Foça ist eine Kleinstadt an der türkischen Westküste im Golf von Izmir. Es ist entstanden aus der antiken und mittelalterlichen griechischen Stadt Phokaia (griechisch auch Phokäa (von der lateinischen Form Phocaea), galloitalisch Foggia. Die Stadt hatte einen Hafen, vor dem die kleine, mit Tempeln und Palästen besetzte Insel Bakchion lag.
In Foça selbst blieb das originale Flair erhalten, obwohl auch hier in den letzten beiden Jahrzehnten Ferienhäuser, einige Pensionen und zwei Hotels entstanden sind. Im malerischen Hafen reiht sich ein Fisch-Restaurant an das andere. Hier treffen sich am Wochenende vor allem Einwohner von Izmir, die dem Trubel der Großstadt entfliehen wollen. Typisches Publikum ist die gehobenen türkischen Mittelschicht: Lehrer, Künstler, Musiker, Ingenieure treffen sich hier.
Bekannt ist Foça auch durch die Sirenen-Inseln, die bereits Homer in seiner Odyssee beschrieben hat. Heute sind sie jedoch mehr dadurch bekannt, dass dort einige der letzten Mönchsrobben des Mittelmeeres leben. Aus diesem Grund darf man die Sirenen-Inseln auch nur noch aus der Ferne betrachten. Sie sind unbewohnt und werden von der einheimischen Bevölkerung dazu genutzt, eine kleine Anzahl Ziegen auszusetzen, die sich von der sehr kargen Vegetation und dem Morgentau als Flüssigkeit ernähren können, da die Inseln über keine natürlichen Wasservorräte verfügen.
Tourismus und Unterkünfte: Das heutige Foça ist vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben und ist statt dessen ein beliebtes Naherholungs- und Ferien-Ausflugsziel für die Einwohner der nahegelegenen Großstadt Izmir. Der Grund hierfür ist, dass sich das türkische Streitkräfte an einer direkt an den neuen Hafen angrenzenden Bucht stationiert haben und so eine Ausdehnung des Ortes an der Küste weitgehend verhindert wurde. Es gibt einen Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Foça
38° 40,234' N 026° 45,259' E
Vor dem malerischen Ort gibt es zwei Möglichkeiten anzulegen: Den nördlichen schmalen Einschnitt mit den Restaurants an der Uferpromenade sollte man nicht bei starkem Nordwind wählen, da die Böen seitlich einfallen und den Anker so stark belasten.
Im südliche Hafen sind die Böen wegen der Abdeckung durch Gebäude nicht so stark ausgeprägt. Man muss aber viel Kette stecken, da die Wassertiefe mit der Entfernung vom Ufer schnell zunimmt.
Navigation: Foca kann wegen der guten Befeuerung auch nachts problemlos angesteuert werden. Tagsüber erleichtert eine Reihe von Ferienhäusern auf der südlichen Einfahrtshuk Kale Burnu die Orientierung.
Service und Versorgung: Wasser und Strom am Kai, Lebensmittel, Restaurants
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen. In den Golf von Izmir kommt der Meltemi nur in Abgeschwächter Form.