Kythira, altgriechische Transkription Kythera, ist eine griechische Insel vor der Südostspitze der Peloponnes und liegt 10 Seemeilen südlich des berüchtigten Kap Maleas, dem östlichsten der drei "Finger" der Halbinsel Peloponnes.
Die Insel, die zur Gruppe der Ionischen Inseln gehört, wurde zur Zeit der venezianischen Herrschaft „Cerigo“ genannt.
Die tiefste Stelle des Mittelmeeres, das 5.267 m tiefe Calypsotief, befindet sich südwestlich der Insel.
Wegen der Kargheit des Landes sind zahlreiche Einwohner ausgewandert, vor allem nach Australien.
Kythira ist eine Art Hochplateau von durchschnittlich 300 m über dem Meeresspiegel. Zum Rand hin durchschneiden viele Schluchten diese Hochfläche. Daher gibt es auch keine Straße rund um die Insel. Man muss immer wieder auf die Hauptverkehrsadern in der Mitte der Insel zurück, u mso reizvoller sind dann die Abfahrten Richtung Meer. Da kann man viel entdecken, wie zum Beispiel den Wasserfall von Milopotamos, der selbst im Hochsommer nie ganz versiegt, obwohl es gar keine hohen Gebirge gibt. Von dort aus gelangt man auch zur Höhlenkirche der Hl. Sofia.
An klaren Tagen kann man von der Südspitze Kythiras aus Kreta am Horizont erkennen. Bis zu den Ausläufern des Peloponnes sind es an der engsten Stelle nicht einmal 20 Kilometer. Das kennzeichnet die Lage der Insel an der Nahtstelle zwischen dem Ionischen Meer und der Ägäis.
Limin Kapsali
36° 08,55' N 022° 59,85' E
Der Ln. Kapsalion im O.Kapsali war bis zur Errichtung des neuen Fährhafens in Diakofti der einzige Fährhafen der Insel. Heute verkehrt noch regelmäßig eine Fähre nach Antikythira, bei starkem Meltemi wird allerdings der gesamte Fährverkehr - sofern er dann nicht überhaupt eingestellt ist - hierher umgeleitet.
Die Bucht und der Hafen bieten Schutz bei Meltemi, allerdings steht dann Schwell in die Bucht. Bei Starkwind aus dem Südquadranten ist der Platz unruhig. Am Molenkopf sowie oberhalb des Hafens steht ein Leuchtfeuer.
Hier kann man am der ehemaligen Fährmole, etwa vom Molenkopf bis zum Knick, längsseits oder vor Buganker anlegen, oder
an der alten Steinmole nördlich der Fährmole vor Heckanker und Bug zur Pier anlegen (WT direkt an der Pier ca. 1,2 m, rasch fallend), oder
im Hafenbecken bzw. in einer Ausbuchtung westlich der Mole ankern.
Der Ankergrund ist Sand mit Steinen und hält gut. Dabei auf die Untiefen im Norden der Bucht achten.
An Versorgungsmöglichkeiten gibt es eine Tankstelle, die Treibstoff per Tankwagen liefert, Tavernen und einen Supermarkt an der Straße nach Kythira. Trinkwasser ist nicht verfügbar.
Ln. Avlémonas
N 36° 13,50' E 023° 04,90'
Der Ln. Avlémonas liegt unweit von Ak. Mothonaio im SO der Insel, in der weitläufigen Bucht O. Ay. Nikolaos. Der Ort verfügt über einen kleinen Fischerhafen. Zur Ansteuerung kann man sich an das unmittelbar östlich der Einfahrt stehende Leuchtfeuer, bzw. die westlich der Einfahrt befindlichen Ruinen eines venezianischen Wehrturms halten. Auch der Molenkopf ist befeuert.
Es gibt keinen Fährverkehr. Hier kann man im Fischerhafen im Bereich zwischen der Außenmole und einer Steinmole vor Bug- oder Heckanker auf 1,8 m WT anlegen, oder
in der Bucht westlich des Hafens, direkt unterhalb des Ortes vor dem "Stadtbad" auf 4 - 6 m ankern.
