EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotmeldungen
Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker



Keine Gewähr für die sachliche Richtigkeit von Suchmeldungen!




Meldungen von Schiffsunfällen und Fragen NUR an




15.09.2019

'Dubai Harmony', wird gelöscht
'Dubai Harmony', wird gelöscht
(Bild: NSSR)

Feuer auf Tanker im Hjeltefjord/Norwegen
(15.09.19) Am 13.9. brach gegen 11 Uhr im Maschinenraum des liberianischen Tankers 'Dubai Harmony', 62806 BRZ (IMO: 9285835), am Stureterminal in Øygarde ein Feuer aus. Das Schiff hatted ort um 1.15 Uhr von Göteborg kommend festgemacht, um enie Ladung Öl aufzunehmen. Über 80 der 106 Arbeiter auf dem Gelände des Ölterminals wurden evakuiert.
22 Mann essentielles Personal blieb in Bereitschaft. Eine Sicherheitszone von einer Meile wurde um den Tanker eingerichtet und über ihm ein Flugverbot bis in 3.000 Metern Höhe. Löschboote und Feuerwehrfahrzeuge wurden auch aus Bergen angefordert.
Der Terminalbetreiber Equinor assistierte mit Personal, um die Feuerwehr zu unterstützen. 15 Mann aus Bergen gemeinsam mit anderen Crews der Rits-Gruppe waren vor Ort. Weder Feuerwehr noch Equinor hatten zunächst einen Überblick über möglicherweise an Bord befindliches Öl.
Tatsächlich befanden sich nur rund 40 Tonnen Bunkeröl in den Tanks. Das NSSR-Rettungsboot 'Kristian Gerhard Jebsen' ging auf standby im Hjeltefjord und überwachte die Lage. Die mit Feuerlöschmonitoren bestückten Schlepper 'Ajax', 'Tenax' und 'Velox' gingen seeseitig gegen das Feuer vor.
Die 23-köpfige Crew wurde vollzählig evakuiert. Einer der Seeleute wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung medizinisch betreut. Um 13.10 Uhr gelang es, den Brand zu löschen.
Über mögliche Umweltschäden war zunächst nichts bekannt. Danach wurde der Rumpf weiter abgekühlt. Der Terminalbetrieb konnte wiederaufgenommen werden. An Abend lag nur noch das Offshore-Schiff 'Tenax' (IMO: 9348716) am Tanker. Die norwegischen Behörden schickten Inspektoren zur Untersuchung des Unglücks, auch die Küstenwache war mit Personal vor Ort. Die Polizei begann, im Zuge der Ermittlungen die Crew zu befragen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter saß vor Thessaloniki fest
(15.09.19) Der maltesische Zementfrachter 'Sirius Cement I', 8180 BRZ (IMO: 8009545), geriet am 14.9. gegen 11 Uhr mit einer 15-köpfigen Crew sowie einer Ladung Zement vor Thessaloniki auf Grund, als er mit Kurs Margera in den Golf von Saloniki auslief. Vier Stunden später wurde er von den Schleppern 'Megalochari VII' und 'Christos XLIV' wieder flottgemacht und zurück in den Hafen gezogen.
Nach Abschluss der notwendigen Inspektionen verließ das Schiff den Hafen erneut am 15.9. um 11.30 Uhr und sollte am 19.9. in Margera eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Baltic Moon'
Archivbild 'Baltic Moon'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Havarie in Brunsbüttel
(15.09.19) Beim Einlaufen in die alte Südschleuse in Brunsbüttel kam es am 15.9. um 13.15 Uhr auf dem britischen Frachter 'Baltic Moon', 2545 BRZ (IMO: 9195729), der sich auf der Reise von Calais nach Nakskov befand, zu einem Maschinenblackout. Das Schiff drohte auf die Lotsenboote im alten Vorhafen zu laufen. Die 'Dithmarschen' warf daraufhin schnell von ihrem Liegeplatz los, um Schlimmeres zu verhindern.
Der Zwischenfall musste in der Schleuse protokoliert werden. Die 'Baltic Moon' erhielt ein Weiterfahrverbot und musste an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel festmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Mekhanik Kottsov'
Archivbild 'Mekhanik Kottsov'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Maschinenausfall vor Flamborough Head
(15.09.19) Auf dem russischen Frachter 'Mekhanik Kottsov', 2489 BRZ (IMO: 8904410), kam es auf der Fahrt von Grimsby nach Archangelsk mit einer 13-köpfigen Crew an Bord am 13.9. gegen 22.40 Uhr zu einem Maschinenausfall 22 Meilen nordöstlich von Flamborough Head. Die Crew begann mit eienr Reparatur, und am 14.9. um 00.25 Uhr setzte das Schiff die Reise fort. Es sollte am 22.9. im Zielhafen eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht gesunken in Hamburg
Motoryacht gesunken in Hamburg
(Bild: WSP)

Motoryacht sank nach Kollision auf der Elbe
(15.09.2019) Die HADAG-Fähre 'Falkenstein' (MMSI: 211437280), kollidierte am 14.9. gegen 18.45 Uhr in Hamburg auf der Elbe mit einer 15 Meter langen Motoryacht und riss ein großes Loch in deren Rumpf. Die Yacht begann übers Heck wegzusacken. Einsatzkräfte von Wasserschutzpolizei, DLRG und Feuerwehr retteten die acht Personen an Bord. Sie wurden von Rettungskräften betreut, ein Mann kam mit einer Handverletzung ins Krankenhaus.
Das Polizeiboot 'WS 31' nahm die sinkende Yacht längsseits und bugsierte sie zu einer Pier in der Nähe des Anlegers Fischmarkt. Hier sank sie übers Heck weg und kenterte. Nur noch ein Teil des Bugs ragte aus dem Wasser.
Die Feuerwehr legte eine Ölsperre um das Wrack aus. An Bord der mit 150-200 Personen besetzten "Falkenstein" wurde niemand verletzt, das Schiff kam mit Schrammen davon. Die Ursache des Unglücks war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schubverband lief auf Yacht auf
(15.09.19) Am Abend des 12.9. gegen 21:15 kam es auf dem Main bei Frankfurt Niederrad zur Kollision eines Schubverbands, der mit Sand und Kies beladen war, mit einer Segelyacht. Deren Skipper konnte sich mit einem Sprung auf den vorgespammtem Koppelleichter des Verbands retten und wurde dabei leicht verletzt. Während der Bergung der Yacht, die bei dem Unfall erheblich beschädigt wurde, war der Main zwischen Schleuse Offenbach und Schleuse Griesheim für ca. 2 Stunden gesperrt.
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an. Zeugen berichteten, dass die Segeljolle nicht oder nicht ausreichend beleuchtet gewesen war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wassereinbruch in Krefeld
(15.09.19) Am Vormittag des 13.9. stellte gegen 10:30 Uhr der Schiffsführer eines Gütermotorschiffs beim Löschen der Ladung im Krefelder Hafen fest, dass in zwei Laderäume Wasser eintrat. Das Schiff entwickelte leichte Schlagseite nach Steuerbord. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei wurden alarmiert.
Auch das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt wurde in Kenntnis gesetzt. Das Schiff hatte Düngemittel geladen. Taucher überprüften nun den Rumpf des Schiffs auf Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Leichterschiff sank mit 152 Containern
(15.09.19) Das mit 152 Containern beladene Leichterschiff 'Golf Argo' sank am Abend des 12.9, in den Gewässern von Bangladesch auf dem Weg von Chittagong nach Kolkata. Es hatte in rauer See einen Maschinenausfall erlitten.
Die 14-köpfige Crew wurde am Morgen des 13.9. von einem Marineschiff gerettet. Der Frachter lag mit überflutetem Hauptdeck und noch sichtbaren Aufbauten in der aufgewühlten See auf Grund. Dutzende Container trieben ab und stellten eine Schifffahrtsgefährdung dar.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Taizhou
(15.09.19) Der chinesische Bulkcarrier 'Hua Jiang 17', 29271 BRZ (IMO: 9630822), geriet am 13.9. von Tinajin kommend beim Ansteuern des Kais des Hauifu Grain Terminals in Taizhou, Jiangsu Provinz, auf dem Yangtse außer Kontrolle. Er schrammte mit seiner Steuerbordseite an der Kaianlage entlang und beschädigte diese erheblich. Auch der Frachter wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Ciudad del Carmen
(15.09.19) Auf dem mexikanischen Versorger 'Caleta', 498 BRZ (IMO: 9413171), kam es am 13.9. um 3.40 Uhr zu einem Maschinenversager, als er gerade den Hafen von Ciudad del Carmen in Richtung des Golfs von Mexiko verlassen wollte. Daraufhin kollidierte er mit dem Kai liegenden Crewboot 'Dona Diana', 427 BRZ (IMO: 9460112). Dieser war gerade auslaufklar mit rund 80 Ölarbeitern, die auf verschiedenen Plattformen im Golf abgesetzt werden sollten.
Das Schiff erhielt wegen eines Risses oberhalb der Wasserlinie an Steuerbordseite ein Auslaufverbot bis zu einer Reparatur. Die 'Caleta' kam mit oberflächlichen Schäden davon. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Suez-Kanal
(15.09.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Leda C.', 44600 BRZ (IMO: 9583768), erlitt beim Transit des Suez-Kanals am 11.9. in einem nordgehenden Konvoi einen Maschinenschaden. Schlepper zogen den Havaristen auf den Großen Bittersee zur Reparatur. Am 13.9. um 15.40 Uhr konnte der Frachter seine Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wassereinbruch im Maschinenraum
(15.09.19) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter 'Evora', 201 BRZ (IMO: 7006041), erlitt bei Beladearbeiten vor Kinvara an der Terrea-Pier in der Süd-Galway Bay am 13.9. einen Wassereinbruch im Maschinenraum. Das mit einer Ladung Zement zu den Bahamas bestimmte Schiff wurde vom Marine Survey Office (MSO) nach einer Inspektion mit einem Auslaufverbot belegt. Die vierköpfige Crew, drei Kubaner und ein Kolumbianer, wurden von einem Vertreter der ITF zu ihren Lebensverhältnissen an Bord befragt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision bei Tecumseh
(15.09.19) Der kanadische Bulkcarrier 'Whitefish Bay', 24430 BRZ (IMO: 9639880), kollidierte am 10.9. von Toledo kommend rund vier Meilen nordnordöstlich von Tecumseh mit dem 20 Meter langen, amerikanischen Schlepper 'Bowditch' (MMSI: 367347840). Die Havarie ereignete sich, als dieser vom Frachter überholt wurde.
Beide Schiffe stoppten kurz, konnten ihre jeweiligen Reisen dann aber fortsetzen. Am 14.9. um 9.20 Uhr machte der Selbstlöscher in Detroit fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tote und Vermisste bei Bootsunglück im Kongo
(15.09.19) Bei einem Bootsunglück auf dem Fluss Kongo nahe der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa könnten mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen sein. Als es am Morgen des 15.9. sank, waren 102 Passagiere an Bord. 76 Menschen konnten bisher gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


13.09.2019

Umgestürzte LKWs in der 'Hypatia de Alejandría'
Umgestürzte LKWs in der 'Hypatia de Alejandría'
(Bild: Juan Lorenzo)

Mallorca: Aufräumarbeiten auf Fähre in Palma beendet
(13.09.19) Erst am 12.9. gelang es, die letzten beiden von insgesamt vier Trucks, die im Autodeck der zypriotischen Fähre 'Hypatia de Alejandría', 28658 BRZ (IMO: 9498755), am Morgen des 11.9. umgestürzt waren, im Hafen von Palma de Mallorca wiederaufzurichten. Die Arbeiten hatten sich in der Enge des Decks als kompliziert erwiesen. Das Aufrichten war aber Voraussetzung dafür, dass auch die 38 Trailer, die nach Ciutadella bestimmt waren, von Bord geholt werden konnten.
Sie waren durch die gekippten Laster zuvor blockiert gewesen. Insgesamt hatten rund 40 Fahrzeuge auf dem Schiff bei seinem Sturmritt durch sechs bis sieben Meter hohe Wellen Schaden genommen. Nachdem das Deck endgültig gelöscht und aufgeklart war, konnte das Schiff den Dique del Oeste um 18.40 Uhr wieder verlassen und nahm als nächstes Kurs auf den Hafen von Barcelona, wo es am 13.9. um 00.40 Uhr eintraf.
Die Fährreederei Balérai wurde unterdessen dafür kritisiert, das Schiff in den Sturm geschickt zu haben. Außerdem wurde der Verdacht geäußert, die Trucks seien nicht ausreichend gesichert gewesen. Insgesamt waren auf der Fahrt 253 Passagiere, von denen niemand zu Schaden kam, 75 Pkw und 77 Trucks an Bord gewesen. Die verunglückten Laster waren eigentlich nach Alcúdia bestimmt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Katamaran sank nach Feuer vor Sivota
(13.09.19) Am 11.9. wurde die Nidri Port Authority informiert, dass auf der belgischen Katamaranyacht 'Abred' südlich der Bucht von Sivota am Morgen ein Feuer ausgebrochen war. Zwei Patroullienboote mit Feuerwehrkräften an Bord und ein Strandfahrzeug wurden alarmiert. Der Skipper wurde unversehrt gerettet und an Land gebracht.
Für das Boot gab es keine Rettung, es sank auf 100 Metern Wassertiefe. Die Lefkada Port Authority leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Panta Rhei'
Archivbild 'Panta Rhei'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Havarierter Frachter nach Vlissingen/Holland geschleppt
(13.09.19) Der holländische Frachter 'Panta Rhei', 2409 BRZ (IMO: 9489522), erlitt auf der Reise von Kunda nach Vlissingen am 11.9. um 8.30 Uhr einen kompletten Maschinenausfall auf Position 52 45 30 N, 003 43 24 EO. Nachdem die Crew vergeblich versucht hatte, die Maschine wieder in Gang zu bekommen, wurde der Schlepper 'Multratug 4' zur Assistenz gerufen. Er nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn am 12.9. u, 14.40 Uhr nach Vlissingen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Milos
(13.09.19) Am 12.9. kam es auf dem griechischen Frachter 'Hercules I', 2653 BRZ (IMO: 9379480), zu einem Maschinenschaden, als er mit einer 11-köpfigen Crew an Bord auf der Fahrt von Aliven Bay nach Volos war, wo er am 13.9. hätte eintreffen sollen. Das Schiff, das sich vor Milos im Seegebiet von Polioigos befand, warf auf Position 36° 39.63' N 024° 27.43' O Anker. Dann machte sich die Crew an die Reparatur des Schadens.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer in der Abgasanlage
Feuer in der Abgasanlage
(Bild: Polizei Dusiburg)

Feuer auf Tankmotorschiff in Köln
(13.09.19) Auf dem Rhein in Höhe des Deutzer Vorhafens bei Flusskilometer 687,3 brach am 12.9. gegen 15 Uhr im Maschinenraum des in Richtung der Niederlande zu Tal laufenden, holländischen Tankmotorschiffs 'Stolt Florence', 3644 ts (EU-Nr.: 02333731), ein Feuer aus. Der Schiffsführer entdeckte vom Ruderhaus aus Rauch, der aus dem Maschinenraum aufstieg. Er rief die Rettungskräfte, drehte sein Schiff und macht rechtsrheinisch bei der Deutzer Werft fest.
Feuerwehr und die Kölner Wasserschutzpolizei waren vor Ort im Einsatz. Die sechsköpfige Crew blieb unverletzt. Mithilfe eines Löschboots gelang es, den Brand an Bord des unbeladenen Schiffs erfolgreich zu bekämpfen. Ein Einsatztrupp stieg mit Atemschutzmasken in den Maschinenraum, um den Brandherd zu lokalisieren.

Feuerwehr an der 'Stolt Florence'
Feuerwehr an der 'Stolt Florence'
(Bild: Polizei Dusiburg)
Das Löschboot pumpte Wasser in die Abgasanlage, aus der Flammen und Rauch stießen. Insgesamt war die Kölner Feuerwehr mit 45 Einsatzkräften, zwölf Fahrzeugen, zwei Löschbooten und einem Rettungsboot im Einsatz.
Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt im Maschinenraum dessen Ursache gewesen sein. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde durch die Havarie beeinträchtigt. Am 13.9. lag der Havarist weiter am Kai der Deutzer Werft in Köln.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter nach Wassereinbruch bei Preveza gesunken
(13.09.19) Die Preveza Port Authority wurde am Abend des 12.9. informiert, dass der Kutter 'Ag. Nikolaos' im Seegebiet des Neochori Arta Amvrakikos Gulf mit einer zweiköpfigen Crew an Bord leckgeschlagen war. Als ein Patroullienboot eintraf, hatte der Kutter 'Eleni L' schon die beiden Fischer gerettet. Der Havarist sank, es wurden keine Verschmutzungen festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Joanna Borchard', ex Anna Srikka
Archivbild 'Joanna Borchard', ex Anna Srikka
(Bild: Olaf Kuhnke)

Container auf deutschem Frachter gingen über
(13.09.19) Auf dem deutschen Containerfrachter 'Joanna Borchard', 9981 BRZ (IMO: 9354454), des Jebsen Shipping P Management in Jork gingen am 11.9. im Sturm Gota Fria, der mit über 100 km/h über das Mittelmeer fegte, Container über. Vor der Brücke stürzten mehrere Containerstacks um- und ineinander. Der Kapitän entschied, Castellón als Nothafen anzusteuern.
Dieser war wegen des Sturms zwar eigentlich für ein- und auslaufende Schiffe geschlossen. Wegen der Lage des Frachters wurde aber eine Einlaufgenehmigung erteilt. Der Frachter war am 9.9. aus Salerno ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sturm versenkte gestrandete Fähre in Dénia
(13.09.19) Der Sturm Gota Fria, der über das Mittelmeer fegte, machte am 11.9. der unter Zypern-Flagge laufenden Fähre 'Pinar del Río', 3454 BRZ (IMO: 9043952), die seit August gestrandete auf der Hafenmole von Dénia saß, vorzeitig den Garaus. Wellen von drei bis vier Metern Höhe brachen über das Schiff, das von den Bergern noch bestmöglich gesichert worden war, und versenkten es. Das Wagen- und Passagierdeck wurden überflutet, und von achtern her brach das Wrack stückweise auseinander.
Trümmerteile rissen ab und wurden weggespült. Der Backbordrumpf wurde komplett aufgerissen. Das Heck versank, der Bug richtete sich zum Himmel, und das Wrack wurde weiter auf die Felsen der Mole geschoben. Erst nach Abzug des Sturms wird eine neue Lagebeurteilung durchgeführt werden können, wie mit dem Abbruch des Wracks weiter verfahren wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wrack der Conception geborgen
(13.09.19) Am Nachmittag des 12.9. wurde die Bergung des Wracks des Taucherschiffs 'Conception' vor Santa Cruz Island abgeschlossen. Die Aktion hatte bei Morgengrauen begonnen. Das Wrack wurde gehoben, ausgepumpt und auf der Kranbarge 'Salta Verde' gesichert.
Die eine Meile umfassende Sperrzone an der Untergangsstelle blieb vorerst eingerichtet, solange noch Reinigungsarbeiten vor Ort im Gange waren. Nach der Brandkatastrophe war das Conception Incident Unified Command eingerichtet worden, das aus U.S. Coast Guard, Santa Barbara County Sheriff's Office, Santa Barbara County Fire Department und dem National Park Service besteht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter lief in Naturschutzgebiet auf Grund
(13.09.19) Der malaysische Frachter 'Lewang', 1999 BRZ (IMO: 9510230), strandete am Abend des 8.9. auf Kalampunian Island in Kudat, an der Nordspitze von Kalimantan. Das Schiff konnte inzwischen wieder abgebracht und in tieferes Wasser gebracht werden. Es durfte seine Reise von Kinabaly nach Sandakan, Sabah, aber nicht fortsetzen.
Zunächst mussten die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen werden. Der Eigner sollte eine Entschädigung zahlen, weil das Schiff in einem Naturschutzgebiet aufgelaufen war. Schuld an der Havarie war wohl ein Navigationsfehler.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergung der Seute Deern finanziell abgesichert
(13.09.19) Der Wissenschaftsausschuss in der Bremischen Bürgerschaft hat am Nachmittag des 12.9. der vorgeschlagenen Finanzierung der Bergung der 'Seute Deern' zugestimmt. Die Hafensenatorin Claudia Schilling (SPD) hatte die Bergung vor rund einer Woche in einer Eilentscheidung abgesegnet. 1,1 Millionen Euro sind dafür vorgesehen, von denen das Land Bremen 990.000 Euro übernimmt.
Das Geld kommt aus verschiedenen Töpfen: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bekommt rund 200.000 Euro weniger Zuschuss, die Amtliche Materialprüfungsanstalt muss auf 300.000 Euro verzichten und fast 500.000 Euro sollen aus dem Topf "Zuschüsse für die infrastrukturelle Erschließung" genommen werden. Die Stadt Bremerhaven zahlt 110.000 Euro.
Nicht nur soll Schiff vor weiteren Schäden bewahrt werden, es bestamd auch weiter eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Daher hatte die Bergung unverzüglich veranlasst werden müssen.
Das Schiff war nicht gegen einen solchen Havariefall versichert. Sollte er aber eine Folge des Brandes im Februar gewesen sein, würde die Versicherung zahlen. Das Schifffahrtsmuseum wartete auf das endgültige Gutachten des Sachverständigen Hans-Joachim Möller. Aktuell wurden Planken im Labor analysiert. Am 9.9. war damit begonnen worden, die Rahen abzumontieren. Am 10.9. verschlossen Taucher parallel Löcher an der Verkleidung des Schiffes. Als nächstes bereiteten sie alles für den Einsatz von Luftkissen vor. Damit soll das Schiff stabilisiert werden.
Am 15. oder 16.9, so die Hoffnung, sollte das Wasser gelenzt werden. Was nach der Bergung mit dem Schiff passiert, war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen


18 Fischer im Sturm gerettet
(13.09.19) Alle 18 Crewmitglieder des Kutters 'Sea Target' wurden am 12.9. vor der Küste von Maguindanao gerettet, nachdem stürmische Seen das Schiff auf dem Weg nach Lebak von Sultan Naga Dimaporo in Lanao del Norte kommend zerstörte. Am 11.9. war gegen 19 Uhr die Maschine ausgefallen. Ein anderes Boot kam dem beschädigten Kutter am frühen Morgen zu Hilfe und rettete die Fischer aus Lebak, Sultan Kudarat. Das Wrack der 'Sea Target ' wurde von Helfern aus Manalao an die Küste von Nalkan geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


12.09.2019

'Galene of Orwell' gestrandet
'Galene of Orwell' gestrandet
(Bild: Marcos Moro)

Einhandsegler verlor Yacht vor Gijón
(12.09.19) Die 11 Meter lange, britische Segelyacht 'Galene of Orwell' (MMSI: 2350757339) strandete am 1.9. unweit der Zufahrt der Gijón-Marina. Der 55-jährige britische Skipper war kurz zuvor aus dieser ausgelaufen, als der Motor versagte. Starker Wind drückte die in Ipswich beheimatete Yacht bei ablaufendem Wasser rasch auf Felsen, die vor Puerto Deportivo aus dem Wasser ragten.
Das SAR-Boot 'Salvamar Rigel' (MMSI: 224003390) sowie ein Boot der Civil Guard kamen auf seinen Notruf hin zu Hilfe, gelangten wegen des bereits zu niedrigen Wasserstands aber nicht mehr an die Yacht heran. Deshalb wurde der Helikopter Helimer 222 gerufen. Dieser zog den Einhandsegler, der auch eine Rettungsinsel ausgebracht hatte, aus dem Wasser.
Während er die Havarie mit Schrammen überstanden hatte, war seine Yacht aber leckgeschlagen und sank wenig später in der Bucht von Gijón. Da sich die Versicherung weigerte, die Bergung zu bezahlen, wurde das Wrack, dessen Mast noch aus dem Wasser ragte, zunächst mit Bojen markiert.
Es kam zu geringfügigen Kraftstoffaustritten. Sorge bereitete aber, dass losgerissene Teile Schwimmer gefährden könnten. Die Natur selbst sorgte 10 Tage später für eine Lösung:
Der Sturm, der am 10.9. über die Balearen fegte, trieb den schwer angeschlagenen Rumpf auf den Strand von Pioniente, wo es auf der Seite liegend von Strandgängern entdeckt wurde. In einer gemeinsamen Aktion von Emulsa und der Firma Urbaser wurde das Wrack dann auf einen Tieflader gehoben und abtransportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kranschiff 'Salta Verde'
Kranschiff 'Salta Verde'
(Bild: USCG)

