EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Ankerbucht Knidos

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.

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Knidos Ansicht von Norden Klick!Knidos von Norden (Bild: Nevit)


Wetter Knidos
© meteo24.de
Knidos
36° 41,1' N 027° 22,5' E
Knidos liegt an der Spitze der südwesttürkischen Halbinsel Datca, etwa 35 km von Datça entfernt südöstlich der griechischen Insel Kos. Ob Knidos seit seiner Gründung an der Spitze der Halbinsel lag oder erst in spätklassischer Zeit von der Mitte der Halbinsel beim heutigen Datça dorthin verlegt wurde, ist von Historikern umstritten.

Vor dem antiken Hafen Knidos ist auf der Südseite noch ein Teil der Mole erhalten, die man in einem Abstand von 20 bis 25 Metern passieren muss. Die nördliche Mole ist mindestens einen Meter unter Wasser abgesunken und erstreckt sich weit nach Süden, das bedeutet aber bei der Breite der Einfahrt keine Gefahr.

Wer an dem Steg festmacht, geht eine gewisse Verpflichtung ein, in der Taverne zu essen. Wer frei ankert, sollte dies auf vier bis fünf Metern Wassertiefe tun. Da der Ankergrund aus hartem Sand, Seegras und Fels besteht hält der Anker schlecht.

17.06.08:Wer hätte das gedacht: Wasser und Strom am Steg von Knidos! Vor Jahren war in der stillen Einsamkeit nichts außer einer sehr einfachen Kneipe mit wackeligen Stühlen. Nur im Sommer legten sich hier Gulets und ein paar Yachten vor Anker und hofften, dass der Wind in der Nacht nicht allzu heftig von den Bergen herunterknallt - der Ankergrund hält schlecht. Heute kann man hier an einem komfortablen Steg anlegen, Wasser bunkern und seine Batterien aufladen. Ein paar beherzte Dörfler machten es möglich. Und verlangen eine Liegegebühr je nach Yachtgröße, die sich aber im Rahmen hält für den Luxus am Steg festmachen zu können.
06.09.04: Der Steg ist wieder so hergerichtet, dass man links und rechts anlegen kann, allerdinge ist es kein T-Steg mehr.
24.08.03: Knidos: Das vordere Stück des T-Steges existiert nicht mehr. Nur noch ein paar Pfosten ragen aus dem Wasser.

Die in mehreren Hafenhandbüchern beschriebenen 3 Holzstege gibt es nicht mehr. Es existiert nur noch einer. Zustand: bedenklich.
Warnung: Preise im einzigen (!!) Restaurant zu teuer!!
1995: für eine 7-köpfige Crew umgerechnet 600 DM(!?) Empfehlung: Selber kochen und dann auf ein Bier in die Kneipe.
Warnung: Muränen in den Felsen am Ufer!!

Der Steg wurde in Knidos im Winter 86/87 zu einem T-Steg ausgebaut, so dass nun etwa 10 Schiffe rk. Platz haben. WT>3m. Steg soll weiter ausgebaut werden. Vorsicht: Steg erscheint labil. Beim Ablegen Heckleinen losmachen nicht vergessen ;-)) (Peter O. Walter, SY ESYS)
Bericht von Frago
Zu Knidos: Wir haben Knidos 2x angelaufen.
Jedesmal ungemütlich voll. Ausserdem sehr hilfreich der Tip aus "Esys" ueber ( Nicht- )Vorhandensein und Zustand der Stege ( und Preise in den Lokalen ). Deshalb unsere Alternative: Palamut Bükü




22.11.01: Hans-J.Steiner schrieb uns zu Knidos folgende interessante Mail:
Hallo Peter - ich lese gerade Deine Warnung vor dem überteuerten Lokal in Knidos. Dazu ist Folgendes zu sagen:
Tatsächlich ist dieses Lokal außerordentlich teuer, was aber - teilweise - begründbar ist, und außerdem liegt der Fehler (meist!) auch bei den Seglern:

1. Grund: Knidos ist aufgrund seiner Ausgrabungen ein überaus beliebter Ankerplatz, dort hält jeder...das ist schonmal einer der Gründe für hohe Preise (das soll es auch anderswo geben...) Die Wirte zahlen eine exorbitant hohe Pacht für dieses Lokal in Allein-Exklusivlage...auch das erklärt ein wenig, warum es dort deutlich teurer ist.

2. Nun segle ich seit über 10 Jahren in dieser Ecke, und kenne "meine Pappenheimer".
Es ist eine leider sehr verbreitete Unsitte, daß gerade Chartercrews, insbesondere "heldenhafte Herren auf hoher See", die auf Messen und beim Boot jeden Pfennig herunterhandeln, vor Ort "den großen Maxe" raushängen lassen...manche machen das in einer Attitüde, daß jedem normalen Menschen schlecht wird. "Was kostet die Welt"...und da soll der Türke, der seine ganze Familie ernährt, nicht "zugreifen"? Wir (bzw. solche Crews) bringen es denen doch (leider) bei... (man darf nicht vergessen: auch an der "reichen" türkischen Südwestküste liegt das Durchschnittseinkommen bei ca. 700 DM, landesweit bei 400 DM/Monat bei einer 70%igen Inflation...

