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Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker

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Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG
Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG
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Sylt / Wassereinbruch: DGzRS hilft Motorboot
(01.05.2022)Die Seenotretter aus List auf Sylt haben am Samstag, 30. April 2022, im Wattgebiet der Nordseeinsel die zweiköpfige Besatzung eines Motorbootes mit Wassereinbruch aus einer misslichen Situation befreit. Mit dem Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie die Wassersportler sicher in den Hafen.
Gegen 18 Uhr alarmierte der Skipper die deutsche Rettungsleitstelle See der DGzRS: Er meldete Wassereinbruch, im Maschinenraum stand es schon 60 Zentimeter hoch. Mit eigenen Bordmitteln seien sie nicht in der Lage, das weitere Eindringen des Wassers zu stoppen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das etwa neun Meter lange Motorboot im rückwärtigen Wattgebiet der Nordseeinsel Sylt etwa zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) südlich des Hafenortes List. Sofort schickten die Wachleiter die Besatzung des dort stationierten Seenotrettungskreuzers PIDDER LÜNG in den Einsatz.
Bereits wenige Minuten später waren die Seenotretter vor Ort. Zunächst nahmen sie den Havaristen mit der PIDDER LÜNG in Schlepp und zogen ihn ins tiefere Fahrwasser, weil er ansonsten bei ablaufendem Wasser auf eine Sandbank aufgelaufen wäre. Anschließend stieg ein Rettungsmann mit einer leistungsstarken Lenzpumpe über, um mit ihr das eindringende Wasser außenbords zu befördern. Zunächst war unklar, wie das Wasser in den Maschinenraum gelangt war. Später stellte sich heraus, dass ein Gummiflansch von einem Wärmetauscher abgerutscht war, der das Seewasser zur Kühlung zum Motor führt, sagt Vormann Christian Koprek-Bremer. Als schließlich beide Maschinen abgeschaltet waren, war auch der Wassereinbruch gestoppt. Geschätzte 2.000 Liter Wasser pumpten die Seenotretter aus dem Boot heraus, bevor sie es in den Lister Hafen brachten. Zur Einsatzzeit wehte frischer Wind mit fünf Beaufort (etwa 38 Stundenkilometer) aus West bei gut einem halben Meter Seegang.
Quelle:DGzRS


Arbeitsboot NIS PUK des Seenotrettungskreuzers THEODOR STORM
Erfolgreiche 'Rehnotrettung' vor Büsum
(27.04.2022) Ein ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Am Mittwochvormittag, 27. April 2022, befreiten sie vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort ein junges Reh aus einer ausweglosen Lage.
Spaziergänger hatten gegen 10 Uhr vor Büsum zwei Rehe zwischen dem Hauptstrand und der Westmole im Wasser entdeckt. Als die alarmierten Seenotretter mit dem Arbeitsboot NIS PUK des Seenotrettungskreuzers THEODOR STORM/Station Büsum ausliefen, waren beide Tiere wieder an Land. Doch kurze Zeit später meldete der Schleusenwärter der Besatzung der NIS PUK, dass sich eines der beiden Rehe erneut im Wasser befinde und in Richtung Fahrwasser vor der Hafeneinfahrt trieb.
Die Seenotretter näherten sich vorsichtig dem immer schwächer werdenden jungen Reh. Es gelang ihnen, es mit der Hand an Bord zu nehmen und so aus seiner ausweglosen Lage zu befreien. Auf dem Arbeitsboot kauerte sich das völlig erschöpfte Jungtier in eine Ecke und beruhigte sich langsam. Am Liegeplatz der THEODOR STORM übergaben die Seenotretter es an die freiwillige Feuerwehr.
Quelle:DGzRS


Havarierter Krabbenkutter im Schlepp
Havarierter Krabbenkutter im Schlepp
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Langeoog: DGzRC hilft havariertem Krabbenkutter
(26.04.2022) Die Seenotretter sind am Montagabend, 25. April 2022, einem manövrierunfähigen Krabbenkutter vor Langeoog zu Hilfe gekommen. Die Freiwilligenbesatzung des Seenotrettungsbootes SECRETARIUS der DGzRS brachte den Havaristen in Sicherheit.
Am Montagabend gegen 20.45 Uhr erfuhr die deutsche Rettungsleitstelle See der DGzRS, dass sich am nördlichen Rand des Seegatts Accumer Ee, zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) vor der Nordwestküste Langeoogs, der manövrierunfähige Krabbenkutter 'Uranus' befand. Ein Netz hatte sich in dessen Propeller verfangen und der Havarist drohte, auf eine Sandbank zu treiben. Die Wachleiter alarmierten die Freiwilligenbesatzung der SECRETARIUS/Station Langeoog.
Während die Seenotretter mit dem Seenotrettungsboot zur Unglücksstelle liefen, konnte der Fischkutter 'Freya' die rund 15 Meter lange 'Uranus' (Heimathafen Accumersiel) kurzzeitig sichern. Als die SECRETARIUS gegen 21.30 Uhr eintraf, nahm dessen Besatzung den manövrierunfähigen Krabbenkutter in Schlepp. Da die Netze der 'Uranus' nicht eingeholt werden konnten und Ebbstrom sowie Wind aus jeweils entgegengesetzter Richtung für raue Bedingungen mit bis zu eineinhalb Meter hohen Wellen sorgten, konnten die Seenotretter mit dem Schleppanhang nur langsam fahren.
Die Besatzung der SECRETARIUS brachte den Havaristen mit zwei Fischern an Bord bis an das im Windschatten liegende Westende vor Spiekeroog, wo er sich sicher vor Anker legen konnte. Am frühen Dienstagmorgen nahm ein befreundeter Fischer die 'Uranus' in Schlepp und brachte sie in den Hafen von Neuharlingersiel.
Zur Einsatzzeit wehte frischer Wind mit vier bis fünf Beaufort, in Böen bis 22 Knoten (etwa 41 Stundenkilometer) aus nördlicher Richtung.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer FELIX SAND
Seenotrettungskreuzer FELIX SAND
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Borkum: DGzRS, Bergung von abgetriebenen Kitesurfer
(22.04.2022)Die Seenotretter sind am Donnerstagnachmittag, 21. April 2022, für einen 72-jährigen Kitesurfer vor der Ostfriesischen Insel Borkum im Einsatz gewesen. Ebbstrom und ablandiger Wind trieben den Mann in Richtung offene Nordsee. Mit dem Seenotrettungskreuzer FELIX SAND der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie ihn sicher an Land.
Gegen 16 Uhr beobachtete ein Augenzeuge von der Westküste Borkums aus, wie der Kiter - etwa einen Kilometer von der Küste entfernt - vergeblich versuchte, wieder an Land zurückzukehren. Ablandiger Wind mit vier bis fünf Beaufort (bis zu 38 Stundenkilometer) sowie starker Ebbstrom vertrieben ihn immer weiter von der Insel weg.
Wenig später erfuhr die deutsche Rettungsleitstelle See der DGzRS von der gefährlichen Lage des Mannes. Die Wachleiter alarmierten die Besatzung des vertretungsweise auf Borkum stationierten Seenotrettungskreuzers FELIX SAND. Gleichzeitig riefen sie über den internationalen Not- und Anrufkanal 16 das Windpark-Versorgungsschiff 'Windforce II' um Hilfe, da es sich ganz in der Nähe des Wassersportlers befand.
Während der Seenotrettungskreuzer auslief, nahmen dessen auf Kontrollfahrt befindliche Tochterboot SAPHIR sowie die 'Windforce II' Kurs auf den Kitesurfer. Gegen 16.30 Uhr meldete die Crew des Windpark-Versorgungsschiffs, dass sie den Mann unter Zuhilfenahme eines Rettungsringes an Bord holen konnte. Wenige Minuten später erreichten die Seenotretter die 'Windforce II'. Sie übernahmen den leicht unterkühlten und erschöpften 72-Jährigen, versorgten ihn an Bord der FELIX SAND und sammelten seinen Kiteschirm sowie Board ein. Danach brachten sie den Mann in den Borkumer Hafen.
Die Wassertemperatur betrug rund zehn Grad Celsius, der Wind kam aus nord-nordöstlicher Richtung.
Quelle:DGzRS


Fischkutter im Schlepp
Fischkutter im Schlepp
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List/Sylt: DGzRS nimmt Fischkutter in Schlepp
(12.04.2022) Die Seenotretter der Station List sind am Dienstagmorgen, 12. April 2022, der Besatzung eines havarierten Fischkutters vor Sylt zur Hilfe geeilt. Nach einem Maschinenschaden trieb der Kutter etwa zweieinviertel Seemeilen (4,2 Kilometer) vor der Westküste des nördlichen Teils der Insel. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers PIDDER LÜNG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte den Havaristen nach Havneby (Dänemark).
Gegen 9.30 Uhr meldete sich der Eigner des Kutters bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Sein Schiff habe Maschinenprobleme. Daraufhin alarmierte der Wachleiter der deutschen Rettungsleitstelle See die Besatzung des Seenotrettungskreuzers PIDDER LÜNG.
Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG
Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG
(Bild: Jens Bludau) Großbild klick!
Wenig später erreichten die Seenotretter den 21 Meter langen Havaristen. An Bord befanden sich drei Fischer, der Wind vertrieb ihren unter deutscher Flagge fahrenden Kutter langsam weiter nach Westen, vom Land weg. Die Seenotretter stellten eine Leinenverbindung her, nahmen den Havaristen auf den Haken und schleppten ihn und seine Besatzung sicher nach Havneby. Vor der Hafeneinfahrt des Ortes auf der dänischen Insel Rømø ging die PIDDER LÜNG längsseits und schleppte das Schiff so zur Pier.
Zur Einsatzzeit wehte frischer Wind mit fünf Beaufort, in Böen bis 24 Knoten (etwa 44 km/h) aus Ost-Südost. Holger Speck, Vormann der PIDDER LÜNG, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kutterbesatzung.
Quelle:DGzRS


Segelyacht aufgelaufen
Segelyacht aufgelaufen
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Brunsbüttel: Segelyacht bei Starkwind festgekommen
(10.04.2022) Die Seenotretter der Station Cuxhaven haben am Samstag, 9. April 2022, eine Segelyacht aus einer schwierigen Lage befreit: Bei Starkwind war sie auf der Elbe vor Brunsbüttel auf Grund gelaufen. Im Einsatz waren der Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER und das Seenotrettungsboot GILLIS GULLBRANSSON der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie ein Fahrzeug der DLRG.
Bei Starkwind mit sechs bis sieben Beaufort, in Böen acht (bis zu 74 Stundenkilometer), geriet gestern am Spätnachmittag etwa eine Stunde vor Hochwasser eine elf Meter lange Segelyacht auf der Elbe vor Brunsbüttel in Höhe der Tonne 57 in Schwierigkeiten. Gegen 17.30 Uhr meldete sich der Skipper telefonisch bei der Rettungsleitstelle Stade, dass er auf Grund gelaufen sei.
Aus eigener Kraft konnte sich das Schiff gegen Wind und die starke Strömung nicht mehr befreien. Der Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER der DGzRS, derzeit Station Cuxhaven, befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe auf Kontrollfahrt und erreichte bereits nach zwanzig Minuten den Havaristen. Mit dem Tochterboot STRÖPER stellten die Seenotretter eine Leinenverbindung her und schleppten die Yacht frei. Abgesichert wurde das Manöver durch das Seenotrettungsboot GILLIS GULLBRANSSON der freiwilligen Seenotretter aus Brunsbüttel sowie das Rescue-Boot "Rück ut" der DLRG-Ortsgruppe Drochtersen.
Im Zulauf war ebenfalls das Küstenstreifenboot WS 2 der Wasserschutzpolizei Hamburg, kam aber nicht mehr zum Einsatz. Landseitig stand sicherheitshalber bereits die Ortsfeuerwehr Oederquart bereit. Die Feuerwehren Krummendeich und Dornbusch hatten ebenfalls ihre Boote eingesetzt, konnten aber zeitnah aus dem Einsatz entlassen werden.
Nach einer ausführlichen Begutachtung des Havaristen wurden keine Schäden festgestellt und die Hamburger Segelyacht konnte ihren Weg fortsetzen. Quelle:DGzRS


Motoryacht wird freigeschleppt
Motoryacht wird freigeschleppt
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Barth: DGzRS befreit aufgelaufene Motoryacht
(08.04.2022) Gleich zwei Mal innerhalb von 24 Stunden musste die Crew einer Motoryacht die Hilfe der Seenotretter in Anspruch nehmen. Zunächst war sie mit ihrem 17 Meter langen Schiff am Donnerstag, 7. April 2022, bei der Meiningenbrücke zwischen Bodstedter und Barther Bodden festgekommen und die freiwilligen Seenotretter der Stationen Prerow/Wieck und Wustrow der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mussten den Havaristen freischleppen. Am heutigen Freitag, 8. April, geriet das 35 Tonnen schwere Fahrzeug zwischen Barhöft und Bock erneut fest und musste von den Stralsunder Seenotrettern befreit werden.
Am Donnerstagnachmittag hatte die zweiköpfige Besatzung der Motoryacht die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See, angerufen: Sie seien mit ihrem Schiff im Bodstedter Bodden westlich der Meiningenbrücke aufgelaufen und könnten sich nicht aus eigener Kraft befreien. Aufgrund der Größe von 17 Metern und des Gewichts von 35 Tonnen des Havaristen alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN die freiwilligen Seenotretter der beiden Stationen Prerow/Wieck und Wustrow.
Das sieben Meter lange Seenotrettungsboot BARSCH der Station Wustrow liegt normalerweise an Land auf einem Trailer, damit es die Seenotretter sowohl see- wie auch boddenseitig einsetzen können. Da es sich zum Alarmierungszeitpunkt ohnehin im Wasser befand, konnte die BARSCH schneller am Einsatzort sein, als ihr Schwesterschiff ZANDER der näher am Einsatzort gelegenen Station Zingst.
Das 8,9 Meter lange Seenotrettungsboot PUG der Prerower Station ist bis zu 38 Knoten schnell und traf zuerst bei der Motoryacht ein. Die Seenotretter stellten zunächst eine Leinenverbindung her. Gemeinsam mit der wenig später eintreffenden BARSCH gelang es, das Fahrzeug wieder ins Fahrwasser zu ziehen. Die Fahrrinne ist in diesem Abschnitt besonders schmal. Durch Windströmung entstandene Mindertiefen von über 20 Zentimetern machten das Navigieren besonders herausfordernd. Starkwind mit über sechs Beaufort (bis 49 Stundenkilometer) hatte ferner an der hochbordigen Motoryacht eine entsprechende Windangriffsfläche und brachte sie leicht vom Kurs ab. Die Seenotretter begleiteten das Schiff bis zur Brücke, wo die zweiköpfige Besatzung über Nacht festmachte.
Im Fahrwasser Grabow südlich der Halbinsel Bock geriet die Yacht erneut auf Grund und musste am Freitag von den Seenotrettern der Freiwilligenstation Stralsund mit dem Seenotrettungsboot HERTHA JEEP befreit werden. Auf ihr Anraten hin folgte der Skipper ihnen nach Stralsund, um für den geplanten Ostseetörn nach Warnemünde nun ruhigeres Wetter abzuwarten. Bildunterschrift: Mit gemeinsamer Kraft konnten die Seenotrettungsboote PUG und BARSCH den Havaristen freischleppen. Foto: Die Seenotretter - DGzRS
Quelle:DGzRS


Station Hooksiel
DGzRS-Station HooksiStation Hooksielel
(Bild: Stefan Max) Großbild klick!
Hooksiel: 2 Segler aus Lebensgefahr gerettet
(07.04.2022) Die Seenotretter der Station Hooksiel der DGzRS haben in der Nachtvon Mittwoch auf Donnerstag, 7. April 2022, zwei Menschen aus Lebensgefahr gerettet. Die Segler waren mit ihrem Boot im berüchtigten Seegebiet Nordergründe der Nordsee gestrandet.
Der Skipper des Segelbootes meldete sich kurz nach 21 Uhr bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, der deutschen Rettungsleitstelle See. Er sei mit seiner Segelyacht nach Grundberührung gestrandet. An Bord waren außer ihm noch seine Frau und ein kleiner Hund. Die zunächst unklare Position befand sich im berüchtigten Seegebiet Nordergründe mit seinen ausgedehnten Sandbänken, auf denen bei Sturm riesige Brandungszonen entstehen.
Die SEENOTLEITUNG alarmierte sofort den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN sowie die Freiwilligenstation Horumersiel mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ. Beide Einheiten hatten eine etwa zwanzig Seemeilen (ca. 36 Kilometer) weite Anfahrt ins Suchgebiet.
Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN
Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Zwischenzeitlich hatte die Verkehrszentrale Bremerhaven der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes eine Peilung vorgenommen, die zumindest eine ungefähre Position des Segelbootes lieferte. Gegen 22.15 Uhr konnten die Seenotretter auf der BERNHARD GRUBEN erstmals Funkkontakt zu den Seglern aufnehmen. Etwa eine Viertelstunde später trafen die Einheiten im Suchgebiet ein. Aufgrund des schweren Seegangs bei Starkwind aus Südwest mit sieben Beaufort (bis 61 Stundenkilometer) und starkem Regen war der etwa zehn Meter lange Havarist in der Dunkelheit nicht auszumachen. Die Besatzung des Tochterbootes JOHANN FIDI der BERNHARD GRUBEN entdeckte das gestrandete Segelboot schließlich auf den Nordergründen: Sie hatte dessen noch funktionierendes Topp-Licht gesichtet. Von den anderen Einheiten war dies nicht zu sehen.
Ebenfalls an der Suche beteiligte sich das Bundespolizeischiff BP 23 'Bad Düben'. Es setzte ebenfalls sein Beiboot aus, das versuchte, sich von einer anderen Seite dem aufgelaufenen Havaristen zu nähern. Zwischenzeitlich riss der Funkkontakt zur Besatzung des Beibootes der 'Bad Düben' ab; die JOHANN FIDI erlitt schwerste Grundberührung in der Brandung. Die BERNHARD GRUBEN, die WOLFGANG PAUL LORENZ und die 'Bad Düben' - jeweils mit größerem Tiefgang als die ausgesetzten Einheiten - blieben unterdessen auf Standby.
Mit dem Tochterboot gelang es den Seenotrettern nach einiger Zeit, an den Havaristen heranzukommen. Unter schwersten Bedingungen schafften sie es, das junge Ehepaar sowie den kleinen Hund abzubergen* und die lebensgefährliche Brandungszone wieder zu verlassen. Das Segelboot musste aufgegeben werden. Als die JOHANN FIDI vom Seenotrettungskreuzer wieder aufgenommen worden war, konnten alle anderen Einheiten aus dem Einsatz entlassen werden.
Während der langen Rückreise nach Hooksiel wurde das junge Paar an Bord medizinisch erstversorgt. Außerdem gab es wärmenden Tee für die Schiffbrüchigen und Wasser für den kleinen Hund. Aufgrund der körperlichen Verfassung der jungen Frau wurden Notarzt und Rettungswagen nach Hooksiel bestellt.
Gegen 1 Uhr erreichte die BERNHARD GRUBEN den Hafen in Hooksiel. Die Schiffbrüchigen wurden an einen Rettungswagen übergeben. Sie haben das Krankenhaus jedoch inzwischen wieder verlassen können.
Das aufgegebene Segelboot vertrieb in der Nacht und strandete südwestlich von Neuwerk. Der derzeit in Bremerhaven stationierte Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER ist zurzeit auf Standby. Bei Niedrigwasser sind Seenotretter zum gestrandeten Boot gelaufen und haben es gesichert, um ein Vertreiben in den Seeschifffahrtsweg zu verhindern. Eine Wetterverbesserung ist zwischenzeitlich nicht eingetreten.
Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH
Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH
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DGzRS rettet drei Mädchen auf der Schlei
(06.04.2022) Drei Schülerinnen im Alter von etwa 14 bis 16 Jahren sind am Mittwoch, 6. April 2022, von freiwilligen Seenotrettern der Station Schleswig der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus akuter Gefahr gerettet worden. Die Jugendlichen waren mit einem Kanu auf die Schlei, einen Meeresarm der Ostsee, hinausgepaddelt. Bei stürmischem Wind gelang es ihnen nicht, das Ufer aus eigener Kraft wieder zu erreichen.
Alarmiert wurden die Seenotretter vom aufmerksamen Hafenmeister der 'Schrader Marina' in Borgwedel. Der Mann hatte das Kanu auf der Schlei beobachtet und aufgrund seiner Erfahrungen mit dem immer wieder unterschätzten Revier die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See, informiert. Die Schlei ist ein über vierzig Kilometer langer Meeresarm, der sich von Schleimünde an der Ostsee bis Schleswig erstreckt. Das im Durchschnitt etwa drei Meter tiefe Gewässer ist an dieser Stelle über vier Kilometer breit.
Die drei Mädchen waren in Freizeitkleidung mit einem kleinen Kanu hinausgepaddelt. Das relativ ruhige Wasser durch die Landabdeckung in Ufernähe hatte die drei Teenager möglicherweise über die tatsächlichen Wind- und Wetterverhältnisse getäuscht. Sie waren bereits mehrere hundert Meter vom Land entfernt. Zudem hatte der Regen die drei Jugendlichen in kürzester Zeit vollkommen durchnässt. Bei Windstärken mit sechs Beaufort (rund 60 Stundenkilometer) war auf dem Meeresarm eine kurze steile Welle entstanden, die es ihnen trotz größter Kraftanstrengung unmöglich machte, zurück an Land zu paddeln. Bei einer Lufttemperatur von zehn bis elf Grad führte dies zu einer schnellen Entkräftung der Mädchen.
Eine Viertelstunde nach der Alarmierung lief das Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH mit Bootsführerin Vivian Claussen und drei weiteren freiwilligen Rettungsleuten aus. Knapp eine weitere Viertelstunde später war es in Höhe Borgwedel. Die Seenotretter gingen bei dem Kanu längsseits, in das bereits eine nicht unerhebliche Menge Wasser geschlagen war. Sie nahmen die vollkommen entkräfteten Mädchen an Bord. Einer der freiwilligen Seenotretter, im Hauptberuf Notfallsanitäter, übernahm die medizinische Erstversorgung. Aufgrund einer Körpertemperatur knapp über 35 Grad wurde einem der Mädchen eine Wärmeweste angelegt, die aktiv zur Aufwärmung beiträgt. Sicherheitshalber forderten die Seenotretter Notarzt und Rettungswagen an. Nach medizinischer Untersuchung durch den Notarzt wurde der Transport ins Krankenhaus glücklicherweise nicht mehr notwendig.
Die Schlei hat derzeit eine Wassertemperatur von etwa sechs Grad. Zwei weitere Kanus, die die Landabdeckung nicht verlassen hatten, hatten es zuvor selbst wieder an Land geschafft.
Quelle:DGzRS


Gesunkener Zweimaster
Gesunkener Zweimaster
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Schilksee: Segelboot sinkt, DGzRS rettet Crew
(03.04.2022) Die Seenotretter der Stationen Laboe und Schilksee der DGzRS sind am Nachmittag des Samstag, 3. April 2022, in der Kieler Förde der zweiköpfigen Besatzung eines sinkenden Motorseglers zu Hilfe gekommen. Ein 78-Jähriger wurde aus akuter Gefahr gerettet, ein anderer Mann kam selbstständig an Land.
Gegen 13 Uhr meldete ein Anrufer der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, dass vor dem Leuchtturm Bülk am nordwestlichen Ausgang der Kieler Förde ein Segelschiff sinken würde. Umgehend wurden die Seenotrettungskreuzer BERLIN/DGzRS-Station Laboe und FRITZ KNACK/Station Olpenitz sowie das Seenotrettungsboot GERHARD ELSNER/Station Schilksee alarmiert. Gleichzeitig wurden durch ein sogenanntes Mayday-Relay alle Schiffe im umliegenden Seegebiet um ihre Mithilfe gebeten.
Die BERLIN nahm Kontakt zum Erstmelder auf, der den Seenotrettungskreuzer auf Sicht zur Unglücksstelle lotste. Der 14 Meter lange Zweimaster sank inzwischen immer weiter. Eine der beiden Personen an Bord gelangte schwimmend selbstständig an Land und wurde vom alarmierten Rettungsdienst versorgt. Ein 78-jähriger Segler hatte sich in den Mast gerettet und klammerte sich in den Wanten fest.
Seenotrettungskreuzer BERLIN mit STEPPKE
Seenotrettungskreuzer BERLIN mit STEPPKE
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Der Seenotrettungskreuzer traf nur eine Viertelstunde nach der Alarmierung am Havaristen ein und setzte sein Tochterboot STEPPKE aus. Die Seenotretter holten den Mann von seinem sinkenden Schiff und begannen sogleich mit der medizinischen Erstversorgung. Der leicht unterkühlte Schiffbrüchige wurde im Hafen Schilksee dem Landrettungsdienst übergeben und wie zuvor bereits auch sein Mitsegler in ein Krankenhaus gebracht.
Das Seenotrettungsboot GERHARD ELSNER sicherte den gesunkenen Havaristen ab. Die Wasserschutzpolizei Kiel hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zur Einsatzzeit herrschten Wind aus Nordost mit 5 Windstärken (bis 38 km/h) und eine Wassertemperatur von 5 Grad Celsius
Quelle:DGzRS



