Marmara (türkisch Marmara Adasi, griechisch Prokonnisos) ist eine türkische Insel im
Marmarameer. Sie liegt etwa vierzig Seemeilen nordöstlich des östlichen Ausgangs der
Dardanellen. Die Insel gehört zum Bezirk Marmara in der Provinz Balkesir.
Sie war in der Antike berühmt für den Abbau weißen Marmors, der in vielen kleinasiatischen Städten verwendet wurde. Vor allem in frühbyzantinischer Zeit war dieser Marmor im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Die Steinbrüche in der Nähe der kleinen Hafenstadt Saraylar sind noch heute erhalten und werden seit osmanischer Zeit weiter betrieben. Neuere Forschungen haben ergeben, dass der Marmor des Pergamonaltars von dort stammt. Der Abbau des Marmors ist auch heute noch der wirtschaftliche Haupterwerbszweig auf der Insel. Zusätzlich werden Oliven und Wein angebaut. Auf der Insel sind noch einige alte griechische Dörfer erhalten. Es gibt ein kleines Freilichtmuseum, das besonders Halbfabrikate aus Marmor zeigt. Dies Halbfabrikate (Kouros) entstanden dadurch, das die Figuren im Steinbruch aus dem Stein gehauen wurden. Wenn man dann einen Fehler entdeckte oder die Figur zerbrach, wurde sie im Steibruch liegen gelassen.
Die Insel kann über Tekirdag, Istanbul oder Erdek mit dem Boot erreicht werden.
Tourismus und Unterkünfte: Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist ausreichend.
Hafen Marmara
40° 34,987' N 027° 33,65' E
Segelyachten können an der Innenseite des Wellenbrechers längsseits anlegen. Flachgehende Schiffe finden zwischen den Fischerbooten vor Buganker und Heckleinen Platz. Der Fähranleger westlich des Hafens soll nur zum Wasserbunkern aufgsucht werden. Der Hafen ist in der Saison gut besucht.
Versorgung: Tankstelle, Wasser, gute Einkaufsmöglichkeiten, Tavernen an der Wasserfront.
Asmaliköy
40° 36,9' N 027° 42,35' E
Der kleine Hafen Asmalisköy bietet sehr gute Liegemöglichkeiten an der Innenseite der Mole. Im Gegensatz zu Marmara, das sehr mit Fischerbooten gefüllt war, gab es hier keine Platzprobleme. Zwischen Marmara und Asmaliköy liegen schöne Badebuchten.
Quelle: Manfred Orthmann
Istanbul bildet im Sommer die "Geburtsstube" des Meltemi da hier das lokale Balkantief zum ersten Mal auf große Wasserflächen trift. Es herrschen Winde aus Nord bis Nordost vor. Die Windstärke ist oft um die 25kn, die Wellen hoch und kurz.
Bei seltenen Südwinden dreht sich die Wasserströmung an der Oberfläche gelegentlich auf Nordrichtung.