Letztes Opfer von Brandkatastrophe geborgen
(12.09.19) Am 11.9. wurde das 34. und letzte Opfer des Feuers auf dem Taucherschiff 'Conception' im Wrack lokalisiert und von Tauchern geborgen. Bei sieben Opfern war die Identifizierung mithilfe von DNA-Tests noch nicht abgeschlossen. 21 Frauen und 13 Männer im Alter von 16 bis 62 Jahren waren dem Brand zum Opfer gefallen.
Seit dem 10.9. waren die Tauchoperationen am Wrack nach Wetterberuhigung fortgesetzt worden. Das Kranschiff 'Salta Verde' sollte das Schiff, das vergangene Woche aufgerichtet und am Grund gesichert wurde, nun heben. Während dieser Aktion sollen Taucher herabfallende Gegenstände bergen, die zur Untersuchung des Unglücks beitragen könnten.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Tuxedo Royale'
'Tuxedo Royale'
(Bild: Tony Linsman)

Legendärer Nachtclub als Wrack auf letzter Fahrt
(12.09.19) Der legendäre einstige schwimmende Nachtclub 'Tuxedo Royale', 5888 BRZ (IMO 6510784), ging am 9.9. auf seine letzte Reise. Das inzwischen klägliche Wrack wurde zum Able Seaton Port geschleppt, wo es abgewrackt wird. Das Schiff hatte die letzten 10 Jahre im Able Middlesbrough Port gelegen.
Es handelte sich um die ehemalige Fähre 'Dover' der British Rail Cross. Anfang 2009 kam sie in den Able Middlesbrough Port und sollte dort maximal zwei Wochen bleiben. Doch die Eigner gingen im August 2010 bankrott, und das einst glänzende Schiff verfiel und wurde Opfer von Vandalismus, bis es schließlich an seinem Liegeplatz sank.
Gerade als eine Gruppe sich formte, es zu restaurieren, fiel es im Juni 2018 einem Feuer zum Opfer. Wenig später wurde entschieden, dass das Wrack zerlegt wird. In den vergangenen Monaten wurde es dann soweit repariert, dass es schwimmfähig war.
An Bord waren auch Schadstoffe wie Asbest. Die oberen drei Decks des Schiffs wurden abgetrennt, danach war die Hulk transportfähig. Auch das Schwesterschiff 'Tuxedo Princess' verdiente sein Gnadenbrot als Nachtclub auf dem Tyne, bis es 2008 in der Türkei abgewrackt wurde.
Die 'Dover' enstand 1965 bei der Swan, Hunter & Wigham Richardson Ltd., Newcastle, England und wurde im Juni am die British Transport Commission, Southern Region, London, abeliefert für dem Einsatz auf der Route Dover - Calais. 1967 verlegte sie in den Dienst Newhaven - Dieppe und im Sommer 1969 und 1970 auf die Linie Holyhead - Dun Laoghaire. Beim Dienst Newhaven - Dieppe kam es am 23.10.1971 zu einer Kollision mit der Hafenmole in Dieppe.
Der Schaden am Propeller wurde in Southampton bis zum 8.11. repariert. 1972 ging es zurück auf die Route Dover - Calais und von 1974 bis 1975 auf die Route Holyhead - Dun Laoghaire. Am 14.6.1976 kollidierte das Schiff mit der Hafenmole in Dover.
Nach einem Umbau beim Aalborg Shipyard kehrte die Fähre als 'Earl Siward' nach Dover zurück. 1979 wurde sie registriert für die Sealink U.K. Ltd., Dover. 1981 brachte diese sie in den Folkestone - Boulogne. 1981 verkehrte sie wieder zwischen Holyhead und Dun Laoghaire sowie auf der Route Weymouth - Jersey - Guernsey. Am 25.11. ging sie an die Sol Ferries Ltd, Limassol, und wurde zur 'Sol Express'. Als solche ging sie 1982 auf die Route Brindisi - Igoumenitsa - Patras.
1983 wurde sie nach einem Turbinenschaden in Limassol aufgelegt, 1986 an die Quadrini Group, Chanson Lines Ltd. verkauft und am 6.3. nach Newcastle zurückgeschleppt. Dort wurde sie nach der Ankunft am 18.4.1984 zum Restaurantschiff 'Tuxedo Royale'. Am 20.4.2006 ging es ins Graythorpe Basin, am 27.7.2008 zum Able's Yard, Hartlepool, und am 16.1.2009 nach Middleshaven, Middlesbrough, wo es am 5.5.2011 unterging, weil Metalldiebe Wasserleitungen demontiert hatten. Der Brand am 31.5.2017 besiegelte dann das Ende des Schiffs, und seit dem 11.1.2018 war die Demontage im Gange.
Die 'Dover' war 112,48 Meter lang, 16,79 M;eter breit, hatte 4,11 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 818 Tonnen. Die Passagierkapazität betrug 850, die Ladefähgkeit 200 Pkw.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper wird nach knapp zwei Jahren geborgen
(12.09.19) Die US Coast Guard wird am Morgen des 13.9. damit beginnen, eine Sicherheitszone auf dem Columbia River zwischen den Flussmeilen 142 und 143 einzurichten, um den gesunkenen Schlepper 'Diane' zu bergen. Die Arbeiten sollen drei Tage dauern. Due Bonneville Dam-Schleuse wird in dieser Zeit geschlossen, um die Strömung zu reduzieren.
Das 45 Fuß lange Schiff war nach einem Maschinenraumbrand am 31.10.2017 südlich von Ives Island gesunken. Das Wrack liegt 14 Fuß unter dem Wasserspiegel und stellt ein Navigationshindernis dar. Neben der Coast Guard und dem Army Corps of Engineers ist auch der Supervisor of Salvage and Diving der US Navy an der Operation beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Containerschiff
(12.09.19) Am 9.8. gegen 13 Uhr entstand auf dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerschiff 'Debussy', 41358 BRZ (IMO: 9445576), in der Straße von Georgia auf Position 49 05 54.9 N, 123 18 42.1 W ein Feuer auf dem Achterdeck. Der Frachter war von Seattle nach Vancouver. Die Crew konnte die Flammen rasch löschen, sodass der Schaden begrenzt blieb.
Am 10.9. um 1.15 Uhr machte das Schiff in Vancouver fest. Am 11.9. um 2.30 Uhr verließ es den Hafen in Richtung von Los Angeles, wo es am 15.9. erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Felskontakt auf St. Lawrence River
(12.09.19) Der kanadische Frachter 'Miena Desgagnes', 11492 BRZ (IMO: 9700380), lief am 8.9. um 13.40 Uhr auf Felsen nahe der Mauern der Cote Sainte-Catherine-Schleusen auf Position 45 24 28.4 N, 73 34 12 W. Der Kontakt ereignete sich beim Einlaufmanöver. Das Schiff erhielt die Erlaubnis, nach Becancour, Quebec, weiterzulaufen, um sich dort einer Inspektion zu unterziehen.
Es erreichte den Hafen am 9.9. um 23.15 Uhr. Am 11.9. um 12.30 Uhr verließ es ihn wieder und nahm Kurs auf Camni, wo es am 18.9. eintreffen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision auf St. Lawrence Seaway
(12.09.19) Der kanadische Bulkcarrier 'Algoma Equinox', 23895 BRZ (IMO: 9613927), kollidierte am 9.9. um 11.30 Uhr mit dem Fender von Schleuse Nr.1 beim Einlaufmanöver in die Eisenhower-Schleuse auf dem St. Lawrence Seaway, einer von zwei Schleusen in der Nähe von Massena, New York. Das Schiff durfte nach einer Inspektion seine Fahrt von Montreal nach Hamilton fortsetzen. Hier machte es am 10.9. um 23.30 Uhr fest, bevor es nach Thunder Bay weiterging, wo es am 15.9. erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarie bei Götterswickerhamm
(12.09.19) Ein mit Kies beladenes Gütermotorschiff lief am 11.9. gegen sieben Uhr beim Auslaufen aus dem Kieshafen gegenüber von Götterswickerhamm auf Höhe von Rheinkilometer 801 auf Grund. Vorher war die Steuerbord-Hauptmaschine ausgefallen. Die übrige Schifffahrt wurde zu keiner Zeit beeinträchtigt Der Havarist wurde wenig später von einem anderen Schiff freigeschleppt und durfte weiterfahren, um die Maschine reparieren zu lassen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Den Helder
(12.09.19) Am 11.9. gegen 19 Uhr kollidierte das unter Panama-Fagge laufende Offshore-Serviceschiff 'Drifa', 191 BRZ (IMO: 8133138), mit der Vice Admiral Moorman Bridge auf der Nieuwe Diep in Den Helder. Die Havarie ereignete sich bei einem Rückwärtsfahrt-Manöver. Am Heck wurde ein Teil des Stahls eingedrückt, der Schaden war erheblich.
Die Brücke trug sichtbare Kratzer davon, eventuelle weitere Schäden mussten aber noch untersucht werden. Sie blieb für den Verkehr offen. Die Ursachenforschung für die Havarie wurde durch die Polizei, Militärpolizei und einen Vertreter des Hafens von Den Helder betrieben. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision auf Hudson River
(12.09.19) Die U.S. Coast Guard leitete eine Ermittlung ein, nachdem das Fahrgastschiff 'Dutch Apple II' am Nachmittag des 10.9.auf dem Hudson River südlich des Corning Preserve mit dem Museumszerstörer USS 'Slater' aus dem 2. Weltkrieg kollidiert war. Vorher hatte es beim Anlegemanöver einen Maschinenausfall gegeben, durch den es außer Kontrolle geriet. Menschen wurden nicht verletzt, das Ausflugsschiff erlitt geringe Schäden. Es wurde bis zum Abschluss der Untersuchungen mit einem Fahrverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Leichter sank vor Belawan - eine Toter
(11.09.19) Der Leichter 'PMB VI' der Pertamina Marketing Operation Region (MOR) I, sank in den Gewässern von Belawan, Nord-Sumatra, am 10.9.um 19.20 Uhr. Hohe Wellen hatten das Boot nahe des Ölterminal bei der Single Point Mooring Belawan überspült. An Bord war eine vierköpfige Crew, der Skipper aus Medan City kam ums Leben.
Kurz zuvor war das Löschen der Ladung auf den indonesischen Tanker 'Enduro' 22607 BRZ (IMO: 8808513) abgeschlossen worden. Als das Schiff loswarf, verschlechterte sich das Wetter auf einmal, und es wurde gegen den Rumpf des Tankers geworfen und kenterte. Drei Crewmitglieder sprangen ins Wasser, der Skipper wurde im Schiffsinnern gefangen. Der Tanker lag am 12.9. weiter auf Position 03° 51.49' N 098° 49.72' O vor Belawan vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen


Leichter sank in der Bucht von Bengalen - 12 Vermisste
(12.09.19) Im Sangu Gasfeld in der Bucht von Bengalen erlitt am 11.9. gegen 8.30 Uhr der Leichter 'Hera Parbat-8' erst einen Maschinenschaden und dann einen Riss im Rumpf in stürmischer See. Er sank mit einer Ladung von 1,050 Tonnen Kohle an Bord. Der Leichter hatte diese von einem Mutterschiff, dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Ionic Spirit', 31759 BRZ (IMO: 9514200), übernommen und war nun auf dem Weg von der Außenreede von Chattgoram nach Dhaka.
Die Marine von Bangadesh wurde zur Rettung der 12-köpfigen Besatzung gerufen. Die Crew eines anderen Schiffs, der 'Mercantile-24', sah die Schiffbrüchigen im Wasser, konnte in der rauen See aber nichts für sie ausrichten. Marine und Coastguard leiteten eine SAR-Operation ein. Der Frachter lag auf Position 22° 8.60' N 091° 45.77' O vor Chittagong vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Türkei
(12.09.19) Auf dem russischen Frachter 'Maks', 1084 BRZ (IMO: 8017011), kam es auf der Reise von Samsun nach Rostov-on-Don in Ballast laufend am 10.9. zu einem Maschinenschaden. Das Schiff steuerte mit eigener Kraft die Reede von Sinop an. Dort begann die Crew mit der Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen


11.09.2019

Segler werden per Heli abgeborgen
Segler werden per Heli abgeborgen
(Bild: Johann Nilsson)

Segelyacht vor Falster in Seenot
(11.09.19) Am Abend des 10.9. wurde die Crew einer Segelyacht, die vor Falsterbro auf Grund gelaufen war, mit einem Helikopter gerettet. Das Boot hatte um 21.06 Uhr Mayday gefunkt, nachdem es bei stürmischer See Wassereinbruch erlitten hatte. Es saß 50-100 Meter vom Falsterbo-Leuchtturm auf Grund. Drei Rettungsboote und weitere Einsatzkräfte waren vor Ort. Ein Helikopter barg die Segler dann auf dem Luftweg ab, da wegen des Seegangs nur auf diesem Weg eine Rettung möglich war. Drei Segler wurden um 22.15 Uhr in Skanörs abgesetzt, der Skipper blieb zunächst noch an Bord.
Der Helikopter ging auf stand-by. Um Mitternacht entschied er, sein Boot auch aufzugeben, da keine Besserung des Wetters in Sicht war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Umgestürzte Großyacht
Umgestürzte Großyacht
(Bild: Vigili del Fuoco)

Luxusyacht stürzte in Genua im Dock um
(11.09.19) Am 10.9. gegen 19 Uhr kippte in einem Trockendock von Amico & Co. im Molo Giano-Becken in Genua die dort aufgepallte Luxusyacht 'Nero' 1413 BRZ (IMO: 1008449) auf die Seite. Dabei wurden vier der fünf Arbeiter an Bord verletzt. Vier kamen zur Behandlung ins Galliera-Krankenhaus, einer wurde vor Ort versorgt. Der Unfall ereignete sich, als das Dock ausgepumpt wurde nachdem das Schiff dort zu Reparaturarbeiten eingetroffen war.
Dabei gaben die Pallen auf einmal nach, und das gut 90 Meter lange Stahlschiff fiel auf die Seite. Die Feuerwehr machte sich nach Abschluss der Evakuierung daran, es zu sichern. Die Yacht entstand 2007 beim Yantai Raffles Shipyard für Corsair Yachts und konnte für 500.000 Dollar pro Woche gechartert werden. Bis zu 12 Gäste werden von einer 20-köpfigen Crew betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Atlantic Coast'
Archivbild 'Atlantic Coast'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Containerfeeder mit Schlagseite in Brunsbüttel
(11.09.19) Am 8.9. lief der unter Zypern-Flagge registrierte Containerfrachter 'Atlantic Coast', 6226 BRZ (IMO: 9129469), mit Schlagseite in die neue Südschleuse in Brunsbüttel ein. Er war um 15 Uhr aus Hamburg ausgelaufen und nach St. Petersburg bestimmt. Das Schiff musste nach der Schleusung zunächst an die Bahnhofsdalben nach Brunsbüttel verholen und dort festmachen. Nachdem das Stabilitätsproblem gelöst war und er wieder auf ebenem Kiel lag, wurde er am 9.9. um 8.45 Uhr wieder freigegeben und wurde am 12.9. im Zielhafen erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Frachter vor Syros verankert
(11.09.19) Der griechische Frachter 'Michalis', 1757 BRZ (IMO: 7383554), erlitt am 9.9. gegen 23.40 Uhr einen Maschinenschaden neun Meilen südlich der Insel Syros im Mittelmeer. Er war auf der Fahrt von Lavrio nach Limassol und hatte eine Ladung Steine an Bord. Er wurde am Morgen des 10.9. von dem Schlepper 'Kapetan Christos' und dem Polizeiboot 'Leon I' auf den Haken genommen und zu einem sicheren Ankerplatz vor der Ostküste von Syros gezogen, wo er repariert werden sollte.
Bei einer Inspektion stellte sich heraus, dass der Maschinenausfall durch einen Schaden am Kühlwassersystem verursacht worden war. Die Hafenbehörde von Syros verhängte ein Fahrverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarie bei Passau
(11.09.19) Kurzzeitig musste am Vormittag des 10.9. die Kachlet-Schleuse auf der Donau bei Passau nach einer Havarie gesperrt werden. Gegen 6.20 Uhr wollte ein Binnenschiff aus der Südkammer der Schleuse auslaufen, um die Fahrt nach Passau fortzusetzen. Dabei stieß es mit der Backbordseite gegen die Schleusenmauer. Am Schiff entstand zwar kein Schaden, doch wurde an der Schleusenwand ein größeres Metallteil verbogen und ragte in die Schleusenkammer hinein, sodass diese nicht mehr betrieben werden konnte. Der Schaden wurde binnen zwei Stunden behoben und die Schleuse dann wieder für den Schiffsverkehr freigegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre auf der Nordsee havariert
(11.09.19) Die finnische RoRo-Fähre 'Finnmaster', 12433 BRZ (IMO: 9132014), erlitt einen Maschinenschaden, nachdem sie am 8.9. um 22.20 Uhr von Hull nach Helsinki ausgelaufen war. Das Schiff stoppte zur Reparatur, und die Reederei rechnete mit einer Reparaturdauer von 48 Stunden. Gutes Wetter begünstigte die Lage, und ursprünglich wurde ein Einlaufen in Helsinki für den 13.9. avisiert.
Doch am späten Abend des 10.9. wurde der Schlepper 'Pegasus' (IMO: 9433743) aus Rotterdam gerufen und nahm den Havaristen auf den Haken. Der Schleppzug nahm Kurs auf Frederikshavn, wo er am 11.9. gegen Mittag eintreffen sollte. Die finnische Fähre 'Finnsky' (IMO: 9468906), die aktuell in Helsinki lag und für Tilbury beladen wurde, könnte derweil als Backup für dringende Ladungen genutzt werden
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierte Segelyacht nach Barcelona abgeschleppt
(11.09.19) Am 10.9. geriet die Segelyacht 'La Perla', die sich auf der Fahrt nach Menorca befand, 40 Meilen vor Barcelona mit einer 12-köpfigen Crew an Bord im Sturm in Schwierigkeiten und bat um Assistenz. Das Hauptsegel war gerissen, und das Boot hatte nur noch wenig Kraftstoff an Bord. Salvamento Marítimo schickte den Helikopter Helimer 220 sowie das SAR-Schiff 'Salvamar Mintaka' (MMSI: 224520520) zu Hilfe.
Dieses nahm die Yacht auf den Haken und schleppte sie nach Barcelona ab. Dort trafen die Schiffe am Abend ein. Die Segler hatten den Sturmritt wohlbehalten überstanden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht bei Menorca gestrandet
(11.09.19) Am 10.9. lief die 26 Meter lange Motoryacht 'Pachá' bei starkem Wind nördlich von Menorca auf Grund. Die achtköpfige Crew bat gegen sechs Uhr um Assistenz, und Salvamento Marítimo schickte die 'Salvamar Antares' (MMSI: 224089680) zum Havaristen.
Das Schiff saß bei Illa d'en Colom fest. Es wurde im Lauf des Morgens wieder freigeschleppt und anschließend in den Hafen von Mahón gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Autofrachter kollidierte mit Kai
(11.09.19) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter 'Bravery Ace',52276 BRZ (IMO: 9207120), kollidierte, als er den Hafen von Nagoya am 9.9. gegen 19 Uhr verlassen wollte, mit einer Kaianlage. Dabei kam es zu Schäden im Bugbereich. Am 11.9. verließ das Schiff den Hafen wieder.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre sitzt in Nord-Sulawesi auf Riff
(11.09.19) Am Morgen des 8.9. lief die indonesische Fähre 'Lokongbanua', 560 BRZ, auf ein Riff vor Pulau Pasige in Nord-Sulawesi. Es kam wegen niedrigen Wasserstands fest. Die Fahrgäste wurden sicher an Land gebracht. Aktuell wurde noch auf einen höheren Wasserpegel gewartet, um das 2009 erbaute Schiff wieder flottzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre erlitt Propellerschaden
(11.09.19) Am 8.9. erlitt die indonesische Fähre 'Bukit Raya', 6022 BRZ (IMO: 9032173), einen Schaden am Bugstrahlruder, als sie den Kapuas River in Pontianak querte, der ihre Manövrierfähigkeit einschränkte. Deshalb wurden Passagiere, die nach Tarempa bestimmt waren, auf offener See ausgebootet und in den Hafen gebracht. Auch vor Natuna konnte das Schiff nicht ankern und setzte die Fahrgäste auf dieselbe Weise ab.
Die Anläufe von Serasan, Midai und Letung entfielen. In der Straße von Lampa wurde die Fähre von einem Mooringboot geschleppt. Nach dem Festmachen in Tanjung Priok sollte der Schaden näher untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ladung stürzte vor Mallorca um
(11.09.19) Am frühen Morgen des 11.9. stürzten auf der unter Zypern-Flagge laufenden Baleària-Fähre 'Hypatia de Alejandria', 28658 BRZ (IMO: 9498755), nördlich von Mallorca in schwerer See mehrere Pkw und Lkw im Wagendeck um. Das Schiff war auf der Route Barcelona-Alcúdia-Ciutadella unterwegs und hatte Barcelona am 10.9. kurz vor Mitternacht verlassen. Nach dem Zwischenfall nahm sie Kurs auf Palma de Mallorca, um dort die schwer beschädigten Fahrzeuge zu löschen.
Am 11.9. um 6.30 Uhr machte sie am Multipurpose Terminal im Osthafen von Palma fest. Verletzte hatte es nicht gegeben, doch während und nach der mehr als unruhigen Fahrt protestierten eine Reihe von Passagieren lautstark. Es seien keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, obwohl bekannt gewesen sei, wie heftig das Unwetter werden würde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht mit verschiedenen Problemen nach Wells geschleppt
(11.09.19) Das RNLI-Boot aus Wells kam am 10.9. der 40 Fuß langen Segelyacht 'Pluto' zu Hilfe, deren Maschine vor der Nordküste von Norfolk überhitzt war und die Wassereinbruch erlitten hatte. Das Boot hatte eine vierköpfige Crew an Bord und kam von Morston.
Es trieb bei schwachem Wind vor der Küste und setzte gegen 17 Uhr einen Notruf ab. Nur 30 Minuten später hatten die Seenotretter es in den Hafen eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall im UIllsfjord/Norwegen
(11.09.19) Am frühen Morgen des 11.9. kam es auf dem norwegischen Bulkcarrier 'Trine Charlotte' 1552 BRZ (IMO: 7729033), zu einem Maschinenausfall, als er sich im Ullsfjord befand. Das Schiff bekam Assistenz durch das NSSR-Rettungsboot 'Skomvaer III', das es in Richtung von Tromsø auf den Haken nahm. Es war am 8.9. um 15 Uhr von Øksfjord nach Hjelnes ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schiffsverkehr in Brunswick soll wieder in Gang kommen
(11.09.19) Die US Coast Guard hat nach der Rettung der Crew der 'Golden Ray' ihren Fokus auf mögliche Umweltgefahren gerichtet. Bis zum 10.9. waren keine nennenswerten Schäden entstanden. Ölsperren wurden vorsorglich ausgelegt, und es wurde versucht, Ventile, aus denen Öl auslaufen könnte, abzudichten. Ein dünner Film von Hydrauliköl aus der Maschine war sichtbar.
Die Bergung des Schiffs wird Wochen, wenn nicht Monate dauern. Die Planungen dafür hatten erst begonnen. Am 12.9., so die Hoffnung, könnte der Schiffsverkehr von und nach Brunswick im Einbahnverkehr in begrenzten Zeitfenstern wieder anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gestrandete Betonyacht zu schwer zum Abschleppen
(11.09.19) Am Nachmittag des 5.9. strandete eine 40 Fuß lange Segelyacht auf der Halbinsel von Long Beach mit einer zweiköpfigen Crew an Bord. Das Schiff saß seither auf Höhe des South 59th Place fest. Wegen seines Gewichts von fast 70.000 Pfund ist die aus Beton gefertigte Yacht zu schwer zum Abschleppen. Sie muss nach Einschätzung des Long Beach Fire Department deshalb wohl vor Ort abgebrochen werden. Bergungsversuche kurz nach der Rettung der Crew waren erfolglos verlaufen. Die Steuerbordseite des Wracks ist inzwischen im Sand eingesunken.
Auch der Tank befindet sich bereits unter Wasser, was zu Sorgen wegen auslaufenden Kraftstoffs führte. Im Lauf dieser Woche soll das Boot deshalb gemeinsam vom Long Beach Fire Department und der U.S. Coast Guard entsorgt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter nach Arklow/Irland geschleppt
(11.09.19) Am 10.9. wurde die Arklow RNLI gegen 13.30 Uhr alarmiert, nachdem ein 12 Meter langer Kutter zwei Meilen östlich von Courtown Harbour Maschinenausfall erlitten und die dreiköpfige Crew die irische Coast Guard um Assistenz gebeten hatte.
Die Freiwilligencrew besetzte das Rettungsboot 'Ger Tigchlearr' binnen Minuten und machte sich auf den Weg zum Havaristen. Nachdem dieser erreicht war, wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Schiff nach Arklow gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierte Yacht nach Wells geschleppt
(11.09.19) Am 10.9. gegen neun Uhr wurde das RNLI-Boot aus Cromer, die 'George and Muriel' von der Coast Guard gerufen, nachdem die 24 Fuß lange Segelyacht 'Seahorse' mit einer zweiköpfigen Crew an Bord drei Meilen vor East Runton Motorprobleme hatte. Eine Leine hatte sich um den Propeller gewickelt und ihn blockiert. Vor Ort wurde entschieden, das Boot ins 19 Meilen entfernte Wells zur Reparatur zu schleppen. Dort wurde sie vor dem Hafen verankert, um bei ausreichend hohem Wasserstand vom Hafenmeister hineingezogen zu werden. Um 14.20 Uhr kehrte das Rettungsboot aus dem Einsatz zurück und war um 14.45 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierte Yacht nach Lowestoft geschleppt
(11.09.19) Das RNLI-Boot aus Lowestoft, die 'Patsy Knight', assistierte am 10.9. einer 10 Meter langen, holländischen Segelyacht, die auf der Fahrt von Ijmuiden nach Lowestoft unweit des Zielhafens Motorprobleme bekommen hatte. Die dreiköpfige Crew bat gegen 9.40 Uhr um Hilfe. Das Boot trieb mit ausgefallenem Antrieb in der See. Wenig später lief die Freiwilligencrew der 'Patsy Knight' aus und lokalisierte den Havaristen drei Meilen vor der Küste unweit der South Holm-Tonne. Bei ruhiger See und schwachem Wind konnte das Boot ohne den Motor, dessen Öldruck aus unbekannter Ursache abgesackt war, nicht mehr weiterkommen. Es wurde von den Seenotrettern auf den Haken genommen und gegen 11 Uhr in den Yachthafen eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen