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Bremerhaven: Seemann mit Augenverletzung geborgen
(24.03.2022)Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Donnerstagvormittag, 24. März 2022, auf der Nordsee einen Seemann vom Containerfrachter 'Kyoto Express' sicher an Land gebracht. Er hatte sich an Bord am Auge verletzt.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, erfuhr gegen 9.50 Uhr, dass sich an Bord des Containerfrachters 'Kyoto Express' (Flagge: Deutschland) ein verletzter Matrose befand. Der 32-jährige Mann aus den Philippinen hatte nach Arbeiten an Bord über Augenschmerzen geklagt.
Nach einer Beratung zwischen dem Kapitän und dem Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der SEENOTLEITUNG BREMEN wurde entschieden, den Verletzten abzubergen*. Die Wachleiter alarmierten die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER, der derzeit auf der DGzRS-Station Bremerhaven im Einsatz ist. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Seenotretter auf Seeposition an der Robinsbalje vor der Wesermündung, um Änderungen im Prielverlauf zu kartieren.
Gegen 11.15 Uhr ging die 23,1 Meter lange THEO FISCHER beim 335 Meter langen Containerschiff längsseits und übernahm den Patienten. Vormann Sebastian Trudwig lobte die perfekte Zusammenarbeit mit der Mannschaft des Frachters. Die Seenotretter brachten den Patienten sicher nach Bremerhaven. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst, der ihn zu einem Augenarzt fuhr.
Die sonst in Bremerhaven stationierte HERMANN RUDOLF MEYER befindet sich derzeit zur turnusgemäßen Überholung in der Werft der DGzRS. Die Stammbesatzung der THEO FISCHER wird durch revierkundige Seenotretter der Station Bremerhaven ergänzt.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER
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Cuxhaven: Seenotretter koordinieren Suche nach Motorbootfahrer
(20.03.2022)In der Elbmündung haben die Seenotretter am Sonntag, 20. März 2022, eine groß angelegte Suche nach mindestens einem vermissten Sportbootfahrer koordiniert. Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie zahlreiche Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge suchten die Elbe zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel ab, nachdem ein ohne Besatzung treibendes Motorboot gefunden worden war. Am Mittag wurde die Suche erfolglos eingestellt. Später stellte sich glücklicherweise heraus, dass der Bootsführer an Land in Sicherheit ist. Gegen 7.50 Uhr erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre), dass Lotsen auf der Elbe bei Tonne 36 in Höhe Altenbruch ein offenes, gut fünf Meter langes Motorboot mit Außenbordmotor ohne Besatzung gesichtet hatten. Der Motorschlüssel steckte, Werkzeug lag in der Nähe des Motors. Es war deshalb davon auszugehen, dass möglicherweise mindestens ein Mensch in Seenot ist. Das Boot trug weder einen Heimathafen noch eine sonstige Registrierung.
Die Seenotretter sendeten ein 'Mayday Relay' aus, um die gesamte Schifffahrt in dem Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe zu bitten. Sie leiteten sofort eine groß angelegte Suche ein. Der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER/DGzRS-Station Cuxhaven führte als Einsatzleiter vor Ort (On-Scene Co-ordinator, OSC) alle Einsatzkräfte auf See.
Neben ihm und dem Seenotrettungsboot GILLIS GULLBRANSSON/DGzRS-Station Brunsbüttel nahmen die Seenotretter zahlreiche weitere Schiffe und Luftfahrzeuge in die von der DGzRS koordinierte Suche auf, darunter die Wasserschutzpolizeiboote 'Bürgermeister Weichmann', 'Bürgermeister Brauer' und 'Vossburg', das Zollboot 'Glückstadt', zwei Boote der Ortsgruppe Cuxhaven der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), zwei Schlauchboote der Berufsfeuerwehr Cuxhaven und der Freiwilligen Feuerwehr Duhnen sowie Schiffe und Boote der passierenden Schifffahrt auf der Elbe.
Quelle:DGzRS


HANS HACKMACK
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Helgoland: Groß angelegte Suche nach vermisstem Seemann
(12.03.2022) Auf der Nordsee haben die Seenotretter gemeinsam mit Behördenfahrzeugen am Samstag nach einem vermissten Seemann gesucht. Die DGzRS koordinierte dazu im Seegebiet nordnordwestlich von Helgoland den Einsatz zahlreicher Schiffe und Luftfahrzeuge. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche erfolglos eingestellt.
Kurz vor 10 Uhr erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre), von dem vermissten, gegen 5 Uhr letztmalig gesehenen und vermutlich über Bord gestürzten 41-jährigen Seemann. Das fast 400 Meter lange Containerschiff 'HMM Gdansk' (Flagge: Panama) hatte über den UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 einen entsprechenden 'Mayday'-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) abgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt befand es sich etwa 30 Seemeilen (rund 56 Kilometer) nordnordwestlich von Helgoland auf dem Weg nach Hamburg.
HMM Gdansk
HMM Gdansk
(Bild: Wolfgang Fricke) Großbild klick!
Die Seenotretter sendeten ein 'Mayday Relay' aus, um die gesamte Schifffahrt in dem Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe zu bitten, und leiteten gleichzeitig sofort eine groß angelegte Suche ein. Daran beteiligten sich die Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER der DGzRS-Station Cuxhaven und HANS HACKMACK, der derzeit auf der DGzRS-Station Deutsche Bucht/Helgoland im Einsatz ist. Außerdem nahmen die Seenotretter eine Vielzahl weiterer Schiffe in die von der DGzRS koordinierte Suche nach dem philippinischen Seemann auf, darunter die Mehrzweckschiffe 'Neuwerk' und 'Mellum' der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, das Fischereischutzboot 'Seeadler' und das Fischereiforschungsschiff 'Walther Herwig III' der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), der Hochseeschlepper 'Nordic', das Bundespolizeischiff 'Bad Düben', das Vermessungs- und Forschungsschiff 'Atair' des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das Zollschiff 'Helgoland', mehrere Windparkschiffe (Crew Transfer Vessel) und das Containerschiff 'Bianca Rambow'. Aus der Luft unterstützten den Einsatz ein niederländisches Ölüberwachungsflugzeug, ein Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine, ein Hubschrauber der Bundespolizei, ein Hubschrauber von NHC Northern Helicopter sowie einer von Wiking Helikopter.
Die beteiligten Einheiten fuhren bei guter Sicht, aber herausfordernden Bedingungen das von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS festgelegte und immer wieder aktualisierte Suchgebiet systematisch ab. Zu diesem Zeitpunkt herrschte vor Ort südöstlicher Wind um sechs Beaufort (bis zu 49 Stundenkilometer) und etwa drei Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von sechs Grad Celsius. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz gegen 19 Uhr bis zum Eintreffen neuer Erkenntnisse eingestellt.
Quelle:DGzRS


Fähre 'Finnfellow'
Fähre 'Finnfellow'
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Travemünde: Seemann von Fähre ins Krankenhaus geflogen
(20.02.2022) Die DGzRS Travemünde und Grömitz sind gestern, Samstag, 19. Februar 2022, im Einsatz gewesen für ein Besatzungsmitglied einer Fähre in der Lübecker Bucht. Im Maschinenraum der Fähre war der Mann bewusstlos zusammengebrochen.
Kurz nach 15 Uhr hatte sich der Kapitän der Fähre 'Finnfellow' bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS gemeldet. An Bord habe ein Crewmitglied im Maschinenraum offenbar einen Herzinfarkt erlitten. Sofort übernahm ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der SEENOTLEITUNG die medizinische Beratung und Anleitung von Besatzungsmitgliedern an Bord der Fähre zur Reanimation.
Die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde waren soeben mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS von einem Ausbildungstörn zurückgekehrt und forderten sofort Verstärkung sowie einen Arzt an. Zeitgleich wurden ebenfalls ein weiterer Notarzt und Sanitäter zum Seenotrettungskreuzer FELIX SAND der Station Grömitz gebracht. Die SEENOTLEITUNG forderte zusätzlich Hubschrauberunterstützung an.
Die Fähre befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa in Höhe vom Leuchtturm Dahmeshöved, 20 Seemeilen (ca. 38 Kilometer) von Travemünde entfernt auf dem Weg nach Malmö (Schweden).
Bei westlichen Winden mit sechs Beaufort und einer See von eineinhalb Metern lief die ERICH KOSCHUBS unter Höchstgeschwindigkeit in Richtung 'Finnfellow'. Der Vormann vereinbarte mit der Verkehrszentrale Travemünde und dem Kapitän der 'Finnfellow' die Kursänderung der Fähre zurück Richtung Travemünde. In dem für die Großschifffahrt lotsenpflichtigen Revier liefen die Fahrzeuge unter Höchstgeschwindigkeit aufeinander zu. Ebenfalls wurde das Lotsenversetzboot Travemünde informiert und war auf Standby, falls zusätzliche Kräfte benötigt werden sollten.
Zeitgleich trafen die Seenotretter aus Grömitz und Travemünde vor Ort ein. Das Übersteigen auf See auf ein anderes Schiff ist durch Seegang und die unterschiedlichen Rumpfformen sowie weitere bauliche Merkmale der Schiffe ein nicht unerhebliches Risiko. Nach kurzer Beratung entschieden die Vorleute der Rettungseinheiten, Mediziner und Seenotretter vom Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS übersteigen zu lassen. Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND sicherte das Manöver ab. Dem Vormann des zehn Meter langen Seenotrettungsbootes gelang es bei starkem Seegang, in Höhe der Lotsenleiter bei der 190 Meter langen Fähre längsseits zu gehen und drei Mann, darunter den Seenotarzt, an die Fähre zu übergeben.
An Bord war der 61-jährige Patient ununterbrochen von Besatzungsmitgliedern der Fähre unter Anleitung aus der SEENOTLEITUNG reanimiert worden. Notarzt und Seenotretter übernahmen. In einem weiteren Manöver wurde zusätzliches medizinisches Personal vom Hubschrauber Rescue 01 von NHC Northern Helicopter auf die Fähre mit einer Winde abgeseilt.
Es gelang, den Mann so weit zu stabilisieren, dass er transportiert werden konnte. Seenotretter, Crew und Mediziner trugen ihn aus dem Maschinenraum über sieben Schiffsdecks auf ein Oberdeck der Fähre. Per Winde wurde das NHC-Team und der Patient auf einer Trage vom Hubschrauber aufgenommen und der Patient wurde ins Krankenhaus ausgeflogen.
Um eine weitere Übergabe auf See unter den herrschenden Bedingungen zu vermeiden, brachte die 'Finnfellow' Seenotretter und Arzt zurück nach Travemünde, wo die ERICH KOSCHUBS gegen 18.30 Uhr ihre Besatzung wieder übernehmen konnte.
Patrick Morgenroth, Vormann der Freiwilligenstation Travemünde, betonte die gute Zusammenarbeit von Schiffsführung und Besatzung der Fähre sowie aller weiteren beteiligten Kräfte: 'Die Rettungskette hat großartig funktioniert. Wir hatten hervorragende Unterstützung von allen Beteiligten. Nur dank dieser Zusammenarbeit war der Einsatz überhaupt möglich!' sagte er nach der Rettungsaktion.
Quelle:DGzRS


Die Schleppleine wird übergeben
Die Schleppleine wird übergeben
(Bild: DGzRS Großbild klick!
Hooksiel: Wassereinbruch am Großschifffahrtsweg
(15.02.2022): Wie schnell ein kleines Problem auf See zu einer großen Gefahr werden kann, hat eine zweiköpfige Crew aus Oldenburg (Oldb) am Montagnachmittag, 14. Februar 2022, erfahren müssen. Nach Maschinenproblemen und Wassereinbruch endete die Überführungsfahrt ihrer Motoryacht aus der Ostsee mit Ziel Bremerhaven im Schlepp der Seenotretter. Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte Boot und Besatzung in knapp sechsstündigem Einsatz sicher nach Hooksiel.
Gegen 14.30 Uhr meldeten sich die beiden Wassersportler, ein Mann und eine Frau, über den international einheitlichen UKW-Funk-Not- und Anrufkanal 16 mit Maschinenproblemen bei den Seenotrettern. Sie befanden sich bei Tonne 14 des Fahrwassers der Neuen Weser. Ein manövrierunfähiges Boot nahe den Großschifffahrtswegen stellt grundsätzlich eine Gefahr dar. Für die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERNHARD GRUBEN/Station Hooksiel, die sofort Kurs auf den Havaristen nahm, sah dennoch zunächst alles nach einem Routine-Einsatz aus.
Doch während die Seenotretter unterwegs zum Einsatzort waren, änderte sich die Lage auf dem gut zehn Meter langen Havaristen erheblich: Bei Wind um sechs Beaufort (bis 50 km/h Windgeschwindigkeit) aus Südsüdwest und bis zu zwei Metern Seegang löste sich der Anker am Bug. Er riss unterhalb der Wasserlinie ein Loch in den Rumpf und beschädigte das Boot so erheblich, dass Wasser eindrang. Die Crew bemühte sich, das Wasser mit Eimern außenbords zu befördern, um ihr Boot schwimmfähig zu halten. Als die Seenotretter den Havaristen eine knappe Stunde nach der Alarmierung fanden, war er bereits weit nach Norden vertrieben. Nahe der Tonne 10, etwa eine Seemeile westlich des Leuchtturms Roter Sand und drei Seemeilen westlich des Leuchtturms Alte Weser, nahm die BERNHARD GRUBEN die Motoryacht auf den Haken.
Havarist im Schlepp
Havarist im Schlepp
(Bild: DGzRS Großbild klick!
Da die Crew den Wassereinbruch weiterhin mit Bordmitteln unter Kontrolle halten konnte, schleppten die Seenotretter das Boot bis Minsener Oog und nahmen es dort bei deutlich weniger Seegang längsseits - gerade rechtzeitig, denn länger hätten die Oldenburger ihr Boot alleine wohl nicht schwimmfähig halten können. 'Wir haben eine leistungsstarke Lenzpumpe übergeben, die während der gesamten weiteren Schleppreise laufen musste, bis wir nach 20 Uhr Hooksiel erreicht haben', berichtet Vormann Michael Schmitz. Dort übernahm das Tochterboot JOHANN FIDI den letzten Teil der Schleppreise und brachte den Havaristen sicher durch die Schleuse zu einer Werft.
Etwa zur selben Zeit war der Seenotrettungskreuzer BREMEN vor Fehmarn im Einsatz. Sieben Seemeilen nordöstlich Staberhuk war die Maschine des 28 Meter langen Fahrgastschiffes 'Karoline' ausgefallen. Der Havarist befand sich ebenfalls auf einer Überführungsfahrt und war auf dem Rückweg von einer Werft nach Burgstaaken. Deshalb waren lediglich zwei Besatzungsmitglieder an Bord. Die BREMEN schleppte die etwa gleich lange 'Karoline' sicher bis zu ihrem angestammten Liegeplatz in Burgstaaken.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer BERLIN
(Bild: DGzRS Großbild klick!
Laboe: Angler treiben in Schlauchboot auf die Ostsee
(13.02.2022) Drei Angler sind heute, Sonntag, 13. Februar 2022, von den Seenotrettern der Station Laboe DGzRS aus einer gefährlichen Lage befreit worden. Vor Hohenfelde in der Kieler Bucht war ihnen etwa 1,6 Seemeilen (3 Kilometer) von der Küste entfernt der Motor ihres Schlauchbootes ausgefallen.
Kurz vor zehn Uhr heute Morgen hatten die drei jungen Männer per Telefon von ihrer Notlage berichtet. Sie befanden sich in einem etwa drei Meter langen Schlauchboot bei Lufttemperaturen um vier Grad zwischen der Kieler Förde und Fehmarn vor Hohenfelde. Der Außenbordmotor war ausgefallen. Schwacher Wind aus Südwest trieb das manövrierunfähige Boot weiter auf die Ostsee. Bereits der geringe Seegang machte dem kleinen Schlauchboot Probleme.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierte den Seenotrettungskreuzer BERLIN, der in Laboe stationiert ist und sofort auslief. Unter Höchstgeschwindigkeit legten die Seenotretter die etwa dreizehn Seemeilen lange Anfahrt (24 Kilometer) zurück. Zuvor hatten die Angler ihre über das GPS eines Handys ermittelte Position geschickt. Bei guter Sicht gelang es den Seenotrettern vor Ort schnell, das Boot, das kaum über die Wasseroberfläche ragte, ausfindig zu machen.
Die drei Männer trugen Rettungsweste bzw. Schwimmhilfen. Sie hatten außerdem ihre umfangreiche Angelausrüstung dabei. Mit dem Tochterboot nahmen die Seenotretter die Angler an Bord und schleppten das Schlauchboot an den Strand bei Hohenfelde. Die drei Angler kamen mit dem Schrecken davon.
Erst gestern Abend (Samstag, 12. Februar 2022) waren die Seenotretter aus Laboe für eine belgische Soldatin im Einsatz gewesen. An Bord eines Minenjagdbootes beim Stoller Grund (Kieler Bucht) hatte die Frau möglicherweise durch Lebensmittel eine starke allergische Reaktion erlitten. Die Seenotretter waren dem Minenjagdboot mit einem Notarzt entgegengelaufen. Nach einer Erstbehandlung an Bord brachten die Seenotretter die Frau sicherheitshalber an Land, wo sie zur weiteren Versorgung in einem Krankenhaus an einen Rettungswagen übergeben wurde.
Quelle:DGzRS


Schwesteschiff der 'Marit Maersk'
Schwesteschiff der 'Marit Maersk'
(Bild: Henryvb Großbild klick!
Bremerhaven, Nachteinsatz: DGzRS holt Verletzten von Containerfrachter
(09.02.2022)Die Seenotretter der Station Bremerhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in der Nacht zum 9. Februar 2022 einen Verletzten vom Containerfrachter 'Marit Maersk' geholt. Ein junger Mann hatte sich an Bord eine schwere Schnittverletzung zugezogen.
Die 'Marit Maersk' befand sich im Zulauf zum Container-Terminal Bremerhaven. Nach Beratung von Kapitän, Verkehrszentrale und dem medizinischen Arbeitsplatz in der SEENOTLEITUNG BREMEN wurde die Abbergung des Verletzten entschieden. Aufgrund des Schiffsverkehrs hatte die 'Marit Maersk' auf dem Weg ihre Geschwindigkeit zu reduzieren, so dass der Transport mit dem Seenotrettungskreuzer deutlich schneller gehen würde. Dem verletzten 25-jährigen Inder drohte ohne schnelle chirurgische Versorgung der Verlust eines Fingers.
Bei Windstärke Sechs (bis zu 49km/h) aus West bis Südwest und etwa einem Meter See benötigte der derzeit in Bremerhaven stationierte Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER in der Nacht eine gute Stunde bis zur 'Marit Maersk Vor Ort ging der 23 Meter lange Seenotrettungskreuzer an dem 399 Meter langen Containerschiff längsseits, um den Seemann zu übernehmen. Der Verletzte konnte sitzend in der Messe des Seenotrettungskreuzers transportiert werden. In Bremerhaven wurde er direkt an einen Rettungswagen zum Transport ins Krankenhaus übergeben.
Die sonst in Bremerhaven stationierte HERMANN RUDOLF MEYER befindet sich derzeit zur turnusgemäßen Überholung in der Werft der DGzRS. Die Stammbesatzung der THEO FISCHER wird durch revierkundige Seenotretter der Station Bremerhaven ergänzt.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL
(Bild: DGzRS Großbild klick!
Neuharlingersiel: Seenotretter retten Kitesurfer
(06.02.2022) Vor der Hafeneinfahrt Neuharlingersiel ist am Samstag, 5. Februar 2022, ein Kitesurfer in Not geraten. Die Seenotretter der Station Neuharlingersiel brachten den Oldenburger mit dem Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sicher an Land.
Gegen 13 Uhr erhielt die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS Kenntnis von einem Kitesurfer in Not. Der Mann hatte offenbar auf Höhe des Neuharlingersieler Badestrandes die Kontrolle über seinen Kite-Schirm verloren. Es war ihm danach nicht gelungen, diesen wieder aufzurichten. Er trieb zu dieser Zeit bereits rund eine halbe Stunde im fünf Grad Celsius kalten Wasser der Nordsee. Währenddessen herrschten starke Winde mit bis zu sieben Windstärken (bis zu 63 km/h).
Umgehend alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN das Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL der gleichnamigen DGzRS-Station. Bereits wenige Minuten später gingen die Seenotretter in den Einsatz. Rund 150 Meter vor der Hafeneinfahrt fanden sie den Kitesurfer, der zu dieser Zeit ins Fahrwasser zu treiben drohte. Über die Bergungspforte, eine Tür in der Bordwand des Seenotrettungsbootes auf Höhe der Wasserlinie, nahmen ihn die Seenotretter an Bord. Im Anschluss begannen sie mit der medizinischen Erstversorgung.
Der mit einem Neopren-Anzug bekleidete Surfer aus Oldenburg hatte eine leichte Unterkühlung erlitten. Die Besatzung der NEUHARLINGERSIEL brachte den Mann sicher in den Hafen. Dort übergaben die Seenotretter den Patienten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.
Quelle:DGzRS


WOLFANG PAUL LORENZ auf dem Weg zum Lotsenschiff
DGzRS auf dem Weg zum Lotsenschiff
(Bild: DGzRS Großbild klick!
Horumersiel: Seenotretter kennen keine Weihnachtsruhe
(26.12.2021) Die Freiwilligen der Station Horumersiel der DGzRS haben Heiligabend-Vormittag, 24. Dezember 2021, einen verletzten Lotsen sicher zur weiteren medizinischen Versorgung an Land gebracht. Etwa zur gleichen Zeit war die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER/derzeit Station Bremerhaven im Einsatz für einen erkrankten Matrosen an Bord eines Frachters auf der Weser.
Gegen 9 Uhr meldete sich das Lotsenstationsschiff 'Weser' bei der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) der DGzRS. Beim Übersteigen von einem Containerschiff auf ein Lotsenversetzboot hatte sich ein Lotse am Kopf verletzt. Deshalb sollte der Mann zur medizinischen Versorgung an Land gebracht werden. Das Stationsschiff befand sich zur Unfallzeit in seinem Einsatzgebiet in der äußeren Wesermündung.
Bereits wenige Minuten nach seiner Alarmierung verließ das Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ die Freiwilligen-Station Horumersiel. Rund vier Seemeilen (ca. 7,5 Kilometer) nördlich der Insel Wangerooge trafen sich das rund 61 Meter lange Stationsschiff und das gut zehn Meter lange Seenotrettungsboot. Wegen der hohen Bordwände der 'Weser' stieg der verletzte Lotse zunächst auf ein kleines Lotsenversetzboot um, bei dem die WOLFGANG PAUL LORENZ längsseits ging. Die Seenotretter übernahmen den Mann und versorgten ihn während der Rückfahrt nach Horumersiel. Dort übergaben sie ihn zur weiteren Behandlung an den Landrettungsdienst.
DGzRS: Einsatz für erkrankten Matrosen
DGzRS: Einsatz für erkrankten Matrosen
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Währenddessen, gegen 10 Uhr, ging ein weiterer medizinischer Notruf in der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS ein: Ein Matrose an Bord eines russischen Frachtschiffes klagte über starke Zahnschmerzen. Der 108 Meter lange Frachter 'Viktor Zabelin' lag zu dieser Zeit in der Wesermündung vor Nordenham-Blexen auf Reede. Der alarmierte Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER, der zurzeit die in Bremerhaven stationierte HERMANN RUDOLF MEYER während ihrer turnusgemäßen Werftzeit vertritt, machte sich auf den kurzen Weg vom eigenen Liegeplatz zum Frachter. An diesem ging die THEO FISCHER längsseits. Die Seenotretter nahmen den Matrosen sowie eine Begleitperson sicher an Bord und brachten beide nach Bremerhaven. Dort übernahm der Landrettungsdienst die weitere Versorgung des erkrankten Seemanns.
Zur Einsatzzeit herrschte ruhiges Wetter mit nur leichten Winden um zwei Beaufort (bis zu ca. 12 km/h) aus Nord.
Einsätze zu Weihnachten und über den Jahreswechsel sind für die Seenotretter keine Seltenheit, das zeigt der Blick in die Logbücher aus fast 160 Jahren Geschichte der DGzRS. Die Besatzungen der Seenotrettungskreuzer gehen an den Feiertagen ihren ganz normalen Wachtörn, und auch die mehr als 800 Freiwilligen sind jederzeit einsatz- und auslaufbereit. Weil der Welthandel keine Feiertage kennt, sind die Seenotretter an den Feiertagen wie an jedem anderen Tag im Jahr auf Ihrem Posten - rund um die Uhr, bei jedem Wetter.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM
Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM
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DGzRS hilft Fischkutter mit Maschinenschaden
(22.12.2021)Die Seenotretter der Station Büsum kamen am Montagabend, 20. Dezember 2021, einem havarierten Fischkutter auf der Nordsee zu Hilfe. Mit dem Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppten sie den Kutter nach Büsum.
Gegen 18 Uhr meldete sich die Reederei des 22,5 Meter langen Fischkutters 'Damkerort' direkt bei den Seenotrettern der DGzRS-Station Büsum. Die Besatzung meldete einen Schaden an der Maschine. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt rund zehn Seemeilen (ca. 18 Kilometer) westlich von St.-Peter-Ording, bis zum Heimathafen Büsum betrug die Entfernung zwanzig Seemeilen (ca. 37 Kilometer).
Umgehend begab sich der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM auf den Weg zum Havaristen. Dort angekommen stellten die Seenotretter erfolgreich eine Leinenverbindung zum Fischkutter her, der mit 3,40 Metern mehr als doppelt so viel Tiefgang hat wie die zwanzig Meter lange THEODOR STORM. Der Seenotrettungskreuzer nahm den Fischkutter in Schlepp und brachte ihn und seine zweiköpfige Besatzung sicher zum Büsumer Hafen.
Zur Einsatzzeit herrschte ruhiges Wetter mit nur leichten Winden um zwei Beaufort Windstärke (bis zu ca. 12 km/h) aus Nord.
Quelle:DGzRS


