Capri ist eine aus Kalksteinbetehende italienische Felseninsel im Golf von Neapel. Sie ist 10,4 km2 groß und berühmt für ihre Höhlen am Meer. Die populärste Höhle ist die so genannte Blaue Grotte. Der höchste Punkt der Insel ist der Monte Solaro mit 589 m über dem Meer. Capri hat ein ausgeglichenes, mildes Klima. Die Vegetation wird durch Terrassenkulturen mit Wein-, Öl- und Obstbäumen ergänzt. Die Insel liegt nur rund fünf Kilometer vom Festland entfernt und gehört zur Provinz Neapel.
Kaiser Tiberius wählte im Jahr 26 n. Chr. Capri zu seinem Regierungssitz und verbrachte dort bis zu seinem Tod im Jahre 37 n. Chr. einen Großteil seiner letzten Lebensjahre in der Villa Jovis, die über einem senkrecht abfallenden Felsen lag. Bereits im 18. Jahrhundert wurde die Villa Jovis durch Grabungen des Österreichers Norbert Hadrawa ihrer Kostbarkeiten beraubt und die Objekte in alle Winde verstreut (berühmteste Stücke: der so genannte „Capri-Altar“ heute im Britischen Museum in London, und ein großer Mosaikfußboden im Museo di Capodimonte in Neapel). Heute ist die Villa Jovis die wichtigste archäologische Sehenswürdigkeit auf Capri. Sie liegt am östlichen Ende der Insel und ist in etwa einer Stunde Fußweg von der Piazzetta in Capri aus zu erreichen. Archäologische Spuren lassen vermuten, dass Tiberius auch die Blaue Grotte bereits gekannt und aufgesucht hat.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Capri beliebt als Winter- und Ferienquartier bei deutschen und anderen Künstlern, Schriftstellern und weiteren Berühmtheiten.
Auf der Insel ist zwischen Frühling und Spätherbst Autofahren nur für die Einheimischen erlaubt. Gäste können mit dem Taxi fahren, die Funicolare, eine Standseilbahn, benutzen oder einen der öffentlichen Busse. Von Anacapri führt seit 1952 ein Sessellift auf den Monte Solaro. Zwischen der Insel und dem Festland gibt es viele Schiffsverbindungen. Große Fähren sind preiswerter als kleine, schnelle Tragflügelboote. Nächstgelegener Hafen ist Sorrent, es gibt auch Fährverbindungen nach Neapel und Ischia sowie (seltener) an die Häfen der Amalfiküste. Nächster Flughafen ist der Flughafen Neapel.
Tourismus und Unterkünfte: Haupterwerbszweig ist schon seit dem 19. Jahrhundert der ganzjährige Fremdenverkehr. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Marina Grande
40° 33,474' N 014° 14,644' E
Der Hafen Marina Grande auf Capri existiert erst seit ca. 30 Jahren und liegt an der Nordküste der Insel, in der Nähe der Stadt Capri. Der Hafen besteht aus einem östlichen und einem westlichen Teil, wobei der östliche Teil für Sportboote ist. Der westliche Teil wird für die Berufsschifffahrt. Dieser Teil wurde schon 1928, auf einem kleinen Riff erbaut. Ein weiterer Kai für Sportboote ist in Planung.
Die Marina ist sehr teuer, 190,00 Euro werden im Septemberfür ein 44'-Yacht verlangt! Witzig: Müll darf man nur zwischen 21 und 23 Uhr entsorgen.
Sehenswürdigkeiten:
Südseite von Capri-Stadt: Villa Krupp mit Park drum herum, hoch über den Klippen mit Blick auf die charakteristischen Felsen mit Loch. Von dort aus geht ein Wanderweg ca. 5 km in den Klippen entlang der Ostseite der Insel bis zurück zur Stadt/Hafen. Sehr eindrucksvoll.
Anacapri (Hoch-Capri) für Wanderer: Am Hafen entlang nach Westen, Hauptstraße ein Stück hoch bis zur Treppe. Am Ende der Treppe nach rechts auf die Hauptstraße bis links die nächste Treppe kommt. Diese geht hoch bis nach Anacapri am Axel-Munthe Museum vorbei mit atemberaubenden Meerpanoramen. In Obercapri angekommen geht es nach 250 m links zum Monte Solara, ist beschildert. Man kann auch die Seilbahn nehmen. Strapazige 595 Höhenmeter belohnen mit einmaligem Rundumblick.
Service / Sonstiges: Duschen/WC, Tankmöglichkeit Benzin Diesel Gas, Restaurant / Lokal, Bord-Werkstatt, Motoren-Werkstatt, Einkaufsmöglichkeiten, Strom/Wasser am Steg, Segelmacher, Entsorgung Altöl WC-Tank Chemie-WC, Schiffsausrüster, WLAN im Hafen, Slipeinrichtung, Kran, Arzt, Bank, Post
Die vorherrschende Windrichtung ist Nord bis Nordwest: Die
Tramontana bezeichnet in Italien eine nördliche, kalte, oft böige Windströmung. Im Tyrrhenischen Meer kommt sie aus nördlichen Richtungen vom italienischen Festland. Vor allem im Winter kann er in der Nähe von Talmündungen auffrischen mit daraus folgenden, schnellen Temperaturstürzen.
Vielfach wird diese allgemeine Windrichtung im Sommer in Landnähe von thermischen Winden (Land- und Seewind) überlagert. Das typische Mittelmeerklima mit geringen Temperaturschwankungen in der Mitte des Jahres sorgt für ideales Segelwetter von März bis November. Der tagsüber in Landnähe wehende thermische Seewind ist im Norden tendenziell etwas stärker als im Süden.
In den Sommermonaten sind aber auch durch die Großwetterlage südliche Winde möglich. Dieser Wind - der
Shirokko kann ggf. große Mengen an Staub aus den Wüsten Afrikas transportieren, wie auf dem Satbild zu erkennen ist.