EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker

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09.04.2021

Frachter 'Eemslift Hendrika' in Sicherheit
(09.04.2021) Am späten Mittwochabend konnten große Ankerzieh-Schlepper den in Seenot geratenen Frachter 'Eemslift Hendrika' ins Schlepptau nehmen. Sie hatte 350 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Diesel an Bord und drohte im Laufe der Nacht auf Land zu driften und empfindliche Naturgebiete zu verschmutzen.
Vier Spezialisten der Bergungsmannschaft landeten gegen 21.30 Uhr Ortszeit auf der 'Eemslift Hendrika'. Trotz widriger Wetterbedingungen gelang es ihnen gegen 22.30 Uhr erfolgreich eine Schleppverbindung mit einem Ankerzieh-Schlepper herzustellen. Inzwischen haben sie die 'Eemslift Hendrika' weiter nach Norden geschleppt und in einer geschützten Bucht verankert, wo das Schiff inspiziert und die Ladung stabilisiert werden kann.
Quelle:Peter Walter


08.04.2021

Rotes Meer: Explosion auf iranischem Schiff
(08.04.2021) Eine rätselhafte Explosion ereingnete sich auf dem iranischen Schiffe 'MV-Saviz' im Roten Meer: Die exakten Hintergründe sind noch unklar, aber das iranische Außenministerium bestätigte den Vorfall. Laut einem Pressebericht ist Israel für den Vorfall verantwortlich.
Das Wall Street Journal zitierte ungenannte Beamte aus der Region und aus den USA und schrieb, Israel habe 'Wasserminen, verwendet, um im Roten Meer und anderen Gegenden der Region iranische Schiffe oder solche, die iranische Fracht transportieren, anzugreifen, die auf dem Weg nach Syrien waren.'
Es handele sich dabei um eine Vergeltungsaktion auf frühere iranische Angriffe auf israelische Schiffe. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hatte den Iran im März für eine Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman verantwortlich gemacht.
Laut der US-Website GlobalSecurity.org wird der beschädigte Frachter von der Marine der Revolutionsgarden als Versorgungsschiff eingesetzt.
Quelle:Peter Walter


07.04.2021

Archivbild Frachter 'Eemslift Hendrika'
Archivbild Frachter 'Eemslift Hendrika'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
'Eemslift Hendrika' treibt steuerlos im Sturm
(07.04.2021) Der niederländische Frachter 'Eemslift Hendrika' ist vor Norwegen in Seenot geraten: Die Maschine des Frachters funktioniert nicht, er hat Schlagseite und droht in schwerer See mit bis zu 15 Meter hohen Wellen zu kentern. Die 'Eemslift Hendrika' befindet sich 130 Kilometer von der Stadt Ålesund entfernt.
und seine Besatzung in Sicherheit gebracht worden. Das norwegische Rettungskoordinierungszentrum konnte die zwölf Besatzungsmitglieder per Hubschrauber retteten, nachdem sie die tobende See gesprungen waren.
Die Norwegische Kystvakten teilte mit, der Schwerpunkt liege nun darauf das Schiff stabilisieren und von der Küste fernzuhalten.
Die 'Eemslift Hendrika' ist spezialisiert auf Schiffstransporte. Gegenwärtig hat sie drei Fischkutter und eine Segelyacht auf dem Deck.
Quelle:Peter Walter


04.04.2021

 Seenotkreuzer Pidder Lüng
Seenotkreuzer Pidder Lüng
(Bild: Jens Bludau) Großbild klick!
Sylt: Baby auf der Nordsee geboren
(04.04.2021) Wie DGzRS berichtet, erblickte der um 4:02 Uhr an Bord des Seenotrettungskreuzers "Pidder Lüng" ein Baby das Licht der Welt. Die Mutter (25): "Wir sind superglücklich und es geht uns allen gut."
'Ich hatte unterwegs schon den Eindruck, dass das nicht mehr lange dauert', sagte Holger Speck, Steuermann der "Pidder Lüng".
Die Mutter sollte mit dem Schiff "Pidder Lüng" der DGzRS von Sylt zum dänischen Havneby gebracht und von dort aus mit einem Rettungswagen zur Klinik in Flensburg gefahren werden.
Doch 'Bosse' kam schon zur Welt bevor alle an Land gehen konnten. Der Rettungswagen aus Flensburg wurde nicht mehr benötigt und konnte den Einsatz
Mutter und Kind wohlauf
Mutter und Kind wohlauf
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
abbrechen: Mutter und Kind ging es so gut, dass alle gemeinsam die Rückreise nach List per Seenotrettungskreuzer antreten konnten.
ABER: Was wird künftig als Geburtsort im Pass stehen? Das dürfen die Eltern entscheiden, und auch Koordinaten sollen als Eintrag im Pass möglich sein.
Quelle:Peter Walter