DGzRS 'HANS HACKMACK' übernimmt Kleinkind
DGzRS 'HANS HACKMACK' übernimmt Kleinkind
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Cuxhaven: DGzRS rettet erkranktes Kleinkind
(05.12.2021) Ein einjähriges Mädchen verdankt den Seenotrettern schnelle medizinische Hilfe. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers HANS HACKMACK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übernahm das Kind am späten Abend des zweiten Adventssamstages, 4. Dezember 2021, von einem Passagierschiff. Im Hafen von Cuxhaven übergaben die Seenotretter das Kleinkind in Begleitung seiner Eltern an den Landrettungsdienst.
Gegen 22 Uhr erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS von dem erkrankten einjährigen Mädchen an Bord der 'Aidaprima'. Das Kind auf dem aus Hamburg auslaufenden Passagierschiff musste dringend zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Seenotretter alarmierten den Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK. Dieser vertritt derzeit den in Cuxhaven stationierten Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER während dessen turnusgemäßer Werftzeit. Er nahm drei Notfallsanitäter und einen Notarzt der Berufsfeuerwehr Cuxhaven an Bord.
Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK
Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK
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Die HANS HACKMACK ging bereits wenige Minuten nach dem Auslaufen an der 300 Meter langen 'Aidaprima' in der Elbmündung längsseits. Über eine für diesen Zweck vorgesehene Luke in der Bordwand des Kreuzfahrtschiffes übernahmen die Seenotretter das Kind sowie seine Eltern auf die HANS HACKMACK. An Bord versorgten die Sanitäter und der Arzt das kleine Mädchen. Wenig später erreichte der Seenotrettungskreuzer den Fährhafen Cuxhaven. Ein dort bereits wartender Rettungswagen brachte das Kind zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus.
Zum Einsatzzeitpunkt herrschten östliche Winde mit bis zu vier Beaufort Windstärke (bis 30 km/h) und etwa ein Meter Seegang.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM
Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM
(Bild: DGzRS Großbild klick!
Büsum: Einsatz für schwer verletztem Fischer
(29.11.2021) Am späten Sonntagabend, 28. November 2021, ist der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) dem Kapitän eines Fischkutters westlich von Büsum zu Hilfe gekommen. Der Mann war an Bord gestürzt und benötigte dringend medizinische Hilfe.
Gegen 21.15 Uhr meldete sich der Decksmann eines 19 Meter langen Fischkutters über den internationalen Not- und Anrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC=Maritime Rescue Co-Ordnination Centre) der DGzRS. Der Kapitän des Kutters benötigte dringend medizinische Hilfe. Zur Zeit des Notrufs befand sich der Fischkutter rund 10 Seemeilen (ca. 20 Kilometer) westlich seines Heimathafens Büsum zur Fangfahrt auf der Nordsee.
Der umgehend alarmierte Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der DGzRS-Station Büsum lief binnen Minuten aus und erreichte das Fischereifahrzeug nach einer guten halben Stunde. Zwei Seenotretter der vierköpfigen Besatzung stiegen auf den Fischkutter über und übernahmen die medizinische Erstversorgung. Der Kapitän klagte über starke Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme.
Das Abbergen wurde durch die Enge des Kutters erschwert. Zunächst unter Verwendung eines Tragetuchs und anschließend einer festen Trage gelang es den Seenotrettern, den Mann an Bord des Seenotrettungskreuzers zu nehmen. An Bord versorgten sie den Patienten weiter und brachten ihn in den Büsumer Hafen. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst, der ihn in ein Krankenhaus brachte.
Zur Einsatzzeit herrschte nahezu Windstille.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer HAMBURG
Seenotrettungskreuzer HAMBURG
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Greetsiel: Seenotretter im ostfriesischen Wattenmeer für verletzten Fischer im Einsatz
(23.11.2021)Auf einem Muschelkutter hat sich ein Fischer am Montag, 22. November 2021, während der Fangreise westlich von Greetsiel verletzt. Er benötigte dringend medizinische Hilfe. Die Seenotretter der Station Borkum brachten den Mann mit dem Tochterboot ST. PAULI des Seenotrettungskreuzers HAMBURG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sicher an Land.
Der Kapitän des Muschelkutters 'Andrea' (Heimathafen: Norddeich) hatte die Seenotretter der Station Borkum gegen 11.30 Uhr über den internationalen Not- und Anrufkanal 16 alarmiert: Bei Arbeiten an Bord war plötzlich ein Draht am Fanggeschirr gerissen und hatte einen Fischer mit voller Wucht am oberen Rücken getroffen.
Der verletzte 31-Jährige benötigte dringend medizinische Hilfe. Der Kutter befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Osterems etwa dreieinhalb Seemeilen (rund 6,5 Kilometer) westlich der Schleuse Leysiel.
Bereits wenige Minuten später liefen die Borkumer Seenotretter mit der HAMBURG in Richtung Unglücksstelle aus. Vor Ort mussten sie aufgrund der geringen Wassertiefe im Flachwassergebiet des Watts allerdings die letzten Meter mit dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers zurücklegen.
Mit der ST. PAULI gingen sie beim Muschelkutter längsseits. Zwei als Rettungssanitäter ausgebildete Seenotretter stiegen bei ruhiger See auf die 'Andrea' über. Dort stabilisierten sie zunächst den Mann, bevor sie ihn auf einer speziellen Bergungstrage der DGzRS liegend auf das Tochterboot übernahmen. An Bord versorgten die Seenotretter den Patienten weiter und brachten ihn zur Schleuse Leysiel. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst.
Quelle:DGzRS


Notarztteam auf der HERMANN MARWEDE
Notarztteam auf der HERMANN MARWEDE
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Langeoog: Seenotretter bergen Verletzten von Segelyacht
(22.11.2021) Die Seenotretter der Station Deutsche Bucht/Helgoland sind am Sonntagabend, 21. November 2021, mehrere Stunden lang für den verletzten Skipper einer Segelyacht im Einsatz gewesen. Der Mann benötigte nach einem Sturz an Bord ärztliche Hilfe. Starker Seegang erschwerte die Übernahme des Patienten durch den Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Ein Hubschrauber von NHC Northern Helicopter übernahm den Verletzten schließlich von den Seenotrettern und flog ihn ins Krankenhaus.
Gegen 18 Uhr meldete sich die Besatzung einer 16 Meter langen Segelyacht bei der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS. Die Yacht befand sich zu dieser Zeit rund fünfzehn Seemeilen (etwa 28 Kilometer) nördlich der Insel Langeoog. Ihr 61-jähriger Skipper hatte sich im Brustbereich verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE nahm sofort Kurs auf die Segelyacht. Die Seenotretter alarmierten außerdem einen Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter.
Zur Einsatzzeit herrschten starke Winde um sechs Beaufort (Windgeschwindigkeiten bis ca. 50 km/h) und etwa zweieinhalb Meter Seegang. Diese Bedingungen machten es der Hubschrauberbesatzung unmöglich, medizinisches Personal per Seilwinde auf die Segelyacht abzuwinschen. Zu groß waren die Gefahren durch Mast und Takelage des sich im Seegang ständig stark bewegenden Schiffes. Stattdessen übergab der Hubschrauber Notarzt und Notfallsanitäter auf die HERMANN MARWEDE. Das spezielle Hubschrauberarbeitsdeck über dem Heck des Seenotrettungskreuzers ermöglicht ein Abwinschen auch unter erschwerten Bedingungen.
Gegen 19.30 Uhr traf die HERMANN MARWEDE an der Yacht ein. Um angesichts der groben See keinerlei Risiken für Schiff und Besatzung einzugehen, entschieden die Seenotretter, den Havaristen zunächst noch ein Stück bis in die Jademündung zu begleiten, wo mit weniger Seegang zu rechnen war. Der verletzte Skipper war soweit stabil. Während der Reise beriet ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Besatzung der Segelyacht durchgängig über Funk. Unterdessen nahmen die Seenotretter das Mehrzweckschiff 'Mellum' der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in den Einsatz auf. Für den Fall, dass sich der Gesundheitszustand des Skippers verschlechtern sollte, hätte die deutlich größere 'Mellum' der HERMANN MARWEDE gegebenenfalls Lee geben, also für Windschutz sorgen können.
Der Verletzte blieb jedoch glücklicherweise weiterhin stabil. Nach Erreichen der Jademündung nahm die Wellenhöhe deutlich ab. Auf Höhe der Insel Minsener Oog gingen die Seenotretter bei der Yacht längsseits. Gemeinsam mit Notarzt und Notfallsanitäter der Hubschrauberbesatzung stabilisierten sie zunächst den Patienten und brachten ihn anschließend an Bord der HERMANN MARWEDE. Im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers versorgten sie den Mann, bis der erneut alarmierte Rettungshubschrauber eintraf und ihn schließlich ins Krankenhaus flog.


Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER
Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER
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Büsum: DGzRS und Hubschrauber für Kutterkapitän im Einsatz
(15.11.2021) Die DGzRS und eine Hubschrauberbesatzung von NHC Northern Helicopter sind in der Nacht zum 15. November 2021 im Einsatz für den Kapitän eines Fischkutters gewesen, der dringend ärztliche Hilfe benötigte. Nach umfangreicher medizinischer Behandlung auf dem Seenotrettungskreuzer wurde der Mann in ein Krankenhaus geflogen.
Um 1 Uhr in der Nacht hatte sich der Decksmann eines Friedrichskooger Fischkutters bei den Seenotrettern gemeldet. Der Kapitän war an Bord plötzlich mit starken Schmerzen zusammengebrochen.
Der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER, der derzeit die THEODOR STORM in Büsum vertritt, lief sofort aus. Der Fischkutter befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa fünfzehn Seemeilen (Luftlinie) vor Büsum südlich der Ansteuerung Hever.
Ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz in der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS beriet über Funk die zweiköpfige Kutterbesatzung. Zeitgleich flog ein Hubschrauber von NHC Northern Helicopter einen Notarzt und einen Notfallsanitäter hinaus auf See. Nach 50 Minuten war der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER vor Ort und ging längsseits an den Kutter heran. Zwei Besatzungsmitglieder stiegen auf den Fischkutter zur medizinischen Versorgung über. Der Hubschrauber setzte mit seiner Winde Notarzt und Sanitäter auf die HERMANN RUDOLF MEYER ab. Der Patient wurde ebenfalls auf den Seenotrettungskreuzer übernommen und durch die Mediziner eine dreiviertel Stunde lang behandelt. Schließlich war sein Zustand so weit stabilisiert, dass er vom Hubschrauber aufgenommen und in ein Krankenhaus geflogen werden konnte. Einer der Seenotretter unterstützte den Decksmann, den Fischkutter nach Büsum zu fahren, wo sie um kurz nach 4 Uhr eintrafen. Die übrige Besatzung der HERMANN RUDOLF MEYER unterstützte beim Anlegen.
Der Kutterkapitän (39) befindet sich weiterhin im Krankenhaus.
Voraussichtlich in der nächsten Woche wird der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM nach seinem kurzen Werftaufenthalt wieder in Büsum auf Station gehen. Die Besatzung der HERMANN RUDOLF MEYER wird derzeit von der Büsumer Besatzung unterstützt, da in diesem Seegebiet besonders gute Revierkenntnisse im Einsatzfall erforderlich ist.
In der Nacht herrschte östlicher Wind mit drei bis vier Beaufort

Quelle:DGzRS


Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ
Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ
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Horumersiel: DGzRS rettet zwei Männer aus Lebensgefahr
(07.11.2021) Die freiwilligen Seenotretter aus Horumersiel haben am Sonntagmittag, 7. November 2021, mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zwei Wassersportler in Sicherheit gebracht. Die beiden Männer waren auf der Nordsee vor Wangerland in Lebensgefahr geraten.
Ein aufmerksamer Kiter hatte gegen 12 Uhr vom Strand in Schilling aus einen Kollegen in einer akuten Notlage entdeckt: Der Mann hatte offenbar seinen Kiteschirm verloren und jetzt gelang es ihm anscheinend nicht mehr, aus eigener Kraft das rettende Ufer zu erreichen. Auch ein ihm zwischenzeitlich zu Hilfe geeilter anderer Wassersportler konnte ihm nicht helfen. Stattdessen gerieten beide in eine lebensbedrohliche Lage, aus der sie sich nicht mehr selbst befreien konnten.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte sofort die freiwilligen Seenotretter der Station Horumersiel sowie die umliegende Schifffahrt, darunter auch einige Behördenfahrzeuge. Bereits kurze Zeit später traf die Besatzung des Seenotrettungsbootes WOLFGANG PAUL LORENZ bei den Männern ein, die mit Winken auf sich aufmerksam gemacht hatten. 'Sie waren weder unterkühlt noch erschöpft. Dennoch befanden sie sich in einer lebensgefährlichen Situation, da der starke ablandige Wind sie immer weiter auf die Nordsee hinaustrieb. Sie wären niemals mehr allein an Land gekommen', berichtet Vormann Günter Ihnken.
Die Rettungsleute nahmen die Wassersportler und das Board bei kappeliger See ungefähr eine Seemeile (rund zwei Kilometer) westlich vom Strand in Schilling an Bord. Beide Männer trugen Neoprenanzüge, die sie gut gegen das etwa 13 Grad kalte Nordseewasser geschützt hatten. Indessen hatte die Besatzung eines Bootes der Wasserschutzpolizei Niedersachsen das Kitesegel aufgenommen. Dieses übergab sie noch auf See an die Seenotretter, die es und die beiden Männer mit der WOLFGANG PAUL LORENZ sicher an Land brachten.
Quelle:DGzRS Bildzeile:


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Seenotrettungskreuzer ARKONA
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Warnemünde: Angler vermisst
(26.10.2021) Auf der Ostsee haben die Seenotretter gemeinsam mit Behördenfahrzeugen in der vergangenen Nacht, 25./26. Oktober 2021, nach einem überfälligen Angler gesucht. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte dazu im Seegebiet zwischen Warnemünde und Graal-Müritz den Einsatz zahlreicher Schiffe und Luftfahrzeuge. Bisher wurde lediglich das Boot des Vermissten in der Nacht gefunden.
Gegen 20.40 Uhr am Montagabend, 25. Oktober 2021, erfuhr die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre), von dem überfälligen Angler. Der 71-Jährige war am Nachmittag von Rostock-Markgrafenheide aus mit einem etwa 2,50 Meter langen gelben Kajak zum Angeln auf die Ostsee hinausgefahren. Als er am Abend wider Erwarten nicht zurückgekehrt war, wählte seine Frau den Notruf.
Die Seenotretter leiteten eine groß angelegte Suche ein. Der Seenotrettungskreuzer ARKONA der DGzRS-Station Warnemünde führte als Einsatzleiter vor Ort (OSC = On-Scene Co-ordinator) alle Schiffe im Suchgebiet zwischen dem Rostocker Seekanal im Westen und Graal-Müritz im Osten. Neben der ARKONA der Seenotretter beteiligten sich an der Suche das Streifenboot 'Uecker' der Wasserschutzpolizei-Inspektion Rostock, das Fischereischutzboot 'Seeadler' der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), das gleichnamige Mehrzweckschiff 'Arkona' des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee sowie der vom Bundesverkehrsministerium gecharterte Hochseebergungsschlepper 'Baltic'.
In der Luft koordinierte RCC Glücksburg, die Rettungsleitstelle der Deutschen Marine für Luftnotfälle über See, den Einsatz eines Ölüberwachungsflugzeuges der Marine, eines Polizeihubschraubers der Wasserschutzpolizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern und eines Such- und Rettungshubschraubers der Marine. Landseitig suchten Polizei und Feuerwehr die Strände ab.
Gegen 1.40 Uhr am frühen Dienstagmorgen, 26. Oktober 2021, fand die 'Seeadler' das leere Kajak des Vermissten auf der Ostsee etwa 3,5 Seemeilen (rund 6,5 Kilometer) nordwestlich von Graal-Müritz. Die Suche nach dem 71-jährigen Vermissten lief weiter und wird auch am Vormittag fortgesetzt.
Im Einsatzgebiet herrschen südwestliche Winde mit drei bis vier Beaufort und etwa ein halber Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von zehn Grad Celsius.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS
Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS
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Lübecker Bucht: DGzRS bringt unterkühlten Katamaransegler an Land
(04.10.2021) Für einen Katamaransegler ist der sonntägliche Ausflug auf die Lübecker Bucht an Bord des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu Ende gegangen. Nachdem sein Boot gekentert war, trieb der 58-jährige Mann schiffbrüchig in der Ostsee. Die Travemünder Seenotretter brachten ihn unterkühlt, aber sicher an Land.
Gegen 13.40 Uhr erfuhren die Seenotretter von der Notlage zweier Segler auf der Ostsee zwischen Sierksdorf und Haffkrug. Ein Katamaran, besetzt mit Vater und Sohn, die gemeinsam unterwegs waren, war gekentert. Zwei Beobachter an Land hatten unabhängig voneinander die Notlage der beiden Männer gemeldet.
Dem Sohn gelang es zwar, das Boot wieder aufzurichten, nicht aber, auch den Vater wieder an Bord zu nehmen. Wind und Strömung trieben den Katamaran weiter unter Land und schließlich an den Strand von Haffkrug, aber den 58-jährigen Vater immer weiter ab.
Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND/Station Grömitz koordinierte die Suche nach dem Vermissten. An ihr beteiligten sich auch die beiden mit Freiwilligen besetzten Seenotrettungsboote HENRICH WUPPESAHL/Station Neustadt und ERICH KOSCHUBS/Station Travemünde sowie ein Hubschrauber der Bundespolizei und mehrere Segelyachten.
Der Bundespolizei-Hubschrauber fand den Schiffbrüchigen in Höhe der Haffkruger Seebrücke. Zeitgleich war ein Schlauchboot des Yachtclubs Scharbeutz Ostsee (YCSO) vor Ort und nahm den Schiffbrüchigen an Bord. Vier Minuten später ging die ERICH KOSCHUBS längsseits des Schlauchbootes und übernahm den Verunglückten. Er trug einen Neoprenanzug und eine Rettungsweste. Trotzdem war seine Körpertemperatur bereits auf 34,5 Grad Celsius abgesunken. An Bord des Seenotrettungsbootes erhielt er wärmende Decken.
Die Seenotretter legten mit dem Geretteten an Bord an der Haffkruger Seebrücke an. Dort übernahm der Landrettungsdienst die weitere Versorgung. Ein Rettungswagen brachte den Mann ins Krankenhaus. Zur Unglückszeit herrschten in der Lübecker Bucht südliche Winde um fünf Beaufort und 16 Grad Celsius Wassertemperatur.
Quelle:DGzRS


Nachteinsatz der ERICH KOSCHUBS
Nachteinsatz der ERICH KOSCHUBS
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Travemünde: Leblose Seglerin gerettet
(30.09.2021) Eine 74-jährige Seglerin verdankt dem schnellen Eingreifen der Seenotretter der Station Travemünde vermutlich ihr Leben. Die Frau ist am Mittwochabend, 29. September 2021, in der Lübecker Bucht an Bord ihrer Segelyacht leblos zusammengebrochen. Der Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS/Station Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gelang es gemeinsam mit dem Landrettungsdienst, die Seglerin wiederzubeleben.
Gegen 19.10 Uhr alarmierte der Skipper einer etwa 13 Meter langen Segelyacht mit einem 'Mayday'-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) die Seenotretter. Seine Ehefrau war nach Durchzug einer Gewitterböe in Höhe des östlichen Endes des Brodtener Steilufers plötzlich am Ruder zusammengebrochen. Atmung und Puls waren nicht mehr zu messen. An Bord befand sich außerdem eine weitere Mitseglerin.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS informierte umgehend die Seenotretter der Station Travemünde. Die Freiwilligen-Besatzung verließ mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS unter Höchstfahrt den Hafen und nahm Kurs auf die Segelyacht, die den Seenotrettern bereits entgegenlief.
Währenddessen leitete ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz der SEENOTLEITUNG die Mitseglerin an Bord an, mit der Wiederbelebung der Patientin zu beginnen.
Bereits sieben Minuten nach dem Auslaufen ging die ERICH KOSCHUBS bei der Segelyacht längsseits. Zwei Seenotretter stiegen über und übernahmen die Reanimation der Seglerin, mit Erfolg: Atmung und Puls waren wieder zu messen. Damit die Crew der ERICH KOSCHUBS möglichst schnell eingreifen konnte, hatten die Seenotretter zuvor das Lotsenboot 'Travemünde' gebeten, Notärztin, Notfallsanitäter und Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Lübeck nachzuführen. Bereits wenige Minuten später traf die 'Travemünde' ein. Der Landrettungsdienst übernahm noch an Bord der Segelyacht die weitere Versorgung der Patientin. Die gemeinsamen Bemühungen hatten Erfolg: Der Zustand der Seglerin stabilisierte sich.
Seenotretter und Wasserschutzpolizei halfen dabei, die Segelyacht am Anleger der Priwallfähre festzumachen. Ein Rettungswagen brachte die Patientin ins Krankenhaus. Die Seenotretter versorgten den unter Schock stehenden Skipper und die Mitseglerin. Anschließend brachten sie die Segelyacht an einen sicheren Liegeplatz. Zur Einsatzzeit herrschten in der Lübecker Bucht südöstliche Winde um vier Beaufort (bis 30 km/h Windgeschwindigkeit) und etwa ein halber Meter Seegang.
Quelle:DGzRS


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Seenotrettungskreuzer NILS RANDERS
Seenotrettungskreuzer NILS RANDERS
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Darßer Ort: Segelyacht mit Wassereinbruch
(26.09.2021) Einer Segelyacht mit Wassereinbruch sind die Seenotretter der Station Darßer Ort der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern Abend, 25. September 2021, zu Hilfe gekommen.
Kurz vor 19 Uhr hatte der Skipper die Seenotretter alarmiert. Über das Stevenrohr, durch das die Antriebswelle des Propellers führt, drang Wasser in den Maschinenraum der etwa zehn Meter langen Yacht ein. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich ungefähr acht Seemeilen (15 Kilometer) westlich von Hiddensee. Bis zu diesem Zeitpunkt war es den drei Seglern gelungen, durch Pumpen den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten. Da die Stromversorgung bereits beeinträchtigt war, war das Funkgerät nicht mehr zuverlässig einsatzfähig. Auch die Kommunikation über Mobilfunk war kaum möglich.
Gegen 19.45 Uhr fand der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS / Station Darßer Ort den Havaristen, obwohl seine Positionslichter bereits extrem schwach geworden waren. Das Tochterboot UWE nahm die Segelyacht in Schlepp und brachte sie sicher nach Barhöft.
Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschten ruhige See und bei klarem Mond verhältnismäßig gute Sichtverhältnisse.
Quelle:DGzRS


Direkt vor seinem Untergang treibt der Fischkutter
vor dem Bug des Seenotrettungskreuzers
ANNELIESE KRAMER der Station Cuxhaven
(im Hintergrund das Polizeiboot 'Sylt')
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Elbe: Fischkutter gesunken, Crew gerettet
(21.09.2021) Ein Fischkutter ist auf dem großen Vogelsand nördlich der unbewohnten Insel Scharhörn in der Elbmündung heute, Dienstag, 21. September 2021, gesunken. Seine fünf Besatzungsmitglieder stiegen in eine Rettungsinsel und wurden unverletzt von einem weiteren Fischkutter gerettet. Die Seenotretter der Station Cuxhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnten die Kenterung des Fischkutters nicht mehr verhindern. Er versank.
Über die Verkehrszentrale Cuxhaven des Wasser- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee hatte der Kutter aus Cuxhaven starken Wassereinbruch gemeldet. Sofort liefen zahlreiche Fahrzeuge, die zu diesem Zeitpunkt im Seerevier unterwegs waren, zum Unfallort.
Der Fischkutter 'Hoffnung' erreichte die Fischkutter-Besatzung, die in der Zwischenzeit in die Rettungsinsel gestiegen war, zuerst, und übernahm die fünf Personen unverletzt.
Nur Minuten nach dem Eintreffen des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER versank der Havarist. Vor Ort war ebenfalls das Polizeiboot 'Sylt' sowie das Beiboot des Lotsenstationsschiffes 'Elbe', das die Rettungsinsel einholte. Die Seenotretter bargen die auftreibende Notfallboje des Fischkutters, die automatisch Alarm ausgelöst hatte.
Die fünf Besatzungsmitglieder des gesunkenen Fischkutters wurden nach Cuxhaven gebracht. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte Westwind mit vier Beaufort (bis 28 km/h).
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE
Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE
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Drama bei Hallig Hooge: DGzRS-Einsatz für brennenden Krabbenkutter
(18.09.2021) 'Feuer an Bord!' Jeder Seemann weiß um die Gefahren, die in so einem Fall für Schiff und Besatzung drohen. Ein solcher Notruf hat die DGzRS Freitagnacht, 17. September 2021, erreicht. Auf der Nordsee war auf einem Krabbenkutter aus noch unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die beiden Fischer wurden von einem Hubschrauber der Northern Helicopter GmbH sicher an Land gebracht.
Gegen 22.15 Uhr meldete sich ein Angehöriger von einem der beiden Besatzungsmitglieder bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Auf dem Holzkutter 'Freyja' (Heimathafen: Husum) war ein Feuer ausgebrochen und die Fischer mussten in eine Rettungsinsel steigen.
Das Unglück ereignete sich im Nordfriesischen Wattenmeer zwischen den Halligen Langeneß und Hooge. Sofort alarmierten die Wachleiter die Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE/Station Amrum und EISWETTE/Station Nordstrand. Außerdem zogen sie einen Hubschrauber von Northern Helicopter hinzu, der sich gerade in der Nähe des Havaristen befand.
Bereits kurz nach dem Notruf entdeckte die Hubschrauberbesatzung die Rettungsinsel und winschte die beiden Schiffbrüchigen per Seilwinde auf. Anschließend flog sie die Männer in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Währenddessen lief die ERNST MEIER-HEDDE zum etwa 17 Meter langen Holzkutter, der in der Süderaue in Höhe der Tonne L2 vor Anker lag und lichterloh brannte. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und eventueller Gasflaschen an Bord blieben die Seenotretter in sicherer Entfernung, um sich nicht selbst zu gefährden. Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN hatten inzwischen die zuständige Verkehrszentrale und das Havariekommando über den Notfall informiert. Die Wasserschutzpolizei Husum hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.Quelle:DGzRS


Pferd unternimmt 'WattwanderungC: GGzRS im Einsatz
(12.09.2021)Die 'Wattwanderung' eines Pferdes vor der schleswig-holsteinischen Westküste hat am Sonntag, 12. September 2021, auch mit Hilfe der Seenotretter ein glückliches Ende genommen. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes PAUL NEISSE/Station Eiderdamm der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter-Ording im Einsatz. Gegen 8.30 Uhr erfuhren die Seenotretter von einem Pferd im Wesselburener Watt. Etwa zwei Seemeilen (rund 3,5 Kilometer) vor der Küste hatten Fischer bei ablaufendem Wasser nahe der Tonne 45 das Tier entdeckt - gesattelt. Möglicherweise war also ein Mensch in Seenot.
Dies konnten die Seenotretter schnell ausschließen: 'Einer aus unserer Crew wusste, dass beim Verladen von Pferden in St Peter-Ording am Vortag ein Tier ausgebüchst war', berichtet Matthias Claussen, Vormann der PAUL NEISSE. Die Landrettungsleitstelle Nord recherchierte bei der Besitzerin des Tieres, dass es sich um das vermisste Pferd handelt und kein Mensch in Gefahr ist.
Die Seenotretter fanden den zehnjährigen Napoleon auf der Südseite der Eidermündung. 'Er muss also in der Nacht durchs Fahrwasser geschwommen sein', sagt Vormann Claussen. Trotz des geringen Tiefgangs der PAUL NEISSE konnte das Seenotrettungsboot das Tier im ablaufenden Wasser nicht mehr erreichen.
Die Freiwillige Feuerwehr St. Peter-Ording wurde mit vier Fahrzeugen, ihrem Luftkissenboot und 13 Einsatzkräften unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Thorsten Mein zur Unterstützung alarmiert.
Die Crew der PAUL NEISSE holte die Reiterin des Pferdes an der Schleuse des Eidersperrwerks ab und übergaben sie und Seenotretter Jens Bohlmann an das Luftkissenboot. Gemeinsam mit einem Feuerwehrmann gelang es zu Dritt, dem Tier ein Halfter anzulegen und an langen Leinen der Seenotretter aus dem Watt herauszuführen. 'Das Pferd und auch wir sind mehrere Male bis über die Knie im Watt eingesunken. Wir mussten den Weg zur Küste suchen, denn das Tier war bereits in einer Gegend, in der es keine bekannten Wattwanderwege mehr gibt', berichtet Seenotretter Jens Bohlmann.
Gut zweieinhalb Stunden nach der Alarmierung erreichten Napoleon und seine Retter sicher die Küste. Napoleons Reiterin bedankte sich glücklich und erleichtert bei allen beteiligten Einsatzkräften. 'Wir freuen uns alle, dass die Zusammenarbeit hervorragend geklappt hat', sagte der stellvertretende Wehrführer Thorsten Mein.
Quelle:DGzRS


