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Online-Hafenhandbuch Türkei:
Güllük / Golf von Güllük

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Güllük (4.116 Einwohner, 2008) liegt in der Provinz Mugla am gleichnamigen Golf, dem Golf von Güllük. Der frühere Name des Ortes lautete Küllük. Ein Marschall, der die Stadt 1933 besuchte, meinte, solch ein schöner Ort sollte besser den Namen in Güllük (mit Rosen) ändern. Am gegenüberliegenden Ende der Bucht liegt die antike Stadt Iasos, die per Boot erreicht werden kann.

Von dem Hafen aus wird Bauxit, das in der Umgebung gefördert wird, exportiert. Güllük konnte mit seinen Küstenfischern, die sich an dem Golf von Mandalya und an der Bucht Asin niedergelassen haben, und mit seinen Cafés und Restaurants die Atmosphäre eines hübschen Fischerdorfes bewahren. Die Hotels und Häuser, die sich auf den Hügeln befinden, die von der Küste aus ansteigen, haben jederzeit Blick auf das Meer. Mit einem an Pfählen befestigten Fischernetz im Norden der Stadt und im Meer werden wohlschmeckende Fische unterschiedlichster Art gefangen. An den meisten Buchten der Umgebung werden Fischkulturen angelegt. Ebenso gibt es in Güllük, wie auch in der Nachbarstadt Bodrum, Werften, in denen die für die Region typischen Boote (Guletts) gebaut werden. Zwar ist der Anblick der Werften schön, aber über den Anblick, den die Schleppkähne am Hafen bieten, dasselbe zu sagen ist schwer.

Beate schreibt: "Als wir vor vielleicht 15 Jahren das erste mal nach Güllück kamen, haben wir sofort wieder kehrt gemacht: das ganze Städtchen war unter einem grauen Schleier verborgen.
Später erfuhren wir, dass in Güllük Feldspat verarbeitet und verschifft wird. Erst seit um Güllük herum immer mehr Kooperativen aus dem Boden schießen und sich damit das Stadtsäckel - nehmen wir an- füllt hat Güllük eine gravierende Wandlung durchgemacht.
Der Frachthafen wurde verlegt und somit müssen sich auch die Bauxit transpotierenden LKW nicht mehr duch's ganze Städtchen quälen und die halbe Fracht dabei verlieren. Der alte Hafen wurde umstruktuiert und ist heute ganz auf Tourismus ausgelegt, ebenso die mittlerweile ewig lange und schöne Uferpromenade. Güllük hat sich zum richtig netten Städchen gemausert.
Man kann hier gut essen, Tages-Bootstouren (mit allem) unternehmen und es ist ein guter Standort für Ausflüge in die interessante Umgebung."


Wirtschaft: In Güllük wird Diasporit und Bauxit abgebaut: "Die Lagerstätten, die sich auf die beiden tektonischen Schuppen im Mantel des Menderes - Massivs verteilen, liegen in unmittelbarer Nähe des Meeres und des soeben in Ausbau befindlichen Hafens von Güllük. Wegen der grossen Reserven und der günstigen Transportlage sind sie von wirtschaftlichem Interesse." (Jobst Wippern, Mineral Research and Exploration Institute, Die Aluminium-Rohstoffe in der Türkei)



Hafen Güllük
37° 14.377' N 027° 35.601' E
Güllük ist Port of Entry, d.h. es sind alle Behörden vorhanden, welche Einreiseformalitäten abwickeln können. Tiefes Wasser reicht bis an die Pier. Auf der Reede ankern Schiffe mindestens eine Meile entfernt von der Mole, die Tiefe dort beträgt etwa zwanzig Meter. Der Ankergrund ist Sand und Mud. Lotsen für die Berufsschifffahrt sind obligatorisch.

Hier hatten ausländische und türkische Frachter längseits gelegen, um Bauxit zu übernehmen. Durch den staubigen Schwerlastverkehr war der Hafen für Segler unattraktiv. Die Erwartungen sind jetzt, nachdem die Frachtpier weiter nach Osten in den Golf verlegt wurde und der Hafen Güllük endlich staubfrei ist. Wirte und Geschäftsleute hoffen nun auf bessere Geschäfte.

Der alte Hafen wäre der ideale Platz für eine attraktive Marina, eine Schutzmole gegen den vorherrschenden Nordwestwind vorausgesetzt. Die Frage ist, wie der hohe Frachterkai in eine Marina passt. Zur Zeit liegt dort die Küstenwache und das Betreten der Pier ist wie zu Frachter-Zeiten nicht gestattet, da die Pier Zollhohheits-Gebiet war - und vielleicht noch ist.

Navigation: Der Hafen kann bei Tag und Nacht angesteuert werden. Nachts kann man sich an dem Leuchtfeuer (Fl(2).W.5s11m) 600 Meter westlich des alten Hafens orientieren. Nicht in allen Seekarten ist die Klippe verzeichnet, die sich eine Kagellänge in Fortsetzung des befeuerten Kaps‚ Camli Burnu westlich von Güllük befindet. Der Kopf der Pier trägt ein rotes Feuer. An der 175 Meter langen Pier luden bisher Frachter Bauxit. Die Pier wurde weiter nach Osten ans Ende des Golfes verlegt.



windsack
Der Hafen ist bei der kräftigen Tagesbrise des Meltemi völlig ungeschützt. Nur die frühen Morgenstunden sind ruhig. Der Hafen ist nur bei Südwind zu empfehlen.



Weblinks:
Güllük in Wikipedia

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Lage Güllük
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild klick!

















Übersicht Hafen Güllük
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!










Alter Hafen Güllük (Bild: gottchi)  Großbild klick!










Neuer Hafen Güllük (Bild: tuncay kacar)  Großbild klick!










Hafen Güllükziya_alkis Großbild klick!









Bars und Market am Hafen
(Bild: efebencik efem)  Großbild klick!










Leuchtfeuer Güllük (Fl(2).W.5s11m)
(Bild: nedime)  Großbild klick!




















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