Der Golf von Fethiye ist eine große Bucht im Südwesten der Türkei. Im Osten des Golfes liegt die gleichnamige Stadt Fethiye und im Nordwesten der Stadt Göcek. Die Golfküste beginnt bei der Halbinsel Kapidagi am Kap Kurdoglu und endet südlich des historischen Ortes Kayaköy am Kap Ilbis (früher Karmylassos) im Osten. Innerhalb des teilweise bis zu 200 Meter tiefen Golfes befinden sich zwölf kleinere bis mittlere Inseln. Die größten Inseln sind Domuz, Göcek, Yassicalar, Tersane, Katrancik, Delitas, Kizil und Zeytin.
Im alten Griechenland wurde die Bucht Golf von Telmessos genannt.
Der Golf von Fethiye ist eines der schönsten Segelreviere an der Küste: viele Einschnitte, an jeder Ecke versteckte Buchten, zahlreiche Inseln und Inselchen mit brauchbaren Schlupfwinkeln, Bäume bis zum Wasser, kleine Busch-Kneipen am Ufer und nach jeder Kursänderung ein anderes, grünes Landschaftsbild. An klaren Tagen treten die hohen Berge im Hintergrund (im Frühjahr noch mit Schnee bedeckt) deutlicher hervor, dann hat man das Gefühl auf einem Alpensee zu schippern. Der Wind weht meist schräg von achtern in den Golf hinein, so dass man immer traumhafte Kurse segeln kann. Im Juli und August sind die Buchten allerdings stark überlaufen. Nicht nur Gulets ankern hier gerne, tagsüber pflügen auch die mit sonnenhungrigen Hoteltouristen überbelegten Ausflugsboote aus Fethiye durch die blauen Fluten. In so berühmten Buchten wie Tersane oder Kapi liegen dann sechs und mehr dieser Boote gleichzeitig vor Anker und verbreiten Schwimmbad-Atmosphäre. Wer mit Kindern segelt und ein "wellenfreies" Revier sucht, sollte trotzdem den Fethiye-Golf bevorzugen. Wen die Enge stört, der kann in südöstliche oder nordwestliche Richtung ausreißen. Dort gibt es zwar auch wie überall andere Yachten und Gulets, aber keine Ausflugsboote in dieser Menge. Mein Tipp: den Fethiye-Golf für Frühjahrs- oder Herbsttörns bevorzugen.
Asi Koyu
36° 43,3' N 028° 38,9' E
02.07.08: Ankerplatz zwischen Ekincik und Fethiye-Golf.
Es gibt keine Muring-Bojen mehr und auch kein Restaurant.
Grund unbekannt.
Quelle: Manfred Schneider
Quellenbucht (auch: Bestas Limani)
36° 41,8' N 028° 52,0' E
Sehr malerische Bucht mit einem "Restaurant" (Qualität unbekannt, wir haben hier an Bord gekoccht). Hier gibt es eine stark schüttende Unterwasserquelle. Wirt nimmt Landleinen an
Touriboote gehen am späten Nachmittag raus, übrig bleiben nur die Segler.
Die beiden Quellen sind eingefasst, eine davon gibt über das ganze Jahr hindurch gutes Trinkwasser. Ankerplätze gibt es nach Belieben über gut haltendem
Schlickgrund. Man kann aber auch an den Stegen der zwei Tavernen festmachen. Am Nordufer gibt es antike Felsengräber.
Quelle: Peter O.Walter
Ankerbucht Siralibük Koju
36° 41,94' N 028° 52,70' E
Bucht nördlich von der bei Radspieler als "Quellenbucht" bezeichneten. Hier kann man - gutes Ankergeschirr vorausgesetzt - auch gut ohne Landleinen ankern. Platz zum Schwoien ist reichlich vorhanden. Sonntags kommen türkische Familien zum Picknick, während der Woche werden Ziegen gehütet. Achtung: Die Bucht ist nach Osten hin offen! Handynetz ok.