10.09.2019

Schaden am Heck wird repariert
Schaden am Heck wird repariert
(Bild: Christophe Plague)

Reparatur der Astor dauert länger
(10.09.19) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff 'Astor' 20704 BRZ (IMO: 8506373), wurde bei der Kollision in Nantes am 5.9. gegen 22 Uhr so schwer beschädigt, dass der Fahrplan nun endgültig über den Haufen geworfen wurde. Statt wie geplant am 10.9. am Columbus-Kai-Terminal in Bremerhaven anzulegen, blieb das Schiff aktuell weiter im Penhoët-Becken in St. Nazaire am Kai und wurde repariert. Landseitig wurden dazu große Stellagen errichtet, von denen aus die notwendigen umfangreichen Stahlarbeiten erfolgen.
Die 395 Passagiere der aktuellen Kreuzfahrt, die an Bord geblieben waren und Bustouren nach La Baule oder Pornic machen konnten, wurden nun von Transocean Tours mit zwei Charterflugzeugen nach Bremen zurücktransportiert. Ihre 13-Tage-Fahrt hatte am 29.8. in Bremerhaven begonnen und sie u.a. nach Saint-Malo, Bordeaux und Bilbao geführt. Der Anlauf von Rouen entfiel, stattdessen wurden Exkursionen geboten. Auch die für den 10.9. um 17 Uhr geplante nächste Fahrt zu den Kanarischen Inseln konnte aktuell noch nicht beginnen. Die neuen Gäste sollen ebenfalls mit Charterflügen nach Nantes geflogen werden und von dort in See stechen, sobald das Schiff wieder fahrtauglich ist. Dies wurde nun für den 12.9. erwartet.
Bei der Kollision auf dem Weg zum Cheviré-Terminal mit einer ausgedienten und schlecht beleuchteten Stahlkonstruktion auf der Loire in Nantes querab des Dorfs Trentemoult waren großflächig tiefe Risse im Heckbereich an Backbordseite auf Höhe eines Technikraums entstanden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Søby: Neue Batterie-Fähre hat Software-Probleme
(10.09.19) Die brandneue dänische Batteriefähre 'Ellen', 996 BRZ (IMO: 9805374), musste nach einem technischen Fehler am Nachmittag des 8.9. aus dem Dienst auf der Linie Søby-Fynshavn genommen werden. Auch am 9. und 10.9. blieb sie am Kai in Søby. Wegen eines Fehlers in der Software konnte die Hauptmaschine nicht mehr richtig bedient werden.
Zwei Firmen wurden zur Behebung des Problems gerufen. Dazu müssen alle drei Betriebssysteme untersucht werden, was Zeit und Geduld erfordert, weil alle Systeme dabei durchgefahren werden müssen. Die Reederei Ærøfærgerne kontaktierte alle gebuchten Passagiere und setze sie über den Ausfall in Kenntnis.
Eine weitere dänische Fähre, die 'Kanalen', 491 BRZ (MMSI: 219024185), musste am 9.10. ihre Überfahrten von Thyborøn nach Agger wegen technischer Probleme vorerst einstellen. Sie wurde in Thyborøn repariert. Die Thyborøn-Agger Færgefart erwartete eine Rückkehr in den Dienst am 10.9.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hubschrauber auf der 'Golden Ray'
Hubschrauber auf der 'Golden Ray'
(Bild: USCG)

Rettungsdrama vor Brunswick: Alle vier Vermissten der Golden Ray nach 36 Stunden lebend gerettet
(10.09.19) Glückliches Ende für die vier vermissten Seeleute der 'Golden Ray' am 9.9. Retter der Coast Guard und Bergungscrews konnten alle am 9.9. aus dem Rumpf des im St. Simons Sound nahe Brunswick, Georgia, mit mehr als 4.000 Hyundai-Neuwagen an Bord auf der Seite liegenden Autofrachters ziehen. Um 8:20 Uhr waren die Berger auf dem Rumpf geklettert und sich darangemacht, eine Öffnung zu schneiden. Am Vorabend hatten sie beim systematischen Abklopfen der Außenseite bereits metallische Klopfgeräusche im Schiffsinnern festgestellt, bei denen es sich um Lebenszeichen handeln konnte.
Allerdings war zunächst nicht sicher, ob diese tatsächlich von Überlebenden oder von fallenden Gegenständen im nach wie vor instabilen Schiff herrührten. Flammen und Rauch hatten es zunächst als zu riskant erscheinen lassen, sich direkt einen Zugang ins Innere zu bahnen. Die schiere Größe des Wracks, die Fülle der Abteilungen und die wasserdichten Schotten sowie das Fehlen von Energie hatten die Voraussetzungen weiter erschwert.

Vermisster geborgen
Vermisster geborgen
(Bild: USCG)
Gegen 13 Uhr aber wurde bestätigt, dass die vier Seeleute am Leben und offenbar soweit wohlauf waren, nachdem ein System in den periodisch ertönenden Klopfzeichen erkannt worden war. Der Schlepper 'Dorothy Moran' sicherte die Rettungstrupps auf dem Schiffsboden seeseitig ab. Ein Hubschrauber der Coast Guard nutzte die hochliegende Steuerbordseite des Rumpfs als Landeplatz.
Gegen 15 Uhr konnte der letzte der vier Südkoreaner erschöpft, aber wohlbehalten aus einem Loch, das unweit der Propeller im Bereich der Maschinenräume in den Schiffsboden geschnitten worden war, gezogen werden. Zunächst war eine Dreiergruppe ans Tageslicht gebracht worden, die unweit des Propellerschafts eingeschlossen war. Sie war zunächst mit Wasser und Nahrung versorgt worden.
Gegen 18 Uhr folgte der letzte der Vermissten. Er hatte sich hinter einer Glasscheibe im Kontrollraum befunden und wurde vor der Rettung nicht mehr versorgt. Mit Applaus wurde er zurück am Tageslicht empfangen. Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Brunswick brachte alle vier dann an Land, wo das Glynn County Fire Department sie ins Krankenhaus brachte und Mediziner aus Glenn County sie in Empfang nahmen und weiter untersuchten.
Sie waren trotz der eineinhalbtägigen Gefangenschaft im Wrack und einer Temperatur von an die 50 Grad Celsius im Maschinenraum in relativ guter Verfassung. Die Reederei Hyundai Glovis Co. Ltd. dankte den Rettern für ihren Einsatz. Nach der damit abgeschlossenen Rettung aller 24 Mann von Bord, darunter drei Südkoreanern, 13 Philippinos sowie des amerikanischen Lotsen konnte sich fortan alle Aufmerksamkeit der Sicherung des Schiffs vor Umweltschäden und seiner Bergung zuwenden. Das National Transportation Safety Board schickte am 9.9. zwei Inspektoren nach Brunswick.
Die Sperrzone von 800 Metern um die Unglücksstelle wurde weiterhin aufrechterhalten. Das Georgia Department of Natural Resources schickte Crews, nachdem es offenbar zu einem ersten Ölaustritt kam.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dutzende Container trieben nach Taifun vor Zhoushan
(10.09.19) Etliche Dutzend Container landeten im Taifun Lingling, der über die Küstenregion von Zhoushan zog, bei zwei Schiffshavarien im Meer und sorgten für erhebliche Probleme. Der unter Togo-Flagge laufende Frachter 'Ji Shun 16' (IMO: 8342349) sank am 6.9. auf Position 30 11 N 122 29 O rund 20 Meilen nordöstlich von Zhoushan in der Ostchinesischen See. 48 mit Gefrierfleisch beladene Containers wurden danach auf Position 30 11 N 122 37 O in der See treibend entdeckt und strandeten teilweise an den umliegenden Küstenabschnitten.
Der chinesische Containerfrachter 'Xin Ou 21', 25361 BRZ (IMO: 9138317), entwickelte in der Nacht zum 6.9. schwere Schlagseite vor Zhoushan, als er auf dem Weg von Xiamen nach Rizhao vor Zhoushan Anker geworfen hatte. 72 Container stürzten in die See. Das Schiff selbst konnte stabilisiert werden.
Die Behörden machten sich nach Abflauen des Sturms an die Bergungsarbeiten. Die Schifffahrt wurde vor dem zahlreichen Treibgut gewarnt. Neben Containern mit Fleisch trieben auch solche, die mit Papier oder Holz beladen waren, in der See. Am 7.9. gab die Regierung von Putuoshan Town im Putuo Distrikt von Zhoushan eine Warnung heraus, dass die Fleischprodukte beschädigt und nicht zum Konsum geeignet seien.
15 Patroullienboote machten sich in den Hauptwasserwegen von Qionglai, Lushan, Maju, Putuoshan, Shenjiamen und Liuheng auf die Suche nach Containern. 36 wurden an den Küsten von Putuoshan und der Insel Baisha entdeckt. Rund 20 Container wurden geborgen oder sanken. Einer wurde in Ningbo Xiangshan geborgen, weiter e vier von Kuttern in den Hafen von Xiangshan geschleppt. Weitere 15 Container fanden sich an der Westseite des Bergs Putuo in Zhoushan, und neun in der Xiangshan-See bei Ningbo, die noch zu bergen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision im Taifun I
(10.09.19) Zwei japanische Schiffe, das Schulschiff 'Shoyo Maru', 655 BRZ (IMO: 9838694), mit 62 Trainees und Lehrern an Bord, sowie der mit Sand beladene Frachter 'Oyariki Maru No. 36', 499 BRZ (MMSI: 431400544) kollidierten am 9.9. im Taifun Faxai vor Yokosuka. Beide Schiffe hatten vor Anker gelegen, doch der Frachter geriet ins Treiben und driftete gegen das Schul- und Forschungsschiff, das erst im April in Dienst gestellt worden war.
Es hatte sich auf der Jungfernfahrt nach Hawaii befunden, doch dann Anker geworfen, um den Durchzug des Taifuns abzuwettern. Rumpf und Ausrüstung wurden beschädigt, weshalb die Reise nun zunächst unterbrochen werden musste.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision im Taifun II
(10.09.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Bungo Princess', 6736 BRZ (IMO: 9496654), der im Taifun Faxai vor Yokohama Anker geworfen hatte, um den Sturm abzuwettern, geriet am 9.9. um 3.10 Uhr ins Treiben, nachdem die Verankerung unter dem Winddruck nicht mehr hielt. Er driftete gegen die Straßenbrücke über den Hafen.
Der Rumpf nahm dabei Schaden. Eine Untersuchung konnte aber noch nicht stattfinden, da der Frachter zunächst mit eigener Kraft einen sicheren Ankerplatz vor Yokohama ansteuerte und dort das Abflauen des Sturms abwartete.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision im Taifun III
(10.09.19) Der unter Sierra-Leone-Flagge laufende Bulkcarrier 'Jin Ao', 2982 BRZ (IMO:9565132), und der in Panama registrierte Frachter 'Asian Joy', 5578 BRZ (IMO: 9409704), die beide vor Yokohama ankerten, kollidierten am 9.9. um 2.50 Uhr im Taifun Faxai. Das kleinere Schiff war ins Treiben geraten, nachdem sein Anker nicht mehr im Grund gehalten hatte unter dem Winddruck. Es erlitt Schäden am Bug. Beide Havaristen blieben aber seetüchtig. Die 'Asian Joy' lief am 10.9. gegen 11 Uhr in den Nordpazifik aus und nahm Kurs auf die Bucht von Tokio. Die 'Jin Ao' ankerte weiter in Yokohama.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision im Taifun IV
(10.09.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker 'Sulphur Esperanza', 2946 BRZ (IMO: 9827346), der seit dem 7.9. vor Yokohama ankerte, hatte am 9.9. gegen drei Uhr einen Maschinenausfall und wurde dann vom Taifun Faxai davongetrieben. Erst driftete er in Richtung einer Pier und kollidierte dann mit einer Fischereieinrichtung. Nachdem die Crew die Maschine wieder gestartet bekam, konnte das Schiff unter Kontrolle gebracht werden und steuerte anschließend einen sicheren Ankerplatz auf Position 35° 26.58' N 139° 42.51' O an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Oldendorff-Frachter erlitt Maschinenschaden
(10.09.19) Der unter Liberia-Flagge laufende Bulkcarrier 'Helena Oldendorff', 107684 BRZ (IMO: 9718351), der Oldendorff Carriers GmbH & Co. KG in Lübeck erlitt in Singapur einen Maschinenschaden. Die Reparaturarbeiten wurden derzeit auf der Ost-Reede durchgeführt und sollten in Kürze beendet werden. Das beladene Schiff war auf dem Weg vom brasilianischen Guaiba Iland Terminal nach Qingdao in China, wo es am 23.9. eintreffen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Verpuffung auf Kelly wird weiter untersucht
(10.09.19) Eine Verpuffung im Maschinenraum war der Grund dafür, dass ein Mann am 6.9. an Bord des Frachters 'Kelly' auf der Elbe ums Leben kam und zwei weitere Crewmitglieder schwere Verletzungen davontrugen und im berufsgenossenschaftlichen Klinikum Boberg, das unter anderem auf Brandverletzungen spezialisiert ist, in Hamburg weiter behandelt wurden. Noch immer war unklar, wie es zu dem Unglück gekommen ist. Beamte der Hamburger Wasserschutzpolizei waren am 10.9. weiter mit den Untersuchungen an Bord des Havaristen am Südkai von Brunsbüttel beschäftigt.
Wie lange das Schiff dort noch liegen wird, war noch nicht klar. Die übrige Besatzung, wurde unterdessen in Unterkünften in der Stadt untergebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Malaysischer Frachter bei Kudat gestrandet
(10.09.19) Am Morgen des 8.9. strandete in den Gewässern von Pulau Kalampunian bei Kudat ein malaysischer Frachter wegen fehlerhafter Navigationsausrüstung. Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) in der Kudat Zone wurde um 5.10 Uhr über die Havarie, die sich auf der Fahrt von Sandakan nach Kemaman, Terengganu ereignete, informiert. Alle 15 Crewmitglieder waren in Sicherheit.
Ein Patroullienboot wurde zur Unglücksstelle geschickt, um die Lage zu unteruchen. Sabah Ports, dss Harbour Department und Sabah Parks sowie das Marine Department in Kota Kinabalu wurden unterrichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Longliner schmort nach 24 Stunden noch weiter
(10.09.19) Mehr als 24 Stunden nach Ausbruch des Feuers auf dem Longliner 'Koo's 102' war der Brand an Bord in der Lagune von Majuro am 10.9. immer noch nicht erloschen. Es hatte sich tiefer ins Schiffsinnere hinunter gefressen. Zwar war kein offenes Feuer mehr sichtbar, doch es glühte im Rumpf weiter vor sich hin. Das schwer zerstörte Wrack schwamm aber noch weiter innerhalb der Lagune.
Die siebenköpfige Crew war von Angelbooten, die gerade von einem Fangwettbewerb zurückkehrten, gerettet worden. Zum Teil hatten die Seeleute auf der Flucht vor den Flammen, die aus den Aufbauten schlugen, über Bord springen müssen. Der Thunfischfänger hatte kurz zuvor seine großen Netze an einer Reparaturwerft im Atoll entladen. Kurz nachdem er dann wieder loswarf, kam es zu dem Ausbruch des Feuers, dessen Ursache noch unbekannt war.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mekong River nach Havarie gesperrt
(10.09.19) Das Kandal Provincial Department of Public Works and Transport sperrte den Schiffsverkehr unter der 1.060 Meter langen Prek Tamak Bridge am 10.9., nachdem am Vortag eine 400-Tonnen-Sandbarge am Brückenfundament gestrandet war, als sie den Mekong River hinablief und einen Maschinenausfall erlitt. Die Strömung drückte sie dann an einen Brückenpfeiler.
Die Crew war in Sicherheit. Spezialisten aus Kambodscha und China konnten den Schaden wegen der starken Strömung auf dem derzeit ansteigenden Fluss noch nicht untersuchen. Deshalb wurde der Fluss für den Schiffsverkehr vorsorglich gesperrt. Der Autoverkehr konnte aber weiter fließen. Mehrere Versuche, die Barge bis zum Abend mit drei anderen Schiffen wieder freizuschleppen, schlugen fehl. Das Ministry of Public Works and Transport schickte am 9.9. ein Technikerteam zur Unglücksstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelyacht nach Eyemouth/Schottland eingeschleppt
(10.09.19) Am 8.9. kam das RNLI-Boot aus Eyemouth einer 36 Fuß langen Segelyacht zu Hilfe, die gegen neun Uhr einen Maschinenausfall erlitten und deren Skipper, der mit seinem Hund allein an Bord war, die Coastguard um Assistenz gebeten hatte. Das Boot befand sich zwei Meilen nördlich des Hafens. Die freiwilligen Seenotretter waren rasch vor Ort und nahmen es auf den Haken.
Es wurde sicher nach Eyemouth eingeschleppt und an einem Ponton vertäut. Dann machten die Seenotretter ihr Boot wieder einsatzklar.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Frachter in Iskenderun/Türkei
(10.09.19) Im Atayas-Hafen von Iskenderun brach auf dem mit einer Weizenladung am Kai liegenden, türkischen Bulkcarrier 'Kiran Asya', 39327 BRZ (IMO:9040895), am 9.9. um 23.30 Uhr ein Feuer aus. Es entstand im Kesselraum aus bislang unbekannter Ursache. Crew und Hafenbetrieb alarmierten Feuerwehr und Polizei, die mit starken Kräften anrückten.
Als sie am Terminal eintrafen, loderten Flammen meterhoch aus dem Maschinenraum empor, und dichte Qualmwolken zogen über das Hafenareal. Um 1.10 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle und begannen, das Schiff zu kühlen. Nach fünf Stunden war das Feuer endgültig gelöscht, der Sachschaden war aber erheblich.
Quelle: Tim Schwabedissen


09.09.2019

Autofrachter 'Golden Ray' gekentert
Autofrachter 'Golden Ray' gekentert
(Bild: USCG)

Autofrachter vor Brunswick inzwischen gekentert
(09.09.19) Der mit 4.000 Fahrzeugen beladene Autofrachter 'Golden Ray', 20995 tdw, der am frühen Morgen des 8.9. im Simon Sound Stabilitätsprobleme entwickelte und sich auf die Backbordseite überlegte, ist inzwischen vollkommen gekentert. Das 200 Meter lange und 36 Meter breite, erst 2017 erbaute Schiff, das von Schleppern noch so weit wie möglich ans Ufer bugsiert worden war, lag wie ein gigantischer gestrandeter Wal mit 90 Grad Schlagseite im flachen Wasser vor St. Simons Island auf der Seite. Die US Coastguard hatte unterdessen ihre SAR-Operation aufgeben müssen.
Nachdem Rauch und Flammen aus dem Schiff zu dringen begannen, erschien es als zu riskant für Rettungskräfte, ins Innere des Havaristen vorzudringen, um nach den vier Vermissten zu suchen, die im Bereich des Maschinenraums gefangen sein könnten. Inzwischen hat sich die Rauchentwicklung aber wieder gelegt. Erst wenn Retter sich ins Schiff hineinwagen können, wird aber festzustellen sein, ob das Feuer wirklich erloschen ist.
Die 19 geretteten Crewmitglieder aus Südkorea und den Philippinen sowie der Lotse aus Brunswick, konnten durch verschiedene Öffnungen des Rumpfes entkommen. Einige wurden von Helikoptern aufgewinscht, andere ließen sich mit Feuerlöschschläuchen auf Boote, die zu Hilfe gekommen waren, herab. Das International Seafarers' Center in Brunswick versorgte sie mit Kleidung, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Inspektoren des National Transport Safety Board trafen am 9.9. vor Ort ein.
Es gab bislang keinen Austritt von Schadstoffen aus dem Frachter. Dennoch wurden unter Leitung der Coast Guard Marine Safety Unit Savannah Maßnahmen eingeleitet, um gegen Verschmutzungen vorzugehen. Dabei gab es Unterstützung des Georgia Department of Natural Resources (DNR), des Glynn County Fire Department sowie der Gallagher Marine Services.
Die Stauer im Hafen von Brunswick, wo die 'Golden Ray' beladen worden war, hatten bei ihren Arbeiten nichts Besonderes festgestellt. Sie schlossen die Beladung am 7.9. gegen 23 Uhr ab. Dann lief das Schiff nach Brunswick aus, wo es am 9.9. hätte festmachen sollen.
Möglicherweise könnten Sedimentierungen im Fahrwasser durch den Wirbelsturm Dorian zur Havarie des Schiffs beigetragen haben, doch war aktuell noch keine Ursachenforschung erfolgt. Es verkehrte für Hyundai Glovis einmal im Monat zwischen Südkorea, Brunswick und Philadelphia. Hyundai Glovis hat inzwischen Donjon-SMIT mit den Arbeiten zur Bergung beauftragt.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Aqua Kvaløy' sitzt fest
'Aqua Kvaløy' sitzt fest
(Bild: NSSR)

Fischtransporter bei Indrøyna/Norwegen auf Grund gelaufen
(09.09.19) Der norwegische Fischfrachter 'Aqua Kvaløy', 2784 BRZ (IMO:9828792), lief von Tananger kommend am 8.9. gegen 16.40 Uhr in Solund in Sogn og Fjordane südlich von Indrøyna auf Grund. Das MRCC alarmierte das NSSR-Rettungsboot 'Halvdan Grieg'. Der unbeladene Havarist hatte im Wulstbug ein Leck in einem technischen Wassertank davongetragen.
Um 18.55 Uhr konnte er mit Assistenz der Seenotretter wieder flottgemacht werden. Das Rettungsboot eskortierte ihn dann zum Hafen von Florø. Dort machte er gegen 23 Uhr am Frachtterminal fest, wo Inspektionen des Schiffs begannen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht sank vor Boulogne
(09.09.19) Am 7.9. um 20.55 Uhr begann das CROSS Gris-Nez eine Suchaktion nach der überfälligen Segelyacht 'Gunvoor' aus Dieppe gemeinsam mit dem Semaphor in Dieppe und der Marine in Ault. Um 23 Uhr beteiligte sich auch die SNSM aus Boulogne-sur-Mer. Am 8.9. um 1.30 Uhr fand deren Rettungsboot die Yacht vor Hardelot. Der Skipper war orientierungslos und erschöpft.
Es wurde entschieden, die Yacht nach Boulogne-sur-Mer abzuschleppen. Sie war angeschlagen und hatte starken Wassereinbruch. Gegen fünf Uhr sank das Boot vor Boulogne. Eine AVURNAV wurde ausgestrahlt. Der Skipper wurde in Boulogne-sur-Mer von Feuerwehrkräften der SDIS 62 in Empfang genommen und weiter betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Marinetaucher am Kutter 'Heritage'
Marinetaucher am Kutter 'Heritage'
(Bild: USCG)

Marinetaucher zerlegten altes Kutterwrack
(09.09.19) Marinetaucher der Mobile Diving and Salvage Unit One (MDSU-1) haben den aufgegebenen Kutter 'Heritage' in Adak, Alaska, geborgen. Die Aktion fand im Rahmen der Arctic Expeditionary Capabilities Exercise (AECE) 2019 statt. Das Schiff hatte seit über 10 Jahren halb unter Wasser im Hafen gelegen und eine Bootsrampe für Kutter und Privatboote blockiert.
Im Mai wurde das Wrack inspiziert und dann die Räumung vorbereitet. Die Öltanks waren leer, und die Reste von Hydrauliköl in Leitungen waren minimal. Deshalb zerlegten die Taucher das Wrack vor Ort in kleinere Stücke, die dann zur Entsorgung an Land gezogen wurden. Die Arbeit begann am 2.9. und war am 8.9. abgeschlossen.

