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Revierinformation für Segler:
Cabrera

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Ankerbucht Cabrera (Bild: Antoni Pons)  Großbild klick!


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Der Cabrera-Archipel gehört zu den Balearen. Die Inselgruppe liegt 9 Seemeilen südlich von Mallorca und besteht aus insgesamt 17 Inseln, mit der Isla de Cabrera (auch Illa de Cabrera, „Ziegeninsel“) als Hauptinsel. Die gesamte Inselgruppe und ein erheblicher Teil der umgebenden Wasserfläche ist seit 1991 Nationalpark (Umweltministerium). Der Status als Nationalpark bringt eine Reihe von Rechtsvorschriften mit sich, die beachtet werden müssen:

Die Schifffahrt im Nationalparkbereich bedarf der vorherigen Genehmigung, nur 50 Schiffe pro Tag dürfen die Inseln besuchen. Ankern im Nationalpark ist verboten, zum Festmachen sind die vorgesehenen Mooringtonnen zu verwenden
Landgang ist nur am Hauptkai erlaubt, Anlegen dort nur mit dem Dinghi
Fischen ist verboten
Tauchen ist nur mit Genehmigung und nur an bestimmten Stellen erlaubt
Die Erlaubnis zum Befahren des Nationalparks oder zur Übernachtung an einer Mooringtonne kann bei der Nationalparkverwaltung beantragt werden: Tel. 0034 971 725010

Die Nationalpark-Ranger sind mit einem Powerboat ausgerüstet und achten streng auf die Einhaltung der Vorschriften. Alledings kommt einem dies angesichts des Ansturms an Besuchern und deren absichtlichen oder unabsichtlichen Regelübertritten manchmal wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel vor. Es gibt zwei Bojenfelder, die beide an der Hauptinsel liegen. Im Osten Cabreras in der Cala Es Burri und im Naturhafen der Insel Puerto de Cabrera. Nur am Kai im Hafen darf man anlegen und an Land gehen und das auch nur mit dem Dinghi. Dort gibt es ein Informationsbüro der Nationalparkverwaltung und ein kleines Restaurant.

Cabrera ist maximal 5,53 Kilometer lang (Nord-Süd) und 5,29 Kilometer breit (West-Ost), die Fläche beträgt 17 km². Sie ist die größte Insel eines Mallorca südlich vorgelagerten Felsinsel-Archipels, bestehend aus 18 Inseln. Außer Illa de Cabrera selbst gehören folgende Inseln zum Cabrera-Archipel: Estel de Fora, Estel des Coll, Estel de s'Esclata Sang, Estels Xapats (zwei Inseln), Illa de l'Imperial, Illa des Conills, Illa de ses Bledes, Illa de ses Rates, Illa des Fonoll, L'Esponja, Na Foradada, Na Plana, Na Pobra, Na Redona, s'Illot de na Foradada und s'Illot Pla.

Der gesamte Archipel ist Nationalpark und praktisch unbewohnt, abgesehen von der Garnison und einigen wenigen zivilen Bewohnern.

Geologisch gehört die Insel zu Mallorca, vor ca 15.000 Jahren wurde Cabrera von Mallorca abgetrennt. Administrativ ist die Insel ein Bestandteil von Palma. Sie liegt 13,6 Kilometer vor der Küste Mallorcas.

Die Geschichte Cabreras weist kuriose Ereignisse auf. Vom 1. bis zum 6. Jahrhundert existierte hier ein Volk von Römern die 'Garum' herstellten, eine aus Fischeingeweide bestehende Substanz die sie als Kondiment Würzstoff bestimmten Gerichten zufügten und die, so scheint es, ein Aphrodisiakum war. Das Museum im Park, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts in einem Gebäude eingerichtet wurde, zeigt die aufgefundenen Keramikreste.

Ihr Schloss, im 14. Jahrhundert erbaut, diente als Konzentrationslager für 9.000 französische Gefangene nach der Schlacht von Bailén. Zwischen 1809 und 1811 kamen diese Gefangenen gruppenweise auf der Insel an; die grösste Gruppe bestand aus 4.000 Männern, die fünf Jahre lang in Gefangenschaft blieben; nur 3.600 konnten überleben. Auch wird erzählt, dass es einst ein Kloster gab, das von rebellischen Mönchen bewohnt war, die nackt am Strand tanzten.



windsack
Das Meer um die Balearischen Inseln wird noch deutlich durch die häufigen Mistralwetterlagen des Golfs von Lion beeinflußt. So weht in Mahon/Menorca der Wind an 245 Tagen im Jahr aus nördlichen Richtungen. Der Mistral stammt von der Rückseite weiter nördlich gelegener Tiefdruckgebiete. Er tritt dabei als Starkwind sprichwörtlich aus heiterem Himmel auf, ohne sich vorher durch Wolken oder andere Schlechtwetterzeichen anzukündigen. Wegen des häufigen Nordwindes wird die Umrundung Mallorcas gegen den Uhrzeigersinn empfohlen, da an der rauhen Westküste lediglich Port Sóller als Schutzhafen zur Verfügung steht. Wenn man dann an der Ostküste gegenan muß, hat man eine Vielzahl von Häfen und Buchten zur Auswahl.
Im Bereich der Pityusen (also Ibiza, Formentera und Anhang) machen sich bereits die Windverhältnisse aus Nordafrika bemerkbar: Die Windgeschwindigkeiten sind allgemein niedriger und es weht mehr aus südlichen und östlichen Richtungen.
Das Risiko für Starkwind ist generell von Oktober bis April am höchsten, während im Hochsommer oft Windstille herrscht.






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Lage Balearen (Bild: Hansen)  Großbild klick!












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Ankerbucht auf Cabrera (Bild: Kufoleto)  Großbild klick!













Castell auf Cabrera (Bild: Denis Constantin)  Großbild klick!













Ankerbucht auf Cabrera
(Bild: Antoni Pons Oliver) Großbild klick!









Weblinks:
Cabrera in Wikipedia
Cabrera Bilderseite
Segeltörn nach Cabrera

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