EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Inselgruppe Mykonos

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
Wenn Sie weitere Informationen über dieses Revier haben oder Fehler entdecken oder ein Revier vermissen wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!




Ankerbuchten:   Ormos Annas   Ormos Ornos  

Mykonos liegt in der südlichen Ägäis und ist eine der nördlichen Inseln der Kykladen in der Ägäis. Sie hat eine Fläche von 86 km² und 10.134 Einwohner (2011). Die Hauptstadt der Insel – die Chora – heißt ebenfalls Mykonos. Die Insel zählt zu den populärsten griechischen Inseln und ist dementsprechend touristisch.
Mykonos wird umgeben von Delos im Westen, Tinos im Norden und Naxos im Süden.
Mykonos wird durch eine gute Fährenverbindung an die Städte Piräus, Rafina, Iraklio (Kreta), Santorin, Ios, Paros, Naxos, Skiathos, Syros, Thessaloniki und Tinos angebunden. Der Flughafen Mykonos wird unter anderem von Athen, Amsterdam, Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Köln/Bonn, Wien und München angeflogen. Damit gehört Mykonos zu einer der am besten erreichbaren Insel der Kykladen.



Haupthafen Mykonos
37° 26.991' N 025° 19.471' E
Das Ankern im Ostteil des Hafenbeckens ist trotz anderslautender Aussagen in Hafenhandbüchern je nach diensthabenden Hafenpolizisten verboten. An der bekannt schwierigen Pier nur kurze Ankerkette legen, da die grossen Fähre mit sehr viel Sinn für den Angelsport :-( ihre schweren Ankerketten rücksichtslos über die Ankerketten der Yachten legen. Der Schwell der Fähren löste bei den Seglern "andächtige Bewunderung der verfügbaren Maschinenleistung" aus. Im Klartext: Extreme Schwellgefahr durch Fähren!!! Tip siehe Delos!
Quelle: Helge Bothfeld, SY RÖSCHTI

Zu den vielen 'Annehmlichkeiten' dieses Hafens gesellt sich noch die Tatsache, daß über Nacht oft eine Fähre im Hafen liegt (zwischen 2100 und 0800). Wenn sie nicht allein durch ihre Liegeposition das Freifahren des eigenen Ankers unmöglich macht, so verhindert die Bugleine zur Pier das Auslaufen von Segelyachten während dieser Zeit. Es empfiehlt sich, bei der Hafenpolizei entsprechend nachzufragen.
Quelle: Marco Lang, Saarbrücken



Tourlos Marina
37° 27.693' N 025° 19.591' E
Etwas nördlich von Mykonos Stadt liegt der neu gebaute Hafen von Tourlos. Hier legen alle Fähren und Kreuzfahrtschiffe an. Es gibt bereits zahlreiche Liegeplätze für Yachten, ein Ausbau für über 300 Yachten ist vorgesehen. Nachdem der Ausbau der Anlage wohl lange Zeit brach lag, wurde im März 2007 wieder an allen Enden gebaggert, gewalzt und gehämmert. Zu der Zeit war der Hafen eine große Baustelle, Strom und Wasser war noch nicht vorhanden. Es soll aber möglich sein, über den Wirt der Taverne gegenüber des Hafens Wasser und Diesel per Tankwagen kommen zu lassen. Am Ausgang des Hafens gibt es zumindest ein gut gepflegtes WC-Gebäude. Außen an der großen Mole legen die Fährschiffe an, Yachten und Fischer liegen auf der Innenseite der Mole. Der westliche Teil ist komplett für Fischer reserviert, aber auch im Ostteil haben diese weit mehr als die für sie vorgesehenen Plätze in Anspruch genommen. Im Ostteil liegen die Yachten zumindest recht gut vor dem Meltemi geschützt, auch wenn auch dort gelegentlich Fallböen von den Bergen her über den Hafen streichen. Der Weg nach Mykonos Stadt führt die Küste entlang über eine sehr befahrenen Strasse, auf der sich die Autos stauen, die die Fähren ausspucken. Wer das Geld für ein Taxi sparen will, kann versuchen einen der Busse zu nehmen, die die nichtmotorisierten Passagiere der Fähren befördern.

Dipl.-Ing. Alfred Göllner aus Linz schreibt: "Unser Aufenthalt in der Marina ein durchaus positiver. Im zweiten Hafenbecken steuerbords nach der Einfahrt liegen scheinbar Dauerlieger – Mooring bzw Anker gemischt. Im zweiten Segler / Tagesgäste mit Buganker. Einweisung durch Marinero. Wasseranschlüsse vorhanden – Durchflussmenge bescheiden - Tankwagen beliefert ebenfalls mit Wasser. Treibstoff ebenfalls über Tankwagen verfügbar. Der „gelbe“ Punkt zeigt die Haltestelle für den „SeaBus“ - Dieser verkehrt zwischen Mykonos-Stadt und der Marine zu jeder halben Stunde (0900 - 2200) – Kosten pro Nase – 2 €. Taxi zur Stadt kostet 8 €. Innerhalb der Marina ist noch Bautätigkeit zu erkennen."

