Die Insel Lesbos (auch: Lesvos, Mytilene, Mytilini) liegt in der Nordost-Ägäis und ist im Norden nur etwa 10 km von der türkischen Küste entfernt. Mit einer Fläche von 1.635,9 km² ist sie die drittgrößte Insel Griechenlands. An der Südküste ragen zwei Buchten weit in die Insel hinein. Die höchste Erhebung ist der Olympos mit 968 m Höhe.
Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Mytilini (die Griechen nennen die Insel ebenso), Kalloni, Mythimna, Plomari, Agiassos und Petra. Lesbos verfügt über eine sehr gute Infastruktur, dank derer man gut vorankommt. Das kann man nicht von allen griechischen Inseln sagen. Auch die Schiffsverbindungen mit dem Festland und anderen Inseln sind bemerkenswert, was wohl an der Größe der Insel und der hohen Bevölkerungszahl liegt.
Das Wort lesbisch wird vom Namen der Insel abgeleitet. Dieser Bezug stammt aus den Gedichten der Sappho von Lesbos, in denen die Liebe zwischen Frauen besungen wurde. Wegen dieser Anspielung ist Lesbos heute häufig touristisches Ziel lesbischer Frauen; es gibt sogar Reiseveranstalter, die sich auf diese Zielgruppe spezialisert haben. Die Einheimischen sind allerdings nur bedingt tolerant, was gelegentlich zu Konflikten führt.
Ein herausragendes Produkt der Insel Lesbos ist der Ouzo, namentlich zwei besonders empfehlenswerte Sorten - Ouzo Plomari von Isidoros Arvanitis und Ouzo Barbagiannis von der gleichnamigen Familie. Der Ouzo von Lesbos wird als der beste in Griechenland bezeichet und wird in Aluminiumflaschen verkauft.
Von der Südküste her ragen zwei Meeresbuchten weit in die Insel hinein, die Wassertiefe liegt jeweils um 20 m. Der 43 km² große und etwa 6,5 km lange Golf von Gera im Südosten ist über einen 200 bis 800 m breiten Kanal mit dem Meer verbunden. Der Golf von Kalloni mit einer Oberfläche 110 km² reicht bis zu 21 km weit ins Inselinnere. Die Küstenlinie ist durch zahlreiche Buchten gegliedert. An verschiedenen Stellen sind der Küste kleinere unbewohnte Inselchen vorgelagert. Die größte ist Megalonisi im äußersten Westen, ganz im Osten liegen die Tomaronisia.
Tourismus und Unterkünfte: Der Tourismus hält bislang sich in Grenzen, so dass es zwar einige Ferienorte gibt, aber bedingt durch die Weitläufigkeit der Insel kommen Individualreisende immer noch auf ihre Kosten. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Mithyma
39° 22,3'N 026° 10,2'E
Mithimna oder auch Methymna oder Molivos ist ein malerischer Hafen an der Nordwestküste von Lesbos. Dasselbe gilt für das Dorf Molivos, das in zehn Minuten zufuß den Berg hinauf erreichbar ist. Leider ist es die am meisten touristische Gegend der Insel. Der Hafen bietet guten Schutz, meist ist Platz am Kai für achte yachten. Strom gibt es am Kai, Wasser und Diesel auf Bestellung. Die Coastguard nimmt es sehr genau mit den Hafengebühren und der Prüfung der Schiffspapiere.
Wenn man hier ohne Transitlog aus der Türkei kommt, wird man gnadenlos abgewiesen.
Mytilene
39° 05,9' N 026° 33,8' E
Mytilene ist ein großer und geschäftiger Hafen und einer der schmutzigsten in der Ägäis, die Abwasserkanäle münden genau dort, wo die Yachten ankern. Kürzlich (Stand 2011) wurde der Hafen renoviert, es gibt jetzt Wasser und Strom am Kai (Bezahlung mit Prepaid-Karten). Gastyachten machen längs an der Nord- oder Westseite des Hafens fest.
Die Liegeplätze sind laut und es riecht unangenehm, vor allem im Sommer. Sie sind aber gut geschützt, nur bei Südwind entwickelt sich ein unangenehmer Schwell.
Eine bessere aber auch teurere Alternative ist die Mytilene Marina, die 222 Liegeplätze in ruhiger und unter allen Umständen geschützten Umgebung bietet. Die Restaurants im Südwesten des Hafens sind gut besucht und haben guten Fisch.
Mytilene ist Port of Entry, die Formalitäten sollen aber die aufwändigsten in ganz Griechenland sein.
Plomarion
38° 52' 20''N 026° 22' 16''E
Achtung: Der Seeraum wird hier per Radar überwacht! Der Zoll weiss ganz genau, ob das Schiff aus Griechenland oder aus der Türkei kommt! Leute aber freundlich.
Bester Ouzo in ganz Griechenland, wird in Aluflaschen verkauft.
12/95: Zwei griechische Jets schiessen ein türkisches Jagdflugzeug ab. Hintergrund:
Spannungen Türkei / Griechenland und Streitigkeiten über 6- oder 12-Meilen-Zone.
Quelle: Peter O.Walter
Ormos Sigri
39° 12,53' N 025° 51,17' E
Wer die Strecke zwischen der Nordägäis zu den Südlichen Sporaden (und umgekehrt) zurücklegen muss, dem kommen die Liegemöglichkeiten von Sigri wie gerufen. Durch die vorgelagerte Insel Megalonisi genießt der Ort besten Schutz. Vorsicht ist geboten bei den vorgelagtern Klippenfeldern, vor allem um das Inselchen Sedousa. Es gibt eine Reihe von Ankermöglichkeiten, die sicherste scheint die im Süden des Ortes über gut haltendem Sandgrund zu sein. Als Liegeplatz nicht geeignet ist der Fähranleger an der Spitze der Halbinsel - nicht nur wegen der zu erwartenden Berufsschifffahrt, sondern auch weil der Wind um die Huk pfeift und genügend Fetch hatte um an dieser exponierten Stelle ordentliche Wellen aufzubauen. Im hübschen Ort, der auch zu Fuß in wenigen Minuten erreicht ist, hat man Einkaufsmöglichkeiten. Kein Mobilfunkempfang.
"