EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Vomex A, Vomacur




Der Stern schreibt am 15.8.2013 in dem Artikel "Das Geschäft mit unserer Gesundheit": Beide Artikel enthalten den Wirkstoff Dimenhydrinat, der aus Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin zusammengesetzt ist. Das Chlortheophyllin bringt keinen zusätzlichen Nutzen - es gleicht den müde machenden Effekt von Diphenhydramin nicht aus. Alternativen: Diphenhydramin alleine z.B. Emesan-Tabletten.

Für Dimenhydrinat zur intravenösen Injektion (Handelsname Vomex A) werden in der Fachinformation folgende absolute Gegenanzeigen aufgezählt:

Vomex A darf nicht angewendet werden bei

Überempfindlichkeit/Allergie gegenüber Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika bzw. einem anderen Bestandteil des Arzneimittels,
akutem Asthma-Anfall,
Engwinkelglaukom,
Phäochromozytom,
Porphyrie,
Prostatahyperplasie mit Restharnbildung,
Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie).

Folgende relative Gegenanzeigen ("Gabe unter besonderer Vorsicht") werden angegeben:

eingeschränkte Leberfunktion,
Herzrhythmusstörungen,
Hypokaliämie, Hypomagnesiämie,
Bradykardie,
angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrythmien), gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen,
chronischen Atembeschwerden und Asthma,
Pylorusstenose

Nebenwirkungen

Während des Kauens von Dimenhydrinat-Präparaten kann ein vorübergehendes Taubheitsgefühl der Mundschleimhäute auftreten. Abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis kann Dimenhydrinat u. a. zu Schläfrigkeit und Benommenheit führen. Als sogenannte anticholinerge Begleiterscheinungen können Mundtrockenheit, Erhöhung der Herzschlagfolge, Gefühl einer verstopften Nase, Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks und Störungen beim Urinieren auftreten. Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom sollten auf eine Einnahme verzichten, da das QT-Intervall im EKG durch Dimenhydrinat bei entsprechender Veranlagung gefährlich verlängert werden kann.

Da Dimenhydrinat im Körper zu Diphenhydramin und 8-Chlor-theophyllin abgebaut wird, kann es ab einer Dosis von 400 mg halluzinogen und delirant wirken. In der Drogenszene wird es als DMH bezeichnet. Es wird insbesondere aufgrund des wirksameren Diphenhydramins kaum benutzt.

Vomex A (Bild: Eurapon)   Großbild klick!




















Struktur von Dimenhydrinat (Anion)
(Bild: NEUROtiker)   Großbild klick!

















Vomacur (Bild: Eurapon)   Großbild klick!


Weblinks:
Dimenhydrinat in Wikipedia


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