungen dienen.
Der ursprüngliche Kishorn Yard wurde in den 1970er-Jahren zum Bau von Ölplattformen erbaut. Das Trockendock war speziell zur Konstruktion der 600,000-Tonnen-Plattform Ninaian Central geschaffen worden. Zuletzt wurden 1993 zwei Brückenteile der Skye Bridge dort gebaut. Nun kam es durch die Strandung der 'Kaami' unplanmäßig , aber hochwillkommen zur erstmaligen Wiedernutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrackteil des Schoners 'Jennie & Annie'
Wrackteil des Schoners 'Jennie & Annie'
(Bild: Kim Kelderhouse) Großbild klick!
Wrackteil gestrandeten Schoners freigespült
(07.05.20) Teile des Wracks des 1872 gescheiterten Schoners 'Jennie & Annie' tauchten am Strand nahe der Sleeping Bear Dunes an der Küste von Empire, Michigan, auf. Der 137 Fuß lange Zweimaster war im Sturm auf den Strand getrieben worden. Durch Treibsand und Welleneinfluss tauchte nun ein Teil des Rumpfes wieder auf und trieb im flachen Wasser des Sleeping Bear Dunes National Lakeshore.
Hier fand es Kim Kelderhouse, Kurator der Sammlung des Leelanau Historical Society Museum und dokumentierte es. Der Schoner wurde 1863 in New York von William Crosthwaite, einem der führenden Schiffsbauer für die Great Lakes, konstruiert. Auftraggeber war John Kelderhouse. 1869 wurde das Schiff bei einer Strandung bei Racine, Wisconsin, schwer beschädigt, ging aber 1870 nach Reparaturen wieder in Fahrt.
Im November 1872 strandete es südlich von Sleeping Bear Point und zerbrach in der schweren Brandung. Die 10-köfoige Crew ging in die Masten, doch nur drei schafften es an Land. Die übrigen ertranken. Teile des Wracks traten über die Jahre immer einmal wieder zu Tage. 1980 wurde ein Teil der Bilge zwischen dem North Bar Lake und South Bar Lake gefunden. Das 105 Fuß lange und 22 Fuß breite, aus Eiche gefertigte Wrackteil verschwand wieder im Sand, bevor es offiziell identifiziert werden konnte. 2012 konnte ein 40 Fuß langes Teil des Rumpfes eindeutig zugeordnet werden. Das Fragment wurde 2015 erneut gesichtet. Alle Wrackteile sind Staatseigentum und dürfen nicht entfernt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gebrochene Hakenflasche
Gebrochene Hakenflasche
(Bild: DEME) Großbild klick!
Bruch der Hakenflasche von externem Zulieferer löste Krankollaps in Rostock aus
(07.05.20) Ein Bruch der sogenannten Hakenflasche - des von der holländischen Firma Ropeblock B.V. in Oldenzaal gefertigten, vierbeinigen Hakens des 5.000 Tonnen-Offshore-Kran HLC 295000 von Liebherr aus dem Hals bzw. Schaft heraus war die mutmaßliche Ursache des Unfalls auf der 'Orion I' in Rostock. Durch das plötzliche Loslassen der schweren Prüflast katapultierte sich dann der Ausleger über das Heck des Krans zurück und sackte in sich zusammen. Nach gegenwärtigem Stand ging die Polizei davon aus, dass der Haken vermutlich durch einen Materialfehler gebrochen ist und so diesen Unfall verursacht hat.
Liebherr schloss am 6.5. einen eigenen Konstruktions- und Produktionsfehler aus. Die Entwicklung und Herstellung dieses Hakens war von dem externen Lieferanten zugekauft worden. Bei dem Überlasttest mit einem Gewicht von 5.500 Tonnen brach der Haken nach aktuellem Ermittlungsstand bei einer Belastung von 2.600 Tonnen. Das löste die Kettenreaktion aus, bei der sich der Kranausleger, vom Gewicht befreit, in die andere Richtung überschlug und umknickte.
Schauplatz des Unglücks
Schauplatz des Unglücks
(Bild: Port of Rostock GmbH) Großbild klick!
Glück im Unglück war, dass nur zwölf Menschen verletzt wurden, zwei von ihnen schwer, aber nicht lebensgefährlich. Die Umweltbelastung blieb relativ gering. Es liefen nur wenige Liter Öl ins Hafenbecken aus, die mit einer Ölsperre aufgefangen wurden.
Der Liegeplatz war weiterhin gesperrt, während der Betrieb im restlichen Überseehafen normal weiterlaufen konnte. Die Behörden und beteiligten Unternehmen waren im ständigen Austausch, um die Ermittlungen weiter voranzutreiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Jolanta'
Archivbild 'Jolanta'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter auf Abwegen und nicht erreichbar
(07.05.20) Der unter Zypern-Flagge laufende Containerfrachter 'Jolanta', 3621 BRZ IMO: 9148257), drohte am 6.5. um 6.15 Uhr auf der Reise von Belfast zur Kilroot Power Station in flaches Wasser zu geraten, nachdem er aus dem Fahrwasser rund 1,3 Meilen südsüdöstlich von Carickfergus Harbour auf Position 54 42 16.4N, 005 47 12.5W abgekommen war. Die Belfast Coastguard wurde von der Belfast VTS um Assistenz bei dem Versuch gebeten, Kontakt mit dem Schiff aufgenommen. Es war wiederholt über VHF und DSC angerufen worden, hatte aber nicht reagiert.
Das Lotsenboot von Kilroot nahm Kurs auf den Frachter, und es gelang, einen Mann an Bord abzusetzen, der mit der Coastguard Kontakt aufnahm. Der Kurs des Schiffs wurde dann in sicheres Fahrwasser geändert. Der Lotse teilte mit, dass der Echo-Sounder ebenso wenig wie VHF an waren, und dass der Kapitän erkennbar unter dem Einfluss von bewusstseinsmindernden Substanzen war.
Sein Schiff wurde dann sicher zum Kraftwerk in Kilroot gebracht und die Polizei informiert, die Ermittlungen an Bord einleitete. Es hatte 3.000 Tonnen Kohle geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Shen Gang Shun 1' auf dem Arutua-Riff
'Shen Gang Shun 1' auf dem Arutua-Riff
(Bild: JRCC Tahiti) Großbild klick!
Komplizierte Bergungsarbeiten auf Arutua-Riff
(07.05.20) Die Reinigungs- und Bergungsoperation für den taiwanesischen Longliner 'Shen Gang Shun 1' (MMSI: 412460029) der am 21.3. auf dem Arutua-Riff in Tahiti strandete, können nun beginnen. Die Eigner haben am 2.5. der Regierung einen Aktions- und Verschmutzungskontrollplan vorgelegt, den diese genehmigt hat. Er wurde von der Travaux Maritimes de Polynésie der BOYER entworfen. Am 6.5. lief die 'Tahiti Nui 8' mit 16 Mann an Bord zur Strandungsstelle aus.
Die Beseitigung von Schadstoffen kann binnen 48 Stunden beginnen. Der Schlepper 'Aito 2' soll den Havaristen während der Bergungsarbeiten stabilisieren. 18 Mann weiteren Personals der TMP und Tahitienne de Secteurs Publics (TSP) werden auf zwei Katamaranen hinzustoßen, die gechartert wurden, um während der Arbeiten als Unterkunft zu dienen.
Als erstes soll das Öl aus den Tanks des Longliners auf die 'Tahiti Nui 8' gepumpt werden. Es soll in Behältern an Deck gestaut wreden. Andere gefährliche Materialien wie Freontanks, Batterien und Farbe, sollen in großen Säcken mithilfe des Bordkrans der 'Tahiti Nui 8' von Bord geschafft werden. Die 75 Tonnen Thunfisch in den Laderäumen sollen von speziellem Personal entsorgt werden.
Die verwesende Fracht muss vom Verpackungsmaterial und Kunststoffen getrennt werden, ehe die 'Tahiti Nui 8' sie vor der Küste entsorgt
Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und der Longliner schadstoffbefreit ist, sollen die Schlepper 'Aito Nui' und 'Aito 2' beginnen, ihn vom Riff zu ziehen. Er sitzt auf diesem in voller Länge auf und könnte bei den Bergungsarbeiten aufreißen oder zerbrechen. Die Verantwortlichkeit liegt bei den Bergern von BOYER, die im Auftrag der Shenzhen Shengang Overseas Industrial Co. Ltd. arbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Energy Annabelle' mit Schlepper
'Energy Annabelle' mit Schlepper
(Bild: Greg Martin) Großbild klick!
Seelenverkäufer auf letzter Reise
(07.05.20) Der russische Frachter 'Kuzma Minin', 16257 BRZ (IMO: 7721263), der 18 Monate lang vor Falmouth vor Anker lag und beschlagnahmt war, durfte nun die britischen Gewässer verlassen. Das Schiff, inzwischen in 'Energy Annabelle' umbenannt, war in die Kette gelegt worden, nachdem eine Reihe von Mängeln wie ein kaputter Kompass, beschädigte Rettungsboote oder überalterte Sicherheitsausrüstung von der Maritime and Coastguard Agency bei einer Inspektion festgestellt worden waren.
Später erfolgte ein Arrest durch ein Gericht wegen Schulden des Eigners. Nachdem dieser es veräußerte, konnte es am 5.5. den Ankerplatz auf Position 50° 10.35' N 005° 2.01' W verlassen. Der holländische Schlepper 'Sea Diamond' (IMO: 9220548) nahm es auf den Haken zu seiner letzten Reise, die am 28.5. am Abwrackstrand von Aliaga enden soll.
Damit endet eine unrühmliche Geschichte, die am 15.5.2018 ihren Anfang nahm, als der Frachter mit einer 20-köpfigen, an Bord darbenden russischen Crew in Terneuzen wegen Schulden und ausstehender Heuern in die Kette gelegt wurde. Er hatte dort bereits seit dem 20.7. gelegen und hatte wegen diverser Mängel ein Auslaufverbot. Am 7.12. verließ er den Hafen wieder, nachdem dem Eigner mit einem Kredit unter die Arme gegriffen wurde, und nahm Kurs auf Skagen und von dort auf die englische Küste.
Am 14.12. ankerte es in der Falmouth Bay, doch vier Tage später geriet es ins Treiben und strandete auf Position 50° 8.55' N 005° 4.00' W. Das RNLI-Boot aus Falmouth, das Lotsenboot 'Arrow' (MMSI: 235039738) sowie die Schlepper 'St. Piran' (IMO: 7800057), 'Percuil' (MMSI: 232004245) und 'Ankorva' (MMSI: 235026426), kamen zu Hilfe.
Mit dem Hochwasser am 19.12. um 13.15 Uhr konnte die 'Kuzmar Minin' wieder freigeschleppt werden. Mehrfach brachen zuvor die Trossen zu den drei Schleppern im Sturm, als sie den Bug herumhievten. Um 14.30 Uhr wurde der Frachter vor Anker gelegt.
Bei den folgenden Inspektionen wurde ein aufgerissener Ballasttank festgestellt und ein neuerliches Fahrverbot verhängt. Am 30.12. erfolgte eine Notversorgung mit Brennstoff, um die Sicherheit im Schiffsbetrieb zu gewährleisten. Am 19.3.2019 wurde das Schiff bei einer Auktion der CW Kellock versteigert.
Bereits eine Woche zuvor war die Crew von Bord gegangen und dieses seither regelmäßig durch A&P Falmouth überwacht. Der Käufer aus Singapur, der 760.000 Pfund bezahlt hatte, veräußerte es nicht unerwartet an Abbrecher in der Türkei. Nachdem das Schiff mit Ausbesserungen am Rumpf ausreichend seetüchtig gemacht wurde und letzte finanzielle Fragen wie z.B. Lotsengebühren zufriedenstellend geklärt waren, ging es nun auf die letzte Reise.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ringwadenkutter kollidierten im Fanggebiet
(07.05.20) Die beiden norwegischen Ringwadenkutter 'Vestbas', 499 BRZ (IMO: 9577666), und 'Topas', 326 BRZ (IMO: 9212175), kollidierten am 28.4. auf den Fanggründen von Fruhlmension nördlich von Ingøy in West Finnmark. Die in Herøy basierte 'Vestbas' wurde von der in Valderøy stationierten 'Topas' mit neun Knoten Fahrt am Steuerbordbug getroffen, als sie selbst mit 1,8 Knoten unterwegs war. Die 'Topas' war gerade auf dem Weg zu einer neuen Position, um das Fanggeschirr auszulegen.
Bei dem Zusammenstoß geriet der 'Vestbas' auch noch eine Leine in den Propeller, sodass sie manövrierunfähig wurde. Die 'Topas' konnte sie aber trotz eigener Schäden auf den Haken nehmen und nach Forsøl in Hammerfest abschleppen. Hier löschte sie nach dem Festmachen am 29.5. um 6.15 Uhr zunächst den Fang. Am 30.11. um 11.30 Uhr nahm sie Kurs auf Fosnavåg.
Dort traf sie am 3.5. gegen 14 Uhr auf einer Werft ein. Die 'Topas' machte am 29.4. um 21 Uhr bei der Havøysund Patent Slipp AS, die zur Frydenbø Industri Havøysund AS gehört, zur Ausbesserung der Schäden fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter riss sich in Chittagong los
(07.05.20) Am Morgen des 6.5. riss sich der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter 'Maersk Sihanoukville', 32828 BRZ (IMO: 9840714), bei stürmischem Wind und starker Strömung von seinem Liegeplatz in Chittagong los und trieb in Richtung der Flussmitte ab. Dort konnten herbeigerufene Hafenschlepper den Ausreißer wieder unter Kontrolle bekommen.
Mit einiger Mühe gelang es ihnen schließlich, ihn zurück an den Chittagong Container Terminal zu bekommen. Das Schiff war am 20.4. aus Port Klang ausgelaufen und hatte am 5.5. in Chittagong festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Salvamento Marítimo hilft bei Maschinenproblem
(07.05.20) Am 6.5. kam es auf dem 17 Meter langen, spanischen Kutter 'Rivera Tercero' (MMSI: 224030890) zu einem Maschinenproblem. Das Schiff befand sich zwei Meilen vor Cariño und bat um Schleppassistenz. Salvamento Marítimo schickte das dort stationierte SAR-Boot 'Salvamar Shaula' (MMSI: 224033840) zu Hilfe, das den Havaristen auf den Haken nahm und in den Hafen zog.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Great Yarmouth
(07.05.20) Auf dem kuwaitischen Produktentanker 'Mutriba', 31445 BRZ (IMO: 9656058), kam es am 6.5. gegen 2.55 Uhr auf der Reise von South Killingholme nach Canvey Island mit einer 29-köpfigen Crew an Bord zu einem Ausfall der Hauptmaschine auf Position 52 44 58N, 002 21 08E, rund 25 Meilen nordöstlich von Great Yarmouth.
Das Schiff hatte 4.899 Tonnen Kerosin geladen. Um 3.05 Uhr meldete es, dass der Schaden behoben war, und es setzte seine Reise fort. Am Vormittag ankerte es auf der Reede von Felixstowe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme auf Lake Huron
(07.05.20) Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'Manitoulin', 19570 BRZ (IMO: 8810918), kam es am 4.5. um 19.30 Uhr zu Maschinenproblemen auf dem Lake Huron auf Position 45 34 49.0N, 082 57 45.1W vor Great Duck Island, Ontario. Das Schiff steuerte den nächstgelegenen Ankerplatz zur Reparatur an. Am 7.5. machte es in Port Huron fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Kutter in Sitka
(07.05.20) Der 44 Fuß lange Kutter 'Seanna' von Clay Eells aus Sitka geriet am 6.5. an seinem Liegeplatz im Eliason Harbor nachmittags in Brand. Das Sitka Fire Department wurde um 16.15 Uhr alarmiert und konnte den Brand binnen gut eineinviertel Stunden niederkämpfen. Er war im Ruderhaus an der Heizung entstanden.
Der Schaden lag bei 50,000 Dollar. Menschen wurden nicht verletzt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