Travemünde: GGzRS hilft nach Explosion auf Motorboot
(12.09.2021) Nach einer Explosion im Maschinenraum sind die Seenotretter am Samstagnachmittag, 11. September 2021, in Travemünde für die zweiköpfige Besatzung eines Motorbootes im Einsatz gewesen. Die Freiwilligen-Crew des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS/Station Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehr Travemünde und Ivendorf, der Berufsfeuerwehr Lübeck sowie der Wasserschutzpolizei im Einsatz.
Gegen 13.30 Uhr erfuhren die Seenotretter von einem brennenden Boot in Höhe der Marina Baltica/Böbs-Werft. Bereits auf der Anfahrt sah die Besatzung der ERICH KOSCHUBS eine dichte Rauchwolke über dem etwa zehn Meter langen Havaristen. 'Die beiden Wassersportler, eine Frau und ein Mann, hatten sich mit einem Sprung über Bord und anschließend auf eine Steganlage in der Nähe gerettet', berichtet Patrick Morgenroth, Vormann der ERICH KOSCHUBS.
Die ERICH KOSCHUBS setzte zwei Seenotretter mit Notfallrucksack an der Steganlage an Land, um die Schiffbrüchigen medizinisch zu versorgen. Glücklicherweise waren die Wassersportler mit dem Schrecken davongekommen.
Um zu verhindern, dass die Flammen auf andere Boote übergreifen, hatten unterdessen die Besatzungen zweier Segelboote den brennenden Havaristen zu einem anderen Liegeplatz an der Fischereibrücke verholt. Dabei zog sich ein Segler eine leichte Brandverletzung an einer Hand zu.
Die Priwallfähre 'Pötenitz' brachte zwei Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Travemünde und Ivendorf von der Wasserseite aus zum Unglücksort. Kräfte der Berufsfeuerwehr Lübeck unterstützten die Löscharbeiten von Land aus. Der völlig ausgebrannte Havarist ist inzwischen gesunken.
Im Einsatz waren außerdem das Wasserschutzpolizeiboot 'Habicht', das Feuerlöschboot 'Senator Emil Peters' und der Landrettungsdienst.
Für die Freiwilligen-Besatzung der ERICH KOSCHUBS blieb es nicht der einzige Einsatz an diesem Tag: Bereits kurz darauf schleppte sie eine festgekommene große Segelyacht frei und befreite die dreiköpfige Besatzung aus ihrer misslichen Lage.
Quelle:DGzRS


Fehmarnbelt: Unterkühlten Kitesurfer gerettet
(05.09.2021)Die Seenotretter der Station Puttgarden suchten den Mann mit dem Seenotrettungsboot ROMY FRANK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Behördenschiffe und ein Hubschrauber waren gemeinsam mit den Seenotrettern im Einsatz. Die Freiwilligen-Besatzung der ROMY FRANK nahm den unterkühlten Kitesurfer schließlich an Bord und brachte ihn zur weiteren medizinischen Versorgung sicher an Land.
Gegen 18 Uhr meldete ein Anrufer der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS seinen Vater als überfällig. Dieser habe auf Höhe des Campingplatzes Fehmarnbelt mit einem Kite gesurft, doch der Anrufer hatte den Wassersportler und seine Ausrüstung aus den Augen verloren. Wie sich später herausstellte, hatten sich die Leinen des Kites verheddert, was es dem Mann unmöglich machte, das Sportgerät wieder aufzurichten, um zurück an Land zu gelangen. Bei östlichen Winden mit vier Beaufort (Windgeschwindigkeiten bis zu 30 km/h) und etwa einem halben Meter Seegang drohte der Surfer auf die offene Ostsee hinausgetrieben zu werden.
Die SEENOTLEITUNG alarmierte umgehend das in Puttgarden stationierte Seenotrettungsboot ROMY FRANK. Die Seenotretter nahmen auch das Einsatzschiff 'Bad Bramstedt' der Bundespolizei, das Mehrzweckschiff 'Scharhörn' der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie den Rettungshubschrauber 'Christoph 12' der Luftrettung des Bundesinnenministeriums in den Sucheinsatz auf. Die allmählich einsetzende Dämmerung erschwerte die Suche.
Rund eine Stunde nach dem Notruf entdeckte die Besatzung der 'Scharhörn' den Kitesurfer und lotste das in der Nähe fahrende Seenotrettungsboot ROMY FRANK an den Mann heran. Die Seenotretter nahmen den Wassersportler durch die Bergungspforte, eine spezielle Tür in der Bordwand auf Höhe der Wasserlinie, an Bord und begannen mit der medizinischen Erstversorgung. Der 63-Jährige war deutlich unterkühlt und litt zudem unter Krämpfen in den Beinen. Die ROMY FRANK lief unter Höchstfahrt den Hafen von Puttgarden an. Dort übergaben die Seenotretter den Patienten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.
Quelle:DGzRS


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Extrem starker Seegang
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Einsatz der DGzRS: 2 von 3 Seglern geborgen
(27.08.2021) Nach dem Untergang einer Segelyacht zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog sind am Donnerstagabend, 26. August 2021, eine junge Seglerin und ein junger Segler im Alter von etwa 20 Jahren von einem Hubschrauber der Marine aus Seenot gerettet worden, ein dritter gleichaltriger junger Mann wird vermisst. Die DGzRS koordinierte eine groß angelegte Suche mit Seenotrettungskreuzern, Seenotrettungsbooten, Hubschraubern und zahlreichen weiteren Schiffen.
Gegen 18.45 Uhr war bei der Landrettungsleitstelle Ostfriesland ein schwer verständlicher Notruf von See eingegangen. Eine Handyortung deutete auf eine Position bei den Inseln Baltrum und Langeoog hin. Die Seenotrettungskreuzer EUGEN/Station Norderney, HERMANN MARWEDE/Station Helgoland, die Seenotrettungsboote NEUHARLINGERSIEL/Station Neuharlingersiel, ELLI HOFFMANN-RÖSER/Station Baltrum und SECRETARIUS/Station Langeoog sowie Hubschrauber von Marine, Wiking Helikopter Service und ADAC suchten das Gebiet weiträumig ab. Die DGzRS band außerdem den Notschlepper "Nordic" und das Mehrzweckschiff "Mellum" der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie ein weiteres Schiff in die Suche ein.
'Eugen' im Einsatz
'Eugen' im Einsatz
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Der Such- und Rettungshubschrauber der Marine fand kurz nach 21.30 Uhr die junge Seglerin und etwa eine halbe Stunde später einen weiteren Segler. Die beiden wurden aufgewinscht und ins Krankenhaus geflogen. Extrem starker Seegang mit Wellenhöhen bis zu vier Metern erschwerte die Suche. Der dritte Segler wurde leblos unter der Wasseroberfläche treibend aufgefunden. Er versank, als die Seenotretter versuchten, den Körper aus der aufgewühlten See zu bergen.
Quelle:DGzRS


SK 42 mit mit Segelyacht im Schlepp
SK 42 mit mit Segelyacht im Schlepp
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Darßer Ort: Erster Einsatz des neuen SK 42
(26.08.2021) Einer manövrierunfähigen Segelyacht ist das Tochterboot des neuen Seenotrettungskreuzers SK 42 am Mittwoch, 25. August 2021, vor der Station Darßer Ort zu Hilfe gekommen. Für die erst am Vortag stationierte, noch ungetaufte Rettungseinheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war es der erste Einsatz.
Derzeit liegt SK 42 - so die interne Bezeichnung bis zur Taufe - für Ausrüstungs- und Einweisungsfahrten im Nothafen Darßer Ort, gemeinsam mit dem dort noch stationierten Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER. Während einer technischen Einweisung alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Station. Eine Segelyacht im Revier war aufgrund einer Leine im Propeller manövrierunfähig geworden.
Kurzerhand besetzten die Seenotretter TB 46. Durch starken Regen waren die Sichtverhältnisse sehr eingeschränkt. Die Seenotretter fanden den Havaristen schließlich zwei Seemeilen (ca. 3,6 Kilometer) südöstlich der Station. Bei rauer See und Windstärke fünf mit Böen von sechs Beaufort (bis zu 49 km/h) aus West stellten die Seenotretter eine Leinenverbindung her. Erst im Schlepp des Tochterbootes kam eine telefonische Verbindung mit der Besatzung der 15 Meter langen Segelyacht zustande. Seekrankheit hatte zwei der vier Besatzungsmitglieder an Bord zeitweise stark zugesetzt. Die Seenotretter brachten den Havaristen sicher in den Nothafen Darßer Ort.
Der neue Seenotrettungskreuzer SK 42 wird noch für weitere Testfahrten im Revier unterwegs sein. Währenddessen geht die THEO FISCHER weiterhin von der Station aus in den Einsatz. In Zukunft wird sie als Seenotrettungskreuzer ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Rettungseinheiten vertreten werden müssen, zum Beispiel während einer Werftzeit.
Die Taufe von SK 42 - der zukünftigen NIS RANDERS - wird im nicht-öffentlichen Rahmen im September auf der Bauwerft Fassmer in Berne an der Unterweser durchgeführt. Dort werden auch noch Restarbeiten am Seenotrettungskreuzer durchgeführt.
Quelle:DGzRS


HELLMUT MANTHEY schleppt Segelyacht
HELLMUT MANTHEY schleppt Segelyacht
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Arbeitsreicher Sonntag für die DGzRS
(22.08.2021) Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die deutsche Rettungsleitstelle See, strahlte ein 'Mayday Relay' aus, um die gesamte Schifffahrt im Revier zu informieren. Das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY/Station Maasholm und der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK/Station Olpenitz begannen bei nordöstlichen Winden um sechs Beaufort (bis 52 km/h Windgeschwindigkeit) und anderthalb bis zwei Metern Seegang die Suche vor Schleimünde. 'Wir sind nacheinander die einlaufenden Boote angefahren, um die Crews zu befragen - mit schnellem Erfolg: Die dritte Yacht hatte den über Bord gegangenen Mann an Bord. Er war wohlauf und benötigte keine medizinische Hilfe', berichtet Bruno Meyer, Schiffsführer der HELLMUT MANTHEY.
Direkt dahinter trieb die Yacht mit der Ehefrau des Verunglückten. Die HELLMUT MANTHEY setzte einen Seenotretter über, um die Seglerin zu unterstützen. Das Seenotrettungsboot nahm die Yacht auf den Haken und schleppte sie ein. Die FRITZ KNACK begleitete die andere Segelyacht mit dem Geretteten an Bord in den sicheren Hafen.
Fähre Juist im Schlepp
Fähre Juist im Schlepp
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Juist. Gegen 12.15 Uhr wiederum meldete sich die Inselfähre 'Frisia XI' bei den Seenotrettern. Sie hatte soeben die Linie Norddeich - Juist bedient, ihre Passagiere auf der Nordseeinsel abgesetzt und war nun lediglich mit drei Besatzungsmitgliedern auf dem Weg nach Norderney. Kurz nach dem Verlassen des Juister Hafens war im Juister Wattfahrwasser die Maschine des gut 35 Meter langen Schiffes ausgefallen.
Mit dem Seenotrettungsboot HANS DITTMER liefen die freiwilligen Seenotretter der Station Juist zum Havaristen. Die Seenotretter nahmen die 'Frisia XI' zunächst auf den Haken, um sie bei südöstlichen Winden um drei Beaufort und heftigen Regenschauern im engen Wattfahrwasser zu sichern. In den Hafen schleppen konnte die HANS DITTMER die wesentlich größere Fähre allerdings nicht alleine, da der Havarist stark nach Steuerbord gierte (ausbrach). Wegen des Komplettausfalls der Elektrik ließen sich die in ungünstiger Position stehenden Ruderblätter nicht mehr bewegen.
Das ebenfalls alarmierte Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH/Station Norddeich musste allerdings nicht mehr eingreifen, da zwischenzeitlich die größere, gut 57 Meter lange Fähre 'Frisia IX' ihre Hilfe anbot. Während sie die 'Frisia XI' in Schlepp nahm, stellte die HANS DITTMER über das Heck des Havaristen eine weitere Leinenverbindung her. 'So haben wir verhindert, dass die Fähre beim Schleppen ausbrach', erläutert Hauke Janssen-Visser, Vormann der HANS DITTMER.
Der Schleppverband erreichte sicher den Hafen von Juist. Dort wurde zwischenzeitlich mit der Reparatur der 'Frisia XI' begonnen.
Das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY/Station Maasholm hat die Segelyacht, deren Skipper über Bord gegangen war, in Schlepp genommen. Das Seenotrettungsboot HANS DITTMER hat die manövrierunfähige Fähre 'Frisia XI' auf den Halen genommen. Die havarierte Inselfähre 'Frisia XI' (M.) im Schlepp der größeren Schwester 'Frisia IX' (vorn) und des Seenotrettungsbootes HANS DITTMER/Station Juist (hinten). Dahinter läuft das Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH/Station Norddeich und sichert den Schleppverband.
Quelle:DGzRS


FRITZ KNACK kommt zum Kollisionsort
FRITZ KNACK kommt zum Kollisionsort
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Schleimünde: Seenotretter im Einsatz nach Kollision an der Schleimündung - keine Verletzten
(18.08.2021)Einsatz für die Seenotretter nach Kollision an der Schleimündung: Beim Einlaufen in den Hafen von Schleimünde ist am Mittwochabend, 18. August 2021, eine Segelyacht mit einem Großsegler zusammengestoßen. Zwei Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren im Einsatz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Gegen 17.50 Uhr alarmierte der Skipper einer 9,5 Meter langen Segelyacht über Funk die Seenotretter. Beim Einlaufen in Schleimünde war sein Boot mit dem Dreimast-Toppsegelschoner 'Swaensborgh' im Bereich des Bugspriets zusammengestoßen. Der 47 Meter lange Großsegler lag zu diesem Zeitpunkt fest am Fahrgastschiffanleger von Schleimünde.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte den Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK/Station Olpenitz und das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY/Station Maasholm. Die FRITZ KNACK traf zuerst am Unglücksort ein und ging längsseits der 'Swaensborgh'.
Schleppverbindung wird hergestellt
Schleppverbindung wird hergestellt
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Der Segler der einlaufenden Yacht war bei der Kollision mit dem Schrecken davongekommen. Auf seinem Boot unter deutscher Flagge war er allein unterwegs. An Bord des unter niederländischer Flagge fahrenden Großseglers befanden sich 20 Menschen. Auch sie waren unverletzt geblieben.
Die Segelyacht hatte sich unterhalb des Bugspriets der 'Swaensborgh' festgefahren und dabei Beschädigungen zugezogen. Aus eigener Kraft konnte sie sich nicht befreien. Der Großsegler hingegen schien nahezu unbeschädigt zu sein.
Die Freiwilligen-Besatzung der HELLMUT MANTHEY nahm die Segelyacht auf den Haken und befreite sie aus ihrer misslichen Lage. Die Seenotretter der FRITZ KNACK unterstützten von Bord der 'Swaensborgh' die Bemühungen, beide Schiffe voneinander zu trennen. Gemeinsam gelang dies.
Anschließend ging das Seenotrettungsboot beim Havaristen längsseits. Zwei freiwillige Seenotretter stiegen auf die Yacht über und unterstützten den Skipper beim Anlegen in Schleimünde. Da das Vorstag bei der Kollision beschädigt worden war, sicherten sie den Mast.
Zur Unglücksursache ermittelt die Wasserschutzpolizei Flensburg. Bildzeilen: (1) Das Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY/Station Maasholm nähert sich Schleimünde, wo eine Segelyacht mit einem Großsegler zusammengestoßen ist. Längsseits des Großseglers liegt bereits der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK/Station Olpenitz. Foto: Die Seenotretter - DGzRS (2) Das Seenotrettungsboot HELMMUT MANTHEY stellt eine Leinenverbindung zu einer Segelyacht her, die vor Schleimünde mit einem Großsegler zusammengestoßen ist. Besatzungsmitglieder des längsseits liegenden Seenotrettungskreuzers FRITZ KNACK, von dem aus das Foto aufgenommen wurde, unterstü Quelle:DGzRS


Segelkutter im Schlepp der ARKONA
Segelkutter im Schlepp der ARKONA
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Warnemünde: Wassereinbruch auf Traditionssegler
(10.08.2021) Die DGzRS kam am Montag, 9. März 2021, einem Traditionsschiff zur Hilfe. Dieses meldete Wassereinbruch auf der Ostsee, rund 11 Seemeilen (ca. 20 Kilometer) nordwestlich von Kühlungsborn. Ein Seenotrettungskreuzer, ein Seenotrettungsboot sowie mehrere Behördenschiffe bewahrten die zwei Personen an Bord des Havaristen vor dem Untergang. Der Segler wurde schließlich nach Fehmarn geschleppt.
Gegen 13 Uhr meldete sich der Skipper eines zwölf Meter langen Segelkutters in der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) der DGzRS. Der Mann berichtete von einem Wassereinbruch an Bord. Er konnte gerade noch seine Position durchgeben, bevor die Verbindung vorübergehend abriss. Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierten umgehend das Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO der DGzRS-Station Kühlungsborn und den Seenotrettungskreuzer ARKONA/Station Warnemünde.
Während mehrerer zunächst erfolgloser Versuche, wieder Kontakt mit dem Havaristen herzustellen, sendeten die Wachleiter ein sogenanntes 'Mayday-Relay' aus, um die gesamte Schifffahrt um erhöhte Aufmerksamkeit und gegebenenfalls Mithilfe zu bitten. Dem Ruf folgten unter anderem der Hochseeschlepper 'Baltic' des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das Landungsboot 'Lachs' der Marine.
Seenotrettungskreuzer ARKONA und mehrere Behördenschiffe im Einsatz
Seenotrettungskreuzer ARKONA und mehrere
Behördenschiffe im Einsatz
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Inzwischen gelang es, erneut Kontakt zum Havaristen aufzunehmen. Die 'Lachs' erreichte als erstes Schiff den Traditionssegler, der aus ungeklärter Ursache leckgeschlagen hatte. Das Landungsboot ging beim Havaristen längsseits und die Besatzung begann mit dem Lenzen des eingedrungenen Wassers. Bald darauf erreichten der Seenotrettungskreuzer ARKONA und das Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO den Einsatzort.
Die ARKONA übernahm den Havaristen von der 'Lachs' und stellte eine Schleppverbindung her. Der Hochseeschlepper 'Baltic' bot Unterstützung durch eine besonders leistungsstarke Lenzpumpe an, die von zwei Besatzungsmitgliedern des Schleppers auf den Havaristen übergesetzt und dort in Betrieb genommen wurde. Die KONRAD-OTTO konnte zu dieser Zeit wieder aus dem Einsatz entlassen werden.
Zur Einsatzzeit wehten starke Winde aus Südwest mit fünf Beaufort Windstärke (bis zu ca. 38 km/h). Aufgrund der Witterung wurde entschieden, den havarierten Segler mit der ARKONA nach Fehmarn in den Hafen von Burgstaaken zu schleppen. Dieser wurde schließlich gegen 18.45 Uhr sicher erreicht.
Die beiden Personen - ein Mann und eine Frau - an Bord des in den 1930er Jahren gebauten Segelkutters blieben unverletzt. Die Ursache für den Wassereinbruch ist unklar. Die Wasserschutzpolizei übernimmt die Ermittlungen zur Unglücksursache.
Quelle:DGzRS


BERNHARD GRUBEN und Tochterboot JOHANN FIDI am Havaristen
BERNHARD GRUBEN und Tochterboot JOHANN
FIDI am Havaristen
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Hooksiel: Einhandsegler von Hubschrauber gerettet
(10.08.2021) Ein Alleinsegler ist gestern, Sonntag, 8. August 2021, zwischen Jade und Weser in Seenot geraten. Er wurde von einem Hubschrauber von seinem sinkenden Segelboot gerettet. Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) versuchten zunächst noch, das Boot zu sichern. Es musste jedoch aufgegeben werden.
Sein Schiff habe starken Wassereinbruch, so hatte sich der Skipper eines Traditionsseglers am frühen Nachmittag telefonisch bei einem Freund gemeldet. Mit einer ungefähren Position meldete dieser die Situation an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.
Das Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ der Freiwilligen-Station Horumersiel sowie der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN von der Station Hooksiel liefen sofort aus. Zu diesem Zeitpunkt herrschte im Weser-Jade-Gebiet starker Wind mit sechs Beaufort (ca. 50 km/h). Für den späteren Nachmittag waren Böen von neun Beaufort (Sturm, bis zu 90 km/h) angekündigt.
Kurz vor dem Eintreffen der Einheiten im Suchgebiet bot der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 26 aus Sanderbusch, der soeben einen anderen Einsatz beendet hatte, seine Unterstützung an. Der Hubschrauber entdeckte den Havaristen nordöstlich von Wangerooge im Fahrwasser 'Mittelrinne' zwischen Jade und Weser. Starker Seegang mit über zwei Metern Wellenhöhe setzten dem hölzernen Segelboot stark zu.
Aufgrund der Takelage war ein direktes Anfliegen des Havaristen nicht möglich. Der Segler (53) musste in die See springen. Von dort wurde er von Christoph 26 mit der Winde aufgenommen.
Minuten später traf die WOLFGANG PAUL LORENZ am Havaristen ein. Eine Schleppleine auf dem führerlosen, stark in der See rollenden Schiff zu belegen, war jedoch nicht möglich. Der ebenfalls eintreffende Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN sicherte das immer tiefer sinkende Schiff ab, bis das Bundespolizei-Fahrzeug 'Eschwege' die Sicherung übernahm. Der mit der Tide schnell abtreibende Havarist sank außerhalb des Fahrwassers. Die Stelle wurde entsprechend gekennzeichnet.
Der Skipper wurde ins Krankenhaus geflogen. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Das Segelboot hatte er offenbar nach Bremerhaven überführen wollen.
Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Quelle:DGzRS


SK 41 vor Grömitz
SK 41 vor Grömitz
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Grömitz: Mann aus Hafenbecken gerettet
(09.08.2021)Die Seenotretter der Station Grömitz der DGzRS haben am Sonntag, 8. August 2021, einen Mann aus dem Hafenbecken des Grömitzer Hafens gerettet. Wassersportler hatten ihn nach einem Sturz von der Steganlage bis zum Eintreffen der Seenotretter über Wasser gehalten.
Wassersportler alarmierten am Abend kurz nach 20 Uhr die Seenotretter durch Zurufe: An der Steganlage im Yachthafen Grömitz war ein älterer Herr ins Wasser gestürzt.
Mit dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers SK 41 liefen die Seenotretter von ihrem Liegeplatz in die Steganlage. Mehrere Menschen versuchten an einer Leiter, einen offenbar Bewusstlosen über Wasser zu halten. In der Enge zwischen vertäuten Booten und der Steganlage gelang es schließlich, ein Schlauchboot an die Leiter zu ziehen und den älteren Mann hinaufzuhieven. Das Schlauchboot wurde bis an die Bergepforte des Tochterbootes gezogen und die Seenotretter übernahmen den Verunfallten.
iner der Seenotretter, ein ausgebildeter Rettungsassistent, leitete sofort die medizinische Erstversorgung ein. Ein weiterer Mann, der ins Wasser gesprungen war, um dem Verunglückten zu helfen, kam selbständig wieder an Land.
Rettungssanitäter des inzwischen ebenfalls eingetroffenen Landrettungsdienstes kamen zu den Seenotrettern an Bord und übernahmen die weitere Versorgung. Mit vereinten Kräften und Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Grömitz wurde der Verunfallte im Hafen an Land gebracht. Mit dem Hubschrauber Christoph 12 war inzwischen ein Notarzt eingetroffen, der die weitere Untersuchung durchführte.
Der Segler war für die Überführungsfahrt einer Segelyacht aus Salzgitter angereist. Warum der ältere Herr im Hafen ins Wasser stürzte, ist unklar. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der in Grömitz stationierte Seenotrettungskreuzer ist noch ungetauft - derzeit ist er unter seiner internen Baunummer SK 41 im Einsatz.
Quelle:DGzRS


'KONRAD-OTTO' beim Einhandsegler
'KONRAD-OTTO' beim Einhandsegler
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Kühlungsborn: Einhandsegler gerettet
(06.08.2021) Ein Alleinsegler ist gestern, Donnerstag, 5. August 2021, vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns von seiner Segelyacht gerettet worden. Der vollkommen erschöpfte Mann wurde von einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Seenotretter sowie Schiffsbesatzungen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und eines Hochseebergungsschleppers waren in die Rettung eingebunden. Die SEENOTLEITUNG DGzRS koordinierte den Einsatz.
Der Segler hatte zehn Seemeilen (ca. 18 km) vor Kühlungsborn einem Freund eine Handynachricht mit seiner GPS-Position geschickt: Er sei erschöpft und wisse nicht, wo er sei, außerdem sei der Motor ausgefallen. Der Freund alarmierte daraufhin gegen 17 Uhr die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Sowohl der Seenotrettungskreuzer aus Grömitz, der noch ungetauft ist und unter seiner internen Baunummer SK 41 fährt, als auch die freiwilligen Seenotretter der Station Kühlungsborn mit dem Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO wurden alarmiert. Die Sichtung durch eine Fähre bestätigte die Position des Havaristen.
Zwischenzeitlich hatte der Wind auf acht Beaufort (bis zu 76 km/h) zugenommen. Im Seegebiet herrschte Seegang mit zwei Meter hohen Wellen. Das Mehrzweckschiff 'Arkona' der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung war zuerst am Havaristen. Der Besatzung gelang es unter den herausfordernden Bedingungen den Skipper der Segelyacht mit dem Beiboot von seinem Boot zu retten. Der alarmierte Hubschrauber Northern Rescue 02 von NHC Northern Helicopter traf unmittelbar in diesem Moment vor Ort ein und winschte den erschöpften und unterkühlten Mann von der 'Arkona' auf und flog ihn ins Krankenhaus.
Das etwa acht Meter lange Segelboot trieb führungslos in der See, als die Seenotretter aus Kühlungsborn vor Ort eintrafen. Es stellte ein unberechenbares Hindernis für die Schifffahrt dar. Zwei Kühlungsborner Seenotrettern gelang es, trotz des hohen Seegangs auf das Boot überzusteigen, die Segel zu bergen und die Schleppverbindung vom Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO anzunehmen.
Der Seenotrettungskreuzer SK 41 wurde zwischenzeitlich für einen weiteren Einsatz benötigt, so begleitete die 'Arkona' das Seenotrettungsboot mit Schleppanhang bis nach Kühlungsborn und bot zumindest etwas Schutz vor den anrollenden Wellen.
Vor der Kühlungsborner Hafeneinfahrt bot die Besatzung des Hochseebergungsschleppers 'Baltic' Unterstützung an. Die beiden Seenotretter auf dem Havaristen übernahmen vom 'Baltic'-Beiboot eine weitere Schleppleine. Das Beiboot stabilisierte so den Schleppanhang nach hinten. Auf diese Weise brachten die Seenotretter den Havaristen durch die Brandung bei auflandigem stürmischen Wind in den engen Kühlungsborner Hafen. Kurz vor halb neun abends war der Einsatz beendet.
Der Skipper des Havaristen konnte zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Quelle:DGzRS


