Portoferraio ist die Hauptstadt der zur Region Toskana in Italien gehörenden Insel Elba und ihr kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Sie hat 12.000 Einwohner. Der Name „Portoferraio“ bedeutet übersetzt etwa „Eisenhafen“, zurückzuführen auf den Eisenabbau auf Elba.
An der Stelle Portoferraios gibt es seit Jahrtausenden menschliche Siedlungen, die früher von Etruskern, Ligurern und Griechen dominiert waren, bevor sie schließlich zu einem Teil des Römischen Reiches wurden.
Der heutige Ort wurde von Cosimo I. de’ Medici als „Cosmopoli“ gegründet. Die die Stadt prägenden Befestigungsanlagen wurden ab dem Jahr 1548 gebaut. Sie bestehen aus den Burgen Falcone, Stella und Linguella, die mit einer Mauer verbunden sind.
Am 4. Mai 1814 landete Napoléon Bonaparte auf Elba, welcher dorthin ins Exil verbannt wurde. Er erwählte Portoferraio als Hauptstadt der Insel Elba und errichtete dort seine Winterresidenz. Er begann mit umfangreichen Reformtätigkeiten, verließ die Insel aber bereits am 1. März 1815 wieder.
Heute profitiert die Stadt stark vom Tourismus und von den Hafenanlagen. Rund um die Ortschaft gibt es mehrere gut ausgebaute Campingplätze. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Portoferraio Stadthafen
42° 48'7N 010° 19'8E
Die Kulisse bei der Hafeneinfahrt vom Alten Hafen von Portoferraio ist absolute Superklasse. Es geht um sehen und gesehen werden! Leider führt die Hafenstraße direkt an der Kaimauer vorbei und der Lärm ist fast unerträglich. Nachts kommt es auch vor, daß fremde Leute sich einen Spass draus machen, mal eben kurz über das Deck eines Schiffes zu laufen und die Seeleute zu wecken! Die Hafengebühren sind übermäßig hoch und die Freundlichkeit des Personals lässt zu wünschen übrig! Es ist umständlich die Dusch- und WC-Anlagen zu benutzen. Diese sind durchaus sauber, befinden sich aber ein paar Schritte zu Fuß in die Altstadt hinein. Ferner sind sie nicht rund um die Uhr geöffnet.
Wenn man nur einen Kaffee an der Hafenpromenade trinken möchte, so kann man für ca. 1 Stunde an der Kaimauer festmachen - es gehört jedoch zum guten Ton, sich vorher über Funk anzumelden (Kanal 9).
Am Kai gibt es Moorings mit Strom und Wasser. Ankermöglichkeit sind auch auf der anderen Seite der Bucht vor der Villa Ottone.
Es gibt zahlreiche Restaurants die einen Besuch lohnen.
In der Hochsaison ist der Hafen stark frequentiert und oft schon komplett ausgebucht (telefonische Reservierung). Für Charteryachten normaler Größe (<50 Fuß) kann es schwierig werden überhaupt einen Platz zu bekommen, da größere Schiffe bevorzugt Reservierungen bekommen.
02.12.00: ELBA
Portoferreio auf Elba kann nun auch in der Hochsaison wieder angelaufen werden.
Seitdem im vergangenen Sommer der Stadthafen zur Marina "Darsena Medicea" mutierte,
findet sich auch am Abend noch ein Plätzchen. Geboten wird ein Service, wie es in einer Marina zu erwarten ist.
Hilfe beim Festmachen mit den Mooringleinen, eine Steckdose für das Ladegerät, Wasser.
Zu den sanitären Anlegen sind es viele Schritte. Dafür ist es zur nächsten Bar, zu Restaurants,
Pizzeria und zur Markthalle nicht weit.
Durch einige Blumentröge abgeschirmt, hat man vom Liegeplatz direkten Anteil am regen abendlichen Leben und
Treiben am Korso, in der Fußgängerzone am Hafen bis in die späte Nacht.
Im Morgengrauen kommen die ersten Motorroller und Autos, mit Getöse die Müllabfuhr.
Vor dem Einlaufen kann der Versuch gemacht werden auf VHF Kanal 09 eine Verbindung mit dem Büro herzustellen.
Es befindet sich schräg gegenüber von der Tankstelle bei der Einfahrt. Klappt es mit dem Funk nicht,
so ist das "Uffici" unter der Telephonnummer 0565 914121 auch für Reservierungen zu erreichen.
Aus dem Ausland mit der Vorwahl 0039; wichtig, die nächste Null (0565) bleibt für Italien dran.
Auf dem Bild der alte Hafen, die neue Marina von Portoferreio auf Elba;
n weiten Teilen der großen Bucht besteht ein Ankerverbot um den Fährverkehr nicht zu behindern
Quelle: Axel Kramer / HAFENFÜHRER ELBA aus dem SEE-VERLAG
Wer über das Klima auf Elba spricht, hat zumeist ein ganzjährig gemässigtes Wetterschema vor Augen: Milde Winter, laue Frühlings- und Herbstmonate sowie heisse, trockene Sommer. Dies stimmt immer dann, wenn nicht grade die Großwetterlage etwas anderes an den Himmel zaubert.
Wie in den nördlicheren Gefilden Europas gestaltete sich auch auf Elba das Wetter in den vergangenen Jahren so, dass jederzeit alles denkbar war. Doch natürlich muss man nicht stets mit starken Regengüssen und brütender Hitze rechnen.
Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar bei 8°C, im Juli kann das Thermometer auf gut 31°C steigen.
Januar und Februar markieren die kältesten Monate des Jahres, die meisten Niederschläge fallen zwischen Oktober und März.
In diesem Seegebiet weht der Wind überwiegend aus westlichen Richtungen: Der Mistral aus Nordwest kann besonders im Spätsommer beachtliche Stärken erreichen. Ansonsten zeigt sich im Sommer häufig der Libeccio aus Westsüdwest. Auch die thermischen Winde entlang der Küsten sind ein guter Motor für Segler. Regionale Tagesbrisen können 3-5 Bft. erreichen.