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Revierinformation für Segler:
Die Insel Paros

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.

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Ormos Langeri, Ankerbucht auf Paros (Bild: El Steffff)  Großbild klick!

Häfen und Ankerbuchten:   Naoussa   Ormos Langeri, Ankerbucht   Paroikias Marina   Piso Leivadi  


Die 165 km² große Insel Paros liegt westlich von Naxos in der südlichen Ägäis und gehört zur Inselgruppe der Kykladen. Unmittelbar südwestlich von Paros liegt die ebenfalls bewohnte Insel Antiparos. Auf einer dieser unbewohnten Inseln, Saliagos, wurde die älteste Siedlung der Kykladen aus der Jungsteinzeit gefunden.
In der Mitte der Insel erheben sich zwei Hauptgipfel: der 771 m hohe Profitis Ilias (der alte Marpessa, in den Karten jedoch meist Agioi Pantes) und südlich davon der geringfügig niedrigere Stroumboulas.
Paros ist heute eine beliebte Ferieninsel. Es gibt einen kleinen Regionalflughafen, der durch Olympic Airlines mit Athen verbunden wird.

Berühmt ist der Marmor aus Paros. U.a. wurde die Venus von Milo (Aphrodite), die im Louvre in Paris ausgestellt ist, aus dem Parischem Marmor gefertigt.



Limin Naousa
37° 8.153' N 025° 15.815' E
Ehemals ein kleines Fischerdorf, hat sich Naousa (oder Naoussa) zum zweitgrößten touristischen Zentrum von Paros nach Parikia entwickelt. In der Tat gelangt man rund um den alten Fischerhafen zum alten, hübsch restaurierten Ortskern mit seinen verwinkelten Gässchen und unzähligen Läden und Restaurationen. Ein Postkartenmotiv reiht sich hier an das andere.

Der kleine Hafen liegt verwunderlicherweise an einer der ungeschütztesten Stellen in der weiten und vielfach gegliederten Bucht, geradewegs dem Meltemi und dadurch verursachten Seegang ausgesetzt. Der Wind verstärkt sich zudem in der Bucht durch die flankierenden Höhenzüge (Düseneffekt), der gröbste Seegang verläuft sich allerdings vermutlich durch die verhältnismäßig geringen vorgelagerten Wassertiefen (1000 Meter nördlich der Hafeneinfahrt hat es um die zwanzig Meter Wassertiefe). Trotzdem spritzt bei ausgeprägter Meltemilage Gischt über die Steinmolen, beispielsweise kann dann die Besichtigung der alten Festungsteile ein feuchtes und damit salziges Unterfangen werden (Vorsicht mit Fotoapparaten u. ä.). Der Schutz vor Wellengang hinter der Mole ist allerdings hervorragend.

Vorsicht: Inmitten des westlichen Hafenbeckens liegt ein Felsen auf zwei Metern Wassertiefe. Er ist NICHT gekennzeichet!

Seit der Erweiterung der nördlichen Mole und dem Ausbau der südlichen Pier sind Sportboote komplett aus den inneren Hafenbecken verbannt. Die Spitze der Pier ist den Ausflugsschiffen vorbehalten, dadurch bleibt für Yachten nur noch Platz nahe dem südlichen Ufer im Knickbereich der Pier, an die man vor Buganker mit Heckleinen anlegen kann. Dort lief im April 2007 der Ausbau für Sportboote. Vom Knick in der Pier aus wurde eine weitere Pier gen Westen gebaut, an der beiderseits mit dem Heck zur Pier angelegt werden kann. Auf der südlichen Seite dieser Pier ist es jedoch recht eng, da auch landseitig Schiffe mit dem Heck zur Pier fest machen können. Zusätzlich wurde die Westseite des Hafens durch eine weitere Aussenmole gesichert, auf deren Innenseite ebenfalls weitere Liegeplätze im Entstehen sind. Es sind wohl welche vorgesehen, jedoch waren zur Zeit nur wenige Mooring-Leinen vorhanden und nicht alle sicher befestigt. Die Molen waren noch ohne Elektrizität und Wasser, jedoch deuten die zahlreichen offenen Löcher (Achtung im Dunklen) in der Pier auf den geplanten Ausbau hin, Kabelkanäle waren bereits verlegt. Auch sind noch nicht überall Befestigungspunkte für die Landleinen vorhanden. Im April 2007 lief gerade das Ausbaggern des Beckens, so dass noch keine Angabe über die vorgesehene Tiefe gemacht werden kann. Man sollte also nur unter vorsichtigem Loten in den Hafen einlaufen.

Zusatz aus Mai 2011: Das Hafenbecken ist bereits ausgebaggert und ausreichend tief (westlicher Bereich). Muringleinen sind vorhanden und halten, wobei der Hafen an sich nur begrenzten Platz bietet. Noch werden keine Liegegebühren erhoben. Der Hafenmeister spricht akzentfrei deutsch (nach eigener Angabe kein Wunder bei zwei deutschen Frauen und zwei deutschen Töchtern ). Er verlangt die Bootspapiere und erscheint auf den ersten Blick mürrisch, entpuppt sich aber als liebenswerter Grieche mit sehr viel Humor. Strom und Wasser gibt´s am Steg gegen Gebühr, Duschen (mehrere vorhanden, Schlüssel beim Hafenmeister) 2 €/Person, Toiletten umsonst. Ein sehr angenehmer Ort mit sehr schöner Altstadt, wie schon beschrieben.

Im Ort beste Versorgungsmöglichkeiten und umfangreiches touristisches Angebot. Busverbindungen nach Parikia. Wasseranschlüsse sind an der Pier vorhanden, Diesel ist per Tankwagen erhältlich.

SY Sarabella schreibt: EU-Gegner haben im Hafen alle Leinen abgeschnitten (Mai 2012). Anmerkung: Der Hafenmeister ist ein Deutscher, der dort wohnt (!) und ziemlich verzweifelt und frustriert war. Es hat einigen Schwell in dieser Marina bei Meltemi!



windsack
Im Sommer weht hier tagsüber der Meltemi, er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist. Umgekehrt ist es auch ein sicheres Indiz, dass wenn der nasse Niederschlag an Deck nach einigen Tagen Tau ausbleibt, der Meltimi wiederkommt.



Weblinks:
Insel Paros in Wikipedia
Webcam Paros
Marmor aus Paros
Webcam Paros


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Lage Paros
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter) Großbild klick!











Übersicht Paros
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Hafen Naousa
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!











Ruine am Fischerhafen
(Bild: blacktom)  Großbild klick!












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Hafen Paros (Bild: A????? K.)  Großbild klick!





















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