Die griechische Insel Korfu oder Kerkyra ist mit einer Größe von 592 Quadratkilometern die zweitgrößte der sieben großen
Ionischen Inseln. Sie liegt im
Ionischen Meer, jenem Teil des Mittelmeers, an den sich im Norden die
Straße von Otranto und die
Adria anschließt. Korfu liegt dabei etwa auf Höhe des italienischen „Stiefelabsatzes“ und nähert sich im Norden bis auf zwei Kilometer der albanischen Küste.
Aufgrund der für griechische Verhältnisse recht üppigen Vegetation wird sie auch „die grüne Insel“ genannt. Korfu zählt zu den wohlhabendsten Regionen in Griechenland. Der Hauptort ist die gleichnamige Stadt Korfu bzw. Kerkyra.
Bei einer Länge von rund sechzig Kilometern und einer Breite zwischen vier und dreißig Kilometern, hat Korfu eine außerordentlich abwechslungsreich gegliederte Küste (217 Kilometer Länge) mit herausragenden Kaps und malerischen Buchten.
Bekannt sind Kap Ajia Ekaterini im Norden Korfus und Ak. Kefali an der Westküste gegenüber Italien, dazu die Kaps von Lefkimi und Asprokavou im Süden.
Die Buchte von Ipsos an der Ostküste, Garitsa, die Chalkiopoulou-Bucht und Mantouki bestimmen ebenfalls das Bild von Korfu.
Einer der malerischten Gegenden der Insel Korfu dürfte aber das aus zwei Halbinseln und fünf Buchten bestehende Gebiet von Paleokastritsa sein.
Tourismus und Unterkünfte: Korfu ist ein beliebtes Urlaubsziel für Pauschal- und Individualtouristen. Die Insel bietet aber auch Bildungstouristen interessante Ziele. Die größte Besuchergruppe kommt aus Großbritannien, gefolgt von Touristen aus Deutschland. Es gibt neben der Touristengastronomie auch noch die traditionellen Tavernen der Inselbewohner. Die Hauptsaison für Korfu umfasst die Sommermonate bis Anfang Herbst.
Der internationale Flughafen Korfus wird während der Saison von vielen deutschen Flughäfen aus angeflogen. Bei der Anreise mit der Fähre von Italien aus kann zwischen verschiedenen Routen gewählt werden. Das griechische Festland (Igoumenitsa) erreicht man mit Fähren von Korfu-Stadt, sowie von Lefkimmi aus. Ebenfalls von Korfu-Stadt gehen die Fähren zur kleinen Nachbarinsel Paxos.
Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Marina Gouvia
39° 38,94' N 019° 51,12' E
Die Marina Gouvia ist leicht anzusteuern, da die Einfahrt durch zwei Leuchttonnenpaare, ein großes Hotel an der südlichen Einfahrt und die Hotels an der nördlichen Einfahrt gut zu erkennen sind. Der Service bietet Strom und Wasser am Kai, Diesel an der Tankstelle im westlichen Teil. Duschen und WC´s sind auf dem ganzen Gelände zu finden. Der Supermarkt im südwestlichen Teil bietet Lieferung zum Boot an.
Bilder:
Ansteuerung
Luftbild
Tankstelle und Travellift
Informationen: Hellenic Marinas S.A. Tel. 0030/988618791, Fax 0030/9817823 oder 9818979
In der Imray-Ausschnittkarte der Marina Gouvia (auf Korfu) ist die Breitenangabe eine halbe Seemeile zu weit südlich angegeben. Die Ansteuerung wird dadurch schwierig, zumal die Einfahrt im umgebenden Bereich sehr flach ist. Der Kenner findet die Einfahrt problemlos, wenn er durchs Fernglas die Ansteuertonne gefunden hat und direkt unter 270 Grad einläuft. Bei Ankunft meldet man sich über UKW Kanal 69 an, dann wird der Platz zugewiesen.
Petriti
39° 27,5'N 020° 02'E
In der Bucht von Lefkimi findet man guten Schutz vor westlichen Winden. Die von Nord nach Süd verlaufende Mole wurde verlängert und der Hafen ausgebaggert. Auch am Kai kann mit Yachten festgemacht, vor dem Hafen geankert werden. Vorsicht! Östlich und beim Kopf des Wellenbrechers unter Wasser Felsen. Das Liegen an der Außenseite ist wegen der Wellen von Fährschiffen gefährlich ! Es gibt gute Tavernen, einen Minimarkt.
(Bild)
Quelle: Axel Kramer / HAFENFÜHRER Ionisches Meer
Im kleinen Fischerort Petriti an der Südspitze Korfus wurden der Wellenbrecher verlängert und das. Hafenbecken ausgebaggert. Die nun befestigte Kaimauer bietet Liegeplätze für Yachten vor Buganker mit Heckleine. Petriti gilt als willkommene Station auf dem Weg von der Nordspitze der Insel Korfu nach Paxos. Es gibt einen Supermarkt und mehrere kleine Tavernen. In manchen Karten ist der kleine Hafen nicht eingezeichnet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Die Ionischen Inseln aind bei Seglern bekannt für ihre ruhigen Winde. Wir haben es so, aber auch mal anders erlebt:
- Ostern 1980 eine Reise von Malta nach Pylos, das ist ein Hafen an der Südwestseite des Peloppones: zweieinhalb Tage Maschine, erst 10 Meilen vor dem Peloppones kam der Wind.
- Pfingsten 2000 sah die Sache schon anders aus: Wir fuhren in der Nacht aus Malta ab, motorten bis zum Morgengrauen. Aber dann setzte der Wind ein, an die 7 Bft. und unser Katamaran machte 18,4 Knoten, das haben wir in den nächsten Jahren nie mehr erreicht.
Allgemein kann man sagen, dass die Ionischen Inseln recht zuverlässigen Nordwind bieten, der allerdings frühestens mittags einsetzt. Normalerweise hat er dann zwischen drei und fünf Beaufort.