Motorboot brennt
Motorboot brennt
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Ueckermünde, Brand auf Motorboot: DGzRS bringt Crew an Land
(28.07.2021) Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am Mittwochabend, 28. Juli 2021, auf dem Kleinen Haff im Einsatz. Auf einem mit drei Personen besetzten Motorboot war ein Feuer ausgebrochen. Das Seenotrettungsboot EVA AHRENS-THIES der Freiwilligen-Station Ueckermünde brachte die Schiffbrüchigen zur weiteren Versorgung an Land. Die Seenotretter löschten anschließend das Feuer und brachten das Wrack in einen Hafen.
Gegen 18.30 Uhr informierte eine Segelyacht die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) über eine Notlage auf dem Kleinen Haff, rund zwei Seemeilen (ca. 4 Kilometer) nördlich des Ortes Mönkebude. Ein acht Meter langes Motorboot hatte aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen. An Bord befanden zwei Erwachsene und ein fünfjähriges Kind.
Umgehend alarmierten die Wachleiter der SEENOTLEITUNG die Freiwilligen der DGzRS-Station Ueckermünde. Diese gingen nach nur wenigen Minuten mit den Seenotrettungsbooten EVA AHRENS-THIES und GERHARD TEN DOORNKAAT in den Einsatz.
EVA AHRENS-THIES und GERHARD TEN DOORNKAAT
EVA AHRENS-THIES und GERHARD TEN DOORNKAAT
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Die Personen an Bord des brennenden Bootes waren inzwischen bereits von der Segelyacht, die die Notlage gemeldet hatte, aufgenommen worden. Um eventuelle Verletzungen auszuschließen, übernahmen die Seenotretter sie an Bord der EVA AHRENS-THIES und brachten die Schiffbrüchigen in den Hafen von Mönkebude. Dort wurden sie dem Landrettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.
Währenddessen hatte die GERHARD TEN DOORNKAAT mit dem Löschen des Brandes begonnen. Gemeinsam mit der zum Unglücksort zurückgeeilten EVA AHRENS-THIES gelang es, das Feuer erfolgreich zu bekämpfen. Im Anschluss schleppten die Seenotretter das Wrack nach Mönkebude.
Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zur Einsatzzeit wehten Winde mit rund drei Beaufort Windstärke (bis zu ca. 20 km/h) aus Südwest. Die Lufttemperatur betrug 24 Grad Celsius.
Quelle:DGzRS


'WOLFGANG WIESE' schleppt Yacht in Hafen
'WOLFGANG WIESE' schleppt Yacht in Hafen
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Rauchentwicklung bei Timmendorf: DGzRS schleppt Segelyacht in Hafen
(24.07.2021) Bei einer Segelyacht ist es am Samstagvormittag, 24. Juli 2021, auf der Ostsee vorübergehend zu einer starken Rauchentwicklung an Bord gekommen. Die freiwilligen Seenotretter der Station Timmendorf auf Poel nahmen den Havaristen sicherheitshalber in Schlepp. Mit dem Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie ihn in den dortigen Hafen.
Zwei Erwachsene und zwei Kinder befanden sich mit ihrer Segelyacht etwa sieben Seemeilen (rund 13 Kilometer) nordwestlich der Ostseeinsel Poel querab der Ansteuerungstonne Wismar, als es plötzlich an Bord zu einer starken Rauchentwicklung kam. Sofort setzte der Skipper über den internationalen Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 einen 'Mayday'-Ruf ab, den die zur SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS gehörende Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO gegen 11.15 Uhr auffing.
Die Wachleiter alarmierten umgehend die Stationen Timmendorf auf Poel mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE und Grömitz mit dem Seenotrettungskreuzer SK 41. Außerdem sendete BREMEN RESCUE RADIO ein 'Mayday Relay' aus, um die gesamte Schifffahrt in dem Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe zu bitten. Daraufhin meldete sich unter anderem das in der Nähe befindliche Mehrzweckschiff 'Arkona' der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Es wurde genauso wie zwei Schlauchboote der Wasserschutzpolizei Wismar in den Einsatz aufgenommen.
Als die freiwilligen Seenotretter aus Timmendorf beim Havaristen eintrafen, hatte sich der Rauch bereits verflüchtig - auch in der Folgezeit stieg kein weiterer mehr auf. Vorsichtshalber nahm die Besatzung der WOLFGANG WIESE die etwa zehn Meter lange Segelyacht in Schlepp und brachte sie bei rauer See sicher in den Hafen von Timmendorf. Dort stellte die Freiwillige Feuerwehr Poel fest, dass vermutlich ein geplatzter Kühlwasserschlauch für den Rauch verantwortlich gewesen war.
Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschten Winde der Stärke 4 (bis zu 28 Stundenkilometer) aus Ostnordost.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER auf der Weser
HERMANN RUDOLF MEYER auf der Weser
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Bremerhaven: DGzRS rettet Frau aus der Weser
(17.07.2021) Die Seenotretter der Station Bremerhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben heute Morgen, 17. Juli 2021, einer jungen Frau das Leben gerettet. Sie trieb in der Weser und konnte aus eigener Kraft das Ufer nicht mehr erreichen.
Durch die Wasserschutzpolizei wurde kurz vor 5.25 Uhr an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS gemeldet, dass eine Person in Höhe des Atlantic Hotel Sail City in der Weser treibe. Sofort alarmierten die Wachleiter die Besatzung des Seenotrettungskreuzers HERMANN RUDOLF MEYER, der in Bremerhaven an der Lotenstation stationiert und ständig besetzt ist.
Fünf Minuten nach der Alarmierung setzten die Seenotretter ihr Tochterboot aus. Mit zwei Mann Besatzung fuhren sie zum Einsatzort - nicht weit entfernt vom Liegeplatz.
Die vollkommen erschöpfte und nur leicht bekleidete Frau befand sich ungefähr in der Mitte des Weserstroms. Sie war noch ansprechbar, und die Seenotretter konnten sie fünf Minuten nach dem Auslaufen durch die Bergepforte des Tochterbootes in Wasserhöhe sofort aus dem Wasser retten.
Sie übergaben die junge Frau an Land an einen Rettungswagen. Nach Einschätzung der Seenotretter hätte sie keine Chance gehabt, aus eigener Kraft das Ufer zu erreichen.
Möglicherweise hatte die junge Frau aus Übermut in den frühen Morgenstunden ein Bad in der Weser nehmen wollen. Aufgrund des starken Stroms ist der Fluß in diesem Bereich lebensgefährlich - ein Schwimmen gegen die Strömung ist nicht möglich. Aus Sicherheitsgründen ist das Baden in der Weser deshalb nicht erlaubt.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG
Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG
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List auf Sylt: DGzRS im Einsatz für dänische Fischer
(16.07.2021) Die Seenotretter der Station List auf Sylt haben am 15. Juli 2021, einen manövrierunfähigen Fischkutter sicher in den Hafen gebracht. Zunächst hatten Fischerkollegen das dänische Schiff in Schlepp genommen, gerieten dann aber selbst aufgrund des flachen Küstengebietes in Gefahr. Daraufhin übernahm der Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
Kurz vor 12 Uhr meldeten sich die Fischer bei den Seenotrettern. Südlich von Helgoland war ihnen vermutlich etwas in den Propeller geraten. Das 17 Meter lange und um die 160 Tonnen schwere Fahrzeug war manövrierunfähig geworden. Daraufhin hatte ein anderer Fischkutter den Havaristen in Schlepp genommen. Ungefähr in Höhe des Lister Tiefs vor Sylt hatte der Schleppverband jedoch Grundberührung, woraufhin sicherheitshalber die Schleppverbindung gelöst wurde. Die beiden Kutter haben jeweils etwa vier Meter Tiefgang. Die Fischer riefen die Seenotretter.
Der Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG lief daraufhin von List aus. Bei Windstärken um sechs Beaufort mit Böen zum Teil um sieben (über 50 km/h) und bis zu zwei Metern Seegang nahm der Seenotrettungskreuzer den nahezu drei Mal so schweren Havaristen auf den Haken. Sicher brachten die Seenotretter die dreiköpfige Besatzung und ihren Kutter nach Havneby, wo sie gegen 15 Uhr eintrafen.
Die Fischer waren zuvor auf Sprottenfang gewesen. Ihr Kutter ist im dänischen Hirtshals beheimatet.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER
Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER
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Cuxhaven: Jahresreise endet im Schlepp der DGzRS
(14.07.2021) Die Seenotretter der Station Cuxhaven sind heute einer Segelyacht zu Hilfe gekommen, die auf der letzten Etappe eines einjährigen Segeltörns ausgerechnet vor dem Anlaufen des ersten deutschen Hafens den Propeller verloren hat. Der dreiköpfigen Besatzung war es nicht möglich, unter Maschine einen Hafen anzulaufen. Das Tochterboot MATHIAS des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte das Boot sicher in den Hafen.
Vor einem Jahr waren die drei damals 19-jährigen Männer aus Ratzeburg und Geesthacht mit der zehn Meter langen Segelyacht "Double Twenty" direkt nach dem Schulabschluss auf einen großen Törn gegangen: Von Travemünde aus segelten sie über Spanien und die Kanaren über den Atlantik in die Karibik bis zu den Bahamas. Von dort traten sie im Mai dieses Jahres die Rückreise an. Der große Törn sollte in zwei Tagen wieder in Travemünde enden.
Nördlich von Langeoog musste heute der Motor gestartet werden, um einem auf Reede liegenden Frachter auszuweichen, doch die Maschine gab keinen Vortrieb. Die jungen Segler ankerten auf 15 Metern Tiefe und der Skipper tauchte an einer Sicherungsleine, um die Ursache festzustellen. Die Yacht hatte ihren Propeller verloren.
"Double Twenty", Propeller verloren
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Die inzwischen äußerst erfahrenen Segler entschieden sich, bis kurz vor Cuxhaven zu segeln. Dort meldeten sie sich über Satellitentelefon in der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.
Die Seenotretter liefen mit dem Tochterboot MATHIAS aus und fuhren der Segelyacht entgegen. Bei mäßigem Wind klappte die Leinenübergabe reibungslos, und die "Double Twenty" lief den ersten deutschen Hafen nach nahezu einem Jahr im Schlepp der Seenotretter an.
"Das war zum Glück kein Problem", sagte Skipper Lukas Warnecke, "aber wir waren froh, dass die Seenotretter uns helfen konnten! Jetzt sind wir vor allem erst einmal müde!"
Insgesamt hat die Crew in den vergangenen Monaten mehr als 13.000 Seemeilen (ca. 24.000 km) zurückgelegt. Der selbstverständlich an Bord befindliche Ersatz-Propeller wird morgen angebaut. In den nächsten Tagen wird die "Double Twenty" voraussichtlich endlich ihren Start-Hafen Travemünde erreichen.
Quelle:DGzRS


Südwestküste des Gardasees
Südwestküste des Gardasees
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Gardasee-Crash: Europäischer Haftbefehl gegen Deutschen
(04.07.2021) In der Nacht des 19. Juni war ein Motorboot mit einem Kahn am Westufer des Gardasees kollidiert. In dem Kahn saß ein Pärchen aus der Region um Salò. Das kleine Boot mit dem toten 37-ährigen Mann darin wurde erst am nächsten Tag entdeckt. Nach einigen Stunden bargen Taucher die 25jährige Frau tot aus dem Gardasee. Nach Feststellung der Rechtsmediziner war sie ertrunken.
Nun müssen die Gerichte in München prüfen, wie damit verfahren wird. Denn nach dem Vorfall vor 2 Wochen konnten die beiden Deutschen .ach München zurückkehren.
Die beiden Münchner hatten angegeben, die Kollision nicht bemerkt zu haben. Ein Alkoholtest fiel negativ aus. Der andere verweigerte den Test
. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Deutschen wegen Totschlags und unterlassener Hilfeleistung. Sie sollen nach der Kollision weitergefahren sein, ohne zu helfen. Die beiden wurden kurz nach dem Unfall auf freien Fuß gesetzt und reisten wieder nach München zurück. Gegen die beiden Motorbootfahrer wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK
Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK
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Seenotretter vor Olpenitz und Norderney im Einsatz
(02.07.2021) Die Seenotretter der Station Olpenitz sind am Freitag, 2. Juli 2021, einer Seglerin mit Verdacht auf Schlaganfall auf der Ostsee zu Hilfe gekommen. Der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) barg die Frau an der deutsch-dänischen Grenze von einer Segelyacht ab und brachte sie sicher in den Hafen von Olpenitz. Bereits in der Nacht zu Freitag waren die Norderneyer Seenotretter für eine aufgelaufene Segelyacht mit vier Menschen an Bord im Einsatz.
Gegen 9.40 Uhr am Freitagvormittag alarmierte eine gut neun Meter lange Segelyacht in der Ostsee über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anruf-Kanal 16 die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers FRITZ KNACK/Station Olpenitz hörte den Notruf ebenfalls mit. Bei einer Seglerin an Bord bestand Verdacht auf Schlaganfall.
Bereits wenige Minuten später nahmen die Seenotretter Notarzt und Notfallsanitäter des Landrettungsdienstes an Bord. Die unter deutscher Flagge fahrende Segelyacht mit der Patientin befand sich etwa sieben Seemeilen (rund zwölf Kilometer) entfernt, querab von Falshöft nahe der Untiefe Breitgrund im deutsch-dänischen Grenzgebiet.
Der Seenotrettungskreuzer ging bei der Segelyacht längsseits und übernahem die 48-jährige Patientin. Im Bordhospital der FRITZ KNACK wurde sie während der Rückreise in den Hafen erstversorgt. Der Landrettungsdienst brachte die Frau anschließend ins Krankenhaus. Zur Einsatzzeit herrschten im Revier auf der Ostsee südwestliche Winde um fünf Beaufort (bis 40 km/h Windgeschwindigkeit) und gute Sicht.
Schleppleine ist angeschlagen
Schleppleine ist angeschlagen
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Bereits in der Nacht zum Freitag waren die Norderneyer Seenotretter für eine weitere Segelyacht im Einsatz. Das unter niederländischer Flagge fahrende 14-Meter-Schiff mit vierköpfiger Besatzung war im Seegatt Schluchter zwischen Juist und Norderney festgekommen. Bei Nordwestwind der Stärke 3, aber Seegang von rund einem halben Meter warf die See die Yacht immer wieder auf den harten Sand.
Der Seenotrettungskreuzer EUGEN manövrierte sich vorsichtig an den Havaristen heran. Die Seenotretter übergaben eine Schleppleine und befreiten die Segler aus ihrer gefährlichen Lage. Begleitet von der EUGEN lief das Boot gegen Mitternacht sicher auf Norderney ein.
Quelle:DGzRS



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Zingst: DGzRS verhindert Strandung der 'Elida' auf dem Darß
(30.06.2021) Neun Besatzungsmitglieder eines zum Traditionsschiff umgebauten ehemaligen Fischkutters verdanken das glückliche Ende ihrer Reise den Seenotrettern der Station im Nothafen Darßer Ort. Der Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER der DGzRS verhinderte am Mittwochnachmittag, 30. Juni 2021, die Strandung des Schiffes auf der Halbinsel Zingst.
Gegen 13.35 Uhr alarmierte die Besatzung der gut 22 Meter langen 'Elida' (Heimathafen Kiel) mit neun Menschen an Bord die Seenotretter. Sie meldete Probleme mit der Brennstoffleitung und bat um Unterstützung. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Haikutter etwa neun Seemeilen (rund 16 Kilometer) östlich von Darßer Ort.
Umgehend nahm der im Nothafen Darßer Ort stationierte Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER Kurs auf den Havaristen. Als die Seenotretter bei der 'Elida' eintrafen, hatte es aufgebrist: Nordostwind der Stärke 5 (rund 40 km/h Windgeschwindigkeit) trieb das etwa 40 Tonnen verdrängende Schiff gefährlich nahe vor den Strand östlich des Ortes Zingst. 'Ohne unser Eingreifen wäre der Kutter höchstwahrscheinlich gestrandet', berichtet Vormann Frank Weinhold.
Es gelang den Seenotrettern, eine Schleppleine zu übergeben. Sie nahmen den inzwischen ohne Ruderwirkung hilflos treibenden Havaristen auf den Haken und schleppten ihn rechtzeitig aus der Gefahrenzone. Im Nothafen Darßer Ort wartete dann die nächste Herausforderung: im engen Hafenbecken mit einem Anhang dieser Größe und Verdrängung zu manövrieren, um den antriebslosen Haikutter mit seiner neunköpfigen Besatzung sicher an die Pier zu legen.
Die THEO FISCHER nahm die 'Elida' dazu längsseits und drückte sie bei weiter zunehmendem Wind mit der ganzen Kraft der 2.700 PS ihrer beiden Maschinen sicher an die Spundwand. 'Beim Anlegen haben uns einige zufällig vorbeikommende Spaziergänger unterstützt und mit vereinten Kräften an den ausgebrachten Leinen gezogen', bedankt sich Vormann Weinhold für die spontane Hilfe.


DGzRS schleppt manövrierunfähigem Fischkutter
DGzRS schleppt manövrierunfähigem Fischkutter
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Langeoog DGzRS hilft manövrierunfähigem Fischkutter
(26.06.2021)Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am Samstag, 26. Juni 2021, vor Langeoog für einen Fischkutter mit Maschinenausfall im Einsatz. Der Kutter hatte eine Gruppe Hochseeangler an Bord. Das Seenotrettungsboot SECRETARIUS der Freiwilligen-Station Langeoog schleppte das Schiff nach Bensersiel.
Gegen 10 Uhr erhielt die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) Kenntnis von einer Notlage rund zwei Seemeilen (ca. 3,5 Kilometer) nördlich der Insel Langeoog. Auf einem 17 Meter langen Fischkutter war offenbar die Maschine ausgefallen, das Schiff trieb manövrierunfähig auf der Nordsee. An Bord befanden sich eine Gruppe von 24 Hochseeanglern und zwei Besatzungsmitglieder.
Das umgehend alarmierte Seenotrettungsboot SECRETARIUS der Station Langeoog erreichte den Kutter nach rund halbstündiger Anfahrt. Vor Ort entschieden die Seenotretter, den Kutter längsseits zu schleppen. Gegen 13:30 Uhr erreichte der Schleppverband bei ruhiger See und schwachem Wind sicher den Hafen von Bensersiel.
Quelle:DGzRS


23.06.2021

Die DGzRS-Zentrale
Die DGzRS-Zentrale
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Wangerooge: DGzRS koordiniert Rettung eines Seglers aus der Nordsee
(23.06.2021) Gegen 18.15 Uhr informierte der Skipper eines anderen Segelbootes die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS über einen Notfall nahe der sogenannten Nordergründe. Er hatte über Funk einen schwachen 'Mayday'-Ruf für unmittelbare Lebensgefahr empfangen, konnte jedoch kein Schiff in Not ausfindig machen. Unmittelbar danach bestätigten weitere Schiffe im Seegebiet den Notruf.
Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierten umgehend die vier DGzRS-Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN/ Station Hooksiel, ANNELIESE KRAMER/Station Cuxhaven, HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven und HERMANN MARWEDE/Station Helgoland, die sofort mit Höchstgeschwindigkeit ins vermutete Einsatzgebiet ausliefen. Zudem banden die Seenotretter Behördenschiffe und Wassersportler im Seegebiet in die Suche mit ein sowie einen SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine und den ADAC-Hubschrauber 'Christoph 26' aus Sanderbusch.
Gegen 19 Uhr meldete der ADAC-Hubschrauber rund neun Seemeilen (etwa 16,5 Kilometer) nordöstlich der Insel Wangerooge Sichtkontakt mit dem Havaristen. Der etwa neun Meter lange Motorsegler war gekentert und trieb auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche. Der einzige Mensch an Bord, ein 77-jähriger Mann, hatte sich auf dem Boot halten und auch noch den Notruf absetzen können. Bis zu seiner Rettung sank das Boot langsam immer weiter.
Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE
Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE
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Der Hubschrauber nahm den Schiffbrüchigen mit der Seilwinde an Bord und flog den nur leicht bekleideten, unterkühlten Skipper ins Krankenhaus.
Als der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE wenig später am Unglücksort eintraf, war das havarierte Boot bereits gesunken. Die Seenotretter entdeckten noch einige wenige Wrackteile und informierten die Verkehrszentrale über die genaue Position.
Zum Einsatzzeitpunkt herrschten nördliche Winde mit einer Stärke zwischen vier und fünf Beaufort (bis 40 km/h) Windgeschwindigkeit. Die Wassertemperatur betrug etwa 14 Grad Celsius. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.
Quelle:DGzRS


DGzRS schleppt gekennterte Jolle
DGzRS schleppt gekennterte Jolle
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Travemünde: DGzRS für Segler mit Schwächeanfall im Einsatz
(20.06.2021) Bei der Bergung seiner gekenterten Segeljolle in der Lübecker Bucht ist ein Segler am Sonntag, 20. Juni 2021, in Gefahr geraten. Der Mann erlitt im 18 Grad Celsius kalten Ostseewasser einen Schwächeanfall. Glücklicherweise waren die Seenotretter zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort. Sie versorgten ihn unmittelbar medizinisch. Zwei Rettungseinheiten der DGzRS und ein Wasserschutzpolizeiboot waren im Einsatz.
Die Besatzung des Polizeibootes 'Habicht' hatte die Kenterung der Jolle am Mittag vor Brodten zufällig bemerkt. Die Beamten nahmen die beiden Segler - eine Frau (29 Jahre alt) und einen Mann (38) - an Bord und informierten die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-Ordination Centre).
Bereits acht Minuten nach ihrer Alarmierung liefen die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde mit ihrem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS aus. Wenig später trafen sie am Unglücksort ein. Einer der freiwilligen Seenotretter ging, ausgerüstet mit einem Überlebensanzug, in die 18 Grad Celsius kalte Ostsee, um die Jolle wiederaufzurichten und das entstandene Schifffahrtshindernis zu beseitigen. Dies war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, da der Mast der Jolle bei der Kenterung beschädigt worden war.
Um zu helfen, sprang einer der beiden Segler wieder ins Wasser. Dabei überschätzte der Mann offenbar seine Kräfte. Er zeigte Anzeichen eines Schwächeanfalls. Der Rettungsmann im Wasser erkannte sofort den Ernst der Lage. Umgehend nahmen die Seenotretter den erschöpften Segler an Bord der ERICH KOSCHUBS und versorgten ihn medizinisch. Das Seenotrettungsboot lief mit Höchstgeschwindigkeit nach Travemünde. Dort übergaben die Seenotretter den Geretteten an den Landrettungsdienst. Das Polizeiboot brachte den Mitseglerin an Land.
Anschließend kehrten die Travemünder Seenotretter zur gekenterten Jolle zurück. Dort war inzwischen auch der zusätzlich alarmierte Seenotrettungskreuzer SK 41 der DGzRS-Station Grömitz eingetroffen. Gemeinsam mit seinem Tochterboot gelang es schließlich, die Jolle wiederaufzurichten. Die ERICH KOSCHUBS schleppte den Havaristen nach Travemünde.
Zur Einsatzzeit herrschten mittlere Winde aus Südwest mit fünf Beaufort (bis 40 km/h Windgeschwindigkeit). Quelle:DGzRS



17.06.2021

WOLFGANG WIESE längsseits Ausflugsschiff 'Seebär'
WOLFGANG WIESE längsseits Ausflugsschiff 'Seebär'
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Boltenhagen: DGzRS für manövrierunfähiges Fahrgastschiff im Einsatz
(17.06.2021) Glücklicher Ausgang einer Ausflugsfahrt: Die freiwilligen Seenotretter aus Timmendorf auf Poel haben am Mittwochnachmittag, 16. Juni 2021, in der Wismarer Bucht ein manövrierunfähiges Passagierschiff mit 44 Menschen an Bord aus einer misslichen Lage befreit. Mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppten sie es sicher in den Hafen von Tarnewitz.
Der Kapitän des Ausflugsschiffes 'Seebär' meldete sich gegen 13.50 Uhr über den international einheitlichen UKW-Not- und Anrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Sein Schiff hatte in der Wohlenberger Wiek etwa eine Seemeile (rund zwei Kilometer) nordöstlich von Tarnewitz einen Getriebeschaden erlitten. Bei nördlichem Wind der Stärke 4 Beaufort (bis zu 28 Stundenkilometer) trieb es manövrierunfähig in Richtung Land. Sofort alarmierten die Wachleiter die freiwilligen Seenotretter der Station Timmendorf auf der Ostseeinsel Poel. Außerdem bot die Besatzung des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS der Freiwilligen-Station Travemünde an, ebenfalls in das Seegebiet zu laufen. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Unglücksstelle auf einer Kontroll- und Übungsfahrt.
Kurze Zeit später waren die Freiwilligen aus Timmendorf mit ihrem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE vor Ort. Sie stellten eine Leinenverbindung zum 17,4 Meter langen Ausflugsschiff her und schleppten es vor den Hafen von Tarnewitz. Dort gingen sie mit der WOLFGANG WIESE bei der 'Seebär' längsseits und bugsierten sie gemeinsam mit dem Seenotrettungsboot aus Travemünde an die Pier. An Bord des Fahrgastschiffes befanden sich 44 Menschen. Gefahr bestand für Passagiere und Besatzung nicht.
Glücklicher Ausgang einer Ausflugsfahrt: Die freiwilligen Seenotretter aus Timmendorf auf Poel haben am Mittwochnachmittag, 16. Juni 2021, in der Wismarer Bucht ein manövrierunfähiges Passagierschiff mit 44 Menschen an Bord aus einer misslichen Lage befreit. Mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppten sie es sicher in den Hafen von Tarnewitz.
Der Kapitän des Ausflugsschiffes 'Seebär' meldete sich gegen 13.50 Uhr über den international einheitlichen UKW-Not- und Anrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Sein Schiff hatte in der Wohlenberger Wiek etwa eine Seemeile (rund zwei Kilometer) nordöstlich von Tarnewitz einen Getriebeschaden erlitten. Bei nördlichem Wind der Stärke 4 Beaufort (bis zu 28 Stundenkilometer) trieb es manövrierunfähig in Richtung Land. Sofort alarmierten die Wachleiter die freiwilligen Seenotretter der Station Timmendorf auf der Ostseeinsel Poel. Außerdem bot die Besatzung des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS der Freiwilligen-Station Travemünde an, ebenfalls in das Seegebiet zu laufen. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Unglücksstelle auf einer Kontroll- und Übungsfahrt.
Kurze Zeit später waren die Freiwilligen aus Timmendorf mit ihrem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE vor Ort. Sie stellten eine Leinenverbindung zum 17,4 Meter langen Ausflugsschiff her und schleppten es vor den Hafen von Tarnewitz. Dort gingen sie mit der WOLFGANG WIESE bei der 'Seebär' längsseits und bugsierten sie gemeinsam mit dem Seenotrettungsboot aus Travemünde an die Pier. An Bord des Fahrgastschiffes befanden sich 44 Menschen. Gefahr bestand für Passagiere und Besatzung nicht.
Quelle:DGzRS


