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Revierinformation für Segler:
Der Ambrakische Golf

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Häfen und Marinas:  Cleopatra Marina  Parga  Preveza


Der Ambrakische Golf (griechisch Amvrakikós kólpos, Golf von Ambrakia) ist ein Golf des Ionischen Meers im Nordwesten Griechenlands, zwischen den Verwaltungsregionen Epirus und Westgriechenland.

Seinen Namen hat der Golf von der antiken Stadt Ambrakia, an deren Stelle, etwa 13 km flussaufwärts am Arachthos gelegen, sich heute die Stadt Arta befindet. Ein anderer Name ist daher Golf von Arta.

Der Ambrakische Golf ist eine 35 km lange und zwischen 5 und 15 km breite flachmarine Einbuchtung in die NW-Küste Griechenlands. Die maximale Tiefe des Ambrakischen Golfs beträgt 65 m an wenig nördlich der Alexandros-Untiefe.


Zwei große Flüsse aus Epirus, der Louros und der Arachthos, haben eine weite Deltaebene im Norden des Golfes erschaffen, die den exponierten Teil der Ambrakischen Niederung darstellt. Der nördliche Teil des Golfbodens fällt aufgrund der Sedimentzufuhr der beiden Flüsse sanft ab, während der südliche Golfboden abrupt auf 40-65 m abfällt (vgl. Abb. 3). Im Osten, im Süden und mit Unterbrechungen auch im Westen ist der Golf von anstehendem Gestein begrenzt. Der ansonsten relativ gleichmäßige Golfboden wird von einigen steil emporragenden Inseln und Untiefen aus anstehendem Gestein unterbrochen, z.B. der Alexandros-Untiefe im Südosten des Golfs.

Vom Wellengang des Ionischen Meeres ist der Golf sowohl von der Preveza-Halbinsel im Norden als auch von der Landzunge von Aktium im Süden abgeschirmt.

Die Verbindung des Ambrakischen Golfs zum offenen Meer wird „Straße von Preveza“ genannt. Diese ist an ihrer schmalsten Stelle 600 m breit und an ihrer Schwelle lediglich 4 m tief. Allerdings ist diese Schwelle durch einen ausgebaggerten Kanal auf 8,5 m eingetieft.

Wie man an in der Karte erkennen kann, wird die Straße von Preveza, die vom Ionischen Meer zunächst nordöstlich, dann südöstlich in den Ambrakischen Golf führt, im Süden von der sandigen Landzunge von Aktium und im Norden von der Preveza-Halbinsel (mit der namensgebenden Kleinstadt Preveza am Südende der Halbinsel) begrenzt. Östlich von Preveza fallen landwirtschaftlich genutzte Hügel sanft zum Sand-Kies-Strand hin ab. Vom Kap Laskara an bis zur Mazoma-Lagune (östlich der historischen Siedlung Nikopolis) ist die Westküste des Golfs (Salaora-Bucht) recht abschüssig. Ab hier erstreckt sich ein unregelmäßiger Wechsel von Sandbarrieren, Sümpfen und Lagunen (Rodia-, Tsoukalio- und Logaru-Lagune) entlang der gesamten Nordküste: die Deltabereiche der Flüsse Louros und Arachthos.

An der Nordostküste des Golfs (Koprenis-Bucht) fallen die hohen Makrinoros-Bergketten steil ins Wasser ab. Auf dem verebneten Bereich südlich der Katafournou-Lagune liegt das Dorf Bouka südlich von einem isoliert liegenden Hügel, dem Mavrovouni (=Schwarzer Berg). Die schmale, längliche Amphilochia-Bucht, mit tiefem Wasser, abschüssiger Küste und geschützter Lage im südwestlichsten Winkel des Golfs, stellt einen guten Schiffsankerplatz dar: den Hafen der gleichnamigen Ortschaft Amphilochia am Südende der Bucht. Entlang der Südküste trennen felsige Landzungen eine Reihe weiter, sandiger Buchten voneinander: von Ost nach West die Loutraki-Bucht, die Rouma-Bucht, die Vonitsa-Bucht und schließlich den Golf von Preveza selbst, der wiederum in die Straße von Preveza übergeht.

Der Salzgehalt des Ionischen Meeres beträgt an der Meeresoberfläche 3,8 bis 3,85 %. Das Wasser des Ambrakischen Golfes ist bezüglich seines Salzgehalts geschichtet: Bei Messungen im Juli wird 17-19°C warmes Tiefenwasser mit einem Salzgehalt von 3,8 % (vgl. Ionisches Meer) von weniger als fünfzehn Metern brackischem Wasser mit einem Salzgehalt von durchschnittlich nur 2,2 % (bei Oberflächentemperaturen von 23,5-27°C) überlagert. Diese Schichtung scheint stabil zu sein, da die tieferen Bereiche des Golfs von einer differenzierten salinen Foraminiferenfauna besiedelt werden.

Der durchschnittliche Tidenhub des Ionischen Meeres in der näheren Umgebung des Ambrakischen Golfs beträgt 20-30 cm (ca. 20 cm am Hafen von Korfu und ca. 30 cm am Hafen von Kephalonia).
Im Gegensatz dazu beträgt der durchschnittliche Tidenhub im Ambrakischen Golf nur 5 cm, der maximale verzeichnete Tidenhub beträgt 25 cm (BARIAGIN 1972). Die Strömungsgeschwindigkeiten in der Straße von Preveza erreichen bis zu 3,5 Knoten.

Einfahrt in den Ambrakischen Golf
Von Norden oder Süden kommend sieht man das Fort Georgios und einen Kran bei der Marina Kleopatra. Das Fahrwasser ist betonnt, die Tonnen sind aber erst beim Näherkommen zu sehen. Bei Nacht navigiert man nach dem Feuer auf Kap Mytika, die Tonnen des fahrewssers sind ebenfalls befeuert, ebenso das Lap Akri und die Mole vom Stadthafen.
Vorsicht: Innerhalb des betonnten Fahrwassers bleiben, die Tiefen ändern sich wegen Versandung immer wieder.

Neben vielen teils einsamen Buchten gibt es in der Nähe die Marinas Prevezza und Parga.



windsack
Im Ambrakischen Golf muss man im Frühjahr und im Herbst bei Gewittern mit plötzlich auftretendem Starkwind rechnen. Im Ionischen Meer herrschen im Sommer thermische Winde vor: Der Maestro (auch Etesien genannt) weht hier deutlich moderater als in der Ägäis. Er kommt als Nordwestwind in der Regel am späten Vormittag auf, erreicht Stärke 3-4, selten mehr, und flaut bei Sonnenuntergang meist ab.
Natürlich wird dieser regelmäßige Ablauf durch gelegentlich durchziehende Fronten oder Gewitter gestört. Die Sturmhäufigkeit liegt aber ganzjährig unter 1%.





Lage Ambrakischer Golf
(Bild: Lencer / Bearbeitung Walter) Großbild klick!













Häfen und Ankerbuchten
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!














Der Ambrakische Golf
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!














Seekarte Ambrakischer Golf  Großbild klick!
Weblinks:
Der Ambrakische Golf in Wikipedia
Parga
Prevezza
Aktueller Wind in Prevezza


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