06.05.2020

Frachter 'Skagenbank'
Archivbild
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter aus der Kurve getragen
(06.05.20) Am 4.5. gegen 23 Uhr lief der holländische Frachter 'Skagenbank', 2999 BRZ (IMO 9313864), auf der Reise von Rostock nach Amsterdam kurz nach Start des westgehenden Transits des Nord-Ostseekanals unterhalb der Levensauer Hochbrücke in Kiel-Suchsdorf in die Südböschung. Der Schlepper 'Stein' wurde aus Kiel angefordert und zog den Havaristen am 5.5. gegen ein Uhr wieder ins Fahrwasser zurück. Anschließend machte er im Nordhafen am Voith-Kai zur Untersuchung fest.
Es wurde zunächst ein Weiterfahrverbot durch die Polizei verhängt. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass das unter Lotsenberatung stehende Schiff nach Verlassen der Schleusen in Kiel-Holtenau offenbar zu viel Fahrt aufgenommen hatte und statt der erlaubten neun Knoten mit rund 11 Knoten unterwegs war. Daraufhin kam es in der Kurve bei Levensau aus dem Fahrwasser ab und lief auf Grund. Nachdem die Klasse wieder erteilt war, setzte es um 16.45 Uhr seine Reise fort und sollte am Abend des 6.5. im Zielhafen eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter und Trawler trieben vor A Coruña
(06.05.20) Am 5.5. wurde der spanische Kutter 'Pescalema' (MMSI: 224042130) mit einer fünfköpfigen Crew an Bord rund 22 Meilen nordwestlich von Kap Prior durch einen Maschinenschaden manövrierunfähig und trieb in der See. Auf den Notruf der Fischer hin schickte Salvamento Marítimo den Notschlepper 'María Pita' (IMO: 9429118) aus A Coruña um 12.30 Uhr zu Hilfe. Er nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn gegen 22 Uhr sicher in den Hafen, wo der Schaden repariert werden sollte.
Am selben Tag um vier Uhr kam es auf dem spanischen Trawler 'Bureles', 224 BRZ (IMO: 9160657), der eine neunköpfige Crew an Bord hatte, zu einem Maschinenausfall 2,5 Meilen nördlich von A Coruña. Das Schiff bat das dortige MRCC um Assistenz, und das SAR-Boot 'Salvamar Betelgeuse' (MMSI:225986508) wurde zum Havaristen mobilisiert. Er nahm den Trawler auf den Haken und bugsierte ihn um sechs Uhr sicher an die A Palloza-Pier in A Coruña.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausgebranntes Wrack der 'Artur Paula'
Ausgebranntes Wrack der 'Artur Paula'
(Bild: Guardia Civil) Großbild klick!
Feuersbrunst in Isla Cristina/Portugal, drei Verletzte, Kutter ausgebrannt und gesunken
(06.05.20) Am Morgen des 5.5. gerieten zwei auf der Isla Cristina im Hafen liegende, portugiesische Kutter in Brand. Gegen sieben Uhr ereignete sich eine Explosion auf der 'Artur Paula', und die Flammen griffen rasch auf die Nachbarlieger 'María Eduardo' und 'Cortés Canales', über, die alle an der Fischereipier vertäut waren. Bevor noch weitere Schiffe von dem Feuer erfasst wurden, konnte die 'Artur Paula' lichterloh brennend auf den Ría del Carreras hinausgeschleppt werden.
Auch Piereinrichtungen im Hafen und Netze fingen Feuer. Die Feuerwehren aus Alosno und Ayamonte rückten mit neun Löschfahrzeugen und 12 Mann an. Sie wurden unterstützt vom Löschboot 'Helena' sowie der 'Salvamar Alkaid' (MMSI: 224116370) von Salvamento Marítimo aus Huelva. Zunächst mussten mehrere Verletzte geborgen werden.
Ausgebrannt: 'Artur Paula'
Ausgebrannt: 'Artur Paula'
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!
Ein 48-jähriger trug Verbrennungen an 25 % seiner Körperoberfläche davon und kam ins Krankenhaus von Sevilla. Ein 42-jähriger kam zunächst ins Infanta Elena-Krankenhaus in Huelva, eher er im Virgen del Rocío-Hospital in Sevilla zur weiteren Betreuung überführt wurde. Sein Zustand war stabil. Der dritte Mann wurde nur leicht verletzt und brauchte nicht ins Krankenhaus.
Die Einsatzkräfte konnten nicht verhindern, dass zwei Schiffe völlig ausbrannten. Die 'Artur Paula' sank brennend vor dem Hafen nur noch die immer noch qualmenden Aufbauten und Masten ragten aus dem Wasser. Die 'María Eduardo' brannte großenteils aus, blieb aber schwimmfähig und wurde mit einer Ölsperre umgeben. Die 'Cortés Canales' kam mit leichten Schäden davon. Die Guardia Civil leitete Ermittlungen zur Brandursache ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankerneubau 'Irmã Dulce'
Tankerneubau 'Irmã Dulce'
(Bild: Danilo Oliveira) Großbild klick!
Tankerneubau lief teilweise voll
(06.05.20) Auf dem mexikanischen Tankerneubau 'Irmã Dulce', 72900 tdw (IMO: 9548691), der bei der Estalairo Maua in Rio de Janeiro in der Endausrüstung war, kam es in der Nacht zum 5.5. zu einem Wassereinbruch in Maschinenraum und Achterpiek. Das für die Petrobras bestimmte Schiff sackte mit dem Heck weg, das mit Steuerbordschlagseite auf vier bis fünf Metern Wassertiefe auf Grund aufsetzte. Der Unfall wurde offenbar durch ein leckendes Ventil verursacht.
Am Nachmittag des 5.5. gelang es, das Schiff mit Tauchern wieder zur stabilisieren. Es war der zweite einer Viererserie für Transpetro und lief 2014 vom Stapel. Der Auftrag für alle drei noch im Bau befindlichen Schiffe wurde später storniert. Derzeit war der Panamax zu 95 % fertiggestellt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandetes Geisterschiff 'Alta'
Gestrandetes Geisterschiff 'Alta'
(Bild: Kieran McCarthy) Großbild klick!
Bergung der Alta würde über 10 Millionen Euro kosten
(06.05.20) Internationale Bergungsexperten schätzten, es würde mindestens 10 Millionen Euro kosten, das im Februar im Sturm Dennis gestrandete Geisterschiff 'Alta' von den Felsen in Cork herunterzubekommen. Der Receiver of Wreck versuchte immer noch, einen verantwortlichen Eigner ausfindig zu machen.
Das Schiff war 16 Monate vor der Strandung bei Bermuda von seiner Crew aufgegeben worden und war seitdem über den Atlantik getrieben, bis es bei Ballycotton auf Grund lief. Seither hat der Cork County Council alle umweltschädlichen Stoffe von Bord entfernt. Ob sich je ein Verantwortlicher findet, ist zweifelhaft - ebenso wie der Wille der irischen Regierung, das Geld für die aufwändige Bergung auszugeben, nur weil das wertlose Wrack keine Augenweide für die Anwohner darstellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'Ocean Pursuit' verschwindet
Kutter 'Ocean Pursuit' verschwindet
(Bild: Cape Hatteras Park Service) Großbild klick!
Gestrandeter Kutter wird vom Sand verschlungen
(06.05.20) Der am 1.3. vor Bodie Island auf den Outer Banks in North Carolina gestrandete, 72 Fuß lange Kutter 'Ocean Pursuit' verschwindet zusehends im Sand des Cape Hatteras National Seashore. Das Vorschiff ist inzwischen komplett verschwunden, während das Heck sich noch in die Höhe reckt. Der National Park Service warnte vor dem Betreten der 41 Jahre alten, rostigen Hulk.
Bei Hochwasser ist das Schiff mehrere Fuß hoch von Wasser umgeben und fällt bei Ebbe weitgehend trocken. Dies ist auch der Grund für das Einsinken des Wracks. Das eigene Gewicht in Verbindung mit dem eingespülten Sand und Wasser drückt es bei jeder Ebbe tiefer in den Grund, und bei Flut dringt wiederum Sand und Wasser ein und erhöht das Gewicht weiter.
Der Sand verflüssigt sich in dieser Verbindung und gibt unter dem Rumpf nach. Jeden Tag liegt dieser ein Stück tiefer. Ragte vor kurzem noch die Back aus dem Grund, so ist von dieser inzwischen nichts mehr zu sehen, und die Aufbauten vor dem Ruderhaus sind nun der Vorposten.
Inzwischen wurde das Wrack ein beliebtes Fotomotiv. Über mögliche Absichten des Eigners, es zu bergen, ist aktuell nichts bekannt. Wenn sich der Prozess in diesem Tempo fortsetzt, wird es nicht lange dauern, bis das Schiff ganz verschluck ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kontakt mit Schiffsarrester
(06.05.20) Der kanadische Selbstlöscher 'Algoma Enterprise', 23395 BRZ (IMO: 7726677), hatte beim Transit des Welland Canal in Ontario am 3.5. um 18.30 Uhr einen Kontakt mit dem Schiffsarrester von Schleuse 5. Das Schiff war auf der Reise von Port Colborne nach Toronto. Hier traf es am 4.5. um 10.30 Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Müll auf Tonnenleger fing Feuer
(06.05.20) Am 21.4. kam es auf dem kanadischen Tonnenleger 'Samuel Risley', 1967 BRZ (MMSI: 316001890), um 4.10 Uhr zu einem Feuer im Abfallraum. Das Schiff befand sich auf der Position 45 21 24.0N, 080 45 58.2W rund, 24 Meilen westnordwestlich vom Parry Sound in der Georgian Bay, Ontario.
Es entstanden aber nur geringe Schäden, und das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Das Schiff war unterwegs von Sarnia zum Parry Sound.
Quelle:Tim Schwabedissen


