EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Skopolamin - Wirkung und Nebenwirkungen

von Peter O. Walter




Skopolamin/Hyoscin: Scopoderm TTS

Scopolamin, auch Hyoscin, ist ein Alkaloid, das in Nachtschattengewächsen wie Stechapfel, Bilsenkraut oder Alraune, sowie insbesondere in den Engelstrompeten (Brugmansia) vorkommt und künstlich hergestellt werden kann. Die tödliche Dosis ist für den Menschen etwa so hoch wie die von Hyoscyamin und soll bei etwa 100 mg liegen. Die Injektion von 1 mg subkutan löst ebenso starke Wirkungen aus.

Scopolamin wirkt bei niedriger Dosierung leicht beruhigend und hemmend auf das Brechzentrum im Gehirn. Bei höherer Dosierung wirkt es dämpfend und sorgt für einen Zustand der Apathie. Da es in diesem Fall auch für einen Zustand der Willenlosigkeit sorgen kann, wurde es in den 1950er Jahren bis zum Aufkommen von Natrium-Pentothal als Wahrheitsserum eingesetzt.

Skopolamin ist wie das früher verwendete Atropin ein Alkaloid, d.h. in konzentrierter Form ein starkes Pflanzengift.

Anwendung gegen Reisekrankheit
Es gibt Pflaster, die hinter dem Ohr aufgeklebt werden und eine geringe Menge Skopolamin gleichmäßig über die Haut abgeben. Die Wirksamkeit beträgt bis zu drei Tagen. 1994 wurde es in den USA vom Markt genommen, da der Fertigungsprozess Mängel aufwies.

Nach der Wiederaufnahme 1997 ist Scopolamine nun wesentlich verträglicher. Es ist besonders im Taucherbereich bekannt und beliebt. Es führt zur Mundtrockenheit, Sehstörungen, Antriebsschwäche. Bei einigen Leuten, die es nicht vertragen, führt es zu Übelkeit, Halluzinationen und Koordinationsstörungen.

Warnung: Nach dem Aufkleben UNBEDINGT SOFORT die Hände gründlich waschen! Kommt man mit dem Wirstoff ins Auge, führt das zu einer Adaptionsstörung der Pupille, die dann unnatürlich geweitet wird (Fall beschrieben im Magazin "Stern" 11/2015, "Das verräterische Ohr").




Weblinks:
Die Engelstrompete in Wikipedia
Skopolamin in Wikipedia


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Das Pflaster hinter dem Ohr   Großbild klick!













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Die Engelstrompete (Brugmansia aurea)














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Struktur von Scopolamin   Großbild klick!

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