Kastelorizo,(auch Kastellorizo, ital. Castelrosso ‚rote Festung‘, türk. Meis) ist eine griechische Insel rund drei Kilometer vor der türkischen Küste. Sie liegt 120 km östlich von
Rhodos, rund 2.5 Seemeilen südlich der türkischen Stadt
Kas und bedeckt 9,11 km². Mit einigen umliegenden Inseln und Felsen bildet sie die mit rund 12 km² kleinste Gemeinde der Präfektur Dodekanes und die östlichste Gemeinde Griechenlands.
Nach dem Anschluss des Dodekanes an das moderne Griechenland wurde der antike Name der Insel, Megisti als offizielle Bezeichnung eingeführt. Aufgrund der geografischen Nähe wurde sie auch von der Türkei beansprucht.
Der Hauptort der Insel glich noch vor zwei Jahrzehnten größtenteils einer Geisterstadt. Seitdem wurden auf der Insel aber viele alte zerfallene Bauten wieder zu neuem Leben erweckt. Unter den eingewanderten Ausländern sind viele Italiener. In jüngster Zeit läuft auch ein bescheidener Tourismus auf der Insel an. Der Ortskern am Hafen ist zum Teil aufwändig restauriert – auch mit Hilfe staatlicher Mittel –, die Ruinen um ihn herum sind überwuchert und fallen kaum ins Auge.
In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhundert hat der griechische Staat aus politischen Gründen (Hoheitskonflikt mit der Türkei) unverhältnismäßig viel Geld in die Insel investiert, so dass beispielsweise die Betreuung der wenigen Schüler und die ärztliche Versorgung besser waren als auf vielen größeren griechischen Inseln. Auch die Fähr- und Flugverbindungen waren bzw. sind subventioniert, um den Verkehr zur Insel und deren Versorgung sicherzustellen.
Ein kleiner, 1986 eröffneter Flughafen ermöglicht mit einer knapp 800 Meter langen Landebahn die Landung kleinerer Turboprop-Maschinen. Seit 2006 gibt es täglich eine Flugverbindung nach Rhodos. Spontane Ausfälle bei starkem Wind sind jederzeit möglich.
Zudem besteht eine unregelmäßige Fährverbindung nach Rhodos, die zwei bis drei Mal die Woche verkehrt. Die Überfahrt dauert etwa sechs Stunden.
Seit 2007 fährt die Meis Express Werktags von
Kas in der Türkei morgens nach Kastellorizo, Nachmittags wieder zurück. Sie wird für Mehrtagesausflüge in die Türkei genutzt, andererseits kommen viele Tagesgäste aus Kas, um hier ihr türkisches Touristenvisum wieder für 90 Tage zu verlängern. Die meisten der Türken wie auch der Griechen haben sich mit der politischen Lage arrangiert und bauen auf ein friedliches Miteinander, nicht zuletzt weil dadurch die touristische Entwicklung beider Gebiete profitieren kann.
Seit Juni 2007 ist die offizielle Ein- und Ausreise von Kastelorizo in die Türkei (Kas) bzw. umgekehrt möglich.
Sehr beliebt ist der Ort auch bei Segelyachten, die hier während eines Türkei-Törns zur Abwechslung einen Abend griechisches Flair und Essen genießen.
Hafen Kastellorizon
36° 09,62' N 029° 35,5' E
Der Hafen ist gegen alle Windrichtungen ausser Nord geschützt und sicher. Bei der Ansteuerung aus Ost muss man die vielen vorgelegerten Klippen beachten. Immer wieder wurden Klagen laut über die Preise der Restaurants direkt am Hafen. In der zweiten Reihe isst man genau so gut, aber preiswerter.
09.11.00: Warnung vor Abzocke in Kastellorizon!
Von der häufig beschriebenen und bisher üblichen Gepflogenheit, von
türkischen Charteryachten bei einem Besuch in Kastellorizon keine
Gebühren für das Einklarieren zu verlangen, ist man in Griechenland
scheinbar abgekommen.