Satbild
Quelle: Peter O.Walter
Ankerbucht Boynusbükü
36° 42,65' N 028° 53,65' E
Eine SEHR schöne Ankerbucht! An dem Steg (etwas labil!) vor dem Restaurant ist die Wt 2,0 Meter. Hier gibt es Wasser und auf Anfrage Strom. Das "Restaurant" liegt sehr malerisch unter Amberbäumen. Daneben mündet ein Bach ins Meer. Morgens kann man selbstgebackenes frisches Brot kaufen. Handynetz ok.
Satbild Überblick Satbild Detail
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
0,5 sm östlich Ankerbucht Boynusbükü
36° 42,9' N 028° 55,2' E
Im westlichen Teil des Fethiye-Golfes steht auf der obigen Position ein Seezeichen (Einzelgefahrenstelle, zwei schwarze Bälle übereinander). Etwa 100 Meter nördlich davon liegt eine Untiefe, die in der D-614 nicht verzeichnet ist. Sie ist mit einer unbeleuchteten Tonne gekennzeichnet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ankerbucht Tersane Adasi
36° 40,5' N 028° 54,9' E
In dieser Bucht ist das Wasser bis zum letzten Drittel tief, dann kann man aber auf vier bis acht Meter Wassertiefe ankern und auch eine Landleine ausbringen.
Ankergrund ist Schlick mit Seegras bewachsen. Ländliche Umgebung mit einigen Bauernhöfen, ein Restaurant und Ruinen.
Quelle: Peter O.Walter
Wird auch Xera-Bucht genannt. Ein absolut sicherer Schlupfwinkel an der Nordwestseite der Tersane Adasi. Um die Einfahrt zu erreichen, kann man entweder durch die schmale Ost-Westpassage zwischen der Kuyruk Halbinsel und der Südspitze von Domuz Adasi oder zwischen der Tersane Adasi und Domus Adasi hindurchfahren - tiefes Wasser reicht bis an die Ufer der Inseln. Innerhalb der Bucht nehmen die Wassertiefen von 30 m in der Einfahrt zu 3 m weiter innen ab.
Der neue Steg ist besser als das freie Ankern im Schlick, in dem das Eisen zwar gut hält, aber der Schwojkreis begrenzt ist, so dass man eine Leine zum Ufer ausbringen muss. Im erweiterten Restaurant werden die üblichen Speisen schmackhaft zubereitet serviert: Lamm und Huhn sowie Fisch, und natürlich auch die typisch türkischen Meze (Vorspeisen). Vor allem das Lammfleisch ist nicht zu verachten, hat doch der Wirt seine eigenen Schafe direkt vor der Tür auf der Insel.
Die zahlreichen Ruinen aus byzantinischer Zeit lohnen einen Spaziergang rund um die Bucht. Tersane heißt Werft. Hier wurden damals Schiffe gebaut, repariert und ausgerüstet. Tagsüber kommen viele Ausflugsboote auf ihrer rauschenden Fahrt durch den Golf in die Bucht, werfen Anker und bleiben bei lauter Musik nie länger als eine halbe Stunde. Abends wird es friedlich und man kann sich entspannen.
Quelle: Udo Hinnerkopf
Clubmarina
36° 45,0' N 028° 28,6' E
Die Preise in dieser Marina sind unangemessen hoch. Im Restaurant ebenfalls.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Neue Tankstelle in der Clubmarina in Göcek. Statt bisher
hinten an einem kleinen Steg in der Ecke kann man nun
bequem mitten im Becken an einer Inseltankstelle anlegen.
Eine gute Idee!
Quelle: Friedrich Gerkhardt, Veligandu
Skopea-Marina
36° 38,0' N 029° 06,7' E
Ab 1996 können Segler die Marina Skopea anlaufen. Die privat geführte Anlage mit einem L-förmigen Steg bietet Mooringplätze für 60 Schiffe. Hafen ist rund um die Uhr bewacht, Wasser und Strom am Steg. Toiletten, Duschen, Swimmingpool. Einkaufsmöglichkeiten, täglich aktueller Wetterbericht.
Liegegebühren/Tag: 2,50 DM pro Meter Lüa, bei längeren Liegezeiten wird Rabatt gewährt.