Kutter 'Heritage' wird zerlegt
(Bild: USCG)
Die Taucher untersuchten außerdem zwei gesunkene Schlepper an der Hauptmole von Sweeper Cove und erstellten Video- und Fotomaterial, um mögliche Bergungspläne zu unterstützen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Donau nach Binnenschiffshavarie gesperrt
(09.09.19) Das bulgarische Gütermotorschiff 'Discover', 1492 ts (MMSI: 207072238), mit dem Schubleichter 'Ast-1' lief am Morgen des 8.9. auf der Donau auf Position 48° 38.85' N 013° 10.15' O auf Grund. Da ein Teil des Schubverbands in die Fahrrinne ragte, musste der Fluss zwischen Deggendorf und Passau für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt werden. Der mit Raps beladene Verband war in Bergfahrt, als er gegen sechs Uhr bei Kilometer 2251 zwischen Vilshofen und Hofkirchen, etwa auf Höhe von Hilgartsberg, aus dem Fahrwasser abkam und auf einen Felsen lief.
Dabei entstand ein Leck im Rumpf, und es kam zu Wassereinbruch. Da die bordeigene Pumpe nicht dagegen ankam, stieg das Wasser stündlich fünf Zentimeter im Schiffsinnern an. Deshalb wurde die Feuerwehr Hofkirchen alarmiert, die mit weiteren Pumpen assistierte. Abends wurden die Einsatzkräfte vom THW abgelöst.
Das Arbeitsschiff 'Ilz' (MMSI: MMSI:211660150) stabilisierte das Schiff auf seiner Position. Der Leichter wurde abgekoppelt. Der Havarist musste geleichtert werden, um ihn zu bergen. Die Wasserschutzpolizei hoffte, die Donau im Laufe des 9.9. wieder für den Verkehr freigeben zu können.
Die Schiffsführer und das Unternehmen in Serbien, für das sie fuhren, bemühten sich um eine entsprechende Lösung. Ein freiwilliger Alkoholtest verlief negativ.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Yachten bei Enkhuizen/Holland aus Gefahrenlagen befreit
(09.09.19) Am 6.9. gegen Mittag wurden die freiwilligen Seenotretter der KNRM-Station Enkhuizen alarmiert, nachdem eine deutsche Segelyacht bei Stavoren auf dem Vrouwensand auf Grund gelaufen war. Eigentlich wäre es ein Fall für die Kameraden der Station Hindeloopen gewesen, doch die waren gerade in einem anderen Einsatz. Deshalb liefen biede Rettungsboote aus Enkhuizen aus und zogen den Havaristen wieder in tieferes Wasser zurück.
Sie konnte dann ohne weitere Hilfe die Reise nach Stavoren fortsetzen. Auf dem Weg zurück zur Station kam für die Seenotretter der nächste Alarm, dass eine Segelyacht mehrere Meilen vor Enkhuizen einen Wasserienbruch erlitten habe. Sofort wurde Kurs auf das Boot genommen und es auch rasch lokalisiert. Ein Rettungsmann wurde an Bord abgesetzt, um eine Lageeinschätzung vorzunehmen.
Das Wasser stand 20 Zentimeter hoch im Schiffsinnern. Eine mobile Lenzpumpe wurde von der 'Watersport' übergeben. Da sie aber zunächst den Wassereinbruch nicht unter Kontrolle bekam, wurde entschieden, die zweiköpfige Crew zunächst abzubergen. Die beiden wurden von bei sechs Beaufort Wind und grober See von der 'Watersport' übernommen.
Derweil wurde eine zweite Pumpe von der 'Alida van Hindelopen' vorbereitet, doch deren Einsatz wurde nicht mehr nötig, denn langsam gelang es doch, den Wasserpegel zu senken. Die Yacht wurde in Richtung des Compagnieshaven abgeschleppt und beim Einlaufen längsseits genommen. Im Hafen stand ein Kran bereit, das Boot aus dem Wasser zu heben.
Als es am Haken hing, stellte sich heraus, dass sich eine Leine um die Propellerwelle gewickelt hatte und an dieser daraufhin ein Wassereinbruch entstanden war. Im Bootshaus der KNRM wurden die beiden Segler zunächst mit Kaffee und einer warmen Dusche wieder aufgepäppelt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Taifun Faxai sorgte für Havarien
(09.09.19) Am Morgen des 9.9. fegte der Taifun Faxai über Honshu und verursachte mehrere Havarien. Zwei Schiffe, die in Panama registrierte 'Bungo Princess', 6736 BRZ (IMO: 9496654), und der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker 'Sulphur Esperanza“, 2436 BRZ (IMO:9827346), kollidierten vor Kawasaki. Ein Schwimmdock riss sich gegen sieben Uhr von seinen Moorings los und trieb gegen die Yokohama Bay Bridge.
Das Ausmaß der Schäden war noch unbekannt. Eine Shuttlefähre sank ebenfalls in Yokohama.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden auf dem Weg nach Piräus
(09.09.19) Die griechische Fähre 'Super Jet', 493 BRZ (IMO: 9121077), erlitt beim fahrplanmäßigen Dienst von Sifnos nach Piräus am Abend des 7.9. einen Schaden an einer ihrer vier Hauptmaschinen. Das Schiff, das 331 Fahrgäste an Bord hatte, setzte seine Fahrt mit den übrigen drei Maschinen mit reduzierter Fahrt fort.
Nachdem es am Morgen des 8.8. den Zielhafen erreicht und die Passagiere abgesetzt hatte, verhängte die Hafenbehörde ein Auslaufverbot bis zum Abschluss einer Reparatur und einer Klasseinspektion. Am 9.9. um 7.30 Uhr verließ das Schiff den Hafen wieder und machte um 9.50 Uhr in Adamas Milos fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Piräus
(09.09.19) Am 7.9. wurde die Hafenbehörde von Piräus vom Kapitän der griechischen Fähre 'Flying Cat 3', 614 BRZ (IMO: 9177442), über einen Schaden an der Backbord-Hauptmaschine informiert. Das Schiff hatte 160 Passagiere sowie 16 Crewmitglieder an Bord und sollte zu seinem fahrplanmäßigen Dienst nach Poros, Hydra und Spetses auslaufen. Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss einer Reparatur und einer Klasseinspektion.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision bei Voerde
(09.09.19) Am 7.9. kollidierte das holländischer Gütermotorschiff 'Excelsior', 5149 ts (EU-Nr.: 02328731), auf dem Rhein mit dem Schubverband 'V. de Beijer Sr.', 2607 ts (EU-Nr.: 02324011), und 'V. de Beijer Sr. II', 2415 ts (EU-No.: 02324129). Beide Schiffe waren am Morgen von Voerde gekommen, als die 'Excelsior' auf ihrer Fahrt von Duisburg nach Tolkamer von achtern aufkommend in den Schubverband hineinlief. Im Heck der 'V. de Beijer Sr.' kam es bei ihrem Aufprall zu kräftigen Einbeulungen an Backbordseite. Menschen wurden nicht verletzt.
Die 'Excelsior' machte am 9.9. wieder im Logport II in Duisburg fest. Die 'V. de Beijer Sr.' befand sich zu der Zeit auf dem Weg nach Marel, wo sie am 13.9. erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


83 Fahrgäste von gestrandetem Raddampfer abgeborgen
(09.09.19) 83 Menschen wurden am 7.9. von dem Raddampfer 'Southern Empress' abgeborgen, nachdem dieser gegen 23 Uhr auf dem Lake Conroe in Texas unweit von Bird Island im südlichen Teil des Sees auf Grund gelaufen war. Sie befand sich auf dem Heimweg, als ihr ein Kutter in den Weg kam. Da dieser nicht auswich, geriet das Ausflugsschiff auf eine Sandbank. Andere Schiffe brachten die Fahrgäste an Land.
Schlepper wurden gerufen, den Havaristen wieder zu befreien. Wegen ausbleibender Regenfälle ist der Wasserspiegel auf dem See derzeit zwei Fuß niedriger als normal.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ringwadenfischer ausgebrannt
(09.09.19) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Ringwadenkutter 'Koo's 102', 1152 BRZ (IMO:9349899), geriet am 8.9. in der Lagune von Majuro in Brand. Das Feuer entstand im Bereich der Brücke und des Vorschiffs.
Nachdem es sich weiter ausbreitete und dichte Rauchwolken über die Lagune zogen, musste die achtköpfige Crew von Bord flüchten. Es gab keine Verletzten, das Schiff wurde aber ein Raub der Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Malediwischen Fähre gesunken
(09.09.19) Die 84 Fuß lange, maledivische Fähre 'Comfort Express MH1' sank zwischen Kaafu Gaafaru und Male. Das Schiff war zuvor auf ein Riff gelaufen und ging am 8.9. um 9.45 Uhr bei Bergungsversuchen durch die Maldives National Defence Force unter. Die fünf Personen an Bord wurden zuvor unversehrt abgeborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ölaustritt aus beschädigter Barge
(09.09.19) Aus einer beschädigten Barge kam es am 8.9. in der Jamie Whitten Lock bei Meile 412 des Tennessee Tombigbee Waterway zu einer Ölverschmutzung. Die Coast Guard Ohio Valley wurde um 6:45 Uhr vom National Response Center über den Austritt aus dem Fahrzeug der Savage Inland Marine informiert. Das Öl konnte innerhalb der Schleuse gehalten werden. Eine Ölsperre wurde um die Barge ausgebracht.
Der Hafenkapitän sperrte die Wasserstraße zwischen den Meilen 410 und 414. Neben der Coast Guard Ohio Valley waren die Coast Guard Marine Safety Detachment Nashville und das Mississippi Department of Environmental Quality im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gesunkene Rennyacht vor Portsall geborgen
(09.09.19) Die am 2.9. nach Kollision mit der Kardinaltonne Basse Paupian gesunkene Segelyacht 'Figaro NF Habitat' wurde am 7.9. vor Portsall schwer beschädigt wiederaus 20 Metern Tiefe geborgen. Taucher haben auch das Rigg wieder an die Wasseroberfläche gebracht. Am Abend des 6.9. hatten sie das Wrack unweit der Markierungen, die die SNSM ausgelegt hatte, lokalisiert und mit großen Hebesäcken wieder schwimmfähig gemacht.
Das Wrack wurde dann nach Aber Wrac'h transportiert. Ob es noch reparabel sein wird, mussten die nun anstehenden Untersuchungen zeigen.
Quelle: Tim Schwabedissen


200 Menschen auf Kasai River gerettet
(09.09.19) Auf dem Kasaï River in der Provinz von Maï -Ndombe im Kongo sank am 6.9. gegen Mittag das Fährboot 'Gloria' bei Ladie Village, nachdem es auf ein Riff aufgelaufen war. Alle 200 Personen an Bord des überladenen Fahrzeugs wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bugschaden am Kreuzfahrtschiff 'Astor'
Bugschaden am Kreuzfahrtschiff 'Astor'
(Bild: Thierry Hameau)

'Astor' bei Kollision erheblich beschädigt
(08.09.19) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff 'Astor', 20704 BRZ (IMO: 8506373), kollidierte am 5.9. gegen 22 Uhr in Nantes mit einer Stahlpier und wurde erheblich beschädigt. Es stieß mit einer Metallplattform im Dores-Dock zusammen, die dabei abgerissen wurde. Es handelte sich um eine aus Metall bestehende Erweiterung einer Betonmole auf der Nordseite des Flusses.
Die 15x15 Meter große Konstruktion war seit Jahren nicht mehr genutzt worden. Am Backbord-Heck des Schiffs entstand beim Aufprall ein Schaden mit einer Gesamtfläche von rund 20 Quadratmetern, als es achteraus laufend gegen die Konstruktion kam. Der Rumpf des 1987 bei HDW in Kiel erbauten Kreuzfahrers wurde großflächig eingedrückt und teilweise aufgerissen.
Die Schadensstelle befand sich etwas zwei Meter oberhalb der Wasserlinie. Unverzüglich verholte der Havarist, der 390 Passagiere an Bord hatte, nach St. Nazaire, wo sich die Firma Clemessy Services an die Reparatur machte. Den Fahrgästen wurden Exkursionen in die Region angeboten.
Eigentlich hätte die 'Astor' am Wochenende in Rouen liegen sollen. Das planmäßige Ende der Fahrt soll am 12.9. in Bremerhaven sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Autofrachter 'Golden Ray' gekentert
Autofrachter 'Golden Ray' gekentert
(Bild: USCG)

Autofrachter kenterte bei Brunswick - vier Vermisste
(08.09.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Autofrachter 'Golden Ray', 71178 BRZ (IMO: 9775816), legte sich am 8.9. gegen zwei Uhr vor der Küste von Georgia im St. Simon Sound nahe St. Simons Island im Glynn County unvermittelt fast 90 Grad nach Backbord über. Die US Coast Guard begann eine Rettungsaktion für die 23-köpfige Crew und den Lotsen. 20 Mann konnten bislang gerettet werden. Vier Seeleute wurden noch vermisst. Eine SAR-Operation lief an, an der sich zwei Boote der Coast Guard Station Brunswick, zwei MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Savannah, das Patroullienboot 'Heron', die Coast Guard Charleston, die Marine Safety Unit Savannah und das Coast Guard Salvage Engineering Response Team (SERT) beteiligten.
Andere Einrichtungen assistierten bei der Suchaktion, darunter das Georgia Department of Natural Resources, die Moran Towing, SeaTow, die Brunswick Bar Pilots Association sowie das Glynn County Fire Department. Es war unbekannt, ob die Wetterverhältnisse in der Region -- in der vergangenen Woche war der Hurrikan Dorian durchgezogen - zu der Havarie beigetragen hatten. Das Schiff war von Brunswick nach Baltimore unterwegs, als es verunglückte.
Nachdem es sich auf die Seite gelegt hatte, brach an Bord offenbar ein Feuer aus. Rauch quoll aus der hochliegenden Steuerbordflanke. Der Hafen von Brunswick wurde für den Schiffsverkehr gesperrt und eine Sicherheitszone im St. Simons Sound eingerichtet. Kein Schiff durfte näher als eine halbe Meile an die 'Golden Ray' heran, deren Kapitän und Chefingenieur unterdessen mit den Behörden überlegten, wie es stabilisiert werden könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schute drohte in Bremerhaven zu sinken
(08.09.19) Die Feuerwehr Bremerhaven wurde am 7.9. gegen 14:30 Uhr in die Bückingstraße im stadtbremischen Überseehafengebiet alarmiert. Eine voll beladene Klappschute entwickelte Schlagseite und drohte zu sinken. Das 50 Meter lange und acht Meter breite Gefährt war mit Erdreich beladen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Heck bereits bis zur Wasseroberfläche abgesunken. Wasser flutete einen der großen Hohlräume. Um ein weiteres Absinken zu verhindern, setzte die Feuerwehr zwei Hochleistungspumpen ein und lenzte über 30 Tonnen aus dem Inneren des Schiffes. Das Schiff stabilisierte sich während des Pumpvorganges zunehmend.
Nach etwa 1,5 Stunden konnte der untere Bereich erkundet werden, um die Ursache des Wassereinbruches festzustellen. Es stellte sich heraus, dass im Bereich einer Wartungsluke Wasser eindrang. Die Schute blieb in Absprache mit dem Eigner weiter im Kaiserhafen.
Eine Reparatur würde aber voraussichtlich in einer Werft erfolgen müssen. Bis dahin setzte der Eigner Pumpen ein, die das Wasser kontinuierlich weiter aus dem Schiff pumpen. Während des Einsatzverlaufes gerieten keine Betriebsstoffe in das Hafenbecken. Gegen 17:00 endete der Einsatz für die Feuerwehr.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maersk Idaho hatte Maschinenproblem
(08.09.19) Auf dem amerikanischen Containerfrachter 'Maersk Idaho', 50698 BRZ (IMO: 9193264), kam es am 6.9. gegen 14 Uhr auf der Reise von Rotterdam nach Norfolk, USA, mit einer 23-köpfigen Crew an Bord zu einem Maschinenproblem 17 Meilen südwestlich von Start Point. Es handelte sich um einen Schaden an einem Abgasventil.
Die Crew des Schiffs, das eine Ladung von 33.757 Tonnen an Bord hatte, machte sich an die Reparatur, die binnen einer runden Stunde abgeschlossen werden konnte. Am 14.9. sollte der Zielhafen erreicht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme bei Montreal
(08.09.19) Am 4.9. um 22.10 Uhr kam es auf dem portugiesischen Bulkcarrier 'Helena G', 22790 BRZ (IMO: 9358383), der von Port Colborne kam, zu einem Problem mit der Hauptmaschine nahe Cap St. Michel, Quebec. Das Schiff befand sich auf Position 45 42 55.9 N, 73 26 03.1 W.
Nach einer Reparatur durch die Crew konnte die Fahrt am 5.9. um 2.10 Uhr von Montreal aus weitergehen. Am 24.9. sollte der Frachter Venedig erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Antriebsproblem in Quebec
(08.09.19) Der kanadische Hopperbagger 'Ocean Traverse Nord', 1165 BRZ (IMO: 9666534), hatte am 5.9. um 6.15 Uhr ein Antriebsproblem, al ser sich auf der Reede von St-Nicolas, Quebec, befand. Die Crew führte eine Reparatur durch. Dann konnte das Schiff den Hafen von Quebec ansteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme vor Lundy Island
(08.09.19) Auf dem holländischen Frachter 'Marit', 6046 BRZ (IMO: 9364148), kam es auf der Fahrt von Thisvi nach Orkanger am 7.9. um 7.40 Uhr mit einer achtköpfigen Besatzung an Bord zu einer durchgebrannten Hauptabgasdichtung etwa 100 km westlich von Lundy Island. Die voraussichtliche Fertigstellung der Reparatur sollte um 12.30 Uhr sein. Es wurde keine Hilfe angefordert.Autofrachter 'Golden Ray' gekentert Das Schiff hatte 5,908 Tonnen Stahlrohre geladen. Nach Abschluss der Reparaturen nahm es seine Reise nach Orkanger wieder auf und sollte am 10.9. dort eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Karachi
(08.09.19) Am 7.9. kollidierte der zypriotische Containerfrachter 'Nordmed', 25407 BRZ (IMO: 9241487), der Hamburger Oldendorff-Reederei mit einem Kutter im Zufahrtskanal des Hafens von Karachi. Dieser kenterte, und das Karachi Port Trust Operations Team rettete unter Leitung des Hafenkapitäns die 12 Fischer. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, doch offenbar hätte der kleine Kutter nicht im Fahrwasser liegen sollen.
Dieses wurde inzwischen geräumt. Der Frachter machte am Nachmittag am Karachi International Container Terminal (KICT) fest, wo er Lade- und Löschoperationen begann.
Quelle: Tim Schwabedissen


07.09.2019

Archivbild Frachter 'Kelly'
Archivbild Frachter 'Kelly'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Otterndorf: Ein Toter und 2 Schwerverletzte bei Frachterbrand
(07.09.19) Am 6.9. um 13.50 Uhr brach im Maschinenraum des maltesischen Frachters 'Kelly', 6361 BRZ (IMO: 9255622), der mit einem Lotsen sowie einer 13-köpfigen Besatzung, elf Russen und zwei Ukrainern, auf der Elbe unterwegs war, bei Krummendeich ein Feuer aus. Dabei kam ein 37-jähriges Crewmitglied ums Leben. Zwei weitere Seeleute im Alter von 28 und 38 Jahren wurden schwer verletzt mit Hubschraubern in eine Hamburger Spezialklinik gebracht.
Der Frachter war unterwegs von Rotterdam nach Kaliningrad. Nachdem das Feuer entstanden war, lief gegen 14 Uhr das Hilfeleistungs- und Löschboot 'Henry Köpcke' der Feuerwehr Stade mit Ausrüstung zur Brandbekämpfung aus. Da die Feuerwehr der Stadt Brunsbüttel und die Feuerwehr in Cuxhaven mit ihren Schiffsbrandbekämpfungseinheiten bedeutend schneller vor Ort sein konnte, beschränkte sich deren Einsatz auf das Verbringen von Wasserschutzpolizisten auf den Havaristen, trotzdem standen wir zur Brandbekämpfung in Bereitschaft.
Mit im Einsatz war ein Großaufgebot an Kräften von Rettungsdienst und Feuerwehr aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen, dazu die beiden Rettungshubschrauber Luftrettungszentrum Christoph 29 - Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und Christoph Hansa Hamburg - ADAC Luftrettung, DGzRS, DLRG, Wasserschutzpolizei, Zoll, diverse Löschschlepper sowie die Schiffsbrandbekämpfungseinheit des Landkreises Stade in Bereitstellung.