Gekentertes Boot wird gelenzt
Gekentertes Boot wird gelenzt
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Langballigau: Nach Kenterung aus gerettet
(16.06.2021) Nur durch einen Zufall sind zwei Segler gestern, 14. Juni 2021, nach der Kenterung ihres Bootes in der Flensburger Förde entdeckt und von den Teilnehmern eines Ausbildungslehrgangs aus dem Wasser gerettet worden. Die freiwilligen Seenotretter der Station Langballigau der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten die beiden Männer sicher an Land.
Offenbar in einer starken Windböe war ein etwa sieben Meter langes Segelboot gekentert und die beiden Segler waren ins Wasser gestürzt. Sie befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwischen Holnis und Marina Minde in einem Gebiet, wo normalerweise kein Schiffsverkehr herrscht. Bei dem Älteren der beiden öffnete sich zudem die Rettungsweste nicht. Einem aufmerksamen Kitesurfer entging das Unglück jedoch nicht. Da er selbst nicht helfen konnte, surfte er zu einer Segelyacht und berichtete von dem Unglück. Die Segelyacht "Skiathos" befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückweg von einem mehrtägigen Ausbildungstörn mit acht Seglern an Bord, einer davon der Skipper und Ausbildungsleiter. Sofort nahm die "Skiathos" Kurs auf die angegebene Stelle und alarmierte die Seenotretter. "Wir konnten erst etwas sehen, als wir bereits ganz dicht herangekommen waren!" berichtete Skipper Peter Weese (60).
Segelyacht
Segelyacht "Skiathos" wird abgschleppt
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Die Crew warf der Besatzung Leinen zu und zog sie durchs Wasser zu sich ans Boot heran. Über die Badeplattform am Heck des Schiffes gelangten die beiden Schiffbrüchigen an Bord. Sie wurden von den Seglern mit trockener Bekleidung versorgt.
Das Seenotrettungsboot WERNER KUNTZE war sofort nach der Alarmierung von Langballigau ausgelaufen. Vor Ort übernahm es die beiden Schiffbrüchigen von der "Skiathos". Die beiden hatten sich bereits so gut erholt, dass die Seenotretter sich auch um das gekenterte Boot kümmern konnten. Sie stellten eine Leinenverbindung her und schleppten es in den Flachwasserbereich. Dort stiegen drei Seenotretter in Überlebensanzügen über Bord und richteten das Holzboot mit vereinten Kräften wieder auf. Durch die starke Pumpe des Seenotrettungsbootes konnte es schließlich erfolgreich gelenzt werden. Sowohl die Segler wie auch ihr Boot überstanden die Kenterung somit unbeschadet.
Peter Weese von der "Skiathos", der selbst aus Kaisersbach in Baden-Württemberg kommt, hätte zu gern seinen Segelschülern die heutige Prüfung erlassen: Eigentlich haben sie alle doch gestern bereits ihre Prüfung abgelegt", meinte er - "die erfolgreiche Rettung bei einem Seenotfall!"
Warum die regelmäßige Wartung von Rettungswesten unabdingbar ist, konnte er seinen Segelschülern übrigens an diesem Beispiel ebenfalls demonstrieren: Die Weste, die sich nicht geöffnet hatte, war seit mehreren Jahren nicht gewartet worden. Bildunterschriften: Die freiwilligen Seenotretter der Station Langballigau sind in Überlebensanzügen im Flachwasser über Bord gestiegen und lenzen längsseits des Seenotrettungsbootes WERNER KUNTZE das gekenterte Boot Gerettete und Boot überstanden die Havarie unbeschadet: Das Boot im Schlepp des Seenotrettungsbootes WERNER KUNTZE Bildvermerk: Die Seenotretter - DGzRS
Quelle:DGzRS


Seenotrettungsboot HEILIGENHAFEN
Seenotrettungsboot HEILIGENHAFEN
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Fehmarn: DGzRS rettet vergifteten Angler
(16.06.2021) Bei einer Angeltour auf der Ostsee südwestlich der Insel Fehmarn ist heute Mittag, 14. Juni 2021, ein Mann von einem giftigen Fisch gestochen worden. Die freiwilligen Seenotretter der Station Heiligenhafen brachten den Angler mit dem gleichnamigen Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zur ärztlichen Versorgung an Land.
Gegen 12.15 Uhr rief der Kapitän des Hochseeangelkutters 'Tanja' beim freiwilligen Seenotretter Jens Lietzow der Station Heiligenhafen an: Ein Petermännchen hatte einen Angler in die Hand gestochen, als dieser versucht hatte, das Tier von einem Angelhaken zu lösen. Der Stich des Fisches ruft schwere Schmerzen und Schwellungen hervor. In seltenen Fällen kann es zu Kreislaufkollaps und Herzrhythmusstörungen kommen. Daher benötigte der etwa 25-jährige Mann umgehend ärztliche Hilfe.
Bereits kurze Zeit später liefen die freiwilligen Seenotretter mit ihrem Seenotrettungsboot HEILIGENHAFEN unter Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten (rund 33 Stundenkilometer) zum Angelkutter. Dieser lag etwa zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) südwestlich vom Leuchtturm Flügge vor Anker. Bei ruhiger See und leichter Brise übernahmen die Seenotretter den Patienten und versorgten ihn auf der Rückfahrt nach Heiligenhafen medizinisch. Im Kommunalhafen übergaben sie den Angler an den Landrettungsdienst.
Die Informationszentrale gegen Vergiftungen des Universitätsklinikums Bonn empfiehlt Anglern, in jedem Fall Handschuhe zu tragen, um zappelnde Petermännchen von der Angel beziehungsweise aus dem Netz zu nehmen. Bei Vergiftungen rät sie, die Stiche bis zum Eintreffen des Arztes mit tolerierbar heißem Wasser zu behandeln (maximal 45 Grad, um Verbrennungen zu vermeiden). Der Fisch gehört mit zu den gefährlichsten Gifttieren Europas.

Quelle:DGzRS


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13.06.2021

Seenotrettungsboot MANFRED HESSDÖRFER
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Breege: DGzRS rettet gekenterten Katamaran-Segler
(13.06.2021) Einem Sportkatamaran-Segler sind die freiwilligen Seenotretter der Station Breege/Rügen gestern Nachmittag, 12. Juni 2021, zu Hilfe gekommen. Der Mann wurde aus dem Wasser gerettet. Der Segler war bei Windstärken von fünf Beaufort (bis 40 km/h) mit seinem Sportkatamaran auf dem Breeger Bodden unterwegs gewesen und am Anfang des Fahrwassers Richtung Hiddensee gekentert und ins Wasser gestürzt. Es gelang ihm nicht, den Kat selbständig wieder aufzurichten.
Glücklicherweise wurde der Mann zufällig von Land aus beobachtet und die Seenotretter wurden alarmiert.
Mit ihrem schnellen Seenotrettungsboot MANFRED HESSDÖRFER benötigten die Seenotretter nur gut zehn Minuten, bis sie von ihrer Station Breege vor Ort waren. Sie retteten den Mann aus dem Wasser. Den Katamaran richteten sie wieder auf und nahmen ihn im Schlepp mit in den Hafen.
Der Segler blieb unverletzt. Mehrere Wassersportler waren in Sichtweite des gekenterten Katamarans vorbeigefahren, ohne zu Hilfe zu kommen.
In einen weiteren Einsatz wurden die Breeger Seenotretter in den Abendstunden gerufen. Ein offenes kleines Motorboot hatte vor dem etwa elf Seemeilen (ca. 20 km) entfernten Hafen von Wiek Motorschaden erlitten und war daraufhin im Flachwasserbereich mit drei Personen an Bord festgekommen.
Die Seenotretter liefen gegen 21.30 Uhr aus, schleppten das Boot frei und brachten es im Schlepp sicher in den Hafen von Wiek. Um 23.30 Uhr meldeten sich die Seenotretter wieder klar auf ihrer Station. Quelle:DGzRS


12.06.2021

Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER im Löscheinsatz
Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF
MEYER im Löscheinsatz
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Fedderwardersiel: Motorboot brennt in der Wesermündung aus
(12.06.2021) Gleich mehrere Schutzengel hat ein Skipper am Freitagnachmittag, 11. Juni 2021, auf der Nordsee gehabt. Sein Motorboot war in der Wesermündung in Brand geraten. Ihm blieb nichts anderes übrig, als nach seinem Notruf ins Meer zu springen. Ein Hubschrauber rettete den Mann aus dem Wasser.
Der Notruf über UKW-Kanal 16 ging kurz vor 16.30 Uhr bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ein: Der Skipper meldete Feuer an Bord seiner neun Meter langen Motoryacht im Fedderwardersieler Fahrwasser in der Nähe des Leuchtturms Hohe Weg. Danach brach die Funkverbindung ab.
Die SEENOTLEITUNG alarmierte sofort die freiwilligen Seenotretter der Station Fedderwardersiel mit dem Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI sowie den Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER der Station Bremerhaven. Beide liefen sofort aus.
Als lebensrettend sollte sich jedoch ausgerechnet ein Fehlalarm erweisen: Vor Wilhelmshaven war fälschlicherweise ein abtreibender Schwimmer gemeldet worden. Noch in der Luft befand sich der Hubschrauber 'Wiking Rescue 1' vom Wiking Helikopter Service, den die SEENOTLEITUNG um Unterstützung gebeten hatte.
Keine zehn Minuten benötigte die Crew mit dem Hubschrauber ins Einsatzgebiet. 'Beim Anflug sahen wir bereits dunklen Rauch', berichtete Pilot und Flugbetriebsleiter Lars Hilgert. 'Als wir näherkamen, haben wir einen Menschen im Wasser treibend erkannt.'
Im Überlebensanzug wurde ein Rettungsassistent an einem Windenseil ins Meer hinuntergelassen. Mit Hilfe einer Rettungsschlinge gelang es ihm, den 68-jährigen Schiffbrüchigen zu sichern und sich mit ihm gemeinsam aus dem Wasser wieder aufwinschen zu lassen. Für die Hubschrauberbesatzung gehört die unmittelbare Rettung eines Menschen aus dem Wasser nicht zum Standardprogramm. An Bord befand sich jedoch zu diesem Zeitpunkt eine hochqualifizierte Crew, die mit den notwendigen Verfahren vertraut war.
Die Stahl-Motoryacht brannte zu diesem Zeitpunkt bereits in voller Ausdehnung. An Bord des Hubschraubers versorgte ein Notarzt den Schiffbrüchigen medizinisch. Der Mann aus dem Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein wurde sofort ins Krankenhaus geflogen.
Die brennende Yacht trieb zu diesem Zeitpunkt im normalerweise viel befahrenen Weserfahrwasser. Zuerst am Havaristen war der Windparkversorger 'Mo4' des Unternehmens Deutsche Windtechnik. Die Besatzung bekämpfte das Feuer bis zum Eintreffen des Seenotrettungsbootes WILMA SIKORSKI. Den freiwilligen Seenotrettern aus Fedderwardersiel gelang es unter günstigen Umständen, das brennende Schiff mit einer Leine zu sichern und aus dem Fahrwasser zu schleppen, damit es keine weitere Gefährdung für die Schifffahrt darstellte.
Gleichzeitig setzten die Seenotretter eine Feuerlöschpumpe ein, bis zehn Minuten später der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER eintraf.
Der Seenotrettungskreuzer löschte mit seiner leistungsfähigen Feuerlöschanlage den mehrfach wieder aufflammenden Brand. Die WILMA SIKORSKI schleppte das Wrack bis zu einer Kabeltonne im Fahrwasser 'Dwarsgat', wo die Seenotretter das vollständig ausgebrannte Schiff festmachten. Noch während die HERMANN RUDOLF MEYER vor Ort war, versank es jedoch.
Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte Wind mit vier bis fünf Beaufort aus Nordwest. Die Wassertemperatur betrug 13 bis 14 Grad Celsius.
Quelle:Peter Walter


10.06.2021

DGzRS_Tochterboot 'Verena'
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Helgoland: DGzRS rettet Mann vor Insel-Pier
(10.06.2021) Die Seenotretter der Station Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in der Nacht einen Mann aus dem Wasser gerettet, der von einer Pier ins Meer gestürzt war. Seine Rettung verdankt er der aufmerksamen Besatzung eines Kreuzfahrtschiffes, das nordöstlich der Insel auf Reede lag.
Nachts kurz vor drei Uhr meldete sich die "Hanseatic Inspiration" der Reederei Hapag Lloyd direkt an Bord des Seenotrettungskreuzers HERMANN MARWEDE: Von Bord des knapp 140 Meter langen Kreuzfahrtschiffes, das bei der Insel Helgoland vor Anker lag, waren in Nähe der Pier Schreie im Wasser vernommen worden.
Die HERMANN MARWEDE, stationiert im Südhafen der Insel, setzte sofort ihr Tochterboot VERENA aus. Die Pier, die im Nordosten der Insel in Richtung Jugendherberge führt, ist vom Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers etwa 1,6 Seemeilen (ca. 2 Kilometer) entfernt und wurde in kürzester Zeit erreicht.
In der Dunkelheit richtete die "Hanseatic Inspiration" ihre Scheinwerfer auf den Ort, von dem die Schreie kamen. Die drei Seenotretter an Bord des Tochterbootes VERENA fanden einen Mann im Wasser treibend und retteten ihn an Bord.
Der Mann war bereits stark unterkühlt. Wie lange er sich bereits im Wasser befunden hatte, konnte er nicht sagen. Er wurde im Südhafen sofort an den Landrettungsdienst übergeben.
Die "Hanseatic Inspiration" lichtete kurz darauf ihre Anker und setzte ihre Reise fort. Hätte sich das Unglück nur wenig später ereignet, wären die Rufe des Mannes vermutlich ungehört geblieben und er wäre mit dem Ebbstrom aufs offene Meer getrieben.
Die Wassertemperatur beträgt bei Helgoland derzeit 13 Grad Celsius. In der Nacht herrschte kein Wind.
Quelle:DGzRS


07.06.2021

DGzRS-Boot 'EUGEN'
DGzRS-Boot 'EUGEN'
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Norderney: DGzRS befreit Kajakfahrer aus Lebensgefahr
(07.06.2021) Ein Wassersportler verdankt sein Leben einem aufmerksamen Kapitän, der Besatzung eines Motorbootes und den Seenotrettern der Station Norderney. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers EUGEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rettete den Mann am Sonntag, 6. Juni 2021, aus der Nordsee. Er war mit seinem Seekajak im gefährlichen Seegatt zwischen Juist und Norderney gekentert.
Als der Mann gemeinsam mit vier anderen Seekajakfahrern am Vormittag im Osthafen von Norden-Norddeich aufbrach, ahnten er und seine Kollegen nicht, in was für eine dramatische Situation sie kurz vor Norderney geraten sollten. Zunächst sah es für die Wassersportler bei einer mäßigen Brise aus Nordwest nach einer sportlichen Fahrt wie jede andere zuvor aus. Das änderte sich schlagartig gegen 13 Uhr: Im Dovetief zwischen den ostfriesischen Inseln Norderney und Juist in Höhe der Tonne D11 kenterte einer von ihnen mit seinem Seekajak. In der gefährlichen Strömung des Seegatts schaffte es der Mann trotz größter Anstrengung auch mit Hilfe der anderen Paddler nicht, wieder in sein Boot zu kommen.
Fähre 'Frisia VI'
Fähre 'Frisia VI'
(Bild: elvaube) Großbild klick!
Der Kapitän der vorbeifahrenden Fähre 'Frisia 6' beobachtete die Szene. Er erkannte sofort die lebensgefährliche Lage, in der sich der Wassersportler befand. Umgehend alarmierte er über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 die DGzRS-Station Norderney. Die Seenotretter um Vormann Gerd Schwips schmissen die Leinen los und waren bereits wenige Minuten später mit dem Seenotrettungskreuzer EUGEN vor Ort. Mittlerweile hatte der starke Ebbstrom mit bis zu viereinhalb Knoten (rund acht Stundenkilometer) den Seekajakfahrer etwa 400 Meter in nördliche Richtung vertrieben.
'Als wir ankamen, hielt ihn die Besatzung eines Sportbootes mit einer Schlinge über Wasser, das war sein großes Glück', beschreibt Vormann Gerd Schwips die Situation. Bei unruhiger See und der kräftigen Strömung gelang es den Seenotrettern nur mit großer Mühe, den bereits sehr erschöpften und stark unterkühlten Mann aus dem Wasser zu holen. In Höhe des Weststrandes zwischen den Tonnen 20 und 22 hievten sie ihn mit dem Rettungsnetz an Bord der EUGEN. Er selbst konnte nicht mehr aktiv an seiner Rettung mitwirken. Auf dem Seenotrettungskreuzer hüllten die Seenotretter den Mann schließlich in wärmende Decken und brachten ihn schnellstens an Land. Im Hafen von Norderney übergaben sie den Verunglückten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.
Quelle:DGzRS


04.06.2021

Traditionssegler 'Carmelan' wird gelenzt
Traditionssegler 'Carmelan' wird gelenzt
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Eckernförde: DGzRS befreit Traditionssegler aus gefährlicher Lage
(04.06.2021) Aus noch unbekannter Ursache ist am Freitagvormittag, 4. Juni 2021, in der Eckernförder Bucht ein Traditionssegler plötzlich leckgeschlagen. Mit Bordmitteln konnte der starke Wassereinbruch nicht gestoppt werden. Dies gelang erst den Seenotrettern aus Laboe und Olpenitz in Zusammenarbeit mit dem Bundespolizeischiff 'Bayreuth'. Mit den Seenotrettungskreuzern BERLIN und FRITZ KNACK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten die Seenotretter den Havaristen sicher nach Kiel.
Gegen 9.25 Uhr meldete sich der Kapitän des Arbeitsschiffes 'Nok 1' über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, das den Traditionssegler 'Carmelan' im Schlepp hatte: Ein Besatzungsmitglied war auf die ungefähr 19 Meter lange Gaffelketsch übergestiegen, weil diese mit dem Bug plötzlich tiefer ins Wasser eintauchte. Der Mann hatte daraufhin starken Wassereinbruch gemeldet, die 'Carmelan' drohte zu sinken. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Schleppverband etwa vier Seemeilen (rund sieben Kilometer) nordwestlich von Kiel Leuchtturm in Höhe der Tonne Stollergrund Nord. Umgehend alarmierten die Wachleiter die Seenotretter der Station Laboe. Zur Sicherheit zogen sie den Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK aus Olpenitz hinzu.
'Als wir gegen 9.50 Uhr beim Havaristen ankamen, war das Schiff bereits zu zwei Dritteln vollgelaufen. Es hätte nicht mehr viel gefehlt und es wäre gesunken', berichtet Seenotretter Henry Hildebrandt. Wenige Minuten vor der BERLIN war bereits das Bundespolizeischiff 'Bayreuth' der Bundespolizeiinspektion See Neustadt in Holstein beim Traditionssegler eingetroffen. Die Besatzung war bei der 'Carmelan' längsseits gegangenen und hatte sofort ihre Lenzpumpe eingesetzt. Kurze Zeit war der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK vor Ort. Mit insgesamt fünf Lenzpumpen gelang es den Einsatzkräften, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Anschließend schleppten die Seenotretter bei ruhiger See und östlichem Wind der Stärke 4 (bis zu 28 km/h) die 'Carmelan' mit der BERLIN sicher zu einer Werft nach Kiel-Friedrichsort. Das übergestiegene Besatzungsmitglied des Arbeitsschiffes 'Nok 1' war auf dem Havaristen verblieben und wurde beim Einsatz der Pumpen von einem Seenotretter unterstützt.
Quelle:Peter Walter


03.06.2021

Plastikgranulat am Strand
Plastikgranulat am Strand
(Bild: Aeroid) Großbild klick!
Umweltkatastrophe: Chemikalien-Frachter sinkt vor Sri Lanka
Vor der Küste Sri Lankas sank ein ausgebranntes Frachtschiff, das mit Mikroplastik und Chemikalien beladen war. Offenbar begann der Frachter zu sinken, als die Marine ihn in tieferes Gewässer ziehen wollte. Die Strände sind mit Mikroplastik verschmutzt, etwa wie hier mit Polyethylen-Pellets.
An den Stränden wurden Hunderte tote Fische, tote Schildkröten und viel Mikroplastikgranulat gefunden.
Soldaten und Seeleute versuchen, die Strände von den Plastikstückchen zu befreien. An Teilen der Küste ist das Fischen bis auf weiteres verboten, wovon tausende Fischer betroffen sind, so der Fischerei-Verband.
Die unter der Flagge von Singapur registrierte "X-Press Pearl" hatte gut eineinhalb Wochen gebrannt, bis das Feuer am Dienstag nach Angaben der Marine ganz gelöscht werden konnte. Das Schiff war beladen mit 1486 Containern mit 25 Tonnen teils gefährlichen Chemikalien, darunter Salpetersäure und Mikroplastikgranulate zur Plastikherstellung sowie Kosmetika.
Die "X-Press Pearl" war von Indien nach Singapur unterwegs gewesen, als während eines Sturms eine Chemikalie aus einem Container ausgetreten, was eine chemische Reaktion ausgelöst und zum Feuer geführt habe. Viele zumindest teils beschädigte Container seien noch auf dem sinkenden Schiff.
Quelle:Peter Walter


02.06.2021

Tanker 'Kharg'
Tanker 'Kharg'
(Bild: John Stephen) Großbild klick!
Größtes iranisches Militärschiff gesunken
(02.06.2021) Die Vorfälle vor Irans Küste nehmen kein Ende: Das größte Militärschiff ist nun nach einem Brand untergegangen. Die Besatzung konnte sich laut Armeeangaben noch retten.
Der Tanker 'Kharg', das größte Militärschiff der iranischen Flotte ist unter unklaren Umständen nach einem Brand im Golf von Oman gesunken. Das berichten die iranische Medien.
Gegen 2.30 Uhr am frühen Morgen war ein Feuer auf dem Tanker 'Kharg' ausgebrochen. Bilder zeigen Marinesoldaten mit Schwimmwesten, die das Schiff verlassen. Vor dem Untergang war zwanzig Stunden lang versucht worden, das Feuer zu löschen.
Das Schiff sank vor dem Hafen von Dschask nahe der Straße von Hormus. Etwa ein Fünftel der weltweiten Ölexporte passiert diese Engstelle im Persischen Golf. Die Iranische Marine hält dort regelmäßig Manöver ab.
Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von Seeunglücken iranischer Schiffe. Im April wurde ein iranisches Schiff im Roten Meer beschädigt. nach Iranischen Berichten war es mit Haftminen angegriffen worden, als es im Einsatz gegen Piraten iranische Handelsschiffe eskortiere.
Quelle:Peter Walter


Kollision Stollergrund
Kollision Stollergrund
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Kieler Bucht: DGzRS für schwerverletzten Segler im Einsatz
(30.05.2021) Nach dem Zusammenstoß zweier Segelyachten in der Kieler Bucht haben die Seenotretter am Samstagnachmittag, 29. Mai 2021, einen schwer verletzten Segler sicher an Land gebracht. Acht weitere Besatzungsmitglieder der beiden Boote blieben bei der Kollision unverletzt. Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) begleiteten die beschädigten Havaristen sicher in den Hafen.
Der Notruf erreichte die Seenotretter gegen 15.50 Uhr. Der Seenotrettungskreuzer SK 41/derzeit Station Laboe und das Seenotrettungsboot GERHARD ELSNER/Station Schilksee verließen sofort ihre Liegeplätze. Auch der in Laboe stationierte Seenotrettungskreuzer BERLIN, der sich auf dem Rückweg von seiner turnusgemäßen Generalüberholung in Rostock befand, nahm Kurs auf den etwa neun Seemeilen (knapp 17 Kilometer) entfernten Unglücksort in der Kieler Bucht.
Eine 16 Meter und eine etwa neun Meter lange Segelyacht waren bei der Untiefe Stollergrund kollidiert. An Bord des kleineren Bootes hatte sich ein 81-jähriger Mann bei dem Zusammenstoß einen offenen Oberarmbruch zugezogen. Der Seenotrettungskreuzer SK 41 traf als erstes Schiff am Unglücksort ein. Mit dem Tochterboot TB 45 setzten zwei als Notfallsanitäter und Rettungsassistent ausgebildete Seenotretter über.
Ein Mitsegler, selbst Arzt, hatte bereits die Erstversorgung des 81-jährigen Patienten übernommen. Die Seenotretter brachten den Verletzten ins Bordhospital auf SK 41 und setzten dort die Behandlung fort. In Laboe übergaben sie ihn gegen 17.15 Uhr an den Landrettungsdienst, der ihn ins Krankenhaus brachte.
Die Freiwilligen-Besatzung der GERHARD ELSNER und die Crew des Tochterbootes STEPPKE der BERLIN kümmerten sich um die weiteren insgesamt acht Segler an Bord der kollidierten Yachten. Die Crew des schwerer beschädigten kleineren Bootes hatte das bei der Kollision entstandene Leck, das an der Backbordseite bis zur Wasserlinie reichte, notdürftig mit Matratzen gestopft, um den Wassereinbruch zu stoppen. Die Seenotretter setzten zusätzlich ein Lecksegel ein.
Ein Freiwilliger stieg über und unterstützte die nach Abbergung des Verletzten nur noch zweiköpfige Crew dabei, ihr Boot nach Laboe zu bringen, sicherheitshalber begleitet von der STEPPKE. Die GERHARD ELSNER begleitete die größere, am Steven beschädigte Yacht ebenfalls nach Laboe.
Zur Unglückszeit herrschten in der Kieler Bucht westliche Winde um drei Beaufort, kaum bewegte See und gute Sicht. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zu Unglücksursache aufgenommen.
Die Alarmierung zu diesem Einsatz erreichte die Seenotretter an ihrem 156. Geburtstag und unweit ihres Gründungsortes. Die DGzRS war am 29. Mai 1865 in Kiel entstanden. Damals wie heute finanziert sie ihre gesamte satzungsgemäße Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen.
Quelle:DGzRS


