EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seekrankheit

Therapie durch Indische Kockelskörner in der Homöopathie




Die Scheinmyrthe (Anamirta cocculus, Syn.: Anamirta paniculata Colebr., Menispermum cocculus L.), auch Indische Scheinmyrthe, Kokkelskörnerstrauch und Kokkelspflanze genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Anamirta in der Familie der Mondsamengewächse (Menispermaceae). Sie ist in Südostasien beheimatet: Indien, Sri Lanka, Thailand, Indonesien, Papua-Neuguinea, Philippinen. Die Samen dieser Art enthalten das Gift Pikrotoxin.

Die Scheinmyrte ist eine Liane. Die Laubblätter sind kahl und herzförmig. Sie hat große, hängende rispige Blütenstände. Blütenkelchblätter sind neun bis zwölf vorhanden, aber keine Blütenkronblätter. Die Zahl der Staubblätter ist größer als zehn. Es sind drei Fruchtblätter vorhanden.

Der Stamm und die Wurzeln der psychoaktiven Pflanze enthalten Alkaloide, wie Berberine, Palmatine, Magnoflorine und Colunibamine. Pikrotoxin wird in der Pharmazie verwendet.

Die zerstoßenen Früchte dieser Pflanze wurden früher zu Pillen verarbeitet und im Fischfang verwendet. Bereits wenige Minuten nach dem Verzehr dieser giftigen Köder wurden die Fische schwindlig, betäubt und konnten mit bloßer Hand gefangen werden. Die wirksame nervotoxische Substanz Pikrotoxin bewirkt Schwindel, Übelkeit, Krämpfe, bis zu epileptischen Anfällen und führt dosisabhängig auch beim Menschen zum Tode. Für die homöopathische Zubereitung sind die Leitsymptome daraus abzuleiten: Schwindel und Übelkeit, die sich durch jede Bewegung verschlechtern.
Cocculus laurifolius wird auch als Zimmerpflanze verwendet: Durch ihre hohe Schnittverträglichkeit machen sich die pflegleichten und sehr langlebigen Blattschmuckpflanzen als Hintergrund- und Heckenpflanzen in Topfgärten, Wintergärten und Gärten unverzichtbar: zumal sie sowohl vollsonnig-heiße, als auch schattig-luftfeuchte Plätze einnehmen und eine gute Portion Frost vertragen. Die weißen Blüten versammeln sich in gut 10 cm großen Rispen und erscheinen je nach Überwinterung im Spätwinter oder Frühling, gefolgt von einer Vielzahl schwarzer Früchte, die den Zierwert dieser Multitalente erhöhen.





Cocculus D4
(Indische Kockelskörner)
Das homöopathische Mittel Cocculus wird in Niedrigpotenzen auch besonders gerne gegen Reisekrankheit verwendet. Auch gegen Übelkeit anderer Ursache und gegen Schwindel wird es häufig verwendet.

Indikationen: Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Schwindel, Reisekrankheit durch Fahren mit Auto oder Zug, beim Fliegen und bei Seekrankheit, verspannte Schultern

Weitere Informationen:
Cocculus ist die Arznei bei "Reisekrankheit", bei Schwindelgefühl, Übelkeit, Kopfschmerzen, Ohrensausen und Sehstörungen. Dabei können Bauchschmerzen mit Durchfall auftreten.
Bewegung, Sprechen, Berührungen, Geräusche, Essen und sogar Augenbewegungen verschlimmern den Zustand. Es ist typisch, dass alle Beschwerden auf Reisen, bei Fahrten mit dem Zug, Auto, Flugzeug oder Schiff schlimmer werden.

Dosierung:
1 Gabe etwa 2 Stunden vor Antritt der Reise, dann bei Bedarf
Bei anderen Beschwerden 3 x täglich 1 Gabe bis zum Abklingen der Symptome, bei akuten Beschwerden stündlich 1 Gabe (1 Gabe = 5 Globuli oder 1 Tablette oder 5 Tropfen)
Die Cocculusbeere Großbild klick!

























Cocculus-Planze
(Bild: Franz Eugen Köhler)














Weblinks:
Scheinmyrte, Anamirta cocculus in Wikipedia
Cocculus - Reisekrankheit




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