Bei unserem Besuch Ende Oktober 2000 kam während des Abendessens in der
Taverne ein Beamter der griechischen Küstenwache - in Zivil - und
verlangte, die Yacht kontrollieren zu dürfen.
Nach der Kontrolle der Schiffspapiere verlangte er 180,-- DM an
Gebühren. Nachdem wir meinten, dass das für eine Nacht etwas übertrieben
sei, reduzierte er die Forderung auf 130,-- DM. Eine Quittung wurde
nicht ausgestellt.
Der Wirt der Taverne meinte zerknirscht, dass dies jetzt bei allen
türkischen Yachten so sei und war persönlich wohl der Meinung, das Geld
wandere direkt in die Taschen dieses sauberen Beamten.
Wenn diese Abzocke bestehen bleibt, ist es denn auch schlecht um die
Geschäfte der Tavernen bestellt: keiner wird 130,-- DM Aufpreis für ein
griechisches Abendessen in Kauf nehmen, und griechische Yachten werden
Kastellorizon kaum anlaufen.
In der Charterbasis in Marmaris war zu hören, dass von Symi ähnliche
Vorkommnisse berichtet wurden.
Derzeit können wir türkische Chartercrews daher leider nur davor warnen,
griechische Inseln anzulaufen.
Quelle: Die Crew der "Get Happy": Horst Gredy - Kurt Schertel - Irmi Schertel - Helmut Fröhlich - Rainer
Müller-Knoche
23.03.96:Warnung: Hafenmeister verlangt seit 1995 40DM Hafengebühr, auch wenn man nur
zu einem kurzen Abstecher zum Mittagessen von der Türkei kommt. Unfreundlich!!
Preise in den Lokalen sehr teuer.
Quelle: Peter O.Walter
Wir waren Ende Oktober 97 da. Kein Hafenmeister weit und breit, keine Gebühren!
Der Wirt von "Lazarakis Restaurant" berichtet: Der Hafenmeister sei wegen
tourismusschädigenden Verhaltens ohne Nachfolger versetzt worden.
Auch zu Ende der Saison konnten wir bei Lazarakis, direkt hinter dem
Steg, vorzüglich Fisch speisen (Red Snapper). Die Auswahl ist zwar nicht mehr groß, die Qualität aber gut und die Preise nicht zu hoch!!!
Quelle: Klaus Rosenkranz, SY ICE CREAM, 08.11.97
Megisti/Kastellorizon: problemloses Einklarieren (Crewliste, Pässe), Liegegeld 20 DM/d
Quelle: Dr. D. Bergenthal, Sunday, 17. May 1998 - 16:43:44
16.6.98: Untiefe Ankerbucht Kastelhorizon
Östlich der Ankerbucht Limin Mandraki auf Kastelhorizont gibt es
eine Untiefe die in den meisten Büchern nicht verzeichnet ist.
Es wurde
mitgeteilt dass hier öfsters Schiffe auflaufen.
Quelle:Fritz Gerkhardt, Catamaran Veligandu
Die beste Stelle zum Anlegen ist vor dem Restaurant von Lazarus, da befindet sich ein kleiner Kai. In Luv davon rk anlegen und Schiff dann an den Kai anlehnen. Dann liegt man fast wie längsseits und es ist bei Seitenwind kaum zusätzlicher Zug auf dem Anker.
Lazarus (Restaurant direkt am Kai) ist viel zu teuer. Nicht beeindrucken lassen von der Nettigkeit beim Leinen annehmen und Welcome-Drink, und woanders zum Essen gehen.
Ende Mai / Anfang Juni gibt es hier nachts recht lästige Mücken.
Auch hier sind Ausläufer des
Meltemi im Sommer zu spüren, allerdings kommt er aus West bis Nordwest und ist bei weitem nicht so stark wie in der Ägäis.