Getriebeschaden auf Schuber
(06.05.20) Auf dem kanadischen Schubschlepper 'Sea Eagle II', 1627 BRZ (IMO: 7631860), kam es am 1.5. um 12.15 Uhr zu einem Problem mit dem Getriebe der Steuerbord-Hauptmaschine. Das Schiff war unterwegs auf dem Welland Canal in Ontario. Nachdem Reparaturen durch die Crew durchgeführt wurden, konnte die Fahrt von Detroit nach Port Colborne weitergehen, wo das Schiff gegen 18 Uhr eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer vor Cairnryan
(06.05.20) Auf der britischen Fähre 'Stena Superfast VII', 30285 BRZ IMO: 9198941), brach auf der Fahrt von Belfast nach Cairnryan mit 101 Personan an Bord auf Position 54 48 34N, 005 32 34W an der Zufahrt des Belfast Lough am 4.5. um 23.30 Uhr ein Feuer im Maschinenraum aus. Es wurde durch die Überhitzung einer Treibstoffpumpe verursacht. Es gelang, den Brand rasch zu löschen.
Es gab keine gravierenden Schäden. Die Fähre setzte ihre Fahrt nach Cairnryan mit eigener Kraft fort und traf dort am 5.5. gegen ein Uhr ein. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter drohte bei Myre zu stranden
(06.05.20) Vor Myre kam es am frühen Abend des 5.5. in stürmischer See zu einem Maschinenausfall auf einem Kutter, der hilflos bei Hjellsandøy zu stranden drohte. Das NSSR-Rettungsboot 'Knut Hoem' wurde alarmiert und erreichte den Havaristen in einer guten Viertelstunde. Es gelang, ihn auf den Haken zu nehmen und in den Hafen zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Nach Krankollaps in Rostock Ersatz für Arbeiten in Moray East Windpark gesucht
(06.05.20) Nach dem Kranunfall des Offshore-Schiffs 'Orion I' sucht der Betreiber DEME nun händeringend nach einem Ersatz für die Installation der Tripods im Moray East-Windpark, für die das Schiff gedacht war. Die ersten acht sind inzwischen im schottischen Nigg eingetroffen. Die Firma versuchte ihr Möglichstes, die Auswirkungen des Unfalls auf das 950-mW-Projekt zu minimieren.
Die Tripods, die jetzt an Bord des norwegischen Schwerlastfrachters 'Osprey', 38722 BRZ (IMO: 8616568), eintrafen, sollen jeweils eine 9.5MW MHI Vestas V164-Windturbine tragen. Das Projekt wurde von einem Konsortium aus Diamond Green, EDPR, Engie and China Three Gorges unter der Leitung von DEME Offshore entwickelt. Die Tripods wurden bei Lamprell in Hamriyah in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut und 12.000 Meilen weit um das Kap der Guten Hoffnung binnen 39 Tagen in den Cromarty Firth transportiert.
Die Global Energy Group investierte mehr als 50 Millionen Pfund in die Einrichtungen im Hafen von Nigg, einem einstigen Bauhafen für Offshore-Konstruktionen mit Tiefwasser-Liegeplätzen, um ihn als Ausrüstungshafen für Offshore-Windparks vor England zu positionieren. Bis 2030 sollen Windkraftanlagen von 40 Gigawatt entstehen.
Moray East soll 2022 in Betrieb gehen und günstiger Energie produzieren als bisherige Windparks. Mit der Elektrizität sollen fast eine Millione Haushalte versorgt und 1,4 Millionen Tonnen CO-2-Emissionen jährlich eingespart werden.
Die 'Orion I' hätte in der zweiten Maihälfte übergeben werden sollen. Dann wäre sie nach England versegelt, um ihre Arbeit am Moray East Offshore-Windpark zu beginnen und dort 103 Fundamente zu installieren, 100 für die Windturbinen und drei für Substationen. Doch am 2.5. wurde der Schwerlastkran beim Test in Rostock weitgehend zerstört, und das Schiff selbst trug Schäden an Deck davon.
Am 5.5. bestätigte DEME, dass nach den ersten Erkenntnissen der in Holland gefertigte Kranhaken wegen eines Materialfehlers versagt haben könnte. Weitere Untersuchungen müssen dies nun bestätigen. Auch die Höhe der Schäden an Schiff und Kran musste noch ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband auf Mississippi havariert
(06.05.20) Am 5.5. lief eine mit Beton beladene Barge, die der 28 Meter lange US-Schlepper 'Louisiana Belle' (MMSI: 366970780) den Mississippi River hinab bugsierte, nahe LeClaire auf Grund. Der Verband kam von Clinton, Iowa, als er gegen etwas im Wasser stieß. Die Barge endete auf der Flussbank aufgesetzt. Der Schlepper machte am 6.5. um 11 Uhr in Davenport fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack 77 Jahre nach Untergang identifiziert
(06.05.20) Ein 77 Jahre währendes Rätsel konnte jetzt gelöst werden mit der Entdeckung des Landungsboots 'LCT 326' rund 100 Meilen von der bisher vermuteten Untergangsposition entfernt. Durch die Analyse von Sonardaten vor Nord-Wales konnte das Wrack als jenes 1943 vor der Isle of Man verschwundene Schiff identifiziert werden. Dieser Typ kam in hohem Maß beim D-Day im Juni 1944 zum Einsatz.
Die 'LCT 326' verschwand aber bereits im Februar 193 samt seiner 14-köpfigen Crew auf der Überfahrt von Schottland nach Devon. Die Admiralität vermutete stürmisches Wetter oder eine Minenexplosion als Ursache des Verlusts vor der Isle of Man. Ein Team von Meereswissenschaftlern der Bangor University machte das Wrack nun 100 Meilen von Bardsey Island entfernt aus.
Es arbeitete mit dem Historiker Dr Innes McCartney der Bournemouth University zusammen, um die Multibeam-Sonardaten, die das Forschungsschiff 'Prince Madog' gesammelt hatte, zu analysieren. Die Wrackposition war eine von mehr als 300 in walisischen Gewässern, die das Schiff untersuchte, um so viele wie möglich identifizieren zu können. Dokumente der National Archives zeigten, dass das Schiff zur 7. LCT Flottille gehörte und auf der letzten Reise von Troon nach Appledore unterwegs war.
Die Flottille lief, überwacht von HMS 'Cotillion', am 31.1.1943 aus und kam bei stürmischem Wetter nur langsam voran. Bei Tageslicht wurde am 1.2. die Isle of Man auf Südkurs passiert. Am Abend nahm der Wind weiter zu. Bei einer Überprüfung war der Konvoi noch vollzählig.
Es war das letzte Mal, das 'LCT 326' gesehen wurde. Die Position war nordwestlich von Bardsey Island. Das Wrack wurde jetzt 25 Meilen weiter südlich von dieser in einer fast perfekten Linie mit dem Kurs des Konvois in 90 Metern Wassertiefe aufgefunden.
Die Dimensionen von 48 Metern Länge und 10 Metern Breite passen zu jenen Der Schiffe der MK-III-Klasse. Das Schiff war in zwei Teile zerbrochen, die in 130 Metern Entfernung voneinander auf dem Meeresgrund lagen.
Quelle:Tim Schwabedissen


05.05.2020

Römisches Wrack wird untersucht
Römisches Wrack wird untersucht
(Bild: Bartolic Sirodic) Großbild klick!
2.000 Jahre altes, genähtes Wrack in Porec entdeckt
(05.05.20) Ein bemerkenswert gut erhaltenes, etwa 2.000 Jahre altes Wrack aus der Römerzeit wurde bei Ausgrabungen an der Wasserfront von Porec freigelegt. Es handelt sich wohl um einen privaten Fischkutter, dessen Planken mit Tauen und Holznägeln buchstäblich zusammengenäht wurden. Das 16 Fuß lange Wrack hatte einen Mast, an dem wohl ein einziges Segel gehangen hat.
Das Wrack wurde an der archäologischen Stätte von Porta de Mar unweit einer Pier aus der Antike entdeckt, wo es sank, als Porec ein Teil der römischen Provinz Dalmatien war und der geschützte Hafen den Ort ideal für Seehandel wie auch Verteidigung machte. Experten nannten den Fund die größte archäologische Entdeckung des Jahrhunderts, die Aufschluss gibt über Schiffbautechnik in der Antike.
Details der Bordwand
Details der Bordwand
(Bild: Bartolic Sirodic) Großbild klick!
Der Rumpf war im Schlamm gut erhalten worden und enthielt noch etliche der Originalplanken, Spanten und den Kiel. Er zerfiel nicht, weil er vor Sauerstoff abgeschlossen war. Die Bautechnik mit Tauwerk und Holznägeln, mit denen Innen- und Außenhaut vernäht wurden, ist typisch für den Schiffsbau in der nördlichen Adria im ersten Jahrhundert nach Christus.
Es handelt sich um eines von drei vergleichbaren Wracks, die im Landbereich gefunden wurden und nicht Teil von archäologischen Unterwasserstätten sind. Die Reste sollen nun untersucht und dann gesichert werden, um eines Tages im Museum von Porec ausgestellt zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Cedeira
(05.05.20) Am 4.5. wurde Salvamento Marítimo alarmiert, nachdem der 11 Meter lange, spanische Kutter 'Yodam' (MMSI: 224331340) in der Mündung des Ría de Cedeira gesunken war. Die zweiköpfige Crew war von dem in der Nähe befindlichen Kutter 'Manuel Teresa' unversehrt gerettet worden und brauchte keine medizinische Betreuung. Das Patroullienboot 'Río Miño' der Guardia Civil wurde zur Untergangsstelle beordert.
Am selben Tag bat der 15 Meter lange, spanische Kutter 'JJ Gas' (MMSI: 224369830) ebenfalls um Hilfe, nachdem er neun Meilen vor Ribadesella einen Maschinenschaden erlitten hatte. Er war am 3.5. aus Gíjon ausgelaufen. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Sant Carles' (MMSI: 224093950) zum Havaristen. Dieser wurde samt seiner vierköpfigen Crew in den Hafen von Lastres abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack des Longliners 'Dong Won 701'
Wrack des Longliners 'Dong Won 701'
(Bild: Emergency New Zealand) Großbild klick!
Longliner soll versenkt werden
(05.05.2020) Der neuseeländische Longliner 'Dong Won 701' soll vor der Küste von Otago gesprengt und versenkt werden. Er war am Abend des 9.4. im Hafen von Timaru in Brand geraten und schwer beschädigt worden, ehe die Flammen am 18.4. erloschen. Seither hatte er in dem Hafen von Süd-Canterbury gelegen.
Am 30.4. erteilte die Environmental Protection Authority (EPA) die Genehmigung, das Schiff 25 Meilen südöstlich von Otago mit Sprengladungen zu versenken. Es gibt fünf Versenkungsstellen in der Wirtschaftszone von Neuseeland. Die vor Otago wurde gewählt, weil sie am nächsten lag und längere Verschleppungen des Wracks ein Risiko darstellten.