Telefon 0090/252/645 1739, Fax 0090/252/645 1737 VHF-Kanal 72
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS ,
Yes-Marina: früh einlaufen, da sehr gefragt; Diesel wird
im Kanister gebracht, Anlaufen der Zapfsäule am Stadtkai (oft von
Gulets versperrt) nicht notwendig, Liegegeld 25 DM/d
Quelle: Dr. D. Bergenthal
Tavernas im Fethiye-Golf zerstört
Es gibt in der Türkei eine etwas seltsame Praxis: Wenn ein wild
gebautes Restaurant in einer Bucht mehr als 7 Jahre steht dann gilt
es als Gewohnheitsrecht und darf bleiben, zumindest wurde uns diese
Methode hier erzählt. Um das zu verhindern, kommt das Militär vor
Ablauf dieser Frist und zerstört das Restaurant.
Quelle: Friedrich Gerkhardt, Veligandu
Göcek Marina
36° 45,1' N 029° 56,5' E
Diese Marina ist von der Gemeinde Göcek. Der Schlauch der Tankstelle wurde nun so weit verlängert, dass man nur ganz aussen nicht erreichbar ist.
Handynetz gut, Elektroanschluss dreipolig, Stangeneis 50m von der Wurzel des Kais rechts, wird auf Anfrage ans Schiff gebracht
Bei Wind aus Süd kann es hier recht ungemütlich werden.
Göcek ist gut ausgestattet mit Bootszubehörläden aller Art.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Port Göcek Marina
36° 44,90' N 028° 56,43' E
600 Meter südöstlich der Gemeindemarina von Göcek ist eine neue Marina fertiggestellt. Sie wurde im Juni 99 eröffnet und bietet an sieben Stegen Platz für Schiffe bis zu 45 Meter. Gehobene Preisklasse: Für ein 10m-Schiff werden pro Tag 66.- DM verlangt I(Stand 2001). Dafür liegt man aber bei Seegang wesentlich ruhiger als in der Gemeindemarina oder der Skopea-Marina.
Die äußeren Stege liegen auf einer Wassertiefe von über 30 Meter und haben Boxen für Yachten bis 11m.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fehtiye Marina
36° 37,5' N 029° 06,1' E
Reizlose Marina, man kann aber, ohne dass sofort Geld verlangt wird, für ein paar Stunden anlegen, um die Vorräte zu ergänzen, wenn mann sich längere Zeit in den schönen Buchten des Fethiye-Golfes aufhält. Schöne Innenstadt, gute Einkaufsmöglichkeiten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Vorsicht ist geboten am Steg des Hotels Mediteran in der Südwestecke
von Fethiye, das viel von Fahrtenseglern genutzt wird, da es bisher
sehr günstig war, obwohl auch dieses Jahr der Preis angezogen hat:
ca. 40 m vor dem Steg geht eine dicke Mooringkette entlang die noch
von früheren Besitzern stammt, also aus einer Zeit des Stegs,
als es noch Mooringleinen gab. Die gibt es nicht mehr, aber die
Kette existiert noch und kann eine Ankerfalle bilden, also am besten
mit einer Trippleine ankern. Das Wasser an der Kette beträgt nur ca.
3-5 m und die Kette liegt ca. 40 m vor dem Steg.
Quelle: Fritz Gerkhardt, Catamaran Veligandu
Gemiler Adasi
36°33,4’ N 029° 04,2’ E
Zwischen der Insel Gemiler Adasi und dem Festland liegt man sehr geschützt. Allerdings ist hier tagsüber viel Betrieb. Interessant die Ruinen auf der Insel.
Touriboote gehen am späten Nachmittag raus, übrig bleiben meist nur Segler.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ölü Deniz
36°32,6’N 029°06,7’E
Der Ankerplatz am felsigen Ufer N-lich Yogan Burnu ist mit Gulets belegt
Quelle: Dr. D. Bergenthal
Der Meltemi erreicht den Golf von Fethiye sehr selten. Dafür hat man tagsüber ab etwa 100 Uhr Wind mit drei bis vier Bft. aus Nordwest, der Abends wieder einschläft. Traumhafte Segelbedingungen bei wenig Welle.