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Der Vardaris oder Vardarec ist ein kräftiger nördlicher kalter Fallwind (katabatischer Wind), der aus dem Tal des Flusses Vardar auf die Ägäis hinausweht. Zunächst geht er als eine Windbrise durch das Flusstal, wenn er aber über die Gebirgsschwelle, die Griechenland von Makedonien trennt, 'herunterfällt, entwickelt er eine enorme Kraft und Geschwindigkeit, die viel Kaltluft nach Thessaloniki und Thasos bringt. Meist bläst er im Winter auf der Rückseite eines Tiefs, wenn der Luftdruck über Osteuropa höher ist als über der Ägäis.

Vento ist eine Bezeichnung für italienisch Windstärke und einen Nordwind am Gardasee. Fälschlicherweise von den Touristen so genannt, heißt er eigentlich Pèler. Er weht vormittags und wird nachmittags durch den Südwind, die Ora abgelöst.

Vendavales sind Winde aus West bis Südwest im spanischen Alboranmeer und im Seegebiet zwischen der spanischen Ostküste und den Balearen. Hier soll auch gleichzeitig der Poniente, der Westwind in der Straße von Gibraltar, behandelt werden. Am häufigsten läßt der Vendaval von September bis März seine Muskeln spielen.
Durch die Orografie (Sierra Nevada in Spanien und das marokkanische Gebirge) werden im Alboranmeer westliche Winde kanalisiert und düsenartig verstärkt. Diesen Düseneffekt hat man ebenfalls in der Straße von Gibraltar.
Entstehung: Strömt die Luft von West oder Nordwest über Spanien, gibt es an den Gebirgsketten vor der Mittelmeerküste die schon bekannten Effekte mit Hochdruck im Luv und Tiefdruck im Lee. Dadurch wird der Wind verstärkt: Im Alboranmeer bläst es mit 7 bis 9 Beaufort und in der Straße von Gibraltar mit 9 bis 10 Beaufort. Achtung: Der Übergang von Windstille zu schwerem Sturm kann an den Kaps auf wenigen Metern erfolgen. Überraschungen bleiben da nicht aus.
Ein weiterer spezifisches Windphämomen sind die Contrastes: Das sind in der Straße von Gibraltar und im Alboranmeer auf kurze Distanz entgegengesetzte Winde, oft von Gewittern, Regenböen und Windhosen begleitet.

Der Viechtauer ist ein Wind am Traunsee in Österreich, die schon vielen das Fürchten beigebracht hat. Es ist ein gefährlicher Gewitterwind, der bei schnell eintretenden Wetterveränderungen aus West entstehen kann. Ein untrügliches Vorzeichen dieses Sturmes (der seinen Namen von der Ortschaft VIECHTAU hat) ist eine charakteristische, gelbliche Wolkenbildung über der Hochsteinalm. Kurz darauf stürzt der Viechtauer mit Getöse ins Tal und erreicht nicht selten mehr als 8 Beaufort. Glücklicherweise dauert das Spektakel meist nur eine halbe Stunde, wobei am See die größte Gefahr für jene besteht, die sich zu nahe am Ostufer befinden. Zahlreiche Todesfälle durch den Viechtauer beweisen dies leider allzu deutlich.

Der Waldbacher ist ein lokaler Wind, der am Hallstätter See (Österreich) oft unvermittelt aus dem Waldbachtal pfeift.

Der Wambra ist ein trockener Wind bei Neuguinea. Er tritt hauptsächlich während der Zeit des Monsuns auf.

Windabdeckung und Windstau


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