'Dong Won 701' ausgebrannt
'Dong Won 701' ausgebrannt
(Bild: Emergency New Zealand) Großbild klick!
Die Vorbereitungszeit wird noch rund zwei Monate dauern. Die Genehmigung zur Versenkung ist bis zum 31.12.2021 befristet. Nach dem Untergang muss eine genaue Position genommen und die Untergangsstelle fotografisch dokumentiert werden in Hinblick auf auftreibende Trümmer.
Quelle:Tim Schwabedissen


KNRM-Rettungsboote bei der Dehler 37
KNRM-Rettungsboote bei der Dehler 37
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Segelyacht nach Medemblijk abgeschleppt
(05.05.20) Am 4.5. um 18:03 Uhr wurden die beiden KNRM-Rettungsboote 'Bernardine' und 't Span' alarmiert, nachdem eine Segelyacht auf dem IJsselmeer einen Motorschaden gemeldet hatte. Der Skipper der Dehler 37 hatte sich beim Hafenkapitän von Medemblik gemeldet, der wiederum die Coastguard verständigt hatte. Beide Boote liefen innerhalb von 10 Minuten aus dem Hafen von Medemblijk aus.
Die 'Bernardine' war als erste vor Ort und nahm die Yacht in Schlepp. Sie wurde in das Regatta-Zentrum in Medemblik gezogen. In den ruhigeren Gewässern des Hafens übernahm die Crew des Rettungsboots 't Span' die Yacht mit und machte sicher am Kai fest, wo der Eigner bereitstand und sich um das Boot kümmerte. Nach Datenaufnahme kehrten die Seenotretter um 20 Uhr zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Kaami' ist geleichtert
'Kaami' ist geleichtert
(Bild: Maritime and Coastguard Agency) Großbild klick!
Frachter Kaami von den Minks gerettet
(05.05.20) Rund sechs Wochen nach seiner Strandung wurde der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter 'Kaami', 2715 BRZ (IMO:9063885), der am 23.3. zwischen Skye und Lewis auf Grund gelaufen war, am 5.5. geborgen. Die beiden Schlepper 'C. Odyssey' (IMO: 9636307) und 'Forth Warrior' (IMO: 9803742) zogen ihn gegen neun Uhr zu der Kishorn Dry Dock im Loch Kishorn.
Am 30.4. war die letzte Ladung Ölpellets mithilfe der Briggs Marine aus dem Laderaum geleichtert worden, nachdem es zuvor noch eine weitere wetterbedingte Unterbrechung in der letzten Aprilwoche gegeben hatte, während derer ein Betreten des Schiffs nicht sicher war.
Nach neuerlicher Wetterberuhigung hatten sich die Berger der Resolve Marine auf Reparaturarbeiten am Rumpf konzentriert, um den Havaristen schwimmfähig zu machen. Taucher dichteten dazu den mit Wasser gefüllten Laderaum ab, der anschließend gelenzt werden konnte. Bei günstigem Wetter und Wasserstand gelang es nun, ihn von den Felsen zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'Masa' auf den Felsen
Kutter 'Masa' auf den Felsen
(Bild: Kystvakten) Großbild klick!
Kutter im Tjeldsund auf Grund gelaufen
(05.05.20) Am 4.5. lief der norwegische Kutter 'Masa' auf die Felsen einer Schäre im Tjeldsund auf. Der Skipper bat die norwegische Küstenwache um Assistenz. Diese schickte das Patroullienboot 'Heimdal', 761 BRZ (IMO: 9353345) aus Harstad zu Hilfe. Es verließ um 14.20 Uhr den Hafen und nahm Kurs auf die Unglücksstelle, an der der Kutter, eine Viknes 770, inzwischen hoch und trocken aufsaß.
Seenotretter gingen an Bord des Havaristen, stellten sicher, dass der Skipper wohlauf war und sicherten sein Schiff an der Strandungsstelle. Mit auflaufender Flut wurde eine Schleppverbindung hergestellt und die 'Masa' dann in den Hafen von Harstad abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler: Odysse wegen Corona
(05.05.20) Der Einhandsegler Wong Tetchoong aus Singapur wurde am 28.4. mit seinem Katamaran 'Ximula 3' von der Marine der Fijis gerettet, nachdem er drei Monate lang auf See gestrandet war wegen der COVID-19-Pandemie. Er war am 2.2. zu einem auf drei Jahre ausgelegten Törn in Singapur gestartet, bevor die Häfen schlossen. Nach dem Ausbruch der Pandemie versuchte Wong in drei Ländern, einen Hafen zu finden, doch er wurde überall abgelehnt.
Zunächst waren noch zwei indonesische Freunde mit an Bord gewesen, doch als die Grenzen geschlossen wurden, stiegen sie aus. Seither war er allein an Bord und erreichte die Gewässer Indonesiens selbst wegen zu starker Strömungen nicht. Wegen günstigerer Wetterverhältnisse segelte er von Indonesien nach Papua Neu Guinea.
Doch als der dort eintraf, waren die dortigen Häfen bereits gesperrt. Deshalb nahm er Kurs auf Solomon Islands, wurde aber ebenfalls abgewiesen, und auch in Tuvalu fand er keine Aufnahme. Immerhin wurde er dort von Anwohnern mit Nahrung versorgt.
Nach sechs Tagen und Nächten auf See erreichte Wong die Gewässer von Fiji am 28.4. Seine Yacht war inzwischen beschädigt, Maschine und Autopilot waren in Mitleidenschaft gezogen worden in rauer See. Dies bedeutete, dass die Manövrierfähigkeit des Boots nur noch eingeschränkt vorhanden war und er nicht selbstständig einen Hafen erreichen konnte.
Nach Diskussionen zwischen den Außenministerien von Singapur und Fiji wurde Wong nach zweitägigem Ausharren vor der Küste schließlich eine Einreisegenehmigung trotz der strikten Restriktionen erteilt.
Wegen der Schäden am Boot kam ein Patroullienboot zu Hilfe und schleppe den Segler am 30.4. in die Vuda Marina an der Westküste. Dort gingen Vertreter des Gesundheitsministeriums in voller Schutzausrüstung an Bord und führten Gesundheitschecks durch.
Anschließend wurde Wong ins Krankenhaus von Lautoka gebracht. Wegen der Monate auf See war eine Infektion mit Corona nicht sehr wahrscheinlich. Dennoch wurden alle Sicherheitsprotokolle befolgt. Auf Fiji gab es bislang 18 Fälle von Covid-19. Wong war bei guter Gesundheit, aber erschöpft von seiner Odyssee.
Am 2.5. wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Nun wurde gemeinsam mit der Familie und der Regierung Singapurs über seine Heimkehr diskutiert. Er wie auch das Außenministerium von Singapur dankten der Regierung der Fijis für die bislang erteilte Hilfe. Sobald wie möglich wollte Wong nun zu seiner Frau und seinen zwei Kindern heimkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Motorbootfahrer in Wasser geschleudert
(05.05.2020) Zwei Personen wurden am Nachmittag des 4.5. aus einem mit hoher Fahrt laufenden Motorboot bei Drøbak im Oslo-Fjord ins Wasser geschleudert. Um 15.20 Uhr wurden die Rettungsdienste alarmiert, und die 'Bergesen' der NSSR eilte zum Unfallort. Es zog die beiden aus dem Wasser.
Einer der beiden Bootsfahrer war verletzt, der andere kam unversehrt davon. Beide wurden im Gastliegerhafen von Drøbak von einem Krankenwagen erwartet. Ihr herrenloses Boot wurde von dem Rettungsboot an eine Pier geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsversuch an gekentertem Bootswrack abgebrochen
(05.05.20) Das RNLI-Boot aus Ilfracombe in Devon/GB wurde am 4.5. um 6.56 Uhr alarmiert, nachdem der Fischer Ben Bengey, der mit seinem 10 Meter langen Charterkutter 'Shelly N' unterwegs war, neun Meilen vor der Küste ein kieloben treibendes Bootswrack entdeckt und den Fund der Coastguard gemeldet hatte. Die 'Cosandra' lief mit einer Freiwilligenbesatzung um kurz nach sieben Uhr zu der Position nordwestlich von Baggy Point aus. Als sie 30 Minuten später dort eintraf, war trotz guter Wetterbedingungen mit ruhiger See und drei Beaufort Wind zunächst nichts zu sehen.
Nachdem eine erste Suche ergebnislos blieb, wurde mit der Coastguard ein weiterer paralleler Suchtrack vereinbart. Um 10.05 Uhr wurde der Rumpf tatsächlich fünf Meilen östlich des Lundy South Lighthouse, 17 Meilen vor dem Hafen von Ilfracombe, entdeckt. Er war in einem sehr schlechten Zustand, und es gab keine Anzeichen davon, dass das Boot von einem Menschen auf See gebracht worden war.
Die Seenotretter machten eine Schleppleine an dem 18 Fuß langen Fiberglasboot fest und versuchten, das Wrack nach lfracombe zu sehen. Doch als das Rettungsboot Fahrt aufnahm, füllte sich der Rumpf weiter mit Wasser und sank ab. Der Versuch, ihn daraufhin ganz zu versenken, schlug aber wegen des Restauftriebs ebenfalls fehl.
Nach weiteren Diskussionen mit der Coastguard wurde am Ende entschieden, das kaum aus dem Wasser ragende Wrack auf See zu belassen, da es keine Gefahr für die Schifffahrt darstellte. Um 10.35 Uhr lief das Rettungsboot ab und war eine Stunde später zurück an der Station in Ilfracombe.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schleppboot wurde bei Bergungsversuch zerstört
(05.05.20) Am 3.5. geriet bei stürmischem Nordostwind und über vier Fuß hohen Wellen gegen 17 Uhr eine 1946 Chris-Craft bei Sand Point vor dem 8.900 Block der Crescent Beach Road im Caseville Township in Huron County in Seenot. Das Holzboot ankerte 500-1.000 Fuß nach einem Maschinenausfall vor dem Strand und konnte nicht kontaktiert werden. Ein Patroullienboot wurde alarmiert, doch noch vor dessen Eintreffen machte sich ein Schlepper daran, die Chris-Craft abzuschleppen.
Das Wetter wurde aber immer schlechter, und bei dem Versuch wurde das Schleppboot vollgeschlagen. Es trieb gegen eine Stahlmole und wurde zerstört. Nach dem Verlust der Helfer warf das Motorboot wieder Anker. Inzwischen war ein zweites Schleppboot unterwegs, und es gelang dem Sherriff's Office auch, die Telefonnummer eines Bootsfahrers herauszubekommen.
Nun gelang es, direkten Kontakt mit der Crew zu bekommen. Mithilfe des Patroullienboots konnte eine Schleppverbindung hergestellt werden und die Chris-Craft um 19.30 Uhr in Sicherheit gebracht werden. Die Crew wurde dann medizinisch betreut. Der 54-jährige Skipper aus Caro gab an, beim Auslaufen sei die See ruhiger gewesen und der Wind von Westen gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Historische Ketsch sank in Wellington/Neuseeland
(05.05.20) Die 67 Jahre alte, neuseeländische Ketsch 'Aunt Emma' sank am 28.4. in der Marina von Wellingtons Clyde Quay. Nur noch die beiden Masten des 11,2 Meter langen Holzschiffs ragten noch aus dem Wasser. Das Boot gehörte einst Nick Kraayvanger, der die Yacht von Rhode Island, New England, nach Neuseeland brachte.
Er hatte die 'Aunt Emma' 2006 auf eBay entdeckt, doch sie war zunächst zu teuer. Als der Preis auf 16.000 US-Dollar gefallen war, schlug er zu und machte sich mit Frau und Kindern auf den Weg, sie in New England abzuholen. Das Schiff war allerdings in schlechtem Zustand und musste zunächst überholt werden, ehe der ein Jahr dauernde Törn um die Ostküste der USA nach Neuseeland begann.
Auf der Reise gab es ein Feuer in der Elektrik, und die Ketsch überstand einen Hurrikan, um nach 80 Hafenanläufen und 2.500 Meilen Neuseeland zu erreichen. Hier wurde sie weiter restauriert. 2019 wurde das 1953 erbaute Boot von der Kraayvanger-Familie verkauft.
Nach dem Untergang drohte Diesel auszulaufen. Für die Bergung mussten Taucher und ein Kran besorgt werden. Der Lockdown wegen des Coronavirus machte die Arbeit nochmals komplizierter, denn die Clyde Quay Marina ist wegen des Covid-19-Ausbruchs derzeit geschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen


