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Der Föhn
von Peter O. Walter


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Föhn ist ein warmer Fallwind, der häufig im Bereich hoher Bergketten oder Gebirge auftritt. Steigt feuchte Luft an der windzugewandten Seite der Berge auf, so bilden sich durch Abkühlung Wolken. Diese stauen sich entlang des Gebirgskamms und regnen oder schneien sich dabei ab, man spricht in diesem Zusammenhang auch von Stauniederschlägen.
Auf der anderen Seite des Gebirgskamms rauscht die Luft sodann als turbulenter Fallwind talwärts. Und weil sich die Luft auf ihrem Weg über die Berge eines Großteils der mitgebrachten Feuchtigkeit bereits entledigt hat, kann sie sich beim Absinken weitaus schneller erwärmen, als sie sich zuvor abgekühlt hat.
So kommt es, daß der Föhnwind durchaus um 10 bis 15 Grad höhere Temperaturen mitbringen kann, als in in den wolkenverhangenen Staugebieten der Berge bei gleicher Höhnlage gemessen werden. Nicht selten braust der Föhnwind als regelrechter Föhnsturm mit voller Orkanstärke in die Täler hinab.

Dabei bildet sich eine sogenannte Föhnmauer: Darunter versteht man die meist sehr scharf ausgeprägte Grenze zwischen wolkenverhangenem Himmel an der einen Seite eines Gebirges und nahezu wolkenlosem Himmel an der anderen.
Entlang dieser Abbruchkante türmen sich die Wolkenberge der windzugewandten Bergseite hoch über den Gebirgskamm, um an der windabgewandten, der Leeseite, noch ein wenig talwärts zu stürzen.
Weil sich die wasserdampfgesättigte Wolkenluft beim Absinken aber sogleich zu erwärmen beginnt, lösen sich die Wolken auf und der zunehmend trockene Föhnwind rauscht unter starker Erwärmung zu Tal.

Typisch für eine Föhnlage sind die linsenförmigen Wolken, welche durch Leewellen erzeugt werden. Das sind stehende Wellen, die im Lee eines quer zur Anströmung verlaufenden Gebirgszuges in einer statisch stabilen Schichtung entstehen. Sichtbar werden Leewellen dann durch Lenticularis-Wolken (linsenartige Föhnwolken). In Bayern werden sie "Föhnfische" genannt.

Bricht der Föhn zusammen, weil sich die Windrichtung aufgrund einer Wetterfront ändert, so folgt häufig ein Temperatursturz um 10 bis 20 Grad!

Föhnwinde stehen überdies im Verdacht, den menschlichen Organismus zu beeinflussen: Bei einer Föhnwetterlage kommt es immer wieder zu einem vermehrten Auftreten von Herz- und Kreislaufproblemen, aber auch anderen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten, welche man unter dem Begriff der "Föhnkrankheit" zusammenfasst.



Weblinks:
Der Föhn in Wikipedia
Lenticularis-Wolken
Bildersammlung von Lenticularis-Wolken
Bilderseite Föhn


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Schlagwörter: Föhn, Foehn, Föhnwind, Wind, Fallwind, warmer Fallwind, Föhnkrankheit

Entstehung des Föhns
(Bild: Saperaud)   Großbild klick!













Föhnwolke Lenticularis (Bild: Lupinelawyer)   Großbild klick!









Föhnwolken über dem Mittagskogel
(Bild: Johann Jaritz)   Großbild klick!










Föhnwolken über dem Airport München
(Bild: Peter Walter)  Großbild klick!
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