03.04.2021

Portrait Albert Einstein
Albert Einstein
(Bild: Famlmdjr) Großbild klick!
'Ever Given': Die Dummheit mancher Menschen ist unendlich
(03.04.2021) Die 'Ever Given' ist in den USA jetzt auch Gegenstand einer QAnon-Verschwörungstheorie. Die Anhänger sind davon überzeugt, dass der Frachtraum voller Kinder ist und dass Hillary Clinton etwas damit zu tun hat.
Der 'Daily Beast' zufolge begann die fragwürdige Verschwörungstheorie wie folgt: Die 'Ever Given' trägt das Rufzeichen H3RC. Hillarys
Geheimdienst-Codename ist Evergreen und ihre Initialen sind HRC. Die Trump-freundlichen QAnon-Anhänger konstruierten daraus, dass das Schiff entführte Kinder, an Bord habe und dass der Kapitän die 'Ever Given' absichtlich auf Grund hat laufen lassen, um einen Hinweis zu geben.
Aber wie kommt QAnon auf entführte Kinder? Sie verbinden das Schiff mit Menschenhandel, weil sie davon überzeugt sind, dass Hillary Clinton und der Ex-Präsident Barack Obama in Kinderhandel rund um die große Adrenochrom-Verschwörung verwickelt sind. Dies soll eine entschlüsselte E-Mail bewiesen haben.
Verschwörungstheoretiker behaupten schon länger, es gäbe schon seit Hunderten von Jahren eine Art Supersekte einer verschworenen 'Elite', die im Untergrund Kinder missbraucht: Diese Supersekte extrahiert so Adrenochrom, dieses bildet sich als Nebenprodukt von Adrenalin, aus dem Blut der Kinder um es als Verjüngungsmittel und Power-Droge zu nutzen, um stärker, fitter, sexier zu sein als, der Rest der Menschheit.
Albert Einstein hat gesagt: 'Das Weltall ist nicht unendlich'. Die Dummheit mancher Menschen aber schon ... Quelle:Peter Walter


Großer Bittersee: Position der 'Ever Given'
Großer Bittersee: Position der 'Ever Given'
(Bild: OpenSeaMap) Großbild klick!
Schadensersatz in Milliardenhöhe?
Die 'Ever Given' könnte noch längere Zeit ankern: Wegen der tagelangen Blockade fordert die Kanalbehörde jetzt einen Schadenersatz von einer Milliarde Dollar und will die Weiterfahrt erst bei einer Einigung erlauben. Die 'Ever Given' liegt jetzt im Großen Bittersee, wo sie die Schifffahrt nicht blockiert.
Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde der staatlichen ägyptischen Nachrichtenseite Al-Ahram sagte: "Wir haben viel Mühe und Arbeit in die Rettung des Schiffs gesteckt. Wir haben täglich Einnahmen verloren. Uns steht eine Entschädigung zu". So seien Verluste in Höhe von 14 bis 15 Millionen Dollar pro Tag und die tagelangen Arbeiten mit Baggern und Schleppern zur Freilegung des Schiffs entstanden. An dessen Bord sei Fracht im Wert von 3,5 Milliarden Dollar, sagte Rabi."
Anmerkung der Redaktion: Der Wert der Fracht von 3,5 Milliarden Dollar darf bezweifelt werden ...
Die taiwanesische Reederei Evergreen Marine trägt nach Aussage des Präsidenten Eric Hsieh keine Verantwortung für die verspätete Fracht. Mögliche Schäden würden durch Versicherungen gedeck. Sie könnte aber haften für Verspätungen anderer Schiffe (und das ist ein heftiger Brocken).
Ermittlungen sollen aufklären, wie es zu dem Unfall kam. Ägypten wird den Schiffsdatenschreiber auswerten und mit der Crew sprechen. Auch die Seefahrtsbehörde Panamas, (Flagge der Ever Given) und das Unternehmen Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) haben Recherchen angekündigt.
Quelle:Peter Walter