04.05.2020

Wrackreste des Frachters 'Heinrich Horn'
Wrackreste des Frachters 'Heinrich Horn'
(Bild: SpiekeroogIII) Großbild klick!
Historisches Wrack vor Langeoog aufgetaucht
(04.05.20) Ein seit Tagen herrschender kräftiger Ostwind hat vor Langeoog die Reste des deutschen Frachters 'Heinrich Horn', 1431 BRT, zutage treten lassen. Das Wrack liegt gut 3,5 Kilometer vom Hafen entfernt im Schlick. Vom Wrack sind 103 Jahren nach der Strandung die Spitzen mehrerer rostiger und verkrusteter Spanten sichtbar, die bei Niedrigwasser aus dem Wasser ragen, ebenso ein Stück des Schanzkleids mit einer Klüse. Schemenhaft sind auch die Umrisse des Rumpfes unter der Wasseroberfläche in West-Ost-Richtung erkennbar. Er liegt in einem Priel. Das Heck ist abgebrochen, und ein Stück weiter östlich Richtung Otzumer Balje ragt von diesem noch ein kleines Stück Bordwand aus dem Wasser.
Die 'Heinrich Horn' war ein im Auftrag der Reedrei H. C. Horn aus Schleswig auf der Schiffswerft von Henry Koch in Lübeck erbauter Frachtdampfer mit einer Tragfähigkeit von 2325 Tonnen. Er wurde von einer III.-Expansions-Maschine der Ottensener Maschinenfabrik J. F. Ahrens in Altona mit 625 PS angetrieben und am 4.11.1900 an die H. C. Horn & Genossen abgeliefert. Er war 74,66 Meter lang, 11,01 Meter breit und hatte vier Meter Tiefgang.
Am 27.5.1903 ging er in das Eigentum des jüngeren Bruders und der von ihm 1902 in Lübeck gegründeten Dampfschiffreederei H. C. Horn in Lübeck über. Auf seiner letzten Reise war er mit einer Ladung Holz aus Schweden unterwegs in Richtung Delfzijl. Er strandete während eines schweren Sturms am 2.12.1917 in der Otzumer Balje bei Langeoog. Die 'Dr. Krause', das Langeooger Ruderrettungsboot, konnte wegen der stürmischen See erst am 4.12. an dem Havaristen längsseits gehen. Die Einsatzfahrt war vergeblich, die gesamte 18-köpfige Crew war ertrunken. Am 18.5.1918 begannen am Wrack Abbrucharbeiten, die aber nicht zu Ende geführt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'NCL Averøy', ex Analena
Archivbild 'NCL Averøy', ex Analena
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Containerschiff begeht Fahrerflucht
(04.05.20) Am 4.4. kollidierte der unter Portugal-Flagge laufende Containerfrachter 'NCL Averøy', 9990 BRZ (IMO: 9326990), im Hessafjord vor Ålesund mit einem 8,5 Meter langen Kutter. Er setzte dann die Reise fort, ohne zu stoppen. Der Kutter hatte einen gebrochenen Mast und Lecks, konnte aber gesichert werden und einen Hafen erreichen. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichtes Schneetreiben.
Der Kutter hatte seine Netze ausgebracht, als die 'NCL Averøy', die von Ålesund nach Rotterdam unterwegs war, herannahten. Die Schwell brachte den Kutter ins Rollen, und seine Masten schlugen gegen den Rumpf des Frachters und kamen herunter. Es war unklar, ob dessen Crew den Unfall überhaupt bemerkt hatte.
Das Schiff traf am 6.4. in Rotterdam ein. Es läuft in Charter der North Sea Container Line (NCL) in Haugesund und wird bereedert von der Danz Tietjen's Schifffahrtsgruppe in Burg/Dithmarschen. Die norwegischen Behörden untersuchten die Havarie, haben aber noch keinen Unfallbericht erhalten. Dieser muss an den Flaggenstaat Portugal in Übereinstimmung mit dem ParisMOU gerichtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Thira
(04.05.20) Am Abend des 3.5. kollidierte die zypriotische Fähre 'Olympus', mit dem Kai im Hafen von Athiniou (Santorini) in der Thira-Präfektur. Das Schiff war auf der Route Rethymnon - Thira - Milos - Piräus unterwegs. Nachdem es sicher festgemacht war, wurde es von den Behördenvertretern inspiziert. Sie stellten eine deformierte Platte und Schrammen am Backbordheck 1,1 Meter oberhalb der Wasserlinie fest. Die Hafenbehörde von Thira verhängte ein Auslaufverbot bis zur neuerlichen Klasseerteilung. Dann lief die Fähre mit einer 56-köpfigen Crew, 17 Passagieren, sieben Pkw, neun Lkw und einem Motorrad wieder aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Boot von Ruihan Yu
Boot von Ruihan Yu
(Bild: Philippine Marine Corps) Großbild klick!
Toter Rekordruderer samt Boot Monate nach Schiffbruch entdeckt
(04.05.20) Am 24.4. wurde am Strand von Kinapusan Island, Tawi-Tawi, vor den Philippinem das Wrack eines 24 Fuß langen Ruderboots samt der Leiche von Ruihan Yu aus China angetrieben, der auf ihm Solo den Pazifik überqueren wollte. Es war Yus zweiter Versuch gewesen. Bereits 2017 wollte er von Kalifornien nach Australien rudern, musste aber nach Ruderschaden von der U.S. Coast Guard vor Hawaii gerettet werden.
2019 startete er den nächsten Anlauf, kenterte aber am 27.11. rund 755 Kilometer nördlich des Majuro Atolls vor den Marshall Islands in den Gewässern von Hawaii. Anders als geplant, richtete sich sein Boot nicht wieder auf. In höchster Not alarmierte Yu nach Verlust all seiner Überlebensausrüstung samt Rettungsweste die Coast Guard Hawaii.
Er meldete, dass er sich an den Rumpf seines Bootes klammerte. Die Coast Guard suchte drei Tage nach ihm. Sieben Stunden nach der Notmeldung sichtete ihn ein Flugzeug, als er versuchte, sich am Rumpf seines Boots festzuhalten.
Das Suchflugzeug war aber knapp an Treibstoff und musste abdrehen. Zuvor warf die Crew eine Rettungsinsel ab in der Hoffnung, dass Yu sie würde erreichen können. Als die aufgetankte Maschine zurückkehrte, fand sie zwar die Insel, aber weder Yu noch sein Boot in der Weite der See wieder. Nach 120 Suchstunden wurde die Rettungsaktion eingestellt, da es keine Überlebenschance mehr gab. Offenbar war Yu in sein Boot geflüchtet, um in dessen Innern auszuharren, wie sich nun zeigte, eine tödliche Entscheidung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelboot wird in Schlepp genommen
Segelboot wird in Schlepp genommen
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Arbeitsreicher Sonntag für freiwillige Seenotretter
(04.05.20) Trotz der Corona-bedingten Restriktionen und der Aufforderung, möglichst keinen Wassersport zu unternehmen, war der 3.5. für die Seenotretter der KNRM-Station Enkhuizen arbeitsreich, da bereits einiger Betrieb auf IJssel- und Markermeer herrschte. Bereits um drei Uhr früh wurden die freiwilligen Retter erstmals alarmiert, weil eine sieben Meter lange Yacht auf dem Weg nach Monnickendam am Strand von Broekerhaven festgekommen war. Das Rettungsboot 'Corrie Dijkstra' lief kurz danach mit Kurs Markermeer aus und konnte das mit zwei Personen besetzte Sportboot wieder flottmachen.
Die Yacht setzte ihre Fahrt anschließend ohne weitere Assistenz fort. Am Nachmittag dann lief der ehemalige Fischkutter 'Elisabeth - EH 64' (MMSI: 244024385) vor dem Deich zwischen Enkhuizen und Lelystad auf Grund. Auch in diesem Fall gelang die Bergung ohne Probleme.