27.05.2021

Archivbild SK Hermann Rudolf Meyer
Archivbild SK Hermann Rudolf Meyer
(Bild: Jürgen Howaldt) Großbild klick!
Wangerooge: DGzRS befreit vier Menschen auf Motoryacht aus Lebensgefahr
Im Sturm mit Böen von neun Beaufort und bis zu vier Meter hohen Wellen sind vier Franzosen am Mittwoch, 26. Mai 2021, mit ihrer Motoryacht nördlich der Insel Wangerooge in Seenot geraten. Den glücklichen Ausgang ihrer Reise verdanken sie den Seenotrettern der Stationen Wangerooge und Bremerhaven. Der Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte Boot und Besatzung am späten Abend sicher nach Hooksiel.
Gegen 16 Uhr alarmierten die Wassersportler, zwei Frauen und zwei Männer, über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 mit einem Mayday-Ruf die Seenotretter. Sie befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei bis drei Seemeilen (rund fünf Kilometer) nördlich der Insel Wangerooge. Ihr rund elf Meter langes Boot trieb mit Motor- und Getriebeschaden manövrierunfähig bei Böen von neun Beaufort (bis 88 km/h Windgeschwindigkeit) und Wind gegen Strom im Brandungsgürtel, eine sehr gefährliche Situation für Havarist und Besatzung.
Rettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER und Havarist
SK HERMANN RUDOLF MEYER und Havarist
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Das Seenotrettungsboot FRITZ THIEME/Station Wangerooge und der sich zum Zeitpunkt des Notrufs auf Kontrollfahrt in der Außenjade befindende Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/derzeit Station Hooksiel machten sich in dem schweren Wetter sofort auf den Weg zum Havaristen: unter erschwerten Bedingungen. 'Als wir bei der kleinen Insel Oldeoog östlich von Wangerooge den freien Seeraum erreichten, haben wir ordentlich einen auf die Mütze bekommen' berichtet Ulrich Fader, Vormann der HERMANN RUDOLF MEYER, über die Wetterbedingungen auf der Nordsee.
Die FRITZ THIEME traf gegen 16.45 Uhr vor Ort ein. Es gelang den Seenotrettern, eine Leinenverbindung herzustellen, um den Havaristen in Strom und Wind zu halten. Im Sturm brach die Leine allerdings nach kurzer Zeit. Wenig später übernahm die HERMANN RUDOLF MEYER den Havaristen. Bei immer noch bis zu drei Metern Seegang schleppte sie die Motoryacht in die Jade. Dort brach aufgrund des schweren Seegangs die Leinenverbindung ein zweites Mal. 'Glücklicherweise trieb das manövrierunfähige Boot unbeschadet über ein Flach hinweg, bevor wir die Leinenverbindung erneut wiederherstellen konnten', berichtet Vormann Fader. Gegen 22.15 Uhr, nach rund sechs Stunden im Einsatz, erreichte der Seenotrettungskreuzer mit dem Havaristen in Schlepp Hooksiel. Die Seenotretter brachten Boot und Besatzung sicher in den Hafen. Die vier Franzosen blieben bis auf kleinere Blessuren unverletzt.
Quelle:DGzRS


22.05.2021

Die Taufe
Die Taufe
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Travemünde: Neues Boot der DGzRS heißt ERICH KOSCHUBS
(22.05.2021) Seenotretter-Taufe am Pfingstsamstag in Travemünde: Das neueste Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am 22. Mai 2021 auf dem Priwall den Namen ERICH KOSCHUBS erhalten. Die freiwilligen Seenotretter der traditionsreichen DGzRS-Station verfügen über einen hochmodernen 10,1-Meter-Neubau der jüngsten Generation.
Mit den Worten 'Ich taufe Dich auf den Namen ERICH KOSCHUBS und wünsche Dir und Deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr' taufte Edeltraut Koschubs das neue Seenotrettungsboot auf den Namen ihres verstorbenen Ehemannes. Die 78-jährige Hamburgerin hatte den Neubau mit der DGzRS-internen Registriernummer SRB 80 durch eine sehr großzügige Schenkung ermöglicht.
Edeltraut Koschubs war es sehr wichtig, einen Teil ihres Vermögens bereits zu Lebzeiten für einen sinnvollen Zweck einzusetzen. Diesen hat sie bei den Seenotrettern gefunden: 'Bei der DGzRS wird mein Geld gut verwendet. Es hilft mit, Menschenleben zu retten, das ergibt Sinn!'
Der neue Name
Der neue Name
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Der Bau von SRB 80 war nur deshalb möglich, betonte Edeltraut Koschubs, 'weil mein Mann mit viel Fleiß, Zielstrebigkeit, harter Arbeit und Mut zum Risiko sein Vermögen erarbeitet hatte'. In ihren Worten zur Taufe beschrieb sie den Namengeber des neuen Seenotrettungsbootes als hilfsbereit, herzensgut und sehr humorvoll. 'Heute ist die Gelegenheit, einen wunderbaren Menschen mit dieser Taufe zu ehren.' Nicht zuletzt war Erich Koschubs zu Lebzeiten mit seinem Boot auf der Ostsee unterwegs und als Wassersportler Spender der DGzRS.
ie ERICH KOSCHUBS ist ein 10,1 Meter langes und 380 PS starkes Seenotrettungsboot der jüngsten Generation. 'Sie ist ausgesprochen seetüchtig und hat ganz hervorragende Fahreigenschaften', beschreibt der freiwillige Vormann Patrick Morgenroth seine ersten Erfahrungen. Der Neubau ist etwas größer als sein Vorgänger. 'Wir können Schiffbrüchige, Erkrankte und Verletzte jetzt noch besser transportieren und an Bord medizinisch versorgen', betont Morgenroth.
Die ERICH KOSCHUBS entstand auf der Rostocker Werft Tamsen Maritim. Sie ist die vorerst letzte Einheit ihrer Klasse. Diese modernen Spezialschiffe ersetzen im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte ältere Einheiten. Dieser Neubau ist seit Ende 2020 in Travemünde stationiert und hat bereits rund 20 Einsätze gefahren. Abgelöst hat er die im Jahr 2000 in Dienst gestellte HANS INGWERSEN. Das 9,5-Meter-Seenotrettungsboot kommt künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz, wo andere Rettungseinheiten vertreten werden müssen, etwa während einer turnusgemäßen Generalüberholung.
Ehrenrunde nach der Taufe
Ehrenrunde nach der Taufe
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Wie alle Einheiten der Seenotretter ist die ERICH KOSCHUBS als Selbstaufrichter konstruiert. Sie ist vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Das Spezialschiff zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt es gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen. Travemünde zählt zu den ältesten Stationen der Seenotretter. Bereits 1865, im Jahr der Gründung der DGzRS, war in Travemünde das erste Ruderrettungsboot stationiert.
Quelle:DGzRS


Donaufähre 'Altaha' in Niederalteich
Donaufähre 'Altaha' in Niederalteich
(Bild: landkreis-deggendorf.de) Großbild klick!
Spektakuläre Rettung: Donaufähre treibt flussabwärts
(18.05.2021) Eine wahre Rettungsodyssee hat ein Defekt an der Donaufähre 'Altaha' in Niederalteich ausgelöst: Erst fiel der Antrieb der Fähre aus, dann auch noch das zur Rettung eingesetzte Feuerwehrboot.
Am späten Freitagnachmittag trieb die Donaufähre "Altaha" flussabwärts ab. Der Fährmann, der allein an Bord war, meldete einen Antriebsausfall.
Der von ihm ausgeworfene Anker slipte immer wieder wegen der starken Strömung. "Ich bin abgetrieben, ich konnte nichts mehr tun. Ich war routiniert, habe sofort die Wasserschutzpolizei alarmiert. Gott sei Dank hatte ich keine Fahrgäste auf der Fähre", erzählt der Fährmann Johann Koneder.
Als die Feuerwehr Niederalteich die Donaufähre abschleppte, fiel kurz vor dem Ziel auch das Feuerwehrboot wegen eines technischen Defekts aus. Koneder ist seit über 30 Jahren auf dem Wasser, doch so etwas habe er auch noch nicht erlebt: "Ich bin seit 1987 Kapitän, da macht man einiges mit. Das war Glück im Unglück! Es ist alles gut ausgegangen." Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Die Wasserschutzpolizei musste die Donau wegen der Bergung komplett sperren. Weitere Feuerwehren und Wasserwachten wurden alarmiert.
Wann die Fähre den Betrieb wieder aufnehmen kann, ist noch unklar. Kapitän Koneder geht davon aus, dass die Fähre ab nächsten Donnerstag wieder fahren kann. "Wir sind mit Druck dahinter, heute wird der Antrieb abgenommen und alles repariert", so Koneder am Samstagvormittag.
Die Fähre "Altaha" soll im Herbst/Winter dieses Jahres umgebaut werden und dabei zwei Antriebe erhalten, damit so etwas wie am Freitagnachmittag nicht mehr passiert. Bereits vergangenen Oktober war die "Altaha" schon einmal abgetrieben, der Grund war damals ein Getriebeschaden.
Quelle:BR


14.05.2021

Per Seilwinde werden ein zusätzlicher Notarzt und
Notfallsanitäter an Bord der SK 41 abgesetzt.
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Kiel: DGzRS hilft Segler bei medizinischem Notfall
(14.05.2021) Ein 50-jähriger Segler verdankt den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schnelle medizinische Hilfe. Zwei Rettungseinheiten und ein Hubschrauber waren am Nachmittag des Himmelfahrtstages, 13.Mai 2021, für den Patienten im Einsatz. Während der Mann schließlich ausgeflogen wurde, begleiteten die Seenotretter seine Ehefrau sicher nach Hause.
Gegen 15 Uhr meldete sich eine Frau per Telefon in der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-Ordination Centre). Sie und ihr Mann waren mit einer 9,5 Meter langen Segelyacht in der Hohwachter Bucht in Richtung Kiel unterwegs, als es dem 50-Jährigen plötzlich schlecht ging. Er klagte über Taubheitsgefühle in Armen und Beinen.
Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN berieten die Ehefrau telefonisch über den medizinischen Arbeitsplatz und alarmierten umgehend die Besatzung des Seenotrettungskreuzers SK 41. Dieser vertritt derzeit den Seenotrettungskreuzer BERLIN während dessen turnusgemäßer Werftzeit auf der DGzRS-Station Laboe. Vor dem Ablegen nahm SK 41 eine freiwillige Seenotärztin an Bord. Das Seenotrettungsboot GERHARD ELSNER / Station Schilksee befand sich währenddessen auf Kontrollfahrt in dem Seegebiet. Die Besatzung beschloss in Absprache mit der SEENOTLEITUNG BREMEN, den Einsatz zu unterstützen.
Die Yacht lief den Seenotrettern entgegen und traf auf Höhe Schönberger Strand zeitgleich auf beide Rettungseinheiten. Ein zum Rettungssanitäter ausgebildeter Seenotretter stieg von der GERHARD ELSNER auf die Yacht über und begann mit der medizinischen Versorgung. Schließlich wurde der Patient auf den Seenotrettungskreuzer übergeben, da dessen Bordhospital ideale Voraussetzungen zur Behandlung bot.
Bald darauf erreichte ein zuvor bereits alarmierter Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter den Einsatzort. Gemeinsam mit dem medizinischen Personal des Hubschraubers entschieden die Seenotretter, den Patienten zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus zu bringen. Mittels einer Seilwinde wurde der Mann daraufhin vom Vorschiff des Seenotrettungskreuzers abgeborgen und ans Festland geflogen.
Die Besatzung der GERHARD ELSNER begleitete anschließend die Ehefrau des Patienten mitsamt der Segelyacht nach Schilksee. Der Mann befindet sich nicht in Lebensgefahr.
Zum Einsatzzeitpunkt herrschten westliche Winde mit vier Beaufort Windstärke (bis zu 30 km/h), die Wellen mit einer Höhe von ungefähr einem halben Meter verursachten.
Quelle:DGzRS


Seenotrettungskreuzer Anneliese Kramer
Seenotrettungskreuzer 'Anneliese_Kramer'
(Bild: Hannes964) Großbild klick!
Unterelbe: DGZRS befreit 4 Menschen aus Lebensgefahr
(14.05.2021) Ein abendlicher Ausflug von vier Männern in der Elbmündung ist in der Nacht zu Freitag, 14. Mai 2021, an Bord eines Seenotrettungskreuzers der DGzRS zu Ende gegangen.: Das Motorboot der Männer hatte aus noch ungeklärter Ursache Wassereinbruch erlitten und ist gesunken. Die Seenotretter der Station Cuxhaven befreiten die Männer aus Lebensgefahr.
Gegen 22 Uhr rief die vierköpfige Besatzung eines acht Meter langen Motorbootes über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anruf-Kanal 16 die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-Ordination Centre) der DGzRS um Hilfe: Die Männer, allesamt im Alter um 70 Jahre, meldeten den Totalausfall der Maschine. Ihr Boot trieb manövrierunfähig auf der Unterelbe zwischen Altenbruch und Otterndorf.
Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierten sofort den Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER der DGzRS-Station Cuxhaven. Aufgrund der geringen Entfernung von rund fünf Seemeilen (etwa neun Kilometern) zum Havaristen und des vor Ort zu erwartenden geringen Wasserstands übernahm das Tochterboot MATHIAS den Einsatz. Mit ihm erreichten die Seenotretter wenig später das Sportboot.
Tochterboot Mathias
Tochterboot Mathias
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Sie nahmen den Havaristen auf den Haken und schleppten ihn Richtung Cuxhaven. Während der Schleppreise bemerkten die vier Männer an Bord des Motorbootes starken Wassereinbruch. Schnell begann ihr Boot zu sinken. Die Seenotretter zögerten keine Sekunde: Schnell übernahmen sie die Männer auf die MATHIAS. Einer der Schiffbrüchigen hatte sich allerdings mit einem Fuß unglücklich am untergehenden Boot verfangen. Er drohte, mit in die Tiefe gezogen zu werden. Der Mann trieb bereits vollständig im nur zehn Grad Celsius kalten Wasser. In buchstäblich letzter Minute konnte er sich befreien. Die Seenotretter nahmen auch ihn an Bord.
Auf der MATHIAS untersuchten die Rettungsmänner den Schiffbrüchigen medizinisch, glücklicherweise hatte er sich weder verletzt noch war er unterkühlt. Er erhielt trockene Kleidung, und die Seenotretter versorgten alle vier Geretteten mit wärmenden Getränken. Abgesehen von einem gehörigen Schrecken blieben alle vier Männer unverletzt.
Die Wasserschutzpolizei Cuxhaven hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Das untergegangene Sportboot liegt außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Daher stellt es für die Schifffahrt keine Gefahr dar. Es soll in den kommenden Tagen geborgen werden.
Zum Unglückszeitpunkt herrschten Windstärken von vier Beaufort (bis zu 30 km/h) aus Nordnordost.

Quelle:DGzRS


13.05.2021

HMAS 'Sydney' April 2021
HMAS 'Sydney' April 2021
(Bild: Nick-D) Großbild klick!
Australisches Kriegsschiff mit zwei toten Walen am Bug
(13.05.2021) Die See vor Kalifornien zählen zu den meistbefahrenen Seewegen weltweit. Allerdings ist das Seegebiet auch Rückzugsort für große Meeressäugetiere. Nun wurden am Rumpf eines Kriegsschiffs im Marinehafen von San Diego zwei tote Wale entdeckt.
Die Tiere hingen an HMAS 'Sydney' (147.2m LÜA) fest, einem Zerstörer der australischen Seestreitkräfte. Bei den verendeten Tieren um handelt es sich um Finnwale, die zweitgrößte Walart überhaupt. Das größere der beiden war etwa zwanzig Meter lang, das kleinere knapp acht Meter. Vermutet wird, dass es sich um eine Walkuh und ihr Kalb gehandelt haben könnte.
In einer Mitteilung der australischen Streitkräfte wird betont, dass die Marine die Sicherheit von Wassersäugetieren sehr ernst genommen wird und man sei sehr niedergeschlagen wegen dieses Vorfalls. Das Schiff befindet sich demnach seit April in den Gewässern vor San Diego um Manöver mit der verbündeten US-Marine durchzuführen. Die Wale seien erst nach dem Anlegen des Schiffs im Hafen von San Diego entdeckt worden.
Der Biologe John Calambokidis vom Cascadia Research Collective in Washington: 'In den meisten Fällen merkt die Schiffsbesatzung gar nicht, dass sie einen Wal gerammt hat.'
Seiner Meinung nach sind Finnwale wegen ihrer Größe besonders gefährdet. Dazu kommt, dass sich die Tiere oft nahe der Wasseroberfläche ausruhten. Vor der Westküste der USA würden jedes Jahr mehrere Unfälle gemeldet, die Dunkelziffer sei jedoch wahrscheinlich deutlich höher.
Quelle:Peter Walter


10.05.2021

Seenotrettungsboot SRB 82
Seenotrettungsboot SRB 82
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Schlei: DGzRS rettet erschöpften Kajakfahrer
(10.05.2021) Einen unterkühlten Paddler haben die freiwilligen Seenotretter der Station Schleswig der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern Nachmittag, 9. Mai 2021, auf der Schlei an Bord genommen und an den Landrettungsdienst übergeben.
Kurz zuvor war der 54-jährige Urlauber in einen Hafen an der Schlei gepaddelt und einem Seenotretter aufgefallen, der sich privat dort aufhielt. Er sprach den durchnässten Mann an, der einen leicht desorientierten Eindruck machte. Der Seenotretter konnte ihn jedoch nicht davon abhalten, wieder in sein Boot zu steigen und die Fahrt fortzusetzen.
Er rief daraufhin die Kollegen in der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS an, die sicherheitshalber die Freiwilligenstation in Schleswig alarmierten. Die Seenotretter liefen sofort aus. Ihr 8,9 Meter langes Seenotrettungsboot SRB 82 ist bis zur Taufe noch unter seiner internen Baunummer im Einsatz.
Sie fanden den Mann in seinem Kajak vor Füsingen auf der Schlei. Er war sehr erschöpft und nahm die Hilfe der Seenotretter sofort an. In seinem Boot befand sich eine erhebliche Menge Wasser.
Die Seenotretter übernahmen den Mann aus dem Kajak und leiteten unmittelbar eine medizinische Erstversorgung ein. Der Paddler war so stark unterkühlt und geschwächt, dass die Seenotretter Notarzt und Rettungsdienst anforderten. Von der Station Schleswig aus wurde er ins Krankenhaus gebracht. Das Kajak übergaben die Seenotretter an den Verleiher.
Nach eigenen Aussagen war der Mann, der aus Wismar stammt, seit elf Uhr vormittags mit dem Kajak unterwegs gewesen. Nur mit Freizeitkleidung und Rettungsweste bekleidet hatte er unterwegs mehrere Regenschauer erlebt. Auf der Schlei herrschten eine kurze steile Welle und Wind mit zum Teil fünf bis sechs Beaufort (bis 49 km/h).
Quelle:DGzRS


08.05.2021

Seenotrettungskreuzer Fritz Knack
Seenotrettungskreuzer Fritz Knack
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Lindaunis: Seenotretter befreien 'Stadt Kappeln'
(08.05.2021)Die Seenotretter der Station Olpenitz der DGzRS haben das Fahrgastschiff 'Stadt Kappeln' auf der Schlei aus einer sehr misslichen Lage befreit: Es war vor der Lindaunisbrücke festgekommen. Ebenfalls im Einsatz war das noch ungetaufte Seenotrettungsboot SRB 82 der Freiwilligenstation Schleswig.
Der Kapitän der 'Stadt Kappeln' hatte kurz vor 15 Uhr Kontakt mit der SEENOTLEITUNG BREMEN aufgenommen, nachdem das Fahrgastschiff vor der Schleibrücke festgekommen war. Daraufhin lief der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK der Station Olpenitz sofort aus. Auch das Seenotrettungsboot SRB 82 der Station Schleswig wurde alarmiert.
Das 38 Knoten schnelle und rund 9 Meter lange SRB 82 war mit drei freiwilligen Seenotrettern zuerst vor Ort und ging zunächst bei dem Havaristen längsseits. Die acht Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder des Fahrgastschiffes waren alle wohlauf.
Die Seenotretter der wenig später eintreffenden FRITZ KNACK übergaben eine schwere Schleppleine an die 'Stadt Kappeln', die mit vierzig Metern doppelt so lang ist wie der Seenotrettungskreuzer. Es gelang jedoch nach mehreren Versuchen, das Schiff freizuziehen. Es konnte seine Fahrt daraufhin ohne Beeinträchtigung fortsetzen.
Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK schleppt die 'Stadt Kappeln' frei
Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK schleppt
die 'Stadt Kappeln' frei
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Das Fahrgastschiff 'Stadt Kappeln' hatte vor der Brücke im relativ schmalen Fahrwasser der Schlei gedreht. Schiffe können die zurzeit nur eingeschränkt öffnende Lindaunisbrücke nicht jederzeit passieren.
Zur Zeit des Einsatzes herrschte stark böiger Wind mit circa sechs Beaufort (bis 49 km/h).
Bildunterschrift: Der Seenotrettungskreuzer FRITZ KNACK der DGzRS-Station Olpenitz schleppt das festgekommene Fahrgastschiff 'Stadt Kappeln' vor der Lindaunis-Brücke frei. Foto: Die Seenotretter - DGzRS
Quelle:DGzRS

07.05.2021

Seenotrettungskreuzer 'Hermann Marwede'
Seenotrettungskreuzer 'Hermann Marwede'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
DGzRS schleppt Kümo nach Helgoland
(07.05.2021) Der Seenotrettungskreuzer 'Hermann Marwede' der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat gestern Nacht ein Frachtschiff nach Maschinenausfall sicher in den Hafen von Helgoland geschleppt.
Die 'Helgoland', ein Küstenmotorschiff, das regelmäßig Fracht von Cuxhaven nach Helgoland bringt, hatte nur etwa zwei Seemeilen (ca. 3,6 Kilometer) von der Hochseeinsel entfernt einen Maschinenschaden erlitten. Um zu verhindern, dass das treibende Schiff in eine Gefahrenlage geriet, bat der Kapitän der 'Helgoland' die Seenotretter um Unterstützung.