Im Hafen und in der Ankerbucht liegt man bei Meltemi geschützt, bei Südlage steht starker Schwell. Der Ankergrund ist Sand und Kies mit Steinen und hält gut. Im Hafenbecken auf einige Muringketten achten, eine Trippleine kann zweckmäßig sein.
Der Flughafen ist ca. 8 km nordwestlich.
An Versorgungsmöglichkeiten gibt es einen Minimarkt im Zentrum, oberhalb der Westbucht und einige Tavernen und Bars. Trinkwasser und Treibstoff sind nicht verfügbar.
Ln. Diakofti
N 36° 16,40' E 023° 04,60'
Der Ln. Diakofti ist der Fährhafen und liegt im Osten der Insel. Der Fährhafen liegt dabei auf dem vorgelagerten Inselchen Vk. Makrónisos, das durch einen Damm mit Kythira verbunden ist. Der Hafen ist nach Norden offen, lediglich die Außenmole und die Nordspitze von Vk. Makrónisos bieten etwas Schutz gegen den Meltemi, der rasch beträchtlichen Schwell in den Hafen stehen läßt. Bei starkem Meltemi wird der Fährverkehr nach Ln. Kapsalion umgeleitet. Sowohl auf der Nordhuk der Vk. Makrónisos als auch am Molenkopf stehen Leuchtfeuer. Außen auf Vk. Makrónisos liegt etwas südlich des Leuchtfeuers seit Winter 2005/06 ein Wrack, das auf Grund eines Ruderschadens aufgelaufen sein soll.
Hier kann man unmittelbar südlich der Fährmole, nach dem Rücksprung vor Buganker auf 3 - 5 m WT anlegen. Nördlich des Verbindungsdammes gibt es den alten Fischerhafen, an dessen Außenmole man außen ebenfalls mit Heckanker und Bug zur Pier anlegen könnte, allerdings ist dort selten Platz. Der Fischerhafen selbst ist flach und belegt.
Ankern ist nur gut nördlich der Fährmole erlaubt und deswegen nicht zu empfehlen. Die Hafenpolizei entfernt ankernde Boote, die den Fährverkehr behindern.
Im Hafen und in der Ankerbucht liegt man bei allen Winden ausser Meltemi geschützt. Der Ankergrund ist Sand und Kies mit Steinen und hält gut.
Der Flughafen ist ca. 6 km westlich.
An Versorgungsmöglichkeiten gibt es eine Taverne und Treibstoff, der per Tankwagen geliefert wird. Auf der Pier nahe der Fährmole soll es ausserdem zeitweise Wasser aus einer Entnahmestelle geben, allerdings war der Kasten versperrt und keine Information über die Zugangsmodalitäten zu erhalten.
Das Kap Maleas ist unter Seeleuten berüchtigt, schon manches Segelschiff musste weit in den Süden vor dem Sturm ablaufen. Am schlimmsten traf es Odysseus:
An genau dieser Stelle begann die
zehnjährige Odyssee durch das westliche
Mittelmeer, dessen östliche Wettergrenze
das Kap markiert. Statt nach Pylos zu
kommen und von dort mit einem kurzen
Schlag nach Ithaka, wurde er 650 Meilen
bis nach Djerba, dem heutigen Tunesien,
abgetrieben.
Ab Kap Maleas gelten nicht mehr die
Wetterregeln der Ägäis, sondern jene des
zentralen Mittelmeeres. Der Griechische
Rundfunk spricht von „Kithira Sea“,
während beide deutsch-sprachigen Wetterberichte
uns leider nur zwischen Ägäis und
Ionischem Meer wählen lassen. Bei Kurs
West richtet man sich besser nach den
Daten für das südliche Ionische Meer, außer
bei (Meltemi), der schon mal in den
Lakonischen Golf eindringen kann.
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