Archivbild Fischkutter 'Elisabeth - EH 64'
Archivbild Fischkutter 'Elisabeth - EH 64'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kaum war sie abgeschlossen, meldete eine Segelyacht Motorausfall drei Meilen nördlich von Enkhuizen. Das Boot wurde auf den Haken genommen und in seine Box im Compagnieshaven abgeschleppt. Bei allen Aktionen wurde, soweit möglich, eine Sicherheitsdistanz von 1,5 Metern zu den beteiligten Personen eingehalten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Inspektion der Brücke
Inspektion der Brücke
(Bild: OvD Rail) Großbild klick!
Sportboot fuhr gegen Eisenbahnbrücke
(04.05.20) Am 3.4. um 11.30 Uhr kollidierte ein Sportboot mit der Eisenbahnbrücke über den Noordhollandsch-Kanal in Alkmaar. Wegen der notwendigen Inspektionen durch die Volker Rail musste der Zugverkehr zwischen Alkmaar und Heerhugowaard zeitweilig eingestellt werden. Wie es zu der Havarie kam, war noch unklar.
Möglicherweise dachte der Skipper, sein Boot sei niedrig genug für die Passage. Um 12.15 Uhr konnte er Eisenbahnverkehr wiederaufgenommen werden, früher als zunächst befürchtet, da keine signifikanten Schäden festgestellt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hit & Run-Unfall I
(04.05.20) Am 1.5. gegen 15 Uhr wurde der vietnamesische Kutter 'BTh 89719' auf Fangfahrt in den Gewässern der Binh Thuan-Provinz rund 13 Meilen vor La Gi in Südost-Vietnam von einem Frachter überlaufen. Das Schiff sank, und die sechsköpfige Crew landete im Wasser. Sie wurde von dem Kutter 'BTh 85097', der sich in der Nähe befand, gerettet.
Der Frachter stoppte nach dem Unfall nicht, sondern lief ab. Die Crew der 'BTh 85097' konnte ihn aber identifizieren. Es handelte sich um den philippinischen Frachter 'White Tonomy', 9658 BRZ (IMO: 9695810). Er war um zwei Uhr aus Ho Chin Minh Port ausgelaufen und nach Cam Pha unterwegs, wo er am 3.5. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Kutter nach Havøysund abgeschleppt
(04.05.20) Am 4.5. wurde ein Kutter bei Havøysund in der Måsøy-Kommune manövrierunfähig, nachdem ihm eine Leine des ausgebrachten Netzes in den Propeller geraten war und diesen blockiert hatte. Der Skipper bat die NSSR um Assistenz, und das Rettungsboot 'Odin-RS 150' der Station Havøysund kam zu Hilfe.
Der Havarist wurde in den Hafen geschleppt. Dort stieg ein Seenotretter in Tauchausrüstung ins Wasser und befreite den Antrieb von dem darum gewickelten Fanggerät. Bereits kurz zuvor hatte die 'Odin' einen Kutter mit Maschinenproblem auf den Haken genommen. Er hatte nördlich von Ingøya um Hilfe gebeten. Der Havarist wurde in den Hafen von Havøysund abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Beschädigtes Offshore-Schiff in Rostock ist weiträumig zu umfahren
(04.05.20) Nach dem Krankollaps auf der 'Orion I' in Rostock war der Schiffsverkehr im Hafenbecken B seit dem 4.5. wieder möglich, allerdings mit einigen Einschränkungen. Vorbeifahrende Schiffe müssen die Unfallstelle immer noch weiträumig umfahren. Mehrere Bereiche an der Westseite des Beckens waren auch weiterhin gesperrt.
Außerdem galt eine Größenbeschränkung. Die Polizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler nach Lowestoft eingeschleppt
(04.05.20) Am Morgen des 3.5. kam das RNLI-Boot aus Lowestoft einem acht Meter langen Kutter zu Hilfe, der mit einer zweiköpfigen Crew an Bord eine Meile vor der Küste von Corton trieb, nachdem ihm auf Fangfahrt das Schleppnetz in den Propeller geraten war und einen Maschinenausfall verursacht hatte.
Die 'Patsy Knight' lief kurz nach 10 Uhr aus und stellte eine Schleppverbindung her. Um 11.50 Uhr wurde der Havarist in seinen Heimathafen Lowestoft gezogen. Hier standen die Suffolk Police und die Coastguard bereit zur weiteren Assistenz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischtransporter beschädigte Korallenriff
(04.05.20) Rund 45 Quadratmeter Korallenriff in Barangay Batulaki wurden am 1.5. beschädigt, als der 125 Fuß lange, philippinische Fischfrachter 'Mark Anthony-17' der Rodrigo Lorna Gere Fishing Industry Corporation (RLGFI) vor der Sarangani Bay von General Santos City kommend in stürmischer See auf Grund lief. Der Schaden wurde von einem Team des Department of Environment and Natural Resources-Region 12 (DENR-Soccsksargen), des Sarangani Bay Protected Seascape-Protected Area Management Office (SBPS-PAMO), der Regierung von Glan, des Bureau of Fisheries and Aquatic Resources, der Philippine National Police-Maritime Group und der philippinischen Coast Guard untersucht. Das Protected Area Management Board (PAMB) leitete die Bergung ein und setzte eine Strafe fest. Diese soll dem Integrated Area Protected Fund zugutekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Boot explodierte nach dem Tanken
(04.05.20) Am Nachmittag des 2.5. explodierte um 15.45 Uhr ein Sportboot auf dem Lake oft he Ozards bei Meile 1 des Glaize-Arms. Dabei wurde ein Mann getötet, den die Missouri Highway Patrol als Shawn Carroll, a 53-jährigen Einwohner von Richmond Heights, Missouri, identifizierte. Drei weitere Personen wurden verletzt, davon zwei schwer.
Das Unglück ereignete sich, nachdem das Boot getankt hatte und die Maschine gestartet wurde. Fünf Fahrzeuge der Missouri Highway Patrol, das Osage Beach Fire Department, das Mid-Missouri Fire Department und das MSHP Taucherteam waren im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettung nach Schiffbruch auf Lake Victoria als Wunder bezeichnet
(04.05.20) Am 3.5. wurde das Wrack der wieder auf ebenen Kiel gebrachten Usenge - Mageta-Fähre 'Ringiti' der Water Bus East Africa beim Anyanga Beach im Siaya County ans Ufer geschleppt. Ein Team von KMA, Kenya Coast Guard Services und Beach Management Units hatte es geborgen. Die Passagiere bezeichneten ihre Rettung nach dem Schiffbruch auf dem Lake Victoria in Kenia als Wunder.
Die Fähre war in stürmischer See aueinandergebrochen und gekentert. Fischer und andere Helfer konnten alle 15 Passaigere und fünf Crewmitglieder aus dem Wasser ziehen. Die Überfahrt von Mageta Island war zunächst ruhig verlaufen, bis das Katamaranschiff mit einem Knall zwischen Usenge und Sirigombe Island auseinanderbrach. Einige Passagiere sprangen ins Wasser, während die Crew Rettungswesten verteilte, was zur erfolgreichen Rettungsaktion beitrug.
Alle Schiffbrüchigen erreichten den Kabarua Beach und wurden dann im Mageta Health Centre betreut. Kenya Maritime leitete am 2.5. eine Untersuchung des Unfalls ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Schiffbrüche und eine Tote vor Long Island
(04.05.20) Zwei Haitianer, die nach der Explosion des Frachters 'Fish Farmer' am Morgen des 1.5. bei Millers in Long Island an Land schwammen, wurden als erstes auf Coronavirus getestet. Das Schiff war eines von dreien, die am 27.4. vom Potters Cay Dock nach Haiti ausgelaufen waren. Am 30.4. geriet das 80 Fuß lange Schiff nach einer Explosion im Maschinenraum gegen 15 Uhr in Brand.
An Bord hatten sich sechs Männer und drei Frauen befunden. Die Frau war bereits auf der Fahrt erkrankt und schließlich gestorben. Die zwei 30 und 50-jährigen Überlebenden mussten wie auch die verbliebenen sechs Personen auf der Flucht vor den Flammen das Schiff verlassen, wurden aber gegen zwei Uhr von der Restgruppe durch die starke Strömung getrennt.
Sie schwammen 10 Meilen weit, bevor sie den Strand erreichten. Sie wurden auf der Polizeistation von Simms untergebracht. Die von ihnen genommenen Proben wurden nach Nassau geflogen. Ein weiteres der haitianischen Schiffe, die 'Valexis', erlitt unterdessen Wassereinbruch und sank nur eine Meile vom Wrack der 'Fish Farmer' entfernt übers Heck. Die Crew wurde mit einem Beiboot an Bord des dritten Schiffs gebracht, das weiter auf Haiti zuhielt. Ein dreiköpfiges Polizeiteam wurde am 2.5. nach Long Island geschickt, um die Untersuchung zu unterstützen.
Quelle:Tim Schwabedissen