Hubschrauber über der 'Kelly'
Hubschrauber über der 'Kelly'
(Bild: Feuerwehr Stade)
Die Gesamteinsatzleitung lag beim Havariekommando. Binnen kurzer Zeit waren der Seenotrettungskreuzer 'Anneliese Kramer' der DGzRS-Station Cuxhaven, das Zollboots 'Glückstadt' sowie eine Reihe von Schleppern, darunter die 'Parat', 'Multrasalvor', 'Fairplay XV' und 'Viking Energy' vor Ort. Der Frachter hatte vor Otterndorf nahe der Oste-Mündung Anker geworfen.
Die Seenotretter hatten ein acht Mann starkes Brandbekämpfungsteam der Berufsfeuerwehr Cuxhaven und einen Notarzt an Bord. Es bestand keine Gefahr für den übrigen Schiffsverkehr auf der Elbe, und es liefen keine Schadstoffe aus dem Frachter aus. Der Brand konnte binnen kurzer Zeit gelöscht werden.
Ein Hubschrauber der Bundespolizei und ein weiterer des ADAC transportierten die schwer verletzten Crewmitglieder in umliegende Krankenhäuser. Einer der Männer starb wenig später, ein weiterer schwebte noch in Lebensgefahr, der dritte hatte schwere Brandverletzungen davongetragen. Der Havarist wurde an seinem Ankerplatz von den Schleppern 'Luchs' und 'Fairplay 15' gesichert.
Nachdem die Temperaturen im Maschinenraum weiter gefallen waren, gelang es auch, die Energieversorgung wiederherzustellen. Am Abend wurde der Anker gelichtet und das Schiff gegen 21 Uhr an den Südkai in Brunsbüttel geschleppt, wo er weiter untersucht werden sollte. Brandbekämpfer waren weiterhin vor Ort an Bord des Schleppers 'Parat'.
Die verbliebenen 10 Crewmitglieder wurden vom Psychosozialen Dienst betreut. Die Polizeiinspektion Cuxhaven übernahm die kriminaltechnischen Untersuchungen. Die Polizei Hamburg leitete die Ermittlungen.
Die 'Kelly' hat eine Länge von 132,2 Metern, eine Breite von 16 Metern, einen Tiefgang von 7,75 Metern und eine Tragfähigkeit von 9.857 Tonnen. Se läuft für die Hansa Shipping Ltd. in Valletta und wurde 2004 bei der Scheepswerf Volharding Foxhol B.V. als 'Winona' erbaut. Später lief sie als 'Vermontborg'.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bremerhaven: Bergung der Seute Deeern wird vorbereitet
(07.09.19) Die Bergung der Bark 'Seute Deern' in Bremerhaven hat am 6.9. begonnen. Am 9.9. soll ein Kran von einer schwimmenden Plattform aus die tonnenschweren Rahen abnehmen. Ziel wird es sein, so viel Gewicht wie möglich aus dem Mastenbereich des Schiffs zu nehmen. So soll verhindert werden, dass das Schiff während der Bergung kentert.
Wenn sich das Schiff aus dem Untergrund löst und aufschwimmt, wird es für kurze Zeit schwer kontrollierbar sein. Das Abbauen der Rahen werde voraussichtlich mehrere Tage dauern. Dann sollen Taucher Hebestropps unter den Rumpf ziehen. Anschließend soll er mit 40 luftgefüllten Hebesäcken angehoben werden. Nach dem Plan des Bergungsunternehmens sind ab dem 9.9. weitere 15 Arbeitstage zur Bergung nötig. Das Areal um das denkmalgeschützte Schiff wurde weiträumig abgesperrt.
Am 5.9. fuhren Studierende des Studiengangs Maritime Technologien der Hochschule Bremerhaven den gesunkenen Segler mit einem ROV ab. Eine Kamera filmte den Rumpf des Schiffes. So sollte das Ausmaß des entstandenen Schadens dokumentiert und in Erfahrung gebracht werden, in welchem Zustand sich das Schiff unterhalb der Wasserlinie befindet.
Die Ergebnisse sollten in den kommenden Tagen ausgewertet werden und bei der Planung des weiteren Vorgehens helfen. Am 9.9. soll zunächst der Museumsschlepper 'Seefalke' aus dem Hafenbecken gezogen werden und macht Platz für einen Schwimmkran und weiteres Arbeitsgerät. Erst dann kann damit begonnen werden, Mastteile und die Rahen abzubauen. Derzeit wurden rings um die 'Seute Deern' Container platziert, von denen aus das Schiff mit Trossen in Position gehalten wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Hydra
(07.09.19) Am 6.9. kollidierte die griechische Fähre 'Flying Cat 4', 886 BRZ (IMO: 9206748), beim Einlaufen nach Hydra mit der dortigen Kaianlage. Dabei kam es zu Schrammen am Backbordbug. Die 159 Passagiere wurden sicher abgesetzt und das Schiff untersucht. Danach durfte es wieder in Betrieb gehen. Die Hafenbehörde von Hydra leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuerwehr am Binnentanker in Utrecht
Feuerwehr am Binnentanker in Utrecht
(Bild: Brandweer Utrecht)

Feuer auf Tankmotorschiff in Utrecht
(07.09.19) Am 6.9. brach im Maschinenraum eines Binnenschiffs an der Gelderlantlaan auf dem Amsterdam-Rheinkanal in Utrecht ein Feuer aus. Das Tankmotorschiff hatte eine Ladung von 4.000 Tonnen Benzin für Westraven an Bord, die aber nicht betroffen war. Der Brand entstand in einem Generator.
Die Feuerwehr hatte ihn rasch unter Kontrolle. Über Ursache und Schadenshöhe war noch nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wrack in Maasvlakte/Holland
Wrack in Maasvlakte/Holland
(Bild: Archeologie Rotterdam)

Wrack bei Bauarbeiten in der Maasvlakte/Holland gefunden
(07.09.19) Nach zwei Funden im vergangenen Jahr wurde bei Bauarbeiten für einen neuen Terminal auf der Maasvlakte in Rotterdam von Archeologie Rotterdam Ende Juli ein drittes Wrack entdeckt und Teile geborgen. Die Resultate der Untersuchung des Holzfragments werden für Ende September erwartet. Es wurde bei der Baustelle des HES Hartel Tank Terminal am Beerweg geunden.
Bevor die Maasvlakte in den 1960er Jahren hier gebaut wurde, floss dort die Maas in die Nordsee und stellte eine lebhafte Schifffahrtskreuzung dar. Bei dem Wrack handelte es sich offenbar um ein seegängiges Holzschiff. Mit dendrochronologischen Untersuchungen hoffte der Unterwasserarchäolige Wouter Waldus, der die Untersuchung leitet, das Alter herauszufinden. Das zweite Wrack, das im vergangenen Winter entdeckt worden war, bestand aus deutschem Holz.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Port Stanley
(07.09.19) Der spanische Longliner 'Pesca Vaqeiro', 1819 BRZ (IMO:8521335), kollidierte am Morgen des 5.9. mit einer Kainanlage des Falkland Interim Port and Storage System, als er gerade nach Port Stanley auf den Falkland Islands einlaufen wollte. Die Havarie ereignete sich durch einen Antriebsausfall.
Der Bug wurde erheblich beschädigt und trug große Risse sowie Beulen oberhalb der Wasserlinie davon. Die Anlage, mit der er kollidiert war, musste mehrere Stunden außer Betrieb genommen werden. Das mit Hake beladene Schiff wird wohl in Montevideo repariert werden müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre mit Riss in Tanger
(07.09.19) Nach dem Eintreffen der aus Tarifa kommenden, marokkanischen Fähre 'Detroit Jet', 2869 BRZ (IMO: 9216169), im Hafen von Tanger stellte die Crew am 5.9. gegen 19 Uhr einen langen Riss im Rumpf fest. Außerdem gab es Probleme mit beiden Maschinen.
Das Schiff wurde mit einem Auslaufverbot belegt. Mehrere hundert Passagiere mussten stundenlang auf ein Ersatzschiff warten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker auf der Waal quergeschlagen
(07.09.19) Am 5.9. gegen sechs Uhr kam das holländische Tankmotorschiff 'Somtrans XX', 4296 tdw (MMSI: 244700714), auf der Waal Pannerdense Kop vom Kurs ab und schlug im Fahrwasser quer. Das beladene Schiff war von Rotterdam gekommen und lief flussaufwärts. Der Schiffsführer wollte in den Pannerdensch-Kanal einlaufen, doch bei dem Manöver lief der Tanker aus dem Ruder.
Um 8.45 Uhr war er wieder zurück im Fahrwasser. Er nahm dann Kurs auf Tolkamer und machte dort um 9.30 Uhr fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme im Fitz Hugh Sound
(07.09.19) Der kanadische Frachter 'Central Coaster', 237 BRZ (IMO: 8720292), erlitt am 3.9. Probleme mit der Backbord-Hauptmaschine im Fitz Hugh Sound, British Columbia, auf Position 51 34 18.0 N, 127 52 06.6 W. Nachdem der Schaden behoben war, konnte er seinen Dienst fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht neun Stunden lang abgeschleppt
(07.09.19) Das RNLI-Boot aus Scarborough/GB kam am 6.9. der 14 Meter langen Segelyacht 'Mohican 2' zu Hilfe, die auf der Fahrt von Helgoland nach Newcastle 56 Meilen vor der Küste Maschinenausfall erlitten hatte. Die dreiköpfige Crew hatte über VHF einen Mayday-Ruf abgesetzt, der vom Offshore-Versorger 'Vos Trader' aufgefangen und an die Coastguard weitergeleitet wurde.
Er ging auf Standby and der Yacht, bis gegen 13 Uhr die Seenotretter eintrafen. Sie stellten eine Schleppverbindung her und brachten eine Dragge aus. Dann ging es auf den langen Rückmarsch mit sieben Knoten Fahrt. Er dauerte neun Stunden, und gegen 22.30 Uhr wurde das Boot am Gastlieger in Scarborough festgemacht. Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Skerries aufgelaufen
(07.09.19) Am Abend des 5.9. kam das RNLI-Boot aus Skerries einem Kutter zu Hilfe, der mit zwei Mann an Bord auf Felsen vor Red Island in Skerries gelaufen war und Ruderschaden erlitten hatte. Die freiwilligen Seenotretter waren gerade von einer Trainingsfahrt zurück, als gegen 22 Uhr der Alarm kam. Sie kontaktierten den Havaristen, und die Fischer bestätigten, dass sie unweit der Station festsäßen.
Da gerade fallender Wasserstand war, wurde entschieden, auf die Flut zu warten. Gegen 23.30 Uhr lief das Rettungsboot aus und nahm den Kutter in Schlepp. Mit auflaufendem Wasser konnte er befreit werden. Wegen der Ruderschadens wurde er dann in den Hafen von Skerries abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Skipper völlig erschöpft in der Themsemündung
(07.09.19) Die RNLI-Boote aus Sheerness und Burnham kamen am 6.9. einem Einhandsegler zu Hilfe, der mit seinem 22 Fuß langen Boot in der Themsemündung bei sechs Beaufort Wind in Schwierigkeiten geraten und Ankerschaden zwischen den Red Sand Towers und der Tonne Princes No 8 erlitten und Mayday gefunkt hatte. Aus Sheerness lief die 'The George and Ivy Swanson' um 10.20 Uhr aus. Der Schlepper 'Sandsfoot Castle' versuchte ebenfalls, der Yacht zu assistieren.
Inzwischen gelang es, den Anker aufzuhlen, und die Yacht nahm Fahrt auf. Der Bagger "Arco Beck", der auf der Mouse-Reede ankerte, sah sie auf Nordkurs und meldete dies den Seenotrettern.
Diese nahmen Kontakt über VGF auf und bekamen das Boot wenig später unter Sturmreff laufend in Sicht. Um 11 Uhr gingen sie längsseits und fanden den Skipper völlig erschöpft vor. Es wurde entschieden, einen Rettungsmann überzusetzen, und um 11.15 Uhr wurde die Yacht in Schlepp genommen.
Wegen der stürmischen See ging es in Richtng des River Crouch in Essex. Die Coastguard wurde informiert und kontaktierte die RNLI in Burnham, die Yacht bei Tonne Whitaker No 6 zu übernehmen. Dies geschah gegen 13 Uhr, und um 14.15 Uhr waren die Seenotretter aus Sheerness zurück auf ihrer Station.
Quelle: Tim Schwabedissen


06.09.2019

'Inger' im Schlepp
'Inger' im Schlepp
(Bild: DGzRS)

Segler im Strelasund in Seenot
(06.09.19) Zwei Segler gerieten am 5.9. im Greifswalder Bodden in Seenot. Bei starkem Seegang und Windböen bis sechs Beaufort hatte ihre Segelyacht 'Inger' Wassereinbruch erlitten. Gleichzeitig zog sich einer der beiden Männer eine Gesichtsverletzung zu. Das MRCC in Bremen fing gegen 15 Uhr einen Notruf auf. Der eine Segler hatte eine stark blutende Wunde im Gesicht und benötigte umgehend ärztliche Hilfe.
Außerdem meldete der Skipper Wassereinbruch, der jedoch mit Bordmitteln unter Kontrolle zu halten war. Weder per Handy noch per Funk konnte eine stabile Kommunikationsverbindung mit dem Havaristen aufgebaut werden, auch eine genaue Position war nicht zu ermitteln. Sicher war lediglich, dass sich die Yacht im westlichen Teil des Greifswalder Boddens befand.
Die Wachleiter alarmierten sowohl den Seenotrettungskreuzer 'Berthold Beitz' der Station Greifswalder Oie als auch das Seenotrettungsboot 'Hertha Jeep' der Station Stralsund. Wegen des dringenden medizinischen Notfalls zogen sie auch den Hubschrauber Northern Rescue 02 von Northern HeliCopter (NHC) hinzu.
Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio sendete ein 'Mayday Relay' aus, um die gesamte Schifffahrt in dem Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit zu bitten. Auf diese Weise gelang es schließlich, die genaue Position zu ermitteln. Die Segler befanden sich etwa 1,5 Seemeilen östlich von Palmer Ort - dem südlichsten Punkt der Insel Rügen am Strelasund.
Als erstes war gegen 15.45 Uhr der Hubschrauber vor Ort. Die Besatzung setzte per Seilwinde einen Arzt auf dem Havaristen ab, der den verletzten Mann medizinisch versorgte. Wenig später trafen die 'Berthold Beitz' ein und gingen trotz schwieriger Bedingungen bei dem neun Meter langen Segelboot längsseits. Die Seenotretter übernahmen den Verletzten und den Arzt.
Vom Seenotrettungskreuzer wurden die beiden aufgewinscht und in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Das direkte Winschen vom Segelboot war wegen deren Arbeitens in der ruppigen See nicht möglich. Der zweite Segler blieb auf dem Boot und wurde von den der Crew der 'Hertha Jeep' unterstützt. Sie nahmen es auf den Haken und schleppten es nach Stahlbrode.
Während der rund zweistündigen Schleppreise schöpfte der Skipper fast ununterbrochen Wasser aus seinem Boot. Die Seenotretter behielten den Schleppanhang immer gut im Blick und hätten sofort eingreifen können, wenn sich die Lage verschlimmert hätte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gütermotorschiff 'Insomnia'
Gütermotorschiff 'Insomnia'
(Bild: Nicolas Offersbach)

Havarie auf dem Rhein
(06.09.19) Das holländische Gütermotorschiff 'Insomnia', 3225 ts (MMSI: 244890030), lief am 5.9. gegen 10 Uhr auf dem Rhein in Bonn auf Grund, nachdem es aus bislang ungeklärter Ursache aus dem Fahrwasser abgekommen war. Die Wasserschutzpolizei und das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Köln richteten nach der Havarie eine Schifffahrtssperre in beide Richtungen ein. Der Flusspegel betrug zum Zeitpunkt des Unfalls zwei Meter, was noch kein Niedrigwasser war.
Das von Bonn kommende und ebenfalls in Holland registrierte Binnenschiff 'Margreta' (MMSI: 244630402), stoppte, um das festgefahrene Schiff wieder zu flottzumachen. Eine Schlepptrosse wurde am Heck der 'Insomnia' festgemacht, und um 12.30 Uhr war der Havarist wieder frei. Er machte anschließend am rechten Rheinufer fest.
Das Schiff war am 4.9. mit einer Ladung Schrott aus Mainz ausgelaufen. Am 6.9. um 4.45 Uhr machte das Schiff im Hafen von Niehl fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht bei Tivat in Flammen
(06.09.19) Am 5.9. um 8:55 alarmierte der Tivat Protection and Rescue Service die Tivat Police Security Division, nachdem auf einer Motoryacht in der Bay of Tivat ein Feuer festgestellt worden war. Eine örtliche Notfall-Einsatzcrew sowie das Löschboot 'Jovana' aus Porto Montenegro sowie mehrere weitere Motorboote waren rasch vor Ort. Landseitig rückten sieben Einsatzfahrzeuge aus.
Es gelang mit vereinten Kräften, die Flammen auf dem Havaristen zu löschen. Er wurde dann ans Ufer bugsiert. Hier machten sich die Löschfahrzeuge aus Tivat daran, den Brandherd zu lokalisieren und die Löscharbeiten abzuschließen. Die Motoryacht brannte in weiten Teilen aus.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wrack des U-Boots USS 'H-1'
Wrack des U-Boots USS 'H-1'
(Bild: INAH)

Wrack amerikanischen U-Boots aus dem 1. Weltkrieg entdeckt
(06.09.19) In 15 Metern Wassertiefe wurde auf dem Grund des Pazifik vor der Südküste von Baja California in Mexiko von Forschungstauchern des National Institute of Anthropology and History (INAH) das amerikanische U-Boot USS 'H-1' entdeckt. Es war nach einem Sturm 1920 in mexikanischen Gewässern westlich von Santa Margarita Island auf Grund gelaufen und verloren gegangen. Nun wollen die Forscher das Wrack untersuchen und den Erhaltungszustand seiner Strukturen erkunden und ein 3-D-Modell erstellen.
Das Boot wurde 1909 in San Francisco als 'Seawolf' erbaut und patroullierte im 1. Weltkrieg entlang der Atlantikküste von Long Island. Am 6.1. unternahm es von der Ostküste gemeinsam mit dem Schwesterboot 'H 1' eine Fahrt nach Kalifornien. Nach Passage des Panama-Kanals gerieten die Boote am 12.1. vor Baja California in einen Sturm und hatten nicht mehr ausreichend Raum zum Manövrieren.

Taucher an der 'H-1'
Taucher an der 'H-1'
(Bild: INAH)
Die 'H-1' lief 365 Meter vor Punta Redonda auf Margarita Island auf Grund. Kommandant James R. Webb ordnete an, das Boot aufzugeben und zum Strand zu schwimmen. Vier der 25 Crewmitglieder kamen dabei ums Leben. 400 Meter entfernt gelang es der 'H-2', zwar, selbst offenen Seeraum zu gewinnen, sie konnte aber dem Schwesterboot nicht helfen.
'H-1' sank schließlich am 12.4. nach erfolglosen Versuchen von Bergern der US-Marine, es wieder flottzumachen. Bereits 2013 waren Fischer auf den vermeintlichen Felsen aufmerksam geworden, der sich nun als Bootswrack entpuppte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Türkische Coastguard am Baggerschiff 'Kanuni D.S'
Türkische Coastguard am Baggerschiff 'Kanuni D.S'
(Bild: Kiyi Emniyeti)

In den Dardanellen auf Grund gesetzter Bagger schwimmt wieder
(06.09.19) Am 4.9. wurde das sinkend auf Grund gesetzte, türkische Baggerschiff 'Kanuni D.S' (MMSI: 271044666) wieder ausgepumpt und flottgemacht. Ein Schlepper von Coastal Safety zog es am Morgen zu einem sicheren Ankerplatz auf der Reede der Bozcaada in der Ayana-Bucht. Hier sollte es weiter untersucht und repariert werden, ehe es nach Yalova zu einer Werft geht.
Taucher hatten bei vorangegangen Inspektionen kein Leck im Rumpf entdecken können, das für den Wassereinbruch im Vorschiff verantwortlich gewesen wäre. Die achtköpfige Crew war seit der Havarie, die sich südlich von Bozcaada auf der Fahrt von Izmir nach Yalova am 1.8. ereignet hatte, an Bord geblieben, obwohl ihr Schiff drei Tage lang mehr unter als über Wasser in der Bucht von Tuzburun gelegen hatte.
Nachdem der Kapitän Ali Koparan den 41 Meter langen Bagger auf Sandgrund aufgesetzt hatte, war eine Ölsperre um den Rumpf ausgelegt worden. Am Morgen nach der Havarie hatte die Crew damit begonnen, das Schiff wieder schwimmfähig zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Köln
(06.09.19) Am 5.9. gegen 5.30 Uhr lief ein unbeladenes deutsches Tankmotorschiff flussaufwärts fahrend in die an seinem Liegeplatz am linken Flussufer festgemachte, 17 Meter lange Fußgänger- und Fahrradfähe 'Krokolino' (MMSI: 211689760) auf dem Rhein bei Köln. Dieses verkehrt zwischen den Ortsteilen Weiß und Zündorf. Dabei wurde das Dach der Kajüte weggeschoben.
Der Schaden an der Fähre wurde auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Auch die Steganlage wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen und aus ihrer Verankerung gerissen. An einem Nachbarlieger, der 1886 in Holland erbauten 'Mijn Tiena', riss die Reling los, Ketten brachen, und am Heck entstand oberhalb der Wasserlinie ein Loch. Die Fähre wird mindestens eine Woche ausfallen. Die Polizei Duisburg leitete die Untersuchung zu der Havarie.
Quelle: Tim Schwabedissen


Blackout auf Tanker
(06.09.19) Auf dem kanadischen Chemikalientanker 'Algonorth', 12164 BRZ (IMO: 9362152), kam es am 1.9. um 22.50 Uhr zu einem Blackout mit anschließendem Ausfall der Hauptmaschine, als er in St. Lambert-Schleuse der Inner Seaways in Montreal einlief. Das Schiff wurde an der Kaimauer festgemacht, und die Crew begann mit der Reparatur. Am 6.9. lag der Tanker, der aus Port Colborne gekommen war, am Kai Termont Viau Container Terminal.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Mizushima/Japan
(06.09.19) Der japanische Tanker 'Kokusho Maru', 1234 BRZ (IMO: 9544188), kollidierte am 4.9. gegen 132.30 Uhr mit dem unter derselben Flagge laufenden Frachter 'Seiyo Maru No. 8', 288 BRZ (IMO: 9789178), auf Position 34 29 11 N, 133 43 57 O unweit von Mizushima. Beide Schiffe trugen Schäden am Bug davon. Außerdem wurde der Rumpf der 'Seiyo No.8' in Mitleidenschaft gezogen, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Der Tanker, der am 1.9. aus Matsuyama ausgelaufen war, warf auf Position 34° 28.51' N 133° 41.01' O auf der Reede von Mizushima Anker. Die 'Seiyo Maru No. 8', die aus Hakata gekommen war, lief am 6.9. gegen neun Uhr in den Hafen von Mizushima ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter wird nach Piräus geschleppt
(06.09.19) Auf dem liberianischen Containerfrachter 'Contship Eco', 7519 BRZ (IMO: 9492751), kam es am 2.9. zu einem Maschinenausfall, als er auf der Fahrt von Khoms nach Piräus im südlichen Mittelmeer unterwegs war. Das Schiff trieb auf Position 34 58 05.0 N 20 21 05.0 O. Der griechische Bergungsschlepper 'Christos XXII' (IMO: 7230135), wurde damit beauftragt, den Havaristen zum Zielhafen zu bringen.
Er lief um 23 Uhr aus Ampelaika aus und nahm den Frachter am 4.9. auf den Haken. Am 6.9. gegen 11 Uhr sollte der Schleppzug in Piräus eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Untersuchung der Brandkatastrophe vor Santa Cruz Island dauert an
(06.09.19) Die Befragungen der überlebenden Crewmitglieder des Taucherschiffs 'Conception' durch das NTSB zeigten, wie diese verzweifelt versucht hatten, ihre Fahrgäste zu retten, bevor das Feuer sie zwang, von Bord zu springen. Sie hatten auf dem oberen Deck mit dem Ruderhaus geschlafen, als einer von Lärm erwachte und nach Verlassen seiner Koje sah, wie Flammen aus dem Deck darunter schlugen. Er weckte die anderen, und sie versuchten, den Niedergang zum unter diesem liegenden Deck mit den Unterkünften der Passagiere zu erreichen.
Doch diese war von Flammen eingehüllt. Daraufhin eilten sie vom Brücken- aufs Hauptdeck. Einer von ihnen brach sich dabei ein Bein.
Dort versuchten sie, durch die Doppeltüren aufzubekommen, doch auch hier schlugen ihnen schon Flammen entgegen. Als nächstes wollten sie durch ein Fenster im Vorschiffsbereich eindringen, aber dies schlug ebenfalls fehl. Hitze, Rauch und Flammen zwangen sie, über Bord zu springen.
Der Skipper versuchte, solange wie möglich an Bord zu bleiben und über Funk Notrufe abzusetzen. Er war bereits in Rauch gehüllt, als auch er am Ende ins Wasser springen musste. Einige der Crewmitglieder schwammen derweil zu dem Beiboot, das an der 'Conception' festgemacht war.
Sie zogen die anderen hinein und fuhren dann zum Nachbarlieger, von dem aus sie um 1.57 Uhr Alarm schlugen. Anschließend kehrten sie zu ihrem komplett in Flammen stehenden Schiff zurück und suchten dort erfolglos nach Überlebenden im Wasser.
Bei der Untersuchung des bauählichen Taucherschiffs 'Vision' durch das Santa Barbara County Sheriff's Office wurde festgestellt, dass auf diesem die Rauchmelder nicht funktionstüchtig waren. Die Fluchtluke an Bord war klein und ebenso schwer zu erkennen wie zu handhaben. Der Brandort wurde im Hauptdeck und im Kombüsenbereich vermutet.
Doch Maschinenraum- wie Schlafbereich wurden ebenso wenig ausgeschlossen. Deshalb galt ein weiteres Augenmerk der Verkabelung und der umfangreichen Ausrüstung samt Kameras, Telefonen, Batterien, Scheinwerfern, Laptops und Ladegeräten, für die es an Bord etliche Stationen gab. Die meisten befanden sich auf dem Hauptdeck.
Taucher untersuchten am 5.9. das Wrack des Taucherschiffs. Insgesamt rund 70 Taucher hielten Ausschau nach dem letzten noch vermissten Opfer. Sie arbeiteten bei Sichtweiten von 10-20 Fuß und dokumentierten die Wrackreste auch mit 3-D-Scan und Sonar.
Starker Wind in dem Gebiet wurde aber für die kommenden Tage erwartet und die Vorbereitungen zur Bergung erschweren. Das Wrack soll möglichst intakt gehoben werden. Am 5.9. traf zu diesem Zweck das Kranschiff 'DB Salta Verde' an der Untergangsstelle ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Windpark-Schiff vor Ramsgate
(06.09.19) Am 4.9. brach auf einem Windpark-Transferschiff 15 Meilen vor Margate gegen 18 Uhr ein Feuer in einem der Maschinenräume aus. An Bord befanden sich 10 Personen, darunter eine zweiköpfige Crew. Auf den Mayday-Ruf hin lief das RNLI-Boot aus Margate aus und setzte einen Rettungsmann an Bord ab. Inzwischen war es gelungen, die Maschinenabteilung abzuschotten und das Feuerlöschsystem zu aktivieren.
Gemeinsam mit einem weiteren Offshore-Schiff wurde dann eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist nach Ramsgate gezogen. Auf dem Weg dorthin eskortierten die Seenotretter ihn. Im Hafen standen Einsatzkräfte der Feuerwehr für die weitere Nachbehandlung bereit.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Portsmouth
(06.09.19) Auf dem britischen Offshore-Wachschiff 'Sharon Vale', 222 BRZ (IMO: 8604216), kam es am 5.5. um 11.45 Uhr zu Antriebsproblemen, als es zum Bunkern in die Camber Docks in Portsmouth einlief. Dadurch misslang das notwendige Drehmanöver, und das Schiff kollidierte erst mit dem Sportboot 'Rosina' und der Gangway unweit des RS Divers-Gebäude, ehe es gegen Kai stieß und so aufgestoppt wurde. Insgesamt kontaktierte es fast ein halbes Dutzend in dem Hafenbecken liegender Boote.
Eines wurde fast vollständig zerstört. Der Havarist wurde dann in einer Ecke der Camber-Docks festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schiffswracks in Truro und Penryn/GB sollen verschwinden
(06.09.19) Zwei Schiffswracks in Truro und Penryn sollen nach Plänen des Rats von Cornwall für 40,000 Pfund geräumt werden. Es handelte sich dabei um den 53 Fuß langen, einstmals französischen Kutter 'Durandal' unterhalb der Malpas Road in Truro, sowie den 65 Fuß langen Kutter 'Gamrie Bay' im Hafen von Penryn. Ein Bericht, der dem Rat zuging, empfahl die Beseitigung der alten Holzwracks, deren Eigner wegen Krankheit oder Wegzugs ihre Schiffe vor geraumer Zeit aufgaben.
An den zwei verrotteten Wracks wurden nun Räumungsaufforderungen angebracht, und entsprechende Bekanntmachungen erfolgten auch in der Presse, um die Eigner aufzufordern, aktiv zu werden oder die Aufgabe ihres Eigentums zu erklären. Beide Schiffe waren jenseits jeder Reparaturmöglichkeit und könnten zu Schifffahrtsgefährdungen werden, wenn sich ihr Zustand weiter verschlechtert. Die Rümpfe dürften binnen kurzem komplett auseinanderfallen. Die 'Durandal' lag auf ihrer Steuerbordseite halb unter Wasser, die Aufbauten waren längst von Bord gerutscht, der Holzrumpf hat begonnen, zusammenzusacken.
Umweltgefährdende Stoffe befanden sich nicht an Bord. Dennoch müssten sie vor einer Räumung nochmals in dieser Hinsicht untersucht werden durch die Environment Agency. Die Schiffe können nicht mehr bewegt und müssten an ihren jeweiligen Liegeplätzen abgebrochen werden.
Für den Abbruch der 'Durandal' gab es drei Angebote zwischen 24,500 und 38,000 Pfund, für die 'Garmie Bay' nur eines für 15,000 Pfund. Hier müssen noch zwei weitere Angebote eingeholt werden, bevor ein Vertrag abgeschlossen werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Schlepper in Borneo
(06.09.19) Im Sambaliung Subdistrikt der Berau Regency, Ost-Kalimantan, kam es auf dem bei einer örtlichen Werft aufgeslippten Schlepper 'KSA 33' am 6.9. zu zwei Explosionen mit nachfolgendem Feuer. Die Feuerwehr des Sambaliung-Distrikts wurde alarmiert. Offenbar ereignete sich das Unglück bei Schweißarbeiten, als Funken restliche Gase entzündeten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Frachter auf Barito River/Indonesien
(06.09.19) Auf dem indonesischen Frachter 'Saba Niaga', 646 BRZ (IMO: 8622024), brach am 6.9. um 8.15 Uhr auf dem Barito River bei Muara Tamban, Batola, in Süd-Kalimantan ein Feuer im Bereich der Kajüten aus. Rauch quoll aus den Aufbauten. Der Frachter war zum Unglückszeitpunkt mit einer Ladung von mehreren tausend Zementsäcken von Martapura Baru, Banjarmasin, nach Tanjung Selor Kaltim in Ost-Kalimantan unterwegs.
Der Feuerlöschschlepper 'Mitra Anugerah' konnte den Brand löschen, bevor er sich weiter ausbreiten konnte. Es gelang auch, einige Schiffsdokumente zu retten. Kapitän und Crew wurden untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Griechische Fähre mit Maschinenschaden in Piräus
(06.09.19) Die griechische Fähre 'Supercat', 636 BRZ (IMO: 9124433), erlitt am Morgen des 6.9. einen Maschinenausfall, als sie mit 170 Passagieren an Bord in den Dienst von Piräus auf die Route Milos-Folegandros-Thira-Io-Naxos-Mykonos gehen sollte. Die Fahrgäste wurden von den Fähren 'Superjet', 'Adamantios Korais' und 'Dionysios Solomos' an ihre Fahrtziele gebracht. Die 'Supercat' wurde mit einem Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen


05.09.2019

Vorbereitung der Bergung
Vorbereitung der Bergung
(Bild: SUPSALV)

Wrackräumung in Alexandroupoli
(05.09.19) Auf Bitte der U.S. Naval Forces Europe und der U.S. Army Europe im Hafen von Alexandroupoli das Wrack des gesunkenen Baggerschiffs 'Olga' zu räumen, hat der NAVSEA Supervisor of Salvage and Diving, SEA 00C, einen Bergungsplan entwickelt und ein Team zusammengestellt, um der NATO wieder Zugang zu der betroffenen Pier zu ermöglichen. Das Wrack des 2010 gesunkenen Schiffs war über 150 Fuß lang und wog rund 800 Tonnen. Es lag auf der Seite und blockierte den zentralen Bereich der 500 Fuß langen Frachtpier, die für die NATO-Logistik wichtig ist.
Nach einer ersten Untersuchung im Juni kehrte SUPSALV Anfang August mit einem Team zurück und begann mit der Wrackräumung. Es bestand aus Bergungsingenieuren von NAVSEA, einem Bergungsinspektor von DONJON sowie der

Bergung der Wrackteile
Bergung der Wrackteile
(Bild: SUPSALV)
griechischen Bergungsfirma Five Oceans, unterstützt von einem örtlichen Taucherteam. Der Schwimmkran 'Hercules' hob die in mehrere 30-Tonnen-Sektionen zerlegten Wrackteile, die dann zur Entsorgung auf einem Trailer abtransportiert wurden.
Probleme bereiteten die großen Trümmermengen aus Baggerausrüstung, Auslegern, Ketten, Eimern und Überresten vorangegangener Bergungsversuche. Weil diese das Zerlegen unmöglich machten, wurden sie zunächst entfernt. Dadurch bekamen Taucher Zugang zu den darunterliegenden Teilen. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Minensucher erreichte Cartagena
(05.09.19) Am Abend des 3.9. wurde der schwer beschädigte, spanische Minensucher 'Turia' (MMSI: 224323000) von dem SAR-Schlepper 'SAR Mastelero', 907 BRZ (IMO: 9525730) von Salvamento Marítimo in den Hafen von Cartagena gezogen. Der Havarist war während der Schleppfahrt von La Manga, während derer er von anderen Schiffen der spanischen Marine eskortiert wurde, mit Auftriebskissen, die beidseitig am Rumpf fixiert waren, stabilisiert worden.
Gegen 23 Uhr machte das Schiff mit Assistenz von Bugsierbooten der Marine bei dem Werftbetrieb von Navantia fest. Die gesamte Bergungsaktion konnte durch günstiges Wetter schneller durchgeführt werden als gedacht. In Cartagena können die Schäden nun genauer untersucht und ein Reparaturplan entworfen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drogenyacht 'Zero' gestrandet
Drogenyacht 'Zero' gestrandet
(Bild: WA Police)

Eine Tonne Drogen nach Strandung einer Yacht entdeckt
(05.09.19) Die westaustralische Polizei fand über eine Tonne Drogen im Wert von mehr als 600 Millionen Euro, nachdem ein Schmuggelschiff nahe Stick Island, die zur Gruppe der Abrolhos-Inseln gehört, 60 Kilometer westlich von Geraldton, gestrandet war. Ein Fischer hatte die 15 Meter lange Yacht 'Zero' verlassen entdeckt. Am 2.9. begann die Polizei gegen 16 Uhr eine Suchaktion gestartet und entdeckte die zweiköpfige Crew am Nachmittag des 3.9. auf dem winzigen Burton Island.
Sie hatte die Drogen mit dem Beiboot dorthin transportiert und versucht, sie unter Algen zu verstecken. Es handelte sich um 40 Säcke mit Kokain und Ecstacy. Bei den Verhafteten handelte es sich um einen 51-jährigen Franzosen und einen 34 Jahre alten Briten.
Sie wurden am 5.6. dem Geraldton Magistrate's Court vorgeführt. Ihnen drohen nun bis zu 20 Jahre Haft.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Schleppeinsätze vor Cariño/Spanische Biskaya
(05.09.19) Am 5.9. wurde das spanische SAR-Schiff 'Salvamar Shaula' (MMSI: 224033840) aus Cariño zu zwei Schleppeinsätzen gerufen. Zunächst war das Motorboot 'Rada' in Schwierigkeiten geraten, nachdem der Antrieb ausgefallen war. Ein Jetski der Lifeguards kam zwar rasch zu Hilfe, erlitt aber selbst mechanische Probleme. Daraufhin kam das Boot von Salvamento Marítimo zu Hilfe und brachte beide in den Hafen von Cedeira.
Wenig später meldete sich der 18 Meter lange Kutter 'Playa de Bares' (MMSI: 224014530). Auch bei ihm war es zu einem Maschinenschaden gekommen Bei kräftigem Wind und aufgerauter See gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen. Dann wurde der Havarist ebenfalls in den Hafen von Cariño gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ruderhaus des Schubschleppers zerstört
Ruderhaus des Schubschleppers zerstört
(Bild: Rijkswaterstaat)

Kollision in Rotterdam
(05.09.19) Am 4.9. kollidierte ein Schubverband mit einer Brücke an der Parkschleuse in Rotterdam. Dabei wurde das Ruderhaus des Schubschleppers umgerissen und zerstört. Der Skipper hatte gedacht, dass der Verband mit einer mit Containern beladenen Barge unter der Brücke hindurch passt.
Er wurde bei der Anfahrung ebenso wie sein Decksmann leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Die Schleuse musste kurzzeitig gesperrt werden. Die 2. Parkhafenbrücke wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Seehafenpolizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Expeditions-Kreuzfahrtschiff auf dem Weg zurück nach Longyearbyen
(05.09.19) Am 4.9. erreichte das Patroullienboot 'Andenes' der norwegischen Coast Guard das schwedische Expeditions-Kreuzfahrtschiff 'Malmø', 317 BRZ (IMO: 8667579), in der südlichen Hinlopen-Straße.
Dieses hatte es zu dem Zeitpunkt bereits vermocht, sich aus der Umklammerung des Eises selbst zu befreien und offeneres Wasser zu erreichen. Es wurde dann aus dem gefährdeten Gebiet heraus eskortiert und machte sich anschließend mit eigener Kraft auf den Weg nach Longyearbyen.
Hier sollte das 1943 erbaute Schiff am 6.9. eintreffen. Es war am 1.9. aus Longyearbyen ausgelaufen und hatte den östlichsten Punkt des Architepels, Kvitoya, als Ziel gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht vor Bermeo abgeschleppt
(05.09.19) Am 3.9. gegen Mittag erlitt die Motoryacht 'Kresala' gegen Mittag Probleme mit dem Hydraulilsystem. Das Schiff trieb vor Bermeo, und die zweiköpfige Crew bat über Funk um Assistenz. Das SAR-Boot 'Salvamar Monte Gorbea' (224057340) der dortigen Station von Salvamento Marítimo kam zu Hilfe.
Es nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde anschließend sicher in den Hafen von Bermeo eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter lief bei Singapur auf Grund
(05.09.19) Am 30.8. gegen 17 Uhr lief der vietnamesische Frachter 'PNT Mighty', 8282 BRZ (IMO: 9647382), in der Straße von Singapur südlich von Jurong Island auf dem Buffalo Rock Light Beacon auf Grund. Die Havarie ereignete sich kurz nach dem Auslaufen aus Singapur nach Koh Si Chang.
Der Bulkcarrier war aus dem Fahrwasser abgekommen. Am 5.9. saß er unverändert auf Position 01° 9.41' N 103° 48.77' O fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Rätsel um verlassenen Frachter im Atlantik
(05.09.19) Am 30.8. stieß der Eisbrecher HMS 'Protector' der Royal Navy auf dem Weg nach Bermuda mitten auf dem Atlantik auf einen offenkundig verlassen im Meer treibenden Frachter. Versuche, Kontakt aufzunehmen, schlugen fehl. Über Twitter bat die Crew um Hilfe bei der Aufklärung des Mysteriums.
Inzwischen wurde bekannt, dass es sich bei dem Schiff offenbar um den unter Tansania-Flagge laufenden Frachter 'Alta', 2295 BRZ (IMO: 7432305) handelt.
Dieser bat am 1.10.2018 um Assistenz auf Position 24 13 N 043 48 W, rund 1.500 Meilen westlich von Afrika bzw. 1.100 Meilen östlich der Karibik. Es war am 19.9. manövrierunfähig geworden, als es von Griechenland nach Haiti unterwegs war. Die 10-köpfige Crew war von der US Coastguard mit Nahrung und Wasser versorgt worden, musste das Schiff dann aber verlassen.
Warum es danach nicht als Navigationshindernis versenkt wurde, war unklar. Angeblich wurde es danach noch entführt und in Guyana gesichtet, doch gab es dafür keine stichhaltigen Beweise. Auf jeden Fall widerstand es offenbar bis zum heutigen Tage den Kräften der Natur.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Yokohama
(05.09.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Eastern Tiger', 3394 BRZ (IMO: 9172741), kollidierte beim Auslaufen aus dem Hafen aus Yokohama am 3.9. um 22.45 Uhr mit einer Hafenanlage. Es gab keine Verletzten oder Umweltschäden. Das Schiff warf Anker auf der Hafenreede, wo es am 5.9. weiterhin lag.
Quelle: Tim Schwabedissen


33 Opfer von Bootsbrand geborgen
(05.09.19) Zwei Tage nach dem Feuer auf dem Taucherschiff 'Conception', 97 BRZ, vor Santa Cruz Island konnten bis zum 4.9. 33 Leichen geborgen werden. Eine Person wurde noch vermisst. Die Chartergäste, die dem Brand komplett zum Opfer fielen, und ein Crewmitglied hatten unter Deck geschlafen, als Schiff binnen kürzester Zeit in Flammen aufging. Es gab keine Hinweise, dass irgendjemand es von dort herausschaffte.
Vermutlich hatten die Flammen den Weg zu einer Notluke und zu der Treppe, die ins Bootsinnere führte, sofort blockiert. Das 24 Meter lange Ausflugsboot hatte die Auflagen der jährlich vorgeschriebenen Sicherheitsinspektion komplett erfüllt. Es befanden sich auch mehrere tragbare Feuerlöscher an Bord.
Allerdings führten die Fluchtwege lediglich in einen weiteren, darüber liegenden und geschlossenen Aufenthaltsraum, in dem das Feuer wütete. Dies stellten die Ermittler des FBI fest, als sie an Bord des Schwesterschiffs 'Vision' gingen. Von daher könnte das Unglück zu der Notwendigkeit von Änderungen in der Konstruktion solch kleinerer Charterschiffe führen.
Das Schiff hatte Schlafplätze für 46 Menschen in 20 Einzel- und 13 Doppelbetten, die teilweise dreistöckig aufgestellt waren. Zwei schmale Aufstiege führten in das darüber liegende Deck. Ob es dort zunächst eine Explosion gab oder ob die Explosionen durch das Feuer ausgelöst wurden, war noch unklar.
Betreiber Truth Aquatics hat seine Fahrten zunächst eingestellt. Die ersten Ergebnisse der Ermittlungen werden in 10 Tagen erwartet, der Abschlussbericht in 18 Monaten. Das Wrack der 'Conception' lag derweil weiter kieloben in 20 Metern Tiefe und wurde zunächst auf dem Meeresgrund untersucht, bevor ein Bergungsplan entwickelt wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Acht Stunden Einsatz: Kutter nach Castletownbere abgeschleppt
(05.09.19) Das RNLI-Boot aus Castletownbere kam am 4.9. dem 24 Meter langen, irischen Trawler 'Breizh-Arvor-II - C 436', 113 BRZ (MMSI: 250004156), zu Hilfe. Dieser hatte vier Meilen westlich des Bull Rock in West Cork einen Maschinenausfall erlitten und gegen 13 Uhr einen Notruf an die Valentia Coastguard abgesetzt. Das Rettungsboot erreichte den Havaristen um 14.20 Uhr.
Er trieb bei sieben bis acht Beaufort wind in fünf Meter hohen Wellen. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen. Um 20.45 Uhr wurde der Kutter in den Hafen von Castletownbere gezogen, fast acht Stunden, nachdem die Seenotretter alarmiert worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen


04.09.2019

'Countess of Sleat' gestrandet
'Countess of Sleat' gestrandet
(Bild: RNLI)

Kyle/Schottland: Segelyacht im letzten Moment geborgen
(04.09.19) Am Morgen des 3.9. wurde die Kyle RNLI alarmiert, nachdem bei Eilean Donan Castle die Segelyacht 'Countess of Sleat' mit 6 Personen an Bord gestrandet war. Die 'Spirit of Fred. Olsen' lief um 10:42 Uhr aus, nachdem die Segler des 13 Meter langen Boots die Coastguard über die Havarie in der Mündung des Loch Duich informiert hatte. Die Seenotretter trafen um 10:55 Uhr ein und fanden die Yacht auf einem Felsen liegend bei ablaufendem Wasser vor.
Ein Rettungsmann ging an Bord, und es wurde entschieden, sofort einen Bergungsversuch zu unternehmen, da bei einem Trockenfallen erhebliche Schäden hätten entstehen können. Trotz des ungünstigen Wasserstands konnte das Boot um 11:15 Uhr wieder von den Felsen gezogen werden. Es konnte seine Reise fortsetzen, und das Rettungsboot war um 11:33 Uhr auf der Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen


Griechisches Hydrofoil erlitt Maschinenschaden vor Volos
(04.09.19) Am Morgen des 3.9. kam es auf dem griechischen Hydrofoil 'Flying Dolphin Erato', 162 BRZ (IMO: 8861448), das auf der Route Alonissos-Skopelos-Skiathos-Volos unterwegs war, zu einem Schaden an der Steuerbord-Hauptmaschine, als es sich gerade vor Volos befand.
Das Schiff kehrte in den Hafen zurück, wo die 49 Passagiere abgesetzt und in Verantwortlichkeit der Reederei zu ihren Fahrtzielen weitertransportiert wurden. Nach einer Reparatur und Klasseinspektion konnte das Tragflächenboot wieder in den Dienst zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen


US Coast Guard-Boot, seit Jahren vermisst
US Coast Guard-Boot, seit Jahren vermisst
(Bild: Doolin Ferry Co)

Rettungsboot der US Coastguard nach mehreren Jahren Drift vor County Clare/Irland entdeckt
(04.09.19) Ein Boot der amerikanischen Coastguard trieb vor der Küste des irischen County Clare. Es wurde am 3.9. von der Fähre 'Doolin Express Ferry' der Doolin Ferry Co. gegen 13 Uhr gekentert, im Wasser treibend gesichtet, als diese nach Inis Oirr unterwegs war. Die Crew verständigte die Coastguard, und ein Fischer versuchte es abzuschleppen.
Es erwies sich aber als zu groß und schwer, deshalb zog eine Fähre es auf den Strand von Inis Oírr. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein schnelles Rettungsboot handelte, das bereits stark bewachsen war. Nachdem einiges vom Bewuchs vom Rumpf entfernt war, fand sich der Name des Bootsbauers auf dem Rumpf.
Dieser teilte mit, das Boot sei 2015 für die US Coast Guard gebaut worden, die solche Boote aber auch für Zielübungen verwendet. Danach könnte es auf see hinausgetrieben war. Vom Algen- und Muschelbewuchs her dürfte es bereits mehrere Jahre im Meer getrieben haben. Manche Algenfäden waren zwei Meter lang. Die Reinigungsarbeiten wurden am Strand fortgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Sea Prospect'
Archivbild 'Sea Prospect'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Kollision in Brunsbüttel
(04.09.2019) Am 3.9. gegen 17 Uhr wurde der unter Zypern-Flagge laufende Frachter 'Sea Prospect', 6872 BRZ (IMO: 9516143), auf der Reise von Kantvik nach Casablanca, beim Einlaufen in die Neue Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel von einer Windbö erfasst, als er gerade seinen Liegeplatz ansteuern wollte. Daraufhin wurde er in das Heck des bereits in der Schleuse festgemachten, holländischen Frachters 'Sagasbank', 2999 BRZ (IMO: 9369655), gedrückt. Dabei entstanden an beiden Schiffen leichte Eindellungen und Farbabrieb an der Außenhaut oberhalb der Wasserlinie.
Die 'Sea Prospect' konnte ihre Fahrt um 18.10 Uhr fortsetzen. Bereits um 18 Uhr hatte die 'Sagasbank' die Schleuse wieder verlassen und machte sich auf die Weiterfahrt von Figuaira da Foz nach Gavle.

Archivbild 'Sagasbank'
Archivbild 'Sagasbank'
(Bild: Olaf Kuhnke)
Beide Schiffe sollten ihre Fahrtziele am 6.9. erreichen. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung und Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft wurden über die Havarie in Kenntnis gesetzt. Die Ermittlungen dauerten an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Expeditionskreuzfahrtschiff 'Malmø' im Eis
Expeditionskreuzfahrtschiff 'Malmø' im Eis
(Bild: Lufttransporten)

16 Passagiere von Expeditions-Kreuzfahrtschiff auf dem Luftweg evakuiert
(04.09.19) Am 3.9. barg ein norwegischer Rettungshubschrauber die 16 Passagiere an Bord des schwedischen Expeditionskreuzfahrtschiffs 'Malmø', 317 BRZ (IMO: 8667579), ab, das nach einer unerwarteten Winddrehung in Packeis südwestlich der Hinlopen-Straße vor Svalbard geriet. Unter ihnen befanden sich ein Filmteam, das Klimaveränderungen dokumentieren sollte, und mehrere Privatpersonen mit Interesse an Klimafragen. Das Schiff war am 31.8. aus Longyearbyen ausgelaufen, um der Route des Expeditionsschiffs 'Quest', die es 1931 genommen hatte, zu folgen, wurde aber am 2.9. vom Eis eingeschlossen.
Der Rumpf ist zwar für Eisfahrt verstärkt, doch reichte die Maschinenkraft nicht aus, um der Umklammerung des Eises entkommen zu können. Das Schiff wurde mit dem Eisfeld in Richtung flachen Wassers bei Rønnbeckøyane verdriftet. Deshalb entschied der Kapitän um 15 Uhr, um eine Evakuierung seiner Fahrgäste zu bitten.
Die Norweger wurden ohne Probleme von einem SAR-Hubschrauber aus Svalbard aufgewinscht, nach Longyearbyen geflogen und dort in Hotels untergebracht. Die siebenköpfige Crew blieb an Bord, um zu versuchen, dem Eis wieder mit eigener Kraft zu entkommen. Zwar kam das Fahrgastschiff aus dem Packeis wieder frei, doch befand es sich weiterhin in stark vereistem Wasser.
Mit der Flut in der Nacht wurde erwartet, dass es etwas aufbricht und dann die Chance bietet, in Richtung offenen Wassers zu entkommen. Die norwegischen Behörden schickten die 'Andenes' der Coastguard zu Hilfe, die am Morgen des 4.9. vor Ort eintreffen sollte. Die Fahrtgeschwindigkeit wurde aber durch schlechtes Wetter und Schneefälle herabgesetzt. Die Sicht betrug nur rund 200 Meter.
Quelle: Tim Schwabedissen


