EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Ustica / Tyrrhenisches Meer

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Hafenpanorama Ustica (Bild: leonardix)   Großbild klick!


Ustica (1.344 Einwohner, 2016) ist eine kleine vulkanische Insel im Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien. Die Insel hat eine Fläche von 800 ha, höchste Erhebung ist der Monte Guardia dei Turchi mit 240 m.

Die Bewohner leben überwiegend von der Landwirtschaft. Die fruchtbaren Böden eignen sich für den Anbau von Zitrusfrüchten, Getreide, Oliven und Wein. Weitere wichtige Erwerbsquellen sind der Fischfang und der Tourismus. Die einzigartige Unterwasserwelt macht die Insel zu einem beliebten Ziel für Taucher. Vor Cala Santa Maria gibt es unter Wasser römische Ruinen und Schiffwracks zu erkunden. Bekanntester Tauchplatz ist die Grotta dei Gamberi, eine Höhle, die von Tausenden, wahrscheinlich eher Hunderttausenden oder gar Millionen Einhorn-Garnelen bewohnt wird, deren Augen überall von den Wänden und der Höhlendecke im Lampenschein reflektieren. Daneben gibt es rund um die Insel Seegrasflächen und Felsen, die zu den Top-Tauchplätzen im Mittelmeer gehören. Darüber hinaus gibt es am Tauchplatz Secca della Colombara sogar ein Schiffswrack, an dem sich ständig große Barrakudaschwärme aufhalten.

Funde belegen, dass die Insel schon 1500 v. Chr. bewohnt war. Die Griechen nannten sie Osteodes (Beinhaus), da hier tausende von Meuterern aus Karthago verhungert waren. Seit der römischen Epoche heißt die Insel wegen des schwarzen Lavagesteins Ustica (von ustum: verbrannt). Im Lauf der weiteren Geschichte stand sie unter der Herrschaft der Araber und Normannen. Bis in das 18. Jahrhundert war sie häufigen Überfällen von Piraten ausgesetzt.

1763 kam Ustica in französischen Besitz. Zu dieser Zeit wurde eine Festung mit zwei Wehrtürmen errichtet und die Inselhauptstadt gegründet. Einwanderer von den Liparischen Inseln besiedelten das Gebiet. Eine detailreiche Beschreibung der Insel verfasste Erzherzog Ludwig Salvator.

Während der Zeit des italienischen Faschismus diente die Insel als Verbannungsort unliebsamer politischer Gegner wie zum Beispiel Antonio Gramsci und Amadeo Bordiga, dem Gründer der Kommunistischen Partei Italiens.

Ustica spielt eine wichtige Rolle bei der Lokalisierung einzelner Episoden von Homers Odyssee. Einerseits wird sie als die schwimmende Insel des Windgottes Aiolos angesehen. Andere sehen sie als die Wohnstätte der Kyklopen.

Sehenswürdigkeiten
- Fundstätten aus der Bronzezeit
- Ausgrabungen spätrömischer Keramikgefäße
- Museum mit Unterwasserfunden
- Riserva naturale marina Isola di Ustica, Italiens erstes Unterwassernaturschutzgebiet

In den Monaten Juni und Juli findet alljährlich eine internationale Ausstellung für Wassersport statt. Die inseltypischen, farbenprächtigen Häuserfronten sind das Ergebnis eines jährlich veranstalteten Wettbewerbs der Wandmalerei.


Hafen Ustica (Marina Cala Santa Maria)
38° 42,456' N 013° 11,836' E
Marina Cala Santa Maria im Hafen von Ustica bietet Platz für etwa 20 Segler. Die Stromversorgung ist manchmal unzuverlässig. In den Hafen kommt stetig etwas Schwell. Zur Ortsmitte führen Treppen den Berg hinauf, oben ist ein grosser Platz mit Bars und Restaurants und allen notwendigenen Geschäften. Einfahrtslichter werden oft nachts abgeschaltet.

Innen liegen am Wellenbrecher die Aliscafi Tragflächenboote und Fischer. Hier kann man abends kostenlos längsseits liegen, wenn keine Fähren mehr kommen. Im Nordteil an der grossen Betonpier ist die Marina, (römisch katholisch mit Buganker), mit Wasser und Strom. Man liegt neben den Tauchbooten, die Moorings und Buganker haben.

Service / Sonstiges: Tankmöglichkeit Benzin Diesel Gas, Restaurants sind oben im Ort (zu Fuss kann man die Treppen nehmen), Einkaufsmöglichkeiten, Strom/Wasser am Steg, Slipeinrichtung, Kran, Arzt, Apotheke, Bank, Post

Edith und Herwart Roloff schreiben: "Eine Insel die aus unserer Sicht absolut sehenswert ist. Ursprünglich, familiär, sehr freundliche Menschen und in der Vor- und Nachsaison nicht überlaufen. Leider nur ca. 6-10 Liegeplätze. Bei Ostwind steht heftiger Schwell im Hafen bzw. an den Liegeplätzen. "


windsack
Die vorherrschende Windrichtung ist Nord bis Nordwest: Die Tramontana kommt im Tyrrhenischen Meer aus nördlichen Richtungen vom italienischen Festland. Vor allem im Winter kann er in der Nähe von Talmündungen auffrischen mit daraus folgenden, schnellen Temperaturstürzen.
Im Frühjahr und in den Herbstmonaten muss man mit Gewittern und frischen Winden rechnen. Vielfach wird die allgemeine Windrichtung im Sommer in Landnähe von thermischen Winden (Land- und Seewind) überlagert. Das typische Mittelmeerklima mit geringen Temperaturschwankungen in der Mitte des Jahres sorgt für ideales Segelwetter von März bis November. Der tagsüber in Landnähe wehende thermische Seewind ist im Norden tendenziell etwas stärker als im Süden.
In den Sommermonaten sind aber auch durch die Großwetterlage südliche Winde möglich. Dieser Wind - der Shirokko kann ggf. große Mengen an Staub aus den Wüsten Afrikas transportieren.




Weblinks:
Ustica in Wikipedia
Webcam Hafen Ustica
Bilderseite Ustica


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Übersicht Tyrrhenisches Meer  Großbild klick!











Übersicht Ustica (Bild: Google Earth)  Großbild klick!










Übersicht Hafen Ustica (Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Hafen Ustica (Bild: Amo Lebelle Foto)  Großbild klick!









Festung oberhalb von Ustica
(Bild: Rolf-Peter Beck)  Großbild klick!










Fähranleger
im Nordosten der Insel (Bild: Nicola Lazzarino)  Großbild klick!









Tankstelle (Bild: foxy726)   Großbild klick!











Der Hauptort Ustica (Bild: Fabrox)   Großbild klick!










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