03.05.2020

'Orion I' vor dem Unfall
'Orion I' vor dem Unfall
(Bild: Liebherr) Großbild klick!
Schwerer Kran-Unfall in Rostock - 12 Verletzte
(03.05.20) Beim Belastungstest der unter Panama-Flagge laufenden Kranschiff 'Orion I', 58203 BRZ (IMO: 9825453), am Liegeplatz 24 im Überseehafen Rostock knickte am 2.5. um 15.30 Uhr der Kranarm ein. Der Kran stand unter extremer Spannung, da bei dem Test wurde die Belastungsobergrenze planmäßig um etwa 10 % überschritten wurde.
Offenbar was dann das Lager abgeschert, und der am Schaft gebrochene Haken ging mit den Anschlagmittel auf die Barge nieder. Durch den ruckartigen Abriss kippte der Kran nach hinten über. Der 180 Meter lange Ausleger riss ab und schlug auf die Kaikante und das Deck des Schiffs, auf dessen Achterdeck der Kran montiert war. Etliche schwere Metallteile flogen dabei umher.
Kranschiff 'Orion I' mit Schlagseite
Kranschiff 'Orion I' mit Schlagseite
(Bild: Polizei MV) Großbild klick!
Auf Deck wurden die Container wie Spielzeug durch die Gegend geschleudert. Ein auf Höhe des Liegeplatzes geparkter Transporter wurde durch den Kran vollständig zerstört. Es lief auch Öl aus, das von der Feuerwehr aufgefangen werden musste.
Es wurden insgesamt 12 Menschen, darunter fünf Personen, die sich im Führerhaus des Kranes aufhielten, verletzt. Insgesamt gab es zwei schwer- und zehn leicht Verletzte. Die schwerer Verletzten mussten ins Krankenhaus gebracht werden, eine der beiden Personen wurde am Abend aber wieder entlassen.
Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich 120 Personen auf dem Schiff, das nach dem Unfall Backbordschlagseite entwickelte und komplett evakuiert wurde. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch mehrere Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz.
Das 216 Meter lange und 49 Meter breite Kranschiff war Ende November 2019 nach Rostock gekommen und wurde seit Februar bei Liebherr mit dem Schwerlastkran ausgerüstet. Nach Abschluss der Montage wurde das Spezialschiff ins Hafenbecken B an Liegeplatz 24 verlegt, wo nun der abschließende Belastungstest durchgeführt werden sollte. Dabei sollte ein insgesamt 5.500 Tonnen schwerer, mit Wasser gefüllter Ponton angehoben werden.
Der Havarist wurde bis zum Abend wieder auf ebenen Kiel gebracht. Wegen des noch nicht hinreichenden Kenntnisstandes zur statischen Situation des Kranes wurde das Hafenbecken B aber vorerst für die Schifffahrt komplett gesperrt. Um das Schiff wurde eine Ölsperre ausgelegt.
Schwere Metallteile flogen umher
Schwere Metallteile flogen umher
(Bild: Polizei MV) Großbild klick!
Bei dem auf der 'Orion I' montierten Kran handelt es sich um das Modell HLC 295000. Dieser Typ ist der größte Offshore-Kran, den Liebherr bislang gebaut hat. Die Heavy Lift Crane (HLC) Baureihe wurde speziell für den Aufbau von Offshore-Windkraftanlagen sowie den Auf- und Abbau von Offshore-Anlagen für die Erdöl- und Erdgasindustrie entwickelt.
Die 'Orion I' der Cosco (Qidong) Offshore Co. sollte an der aus 100 Turbinen bestehenden EDP Renewables Moray East Offshore Wind Farm eingesetzt werden. In den kommenden Wochen sollte sie beim Global Energy's Nigg Energy Park im Cromarty Firth eintreffen. DEME wolle das Schiff auch zum Bau von Windturbinen von Ørsteds Hornsea Two Offshore-Windpark nutzen.
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten weiter an, auch DEME leitete eine Untersuchung ein. Im Zuge erster Ermittlungen wurde der Haken des Krans sichergestellt. Nach gegenwärtigem Stand war davon auszugehen, dass der Haken vermutlich durch einen Materialfehler gebrochen ist und so den Unfall verursacht hat. Der Schaden betrug zwischen 50 und 100 Millionen Euro.
Feuerwehr am Unfallort
Feuerwehr am Unfallort
(Bild: Stefan Tretropp) Großbild klick!
Erst Ende Januar waren im Rostocker Seehafen zwei 440 Tonnen schwere Hafenmobilkräne beim Verladen auf das Spezialschiff 'Jumbo Vision' ins Hafenbecken gestürzt. Dort lagen sie mehr als fünf Wochen lang, bis schließlich ein Schwimmkran aus den Niederlanden sie bergen konnte. Nach Angaben des Kranherstellers Liebherr kosteten die damals havarierten Kräne drei bis fünf Millionen Euro.
Die 'Orion I' war am 22.11.019 beim Rostocker Liebherr-Werk eingetroffen. Für den Einsatz an Windkraftanlagen und den Rückbau ausgedienter Offshore-Öl- und Gasförderanlagen begann dann die Installation des HLC 295000. In den Vormonaten waren mehrere tausend Tonnen Stahl geformt, geschweißt und zu einem für Liebherr einzigartigen Produkt montiert.
Nicht nur die schiere Größe des gesamten Krans, sondern auch die Maße der einzelnen Komponenten sind außerordentlich. Allein der Ausleger des HLC 295000 war 160 Meter lang. Damit sollte der Kran eine Hubhöhe von bis zu 180 Metern erreichen. Mit seiner Tragfähigkeit von 5.000 Tonnen bei einer Ausladung von mehr als 30 Metern sollte der HLC 295000 das Gewicht von neun voll beladenen A380-Flugzeuge heben können.
Bei der Montage kam auch der kürzlich eingeweihte TCC (Travelling Cargo Crane) 78000 zum Einsatz. Mit einer maximalen Tragfähigkeit von 1.600 Tonnen und einer maximalen Hubhöhe von 158 Metern war der TCC 78000 für diesen Einsatz prädestiniert. Der neue Portalkran ist mit einem Doppel-Fahrwerk ausgestattet und hat eine Spurweite von 30 Metern.
Die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH ist einer der führenden europäischen Hersteller von maritimer Umschlagtechnik. Das Programm umfasst Schiffs-, Hafenmobil- und Offshore-Krane. Außerdem zählen Reachstacker und Komponenten für Containerkräne zum Produktportfolio.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Saint-Malo geborgen
(03.05.20) Am 1.6. um 7:20 Uhr wurde die SNSM-Station in Dinard ralarmiert, nachdem ein Trawler mit einer zweiköpfigen Crew an Bord einen Maschinenausfall erlitten hatte und bei Niedrigwasser auf dem Petit Vidé gestrandet war. Binnen einer Viertelstunde liefen die Seenotretter aus und stellten mit einer 200 Meter langen Leine eine Schleppverbindung her.
Als die Flut um 8.35 Uhr wieder auflief, zog das Boot an und konnte den Havaristen zurück in tiefes Wasser ziehen. Er wurde dann bis Saint-Malo eskortiert und konnte dann die Fahrt ohne weitere Hilfe fortsetzen. Um 10.05 Uhr war der Rettungseinsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Federal Leda'
Archivbild 'Federal Leda'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Bulkcarrier stoppte nach Maschinenausfall
(03.05.20) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Federal Leda'. 22654 BRZ (IMO: 9229996), hatte am 1.5. um 7.50 Uhr auf der Reise von Stettin nach Montreal einen Ausfall der Hauptmaschine auf Position 48 10 16.2N, 069 27 26.5W, vor Les Bergeronnes, Quebec. Das Schiff stoppte für die notwendigen Reparaturen. Dann setzte es seine Fahrt fort und machte am 2.5. um 18 Uhr im Zielhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot gekentert
Motorboot gekentert
(Bild: USCG) Großbild klick!
Drei Schiffbrüchige vor Ponit Lookout gerettet - Suche nach Vermisstem dauert an
(04.05.20) Die US Coast Guard gemeinsam mit der 'Brett Allie 5' rettete am Morgen des 2.5. drei Personen vor Point Lookout auf Long Island aus dem Wasser und suchte nach einer vierten. Um 10:08 Uhr wurde die Coast Guard Long Island Sound von der 'Brett Allie 5' alarmiert, die ein gekentertes Motorboot entdeckt hatte, das kieloben im Wasser trieb. Binnen weniger Minuten liefen zwei Boote von der Coast Guard Station Jones Beach aus.
Sei lokalisierten zunächst eine Person im Wasser, die zum Long Beach Medical Center transportiert wurde. Währenddessen zog die Crew der 'Brett Allie 5' weitere zwei Schiffbrüchige an Bord, die sich am Rumpf des gekenterten Motorboots festgehalten hatten. Sie wurden zum South Nassau Medical Center gebracht. Die Coast Guard setzte unterdessen die Suche nach der vierten, vermissten Person fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot im Schlepp der USCG
Motorboot im Schlepp der USCG
(Bild: USCG) Großbild klick!
Vier Bootsfahrer vor Oregon Inlet gerettet
(03.05.20) Die US Coast Guard kam am2.5. drei Erwachsenen und einem Kind zu Hilfe, deren 29 Fuß langes Motorboot eine Meile vor dem Oregon Inlet manövrierunfähig geworden war und Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard North Carolina wurde um 11:45 Uhr alarmiert und schickte zwei 47-Fuß-Boote der Station Oregon Inlet zu Hilfe.
Vor Ort wurden alle vier Personen vom Havaristen abgeborgen. Anschließend wurde das Boot übers Heck abgeschleppt. Zwei Mann der Coast Guard blieben derweil an Bord und pumpten das Wasser aus. Das Boot wurde dann in Wanchese Harbor sicher festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Offshore-Schiff saß bei Campeche fest
(03.05.20) Am 2.5. lief das&xnbsp;mexikanische Offshore-Versorgungsschiff 'NN Regulus', 7217 BRZ (IMO: 9549176), bei Ciudad del Carmen, Campeche, auf Grund und setzte einen Notruf ab. Es setzte auf Grund auf, als es gerade mit Diesel versorgt wurde. An Bord war nur eine kleine Crew, die auf ein Reinigungsteam und Nahrungsmittel wartete.
Wegen des Covid 19 Emergency Response Plan (PREC) von Petróleos Mexicano war alles nicht notwendige Personal von allen Einrichtungen abgezogen worden. Es gelang dem Kapitän mit einigen geschickten Manövern, sein Schiff binnen einer Stunde von den Untiefen wenige Kilometer vor Ciudad del Carmen abzubringen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wasserbus kenterte auf Lake Victoria
(03.05.20) Ein sogenannter Wasserbus kenterte am 2.5. auf dem Lake Victoria. Er war auf der Mageta Island-Usenge Beach-Route im Siaya County unterwegs. Bei starkem Wind und kräftigen Strömungen geriet das Katamaranschiff in Schräglage und schlug schließlich um. Eine große Rettungsaktion lief für die 200 Passagiere an.
Nach Angaben des Kenya Red Cross gelang es, alle zu retten. Das kieloben treibende Wrack wurde unterdessen in Richtung Uhanya Beach getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper sank bei Hilfeleistung
(03.05.20) Der vom U.S. Army Corps of Engineers betriebene, 18 Meter lange Schlepper 'Sanderford' (MMSI: 369970377) sank am 21.4. auf dem Mississippi unweit der U.S. 190 Bridge, als er dessen 20 Meter langem Baggerschiff 'Jadwin' (MMSI: 983699990) zu Hilfe kommen wollte. Dieses war mit einem Pfeiler der Brücke kollidiert. Die dreiköpfige Schleppercrew landete im Wasser, wurde aber von einem anderen Schiff unversehrt gerettet. Die 'Jadwin', ein Schiff des Army Corps of Engineers des Vicksburg Distrikts in Mississippi,war flussabwärts unterwegs gewesen, als sie in einer scharfen Kurve auf dem Weg nach Morgan City unter der Old Bridge vom Kurs abkam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre trieb vor Forsand
(03.05.20) Auf der morwegischen Fähre 'Vikingen', 2631 BRZ (IMO: 90360389), kam es bei einer Testfahrt am Abend des 2.5. zu Maschinenproblemen auf dem Høgsfjord. Das Schiff wurde manövrierunfähig und trieb eine Zeitlang auf dem Fjord vor Forsand.
Dann kam der Schlepper 'Bryteren' zu Hilfe und zog den Havaristen zurück nach Klasaskjeret in Stavanger. Auch das MRCC bot Assistenz an, doch seine Hilfe wurde nicht mehr benötigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Explosion vor Bahamas: eine Tote und sechs Vermisste
(03.05.20) Der 80 Fuß lange Frachter 'Fish Farmer' explodierte am 29.4. einige Meilen von Long Island entfernt vor Stella Maris, etwa 10 Meilen vor der Ostküste von Salt Pond auf dem Weg nach Haiti. Er war am 27.4. um 17.30 Uhr aus Potters Cay in New Providence ausgelaufen. Die Bahamas Royal Defense Forces wurden um 1:30 Uhr alarmiert.
Drei Stunden später wurde berichtet, dass seine Frau ums Leben gekommen war. Polizei und Anwohner mit Jetskis versuchten zu helfen, doch die Hitze vereitelte ihren Einsatz. Ein Flugzeug der RBDF und die US Coast Guard waren ebenfalls vor Ort. Auf dem Schiff befanden sich neun Menschen, neben der Frau noch weitere sechs Personen aus Haiti und zwei von den Bahamas.
Zwei Haitianer im Alter von 30 und 50 Jahren erreichten die Küste von Millers schwimmend. Sie wurden von Anwohnern gefunden und von der Polizei in Simms (Long Island) betreut. Sechs Menschen wurden noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen


02.05.2020

'Hagland Boss' und treibende Yacht
'Hagland Boss' und treibende Yacht
(Bild: Hovredningssentralen) Großbild klick!
Yacht mit Asylsucher trieb im Skagerrak
(02.05.20) Der maltesische Frachter 'Hagland Boss', 2446 BRZ (IMO: 9171058), stieß auf seiner Fahrt von Ystad nach Haugesund am 1.5. mitten auf dem Skagerrak auf eine in der See treibende Yacht. Es stellte sich heraus, dass er einen asylsuchenden Mann an Bord hatte. Er war von Schweden aus in See gestochen und wollte nach Norwegen, war aber in schlechtes Wetter geraten.
Seit Tagen trieb er in der groben See und war erschöpft. Polizei und NSSR wurden verständigt, während die Frachtercrew ihn an Bord nahm. Nachdem das Rettungsboot 'Inge Steensland' vor Ort eintrafen, wurde der Mann in Obhut genommen. Das Rettungsboot schleppte die Yacht nach Arendal ab, wo sie um 23 Uhr festmachte. Am 2.5. warf die 'Hagland Boss' vormittags vor Husoy Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Sylt geborgen - Krabbendank zum 1. Mai
(02.05.20) Am 1.5. gegen 0.35 Uhr alarmierte der Skipper des dänischen Fischkutters 'Fru Hellesøe - HV 80', 37 BRZ (MMSI: 219001275), aus Havneby auf Rømø das MRCC der DGzRS in Bremen. Er meldete einen technischen Defekt an der Maschine. Der etwa 16 Meter lange Stahlkutter befand sich zu dem Zeitpunkt auf Fangreise vor der Sylter Westküste südwestlich der Ansteuerungstonne zum Lister Tief.
Die Besatzung des Sylter Rettungskreuzers 'Pidder Lüng' hatte den Notruf ebenfalls aufgefangen. Er legte sofort in List ab und machte sich auf die etwa zwölf Seemeilen lange Fahrt zum Havaristen, der in der Nähe des Salzsandes trieb. Die Flut hatte bereits eingesetzt und drohte manövrierunfähigen Havaristen in die Brandungszone zu treiben.
Doch die Seenotretter waren rechtzeitig vor Ort. Bei südlichen Winden um vier Beaufort und etwa einem Meter Dünung nahmen sie die 'Fru Hellesøe' auf den Haken und schleppten den Krabbenkutter samt seiner zweiköpfigen Besatzung sicher nach Havneby. Dort machten sie gegen 3.45 Uhr fest.
Ein herzliches Dankeschön der beiden Fischer und eine ordentliche Portion Krabben gingen an die Seenotretter - dann nahm die 'Pidder Lüng' wieder Kurs auf List. Dort meldete sie sich eine gute halbe Stunde später 'klar P3' - einsatzbereit auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Maersk Bali'
Archivbild Containerfrachter 'Maersk Bali'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenprobleme vor Southampton
(02.05.20) Am 30.4. war der Containerfrachter 'Maersk Bali', 35835 BRZ (IMO: 9394870), von Santa Marta in Kolumbien kommend gegen vier Uhr NUC auf dem Weg nach Southampton auf Position 50 18 15.0 N, 000 43 35.0 W. Gegen sechs Uhr war der Schaden behoben, und nach einer Erprobung setzte es um 6.30 Uhr die Reise fort. Um 12 Uhr machte es in Southampton fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Uni Assure'
Archivbild Containerfrachter 'Uni Assure'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision in Thessaloniki
(02.05.20) Am 30.4. gegen 12 Uhr kollidierten im Hafen von Thessaloniki der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter 'Uni Assure', 14807 BRZ (IMO: 9130597), beim Anlegemanöver im Hafen mit dem an Liegeplatz 26 am Kai liegenden, in Antigua-Barbuda registrierten Containerschiff 'Pacaya', 9957 BRZ (IMO: 9330276), der Harren& Partner Schifffahrts-GmbH & Co. KG in Bremen. Beide Schiffe trugen leichte Schäden davon. Ein Deckskran auf dem Kailieger bekam Schrammen und wurde um 10 Grad versetzt. Die 'Uni Assure' verließ den Hafen am Morgen des 1.5. gegen 10 Uhr und nahm Kurs auf Piräus, wo sie am 2.5. um acht Uhr auf Position 37° 52.98' N 023° 33.23' E ankerte. Die 'Pacaya' lief bereits um sechs Uhr mit Fahrtziel Izmir aus, wo sie um 23.50 Uhr eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen


