EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Windlexikon Buchstabe G


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Gallego: Ein kalter nordwestlicher Wind oder nördlicher Wind in Spanien und Portugal.

Garbé (Garbi): Seewind aus Süd an der katalanischen Küste und im Golf von Lion. Bei ihm handelt es sich um einen gemäßigteren thermischen Schönwetterwind. Er kann bis zu sechs Beaufort erreichen.
Einen Unterbegriff stellt Garbinada dar, das ist ein starker Südwestwind.
Der Refrain aus dem katalanischen Seemanslied von der Costa Brava: "La Calma de la Mar" (dt.: Die Ruhe des Meeres):
    "Wehe kleiner Wind von Südwest
    Gib uns Wind von hinten und ruhiges Meer!
    Denn wir werden nach Osten segeln
    bis zur Grenze mit Frankreich."
Geostrophischer Wind: Er bewegt sich in Höhen von über 1000 Meter. Er entsteht durch Temperaturdifferenzen und damit Druckdifferenzen und bleibt unbeeinflusst von der Erdoberfläche. Der geostrophische Wind kann mit Hilfe von Wetterballons gemessen werden.

Der Gletscherwind gehört zu den katabatischen Winden, ist also ein kalter Fallwind. Er wird durch Luft hervorgerufen, die dicht über einem Gletscher abkühlt. Da diese Kaltluft im Vergleich zur vor dem Gletscher gelegenen Warmluft eine höhere Dichte besitzt, kommt es zur Ausbildung eines Luftdruckgradienten und damit der Wirkung einer Druckgradientkraft. Die Luft strömt daher vom Gletscher weg und kann dabei unter Umständen sehr hohe Windgeschwindigkeiten erreichen. Die Gletscherwinde besitzen meist keine große vertikale Ausdehnung, beeinflussen die Vegetation in ihren Bereich aber sehr stark.
Heute findet man Gletscherwinde zum Beispiel unter dem Rosenlauigletscher in der Schweiz, wo die Sonne erst gegen Mittag den Talboden unterhalb des Gletschers berührt.

Ghibli: Ein heißer staubiger Wüstenwind an der Libyschen Küste.

Gharra: An der Küste der Syrte in Libyen winterliche Gewitterböen aus Nordost.

Gregale (auch Grigal): (Katalanisch: Gregal, Italienisch: Grecale, Maltese: Grigal) Ein starker Nordostwind im zentralen und westlichen Mittelmeer. Er entsteht bei hohem Luftdruck über Mitteleuropa bzw. dem Balkan und einem Tief über Libyen und kann mehrere Tage andauern. Im Winter ist eine derartige Wetterlage am häufigsten. Manchmal tritt er auch nur kurzzeitig auf, wenn ein Tief rasch über das südliche Mittelmeer hinweg ostwärts zieht.

Der Guggiföhn: ist ein lokaler Wind am Lauberhorn, der aus süd/südöstlicher Richtung bläst. Der Meteorologe Jörg Kachelmann von Meteomedia erklärte, eine Rekordböe des Guggiföhns von 252 Kilometer pro Stunde sei am 14.12.2008 zwischen 13.20 Uhr und 13.30 Uhr am Lauberhorn gemessen worden. Die Messstation befinde sich bei der Starthütte des Lauberhornrennens auf einer Höhe von 2.315 Metern. Das Lauberhorn ist bekannt für starke Windgeschwindigkeiten, wenn der sogenannte «Guggiföhn» weht.


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