Manche - und das scheint Euch so gegangen zu sein - sind einfach zu vertrauensselig. Die bestellen, bestellen, bestellen, keiner fragt, was es kostet, und dann ist der Ärger groß. Ich weiß nicht, was Ihr gegessen habt, vielleicht war Lobster/StoneCrab dabei..die sind horrend teuer...einer kostet da leicht im "normalen" Lokal 50-70 DM, in Knidos dann 100-120 DM (pro Stück!). Aber auch Fisch ist sehr teuer...40-50 DM je nach Fischgröße ist dort sicher anzunehmen (kostet im normalen Lokal aber auch 20-30 DM!).
Wenn dann noch 7 Leute feiern (was denen ja zu gönnen ist), und keiner fragt nach, ist der Ärger abzusehen!
Dazu kommt, daß die jetzigen Betreiber tatsächlich vom "Stamme Nimm" sind, es gibt tatsächlich auch schon erste Beschwerden bei d er Gemeinde Datca über das teilweise naßforsche Vorgehen der Leute dort...aber es sind längst nicht alle so, und wer sich ein wenig den örtlichen Gepflogenheiten entsprechend verhält, ist auf der sicheren Seite! Denn die Türken merken sehr schnell, wer sich "löffeln" läßt, und bei wem sie etwas zurückhaltender sein müssen...das ist halt der Orient: Du kannst den Teppich teuer oder billig kriegen...es liegt - zu einem Gutteil - an Dir selbst!
Daher gebe ich meinen Gästen und Charterern immer folgende Tips:

* immer VORHER fragen, was es kostet * notfalls schriftlich kommunizieren (gerade bei den "großen" Summen in der Türkei...) * einen möglichst FESTEN PREIS für´s Essen ausmachen * die Rechnung streng kontrollieren und speziell Knidos (gilt aber auch anderswo) * notfalls den Kommandanten der dort ebenfalls befindlichen Jandarma herbeirufen...auch, wenn die miteinander bekannt sind, wird dieser sehr vorsichtig, wenn es um Beschwerden von Touristen geht (sofern diese berechtigt sind, und sachlich und höflich vorgetragen werden, sonst kippt die Stimmung schnell...auch hier habe ich schon überhebliche, arrogante Deutsche erlebt, die wohl ihren "mentalen Kümmeltürken" trotz Urlaubes dort nicht überwunden hatten....)!!! Ansonsten hast Du Recht, das machen wir schon immer öfters: an Bord kochen (was auf Deinem Kat ja noch viel besser geht!), und dann an Land ein Drink...
Ich würde Deine Kritik und dieses Statement dort gerne einbinden, was dagegen? Vielleicht hast Du ja dazu auch eine Erwiderung!
Grüße
Hans, SY Flexen Hex´n
München-Marmaris-Bodrum<




windsack
Bei der Anfahrt von Süden gibt es Fallböen, welche die Asteuerung unter Segeln erschweren. In der Bucht kommen sehr heftige Fallböen über die flache Landenge (Düseneffekt!)
Im Sommer Meltemi aus Nord, aber nicht so stark wie in der Zentralägäis. Nachts legt es sich meist. Wenn er dennoch in der Nacht weht, ist am nächsten Tag sehr starker Meltemi zu erwarten. Im Frühjahr und im Herbst ist der Meltemi schwächer. Ein verlässliches Zeichen ist abendlicher und nächtlicher Tau: Dann gibt es am nächsten Tag wenig oder keinen Wind. Im Winter kann es zu heftigen (!) Stürmen bis zur Orkanstärke kommen.
Nördlich von Nisyros, der Ostspitze von Kos befindet sich eine Zone mit ausgeprägten Fallböen. Weiter in Richtung Nisiros kommt dann ein Schwachwindgebiet.
Siehe Windkarte Ägäis



Lage Knidos   Großbild klick!










Satbild Knidos   Großbild klick!












Klick!
Anlegesteg Knidos (Bild: Erhan Seylan)   Großbild klick!









Panorama Knidos (Bild: chris jenkins)   Großbild klick!





Ankerbucht vom Amphitheater aus
(Bild: Synthetique)   Großbild klick!












Die berühmte Aphrodite von Knidos
(Bild: Marie-Lan Nguyen)   Großbild klick!




































Das einzige Restaurant in Knidos
(Bild: Konstantin Zhukov)   Großbild klick!













Knidos von Norden: im Vordergrund der vesandete
antike Kriegshafen (Bild: seçkin çavuslar)   Großbild klick!











Weblinks:
Knidos in Wikipedia
Aphrodite von Knidos




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