'With Harvest' und NSSR-Boote
'With Harvest' und NSSR-Boote
(Bild: NSSR) Großbild klick!
Fischfarmversorger drohte zu stranden
(02.05.20) Am Nachmittag des 1.5. kam es auf dem norwegischen Fischfarmversorger 'With Harvest', 3450 BRZ (IMO: 9692117), der am 30.4. um 19 Uhr aus Bergen ausgelaufen war, zu einem Maschinenschaden westlich von Hidra im Berrefjord in Åna-Sira. Das Schiff drohte auf nahegelegene Felsen zu treiben. Örtliche Boote kämpften damit, ihn von diesen abzuhalten. Die Rettungsboote 'Oskar Tybring' und 'Kristian Gerhard Jebsen' der NSSR kamen schließlich zu Hilfe.
Die 'Kristian Gerhard Jebsen' nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn in sichere Gewässer. Gegen 20 Uhr wurde er auf Position 58° 14.35' N 006° 39.42 E östlich des Fähranlegers von Abelnes verankert.
Archivbild 'Kristian Gerhard Jebsen'
Archivbild 'Kristian Gerhard Jebsen'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht 'Going Coastal'
Motoryacht 'Going Coastal'
(Bild: USCG) Großbild klick!
Kampf um sinkende Yacht war vergebens
(02.05.20) Die US Coast Guard rettete am 30.4. die zweiköpfige Crew der 28 Meter langen, amerikanischen Yacht 'Going Coastal' (MMSI: 367757740) neun Meilen südlich von Monterey Bay. Die beiden funkten um 11.45 Uhr Mayday, nachdem ihr Boot 35 Meilen südlich von Monterey einen Wassereinbruch hatte. Die Coast Guard San Francisco strahlte einen UMIB aus und schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Monterey sowie von der Air Station San Francisco einen MH-65 Dolphin-Helikopter zu Hilfe.
Die Bootsfahrer meldeten später, dass sie den Wassereinbruch unter Kontrolle hatten, woraufhin der Hubschrauber wieder abdrehte. Um 13:30 Uhr traf das 45-Fuß-Boot ein und setzte einen Mann mit einer Lenzpumpe an Bord der Yacht ab Danach eskortieret sie diese in Richtung Monterey Bay. Doch um 15.45 Uhr nahm der Wassereinbruch wieder zu, und erneut stieg ein Dolphin auf.
'Going Coastal' sinkt
'Going Coastal' sinkt
(Bild: USCG) Großbild klick!
Dieser traf um 16.55 Uhr ein und setzte einen Rettungsschimmer mit einer weiteren Pumpe auf dem Havaristen ab. Doch die Lage verschlechterte sich weiter, und um 17.20 Uhr fiel die Bordelektrik aus, woraufhin noch mehr Wasser einströmte.
Das Rettungsboot evakuierte die Yacht, und schließlich sank sie neun Meilen vor Monterey Bay. Die Schiffbrüchigen wurden unversehrt in Monterey abgesetzt. An Bord der 'Going Coastal' waren 1,200 Gallonen Diesel. Die Coast Guard Incident Management Division, der Eigner und die Versicherung arbeiteten an einem Bergungsplan.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch vor Myre/Norwegen
(02.05.20) Der norwegische Trawler 'Quo Vadis', 499 BRZ (IMO: 9605889), hatte am Abend des 30.4. einen Wassereinbruch im Westfjord. Die norwegische Küstenwache schickte das Patroullienboot 'Harstad' zur Assistenz. Eine Lenzpumpe wurde auf dem Havaristen abgesetzt, mit deren Hilfe die Lage unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Der Trawler nahm dann mit eigener Kraft Kurs auf den Hafen von Myre, wo er sicher festmachte. Am 1.5. um 17.35 Uhr verließ er ihn wieder und nahm Kurs auf Fiskefeltet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Tanker im Rettungseinsatz für Yachtcrew
(02.05.20) Der dänische LNG-Tanker 'Magellan Spirit', 104169 BRZ (IMO:9342487), rettete am 1.5. die zweiköpfige britische Crew einer 39-Fuß langen Segelyacht, die 598 Meilen vor Bermuda in Seenot geraten war. Am 29.4. um 7.45 Uhr hatte diese das britische MRCC alarmiert, nachdem ihr Boot einen Ruderausfall erlitten hatte. Dieses kontaktierte die US Coast Guard, die über das AMVER-System Schiffe in der Nähe der Yacht ausfindig machte.
Der dänische Tanker 'Torm Laura', 29300 BRZ (IMO: 9375616), der auf der Fahrt von Piney Point nach Gibraltar war, reagierte als erstes und nahm am 30.5. Kurs auf den Zweimaster. Wegen der schweren See vor Ort konnte er aber nichts ausrichten und setzte seine Fahrt fort. Am Morgen des 1.5. trafen zwei weitere Schiffe im AMVER-System ein, neben der 'Magellan Spirit', die ihre Reise von Port Arthur nach Rotterdam unterbrochen hatte, auch der unter Bahamas-Flagge laufende LNG-Tanker 'Ethane Sapphire', 104169 BRZ (IMO: 9336737), der von Himeji nach Barrow Island unterwegs war. Er machte der Yacht Lee, während die Crew der 'Magellan Spirit' ein Rettungsboot aussetzte.
Es nahm die beiden Briten an Bord und brachte sie auf den Tanker, der sie in Spanien an Land absetzen wollte. Die Yacht blieb mit aktivieren Navigationsleuchten und AIS zurück, sodass sie von Bergern lokalisiert werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Charterboot in Seenot
(02.05.20) Die US Coast Guard kam am 29.4. der achtköpfigen Crew eines 52 Fuß langen Charterboots zu Hilfe, das 18 Meilen vor Cape Lookout, North Carolina, um 15.05 Uhr in Seenot geraten war. Eine zunächst um Hilfe gebetene Bergungsfirma war wegen stürmischen Wetters nicht in der Lage, einzugreifen und verständigte die Coast Guard North Carolina. Das Patroullienboot 'Richard Snyder' lief aus Atlantic Beach aus und nahm die Motoryacht auf den Haken.
Um 23 Uhr erreichte der Schleppzug die Beaufort Inlet-Seetonne. Hier wurde die Charteryacht einem 47.Fuß-Boot der Station Fort Macon übergeben. Dieses brachte die Yacht in den Bootshafen der Coast Guard Station Fort Macon. Dort übernahmen nun kommerzielle Berger und verholten den Havaristen ins Capt. Stacy Fishing Center.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter hat nach Feuer wieder Strom an Bord
(02.05.20) Nachdem der Ankerziehschlepper 'ALP Defender', der aus Trinidad zu Hilfe kam, den durch einen Maschinenraumbrand manövrierunfähig gewordenen Containerfrachter 'Maersk Vilnius' erreicht hatte und ihn am 29.4. auf den Haken nahm, bewegte sich der Schleppzug nun mit gut sechs Knoten auf die Küste von Panama zu, Am 7.5. um 14 Uhr soll er den Hafen von Manzanillo erreichen.
Die Lage auf dem Havaristen hat sich inzwischen verbessert. Es gelang der Crew, die Bordelektrizität wieder in Gang zu bekommen. Damit bekommen auch die Kühlcontainer wieder Strom, um die Temperatur zu halten. Die 22-köpfige Crew des 1.810-TEU-Schiffes war wohlauf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit Brücke
(02.05.20) Der japanische Frachter 'Amaterasu', 1600 tdw (IMO 9157600), kollidierte am 29.4. mit einem Pfeiler der Koasn Ohashi Brücke im Hafen von Ube in der Yamaguchi-Präfektur. Das Schiff wurde beschädigt, Crewmitglieder trugen Verletzungen davon. Die Brücke blieb unversehrt und für den Verkehr offen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Container in Zeebrugge von Schiff geweht
(02.05.20) Am Morgen des 2.5. wurden eine Reihe von Containern vom Deck des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters 'OOCL United Kingdom', 210890 BRZ (IMO: 9776200), geweht, als sie im Hafen von Zeebrugge gelöscht werden sollten. Um 7.15 Uhr waren sie gerade entlascht worden, als eine Sturmbö sie erfasste und vom Schiff blies. Zwei landeten im Wasser, die anderen stürzten auf den Kai des CSP-Terminals und zerbrachen.
Glücklicherweise kam kein Mensch zu Schaden. Die im Hafen treibenden Boxen waren leer und konnten binnen einer Stunde mithilfe des Schleppers 'VB Tiger' gesichert und von einem Kran an Land gehoben werden. Der Frachter war um 2.15 Uhr von Felixstowe kommend in Zeebrugge eingetroffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Erz-Öl-Frachter sitzt bei St. Petersburg fest
(02.05.20) Der russische Öl- und Erztransporter 'Nefterudovoz 58m', 2615 BRZ (IMO: 8726234), lief am 30.4. gegen acht Uhr auf der Neva oberhalb von St. Petersburg auf Grund. Das unbeladene Schiff war von dort nach Cherepovets unterwegs, als es auf Position 59° 46.24' N 030° 46.11' E festkam.
Der Schlepper 'Hero Ivan Sivko' wurde zur Assistenz gerufen sollte helfen, den Havaristen wieder flottzumachen. Allerdings war der Wasserpegel inzwischen so weit gesunken, dass er zunächst nichts ausrichten konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision mit Containerkran
(02.05.20) Der maltesische Containerfrachter 'CMA CGM Neva', 29316 BRZ IMO: 9745548), kollidierte am 28.4. gegen 20 Uhr mit einem Gantrykran im Hafen von St. Petersburg. Dabei wurde eine Struktur des Hauptmasts deformiert, und die S-Band-Radarantenne erlitt Schäden.
Am 29.4. verließ das Schiff den Hafen und nahm Kurs auf Wilhelmshaven. Hier sollte er am 3.5. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Sainte-Catherine
(02.05.20) Am 30.4. um 5.10 Uhr kollidierte der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Federal Mosel', 22947 BRZ (IMO: 9766188), mit der Mauer von Schleuse 2 des St. Lawrence Seaway in Sainte-Catherine, Quebec, auf Position 45 24 30.1 N, 73 33 32.3 W. Dabei trug er leichte Schäden davon. Das Schiff kam von Montreal und war nach Port Colborne unterwegs, wo es am 1.5. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Vancouver Island
(02.05.20) Der liberianische Bulkcarrier 'Edward N', 91374 BRZ (IMO: 9597185), hatte on Rizhao kommend am 27.4. um 21 Uhr auf Position 48 25 15.0N, 127 18 51.0W, rund 65 Meilen westlich von Vancouver Island, einen Maschinenausfall. Die Crew führte eine Reparatur durch, und das Schiff konnte seine Reise fortsetzen. Es machte am 30.4. um 16.20 Uhr am Westshore-Terminal in Vancouver fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Verletzte bei Explosion in Nachodka
(02.05.20) Auf Russlands größter Fischfabrik 'Vsevolod Sibirtsev', 32096 BRZ (IMO: 8610277), kam es am 2.5. im Hafen von Nachodka am Kai einer Werft zu einer Explosion. Bei Schweißarbeiten flog eine Gasflasche in die Luft.
Zwei Personen wurden dabei verletzt. Einer der beiden, ein Schweißer, starb später. Die zweite Person, eine Frau, kam ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Algiers - vier Tote
(02.05.20) Am Abend des 28.4. sank vor El Djamila in Algiers der Kutter 'Sidi-Fredj'. Von der fünfköpfigen Crew konnte nur der Skipper aus Bouharoun, westlich von Tipasa, gerettet werden. Dei anderen vier kamen ums Leben. Der Kutter war am 27.4. aus dem Heimathafen Bouharoun ausgelaufen auf Schwertfischfang.
Der letzte Kontakt bestand am 28.4. gegen sieben Uhr drei Meilen östlich von El-Djamila. Nachdem der Kutter in Seenot geriet, versuchte der Skipper an Land zu schwimmen und wurde von anderen Schiffen entdeckt. Danach begann eine Suche, bei der nur die Leichen der anderen, zwischen 28 und 33 Jahre alten Fischer geborgen werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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