EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Insel Favignana / Italien

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.

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Favignana (4.225 Einwohner, 2013), die Insel mit der Schmetterlingsform, ist eine Insel im Tyrrhenischen Meer vor der Westküste Siziliens und die wichtigste Insel der Ägadischen Inseln. Ihre höchsten Erhebungen sind der Monte Santa Caterina (314 m) und ein Hügel mit einer Höhe von 252 m.

Der Thunfischfang wird in Favignana noch auf die traditionelle Weise in Form der Mattanza durchgeführt. Der gefangene Thunfisch (ital. „tonno“) wird an Land direkt in der „Tonnara“ weiterverarbeitet.

In der Antike trug die Insel den Namen „Aegusa“ (Schmetterling), was auf ihre Form anspielt. Davon leitet sich auch der Name der Inselgruppe ab. Ihren heutigen Namen hat die Insel von dem „Favonio“ (Föhn) genannten Wind.
Nach einer Überlieferung war Favignana die Ziegeninsel des Odysseus, von der aus er zum Festland fuhr, wo er auf den Zyklopen stieß.
Die letzte Seeschlacht des Ersten Punischen Kriegs, die Schlacht bei den Ägatischen Inseln, fand 241 v. Chr. nahe der Cala Rossa vor der Küste Favignanas statt.

Die alten Tuffsteinbrüche sind im Nordosten von Favignana und sind eine nicht zu verlierende Attraktion. Geschichtlich war der Tuffstein ein natürliches Reichtum der Bewohner: Tuffsteinblöcke, die mit langen Sägen geborgen wurden, wurden verschifft und nach ganz Sizilien und Nordafrika gebracht. Heute befinden sich in diesem Ort Gartenanlagen in denen Kapern und andere aromatische, mediterrane Pflanzen wachsen.

Die Küste ist voller Klippen und Buchten: Cala Rossa ist die bekannteste: von oben gesehen schenkt sie dem Besucher atemberaubende Ausblicke. Ankerbuchten sind Cala Azzurra, Cala Stornello und Cala Rotonda. Es werden Bootsrundfahrten zu den Meeresgrotten angeboten.



Haupthafen Favignana
37° 55.917' N 012° 19.456' E
Favignana ist ein Fischerdörfchen mit eigenem Charme. Es gibt viele gute Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem Thunfisch in allen Variationen stehen bereit. Die von fast überall her sichtbare Festung auf dem Monte S. Catarina kann besichtigt werden.

Gleich östlich der Hafeneinfahrt ist die Anlegestelle der Fähren, welche die Inseln untereinander und mit Sizilien verbinden. Auf der Innenseite der Anlegestelle vor der Villa Florio liegen die Fischerboote der Einheimischen. Südlich davon ist eine L-förmige Pier, auf deren Stirnseite die Gäste auf rund 3 Meter Wassertiefe mit Buganker und Heckleinen anlegen können. Es gibt keine Infrastruktur wie Wasser, Strom, Toiletten oder Duschen. Es wird eine Gebühr von € 30.-- (43 ft, Sommer 2011) erhoben. Auf der südlichen Innenseite können nur kleinere Schiffe (bis ca. 41 ft.) gelangen, da es einerseits eng ist und andererseits die Wassertiefen rasch 2 Meter oder weniger betragen. Der schönste Ankerplatz ist direkt neben den westlichen alten Fischfabriken, mit rund 2,5 bis 3 Meter tiefem glasklarem Wasser. Vor dem Strand können nur ganz flach gehende Schiffe (Katamarane) ankern.

Navigation: Die Ansteuerung ist bei Tag und Nacht einfach, Leuchtfeuer vorhanden. Bis zum Frühsommer muss man allerdings auf die vielen weitläufig gespannten Fischernetze achten. Das Wasser im Hafen wird rasch flach, ständiges Loten ist notwendig.

Thomas Hamm schreibt: "Man muss jetzt nicht mehr im Hafen ankern. An der E-Seite, zu Füßen des "Palazzo Florio" gibt es einen privat betriebenen Anlegesteg "La Darsena di Gigi" mit Murings. Gigi hat sogar einen Wassertank am Steg aufgebaut. Der ist zwar nicht groß, aber für Notfälle kann man Wasser bekommen. Auf Anfrage wirft er auch mal für 2 h seinen Stromgenerator an, damit man seine Batterien aufladen kann. Für permanente Landstomversorgung ist das allerdings nicht gedacht. In der aktuellen GOOGLE Satelitenansicht erscheint sogar die Bezeichgnung "La Darsena di Gigi", wenn man weit genug rein zoomt. Man kann bei Gigi telefonisch einen Platz reservieren unter 0039 333 68 15 254. Gigi spricht recht gut englisch. Anfang Oktober 2015 haben wir € 60,- für ein 50' Schiff bezahlt."

