Das (Kap) Ak. Maleas ist seit dem Altertum als "Teufelskap" berühmt und berüchtigt. Dieser Ruf stammt von den zeitweise herrschenden chaotischen Wind- und Seeverhältnissen.
Besonders bei
Meltemi, der hier aus Nordost weht, kommt es auf Grund der besonderen Gebirgsformation im gesamten Kapbereich zu starken Böen. Bei 4 Bft nordöstlich des Kap weht es in der Straße von Elafonisos (Stenó Elafonisou) mit Böen von 40 kn und mehr. Dabei baut sich schon in geringem Abstand von der Küste eine äußerst steile, ruppige See auf. Bei Annäherung an das nur 9,5 sm entfernte Kythira bilden sich durch Reflexionen Kreuzseen. Unmittelbar nordöstlich des Kaps ist ein ausgeprägter Staueffekt festzustellen.
Daher sollte man unbedingt ausreichend Abstand halten. Bei ausgeprägtem Meltemi ist der Umweg südlich um Kythira unbedingt zu empfehlen, am Weg nach Osten wird man dann ohnehin nur schwer gegenan kommen.
Im Winter sind insbesondere die West-, aber auch gelegentliche Oststürme wegen des Düseneffektes zwischen
Elafonisos und
Kythira gefährlich. Dann fährt auch die Berufsschiffahrt südlich um Kythira herum.
Diese Umstände haben letztlich zum Bau des
Kanal von Korinth geführt.
Darüber hinaus ist die Straße von Elafonisos eines der meistbefahrenen Seegebiete der Welt. Der Verkehr zwischen dem westlichen Mittelmeer und dem östlichen Mittel- und Schwarzen Meer zwängt sich hier durch die nur 4,5 sm breite Durchfahrt zwischen Elafonisos und Kythira.
Der südlichste Punkt dieses östlichen "Fingers" der Peloponnes ist das 3 sm westlich gelegene Ak. Zóvolo.
Sowohl am Ak. Maleas, als auch am Ak. Zóvolo stehen Feuer. Das Feuer am Ak. Maleas ist nur aus Osten sichtbar.
Das Kap ist unter Seeleuten berüchtigt, schon manches Segelschiff musste weit in den Süden vor dem Sturm ablaufen. Am schlimmsten traf es Odysseus:
An genau dieser Stelle begann die
zehnjährige Odyssee durch das westliche
Mittelmeer, dessen östliche Wettergrenze
das Kap markiert. Statt nach Pylos zu
kommen und von dort mit einem kurzen
Schlag nach Ithaka, wurde er 650 Meilen
bis nach Djerba, dem heutigen Tunesien,
abgetrieben.