Küstenmotorschiff 'Helgoland'
Küstenmotorschiff 'Helgoland'
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Bei ruhiger See konnten die Seenotretter problemlos eine Leinenverbindung zwischen dem Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE (46 Meter lang) und der mit 45,5 Metern gleich großen 'Helgoland' herstellen.
Zunächst im Schlepp, dann längsseits, brachten die Seenotretter das Schiff sicher in den Hafen.
Quelle:DGzRS


03.05.2021

Archivbild Tanker 'Agath'
Archivbild Tanker 'Agath'
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Brunsbüttel: Tanker 'Agath' lief im NOK in Böschung
(3. Mai 2021) Nach Angaben der Polizei Itzehoe, ist es zu einer Böschungsanfahrung des Nordufers im Nord-Ostsee-Kanal bei Kanalkilometer 20,5 durch den Tanker 'Agath' (IMO: 8820298, 1991) aus Zypern gekommen. An dem 83 Meter langen und 13 Meter breiten Tanker entstand dabei leichter Sachschaden.
Offensichtlich reagierts die Ruderanlage des Schiffes auf der Fahrt nach Brunsbüttel plötzlich nicht mehr und der eingestellte Kurs konnte nicht mehr geändert werden. Vermutlich war eine Störung des Signals zur Ruderanlage die Ursache. Auch Kommando 'volle Fahrt zurück' konnten die Kollision mit der Böschung nicht mehr verhindern. An dem Produktentanker entstanden leichte Beschädigungen. Das Ruder funktionierte nach Aussagen des Kapitäns danach wieder einwandfrei.
Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ordnete ein Weiterfahrtverbot bis zur Bestätigung der Klasse an.
Quelle:FBi / ESYS


28.04.2021

Seenotrettungskreuzer 'Hermann Rudolf Meyer'
Seenotrettungskreuzer 'Hermann Rudolf Meyer'
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Bremerhaven: DGzRS hilft schwer verletztem Seemann
(28.04.2021) Die Seenotretter haben am Sonntagabend, 25. April 2021, auf der Weser vor Bremerhaven einem schwer verletzten Seemann schnelle Hilfe gebracht.
Die Verkehrszentrale Bremerhaven hatte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS gegen 19 Uhr über einen schweren Unfall an der Stromkaje informiert. Dort hatte das unter dänischer Flagge fahrende Containerschiff 'Seago Piraeus' festgemacht. Um Brennstoff zu übergeben, lag die Bunkerschiff 'Ebba 2' längsseits des Frachters. Von diesem fiel plötzlich aus noch ungeklärter Ursache ein Gegenstand herunter. Dieser traf einen philippinischen Seemann auf der 'Ebba 2' und verletzte ihn sehr schwer am Arm. Er benötigte umgehend medizinische Hilfe.
Sofort alarmierten die Wachleiter den Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER der Station Bremerhaven, da ein Abbergen nur seeseitig möglich war. Mit einem Notarzt und zwei Rettungsassistenten an Bord liefen die Seenotretter bereits wenig später aus; Kurs: Containerterminal.
Bunkerschiff 'Ebba 2'
Bunkerschiff 'Ebba 2'
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Vor Ort gingen die Seenotretter mit der HERMANN RUDOLF MEYER bei dem Bunkerschiff längsseits. Der Notarzt, die Rettungsassistenten und ein als Rettungssanitäter ausgebildeter Seenotretter stiegen bei ruhiger See auf die 'Ebba 2' über. Dort stabilisierten sie zunächst den Patienten, bevor die Besatzung des Seenotrettungskreuzers ihn übernahm.
Während der Rückfahrt zum Alten Hafen versorgte der Notarzt den Schwerverletzten an Bord weiter. Am Liegeplatz der Seenotretter kümmerte sich der Landrettungsdienst um den Weitertransport des Mannes in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Quelle:DGzRS/FBi


25.04.2021

Der Unglücksort
Der Unglücksort
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Indonesien: Vermisstes U-Boot gefunden, gesamte Crew tot
Erst tauchen Teile der 'KRI Nanggala 402' auf. Das verschollene U-Boot ist in 838 Metern Tiefe in drei Teile zerbrochen. Für die Besatzung kommt jede Hilfe zu spät.
Kommentar: Der Druck in 838 Metern Tiefe beträgt 83,192 Bar, das entspricht volkstümlich 83,192kg Druck pro Quadratzentimeter, auf einer Handfläche wären das 18.638 Tonnen.
Luftmarschall Hadi Tjahjanto bei einer Pressekonferenz: 'Mit diesem authentischen Beweis können wir bestätigen, dass die 'KRI Nanggala 402' gesunken ist und alle 53 Seeleute an Bord im Dienst gestorben sind". Das Wrack wurde mit Hilfe eines Tauchroboters in mehr als 800 Metern Meerestiefe gefunden. Es sei in drei Teile zerbrochen. 'Wir haben Aufnahmen, die wir als Teile der KRI Nanggala 402 identifiziert haben.' Teile des U-Boots wie Anker, Sicherheitsanzüge und Steuerruder seien nahe des Hauptwracks entdeckt worden. Alle 53 Menschen an Bord seien im Dienst in den Gewässern nördlich Balis gestorben.
Der Stabschef der Marine, Admiral Yudo Margono, sagte, ein indonesisches Vermessungsschiff habe das U-Boot in rund 800 Metern Tiefe geortet. Ein U-Boot-Rettungsschiff aus Singapur, das erst am Sonntagmorgen eingetroffen sei, habe dann das Wrack mit Hilfe eines Tauchroboters gefunden. "Das ROV hatte Sichtkontakt in einer Tiefe von 838 Metern, wo es Teile der KRI Nanggala fand, die in drei Teile zerbrochen war.
Der Admiral fügte hinzu, dass das Unglück nicht auf menschliche Fehler bei der Bedienung zurückzuführen sei.
Präsident Joko Widodo habe den Angehörigen der Besatzung sein Beileid ausgesprochen. Er drückte seine "tiefe Trauer" über das Unglück aus und bezeichnete die vermissten Matrosen als Indonesiens "beste Patrioten". Das Wrack befindet sich in einer Tiefe von 838 Metern bei den Koordinaten 7° 11' 8.16" S 114° 51' 20.16" E.
Quelle:Peter Walter


24.04.2021

Wrackteile der 'Nanggala' gefunden
(24.04.2021)Das U-Boot KRI Nanggala 402, das Anfang der Woche mit 53 Menschen an Bord vor Bali vermisst wurde, ist 'gesunken', sagte das indonesische Militär (TNI) am Samstag. Das Militär sagte am Samstag, es habe Trümmer eines U-Bootes geborgen, das mit 53 Besatzungsmitgliedern vor der Küste Balis verschollen war, darunter Komponenten und Gegenstände aus dem Inneren des angeschlagenen Schiffes.
'In den letzten Tagen haben wir Trümmer und Gegenstände von der letzten Stelle geborgen, an der das U-Boot getaucht ist", sagte der indonesische Marinechef Admiral Yudo Margono gegenüber Reportern. Die Gegenstände wären nicht aus dem U-Boot herausgekommen, wenn es keinen Druck von außen gegeben hätte oder der Torpedowerfer nicht beschädigt worden wäre. Zuvor haben die Sucher Trümmer geborgen, die vermutlich von dem vermissten U-Boot stammen. Zu den Funden gehörten eine Flasche mit Schmierstoff für das Periskop, eine Torpedohülle und einen Teil einer Gebetsmatte. Yudo sagte zuvor, dass ein Scan das U-Boot in einer Tiefe von 850 Metern entdeckt habe, weit jenseits seiner Überlebensgrenze.
Man muss davon ausgehen, dass alle Mann der Besatzung tot sind.
Quelle: FBi


23.04.2021

'Nanggala': Gibt es noch Hoffung?
(23.04.2021) Zum Verschwinden der 'Nanggala' gibt es neue Informationen: Die 'KRI Nanggala 402' hatte nach Militärangaben um Erlaubnis gebeten, tiefer abtauchen zu können. Nach der Erteilung des entsprechenden Befehls ging der Kontakt verloren.
Die indonesische Marine sucht dezeit fieberhaft mit Spezialschiffen, einem Hubschrauber und Sonar nach dem Unterseeboot. Auch andere Länder aus der Nachbarschaft helfen. Es seien maximal 72 Stunden Zeit, wenn es länger dauert, werden alle an Bord sterben', warnte ein Experte der Marine.
Der U-Boot-Experte Frank Owen vom Submarine Institute of Australia: 'Die meisten U-Boote sind mit allem ausgerüstet, damit die Mannschaft mindestens 7 Tage überleben könne. Zu Ausrüstung gehören Sauerstoffkerzen, die beim Verbrennen Sauerstoff abgeben, und Chemikalien, die Kohlendioxid entfernen, sobald Luft durch sie gespült wird'.
Schlimmer wiegt aber die Tatsache, dass die 'KRI Nanggala-402' nicht mit einer Andockmöglichkeit für ein Rettungs-Tauchboot ausgestattet ist. Daher gibt es keine Rettungsmöglichkeit. Nur wenn das U-Boot in weniger als 180 Metern auf dem Meeresboden liegt, kann die Crew einzeln mit einem Spezialanzug entkommen. Die 'Nanggala' insgesamt zu heben ist die letzte Möglichkeit, dauert aber sehr lang.
Die Retter stießen in der Zwischenzeit auf ein noch nicht identifiziertes Metallobjekt. Es sei sehr magnetisch und befinde sich rund 100 Kilometer nördlich von Bali in 50 bis 100 Metern Tiefe, wo die "KRI Nanggala 402" zuletzt ihre Position gemeldet habe, so Margono. Noch sei nicht klar, ob es sich bei dem Metallobjekt um das vermisste U-Boot handle.
NickT schreibt am 23.04.2021: "Dass ein stark magnetisches Objekt gefunden wurde spricht vermutlich eher gegen das U-Boot. Dieser Typ wurde in Deutschland aus nicht-magnetischem Stahl gebaut und soweit ich weiss wird sehr streng darauf geachtet, magnetisches Material fernzuhalten, bis hin zum Essbesteck aus Aluminium. Trotzdem hoffen wir mal, dass das Boot gefunden und die Besatzung gerettet werden kann."
Letzte Position der 'Nanggala'
(Bild: nn) Großbild klick!
Die 'KRI Nanggala-402' verfügt über einen diesel-elektrischem Antrieb wiegt 1395 Tonnen, ist 59,5 Meter lang, 6,3 Meter breit und hat ein Tiefgang von 5,5 Meter. Indonesien verfügt über insgesamt fünf Unterseeboote.
Quelle:Peter Walter


Aufklärung am Mittelmeer
(Bild: SOS MEDITERRANEE) Großbild klick!
SOS MEDITERRANEE: Viele Tote bei Bootsunglück vor Libyen
(23.04.2021) Ein Schlauchboot mit 130 aus Libyen geflüchteten Menschen an Bord war am Mittwochmorgen in Seenot geraten. Nachdem das Rettungsschiff der NGO, die Ocean Viking, einen Notruf erhalten hatte, suchte die Crew stundenlang nach dem Boot in Seenot. An der Unglückstelle nordöstlich von Tripolis angekommen, fand sie nur noch Tote vor.
Der Notruf war über die NGO Alarm Phone gekommen, die in den vergangenen zwei Tagen insgesamt drei Boote in Seenot in den internationalen Gewässern vor Libyen meldete. Als die Ocean Viking die Notrufe empfing, war das Rettungsschiff mindestens zehn Stunden Fahrzeit entfernt. Luisa Albera, Such- und Rettungskoordinatorin an Bord des Rettungsschiffes: 'Wir haben nacheinander nach zweien dieser Boote gesucht, in einem Wettlauf gegen die Zeit und bei sehr rauer See mit bis zu sechs Meter hohen Wellen'.
Beschädigtes Flüchtlingsboot
Beschädigtes Flüchtlingsboot
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Es gab keinerlei Koordination durch eine staatliche Rettungsleitstelle, keinerlei Unterstützung von den zuständigen Seebehörden. Wir haben mit drei Handelsschiffen zusammengearbeitet, um die Suche unter diesen äußerst schwierigen Bedingungen auf See zu organisieren. Heute dann, während wir unermüdlich weitersuchten, wurden drei Leichen vom Handelsschiff 'My Rose' im Wasser gesichtet. Ein Frontex-Flugzeug entdeckte kurz darauf das Wrack eines Schlauchbootes. Seit unserem Eintreffen vor Ort haben wir keine Überlebenden finden können, stattdessen mindestens zehn Leichen in der Nähe des Wracks ausfindig gemacht.'
Zuvor war die Ocean Viking dem ersten Notruf von Alarm Phone nachgegangen und hatte den gestrigen Tag mit der Suche nach einem Holzboot in Seenot verbracht, ohne Erfolg. Das Schicksal der rund 40 Menschen an Bord des Holzbootes ist bislang unbekannt.
Mehr als 350 Menschen sind in diesem Jahr bereits auf der Flucht aus Libyen im zentralen Mittelmeer umgekommen - ohne die dutzenden Toten und Vermissten der Bootsunglücke der vergangenen Tage mitzuzählen. 'Die europäischen Staaten entziehen sich ihrer Verantwortung, Such- und Rettungsaktionen zu koordinieren. Sie überlassen es privaten Akteuren und der Zivilgesellschaft, das von ihnen geschaffene, tödliche Vakuum zu füllen. Das Ergebnis dieser vorsätzlichen Untätigkeit können wir heute auf See von unserem Schiff aus sehen. Wir sind erschüttert' sagt Luisa Albera. 'Wir denken an die Menschen, die ihr Leben verloren haben, und an die Familien, die vielleicht nie Gewissheit darüber erlangen werden, was mit ihren Angehörigen geschehen ist.'
Quelle:Frank Binder


22.04.2021

U-Boot 'Nanggala'
U-Boot 'Nanggala'
(Bild: Cobatfor) Großbild klick!
Indonesisches U-Boot gesunken
Am 21. April 2021, nach letzter Funkverbindung gegen 3 Uhr Ortszeit, verschwand das U-Boot 'Nanggala' der Indonesischen Marine unter bisher ungeklärten Umständen auf einer Routinemission mit Torpedoübungen etwa 51 Seemeilen (95 Kilometer) nördlich von Bali. An Bord befinden sich 53 Besatzungsmitglieder, die Meerestiefe beträgt dort etwa 700 Meter. Vom indonesischen Militär wurden Singapur und Australien um Unterstützung bei der Suche gebeten. Am selben Tag teilte das indonesische Verteidigungsministerium mit, Helikopter hätten einen Ölfleck in dem Areal des Meeres entdeckt, in dem das U-Boot vor Kontaktabbruch positioniert war.
Mit der Swift Rescue setzte sich ein auf U-Boote spezialisiertes Rettungsschiff der Streitkräfte Singapurs zur letztbekannten Position der Nanggala in Bewegung.
Periskop der 'Nanggala'
Periskop der 'Nanggala'
(Bild: Indonesian Navy) Großbild klick!
Am 22. April 2021 erklärte der ranghöchste Admiral der indonesischen Marine, dass - ausgehend von 53 Personen Besatzung - die Sauerstoffreserven für einen dreitägigen Tauchgang ausreichen und der Sauerstoff spätestens am 24. April, um 03:00 Uhr UTC+8 (23. April, 19:00 UTC) aufgebraucht sei.
Die Nanggala lief am 4. September 1980 bei Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel vom Stapel. Am 6. Juli 1981 wurde sie in den Dienst der indonesischen Marine gestellt und nach Indonesien überführt. Benannt wurde sie nach der Waffe des im indonesischen Puppenspiel Wayang auftretenden Hindugotts Balarama, einem Pflug.
Die beiden U-Boote der Cakra-Klasse, KRI Cakra und Nanggala, waren mehrere Jahrzehnte lang die einzigen aktiven U-Boote in der indonesischen Marine.

Video (Dank an Frank Binder)

Nanggala wurde im Jahr 1989 bei den Howaldtswerken in Kiel nachgerüstet. Von Oktober 1997 bis Juni 1999 wurden in Surabaya die Batterien gewechselt, sowie das Sindbad TFCS eingerüstet. Von 2010 an wurde das U-Boot in Südkorea über zwei Jahre umfassend modernisiert und im Februar 2012 wieder an die indonesische Marine übergeben. Nach der Überholung war Nanggala in der Lage, vier Torpedos gleichzeitig auf verschiedene Ziele abzufeuern und Schiffsabwehrraketen wie Exocet oder Harpoon zu verschießen. Nach der Modernisierung betrug die Höchstgeschwindigkeit 25 Knoten (46 km/h) (getaucht).
Zentrale der 'Nanggala'
Zentrale der 'Nanggala'
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Anm. der Redaktion: Es ist unwahrscheinlich, dass ein U-Boot, das für eine Tiefe von 250 bis 500 Metern ausgelegt ist, 700 Meter unbeschädigt übersteht, dafür spricht auch der Ölfleck über der Untergangsstelle.
Heri Oktavian, commander of KRI Nanggala
Heri Oktavian, commander of KRI Nanggala
(Bild: Indonesian National Armed Forces) Großbild klick!
Quelle:Peter Walter


21.04.2021

Mit großem Bedauern haben wir den Entschluss von Tim zur Kenntnis genommen, ESYS zu verlassen und so haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Wir bedanken uns für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Diese Zusammenarbeit hat beide Seiten viel Arbeit gekostet, aber nun können wir uns auch anderen Aufgaben widmen, siehe die vielen neuen Häfen.
Das ESYS-Team wünscht Tim viel Erfolg für die Zukunft.
Ganz gestorben sollten aber die SOS-Nachrichten nicht sein:
Vielleicht findet sich ja jemand, der diese reizvolle Arbeit übernehmen will oder möglicherweise kommt von Euch die eine oder andere Nachricht, Bilder wären auch gut ... Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, Sie bekommen dann weitere Informationen. Selbstverständlich steht auch Ihr Name unter der Meldung.


09.04.2021

Frachter 'Eemslift Hendrika' in Sicherheit
(09.04.2021) Am späten Mittwochabend konnten große Ankerzieh-Schlepper den in Seenot geratenen Frachter 'Eemslift Hendrika' ins Schlepptau nehmen. Sie hatte 350 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Diesel an Bord und drohte im Laufe der Nacht auf Land zu driften und empfindliche Naturgebiete zu verschmutzen.
Vier Spezialisten der Bergungsmannschaft landeten gegen 21.30 Uhr Ortszeit auf der 'Eemslift Hendrika'. Trotz widriger Wetterbedingungen gelang es ihnen gegen 22.30 Uhr erfolgreich eine Schleppverbindung mit einem Ankerzieh-Schlepper herzustellen. Inzwischen haben sie die 'Eemslift Hendrika' weiter nach Norden geschleppt und in einer geschützten Bucht verankert, wo das Schiff inspiziert und die Ladung stabilisiert werden kann.
Quelle:Peter Walter


08.04.2021

Rotes Meer: Explosion auf iranischem Schiff
(08.04.2021) Eine rätselhafte Explosion ereingnete sich auf dem iranischen Schiffe 'MV-Saviz' im Roten Meer: Die exakten Hintergründe sind noch unklar, aber das iranische Außenministerium bestätigte den Vorfall. Laut einem Pressebericht ist Israel für den Vorfall verantwortlich.
Das Wall Street Journal zitierte ungenannte Beamte aus der Region und aus den USA und schrieb, Israel habe 'Wasserminen, verwendet, um im Roten Meer und anderen Gegenden der Region iranische Schiffe oder solche, die iranische Fracht transportieren, anzugreifen, die auf dem Weg nach Syrien waren.'
Es handele sich dabei um eine Vergeltungsaktion auf frühere iranische Angriffe auf israelische Schiffe. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hatte den Iran im März für eine Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman verantwortlich gemacht.
Laut der US-Website GlobalSecurity.org wird der beschädigte Frachter von der Marine der Revolutionsgarden als Versorgungsschiff eingesetzt.
Quelle:Peter Walter


07.04.2021

Archivbild Frachter 'Eemslift Hendrika'
Archivbild Frachter 'Eemslift Hendrika'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
'Eemslift Hendrika' treibt steuerlos im Sturm
(07.04.2021) Der niederländische Frachter 'Eemslift Hendrika' ist vor Norwegen in Seenot geraten: Die Maschine des Frachters funktioniert nicht, er hat Schlagseite und droht in schwerer See mit bis zu 15 Meter hohen Wellen zu kentern. Die 'Eemslift Hendrika' befindet sich 130 Kilometer von der Stadt Ålesund entfernt.
und seine Besatzung in Sicherheit gebracht worden. Das norwegische Rettungskoordinierungszentrum konnte die zwölf Besatzungsmitglieder per Hubschrauber retteten, nachdem sie die tobende See gesprungen waren.
Die Norwegische Kystvakten teilte mit, der Schwerpunkt liege nun darauf das Schiff stabilisieren und von der Küste fernzuhalten.
Die 'Eemslift Hendrika' ist spezialisiert auf Schiffstransporte. Gegenwärtig hat sie drei Fischkutter und eine Segelyacht auf dem Deck.
Quelle:Peter Walter


04.04.2021

 Seenotkreuzer Pidder Lüng
Seenotkreuzer Pidder Lüng
(Bild: Jens Bludau) Großbild klick!
Sylt: Baby auf der Nordsee geboren
(04.04.2021) Wie DGzRS berichtet, erblickte der um 4:02 Uhr an Bord des Seenotrettungskreuzers "Pidder Lüng" ein Baby das Licht der Welt. Die Mutter (25): "Wir sind superglücklich und es geht uns allen gut."
'Ich hatte unterwegs schon den Eindruck, dass das nicht mehr lange dauert', sagte Holger Speck, Steuermann der "Pidder Lüng".
Die Mutter sollte mit dem Schiff "Pidder Lüng" der DGzRS von Sylt zum dänischen Havneby gebracht und von dort aus mit einem Rettungswagen zur Klinik in Flensburg gefahren werden.
Doch 'Bosse' kam schon zur Welt bevor alle an Land gehen konnten. Der Rettungswagen aus Flensburg wurde nicht mehr benötigt und konnte den Einsatz
Mutter und Kind wohlauf
Mutter und Kind wohlauf
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
abbrechen: Mutter und Kind ging es so gut, dass alle gemeinsam die Rückreise nach List per Seenotrettungskreuzer antreten konnten.
ABER: Was wird künftig als Geburtsort im Pass stehen? Das dürfen die Eltern entscheiden, und auch Koordinaten sollen als Eintrag im Pass möglich sein.
Quelle:Peter Walter


03.04.2021

Portrait Albert Einstein
Albert Einstein
(Bild: Famlmdjr) Großbild klick!
'Ever Given': Die Dummheit mancher Menschen ist unendlich
(03.04.2021) Die 'Ever Given' ist in den USA jetzt auch Gegenstand einer QAnon-Verschwörungstheorie. Die Anhänger sind davon überzeugt, dass der Frachtraum voller Kinder ist und dass Hillary Clinton etwas damit zu tun hat.
Der 'Daily Beast' zufolge begann die fragwürdige Verschwörungstheorie wie folgt: Die 'Ever Given' trägt das Rufzeichen H3RC. Hillarys
Geheimdienst-Codename ist Evergreen und ihre Initialen sind HRC. Die Trump-freundlichen QAnon-Anhänger konstruierten daraus, dass das Schiff entführte Kinder, an Bord habe und dass der Kapitän die 'Ever Given' absichtlich auf Grund hat laufen lassen, um einen Hinweis zu geben.
Aber wie kommt QAnon auf entführte Kinder? Sie verbinden das Schiff mit Menschenhandel, weil sie davon überzeugt sind, dass Hillary Clinton und der Ex-Präsident Barack Obama in Kinderhandel rund um die große Adrenochrom-Verschwörung verwickelt sind. Dies soll eine entschlüsselte E-Mail bewiesen haben.
Verschwörungstheoretiker behaupten schon länger, es gäbe schon seit Hunderten von Jahren eine Art Supersekte einer verschworenen 'Elite', die im Untergrund Kinder missbraucht: Diese Supersekte extrahiert so Adrenochrom, dieses bildet sich als Nebenprodukt von Adrenalin, aus dem Blut der Kinder um es als Verjüngungsmittel und Power-Droge zu nutzen, um stärker, fitter, sexier zu sein als, der Rest der Menschheit.
Albert Einstein hat gesagt: 'Das Weltall ist nicht unendlich'. Die Dummheit mancher Menschen aber schon ... Quelle:Peter Walter


Großer Bittersee: Position der 'Ever Given'
Großer Bittersee: Position der 'Ever Given'
(Bild: OpenSeaMap) Großbild klick!
Schadensersatz in Milliardenhöhe?
Die 'Ever Given' könnte noch längere Zeit ankern: Wegen der tagelangen Blockade fordert die Kanalbehörde jetzt einen Schadenersatz von einer Milliarde Dollar und will die Weiterfahrt erst bei einer Einigung erlauben. Die 'Ever Given' liegt jetzt im Großen Bittersee, wo sie die Schifffahrt nicht blockiert.
Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde der staatlichen ägyptischen Nachrichtenseite Al-Ahram sagte: "Wir haben viel Mühe und Arbeit in die Rettung des Schiffs gesteckt. Wir haben täglich Einnahmen verloren. Uns steht eine Entschädigung zu". So seien Verluste in Höhe von 14 bis 15 Millionen Dollar pro Tag und die tagelangen Arbeiten mit Baggern und Schleppern zur Freilegung des Schiffs entstanden. An dessen Bord sei Fracht im Wert von 3,5 Milliarden Dollar, sagte Rabi."
Anmerkung der Redaktion: Der Wert der Fracht von 3,5 Milliarden Dollar darf bezweifelt werden ...
Die taiwanesische Reederei Evergreen Marine trägt nach Aussage des Präsidenten Eric Hsieh keine Verantwortung für die verspätete Fracht. Mögliche Schäden würden durch Versicherungen gedeck. Sie könnte aber haften für Verspätungen anderer Schiffe (und das ist ein heftiger Brocken).
Ermittlungen sollen aufklären, wie es zu dem Unfall kam. Ägypten wird den Schiffsdatenschreiber auswerten und mit der Crew sprechen. Auch die Seefahrtsbehörde Panamas, (Flagge der Ever Given) und das Unternehmen Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) haben Recherchen angekündigt.
Quelle:Peter Walter


01.04.2021

Querschnitt Suezkanal
Querschnitt Suezkanal
(Bild: Mrmw) Großbild klick!
'Ever Given': Der WIRKLICHE Grund der Strandung
Am 23. März 2021 fuhr das Containerschiff 'Ever Given' in den Suezkanal ein. Was jedoch danach geschah, hatte laut Seefahrtechnik-Ingenieur Evert Lataire (Universität Gent/ Belgien) nichts mit Wind oder schlechter Sicht (Sandsturm) zu tun, obwohl Evergreen Marine unerwartet starke Winde als Grund des Auflaufens nannte.
Mit dem Institut 'Flanders Hydraulic Research' untersucht seine Forschungsgruppe das Verhalten von Schiffen in engem und flachem Wasser. In einem Presseinterview betonte er seine Überzeugung, dass bei der Havarie der 'Ever Given' der sogenannte 'Bank Effect' wirkte: Der Bankeffekt ist die Tendenz des Hecks eines Schiffes, in Richtung eines nahen Ufers zu schwingen, wenn es in einem Fluss oder einer verengten Wasserstraße betrieben wird.


Der Bank-Effekt
Der Bank-Effekt
(Bild: Tosaka) Großbild klick!
Das können Sie ganz einfach zuhause nachvollziehen: Nehmen Sie ein Blatt Papier und beschriften es unten mit 'Heck' und oben mit 'Bug'. Halten Sie es etwa 4 Zentimeter mit 'Bug' nach unten an eine Wand und blasen sie von oben in den Zwischenraum: Das 'Heck' wird zu Wand gezogen. Selbiges ist mit der 'Ever Given' passiert ...
Auf einem Video von 'VesselFinder' ist der Kurs der 'Ever Given' durch den Kanal festgehalten. Zu sehen ist, wie das Schiff auf Nordkurs kurz nach seiner Einfahrt in den Suezkanal etwa um 7.40 Uhr morgens (Ortszeit) immer mehr dem westlichen Kanalufer nähert.
In den Worten von Professor Lataire machte sich die Erkenntnis von Bernoulli folgendermaßen bemerkbar: 'Die unterschiedlichen Druckverhältnisse bewirkten, dass das Schiff unabwendbar im Uhrzeigersinn zu gieren begann.' Das heißt: Sein Bug entfernte sich zunächst wieder etwas vom Westufer des Kanals, während sein Heck sich Richtung Ufer bewegte. Die Längsachse des Schiffs drehte sich insgesamt nach rechts um eine gedachte senkrechte Achse etwa in der Mitte des Schiffs.
Je schneller das Wasser strömt, desto geringer ist der Druck in ihm. Daniel Bernoulli hätte sich aber im 18. Jahrhundert wohl kaum vorstellen können, dass dermaleinst aufgrund einer praktischen Auswirkung seines physikalischen Strömungsgesetzes mindestens ein Zehntel des weltweiten Warenverkehrs zum Erliegen kommen würde.
Schon die Drehung um nur 20 Grad genügte und die Katastrophe für die globalisierte Weltwirtschaft war perfekt: Mit einer Geschwindigkeit von über zehn Knoten und dem Newtonschen Beharrungsvermögen einer trägen Schiffsmasse von über 200 000 Tonnen begann der Wulstbug der 'Ever Given' sich tief in den Sand der östlichen Uferböschung des Suezkanals zu bohren.
Quelle:Peter Walter


Kanufahrer kentert auf der Kinzig
(01.04.2021) Am Sonntag vormittags kenterte ein Paddler auf dem Main bei Main-Kinzig. Der Kanufahrer war laut derzeitigen Informationen im Pulk mit weiteren Kanufahrern sowie unter Begleitung einer Motorbootes auf dem Main unterwegs.
Aus bislang ungeklärter Ursache kenterte der Kanufahrer und trieb auf dem Main. Zeugen alarmierten umgehend die Feuerwehr woraufhin Rettungskräfte mit mehreren Booten anrückten, um die Kanufahrer zu retten. Der im Wasser tribende konnte gerettet werden und wurde durch den Rettungsdienst betreut. Insgesamt waren etwa 5 Boote von verschiedenen Feuerwehren aus dem näheren Umkreis im Einsatz.
Quelle:Peter Walter




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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