Expeditionskreuzfahrer nach Longyearbyen/Spitzbergen abgeschleppt
(04.09.19) Am 2.9. gegen 18 Uhr erlitt das unter Panama-Flagge laufende Expeditions-Kreuzfahrtschiff 'Sjøveien', 331 BRZ (IMO: 7739777), mit 12 Passagieren und einer 12-köpfigen Crew an Bord einen kompletten Maschinenausfall auf Höhe der Mohn-Bucht im Storfjord und bat um Assistenz. Das HRS Nord-Norwegen schickte den Offshore-Schlepper 'Polarsyssel' (IMO: 9690949), zu Hilfe, der sich zwei Fahrtstunden entfernt vom Havaristen befand. Nachdem er diesen erreicht hatte, nahm er ihn auf den Haken.
Alle Personen an Bord waren wohlauf und guter Dinge. Die 'Sjøveien' wurde dann in Richtung Longyearbyen abgeschleppt. Die Reise in die etwa 280 Meilen entfernte Bucht verlief ohne Probleme, und nach 30 Stunden lagen beide Schiffe am 4.9. dort in der Bucht.
Die 'Sjøveien' emtstamd 1964 bei Mjellem & Karlsen in Bergen als 'Olaf Scheel' im Auftrag der norwegischen Regierung. Den aktuellen Namen erhielt sie 1979. 2017 wurde sie von der Reederei Cesam in Oslo übernommen und wenige Monate darauf für Cesam in Panama registriert. Sie wurde in Svalbard dann zum Expeditions-Kreuzfahrtschiff umgebaut und bietet derzeit 11-tägige Fahrten im Polarmeer an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sechs deutsche Bootsfahrer vor Neeltje Jans gerettet
(04.09.19) Am 3.9. um 10.30 wurden die Rettungsboote der KNRM-Stationen Neeltje Jans und Westkapelle von der holländischen Coastguard zu einer verunglückten Motoryacht mit einer sechsköpfigen, deutschen Crew an Bord gerufen. Die Position des Kajütboots war nach dessen Notruf über Mobiltelefon zunächst unklar. Deshalb liefen die beiden Rettungsboote Suchpatterns, bis das Boot aus Neeltje Jans binnen kurzer Zeit auf die kieloben treibende Yacht stieß.
Zwei Menschen hatten sich auf deren Kiel geflüchtet, die anderen vier befanden sich im Wasser. Die Wellenhöhe betrug zwei Meter. Fünf der sechs Verunglückten trugen glücklicherweise Rettungswesten, was ihnen möglicherweise das Leben rettete.
Sie wurden rasch an Bord der 'Koos van Messel' gezogen und sofort an Land gebracht. Hier standen Rettungscrews und Krankenwagen bereit, um die erschöpften Bootsfahrer weiter zu versorgen. Das Rettungsboot 'Uly' und der Tonnenleger 'Frans Naerebout', 514 BRZ (IMO: 8802674), der Coast Guard blieben bei dem Havaristen, der dann von der Küstenwache geborgen und nach Neeltje Jans transportiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gestrandeter Minensucher nach gut einer Woche geborgen
(04.09.19) Am 3.9. um 16 Uhr begann der spanische SAR-Schlepper 'Mastelero' damit, den 52 Meter langen Minensucher 'Turia - M 34' (MMSI: 224323000), der am 27.8. auf der Suche nach dem Wrack eines abgestürzten Trainingsjets bei La Mange gestrandet und leckgeschlagen war, nach Cartagena zu ziehen.
Ruhiges Wetter hatte die Bergungsarbeiten begünstigt, und so konnte das erheblich beschädigte Boot, das mit Auftriebskörpern stabil schwimmfähig gehalten wurde, die Schleppreise antreten. In den vergangenen Tagen hatte Salvamento Marítimo die Marine mit mehreren Einheiten und Spezialpersonal bei der Vorbereitung der Bergung unterstützt. Der Havarist wurde dann in die Marinebase in Cartagena bugsiert. Gegen 23 Uhr traf der Schleppzug, eskortiert von weiteren Einheiten der spanischen Marine, dort ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelyacht bei Kalkgrund in Schwierigkeiten
(04.09.19) Am 1.9. bat eine Segelyacht auf der Ostsee beim Leuchtturm Kalkgrund um Assistenz. Eine plötzlich einfallende Gewitterböe hatte das Segel des Bootes zerrissen. Daraufhn geriet die über Bord hängende Vorschot in den Propeller. Dann brach auch noch die Pinne, und die Notpinne versagte. Boote der Bundespolizei und der DGzRS kamen der Yacht zu Hilfe und assistierten ihr gemeinsam.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ausgebrannte indonesische Fähre qualmt weiter
(04.09.19) Aus der ausgebrannten, indonesischen Fähre KMP 'Santika Nusantara', die am 1.9. nach Gresik geschleppt wurde, drang am 3.9. weiterhin schwarzer Rauch. Vertreter der Behörden, die darauf warteten, ihre Untersuchungen beginnen zu können, stellten fest, dass noch in einer Distanz von zwei bis drei Metern vom Rumpf die Hitze in dessen Innern fühlbar war. Aus diversen Öffnungen quoll Rauch, sodass ein sicheres Betreten des Wracks weiterhin nicht möglich war.
Bisher konnte es nur von außen in Augenschein genommen werden. Das National Committee on Transportation Safety sammelte derweil Daten als Teil ihrer Untersuchung zur Ursache des Brandes und befragte Passagiere und Crewmitglieder.
Quelle: Tim Schwabedissen


Lotsenboot sank in Fishguard
(04.09.19) Am 31.8. sank in Fishguard das Lotsenboot 'St. Cybi' an seiner Mooring. Ein Team der Ambipar Pollution Response war vor Ort, um mögliche Ölaustritte zu bekämpfen. Bislang wurde aber kein auslaufender Kraftstoff festgestellt. Stena Port aktivierte einen Notfallplan.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vorm Bosporus
(04-09.19) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Pantanassa', 18495 BRZ (IMO: 9086538), erlitt am 1.9. gegen 23.20 Uhr einen Maschinenschaden vor der Südzufahrt des Bosporus. Er war auf der Fahrt von Monfalcone ins Schwarze Meer. Der Havarist warf Anker auf der Reede von Istanbul, wo sich die Crew an die Reparatur machte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Brücke nach Kollision wieder eingeschränkt nutzbar
(04.09.19) Nach der Kollision des unter Panama-Flagge laufenden Schleppers 'Marina Oceanic', 297 BRZ (IMO: 9532331), und einer Barge mit der Demerara Harbour Bridge, Georgetown, Guyana, am 2.9. gegen ein Uhr konnte das Bauwerk gegen 18 Uhr für leichte Fahrzeuge wieder freigegeben werden. Beim Aufprall war die Verankerung der Schwimmbrücke gelöst und aus ihrer Führung geschoben worden. Der Schlepper war zunächst mit der ersten Sektion zusammengestoßen.
Als der Kapitän ihn aus der Gefahrenzone bugsieren wollte, stieß er gegen eine weitere. Ein Auto wurde auf der Brücke eingeklemmt, der Fahrer blieb unversehrt, das Fahrzeug aber wurde beschädigt. Der Schleppzug erlitt keine Schäden.
Wegen der Morgenflut konnte die Reparatur der Brücke erst mittags beginnen. Sieben Ingenieure, 54 Arbeiter und ein Taucher machten sich ans Werk und brachten die Verankerungen und Schwimmpontons, auf denen die Brückensegmente ruhten, wieder in ihre Positionen. Mehrere Bojen waren bei der Kollision beschädigt und geflutet worden. Speedboote hielten vorerst den Verkehr über den Demerara River zwischen Vreed-en-Hoop und Georgetown aufrecht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Keine weiteren Überlebenden der Brandkatastrophe vor Santa Cruz Island
(04.09.19) Die kalifornischen Behörden haben bestätigt, dass 34 der insgesamt 39 Menschen auf dem Taucherschiff 'Conception' bei der Brandkatastrophe vor der Küste von Santa Cruz Island ums Leben gekommen sind. Die Suche nach möglichen Überlebenden wurde am 3.9. beendet, die Bergung der Leichen dauerte noch an. Bislang wurden 20 der Todesopfer aus dem Wasser geholt.
Taucher sichteten aber weitere Leichen in den gesunkenen Wrackteilen. Zunächst wurde nun versucht, die stark zerstörten Überreste des Schiffes so zu stabilisieren, dass die Taucher sicher arbeiten konnten. Zur Brandursache war weiterhin nichts bekannt. Die Flammen breiteten sich aber mit solcher Geschwindigkeit aus, dass beide Ausgänge des Unterdecks, wo die Fahrgäste dicht beieinander in Kojen, die lediglich mit Vorhängen abgetrennt waren, schliefen, sofort versperrt waren.
Wegen des Intensität Feuers weisen die Leichen überwiegend sehr starke Verbrennungen auf und konnten nur mittels DNA-Abgleichen von Familienangehörigen identifiziert werden. Ein Großteil der Chartergäste soll aus der Bay-Area in Kalifornien stammen, darunter eine fünfköpfige Familie.
Quelle: Tim Schwabedissen


Seute Deern muss abgetakelt werden
(04.09.19) Zur Bergung der Bark 'Seute Deern' im Alten Hafen von Bremerhaven muss die gesamte Takelage demontiert werden. Dazu sollen an Land und auf Pontons im Hafen Kräne aufgebaut werden. Am 3.9. ging es im Lenkungsausschuss, der eigentlich über die Sanierung des letzten hölzernen Frachtseglers Europas sprechen wollte, nur noch darum, ob und wie das Schiff noch zu retten ist.
Im Ausschuss sitzen Vertreter der Landesregierung, des Magistrats und vom Museum. Zunächst sollte vom 4.9. an ein ROV der Hochschule Bremerhaven den im Schlick sitzenden Rumpf dokumentieren. Denn für die Bergung ist es wichtig zu wissen, wie tief dieser darin steckt und ob es sich festgesaugt hat.
Um ihn wieder hochzubekommen, sollen Hebekissen unter ihn gelegt werden. Diese werden mit Luft gefüllt und gleichzeitig das Wasser gelenzt. Die benötigten Gerätschaften werden bereits mobilisiert. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten beginnen. Die Kosten wurden auf 1,1 Millionen Euro geschätzt, von denen die Stadt Bremerhaven dem Vernehmen nach zehn Prozent tragen, Bremen den Rest übernehmen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gefahrguteinsatz im Hamburger Hafen
(04.09.19) Am 2.9. gegen 19 Uhr kam es im Hamburger Hafen am Waltershofer Damm zu einem Gefahrguteinsatz an dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Containerschiff 'Hyundai Dynastie', 52581 BRZ (IMO: 9347578). Es hatte um 1.20 Uhr dort am Predöhlkai festgemacht. Während der Löscharbeiten trat aus einem Container eine unbekannte Flüssigkeit aus.
Nach ersten Angaben der Wasserschutzpolizei sollte es sich dabei um einen Gefahrstoff handeln. Der betroffene Container wurde vom Schiff in eine spezielle Gefahrgutwanne gesetzt und von einem Erkundungstrupp unter Atemschutz und speziellen Schutzanzügen geöffnet. Eine Stoffprobenentnahme und Analyse durch den Umweltdienst der Feuerwehr Hamburg ergab, dass es sich beim Inhalt um Getriebeöl handelte.
Ausgetretene Produktmengen wurden mit Bindemitteln abgestreut und die Einsatzstelle anschließend der Wasserschutzpolizei übergeben. Verletzt wurde niemand. Die Behörde für Umwelt und Energie wurde informiert.
Am 3.9. gegen 19.10 Uhr verließ der Frachter den Hamburger Hafen wieder und nahm Kurs auf Southampton, wo er am 5.9. erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Große Suchaktion nach vermisstem Segler auf der Jade
(04.09.19) Auf dem Jadefahrwasser vor Wilhelmshaven kenterte am 3.9. ein Katamaran. Die Ehefrau eines Seglers beobachtete den Unfall von Land aus und wählte den Notruf. Ein Einsatzteam der Wasserschutzpolizei (WSP) begab sich umgehend zum Einsatzort an Bord eines schnellen Schlauchboot, das in der 4. Einfahrt lag, und gelangte nach kurzer Zeit zum Havaristen.
Ein 75-Jähriger klammerte sich an dem gekenterten Boot fest und wurde von den Beamten an Bord genommen. Er teilte mit, dass sein gleichaltriger Mitsegler bereits zwei Stunden zuvor über Bord gefallen sei und seitdem vermisst werde. Das Einsatzteam fuhr ein Suchmuster.
Als Hinweise auf Hilferufe die Beamten erreichten, verlegten sie die Suche in den Bereich der ehemaligen 3. Einfahrt. Dort sichteten sie den Vermissten und nahmen den erschöpften Mann ebenfalls an Bord. Beide Segler wurden unverzüglich zum Nassauhafen gebracht, wo Rettungskräfte bereitstanden. Die Männer wurden mit Verdacht auf Unterkühlung vorsorglich ins Klinikum Wilhelmshaven gebracht.
Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven und Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven waren landseitig am Einsatz beteiligt. Aus der Luft gab es zudem Unterstützung durch einen Rettungshubschrauber und einen Polizeihubschrauber. Neben der Wasserschutzpolizei waren auch Kräfte der DGzRS an der wasserseitigen Such- und Rettungsaktion beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Angelboot vor Brodtener Steilküste gekentert
(04.09.19) Am Nachmittag des 1.9. wurden zwei Personen aus der Ostsee geborgen, nachdem ihr Angelboot gekentert war. Gegen 14.20 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei Travemünde mitgeteilt, dass es vor der Steilküste am Brodtener Ufer zu einem Sportbootunfall gekommen war. Die Ermittlungen der Beamten ergaben, dass das offene Angelboot etwa eine Seemeile vor dem Brodtener Ufer vermutlich nach einem Fahrfehler des 36-jährigen Bootsführers von der See überrollt worden und gekentert war.
Es war offenbar quer zur Welle geraten. Die beiden an Bord befindlichen Personen wurden von der Besatzung einer Segelyacht aus dem Wasser gezogen, in Travemünde an Land gesetzt und von den Beamten der Wasserschutzpolizei befragt. Ein Rettungsboot schleppte das Angelboot in den Hafen von Travemünde zu einer Slipanlage im Bereich der Priwallfähre.
Die beiden 36- und 33-jährigen Männer waren leicht unterkühlt, verzichteten jedoch auf medizinische Begutachtung. Wegen eines bei der Bergung des Bootes abgerissenen Kraftstofftanks wurde das das Polizeiboot 'Habicht' besetzt und machte sich auf den Weg zur Trave-Tonne 1, wo der Tank im Wasser treibend gesichtet worden war. Er wurde schließlich gegen 15.25 Uhr von einem Motorboot entdeckt und aufgenommen.
Gegen 17.20 Uhr nahm ihn die Wasserschutzpolizei in Verwahrung. Zu einem Austritt von Kraftstoff war es bei der Havarie und durch den treibenden Tank nicht gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht in Chesil Cove gestrandet
(04.09.19) Eine Segelyacht strandete in Portland am Abend des 2.9. in der Chesil Cove. Das 27 Fuß lange Boot war auf der Fahrt von Exmouth nach Portland um 21.20 Uhr in der Lyme Bay in Schwierigkeiten geraten. Kurz nachdem der Wind sie in die Chesil Cove drückte, tireb sie auf den Chesil Beach.
Ein Rettungsteam aus Portland Bill und die Wyke Coastguard wurden alarmiert. Der Skipper hatte sich mit leichten Verletzungen selbst ans Ufer retten können. Er wurde dort medizinisch betreut, nachdem eine Familie aus Brandy Row ihn bereits nach Hause genommen und mit trockenen Sachen versorgt hatte. Die Yacht wurde bis in die frühen Morgenstunden hinein gesichert und sollte so schnell wie möglich geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter im Tropensturm gestrandet
(04.09.19) Am Südabschnitt des Playa Bagdad in Matamoros, Tamaulipas, strandete nach einem Maschinenausfall im Golf von Mexiko der Krabbenkutter 'Mónica 1' aus Campeche mit einer fünfköpfigen Crew an Bord am Abend des 2.9. Das Schiff der Mónica Patricia Cevallos Alejandre hatte einen kompletten Blackout erlitten und wurde manövrierunfähig vom Wind des Tropensturms Ferdinand bei Puerto de Matamoros auf den Strand gedrückt. Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre in Civitavecchia/Italien nicht zu öffnen
(04.09.19) An Pier 2 im Hafen von Civitavecchia mussten am Morgen des 3.9. die 889 Passagiere der italienischen Fähre 'Af Claudia', 24418 BRZ (IMO: 9243435), nach der Ankunft von Olbia stundenlang an Bord ausharren, nachdem es nicht gelang, die Heckrampe zu öffnen. Sie waren samt der 350 Fahrzeuge an Bord gefangen, weil es zu einem Schaden im Hydrauliksystem gekommen war. Erst nachdem ein Kran gerufen worden war, konnte sie geöffnet werden.
Die Fahrgäste wurden bis dahin mit Essen versorgt und betreut. Die Hälfte konnte gegen 10 Uhr über eine Gangway von Bord kommen, der Rest wartete, bis die Rampe sich öffnete, und verließ die Fähre gegen 15 Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter hatte Maschinenausfall vor Oman
(04.09.19) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter 'Dorsten', 1653 BRZ (IMO: 9340740), funkte am 3.9. nach einem Maschinenausfall auf Position 014 03 05.4 N, 062 58 12.0 E östlich von Oman einen Notruf. Das Schiff erbat Assistenz von Fahrzeugen in der Nähe. Nachdem es gelungen war, den Schaden zu beheben, setzte es seine Reise nach Istanbul fort, wo es am 15.9. eintreffen soll. Quelle: Tim Schwabedissen


03.09.2019

Taucherschiff 'Conception' ausgebrannt
Taucherschiff 'Conception' ausgebrannt
(Bild: Ventura County Fire)

34 Tote bei Brandkatastrophe auf Taucherschiff
(03.09.19) 34 Menschen kamen wohl bei einem Feuer auf dem amerikanischen Taucherschiff 'Conception' (MMSI: 367098480) in der Bucht von Platts Harbor am 2.9. ums Leben. Nur fünf Mann der sechsköpfigen Crew überlebten die Katastrophe. Am frühen Morgen erwachte die Mannschaft, nachdem der Brand auf dem 20 Meilen vor dem Festland nahe Santa Cruz Island im Channel Islands National Park ankernden Schiff entstanden war.
Die Crew befand sich auf dem oberen Deck und konnte sich von dort als einzige mit einem Schlauchboot in Sicherheit bringen, während es für die im unteren Schiffsbereich schlafenden Chartergäste keine Chance für eine Flucht gab. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach wurde vom Skipper des Taucherschiffs um 3.15 Uhr alarmiert: "Mayday, mayday, mayday! ... Conception ... north side of Santa Cruz."
Der Wachhabende fragte nach der Position und der Anzahl von Menschen an Bord. Der Skipper sagte, er könne nicht atmen, dann gab es mehrere Unterbrechungen und Ausfälle der Funkverbindung. Als nächstes kam ein panischer Ruf: "Vessel Conception! Vessel Conception! Vessel Conception!"
Der Wachhabende versuchte rasch, weitere Informationen zu bekommen, und schließlich zeichnete sich ab, dass 34 Menschen noch an Bord von den Flammen eingeschlossen seien. Er fragte, ob es möglich sei, sie zu befreien und ob es Löschmöglichkeiten gäbe. Der Skipper antwortete, das Schiff stünde komplett in Flammen, und es gäbe keine Fluchtluken oder ähnliches.
Ein jähes Erwachen gab es auch für die zweiköpfige Crew des 90 Metern entfernt ankernden, 18 Meter langen Kutters 'The Grape Escape', Bob und Shirley Hansen. Es handelte sich um ein Paar aus Madera, die durch ein Klopfen am Rumpf aus dem Schlaf gerissen worden, als die fünf überlebenden Crewmitglieder, zwei von ihnen verletzt, mit ihrem Schlauchboot längsseits kamen. Sie waren um 3.30 Uhr von Bord geflohen, nachdem der Brand auf ihrem Schiff komplett außer Kontrolle war.
Rasch wurden die Seeleute, die nur Unterwäsche trugen, von den beiden an Bord geholt und mit Kleidung und Decken ausgestattet. Zwei gingen danach wieder ins Schlauchboot, um zu dem Taucherschiff zurückzukehren und in dessen Umgebung nach Überlebenden zu suchen. Eine Annäherung war nicht möglich, Flammenlohen schlugen meterhoch aus allen Öffnungen des Schiffs.
Alle Augenblicke wurde es von Explosionen erschüttert. Nachdem binnen einer Viertelstunde Einsatzkräfte des Santa Barbara County Fire Department vor Ort waren, gelang es ihnen wegen der Brandintensität auch nicht, auf die 'Conception' vorzudringen. Jedes Mal, wenn der Brand niedergeschlagen zu sein schien, flammte er augenblicklich wieder auf, wohl, weil der Treibstoff auch Feuer gefangen hatte.
Die starke Rauchentwicklung erschwerte den Einsatz zusätzlich. Die Struktur des Taucherschiffs brach immer weiter zusammen. Es brannte bis zur Wasserlinie herunter, und um 7.20 Uhr sank der durchgeschmolzene Rumpf auf einer Wassertiefe von 19,5 Metern.
Nur die Bugspitze ragte noch einen Fuß weit aus dem Wasser. Die US Coast Guard, die vom Skipper des Taucherschiffs unterstützt wurde, schickte im Rahmen der SAR-Operation von der Station Channel Islands Harbor zwei 45-Fuß-Boote, von der Base Point Mugu einen MH-65 Dolphin-Helikopter, einen MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station San Diego und das Patroullienboot 'Narwhal'. Sie alarmierte das California Department of Fish and Wildlife und begann wenig später die Suche nach Opfern oder Überlebenden.
An den Küsten der umliegenden Inseln wurde auch Ausschau gehalten. Bis zum Abend des 2.9. waren 20 Menschen tot aus dem Wasser oder vom Meeresgrund geborgen worden. Fünf weitere Leichen wurden entdeckt, die am Rumpf des Wracks lagen, wegen der unsicheren Verhältnisse dort aber noch nicht geborgen werden konnten.
Die 'Conception' war am 2.9. zu einem Dreitagestörn zu den Channel Islands ausgelaufen und hatte am Wochenende vor Santa Cruz Island gekreuzt. Sie sollte am Nachmittag des 2.9. nach Santa Barbara zurückkehren. Das Schiff der Truth Aquatics lief in Charter der 1974 gegründeten Worldwide Diving Adventures aus Santa Barbara, die seit den 1970er Jahren Tauchexpeditionen durchführt. Das 1981 erbaute Schiff genügte allen Vorschriften, und es gab keine Beanstandungen.
Es war mit Rettungsmitteln für 110 Personen ausgestattet und war mit mehreren Ausgängen ausgestattet. Der Schlafraum allerdings, unten im Schiff gelegen, hatte nur eine Treppe, die dorthin führte. Dies wurde den Chartergästen zum Verhängnis.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Link Star'
Archivbild Frachter 'Link Star'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Maschinenschaden vor Isle of Wight
(03.09.19) Der finnische Roro-Frachter 'Link Star', 5627 BRZ (IMO: 8805602), hatte a, 1.9. um 12.10 Uhr auf der Reise von Rauma nach Santander mit einer Ladung von Forstprodukten und einer 10-köpfigen Crew an Bord einen Maschinenausfall 17 Meilen vom St. Catherines Lighthouse, Isle of Wight, entfernt. Die Reparatur des Schadens, der mit der Treibstoffversorgung zusammenhing, dauerte bis 13.15 Uhr. Dann setzte das Schiff die Fahrt fort und machte am 3.9. um 7.30 Uhr im North Docks Terminal in Santander fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank in Chalkida/Euböa
(03.09.19) Am Nachmittag des 2.9. sank der Kutter 'Kap Tasos' im Fischereihafen von Skala Oropos in Chalkida. Die Hafenbehörde wurde informiert und arrangierte die Bergung des Schiffs mit einem Kran noch am selben Tag. Das Wrack wurde an Land abgesetzt und eine Untersuchung eingeleitet. Es gab keine Umweltschäden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Containerfrachter 'Julian' sitzt fest
Containerfrachter 'Julian' sitzt fest
(Bild: NMSA)

Containerschiff lief vor Buka/Papua New Guinea auf Grund
(03.09.19) Am Morgen des 3.9. lief der unter Papua-Neu-Guinea-Flagge registrierte Containerfrachter 'Julian', 4448 BRZ (IMO: 9261994), von Lae kommend in der Buka-Passage auf Grund. Er befand sich gerade auf dem Weg in den dortigen Hafen. Es gelang dem Schiff der Bismark Maritime Ltd., das im Management der Leeraner Briese-Schifffahrt eingesetzt ist, mit eigener Kraft wieder freizukommen.
Um 9.45 Uhr machte es in Buka fest. Die National Maritime Safety Authority (NMSA) leitete eine Untersuchung ein, und der Havarist sollte einer Inspektion unterzogen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Zakynthos
(03.09.19) Die griechische Fähre 'Dimosthenis K', 141 BRZ (IMO: 8670564), erlitt am frühen Morgen des 2.9. einen Maschinenschaden, nachdem sie den Hafen von Zakynthos mit 327 Passagieren verlassen hatte. Es konnte mit eigener Kraft dorthin zurückkehren. Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre 'Stord' wird geschleppt
Fähre 'Stord' wird geschleppt
(Bild: Arnfinn Orten)