T. Bossard von der SY Sarabella schreibt: Eigentlich war geplant, für eine Nacht in Mykonos zu bleiben und dann weiter bis Athen zu segeln. Doch die Schwierigkeiten begannen schon beim Anlegen im neuen Hafen. Da hier letzte Woche Sturm geherrscht hatte, waren die Beleg- resp. Mooringleinen grösstenteils gerissen. Zu ankern war nicht ratsam, da das Risiko in den Mooringketten hängen zu bleiben, zu gross ist. Ein völlig überforderter Hafenangestellter tauchte mit Schnorchelausrüstung (!)hastig im Hafenbecken herum und versuchte, Reste von Leinen den anstürmenden Yachten zu übergeben. Andere wollten nicht warten und warfen kurzerhand den Anker, was sich anderntags rächen sollte.
Wir ergatterten eine nicht sehr vertrauenswürdige Leine und der Schnorchelmeister meinte, dass dies für die Nacht genügen würde, da mehr Wind erst für den nächsten Tag angesagt war. [..] Man soll den Griechen nur die Hälfte glauben: Morgens um fünf begann es aufzufrischen und drückte unser Heck auf den Steg. Jetzt half nur ein beherzter Sprung ins Hafenbecken um eine Sicherungsleine auf der gegenüberliegenden Hafenseite anzubringen. Meine Frau opferte sich und mit vereinten Kräften und der Elektrowinsch, gelang es uns, die Sarabella vorzuziehen.
Um neun Uhr bliess es schon mit Windstärke sechs durch den Hafen und eine Besserung war nicht in Aussicht. Der Meltemi hat uns wieder voll im Griff.[..] Wie hatte doch der unfähige Hafenmeister, der noch schnell vor unserer Ankunft in Mykonos die Mooringleinen auf dem Hafengrundmit dem Schnorchel suchen musste, gesagt: „One line is ok“.
Er hätte nicht falscher liegen können und es eigentlich besser wissen müssen. In diesem Hafen, der notabene erst vor drei Jahren gebaut worden war, kann es zu Fallböen kommen, die Sturmstärke erreichen. Gott sei Dank konnten wir uns eine zweite Mooringleine ergattern, als der Riesen-Katamaran neben uns den Hafen verliess. Weniger Glückliche ankerten, verhedderten aber ihren Anker in den grossen Mooringketten am Boden und führten beim Verlassen das Hafens Tänze um den Anker auf oder mussten jemanden tauchen lassen; und dies alles bei Windstärke fünf oder sechs. Ein Wunder, dass es keine Unfälle gab."


Georg Steiner schreibt: "Ein buntes Gemisch aus Mooringleinen und Ankerketten. Wo keine Moorings vorhanden (oder nicht mehr vorhanden) sind, wird vor Anker und mit Heckleinen festgemacht. Der Anker hält ausgezeichnet, sobald er sich im Mooringgeschirr (kräftige Ketten auf Grund) verhakt. Trippleine anbringen! Beim allgemeinen Ablegen in den Vormittagsstunden ist auf Schwimmer und Taucher zu achten, die versuchen den eigenen und auch fremde Anker frei zu bekommen. Das Wasser ist klar, sportliche Schwimmer erreichen durchaus den im Grundgeschirr festsitzenden Anker (etwa 5m Wassertiefe). Strom und Wasser vorhanden."

Peter Roth schreibt: "Mykonos Marina, im neuen Hafen, ist bei Meltemi sehr unruhig und es steht viel Schwell, was die Schiffe im Hafen sehr stark schwojen lässt. Abhilfe schafft zusätzlich über Kreuz gelegt Achterleinen. Die Moorings sind sehr stark, was auch notwendig ist. Als ich ankam sagte mir ein sehr mürrischer, unfreundlicher Hafenmeister, dass ich nur 3 Tage liegen bleiben kann. Ich war dann doch 5 Tage. Toiletten und Duschen gibt es nicht. Stromkosten €10.00 in keinem Verhältnis zu den Liegegebühren. Bequem kann mann mit dem Seabus für €2.00 nach Mykonos Town fahren."

Kontakt:
keine Informationen

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesem Hafen mitteilen könnten. Kontakt



windsack
Im Sommer weht hier tagsüber der Meltemi, er kann durchaus auch Sturmstärke erreichen und das bei wolkenlosem Himmel. Abends schläft er meist ein. Sollte er das nicht tun, ist das ein Zeichen dafür das er am nächtsen Tag um so heftiger weht. Abendlicher Tau ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass am nächsten Tag wenig oder gar kein Wind ist. Im Sommer ist der Meltemi in diesem Revier besonders hart!


Lage Mykonos
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Inselgruppe Mykonos
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Haupthafen Mykonos (Bild: John Roberts)  Großbild klick!









Kykladenarchitektur (Bild: dimilouk)  Großbild klick!












Übersicht Marina Tourlos
(Bild: Google Earth / Walter)  Großbild klick!










Die fünf Windmühlen von Mykonos
(Bild: Heiko Gorski)  Großbild klick!










Pelikane in Mykonos (Bild: plataniotis)  Großbild klick!










Hafen Tourlos (Bild: hamzars)  Großbild klick!










Mykonos Tourlos
(Bild: SY Sarabella)  Großbild klick!










"Marina" Tourlos
(Bild: Georg Steiner / ESYS)  Großbild klick!








Mykonos Panorama mit Aidavita (Bild: UdoSm.the2nd)


Weblinks:
Die Insel Mykonos in Wikipedia
Webcam Mykonos
Webcam Alter Hafen
Taxifahren in Griechenland
Aktueller Wind in Mykonos

Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen

Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail zusammen mit der Adresse der Seite. Vielen Dank im Voraus!


Schlagwörter: Mykonos, Rineia, Delos, Ägäis, Kykladen, Anlegesteg, Steganlage, Hafen, Yachthafen, Hafenplan, Ankerbucht, Marina, Navigation, Wassertiefen, Versorgungsmöglichkeiten, Tourismus, Fremdenverkehr, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation für Segler, Seglerinfo, Satellitenbild, Lagekarte, Bilder, Webcams, Panoramafoto, Film, Wetter Mykonos


Sail Home Sail home to ESYS ...
[Google]  [Yahoo]  [Ökoportal.de]