01.04.2021

Querschnitt Suezkanal
Querschnitt Suezkanal
(Bild: Mrmw) Großbild klick!
'Ever Given': Der WIRKLICHE Grund der Strandung
Am 23. März 2021 fuhr das Containerschiff 'Ever Given' in den Suezkanal ein. Was jedoch danach geschah, hatte laut Seefahrtechnik-Ingenieur Evert Lataire (Universität Gent/ Belgien) nichts mit Wind oder schlechter Sicht (Sandsturm) zu tun, obwohl Evergreen Marine unerwartet starke Winde als Grund des Auflaufens nannte.
Mit dem Institut 'Flanders Hydraulic Research' untersucht seine Forschungsgruppe das Verhalten von Schiffen in engem und flachem Wasser. In einem Presseinterview betonte er seine Überzeugung, dass bei der Havarie der 'Ever Given' der sogenannte 'Bank Effect' wirkte: Der Bankeffekt ist die Tendenz des Hecks eines Schiffes, in Richtung eines nahen Ufers zu schwingen, wenn es in einem Fluss oder einer verengten Wasserstraße betrieben wird.


Der Bank-Effekt
Der Bank-Effekt
(Bild: Tosaka) Großbild klick!
Das können Sie ganz einfach zuhause nachvollziehen: Nehmen Sie ein Blatt Papier und beschriften es unten mit 'Heck' und oben mit 'Bug'. Halten Sie es etwa 4 Zentimeter mit 'Bug' nach unten an eine Wand und blasen sie von oben in den Zwischenraum: Das 'Heck' wird zu Wand gezogen. Selbiges ist mit der 'Ever Given' passiert ...
Auf einem Video von 'VesselFinder' ist der Kurs der 'Ever Given' durch den Kanal festgehalten. Zu sehen ist, wie das Schiff auf Nordkurs kurz nach seiner Einfahrt in den Suezkanal etwa um 7.40 Uhr morgens (Ortszeit) immer mehr dem westlichen Kanalufer nähert.
In den Worten von Professor Lataire machte sich die Erkenntnis von Bernoulli folgendermaßen bemerkbar: 'Die unterschiedlichen Druckverhältnisse bewirkten, dass das Schiff unabwendbar im Uhrzeigersinn zu gieren begann.' Das heißt: Sein Bug entfernte sich zunächst wieder etwas vom Westufer des Kanals, während sein Heck sich Richtung Ufer bewegte. Die Längsachse des Schiffs drehte sich insgesamt nach rechts um eine gedachte senkrechte Achse etwa in der Mitte des Schiffs.
Je schneller das Wasser strömt, desto geringer ist der Druck in ihm. Daniel Bernoulli hätte sich aber im 18. Jahrhundert wohl kaum vorstellen können, dass dermaleinst aufgrund einer praktischen Auswirkung seines physikalischen Strömungsgesetzes mindestens ein Zehntel des weltweiten Warenverkehrs zum Erliegen kommen würde.
Schon die Drehung um nur 20 Grad genügte und die Katastrophe für die globalisierte Weltwirtschaft war perfekt: Mit einer Geschwindigkeit von über zehn Knoten und dem Newtonschen Beharrungsvermögen einer trägen Schiffsmasse von über 200 000 Tonnen begann der Wulstbug der 'Ever Given' sich tief in den Sand der östlichen Uferböschung des Suezkanals zu bohren.
Quelle:Peter Walter


Kanufahrer kentert auf der Kinzig
(01.04.2021) Am Sonntag vormittags kenterte ein Paddler auf dem Main bei Main-Kinzig. Der Kanufahrer war laut derzeitigen Informationen im Pulk mit weiteren Kanufahrern sowie unter Begleitung einer Motorbootes auf dem Main unterwegs.
Aus bislang ungeklärter Ursache kenterte der Kanufahrer und trieb auf dem Main. Zeugen alarmierten umgehend die Feuerwehr woraufhin Rettungskräfte mit mehreren Booten anrückten, um die Kanufahrer zu retten. Der im Wasser tribende konnte gerettet werden und wurde durch den Rettungsdienst betreut. Insgesamt waren etwa 5 Boote von verschiedenen Feuerwehren aus dem näheren Umkreis im Einsatz.
Quelle:Peter Walter




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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