EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Insel Giglio / Tyrrhensches Meer

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.

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Isola del Giglio (1.428 Einwohner, 2013) gehört zum Toskanischen Archipel im Tyrhhenischen Meer. Sie befindet sich ca. 50 km südöstlich von Elba und ca. 18 km westlich der Halbinsel Monte Argentario. Der Name Giglio geht auf die Latinisierung der griechischen Vokabel Capra beziehungsweise Aegilium zurück: Insel der Ziegen. Die Nachbarinseln sind Elba, Pianosa, Giannutri, das zum Gemeindegebiet Giglios gehört, und die unbewohnte Insel Montecristo.

Auf der Insel befinden sich drei Orte: In Porto auf der dem Festland zugewandten Ostseite der Insel befindet sich der einzige Hafen von Giglio. Castello, der Hauptort der Insel, ist 405 m über dem Meer gelegen, von einem mittelalterlichen Mauerwall umschlossen und einer Festung der Aldobrandeschi gekrönt. Im Westen der Insel befindet sich in einer Bucht und am einzigen größeren Sandstrand der Insel Campese, dessen Wahrzeichen der alte Medici-Wehrturm am Meer ist.

Campese ist heute ein Touristenort der vor allem im Mai und Anfang Juni wunderschöne Urlaubstage garantiert. Im Sommer ist er sehr voll. Vor allem die Römer kommen dann um einen Kurzurlaub in Giglio zu verbringen. Man kann dort auch sehr gut tauchen. Vor Campese gibt es einige Riffe, die bereits von der Straße aus erkennbar sind, und sich von 3 m bis auf über 50 m Tiefe erstrecken.

Auf der Insel befindet sich auch ein meeresbiologisches Institut zur Erforschung der Meeresflora und -fauna.

In der Vergangenheit wurde auf der Insel Granit, Eisenerz und Pyrit abgebaut. Die Pyritmine wurde 1962 geschlossen, seitdem sind Tourismus und im kleinen Rahmen Landwirtschaft die Hauptwirtschaftszweige der Insel. Um die Insel herum gibt es gute Tauchreviere.



Giglio
42° 21.697' N 010° 55.265' E
Giglio hat einen wunderschönen Hafen, der 2004 neue Stege bekommen hat. Sehr freundlicher Hafenmeister. Er ist natürlich in den Sommermonaten und am Wochenende sehr voll, so das man sich anmelden sollte. An der Pier reiht sich ein nettes Cafe an das Andere. Bei starken Winden aus Nord wird es aber ungemütlich. Das gilt auch für Südlagen (Fallwinde!!. )Sanitäre Anlagen sind nicht vorhanden; Duschen kann man in einem Hotel an der anderen Hafenseite; ansonsten trinkt man einen Cafe und benutzt die Toiletten dort. Ein Ausflug mit dem Bus zum Hauptort Castello ist auf jeden Fall zu empfehlen.Noch empfehleswerter ist allerdings ein Fußmarsch über den alten "Eselspfad", der kurz hinter dem Hafen links den Berg hinauf führt- aber Achtung: es sind knapp 600 m Höhenunterschied! Dafür wartet am Ziel linkerhand ein erfrischendes Bier ... Ist der Hafen voll, was während der Hauptsaison ständig der Fall ist, sollte man die Bucht von Campese ansteuern, die auf bestem Sandgrund Schutz nach allen Seiten außer NW bietet.

Navigation: Schwierig zu sehen ist der Hafen, wenn man von Norden oder Süden kommt. Jedoch sind die mittelalterlichen Befestigungsanlagen weithin sichbar. Nacht ist die Hefeneinfahrt beidseitig befeuert.

Helmut Jakobus schreibt: "In der ersten Juniwoche habe ich mit meiner Bavaria 40 eine Nacht im Hafen von Giglio (Toskana) übernachtet. Dort gibt es ein ganz besonderes "Liegeplatz-Management". Obwohl wir Bekannte auf der Insel haben, war es nicht möglich, einen Liegeplatz zu reservieren.
Die einzige Möglichkeit sah folgendermaßen aus:
Um 18:00 Uhr vor den Hafeneinfahrt warten. Am besten so gegen 17:30 da sein. Dann sich über Funk anmelden. Um 18:00, wenn die letzte Fähre raus ist, werden ca. 10 Boote in den Hafen reingelassen. Für mehr ist nicht Platz. Anlegen röm-katholisch mit Buganker. Es werden keine Gebühren verlangt. Die freundlichen Helfer erwarten aber ein Trinkgeld. Morgens muss man vor 10:00 Uhr, weil dann die erste Fähre kommt, den Liegeplatz geräumt haben.
Wenn man die Regeln kennt.... ist das ok. Ohne unsere Bekannten, die im Hafen auf uns gewartet haben und mit uns über Telefon kommuniziert haben.... hätten wir es wohl nicht in den wunderschönen Hafen geschafft."




Am 13.01.2012 lief vor der Insel Giglio das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" auf Grund und trieb direkt vor den Hafen von Porto, wo es umkippte und teilweise sank. Über ein Dutzend Menschen verloren ihr Leben, 13 wurden verletzt. Ein Jahr später wurde das Wrack geborgen und zum Verschrotten geschleppt.

Kontakt:
Herr Ido Cavero (Tel.: 334 1980138)
Gemeinde Giglio Porto (Tel.: 0564 809517)

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.



windsack
Im Sommer gestaltet sich das toscanische Klima zumeist warm und trocken, es regnet ausgesprochen selten. In dieser warmen Jahreszeit wirken die toscanischen Inseln mit ihrer erfrischenden Brise überaus anziehend.

In diesem Seegebiet weht der Wind überwiegend aus westlichen Richtungen: Der Mistral aus Nordwest kann besonders im Spätsommer beachtliche Stärken erreichen. Ansonsten zeigt sich im Sommer häufig der Libeccio aus Westsüdwest. Auch die thermischen Winde entlang der Küsten sind ein guter Motor für Segler. Regionale Tagesbrisen können 3-5 Bft. erreichen.


Weblinks:
Die Insel Giglio in Wikipedia
Webcam Giglio

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Lage von Giglio
(Bild: Afnecors)   Großbild klick!












Übersicht Giglio
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!










Hafeneinfahrt Giglio
(Bild: luigi.raimondo)  Großbild klick!








Der Hafen von Giglio (Bild: umbertodonat)  Großbild klick!










Restaurant am Hafenstrand
(Bild: gian franco bregoli)  Großbild klick!










Auffälliger Turm als Ansteuerungshilfe
(Bild: mciostek)  Großbild klick!










Strand am Hafen
(Bild: thor105)  Großbild klick!









Hafen Giglio (Bild: patpatpat)  Großbild klick!











Position der gestrandeten Costa Concordia
(Bild: J. J. Hornung)  Großbild klick!















Wrack der "Costa Concordia"
(Bild: Rvongher)  Großbild klick!


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