Edith und Herwart Roloff schreiben: "Eigentlich ist im Hafen für Yachten ein Liegeplatz ausgewiesen nur sind diese mit einheimischen Boote belegt; an den ausgelegten Schwimmstegen die Wassertiefe für uns zu gering; so haben wir an der Außenmole des "Yachthafen" festgemacht; nettes kleines Örtchen; Versorgungsmöglichkeit; sehr ruhig in der Nachsaison; in der Bucht kann geankert werden."

Kontakt:
Marina di Favignana S.R.L., Via Playa porto di Favignana
Tel 3203155252, 3471297016, 3403391001
marinadifavignana@gmail.com

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.



Ankerbucht Cala Rossa
37° 55,40' N 012° 21,80' E
liegt an der Nordostseite der Insel. Als Tagesankerbucht bestens geeignet und viel besucht. Nach Norden ist die Bucht offen und ist daher zum Übernachten nur bei Windstille oder südlichen Winden geeignet.

Im südwestlichen Teil von Favignana liegt die Cala Azurra (37° 54,50' N 012° 21,70' E). Östlich ist sie durch den Leuchtturm Punta Marsala, westlich durch einen Hotelbau (Neubau oder schon wieder Ruine?) begrenzt. Ankern ist auf 5 Metern Wassertiefe möglich.

Die nächste gut geschützte Bucht in westlicher Richtung ist Lido Burrone (manchmal auch Punta Barrone genannt) ( 37° 55,08' N 012° 20,26' E) mit flachem, klarem Wasser und einem tollen Sandstrand mit kleiner Bar.

Nördlich der Isola Preveto gibt es einen auch bei widrigen Verhältnissen gut geschützten Ankerplatz Koordinaten: 37° 55,10' N 012° 18,15' E, genauso wie nordöstlich der Inseln Galera. Bei der Ansteuerung der erstgenannten Bucht muss auf das langestreckte Riff zwischen Isola Preveto und Punta Longa (rund um Isola Palumbo) geachtet werden. Man halte sich daher nahe an der Isola Preveto.

Im Westen von Favignana liegt die Cala Rotonda (37° 55,38' N 012° 16,80' E), eine dem Namen nach beinahe kreisrunde Bucht. Sie ist zum Übernachten geeignet, allerdings steht bei starkem West- bzw. Nordwestwind Schwell in die Bucht. Man kann auf 5 Meter Wassertiefe ankern, der Grund besteht aus Sand, teilweise Seegras und gelegentlichen Steinen. Die felsichen Küstenabschnitte eignen sich wunderbar zum Schnorcheln, ausserdem gibt es einen kleinen Strand.



windsack
Die vorherrschende Windrichtung ist Nord bis Nordwest: Vielfach wird diese allgemeine Windrichtung im Sommer von thermischen Winden (Land- und Seewind) überlagert. Das typische Mittelmeerklima mit geringen Temperaturschwankungen in der Mitte des Jahres sorgt für ideales Segelwetter von März bis November. Der tagsüber in Landnähe wehende thermische Seewind ist im Norden tendenziell etwas stärker als im Süden.
In den Sommermonaten sind aber auch durch die Großwetterlage südliche Winde möglich. Dieser Wind - der Shirokko kann ggf. große Mengen an Staub aus den Wüsten Afrikas transportieren.



Weblinks:
Die Insel Favignana in Wikipedia
Bilderseite Favignana

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Die Lage von Favignana (Bild: NormanEinstein)  Großbild klick!














Satbild Favignana  Großbild klick!













Haupthafen Favignana (Bild: ChrisO)  Großbild klick!













Übersicht Haupthafen Favignana
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!










Hafenamt und Hafenpolizei
(Bild: Piero Fontana)  Großbild klick!










Ankerbucht Cala Rossa (Bild: sasa1980)  Großbild klick!











Ankerbucht Cala Azurra (Bild: Angela81)  Großbild klick!












Ankerbucht Cala Rotonda (Bild: giustina)  Großbild klick!










Das WC liegt ein einer Seitenstraße
(Bild: Thomas Hamm / ESYS)  Großbild klick!










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