Fähre nach Stavanger eingeschleppt
(03.09.19) Die norwegische Fähre 'Stord', 2871 BRZ (IMO: 8513601), bekam auf der Fahrt von Tau nach Stavanger am Morgen des 3.9. ein Seil in einen der Propeller, der dadurch blockiert wurde und das Schiff manövrierunfähig machte. Der Schlepper 'Bryteren' (IMO: 9424417 wurde gerufen, um den Havaristen nach Stavanger zu bugsieren.
Hier wurde die 'Stord' um 10.25 Uhr sicher festgemacht und entladen. Die Fähre musste aber anschließend aus dem Betrieb genommen werden, damit Taucher den Propeller wieder befreien konnten. Die ausgefallene Kapazität auf der Route sollte ab 14.30 Uhr durch ein Ersatzschiff aufgefangen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sinkend bei Helsingør auf Grund gesetzt
(03.09.19) Am 2.9. um 02.27 Uhr wurden ein Rettungshubschrauber und ein Boot der. Søredningsselskab Helsingør zur Assistenz für einen Kutter geschickt, der nördlich von Helsingør Wassereinbruch erlitten hatte und sinkend auf Grund gesetzt wurde. Auch die königliche Yacht 'Dannebrog' sowie ein ziviles Schiff kamen zu Hilfe. Es gelang dem Rettungsboot, den Kutter zu lenzen und nach Hornbæk zu schleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Habitat' gesunken
'Habitat' gesunken
(Bild: SNSM)

Rennyacht sank nach Kollision mit Tonne
(03.09.19) Die Rennyacht 'Habitat' von Corentin Douguet kollidierte am Morgen des 2.9. bei der Solitaire du Figaro mit einer der unbeleuchteten Kardinaltonne Basse Paupian nordwestlich von Portsalle und sank später. Die zweiköpfige Crew wurde von der 'Crédit Mutuel Espoir', einem anderen Boot der Regatta aufgenommen. Das SNSM-Boot aus Aber Wrac'h übernahm die Segler.
Es versuchte, die Bénéteau 3 NF noch abzuschleppen, doch sie konnte nicht mehr gerettet werden und ging auf 13 Metern Wassertiefe unter. Ein Taucher markierte das Wrack. Die Schiffbrüchigen wurden nach Saint-Quay-Portrieux gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter nach Maschinenschaden unterwegs zur Reparatur in Tuzla
(03.09.19) Auf dem maltesischen Frachter 'Ozgun', 2032 BRZ (IMO:9318278) kam es am 22.8. zu einem Maschinenausfall bei Torre Annunziata. Nachdem es der Crew nicht gelungen war, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben, wurde der Schlepper 'Leopard' beauftragt, den Havaristen zu einer Werft in Tuzla zu bringen. Nachdem die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen waren, begann die Verschleppung am 29.8.
Beim Transit des Bosporus wurden Coastal-Safety-Schlepper zur Absicherung als Eskorte gestellt. Der Havarist sollte am 5.9. in Tuzla eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Seute Deern soll stabilisiert werden
(03.09.19) Nach dem Untergang der 'Seute Deern' war derzeit weiter unklar, wie es mit dem Dreimaster weitergeht. Dies hängt auch von den Statikberechnungen ab, die jetzt einer speziellen Software durchgeführt werden. Nach dem Untergang war das Schiff zunächst gesichert worden. Taue zwischen Masten und Dalben gespannt, um es zu stabilisieren.
An Angaben zur Schadenshöhe war noch nicht zu denken. Um die Lage auf Grund zu begutachten, wurde das Schiff in Zusammenarbeit mit der Hochschule von Tauchrobotern inspiziert. Nach den erzielten Ergebnissen richten sich die weiteren Maßnahmen. Mit Luftkissen soll das Schiff so stabilisiert werden, dass es nicht abkippen kann.
Die dafür nötigen Geräte zusammengezogen, wird aber einige Tage dauern. Am Nachmittag des 2.9. tagte die Lenkungsgruppe, die sich derzeit um die geplante Sanierung kümmert, für die vor dem Absinken 17 Millionen Euro vom Bund veranschlagt wurden mit entsprechenden Komplementärmitteln von Land und Stadt.
Warum die Pumpen ausfielen, die seit Jahren eindringendes Wasser aus dem Schiffsrumpf beförderten, war auch noch rätselhaft. Die Geräte sollen täglich überprüft worden sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht lief auf Felsen und drohte zu sinken
(03.09.19) Am 1.9. drohte eine Motoryacht gegen17 Uhr nach einem Wassereinbruch infolge einer Grundberührung vor den Needles auf der Isle of Wight zu sinken. Das Boot war mit 10 Personen besetzt, als der Skipper Mayday funkte. Das Needles Coastguard Rescue Team sowie Rettungsboote der RNLI-Stationen Yarmouth und Lymington kamen dem in der Alum Bay liegenden Havaristen zu Hilfe. Alle Personen wurden abgeborgen, und es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Dann wurde die Motoryacht nach Lymington geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Crew ließ Reparaturteam auf sinkendem Schiff zurück
(03.09.19) Das indische Baggerschiff 'Tridevi Prem', 4992 BRZ (IMO: 9464443), das am Abend des 1.9. Wassereinbruch in den Pumpenraum erlitten hatte, kenterte und sank am 3.9. rund zwei Kilometer vor der Küste von Mangalore. Die 13-köpfige Crew hatte zunächst einen Notruf abgesetzt, woraufhin ein siebenköpfiges Reparaturteam vom Hafen aus hinausgebracht wurde, darunter auch Taucher. Doch die Schiffscrew erlaubte ihm nicht, mit den Arbeiten zu beginnen, und schaltete die Bordbeleuchtung aus.
Um 2.30 Uhr gingen die 13 Mann in ein Rettungsboot und ließen die Arbeiter an Bord zurück. Das indische Küstenwachboot 'Amritya' nahm sie an Bord. Dann holte ein Schlepper des New Mangalore Port auch das Reparaturteam von Bord. Schließlich ging die 'Tridevi Prem' unter.
Die Wetterbedingungen waren die ganze Zeit über sehr schlecht gewesen. Nach dem Schiffbruch wurden Ölsperren um das Wrack ausgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Millionenschaden bei Kollision
(03.09.19) Ein Schubverband, bestehend aus einem unter Panama-Flagge laufenden Schlepper und einer Barg, kollidierte am Morgen des 2.9. mit der Demerara Harbour Bridge (DHB) und richtete schere Schäden an. Der Verkehr zwischen West-und Ost-Demerara in Guyana wurde stark beeinträchtigt. Der Schubverband trieb von Grove/Diamond auf der Ostseite von Demerara auf die Brücke zu, und die Crew setzte zu spät einen Notruf ab.
Um 12.35 Uhr stieß die mit Bauxit beladene Barge gegen das von der Demerara Harbour Bridge Company betriebene Bauwerk und drückte es aus seiner Führung. Der Schaden betrug bis zu 10 Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trimaran vor Portugal gekentert
(03.09.19) Der 24 Meter lange, französische Trimaran 'Ultim Emotion Racing' (MMSI: 228192900) von Skipper Antoine Rabaste kenterte am 2.9. gegen fünf Uhr vor Portugal. Es handelte sich um die einstige 'Gitana 11'. Die fünfköpfige Crew wurde vom Hubschrauber Esquadra 751 der Luftwaffe gerettet, nachdem sie den Notsender aktiviert hatte und dessen Signal vom CROSS Gris-Nez aufgefangen wurde.
Dieses leitete sofort eine Rettungsaktion ein. Das Boot trieb bei 25 Knoten Wind aus Nordost kieloben 40 Meilen westlich von Porto. Ein Frachter und ein Patroullienboot wurden zu der Position dirigiert, doch der Hubschrauber traf schneller ein und winschte die Segler an Bord.
Der Trimaran kehrte gerade von Trophée des Multicoques de la Trinité sur mer in seinen Heimathafen Sète zurück. Die portugiesischen Behörden warnten mit einer AVURNAV vor dem verlassen im Meer treibenden Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen


02.09.2019

'Seute Deern' in Bremerhaven
'Seute Deern' in Bremerhaven
(Bild: Lothar Scheschonka)

SPD für Rettung der Seute Deern
(02.09.19) Nach dem Untergang der 'Seute Deern' in Bremerhaven erklärte Oberbürgermeister Melf Grantz, SPD, am 1.9., man hoffe, an den Plänen zur Restaurierung festhalten zu können. Zugleich forderte er dazu auf, nun schnell ein Konzept für die Bergung vorzulegen. Politisch war die Sanierung der Bark seit Jahren umstritten.
Möglicherweise war dies auch ein Grund, warum über einen sehr langen Zeitraum keinerlei größere Erhaltungsmaßnahmen stattfanden. Stets für eine Zukunft der 'Seute Deern' setzte sich die Bremerhavener SPD ein. Deren Fraktionssprecher in der Stadtverordnetenversammlung, Sönke Allers, erklärte, dass die neue Situation den Druck verschärft habe. Nun könne sich niemand mehr wegducken und auf Zeit spielen.
Nach einem Feuer im Küchenbereich des Großseglers im Februar waren konkrete Pläne für eine Sanierung des Bremerhavener Wahrzeichens geschmiedet worden. Für 32 Millionen Euro sollte es in einer gläsernen Werft am Alten Hafen unter den Augen der Öffentlichkeit Stück für Stück wiederaufgebaut werden und nicht mehr ins Wasser zurückkommen.
Im Mai waren für die anstehende Sanierung Planungsmittel in Höhe 1,4 Millionen Euro bewilligt worden - anteilig finanziert vom Bund, dem Land Bremen und der Stadt Bremerhaven. Nach Ansicht von Allers muss mit der Bergung der 'Seute Deern' auch mit Blick auf zu erwartende Herbststürme zügig begonnen werden. Angesichts der Austragung der Sail 2020 wäre es fatal, wenn es im Land Bremen nicht gelänge, mit der Restaurierung des Schiffes begonnen zu haben.
Von Bremens neuem Bürgermeister Andreas Bovenschulte erwarten die Bremerhavener Sozialdemokraten ein Bekenntnis zur Rettung der 'Seute Deern'. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat zunächst Gutachter bestellt. Sie sollen sich ein Bild von dem Schaden verschaffen und die Sicherung des Schiffes koordinieren. Mit ersten Ergebnissen rechnete das DSM in der kommenden Woche.
Die 'Seute Deern' liegt seit 1966 im Alten Hafen in Bremerhaven. 1972 wurde sie dem Deutschen Schifffahrtsmuseum zu seiner Gründung von der Stadt Bremerhaven geschenkt. Seit 2005 steht der Dreimaster unter Denkmalschutz.
Quelle: Tim Schwabedissen


Grünendeich: Tanker notankerte auf der Elbe
(02.09.19) Der unter Färöer-Flagge laufende Tanker 'Furevik', 26634 BRZ (IMO: 9274666), musste in der Nacht zum 31.8. in Höhe Bützfleth bei Stade auf der Elbe notankern. Das Schiff hatte zuvor eine Betriebsstörung gehabt. Es warf gegen 0.45 Uhr auf Höhe von Tonne 104 Anker. Gegen 2.15 Uhr wurde der Havarist mit dem auflaufenden Wasser von zwei Schleppern nach Hamburg gebracht.
Der Schiffsverkehr auf der Elbe war nicht beeinträchtigt. Um 5.25 Uhr lag der Tanker sicher im Hafen und lief am 1.9. um 22.30 Uhr wieder nach Skagen aus, wo er am 3.9. gegen Mittag erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segler auf dem gekenterten Segelboot
Segler auf dem gekenterten Segelboot
(Bild: USCG)

Sechs Bootsfahrer vor Santa Cruz/Kalifornien gerettet
(02.09.19) Die US Coast Guard und der Hafenkapitän von Santa Cruz kamen am 1.9. sechs Menschen zu Hilfe, deren 21 Fuß langes Sportboot nahe Davenport gekentert war. Um 11:13 Uhr wurde die Coast Guard San Francisco informiert, dass das Boot Wassereinbruch erlitten habe, und schickte von der Air Station San Francisco einen MH-65 Dolphin-Helikopter sowie von der Station Santa Cruz ein 29-Fuß-Boot, das um 11:17 Uhr auslief. Um 11:41 Uhr kenterte das havarierte Boot, und die Insassen, die keine Rettungswesten hatten, landeten im Wasser.
Sie klammerten sich an das kieloben treibende Wrack und kletterten teilweise auf den Rumpf hinaus. Die Rettungskräfte aus Santa Cruz waren um 11:58 Uhr vor Ort und nahmen mit zwei Booten jeweils drei der Verunglückten auf. Sie wurden wegen Unterkühlungserscheinungen in Santa Cruz medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tödliches Ende eines Segeltörns vor Kühlungsborn
(02.09.19) Ein tragisches Ende nahm ein Segeltörn am Nachmittag des 1.9. vor Kühlungsborn: Ein 66 Jahre alter Skipper ging beim Ansteuern des Hafens aus bisher nicht geklärten Gründen über Bord seiner Meter langen Yacht. Anschließend lief diese auf die Steinmole des Hafens Kühlungsborn auf. Der Segler wurde aus dem Wasser geborgen und bei laufender Reanimation mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Rostock geflogen.
Dort wurde er wenig später für tot erklärt. Er hatte bei dem Unfall eine schwere Kopfverletzung erlitten. Auf der Ostsee und an den Stränden wurde mit einem Großaufgebot zunächst auch noch nach einer zweiten Person gesucht. Ein Hubschrauber der Deutschen Marine, ein Seenotrettungskreuzer samt Tochterboot, ein Küstenwachboot der Bundespolizei und der Hochseeschlepper 'Baltic' mit zwei Schlauchbooten beteiligten sich auf See an der Suche.
An Land waren die Feuerwehren Kühlungsborn und Bad Doberan sowie das Deutsche Rote Kreuz an Land im Einsatz. Schließlich stellte sich heraus, dass nur noch der Hund des Seglers an Bord war. Das Tier wurde von der Yacht heruntergeholt. Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat Ermittlungen zum Tod des Seglers aufgenommen. Zum Unglückszeitpunkt herrschten 4-5 Beaufort und Wellenhöhen von 1-2 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen


Passagierschiff brennt in Melk
Passagierschiff brennt in Melk
(Bild: Feuerwehr Melk)

Feuer auf Flussfahrgastschiff in Melk/Niederösterreich
(02.09.19) Am 31.8. um 21.15 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Melk zu einem Brand im Maschinenraum eines Flussfahrgastschiffs an der Melker Anlegestelle gerufen. Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurde der Einsatzleiter vom Schiffsführer über die Lage an Bord informiert. Im Maschinenraum kam es zu massiver Rauchausbreitung. Das Bordpersonal hatte zuvor versucht, mit schiffseigenen Atemschutzgeräten den Brandherd zu lokalisieren, was aber abgebrochen werden musste.
Das Brandgeschehen war isoliert und gefährdete keine anderen Schiffsteile. Insgesamt befanden sich 150 Personen an Bord. Vom Einsatzleiter wurden die Feuerwehr Spielberg und Emmersdorf, sowie der Rettungsdienst zur Beistellung nachgefordert. Die Fahrgäste wurden in sichere Bereiche im Vorschiffsbereich gebracht.
Ein Atemschutztrupp mit Wärmebildkamera drang mit Kleinlöschgeräten in den Maschinenraum vor. Ein weiterer Trupp ging zur Sicherheit beim Schiffszugang auf Posten. Auch Polizei und Rotes Kreuz waren vor Ort.
Gemeinsam mit einem Crewmitglied unter Atemschutz begann der Atemschutztrupp mit der Erkundung des Maschinenraums. Rasch konnte die Ursache für die starke Rauchentwicklung gefunden werden. An einem Motor war es zu einem Schmorbrand von Kabelteilen und Schlauchleitungen gekommen. Durch eine Öffnung konnte der Rauch nun rasch abziehen. Weitere Löschmaßnahmen waren keine mehr erforderlich. Bereits nach kurzer Zeit konnte somit 'Feuer Aus' gemeldet werden. Weitere Maßnahmen wurden in Absprache mit dem Schiffsführer durch das Bordpersonal übernommen. Durch eine Polizeistreife wurden Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild 'Lady Nola'
Archivbild 'Lady Nola'
(Bild: Olaf Kuhnke)

Frachter vor Fowey wieder flott
(02.09.19) Der britische Frachter 'Lady Nola', 1978 BRZ (IMO: 9243863), der am 30.8. um 22.20 Uhr auf der Fahrt von Le Legue nach Fowey, Cornwall, vor der Einfahrt des Zielhafens auf Position 50° 19.67' N 004° 38.46' W auf Grund gelaufen war, konnte sich am 31.8. gegen drei Uhr mit steigendem Wasserstand wieder befreien. Das Schiff hatte eine sechsköpfige Crew und eine Ladung von 2.800 Tonnen China-Kleie an Bord. Der Hafenschlepper 'Morgawr' und das Lotsenboot aus Fowey waren vor Ort.
Die Maritime and Coastguard Agency (MCA) wurde nicht um Hilfe gebeten. Der Frachter machte in den Fowey-Docks fest, wo Taucher eine Inspektion des Unterwasserschiffs durchführten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bozcaada: Crew harrte über Nacht auf halbgesunkenem Schiff aus
(02.09.19) Das 42 Meter lange, türkische Baggerschiff 'Kanuni D.S.' (MMSI: 271044666), das sich mit einer achtköpfigen Crew an Bord in der Nähe der Insel Bozcaada vor der Tuzburun-Bucht südlich der Dardanellen befand, erlitt am 1.9. gegen 17.40 Uhr Wassereinbruch. Die Verkehrskontrolle der Dardanelles schickte das Rettungsboot 'Kurtarma-6' zur Assistenz. Der stark vorlastige Bagger hielt unterdessen auf die Küste zu.
Um 19.20 Uhr setzte ihn der Kapitän in der Ayana-Bucht auf Sandgrund auf. Das Vorschiff lag bereits komplett unter Wasser, das Achterschiff aber ragte noch auf. Die Crew blieb über Nacht an Bord des Havaristen, dessen Generator weiterlief und Strom lieferte. Am Morgen des 2.9. machte sie sich an Arbeiten, das Leck zu finden, um es abzudichten und das Vorschiff auszupumpen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Die Schleppverbindung wird hergestellt
Die Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: RNLI)

Havarierter Trawler bei üblen Bedingungen nach Peterhead geschleppt
(02.09.19) Am Nachmittag des 30.8. wurde das RNLI-Boot aus Fraserburgh, die 'Willie and May Gall', zu dem 24 Meter langen, britischen Trawler 'Northern Eagle - N 73' (MMSI:232015691) gerufen, der nahe Peterhead einen Maschinenausfall erlitten hatte. Er trieb eine Meile südlich der Boddam Power Station. Die 1,5 Meter Wellenhöhe, die das Rettungsboot beim Auslaufen erwarteten, steigerten sich rasch auf 3,5 Meter.
Vormann Vic Sutherland und seine Crew lokalisierten den Havaristen, kurz nachdem sie Buchanness Lighthouse passiert hatten. Dann manövrierte er das Boot bei schwierigsten Bedingungen in eine Distanz zum Havaristen, dass eine Schleppleine hinübergeworfen werden konnte. Beide Fahrzeuge tanzten in den Wellen auf und ab, und es musste eine Kollision vermieden werden bei gleichzeitiger bestmöglicher Annäherung im richtigen Moment.
Tatsächlich gelang es, diesen so abzupassen, dass die Leine wahrgenommen werden konnte. Der Schlepp nach Peterhead war nochmals eine mühselige Angelegenheit. Im Hafen übernahmen die Lotsenboote den Trawler. Das Rettungsboot eskortierte die 'Northern Eagle' zu ihrem Liegeplatz und machte dann auf der anderen Hafenseite fest. Um 18.30 Uhr kehrte es zu seiner Station zurück und wurde wieder einsatzklar gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Neckarschleuse
(02.09.19) Am 31.8. kam es zu einer Havarie eines Binnenschiffs, das Neckarabwärts unterwegs war und gegen 12:30 Uhr in die Schleuse Pleidelsheim einlaufen wollte. Bei der Einfahrt in die Schleuse verringerte es seine Geschwindigkeit nicht in dem Maße, dass ein Aufstoppen noch möglich war. Es kollidierte daraufhin mit dem unteren Tor der Schleusenkammer, das dabei erheblich beschädigt wurde.
Am Schiff entstand ebenfalls Sachschaden. Die genaue Schadenshöhe dürfte im hohen fünfstelligen Bereich liegen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre in Camotes gekentert
(02.09.19) Am 31.8. gegen 15 Uhr rettete die philippinische Coast Guard alle 149 Passagiere und 18 Crewmitglieder der RoRo-Fähre 'Mika Mari 8', 292 BRZ, der Jomalia Shipping Corporation. Diese war planmäßig von Danao kommend nach Barangay Camotes eingelaufen und hatte dort an einer Mole festgemacht. Doch bei den Löscharbeiten kam es auf einem mit 800 Zementsäcken beladenen 10-Achser zu einem Transmissionsproblem.
Der Truck rutschte daraufhin auf die Steuerbordseite des Fährdecks. Das Schiff verlor seine Stabilität und begann, sich vom Kai weg auf die Seite überzulegen. Es kam zu einem Wassereinbruch, und binnen weniger Minuten kenterte das Schiff und legte sich mit einem Ruck 90 Grad auf die Seite, um dann auf dem flachen Grund aufzusetzen.
Es hatte insgesamt 11 Fahrzeuge an Bord gehabt. Vier Passagiere kamen mit leichten Verletzungen, die sie sich bei der überstürzten Evakuierung zugezogen hatten, ins Krankenhaus. Die Fähre hatte 3,2 Tonnen Diesel an Bord, die nun zunächst abgepumpt werden mussten.
Am 1.9. untersuchten Polizeitaucher das Wrack eine Stunde lang und fanden keine Anzeichen von Leckagen. Um das halb aus dem Wasser ragende Schiff wurde eine Ölsperre ausgelegt. Die Marine Environment Protection Unit überwachte das Hafenwasser auf mögliche Verschmutzungen. Das Schiff sollte zeitnah geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht vor Oudeschild/NL abgeschleppt
(02.09.19) Am 30.8. gegen 08.00 Uhr wurde das KNRM-Boot 'Johanna Maria' der Station Oudeschild alarmiert. Vor dem Hafen war im Fahrwasser des Texelstroms auf Höhe der Tonne T16 die Segelyacht 'Windwijs' in Schwierigkeiten geraten. Der Motor ließ sich nicht mehr starten, und das Boot lief Gefahr, auf Grund zu treiben. Die Seenotretter der KNRM waren rasch vor Ort. Sie nahmen, nachdem deren Versuche, den Motor zu starten, ebenfalls scheiterten, die Yacht auf den Haken. Sie wurde anschließend sicher in den Hafen von Oudeschild abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Beschädigtes Rettungsboot vermissten Bulkers gefunden
(02.09.19) Am 1.9. fand ein SAR-Team ein beschädigtes Rettungsboot, das als eines des indonesischen Bulkcarriers 'Nur Allya' identifiziert wurde, vor Obi Island. Menschen befanden sich nicht darin. Auch ein Ölfilm wurde in dem Gebiet gesichtet. Es wurden Proben genommen, anhand derer die Reederei nun prüfen will, ob sie mit dem Kraftstoff des seit dem 20.8. vermissten 190-Meter-Frachters identisch sind.
Quelle: Tim Schwabedissen


Griechische Fähre mit Schaden in Piräus
(02.09.19) Am Morgen des 1.9. erlitt die griechische Fähre 'Flying Cat 3', 614 BRZ (IMO: 9177442), in Piräus einen mechanischen Schaden. Die Hafenbehörde verhängte daraufhin ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion. Die Fahrgäste des Schiffs, das von Piräus nach Poros, Hydra und Spetses unterwegs war, wurden von der Reederei mit anderen Verkehrsmitteln weiterbefördert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Rhein nach Bootshavarie gesperrt
(02.09.19) Ein Motorboot lief am 1.9. auf dem Rhein bei Rastatt auf eine Buhne auf. Grund war die mangelnde Ortskenntnis des Bootsführers, der sich gemeinsam mit einer zweiten Person auf einem Beiboot an Land rettete. Für die Bergung des Boots, das bei der Havarie Wassereinbruch erlitten hatte, musste knapp eine Stunde der Schiffsverkehr auf dem Rhein gesperrt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Taucherclub saß auf Schäre fest
(02.09.19) Das Motorboot des Kristiansand Dykkerklubb's lief am 1.9. gegen 12.20 Uhr bei Tømmerstø vor Dvergsøya auf Grund. Die Polizei in Agder wurde alarmiert, dass ein Boot mit mehreren Menschen an Bord auf einer Schäre aufgelaufen sei, und verständigte das MRCC.
Die 12 Insassen des Havaristen, der mit erheblicher Backbordschlagseite festsaß, konnten unversehrt von anderen Booten, die sich in der Nähe befanden, abgeborgen und an Land gebracht werden. Auch die Feuerwehr war vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen

Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail. Vielen Dank im Voraus!

Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken