EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
La Gomera / Kanaren

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Marinas und Ankerbuchten :   San Sebastinan   Valle Gran Rey  

La Gomera ist nach El Hierro die zweitkleinste der sieben Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Die Insel liegt rund eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt und hat bei einer Fläche von 369,76 Quadratkilometern einen Flächenanteil an der Gesamtfläche aller Kanaren von 4,94 Prozent.

Auf Gomera gibt es eine sehr seltene Sprache: El Silbo, eine Pfeifsprache. El Silbo (span. „der Pfiff“) bezeichnet die Pfeifsprache der Guanchen, der Ureinwohner der Kanarischen Inseln. Eine Form davon hat sich bis heute auf der Insel La Gomera erhalten.

Die genauen Ursprünge der Pfeifsprache sind nicht eindeutig. El Silbo entstand aus dem Bedürfnis, sich über die vielen tiefen und weiten Schluchten der Vulkaninseln zu verständigen. Schon im 15. Jahrhundert konnte sich die Urbevölkerung mit Hilfe von El Silbo vor den spanischen Eroberern und vor Piratenüberfällen schützen. Diejenigen, die El Silbo benutzten und noch heute benutzen, nennt man Silbadores (die Pfeifer). Noch im Spanischen Bürgerkrieg wurden die Männer, die die Pfeifsprache beherrschten, von beiden Seiten zur Nachrichtenübermittlung an der Front eingesetzt.

Es ist die lauteste Kommunikationsform, die ohne Hilfsmittel auskommt; die Reichweite kann, je nach Windrichtung, acht bis zehn Kilometer betragen. Die Technik besteht aus Zeige- und Mittelfinger, die in den Mund gelegt werden. Die Töne entstehen mit Hilfe der Zunge, wenn beim Ausstoßen der Luft gleichzeitig die Lippen gespitzt oder in die Breite gezogen werden. Mit der anderen Hand kann der Schall in eine bestimmte Richtung gebracht werden.

Die UNESCO hat El Silbo 1982 auf die Liste des zu schützenden Weltkulturerbes gesetzt. Im September 1999 hat die kanarische Inselregierung an allen Grundschulen der Insel La Gomera El Silbo als Pflichtfach eingeführt, vorher war die Pfeifsprache Wahlfach. Ein Tonbeispiel (Grüße nach Deutschland)

Eine gute Marina im vorbildichen Zustand mit guten Sanitäranlagen und sonstiger Infrastruktur gibt es in San Sebastian.

Ankerbuchten finden sich vereinzelt an der Südküste, zum Beispiel bei Valle Gran Rey. Valle Gran Rey bietet zwar ebenfalls Liegemöglichkeiten im Stadthafen, jedoch sollte man dort ernsthaft über die Alternative nachdenken, vor dem Hafen zu Ankern.

Tipps: La Gomera ist bekannt für viele Wale und Delfine. Insbesondere in der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera, sowie in der Nähe von San Sebastian sind extrem große Delfinschulen anzutreffen.

windsack
Vorsicht in der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera. Insbesondere in der Nähe der Nordküste La Gomeras kommt es mitunter zu starken Kap- und Düseneffekten, die zusätzliche 2 bis 3 Bft. ausmachen können. La Gomera liegt in der Passatzone, die vom Azorenhoch verursacht wird.
Um Nordost spielende Winde rund um Gormera wehen einen Großteil des Jahres mit erträglichen Stärken zwischen 3 und 6 Bft, die sich in Küstennähe enorm verstärken. Ihre größte Konstanz und Stärke erreichen sie im späten Sommer (August) und im Winter (Januar/Februar). Die stärksten Störungen und Unregelmäßigkeiten erfahren sie im Herbst (Oktober/November) und Frühjahr (März bis Mai). Zu diesen Zeiten sind heiße Ost- bis Südostwindlagen (Schirokko, Harmattan) sowie lange Flautenperioden und westliche Schlechtwetterlagen am ehesten möglich. In den Wintermonaten, wenn das Azorenhoch von einem Tief verdrängt wird, kann es Südstürme bis 35 Knoten geben. (Windkarte Kanaren)



Weblinks:
La Gomera in Wikipedia
El Silbo

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Die Kanarischen Inseln (Bild: HansenBCN)   Großbild klick!












(Bild: Openseamap / Walter)  Großbild klick!












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Häfen und Marinas auf La Gomera
(Bild: Name nicht darstellbar)   Großbild klick!












Blick auf San Sebastin, Hauptstadt von Gomera
(Bild: Sir James)   Großbild klick!










Seegebiete mit Düsenwirkungen
(Bild: HansenBCN / Bearbeitung Walter))  Großbild klick!










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